{"id":58480,"date":"2020-02-14T11:42:19","date_gmt":"2020-02-14T10:42:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58480"},"modified":"2020-02-14T12:13:27","modified_gmt":"2020-02-14T11:13:27","slug":"leserbriefe-zu-die-cdu-im-vormerz-ein-grund-zur-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58480","title":{"rendered":"Leserbriefe zu Die CDU im Vormerz \u2013 ein Grund zur Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p>Nachfolgend finden sich einige Zuschriften zu dem Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58365\">Die CDU im Vormerz &ndash; ein Grund zur Hoffnung<\/a>. Wie immer sind die Meinungen geteilt, aber es besteht Einigkeit, dass ein Ausweg aus der perspektivlosen politischen Situation nicht einfach sein wird, sollte er &uuml;berhaupt zu schaffen sein. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, <\/p><p>welchen Machtwechsel meinen sie, etwa Rot-Rot-Gr&uuml;n. <\/p><p>Ich f&uuml;rchte, dass die Vorbereiter dieser neoliberalen Politik, sich nicht mal eben auf links krempeln lassen. Ich sehe zur Zeit niemanden, der meine Interessen wirklich vertritt.<\/p><p>Ich bin Rentner, und die haben keine Lobby. Schauen sie mal in ihren unterst&uuml;tzten Blog &bdquo;Rentneraufstand&ldquo;. Da schreit sie das Elend an, welches SPD-GR&Uuml;NE und Gewerkschaften vorbereitet haben. Ein Blog, der anscheinend auch nur zum Abreagieren da ist. Er wird ja von der Gewerkschaft betrieben.<\/p><p>Aber das brauche ich ihnen ja nicht erz&auml;hlen, da weisen sie ja selbst jeden Tag darauf hin <\/p><p>Die Hoffnung, dass sich da etwas &auml;ndert habe ich aufgegeben. Warme Worte von einzelnen Menschen, wie z.B. Sara Wagenknecht sind zwar immer gern geh&ouml;rt, werden aber auch als das Gewissen der Politik vermarktet. Mir schwebt mittlerweile mehr ein robusteres Verhalten vor.<\/p><p>Siehe Frankreich. Da sind nat&uuml;rlich tr&ouml;stende Worte immer ein Hindernis. Sie sollen doch lediglich eine aufkeimende Wut, beschwichtigen. <\/p><p>Lieber eine weitere Runde Selbstbetrug, na dann, wer`s glaubt&hellip; <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHorst Beilhartz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger, <\/p><p>Sie schreiben: &ldquo;Wie viel schlimmer kann die CDU in der Post-Merkel und Post-AKK-&Auml;ra unter einem m&ouml;glichen neuen Vorsitzenden Merz werden? Vor was haben Progressive Angst?&rdquo; <\/p><p>Mir geht es um das Verh&auml;ltnis zu Russland, um die Gas-Pipeline, um weitere Wirtschaftsbeziehungen. Es gibt Punkte bei denen Merkel standhaft transatlantische Distanz wahrt, bei aller vordergr&uuml;ndigen Vasallentreue: <\/p><ul>\n<li>North-Stream II<\/li>\n<li>der eigene Nachrichtensatellit Georg<\/li>\n<li>Teilnahme bei der Asiatischen Infrastruktur Investitionsbank.<\/li>\n<\/ul><p>Ich f&uuml;rchte, dass diese Projekte unter Merz fallen k&ouml;nnten und die leichten Absetz-Bewegung aus den Klauen der WWG verschwinden werden. <\/p><p>Ich meine also, dass Merkel und Merz nicht v&ouml;llig auf gleicher Linie liegen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernhard Meyer <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Ich stimme Ihnen durchaus zu, dass ideologisch zwischen AKK und FM kaum ein Unterschied besteht, dass AKK nur ein &ldquo;weichgesp&uuml;lteres&rdquo; Image hat, w&auml;hrend FM klar und deutlich zeigt, wessen Interessen er vertreten wird, wenn er wie angedroht