{"id":58641,"date":"2020-02-20T08:37:17","date_gmt":"2020-02-20T07:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641"},"modified":"2020-02-20T08:37:17","modified_gmt":"2020-02-20T07:37:17","slug":"hinweise-des-tages-3555","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h01\">F&uuml;r Assange heisst f&uuml;r uns alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h02\">Armes reiches Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h03\">Der Schattenfinanzindex 2020 &ndash; Deutschland verbessert sich auf dem Papier deutlich, aber noch unklar in der Umsetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h04\">Die Brexit-Zwischenbilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h05\">Der Kampf geht weiter, in Frankreich, gegen die neoliberale Rentenreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h06\">Idlib: Erdogan droht mit milit&auml;rischer Aktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h07\">9 Jahre Verheerung: Was 2011 wirklich geschah<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h08\">Pushing the Philippines-U.S. Alliance Over the Cliff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h09\">USA: Hunderttausende verlieren Anspruch auf &laquo;Essensmarken&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h10\">Kulturjournalist &uuml;ber Tesla: &bdquo;Elektromobilit&auml;t ist nicht umweltfreundlich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h11\">Smarte Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h12\">Grenzen der Popularit&auml;t &ndash; warum Donald Trump die Wahl verlieren k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h13\">Extremisten in Uniform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h14\">Rechtsextremismus: Potsdamer Experte warnt vor Rechtsterrorismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h15\">Weil der Mensch ein Mensch ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58641#h16\">OLG Hamburg: Deanonymisierung von Autoren politischer Beitr&auml;ge zul&auml;ssig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>F&uuml;r Assange heisst f&uuml;r uns alle<\/strong><br>\nDer Anblick hat fast etwas Biblisches: Ordnungskr&auml;fte zerren einen Mann mit schlohweissem Bart aus einem Geb&auml;ude, stossen ihn draussen in ein wartendes Auto. Er hebt mahnend den Zeigefinger, ruft der versammelten Presse etwas zu, das im allgemeinen Get&ouml;se allerdings untergeht. Der Mann, der sich in den Armen der Beamten windet, heisst Julian Assange. Die Aufnahmen zeigen seine Verhaftung im April 2019.<br>\nSelbstgerecht und erratisch, unsympathisch und narzisstisch: Die negativen Zuschreibungen f&uuml;r den Wikileaks-Gr&uuml;nder sind vielf&auml;ltig. Auch jene, die ihn gut kennen, beschreiben ihn als schwierige Figur, w&auml;hrend andere ihn als Propheten verehren. Zus&auml;tzlich schwer wiegen die Vorw&uuml;rfe wegen sexueller N&ouml;tigung aus Schweden, auch wenn das Verfahren nach jahrelanger Aufrechterhaltung inzwischen eingestellt wurde.<br>\nDoch f&uuml;r das Drama, in dem es um so vieles geht &ndash; von Spionagevorw&uuml;rfen und dem Feldzug gegen unliebsame Medien &uuml;ber Geheimdienst&uuml;berwachung bis zu Fragen von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten &ndash; und an dessen Ende wom&ouml;glich 175 Jahre Haft stehen, sind Assanges polarisierender Charakter wie auch seine Verfehlungen unerheblich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2008\/menschenrechte\/fuer-assange-heisst-fuer-uns-alle\">WOZ<\/a>\n<p><strong>dazu: &laquo;In einem normalen Verfahren h&auml;tte Assange gute Karten&raquo;<\/strong><br>\nMarcel Rosenbach hat bei den Recherchen zu Kriegsverbrechen im Nahen Osten mit Julian Assange zusammengearbeitet. Der &laquo;Spiegel&raquo;-Journalist erkl&auml;rt, warum die Anklage gegen den Wikileaks- Gr&uuml;nder eine Gefahr f&uuml;r die Pressefreiheit ist und wie die Plattform den Journalismus ver&auml;ndert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2008\/julian-assange\/in-einem-normalen-verfahren-haette-assange-gute-karten\">WOZ<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: End torture and medical neglect of Julian Assange<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/lancet\/article\/PIIS0140-6736(20)30383-4\/fulltext?rss=yes\">The Lancet<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.D.:<\/strong> Ein in einem der beiden renommiertesten wissenschaftlichen Medizin-Journale ver&ouml;ffentlichter Appell.