{"id":58378,"date":"2020-02-11T08:13:22","date_gmt":"2020-02-11T07:13:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378"},"modified":"2020-02-11T08:02:25","modified_gmt":"2020-02-11T07:02:25","slug":"hinweise-des-tages-3548","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h01\">Albrecht M&uuml;ller (Ex-Berater von Willy Brandt) zur aktuellen Lage von SPD &amp; CDU: Versager unter sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h02\">Th&uuml;ringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h03\">Wir m&uuml;ssen endlich aufh&ouml;ren, Linke und Nazis gleichzusetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h04\">Liberal &ndash; war einmal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h05\">Die Linke muss auf die CDU zugehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h06\">US-Demokrat Bernie Sanders &ndash; &ldquo;Der n&auml;chste Spalter&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h07\">Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h08\">America: Land of Make-Believe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h09\">Alternativlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h10\">Portugal verabschiedet historischen &Uuml;berschuss-Etat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h11\">Wenn Kinderarmut erwachsen wird &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h12\">Abschied von der Mittelschicht &ndash; Die prek&auml;re Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h13\">Push &ndash; F&uuml;r das Grundrecht auf Wohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h14\">Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld erhalten zunehmend Sperren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h15\">Einschr&auml;nkung von B&uuml;rgerrechten durch die Hintert&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h16\">Entschleunigt das Bildungssystem!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h17\">Wof&uuml;r deutsche Panzer gebaut werden &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58378#h18\">Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Albrecht M&uuml;ller (Ex-Berater von Willy Brandt) zur aktuellen Lage von SPD &amp; CDU: Versager unter sich<\/strong><br>\nAlbrecht M&uuml;ller, Planungschef im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Herausgeber der NachDenkSeiten, spricht im Interview &uuml;ber die Groko, die Stimmung in der SPD und eine L&ouml;sung f&uuml;r Th&uuml;ringen. F&uuml;r das aktuelle F&uuml;hrungspersonal von SPD und CDU findet er deutliche Worte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/97858-albrecht-mueller-ex-berater-von\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Th&uuml;ringen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Ramelow ist das kleinere &Uuml;bel im Vergleich zu H&ouml;cke&ldquo;<\/strong><br>\nNach der umstrittenen Ministerpr&auml;sidentenwahl in Th&uuml;ringen m&uuml;sse die CDU dringend ihr Verh&auml;ltnis zur Linkspartei und zur AfD kl&auml;ren, sagte die stellvertretende CDU-Vorsitzende in Schleswig-Holstein, Karin Prien, im Dlf.<br>\nAuch wenn die Linke aufgrund ihrer Positionen, mit denen sich die CDU schwertue, politischer Gegner der Union bleiben, stelle sich die Frage, ob diese Gegnerschaft das gleiche sei, wie die Feindschaft zur AfD. Mit dieser k&ouml;nne es kein Zusammenarbeit irgendeiner Art geben. Es gebe Momente im politischen Leben, in denen man sich f&uuml;r das kleiner &Uuml;bel entscheiden m&uuml;sse. Und ein gem&auml;&szlig;igter Linkenpolitiker wie Bodo Ramelow sei das kleinere &Uuml;bel im Vergleich zu einem Bj&ouml;rn H&ouml;cke, der ein bekennender Faschist sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/cdu-politikerin-prien-zu-thueringen-ramelow-ist-das.694.de.html?dram:article_id=469914\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Bodo Ramelow ist also nur &bdquo;das kleinere &Uuml;bel&ldquo; im Vergleich zu H&ouml;cke. Im Grunde sind also H&ouml;cke und Ramelow so weit nicht von einander entfernt &ndash; zumindest f&uuml;r die stellvertretende CDU-Vorsitzende in Schleswig-Holstein. Der CDU ist nicht mehr zu helfen oder andersherum: Jeder sollte sich endlich im klaren sein, wo die CDU politisch steht und wo sie eigentlich schon immer stand. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;nf Lehren aus Th&uuml;ringen<\/strong><br>\nWenn man sich die sozio&ouml;konomischen Daten in Ostdeutschland anschaut, dann ist die politische Rechtsdrift alles andere als verwunderlich. Im Gegenteil, sie l&auml;sst sich eindeutig mit Zahlen beweisen. Denn sie ist im Kern, und auch das kann man in Th&uuml;ringen sehen, l&auml;ngst zu einem Kampf zwischen Stadt und Land geworden. Die vielen spontanen Demonstrationen nach der Ministerpr&auml;sidentenwahl fanden allesamt in St&auml;dten statt, die einigerma&szlig;en prosperieren: in Jena, Weimar, Erfurt und Leipzig. Die ostdeutsche Provinz dagegen ist viel fl&auml;chendeckender als im Westen, grob gesagt, entleert, &uuml;beraltert, sozial prek&auml;r und stark verm&auml;nnlicht. In der AfD hat sie eine lang vermisste politische Repr&auml;sentation gefunden, die so lange erfolgreich bleiben wird, wie sich an der dortigen Situation nichts &auml;ndert.