{"id":58395,"date":"2020-02-12T08:20:08","date_gmt":"2020-02-12T07:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395"},"modified":"2020-02-12T08:20:08","modified_gmt":"2020-02-12T07:20:08","slug":"hinweise-des-tages-3549","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h01\">Verkehrsminister Scheuer entgeht strafrechtlichen Ermittlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h02\">Der Brexit &ndash; ein Sieg des Establishments<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h03\">Die Agenda 2010 war ein N&auml;hrboden f&uuml;r den Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h04\">Einer der gr&ouml;&szlig;ten Konzerne Spaniens geh&ouml;rt seinen Arbeitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h05\">Wer Kinderarmut bek&auml;mpfen will, muss den Niedriglohnsumpf austrocknen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h06\">Italien &bdquo;vor einer der tiefsten Krisen der westlichen Welt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h07\">Der &ldquo;Doomsday Glacier&rdquo; steht auf der Kippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h08\">Die gro&szlig;e Umverteilung: 25 Jahre Privatisierung der Post<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h09\">Den demokratischen Grundkonsens verteidigen &ndash; gegen die Faschisten und ihre Wegbereiter!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h10\">MSC-Bericht: Abstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h11\">Riesige Spionage-Operation der CIA lief &uuml;ber die Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h12\">Ehemaliger Drohnenoperator der Luftwaffe spricht sich gegen US-Gr&auml;ueltaten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h13\">Der t&uuml;rkische Plan in Idlib: Die n&auml;chste &ldquo;Sicherheitszone&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h14\">So viel SED steckt in der CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h15\">FDP und die extreme Rechte &ndash; Kontinuit&auml;ten von Th&uuml;ringen bis Bochum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h16\">Audianer l&ouml;schten Hunderttausende Dateien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h17\">Eigent&uuml;mer der Medienkonzerne: von Familienunternehmen und Patriarchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58395#h18\">Die Anstalt vom 11. Februar 2020 &ndash; Politsatire<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verkehrsminister Scheuer entgeht strafrechtlichen Ermittlungen<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) muss sich wegen des Scheiterns der Pkw-Maut nicht strafrechtlich verantworten. Die Berliner Staatsanwaltschaft will keine Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen ihn einleiten. Das teilte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, der F.A.Z. in Berlin am Dienstag auf Anfrage mit.<br>\nZwei Abgeordnete der Linke-Fraktion im Bundestag hatten im November Strafanzeige gestellt. Sie wollten &uuml;berpr&uuml;fen lassen, ob sich der Minister mit dem Unterzeichnen der Vertr&auml;ge zur Erhebung und Kontrolle der Pkw-Maut Ende 2018 wegen Untreue strafbar gemacht hat. Die Staatsanwaltschaft sieht offenbar keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass Scheuer damit vors&auml;tzlich gegen das Haushalts- oder Vergaberecht versto&szlig;en hat und daraus ein Verm&ouml;gensnachteil resultiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/pkw-maut-keine-ermittlungen-gegen-verkehrsminister-scheuer-16628494.html?fbclid=IwAR1d_06uXhjPjsrsvI02vWH43xxLzxLejNQEQMzyZ7fLxypf4FLlcGdo8d0\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Dazu Fabio de Masi auf Facebook<\/strong><br>\n+++Achtung+++ Korrektur Laut Arne Meyer-F&uuml;nffinger (ARD Hauptstadtstudio) hat die FAZ fehlerhaft berichtet! Die Strafanzeige gegen #Scheuer von Victor Perli und mir wird weiterhin von der Staatsanwalt Berlin gepr&uuml;ft!+++<br>\n&ldquo;Das ist kein Freispruch f&uuml;r den Verkehrsminister. Es war klar, dass Staatsanw&auml;lte sehr vorsichtig bei Untreue sind. Trotz einer klaren Feststellung des Bundesrechnungshofes, wonach Haushalts- und Vergaberecht gebrochen wurde. Der Untersuchungsausschuss muss noch viele Akten sichten.<br>\nDer eigentliche Skandal ist, dass #Scheuer immer noch im Amt ist und sich die Bundeskanzlerin weg duckt, obwohl er &uuml;ber eine halbe Milliarde Euro Steuergeld verbrannt hat. Jeder normale Besch&auml;ftigte h&auml;tte l&auml;ngst seinen Job verloren!&#8236;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/photos\/a.212327882300252\/1256187714580925\/?type=3&amp;theater\">Fabio de Masi<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Ministeriums-Beamte meutern gegen Scheuer<\/strong><br>\nAls der Bundesrechnungshof Scheuer ein handwerkliches Armutszeugnis ausstellt, feuert das Verkehrsministerium zur&uuml;ck und greift die Pr&uuml;fer an. Interne Dokumente belegen, dass Scheuers Mitarbeiter ihm daf&uuml;r die Gefolgschaft verweigerten. Der Grund: Scheuers Antwort entsprach nicht der Wahrheit.<br>\nDie Flucht-nach-vorn-Strategie von Verkehrsminister Scheuer in der Maut-Aff&auml;re ist bei seinen eigenen Mitarbeitern nicht gut angekommen. Nach Informationen von &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; (SZ), WDR und NDR formierte sich Widerstand gegen den CSU-Politiker, als der Minister einen &uuml;beraus kritischen Bericht des Bundesrechnungshofes pauschal abb&uuml;geln wollte. Laut den Berichten weigerte sich das zust&auml;ndige Referat im Ministerium, ein Protestschreiben &uuml;ber die Arbeit der Pr&uuml;fer zu unterzeichnen. Ausgerechnet im f&uuml;r das Controlling zust&auml;ndigen Bereich des Ministeriums warfen Mitarbeiter Scheuer demnach vor, Beh&ouml;rde und &Ouml;ffentlichkeit in die Irre zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ministeriums-Beamte-meutern-gegen-Scheuer-article21570203.html\">ntv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Brexit &ndash; ein Sieg des Establishments<\/strong><br>\nDer Brexit mag auch ein Alarmruf der Unterprivilegierten gewesen sein. Doch gest&auml;rkt wird ausgerechnet die Elite.