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Vor Auslieferungsverfahren Assange beschuldigt Trump<\/strong><br>\nDer 48 Jahre alte Assange verbrachte sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London, um einer Auslieferung nach Schweden zu entgehen, wo ihm Vergewaltigung vorgeworfen worden war. Im April 2019 musste er die Botschaft verlassen und wurde sogleich von der britischen Polizei verhaftet, weil er 2012 mit der Flucht in die Botschaft Kautionsauflagen missachtet hatte. Die Vorw&uuml;rfe aus Schweden wurden mittlerweile wegen Verj&auml;hrung fallengelassen, aber Assange k&ouml;nnte stattdessen in die USA ausgeliefert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/assange-usa-trump-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Vorw&uuml;rfe aus Schweden wurden nicht wegen Verj&auml;hrung fallen gelassen, sondern weil sie frei erfunden waren. So f&auml;lscht die Tagesschau. Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58160\">Ein Dokument, das belegt: Der &bdquo;Westen&ldquo; ist eine kriminelle Vereinigung. Wir sind wahrlich nicht die Guten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Armes reiches Deutschland<\/strong><br>\nMindestens jeder siebte Rentner gilt als armutsgef&auml;hrdet, rund eine halbe Million erh&auml;lt schon heute Grundsicherung. Wer nicht von seiner Rente leben kann, sucht einen Nebenjob. Doch die Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r &Auml;ltere sind rar ges&auml;t, viele Jobs gehen auf die Knochen.<br>\nOb in Berlin, M&uuml;nchen oder im Ruhrgebiet, Altersarmut trifft fast immer die gleichen: Verk&auml;uferinnen, Putzkr&auml;fte, Handwerker, Selbstst&auml;ndige. Die Arbeitsvertr&auml;ge sind kurz, der Verdienst ist gering &ndash; f&uuml;r die Rente kommt dadurch nur wenig zusammen.<br>\nFrauen sind besonders h&auml;ufig von Altersarmut betroffen. So wie Marion Z. aus Berlin. Nach Abzug aller Kosten lebt die 69-J&auml;hrige von 4,50 Euro am Tag. Ihr einziger Luxus: eine Monatskarte f&uuml;r den Bus und eine Tageszeitung. Verzweifelt sucht sie einen Minijob. Um ihre Chancen zu erh&ouml;hen, verschweigt sie ihre Schwerbehinderung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdf-reportage\/armes-reiches-deutschland-102.html%20\">ZDFinfo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Dokumentation stammt bereits aus dem Jahre 2017 man darf aber davon ausgehen, dass sich an den geschilderten Zust&auml;nden bis heute nichts ge&auml;ndert hat und sich die Situation in den kommenden Jahren, trotz Grundrente, eher noch verschlimmern d&uuml;rfte. Betrachtet man die gezeigten Lebensl&auml;ufe darf es nicht sein, dass jemand, der 45 Jahre gearbeitet, 45 Jahre Steuern und Sozialabgaben gezahlt hat, nach dem Abzug der Miete und anderer laufender Kosten noch 135 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung stehen. Hier sollte man dann die CDU in den Fokus nehmen, die durch ihre best&auml;ndige Quertreiberei bei der Grundrente, die, wenn &uuml;berhaupt, bez&uuml;glich der drohenden Ausbreitung der Altersarmut, nur ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein ist, und der best&auml;ndigen Forderung nach der Rente mit 70 aus ihren Reihen auff&auml;llt. Dies zeigt, die CDU ist und bleibt eine durch und durch neoliberale Partei. Deswegen sollte man jede Illusion &uuml;ber eine durch Merkel angeblich &bdquo;sozialdemokratisierte&ldquo; CDU endlich ad acta legen. Interessanterweise bietet sich mit den Ambitionen Friedrich Merz&lsquo;, einem lupenreinen Neoliberalen und Interessenvertreter der Finanzindustrie, auf die Kanzlerkandidatur f&uuml;r alle Parteien in Deutschland die Gelegenheit sich bez&uuml;glich der wirtschaftspolitischen Ausrichtung der CDU klar zu positionieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Union verschlechtert die sogenannte &bdquo;Grundrente&ldquo; zur &bdquo;Grundsicherung Plus&ldquo;<\/strong><br>\nAus dem wichtigsten sozialpolitischen Projekt der Gro&szlig;en Koalition ist ein b&uuml;rokratisches und stumpfes Schwert im Kampf gegen Armutsrenten geworden, das nicht mal seinen Namen verdient&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur Verabschiedung der sogenannten &bdquo;Grundrente&ldquo;. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Die Verantwortung f&uuml;r die K&uuml;rzungen und die einj&auml;hrige H&auml;ngepartie tr&auml;gt allein die Union. Von dem Ziel, Menschen, die jahrzehntelang zu miesen L&ouml;hnen geschuftet haben, wenigstens im Alter vor einem Gang zum Sozialamt zu sch&uuml;tzen, ist kaum mehr etwas &uuml;brig geblieben. Statt einer sogenannten &sbquo;Grundrente&lsquo; haben wir jetzt eine &sbquo;Grundsicherung plus&lsquo; auf dem Tisch liegen.<br>\nVon diesem Rentenzuschlag werden zuk&uuml;nftig nicht &ndash; wie im Mai 2019 angek&uuml;ndigt &ndash; drei Millionen Menschen profitieren, sondern nur noch 1,3 Millionen. Obwohl fast 20 Prozent aller Rentnerhaushalte als arm gelten, werden nur f&uuml;nf Prozent von der sogenannten &lsquo;Grundrente&rsquo; profitieren.<br>\nAlle Berechtigten mit mehr als 33 Jahren im Niedriglohnsektor werden sich einer j&auml;hrlichen Einkommens- und Verm&ouml;genspr&uuml;fung durch das Finanzamt unterziehen m&uuml;ssen. Jeder noch so geringe Zuschlag wird dann nochmal um 12,5 Prozent gek&uuml;rzt werden. Von einem Zuschlag von 300 Euro brutto bleiben nur 233 Euro netto &uuml;brig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/union-verschlechtert-die-sogenannte-grundrente-zur-grundsicherung-plus\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Schattenfinanzindex 2020 &ndash; Deutschland verbessert sich auf dem Papier deutlich, aber noch unklar in der Umsetzung<\/strong><br>\nDer Schattenfinanzindex misst Geheimhaltungpraxen im Verh&auml;ltnis zu den Marktanteilen eines Landes. F&uuml;r Deutschland gab es zuletzt vor allem wegen der Umsetzung von EU-Richtlinien einige Verbesserungen. Hier die wichtigsten Reformen und fortbestehende Baustellen im &Uuml;berblick.<br>\nAm 18. Februar ver&ouml;ffentlichen das Tax Justice Network und das Netzwerk Steuergerechtigkeit zum sechsten Mal den Schattenfinanzindex mit dem Ranking der sch&auml;dlichsten Zentren der globalen Geheimhaltungs- und Steuervermeidungsindustrie. Weltweit und in Deutschland gab es Fortschritte, aber das Ende von Geheimhaltung und illegalen Geldfl&uuml;ssen ist in weiter Ferne. In den Worten von Alex Cobham (Tax Justice Network): &bdquo;Schattenfinanz &ouml;ffnet Drogenkartellen den Zugang zum Banksystem, macht Steuerhinterziehung zum Kinderspiel und Menschenhandel profitabel.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/publikationen-2\/fsi2020\/%20\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Brexit-Zwischenbilanz<\/strong><br>\nDeutsche Wirtschaftskreise dringen energisch auf den erfolgreichen Abschluss eines Handels- und Partnerschaftsabkommens mit Gro&szlig;britannien. Schon jetzt verzeichnen deutsche Unternehmen j&auml;hrliche Milliardeneinbu&szlig;en, weil die EU noch keine Regelung f&uuml;r die Post-Brexit-Wirtschaftsbeziehungen mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich getroffen hat. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) beziffert die Einbu&szlig;en beim deutschen Wachstum seit dem Referendum im Juni 2016 auf 0,8 Prozentpunkte. Wird bis Jahresende keine Einigung auf ein Abkommen erzielt, dann rechnet das DIW mit Wachstumsverlusten von rund 0,6 Prozentpunkten allein im Jahr 2021. Aktuelle Sch&auml;tzungen sehen das diesj&auml;hrige Gesamtwachstum bei 0,7 Prozent. Dessen ungeachtet pokert Br&uuml;ssel hoch und verlangt von London eine umfassende vertragliche Anpassung an die Normen und Standards der EU &ndash; einen Schritt, den Gro&szlig;britanniens Regierung, durch den Austritt unabh&auml;ngig geworden, strikt zur&uuml;ckweist. Die Zugewinne der deutschen Finanzbranche durch den Brexit fallen weitaus schw&auml;cher aus als erhofft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8193\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Kampf geht weiter, in Frankreich, gegen die neoliberale Rentenreform<\/strong><br>\nUnter dem Deckmantel der geplanten &bdquo;Universalrente&ldquo; nach Rentenpunkten betreibt Macron den Abbau der bestehenden Sozialsysteme.