<br>\nEigentlich brauchen wir, analog dem Klimakabinett, endlich auch ein Ostdeutschland-Kabinett. Der Osten braucht radikale Ver&auml;nderungen: h&ouml;here Einkommen, gr&ouml;&szlig;ere M&ouml;glichkeiten zum Verm&ouml;gensaufbau, besseren Zugang zur Elite, vor allem junge, gut ausgebildete M&auml;nner und Frauen. Viel mehr Frauen als M&auml;nner. So utopisch das klingt, eigentlich braucht der Osten massenhaft Zuwanderung. Sonst wird er sich in Zukunft noch st&auml;rker radikalisieren. Denn so wie sich die Gr&uuml;nen um den Klimawandel k&uuml;mmern werden, wird sich die AfD dann um den Osten k&uuml;mmern. Der gestrige Dammbruch w&auml;re somit der Beginn, eine Art bittere Stunde null. Es soll aber hinterher niemand sagen, er oder sie h&auml;tte es nicht gewusst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2020-02\/ostdeutschland-thueringen-fdp-afd-landtagswahl-demokratie\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ab und zu gibt es auch im Zentralorgan des linklibralen Bildungsb&uuml;rgertums lichte Momente. Auch wenn man sich damit permanent wiederholt, muss wieder und wieder auf die Ursachen des Erfolges der AfD im Osten hingewiesen werden. Diese finden sich in der neoliberlaen Schocktherapie nach der Wiedervereinigung und der neoliberalen Agenda 2010 der rot-gr&uuml;nen Koalition unter Gerhard Schr&ouml;der.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie &uuml;berhaupt es vor dem Hintergund der Geschehnisse in Th&uuml;ringen endlich eine Diskussion &uuml;ber die Ideologie geben muss, die verantwortlich ist f&uuml;r die massive soziale Spaltung der Gesellschaft und dem rasanten Aufstieg der rechtspopulistischen Parteien in Europa. Es ist der Neoliberalismus, der bis heute die Fundierung der Wirtschaftspolitik auch aller Parteien in Deutschland, mit Ausnahme der Linken, bildet. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Th&uuml;ringen und die Folgen<\/strong><br>\n(&hellip;) Die FDP ist noch tiefer in Misskredit geraten; bei Teilen der j&uuml;ngeren Generation und des linken Spektrums ist sie regelrecht verhasst. Das ist doppelt fatal: erstens werden damit die Optionen f&uuml;r eine Regierungsbildung jenseits von Rot-Rot-Gr&uuml;n dezimiert; zweitens droht mit der FDP auch der politische Liberalismus in Verruf zu geraten.<br>\nWenn das Motiv f&uuml;r FDP und CDU in Th&uuml;ringen war, eine Linkskoalition unter F&uuml;hrung eines Ministerpr&auml;sidenten zu verhindern, der sich standhaft weigert, die DDR als Unrechtsregime zu bezeichnen, dann haben sie das glatte Gegenteil bewirkt. Rot-Rot-Gr&uuml;n erscheint jetzt erst recht als legitime Alternative zum Flirt mit der AfD.<br>\nMehr noch: in zahlreichen Kommentaren wird die Linkspartei als demokratische Kraft geadelt, mit der man bedenkenlos koalieren kann. Das sch&uuml;ttet das Kind mit dem Bade aus. So richtig es ist, die Ramelow-Linke nicht auf eine Stufe mit der AfD zu stellen, so blau&auml;ugig ist es, die Vorbehalte gegen Marktwirtschaft, liberale Demokratie und Westbindung zu ignorieren, die zur politischen DNA der Linkspartei geh&ouml;ren.<br>\nDie Mesalliance der Th&uuml;ringer FDP und CDU mit der AfD hat der links-rechts-Polarisierung wieder Auftrieb gegeben. Rot-Rot-Gr&uuml;n wird als &bdquo;antifaschistisches B&uuml;ndnis&ldquo; geadelt, w&auml;hrend FDP und Union als unsichere Kantonisten dargestellt werden, denen man nicht &uuml;ber den Weg trauen kann.<br>\nGut m&ouml;glich, dass das Bubenst&uuml;ck von Erfurt den Ausgang der kommenden Bundestagswahl entscheidend ver&auml;ndert. Die FDP kann dieses Experiment an den Rand ihrer parlamentarischen Existenz bringen, der Union droht der Verlust ihrer Position als st&auml;rkste demokratische Kraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/libmod.de\/ralf-fuecks-thueringen-und-die-folgen\/\">Zentrum Liberale Moderne<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dieser Text stammt nicht aus der WELT oder der FAZ, sondern ist von Ralf F&uuml;cks, seines Zeichens Gr&uuml;nen-Politiker, Transatlantiker und Chef der Denkfabrik Zentrum Liberale Moderne, die er zusammen mit seiner Gattin und Parteifreundin Marieluise Beck <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41124\">ins Leben gerufen hat<\/a>. Man sollte die neoliberalen und transatlantischen Kader innerhalb der Gr&uuml;nen nicht untersch&auml;tzen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wir m&uuml;ssen endlich aufh&ouml;ren, Linke und Nazis gleichzusetzen<\/strong><br>\nMit Rechten paktieren, statt einen Linken zu unterst&uuml;tzen? Th&uuml;ringen zeigt, warum das Gleichsetzen von sogenannten politischen R&auml;ndern gef&auml;hrlich ist.