{"id":5866,"date":"2010-06-11T09:11:17","date_gmt":"2010-06-11T07:11:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5866"},"modified":"2010-06-11T16:01:44","modified_gmt":"2010-06-11T14:01:44","slug":"hinweise-des-tages-1158","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5866","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nach dem &bdquo;Sparpaket&ldquo; kommen Steuererh&ouml;hungen; Frankreich gegen Deutschland; Europa hat ein Wachstumsproblem; Steuerzahler gegen Banker; Angelegtes Verm&ouml;gen stieg weltweit um zw&ouml;lf Prozent; Merkel: Keine Bundeshilfen f&uuml;r Opel; Emmely muss wieder eingestellt werden; V&auml;ter oder M&uuml;tter verdienen im Schnitt 1.669 Euro; Staat zahlt im Schnitt 699 Euro Elterngeld; Kr&auml;ftiger Ausgabenanstieg bei Spezialmedikamenten; &Ouml;lfieber; Luc Jochimsen; FDP st&uuml;rzt ab; Bildungsgipfel: vertagen, verschleppen, vertr&ouml;sten; Bildungschancen von Migranten; Rankings waren Quatsch; S&uuml;dafrika; Welche Kommentare d&uuml;rfen bei Focus erscheinen? (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Nach dem &bdquo;Sparpaket&ldquo; kommen Steuererh&ouml;hungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Frankreich gegen Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Europa hat ein Wachstumsproblem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Joseph Stiglitz &ndash; Steuerzahler gegen Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Angelegtes Verm&ouml;gen stieg weltweit um zw&ouml;lf Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Immer mehr Firmen gehen pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Merkel: Keine Bundeshilfen f&uuml;r Opel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&bdquo;Fall Emmely&ldquo; &ndash; Fristlose K&uuml;ndigung &ndash; unrechtm&auml;&szlig;iges Einl&ouml;sen aufgefundener Leergutbons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">V&auml;ter oder M&uuml;tter verdienen im Schnitt 1.669 Euro im Monat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Staat zahlt im Schnitt 699 Euro Elterngeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Kr&auml;ftiger Ausgabenanstieg bei Spezialmedikamenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">&Ouml;lfieber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Leerverkauf der Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Luc Jochimsen: &bdquo;Eine Politik, die den Schwachen helfen will&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">FDP st&uuml;rzt in den Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Bilderberg-Treffen in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Bildungsgipfel-Dreikampf: Vertagen, verschleppen, vertr&ouml;sten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Regierung will BAf&ouml;G weiterentwickeln &ndash; L&auml;nder melden Finanzierungsvorbehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Bildungschancen von Migrantinnen und Migranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Sorry, unsere Uni-Rankings waren Quatsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Gr&uuml;ne wollen Kooperationsverbot zwischen Bund und L&auml;ndern in der Bildung aufheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">SPD fordert Anhebung des Spitzensteuersatzes zur Bildungsfinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">S&uuml;dafrika: Jacob Zuma: Weder Wissen noch Macht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=5866&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach dem &bdquo;Sparpaket&ldquo; kommen Steuererh&ouml;hungen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel will nach der Pr&auml;sidentenwahl abkassieren<\/strong><br>\nDie Kanzlerin spielt mit der FDP ein gef&auml;hrliches Spiel: Bis zur Wahl von Christian Wulff zum Pr&auml;sidenten darf es keine Steuererh&ouml;hungen geben. Dann aber soll kr&auml;ftig abkassiert werden. In Finanzministerium und Unionsfraktion laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.<br>\nBis zum Tag der Bundespr&auml;sidentenwahl hei&szlig;t es nun, Stillschweigen zu bewahren. Der Wortbruch, den die Unionsspitze plant, ist der wohl am besten vorhersehbare Wortbruch der j&uuml;ngeren Parteiengeschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/geheime-steuerplaene-merkel-will-nach-der-praesidentenwahl-abkassieren;2598229%20\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Sollen Gutverdiener st&auml;rker bluten?<\/strong><br>\nNicht nur Merkels Regierung pr&auml;sentiert Sparvorschl&auml;ge &ndash; Auch Institute, Wirtschaftsverb&auml;nde und die Opposition wetteifern um die beste Giftliste. Handelsblatt Online zeigt die Positionen und beurteilt die Vorschl&auml;ge. Auff&auml;llig dabei: Fast alle wollen die Gutverdiener st&auml;rker zur Kasse bitten.<br>\nDer BDI macht eigene Vorschl&auml;ge: Er fordert Korrekturen im Steuersystem und spricht sich daf&uuml;r aus, die umstrittene Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes f&uuml;r das Hotelgewerbe zur&uuml;ckzunehmen.<br>\nDer Spitzenverband warnt vor dem Versuch, sich aus der Krise &bdquo;herauszusparen&ldquo;. Nachhaltige Haushaltskonsolidierung ist aus Sicht des BDI nur mit zus&auml;tzlichem Wirtschaftswachstum zu erreichen. Um Investitionen zu erleichtern und damit Wachstum zu generieren, m&uuml;ssten im Steuerrecht &uuml;berf&auml;llige Strukturreformen umgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/sparvorschlaege-sollen-gutverdiener-staerker-bluten;2598268;0%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Meinung des Arbeitgeberverbandes, dass man sich nicht aus der Krise &bdquo;heraussparen&ldquo; kann. In ihrer Unternehmerlogik, denken sie nat&uuml;rlich nur an Steuererleichterungen f&uuml;r Investitionen, d.h. an Unternehmenssteuersenkungen, wie gehabt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Umfrage: Sparen statt Steuererh&ouml;hungen<\/strong><br>\nDie B&uuml;rger haben klare Vorstellungen vom Sparkurs: Fast drei Viertel (73 Prozent) sprachen sich in einer Umfrage daf&uuml;r aus, dass der Staat seine Ausgaben k&uuml;rzen sollte, statt Finanzl&uuml;cken mit h&ouml;heren Einnahmen wie Steuererh&ouml;hungen zu stopfen.<br>\nZugleich sehe die Bev&ouml;lkerung gravierende M&auml;ngel bei der sozialen Gerechtigkeit in Deutschland, hei&szlig;t es in der am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung.<br>\n70 Prozent der Befragten halten die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse in Deutschland f&uuml;r kaum oder gar nicht gerecht. 60 Prozent monieren, dass die Bundesrepublik den Menschen sehr unterschiedliche Chancen biete. 59 Prozent sind der Meinung, dass es kaum oder keine Generationengerechtigkeit gebe. Die Befragten, die auf h&ouml;here Staatseinnahmen setzen, bef&uuml;rworten vor allem die Anhebung des Spitzensteuersatzes oder die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensabgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news-nt\/2010\/6\/10\/iptc-bdt-20100610-327-25108264xml%20\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass eine Umfrage des CDU-nahen Allensbach-Instituts und dann noch im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zum Ergebnis &bdquo;Sparen statt Steuererh&ouml;hungen&ldquo; kommt, ist nicht verwunderlich. Aber es ist wohl nicht zu bestreiten, dass eine Mehrheit der Deutschen daf&uuml;r ist, dass der Staat sparen muss und soll. Dass ist nicht erstaunlich angesichts der Horrorpropaganda die t&auml;glich stattfindet. Es ist auch verst&auml;ndlich, dass die Mehrheit denkt, dass Sparen des Staates wie bei einem privaten Haushalt funktioniert.<br>\nDass die Wirkungszusammenh&auml;nge einer Volkswirtschaft andere sind als die in einem Familienhaushalt, bei der die schw&auml;bische Hausfrau die Finanzen verwaltet, wird ja auch kaum irgendwo erl&auml;utert.