{"id":5849,"date":"2010-06-10T09:12:48","date_gmt":"2010-06-10T07:12:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5849"},"modified":"2010-06-10T09:15:49","modified_gmt":"2010-06-10T07:15:49","slug":"hinweise-des-tages-1157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5849","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Zwei Kommentare der N&uuml;rnberger Nachrichten, Sparpaket, Sparpakete im europ&auml;ischen Ausland, Krugman zu europ&auml;ischen Sparma&szlig;nahmen, legale Steuervermeidung, Ausgebremste Klimasch&uuml;tzer, Weltwirtschaftsregierung?, Banken, Bankengipfel, &uuml;berh&ouml;hte Boni-Zahlungen als Mitverursacher der Krise, Unionsfraktion hegt Zweifel an Armutsrisikoquote, Schuften f&uuml;r drei Euro, Kreditkarteninformationen Firmen sagen Ehescheidungen voraus, Linkspartei zu Wulff und Gauck, Schramm for President. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/WL\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Zwei Kommentare der N&uuml;rnberger Nachrichten &ndash; Es tut sich was im Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Sparpaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Sparpakete im europ&auml;ischen Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Paul Krugmann: The Global Transmission of European Austerity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Lorenz Jarass: Die ganz legale Steuervermeidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Erneuerbare Energienquellen: Ausgebremste Klimasch&uuml;tzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Die G-20: Auf dem Weg zu einer &bdquo;Weltwirtschaftsregierung&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Banken: Zu treuen H&auml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Bankengipfel: Das Treffen der Krisengewinner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Sachverst&auml;ndige: Krise durch &uuml;berh&ouml;hte Boni-Zahlungen der Banken mitverursacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Unionsfraktion hegt Zweifel an Armutsrisikoquote im Rahmen von &ldquo;Europa 2020&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Panorama &ndash; Die Reporter- Schuften f&uuml;r drei Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Kreditkarteninformationen Firmen sagen Ehescheidungen voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Neuwahl des Bundespr&auml;sidenten: Zu den Kandidaten Wulff und Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Zu guter Letzt: Abschied von Georg Schramm &ndash; Schramm for President<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5849&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zwei Kommentare der N&uuml;rnberger Nachrichten &ndash; Es tut sich was im Land:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkels Mogelpackung: Das Sparpaket spaltet die Gesellschaft<\/strong><br>\nWenn sie sich nur nicht so ungeniert selbst loben w&uuml;rden: Ein &raquo;einmaliger Kraftakt&laquo; sei das Schn&uuml;ren ihres Sparpakets gewesen, klopfte sich Kanzlerin Merkel bei dessen Vorstellung auf die Schulter. Und FDP-Chef Westerwelle r&uuml;hmte die Arbeit in seinem unvergleichlichen Stil: &raquo;80 Milliarden Euro sparen Sie nicht mit der Nagelschere.&laquo;<br>\nAch was. Doch mehr als reichlich dreiste Spr&uuml;cheklopferei des stets zu forschen Vizekanzlers war das nicht. Leider nicht. Denn, das zeigt sich am Tag nach der Pr&auml;sentation des Etat-Plans immer deutlicher: Die Koalition liefert Flickwerk, Murks, eine Mogelpackung mit vielen Luftbuchungen. Sie wird nur dort ziemlich schmerzhaft konkret, wo es nicht gegen die eigenen W&auml;hler geht, sondern gegen die offenbar abgeschriebenen Schw&auml;cheren.<br>\nBelege? Merkel leierte am Montag die K&uuml;rzungspl&auml;ne herunter, als ginge es um die neue Abwasserverordnung: unpr&auml;zise, kaum verst&auml;ndlich. Und vor allem ohne eine Wort des Werbens um Verst&auml;ndnis f&uuml;r die H&auml;rten, die nur wenige treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=1238873&amp;kat=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Schwarz-gelber Betrug am W&auml;hler: Sozialer Kahlschlag statt &raquo;mehr Netto vom Brutto&laquo;<\/strong><br>\nDie amtierende Bundesregierung, das ist seit gestern offensichtlich, ist durch einen ausgemachten politischen Schwindel an die Macht gekommen. Statt, wie in den zentralen Aussagen Merkels und Westerwelles vor der Bundestagswahl 2009 versprochen, den B&uuml;rgern &raquo;mehr Netto vom Brutto&laquo; zu verschaffen, hat die schwarz-gelbe Koalition gerade das ganze Gegenteil beschlossen. Nach dem gr&ouml;&szlig;ten Kahlschlag-Programm der deutschen Nachkriegsgeschichte wird niemand mehr, das Gros der B&uuml;rger aber weniger Geld in der Tasche haben. Betrug am W&auml;hler darf und muss man das nennen. &hellip;.