{"id":58219,"date":"2020-02-04T08:30:02","date_gmt":"2020-02-04T07:30:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58219"},"modified":"2020-02-14T09:47:44","modified_gmt":"2020-02-14T08:47:44","slug":"putin-gelobt-den-kapitalismus-zu-zuegeln-und-die-souveraenitaet-zu-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58219","title":{"rendered":"Putin gelobt, den Kapitalismus zu z\u00fcgeln und die Souver\u00e4nit\u00e4t zu st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>F&uuml;r westliche Leitmedien ist die Sache klar: Was auch immer Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin tut, spricht oder ank&uuml;ndigt, ist von &Uuml;bel. Entsprechend kann die von ihm angek&uuml;ndigte Verfassungs&auml;nderung nur seinem Machterhalt dienen. Der US-amerikanische politische Journalist <strong><a href=\"https:\/\/www.unz.com\/mwhitney\/the-federal-assembly-speech-putin-vows-to-reign-in-capitalism-and-shore-up-sovereignty\/\">Mike Whitney<\/a><\/strong> h&auml;lt diese Sichtweise f&uuml;r falsch. Er hat sich die Rede genau angeh&ouml;rt und darin viel Kluges und Bedenkenswertes gefunden.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Die Rede vor der Bundesversammlung; Putin gelobt, den Kapitalismus zu z&uuml;geln und die Souver&auml;nit&auml;t zu st&auml;rken<\/strong><\/p><p><em>Von Mike Whitney<\/em><\/p><p>Die westlichen Eliten und ihre Lakaien in den Medien verachten den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und sie machen keinen Hehl daraus. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r d&uuml;rften auf der Hand liegen. Putin hat den US-Ambitionen in Syrien und in der Ukraine einen D&auml;mpfer versetzt, er hat sich Washingtons gr&ouml;&szlig;tem strategischen Rivalen in Asien, n&auml;mlich China, angeschlossen, und ist dabei, seine wirtschaftlichen Beziehungen mit Europa zu intensivieren, was die US-Dominanz in Zentralasien langfristig bedroht. Au&szlig;erdem hat Putin sein Atomwaffenarsenal auf Vordermann gebracht, was es Washington verunm&ouml;glicht, die gleiche Einsch&uuml;chterungstaktik anzuwenden, die es bisher in Bezug auf andere, verletzlichere L&auml;nder anwendet. <\/p><p>Es ist also verst&auml;ndlich, dass die Medien Putin d&auml;monisieren und als kaltbl&uuml;tigen &bdquo;KGB-Schurken&ldquo; verunglimpfen wollen. Das stimmt nat&uuml;rlich nicht, aber es passt zum falschen Narrativ, dass Putin wie besessen dabei sei, aus reiner Bosheit einen heimlichen Krieg gegen die Vereinigten Staaten zu f&uuml;hren. Jedenfalls hat die tiefsitzende Russophobie der Medien inzwischen so extreme Z&uuml;ge angenommen, dass sie au&szlig;erstande sind, auch nur &uuml;ber einfache Ereignisse zu berichten, ohne vollkommen in ein M&auml;rchenland abzudriften. Das sieht man zum Beispiel an der Berichterstattung der New York Times &uuml;ber Putins j&uuml;ngste Rede zur Lage der Nation, die er am 15. Januar hielt. Die absurde Analyse der Times zeigt, dass ihre Journalisten kein Interesse daran haben, wiederzugeben, was Putin wirklich gesagt hat, sondern ihnen jedes Mittel recht ist, ihre Leser davon zu &uuml;berzeugen, dass Putin ein berechnender Tyrann ist, der von einem uners&auml;ttlichen Machthunger getrieben wird. Man lese nur diesen Ausschnitt aus dem <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2020\/01\/21\/world\/europe\/putin-russia-changes.html\">Artikel in der Times<\/a>:<\/p><p>&bdquo;Niemand wei&szlig;, was derzeit im Kreml vorgeht. Und das ist vielleicht genau der springende Punkt. Pr&auml;sident Wladimir W. Putin k&uuml;ndigte letzte Woche Verfassungs&auml;nderungen an, die ihm neue Wege er&ouml;ffnen k&ouml;nnten, um Russland bis zu seinem Lebensende zu regieren&hellip;&ldquo; (falsch)<\/p><p>&bdquo;Im Kleingedruckten steht, dass die Befugnisse des Ministerpr&auml;sidenten nicht in dem Ausma&szlig; erweitert w&uuml;rden, wie zun&auml;chst angek&uuml;ndigt, w&auml;hrend die Abgeordneten des Staatsrats weiterhin dem Pr&auml;sidenten zu Diensten zu sein scheinen. Mr. Putins Plan ist also vielleicht doch, Pr&auml;sident zu bleiben? &hellip;&ldquo; (wieder falsch) <\/p><p>Der Journalist <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/yury.saprykin.77\/posts\/10159322150324867\">Yury Saprykin gab auf Facebook<\/a> etwas &Auml;hnliches zum Besten, nur in Versform:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir werden dar&uuml;ber reden, wie er im Amt bleiben wird,<br>\nWir werden raten, geht er nun oder nicht.