<br>\nEin Leser hat uns auf ein Bild verwiesen, das Oskar Lafontaine zur Erkl&auml;rung dieses Sachverhalts gebraucht hat:<br>\nEin Gastwirt beklagt sich &uuml;ber weniger Umsatz und immer weniger G&auml;ste. Seine Finanzen sind nicht in Ordnung, er muss sparen. Das meint er zumindest. Er beschlie&szlig;t also als erstes, dass er seine Tische weniger dekorieren wird, Kerzen und Tischdecken kosten nur unn&ouml;tig Geld. Die Folge ist weniger Gem&uuml;tlichkeit, weshalb noch weniger G&auml;ste kommen und der Umsatz weiter einbricht.<br>\nWeil er immer weniger Geld zur Verf&uuml;gung hat, beschlie&szlig;t er die Heizung herunter zu regeln. Das bringt sicher eine gro&szlig;e j&auml;hrliche Ersparnis (Grotesk: passt ja zur aktuell geplanten Streichung des Heizkostenzuschusses, vermutlich will Merkel damit die Pulloverindustrie f&ouml;rdern). Die Folge ist leider, dass den letzten treuen Stammg&auml;sten zu kalt wird. Sie bleiben lieber daheim, weshalb der Wirt mittlerweile fast gar keine Ums&auml;tze mehr macht.<br>\nNun ist es soweit, dass der Wirt seinen Koch und seine Servicekraft entlassen muss. In der Folge bleibt auch noch die seltene Laufkundschaft aus, denn schlie&szlig;lich kann er keine warmen Gerichte mehr anbieten. Das Ende vom Lied ist, dass der Wirt sein Gasthaus zu sperren muss. Er hat sich zu Tode gespart.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich gegen Deutschland <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krieg der Ideologien <\/strong><br>\nFranz&ouml;sische Eliten verstehen es jedoch ganz hervorragend, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch in Zusammenh&auml;ngen zu denken. Anders als in Deutschland z&uuml;chtet man in franz&ouml;sischen Eliteuniversit&auml;ten seinen eigenen Verwaltungsnachwuchs. Hierzulande zieht es die Eliten stattdessen in die Wirtschaft und daher wird bereits bei der Ausbildung Wert darauf gelegt, Eigeninteressen ohne die Betrachtung des gr&ouml;&szlig;eren Zusammenhangs zu verfolgen und einen reglementierenden Staat als potentiellen Feind anzusehen. W&auml;hrend das franz&ouml;sische Denken &ldquo;volkswirtschaftlich&rdquo; ist, bestimmen in Deutschland &ldquo;betriebswirtschaftliche&rdquo; Gesichtspunkte den politischen Konsens. Dies ufert im Extremfall im volkswirtschaftlichen Idealbild der &ldquo;schw&auml;bischen Hausfrau&rdquo; aus &ndash; eine Absurdit&auml;t, die nicht nur franz&ouml;sische Volkswirte bestenfalls den Kopf sch&uuml;tteln l&auml;sst.<br>\nW&auml;hrend ganz Europa zur Sturmprophylaxe rief, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32540\/1.html\">wollte<\/a> Angela Merkel den nahenden Orkan jedoch aus wahltaktischen Gr&uuml;nden aussitzen. Die Tatenlosigkeit von &ldquo;Madame Non&rdquo; forcierte die Krise jedoch ungemein. Pl&ouml;tzlich musste Europa klotzen und nicht nur kleckern und auf einmal wurde offenbar, dass Merkel die Krise instrumentalisieren will, um die Eurozone &ldquo;einzudeutschen&rdquo;. Der Deutschlandkorrespondent der Lib&eacute;ration <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc%7EEB9CA700C00DB4EC087505CB899302012%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\">schrieb<\/a>, &ldquo;Merkel tr&auml;um(e) von einem Heiligen Germanischen Euroreich&rdquo;. Anstatt die Krise durch &ldquo;Deficit-Spending&rdquo; abzumildern, will Deutschland ganz Europa dazu zwingen, die Konjunktur durch Sparma&szlig;nahmen abzuw&uuml;rgen und geht dabei selbst mit &ldquo;gutem&rdquo; Beispiel voran.<br>\nDieser fortgesetzte Zweckmasochismus kommt allerdings in Europa erwartungsgem&auml;&szlig; nicht gut an. Schnell konnte Merkels ideologischer Gegenspieler Sarkozy Verb&uuml;ndete gegen Deutschland sammeln. Mit Spanien, Italien und Portugal im R&uuml;cken forderte er die deutsche Kanzlerin am 7. Mai in Br&uuml;ssel bei den Verhandlungen &uuml;ber das &ldquo;Euro-Stabilit&auml;tspaket&rdquo; offen heraus. Bereits das Vorgespr&auml;ch unter vier Augen artete in ein Schreiduell aus und bei den eigentlichen Verhandlungen schlug Sarkozy nicht nur mit der Faust auf den Tisch, sondern drohte &ndash; spanischen Presseberichten zufolge &ndash; sogar mit dem Austritt Frankreichs aus der Eurozone. Deutschland stand pl&ouml;tzlich allein und musste den Franzosen in vielen Punkten entgegenkommen. Das verabschiedete Paket und vor allem die sanfte Neuaufstellung der EZB tr&auml;gt eine deutliche franz&ouml;sische Handschrift.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/2848\/frankreich-gegen-deutschland-krieg-der-ideologien%20\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel erh&auml;lt Sch&uuml;tzenhilfe von Sarkozy<\/strong><br>\nIn einem Brief an EU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso vom Mittwoch regen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy ausdr&uuml;cklich ein EU-weites Verbot ungedeckter Leerverk&auml;ufe auf alle oder bestimmte Aktien und Staatsanleihen an. Auch ungedeckte Kreditausfallversicherungen auf Staatsanleihen sollen europaweit verboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/deutschland_und_paris_nun_gemeinsam_fuer_ein_verbot_von_leerverkaeufen_1.6005268.html\">NZZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie erfreulich, dass Deutschland und Frankreich wieder einmal zueinander gefunden haben. Leider ist diese Zusammenarbeit in Deutschland seit der Regierung Schr&ouml;der sehr vernachl&auml;ssigt worden bzw. sehr ungeschickt betrieben worden. Europa ist durch seine permanente Erweiterung zwar durch sehr disparate Interessen gepr&auml;gt, aber Deutschland und Frankreich k&ouml;nnten immer noch die Lokomotive f&uuml;r manches europ&auml;ische Projekt sein. H&auml;ufig wird &uuml;bersehen, dass Frankreich gemeinsam mit Deutschland hinter den USA und vor Japan und China die zweitst&auml;rkste globale Wirtschaftsmacht darstellen. &ndash; Leider werden Frau Merkel und Pr&auml;sident Sarkozy in der Frage der wirtschaftspolitischer Priorit&auml;ten (z.B. die Sanierung der Staatsfinanzen) zu keiner europ&auml;ischen Antwort finden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa hat ein Wachstumsproblem<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Karl Aiginger: Europa hat ein Wachstumsproblem: nicht (nur) ein Budgetproblem<\/strong><br>\nDas Schuldenproblem wird unkritisch als das gr&ouml;&szlig;te und vordringlichste Problem Europas betrachtet, sowohl von den Finanzm&auml;rkten wie nun auch von der Europ&auml;ischen Politik. Europas Schuldenproblem ist teilweise nur die Folge eines tieferen, gr&ouml;&szlig;eren Problems: der geringen Dynamik Europas. Die europ&auml;ische Wirtschaft w&auml;chst deutlich schw&auml;cher als die Weltwirtschaft und auch deutlich weniger als die Wirtschaft der USA. Europa ist vor der Krise (2000 bis 2007), w&auml;hrend der Krise (2008\/2009) und in der seit Jahresmitte 2009 erfolgten z&ouml;gernden Erholungsphase schw&auml;cher gewachsen als die USA. Dies hat mittelgro&szlig;e Defizite zu untragbar gro&szlig;en Budgetdefiziten gemacht; Spanien, Irland und Deutschland hatten vor der Krise noch Budget&uuml;bersch&uuml;sse.<br>\nNoch st&auml;rker als Budgetdisziplin hat Europa in den letzten Jahren die aktiven Strategien in Richtung hochwertiger Investitionen, Bildung und Forschung vernachl&auml;ssigt. Die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder haben ihre Produktion nicht an die neue Konkurrenz der globalisierten Welt angepasst, alte Industrien verloren, ihre Dienstleistungen nicht modernisiert. Defizite in Europa wiegen schwerer, weil Europa noch immer als Summe von Einzelstaaten betrachtet wird und nicht als Einheit. Die europ&auml;ische Wirtschaftsleistung ist gemeinsam betrachtet h&ouml;her als die der USA. Die Anerkennung der EU als Wirtschaftsblock kann und muss durch eine st&auml;rkere Koordinierung und durch glaubw&uuml;rdige Hilfe wie auch effektive Sanktionen erfolgen. Aber dies wird nur funktionieren, wenn die Wirtschaft insgesamt dynamischer ist, dann k&ouml;nnen die schw&auml;cheren L&auml;nder auch produzieren, investieren und aufholen.