{"id":58722,"date":"2020-02-22T11:45:57","date_gmt":"2020-02-22T10:45:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58722"},"modified":"2020-02-27T08:45:07","modified_gmt":"2020-02-27T07:45:07","slug":"das-iran-hisbollah-gespenst-vom-fall-nisman-zur-offensive-gegen-venezuela","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58722","title":{"rendered":"Das Iran-Hisbollah-Gespenst, vom Fall Nisman zur Offensive gegen Venezuela"},"content":{"rendered":"<p><strong>Teil 2: Wie eine geheimdienstliche Intrige Israels und der USA die Au&szlig;enpolitik Lateinamerikas vergiftet.<\/strong> Neue, &bdquo;schmerzvolle&ldquo; Sanktionen gegen Venezuela. Die Ank&uuml;ndigung machte James &lsquo;Jimmy&rsquo; Story &ndash; Leiter der Abteilung f&uuml;r venezolanische Angelegenheiten der US-Botschaft in Kolumbien &ndash; am vergangenen 8. Februar w&auml;hrend einer Tagung der Americas Society\/Council of the Americas (AS-COA). Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1858\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-58722-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224-Das-Iran-Hisbollah-Gespenst-Teil2-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224-Das-Iran-Hisbollah-Gespenst-Teil2-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224-Das-Iran-Hisbollah-Gespenst-Teil2-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224-Das-Iran-Hisbollah-Gespenst-Teil2-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=58722-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224-Das-Iran-Hisbollah-Gespenst-Teil2-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200224-Das-Iran-Hisbollah-Gespenst-Teil2-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie hierzu noch einmal <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58473\">den ersten Teil<\/a> von Frederico F&uuml;llgraf.<\/em><\/p><p>Die von den USA verh&auml;ngten &bdquo;sekund&auml;ren&ldquo; Sanktionen sollen Banken auf der ganzen Welt dazu zwingen, Transaktionen mit &bdquo;unehrlichen Regimen&ldquo; zu unterbrechen. Tun sie es nicht, verlieren sie den Zugang zum US-Finanzsystem. <a href=\"https:\/\/www.univision.com\/noticias\/america-latina\/la-administracion-trump-se-prepara-para-intensificar-las-sanciones-contra-el-regimen-mafioso-de-venezuela\">Die Sanktionen<\/a> k&ouml;nnten sich auf bestimmte Branchen wie Energiewirtschaft, Banken und Seeverkehr konzentrieren, die f&uuml;r den gro&szlig;en venezolanischen &Ouml;l- und Gassektor von grundlegender Bedeutung sind. &bdquo;Dieser Schmerz muss in der gesamten Organisation sp&uuml;rbar sein. Kein Mitglied eines repressiven Regimes kann ausgenommen werden&rdquo;, drohte Story.<\/p><p>Offenbar von &uuml;berst&uuml;rzter Euphorie angetrieben, lie&szlig;en US-Funktion&auml;re dann die Katze aus dem Sack: Die neue Phase versch&auml;rfter Sanktionen seien eine Folge der &bdquo;erfolgreichen Reise des venezolanischen Interimspr&auml;sidenten Juan Guaid&oacute; durch Europa, Kanada und die USA, die mit seiner Teilnahme an der Rede (Pr&auml;sident Donald Trumps) zur Lage der Union gipfelte, wo er mit ger&auml;uschvollen Ovationen gefeiert wurde&ldquo;. Trump erw&auml;hnte Venezuela beim Auftakt seiner Rede, lobte die Anwesenheit Guaid&oacute;s und versprach, &bdquo;Maduros Tyrannei werde niedergeschlagen und zerst&ouml;rt&rdquo;.