<br>\n&laquo;Der Brexit war der erste Stein, der aus der Mauer des Establishments herausgeschlagen wurde&raquo;: Dies sagte Nigel Farage, Chef der Brexit-Partei, im Jahr 2018. Man mag vom Brexit halten, was man will; dass er aber ein schwerer Schlag f&uuml;r das britische Establishment war, stimmt nicht. Eher das Gegenteil trifft zu: Grossbritannien ist nach wie vor eine ziemlich verhockte Adels-, Privilegien- und Klassengesellschaft mit wenig sozialer Mobilit&auml;t. Zumindest daran wird der Austritt aus der EU kaum etwas &auml;ndern.<br>\nDie Wortf&uuml;hrer aus der Londoner City<br>\nDie Brexit-Debatte lief zwar &uuml;ber weite Strecken entlang der klassischen Argumentationslinien des Rechtspopulismus: Ihre Vertreter stilisierten sich zu den alleinigen Vertretern &laquo;des Volkes&raquo;, als Verteidiger der &laquo;Zukurzgekommenen&raquo;: Die vielen Migrantinnen und Migranten, die Personenfreiz&uuml;gigkeit und &uuml;berhaupt die ganze EU mit ihren einengenden Vorschriften vermiesen den hart arbeitenden britischen Familien den Aufstieg. Doch: &laquo;Es ist ein hartn&auml;ckiges Vorurteil, der Brexit sei das Werk von Abgeh&auml;ngten. Die Wortf&uuml;hrer des &lsaquo;Leave&rsaquo; kommen aus der City of London&raquo;, also vom Finanzplatz. Dies schreibt der fr&uuml;here deutsche Diplomat Rudolf G. Adam in der NZZ. Adam hat zwei B&uuml;cher zum Brexit verfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Der-Brexit--ein-Sieg-des-Establishments\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein durch aus lesenswerter Artikel. Er zeigt, wie verwegen die Hoffnung ist, der Brexit w&uuml;rde den unterprivilegierten Menschen in Gro&szlig;britannien etwas bringen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Agenda 2010 war ein N&auml;hrboden f&uuml;r den Rechtspopulismus<\/strong><br>\n(&hellip;) &ldquo;Ich will das Kardinalproblem der Gesellschaft in den Mittelpunkt r&uuml;cken: die soziale Frage, die Spaltung in Arm und Reich, die unsere Gesellschaft inhuman macht. Sie l&ouml;st Aggressionen aus, Wut, Hetze und Hass &ndash; wie j&uuml;ngst beim Fu&szlig;ballspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig, als ich im Stadion war.&rdquo;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Agenda 2010 war ein g&uuml;nstiger N&auml;hrboden f&uuml;r den heutigen Rechtspopulismus. Durch Hartz IV sind Erwerbslose zu Dr&uuml;ckebergern erkl&auml;rt und sozial ausgegrenzt worden. In diesem aggressiven Klima haben es Pegida und AfD leicht, ihre Ausgrenzungsideologien wie Nationalismus und Rassismus zu verbreiten.&rdquo;<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die zuletzt regierenden Parteien haben die soziale Sicherheit der Menschen untergraben, etwa von Arbeitnehmern, alleinerziehenden M&uuml;ttern und Rentnern. Das soziale Klima hat sich verschlechtert. Und wer sich im Kleinb&uuml;rgertum von Abstieg bedroht sieht, wendet sich bei Wahlen oft nach rechts. Das hat der Aufstieg der Nazis w&auml;hrend der Weltwirtschaftskrise gezeigt und die NPD nach der Rezession 1966\/67 fast in den Bundestag einziehen lassen. Heute gibt es in Folge der Finanz- und Eurokrise der AfD Auftrieb, weil viele Menschen glauben, sie m&uuml;ssten f&uuml;r die &uuml;berschuldeten Staaten zahlen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/christoph-butterwegge-bundespraesidentenkandidat-die-linke-bundeswehreinsaetze\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einer der gr&ouml;&szlig;ten Konzerne Spaniens geh&ouml;rt seinen Arbeitern<\/strong><br>\nMondrag&oacute;n im spanischen Baskenland ist die gr&ouml;&szlig;te Genossenschaft der Welt und eines der erfolgreichsten Unternehmen in ganz Spanien. Die Arbeiterinnen und Arbeiter des Genossenschafts-Verbundes Mondrag&oacute;n besitzen ihr Unternehmen und treffen selbst die Entscheidungen. Heute ist Mondrag&oacute;n nicht nur ein Global Player in einer Vielzahl von Industrien, sondern ein Vorbild f&uuml;r jene, die unser Wirtschaftsleben demokratisch und solidarisch gestalten wollen.<br>\n(&hellip;) (Im spanischen Baskenland) ist die Genossenschaft Mondrag&oacute;n das erfolgreichste Unternehmen und der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber der Region. Und nicht nur das: Mondrag&oacute;n ist nicht nur eine der gr&ouml;&szlig;ten Firmen in ganz Spanien, sondern hat Niederlassungen im 31 verschiedenen L&auml;ndern und &uuml;ber 80.000 Mitarbeitern. Es ist die gr&ouml;&szlig;te Genossenschaft der Welt.<br>\nDie Entstehung der Genossenschaft<br>\nBegonnen hat die Geschichte von Mondrag&oacute;n nach dem spanischen B&uuml;rgerkrieg. Damals herrschte in der Kleinstadt Massenarbeitslosigkeit und Armut&hellip;<br>\nDas Prinzip Mondrag&oacute;n<br>\nDas Erfolgsrezept von Mondrag&oacute;n? Die Besch&auml;ftigten f&uuml;hren ihr Unternehmen selbst. Anstatt irgendwelchen Aktion&auml;ren oder Milliard&auml;ren zu geh&ouml;ren, besitzen die Besch&auml;ftigten von Mondrag&oacute;n ihr Unternehmen selbst und treffen die Entscheidungen selbst. Der Gewinn des Unternehmens wird nicht an irgendwelche Off-Shore-Konten in Steuers&uuml;mpfen ausgezahlt, sondern geht an jene, die den Gewinn erwirtschaftet haben: Die Arbeiterinnen und Arbeiter von Mondrag&oacute;n.