<br>\nBudgetkonsolidierung ist wichtig. Sie muss aber von der Vision ausgehen, nachher eine modernere, dynamische Wirtschaft mit einer wettbewerbsstarken Produktion zu haben. Die Konkurrenzf&auml;higkeit in der rasch wachsenden globalen Wirtschaft muss aufbauen auf den strategischen Vorteilen Europas als wissensorientierte, technologiebasierte Gesellschaft mit &ouml;kologischer Exzellenz, mit einem hohen Besch&auml;ftigungsniveau und schrittweisem Ausgleich regionaler Produktivit&auml;tsunterschiede. Diese Strategie muss schon in der Konsolidierungsphase erkennbar sein, Wachstumstreiber m&uuml;ssen von den K&uuml;rzungen nicht nur ausgenommen werden, sondern es muss in sie auch bei knappem Budget vermehrt investiert werden. Wenn dieses Ziel erkennbar ist, kann Europa auch in der Konsolidierungsperiode vom hohen Wachstum der Weltwirtschaft profitieren. Wenn der Euro in dieser Phase schw&auml;cher ist, ist das kein Problem, sondern Teil der L&ouml;sung. Und am schmerzlosesten und k&uuml;rzesten ist die Konsolidierungsphase, wenn es gelingt, Einnahmen aus einer Finanztransaktionssteuer zu erzielen. Am besten aus einer weltweiten Besteuerung besonders der kurzfristigen Transaktionen; wenn das nicht durchsetzbar ist, aus einer europ&auml;ischen. Eine Besteuerung spekulativer Elemente in Bilanzen von Banken kann ein Einstieg in eine Finanztransaktionssteuer sein, bis zu dem Zeitpunkt, in dem auch die USA beginnen, ihr ? h&ouml;heres ? Budgetdefizit zu reduzieren und auch eine Einnahmequelle brauchen. Eine st&auml;rkere Kontrolle von Hedge Fonds und von au&szlig;erb&ouml;rslichen Transaktionen ist aber ebenfalls unerl&auml;sslich. Sonst wird jede tempor&auml;re Schw&auml;che schnell zu einem unl&ouml;sbaren Finanzierungsproblem gemacht und negative Strategien werden immer wichtiger als positive Strukturver&auml;nderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2010\/05\/europa-hat-ein-wachstumsproblem-nicht-nur-ein-budgetproblem\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Karl Aiginger ist nicht irgendein &Ouml;konom, sondern der Leiter des &Ouml;sterreichischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (WIFO), eines der bedeutenden Institute in der europ&auml;ischen Forschungslandschaft. Das WIFO hat in der Vergangenheit gemeinsam mit dem Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie (IMK) und dem IWH bei der deutschen Konjunkturprognose mitgemacht. Das Angebot, sich mit dem IMK und dem britischen National Institute of Economic and Social Research (NIESR) f&uuml;r die n&auml;chsten drei Jahre wieder an der Gemeinschaftsdiagnose der Institute zu beteiligen, wurde von der Bundesregierung angeblich aus Kostengr&uuml;nden abgelehnt. Dabei lag das Angebot nur geringf&uuml;gig h&ouml;her als beim letzten Mal. Wer den obigen Text liest, wird in der Vermutung Aigingers best&auml;tigt, dass dies eher daran liegt, dass die Forscher des WIFO &ldquo;glauben, dass Deutschland mehr f&uuml;r die Binnennachfrage machen muss. Das ist im innerdeutschen Diskurs sehr umstritten&rdquo;.<br>\nThomas Fricke hat die Auswahl der Institute f&uuml;r die Gemeinschaftsdiagnose durch Wirtschaftsminister Br&uuml;derle entsprechend kommentiert:<br>\n<a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2418&amp;blogId=10\">Wenn alle das gleiche denken<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: &bdquo;Verr&uuml;ckte an der Macht&ldquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Paul Krugman h&auml;lt die Sparprogramme in Europa f&uuml;r eine &ldquo;sehr gro&szlig;e Dummheit&rdquo;.<br>\nDer renommierte &Ouml;konom Paul Krugman nimmt kein Blatt mehr vor den Mund und gei&szlig;elt den europ&auml;ischen Sparkurs. Doch man muss kein Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger sein, um die Sparpolitik, die derzeit in Europa zum Dogma erhoben wird, als Rezept f&uuml;r ein Desaster zu bezeichnen. Europa spart sich zu Tode und k&ouml;nnte sich in die n&auml;chste Rezession sparen. Dass das Spardogma nun auch von den G-20-Staaten &uuml;bernommen wurde, hat Krugman dazu gebracht, die Herrschenden als &ldquo;Verr&uuml;ckte an der Macht&rdquo; zu bezeichnen.<br>\nSo jedenfalls titelt er in seinem Blog. Er h&auml;lt es f&uuml;r &ldquo;sehr gro&szlig;e Dummheit&rdquo;, gerade jetzt die Staatsausgaben herunterzufahren. Die wirtschaftliche Lage sei noch zu labil, weshalb das Bremsen der Gesamtnachfrage mit den Sparpl&auml;nen die Erholung belaste. &ldquo;Es ist unglaublich, dass das passiert, obwohl die Arbeitslosigkeit in den Eurol&auml;ndern weiter zunimmt und sich auch in den USA kaum zur&uuml;ckbildet.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich hatte gerade die Europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde (Eurostat) gemeldet, dass die Arbeitslosigkeit in der Eurozone im April weiter auf 10,1% angestiegen ist. Auch neueste Daten vom Arbeitsmarkt in den USA hatten zuletzt neue Sorgen um die Konjunkturentwicklung gesch&uuml;rt.<br>\nDoch auch Krugman geht davon aus, dass die Staatsschulden vieler Staaten zu hoch sind. Aber er meint, jetzt sei der falsche Zeitpunkt f&uuml;r Sparprogramme. Jetzt zu sparen sei &ldquo;vollkommen wirkungslos, um die k&uuml;nftigen Schulden zu reduzieren&rdquo;. Krugman meint, dass die Sparanstrengungen dazu f&uuml;hrten, dass auch die Einnahmen der Staaten weiter zur&uuml;ckgehen werden. Wegen steigender Arbeitslosigkeit w&uuml;rden auch Transferleistungen steigen, weshalb die Sparanstrengungen wirkungslos verpufften und letztlich die Staaten &ldquo;sehr teuer&rdquo; zu stehen k&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/147792%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Zum Thema Arbeitslosigkeit w&uuml;rden die deutsche Bundesregierung und nahezu s&auml;mtliche &ldquo;Leitmedien&rdquo; Paul Krugmann antworten: &ldquo;das trifft auf Deutschland nicht zu. Wir haben ein Arbeitsmarktwunder.&rdquo; Ein Blick hinter die Kulissen der deutschen Arbeitsmarktdaten zeigt jedoch, dass dieser von Politik und Medien angefachten Jubelstimmung mit erheblicher Skepsis zu begegnen ist. <a href=\"\/?p=5789#h05\">Siehe hierzu &ldquo;Hinweise des Tages vom 2. Juni 2010&rdquo;, Punkt 5<\/a>.<br>\nDer Telepolis-Beitrag verweist auf den R&uuml;ckgang der deutschen Exporte im Monat April 2010 im Vergleich zum Vormonat M&auml;rz. Der Bestelleingang der deutschen Industrie l&auml;sst jedoch erwarten, dass die Exporte in den kommenden Monaten als Folge der Euroschw&auml;che deutlich ansteigen werden. Die Euroschw&auml;che nutzt kurzfristig der extrem exportlastigen deutschen Wirtschaft. Die au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte in Europa sowie au&szlig;erhalb Europas werden hierdurch jedoch weiter versch&auml;rft. Innerhalb der Eurozone stellt das deutsche Lohndumping f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit selbst jener Staaten eine ernsthafte Bedrohung dar, die sich seit der Euro-Einf&uuml;hrung strikt an der stabilit&auml;tspolitischen Vorgabe der EZB orientiert haben. So z.B. Frankreich: Dort stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten im Jahresdurchschnitt um 2%, und damit im Rahmen der von der EZB vorgegebenen Zielinflationsrate. Ein von Deutschland angezetteltes europaweites Lohndumping droht nun &ndash; in Verbindung mit drastischen Einschnitten bei den Staatshaushalten &ndash; in einer europ&auml;ischen deflation&auml;ren Abw&auml;rtsspirale zu m&uuml;nden. Den daraus resultierenden Schaden h&auml;tten vor allem die Arbeitnehmer hierzulande sowie in den &uuml;brigen Staaten der Eurozone zu tragen.