<\/p><p>Die Gewaltandrohung geht einher mit dem niedrigsten Niveau diplomatischer Beziehungssprache. Seit Mitte 2019 wird Venezuela vom Umfeld des Wei&szlig;en Hauses <a href=\"https:\/\/finance.yahoo.com\/news\/venezuela-cocaine-aeroterror-hezbollah-iran-142154553.html\">als &bdquo;mafi&ouml;ser Narko-Staat&ldquo; bezeichnet<\/a>. Die aggressive Sprachsch&ouml;pfung stammt von Mike Vigil, ehemaliger Chef f&uuml;r internationale Operationen der kaum vom CIA zu unterscheidenden Drogenbek&auml;mpfungsbeh&ouml;rde DEA.<\/p><p>&bdquo;Venezuela ist wahrscheinlich zur Kokain-Hauptstadt der Welt emporgestiegen&rdquo;, steigerte der rechtsradikale Exil-Bolivianer Joseph Humire &ndash; Direktor des Center for a Secure Free Society in Florida &ndash; den Pleonasmus. Venezuela sei der <a href=\"https:\/\/www.securefreesociety.org\/venezuela-seria-base-de-redes-de-terrorismo-guerrilla-y-narcotrafico-venezuela-is-the-base-to-terrorist-guerrilla-and-drug-trafficking-networks\/\">&bdquo;St&uuml;tzpunkt f&uuml;r Terroristen, Guerillas und Drogen&ldquo;<\/a>. Das &bdquo;massive Unternehmen&ldquo; werde nach seiner Ansicht durch korrupte Mitglieder der venezolanischen Regierung und der starken Beteiligung der &bdquo;transnationalen Aspekte der Hisbollah&ldquo; erleichtert.<\/p><p>Humire ist indes nur ein Alias, realiter hei&szlig;t der selbsternannte &bdquo;Terrorismus&ldquo;-Experte Jos&eacute; Miguel. Recherchen des iranischen HispanTV-Korrespondenten in Bolivien, Andr&eacute;s Salari, zufolge, k&auml;mpfte der zugewanderte Bolivianer als Mitglied des US-Marine Corps in Liberia und im Irak und geh&ouml;rt seitdem zur Anti-Cuba-Venezuela-Russland-China-Lobby um Au&szlig;enminister Mike Pompeo und Senator Marco Rubio.<\/p><p>Eine Woche nach der Verk&uuml;ndung der neuen Sanktionen schritt die Regierung Nicol&aacute;s Maduro zu Gegenma&szlig;nahmen und <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/es\/venezuela-denuncia-a-estados-unidos-ante-la-corte-penal-internacional\/a-52371261\">verklagte die USA<\/a> vor dem Internationalen Strafgerichtshof. Au&szlig;enminister Jorge Arreaza bezeichnete die Sanktionen als &bdquo;Massenvernichtungswaffen&rdquo;. Als Verantwortliche und Mitverantwortliche nannte er die Elite der USA, respektive die Oppositionellen in Caracas. Bei den Sanktionen handele es sich um &bdquo;allgemeine und systematische Angriffe&rdquo; gegen die B&uuml;rger des karibischen Landes. Die Fraktion der Linken im Bundestag hatte bereits im August 2019 gegen&uuml;ber der Bundesregierung <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/toedliche-sanktionen-gegen-venezuela-beenden\/\">angeprangert<\/a>, dass die US-Sanktionen bis dahin mindestens 40.000 Menschen das Leben gekostet hatte.<\/p><p>Doch Ziel der Achse Tel Aviv-Washington ist, zugleich drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, n&auml;mlich Venezuela, den Iran und die libanesische Regierungspartei und schiitische Miliz Hisbollah. Daher das Anheizen der Stimmung mit medialem Szenenwechsel zum Kriegsschauplatz Syrien, wo die Syrien-Russland-Iran-Hisbollah-Koalition Idlib als letzten Terroristen-Hort auszuheben versucht.