{"id":58120,"date":"2020-02-02T09:00:57","date_gmt":"2020-02-02T08:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120"},"modified":"2020-01-31T10:31:34","modified_gmt":"2020-01-31T09:31:34","slug":"hinweise-der-woche-145","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h01\">Offener Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h02\">Krisen in Afrika erhielten 2019 die wenigste Aufmerksamkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h03\">Julian Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h04\">Wut &uuml;ber irre Anklageschrift gegen Journalisten Glenn Greenwald in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h05\">The &ldquo;Stop Sanders&rdquo; Movement Is Worried That Bernie Can Actually Win, Not That He&rsquo;ll Lose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h06\">Neuer EU-Haushaltsrahmen ab 2021: massiver Anstieg bei Milit&auml;rausgaben, drastische K&uuml;rzungen in der Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h07\">McKinseys Klientenprojekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h08\">195 Seiten Z&uuml;ndstoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h09\">AfD: Wehrwille und Heimatschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h10\">Die Scheuer aus&rsquo;m Landwirtschaftsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h11\">Giffey l&auml;sst F&ouml;rderung f&uuml;r Erzieher-Ausbildung auslaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h12\">Kinder&auml;rzte fordern Begrenzung der Bildschirmzeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h13\">&ldquo;Fridays gegen Altersarmut&rdquo;? &ndash; die Alarmglocken werden lauter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58120#h14\">BGH: Sozialleistungstr&auml;ger m&uuml;ssen umfassend &uuml;ber alle in Frage kommenden Leistungsanspr&uuml;che beraten &ndash; wenn nicht droht Amtshaftung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offener Brief an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen<\/strong><br>\nEsther Bejarano, &Uuml;berlebende der KZ Auschwitz und Ravensbr&uuml;ck zum 27. Januar 2020: Dass Auschwitz nie wieder sei &ndash; und dieses Land sich &auml;ndern muss (&hellip;)<br>\nSonntagsreden, die Betroffenheit zeigen, reichen aber nicht. Diese Betroffenheit muss zum Handeln f&uuml;hren, es muss gefragt werde, wie es so weit hat kommen k&ouml;nnen. Es muss gestritten werden f&uuml;r eine andere, bessere Gesellschaft ohne Diskriminierung, Verfolgung, Antisemitismus, Antiziganis-mus, ohne Ausl&auml;nderhass! Nicht nur an Gedenktagen!<br>\nSie, Frau Bundeskanzlerin Merkel haben am 6. Dezember 2019 in der Gedenkst&auml;tte KZ Auschwitz-Birkenau gesagt: &ldquo;Umso klarer und deutlicher m&uuml;ssen wir bekunden: Wir dulden keinen Antisemitismus. [&hellip;] Alle Menschen m&uuml;ssen sich bei uns in Deutschland, in Europa, sicher und zu Hause f&uuml;hlen. [&hellip;] Einen Schlussstrich kann es nicht geben &ndash; und auch keine Relativierung.&rdquo; Diese Aufgabe ist noch nicht erledigt! Und ich f&uuml;ge hinzu: Das sind wir den Millionen Opfern der faschistischen Verbrechen schuldig! (&hellip;)<br>\nIch will, dass wir alle aufstehen, wenn J&uuml;dinnen und Juden, wenn Roma oder Sinti, wenn Gefl&uuml;chtete, wenn Menschen rassistisch beleidigt oder angegriffen werden!<br>\nIch will, dass ein lautes &ldquo;Nein&rdquo; gesagt wird zu Kriegen, zum Waffenhandel. Wer den letzten Krieg vergisst, der bereitet schon den n&auml;chsten vor.<br>\nIch will, dass wir gegen die Ausbeutung der Menschen und unseres Planeten k&auml;mpfen, Hilfesu-chende solidarisch unterst&uuml;tzen und Gefl&uuml;chtete aus Seenot retten. Eine Gesellschaft muss sich messen lassen an ihrem Umgang mit den Schw&auml;chsten.<br>\nIch fordere entschlossenes Handeln gegen das Treiben der Neonazis, denn trotz Grundgesetz und alledem konnten Abgeordnete einer neurechten Partei vom NS als &ldquo;Vogelschiss in deutscher Geschichte&rdquo; und vom Holocaust-Gedenkort in Berlin als &ldquo;Denkmal der Schande&rdquo; sprechen, konnte der NSU ein Jahrzehnt lang ungest&ouml;rt morden und die Neonazi-Gruppe &ldquo;Combat 18&rdquo; frei agieren. (&hellip;)<br>\nUnd dann k&ouml;nnen wir, dann kann ein Bundespr&auml;sident vielleicht irgendwann sagen: Wir haben aus der Geschichte gelernt. Die Deutschen haben die entscheidende Lektion gelernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.auschwitz-komitee.de\/offener-brief-an-die-regierenden-und-alle-menschen-die-aus-der-geschichte-lernen-wollen\/\">Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ist es &uuml;berraschend, dass DER SPIEGEL zwar &uuml;ber Frau Bejaranos Brief berichtet, den pazifistischen Appell darin aber unerw&auml;hnt l&auml;sst? &ldquo;Ich will, dass ein lautes &ldquo;Nein&rdquo; gesagt wird zu Kriegen, zum Waffenhandel. Wer den letzten Krieg vergisst, der bereitet schon den n&auml;chsten vor.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Krisen in Afrika erhielten 2019 die wenigste Aufmerksamkeit<\/strong><br>\nDas &ouml;ffentliche Interesse f&uuml;r den Klimawandel und seinen Folgen scheint gewachsen zu sein &ndash; wenn sie nicht in Afrika stattfinden. Das zeigt eine aktuelle Studie. Neun von zehn Krisen, &uuml;ber die Medien am wenigsten berichtet haben, liegen in Afrika &ndash; mit schwerwiegenden finanziellen Folgen.<br>\nDie Hilfsorganisation Care beklagt mangelnde Aufmerksamkeit der Medien f&uuml;r humanit&auml;re Krisen in Afrika. Neun der zehn vergessenen Krisen im vergangenen Jahr seien auf dem afrikanischen Kontinent geschehen, hei&szlig;t es in dem Bericht &bdquo;Suffering in Silence&ldquo; (Leiden in Stille), der am Dienstag in Berlin ver&ouml;ffentlicht wurde. Ganz oben auf Platz 1 der Liste steht Madagaskar, wo 2,6 Millionen Menschen durch klimatische Ver&auml;nderungen hungern.<br>\nEs folgt die Zentralafrikanische Republik, wo wegen eines brutalen B&uuml;rgerkriegs 2,6 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen sind. Sambia landete auf dem dritten Platz, weil dort wegen wiederholter Ernteausf&auml;lle etwa 2,3 Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfe brauchen.