<br>\nDie egoistische deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik wird mittlerweile in vielen Staaten heftig kritisiert. Die von zahlreichen deutschen Politikern, Wirtschaftsvertretern und Medien zur Schau gestellte Attit&uuml;de des besserwisserischen Oberlehrers l&auml;uft Gefahr, das Ansehen und den Einfluss Deutschlands vor allem in Europa nachhaltig zu besch&auml;digen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; Steuerzahler gegen Banker <\/strong><br>\nDas Problem mit Banken, die zu gro&szlig; sind, um sie bankrottgehen zu lassen, ist heute noch &auml;rger als vor der Krise. Die verbesserte M&ouml;glichkeit, Banken aufzul&ouml;sen, wird h&ouml;chstens ein bisschen Abhilfe schaffen: In der letzten Krise hat die US-Regierung ihre Befugnisse nicht genutzt und &uuml;berfl&uuml;ssigerweise Aktion&auml;re und Anleiheinhaber gerettet &ndash; nur weil man f&uuml;rchtete, dass es andernfalls zu einem wirtschaftlichen Trauma k&auml;me. Solange es Banken gibt, die &ldquo;too big to fail&rdquo; sind, wird die Regierung ihre Augen h&ouml;chstwahrscheinlich wieder verschlie&szlig;en.<br>\nEine echte &Uuml;berraschung ist allerdings eine Bestimmung im Gesetzesentwurf des Senats, der es staatlich abgesicherten Instituten verbietet, riskante Derivate zu zeichnen. Solche staatsgarantierten Gesch&auml;fte verzerren den Markt und verschaffen den Gro&szlig;banken einen Wettbewerbsvorteil &ndash; da sie zu gro&szlig; zum Scheitern sind. Die Art, wie die Fed sie verteidigt &ndash; dass es f&uuml;r Kreditnehmer wichtig sei, ihre Risiken absichern zu k&ouml;nnen -, offenbart das Ausma&szlig; ihrer Vereinnahmung.<br>\nWenn wirksame Einschr&auml;nkungen des Derivategesch&auml;fts staatlich abgesicherter Banken (ob nun formal oder aufgrund ihres &ldquo;Too big to fail&rdquo;-Status abgesichert) in die endg&uuml;ltige Version des Gesetzesentwurfs aufgenommen werden, h&auml;tten die Interessen der Allgemeinheit doch die Oberhand &uuml;ber Partikularinteressen behalten. Die demokratischen Kr&auml;fte h&auml;tten sich gegen Lobbyisten durchgesetzt.<br>\nWerden allerdings, wie es die meisten Experten vorhersehen, diese Einschr&auml;nkungen wieder gel&ouml;scht, wird das ein trauriger Tag f&uuml;r die Demokratie &ndash; und ein noch traurigerer Tag f&uuml;r die Aussichten auf eine sinnvolle Finanzmarktreform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:finanzmarktregulierung-joseph-stiglitz-steuerzahler-gegen-banker\/50124350.html\">FTD<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man stelle sich einmal vor, der Bundestag initiiere ein Gesetz zur Bankenregulierung gegen den Willen der Regierung und der Bundesbank bzw. der EZB.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angelegtes Verm&ouml;gen stieg weltweit um zw&ouml;lf Prozent<\/strong><br>\nNach einer Studie der Boston Consulting Group ist das angelegte Verm&ouml;gen im vergangenen Jahr um zw&ouml;lf Prozent gestiegen. Europa bleibt demnach die reichste Region mit 37,1 Billionen Dollar. W&auml;hrend der Finanzkrise war das weltweit verwaltete Verm&ouml;gen um zehn Prozent eingebrochen.<br>\nWie aus einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Studie der Boston Consulting Group hervorging, betrug 2009 die globale Gesamtsumme des verwalteten Verm&ouml;gens 111,5 Billionen Dollar.<br>\nDer Studie zufolge konzentriert sich der Reichtum dabei immer mehr. Million&auml;re seien in weniger als einem Prozent der Haushalte zu finden, verf&uuml;gten jedoch &uuml;ber 38 Prozent des globalen Verm&ouml;gens, hie&szlig; es. Familien mit mehr als f&uuml;nf Millionen Dollar machten weniger als ein Zehntel Prozent aller Haushalte aus, kontrollierten jedoch 21 Prozent der weltweiten Anlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/panorama\/vermischtes\/studie-angelegtes-vermoegen-stieg-weltweit-um-zwoelf-prozent_aid_518102.html%20\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber weltweit wird bei den &Auml;rmsten eingespart.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Insolvenzen: Immer mehr Firmen gehen pleite<\/strong><br>\nDie Konjunktur in Deutschland erholt sich zusehends. Gute Nachrichten kommen aus vielen Branchen &ndash; doch viele Firmen m&uuml;ssen trotzdem Insolvenz anmelden. Die Zahl der Pleiten steigt. Nach Einsch&auml;tzung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform sind nun unternehmensnahe Dienstleister wie Hausverwaltungen oder Speditionen besonders gef&auml;hrdet: Vielen von ihnen geht nach der Pleite ihres wichtigsten Kunden selbst die Luft aus. Zudem treffen sie die zunehmenden Sparbem&uuml;hungen der Firmen, die viele Dienste wieder selbst erledigen. Creditreform rechnet damit, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen in diesem Jahr weiter ansteigt. Die Schadenssumme und die Zahl der gef&auml;hrdeten Arbeitspl&auml;tze d&uuml;rfte aber geringer ausfallen als 2009. Zugleich m&uuml;ssen immer mehr Verbraucher Insolvenz anmelden: Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg im M&auml;rz um 18,1 Prozent auf 10.339. F&uuml;r das gesamte erste Quartal meldeten die Statistiker einen Anstieg um 13 Prozent auf 27.236.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2734611_Insolvenzen-Immer-mehr-Firmen-gehen-pleite.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Merkel: Keine Bundeshilfen f&uuml;r Opel<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat bekr&auml;ftigt, dass der angeschlagene Autobauer Opel keine Bundeshilfen aus dem Deutschlandfonds erhalten wird. Das Unternehmen k&ouml;nne jedoch wie alle anderen Autokonzerne auf Forschungsmittel des Bundes zur&uuml;ckgreifen, sagte die Kanzlerin am Donnerstag nach einem Treffen mit den Ministerpr&auml;sidenten der L&auml;nder in Berlin.<br>\nDies gelte etwa f&uuml;r die Entwicklung neuer Antriebstechnologien. &ldquo;Weitergehende Zusagen konnte der Bund heute nicht machen&rdquo;, sagte Merkel.<br>\nDie Opel-Belegschaft ist von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) &ldquo;ma&szlig;los entt&auml;uscht&rdquo;. Das sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel gegen&uuml;ber unserer Redaktion. Dass auch der heutige Opel-Gipfel im Kanzleramt die Frage nach Staatshilfen f&uuml;r Opel wieder offen gelassen habe, sei &ldquo;eine Ohrfeige f&uuml;r die Mitarbeiter, die seit Monaten um ihre Existenz bangen&rdquo;, so Einenkel.<br>\nDer Bochumer Betriebsrat geht davon aus, dass das Bochumer Werk ohne Staatshilfe aus Deutschland &ldquo;ganz oben auf der Streichliste der dann zu schlie&szlig;enden Werke steht&rdquo;, sagte Einenkel weiter, &ldquo;so kann man mit den Besch&auml;ftigten nicht umgehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/news\/unternehmen\/Merkel-Keine-Staatshilfen-fuer-Opel_aid_867606.html%20\">Rheinische Post<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Noch gestern hatte Merkel erkl&auml;rt, dass &bdquo;das letzte Wort hinsichtlich der <a href=\"\/?p=5852\">Zukunft von Opel nat&uuml;rlich nicht gesprochen ist<\/a>&ldquo;. Das letzte Wort hatte aber offensichtlich ihr marktradikaler Wirtschaftsminister Br&uuml;derle.<br>\nMerkels Verweis auf Forschungsmittel des Bundes ist nicht mehr und nicht weniger als eine Niederlage der Kanzlerin gegen&uuml;ber der FDP und letztlich ein Wortbruch gegen&uuml;ber den Opelanern.