<br>\nUnd dann &ndash; tadah! &ndash; wird er nicht gehen.<br>\nDas hei&szlig;t, nicht vor den Wahlen,<br>\nund danach ganz sicher nicht.&ldquo; (ein drittes Mal falsch)\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist eine grottenschlechte Analyse. Ja, &bdquo;Putin k&uuml;ndigte letzte Woche Verfassungs&auml;nderungen an&ldquo;. Doch die haben rein gar nichts mit einem wie auch immer gearteten finsteren Plan zu tun, an der Macht zu bleiben, und jeder, der die Rede gelesen hat, w&uuml;sste das. Leider kommen die meisten der anderen zirka hundert 0815-Artikel zum Thema zu dem gleichen absurden Schluss wie die Times, also, dass die Ver&auml;nderungen, die Putin in seiner Rede ank&uuml;ndigte, nur seine eigentliche Absicht verbergen, n&auml;mlich seine Amtszeit so lange wie m&ouml;glich zu verl&auml;ngern. Wieder einmal enth&auml;lt die Rede selbst nichts, was diese Behauptungen st&uuml;tzen w&uuml;rde, es handelt sich nur um einen weiteren Versuch, Putin zu verleumden. <\/p><p>Was also hat Putin in seiner j&auml;hrlichen Ansprache vor der Bundesversammlung tats&auml;chlich gesagt?<\/p><p>Nun, hier f&auml;ngt es an, interessant zu werden. Er k&uuml;ndigte Ver&auml;nderungen im sozialen Netz an, mehr finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r junge Familien, Verbesserungen im Gesundheitssystem, h&ouml;here Geh&auml;lter f&uuml;r Lehrer, mehr Geld f&uuml;r Bildung, Krankenh&auml;user, Schulen, Bibliotheken. Er versprach, ein System von &bdquo;Sozialvertr&auml;gen&ldquo; zu etablieren, die den Staat dazu verpflichten, die Armut zu verringern und den Lebensstandard zu heben. Er sagte zu, f&uuml;r ges&uuml;ndere Mahlzeiten f&uuml;r Sch&uuml;ler zu sorgen, f&uuml;r niedrigere Zinsen f&uuml;r Menschen, die ihr erstes Haus kaufen, gr&ouml;&szlig;ere wirtschaftliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Arbeiterfamilien, h&ouml;here Rentenzahlungen, Erh&ouml;hung des Mindestlohns, zus&auml;tzliche finanzielle Hilfen f&uuml;r ein &bdquo;Netzwerk au&szlig;erschulischer Technologie- und Ingenieurs-Zentren&ldquo;. Putin f&uuml;gte auch folgendes Kleinod hinzu: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist sehr wichtig, dass Kinder, die die Vorschule und Grundschule besuchen, die wahren Werte einer gro&szlig;en Familie erfahren &ndash; dass Familie f&uuml;r Liebe, Gl&uuml;ck, Mutter- und Vaterfreuden steht, dass Familie ein starkes Band mehrerer Generationen ist, die durch den Respekt f&uuml;r die &Auml;lteren und die Sorge f&uuml;r die Kinder geeint sind, die jedem Zutrauen, Sicherheit und Verl&auml;sslichkeit gew&auml;hrt. Wenn die j&uuml;ngeren Generationen diese Situation als nat&uuml;rlich, als moralisch richtig und als wesentlichen Bestandteil und verl&auml;ssliche Unterst&uuml;tzung im Hintergrund in ihrem Erwachsenenleben annehmen, werden wir in der Lage sein, die historische Herausforderung anzunehmen und Russlands Entwicklung zu einem gro&szlig;en und erfolgreichen Land zu garantieren.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Nat&uuml;rlich tauchen derartige von Herzen kommende Erkl&auml;rungen nie in der Times oder in anderen westlichen Medien auf. Stattdessen werden die Amerikaner mit dem immer gleichen erbarmungslosen Putin-Psycho-Geschw&auml;tz &uuml;berschwemmt, das zur festen Gr&ouml;&szlig;e in den Nachrichten geworden ist. Der Schwall an L&uuml;gen, Verleumdungen und L&uuml;gen &uuml;ber Putin ist so stetig und so erdr&uuml;ckend, dass das Einzige, dessen wir uns vollkommen sicher sein k&ouml;nnen, ist, dass man nichts glauben kann, was in den Mainstreammedien &uuml;ber Putin geschrieben wird. Dar&uuml;ber besteht kein Zweifel.