<br>\nChristdemokraten und Liberale generierten sich als b&uuml;rgerliche Kr&auml;fte, mit Brandmauern gegen die R&auml;nder von rechts und links. Hinter einer Mauer sitzt demnach ein Faschist mit v&ouml;lkischen Gesellschaftsvorstellungen, hinter der anderen Mauer ein abgew&auml;hlter Ministerpr&auml;sident, der f&uuml;nf Jahre lang eine pragmatische sozialdemokratische Politik verfolgt hat.<br>\nDoch ins Amt gehoben wurde Kemmerich mit Unterst&uuml;tzung der v&ouml;lkischen AfD, um den Kandidat der Linken zu verhindern. Diese Wahl zeigt, wohin politisches Denken f&uuml;hren kann, das die politische Landschaft schablonenhaft einteilt.<br>\nMohring und Co folgen dabei dem Extremismuskonzept, das tief in der politischen Kultur der Bundesrepublik verankert ist. Die Huldigung der Mitte und der Kampf gegen alle Formen des Extremismus sind Staatsr&auml;son. Der Extremismusforscher Eckhard Jesse fordert seit Langem gebetsm&uuml;hlenartig eine Politik der &Auml;quidistanz, die gleichen Abstand zu den politischen R&auml;ndern h&auml;lt.<br>\nEine Differenzierung zwischen Rechts- und Linksextremismus h&auml;lt er &bdquo;unter dem Gesichtspunkt der Abwehrbereitschaft&ldquo; f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssig. Bei dem Versuch die Komplexit&auml;t der Gesellschaft anhand der Linie Rechtsextremismus &ndash; Mitte &ndash; Linksextremismus zu verstehen, bleibt v&ouml;llig unterbeleuchtet, was dabei wovon abgegrenzt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/zwischen-ramelow-und-hoecke-wir-muessen-endlich-aufhoeren-linke-und-nazis-gleichzusetzen\/25527490.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Liberal &ndash; war einmal<\/strong><br>\nDie CDU hat mit dem permanent bekr&auml;ftigten Eingest&auml;ndnis des Kanzleramts, der anonymen Macht von Institutionen und Systemen, der Globalisierung, der EU, den Banken, der Geldpolitik, der Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me ausgeliefert zu sein (&bdquo;alternativlos&ldquo;) den Aufstieg der AfD beg&uuml;nstigt und sich ihr mit der eskalierenden Rhetorik ihrer Spitzenpolitiker als kraftnationale Betreuungsorganisation ver&auml;hnlicht &ndash; sowie den expliziten Radikalismus von rechts und das g&auml;rende Ressentiment des kleinb&uuml;rgerlichen Prekariats skandal&ouml;s untersch&auml;tzt. &hellip;<br>\nZugleich hat die CDU die Linken im Stil der Neunzigerjahre d&auml;monisiert &ndash; als handelte es sich bei Ihnen noch um die f&uuml;nfte Kolonne Moskaus. Zur Erinnerung: Es waren vor allem Annegret Kramp-Karrenbauer und Paul Ziemiak, die sich unmittelbar nach der Landtagswahl im Oktober 2019 jede Ann&auml;herung der CDU in Th&uuml;ringen an Bodo Ramelow und die Linken verbeten haben &ndash; weil die Union noch immer den Kolossalbl&ouml;dsinn einer &Auml;quidistanz zu den &bdquo;politischen R&auml;ndern&ldquo; predigt und sich eine kommunistische Gefahr herbeihalluziniert.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, dass sich die CDU von dieser Lebensl&uuml;ge verabschiedet. Es gibt keine &Auml;quidistanz der &bdquo;Parteien der Mitte&ldquo; zu den &bdquo;linken&ldquo; und &bdquo;rechten&ldquo; R&auml;ndern. Der entscheidende Unterschied zwischen der Linken und der AfD ist: Jene ist in weiten Teilen (heute) eine staatstragende Partei, diese nicht. Jene will integrativ etwas f&uuml;r dieses Land erreichen; diese spielt &bdquo;das Volk&ldquo; gegen es selbst aus. Jene hat sich Jahrzehnte lang als eine Art K&uuml;mmer-CSU des Ostens um die Menschen verdient gemacht; diese hetzt sie auf. &hellip;<br>\nWas CDU und FDP eint: Am Ende ihrer symmetrischen Mobilisierung gegen Linksgr&uuml;ne und Rechtsnationale stehen pl&ouml;tzlich Landtagsabgeordnete der CDU und FDP in Th&uuml;ringen, die keinen Sinn mehr entwickeln k&ouml;nnen f&uuml;r das, was konservativ und b&uuml;rgerlich, liberal und christdemokratisch ist &ndash; und die vor lauter Ressentiment gegen klimahysterische &bdquo;Gutmenschen&ldquo; und deren angeblichen Enteignungsfantasien auch den Beifall rechtsradikaler B&ouml;smenschen in Kauf nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/tauchsieder-liberal-war-einmal\/25524522-all.html?utm_source=pocket-newtab\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Linke muss auf die CDU zugehen<\/strong><br>\nVielleicht gelingt es der Linken in Th&uuml;ringen ja doch noch, die ganze Situation zu versemmeln. Das ist zwar nicht ihre Absicht, aber warum sollte