<br>\nNur nebenbei bemerkt: Der K&ouml;lner Stadt-Anzeiger meldet am 10.Juni: Der K&ouml;lner Autohersteller Ford erh&auml;lt vom Bund und vom Land NRW eine B&uuml;rgschaft in H&ouml;he von 160 Millionen Euro, damit der Konzern bei der Europ&auml;ischen Investitionsbank (EIB) einen zinsg&uuml;nstigen Kredit &uuml;ber  200 Millionen Euro bekommen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Fall Emmely&ldquo; &ndash; Fristlose K&uuml;ndigung &ndash; unrechtm&auml;&szlig;iges Einl&ouml;sen aufgefundener Leergutbons <\/strong><br>\nEin vors&auml;tzlicher Versto&szlig; des Arbeitnehmers gegen seine Vertragspflichten kann eine fristlose K&uuml;ndigung auch dann rechtfertigen, wenn der damit einhergehende wirtschaftliche Schaden gering ist. Umgekehrt ist nicht jede unmittelbar gegen die Verm&ouml;gensinteressen des Arbeitgebers gerichtete Vertragspflichtverletzung ohne Weiteres ein K&uuml;ndigungsgrund. Ma&szlig;geblich ist &sect; 626 Abs. 1 BGB. Danach kann eine fristlose K&uuml;ndigung nur aus &bdquo;wichtigem Grund&ldquo; erfolgen. Das Gesetz kennt in diesem Zusammenhang keine &bdquo;absoluten K&uuml;ndigungsgr&uuml;nde&ldquo;. Ob ein &bdquo;wichtiger Grund&ldquo; vorliegt, muss vielmehr nach dem Gesetz &bdquo;unter Ber&uuml;cksichtigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls und unter Abw&auml;gung der Interessen beider Vertragsteile&ldquo; beurteilt werden. Dabei sind alle f&uuml;r das jeweilige Vertragsverh&auml;ltnis in Betracht kommenden Gesichtspunkte zu bewerten. Dazu geh&ouml;ren das gegebene Ma&szlig; der Besch&auml;digung des Vertrauens, das Interesse an der korrekten Handhabung der Gesch&auml;ftsanweisungen, das vom Arbeitnehmer in der Zeit seiner unbeanstandeten Besch&auml;ftigung erworbene &bdquo;Vertrauenskapital&ldquo; ebenso wie die wirtschaftlichen Folgen des Vertragsversto&szlig;es; eine abschlie&szlig;ende Aufz&auml;hlung ist nicht m&ouml;glich. Insgesamt muss sich die sofortige Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses als angemessene Reaktion auf die eingetretene Vertragsst&ouml;rung erweisen. Unter Umst&auml;nden kann eine Abmahnung als milderes Mittel zur Wiederherstellung des f&uuml;r die Fortsetzung des Vertrags notwendigen Vertrauens in die Redlichkeit des Arbeitnehmers ausreichen.<br>\nIn Anwendung dieser Grunds&auml;tze hat der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts &ndash; anders als die Vorinstanzen &ndash; der Klage der Kassiererin eines Einzelhandelsgesch&auml;fts stattgegeben, die ihr nicht geh&ouml;rende Pfandbons im Wert von insgesamt 1,30 Euro zum eigenen Vorteil eingel&ouml;st hat.<br>\nDie K&uuml;ndigung ist unwirksam&hellip; Letztlich &uuml;berwiegen angesichts der mit einer K&uuml;ndigung verbundenen schwerwiegenden Einbu&szlig;en die zu Gunsten der Kl&auml;gerin in die Abw&auml;gung einzustellenden Gesichtspunkte. Dazu geh&ouml;rt insbesondere die &uuml;ber drei Jahrzehnte ohne rechtlich relevante St&ouml;rungen verlaufene Besch&auml;ftigung, durch die sich die Kl&auml;gerin ein hohes Ma&szlig; an Vertrauen erwarb. Dieses Vertrauen konnte durch den in vieler Hinsicht atypischen und einmaligen K&uuml;ndigungssachverhalt nicht vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt werden. Im Rahmen der Abw&auml;gung war auch auf die vergleichsweise geringf&uuml;gige wirtschaftliche Sch&auml;digung der Beklagten Bedacht zu nehmen, so dass eine Abmahnung als milderes Mittel gegen&uuml;ber einer K&uuml;ndigung angemessen und ausreichend gewesen w&auml;re, um einen k&uuml;nftig wieder st&ouml;rungsfreien Verlauf des Arbeitsverh&auml;ltnisses zu bewirken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/juris.bundesarbeitsgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2010&amp;nr=14385&amp;pos=0&amp;anz=42%20\">Bundesarbeitsgerichts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Letztlich l&auml;sst allerdings das h&ouml;chste Arbeitsgericht die sog. Verdachtsk&uuml;ndigung, die eine Beweislastumkehr zu Lasten eines Beschuldigten darstellt, unber&uuml;hrt. Diese Art der K&uuml;ndigung stellt nach wie vor eine einseitige Risikoverlagerung zu Lasten der ohnehin strukturell benachteiligten Arbeitnehmer dar, die vor allem die Arbeitgeberinteressen sch&uuml;tzt. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>V&auml;ter oder M&uuml;tter verdienen im Schnitt 1.669 Euro im Monat<\/strong><br>\nIm Jahr 2009 waren durchschnittlich 37.500 arbeitslose Alleinerziehende auf Arbeitslosengeld I angewiesen, 276.600 arbeitslose Alleinerziehende bezogen Hartz IV. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/1838) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/1658), die nach den Chancen und Benachteiligungen von Familien mit Kindern auf dem Arbeitsmarkt gefragt hatten. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit belief sich bei den alleinerziehenden ALG I-Beziehern auf 33,4 Wochen, bei den entsprechenden Empf&auml;ngern von Grundsicherung auf 47,4 Wochen, hei&szlig;t es in der Antwort weiter.<br>\nNach Angaben der Regierung lag das individuelle monatliche Nettoeinkommen von Elternteilen beziehungsweise Bezugspersonen und Partnern in Paarfamilien mit minderj&auml;hrigen Kindern bei durchschnittlich 1.669 Euro im Monat, von Alleinerziehenden bei 1.370 Euro im Monat und von Personen in sonstigen Haushalten bei 1.359 Euro im Monat. Im Durchschnitt arbeiteten Erwerbst&auml;tige aus Paarfamilien im Jahr 2008 nach den Angaben im Mikrozensus 34,5 Stunden in der Woche, erwerbst&auml;tige Alleinerziehende 30,2 Stunden und Erwerbst&auml;tige aus sonstigen Haushalten 36,3 Stunden, hei&szlig;t es in der Antwort weiter. Bei den beruflichen Abschl&uuml;ssen macht die Regierung unter anderem folgende Angaben: 16,4 Prozent aller Personen in Paarfamilien haben keinen beruflichen Abschluss (24 Prozent bei Alleinerziehenden, 23,4 Prozent bei sonstigen Haushalten), 17,2 Prozent aller Personen in Paarfamilien haben einen Fachhochschul- oder Universit&auml;tsabschluss oder eine Promotion (11,3 Prozent bei Alleinerziehenden, 13,1 Prozent bei sonstigen Haushalten).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_06\/2010_193\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bemerkenswert ist, dass immerhin mehr Familien dieser Gruppe einen Hochschulabschluss bzw. sogar ein Promotion hatten als Familien ohne beruflichen Abschluss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Staat zahlt im Schnitt 699 Euro Elterngeld<\/strong><br>\nDie Regierung will das Elterngeld f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger abschaffen und f&uuml;r Erwerbst&auml;tige k&uuml;rzen. Das k&ouml;nnte eine Trendumkehr bewirken, zuletzt stieg der Durchschnittsbetrag laut Statistischem Bundesamt um knapp 40 Euro pro Monat.<br>\nEltern haben in den ersten drei Monaten 2010 mehr staatliche Unterst&uuml;tzung bekommen als im Vorjahresquartal. Im Schnitt stieg das Elterngeld von 662 auf 699 Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,699877,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2010\/06\/PD10__206__22922,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kr&auml;ftiger Ausgabenanstieg bei Spezialmedikamenten <\/strong><br>\nNeue Arzneimittel gegen Rheuma, Krebs oder Multiple Sklerose belasten zunehmend die Budgets der Krankenkassen. Die Steigerungsraten der 20 ausgabenst&auml;rksten Medikamente 2009 bewegen sich bei der Barmer GEK fast durchweg zwischen 12 und 25 Prozent.<br>\n&ldquo;Warum verlangen die Pharmafirmen f&uuml;r das Krebsmittel Glivec in Gro&szlig;britannien 1800 Euro, bei uns aber 2800 Euro? Durch das Innovationsargument sind solche Preisunterschiede jedenfalls nicht gedeckt.&rdquo;<br>\nAbermals sind es die Spezialpr&auml;parate im Hochpreissegment, die f&uuml;r die Ausgabendynamik sorgen. Von den rund 3,7 Mrd. Euro Arzneimittelkosten der Barmer GEK f&uuml;r 2009 entfallen rund 20 Prozent bzw. 700 Millionen Euro auf die Top 20-Pr&auml;parate. Auf Platz 1 und 2 finden sich zwei innovative Rheumamittel mit Ausgabenspr&uuml;ngen um 20 bis 25 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr (Jahrestherapiekosten: 16.000 bis 24.000 Euro). Auf Platz 3 bis 5 liegen Pr&auml;parate gegen Multiple Sklerose mit einem Ausgabenanstieg um 12 bis 24 Prozent (durchschnittliche Jahrestherapiekosten von 40.000 Euro). F&uuml;r das f&uuml;hrende Krebsmittel Glivec, Platz 8 bei Barmer GEK, Platz 3 bei den Industrieums&auml;tzen in Deutschland, wurde ein Ausgabenzuwachs von 17 Prozent verzeichnet (Jahrestherapiekosten zwischen 38.000 und 50.000 Euro).