<\/p><p>Das las sich in der Ausgabe der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-02\/syrien-idlib-bombardierung-baschar-al-assad-notlage\"><em>Zeit<\/em> vom vergangenen 12. Februar<\/a> dann so: &bdquo;Immer weiter r&uuml;cken die Truppen des syrischen Diktators Baschar al-Assad in der Provinz Idlib vor. Gest&uuml;tzt wird Assads gewaltsamer Vormarsch von seinen russischen und iranischen Verb&uuml;ndeten. Russland bombardiert dabei gezielt die zivile Infrastruktur, darunter auch immer wieder Krankenh&auml;user&ldquo;. Der gleiche Tenor im britischen <em>The Independent<\/em> und <em>The Guardian<\/em>. Die &bdquo;Informanten&ldquo; vor Ort sind wieder die seit Jahren als Al-Qaida-Handlanger demaskierten &bdquo;Wei&szlig;helme&ldquo; und die unter Hayat Tahrir al-Sham (HTS) auftretende Terror-Organisation Al Qaida wird dann als &bdquo;jihadistische Allianz&ldquo; sch&ouml;ngeschrieben und verharmlost.<\/p><p><strong>Libanesen in Venezuela: die gleiche Hisbollah-Verschw&ouml;rungstheorie des Grenzdreiecks am Igua&ccedil;u<\/strong><\/p><p>Doch zur&uuml;ck zu Venezuela. Israel, das State Department, einflussreiche Medien des Mainstreams, bis hin zu Regionalzeitungen, TV- und Radiosendern der tiefen gesamtamerikanischen Provinz behaupten seit 1994, die libanesische Hisbollah sei nur ein anderer Name des Teufels. Die D&auml;monisierung erstreckte sich jedoch sehr bald auf die gesamte syrisch-libanesische Emigrantenszene Lateinamerikas, insbesondere in Brasilien, Argentinien, Chile und neuerdings in Venezuela.<\/p><p>Auf venezolanischem Gebiet leben derzeit etwa 126.000 Libanesen, mit auf 1.000.000 Menschen gesch&auml;tzte Nachkommen, von denen sich 60 Prozent als Muslime, 30 Prozent als Christen, die restlichen 10 Prozent unter anderem als Drusen bekennen.<\/p><p>Die libanesische Einwanderung in Venezuela begann um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und war, wie in den &uuml;brigen L&auml;ndern, die Folge der repressiven Politik des Osmanischen Reichs. Ihr Einwanderungsstrom erfuhr jedoch einen gewaltigen Nachschub in den 1970er Jahren als Folge der israelischen Besetzung; ein Umstand, zu dem sich g&uuml;nstige Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten in Venezuela paarten, wo die Neuank&ouml;mmlinge ungehindert ihre Identit&auml;t bewahren und ihre Traditionen fortsetzen durften.<\/p><p>Als renommierter Vertreter der syrisch-libanesischen Gemeinde Venezuelas im Kabinett der Regierung Nicol&aacute;s Maduro gilt Tareck Zaidan El Aissami Maddah. Ein zweiter Venezolaner libanesischer Abstammung in einem hohen Rang ist der seit dem 5. August 2017 amtierende Generalstaatsanwalt Tarek William Saab Halabi.<\/p><p>Tareck Aissamis &bdquo;Probleme&ldquo; in den Augen des State Dept. begannen mit der &bdquo;suspekten&ldquo; politischen Biographie seines Vaters, Zaidan El Amin El Aissami; ein zugewanderter Druse, der die irakische Baath-Partei in Venezuela anf&uuml;hrte, den Putschversuch Hugo Ch&aacute;vez&lsquo; von 1992 unterst&uuml;tzte und deshalb inhaftiert wurde. W&auml;hrend Saabs Legitimit&auml;t infrage gestellt wird, weil er von der chavistisch dominierten Verfassungsgebenden Versammlung ernannt wurde, wird Aissami von den USA als &bdquo;Drogenh&auml;ndler und Terrorismus-F&ouml;rderer&ldquo; beschimpft und seine Auslieferung gefordert. Die Anschuldigungen gegen Aissami &ndash; er habe zum Beispiel hunderte von Reisep&auml;ssen an die Hisbollah verteilt &ndash; sind nicht nur an den Haaren herbeigezogen, sie beruhen unter anderem auf haarstr&auml;ubenden Aussagen eines in die USA gefl&uuml;chteten venezolanischen Generals, dem eine Kronzeugenregelung angeboten wurde, und werden von der durch George Soros finanzierten &bdquo;Investigativ&ldquo;-NGO <a href=\"https:\/\/es.insightcrime.org\/venezuela-crimen-organizado\/tareck-el-aissami\/\">InSight Crime kolportiert<\/a>.