<br>\n&bdquo;Wir beobachten seit langem einen Zusammenhang zwischen der vom Menschen verursachten globalen Erw&auml;rmung und der L&auml;nge und Komplexit&auml;t von humanit&auml;ren Krisen&ldquo;, erkl&auml;rt Karl-Otto Zentel, Generalsekret&auml;r von Care Deutschland. &bdquo;Obwohl das gesteigerte &ouml;ffentliche Bewusstsein f&uuml;r die Klimakrise Mut macht, ist es gleichzeitig schockierend, wie wenig &uuml;ber ihre Auswirkungen im globalen S&uuml;den berichtet wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2020\/01\/29\/studie-medien-interesse-klima-krisen-gestiegen\/\">Migazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Dem S&uuml;den Afrikas droht eine Katastrophe<\/strong><br>\nVerwitterte Felder, versiegende B&auml;che, schrumpfende Vorr&auml;te: Im s&uuml;dlichen Afrika schrillen die Alarmglocken immer lauter. Im Vorjahr haben D&uuml;rre, Wirbelst&uuml;rme, Sch&auml;dlingsbefall und Missmanagement eine der schlimmsten Hungerkatastrophen seit 35 Jahren heraufbeschworen. (&hellip;)<br>\nAllein im Krisenstaat Simbabwe ist etwa die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung von einer Hungersnot bedroht. In dem Land mit der weltweit zweith&ouml;chsten Inflationsrate f&auml;llt bis zu 19 Stunden am Tag der Strom aus, Wasser ist ebenso knapp wie das Hauptnahrungsmittel Mais. &ldquo;So, wie die Dinge stehen, werden wir Ende Februar keine Nahrung mehr vorhalten, was mit dem H&ouml;hepunkt der Hungersaison zusammenf&auml;llt, wenn die Not am gr&ouml;&szlig;ten ist&rdquo;, erkl&auml;rte der WFP-Mitarbeiter Niels Balzer.<br>\nF&uuml;r diesen Fall bef&uuml;rchtet die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) die Flucht Hunderttausender Simbabwer in die Nachbarl&auml;nder. &ldquo;Das ist eine stille Krise, eine tickende Zeitbombe&rdquo;, warnte diese Woche HRW-Regionaldirektor Dewa Mavhinga. Gefl&uuml;chtete k&ouml;nnten etwa im benachbarten S&uuml;dafrika den Druck auf dem Arbeitsmarkt erh&ouml;hen.<br>\nDort entwickelt sich die offizielle Arbeitslosenquote gerade Richtung 30 Prozent, jeder zweite Jugendliche ist arbeitslos. Arme Ausl&auml;nder im &Uuml;berlebenskampf werden daher bei der Suche nach Jobs oft als l&auml;stige Konkurrenten um die wenigen Jobs in dem Kap-Staat gesehen. Die Folge waren in der Vergangenheit wiederholt gewaltt&auml;tige &Uuml;bergriffe gegen Ausl&auml;nder, bei denen es auch Tote gab. Mavhinga bef&uuml;rchtet daher bereits eine Zunahme der Spannungen.<br>\nAls besonders betroffen gelten zudem die Staaten Sambia, Lesotho, Mosambik, Malawi, Madagaskar und Eswatini (fr&uuml;her: Swasiland). F&uuml;r viele Subsistenzfarmer kommt dort der Regen zunehmend zu sp&auml;t. Auch im W&uuml;stenstaat Namibia wissen viele Einwohner nicht mehr, wo die n&auml;chste Mahlzeit herkommt. Grundnahrungsmittel werden Mangelware und verteuern sich dadurch f&uuml;r viele arme Namibier in unerschwingliche H&ouml;hen. Im Mai hatte die Regierung in Windhuk daher bereits den Notstand ausgerufen, weil rund 500.000 Namibier &ndash; ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung &ndash; von Nahrungsmittelknappheit bedroht sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/afrika\/96982-dem-sueden-afrikas-droht-eine-katastrophe\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Julian Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>H&auml;ftlinge sollen sich im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh f&uuml;r Assange eingesetzt haben<\/strong><br>\nJulian Assange soll aus der Isolationshaft im britischen Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in die medizinische Abteilung verlegt worden sein. Im n&auml;chsten Monat beginnt der Prozess, in dem entschieden wird, ob er in die USA ausgeliefert wird, die ihn der Spionage bezichtigt. Seit der Festnahme in der Botschaft, die koordiniert zwischen Gro&szlig;britannien, Ecuador und USA stattgefunden hat, wird der britischen Regierung psychologische Folter gegen Assange vorgeworfen. Insbesondere hat UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer die britische Regierung massiv wegen Verletzungen Antifolterkonvention kritisiert und vor einer gef&auml;hrlichen Verschlechterung der Gesundheit von Assange gewarnt&hellip;<br>\nWikiLeaks meldet nun, dass die britische Regierung bzw. die Gef&auml;ngnisf&uuml;hrung eingelenkt habe und Assange in die Krankenabteilung in einen Bereich verlegt haben, in dem er Kontakt mit anderen Gefangenen haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Haeftlinge-sollen-sich-im-Hochsicherheitsgefaengnis-Belmarsh-fuer-Assange-eingesetzt-haben-4646031.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Ein begr&uuml;&szlig;enswerter, kleiner Schritt in die richtige Richtung. Julian Assange sollte sofort freigelassen werden, da seine Rechte w&auml;hrend der letzten 10 Jahre massiv verletzt worden sind und er in den USA kein faires Verfahren zu erwarten hat. Wenn dieser Schritt allerdings damit einhergeht, dass Julian Assange sich von nun an ausreichend mit seinem Rechtsbeistand beraten kann und dass das Auslieferungsverfahren nach den Regeln des Gesetzes gef&uuml;hrt wird, dann w&uuml;rde man meinen, dass Julian Assange in den n&auml;chsten Monaten wieder ein freier Mann sein m&uuml;sste. Bemerkenswert ist die Begr&uuml;ndung dieser Hafterleichterung. Schenken die britischen Beh&ouml;rden tats&auml;chlich ihren Hochsicherheitsh&auml;ftlingen Geh&ouml;r? Oder haben die auch die zunehmenden Proteste in aller Welt dazu beigetragen? Seine Unterst&uuml;tzer in London sehen seine Unterbringung gemeinsam mit nicht ganz einfachen Zeitgenossen allerdings auch mit gemischten Gef&uuml;hlen, und hoffen dass die postulierte Solidarit&auml;t der anderen H&auml;ftlinge mit Assange tats&auml;chlich gen&uuml;gend existiert, und zu seiner Sicherheit hinter diesen massiven Mauern beitr&auml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mitglieder des Europarates rufen zu Hilfe f&uuml;r Julian Assange auf<\/strong><br>\nParlamentarische Versammlung will Auslieferung an die USA verhindern. Bundesregierung bislang unt&auml;tig<br>\nDie Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) hat die Mitgliedsstaaten heute dazu aufgefordert, sich der Auslieferung des WikiLeaks-Gr&uuml;nders Julian Assange an die USA zu widersetzen und sich f&uuml;r die &ldquo;unverz&uuml;gliche Freilassung&rdquo; des australischen Journalisten einzusetzen.