{"id":58099,"date":"2020-01-30T10:17:56","date_gmt":"2020-01-30T09:17:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58099"},"modified":"2020-01-30T16:12:37","modified_gmt":"2020-01-30T15:12:37","slug":"torwaechter-der-meinungsmache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58099","title":{"rendered":"Torw\u00e4chter der Meinungsmache"},"content":{"rendered":"<p>Akten belegen eine geheime Finanzierung der Nachrichtenagentur Reuters durch die britische Regierung im Kalten Krieg. Das Ziel: politische, antikommunistische Einflussnahme. Der Vorgang sollte nicht allzu sehr &uuml;berraschen, aber er bietet interessante Belege und lenkt einen allgemeinen Blick auf die Rolle gro&szlig;er Agenturen bei der Meinungsbildung. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5950\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-58099-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200130_Torwaechter_der_Meinungsmache_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200130_Torwaechter_der_Meinungsmache_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200130_Torwaechter_der_Meinungsmache_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200130_Torwaechter_der_Meinungsmache_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=58099-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200130_Torwaechter_der_Meinungsmache_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200130_Torwaechter_der_Meinungsmache_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Nachrichtenagenturen sind die Basis der Berichterstattung zahlreicher gro&szlig;er westlicher Medien &ndash; man k&ouml;nne sie auch als deren &bdquo;R&uuml;ckgrat&ldquo; bezeichnen, wenn man es positiv beschreiben will. Sieht man die intensive Beziehung zwischen Medium und Agentur aber kritisch &ndash; zum Beispiel die von zahlreichen Medien gleichzeitig verbreiteten und gleichlautenden Agenturmeldungen &ndash; so dr&auml;ngt sich die Frage auf: Sind die gro&szlig;en Nachrichtenagenturen die &bdquo;Torw&auml;chter der Meinungsmache&ldquo;?<\/p><p><strong>Reuters und die Regierung: Propaganda, Einflussnahme, Schwarze Kassen<\/strong><\/p><p>Die wichtige Frage nach der Rolle der Agenturen stellt sich permanent, wenn man sich mit Mechanismen der Meinungsmache befasst. Dieser Tage aber dr&auml;ngt sich die Frage zus&auml;tzlich aktuell auf:  K&uuml;rzlich freigegebene Akten belegen eine geheime Finanzierung der Nachrichtenagentur Reuters durch die britische Regierung im Kalten Krieg. Das Ziel: politische, antikommunistische Einflussnahme. Dar&uuml;ber berichten etwa BBC <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/uk-politics-50637200\">in diesem Artikel<\/a> und Reuters <a href=\"https:\/\/uk.reuters.com\/article\/uk-britain-media\/britain-secretly-funded-reuters-in-1960s-and-1970s-documents-idUKKBN1ZC20F\">in diesem Artikel<\/a> (beides auf Englisch).<\/p><p>Demnach beweisen <a href=\"https:\/\/discovery.nationalarchives.gov.uk\/details\/r\/C16960830\">k&uuml;rzlich deklassifizierte Akten<\/a> einen lange vermuteten und auch berichteten Vorgang: n&auml;mlich, dass die britische Regierung die Nachrichtenagentur Reuters in den 60er und 70er Jahren heimlich finanziell unterst&uuml;tzt hat. Diese Finanzierung wurde laut den Berichten initiiert von einer antikommunistischen britischen Geheimdienst-Abteilung, als &bdquo;Schwarze Kasse&ldquo; fungierte die BBC. Reuters schreibt dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das Geld wurde verwendet, um die Berichterstattung von Reuters &uuml;ber den Nahen Osten und Lateinamerika zu erweitern, und floss &uuml;ber erh&ouml;hte Nachrichten-Abonnementzahlungen von der BBC verdeckt an Reuters.