<br>\nDiese Wirtschafts-Demokratie findet auf allen Ebenen von Mondrag&oacute;n statt. In den einzelnen Genossenschaften finden regelm&auml;&szlig;ig Versammlungen statt, wo &uuml;ber k&uuml;nftige Investitionen, Verwendung der Profite und &auml;hnliches entschieden wird. Au&szlig;erdem schickt jede Genossenschaft Delegierte zur Generalversammlung des Mondrag&oacute;n-Verbunds, wo die gro&szlig;en strategischen Fragen des Verbunds entschieden werden. Dadurch wurde nicht nur sichergestellt, dass die Genossenschaften im Interesse ihrer Besch&auml;ftigten gef&uuml;hrt werden, sondern auch, dass alle Mitarbeiter eine starke Bindung an Mondrag&oacute;n haben.<br>\nSolidarisches Wirtschaften<br>\nNeben der Mitbestimmung auf allen Ebenen ist es die gelebte Solidarit&auml;t, die Mondrag&oacute;n so erfolgreich macht. Die spiegelt sich auch im Lohngef&auml;lle wieder&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/mondragon-genossenschaft-baskenland\/\">kontrast at.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Wer sagt denn, Betriebe m&uuml;ssten in Privathand sein, um &bdquo;auf dem Markt&ldquo; erfolgreich zu sein? Man merke: Mondrag&oacute;n ist nicht verstaatlicht (Verstaatlichung ist die stalinistische Auffassung vom Sozialismus), sondern vergesellschaftlicht. Und das sogar im kapitalistischen Umfeld. Das sind zwei Paar Schuhe. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wer Kinderarmut bek&auml;mpfen will, muss den Niedriglohnsumpf austrocknen<\/strong><br>\n(&hellip;) Nach wie vor leben 1,5 Millionen Kinder in Deutschland von Hartz IV, kaum weniger als vor drei Jahren. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des DGB. Danach sind Haushalte mit Kindern von der ansonsten relativ g&uuml;nstigen Entwicklung bei der Anzahl der Hartz-IV-Bezieher weitgehend abgekoppelt: Die wirtschaftlich gute Lage und die g&uuml;nstige Entwicklung am Arbeitsmarkt haben nicht dazu gef&uuml;hrt, dass sich die Zahl von Kindern im Hartz-IV-Bezug sp&uuml;rbar reduziert hat.<br>\nKinderarmut raubt Zukunft und Entwicklungschancen<br>\n&ldquo;Kinderarmut in einem reichen Land wie Deutschland ist und bleibt ein nicht hinnehmbarer Skandal&rdquo;, sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. &ldquo;Kinderarmut ist deshalb besonders bitter, weil sie in die Zukunft wirkt und Entwicklungschancen raubt. Das Gef&uuml;hl, nicht mithalten und oft sogar nicht mitspielen zu k&ouml;nnen, hinterl&auml;sst Spuren. Armut schr&auml;nkt die Spielr&auml;ume von Kindern ein &ndash; buchst&auml;blich und im &uuml;bertragenen Sinn.&ldquo;<br>\nAktionsprogramm gegen Kinderarmut n&ouml;tig<br>\n&ldquo;Weil die Zahl armer Kinder in den letzten Jahren kaum zur&uuml;ckgegangen ist, brauchen wir dringend ein beherztes Aktionsprogramm gegen Kinderarmut&rdquo;, so Buntenbach. &ldquo;Arbeitslosigkeit der Eltern und Niedriglohn sind die haupts&auml;chlichen Ursachen f&uuml;r arme Familien, denn niedrige L&ouml;hne machen es trotz Arbeit oftmals unm&ouml;glich, den eigenen Lebensunterhalt und den eines Kindes aus eigenen Mitteln zu decken.<br>\nDeutschland hat den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in West-Europa. Das Hartz-IV-System wird so durch das Aufstocken zum Reparaturbetrieb f&uuml;r nicht existenzsichernde L&ouml;hne. Deshalb gilt: Wer Kinderarmut bek&auml;mpfen will, muss den Niedriglohnsumpf austrocknen. Dazu muss der Mindestlohn einmalig &uuml;ber den bestehenden Anpassungsmechanismus hinaus erh&ouml;ht werden und es muss m&ouml;glich gemacht werden, dass Tarifvertr&auml;ge leichter f&uuml;r alle Arbeitgeber verbindlich gemacht werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++72f4f748-48c4-11ea-ba78-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italien &bdquo;vor einer der tiefsten Krisen der westlichen Welt&ldquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend Italien sich wirtschaftlich insgesamt ohnehin in einer schwierigen Lage befindet, ist die Lage im S&uuml;den des Euro-Landes noch dramatischer: Forscher zeichnen ein verheerendes Bild des Mezzogiorno &ndash; und haben daf&uuml;r eine eindeutige Erkl&auml;rung.<br>\nArbeitspl&auml;tze fehlen, die Jugendlichen ziehen weg, und es ist keine Besserung in Sicht. Die Zukunft des italienischen S&uuml;dens sieht d&uuml;ster aus. Unterh&auml;lt man sich mit Italienern aus dem Norden oder dem Zentrum des Landes, scheint es, als spr&auml;chen sie &uuml;ber ein anderes Land. Oder vielmehr &uuml;ber eine Last, die ihre produktiven Regionen mittragen m&uuml;ssen &ndash; ein Gewicht, das Italien nach unten zieht und sich nicht absch&uuml;tteln l&auml;sst.<br>\nDas Svimez-Institut, eine private, gemeinn&uuml;tzige Organisation, forscht seit Jahrzehnten zur Wirtschaft des Mezzogiorno, zu dem die acht Regionen Abruzzen, Apulien, Basilikata, Kalabrien, Kampanien, Molise, Sizilien und Sardinien geh&ouml;ren. J&auml;hrlich erstellt das Institut einen Bericht zur aktuellen Wirtschaftslage und weist auf die gr&ouml;&szlig;ten Missst&auml;nde hin.<br>\nDer j&uuml;ngste Report zeichnet ein verheerendes Bild: W&auml;hrend das gesamte Land mit einem &uuml;berbordenden Staatsdefizit und einer lahmenden Wirtschaft zu k&auml;mpfen hat, ist es um den Mezzogiorno noch dramatisch schlechter bestellt: Die Arbeitslosigkeit ist deutlich h&ouml;her, Einkommen und Produktionskraft noch geringer. Nicht zuletzt ist die Region schlecht angebunden: Die Lage an der Peripherie des Landes und des Kontinents wirkt sich gleich doppelt negativ aus.