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.barmer-gek.de\/barmer\/web\/Portale\/Versichertenportal\/Presse-Center\/Pressemitteilungen\/100609_20Ausgabenanstieg\/content_20Ausgabenanstieg.html?w-cm=CenterColumn_t88698\">Barmer GEK<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.barmer-gek.de\/barmer\/web\/Portale\/Versichertenportal\/Presse-Center\/Pressemitteilungen\/100609_20Ausgabenanstieg\/Arzneimittel_20Report_20kurz,property=Data.pdf\">Arzneimittelreport Kurzfassung [PDF &ndash; 105 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.barmer-gek.de\/barmer\/web\/Portale\/Versichertenportal\/Presse-Center\/Pressemitteilungen\/100609_20Ausgabenanstieg\/Arzneimittel_20Report_20lang,property=Data.pdf\">Arzneimittelreport Langfassung [PDF &ndash; 2.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Ouml;lfieber<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Offshore-Bohrungen im Zwielicht<\/strong><br>\nAufmerksam verfolgt die Erd&ouml;lbranche &ndash; von den Golfstaaten bis zur brasilianischen Petrobras und zu den kotierten nichtstaatlichen Erd&ouml;lgesellschaften &ndash; die technischen und &ouml;kologischen Folgen der &Ouml;lpest, mit der BP und die USA im Golf von Mexiko derzeit k&auml;mpfen. Die brisante Frage, was aus der Offshore-Exploration und den ehrgeizigen Pl&auml;nen im Tiefseebereich werden k&ouml;nnte, besch&auml;ftigt nicht nur Ingenieure und Investoren. Es geht auch um das schwierige Verh&auml;ltnis zwischen den grossen staatlichen Erd&ouml;lunternehmen (NOC) und den internationalen Erd&ouml;lkonzernen (IOC), die ohne Offshore-Projekte v&ouml;llig ins Abseits gerieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/offshore-bohrungen_im_zwielicht_1.6018524.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&Ouml;lsucher im Rausch der Tiefe<\/strong><br>\nDie Explosion der &Ouml;lplattform &ldquo;Deepwater Horizon&rdquo; hat die USA in die gr&ouml;&szlig;te Umweltkatastrophe ihrer Geschichte gest&uuml;rzt. Das Ausma&szlig; des Ungl&uuml;cks im Golf von Mexiko ist verheerend und in dieser Form ein Sonderfall. Das Risiko f&uuml;r derartige Ereignisse existiert aber auch auf anderen &Ouml;lplattformen in der Tiefsee, und zwar &uuml;ber den ganzen Globus verteilt. Denn nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind weltweit fast 800 Offshore-Plattformen auf etwa 300 &Ouml;lfeldern im Einsatz. Sie f&ouml;rdern in einer Meerestiefe von mehr als 800 Metern &Ouml;l und Gas oder f&uuml;hren derzeit noch Probebohrungen durch. Die meisten Tiefsee-&Ouml;lfelder der Welt &ndash; rund 160 &ndash; liegen im Golf von Mexiko. In Brasilien gibt es nach den Recherchen von Greenpeace 52 und in Westafrika 46 &Ouml;lf&ouml;rderprojekte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F06%2F10%2Fa0024&amp;cHash=f4cadae06a\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Mit blutigen H&auml;nden<\/strong><br>\nMitverantwortung f&uuml;r Kriegsverbrechen im Sudan zwischen 1997 und 2003 sowie Verst&ouml;&szlig;e gegen die Menschenrechte &ndash; das sind die Vorw&uuml;rfe, die die &ldquo;European Coalition of Oil in Sudan&rdquo; (ECOS), ein Zusammenschluss von 50 europ&auml;ischen NGOs, gegen ein schwedisch-&ouml;sterreichisch-malaysisches &Ouml;lkonsortium erhebt. In dem Bericht &ldquo;Unpaid debt&rdquo;, der am Dienstag ver&ouml;ffentlicht wurde, wirft ECOS dem Konsortium die Beteiligung am Tod von 12.000 Menschen und der Vertreibung von 160.000 vor. Die schwedische Lundin Oil AB, seit 2001 Lundin Petroleum AB, ist eine von vielen kleinen &Ouml;lfirmen, die &Ouml;l und Erdgas in solchen L&auml;ndern prospektieren und f&ouml;rdern, die den gro&szlig;en Konzernen zu &ldquo;hei&szlig;&rdquo; sind. 1997 gr&uuml;ndete Lundin mit der Petronas Carigali Overseas aus Malaysia, der &ouml;sterreichischen OMV Sudan Exploration GmbH und der staatseigenen sudanesischen Sudapet ein Konsortium, um die &Ouml;lvorkommen in Sudans &ldquo;Block 5 A&rdquo; auszubeuten. Dieses Gebiet liegt gr&ouml;&szlig;tenteils in der s&uuml;dsudanesischen Provinz Western Upper Nile an der Grenze zum Nordsudan und war damals schwer umk&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F06%2F10%2Fa0014&amp;cHash=54745ff064\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Droge f&uuml;r jedermann<\/strong><br>\nEs steckt im Pullover, in Tabletten, im Computer und im Gem&uuml;se. Unser Alltag ist gepr&auml;gt vom &Ouml;l und den Dingen, die man daraus macht. Daf&uuml;r werden t&auml;glich 10 Millionen Tonnen des Rohstoffs aus dem Boden geholt. Doch irgendwann ist die Ressource ersch&ouml;pft: Erd&ouml;l wird bald knapp. Wenn es so weit ist, werden auch die CD und das Aspirin zum Luxusgut. F&uuml;r Autos und Heizungen gibt es schon Alternativen, f&uuml;r Plastik nicht: Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind nicht so robust, sie zersetzen sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter. Kaum ein Rohstoff also hat unser Leben so gepr&auml;gt. Ohne &Ouml;l g&auml;be es keine Computer, schon gar keine Laptops. All die neuen Techniken &ndash; Computergeh&auml;use, LCD-Bildschirme und mobile Spielkonsolen &ndash; basieren letztlich auf Bausteinen aus Roh&ouml;l. &Ouml;l w&auml;rmt uns, kleidet uns, bewegt uns von einem Ort zum anderen &ndash; &Ouml;l bestimmt unser Leben. Ob wir wollen oder nicht, wir sind abh&auml;ngig davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F06%2F10%2Fa0001&amp;cHash=c732ac7b50\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Ouml;l ist viel zu wertvoll, um als Treib-oder Brennstoff in die Luft geblasen zu werden. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Leerverkauf der Mitte <\/strong><br>\nErstaunlich gelassen haben wir bereits in den letzten Jahren hingenommen, als Steuerb&uuml;rger zwar f&uuml;r das Risiko des allgemein propagierten Leistungstr&auml;gertums jederzeit zu b&uuml;rgen, aber immer weniger an den damit verbundenen Chancen beteiligt zu sein. Das Heer der Armen w&auml;chst.<br>\nDass es dar&uuml;ber nicht l&auml;ngst zu sozialen Aufst&auml;nden, sondern nur zur Gr&uuml;ndung der Linkspartei gekommen ist, muss wohl als der gr&ouml;&szlig;te ideologische Erfolg des Kleinb&uuml;rgertums gesehen werden. Scheinbar treibt auch noch das Prekariat die &ndash; v&ouml;llig unbegr&uuml;ndete, aber doch allemal disziplinierende &ndash; Gewinn- und Aufstiegshoffnung, ein Schn&auml;ppchen auf Kosten anderer zu machen. Ein solcher Geiz-ist-geil-Mob l&ouml;st das Gesellschaftliche von innen her auf&hellip;.<br>\nKonfligierende Kr&auml;fte heben einander auf. Ins Politische &uuml;bersetzt: So lassen sich Widersacher wunderbar entsorgen. Jetzt aber, wo sie alle entsorgt sind und es also keine Extreme mehr zu moderieren gibt, erweist sich die (klein)b&uuml;rgerliche Mitte, deren Hauptexponentin Merkel ist, als das, was sie immer war: als Leerstelle. Merkel hat uns die ganze Zeit etwas verkauft, das es gar nicht gibt. Zu diesem Leerverkauf passt immerhin die letzte Personalie der Kanzlerin: Niemand d&uuml;rfte die normativ entkernte Mitte so gut verk&ouml;rpern wie der Kandidat Christian Wulff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2736086_Merkels-politisches-Sparpaket-Leerverkauf-der-Mitte.