<br>\nDoch der Widerstand gegen diese Rentenpl&auml;ne ist jetzt im Februar 2020, nach 2 1\/2 Monaten, immer noch ungebrochen. Gewerkschaften und Gelbwesten haben eine Mobilisierung und eine politisierte gesellschaftliche Debatte erreicht, wie sie bei uns in Deutschland derzeit unvorstellbar ist. Unsere Mainstream-Medien berichten dar&uuml;ber nahezu nichts.<br>\nWir wollen diesem Informationsdefizit, welches f&uuml;r uns als Engagierte in der deutschen Rentenpolitik besonders &auml;rgerlich ist, wenigstens im Kleinen etwas entgegensetzen. Wir ver&ouml;ffentlichen einen Vortrag, der die Fronten und die Zust&auml;nde in Frankreich erhellt. Er wurde am 2. Februar 2020 auf einer Solidarit&auml;tsveranstaltung in Hamburg gehalten:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/der-kampf-geht-weiter-in-frankreich-gegen-die-neoliberale-rentenreform\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Idlib: Erdogan droht mit milit&auml;rischer Aktion<\/strong><br>\nAls der t&uuml;rkische Pr&auml;sident zuletzt warnte: &ldquo;Wir k&ouml;nnten pl&ouml;tzlich eines Nachts kommen&rdquo;, folgte kurz darauf die Invasion t&uuml;rkischer Truppen im Nordosten Syriens. Die Warnung ist also schon ernst zu nehmen.<br>\nErdogan wiederholte sie heute bei seiner Rede vor der AKP-Fraktion. Wie schon bei vorherigen Operationen gelte auch f&uuml;r Idlib, dass &ldquo;wir pl&ouml;tzlich eines Nachts kommen k&ouml;nnen&rdquo;. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Wollen wir hoffen, dass das schlimmste Szenario nicht Wirklichkeit wird&rdquo;, so die Reaktion des Sprechers des russischen Pr&auml;sidenten, Dmitri Peskow. &ldquo;Wenn dies eine Operation gegen die legitime Regierung Syriens und der syrischen Streitkr&auml;fte ist, dann wird es definitiv das schlimmste Szenario sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Idlib-Erdogan-droht-mit-militaerischer-Aktion-4664295.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>9 Jahre Verheerung: Was 2011 wirklich geschah<\/strong><br>\nIn Bengasi kam es am 15. Februar 2011 zu ersten Anti-Gaddafi-Protesten von wenigen hundert Personen. Es erfolgte ein von im Ausland lebenden Libyern initiierter Aufruf zum &sbquo;Tag des Zorns&lsquo; am 17. Februar 2011. Ihm folgten in einigen St&auml;dten mehrere Tausende Demonstranten. Bereits f&uuml;nf Jahre vorher war es in Bengasi am 17. Februar bei Protesten gegen die Mohammed-Karikaturen zu Gewaltt&auml;tigkeiten gekommen, als von Islamisten das italienische Konsulat in Brand gesteckt wurde. Bei den damaligen Unruhen waren zehn Personen ums Leben gekommen. Es war also klar, aus welcher Richtung auch 2011 die Proteste kamen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/gela\/9-jahre-verheerung-was-2011-wirklich-geschah\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pushing the Philippines-U.S. Alliance Over the Cliff<\/strong><br>\nThe termination of the 1998 Philippines-U.S. Visiting Forces Agreement (VFA) initiated by the Duterte administration will mark a historic disruption of American power projection in the Asia-Pacific, and deal a serious blow to the United Nations Convention on the Law of the Sea&ndash;based maritime order in Southeast Asia. U.S. President Donald Trump shrugged off the termination, and it is not likely that the alliance will survive this episode of mutual disdain. (&hellip;)<br>\nThe disruption takes place at a time when China has been stepping up its coercive activities and imposing itself on the South China Sea and its littoral states. China has been pressuring the smaller countries to accept the primacy of Chinese economic interests and pre-emptive resource claims, and is cajoling them to sign on to China-centric and exclusive partnerships in all manner of maritime activities. Last year, China thrust hard against the economic exclusion zone and continental shelf activities of Vietnam, Malaysia, and Indonesia, after cowing and co-opting the Philippines into simply accepting Chinese fishing activities, and holding off on petroleum exploration in the West Philippine Sea.