sich &ldquo;mehr mit diesem Land besch&auml;ftigen&rdquo; wird. <\/p><p>Freuen wir uns also darauf, weiterhin ausschlie&szlig;lich Gro&szlig;konzernen und der Finanzindustrie dienen zu d&uuml;rfen. Denn nach Ihrer Logik mu&szlig; es ja noch schlechter werden &ndash; also Merz CDU-Chef und 2021 Bundeskanzler werden -, damit es besser werden kann, damit sich die &ldquo;progressiven Kr&auml;fte&rdquo; SPD (?), Gr&uuml;ne (??) und Linkspartei (???) endlich zusammenraufen. Ich erlaube mir zu bezweifeln, dass das passieren wird, denn es ist doch &ndash; wie Sie selber sagen &ndash; ja bereits schlimm genug, schlimmer kanns kaum noch werden. Also warum sollten sich die vorgenannten Kr&auml;fte angesichts eines CDU-Vorsitzenden Merz pl&ouml;tzlich zusammenraufen, wenn sie es unter Merkel nicht geschafft haben? Glauben Sie wirklich, dass die Mainstream-Medien pl&ouml;tzlich ein anderes Bild der CDU zeichnen w&uuml;rden? Warum denn? Die Eigent&uuml;mer und Finanzierer sind doch die Gleichen wie vorher.<\/p><p>Sie sehen und benennen die Gefahr und hoffen &ndash; ich sehe sie auch, aber ich hoffe nicht.<\/p><p>Frdl. Gru&szlig;<br>\nHeinz Kreuzhuber<\/p><p><em><strong>Replik Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Kreuzhuber,<\/em><\/p><p><em>da Sie es indirekt ansprechen. Colin Crouch hatte mal geschrieben: &bdquo;Wahrscheinlich muss es erst noch schlechter werden, bevor es besser werden kann&ldquo;. Das ist leider so falsch nicht. Aber was bleibt uns sonst, au&szlig;er der Hoffnung?<\/em><\/p><p><em>beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>Ihre Hoffnung auf eine rot-rot-gr&uuml;ne (oder andere Reihenfolge) Perspektive w&uuml;rde ich ja gar zu gern teilen, allein mir fehlt der Glaube. Wie Sie vermute bzw. f&uuml;rchte auch ich, dass wir nun mit Merz zu rechnen haben. Sollte es tats&auml;chlich so kommen, haben wir uns darauf einzustellen, dass sich die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;  &ndash; in der AKK-Zeit eher ratlos und desorientiert &ndash; hinter dem Black-Rocker sammeln und den B&uuml;rgern nachdr&uuml;cklich klarmachen, dass es zu ihm keine Alternative gibt und dass es gilt, einen Linksruck, gar einen ruin&ouml;sen Marsch in den Kommunismus mit allen Mitteln zu verhindern.<\/p><p>Ich sehe schon die alten &bdquo;Rote-Socken&ldquo;-Kampagnen und die Entstaubung der &bdquo;Freiheit statt Sozialismus&ldquo;-Parolen auf uns zukommen. Und mag mir nicht vorstellen, wie Deutschland dann &bdquo;international mehr Verantwortung &uuml;bernimmt&ldquo;. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHeiko Schlottke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion,<br>\nlieber Jens Berger,<\/p><p>eines nur noch dazu. Schlimmer geht immer.<\/p><p>Weiter Schaffenskraft und alles Gute.<br>\nJ&uuml;rgen Keller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Es ist sicherlich interessant, in welcher Weise sich aktuell die F&uuml;hrungsprobleme der lange herrschenden Partei der Bundesrepublik zeigen, ein Anlass f&uuml;r Hoffnungen d&uuml;rfte aber nicht gegeben sein; vielmehr ist es ein Grund f&uuml;r weitere Sorgen.<\/p><p>Probleme mit dem F&uuml;hrungspersonal hat bekanntlich nicht nur die CDU und der Osten des Landes ist besonders damit geplagt, dass Karikaturen wie der kurzzeitige th&uuml;ringische Ministerpr&auml;sident dort eine Chance wittern konnten. H&ouml;cke geh&ouml;rt ja auch zu den Importg&uuml;tern und genug andere uns&auml;gliche Figuren auf dem zweiten Karriereweg.