<br>\nAssange k&auml;mpft gegen die Auslieferung an die Vereinigten Staaten, wo er nach einem Antispionagegesetz aus dem Jahr 1917 angeklagt ist. Ihm droht in den USA eine lebenslange Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe. Die Anh&ouml;rung im Auslieferungsverfahren wird am 24. Februar vor dem Woolwich Crown Court in London stattfinden. Zahlreiche Journalisten und Parlamentarier wollen dieses Verfahren als Beobachter verfolgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mitglieder-des-Europarates-rufen-zu-Hilfe-fuer-Julian-Assange-auf-4647779.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Journalist als Staatsfeind<\/strong><br>\nDie Rolle der Medien ist im Umbruch, wie die Anklage gegen Julian Assange zeigt, der nicht nur in London oder Washington als Staatsfeind gilt. Kaum eine Regierung hat gegen seine Inhaftierung protestiert oder ihn gar unterst&uuml;tzt. Auch gro&szlig;e Teile der Presse &auml;u&szlig;ern sich distanziert. Die durch WikiLeaks geschaffene Transparenz missf&auml;llt vielen.<br>\nDass Assange Journalismus betreibt, wird zugleich von vielen bestritten, zuallererst vom US-Justizministerium, das im Mai 2019 klarstellte: &bdquo;Assange ist kein Journalist&ldquo;. Diese Beurteilung ist aus Sicht der Regierung zwingend, da man schlecht die eigene Pressefreiheit feiern und zugleich die Inhaftierung eines Reporters guthei&szlig;en kann.<br>\nDer Einsch&auml;tzung haben sich inzwischen aber auch viele Medienschaffende angeschlossen. Ein prominentes Beispiel ist das angesehene &bdquo;Committee to Protect Journalists&ldquo; (CPJ), eine Organisation, die sich seit vielen Jahrzehnten f&uuml;r Pressefreiheit und inhaftierte Journalisten einsetzt. Im Dezember 2019 ver&ouml;ffentlichte sie einen ausf&uuml;hrlichen Report, der 250 Journalisten namentlich auff&uuml;hrt, die &uuml;berall auf der Welt aus politischen Gr&uuml;nden inhaftiert werden. Assanges Name fehlt.<br>\n(&hellip;) Die Einteilung in Journalisten auf der einen und Assange auf der anderen Seite wirkt wie ein rhetorischer Kniff, der es erm&ouml;glicht, sich von WikiLeaks zu distanzieren und zugleich als Verteidiger der Pressefreiheit aufzutreten &ndash; eine Position, die vielen Journalisten offenbar zweckm&auml;&szlig;ig erscheint. In ihrer Logik ist Assange &bdquo;keiner von uns&ldquo;, wird zwar zu Unrecht verfolgt, aber eben nur insoweit, wie auch Snowden, Manning und andere Whistleblower verfolgt werden<br>\n(&hellip;) &Auml;hnlichen Sinnes betont auch der Reporter Glenn Greenwald, dass die Einteilung in Journalisten und Nicht-Journalisten der Regierung und deren Angriff auf die Verfassung in die H&auml;nde spiele:<br>\n&bdquo;Die Pressefreiheit betrifft alle, nicht blo&szlig; eine ausgew&auml;hlte, privilegierte Gruppe von B&uuml;rgern, die, Journalisten&lsquo; genannt werden. Wenn Ankl&auml;ger selbst entscheiden k&ouml;nnen, wer unter den Schutz der Presse f&auml;llt und wer nicht, dann schrumpft die Pressefreiheit zur Freiheit einer kleinen, abgeschlossenen Priesterklasse privilegierter B&uuml;rger, die von der Regierung zu Journalisten ernannt werden.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/der-journalist-als-staatsfeind\">Multipolar<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wut &uuml;ber irre Anklageschrift gegen Journalisten Glenn Greenwald in Brasilien<\/strong><br>\nBetroffener beklagt Machtmissbrauch der Staatsanwaltschaft. Ex-Justizminister sieht Freiheit der Presse und Funktionieren der Institutionen in Gefahr<br>\nBras&iacute;lia\/Rio de Janeiro. Nach der Anklage gegen den Investigativ-Journalisten Glenn Greenwald wegen &ldquo;Cyber-Kriminalit&auml;t&rdquo; und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung haben Richter und internationale Presseorganisationen die brasilianische Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Anklage fallen zu lassen. Greenwald sowie namhafte Juristen sprechen von politischer Vergeltung f&uuml;r kritische Berichterstattung und zweifeln an der Unparteilichkeit der brasilianischen Justiz&hellip;<br>\nGreenwald bezeichnete die Anklage als &ldquo;Machtmissbrauch&rdquo; der Staatsanwaltschaft. Er verurteilte die Anklage auf seinem Twitter-Kanal mit Blick auf den Juristen S&eacute;rgio Moro als &ldquo;Angriff auf die freie Presse, angeschoben durch einen ultrarechten Richter&rdquo;. Moro hatte einst die Verfolgung von Lula da Silva f&uuml;hrend vorangetrieben und wurde unter dem amtierenden Pr&auml;sidenten Jair Bolsonaro zum Justizminister ernannt&hellip;.<br>\nMehr als 40 internationale Organisationen haben nun die brasilianische Beh&ouml;rde aufgefordert, die Anklage gegen ihren Kollegen fallen zu lassen. Die Anschuldigungen seien die Reaktion auf die kritische Berichterstattung von Greenwald und The Intercept Brasil, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung, die von der Freedom of the Press Foundation, Human Rights Watch, Pen International und Reporter ohne Grenzen getragen wird.<br>\nDie Auffassung des Machtmissbrauchs durch die Staatsanwaltschaft unterst&uuml;tzen auch fr&uuml;here und amtierende Bundesrichter sowie ehemalige Justizminister.