<br>\nThe end of the Philippines-U.S. alliance will create a hole in the U.S. security umbrella that China is posed to fill. Diminished U.S. presence will undoubtedly embolden further adventurism beyond the so-called &ldquo;grey zone&rdquo;. With economic exploitation of the South China Sea already in full swing, China&rsquo;s maritime military expansion will consolidate its hold over the first island chain, the weakest link of which is the Philippines. Without a strong and continuing U.S. presence, the archipelago is the ideal security buffer to shield China against external maritime threats.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.realcleardefense.com\/articles\/2020\/02\/18\/pushing_the_philippines-us_alliance_over_the_cliff_115050.html\">RealClear Defence<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dieses r&uuml;stungsnahe Portal wertet die Aufk&uuml;ndigung des Truppenstationierungsabkommen mit den USA durch die Philippinen also als historische St&ouml;rung f&uuml;r die US-Machtposition im asiatisch-pazifischen Raum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA: Hunderttausende verlieren Anspruch auf &laquo;Essensmarken&raquo;<\/strong><br>\nDie Trump-Regierung k&uuml;rzt die Lebensmittelhilfe. Sie schadet damit nicht nur den &Auml;rmsten, sondern auch der eigenen Wirtschaft.<br>\nIm April werden die Kriterien der US-Nahrungsmittelhilfe, dem &laquo;Supplemental Nutrition Assistance Program&raquo; (SNAP), versch&auml;rft. Hunderttausende werden damit in den n&auml;chsten Monaten eine wichtige &Uuml;berlebenshilfe verlieren und keine &laquo;Essensmarken&raquo; mehr bekommen.<br>\nWeitere vom US-Landwirtschaftsministerium (USDA) vorgesehene K&uuml;rzungen k&ouml;nnten zwei bis vier Millionen Menschen von der Lebensmittelhilfe abschneiden. Treffen wird dieser Kahlschlag vor allem Arme, die von keinem anderen Sozialprogramm unterst&uuml;tzt werden, sowie Minderheiten, aber auch die Wirtschaft in l&auml;ndlichen Gegenden sowie urbane Zentren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Gesellschaft\/USA-Hunderttausende-verlieren-Anspruch-auf-Essensmarken\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu auch: &lsquo;Barbaric&rsquo;: 8 Million Americans Have Been Forced to Start Crowdfunding Campaigns to Cover Medical Costs, Survey Shows<\/strong><br>\n&ldquo;No one should have to beg for money to get the healthcare they need in the richest country on Earth.&rdquo;<br>\nAn estimated eight million people in the U.S. have started a crowdfunding campaign to help pay for their own or a member of their household&rsquo;s healthcare costs, according to a survey released Wednesday.<br>\nThe poll, which was conducted by the National Opinion Research Center (NORC) at the University of Chicago, also found that in addition to the millions who have launched crowdfunding efforts for themselves or a member of their household, at least 12 million more Americans have started crowdfunding efforts for someone else.<br>\nFifty million Americans have donated to such fundraising efforts, the survey showed.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.commondreams.org\/news\/2020\/02\/19\/barbaric-8-million-americans-have-been-forced-start-crowdfunding-campaigns-cover\">Common Dreams<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kulturjournalist &uuml;ber Tesla: &bdquo;Elektromobilit&auml;t ist nicht umweltfreundlich&ldquo;<\/strong><br>\nIm Streit um Rodungen f&uuml;r die geplante Tesla-Fabrik in Brandenburg sieht der Journalist Tobi M&uuml;ller grundlegende Probleme: Weder der von Umweltgruppen geforderte Waldschutz, noch das US-Unternehmen h&auml;tten viel mit Umweltschutz zu tun.