<\/p><p>Die Legende, die libanesischen Emigranten-Gemeinden finanzierten den Terrorismus, seien gar in massiven Drogenhandel involviert und damit Teil des internationalen Organisierten Verbrechens, wurde &ndash; wie bereits in <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58473\">Teil 1<\/a> dieser Untersuchung berichtet &ndash; im Jahr 1994 unmittelbar nach dem Anschlag auf die Argentinisch-Israelische Vereinigung f&uuml;r Gegenseitigkeit (AMIA) in die Welt gesetzt, bei dem 85 Menschen get&ouml;tet und weitere 300 verletzt wurden.<\/p><p><strong>Chronik einer Verschw&ouml;rungstheorie<\/strong><\/p><p>Mike Pompeos Warnung vom 20. Januar 2020, die Hisbollah <a href=\"https:\/\/www.aa.com.tr\/en\/americas\/hezbollah-is-real-threat-in-south-america-pompeo\/1709602\">bedrohe die Sicherheit Lateinamerikas<\/a>, zieht sich wie ein roter Faden der geheimdienstlichen Feindbeschw&ouml;rung und medialer Chim&auml;re von Buenos Aires im Jahr 1994 bis nach Caracas im Jahr 2020.<\/p><p>Immer dann, wenn die Fabulierung im Zeitstrom verblasst beziehungsweise die Exhumierung der Fabel einer neuen politischen Konjunktur dienlich sein kann, wird das Phantom mit neuen, d&uuml;steren Farben und Revolvergeschichten ausgestattet und medial beschworen. Zum Beispiel von Benjamin &bdquo;Bibi&ldquo; Netanyahu am vergangenen 9. Dezember 2019 <a href=\"https:\/\/www.americadigital.com\/noticias\/primer-ministro-de-israel-confirma-lazos-entre-el-regimen-de-nicolas-maduro-y-hezbollah-37540\">bei einem Empfang<\/a> von Juan Guaid&oacute;s &bdquo;Au&szlig;enminister&ldquo; Julio Borges. &bdquo;Israels Premierminister best&auml;tigt Verstrickungen zwischen dem Regime Nicol&aacute;s Maduro und Hisbollah&ldquo;, hie&szlig; die gleiche Schlagzeile mehrerer lateinamerikanischer Tageszeitungen und Portale. Doch Netanyahu best&auml;tigte absolut garnichts, sondern betete die Leier von Borges nach &ndash; denn so funktioniert das bei den Pressekonferenzen &ndash; der ihm von den &bdquo;Involvierungen&ldquo; erz&auml;hlt hatte.<\/p><p>Das Wortpaar Venezuela-Hisbollah sorgt bei Recherchen f&uuml;r so manche &Uuml;berraschung. &bdquo;Die libanesische Terroristenbande unterh&auml;lt flie&szlig;ende Kontakte zu &acute;Gesch&auml;ftsleuten&acute; und Politikern in der Region. Ihre Verbindungen zum Drogenhandel, zur Geldw&auml;sche und zu Waffen sind die Finanzierungsquellen&ldquo;, steht <a href=\"https:\/\/www.infobae.com\/1969\/12\/31\/1566409-los-nexos-hezbollah-america-latina\/\">in einem St&uuml;ck<\/a> des argentinischen Nachrichtenportals <em>Infobae<\/em>. Doch angesichts des Ver&ouml;ffentlichungsdatums &ndash; 31. Dezember 1969? &ndash; fasst sich der Rechercheur an den Kopf. Die gleiche R&auml;uberpistole, mit dem gleichen Titel, steht n&auml;mlich auf der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/mai978\/posts\/1199672910214380\/\">Facebook-Werbeseite des israelischen Geheimdienstes Mossad<\/a>, dort jedoch gepostet am 12. Juli 2019. Naheliegende Frage: Wer hat von wem abgeschrieben?<\/p><p>Weshalb der Mossad die Fabel neu aufgetischt hat, d&uuml;rfte einen naheliegenden Grund haben: Druck auf die Administration Donald Trump f&uuml;r neue Iran-Sanktionen, die ebenfalls Hisbollah als Kollateralschaden treffen sollten.