es in dem Bundesland allein CDU und FDP vorbehalten sein, sich selbst auszutricksen? Die Landes- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, sagt, ihre Partei werde Bodo Ramelow nur dann in die Wahl zum Ministerpr&auml;sidenten schicken, wenn CDU und FDP vorher zumindest f&uuml;r vier Stimmen aus ihren Reihen garantierten &ndash; damit Ramelow im ersten Wahlgang auf die absolute Mehrheit von 46 Stimmen kommt. Sind die Linken jetzt darauf erpicht, an ihrer eigenen Hybris zu scheitern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/thueringen-ramelow-linke-1.4790525\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein unglaublicher Kommentar, der die Verantwortung f&uuml;r den Schlamassel in Th&uuml;ringen v&ouml;llig auf den Kopf stellt, aber ganz im Geiste der &bdquo;b&uuml;rgerlichen Mitte&ldquo; und dem Selbstverst&auml;ndnis der &uuml;berwiegenden Mehrheit der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; verfasst ist: Hauptsache gegen links.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Demokrat Bernie Sanders &ndash; &ldquo;Der n&auml;chste Spalter&rdquo;<\/strong><br>\nEr polarisiert, polemisiert und seine Fans verachten moderate Demokraten fast so sehr wie Donald Trump. Einen besseren Gegenkandidaten k&ouml;nnte sich der Pr&auml;sident nicht w&uuml;nschen.<br>\n&ldquo;Wir haben hier in Iowa an 500.000 T&uuml;ren geklopft&rdquo;, sagt Sanders, w&auml;hrend sein linker Zeigefinger die Luft durchschneidet. &ldquo;Wir werden eine Regierung bilden, die f&uuml;r alle funktioniert und nicht nur f&uuml;r das eine Prozent der Superreichen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bernie-sanders-das-linke-gegenstueck-zu-donald-trump-a-00000000-0002-0001-0000-000169356836\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Michael Beier:<\/strong> Selten war ich so dankbar f&uuml;r eine Bezahlschranke &ndash; keinen Cent f&uuml;r dieses infame St&uuml;ck Kampagnenjournalismus! Auch die Unterstellung im Link des Artikels (&ldquo;Das linke Gegenst&uuml;ck zu Donald Trump&rdquo;) d&uuml;rfte nur diejenigen entt&auml;uschen, die dem Magazin immer noch keine Zerrspiegelbilder zur Bewahrung des status quo zutrauen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Tenor des Artikels entspricht genau dem Motto unter dem sich die Mehrheit der deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; versammelt: Hauptsache gegen links. Dazu scheut man sich auch nicht die Verh&auml;ltnisse in der Berichterstattung v&ouml;llig auf den Kopf zu stellen. Der gr&ouml;&szlig;te Wahlhelfer Trumps ist sicher nicht Bernie Sanders, sondern die F&uuml;hrungsmannschaft der Demokraten selbst. Man beachte auch die ver&auml;chtliche Terminologie, nat&uuml;rlich &bdquo;schlurft&ldquo; Bernie Sanders &bdquo;mit h&auml;ngenden Schultern&ldquo; &uuml;ber einen &bdquo;trostlosen Parkplatz&ldquo;. Das ist echter deutscher &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Elefant im Dunkeln<\/strong><br>\nDas Interview des UNO-Sonderberichterstatters f&uuml;r Folter, Nils Melzer, mit dem digitalen Magazin Republik zum Fall Julian Assange ging viral. Melzer spricht von konstruierter Vergewaltigung, manipulierten Beweisen und psychologischer Folter und zeigt am Fall des Wikileaks-Gr&uuml;nders, wie die Medien in westlichen Demokratien versagen. Nun zog das ZDF mit einem Nachrichtenbeitrag nach. Das heute journal will Licht ins Dunkel der Verstrickungen bringen, bleibt selbst aber &bdquo;neutral&ldquo;. So kann es in der medialen Schlacht um Julian Assange nur gewinnen.<br>\n&bdquo;Stellen Sie sich einen dunklen Raum vor. Pl&ouml;tzlich richtet einer das Licht auf den Elefanten im Raum, auf Kriegsverbrecher, auf Korruption. &hellip; Die Regierungen sind einen Moment lang schockiert. Dann drehen sie mit den Vergewaltigungsvorw&uuml;rfen den Lichtkegel um. Ein Klassiker in der Manipulation der &ouml;ffentlichen Meinung. Der Elefant steht wieder im Dunkeln, hinter dem Spotlight&ldquo;, so fasst Nils Melzer, UNO-Sonderberichterstatter f&uuml;r Folter, die politischen und medialen Realit&auml;ten im Fall Assange zusammen. Konkret hei&szlig;t das: Pl&ouml;tzlich wissen wir alle, dass Assange &bdquo;ein Vergewaltiger ist, ein Hacker, Spion und Narzisst&ldquo;, w&auml;hrend die von ihm enth&uuml;llten Missst&auml;nde und Kriegsverbrechen im Dunkeln verblassen. Auch Melzer war davon betroffen. Darf man seinem Interview glauben, lehnte er den Fall zun&auml;chst ab. Er wusste ja aus den Medien, dass &bdquo;Assange irgendwie schuldig ist&ldquo;.<br>\nJahre sp&auml;ter wird Melzer zu Assanges flammendstem Verteidiger. Recherche, Beweisaufnahme und die Rekonstruktion der Ereignisse haben seine medial erzeugten Vorurteile entkr&auml;ftet. [&hellip;]<br>\nAls wolle das ZDF hier einen medialen Stempel setzen, zog das heute journal prompt nach. Der Beitrag &bdquo;Verschw&ouml;rung gegen Julian Assange?