<br>\nKein Mitregierender in Berlin kann sich darauf hinausreden, man habe den finanziellen Schlamassel, der jetzt Einsparungen von sage und schreibe 80 Milliarden Euro n&ouml;tig macht, nicht voraussehen k&ouml;nnen. Man hat: Schon am Wahltag, auf dem H&ouml;hepunkt der Weltfinanzkrise, war bekannt und absehbar, dass der Bundeshaushalt in eine bedrohliche Schieflage geraten wird. Milliardenausgaben zur Rettung der Banken, drastisch sinkende Einnahmen des Staates und die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse, das pfiffen die Spatzen von den D&auml;chern, w&uuml;rden Steuersenkungen nach der Wahl keinesfalls zulassen, sondern Abgabenerh&ouml;hungen und harte Sparma&szlig;nahmen erfordern.<br>\nDie FDP Westerwelles hat das nicht daran gehindert, den W&auml;hlern abenteuerliche Entlastungen von 35 Milliarden vorzugaukeln. Merkels Union hat mit ihrem populistischen &raquo;Mehr Netto vom Brutto&laquo; nicht ganz so schamlos, aber doch kr&auml;ftig in die gleiche Kerbe geschlagen. Ein vors&auml;tzlicher Betrug also, der nicht justiziabel ist, aber vom W&auml;hler an der Urne bestraft werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=1238219&amp;kat=3&amp;man=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sparpaket<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>CDU-Wirtschaftsrat sieht mehr Sparpotenzial: Auch CDU-Wirtschaftsrat unzufrieden <\/strong><br>\n&ldquo;Das ist nicht das Ende der Fahnenstange&rdquo;<br>\nDer Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrates, Lauk, beklagt, dass im Sparpaket der Bundesregierung strukturelle Ver&auml;nderungen fehlen. Ihm schwebt eine Paketl&ouml;sung vor. Diese w&uuml;rde beinhalten, den halben Mehrwertsteuersatz weitgehend abzuschaffen, die kalte Progression zu bek&auml;mpfen und den Spitzensteuersatz anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sparpaket132.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung G.G.:<\/strong> eigentlich meinte ich, solche Spr&uuml;che demn&auml;chst nicht mehr allzu oft zu h&ouml;ren, Kurt J. Lauk legt aber dennoch die seit einiger Zeit nicht mehr oft gespielte Schallplatte von der Entlastung der Leistungstr&auml;ger auf &ndash; diesmal, weil sie die Binnennachfrage ankurbeln und nicht, weil sie ihr Geld in Arbeit investieren. tagesschau.de verpasst leider mal kritisch nachzufragen, was denn Leistungstr&auml;ger sind und wie viele der entlasteten Euros am Ende nicht in der Kasse eines Einzelhandelsgesch&auml;fts, sondern im Tresor einer Bank wiederfinden werden &ndash; und so der Binnenkonjunktur nix nutzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sparpaket der Bundesregierung &ldquo;Schw&auml;bische Unternehmerin gesucht&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit Peter Bofinger<br>\nNicht die schw&auml;bische Hausfrau, sondern die schw&auml;bische Unternehmerin sollte das Vorbild f&uuml;r die Bundesregierung bei ihren Sparpl&auml;nen sein, meint der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. &ldquo;Es wird zu wenig investiert&rdquo;, beklagt der Wissenschaftler im Gespr&auml;ch mit SWR.de. Beim Thema Subventionen sieht er kaum Spielraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/ratgeber\/geld\/sparpaket\/-\/id=1788\/nid=1788\/did=6482388\/8v1ocu\/index.html\">SWR.de<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Schwarz-Gelb spart so viel wie Schwarz-Rot<\/strong><br>\nF&uuml;r Bundeskanzlerin Angela Merkel ist es ein &ldquo;ziemlich einmaliger Kraftakt&rdquo;. Doch das Sparpaket von Schwarz-Gelb ist kaum gr&ouml;&szlig;er als das der Gro&szlig;en Koalition&hellip;Gemessen an den dauerhaften j&auml;hrlichen Einsparungen im Bundesetat, ist das schwarz-gelbe Sparpaket kaum gr&ouml;&szlig;er als jenes, das die Gro&szlig;e Koalition aus SPD und CDU Ende 2005 verabschiedete&hellip; Das gr&ouml;&szlig;te Sparpaket der Nachkriegszeit war jenes, das 1982 der neu gew&auml;hlte Kanzler Helmut Kohl (CDU) auf den Weg brachte, jedenfalls gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP).<br>\nIm Jahr 1999 wurde Hans Eichel (SPD) ber&uuml;hmt mit seinem 30-Milliarden-Mark-Sparprogramm f&uuml;r Bund, L&auml;nder und Gemeinden. Er schm&uuml;ckte seinen Schreibtisch fortan mit einer Sparschweine-Kollektion. Im Jahr 2000 senkte die rot-gr&uuml;ne Regierung von Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) dann die Steuern. 2001 platzte die Internetblase: Ausgerechnet im Wahljahr 2002 war das n&auml;chste Sparpaket f&auml;llig.<br>\nSein &ldquo;Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz&rdquo;, vorgelegt in den Koalitionsverhandlungen, trug ihm vom damaligen Bundeskanzler Schr&ouml;der den Satz ein: &ldquo;Lass mal gut sein, Hans!&rdquo; Sparen war fortan wieder out. Das nutzte der Regierung in den Folgejahren mit nur sehr geringem Wachstum allerdings nichts: Bis 2005 schwoll das Bundes-Defizit auf 60 Mrd. Euro an, und der schwarz-gelb dominierte Bundesrat verhinderte Sparbem&uuml;hungen bis zur vorgezogenen Neuwahl 2005.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spar-historie-schwarz-gelb-spart-so-viel-wie-schwarz-rot;2596590;0%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag ist ein Beleg f&uuml;r unsere These, dass makro&ouml;konomisch betrachtet Sparabsicht und Sparerfolg bei &ouml;ffentlichen Haushalten zwei paar Stiefel sind.<br>\nDie Wirkungszusammenh&auml;nge einer Volkswirtschaft sind andere als die in einem Familienhaushalt, bei der die schw&auml;bische Hausfrau die Finanzen verwaltet. Sparen des Staates in konjunkturell schlechten oder instabilen Zeiten macht den Sparerfolg zunichte, weil weniger Steuern oder z.B. Arbeitslosenbeitr&auml;ge eingenommen werden und dadurch wiederum mehr Zusch&uuml;sse an die Sozialsysteme n&ouml;tig werden. Wer als Finanzminister in einer Krisenlage mehr ausgibt und weniger zu sparen beabsichtigt, spart am Ende eher mehr und macht weniger Schulden. Diesen Zusammenhang hatte der &bdquo;eiserne Hans&ldquo;, also Finanzminister Eichel, nicht gesehen und trotz st&auml;ndiger Sparanstrengungen Jahr f&uuml;r Jahr mehr neue Schulden gemacht.<br>\nAuch in dem hier zitierten Handelsblatt-Artikel werden diese Zusammenh&auml;nge nicht gesehen, obwohl dort beschrieben wird, dass die Sparpakete der rot-gr&uuml;nen &bdquo;Regierung in den Folgejahren mit nur sehr geringem Wachstum nichts&ldquo; nutzte. So ist das eben, wenn man sich in den Abschwung spart, dann steht der Bundeshaushalt am Ende mit mehr Schulden da. Effektives Sparen gelingt eben am besten in Aufschwungphasen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gustav Horn: Ich f&uuml;rchte wir fahren an die Wand<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will sparen. Aber sie setzt mit ihrem Sparpaket den Rotstift vor allem bei den Arbeitslosen und Eltern an. Ist das gerecht? Gast im Studio ist der &Ouml;konom Prof. Gustav Horn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/mediathek\/html\/regional\/2010\/06\/09\/eins-zu-eins-sparpaket.xml\">WDR Mediathek<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Bankrott des Neoliberalismus<\/strong><br>\nGestern waren alle noch begeistert. Heute hat sich Wind schon gedreht. In dem &ouml;ffentlichen Chaos bez&uuml;glich des Sparpaketes der Bundesregierung dominieren zur Zeit zwei Richtungen. Die eine argumentiert wie Wolfgang Lieb von den <a href=\"\/?p=5826\">Nachdenkseiten<\/a>. Man kritisiert mit guten Gr&uuml;nden die soziale Schieflage, hat aber erkennbare Schwierigkeiten das tats&auml;chliche K&uuml;rzungsvolumen einzuordnen. Da wird dann auch schnell die Unterstellung formuliert, die Regierung wolle die ALG 2 Regels&auml;tze heruntersetzen. Nun kann man zwar Regierungen alles mit guten Gr&uuml;nden unterstellen, aber einen Beleg f&uuml;r diese These sollte Wolfgang Lieb trotzdem anbieten. Effektiv hat das K&uuml;rzungsvolumen ein Niveau von etwa 1 Mrd. &euro;, gro&szlig;z&uuml;gig gerechnet. Der Rest besteht weitgehend aus Luftbuchungen, Rangieren auf dem Verschiebebahnhof und Hoffnungswerten. Das politische Lager Liebs kritisiert Luftbuchungen vor allem bei den Einnahmeerwartungen, ob