<\/p><p>Zwei Jahre davor verbreitete das <em>PorIsrael.Org-Portal<\/em> im Februar 2017 eine <a href=\"https:\/\/www.infobae.com\/america\/mundo\/2017\/02\/14\/el-dinero-de-hezbollah-en-latinoamerica-en-la-mira-de-los-estados-unidos\/\">neue Enth&uuml;llung des State Dept<\/a>. &bdquo;Das Au&szlig;enministerium stellt sicher, dass es &uuml;ber spezifische Finanzinformationen &uuml;ber die Organisation und ihre Anh&auml;nger, Propagandisten und Personalvermittler verf&uuml;gt, und sch&auml;tzt, dass die von der Gruppe (Hisbollah) zwischen 2014 und 2016 verwaltete Geldw&auml;sche und Finanzierung mit deutschen und libanesischen Banken trianguliert wurde&ldquo;. Zwischen 600 bis 700 Millionen US-Dollar seien durch illegale Aktivit&auml;ten am Grenzdreieck Argentiniens, in Venezuela, Kolumbien, Brasilien und auf der Insel Margarita im Zahlungsverkehr registriert worden. Beweise &bdquo;illegaler Handlungen&ldquo; und &bdquo;Geldw&auml;sche&ldquo;? Keine.<\/p><p>Weitere zwei Jahre zuvor hatte Israel im M&auml;rz 2015 von Montevideo aus vor der &bdquo;Gegenwart&ldquo; des Iran und Hisbollahs in Lateinamerika <a href=\"https:\/\/www.infobae.com\/2015\/03\/24\/1717807-israel-alerto-uruguay-la-incidencia-iran-y-hezbollah-america-latina\/\">gewarnt<\/a>. Offenbar hielt der Vertreter Israels die lateinamerikanischen Leser f&uuml;r Idioten: Selbstverst&auml;ndlich machte der Iran sich pr&auml;sent, allerdings auf einwandfrei legalem Weg mit der Er&ouml;ffnung neuer Botschaften.<\/p><p>Im Juli 2011 alarmierte ein ebenfalls in mehreren Medien <a href=\"https:\/\/www.animalpolitico.com\/2011\/07\/%C2%BFhezbollah-en-mexico\/\">ver&ouml;ffentlichter Artikel<\/a> angebliche Hisbollah-Umtriebe in Mexiko. Das Nationale Sicherheitskomitee des US-Repr&auml;sentantenhauses sinnierte, ob Hisbollah die USA f&uuml;r einen Terroranschlag im Visier habe. Jedenfalls sei &bdquo;die Gruppe nach Norden gezogen und hat Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen&ldquo;. Sie habe die Narcos im Umgang mit Waffen und Sprengstoffen geschult und damit Spenden gesammelt, um den Kauf von Waffen im Nahen Osten zu finanzieren. Ilan Berman, Vizepr&auml;sident des American Foreign Policy Council und militanter Israel-Lobbyist, erinnerte die Vertreter daran, dass das Nationale Sicherheitskomitee selbst im Jahr 2005 erkl&auml;rt hatte, dass die radikale Gruppe bereits illegal &uuml;ber die s&uuml;dliche Grenze in die USA eingesickert sei. Viele Behauptungen. Beweise? Kein einziger. Doch der Spuk wurde mit dem gleichen Titel und Text acht Jahre sp&auml;ter, im August 2019, rechtzeitig zur israelischen Offensive gegen den Iran von der Tageszeitung <em>El Universal<\/em> <a href=\"https:\/\/www.eluniversal.com.mx\/opinion\/mauricio-meschoulam\/hezbollah-en-mexico\">neu aufgew&auml;rmt<\/a>.<\/p><p>Zeitgleich mit Mexiko war auch Chile im Jahr 2005 Handlungsort nicht erwiesener Unterstellungen. Unter Berufung auf von Wikileaks angezapfte Geheimberichte der US-Diplomatie vom Beginn des neuen Millenniums <a href=\"https:\/\/ciperchile.cl\/2011\/02\/15\/wikileaks-la-obsesion-de-estados-unidos-con-las-supuestas-conexiones-del-terrorismo-islamico-en-chile\/\">hinterfragte das chilenische Investigativ-Portal CIPER<\/a> bereits im Februar 2011 die &bdquo;Besessenheit der USA auf die angeblichen Verbindungen des islamischen Terrorismus in Chile&ldquo;. In <a href=\"https:\/\/ciperchile.cl\/2011\/02\/23\/cable-47948-chile-2005-reporte-nacional-sobre-terrorismo\/\">einem dieser Geheimberichte<\/a> kommentierte der damalige Botschafter der USA in Chile, Craig Kelly, ein Mittagessen vom 6. Januar 2005 mit drei Schl&uuml;sselfiguren der chilenischen Staatssicherheit, n&auml;mlich Gustavo Villalobos &ndash; Direktor des Nationalen Geheimdienstes (ANI) &ndash; Alberto Cienfuegos &ndash; Generaldirektor der Bereitschaftspolizei Carabineros &ndash; und Arturo Herrera, Direktor der Ermittlungspolizei (PDI).