&ldquo; fragt, was dran ist an den  Vorw&uuml;rfen des UNO-Sonderberichterstatters. Die Intention des ZDF ist dabei durchaus lobenswert, die Ausf&uuml;hrung aber wenig &uuml;berraschend. Das ZDF nutzt Melzer als Sprachrohr, bleibt aber doch auf der sicheren Seite. Eine eigene Position, tieferes Nachhaken oder Selbstreflexion sucht man vergeblich.<br>\nAuch die Wissenschaft kommt um WikiLeaks und Julian Assange nicht herum (Hindman &amp; Thomas 2014, Lynch 2019, Coddington 2012). Aber auch hier ginge mehr, der Verdacht der &bdquo;Selbst-Zensur&ldquo; (O&rsquo;Loughlin 2016) liegt nah. Denn trotz einer Masse geleakter Daten &uuml;ber milit&auml;rische und diplomatische Machenschaften (DNC Leaks, Afghanistan, Panama Papers) trauen sich nur wenige Wissenschaftler an diese Themen oder Dokumente. Die Angst vor negativen Auswirkungen auf die eigene Karriere sitzt tief, die Angst vor Strafverfolgung ist wahrscheinlich (ebd.).<br>\nSo ist Nils Melzers Interview ein Paradebeispiel daf&uuml;r,  wie auf dem R&uuml;cken von Julian Assange medial um die Legitimation westlicher Demokratien gerungen wird und wie dieser Kampf gepr&auml;gt ist von Angst. Als UNO-Beauftragter hat Melzer wenig zu bef&uuml;rchten. Seine Analyse f&uuml;llt so genau jenes Vakuum, das politische und wirtschaftliche Eigeninteressen geschaffen haben. Der Elefant im Dunkeln aber bleibt, die m&ouml;gliche Selbst-Zensur auch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/8570\">Medienrealit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Keine Verschw&ouml;rung von Staaten&ldquo; &ndash; eine Analyse<\/strong><br>\n&bdquo;Keine Verschw&ouml;rung von Staaten&ldquo; sieht Herr M&uuml;ller vom Deutschlandfunk nach seinem Interview mit Patrick Sensburg.<br>\nDie zahlreichen Interviews des UN-Sonderberichterstatters f&uuml;r Folter Nils Melzer sowie die Pressekonferenz von G&uuml;nther Wallraff, Sevim Dagdelen, Sigmar Gabriel und Gerhart Baum vom 06.02.2020 haben nach 10 Jahren endlich daf&uuml;r gesorgt, dass erstmals die brisanten Fakten des Falls Assange etwas mehr &Ouml;ffentlichkeit erfahren haben.<br>\nKein Grund f&uuml;r Herrn M&uuml;ller (Deutschlandfunk), per Interview mit Patrick Sensburg l&auml;ngst wiederlegte Behauptungen und Falschdarstellungen wieder hervorzukramen. Es wird deutlich, dass sich weder Herr M&uuml;ller noch Herr Sensburg intensiv mit den Aussagen Melzers sowie mit dem Fall Assange befasst haben. Eine Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seid-wachsam.de\/2020\/02\/10\/keine-verschwoerung-von-staaten-analyse\/\">Seid wachsam!<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>America: Land of Make-Believe<\/strong><br>\nIf what happens in courtrooms across the country to poor people of color is justice, what is happening in the Senate is a trial. If the blood-drenched debacles and endless quagmires in the Middle East are victories in the war on terror, our military is the greatest on earth. If the wholesale government surveillance of the public, the revoking of due process and having the world&rsquo;s largest prison population are liberty, we are the land of the free. If the president, an inept, vulgar and corrupt con artist, is the leader of the free world, we are a beacon for democracy and our enemies hate us for our values. If Jesus came to make us rich, bless the annihilation of Muslims by our war machine and condemn homosexuality and abortion, we are a Christian nation. If formalizing an apartheid state in Israel is a peace plan, we are an honest international mediator. If a meritocracy means that three American men have more wealth than the bottom 50% of the U.S. population, we are the land of opportunity. If the torture of kidnapped victims in black sites and the ripping of children from their parents&rsquo; arms and their detention in fetid, overcrowded warehouses, along with the gunning down of unarmed citizens by militarized police in the streets of our urban communities, are the rule of law, we are an exemplar of human rights.<br>\nThe rhetoric we use to describe ourselves is so disconnected from reality that it has induced collective schizophrenia. America, as it is discussed in public forums by politicians, academics and the media, is a fantasy, a Disneyfied world of make-believe. The worse it gets, the more we retreat into illusions. The longer we fail to name and confront our physical and moral decay, the more demagogues who peddle illusions and fantasies become empowered. Those who acknowledge the truth&mdash;beginning with the stark fact that we are no longer a democracy&mdash;wander like ghosts around the edges of society, reviled as enemies of hope.