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r den fr&uuml;heren, liberalen Justizminister Jos&eacute; Carlos Dias (1999-2000) hat die Anklage eindeutig &ldquo;politischen Charakter&rdquo;&hellip;.Dias beklagte eine &ldquo;Durchdringung brasilianischer Institutionen durch konservative und [rechte] radikale Kreise&rdquo;. Die Staatsanwaltschaft &ndash; genauso wie der Justizapparat &ndash; zeigten sich in Bezug auf die Regierung keinesfalls unparteiisch. &ldquo;Da laufen verschiedene Interessen des Justizministers Moro und des Pr&auml;sidenten Bolsonaro zusammen&rdquo;, so Dias gegen&uuml;ber der Tageszeitung El Pa&iacute;s Brasil&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/01\/236874\/anklage-greenwald-vergeltung-bolsonaro\">Amerika 21<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57941\">Der Druck auf Glenn Greenwald und die Heuchelei vieler Medien<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: The far-right Bolsonaro movement wants us dead. But we will not give up<\/strong><br>\nSubstantial media coverage over the last year, within Brazil and internationally, has been devoted to threats and attacks we each received, separately and together, due to our work &ndash; David&rsquo;s as a congressman and Glenn&rsquo;s as a journalist. These incidents have been depicted, rightfully so, as reflective of the increasingly violent and anti-democratic climate prevailing in Brazil as a result of the far-right, authoritarian, dictatorship-supporting movement of President Jair Bolsonaro, which consolidated substantial power in the election held at the end of 2018.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2020\/jan\/29\/glenn-greenwald-david-miranda-brazil-bolsonaro\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Lula: &rdquo; Glenn Greenwald ist das j&uuml;ngste Opfer bei der Zerschlagung der brasilianischen Demokratie&rdquo;<\/strong><br>\nLula da Silva prangert in der Washington Post die Verfolgung von Glenn Greenwald an<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dokument\/236924\/brasilien-lula-glenn-greenwald\">amerika21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The &ldquo;Stop Sanders&rdquo; Movement Is Worried That Bernie Can Actually Win, Not That He&rsquo;ll Lose<\/strong><br>\n&ldquo;Electability&rdquo; is the public rallying cry of the Stop Bernie campaign. But look a little closer, and the real issue becomes clear: the establishment fears having a democratic socialist in the White House. [&hellip;]<br>\nThis week, NBC, the Associated Press, and Politico all reported on the emerging anxiety within elite Democratic circles about Sanders&rsquo;s ascent in the polls and nascent efforts by operatives to arrest his momentum. As journalist Andrew Perez noted, all three reports cited one Matt Bennett, cofounder of the organization Third Way, who issued boilerplate warnings about the supposed dangers of a Sanders nomination. In a pattern that is almost certain to be repeated in the coming weeks and months, Bennett&rsquo;s intervention was framed as an earnest expression of concern by a moderate Democrat mindful of taking what he believes to be a major political risk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobinmag.com\/2020\/01\/stop-sanders-movement-bernie-2020-election-democratic-party\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neuer EU-Haushaltsrahmen ab 2021: massiver Anstieg bei Milit&auml;rausgaben, drastische K&uuml;rzungen in der Sozialpolitik<\/strong><br>\nAb 2021 sollen bis zu 1.200 Mrd. Euro aus dem EU-Budget &uuml;ber die n&auml;chsten sieben Jahren neu verteilt werden. Schulungen f&uuml;r Arbeitssuchende, Infrastrukturvorhaben und Klimaschutzma&szlig;nahmen sind nur einige Beispiele daf&uuml;r, die mit diesen Mitteln gef&ouml;rdert werden k&ouml;nnen. Die Verhandlungen zwischen den EU-FinanzministerInnen gestalten sich aber schwierig: Ausgerechnet Arbeits- und Sozialprojekte k&ouml;nnten m&ouml;glichen K&uuml;rzungen im EU-Budget zum Opfer fallen. (&hellip;)<br>\nDer f&uuml;r ArbeitnehmerInnen wichtigste Fonds, der Europ&auml;ische Sozialfonds Plus (ESF+), sollte nach den Vorstellungen der Europ&auml;ischen Kommission mit rund 101 Mrd. Euro f&uuml;r sieben Jahre ausgestattet werden. Gleichzeitig soll der ESF+ zus&auml;tzliche Aufgaben &uuml;bernehmen, die bisher &uuml;ber andere Finanzierungslinien abgedeckt wurden. Unterm Strich ergibt sich daher eine Verringerung der verf&uuml;gbaren Mittel gegen&uuml;ber dem derzeit laufenden Programm. Der finnische Ratsvorsitz sieht nun weitere erhebliche K&uuml;rzungen vor: Das Volumen des ESF+ wird nun mit rund 86,3 Mrd. Euro veranschlagt. Im Vergleich zum Kommissionsvorschlag eine weitere drastische K&uuml;rzung um rund 15 Mrd. Euro bzw. 17 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/neuer-eu-haushaltsrahmen-ab-2021\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ganz offensichtlich &ndash; aber das verwundert nicht wirklich &ndash; ist die Leyen-Kommission orientiert am Wohl von Arbeitgebern bzw. (R&uuml;stungs-)Konzernen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>McKinseys Klientenprojekte<\/strong><br>\nVor der heutigen Befragung von Ex-Staatssekret&auml;rin Katrin Suder im Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Berateraff&auml;re der Bundeswehr werden neue Vorw&uuml;rfe bekannt. Demnach soll der Beratungskonzern McKinsey, f&uuml;r den Suder vor ihrem Wechsel in die Leitung des Verteidigungsministeriums unter Ursula von der Leyen t&auml;tig war, erheblich mehr Geld mit Bundeswehrauftr&auml;gen verdient haben als bisher bekannt. Laut aktuellen Berichten ist die Summe, die McKinsey als Subauftragnehmer der R&uuml;stungsfirma IABG kassierte, sogar gr&ouml;&szlig;er als der Betrag, den das Unternehmen mit Direktauftr&auml;gen verdiente. Der Beraterfilz, der unter von der Leyens Amtsf&uuml;hrung in Berlin entstand, betrifft auch die EU. Zum einen hat die neue Kommissionspr&auml;sidentin ihre engsten Mitarbeiter, die bisher alle Vorw&uuml;rfe gegen sie konsequent abgewehrt haben, nach Br&uuml;ssel mitgenommen. Zum anderen unterst&uuml;tzt McKinsey laut dem Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, seit vielen Jahren dessen Bem&uuml;hungen, &ldquo;Analysen&rdquo; zur &ldquo;europ&auml;ischen Verteidigungskooperation&rdquo; auf EU-Ebene &ldquo;einzuspeisen&rdquo; &ndash; mit Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8171\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Neue Vorw&uuml;rfe gegen Ex-Staatssekret&auml;rin Suder<\/strong><br>\nAm Donnerstag wird Ex-R&uuml;stungsstaatssekret&auml;rin Suder zur Berater-Aff&auml;re vernommen. Interne Dokumente legen nahe, dass sie an Auftragsvergaben an ihren Ex-Arbeitgeber McKinsey beteiligt