<\/p><p>Dummerweise geht es aber nicht nur um Figuren, sondern um ganz grundlegende strategische Weichenstellungen. Die Vorg&auml;nge sind vor diesem Hintergrund so ernst und erlauben deshalb nicht, einfach nur mit Rot-Rot-Gr&uuml;n eine Chance zu wittern (zu twittern ??).<\/p><p>Ich schlie&szlig;e nicht einmal aus, dass Planspiele existieren, diese Koalition einmal dran zu lassen und dem Desaster freien Lauf. <\/p><p>Die konservativ-reaktion&auml;ren Kr&auml;fte wissen, was sie wollen: Im Windschatten der transatlantischen Beziehung und der NATO segeln und eine deutsche F&uuml;hrungsrolle in Europa und der Welt weiterentwickeln, &ouml;konomisch und milit&auml;risch intensiviert und deutlicher.<\/p><p>Die Gr&uuml;nen d&uuml;rfen mit segeln, wenn sie transatlantisch standfest bleiben und ebenso gegen&uuml;ber Ru&szlig;land und China. Dann kann man ihnen &ouml;kologisch und liberal modern entgegenkommen.<\/p><p>Sonst geht auch ein Block deutschnational modernisierter CDU mit &ouml;konomisch und im Stil modernisierter AfD und gewohnt prinzipientreuer, weil -loser FDP.<\/p><p>Die R2G-Koalition wei&szlig; im Gegensatz dazu, nicht, was sie will. Vor allen Dingen erkennt sie nicht, dass genau jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, als Voraussetzung jeglicher progressiver Weiterentwicklung der n&auml;chsten Jahrzehnte Abschied von der NATO zu nehmen und nach all den Jahren Einfluss und Dominanz anderer M&auml;chte ein freies Deutschland anzustreben, wenn auch die andere Gro&szlig;macht (die absolut unselige Macht mit Weltherrschaftsanspruch) abgezogen ist.<\/p><p>Diese linke Koalition versteht nicht, dass es diese nationale Frage\/Befreiung im progressiven Sinn grundlegend gibt. Die Linke sagt vielleicht &bdquo;Raus aus der NATO&ldquo;, wird es aber nicht zur Bedingung einer Koalitionsbeteiligung machen. Schon beim Begriff Nation str&auml;uben sich manch einer\/m Linken die Haare und vergessen ist, was ein Nationalkomitee Deutschland einmal formulierte, als der Faschismus zu bew&auml;ltigen war.<\/p><p>Ein Programm w&auml;re einfach und attraktiv:<\/p><p>Aufl&ouml;sung des NATO-Vertrags, dauerhafter Verzicht auf Atom-, B- und C-Waffen bei St&auml;rkung und Modernisierung der Landesverteidigung im engeren Sinn und ausreichendem Ma&szlig;, friedliche Koexistenz und Ausbau der Beziehungen zu Ru&szlig;land, China, Gro&szlig;britannien und den USA, insbesondere in Wissenschaft, Technologie und Kultur.<\/p><p>Beseitigung der Armut in Deutschland &ndash; was so chinesisch klingt, w&auml;re in Deutschland &ouml;konomisch leicht m&ouml;glich, ohne dass man eine breite Mittelschicht arm macht und den Kapitalismus beseitigen muss (also ein b&uuml;rgerlich-demokratisches Vorhaben). Das muss von Transparenz jeglicher Einkommens- und Besitzverh&auml;ltnisse begleitet werden: Wenn sie im Rahmen der kapitalistischen Vorstellungen gerecht zustande kommen, warum sollten sie verborgen werden ? (wieder ein b&uuml;rgerlich-demokratisches Vorhaben).<\/p><p>Nur so kann die grundlegende &ouml;kologische Frage bew&auml;ltigt werden, bei Ausbau des aggressiven R&uuml;stungskurs der NATO und der USA wird man sie in absehbarer Zeit nicht einmal mehr stellen; das gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Ru&szlig;land und China in der Konsequenz.