<\/p><p>Abgesehen davon ist Putin ein Politiker, was bedeutet, dass er wom&ouml;glich keines seiner Versprechen einl&ouml;sen wird. Das ist eine sehr reale M&ouml;glichkeit. Doch, wenn das der Fall ist, warum ist sein fr&uuml;herer Premierminister Dimitri Medwedew dann unmittelbar nach der Rede zur&uuml;ckgetreten? Medwedew und sein gesamtes Kabinett sind zur&uuml;ckgetreten, weil sie erkannten, dass sich Putin vom westlichen Kapitalismus-Modell abwendet und in eine v&ouml;llig andere Richtung steuert. Putin setzt nun auf die St&auml;rkung von Sozialstaatsprogrammen, die Menschen aus der Armut helfen, ihren Lebensstandard heben und die wachsende soziale Kluft verringern. Und er braucht ein neues Team, das ihm hilft, seine Vision umzusetzen, darin liegt der Grund f&uuml;r die Entlassung Medwedews und seiner Regierungsmannschaft. So fasst es The Saker in einem aktuellen <a href=\"https:\/\/www.unz.com\/tsaker\/the-new-russian-government\/\">Artikel im Unz Review<\/a> zusammen:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die neue Regierung macht deutlich, gerade mit der Nominierung von Ministerpr&auml;sident Mischustin und seinem Vize-Pr&auml;sidenten Andrej Belousow: Diese beiden gelten als entschiedene Bef&uuml;rworter eines sogenannten &bdquo;Staatskapitalismus&ldquo; in Russland: Darunter versteht man eine Wirtschaftsphilosophie, in der der Staat das private Unternehmertum nicht unterdr&uuml;ckt, sondern unmittelbar und in hohem Ma&szlig;e daran beteiligt ist, die richtigen wirtschaftlichen Bedingungen zu schaffen, so dass der staatliche und der Privatsektor wachsen k&ouml;nnen. Entscheidend ist, dass der &bdquo;Staatskapitalismus&ldquo; auch das einzige Ziel der Unternehmenswelt (Profit zu machen) den Interessen des Staates und damit den Interessen des Volkes unterwirft. Mit anderen Worten: Auf Wiedersehen, Turbokapitalismus nach Ma&szlig;gabe der Verfechter der Atlantic Integrationists (Ziel der Atlantic Integrationists ist die Eingliederung Russlands in die US-Einflusssph&auml;re; Anmerkung der &Uuml;bersetzerin)! (&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.unz.com\/tsaker\/the-new-russian-government\/\">The New Russian Government<\/a>&rdquo;, The Saker)\n<\/p><\/blockquote><p>Genau das vollzieht sich derzeit in Russland. Putin wendet sich von Washingtons parasit&auml;rem Kapitalismus-Modell ab und ersetzt es durch eine freundlichere Version, das die Bed&uuml;rfnisse des Volkes besser ber&uuml;cksichtigt. Diese neue Version eines &bdquo;gemanagten Kapitalismus&rdquo; stellt die gew&auml;hlten Beamten an die Spitze des Systems, um die &Ouml;ffentlichkeit vor der Brutalit&auml;t der Marktkr&auml;fte und vor der ewig zermalmenden Austerit&auml;t zu sch&uuml;tzen. Es ist ein System, das darauf abzielt, den normalen Menschen zu helfen, nicht der Wall Street oder der globalen Bank-Mafia.  <\/p><p>W&auml;hrend jedoch die Ver&auml;nderungen an Russlands Wirtschaftsmodell entscheidend sind, wird Putins politischen Ver&auml;nderungen am meisten Aufmerksamkeit gezollt. Das hier sagte er:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Vorgaben des internationalen Rechts und von Vertr&auml;gen wie auch von Entscheidungen internationaler Gremien k&ouml;nnen auf russischem Staatsgebiet nur soweit g&uuml;ltig sein, wie sie die Rechte und Freiheiten unseres Volkes und unserer B&uuml;rger nicht einschr&auml;nken und nicht im Widerspruch zu unserer Verfassung stehen&hellip;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Was bedeutet das? Hei&szlig;t das, Putin will internationales Recht oder die Vertr&auml;ge, die er mit Russlands Nachbarn abgeschlossen hat, nicht respektieren? Nein, tats&auml;chlich hat sich Putin als enthusiastischer Vertreter des V&ouml;lkerrechts und des UN-Sicherheitsrats erwiesen. Er ist der festen &Uuml;berzeugung, dass diese Institutionen eine entscheidende Rolle f&uuml;r den Erhalt der globalen Sicherheit spielen, ein Thema, das ihm am Herzen liegt. Was der russische Pr&auml;sident hier vielmehr zu sagen scheint, ist, dass die Rechte des russischen Volkes und der souver&auml;nen