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Nachrichtenagentur zitiert aus den Regierungsakten, wobei HMG f&uuml;r &bdquo;Her Majesty&rsquo;s Government&ldquo; steht, also die britische Regierung meint:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Interessen der HMG sollten durch die neue Regelung gut bedient werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Fehlende Unabh&auml;ngigkeit: Ein alter Verdacht wird best&auml;tigt<\/strong><\/p><p>Der Vorgang, zu dem RT <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/96817-nachrichtenagentur-als-propagandawaffe-grossbritanniens-geheimfinanzierung-reuters\/\">in diesem Artikel<\/a> weitere Hintergr&uuml;nde liefert, soll hier nicht &uuml;ber Geb&uuml;hr als erstaunlich dargestellt werden: Einflussnahmen von staatlicher oder m&auml;chtiger privater Seite auf die dem Publikum als &bdquo;unabh&auml;ngig&ldquo; dargestellten gro&szlig;en Medien werden l&auml;ngst vermutet, zahlreiche Indizien st&uuml;tzen diese Vermutungen. Es ist aber doch ein Unterschied, ob es bei diesen begr&uuml;ndeten Vermutungen bleibt und dadurch der Kampfbegriff &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; zum Einsatz kommen kann &ndash; oder ob die Vorg&auml;nge durch deklassifizierte Akten eindeutig belegt sind. Das ist im Falle Reuters f&uuml;r die 60er und 70er Jahre nun der Fall. Zu bedenken ist auch, wie lange dieses Modell der Schwarzen Kasse geheimgehalten werden konnte. Paul Schreyer schreibt dazu auf <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/\">&bdquo;Multipolar&ldquo;<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Eine der weltgr&ouml;&szlig;ten Nachrichtenagenturen wurde lange verdeckt von der britischen Regierung finanziert, um politisch Einfluss zu nehmen. Verschw&ouml;rungen lassen sich nicht geheim halten? In diesem Fall gelang es &uuml;ber viele Jahrzehnte.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Ist private Meinungsmache besser als staatliche?<\/strong><\/p><p>Eine weitere Frage ist, ob eine staatliche Finanzierung schlechter ist als ein privates Modell, <a href=\"http:\/\/docs.dpaq.de\/14296-gesellschaftsvertrag.pdf\">wie es bei der deutschen Nachrichtenagentur DPA praktiziert wird<\/a>. Reuters wurde nach eigenen Angaben 1851 in London gegr&uuml;ndet und ist heute im Besitz des in Toronto ans&auml;ssigen Unternehmens Thomson Reuters, eine der gr&ouml;&szlig;ten Nachrichtenorganisationen der Welt. Der entscheidende Punkt bei der Regierungs-Reuters-Aff&auml;re ist die Heimlichkeit und die gleichzeitige moralisch &uuml;berh&ouml;hte Position der Achtung einer &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit&ldquo; von gro&szlig;en Medien. Eine geheime staatliche Finanzierung und damit Einflussnahme durch die britische(n) Regierung(en) ist darum auch erheblich bedenklicher einzusch&auml;tzen als die offizielle F&ouml;rderung von internationalen (Staats-)Medien durch Regierungen: Etwa bei &bdquo;Russia Today&ldquo; wei&szlig; man immerhin, woran man ist &ndash; man kann als Konsument die (bekannte) Finanzierung durch den russischen Staat in die Beurteilung der RT-Nachrichten einflie&szlig;en lassen. Zus&auml;tzlich entf&auml;llt hier der ganze geheuchelte &Uuml;berbau von den &bdquo;unabh&auml;ngigen&ldquo; Medienkonzernen. <\/p><p>In dem Zusammenhang sei auch erw&auml;hnt, dass es neben RT kaum ein deutsches Medium gibt, das den Reuters-Skandal angemessen thematisiert hat. Im deutschsprachigen Raum haben (zumindest <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=Reuters+finanzierung+britische+Regierung&amp;client=firefox-b-d&amp;source=lnms&amp;tbm=nws&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwiq8bu256rnAhUhyoUKHaXDAb0Q_AUoAXoECAsQAw&amp;biw=1342&amp;bih=710\">laut Google-News<\/a>) an gro&szlig;en Medien immerhin die <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/medien\/die-britische-nachrichtenagentur-reuters-bekam-geheime-gelder-von-grossbritannien-ld.1533790\">&bdquo;Neue Z&uuml;rcher Zeitung&ldquo;<\/a> und  <a href=\"https:\/\/apps.derstandard.de\/privacywall\/story\/2000113267731\/britische-geheimzahlungen-an-reuters-in-60er-und-70er-jahren\">&bdquo;Der Standard&ldquo;<\/a> den Vorgang erw&auml;hnt. <\/p><p><strong>Das Prinzip Nachrichtenagentur widerspricht Meinungsvielfalt<\/strong><\/p><p>Ob nun staatlich oder privat: Widerspricht das Konstrukt &bdquo;Nachrichtenagentur&ldquo; (also einer gro&szlig;en Firma, die Medien weltweit mit gleichlautenden Meldungen versorgt) nicht in beiden F&auml;llen dem Prinzip der Meinungsvielfalt? Da Agenturen bereits gro&szlig;en Einfluss auf die