<\/p><p>Die Beziehungen in der EU k&ouml;nnen im Sinne dieser Zielsetzungen gestaltet und erweitert werden, im Rahmen dessen kann man &uuml;ber europ&auml;ische Interessen nachdenken und Interessen formulieren, Frankreich ist als besonders wichtiger Partner wahrzunehmen.<\/p><p>Was aber so einfach klingt und gar nicht revolution&auml;r: Weder die Gr&uuml;nen, noch die SPD, noch die Linke wird das machen. Deshalb werden sie bei Zustandekommen ihrer Regierung im Klein-Klein-Desaster enden und zum Nutzen ihrer Gegner vorgef&uuml;hrt werden.<\/p><p>Sie vergessen &uuml;brigens auch, dass Lehren aus diesen Vorg&auml;ngen sowohl (altmodisch !) organisatorische als auch weltanschauliche Konsequenzen erfordern: Wie kommen unter den modernen Bedingungen gefestigte und verbindliche Anschauungen, Haltungen und Handlungen zustande, die &uuml;ber einen Flashmob hinausgehen und Deutschland gefestigt und mit Macht eine T&uuml;r in die Zukunft des 21. Jahrhunderts &ouml;ffnen. &Uuml;brigens k&ouml;nnen das methodisch vermutlich die Rechten auch schon wieder besser.<\/p><p>Das 21. Jahrhundert beginnt sp&auml;testens jetzt und nicht die CDU, sondern die USA,  fragen unser Land Quo vadis, demn&auml;chst wieder auf der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz.<\/p><p>Was Ischinger und Merz antworten, ist klar und die Hoffnungskoalition wird sich schon breitschlagen lassen.<\/p><p>Hoffnung setzt wirkliche Kl&auml;rung der Lage voraus, insofern sind die Nachdenkseiten ein kleiner Grund zur Hoffnung.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Jacoby<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Betreff: Die CDU im Vormerz &ndash; ein Grund zur Hoffnung &ndash; 10. Februar 2020 um 14:12 &ndash; Ein Artikel von: Jens Berger<\/p><p>Hallo Herr Berger &ndash; Hallo NDS-Team<\/p><p>Irgendwie kann man das eigentlich gar nicht glauben, da&szlig; die R&uuml;cktrittsank&uuml;ndigung von Annegret Kramp-Karrenbauer so &ldquo;&uuml;berraschend&rdquo; f&uuml;r alle, selbst f&uuml;r Ihre &ldquo;engen Mitarbeiter&rdquo; und Partei&rdquo;freunde&rdquo;kam&hellip; <\/p><p>Denn am 06. Februar konnte man (u.a.) in der &ldquo;Zeit Online&rdquo; folgendes lesen:<\/p><blockquote><p>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-02\/friedrich-merz-cdu-aufsichtsratschef-blackrock\">Friedrich Merz verl&auml;sst Aufsichtsrat von Blackrock<\/a><br>\nDer fr&uuml;here Unionsfraktionschef hat seinen R&uuml;ckzug beim US-Verm&ouml;gensverwalter Blackrock angek&uuml;ndigt. Er wolle seine Zeit nun nutzen, &ldquo;die CDU noch st&auml;rker bei ihrer Erneuerung zu unterst&uuml;tzen und mich weiter politisch einzubringen&rdquo;.<br>\n6. Februar 2020, 0:28 Uhr &ndash; Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, akm\n<\/p><\/blockquote><p>Welch ein &ldquo;Zufall&rdquo; und welch &ldquo;vorausschauende&rdquo; Wortwahl (die CDU noch st&auml;rker bei ihrer Erneuerung zu unterst&uuml;tzen&hellip;). MIT AKK war ja nun eine &ldquo;Erneuerung der CDU&rdquo; wahrlich nicht zu erwarten. <\/p><p>Sieht mir also irgendwie eher nach einer konzertierten Aktion der Beteiligten (inklusive Merkel?!) aus&hellip; In der heutigen Politik kann ich nicht mehr an Zuf&auml;lle glauben und hege in diesem Fall wahrscheinlich berechtigte Zweifel. Hat man da im Vorfeld schon mehr gewu&szlig;t von dem, was dann in Th&uuml;ringen passiert ist? Man mu&szlig; ja paranoid werden heutzutage und kommt auf solche Fragen&hellip;<\/p><p>Es hat