<br>\nSollten nicht drastische &Auml;nderungen erfolgen, steuert der Landstrich direkt in eine Katastrophe, von der er sich nicht so schnell wieder erholen wird. Der Svimez-Bericht identifiziert daf&uuml;r eine eindeutige Ursache: &bdquo;Italien, dessen Bev&ouml;lkerung zu den &auml;ltesten der Welt geh&ouml;rt, steht im S&uuml;den vor einer der tiefsten und dauerhaftesten demografischen Krisen der westlichen Welt.&ldquo;<br>\nDas Forschungsinstitut malt ein demografisches Horrorszenario f&uuml;r S&uuml;ditalien: Die Region werde in den kommenden 50 Jahren den Verlust von 5,2 Millionen seiner Einwohner im erwerbst&auml;tigen Alter verkraften m&uuml;ssen, schreiben die Experten. Damit w&uuml;rde der S&uuml;den 40 Prozent seiner Arbeitskr&auml;fte verlieren, ohne die es sehr schwierig oder gar unm&ouml;glich sein wird, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article205608881\/Die-duestere-Zukunft-des-italienischen-Suedens.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Kaum ein Mensch wird bestreiten, da&szlig; die wirtschaftliche Situation in Italien im Allgemeinen und im Mezzogiorno im Besonderen sehr schlimm ist. Das Wirtschaftswachstum in Italien war <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/14542\/umfrage\/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-italien\/\">in den letzten 10 Jahren kumuliert negativ<\/a>, d. h. die Wirtschaft ist mehr geschrumpft als gewachsen. Die Arbeitslosenquote liegt bei <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/17316\/umfrage\/arbeitslosenquote-in-italien\/\">v&ouml;llig inakzeptablen 10%<\/a> und die Jugendarbeitslosigkeit sogar bei <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/74795\/umfrage\/jugendarbeitslosigkeit-in-europa\/\">fast 30%<\/a>. F&uuml;r den Mezzogiorno wird eine Jugendarbeitslosigkeit <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/jugendarbeitslosigkeit-italien-die-krisenkinder-ld.1287914\">von fast 50% angegeben<\/a>. Zur Verbesserung der Situation k&ouml;nnte man einiges tun: Konjunkturprogramme auflegen, die Nachfrage ankurbeln, &ouml;ffentliche Investitionsprogramme auflegen&hellip; In diesem Artikel hier wird die Situation dagegen messerscharf ganz anders analysiert: das Problem besteht in der demographischen Katastrophe der kommenden 50 Jahre (!!!), dass es &ndash; in 50 Jahren! &ndash; *zu wenige* Arbeitskr&auml;fte geben wird. &ldquo;Damit w&uuml;rde der S&uuml;den 40 Prozent seiner Arbeitskr&auml;fte verlieren, ohne die es sehr schwierig oder gar unm&ouml;glich sein wird, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.&rdquo; Schon heute fehlen nach dem Bericht auch ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte &ndash; die Frage, warum die in eine Gegend mit extrem hoher Arbeitslosigkeit und mit ganz wenigen offenen Stellen ziehen sollten, wird nat&uuml;rlich nicht gestellt. Die Arbeitslosigkeit existiert deshalb, weil Arbeitskr&auml;fte (f&uuml;r nicht vorhandene) Stellen fehlen. Glasklar auch die Empfehlungen: &ldquo;Das Rentenalter soll bis Ende des Vorhersagezeitraums 2065 auf 70 Jahre angehoben werden. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten weibliche Arbeitskr&auml;fte st&auml;rker mobilisiert werden.&rdquo; Damit soll also die Arbeitslosigkeit von heute bek&auml;mpft werden, oder irgendwie so &auml;hnlich. Ich bin froh, dass ich von der Geisteskrankheit, die als &ldquo;neoklassische Wirtschaftstheorie&rdquo; kursiert, nicht befallen bin. Offensichtlich kann dieser Irrsinn nicht nur keine vern&uuml;nftigen Empfehlungen geben, sondern wegen der ganz dicken Bretter vorm Kopf die Wirklichkeit nicht einmal ansatzweise erfassen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der &ldquo;Doomsday Glacier&rdquo; steht auf der Kippe<\/strong>\n<ul>\n<li>Der Thwaites-Gletscher ist einer der m&auml;chtigsten Gletscher der Antarktis. Falls er ins Meer rutscht, k&ouml;nnte das den Meeresspiegel massiv steigen lassen.<\/li>\n<li>Ein gro&szlig;es Forschungsprojekt soll Klarheit bringen, ob der Kipppunkt bereits &uuml;berschritten ist. Ab diesem Zeitpunkt w&auml;re ein Schmelzen nicht mehr aufzuhalten.<\/li>\n<li>Die Arbeitsbedingungen sind vor allem wegen des Wetters extrem schwierig. Erste Messungen etwa zur Wassertemperatur sind jedoch beunruhigend.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Thwaites-Gletscher ist einer der am schnellsten flie&szlig;enden und mit gut der doppelten Fl&auml;che von &Ouml;sterreich auch einer der m&auml;chtigsten Gletscher der Westantarktis. An seiner Front in der Amundsensee verliert er derzeit j&auml;hrlich fast doppelt so viel Masse wie noch vor 30 Jahren. Sein Schmelzwasser hat bisher vier Prozent zum globalen Meeresspiegelanstieg beigesteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/klimawandel-antarktis-gletscher-1.4787329\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Umverteilung: 25 Jahre Privatisierung der Post<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Post vor 25 Jahren: Sie sollte einen zum Saurier erkl&auml;rten Apparat zum modernen Dienstleister machen. Ist das gelungen? Den Preis daf&uuml;r haben jedenfalls die Besch&auml;ftigten bezahlt, kritisiert die Publizistin Sabine Nuss.<br>\n25 Jahre ist es her, dass die Privatisierung der einst staatlichen Bundespost zum Abschluss kam. Drei Aktiengesellschaften gingen daraus hervor: Die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, die Postbank.<br>\nPrivatisierungsforscher sagen, die Aufspaltung der Bundespost ab 1989 markierte den Beginn einer viel gr&ouml;&szlig;er angelegten Umwandlung der &ouml;ffentlichen Infrastruktur. Dass &bdquo;Private&ldquo; mit ihrer Gewinnorientierung effizienter seien als der Staat, wurde in jener Zeit zum Gemeinplatz.