<br>\nNach einem Gerichtsentscheid vom Wochenende herrscht vorl&auml;ufiger Rodungsstopp auf rund 90 Hektar im brandenburgischen Gr&uuml;nheide. Das Waldst&uuml;ck soll dem geplanten Tesla-Werk weichen, das ab 2021 j&auml;hrlich bis zu 500.000 Elektroautos produzieren soll. Gegen die Abholzung hatte die Gr&uuml;ne Liga geklagt, vor allem, weil die Abholzungen vor Ende des Verfahrens zur Baugenehmigung erfolgten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kulturjournalist-ueber-tesla-elektromobilitaet-ist-nicht.2950.de.html?dram:article_id=470641\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Mega-Giga-Factory-Panik<\/strong><br>\nUmweltsch&uuml;tzer verz&ouml;gern den Bau der Tesla-Fabrik in Brandenburg. Gut so, denn Rechtssicherheit ist wichtiger, als einen Investor happy zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tesla-Werk-in-Brandenburg\/!5661474\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ich will nicht sagen, dass die taz hier grunds&auml;tzlich unrecht hat. F&uuml;r einen Elon Musk gelten die Gesetze und rechtsstaatlichen Verfahren genauso wie f&uuml;r jeden anderen B&uuml;rger und ob die teuren E-Autos von Tesla der Schl&uuml;ssel zu mehr Klimaschutz sind darf auch bezweifelt werden. Allerdings spricht aus diesem Kommentar wieder die moralische Arroganz des linksliberalen Juste Milieus, dass seine Br&ouml;tchen offenbar auf andere Weise verdient, als durch Lohnarbeit in der Industrie und dem es ziemlich schnuppe ist, was mit den Menschen geschieht, die durch Energiewende ihren Arbeitsplatz verlieren werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Smarte Zensur<\/strong><br>\nBei jeder Gelegenheit h&auml;lt Facebook ein Loblied auf Transparenz und Meinungsfreiheit. Wie ernst es dem Netzwerk damit ist, zeigt sich, wenn es selbst zum Nachrichteninhalt wird.<br>\nFacebook ist f&uuml;r viele Menschen das Tor zur Welt da drau&szlig;en. Laut einer Erhebung von Pew Research bezieht mittlerweile mehr als jeder zweite erwachsene US-B&uuml;rger (52 Prozent) Nachrichten auf Facebook. Vor dem Hintergrund der j&uuml;ngsten Datenskandale und Fake-News-Schwemme mag dieses Vertrauen &uuml;berraschen. Doch in den USA, wo seit 2004 20 Prozent der Zeitungen schlie&szlig;en mussten und viele B&uuml;rger keine Lokalzeitung mehr haben, st&ouml;&szlig;t Facebook in ein Vakuum. Der Konzern hat einen 300 Millionen Dollar schweren Fonds zur Journalismusf&ouml;rderung aufgelegt, mit dem er lokaljournalistische Projekte finanziert. Facebookchef Mark Zuckerberg hat schon vor Jahren das Ziel ausgegeben, &raquo;die perfekte personalisierte Zeitung f&uuml;r jede Person auf der Welt zu schaffen&laquo;. Dass sich Facebook als Retter des Journalismus geriert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, schlie&szlig;lich hat der Konzern mit der Absch&ouml;pfung des Werbemarkts das Zeitungssterben selbst befeuert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/kolumne\/smarte-zensur-facebooks-fragwuerdiger-umgang-mit-kritik-an-zuckerberg\/1706894\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Grenzen der Popularit&auml;t &ndash; warum Donald Trump die Wahl verlieren k&ouml;nnte<\/strong><br>\nSo wie vor vier Jahren alle an die Nichtwahl Trumps glaubten, halten heute alle seine Wiederwahl f&uuml;r sicher. Doch die Demokraten sind mobilisiert, sie profitieren vom demografischen Wandel und schwimmen im Geld. Jetzt brauchen sie nur noch den richtigen Kandidaten. [&hellip;]<br>\nNur auf linkspopulistische Positionen zu setzen wie Bernie Sanders, um die eigene Basis zur Stimmabgabe zu motivieren, reicht nicht. Zwei Wahlforscher der Universit&auml;t Stanford haben in einer Studie zu Repr&auml;sentantenhauswahlen zwischen 2006 und 2014 festgestellt, dass radikale Kandidaten die Wahlbeteiligung beim politischen Gegner st&auml;rker erh&ouml;hen als bei den eigenen Anh&auml;ngern. 2016 gewann Trump nicht zuletzt deshalb, weil er die W&auml;hler davon &uuml;berzeugte, Clinton sei ideologisch viel extremer als er. Sanders k&ouml;nnte der skrupellose Pr&auml;sident leicht als sozialistischen Revolution&auml;r brandmarken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/usa-warum-donald-trump-die-wahl-verlieren-koennte-ld.1538180\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weshalb &ldquo;brauchen sie [die Demokraten] nur noch den richtigen Kandidaten&rdquo;? Sie haben den richtigen Kandidaten eigentlich bereits: Bernie Sanders. Aber hier wird wieder die soziale Herkunft der &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; zur mentalen Schranke. Offenbar nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz. Aufgrund der Herkunft der &uuml;berwiegenden Mehrheit der Journalisten, der f&uuml;hrenden Printmedien &ndash; die NZZ ist quasi die FAZ der Schweiz &ndash; aus