war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/katrin-suder-neue-vorwuerfe-gegen-ex-staatssekretaerin-im-verteidigungsministerium-a-8c3e9b9a-5030-4861-a386-087e1a4caefa\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>und: U-Ausschuss zur Berateraff&auml;re Eine Frau ohne Erinnerungen<\/strong><br>\nBei ihrer Vernehmung zur Berateraff&auml;re im Verteidigungsministerium weist Katrin Suder alle Vorw&uuml;rfe gegen sie zur&uuml;ck. Dabei zeigen sich bei der Ex-Staatssekret&auml;rin erstaunliche Erinnerungsl&uuml;cken. [&hellip;]<br>\nIn einem l&auml;ngeren Eingangsstatement stellt sie n&uuml;chtern fest, dass das Ministerium und vor allem der R&uuml;stungseinkauf bei ihrem Amtsantritt so hoffnungslos verkrustet gewesen seien, dass ein Umsteuern ohne externen Sachverstand schlicht nicht m&ouml;glich gewesen sei. &ldquo;Hilfe von au&szlig;en war essenziell&rdquo;, sagt Suder. Ein Kulturwandel sei nur durch frischen Wind von au&szlig;en m&ouml;glich gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/katrin-suder-ex-staatssekretaerin-weist-vorwuerfe-zurueck-a-f996a8db-33c1-47d9-82cd-37e3a41a1316\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein Kulturwandel, der offensichtlich darin besteht, dass laut Bundesrechnungshof bei 80 Prozent der Beraterabkommen, die das Ministerium schloss, die Notwendigkeit der Beratung &bdquo;nicht nachgewiesen&ldquo; und die Wirtschaftlichkeit fast nie gepr&uuml;ft wurde. Es stehen also Vorw&uuml;rfe von Rechtsbruch und Vetternwirtschaft im Raum und Frau Suder sagt dazu, dass ihr Wirken essenziell war und frischen Wind von au&szlig;en gebracht habe, zu Tagess&auml;tzen von teils mehr als 2000 Euro? Merkw&uuml;rdig ist allerdings auch, dass seit der L&ouml;schung von Handy-Daten und die Diskussion darum, &uuml;ber die offenkundig rechtswidrige Praxis der Auftragsvergabe und den Millionenschaden, der damit angerichtet wurde und wird, immer weniger berichtet wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>195 Seiten Z&uuml;ndstoff<\/strong><br>\nVertrauliche Unterlagen zum Kohleausstieg zeigen, dass Wirtschaftsminister Peter Altmaier einem ostdeutschen Energiekonzern eine Entsch&auml;digung in Milliardenh&ouml;he zahlen will &ndash; praktisch ohne Gegenleistung. (&hellip;)<br>\nAltmaiers Strategie war eine des Scheckbuchs. Er gab etliche Milliarden Euro f&uuml;r die Entsch&auml;digung der Energiekonzerne, f&uuml;r Kraftwerke und Kohlegruben, die ohnehin geschlossen werden sollten. Gro&szlig;z&uuml;gig war er bei den Strukturhilfen vor allem f&uuml;r Braunkohlereviere im Osten. Insgesamt 50 Milliarden Euro l&auml;sst sich die Regierung den Versuch kosten, einen gesellschaftlichen Konsens zu erkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/peter-altmaier-will-milliarden-entschaedigung-zahlen-praktisch-ohne-gegenleistung-a-00000000-0002-0001-0000-000169122952\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Altmaiers Scheckbuch: Die Bundesregierung wirft mit Milliarden um sich &ndash; nicht nur bei der Energie: &ldquo;Kohle&rdquo; gibt es auch an vielen anderen Stellen, die Ruhigstellung der Thomas-Cook Kunden mit knapp 300 Millionen Euro geh&ouml;rt zu den eher kleinen Posten aus Altmaiers Scheckbuch.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine Politik des &bdquo;Scheckbuchs&ldquo; &ndash; da ist wohl immer noch Helmut Kohl das Vorbild f&uuml;r den derzeitigen Bundeswirtschaftsminister Altmaier.<\/em><\/p>\n<p>Zum Thema an sich lesen Sie bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57801#h12\">Kein Land zahlt derart hohe Kohle-Entsch&auml;digungen und Kohleausstieg<\/a>. Interessant ist auch z.B. die Stellungnahme des BUND: Kommentar: <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/service\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/news\/kommentar-bundesregierung-gefaehrdet-mit-kohle-politik-gesellschaftlichen-frieden\/\">Bundesregierung gef&auml;hrdet mit Kohle-Politik gesellschaftlichen Frieden<\/a>. Daraus zitiert:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Aus unserer gesellschaftlichen Verantwortung heraus haben wir in der Kohle-Kommission mitverhandelt und den Minimalkonsens schweren Herzens mitgetragen: mit dem Ziel einer klimapolitischen Verbesserung und eines sozialvertr&auml;glichen Strukturwandels. Die Bundesregierung hat diesen Kompromiss einseitig aufgek&uuml;ndigt und setzt damit den gesellschaftlichen Frieden aufs Spiel. Sie verschiebt die dr&auml;ngenden Abschaltungen auf den sp&auml;testm&ouml;glichen Zeitpunkt, Datteln 4 soll ans Netz gehen, an Kraftwerks-Betreiber sollen unn&ouml;tige hohe Entsch&auml;digungen flie&szlig;en und im Bundesgesetz soll zementiert werden, dass auch heute noch D&ouml;rfer der Kohle geopfert werden.<\/p>\n<p>Das ist eine schallende Ohrfeige f&uuml;r alle Menschen, die bereit waren gesellschaftliche Kompromisse einzugehen. So versch&auml;rft die Bundesregierung erneut den gesellschaftlichen Streit und handelt gegen nationale und internationale selbst gesetzte Klimaziele. Wir werden dieses klimapolitische Versagen nicht akzeptieren. Wir werden den gesellschaftlichen Protest zum Kraftwerk Datteln fortsetzen und in die D&ouml;rfer tragen. Wir werden f&uuml;r einen klimavertr&auml;glichen Kohleausstieg bis sp&auml;testens 2030 k&auml;mpfen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die vier-seitige Stellungnahme der ehemaligen Mitglieder der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Besch&auml;ftigung k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.bund.net\/fileadmin\/user_upload_bund\/publikationen\/kohle\/kohle_kommission_stellungnahme_ehemalige.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Datteln 4: das neue Symbol der Klimabewegung<\/strong><br>\nEs klingt absurd: Der Kohleausstieg beginnt damit, dass ein neues Steinkohlekraftwerk in Betrieb genommen wird. Noch 2020 soll der vierte Block des Kraftwerks Datteln ans Netz gehen &ndash; zumindest, wenn die Einigung zwischen Bundesregierung und Ministerpr&auml;sidenten &uuml;ber den Ausstiegspfad so zum Gesetz wird, wie derzeit geplant. &ldquo;Ein v&ouml;llig falsches Signal&rdquo; nannte das Barbara Praetorius, die fr&uuml;here Vorsitzende der Kohlekommission. (&hellip;)<br>\nProteste dagegen sind angek&uuml;ndigt und absehbar. Die taz war am vergangenen Freitag in Datteln, um sich anzusehen, wie die Stimmung am Ort so ist. Die Kollegen schreiben, das Kraftwerk werde zu einem<br>\nm&ouml;glichen Kristallisationspunkt f&uuml;r Proteste, &auml;hnlich wie Brokdorf und Gorleben f&uuml;r die alte Anti-Atom-Szene oder der Hambacher Forst f&uuml;r die junge Klimabewegung.