<br>\nKosten sparen, Gewinn maximieren<br>\nPost, Bahn, M&uuml;ll, Bildung, Rente, Gesundheit, alles, was bis dahin zur sogenannten Daseinsvorsorge z&auml;hlte, sollte einer neuen Handlungslogik gehorchen. Sie lautete im Kern: Kosten sparen, Umsatz steigern, Gewinn maximieren&hellip;<br>\n(&hellip;) Paradebeispiel f&uuml;r klaffende Einkommensschere<br>\nDie Einkommensschere klaffte zunehmend auseinander. Hatte der Postminister fr&uuml;her etwa 15-mal so viel wie ein Brieftr&auml;ger auf dem Gehaltszettel, sind es beim Chef der privatisierten Post, Frank Appel, 268-mal so viel.<br>\nDas passt ziemlich genau in das Bild des j&uuml;ngsten Berichts &uuml;ber die zunehmende weltweite soziale Ungleichheit. Seit etwa 1980 wurde in fast allen L&auml;ndern der Welt &ouml;ffentliches Verm&ouml;gen in gewaltigem Ausma&szlig; in private H&auml;nde transferiert. Dort konzentriert es sich.<br>\nPrivatisierung ist eine Umverteilungsmaschine. Das mag effizient sein. Aber nicht f&uuml;r alle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/25-jahre-privatisierung-der-post-die-grosse-umverteilung.1005.de.html?dram:article_id=469190\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Den demokratischen Grundkonsens verteidigen &ndash; gegen die Faschisten und ihre Wegbereiter!<\/strong><br>\nDer DGB-Bundesvorstand hat eine Resolution anl&auml;sslich der Regierungsbildung in Th&uuml;ringen verabschiedet. Die demokratischen Parteien m&uuml;ssten jetzt klare Kante zeigen, hei&szlig;t es darin: &ldquo;Sie m&uuml;ssen die eigenen Reihen gegen die AfD geschlossen halten.&rdquo; Th&uuml;ringen und Deutschland st&uuml;nden vor gro&szlig;en Herausforderungen, die die Politik endlich angehen muss. Angesichts dessen &ldquo;k&ouml;nnen es sich die demokratischen Kr&auml;fte in Deutschland nicht leisten, den Faschisten auf den Leim zu gehen und sich so politisch selbst zu blockieren&rdquo;.<br>\nResolution des DGB-Bundesvorstands anl&auml;sslich der Regierungsbildung in Th&uuml;ringen:<br>\nDer Tabubruch bei der Ministerpr&auml;sidentenwahl in Th&uuml;ringen markiert f&uuml;r uns Gewerkschaften einen Tiefpunkt in der demokratischen Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Die von dem Faschisten H&ouml;cke angef&uuml;hrte AfD in Th&uuml;ringen f&uuml;hrt die demokratischen Parteien vor und zielt darauf, demokratische Institutionen zu diskreditieren. Dem stellen wir uns entgegen. Wir Gewerkschaften und alle Demokratinnen und Demokraten in unserem Land sind gefordert, klar Position zu beziehen.<br>\n(&hellip;) Th&uuml;ringen und Deutschland stehen vor gro&szlig;en Herausforderungen, die die Politik endlich angehen muss:<br>\nDie Transformation von Arbeitswelt und Wirtschaft muss im Sinne der Besch&auml;ftigten gestaltet werden. Wir brauchen gerechte Renten, mehr Tarifbindung, bezahlbaren Wohnraum und eine soziale Ausgestaltung der Energie- und Verkehrswende. Wir brauchen einen armutsfesten Mindestlohn. Wir brauchen eine Arbeitsmarkt-, Bildungs-, Sozial- und Innenpolitik, die den Menschen Sicherheit im Wandel gibt. Angesicht all dessen k&ouml;nnen es sich die demokratischen Kr&auml;fte in Deutschland nicht leisten, den Faschisten auf den Leim zu gehen und sich so politisch selbst zu blockieren.<br>\nDeshalb rufen wir Gewerkschaften die demokratischen Parteien &uuml;berall dazu auf, sich endlich glaubw&uuml;rdig von der AfD zu distanzieren. Die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler m&uuml;ssen sich darauf verlassen k&ouml;nnen, dass sie mit ihrer Stimme f&uuml;r klare demokratische Mehrheitsverh&auml;ltnisse sorgen und damit Regierungen von AfD-Gnaden verhindern k&ouml;nnen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++fb9e3cb4-4cc8-11ea-afaf-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>MSC-Bericht: Abstieg<\/strong><br>\nDer diesj&auml;hrige &bdquo;Munich Security Report&ldquo;, der stets als Aufgalopp und Rahmen f&uuml;r die Debatten auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz fungiert, die am kommenden Wochenende stattfindet, ist diesmal mit &bdquo;Westlessness&ldquo; betitelt. Kernthema ist der machtpolitische Abstieg des Westens, ein Befund, den aktuell aber Konferenzleiter Wolfgang Ischinger nutzt, um ein noch &bdquo;beherzteres&ldquo; milit&auml;risches Agieren des Westens einzufordern, um besagtem Abstieg Einhalt zu gebieten: &bdquo;Deshalb kritisiere ich diejenigen in Deutschland, die traumt&auml;nzerisch eine Welt ohne Konflikte und ein Deutschland ohne Milit&auml;r fordern und dabei die &Auml;ngste unserer Nachbarn &ndash; Polen und Balten &ndash; komplett ausblenden. Ich bin sehr f&uuml;r Abr&uuml;stung, aber bitte nicht einseitig. Helmut Schmidt w&uuml;rde sich im Grabe rumdrehen. Ohne ein Mindestma&szlig; an politisch- milit&auml;rischer Glaubw&uuml;rdigkeit und Handlungsf&auml;higkeit der EU und auch der Bundesrepublik Deutschland, wird es nichts werden mit der Wahrung unserer Interessen, egal ob beim Thema Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me, Russland oder bei Friedensbem&uuml;hungen im Nahen Osten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/publikationen\/imi-aktuell\/archiv\/\">IMI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Riesige Spionage-Operation der CIA lief &uuml;ber die Schweiz<\/strong><br>\nEine Zuger Firma verkaufte Chiffrierger&auml;te an die halbe Welt &ndash; mit einer Hintert&uuml;r f&uuml;r den US-Geheimdienst. Der Bundesrat er&ouml;ffnet eine Untersuchung.