russischen Regierung Vorrang vor ausl&auml;ndischen Unternehmen, Vertr&auml;gen oder Freihandelsabkommen haben. Russland wird nicht zulassen, dass die m&auml;chtigen und heimt&uuml;ckischen globalistischen multinationalen Unternehmen die Kontrolle &uuml;ber die politischen und &ouml;konomischen Hebel staatlicher Macht &uuml;bernehmen, so wie sie es in L&auml;ndern weltweit getan haben. Putin erl&auml;uterte diesen Punkt in folgender Ausf&uuml;hrung:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Russland kann nur als souver&auml;ner Staat Russland bleiben. Die Souver&auml;nit&auml;t unseres Staates muss bedingungslos sein. Wir haben viel daf&uuml;r getan, dies zu erreichen. Wir haben die Einheit unseres Staates wiederhergestellt und haben die Situation &uuml;berwunden, als gewisse Kr&auml;fte in der Regierung im Grunde von Oligarchen-Clans usurpiert wurden. &hellip; Wir haben m&auml;chtige Reserven angelegt, die die Stabilit&auml;t unseres Landes und seine F&auml;higkeit st&auml;rken, (uns) vor jeglichen Versuchen ausl&auml;ndischer Druckaus&uuml;bung zu sch&uuml;tzen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>F&uuml;r Putin ist Souver&auml;nit&auml;t &ndash; die h&ouml;chste Macht eines Staates, sich selbst zu regieren &ndash; das Grundprinzip, das den Staat legitimiert, sofern der Staat den Willen des Volkes ehrlich repr&auml;sentiert. Er f&uuml;hrt dies sp&auml;ter in seiner Rede so aus: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Meinung der Menschen, unserer B&uuml;rger als den Tr&auml;gern der Souver&auml;nit&auml;t und Hauptmachtquelle muss entscheidend sein. Letzten Endes entscheidet das Volk alles, heute und in der Zukunft.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>W&auml;hrend es also entscheidende Unterschiede zwischen der russischen und der US-Demokratie geben mag, so bleibt das Grundprinzip das Gleiche: Die erste Verantwortung der Regierung liegt darin, den &bdquo;Willen des Volkes&ldquo; auszuf&uuml;hren. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Putins politische Philosophie kaum von der, die der US-Verfassung zu Grunde liegt. Ein Unterschied liegt jedoch in Putins Auffassung von Freihandel. Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten glaubt Putin nicht, dass Freihandelsabkommen die Autorit&auml;t des Staates einschr&auml;nken sollen. Viele Amerikaner erkennen nicht, dass Handelsabkommen wie NAFTA oft Bestimmungen beinhalten, die die Regierung daran hindern, im besten Interesse ihrer Bev&ouml;lkerung zu handeln. Globalistische Handelsgesetze hindern Regierungen daran, Anreize f&uuml;r Unternehmen zu schaffen, um das Outsourcen von Produktionsjobs zu verlangsamen. Sie unterlaufen Umweltbestimmungen und Gesetze zur Lebensmittelsicherheit. Einige dieser Abkommen sch&uuml;tzen sogar Ausbeuterbetriebe und andere Menschenrechtsverletzer vor Strafe oder Verfolgung.<\/p><p>Ist es ein Wunder, dass Putin sich an diesem unmoralischen Schwindel nicht beteiligen m&ouml;chte? Ist es Wunder, dass er das Bed&uuml;rfnis hat, deutlich zu machen, dass Russland nur jene Gesetze und Vertr&auml;ge einhalten wird, die &bdquo;die Rechte und Freiheiten unserer V&ouml;lker und B&uuml;rger nicht einschr&auml;nken und nicht im Widerspruch zu unserer Verfassung stehen&ldquo;? Hier ist noch einmal Putin:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Bitte vergessen Sie nicht, was unserem Land nach 1991 widerfahren ist. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, &hellip; gab es auch Drohungen, Gefahren bisher unvorstellbaren Ausma&szlig;es. &hellip; Deshalb &hellip; m&uuml;ssen wir ein solides, verl&auml;ssliches und unverletzliches System schaffen, das absolut stabil sein wird, was seine &auml;u&szlig;eren Konturen angeht, und das Russlands Unabh&auml;ngigkeit und Souver&auml;nit&auml;t garantieren wird.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Was also geschah nach der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion?<\/p><p>Die Vereinigten Staaten schickten einen Kl&uuml;ngel Halsabschneider-&Ouml;konomen nach Moskau, um bei der &bdquo;Schock-Therapie&ldquo;-Kampagne behilflich zu sein, die das soziale Netz zerschlug, &uuml;ber die Renten herfiel, Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Armut und Alkoholismus potenzierte, die Privatisierung beschleunigte, die einer Generation gieriger Oligarchen Vorschub leistete und die reale Wirtschaft in eine qualvolle Langzeit-Depression st&uuml;rzte.<\/p><p>Der &Ouml;konom Joseph Stiglitz verfolgte die Geschehnisse in Russland damals genau und fasste sie wie folgt zusammen:<\/p><p>&bdquo;In Russland sagte man den Menschen, dass der Kapitalismus neuen, nie dagewesenen Wohlstand bringen werde. Doch tats&auml;chlich brachte er beispiellose Armut, die man nicht nur an einer Senkung des Lebensstandards, einem geschrumpften BIP ablesen konnte, sondern an verk&uuml;rzter Lebensdauer und schwerwiegenden anderen sozialen Indikatoren, die eine Verschlechterung der Lebensqualit&auml;t anzeigten. &hellip; <\/p><p>Die Anzahl der armen Menschen in Russland stieg beispielsweise von zwei auf zwischen 40 bis 50 Prozent, mehr als jedes zweite Kind wuchs in einer Familie unter der Armutsgrenze auf. Die Markt&ouml;konomie war f&uuml;r die meisten dieser Menschen ein noch &auml;rgerer Feind, als die Kommunisten vorhergesagt hatten. &hellip; In einigen Gebieten der fr&uuml;heren Sowjetunion fiel das Bruttoinlandsprodukt, das Nationaleinkommen, um mehr als 70 Prozent. Und dieser kleinere Kuchen wurde immer ungerechter verteilt, so dass wenige Menschen immer gr&ouml;&szlig;ere St&uuml;cke bekamen und die Mehrheit mit immer weniger abgespeist wurde. &hellip; (PBS-Interview mit Joseph Stiglitz, Commanding Heights) <\/p><p>W&auml;hrend Washingtons Agenten damit besch&auml;ftigt waren, Moskau zu pl&uuml;ndern, r&uuml;ckte die NATO ihre Truppen, bewaffneten Divisionen und Raketenbasen n&auml;her an Russlands Grenze heran und verletzte damit eindeutig die Versprechen, die man Mikhail Gorbatschow gegeben hatte, n&auml;mlich das Milit&auml;r &bdquo;keinen Zentimeter nach Osten&ldquo; auszudehnen. Derzeit sind mehr Kampftruppen und mehr Waffen an Russlands Westflanke als jemals zuvor seit der deutschen Truppenaufstockung f&uuml;r die Operation Barbarossa im Juni 1941. Nat&uuml;rlich f&uuml;hlt sich Russland durch diese offen feindselige Truppe bedroht. (&Uuml;brigens, diese Woche: &bdquo;Die USA f&uuml;hren ihren gr&ouml;&szlig;ten und provokantesten Einsatz in Europa seit der Zeit des Kalten Krieges durch. Laut der Website des US-Milit&auml;rs in Europa: &bdquo;&Uuml;bung DEFENDER-Europe 20 ist die Entsendung einer kampfbereiten Truppe von Divisionsgr&ouml;&szlig;e aus den Vereinigten Staaten nach Europa.&ldquo; Das Pentagon und seine NATO-Verb&uuml;ndeten simulieren r&uuml;cksichtslos einen Krieg mit Russland, um Moskau daran zu hindern, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa zu st&auml;rken.) Hier noch einmal Putin:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass es h&ouml;chste Zeit ist f&uuml;r eine ernste und direkte Diskussion &uuml;ber die Grundprinzipien einer stabilen Weltordnung und die dr&auml;ngendsten Probleme, denen die Menschheit gegen&uuml;bersteht. Es ist notwendig, politischen Willen, Weisheit und Mut zu zeigen. Die Zeit verlangt ein Bewusstsein unserer gemeinsamen Verantwortung und echtes Handeln.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist ein Thema, das Putin seit seiner wegweisenden Rede in M&uuml;nchen im Jahr 2007 oft wiederholt hat. Damals sagte er:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir sehen eine wachsende Verachtung f&uuml;r die Grundprinzipien des V&ouml;lkerrechts. Und unabh&auml;ngige Rechtsnormen n&auml;hern sich tats&auml;chlich immer n&auml;her dem Rechtssystem eines bestimmten Staates an. Ein Staat und, nat&uuml;rlich, vor allem die Vereinigten Staaten, hat seine Landesgrenzen in jeder Hinsicht &uuml;berschritten. Das sieht man in der Wirtschafts-, Kultur- und Bildungspolitik, die sie anderen Staaten aufzw&auml;ngen. Nun, wer kann das schon leiden? Wer freut sich dar&uuml;ber? &hellip;&ldquo; (&bdquo;Wars not diminishing&rdquo;: Putins bahnbrechende Rede in M&uuml;nchen, 2007, Youtube)\n<\/p><\/blockquote><p>Putin nimmt daran Ansto&szlig;, dass die Vereinigten Staaten unilateral handeln, wann immer es ihnen beliebt. Washingtons launenhafte Missachtung des V&ouml;lkerrechts hat riesige Regionen im Mittleren Osten und Zentralasien destabilisiert und hat bei Staatschefs f&uuml;r Irritationen gesorgt, weil sie nie wissen, wo die n&auml;chste Krise auftauchen wird oder auf wie viele Millionen Menschen sie sich auswirken wird. Wie Putin in M&uuml;nchen sagte: &bdquo;Niemand f&uuml;hlt sich sicher.