Meinungsbildung in der westlichen Hemisph&auml;re haben und sich dieser Einfluss mit jeder K&uuml;rzung in der Medienlandschaft weiter verst&auml;rkt, soll das Prinzip dieser Firmen hier kurz allgemeiner betrachtet werden. So haben die NachDenkSeiten k&uuml;rzlich <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52923\">zum 70-j&auml;hrigen Jubil&auml;um der DPA geschrieben<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das Ph&auml;nomen des Gleichklangs wird auch durch das Prinzip &bdquo;Nachrichtenagentur&ldquo; hergestellt: indem zahlreiche Zeitungen gleichlautende DPA-Artikel abdrucken. Durch diese Praxis k&ouml;nnen die Medien zum einen Kosten sparen, zum anderen k&ouml;nnen sie sich notfalls von den teils sp&auml;ter als tendenzi&ouml;s enttarnten Beitr&auml;gen distanzieren. Die gro&szlig;en deutschen Medien schaffen sich so mit der nur scheinbar unabh&auml;ngigen DPA einen Kronzeugen, <a href=\"https:\/\/www.dpa.com\/de\/unternehmen\/eigentuemer-leitung\/#eigentuemer-amp-leitung\">den sie selber finanzieren und indirekt leiten<\/a>, um ihn dann als &ldquo;neutralen Beobachter&rdquo; in den eigenen Medien zu zitieren.<\/p>\n<p>Medien k&ouml;nnen (bei Bedarf) so tun, als sei der Agentur-Artikel nicht die &bdquo;Hausmeinung&ldquo;, obwohl sie in der Zeitung verbreitet wird. Personalabbau f&uuml;hrt zu vermehrtem Einsatz von Agentur-Artikeln. Und w&auml;hrend die Ums&auml;tze vieler gro&szlig;er Medien einbrechen, konnte die DPA diese <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/advertorials\/ots\/dpa-deutsche-presse-agentur-gmbh-dpa-gruppe-weiter-auf-wachstumskurs-umsatz-im-geschaeftsjahr-2018-steigt-auf-139-8-millionen-euro\/24512972.html\">im letzten Gesch&auml;ftsjahr<\/a> noch steigern.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Gleichklang und mutma&szlig;liche Verzerrung<\/strong><\/p><p>Dort werden auch Beispiele f&uuml;r mutma&szlig;lich verzerrende Berichterstattung durch DPA vorgestellt. So beschreibt etwa Albrecht M&uuml;ller <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41955\">in diesem Artikel<\/a> die Rolle unter anderem von Agenturen &bdquo;beim Feindbildaufbau gegen Russland und Putin&ldquo;. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28024\">In diesem Artikel<\/a> wird die manipulative und selektive Wiedergabe von Navid Kermanis Friedenspreisrede analysiert. Friedensproteste wie jene in Ramstein werden demnach auch von DPA nicht angemessen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=52900\">gespiegelt<\/a>. Anzuf&uuml;hren sind auch etwa zahlreiche DPA-Berichte zum &bdquo;Maidan&ldquo; oder zum syrischen &bdquo;B&uuml;rgerkrieg&ldquo;. Eine Studie der Otto Brenner Stiftung von M&auml;rz 2010 zum Thema &bdquo;Wirtschaftsjournalismus in der Krise &ndash; Zum massenmedialen Umgang mit Finanzmarktpolitik&ldquo; kommt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Presse-Agentur\">zu folgendem Schluss<\/a>: Die Informationsleistung von DPA in Sachen Finanzmarktpolitik sei &bdquo;hoch defizit&auml;r&ldquo;. Die Orientierung, die DPA in diesem Zusammenhang gebe, sei Desorientierung: &bdquo;Der finanzmarktpolitische DPA-Journalismus ist Trivialjournalismus.&ldquo; Und der Blog Swiss Propaganda Research schreibt unter dem Titel <a href=\"https:\/\/swprs.org\/der-propaganda-multiplikator\/\">&ldquo;Der Propaganda-Multiplikator&ldquo;<\/a> &uuml;ber das Prinzip Nachrichtenagentur:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist einer der wichtigsten Aspekte unseres Mediensystems &ndash; und dennoch in der &Ouml;ffentlichkeit nahezu unbekannt: Der gr&ouml;&szlig;te Teil der internationalen Nachrichten in all unseren Medien stammt von nur drei globalen Nachrichtenagenturen aus New York, London und Paris.