<br>\nEine der weitreichendsten und erfolgreichsten Geheimdienstaktionen seit dem Zweiten Weltkrieg fliegt nun auf &ndash; mit der Schweiz im Zentrum. Damit die USA die Kommunikation ausl&auml;ndischer Regierungen, Milit&auml;rs und Diplomaten mitlesen konnten, begannen sie vor einem halben Jahrhundert, &uuml;ber die im Kanton Zug beheimatete Crypto AG manipulierte Chiffrierger&auml;te zu verkaufen. Das Gesch&auml;ft mit insgesamt 130 L&auml;ndern florierte jahrzehntelang und lief bis vor kurzem weiter. 2018 wurde die Crypto AG aufgel&ouml;st.<br>\n&Uuml;ber eine Liechtensteiner Briefkastenfirma hatte der US-Geheimdienst CIA die Zuger Firma ab den 70er-Jahren kontrolliert. Partner war bis 1993 der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND). Das ergab eine Recherche von ZDF und der &laquo;Rundschau&raquo; des Schweizer Fernsehens, das am Mittwoch ab 20.05 eine Sondersendung ausstrahlt. Bernd Schmidbauer, Geheimdienstkoordinator unter Bundeskanzler Helmut Kohl, best&auml;tigte gegen&uuml;ber den Journalisten erstmals das amerikanisch-deutsche Vorgehen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derbund.ch\/schweiz\/standard\/riesige-spionageoperation-der-cia-lief-ueber-die-schweiz\/story\/20957930\">Der Bund<\/a>\n<p><strong>Dazu: Weltweite Spionage-Operation mit Schweizer Firma aufgedeckt<\/strong><br>\n(&hellip;) Ger&uuml;chte, dass Geheimdienste hinter der Zuger Firma Crypto AG stehen, hatte es immer wieder gegeben. Doch jetzt beweisen Dokumente der CIA und des deutschen Bundesnachrichtendienstes BND: Die beiden Geheimdienste h&ouml;rten mit manipulierten Chiffrierger&auml;ten der Schweizer Firma Crypto AG jahrzehntelang weltweit mit.<br>\nDie Dimensionen sind enorm: &Uuml;ber hundert Staaten wurden von CIA und BND abgeh&ouml;rt. Hunderttausende Nachrichten zwischen Regierungsstellen, Beh&ouml;rden, Botschaften oder milit&auml;rischen Stellen wurden systematisch abgefangen.<br>\nKnackbare Ger&auml;te als sicher verkauft<br>\n1970 kauften der westdeutsche BND und die CIA zu gleichen Teilen die Firma Crypto AG &ndash; verschleiert &uuml;ber eine Stiftung in Liechtenstein. Bereits vorher bestand eine lose Zusammenarbeit, doch mit dem Kauf der Firma hatten die Geheimdienste nun die totale Kontrolle. Die Crypto AG war Marktf&uuml;hrerin f&uuml;r Chiffrierger&auml;te. Das sind Maschinen, die geheime Kommunikation verschl&uuml;sseln sollen, damit sie nicht abgeh&ouml;rt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/geheimdienst-affaere-weltweite-spionage-operation-mit-schweizer-firma-aufgedeckt\">SRF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ehemaliger Drohnenoperator der Luftwaffe spricht sich gegen US-Gr&auml;ueltaten aus<\/strong><br>\nEin ehemaliger Dronenoperator der Luftwaffe, der sich zu einem Whistleblower gewandelt hat, spricht sich erneut gegen die Gr&auml;ueltaten aus, die er w&auml;hrend seines Dienstes in einem Milit&auml;r begangen hat, das er als &ldquo;schlimmer als die Nazis&rdquo; bezeichnet.<br>\nBrandon Bryant war von 2006 bis 2011 Sensor-Operator von unbemannten Flugdrohnen der USAF. Seine Aufgabe war die gezielte T&ouml;tung &ndash; die Fernz&uuml;ndung von Raketen auf Ziele, die 7.000 Meilen (11.000 km) von einer klimatisierten Kommandozentrale in der N&auml;he von Las Vegas, Nevada, entfernt waren&hellip;<br>\nZuvor, nach seinem ersten Mord, begl&uuml;ckw&uuml;nschten andere Piloten seines Geschwaders Bryant dazu, dass er &ldquo;seine Jungfr&auml;ulichkeit verloren hatte&rdquo;&hellip;<br>\n(&hellip;)  Nach dem Angriff, bei dem das afghanische Kind get&ouml;tet wurde, beschloss Bryant, das Milit&auml;r zu verlassen und sich gegen den Drohnenkrieg zu engagieren. Zu einem Whistleblower zu werden, hatte schreckliche Konsequenzen. Bryant sagt, er habe Familie und Freunde verloren, und er und seine Familie seien bedroht worden<br>\nNach Angaben des Londoner Bureau of Investigative Journalism gab es seit 2004 allein in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia mindestens 6.786 US-Drohnenangriffe, die bis zu 1.725 zivile Todesopfer forderten. Obwohl es unm&ouml;glich ist, genau zu sagen, wie viele Zivilisten im breiteren, von den USA gef&uuml;hrten globalen Krieg gegen den Terror nach 9\/11 get&ouml;tet wurden, reichen glaubw&uuml;rdige Sch&auml;tzungen &uuml;ber die Zahl der Todesopfer von konservativen Zahlen von etwa einer halben Million bis zu m&ouml;glicherweise mehr als 2 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antikrieg.com\/aktuell\/2020_02_09_ehemaliger.htm\">Antikrieg.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der t&uuml;rkische Plan in Idlib: Die n&auml;chste &ldquo;Sicherheitszone&rdquo;?<\/strong><br>\nDie syrische Regierung erreicht, ohne von der T&uuml;rkei daran gehindert zu werden, ihr n&auml;chstes milit&auml;risches Etappenziel in Idlib. Ankara hat anderes im Visier, als Assad zu bek&auml;mpfen<br>\nDie syrische Armee hat die Kontrolle &uuml;ber die Verkehrsverbindung zwischen der Hauptstadt Damaskus und dem Wirtschaftszentrum Aleppo gewonnen, wie heute gemeldet wird. Damit hat die Assad-Regierung ein wichtiges Etappenziel erreicht. Ob dies die Spannungen im Raum Idlib und der Umgebung Aleppos etwas abmildert? Die K&auml;mpfe in der Umgebung gehen weiter.<br>\nDabei ist die Rolle der T&uuml;rkei undurchsichtig. Offensichtlich ist, dass ihr Aufgebot an schwerem Kriegsger&auml;t in Idlib beachtlich ist und laut Informationen des t&uuml;rkischen Mediums TRT auch Kommandoeinheiten der t&uuml;rkischen Armee zu den Beobachtungsposten nach Idlib entsandt wurden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Der-tuerkische-Plan-in-Idlib-Die-naechste-Sicherheitszone-4658046.