<br>\nUnd das nicht nur wegen des Kohleausstiegs: Datteln 4 ist schon lange umstritten. Der BUND klagte 2005 gegen den Neubau, der damalige Betreiber E.on baute trotzdem und schuf Fakten. Ein Gericht entschied im Sinne der Kl&auml;ger, die Beh&ouml;rden verh&auml;ngten einen Baustopp &ndash; und dann &auml;nderte die Landesregierung in NRW den ma&szlig;geblichen Landesentwicklungsplan einfach im Sinne der Kraftwerksbetreiber und erteilte sp&auml;ter eine Ausnahmegenehmigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/datteln-4-das-neue-symbol-der-klimabewegung\">piqd<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &ldquo;Dieser Ausstieg ist ein klarer Betrug am Steuerzahler&rdquo;<\/strong><br>\nDer Kohleausstieg kommt &ndash; aber zu schlechten Konditionen, sagt Naturschutzring-Pr&auml;sident Kai Niebert. Die Regierung zahle zu viel Geld, die Braunkohle bleibe zu lange. [&hellip;]<br>\nMan kann den Wortbruch an vier Punkten festmachen, an denen die Empfehlungen der Kommission eben nicht eins zu eins umgesetzt worden sind. Erstens hat die Kommission empfohlen, zu Beginn des Ausstiegs eine Kraftwerkskapazit&auml;t von rund drei Gigawatt stillzulegen. Im Abschaltplan der Regierung sind es jetzt nur noch 2,8 Gigawatt. Man wird versuchen, den Rest auch noch zusammenzukratzen, indem man Kleinstkraftwerke abschaltet, aber welche das sein sollen, ist noch nicht absehbar. Das hei&szlig;t, diese Menge ist auch noch nicht garantiert. Der zweite Punkt: Die Kommission hat sich auf einen m&ouml;glichst stetigen Ausstiegspfad geeinigt. Jetzt l&auml;uft ein Gro&szlig;teil der Kraftwerke bis 2029 weiter und wird dann abgeschaltet, und die meisten restlichen Kraftwerke laufen sogar bis 2038. Das hei&szlig;t, der Abbau kommt sprunghaft und nicht stetig.<br>\nDrittens war ein substanzieller Zwischenschritt f&uuml;r 2025 vereinbart worden. Dann sollten zehn Millionen Tonnen CO2 zus&auml;tzlich reduziert werden, was der Abschaltung von zwei Gigawatt alter Braunkohle entspricht. Das wurde in der letzten Nacht der Kohlekommission so festgezurrt. Daraus sind jetzt 500 Megawatt geworden, umgerechnet etwa 2,5 Millionen Tonnen CO2, also nur ein Viertel.<br>\nUnd nicht zuletzt geht mit Datteln 4 ein nigelnagelneues Kohlekraftwerk ans Netz, entgegen der Beschl&uuml;sse der Kohlekommission und gegen jedes klimapolitische Gewissen. Das ist zwar effizienter, wird aber deswegen h&auml;ufiger laufen als alte Kraftwerke und deshalb mehr CO2 emittieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-01\/kohleausstieg-gesetz-kai-niebert-deutscher-naturschutzring\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>AfD: Wehrwille und Heimatschutz<\/strong><br>\nWird die AfD die neue Soldaten-Partei?&ldquo;, titelte die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung k&uuml;rzlich. Verweisen konnte sie auf den relativ hohen Anteil von gesch&auml;tzten 2100 Soldaten unter den 35&thinsp;000 Parteimitgliedern, das entspricht sechs Prozent. Unter den Mandatstr&auml;gern der Rechtspopulisten finden sich elf Bundestagsabgeordnete, die Berufs- oder Zeitsoldaten waren. Die Quote der Ex-Soldaten in der Bundestagsfraktion bel&auml;uft sich damit auf gut 12 Prozent. Sie als Hinterb&auml;nkler zu bezeichnen, w&auml;re verfehlt, denn anders als in den &uuml;brigen Fraktionen findet die Mitgliedschaft im Verteidigungsausschuss unter den AfD-Abgeordneten lebhaften Zuspruch. &Uuml;ber 40 Anfragen an die Bundesregierung haben die Wehrpolitiker in der laufenden Legislaturperiode gestellt und markieren damit einen deutlichen Schwerpunkt der AfD-Parlamentsarbeit.<br>\nAuch im au&szlig;erparlamentarischen Raum machen AfDler mit milit&auml;rischem Hintergrund von sich reden. J&uuml;ngster Fall ist die Kandidatur eines ehemaligen Generalleutnants f&uuml;r den Posten des Oberb&uuml;rgermeisters in Hannover. W&auml;hrend seiner Dienstzeit hatte der Spitzenmilit&auml;r seine bereits langj&auml;hrige Mitgliedschaft in der AfD verschwiegen, angeblich &bdquo;um seine Mitarbeiter zu sch&uuml;tzen&ldquo;. Im Verteidigungsministerium und in der Bundeswehr bleiben diese und &auml;hnliche Aktivit&auml;ten nicht unbemerkt, aber sie gehen unkommentiert durch: Blo&szlig; keine neuen Fronten neben den Beschaffungs- und Ausr&uuml;stungsproblemen oder dem &bdquo;Gorch Fock&ldquo;-Desaster aufrei&szlig;en, scheint die Parole zu lauten. Zu einer offensiven Auseinandersetzung mit den Rechtspopulisten, deren Netzwerke bis tief nach Rechtsau&szlig;en reichen, hat man sich noch nicht entschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Nur wenige Milit&auml;rs haben dagegen Stellung bezogen. H&ouml;rt man in die Truppe hinein, kann man deutlich feststellen, dass das Vertrauen in die politische und milit&auml;rische F&uuml;hrung ersch&uuml;ttert ist. Geht es um die angestammte &bdquo;Soldatenpartei&ldquo;, wurde fr&uuml;her ohne Umschweife auf die Union verwiesen. Inzwischen ist das Urteil z&ouml;gerlich; auf die &bdquo;Altparteien&ldquo; m&ouml;chte man sich nicht mehr automatisch festlegen. Dadurch ist ein Vakuum entstanden. Das grassierende Gef&uuml;hl, in Politik und &Ouml;ffentlichkeit nicht gen&uuml;gend anerkannt zu werden und die Dauerklagen &uuml;ber Fehlst&auml;nde in den Streitkr&auml;ften und das Missverh&auml;ltnis von Auftrag, Mitteln und Kr&auml;ften suchen nach einem neuen Adressaten. Hier bietet sich die AfD an<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2019\/dezember\/afd-wehrwille-und-heimatschutz\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Scheuer aus&rsquo;m Landwirtschaftsministerium<\/strong><br>\nJulia Kl&ouml;ckner hat sich nicht den W&auml;hlern sondern der Industrie verpflichtet &ndash; Ihr Krisenmanagement erinnert an das von ihrem Kollegen aus dem Verkehrsministerium [&hellip;]<br>\nWie Scheuer den Diesel-Skandal gewuppt hat, das war beispielhaft &ndash; so h&auml;tte er jeden Lebensmittelskandal zu einer dummen Panne kleingeredet. W&auml;re der BSE-Skandal in seine Amtszeit und in sein Ressort gefallen: Unsere Rinder w&uuml;rden noch immer Tiermehl fressen &ndash; aber wir h&auml;tten trotzdem die Gewissheit, dass alles in bester Ordnung ist, weil da einer alles dransetzen w&uuml;rde, auf einem Elektroroller stehend das Vertrauen in die Branche zu erstreiten. Eben ganz so, wie es Frau Ministerin auch tut &ndash; man k&ouml;nnte sagen, Julia Kl&ouml;ckner ist die Andy Scheuer des Landwirtschaftsministeriums.