die diversen neuen Abgaben tats&auml;chlich kommen werden: Luftverkehrsabgabe, Brennelementesteuer oder Bankenabgabe. Nun sind die Zweifel berechtigt, keine Frage, aber der Regierung sollte man erst einmal guten Willen unterstellen. Dann w&uuml;rde n&auml;mlich deutlich, dass sie au&szlig;er guten Willen nichts mehr anzubieten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2010\/06\/08\/bankrott-des-neoliberalismus\/%20\">Weissgarnix<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vermutlich hat Frank L&uuml;bberding meinen <a href=\"\/?p=5826\">Beitrag<\/a> nicht gr&uuml;ndlich genug gelesen. Bei jeder &bdquo;Sparma&szlig;nahme&ldquo; habe ich das von der Regierung angegebene <a href=\"\/upload\/pdf\/20100609_eckpunkte_kabinett.pdf\">K&uuml;rzungsvolumen [PDF &ndash; 40KB]<\/a> genannt. Selbst nachrechnen konnte ich allerdings nicht. Ich habe an keiner Stelle unterstellt, die Regierung wolle die Alg II-Regels&auml;tze heruntersetzen, deshalb gibt es dazu auch keinen Beleg. Wohl habe ich darauf hingewiesen, dass die &Uuml;bergangsgelder f&uuml;r Hartz IV-Bezieher gestrichen werden, dass Leistungen zur Besch&auml;ftigungs-&ldquo;F&ouml;rderung&ldquo; gek&uuml;rzt werden sollen oder dass die Einsparungen bei Hartz-IV-Zahlungen aufgrund einem unterstellten R&uuml;ckgang der Zahl der Langzeitarbeitslosen ab 2014 (!) eine glatte Lufbuchung seien und dass &ndash; falls diese (optimistische) Annahme nicht eintrifft &ndash; bei einer Einsparung von drei Milliarden eine Senkung der Regels&auml;tze vorprogrammiert ist.<br>\nInteressant f&auml;nde ich eine Antwort darauf, welchem &bdquo;politischen Lager&ldquo; mich Frank L&uuml;bberding zuordnet. Ich habe versucht, das &bdquo;Sparpaket&ldquo; auf seine Wirkungen und die angebliche &bdquo;Beteiligung der Wirtschaft&ldquo; auf deren Realit&auml;tsgehalt zu analysieren. Nicht mehr und nicht weniger. Dazu muss man keinem politischen Lager angeh&ouml;ren, dazu muss man nur nachdenken.<br>\nIch widerspreche Frank L&uuml;bberding ausdr&uuml;cklich, dass man der schwarz-gelben Regierung &bdquo;erst einmal guten Willen unterstellen&ldquo; sollte. Der Willen, die Schw&auml;chsten weiter zu schr&ouml;pfen und die Bessergestellten zu schonen, ist offensichtlich. Und schon gar nicht ist der Willen vorhanden, die Absahner der Finanzkrise an deren Kosten zu beteiligen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sparpakete im europ&auml;ischen Ausland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Poorest families will miss out on free school meals under welfare cuts<\/strong><br>\nEine halbe Million der &auml;rmsten Familien werden wegen tiefer Einschnitte bei Sozialausgaben kein kostenloses Schulessen mehr bekommen. Schatzkanzler George Osborne machte gestern deutlich, dass einige Ministerien bis zu 20 Prozent ihres Budgets verlieren w&uuml;rden &hellip; Wie Osborne sagte, stelle die vor ihm liegende Aufgabe &ldquo;die gro&szlig;e nationale Herausforderung unserer Generation&rdquo; dar und dass es nach Jahren von Verschwendung, Schulden und Verantwortungslosigkeit Zeit sei, neu zu &uuml;berlegen, wie die Regierung ihr Geld ausgebe. &hellip; Osborne rekrutiert auch eine Gruppe externer Experten, die den Ministerien als unabh&auml;ngige Sachwalter dienen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.timesonline.co.uk\/tol\/news\/politics\/article7146447.ece\">Times Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.W.:<\/strong> So sparen die Engl&auml;nder im Sozialbereich. Nationales Pathos auf Kosten der &Auml;rmsten. Die Begr&uuml;ndung, die man im Artikel findet, hat man doch anderswo schon geh&ouml;rt, und externe Experten f&uuml;r die Ministerien soll es auch geben. Wo die wohl herkommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>D&auml;nemark: 40.000 demonstrieren gegen drastische Sparpl&auml;ne<\/strong><br>\nKopenhagen. Knapp 40.000 D&auml;nen haben am Dienstag in Kopenhagen gegen massive K&uuml;rzungen beim Arbeitslosen- und Kindergeld demonstriert. Zu dem Protest vor dem Parlamentsgeb&auml;ude hatten Gewerkschaften gemeinsam mit Parteien der sozialdemokratisch gef&uuml;hrten Opposition aufgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2733486_Daenemark-40.000-demonstrieren-gegen-drastische-Sparplaene.