sich ja im Verlauf des letzten Jahres gezeigt, da&szlig; eine, wie Sie es bezeichnen, AKK-CDU keine Chance gehabt h&auml;tte. Also geht man dann doch lieber elgegant zu einer Merz-CDU &uuml;ber &ndash; aus Gr&uuml;nden, die Sie wunderbar herausgearbeitet haben. <\/p><p>Nun wird man sehen, was die Folgezeit uns noch bescheren wird und wer dann letztendlich das Zepter von Merkel &uuml;bernehmen soll\/wird. Interessante Zeiten sind angebrochen, zeigen aber wieder einmal mehr die Unf&auml;higkeit und Hilflosigkeit unserer &ldquo;Eliten&rdquo;, die ein Land f&uuml;hren sollen, aber nur hilflos herumschlingern in einem kleinen Entenpfuhl der Macht&hellip;<\/p><p>In diesem Sinne verbleibe ich wie immer mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nLutz Last<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ich darf vorwegschicken, dass ich die NDS als eines meiner t&auml;glich gelesenen Nachrichtenportale sehr sch&auml;tze. Dem &Ouml;R habe ich vor vielen Jahren sozusagen irreversibel den Stecker gezogen, um mich nicht zus&auml;tzlich zur Zwangsgeb&uuml;hr auch noch der systematisch Manipulation und Sedierung auszusetzen. <\/p><p>Ich stimme Ihnen uneingeschr&auml;nkt darin zu, dass neoliberal betrachtet kein Blatt zwischen Merz, AKK, oder AM passt. Man k&ouml;nnte diese Namensliste &uuml;ber das liberale Spektrum, die SPD bis hin zur Linken beliebig erweitern. Sahra Wagenknecht w&uuml;rde ich ausnehmen, aber z.B. eine Baerbock, einen Lindner, einen Gabriel, einen Habeck und eine Kipping doch explizit einschlie&szlig;en wollen. <\/p><p>Sie reden von progressiven Kr&auml;ften, sagen aber nicht, wen Sie damit meinen. Ich hoffe nicht, Sie meinen irgendjemanden der letztgenannten. <\/p><p>Ich kann mich leider des Eindrucks schlicht nicht erwehren, dass auch bei Ihnen doch noch eine gewisse naive Hoffnung mitschwingt auf die Ehrlichkeit der Sozen, der Linken (ex-SED) im Hinblick auf Soziales und dasselbe hinsichtlich der &nbsp;Gr&uuml;nen im Hinblick auf Klima und anderes Ged&ouml;ns. N&uuml;chtern betrachtet sind die Linken die alten SED&rsquo;ler und die Gr&uuml;nen die alten Maoisten der 60er und fr&uuml;hen 70er Jahre und die Sozen ein neoliberal rundgelutschter Himbeerbonbon ohne sonstige Orientierung. Mit Demokratie haben alle nichts mehr am Hut. Heute sind sie zusammen mit der Kanzlerinnen-Union unter transatlantischer Flagge aggressiv kriegstreiberisch und neoliberal unterwegs und bewegen sich fernab von demokratischen Grunds&auml;tzen, wie sie unsere Verfassung vorschreibt. Ich verga&szlig; nat&uuml;rlich die Liberalen zu erw&auml;hnen. Sie geh&ouml;ren selbstverst&auml;ndlich auch dazu. Die ziemlich naiven und gutgl&auml;ubigen W&auml;hler der genannten Parteien sind von diesem Urteil nat&uuml;rlich ausgenommen. Sie sind eben nur bestenfalls naiv, oder schlimmstenfalls ideologisch gutgl&auml;ubig verbohrt.<\/p><p>Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass Sie in Ihrem obigen Artikel und auch den vorherigen zum &bdquo;Vorgang Th&uuml;ringen&ldquo; darauf hinweisen, dass es sich dabei keineswegs um einen Dammbruch, sondern um eine verfassungsm&auml;&szlig;ig und demokratisch nicht zu beanstandende Wahl gehandelt hat. Einer zwar ungeliebten, aber absolut demokratisch legitimierten Partei das Stimmrecht abzusprechen, ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Das ist der Skandal. Jeder sp&uuml;rt den wei&szlig;en