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>So viel SED steckt in der CDU<\/strong><br>\nDie CDU stemmt sich vehement gegen eine Kooperation mit der Linkspartei. Vor allem wegen der DDR-Vergangenheit wollen die Christdemokraten nichts mit der SED-Nachfolgepartei zu tun haben. Dabei ist die ostdeutsche CDU selbst alles andere als unbelastet.<br>\n(&hellip;) Ein kurzer R&uuml;ckblick. Gro&szlig;e Teile der heutigen ostdeutschen CDU sind aus der DDR-Blockpartei Christlich-Demokratische Union Deutschlands (kurz Ost-CDU) hervorgegangen. Zur Wende hatte die Partei etwa 135.000 Mitglieder, so viele wie keine andere Blockpartei.<br>\n(&hellip;) Im letzten, einzig frei gew&auml;hlten DDR-Parlament waren 1990 laut &ldquo;Taz&rdquo; von 163 CDU-Abgeordneten 35 inoffizielle Stasi-Mitarbeiter. Damit lag der Anteil h&ouml;her als bei der SED-Nachfolgepartei PDS, die 2007 mit der Wahlalternative Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit (WASG) zur Linkspartei fusionierte.<br>\nDazu kommt: Das Barverm&ouml;gen der Ost-CDU &ndash; umgerechnet und nach heutiger Kaufkraft insgesamt &uuml;ber 20 Millionen Euro &ndash; wurde nach dem Mauerfall unter anderem auf die f&uuml;nf neuen Landesverb&auml;nde &uuml;bertragen und dort auch &ldquo;f&uuml;r die Modernisierung der Ausstattung der &uuml;bernommenen Gesch&auml;ftsstellen verwendet&rdquo;, wie die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung 2015 in einer Handreichung bemerkte. Die Kreisverb&auml;nde bunkerten ebenso mehrere Millionen, der gr&ouml;&szlig;te Betrag (rund 12 Millionen Euro) aber &ldquo;wanderte auf ein Extrakonto der Bonner CDU&rdquo;, wie &ldquo;Der Spiegel&rdquo; 1993 berichtete. Die Partei erhielt damit Geldmittel und Infrastruktur f&uuml;r ihre Wahlk&auml;mpfe.<br>\n(&hellip;) Langj&auml;hrige Mitglieder der Ost-CDU waren unter anderem die ehemaligen Th&uuml;ringer CDU-Ministerpr&auml;sidenten Josef Ducha&#269;, Dieter Althaus und Christine Lieberknecht. Auch Sachsens Ex-Regierungschef Stanislaw Tillich und der aktuelle sachsen-anhaltische Ministerpr&auml;sident Reiner Haseloff geh&ouml;rten der DDR-Blockpartei an. Die aktuell einzige Th&uuml;ringer CDU-Europaabgeordnete Marion Walsmann sa&szlig; f&uuml;r die Ost-CDU sogar von 1986 bis 1990 in der Volkskammer, dem DDR-Parlament.<br>\nDazu kommen CDU-Abgeordnete, die selbst Mitglied in der SED waren: Henry Worm war von 1982 bis 1989 Teil der DDR-Einheitspartei und ist heute Vizepr&auml;sident des Th&uuml;ringer Landtags. Svend-Gunnar Kirmes war gar von 1971 bis 1989 in der SED und ist derzeit CDU-Abgeordneter und Alterspr&auml;sident in Sachsen.<br>\n(&hellip;) Dass die CDU die Linkspartei immer wieder auf ihre SED-Vergangenheit reduziert, wie zuletzt JU-Chef Tilman Kuban, und ihre eigenen Verbindungen unerw&auml;hnt l&auml;sst, sei &ldquo;eine christdemokratische Lebensl&uuml;ge&rdquo;, bemerkt Parteienforscher L&uuml;hmann. Die CDU brauche sie, um sich vor der eigenen Vergangenheit zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gmx.net\/magazine\/politik\/sed-steckt-cdu-mitglieder-wiedervereinigung-34419032\">gmx.net<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP und die extreme Rechte &ndash; Kontinuit&auml;ten von Th&uuml;ringen bis Bochum<\/strong><br>\n(&hellip;) Die offene Kooperation mit H&ouml;cke und seinen Faschisten ist jedoch lediglich ein Offenbarungseid, denn wie H&ouml;cke in einem Schreiben an Thomas Kemmerich vom 1. November 2019 (Quelle: MDR) betont, gibt es inhaltlich gro&szlig;e Schnittmengen zwischen beiden Seiten (und der CDU), was eine menschenfeindliche Abschottungspolitik und eine gnadenlose, neoliberale Wirtschaftspolitik anbelangt.<br>\nDie Bochumer FDP um Olaf in der Beek und die extreme Rechte<br>\n(&hellip;) Zun&auml;chst gibt es in Bochum den FDP-Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Olaf in der Beek, der sich wie seine Partei gerne einen weltoffenen und toleranten Anstrich verpasst. Tats&auml;chlich war in der Beek jedoch Ende der 80er Jahre Burschenschafter bei der rechten Landsmannschaft Ubia Brunsviga Palaeomarchia im Coburger Convent zu Bochum. Durch das lebensb&uuml;ndische Prinzip ist er nun &bdquo;Alter Herr&ldquo; dieser Landsmannschaft und h&auml;lt diesen ultrakonservativen und nationalistischen Kreisen die Treue. Seit 2018 ist der gewaltbereite Ex-Hooligan und Identit&auml;re Bastian Hans Mitglied dieser Landsmannschaft und stieg dort sogar in den Rang eines Chargierten auf. &Uuml;ber einen Ausschluss dieser Personen nach Bekanntwerden dieses Skandals wurde nie etwas bekannt. Weiterhin besuchte in der Beek den umstrittenen Aufmarsch rechter Burschenschafter seines Dachverbandes Coburger Convent in Coburg am 19.\/20. Mai 2018 und lief dort mit. Er besuchte zudem das Stiftungsfest seiner Landsmannschaft in Bochum am 3. Mai 2019. Daf&uuml;r hatte er seine Kontakte aus dem Bundestag spielen lassen und f&uuml;r den Abend Graf Lambsdorf als Referent in das Gasthaus Goeke nach Bochum geladen. Vielsagend ist auch, dass der AfD-Politiker Knuth Meyer-Soltau, der ansonsten Hooligans und zumindest einen gewaltbereiten Neonazi aus Bochum (Andre Zimmer) vor Gericht vertrat, ebenfalls Mitglied dieser Landsmannschaft ist&hellip;<br>\n(&hellip;) Getrennt marschieren, vereint schlagen<br>\nNein, wir sind nicht &uuml;berrascht, dass Marktradikale und Faschist*innen im Hintergrund gemeinsame Sache machen und bereits Netzwerke bilden. Ihre Motivation mag unterschiedlich sein, die Bek&auml;mpfung der Linken ist jedoch der vereinende Moment. In diesem Sinne halten sie es wie der preu&szlig;ische General Graf von Moltke: Getrennt marschieren, vereint schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/antifabochum.noblogs.org\/2020\/02\/fdp-und-die-extreme-rechte-kontinuitaeten-von-thueringen-bis-bochum\/\">Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Audianer l&ouml;schten Hunderttausende Dateien<\/strong><br>\nBeim bayerischen Autohersteller Audi sind nach einem Bericht des Online-Wirtschaftsmagazins &ldquo;Business Insider&rdquo; Hunderttausende Dokumente zum Dieselskandal vernichtet worden. Dies sei bereits im Herbst 2015 nach Bekanntwerden des Abgasbetrugs bei der Konzernschwester Volkswagen geschehen, berichtete das Magazin. Es beruft sich auf ein als &ldquo;streng vertraulich&rdquo; eingestuftes Papier der US-Anwaltskanzlei Jones Day, die den Abgasskandal im VW-Konzern intern untersucht hatte. &hellip;<br>\n&ldquo;Business Insider&rdquo; schrieb, in dem Papier von Jones Day hei&szlig;e es, dass 14 &ldquo;Personen aus der Dieselgruppe&rdquo; Dateien von ihren Computern, externen Ger&auml;ten und Netzwerklaufwerken gel&ouml;scht h&auml;tten. Zudem sei eine nicht mehr bestimmbare Menge von Akten aus Papier geschreddert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Audianer-loeschten-Hunderttausende-Dateien-article21564799.html?utm_source=pocket-newtab\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eigent&uuml;mer der Medienkonzerne: von Familienunternehmen und Patriarchen<\/strong><br>\n(&hellip;) 1.1.   Die Eigent&uuml;mer der deutschen Medienkonzerne &ndash; eine Geschichte idealtypischer Familienunternehmen&hellip;<br>\nEin Blick auf Tabelle 10 zeigt, dass sich nahezu alle der zehn gr&ouml;&szlig;ten deutschen Medienkonzerne gr&ouml;&szlig;tenteils in Familienbesitz befinden. Ausnahmen sind nur die ProSiebenSat.1-Gruppe sowie die beiden Anstalten des &ouml;ffentlichen Rechts (ZDF und die ARD). Die Besitzstruktur aller anderen Medienkonzerne l&auml;sst sich anhand der schematischen Darstellung (Abb. 2) verdeutlichen.<br>\nDie Besitzverh&auml;ltnisse der meisten deutschen Medienkonzerne haben jeweils die gleiche Struktur: hinter den Medienkonzernen stehen einzelne Familien, welche direkt und\/oder indirekt am Unternehmen beteiligt sind und Kontrolle aus&uuml;ben. Teilweise sind die Medienkonzerne dabei nicht als ein Unternehmen, sondern als eine &bdquo;dezentrale&ldquo; Gruppe organisiert, d.h. unterschiedliche Unternehmen bilden ein ganzes Unternehmensgeflecht. Diese Unternehmensgeflechte sind aber letztendlich auch auf eine einzelne Familie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren (auf die Rechtsform der einzelnen Gro&szlig;konzerne gehen wir weiter unten noch gesondert ein).<br>\n(&hellip;) Im Mediensystem sind also &ndash; &auml;hnlich wie in anderen Teilen der deutschen Wirtschaft &ndash; Familienunternehmen dominant. Genau dieses Bild wird von den Medienunternehmen selbst auch gerne vermittelt: sie seien traditionsreiche und &uuml;ber mehrere Jahrzehnte und Generationen in den einzelnen Regionen Deutschlands fest verwurzelte Unternehmen. Das Bild der Familienunternehmen ist ein beliebtes Stilmittel in den jeweiligen Unternehmensgeschichten.<br>\n(&hellip;) Oder als Geschichte einzelner (meist) m&auml;nnlicher Firmenpatriarchen?<br>\nUnternehmensgeschichte l&auml;sst sich aber auch anders lesen. Es ist eine Geschichte, in der einzelne (meist m&auml;nnliche) Unternehmenspatriarchen &uuml;ber die Familie und die MitarbeiterInnen des Unternehmens dominieren und &ndash; durch die besondere Stellung von Medien in der Gesellschaft &ndash; auch diese zentral beeinflussen. Studien und Berichte &uuml;ber die gro&szlig;en deutschen Medienunternehmer sind mit Hinweisen auf eine Unternehmenskultur durchzogen, welche gepr&auml;gt ist von einem &uuml;berm&auml;chtigen, herrischen Unternehmenspatriarchen, der &uuml;ber sein Reich regiert und keinen Widerspruch zul&auml;sst&hellip;<br>\n(&hellip;) Die rechtlichen Konstruktionen der &bdquo;Familienunternehmen&ldquo;: kaltes Kalk&uuml;l und Kontrollwahn<br>\n&hellip; Betrachtet man die Rechtskonstruktionen dieser Medienkonzerne genauer, treten zwei Prinzipien zu Tage, die sich durch die rechtliche Organisation der Medienkonzerne ziehen: Kontrolle und Risikominimierung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/eigentuemer-der-medienkonzerne-von-familienunternehmen-und-patriarchen\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Besonders empfehlenswert ist ein Blick auf die oben erw&auml;hnte Tabelle 10<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Anstalt vom 11. Februar 2020 &ndash; Politsatire<\/strong><br>\nW&auml;hrend Max Uthoff noch auf newtonscher Klimaforschungsreise weilt, treffen sich sein Stellvertreter Till Reiners, Claus von Wagner und ihre G&auml;ste zur Kabarett-Late-Night in der Anstalt.<br>\nGemeinsam mit Sarah Hakenberg, Sonja Kling und Uta K&ouml;bernick wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;. Dabei kl&auml;ren sie wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe &uuml;ber das auf, was die Nation bewegt. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-11-februar-2020-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CG:<\/strong> Diesmal ausnahmsweise ohne Max Uthoff, gemacht im Stile von David Letterman, aber selbstverst&auml;ndlich auch mit einer &ldquo;Tafelnummer&rdquo;, diesmal &uuml;ber rechten Terror und Netzwerke, &ldquo;Bedenkentr&auml;ger&rdquo; und allerlei Kniffe im deutschen Recht. Der lesenswerte Faktencheck zur Sendung ist <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/fakten-im-check-der-anstalt-118.html\">hier zu finden<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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