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Tausende demonstrieren gegen Sparkurs<\/strong><br>\nTausende Spanier haben am Dienstag im ganzen Land gegen den Sparkurs und die Lohnk&uuml;rzungen der sozialistischen Regierung demonstriert. In Madrid gingen nach Gewerkschaftsangaben trotz Regens rund 75.000 Menschen auf die Stra&szlig;e. Die Polizei gab die Zahl der Demonstranten mit lediglich 8000 an. Auch in anderen St&auml;dten des Landes gingen zahlreiche Menschen auf die Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2733485_Spanien-Tausende-demonstrieren-gegen-Sparkurs.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Paul Krugmann: The Global Transmission of European Austerity<\/strong><br>\nEinige Gedanken zur im Moment m&auml;chtigen fiskalischen Spamanie in Europa: Denkt jemand ernsthaft dar&uuml;ber nach, welchen Einfluss das auf den Rest der Welt, die USA eingeschlossen hat? &hellip; Fiskalische Kontraktion wirkt bei freien Wechselkursen tats&auml;chlich kontraktiv auf die Welt als Ganzes. &hellip; Leute, es wird h&auml;sslich. Und so m&uuml;ssen die USA dar&uuml;ber nachdenken, wie sie sich von europ&auml;ischen Masochismus isolieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2010\/06\/09\/the-global-transmission-of-european-austerity\/\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lorenz Jarass: Die ganz legale Steuervermeidung<\/strong><br>\nEin interessantes Gespr&auml;ch &uuml;ber absurde Regelungen des deutschen Steuersystems und &uuml;ber fehlende Steuergerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1064054\/Professor-Jarass-Absoluter-Skanda#\/beitrag\/video\/1064054\/Professor-Jarass-Absoluter-Skandal\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erneuerbare Energienquellen: Ausgebremste Klimasch&uuml;tzer<\/strong><br>\nIn der &Ouml;ko-W&auml;rme-Industrie herrscht frostige Stimmung. Der F&ouml;rderstopp von erneuerbaren Energien trifft die Zukunftsbranche hart. Der Markt scheint einzubrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2732878_oeko-Waerme-Industrie-Ausgebremste-Klimaschuetzer.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Ein klassisches Beispiel daf&uuml;r, wie die Ersparnisse des einen &ndash; in diesem Fall des Staats &ndash; die fehlenden Einnahmen des anderen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die G-20: Auf dem Weg zu einer &bdquo;Weltwirtschaftsregierung&ldquo;?<\/strong><br>\nObwohl die internationalen Handels- und Leistungsbilanzungleichgewichte zweifellos entscheidend zur tiefen Weltwirtschaftskrise 2009 beigetragen haben und nach wie vor sowohl f&uuml;r die Weltwirtschaft als auch die Koh&auml;renz der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion ein zentrales Problem sind (Dullien et al. 2009), wurde dieses Thema auf den bisherigen G-20-Treffen faktisch ausgeklammert.<br>\nAu&szlig;er einem vagen Bekenntnis in einem Zusatzprotokoll beim Treffen in Pittsburgh im September 2009, nicht haltbare globale Ungleichgewichte in Zukunft zu vermeiden, gab es zu diesem Themenbereich keinerlei Beschl&uuml;sse. Offensichtlich haben sich &Uuml;berschussl&auml;nder wie Deutschland oder China erfolgreich durchgesetzt, die globalen Ungleichgewichte von der Agenda der G-20- Treffen zu verbannen. (S. 27)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07285.pdf%20\">Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 2.3 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Banken: Zu treuen H&auml;nden<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist tief in die amerikanische Immobilienkrise verstrickt. Erst hat sie an den Schrottkrediten f&uuml;r Hausbesitzer verdient, jetzt sorgt sie daf&uuml;r, dass viele dieser H&auml;user zwangsversteigert werden. Der Image-Schaden f&uuml;r das Institut wird immer gr&ouml;&szlig;er.<br>\nDie Spur der Deutschen Bank zieht sich quer durch den gesamten amerikanischen Immobilienmarkt: In Chicago lie&szlig; die Deutsche Bank 2009 fast 600 gro&szlig;e Apartmenth&auml;user zwangsversteigern, mehr als jede andere Bank vor Ort. In Cleveland wurden den Beh&ouml;rden f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2006 fast 5000 von der Deutschen Bank zwangsversteigerte H&auml;user gemeldet. In zahlreichen US-St&auml;dten stapeln sich die Klagen von Hausbesitzern, die im Auftrag der Frankfurter Bank ihren Besitz verloren haben. Im Internet wird sie als &ldquo;Amerikas Zwangsversteigerungs-K&ouml;nig&rdquo; beschimpft.