<br>\nBeide sind Vertreter eines neuen politischen Typus. Sie haben sich nicht dem Allgemeinwohl verpflichtet, sondern der Industrie. Das ist nicht ganz neu, solcher Politiker gab es schon immer. Aber sie sind die ersten Vertreter eines politischen Selbstbewusstseins, dass eben nicht zwischen Gemeinwesen und Partikularinteressen balanciert und Objektivit&auml;t vorgaukelt, sondern ganz klar f&uuml;r die letztere Auswahlm&ouml;glichkeit Position einnimmt und damit zum Lobbyistenpolitiker wird. Zum mit Amtseid ausgestatteten Vertreter einer Branche, der keinen Zweifel aufkommen l&auml;sst, was seine Aufgabe ist und was nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1132160.julia-kloeckner-die-scheuer-ausrm-landwirtschaftsministerium.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Giffey l&auml;sst F&ouml;rderung f&uuml;r Erzieher-Ausbildung auslaufen<\/strong><br>\nGiffey hatte 2018 rund 300 Millionen Euro F&ouml;rdergeld vom Bund angek&uuml;ndigt &ndash; unter anderem f&uuml;r rund 5000 Fachsch&uuml;ler, die sich zur Erzieherin oder zum Erzieher ausbilden lassen wollen. Mit dem Geld soll f&uuml;r die dreij&auml;hrige Ausbildung eine Verg&uuml;tung gezahlt werden. Dies ist bislang in der Regel nicht der Fall und schreckt junge Leute h&auml;ufig ab, diesen Beruf zu ergreifen.<br>\nZwei Ausbildungsjahrg&auml;nge sollten die F&ouml;rderung erhalten: 2019\/2020 sowie 2020\/2021. So hatte es Giffey seinerzeit versprochen, so steht es auch in einer Pr&auml;sentation, die bis heute auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar ist.<br>\nDoch davon m&ouml;chte Giffey nun offenbar nichts mehr wissen. Auf der Internetseite f&uuml;r das Fachkr&auml;fteprogramm ist nun zu lesen, die Bundesregierung habe bis einschlie&szlig;lich 2021 insgesamt 160 Millionen Euro eingeplant. Damit w&uuml;rden im Ausbildungsdurchgang 2019\/2020 &ldquo;2500 Pl&auml;tze, die gleiche Anzahl von Freistellungen f&uuml;r die Praxisanleitung dieser Fachsch&uuml;lerinnen und Fachsch&uuml;ler, die Anleitungsqualifizierung von 2.500 Fachkr&auml;ften sowie ein Aufstiegsbonus f&uuml;r bis zu 1.500 Fachkr&auml;fte&rdquo; gef&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/giffey-laesst-foerderung-fuer-erzieher-ausbildung-auslaufen-a-ac906386-5a2c-4cb0-accd-a483a79bbdfb\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/franziska-giffey-will-plagiatsvorwuerfe-entkraeften-16250052.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">Kommunikationstalent im gegenw&auml;rtigen Kabinett der gro&szlig;en Koalition<\/a>&rdquo; entpuppt sich immer mehr als Schaumschl&auml;gerin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kinder&auml;rzte fordern Begrenzung der Bildschirmzeit<\/strong><br>\nDas gr&ouml;&szlig;te Problem aus Sicht der Kinder&auml;rzte: Die Zeit mit Smartphone, Konsole oder Tablet im kindlichen Alltag nimmt &uuml;berhand. Das sagen 98 Prozent der Mediziner. 70 Prozent halten auch die Art und die Inhalte der Spiele, die gespielt werden, f&uuml;r mitunter problematisch. Dennoch lehnt eine gro&szlig;e Mehrheit der &Auml;rzte radikale Verbote ab. 81 Prozent der P&auml;diater finden es weltfremd, Kindern heutzutage den Umgang mit digitalen Medien komplett zu untersagen.<br>\nDrei von vier Kinder&auml;rzte sprechen sich stattdessen f&uuml;r eine zeitliche Begrenzung der Mediennutzung aus. &ldquo;Das sollte vom Alter der Kinder abh&auml;ngig gemacht werden&rdquo;, sagt Imke Schmitz-Losem, Beratungs&auml;rztin bei der pronova BKK. &ldquo;Babys und Kleinkinder haben vor dem Bildschirm nichts zu suchen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, dass Kinder fr&uuml;hestens ab einem Alter von zwei Jahren maximal eine Stunde t&auml;glich mit digitalen Medien verbringen d&uuml;rfen.&rdquo; Der Studie der pronova BKK zufolge raten zwei von drei befragten &Auml;rzten dazu, dass Eltern den Medienkonsum eng begleiten und zum Beispiel f&uuml;r Kinder unter zehn Jahren ohne Aufsicht ganz untersagen. &ldquo;Der Nachwuchs sollte unter keinen Umst&auml;nden mit den Ger&auml;ten allein gelassen werden. Videos und Spiele k&ouml;nnen Kinder &uuml;berfordern oder ver&auml;ngstigen.&rdquo; &hellip;<br>\nEine ganze Reihe von Krankheitssymptomen, die &Auml;rzte in ihren Praxen diagnostizieren, f&uuml;hren sie auf &uuml;berm&auml;&szlig;igen Medienkonsum zur&uuml;ck. &Uuml;bergewicht, soziale Auff&auml;lligkeiten, motorische Defizite und Lernentwicklungsst&ouml;rungen geh&ouml;ren laut Befragung dazu. 82 Prozent der befragten &Auml;rzte bemerken, dass Kinder in eine soziale Isolation rutschen, f&uuml;r die sie die Mediennutzung mitverantwortlich machen. 79 Prozent beobachten in den vergangenen f&uuml;nf Jahren verst&auml;rkt soziale Auff&auml;lligkeiten bei ihren jungen Patienten. Immer mehr Kinder wiegen zu viel, geben 75 Prozent der Mediziner zu Protokoll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/119123\/4503330\">pronova BKK<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Fridays gegen Altersarmut&rdquo;? &ndash; die Alarmglocken werden lauter<\/strong><br>\n&bdquo;Fridays gegen Altersarmut&ldquo; ist ein weiteres deutliches Signal daf&uuml;r, dass die Rechten und Neo-Nazis versuchen, mit &bdquo;Sozialpolitik&ldquo; Menschen zu fangen (*). Die Antworten der sozialreformerischen und linken Kr&auml;fte darauf sind w&uuml;tend bis hilflos, auf jeden Fall aber unzureichend.