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.truthdig.com\/articles\/america-land-of-make-believe\/\">Truthdig<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Alternativlos<\/strong><br>\nAnnegret Kramp-Karrenbauer ist an der unm&ouml;glichen Aufgabe gescheitert, die CDU zu leiten, w&auml;hrend Angela Merkel noch im Amt ist. Wer immer ihr nachfolgt, wird auf einem R&uuml;ckzug der Kanzlerin bestehen m&uuml;ssen &ndash; und damit auf Neuwahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/annegret-kramp-karrenbauer-gibt-auf-unter-merkel-ging-es-nicht-a-d159779d-8395-4897-9067-b5445d37e766\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So sieht also Qualit&auml;tsjournalismus aus. Die SPIEGEL-Starjournalistin Melanie Amann schafft es tats&auml;chlich, einen ellenlangen Artikel &uuml;ber die Personalfrage der CDU zu schreiben, ohne einen einzigen inhaltlichen Aspekt zu nennen. Gerade so als ginge es bei Politik nur um Au&szlig;enwirkung, PR, Sprache und Performance. Nicht nur Teile der Politik, sondern auch Teile des Journalismus haben offenbar schon lange die Inhalte &uuml;berwunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Portugal verabschiedet historischen &Uuml;berschuss-Etat<\/strong><br>\nIm fr&uuml;heren Euro-Krisenland Portugal ist ein historischer Staatshaushalt verabschiedet worden. Das Parlament in Lissabon genehmigte am Donnerstag f&uuml;r 2020 den ersten &Uuml;berschuss-Etat seit 1974.<br>\nFinanzminister und Euro-Gruppen-Chef M&aacute;rio Centeno hatte kurz vor der Abstimmung gesagt: &ldquo;Das ist der beste Haushalt der vergangenen Jahre.&rdquo; Portugal habe alle Herausforderungen gemeistert und werde auch in Zukunft &ldquo;nicht m&uuml;de werden, alle Verpflichtungen zu erf&uuml;llen&rdquo;, beteuerte der 53-J&auml;hrige.<br>\nDer Haushaltsplan sieht einen &Uuml;berschuss von 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vor. Bei einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent f&uuml;r 2020 w&auml;ren das rund 535 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/portugal-historischer-ueberschuss-etat-verabschiedet-a-aa193b56-5100-4c2e-9934-c550a3722b08\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Das ist kein Grund zum jubeln. Die portugiesische Regierung nimmt sich offenbar Deutschland zum Vorbild und verpasst die Chance sich durch Anhebung der Einkommen und angemessene Investitionen z.B. in das Bildungssystem, die Gesundheitsf&uuml;rsorge und den Ausbau der sozialen Sicherung krisenfest zu machen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn Kinderarmut erwachsen wird &hellip;<\/strong><br>\nDer Ausgangspunkt der AWO-ISS Studie geht auf das Jahr 1997 zur&uuml;ck. Bereits vor mehr als 20 Jahren hat der Gesamtverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) das Thema Kinderarmut als sozialpolitisch relevant identifiziert und das Institut f&uuml;r Sozialarbeit und Sozialp&auml;dagogik mit einer empirischen Untersuchung dieses wichtigen gesellschaftspolitischen Ph&auml;nomens beauftragt. &hellip;<br>\nDie jungen Menschen, die in ihrer Biografie Armut erlebt haben, glauben seltener an Beteiligung an Wahlen als demokratisches Instrument der Einflussnahme, sch&auml;tzen ihre Kenntnisse &uuml;ber Politik deutlich h&auml;ufiger als gering ein, sind deutlich weniger politisch aktiv und k&ouml;nnen es sich auch deutlich seltener vorstellen. Eine tiefergehende Analyse der Indikatoren der politischen Beteiligung nach dem Bildungsniveau der Studienteilnehmenden best&auml;tigt einen bekannten Befund aus der politischen Partizipationsforschung auch in dieser Studie: Insbesondere Personen mit einem Hochschulabschluss sind h&auml;ufiger bereit, an verschiedenen politischen Aktivit&auml;ten &ndash; bis zur Protestwahl &ndash; teilzunehmen, als Personen mit einem geringeren Bildungsniveau. Als Hinderungsfaktoren der politischen Partizipation werden von den armutsbetroffenen jungen Erwachsenen insbesondere fehlendes Wissen, fehlendes Zutrauen aber auch fehlendes Vertrauen in die Politik genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iss-ffm.de\/default-8bbf384913-1\">Institut f&uuml;r Sozialarbeit und Sozialp&auml;dagogik e. V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Fazit der Studie ist erschreckend. Aber das sind die Folgen neoliberaler Politik, die Folgen einer Politik der &bdquo;b&uuml;rgerlichen Mitte&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Abschied von der Mittelschicht &ndash; Die prek&auml;re Gesellschaft<\/strong><br>\nRund ein Drittel aller Besch&auml;ftigten in Europa lebt in Unsicherheit. Obwohl sie Arbeit haben, teilweise sogar mehrere Jobs gleichzeitig, kommen sie nur knapp &uuml;ber die Runden. Sie bilden das sogenannte &ldquo;Prekariat&rdquo;. Die wachsende Angst vor der Armut f&uuml;hrt zu einem Gef&uuml;hl des sozialen Ausschlusses und auch zu Zweifeln an der Demokratie. Populistische Parteien profitieren.