<br>\nDie amerikanischen Hausbesitzer geh&ouml;ren zu den Hauptleidtragenden der Finanzkrise, die mit dem Zusammenbruch des US-Immobilienmarkts begann. Jahrelang hatten die Banken Kredite an Hausk&auml;ufer vergeben, ohne sich darum zu k&uuml;mmern, ob die sich einen Kredit &uuml;berhaupt leisten konnten. Sie verpackten die Schulden in komplizierte Finanzprodukte und verdienten damit Milliarden. Bis die Blase platzte und der Staat die Banken retten musste.<br>\nDie Deutsche Bank hat immer so getan, als h&auml;tte sie mit dem Ganzen wenig zu tun. Sie selbst hat die Krise relativ unbeschadet und ohne Staatshilfe &uuml;berstanden. Ihre Experten erkannten fr&uuml;h, dass es so nicht weitergehen konnte. Die Bank stieg deshalb aus vielen Gesch&auml;ften rechtzeitig aus und musste am Ende nicht so hohe Abschreibungen wie andere Kreditinstitute verkraften.<br>\nDoch nun wird offenbar, wie tief das Institut in den US-Immobilienmarkt und auch in das Gesch&auml;ft mit Schrott-Hypotheken verstrickt ist. Die Bank hat m&ouml;glicherweise keine hohen Verluste zu bef&uuml;rchten. Aber der Image-Schaden wird immer gr&ouml;&szlig;er.<br>\nAckermann denkt offenbar auch nicht daran, einen kleinen Teil der Gewinne abzugeben, die die Bank mit den Immobiliengesch&auml;ften gemacht hat. Denn die Deutsche Bank war nicht nur der Treuh&auml;nder, der scheinbar zuf&auml;llig im Auftrag anderer Investoren unz&auml;hlige Immobilien verwaltet. Die Bank spielte in den wilden Jahren 2005 bis 2007 eine zentrale Rolle in dem profitablen Boom mit hochriskanten Immobilienfinanzierungen, die geradezu fahrl&auml;ssig unter das Volk gebracht wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-699083,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bankengipfel: Das Treffen der Krisengewinner<\/strong><br>\nFinanzgr&ouml;&szlig;en aus aller Welt kommen heute auf Einladung von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nach Wien. Im Mittelpunkt des Treffens steht der Kampf gegen strengere Bankenregeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/boerse\/571998\/index.do?from=home.wirtschaft.international.sc.p1\">Die Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sachverst&auml;ndige: Krise durch &uuml;berh&ouml;hte Boni-Zahlungen der Banken mitverursacht<\/strong><br>\n&Uuml;berh&ouml;hte Bonus-Zahlungen im Bankenbereich sind eine der Ursachen der Finanzkrise, darin war sich die Mehrheit der Experten in einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Finanzausschusses am Mittwoch einig. &rdquo;Die Vermutung, das Entstehen der Finanzkrise ist durch fehlgeleitete Verg&uuml;tungssysteme beg&uuml;nstigt worden, ist mittlerweile auch durch erste wissenschaftliche Untersuchungen belegt&ldquo;, sagte Professor Christoph Kaserer (Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen) in der Anh&ouml;rung zu dem von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurf &uuml;ber die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Verg&uuml;tungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen (17\/1291, 17\/1457).<br>\nZiel des Gesetzentwurfes ist die Begrenzung der Boni-Zahlungen f&uuml;r Banker und Manager von Versicherungen. Details sollen in zwei noch zu erlassenden Rechtsverordnungen des Bundesfinanzministeriums geregelt werden. In der Anh&ouml;rung ging es ebenfalls um einen Antrag der Linksfraktion (17\/452), die eine Steuer auf die Boni in der Finanzbranche verlangt, und um einen Antrag der SPD-Fraktion (17\/526), die die steuerliche Abzugsm&ouml;glichkeit &uuml;berh&ouml;hter Boni-Zahlungen einschr&auml;nken will.<br>\nKaserer sagte weiter, Verg&uuml;tungssysteme mit einer asymmetrischen Chancen-\/Risikoverteilung (Hohe Boni bei Erfolg, bei Misserfolg keine Nachteile) h&auml;tten zu einer &rdquo;exzessiven Risikobereitschaft bei Banken und anderen Finanzdienstleistern&ldquo; gef&uuml;hrt. Andererseits wies Kaserer aber darauf hin, dass es auch variable Verg&uuml;tungssysteme mit positiver Wirkung gebe: &rdquo;Umgekehrt kann man zeigen, dass der Einkommensanteil aus variablen Verg&uuml;tungssystemen, die an die Aktienkursentwicklung gekoppelt sind, wodurch negative Kursentwicklungen auf das Verm&ouml;gen des Managers durchschlagen, mit h&ouml;heren Kernkapitalquoten einhergingen.