&ldquo; Niemand hat das Gef&uuml;hl, dass er sich auf den Schutz des V&ouml;lkerrechts oder Resolutionen des UN-Sicherheitsrates verlassen kann.<\/p><p>Putin: &bdquo;Sehen Sie sich nur die Lage im Mittleren Osten und Nordafrika an&hellip; Statt Reformen herbeizuf&uuml;hren, zerst&ouml;rte eine aggressive Intervention staatliche Einrichtungen und das Leben der Menschen dort. Statt Demokratie und Fortschritt herrschen nun Gewalt, Armut, soziale Verwerfungen und eine totale Missachtung der Menschenrechte, einschlie&szlig;lich des Rechts auf Leben&hellip;<\/p><p>Das Machtvakuum in einigen L&auml;ndern des Mittleren Ostens und Nordafrikas f&uuml;hrte offensichtlich zur Entstehung von Gebieten der Anarchie, die sich schnell mit Extremisten und Terroristen f&uuml;llten. F&uuml;r den sogenannten Islamischen Staat k&auml;mpfen Tausende Militante, darunter fr&uuml;here irakische Soldaten, die man nach dem Einmarsch von 2003 auf der Stra&szlig;e stehen lie&szlig;. Viele Rekruten kommen aus Libyen, dessen Staat infolge eines groben Versto&szlig;es gegen die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates zerst&ouml;rt wurde&hellip;&ldquo; <\/p><p>&Uuml;bertreibt Putin Washingtons Rolle bei der Vernichtung des Irak, Libyens, Syriens und Afghanistans oder handelt es sich um eine angemessene Bewertung von Amerikas sch&auml;dlicher und destabilisierender Rolle in der Region? Ganze Zivilisationen wurden in Schutt und Asche gelegt, Millionen Menschen get&ouml;tet oder &uuml;ber die Region verstreut, um einen nebul&ouml;sen strategischen Vorteil zu erreichen oder um Israel dabei zu helfen, seine vermeintlichen Feinde auszuschalten. Und dieses ganze militaristische Abenteurertum l&auml;sst sich auf die Aufl&ouml;sung der Sowjetunion zur&uuml;ckf&uuml;hren und die triumphierende Reaktion der US-Strippenzieher, die in Russlands Zusammenbruch gr&uuml;nes Licht f&uuml;r ihre Neue Weltordnung sahen. <\/p><p>Washington schwelgte in seinem Triumph und nahm seine M&ouml;glichkeit wahr, globale Entscheidungsprozesse zu bestimmen und unilateral einzugreifen, wann immer es ihm geboten schien. Die unverzichtbare Nation musste sich nicht mehr mit Formalit&auml;ten wie dem UN-Sicherheitsrat oder dem V&ouml;lkerrecht herumschlagen. Selbst die Souver&auml;nit&auml;t (anderer Staaten) wurde als archaische Vorstellung beiseite gewischt, die im neuen grenzenlosen Konzern-Imperium keinen Platz mehr hatte. Einzig die Ausbreitung des Kapitalismus westlicher Pr&auml;gung in alle vier Himmelsrichtungen war entscheidend, insbesondere in die Regionen, die lebenswichtige Ressourcen oder explosives Wachstumspotential beherbergten. (Eurasien) Jene Regionen waren die eigentliche Beute. <\/p><p>Doch dann geschah etwas Unvorhergesehenes. Washingtons Kriege zogen sich unendlich hin, w&auml;hrend allm&auml;hlich neue Machtzentren entstanden. Pl&ouml;tzlich war die globalistische Utopie nicht mehr in Reichweite, das Amerikanische Jahrhundert hatte geendet, ehe es &uuml;berhaupt begonnen hatte. Derweil erstarkten Russland und China immer mehr. Sie forderten ein Ende des Unilateralismus und eine R&uuml;ckkehr zum V&ouml;lkerrecht, doch ihre Forderungen wurden glatt abgelehnt. Die Kriege und Interventionen zogen sich immer weiter hin, obwohl die Aussichten auf einen Sieg in immer weitere Ferne r&uuml;ckten. Hier noch einmal Putin: <\/p><p>&ldquo;Wir haben keinen Zweifel daran, dass die Souver&auml;nit&auml;t der zentrale Begriff im gesamten