der oberen Mittelschicht, scheint es diesen einfach nicht m&ouml;glich einmal die Perspektive der Menschen einzunehmen, die nicht &uuml;ber ein h&ouml;heres f&uuml;nf- oder gar ein sechsstelliges Jahresgehalt verf&uuml;gen. Nur aus dieser Perspektive kann man allen Ernstes den Multimilliard&auml;r Michael Bloomberg als einen Kandidaten &ldquo;der politischen Mitte&rdquo; charakterisieren. So ist es dann auch nicht m&ouml;glich Bernie Sanders als den richtigen Gegenkandidaten zu Trump zu sehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zur Problematik der sozialen Herkunft im Journalismus siehe auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58535\">Journalismus: &Uuml;ber sozial beschnittene Medien<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Extremisten in Uniform<\/strong><br>\nKeine Instanz genie&szlig;t in der deutschen Bev&ouml;lkerung gr&ouml;&szlig;eres Vertrauen als die Polizei. Allerdings h&auml;ufen sich die rechtsextremen Vorf&auml;lle in den Reihen der Ordnungsh&uuml;ter. Wenn darauf &uuml;berhaupt Bestrafungen folgen, fallen sie oftmals sehr milde aus. Eine Zusammenstellung.<br>\nMorddrohungen, Waffenfunde, Sympathien f&uuml;r die &ldquo;Reichsb&uuml;rger&rdquo;-Bewegungen, antisemitische und rassistische Chatgruppen liefern zahlreiche Belege f&uuml;r rechtsextreme Haltungen und Handlungen bei Polizisten. Fakt ist, dass sich im Jahr 2019 rechtsextreme F&auml;lle in deutschen Polizeibeh&ouml;rden h&auml;uften. In mehreren Bundesl&auml;ndern werden Disziplinarverfahren gegen Extremisten im Staatsdienst gef&uuml;hrt. Im Juni 2019 warnte der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bundespolizist J&ouml;rg Radek, bei vielen Polizisten sei &ldquo;etwas in Schieflage geraten, was sich in Sympathien f&uuml;r das rechtsnationale Parteienspektrum ausdr&uuml;ckt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/464\/extremisten-in-uniform-6522.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rechtsextremismus: Potsdamer Experte warnt vor Rechtsterrorismus<\/strong><br>\nTr&uuml;gt der Eindruck, dass gegenw&auml;rtig rechtes Gedankengut und fremdenfeindliche Anschauungen verst&auml;rkt in den &ouml;ffentlichen Diskurs einsickern?<br>\nDie Grenzen der Sagbarkeit sind bewusst verschoben worden &ndash; nicht nur von der AfD, sondern auch von b&uuml;rgerlichen Medien. Auch von den Feuilletons der Leitmedien. Sie sind bewusst verschoben worden, weil man bestimmte Dinge wieder sagbar machen will. Aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden, zum Teil ehrenwert zum Teil nicht.<br>\nZum Beispiel?<br>\nNehmen Sie die Diskussion in der &bdquo;Zeit&ldquo;, ob man mit Rechten reden muss. Die Frage dabei ist, wie weit man dabei geht, welche Stimmen man dabei akzeptiert, welche nicht. In solchen Debatten ist dann zu h&ouml;ren, ob man denn immer die Belange kleiner Minderheiten beachten m&uuml;sse, ob man etwa Unisex-Toiletten &uuml;berhaupt brauche, der normale Deutsche denke doch da ganz anders. Oder schauen Sie sich an, was in Talkshows heute unwidersprochen m&ouml;glich ist, oder in der Lokalpresse unhinterfragt und unkritische erscheint. Hier sind Standards eingerissen worden. Nehmen sie beispielsweise die Frage, ob man die Herkunft von Straft&auml;tern im Polizeibericht auch nennen soll, wenn es daf&uuml;r keinen sachlichen Grund gibt. Die Brandenburger Polizei benennt das nun ganz offensiv immer. Das halte ich f&uuml;r ein gef&auml;hrliches Spiel mit dem Feuer. Viele sozialwissenschaftliche Studien, etwa aus dem angels&auml;chsischen Raum, zeigen eindeutig die langfristig sch&auml;dliche Wirkung: Vorurteile werden stabilisiert oder gar erzeugt, das f&uuml;hrt zu Diskriminierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pnn.de\/wissenschaft\/rechtsextremismus-potsdamer-experte-warnt-vor-rechtsterrorismus-\/25559508.html\">PNN<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Weil der Mensch ein Mensch ist<\/strong><br>\nVerrohung nimmt zu, Zusammenhalt schwindet &ndash; als Folge einer verrohten Politik? So sehr es Machteliten zu bem&auml;nteln suchen: Ziele und Methoden der global vorherrschenden Politik f&ouml;rdern eine desolate gesellschaftliche Stimmung. Das neoliberale