<br>\nNicht nur in Deutschland oder Frankreich w&auml;chst die Kluft zwischen Arm und Reich. Selbst in Schweden, das vielen noch als &bdquo;Sozialparadies&ldquo; gilt, wird die soziale Schere immer gr&ouml;&szlig;er. Jeder f&uuml;nfte Rentner lebt dort unter der Armutsgrenze, Frauen sind besonders betroffen. In Spanien sind mehr als die H&auml;lfte der unter 30-J&auml;hrigen prek&auml;r besch&auml;ftigt. &bdquo;Das Prekariat lebt immer hart am Rand der Verschuldung. Ein Fehler, eine Krankheit zum falschen Zeitpunkt, ein Unfall oder einem Familienmitglied passiert irgendwas, das kann das Ende bedeuten&ldquo;, so der britische Wirtschaftswissenschaftler Guy Standing. Welche Explosivit&auml;t steckt in der neuen Klasse des Prekariats? Wie steht es um Europas sozialen Frieden? Welche Chancen und Herausforderungen gehen mit der Idee eines Grundeinkommens einher? Wie k&ouml;nnte man der gro&szlig;en Unsicherheit und der Polarisierung des politischen Systems entgegenwirken? Karin de Miguel Wessendorf und Valentin Thurn sp&uuml;ren diesen Fragen in der Dokumentation &bdquo;Abschied von der Mittelschicht &ndash; Die prek&auml;re Gesellschaft&ldquo; nach und begleiten junge und alte Menschen aus verschiedenen L&auml;ndern Europas bei ihrem Alltag im Prekariat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/078202-000-A\/abschied-von-der-mittelschicht\/\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Push &ndash; F&uuml;r das Grundrecht auf Wohnen<\/strong><br>\n&Uuml;berall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den St&auml;dten in die H&ouml;he und Langzeitmieter werden aus ihren Wohnungen herausgedr&auml;ngt. Der Film folgt Leilani Farha, der UN-Sonderberichterstatterin f&uuml;r das Menschenrecht auf Wohnen, wie sie die Welt bereist, um herauszufinden, wer aus der Stadt gepusht wird und warum. Ihre Recherchen f&uuml;hren sie unter anderem in eine Sozialbausiedlung im schwedischen Uppsala, wo auf einen Schlag mehrere Tausend Wohnungen den Besitzer wechseln, in das hippe Londoner Stadtviertel Notting Hill, wo viele Stadtvillen leer stehen, nach Berlin und Valpara&iacute;so, aber auch in das gr&uuml;ne Hinterland von Seoul oder in den New Yorker Stadtteil Harlem, wo ein Mieter f&uuml;r seine 70 Quadratmeter von einem auf den anderen Tag nicht mehr 2.400, sondern 3.500 Dollar zahlen muss. Zu Wort kommen neben verzweifelten Bewohnern die Soziologin Saskia Sassen, der &Ouml;konom und Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz und der Schriftsteller Roberto Saviano. Sie erkl&auml;ren anschaulich, wie die Verwandlung von Immobilien in Kapitalposten, die auf den Finanzm&auml;rkten verschoben werden wie Aktien oder Rohstoffe, innerhalb weniger Jahre zu einer weltweiten sozialen Krise gef&uuml;hrt hat. &bdquo;Ich glaube, es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Wohnen als Handelsware und Gold als Handelsware. Gold ist kein Menschenrecht, Wohnen schon&ldquo;, sagt Leilani Farha. Deshalb hat sie &bdquo;The Shift&ldquo; gegr&uuml;ndet, ein internationales Aktionsb&uuml;ndnis aus B&uuml;rgermeistern und NGOs, die versuchen, sich der enthemmten Verwandlung von Wohnraum in Wirtschaftsg&uuml;ter entgegenzustellen. &bdquo;&lsquo;Push&lsquo;: ein fesselnder neuer Film dar&uuml;ber, wie das globale Finanzsystem die Mietkrise befeuert und St&auml;dte unbewohnbar macht.&ldquo; (The Guardian)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/084759-000-A\/push-fuer-das-grundrecht-auf-wohnen\/\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld erhalten zunehmend Sperren<\/strong><br>\nFast 800.000 Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld haben 2018 eine Sperre hinnehmen m&uuml;ssen. Das geht aus Daten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor, die die Linke im Bundestag ausgewertet hat und &uuml;ber die zuerst die &raquo;Rheinische Post&laquo; (Montag) berichtete. Die Linke kritisierte die im Vergleich zu 2014 gestiegene Zahl von Sperren. 2014 wurden demnach noch insgesamt knapp 720.000 Sperrzeiten verh&auml;ngt. &raquo;Das Arbeitslosengeld ist kein staatliches Almosen, sondern eine Versicherungsleistung, f&uuml;r die Besch&auml;ftigte einzahlen&laquo;, sagte die Linken-Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl der Zeitung.<br>\nArbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils die H&auml;lfte des monatlichen Beitrags in die Arbeitslosenversicherung ein, um die Besch&auml;ftigten gegen eine kurzfristige Erwerbslosigkeit abzusichern. Wer allerdings gegen Auflagen verst&ouml;&szlig;t oder seinen Job selbst k&uuml;ndigt, muss mit einer Sperrzeit von bis zu zw&ouml;lf Wochen rechnen. Die maximale Bezugszeit des Arbeitslosengeldes verringert sich um diese Frist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1132675.hartz-iv-empfaenger-von-arbeitslosengeld-erhalten-zunehmend-sperren.