Elefanten, der da im Raum steht. Aber leider waren nur sehr wenige Journalisten bereit, auf ihn hinzuweisen. Vielleicht habe sie ihn in ihrem Eifer noch nicht einmal wahrgenommen. Fast alle reden absurderweise von Weimarer Verh&auml;ltnissen (Ernst-August Winkler hat dankenswerterweise ja heute dazu Stellung genommen), anstatt auf die aktuell eklatanten Verfassungsbr&uuml;che der sog. Demokratieverteidiger bei diesem Vorgang hinzuweisen. &nbsp;<\/p><p>Die wirkliche Gefahr f&uuml;r unsere Demokratie geht doch nicht von einem Wirrkopf H&ouml;cke, sondern von einer zusammen mit ihren Sturmtruppen nach einem Erm&auml;chtigungsgesetz 2.0 verlangenden Kanzlerin aus. Das ist das Ungeheuerliche. Und es ist deshalb so perfide und ungeheuerlich, weil es so harmlos im Mantel (oder besser gesagt Hosenanzug) der Demokratiefreundin verkleidet daherkommt. Nichts anderes hat Hitler damals auch gemacht, ohne dass damals jemand der Agierenden vorhergesehen h&auml;tte, wohin die Reise gehen sollte und dann auch ging. Das ist die eigentliche historische Parallele. Es lohnt darauf hinzuweisen, dass Hitler noch nicht einmal mehrheitlich vom Volk gew&auml;hlt und&nbsp; keineswegs vom Volk erm&auml;chtigt wurde, sondern von dessen gew&auml;hlten sog. Vertretern. Wird der &bdquo;Vorgang Th&uuml;ringen&ldquo; etwa alsbald gar zum neuen Reichstagsbrand hochstilisiert und werden dann daraus vergleichbare alternativlose Konsequenzen konstruiert?<\/p><p>Unfassbar, man kann sich nur noch die Augen reiben. Ob der R&uuml;cktritt von AKK Anlass zu Hoffnung ist, bleibt abzuwarten. Falls die konservativen Kreise in der CDU weiterhin geschw&auml;cht, oder gar ausgegrenzt werden sollten, ganz bestimmt nicht. Allerdings sieht es genau danach aus. Dass diese Kreise nun gerade ihre Hoffnung auf Merz setzen, darf man getrost unter Ironie der Geschichte verbuchen. Und die vom Blutlecken elektrisierten Sozen, Gr&uuml;nen und Linken bieten mit ihren Forderungen nach &bdquo;S&auml;uberungen&ldquo; und weiterhin vermeintlich stramm linker Orientierung der Union wahrlich keinen Grund zu Hoffnung.<\/p><p>FJS hatte in manchem recht. Heute w&uuml;rde er wiederholen: &bdquo;Manche Sachen m&uuml;ssen zu Ende faulen, um eine Fehlentwicklung sichtbar zu machen. Es muss wesentlich tiefer sinken.&ldquo; So scheint es sich leider auch heute wieder zu bewahrheiten<\/p><p>Ihre Hoffnung auf &bdquo;progressive Kr&auml;fte&ldquo; bleibt mir ein v&ouml;lliges R&auml;tsel. H&auml;tten Sie stattdessen auf das Erstarken wertkonservativer Kr&auml;fte gehofft, w&auml;re ich ganz bei Ihnen gewesen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nR&uuml;diger B&ouml;ckle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren hoffnungsvollen Beitrag &ldquo;Die CDU im Vormerz &ndash; ein Grund zur Hoffnung&rdquo;.<\/p><p>Es tut gut, auch mal Hoffnungsvolles in diesen Tagen in den Medien zu lesen. Und ich teile diese Hoffnung. Allein, es fehlt mir das Vertrauen in unsere Leitmedien, die mir folgendes Bild von den derzeitigen Geschehnissen vermitteln.&nbsp;Ich glaube n&auml;mlich, dass sich die medial verbreiteten &Auml;u&szlig;erungen von CDU und FDP sich gar nicht an uns B&uuml;rger richten, sondern an die AFD.<\/p><p>Vorsicht: Der Text kann satirische Elemente enthalten.