<\/p><p>Der US-Amerikaner Kelly verstieg sich jedoch zur infamen Vermutung, &bdquo;are there indigenous, anti-american terrorist groups in country?, und erhielt als Antwort eine eloquente Abfuhr. General Cienfuegos raunte als Erster: &bdquo;Internationalen Terrorismus gibt es in Chile nicht.&rdquo; Geheimdienstchef Villalobos belehrte Kelly, dass es weder bewaffnete Gruppen im Land g&auml;be, noch dass die Terrorismusfinanzierung durch die libanesische Emigrantenszene in Nordchile jemals best&auml;tigt wurde.<\/p><p>Letzter Szenenwechsel &ndash; nach Argentinien. Nachdem der argentinische Geheimdienst SIDE und der israelische Mossad die Theorie gestreut hatten, die AMIA-Attent&auml;ter seien Iraner sowie am Grenzdreieck rekrutierte Hisbollah-K&auml;mpfer gewesen, fand die Legende Einzug in die Justiz, diente als Anklage gegen die bis 2015 amtierende Pr&auml;sidentin Cristina Kirchner und wurde als Druckmittel f&uuml;r ihren Sturz durch die Israel-Lobby in US-amerikanischen Geierfonds benutzt. Zehn Jahre lang war allerdings der am 18. Januar 2015 im von innen verriegelten Badezimmer seines Luxus-Appartements tot aufgefundene Staatsanwalt Alberto Nisman der Protagonist des filmreifen Iran-Drehbuchs.<\/p><p><strong>Das AMIA-Attentat, der Fall Nisman, die Geier-Fonds und die Israel-Lobby<\/strong><\/p><p>Doch was hatte Nisman mit dem Iran und der Hisbollah am Hut?<\/p><p>Nach zw&ouml;lf Jahren irref&uuml;hrender, weil manipulierter Ermittlungen &uuml;ber das Attentat, die in der Entlassung und Verurteilung von Bundesrichter Juan Jos&eacute; Galeano gipfelten, verordnete Pr&auml;sident N&eacute;stor Kirchner die Aufstellung einer Sondergruppe der Staatsanwaltschaft mit dem Codenamen UFI-AMIA und ernannte den jungen Staatsanwalt Alberto Nisman zum neuen Sonderstaatsanwalt in der Causa AMIA.<\/p><p>Gest&uuml;tzt auf Berichte des argentinischen, amerikanischen und israelischen Geheimdienstes machte Nisman die iranische Regierung f&uuml;r den Angriff und die angeblich von ihr beauftragte Hisbollah f&uuml;r den Anschlag verantwortlich. Acht iranische Beamte und ein libanesischer Staatsb&uuml;rger wurden als T&auml;ter beschuldigt, gegen die Interpol Alarmstufe Rot anordnete. Nisman behauptete in seinen Ermittlungen, Argentinien sei als Angriffsziel ausgew&auml;hlt worden, nachdem die argentinische Regierung ein Abkommen &uuml;ber den Transfer von Nukleartechnologie in den Iran zur&uuml;ckgenommen hatte. Im September 2003 war einer der Angeklagten &ndash; der fr&uuml;here iranische Botschafter in Argentinien, Hadi Soleimanpour &ndash; in Gro&szlig;britannien festgenommen und als Tatverd&auml;chtiger angeklagt worden. Die britische Justiz lehnte seine Auslieferung jedoch ab und Soleimanpour wurde freigelassen.