<br>\nAufmerksamkeit und Verunsicherung sind gro&szlig;: &Uuml;ber 300.000 &bdquo;Mitglieder&ldquo; soll die Bewegung nach einem halben Jahr schon haben. Dabei wird der Unterschied zwischen facebook-&bdquo;Freunden&ldquo; und &bdquo;Mitgliedern&ldquo; eingeebnet. &bdquo;Follower&ldquo; bzw. &bdquo;Freunde&ldquo; werden zu Gruppenmitgliedern, ganze &bdquo;Freundesgruppen&ldquo; k&ouml;nnen zur Gruppe &bdquo;Fridays gegen Altersarmut&ldquo; zugeschlagen werden. Alles mit einem einfachen Mausklick. Mit &bdquo;Mitglied&ldquo; im Sinne von Bekenntnis zu Zielen, bewusstem Beitreten, verbindlicher Aufnahme oder gar Mitgliedsrechten hat das nichts zu tun.<br>\n(&hellip;) Es gibt auch genug Gr&uuml;nde, gegen die Rentensenkungspolitik der letzten 30 Jahre zu protestieren. Der Rechtsau&szlig;en-&bdquo;Fl&uuml;gel&ldquo; der AfD in Th&uuml;ringen versucht seit 2018 mit dem Konzept &bdquo;Die Produktivit&auml;tsrente&ldquo; zu punkten. Ein Konzept, das viel gef&auml;hrlicher ist, als die neoliberalen Vorstellungen von Meuthen\/Weidel.<br>\nAuch betriebspolitisch gibt die AfD sich sozial. Sie hat bereits vor ein paar Jahren begonnen, Betriebsorganisationen aufzubauen, die bei den Betriebsratswahlen im vergangenen Jahr besonders in der Automobilindustrie Erfolge erzielen konnte&hellip;<br>\nDas Umfeld, in dem die Rechten sich als &bdquo;K&uuml;mmerer&ldquo; oder &bdquo;Interessenvertreter&ldquo; in Szene setzen k&ouml;nnen, wurde durch die Sozialabbaupolitik der letzten 20 Jahre regelrecht befeuert. Agenda 2010 mit Hartz IV und die Rentensenkungsprogramme von Riester und R&uuml;rup haben zu zunehmender Armut und die Aussicht auf ein katastrophales Millionenschicksal von Altersarmut gef&uuml;hrt. Die Angst vor dem Absturz ins soziale Elend geht bis weit in die Mittelschichten.<br>\nDie Bedrohung, dass Rechte und Neo-Nazis mit &bdquo;Sozialpolitik&ldquo; diese Lage ausnutzen, w&auml;chst sp&uuml;rbar.<br>\nWas ist dagegen zu tun?<br>\nEs ist zwar notwendig, sich den Rechten entgegenzustellen und den wahren nationalistischen und rassistischen Kern ihrer Politik zu enth&uuml;llen. Es ist auch richtig deutlich zu machen, dass sie teilweise unsere Inhalte klauen, um sich als W&ouml;lfe im Schafspelz zu tarnen.<br>\nDas reicht aber bei weitem nicht aus. Entscheidend wird sein, dass die sozialreformerischen und linken Kr&auml;fte in diesem Land entschlossener, &uuml;berzeugender und lauter Sozialpolitik betreiben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/fridays-gegen-altersarmut-die-alarmglocken-werden-lauter\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>BGH: Sozialleistungstr&auml;ger m&uuml;ssen umfassend &uuml;ber alle in Frage kommenden Leistungsanspr&uuml;che beraten &ndash; wenn nicht droht Amtshaftung<\/strong><br>\nImmer wieder berichten Sozialberatungsstellen dar&uuml;ber, dass ihre Klienten von den Sozialleistungstr&auml;ger weggeschickt werden, dort Unterlagen angeblich nicht angekommen sind und Antr&auml;ge auf Leistungen ohne Begr&uuml;ndung m&uuml;ndlich abgelehnt werden.<br>\nViele ratsuchende Menschen wissen gar nicht, dass fast alle Sozialleistungstr&auml;ger mit ihren Verb&auml;nden und Stellen sowie die Anbieter von sozialen Leistungen auch eine Auskunfts- und Beratungspflicht haben. Wenn ihr Anliegen schroff abgewiesen wird, f&uuml;hlen sie sich noch mehr als Bittsteller und entwickeln eine ohnm&auml;chtige Wut oder resignieren ganz.<br>\nDie Auskunfts- und Beratungspflicht dient dazu, die Betroffenen auf ihre Rechte und Pflichten hinzuweisen, dabei sollen die Tr&auml;ger dem Gebot der Sachlichkeit Rechnung tragen und sachangemessen und zutreffend informieren. Die betroffenen Ratsuchenden m&uuml;ssen davon ausgehen k&ouml;nnen, dass die jeweiligen &ouml;ffentlichen Stellen sie rechts- und sachkundig informieren und beraten und sie deren Ausf&uuml;hrungen vertrauen k&ouml;nnen. Deshalb sind die jeweiligen Stellen verpflichtet, zutreffende Ausk&uuml;nfte zu geben und ausf&uuml;hrlich zu beraten, ungeachtet eines ggf. anderen eigenen Standpunkts.<br>\nDer Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem bedeutsamen Urteil deutlich auf die Beratungspflicht von Sozialleistungstr&auml;gern hingewiesen und festgelegt, welche Anforderungen an die Beratungspflicht des Tr&auml;gers zu stellen sind.<br>\nDie Auskunftspflicht bezieht sich insbesondere darauf, den f&uuml;r die Sozialleistung zust&auml;ndigen Tr&auml;ger zu benennen sowie Sach- und Rechtsfragen im Einzelfall ersch&ouml;pfend zu beantworten. Die Institutionen sind verpflichtet, &uuml;ber alle sozialen Angelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch Ausk&uuml;nfte zu erteilen, dabei m&uuml;ssen sie sogar untereinander zusammenarbeiten, um eine m&ouml;glichst umfassende Auskunftserteilung durch eine Stelle sicherzustellen.<br>\nIn der Praxis m&uuml;ssten diese Stellen von sich aus Vorg&auml;nge weiterleiten, als Lotse im System fungieren und den Rat- und Hilfesuchenden unterrichten, wo und von wem was derzeit bearbeitet wird und an wen die Vorg&auml;nge weitergegeben wurden.<br>\nDie zunehmende &bdquo;Verbetriebswirtschaftlichung des Sozialen&ldquo; hat mit dazu beigetragen, dass bei den Stellen oftmals die Auskunft und der Rat in der Art gegeben werden, um die Menschen davon abzubringen ihre Sozialleistung zu beantragen und beim Sparen des Tr&auml;gers mitzuhelfen.<br>\nDie Ausk&uuml;nfte und Beratung gibt es in der allt&auml;glichen Praxis f&uuml;r die Ratsuchenden gar nicht mehr. Die Rechte der Betroffenen werden verletzt, Unterlagen erreichen die Institutionen angeblich nicht und den Menschen wird mangelnde Mitwirkung unterstellt, wie die nachfolgenden Beispiele aus Dortmund verdeutlichen&hellip;<br>\n(&hellip;) Dieses Urteil vom obersten Gericht ist sehr bedeutsam, auch weil es klar und eindeutig ist. Die betroffenen Menschen sollten es gegen&uuml;ber den Sozialleistungstr&auml;gern immer wieder zitieren und darauf verweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/bgh-sozialleistungstraeger-muessen-umfassend-ueber-alle-in-frage-kommenden-leistungsansprueche-beraten-wenn-nicht-droht-amtshaftung\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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