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Luc Jochimsen: &bdquo;Eine Politik, die den Schwachen helfen will&ldquo;<\/strong><br>\nIn dieser Krisenzeit vertrete ich eine Politik, die den Schwachen helfen will. Es geht darum, sie zu sch&uuml;tzen und zur Bew&auml;ltigung der Krise die heranzuziehen, die sie verursacht haben. Weiterhin unterscheidet mich mein Freiheitsbegriff von dem, den die anderen Bewerber haben. Joachim Gauck sagt, das kostbarste Gut sei die Freiheit &ndash; der f&uuml;rsorgliche Staat stehe dieser entgegen. Ich hingegen meine: Freiheit gibt es nur im Einklang mit sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit. Eine Freiheit, die dem Starken alles erm&ouml;glicht und den Schwachen ausliefert, garantiert keine Menschenw&uuml;rde &ndash; was uns die CDU\/CSU-FDP-Regierung gerade mit ihrem Sparpaket plastisch vor Augen f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/06-10\/051.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ansonsten werden Sie viel &uuml;ber Luc Jochimsen, aber wenig von ihr in den Medien lesen und h&ouml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP st&uuml;rzt in den Abgrund<\/strong><br>\nDie neuesten Umfragen zeigen: Sp&auml;testens Westerwelles &ldquo;Sieg&rdquo; bei der Sparklausur, also die erfolgreiche Verhinderung von Belastungen f&uuml;r Spitzenverdiener und Verm&ouml;gende, hat den Deutschen &ndash; bis auf ein paar Unersch&uuml;tterliche &ndash; die Augen ge&ouml;ffnet. Selbst unter Gutverdienern und Verm&ouml;genden d&uuml;rfte es keine Mehrheit mehr geben f&uuml;r eine Haushalts-&ldquo;Konsolidierung&rdquo; mit den Mitteln sozialer Sprengs&auml;tze. Und es wird der FDP auch nichts helfen, nun mit dem Scheitern von Merkels letzter schwarz-gelber Siegchance, der Bundespr&auml;sidentenwahl, zu drohen. An diesem Scheitern w&auml;re die Kanzlerin, die Christian Wulffs K&uuml;r mit dem alten Handwerkszeug der Machttechnikerin meistern zu k&ouml;nnen glaubte, zwar selber schuld. Aber die FDP w&uuml;rde sie beim durchaus begr&uuml;&szlig;enswerten Scheitern von Schwarz-Gelb ganz sicher mitnehmen: in den Abgrund. &Uuml;brigens: Was ist das f&uuml;r eine Welt, in der selbst Ans&auml;tze sozialer Ausgewogenheit an der Notwendigkeit scheitern, Stimmen f&uuml;r die Wahl eines Landes-CDU-Funktion&auml;rs ins h&ouml;chste Staatsamt zu sammeln! Wie immer die Kanzlerin da herauskommt: &Uuml;ber den sozialen Gehalt ihrer Politik sollte man sich auch dann keine Illusionen machen, wenn sie der FDP noch ein paar Korrekturen abringen kann. Bei CDU\/CSU n&auml;mlich herrscht zwar nicht die gleiche soziale K&auml;lte wie bei der FDP, statt dessen aber eine nicht entscheidend bessere Vorstellung von Gerechtigkeit: Gerecht, so streut es nun die zweite und dritte Reihe der Union, w&auml;re die Sache dann, wenn man die Hartz-IV-Empf&auml;nger und Familien belastet &ndash; und die Million&auml;re eben auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/2735226_Kommentar-zur-Waehlerumfrage-FDP-stuerzt-in-den-Abgrund.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mag sein, dass bei der CDU als Ganzes nicht die gleiche soziale K&auml;lte wie bei der FDP herrscht, an ihrer Spitze allemal. Wolfgang Sch&auml;uble war sich vorgestern nicht zu schade ganz im Stile Kochs oder Westerwelles gegen Hartz IV-Bezieher zu hetzen. Manche wohlgemeinte Sozialleistung bewirke in Wahrheit das Gegenteil und f&ouml;rdere nicht die Bereitschaft, einen regul&auml;ren Job anzustreben.- &Uuml;ber diese paar tausend Leute will Sch&auml;uble den Haushalt sanieren. Nein, hier wird eine Ausgrenzungsstrategie gefahren, werden Hartz-IV-Bezieher wieder einmal zu Sozialschmarotzern erkl&auml;rt, denen keine Sozialleistung zusteht und die deswegen bedenkenlos zusammengestrichen werden darf. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bilderberg-Treffen in Spanien<\/strong><br>\nBilderberg ist kein ausf&uuml;hrendes Organ, Bilderberg ist keine &raquo;geheime Weltregierung&laquo;. Bilderberg ist viel mehr eine Ideen- und Konsensschmiede. Die Hochkar&auml;tigkeit der Teilnehmer &ndash; will hei&szlig;en: ihre Verflechtung mit sozialem und &ouml;konomischem Kapital &ndash; erlaubt es aber, bei den Konferenzen entstandene Ideen und Konsense &uuml;ber eine Vielzahl von Kommunikationswegen und Verkn&uuml;pfungspunkten zu den Stellen zu leiten, an denen dann tats&auml;chlich Entscheidungen getroffen werden. Bilderberg verweist auf einen Formationsproze&szlig; der Machtelite au&szlig;erhalb der demokratischen Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/06-11\/044.php\">jung Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bildungsgipfel-Dreikampf: Vertagen, verschleppen, vertr&ouml;sten<\/strong><br>\nDeutschland soll &ldquo;Bildungsrepublik&rdquo; werden, versprach Kanzlerin Merkel. Nun haben sich Bund und L&auml;nder zum dritten Mal zum Bildungsgipfel getroffen, doch erneut lautet das Ergebnis: kein Ergebnis. Der F&ouml;deralismus waltet, die L&auml;nderf&uuml;rsten bocken &ndash; und die Bildungsrepublik wird zur Fata Morgana.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,699962,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Regierung will BAf&ouml;G weiterentwickeln &ndash; L&auml;nder melden Finanzierungsvorbehalt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bekr&auml;ftigt das Ziel, die Bundesausbildungsf&ouml;rderung (BAf&ouml;G) weiterzuentwickeln. Dies entspreche &rdquo;der klaren Beschlusslage der Koalition&ldquo;, schreibt die Regierung in ihrer Gegen&auml;u&szlig;erung zur Stellungnahme des Bundesrates zu ihrem Entwurf einer BAf&ouml;G-Novelle (17\/1941). Bis 2013 wolle der Bund zus&auml;tzlich 12 Milliarden Euro f&uuml;r Bildung und Forschung zur Verf&uuml;gung stellen. Die Bundesregierung teile &rdquo;angesichts dieser gemeinsam beschlossenen Zielsetzung&ldquo; nicht die Absicht des Bundesrates, die BAf&ouml;G-Reform unter einen Finanzierungsvorbehalt zu stellen.<br>\nDer Gesetzentwurf , der vom Bundestag am Donnerstag ohne Aussprache zur weiteren Beratung an die Aussch&uuml;sse &uuml;berwiesen wurde, sieht eine Anhebung der BAf&ouml;G-Bedarfss&auml;tze um zwei Prozent und der Freibetr&auml;ge um drei Prozent vor. Er enth&auml;lt hinaus zahlreiche &Auml;nderungen hinsichtlich der Gew&auml;hrung und Berechnung des BAf&ouml;G.<br>\nDer Bundesrat betont in seiner Stellungnahme die finanziellen Belastungen durch die geplanten &Auml;nderungen. Den L&auml;ndern w&uuml;rden durch die Reform in den Jahren 2010 bis 2013 zus&auml;tzliche Ausgaben in H&ouml;he von 529 Millionen Euro entstehen. Der Bundesrat erwarte deshalb, dass der Bund die L&auml;nder &rdquo;mit zus&auml;tzlichen Umsatzsteuermitteln&ldquo; unterst&uuml;tzt. &rdquo;Angesichts der Finanzsituation der L&auml;nder&ldquo; sei die Reform unter einen generellen Finanzierungsvorbehalt zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_06\/2010_191\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Deutsches Studentenwerk: Blockade im Bundesrat &ndash; Kein gutes Signal f&uuml;rs Studium<\/strong><br>\nDas Deutsche Studentenwerk hat ja, im Gegenteil, gefordert, dass die Freibetr&auml;ge wesentlich st&auml;rker erh&ouml;ht werden sollen, als vom Bund geplant. Wir wollten so den Kreis der F&ouml;rderberechtigten ausbauen. Insbesondere in der Unter- und Mittelschicht.<br>\nSeit Einf&uuml;hung der Studiengeb&uuml;hren sehen wir, dass sich immer mehr junge Leute mit Hochschulzugangsberechtigung f&uuml;r eine Ausbildung entschieden haben. Das k&ouml;nnten noch mehr werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/2736250_Bafoeg-Stopp-Kein-gutes-Signal-fuers-Studium.html%20\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bildungschancen von Migrantinnen und Migranten<\/strong><br>\nFakten &ndash; Interpretationen &ndash; Schlussfolgerungen. Eine Studie des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes<br>\nDas Schulsystem hat es bisher nicht geschafft, die Benachteiligungen von Kindern aus<br>\nprek&auml;ren Verh&auml;ltnissen auszugleichen &ndash; eher im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/e107_files\/downloads\/paritaetische.migrant.pdf\">Forum kritische P&auml;dagogik [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Sorry, unsere Uni-Rankings waren Quatsch<\/strong><br>\nH&ouml;chst selbstbewusst stellt das &ldquo;Times&rdquo;-Ranking seit sechs Jahren die besten Unis der Welt vor. H&ouml;chst selbstkritisch sagt jetzt der Macher der Liste, dass die bisherigen Rankings beinahe wertlos waren und zu wenige Hochschullehrer befragt wurden &ndash; aus Deutschland nicht einmal 200.