<\/p><p>Im Jahr 2005 behauptete Nisman, erstmals einen Beweis f&uuml;r die Beteiligung der Hisbollah am Attentat zu besitzen, und beschuldigte das damals 21-j&auml;hrige Hisbollah-Mitglied Ibrahim Hussein Berro als <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/argentinien-hisbollah-soll-fuer-anschlag-auf-juedisches-zentrum-verantwortlich-sein-a-384126.html\">angeblichen Fahrer und Kamikaze-T&auml;ter<\/a>, der den sprengstoffbeladenen Lieferwagen gefahren und sich selbst damit in die Luft gejagt habe. Falschmeldung! Eine von zahlreichen Fake News des CIA und Ungereimtheiten des Staatsanwalts.<\/p><p>Zwar kam Hussein Berro in jenem Jahr ums Leben, doch nicht in Buenos Aires, sondern an der libanesischen Front gegen Israel. Das forensische Dementi kam vom FBI: Eine entsprechende DNA-Studie <a href=\"https:\/\/www.ambito.com\/politica\/amia-estudio-adn-hecho-fbi-rechaza-hipotesis-del-conductor-suicida-libanes-n4005192\">widerlegte die libanesische Selbstmord-Bomber-Hypothese<\/a>.<\/p><p>Ein vernichtendes Urteil &uuml;ber Nisman f&auml;llte der ehemals fortschrittliche, zum Konservatismus &uuml;bergewechselte Journalist Jorge Lanata <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cD4ztF1OYIs\">in einer TV-Sendung aus Jahr 2006<\/a> mit dem Titel &bdquo;Nisman war ein guter Geheimdienstler&ldquo;. So habe sich der Staatsanwalt in seiner 800-seitigen Anklageschrift &ndash; in der auf mindestens 200 Seiten &uuml;ber Terrorismus theoretisiert und spekuliert wurde &ndash; als einzigen angeblichen Beweis gegen Hisbollah auf eine Beschreibung des mutma&szlig;lichen Kamikaze-Bombers Ibrahim Berro durch eine Hebamme verlassen, die jedoch erkl&auml;rte, &bdquo;es k&ouml;nne sein oder auch nicht sein&ldquo;.<\/p><p>Im Jahr 2005 wurde jedoch auch Richter Claudio Bonad&iacute;o als Berichterstatter des AMIA-Falls wegen &bdquo;mangelnder Unparteilichkeit&rdquo;, also Voreingenommenheit, abgesetzt. Seitdem verlangten die verschiedenen argentinischen Regierungen vom Iran die Auslieferung der Angeklagten, jedoch erfolglos.<\/p><p>Im Jahr 2013 formulierte die nun amtierende Pr&auml;sidentin Cristina Kirchner ein vom argentinischen Parlament ratifiziertes Verst&auml;ndigungs-Memorandum Argentinien-Iran. Dessen Ziel war die Schaffung einer Wahrheitskommission und eine Einrichtung zur Abgabe von Untersuchungserkl&auml;rungen an die angeklagten Iraner. Im Januar 2015 reichte Staatsanwalt Nisman jedoch eine Beschwerde gegen die fr&uuml;here Pr&auml;sidentin, den ehemaligen Au&szlig;enminister H&eacute;ctor Timerman und andere Beamte ein, da das Memorandum angeblich &bdquo;Teil eines kriminellen Plans zur Vertuschung der angeklagten Iraner war&ldquo;. Teils des Plans, so Nisman, sei auch die Aufhebung der Alarmstufe Rot durch Interpol gewesen; ein Vorwurf, den der damalige Interpol-Chef Ronald Noble als infame L&uuml;ge mehrmals zur&uuml;ckwies und Kirchners ehemaligen Au&szlig;enminister j&uuml;discher Abstammung, H&eacute;ctor Timermann, <a href=\"https:\/\/www.perfil.com\/noticias\/politica\/el-extitular-de-interpol-defendio-a-timerman-y-lo-recordo-como-un-hombre-integro.phtml\">in Schutz nahm<\/a>. Noble soll jedenfalls im ersten Halbjahr 2020 noch einmal vor der argentinischen Justiz auftreten.<\/p><p>Am Montag, dem 18. Januar 2015, Stunden, bevor er vor dem Parlament erscheinen sollte, um &uuml;ber die eingereichte Beschwerde und die angebliche Vertuschung zu berichten, wurde Nisman tot aufgefunden.