Dogma zerst&ouml;rt das soziale Zusammenleben. (&hellip;) Der neoliberale Umbau hat es geschafft, die Daseinsvorsorge und die Grundlagen eines sozialen Rechtsstaates zu zerst&ouml;ren. Gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung der Bundesrepublik Deutschland wollen diese &raquo;Reformen&laquo; nicht: In einer Umfrage des Forum New Economy vom Oktober 2019 beklagen 80 Prozent die Privatisierung &ouml;ffentlicher Leistungen. Schwindenden sozialen Zusammenhalt durch die Ungleichheit kritisieren gar 87 Prozent. Stattdessen wollen 87 Prozent mehr staatliche Investitionen f&uuml;r Klimaschutz, Schulen, Universit&auml;ten und Bahn. Gegen die Gerechtigkeitsforderungen der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt aber die Machtelite ihre bew&auml;hrte ideologische Waffe ins Feld: Die Reichen haben ihren Besitz und die damit verbundene Macht verdient &ndash; die Armen haben versagt. Zu Recht empfinden die Menschen diese Haltung als Verh&ouml;hnung, als Verachtung und Abwertung; zur materiellen Benachteiligung kommt die seelische Verletzung. Die Lebensl&uuml;ge der Profiteure glauben allenfalls sie selber; ihr Klassend&uuml;nkel zersetzt die Basis friedlichen Zusammenlebens.<br>\nDer Krieg um die K&ouml;pfe wird mit &raquo;Narrativen&laquo; gef&uuml;hrt, also emotionalen Erz&auml;hlungen, die auf das Unterbewusste zielen: Wirkung statt Wahrheit, Manipulation statt Information. (&hellip;) So wird eine Fake Reality erzeugt, in der Verpflichtung zu Wahrhaftigkeit nach Ma&szlig;gabe der Eliten-Interessen gepflegt wird. Die Manipulation dringt durch den technischen Fortschritt in alle Lebensbereiche, um Gedanken, Gef&uuml;hle und Entscheidungen zu beeinflussen. (&hellip;) Viele Menschen verlieren die Orientierung. Die Konfusion ist beabsichtigt: Menschen lassen sich so besser lenken. Durch die Allgegenwart von Manipulation wird die Grundlage verl&auml;sslicher Kommunikation zerst&ouml;rt, Wahrheit wird beliebig. Die Folge: seelische Destabilisierung und Realit&auml;tsverlust.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/3-2020&amp;textfile=5039\">Ossietzky 3\/2020<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>OLG Hamburg: Deanonymisierung von Autoren politischer Beitr&auml;ge zul&auml;ssig<\/strong><br>\nEin gewisser &bdquo;Feliks&ldquo; hatte am Landgericht Hamburg zun&auml;chst eine einstweilige Verf&uuml;gung erstritten, die es den Mandanten verbot, Feliks echten Namen zu verraten. Feliks geh&ouml;rt zu den ca. 300 Wikipedia-Autoren, die in kontroversen Beitr&auml;gen im Ergebnis die Macht haben, diese zu kontrollieren &mdash; dieses, obwohl er h&auml;ufig extrem subjektiv editiert und Interessenkonflikte nicht offenlegt. So kontrollierte er eine betr&auml;chtliche Anzahl an Wikipedia-Biographien von Politikern der Linkspartei sowie politische Lemmata, obwohl er selbst Mitglied der Linken ist, sogar mal im Vorstand der bayrischen PDS sa&szlig;. Wer immer Feliks&lsquo; (extreme) Meinung zum Nahost-Konflikt nicht, musste damit rechnen, gebrandmarkt und ver&auml;chtlich gemacht zu werden.<br>\nDas Landgericht Hamburg hatte vor einem Jahr die einstweilige Verf&uuml;gung unter anderem in diesem Punkt wieder einkassiert, denn wenn jemand andere ausgiebig anprangert und sehr, sehr einseitig und irref&uuml;hrend dar- und blo&szlig;stellt, der m&uuml;sse sich halt auch die eigene Medizin schmecken lassen. Der Serienrufm&ouml;rder ging in Berufung.<br>\nDas Oberlandesgericht Hamburg lie&szlig; in der Berufungsverhandlung erkennen, dass es an dieser Bewertung nicht nur festh&auml;lt, sondern die H&uuml;rden f&uuml;r eine De-Anonymisierung sogar deutlich geringer legt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kanzleikompa.de\/2020\/02\/18\/olg-hamburg-deanonymisierung-von-autoren-politischer-beitraege-zulaessig\/?fbclid=IwAR1wIbsEMduU02FJFUffSM8D9gSkqgSeYcX4NhmvkpWfK8e7exD2WrbWbzg\">Kanzlei Kompa<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-58641","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58641"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58644,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58641\/revisions\/58644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}