&ldquo; Ulrich Thielemann vom Institut f&uuml;r Wirtschaftsethik der Universit&auml;t St. Gallen erkl&auml;rte, ohne die Boni-Systeme h&auml;tten Bankenmitarbeiter keinen Anlass gehabt, riskante Kettenverbriefungen vorzunehmen. Eine Begrenzung der variablen Verg&uuml;tung ist laut Thielemann besser als eine nachtr&auml;gliche Besteuerung. Auch eine Finanzaktivit&auml;tssteuer, die Boni und Banken-Gewinne erfassen w&uuml;rde, sei keine Alternative.<br>\nProfessor Udo Reifner vom Institut f&uuml;r Finanzdienstleistungen bem&auml;ngelte der Entwurf beschr&auml;nke sich &rdquo;auf die Selbstbesch&auml;digung von Finanzinstituten durch &uuml;berh&ouml;hte langfristige Risiko&uuml;bernahme f&uuml;r kurzfristige Gewinnziele&ldquo;. Zu dem in der Krise aber bedeutenderen Anleger- und Verbraucherschutz werde nicht beigetragen. So m&uuml;ssten Banker f&uuml;r Verbraucher sch&auml;dliche Transaktionen durchf&uuml;hrten, weil die Verg&uuml;tungssysteme dies verlangen w&uuml;rden. Auch werde nichts dagegen getan, dass Bankmitarbeiter Bonuspunkte bekommen w&uuml;rden, &rdquo;wenn sie Kunden betr&uuml;gen&ldquo;. Durch den Gesetzentwurf w&uuml;rden Eingriffsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Beh&ouml;rden geschaffen, ohne dass gesagt w&uuml;rde, was sie tun sollten. Aber ausgerechnet beim Verbraucherschutz habe sich die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in der Vergangenheit nicht besonders hervorgetan.<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaft Verdi begr&uuml;&szlig;ten den Gesetzentwurf grunds&auml;tzlich. Das unverantwortliche Renditerennen werde durch fragw&uuml;rdige Anreiz- und Verg&uuml;tungssysteme befl&uuml;gelt, erkl&auml;rte der DGB. Beide Gewerkschaften forderten jedoch eine genauere Eingrenzung des Entwurfs, damit nicht in variable Gehaltsbestandteile, die durch Tarifvertr&auml;ge geregelt seien, eingegriffen werde. Das w&auml;re &rdquo;Tarifzensur&ldquo;, warnte der DGB. Nach Angaben von Verdi ist das Schadenspotenzial durch in Tarifvertr&auml;gen geregelte Sonderzahlungen minimal. Es gehe dabei oft nur um ein paar tausend Euro Sonderzahlungen. Diese Summen st&uuml;nden in keinem Verh&auml;ltnis zu den Verg&uuml;tungen f&uuml;r ein Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Auch Professor Peter Hanau (Universit&auml;t K&ouml;ln) warnte vor einer &rdquo;intensiven Tarifzensur&ldquo;, wenn Tarifvertr&auml;ge in das Gesetz einbezogen werden w&uuml;rden.<br>\nDer Zentrale Kreditausschuss &auml;u&szlig;erte Bedenken, ob in bestehende Vertr&auml;ge von Bankern eingegriffen werden k&ouml;nne. Nach Ansicht der BaFin kann in bestehende Vertr&auml;ge dann eingegriffen werden, wenn die Boni noch nicht ausgezahlt worden sind. Das sei eine &rdquo;unechte R&uuml;ckwirkung&ldquo;. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft wies darauf hin, im Bereich der Versicherungen habe es keine Probleme mit Verg&uuml;tungssystemen gegeben. Das sei auch Ausfluss bereits seit langem existierender Regelungen. Man f&uuml;hle sich jetzt &rdquo;zu Unrecht reguliert&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_06\/2010_187\/01.html%20\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Unionsfraktion hegt Zweifel an Armutsrisikoquote im Rahmen von &ldquo;Europa 2020&rdquo;<\/strong><br>\nDie Unionsfraktion hegt Zweifel daran, dass das Ziel der Senkung der Armutsrisikoquote, wie sie im Rahmen der zuk&uuml;nftigen EU-Strategie &rdquo;Europa 2020&ldquo; festgelegt werden soll, in der geplanten Form sinnvoll ist. Es best&uuml;nden Bedenken, obwohl man das grunds&auml;tzliche Ziel der Armutsbek&auml;mpfung unterst&uuml;tze, hie&szlig; es in einer &ouml;ffentlichen Sitzung der Europaausschusses am Mittwochnachmittag aus Reihen der CDU-CSU-Fraktion.<br>\nZuvor hatte die Bundesregierung berichtet, dass die europ&auml;ischen Arbeits- und Sozialminister sich bei ihrer Sitzung am vergangenen Montag auf neue Indikatoren bei der Armutsbek&auml;mpfung geeinigt h&auml;tten. Demnach soll die Zahl der Menschen, die in der Europ&auml;ischen Union von Armut gef&auml;hrdet sind, bis zum Jahr 2020 um 20 Millionen gesenkt werden. Strittig war lange Zeit die Frage, wie Armut definiert werden solle.