<\/p><p>&ldquo;Offener Brief an den F&uuml;hrer der AFD-Fraktion des Th&uuml;ringer Landtages:<\/p><p>Sehr geehrter Herr H&ouml;cke,<\/p><p>zun&auml;chst einmal m&ouml;chten wir von der FDP und von der CDU uns ganz herzlich bedanken, dass Sie und ihre Fraktion gem&auml;&szlig; Ihrer Ank&uuml;ndigung unseren b&uuml;rgerlichen Kandidaten Herrn Kemmerich zum Ministerpr&auml;sidenten gew&auml;hlt haben. Leider konnten wir aufgrund der Proteste linksversiffter B&uuml;rger (wir hoffen, dass Ihnen die Wortwahl zusagt) unseren Mann nicht lange auf dem Posten halten.<\/p><p>Aber nun die gute Nachricht: Es gibt noch eine M&ouml;glichkeit den linksradikalen SED-Vertreter Ramelow als Ministerpr&auml;sidenten zu verhindern!<\/p><p>Dazu m&ouml;chten wir Sie aufrichtig und unterw&uuml;rfigst bitten, bei der n&auml;chsten Ministerpr&auml;sidentenwahl den Ramelow mit den Stimmen Ihrer Fraktion zu w&auml;hlen. Wir m&ouml;chten sie also inst&auml;ndigst bitten, den Weg zu gehen, den Ihr kluger und von uns wertgesch&auml;tzter Parteivorsitzende Herr Gauland vorgezeichnet hat. Ihre W&auml;hler-Klientel wird das sicher verstehen, im Gegensatz zu unseren, zur Kritik neigenden W&auml;hlerbasis.<\/p><p>Dadurch m&uuml;sste der kommunistische Vertreter der &ldquo;Linken&rdquo;, Herr Ramelow, seine Wahl ablehnen, und der Weg w&auml;re frei f&uuml;r einen &ldquo;Experten&rdquo; als Ministerpr&auml;sidenten, der sicher auch Ihre Zustimmung erhalten wird. Denn er wird sicher keine Frau sein und er wird ganz sicher ein neoliberaler Wirtschafts- &ldquo;Fachmann&rdquo; ohne irgendeine Haltung sein oder gar R&uuml;ckgrat haben. Daf&uuml;r werden wir mit Hilfe der Medien schon sorgen. Diesen &ldquo;Experten&rdquo; sollten Sie und Ihre Fraktion dann nat&uuml;rlich NICHT mit w&auml;hlen!!! Weil dieser dann die Wahl ebenfalls ablehnen m&uuml;sste. Dadurch w&auml;ren sie aber wieder die einzige Oppositionspartei, was ihre W&auml;hlerklientel sicher goutieren, &auml;&auml;h geil finden w&uuml;rde.<\/p><p>Wir wissen, dass wir viel von Ihnen verlangen, aber was, lieber Herr H&ouml;cke, w&uuml;rden sie alles tun, um an die Macht zu kommen?<\/p><p>Denn hier ist die n&auml;chste gute Nachricht:<\/p><p>Sollten wir bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt oder gar bei den Wahlen in Hamburg, dank Ihres steigenden Erfolges mit der AFD (zu dem wir dann ja auch kr&auml;ftig mitgeholfen h&auml;tten) eine Mehrheit erzielen, versprechen wir Ihnen (und wir werden in diesem Fall ausnahmsweise unser Versprechen halten) einer KOALITION zu Ihren Konditionen zustimmen. Nat&uuml;rlich erst nach der Wahl, sonst funktioniert das nicht. Denn nach der Wahl k&ouml;nnen sich keine W&auml;hler mehr beschweren, denn: Das deutsche Volk h&auml;tte gew&auml;hlt und W&auml;hlerwille ist W&auml;hlerwille!!!<\/p><p>Ich hoffe, dass selbst Sie die Vorteile f&uuml;r uns alle erkennen und daher unserer Bitte nachkommen k&ouml;nnen. Vielen herzlichen Dank.<\/p><p>Hochachtungsvoll,<br>\nFDP-Parteivorsitzender Christian Lindner und<br>\n(kommender) CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz&rdquo;<\/p><p>Hoffen wir, dass die Mehrheit der W&auml;hler und W&auml;hlerinnen ein solches Vorgehen durchschauen wird.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nSebastian M&uuml;ller-Bech<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachfolgend finden sich einige Zuschriften zu dem Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58365\">Die CDU im Vormerz &ndash; ein Grund zur Hoffnung<\/a>. 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