System internationaler Beziehungen ist. Der Respekt f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;t und ihre St&auml;rkung wird dabei helfen, Frieden und Stabilit&auml;t auf nationaler wie internationaler Ebene zu garantieren. &hellip; Zun&auml;chst muss es gleiche und unteilbare Sicherheit f&uuml;r alle Staaten geben. (Treffen des Waldai-Diskussionsclubs, &bdquo;The Future in Progress: Shaping the World of Tomorrow&rdquo;, vom B&uuml;ro des Pr&auml;sidenten Russlands)<\/p><p>In der Tat ist die Souver&auml;nit&auml;t das grundlegende Prinzip, auf dem die globale Sicherheit beruht, und doch ist es die Souver&auml;nit&auml;t, die die westlichen Eliten erpicht sind auszul&ouml;schen. F&uuml;hrende Konzerne wollen die Grenzen ausradieren, um den ungehinderten, zollfreien Warenverkehr und die schrankenlose Bewegung von Menschen in einer riesigen vernetzten Freihandelszone, die den ganzen Planeten umfasst, zu erm&ouml;glichen. Und w&auml;hrend ihr Plan von Putin in Syrien und in der Ukraine durchkreuzt wurde, haben sie Zugewinne in Afrika, S&uuml;damerika und S&uuml;dostasien erzielt. Der Virus kann nicht einged&auml;mmt werden, er kann nur ausgel&ouml;scht werden. Putin:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Im Grunde steckt das gesamte Projekt der Globalisierung heute in der Krise und in Europa, wie wir wohl wissen, h&ouml;ren wir jetzt Stimmen, die sagen, dass der Multikulturalismus gescheitert ist. Meiner Ansicht nach ist diese Situation in vielerlei Hinsicht die Folge falscher, &uuml;bereilter und zu einem gewissen Grad &uuml;berzogen selbstsicherer Entscheidungen, die die Eliten einiger L&auml;nder vor einem Vierteljahrhundert getroffen haben. Damals, in den sp&auml;ten 1980er bis fr&uuml;hen 1990er Jahren bestand die Chance, den Globalisierungsprozess nicht nur zu beschleunigen, sondern ihm eine andere Qualit&auml;t zu verleihen und ihn harmonischer und nachhaltiger zu machen.<\/p>\n<p>Doch einige L&auml;nder, die sich selbst als Sieger im Kalten Krieg sahen &ndash; sie sahen sich selbst nicht nur so, sondern sagten das offen &ndash; schlugen den Weg ein, die globale politische und wirtschaftliche Ordnung einfach nach ihren eigenen Interessen umzuformen. <\/p>\n<p>In ihrer Euphorie verlie&szlig;en sie im Wesentlichen den echten und gleichberechtigten Dialog mit anderen Akteuren auf dem internationalen Parkett und lehnten es ab, universelle Institutionen zu verbessern oder zu schaffen, und versuchten stattdessen, die ganze Welt ihren eigenen Organisationen, Normen und Regeln unterzuordnen. Sie w&auml;hlten den Weg der Globalisierung und Sicherheit um ihrer selbst willen, f&uuml;r die auserw&auml;hlten Wenigen und nicht f&uuml;r alle.&ldquo; (Treffen des Waldai-Diskussionsclubs)\n<\/p><\/blockquote><p>Wie Putin sagt, es gab die Chance, &bdquo;die Globalisierung harmonischer und nachhaltiger zu machen&ldquo; (wom&ouml;glich wird Chinas Seidenstra&szlig;en-Projekt genau das bewirken). Doch Washingtons Eliten haben diese Vorstellung abgelehnt und sich stattdessen daf&uuml;r entschieden, der Welt ihre eigene selbstherrliche Vision aufzudr&auml;ngen. Infolgedessen wird &uuml;berall in Europa demonstriert und protestiert, rechte populistische Parteien haben Zulauf und die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung vertraut nicht mehr auf grundlegende demokratische Institutionen. Die westliche Version der Globalisierung wird glattweg als Betrug abgelehnt, der durchtriebene Milliard&auml;re mit Verm&ouml;gen &uuml;berh&auml;uft, w&auml;hrend die normale arbeitende Bev&ouml;lkerung in die R&ouml;hre schaut. Hier noch einmal Putin:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Es scheint so, als ob die Eliten die zunehmende Hierarchisierung der Gesellschaft und die Erosion der Mittelklasse nicht sieht. &hellip; (doch die Situation) erzeugt ein Klima der Unsicherheit, das sich unmittelbar auf die &ouml;ffentliche Stimmung auswirkt.