<\/p><p>Der Tod Nismans, dessen Ermittlungen selbst Anfang 2020 noch nicht abgeschlossen sind, ist nach wie vor Gegenstand eines gewaltigen politischen Streits in Argentinien, der tausende Zeitungsseiten f&uuml;llt, ein halbes Dutzend B&uuml;cher, mehrere Dokumentarfilme und die erw&auml;hnte Netflix-Chronik &bdquo;Nisman: der Staatsanwalt, die Pr&auml;sidentin und der Spion&ldquo; erzeugte. Allen Anzeichen nach &ndash; die selbst von kritischen Journalisten der j&uuml;dischen Gemeinde in Argentinien bekr&auml;ftigt werden &ndash; w&auml;hlte Nisman den Selbstmord als verzweifelten Ausweg seiner politischen und privaten Verstrickungen.<\/p><p>Wie der Journalist, Soziologe und ehemalige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des j&uuml;dischen Dachverbandes (DAIA), Jorge Elbaum, unter Berufung auf die israelische Hapoalim-Bankfiliale in Colonia, Uruguay, berichtete, erhielt Nisman vermutlich mehrere hunderttausend US-Dollar Bestechungsgelder f&uuml;r die Aufstellung seiner vom Mossad und dem CIA oktroyierten Behauptungen; darunter allein 280.000 US-Dollar, die zwischen 2010 und 2014 von der israelischen Mediengruppe Hayom, im Besitz des US-amerikanischen Casino-Milliard&auml;rs, Israel-Lobbyisten und Geierfonds-Aktion&auml;rs Sheldon Adelson, <a href=\"http:\/\/eldiario.deljuego.com.ar\/submenunoticiadelaregion\/13998-revelan-que-nisman-recibi-dinero-de-sheldon-adelson.html\">ausgezahlt wurden<\/a>.<\/p><p>Adelson ist n&auml;mlich wichtigster Partner von Paul Singer im NML-Elliot-Geierfonds und Sponsor der American Task Force Argentina (ATFA), einer Organisation, die von den sogenannten <em>Holdouts<\/em> gegr&uuml;ndet wurde, um die Pr&auml;sidentschaft Cristina Kirchners medial zu diskreditieren, weil sie sich geweigert hatte, den Forderungen des NML-Elliot-Geierfonds nachzugeben. Singer und Adelson gingen vor die US-Justiz, die im Handumdrehen die Beschlagnahme argentinischen Staatseigentums anordnete.<\/p><p>Titelbild: ZDF<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Teil 2: Wie eine geheimdienstliche Intrige Israels und der USA die Au&szlig;enpolitik Lateinamerikas vergiftet.<\/strong> Neue, &bdquo;schmerzvolle&ldquo; Sanktionen gegen Venezuela. Die Ank&uuml;ndigung machte James &lsquo;Jimmy&rsquo; Story &ndash; Leiter der Abteilung f&uuml;r venezolanische Angelegenheiten der US-Botschaft in Kolumbien &ndash; am vergangenen 8. Februar w&auml;hrend einer Tagung der Americas Society\/Council of the Americas (AS-COA). Ein Bericht von <strong>Frederico<\/strong><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58722\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":58723,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123,20,166],"tags":[965,1276,669,901,2565,2829,951,1557,1583,1570,2333,1553,1800,1556,1333,682,1019,340],"class_list":["post-58722","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-landerberichte","category-terrorismus","tag-argentinien","tag-attentat","tag-chile","tag-geheimdienste","tag-guaido-juan","tag-hisbollah","tag-iran","tag-israel","tag-libanon","tag-mexiko","tag-pompeo-mike","tag-syrien","tag-trump-donald","tag-usa","tag-venezuela","tag-verschwoerungstheorie","tag-wirtschaftssanktionen","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/nisman-tod-eines-staatsanwalts-die-macht-der-luegen-100_1280x720.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58722"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58722\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58858,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58722\/revisions\/58858"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/58723"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}