<br>\nBei der Sitzung h&auml;tten sich die Minister auf drei Indikatoren geeinigt, berichtete die Bundesregierung: Dazu geh&ouml;rt erstens die &rdquo;Armutsgef&auml;hrdung&ldquo;, definiert als Einkommen, das unter 60 Prozent der Medianeinkommens liegt; zweitens fehlende materielle Versorgung und drittens der Anteil von Personen, die in einem Haushalt ohne Erwerbseinkommen leben. Die EU-Mitgliedstaaten k&ouml;nnten sich selber aussuchen, auf welchen Indikator sie im Rahmen der nationalen Armutsbek&auml;mpfung Bezug nehmen, sagte die Bundesregierung.<br>\nDie Unionsfraktion &auml;u&szlig;erte Bedenken, ob man unter diesen Umst&auml;nden die Armutsbek&auml;mpfung in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten vergleichen k&ouml;nne. Die vorgesehenen Indikatoren k&ouml;nnten nicht alle Entwicklungen erfassen, sagte ein Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion.<br>\nDie SPD-Fraktion zeigte sich entt&auml;uscht, dass die EU-Mitgliedstaaten angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise keinen &rdquo;engagierteren Ansatz&ldquo; bei der Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosigkeit verfolgten. Die Strategie &rdquo;Europa 2020&ldquo; sei in ihrer bislang geplanten Form &rdquo;business as usual&ldquo;, beklagten die Sozialdemokraten.<br>\nDie FDP wies dagegen darauf hin, dass bei der Umsetzung der Ziele von &rdquo;Europa 2020&ldquo; das Subsidiarit&auml;tsprinzip und insbesondere in Deutschland auch das f&ouml;derale Prinzip beachtet werden m&uuml;sste. Der Vorschlag der EU-Kommission f&uuml;r &rdquo;Europa 2020&ldquo; sieht unter anderem eine Hochschulabschlussquote von 40 Prozent vor.<br>\nF&uuml;r die Aussetzung von &rdquo;Europa 2020&ldquo; pl&auml;dierte die Fraktion Die Linke. Das Scheitern der Vorg&auml;nger-Strategie &rdquo;Lissabon&ldquo; sei nicht hinreichend analysiert worden. Nicht die Umsetzung der Lissabon-Strategie sei verkehrt gewesen, sondern deren Ziele, sagte die Linksfraktion.<br>\nDie Gr&uuml;nen forderten die Regierung auf, auch &rdquo;ambitionierte Klimaziele&ldquo; als Zielsetzung von &rdquo;Europa 2020&ldquo; zu verabschieden. Die Folgekosten des Klimawandels w&uuml;rden sonst zu weiterer &Uuml;berschuldung f&uuml;hren<br>\nDer Europaausschuss verabschiedete einen Antrag der Koalitionsfraktion zu &rdquo;Europa 2020&ldquo; (17\/1758) , die Antr&auml;ge von SPD (17\/882) und Gr&uuml;nen (17\/898) wurden abgelehnt. Alle Antr&auml;ge sollen am Donnerstagnachmittag im Bundestag debattiert werden. Die auf zehn Jahre angelegte Strategie &rdquo;Europa 2020&ldquo; soll in Nachfolge der Lissabon-Strategie beim EU-Gipfel am 17.\/18. Juni beschlossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_06\/2010_188\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Panorama &ndash; Die Reporter- Schuften f&uuml;r drei Euro<\/strong><br>\nEin Bericht von Panorama &uuml;ber den Niedriglohnsektor &ndash; sehenswert!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/panorama_die_reporter\/panorama470.html\">NDR Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kreditkarteninformationen Firmen sagen Ehescheidungen voraus<\/strong><br>\nAufgrund von Kreditkartenrechnungen prognostizieren Datenexperten das Privatleben der Kunden. Das Aussp&auml;hen und die Schlussfolgerungen solcher Datenspuren sind ein Riesengesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/firmen-sagen-ehescheidungen-voraus\/1854194.html;jsessionid=FE2C8C4B6E5DB2AA8387A5C9690819BA\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Neuwahl des Bundespr&auml;sidenten: Zu den Kandidaten Wulff und Gauck<\/strong><br>\nEine Stellungnahme der Linkspartei zu den beiden Kandidaten.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/100610_linke_zu_den_kandidaten_gauck_und_wulff.pdf\">Die Linke [PDF &ndash; 20KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Abschied von Georg Schramm &ndash; Schramm for President<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SlY6Gg5Riek&amp;feature=player_embedded#!%20\">YouTube<\/a>\n<p>Die ganze Sendung:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1063472\/Neues-aus-der-Anstalt---Folge-36#\/beitrag\/video\/1063472\/Neues-aus-der-Anstalt---Folge-36%20\">ZDF<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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