<\/p>\n<p>Sozialwissenschaftliche Studien, die man rund um die Welt durchgef&uuml;hrt hat, zeigen, dass die Menschen in unterschiedlichen L&auml;ndern, auf unterschiedlichen Kontinenten dazu neigen, die Zukunft d&uuml;ster und trostlos zu sehen. Das ist bedauerlich. Die Zukunft lockt sie nicht, sondern macht ihnen Angst. Gleichzeitig sehen die Menschen keine echten Chancen oder M&ouml;glichkeiten, etwas zu &auml;ndern, Ereignisse zu beeinflussen und die Politik zu gestalten.&ldquo; (Treffen des Waldai-Diskussionsclubs)\n<\/p><\/blockquote><p>Es stimmt, das Leben ist h&auml;rter geworden und scheint immer h&auml;rter zu werden, doch kann Putin Abhilfe schaffen, hat er eine L&ouml;sung? Wird er sich gegen den Lauf der Dinge stemmen und die Auswirkungen der Globalisierung r&uuml;ckg&auml;ngig machen? Wird er Washingtons Plan durchkreuzen, lebenswichtige Bodensch&auml;tze im Mittleren Osten zu kontrollieren, zum Hauptakteur in Zentralasien zu werden und die globale Macht noch weiter an sich zu rei&szlig;en?<\/p><p>Nein, Putin ist bei weitem nicht so ehrgeizig. Wie er in seiner Rede andeutet, ist sein unmittelbares Ziel, die Wirtschaft so zu reformieren, dass Armut verschwindet und das Verm&ouml;gen gleichm&auml;&szlig;iger verteilt wird. Das sind praktische Ma&szlig;nahmen, die dabei helfen, den Kapitalismus abzumildern und die Wahrscheinlichkeit gesellschaftlicher Unruhen zu verringern. Er m&ouml;chte auch potentielle Gefahren f&uuml;r den Staat abwehren, indem er die russische Souver&auml;nit&auml;t st&auml;rkt. Darin liegt der Grund, weshalb er Korrekturen an der Verfassung vornimmt. Das Ziel ist, Russland vor sch&auml;dlichen ausl&auml;ndischen Akteuren oder Mitgliedern der f&uuml;nften Kolonne zu sch&uuml;tzen. Unterm Strich bedeutet das: Putin sieht, was in der Welt geschieht und hat einen Kurs festgelegt, der den Interessen des russischen Volkes am besten dient. Die Amerikaner k&ouml;nnten sich gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, wenn sie ein Staatsoberhaupt h&auml;tten, das das Gleiche t&auml;te.<\/p><p>Titelbild: Gevorg Ghazaryan\/shutterstock.com<\/p><p><em><strong>Mike Whitney<\/strong>&nbsp;ist US-amerikanischer Journalist und schreibt &uuml;ber Politik und Finanzen. Unter anderem hat er ein Kapitel &uuml;ber Obama und die Wirtschaft im Buch <a href=\"https:\/\/www.akpress.org\/hopeless.html\">Hopeless: Barack Obama and the Politics of Illusion<\/a>&nbsp;verfasst.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F&uuml;r westliche Leitmedien ist die Sache klar: Was auch immer Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin tut, spricht oder ank&uuml;ndigt, ist von &Uuml;bel. Entsprechend kann die von ihm angek&uuml;ndigte Verfassungs&auml;nderung nur seinem Machterhalt dienen. Der US-amerikanische politische Journalist <strong><a href=\"https:\/\/www.unz.com\/mwhitney\/the-federal-assembly-speech-putin-vows-to-reign-in-capitalism-and-shore-up-sovereignty\/\">Mike Whitney<\/a><\/strong> h&auml;lt diese Sichtweise f&uuml;r falsch. Er hat sich die Rede genau angeh&ouml;rt und darin viel Kluges<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58219\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":58220,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,37,123,20],"tags":[374,895,1426,2175,909,2254,1410,919,915,259,776,687,1556,1703,2128,2037],"class_list":["post-58219","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-globalisierung","category-kampagnentarnworteneusprech","category-landerberichte","tag-eliten","tag-freihandel","tag-hegemonie","tag-interventionspolitik","tag-kapitalismus","tag-lebensqualitaet","tag-medwedew-dmitri","tag-nyt","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-schockstrategie","tag-ungleichheit","tag-usa","tag-voelkerrecht","tag-verfassung","tag-zukunftsangst"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/shutterstock_1519989305.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58219"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58227,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58219\/revisions\/58227"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/58220"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}