<br>\nDas Hauptproblem, schreibt der reuige Ranking-Macher in der &ldquo;Zeit&rdquo;, stecke im sogenannten Peer Review, also der Befragung von Wissenschaftlern, welche Hochschule sie in ihrem Land f&uuml;r spitze halten. Fast die H&auml;lfte ihrer Punkte, n&auml;mlich 40 Prozent, erhielten die Universit&auml;ten &uuml;ber die Einsch&auml;tzung der Fachwelt &ndash; doch was, wenn diese &ldquo;Fachwelt&rdquo; nur einen sehr kleinen Ausschnitt umfasst? &hellip;So waren es selbst aus Gro&szlig;britannien nur Antworten von 563 Hochschulmitarbeitern.<br>\nAus Deutschland &ndash; &ldquo;ich sch&auml;me mich fast, es zuzugeben&rdquo;, so Baty &ndash; kamen &ldquo;l&auml;cherliche 182 Antworten als R&uuml;cklauf&rdquo;. Deutschland hat immerhin fast 400 Hochschulen mit &uuml;ber 13.000 Studienangeboten. Da sind Einsch&auml;tzungen von 182 Wissenschaftlern ziemlich mickrig &ndash; zumal dann, wenn sie den Ruf anderer Hochschulen beurteilen sollen, die sie h&auml;ufig nur vom H&ouml;rensagen kennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,699747,00.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun soll es das Bertelsmann Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung besser machen, dessen Rankings deutschsprachiger Hochschulen h&ouml;chst umstritten sind, so dass sich die Schweiz und &Ouml;sterreich schon wieder verabschiedet haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne wollen Kooperationsverbot zwischen Bund und L&auml;ndern in der Bildung aufheben<\/strong><br>\nF&uuml;r eine Aufhebung des &rdquo;Kooperationsverbotes&ldquo; zwischen Bund und L&auml;ndern im Bereich der Bildung pl&auml;diert die Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen. Mit der 2006 verabschiedeten F&ouml;deralismusreform I h&auml;tten Union und SPD die verfassungsrechtliche Grundlage f&uuml;r &rdquo;die Wahrnehmung gesamtstaatlicher Bildungsverantwortung zerst&ouml;rt&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Antrag der Fraktion (17\/1984), der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht. Bund und L&auml;ndern d&uuml;rften seitdem &rdquo;keine gemeinsamen Bildungsprogramme und Investitionen f&uuml;r das allgemeine Schulwesen vereinbaren&ldquo;.<br>\nDeshalb pl&auml;dieren die Gr&uuml;nen mit Blick auf den dritten Bildungsgipfel zwischen Bund und L&auml;ndern am 10. Juni daf&uuml;r, das Kooperationsverbot aufzuheben. Auch in den Reihen der Kultusministerkonferenz werde diese Forderung inzwischen mehrheitlich unterst&uuml;tzt. Ebenso habe sich die &rdquo;Expertenkommission Forschung und Innovation&ldquo;, die die Bundesregierung in Fragen von Bildung und Forschung ber&auml;t, in ihrem Gutachten von 2010 (17\/990) f&uuml;r eine Aufhebung des Kooperationsverbotes ausgesprochen, schreibt die Fraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_06\/2010_191\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das h&auml;tten die Gr&uuml;nen schon wissen k&ouml;nnen, als sie der sog. F&ouml;deralismusreform zugestimmt haben. Siehe: <a href=\"\/?p=267\">F&ouml;deralismusreform: Vom kooperativen F&ouml;deralismus zum Wettbewerbsf&ouml;deralismus &ndash; k&uuml;nftig herrscht zwischen den L&auml;ndern das Recht des St&auml;rkeren.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>SPD fordert Anhebung des Spitzensteuersatzes zur Bildungsfinanzierung<\/strong><br>\nDie Bezieher hoher Einkommen sollen nach dem Willen der SPD-Fraktion einen &rdquo;Bildungssoli&ldquo; in Form h&ouml;herer Steuers&auml;tze zahlen, um Bildungsma&szlig;nahmen zu finanzieren. In einem Antrag (17\/1957), der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht, fordert die Fraktion zudem, dass Bund und L&auml;ndern an ihrem Versprechen festhalten, bis 2015 mindestens sieben Prozent des Bruttoinlandproduktes f&uuml;r Bildung und mindestens drei Prozent f&uuml;r Forschung aufzuwenden. Um die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Haushalte und h&ouml;here Bildungsausgaben zu vereinbaren, sei ein &rdquo;Aufschlag auf den Spitzensteuersatz auf sehr hohe Einkommen&ldquo; in Form eines &rdquo;Bildungssoli&ldquo; ein &rdquo;geeignetes und sozial gerechtes Mittel&ldquo;.<br>\nAu&szlig;erdem fordern die Sozialdemokraten, den Rechtsanspruch auf Betreuung f&uuml;r Kinder unter drei Jahren ab 2013 zu sichern, bed&uuml;rftigen Kindern ein &rdquo;kostenfreies warmes Mittagessen, die Lernmittelfreiheit oder auch die Teilnahme an Klassenfahrten&ldquo; zu garantieren, die Zahl der Schulabbrecher zu senken und den Universit&auml;ten Mittel zu Verbesserung der Lehre bereitzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_06\/2010_190\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>S&uuml;dafrika: Jacob Zuma: Weder Wissen noch Macht<\/strong><br>\nVon Nelson Mandelas Traum von einem demokratischen Land ist wenig geblieben. Daran kann die Fu&szlig;ball-WM nichts &auml;ndern. Vollmundige Versprechen, keine L&ouml;sungen, viel Korruption &ndash; das ist die Bilanz nach gut einem Jahr Jacob Zuma als Staatspr&auml;sident.&nbsp; Zumas ANC ist aus dem Gleis geraten. &ldquo;Sein F&uuml;hrungsmangel im Zentrum der Partei und der Regierung hat den Parteibonzen auf Lokalebene freien Lauf gelassen, eigenen Interessen nachzugehen&rdquo;, beschreibt der Universit&auml;tsprofessor William Gumede die Lage des ANC. &ldquo;Wir hatten vor 16 Jahren bei Mandelas Amtsantritt gro&szlig;e Hoffnung, dass die &auml;lteste Befreiungsbewegung auf dem Kontinent besser regieren wird als die restlichen afrikanischen Machthaber.&rdquo; Entt&auml;uschung stattdessen. Der Wettkampf um die Macht werde h&auml;rter, zum Teil t&ouml;dlich. Das zeige sich auch im Kampf um Staatsgelder. &ldquo;Bling culture&rdquo; nennt Gumede den Stil, den viele Politiker betreiben, in Anspielung auf dicke Autos, Schmuck und protzige Kleidung &ndash; Statussymbole der ANC-Bonzen. Wer diesen Weg w&auml;hlt, schreckt vor Abk&uuml;rzungen nicht zur&uuml;ck Trotz solider Zweidrittelmehrheit an der Wahlurne steckt der ANC in einer tiefen Krise und braucht eine klare Vision. &ldquo;Zuma hat die nicht und ist schwach&rdquo;, sagt William Gumede und zweifelt an einer Wiederwahl. &ldquo;Wir brauchen eine wirkliche Spaltung der Partei, damit sich daraus ein kleinerer, aber funktionierender ANC hervortut. Eine echte Partei und eine ernstzunehmende Opposition.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F06%2F07%2Fa0077&amp;cHash=3f4e4982f2\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einige zus&auml;tzliche Informationen zum WM-Er&ouml;ffnungsspiel in S&uuml;dafrika<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Nach dem &bdquo;Sparpaket&ldquo; kommen Steuererh&ouml;hungen; Frankreich gegen Deutschland; Europa hat ein Wachstumsproblem; Steuerzahler gegen Banker; Angelegtes Verm&ouml;gen stieg weltweit um zw&ouml;lf Prozent; Merkel: Keine Bundeshilfen f&uuml;r Opel; Emmely muss wieder eingestellt werden; V&auml;ter oder M&uuml;tter verdienen im Schnitt 1.669 Euro; Staat zahlt im Schnitt 699 Euro Elterngeld; Kr&auml;ftiger Ausgabenanstieg<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5866\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5866","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5866"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5866\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5875,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5866\/revisions\/5875"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}