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Einschr&auml;nkung von B&uuml;rgerrechten durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nDie von der &Ouml;ffentlichkeit weitestgehend unbemerkt eingef&uuml;hrte Geb&uuml;hrenordnung der Bundespolizei wird jetzt umgesetzt. Demonstrieren und ziviler Ungehorsam k&ouml;nnten nun teuer werden<br>\nBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat eine Geb&uuml;hrenordnung f&uuml;r die Bundespolizei eingef&uuml;hrt, die Oktober 2019 in Kraft getreten ist. Darin werden beispielsweise Platzverweise und Identit&auml;tsfeststellungen mit Geb&uuml;hren belegt. Dies geschah nahezu unbemerkt von &Ouml;ffentlichkeit und Medien.<br>\nEine erstmalige Platzverweisung kostet 88,85 Euro, eine Identit&auml;tsfeststellung 53,75 Euro, Anordnung des Gewahrsams 74,15 &euro;, Erkennungsdienstliche Behandlung: 59,50 Euro, Vollzug des Gewahrsams pro angefangener Viertelstunde 6,51 Euro. F&uuml;r einen normalen Polizeieinsatz k&ouml;nnen hohe dreistellige Summen anfallen.<br>\nIn NRW werden aufgrund der neuen Verordnung nun erste Zahlungsaufforderungen verschickt. Eine Frau soll 550,- &euro; zahlen, weil sie ihren Koffer auf dem D&uuml;sseldorfer Hauptbahnhof unbeaufsichtigt lie&szlig;. Sie wurde erst nach 30 Minuten ausfindig gemacht, als schon gro&szlig;r&auml;umig um das Gep&auml;ckst&uuml;ck abgesperrt war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Einschraenkung-von-Buergerrechten-durch-die-Hintertuer-4656807.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Entschleunigt das Bildungssystem!<\/strong><br>\nViel zu viele Pr&uuml;fungen, zu wenig f&auml;cher&uuml;bergreifendes Lernen: Der Physiker Harald Lesch findet am derzeitigen Bildungssystem jede Menge kritikw&uuml;rdig. Sein Credo: das Interesse der Kinder am Lernstoff wecken &ndash; und ihnen mehr Zeit geben.<br>\nSeit Jahren geh&ouml;rt der Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch zu den scharfen Kritikern unseres Bildungssystems und trifft damit immer wieder den Nerv des Publikums. Seine Wutrede &bdquo;Unser Schulsystem ist Mist&ldquo; wurde auf Youtube fast zweieinhalb Millionen Mal angeklickt.<br>\nIn seinem neuen Buch pr&auml;sentiert der M&uuml;nchner Professor f&uuml;r Astrophysik nun gemeinsam mit der Philosophin Ursula Forstner Vorschl&auml;ge, wie Bildung gelingen kann. Seine zentralen Thesen stellt er auch im Gespr&auml;ch mit Deutschlandfunk Kultur vor.<br>\nDas Ziel von Bildung sei es heute, eine grobe Landkarte des Wiss- und Verstehbaren zu bekommen, sagt Lesch: &bdquo;Wie man sich angesichts der enorm wachsenden Informationsmenge &uuml;berhaupt noch orientieren kann.&ldquo; &hellip;<br>\nSchule m&uuml;sse f&uuml;r eine grundlegende Bildung sorgen, anstatt nur ganz spezielle F&auml;higkeiten auszubilden, so Lesch. W&uuml;rden wir in der besten aller Bildungs-Welten leben, w&auml;ren unsere Schulen &bdquo;viel waldorf&auml;hnlicher, als wir das heute haben&ldquo;, betont er. Denn dort gehe es von der Grundkonzeption her vor allem um das Lernen in Zusammenh&auml;ngen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/astrophysiker-harald-lesch-entschleunigt-das-bildungssystem.1008.de.html?dram:article_id=469900\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wof&uuml;r deutsche Panzer gebaut werden &hellip;<\/strong>\n<div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200211-hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Julian R&ouml;pcke ist &uuml;brigens BILD-Redakteur.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Anstalt<\/strong><br>\nNicht vergessen, morgen Abend, am 11. Februar 2020 um 22.15 Uhr kommt &ldquo;Die Anstalt&rdquo;, Folge 49.<br>\nWie immer mit Claus von Wagner. Max Uthoff, soll einmalig pausieren und erst in Folge 50 wieder dabei sein, <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/dieanstalt.kabarettarchiv\/posts\/2634396706669874\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.lustspielhaus.de\/kuenstler.php?p_id=4286\">hier<\/a> nachlesbar.<br>\nErstmalig sind diesmal die Frauen in der &Uuml;berzahl. Als G&auml;ste sind mit dabei: Till Reiners, Uta K&ouml;bernick, Sarah Hakenberg und Sonja Kling.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-gaeste-am-11-februar-2020-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-58378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58378"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58381,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58378\/revisions\/58381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}