<\/p>\n<p>Die Schl&uuml;sselrolle dieser Agenturen hat zur Folge, dass unsere Medien zumeist &uuml;ber dieselben Themen berichten und dabei sogar oftmals dieselben Formulierungen verwenden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Einfluss der Agenturen w&auml;chst durch K&uuml;rzungen<\/strong><\/p><p>Die bereits verbreitete Praxis, durch K&uuml;rzungen entstandene L&uuml;cken in der Zeitung mit Agentur-Material zu f&uuml;llen, wird sich wie gesagt verst&auml;rken, weil die Medien sich immer weniger eigenes Personal leisten. Darum gibt es tendenziell auch immer weniger &bdquo;eigene&ldquo; Stimmen, die sich dem Chor einer von zahlreichen Medien zitierten Agentur-Meldung entgegenstellen k&ouml;nnten. Ein Beispiel, wie einzelne Agenturmeldungen den Ton der Berichterstattung setzen, ist etwa der mediale Umgang mit den Unstimmigkeiten rund um die mutma&szlig;lichen Giftgaseins&auml;tze in Syrien. Die NachDenkSeiten haben dazu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44911\">in diesem Artikel<\/a> geschrieben:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Vor allem das manipulative Potenzial von Nachrichtenagenturen wurde in den vergangenen Tagen erneut deutlich &ndash; nachdem es k&uuml;rzlich bereits im Zusammenhang mit der Skripal-Aff&auml;re aufgeschienen war, wie die NachDenkSeiten berichteten.<\/p>\n<p>Denn die wirkungsvollsten Verbreiter der falschen Nachricht, der OPCW-Bericht w&uuml;rde einen Einsatz von Chlorgas in Duma nahelegen, waren die Nachrichtenagenturen dpa f&uuml;r den deutschsprachigen und Reuters f&uuml;r den englischsprachigen Raum. Doch w&auml;hrend Reuters diesen Fehler immerhin mittlerweile korrigiert hat, beharrt dpa bis heute auf ihren kaum vertretbaren &Auml;u&szlig;erungen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Orientierung&ldquo; oder sanfte &bdquo;Lenkung&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Und selbst &uuml;ppig mit den Beitr&auml;gen der B&uuml;rger ausgestattete Medien wie die ARD nutzten f&uuml;r die eigene Meinungsbildung die Agenturen, wie ein aktuelles, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58031\">in diesem Artikel<\/a> beschriebenes ARD-Feature &uuml;ber sich selbst berichtet. Im Artikel wird gefragt: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Man begleitet im Beitrag ARD-Mitarbeiter, die &bdquo;Agentur-Meldungen&ldquo; bearbeiten und &bdquo;Planungslisten&ldquo; sichten. Die &bdquo;Tageszusammenfassungen der Nacht&ldquo; (mutma&szlig;lich jene der gro&szlig;en Nachrichtenagenturen) geben den Redakteuren laut eigenen Worten &bdquo;schon mal einen kleinen &Uuml;berblick&ldquo;. Aber wie seri&ouml;s oder aber interessenbehaftet sind die genutzten Nachrichtenagenturen? Was ist &bdquo;wichtig&ldquo;, was wird beachtet, was wird dementsprechend verschwiegen oder nur halb erz&auml;hlt? Und angesichts eines vorgefundenen &bdquo;kleinen &Uuml;berblicks&ldquo; &ndash; braucht es da noch die sp&auml;ter als &uuml;bertriebene Verschw&ouml;rungsfiguren verh&ouml;hnten &bdquo;gleichgeschalteten Pressesprecher&ldquo;, um den groben Rahmen des Sagbaren bereits zu skizzieren? Ist diese &bdquo;Orientierung&ldquo; bereits eine behutsame &bdquo;Lenkung&ldquo;?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Titelbild: II.studio \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Akten belegen eine geheime Finanzierung der Nachrichtenagentur Reuters durch die britische Regierung im Kalten Krieg. Das Ziel: politische, antikommunistische Einflussnahme. Der Vorgang sollte nicht allzu sehr &uuml;berraschen, aber er bietet interessante Belege und lenkt einen allgemeinen Blick auf die Rolle gro&szlig;er Agenturen bei der Meinungsbildung. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":58100,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,182,11],"tags":[1545,1268,1163,1935,2403,1495,682],"class_list":["post-58099","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-medienkonzentration-vermachtung-der-medien","category-strategien-der-meinungsmache","tag-dpa","tag-kalter-krieg","tag-meinungspluralismus","tag-presseagenturen","tag-reuters","tag-schwarzgeld","tag-verschwoerungstheorie"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/shutterstock_1450971926.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58099"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58109,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58099\/revisions\/58109"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/58100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}