{"id":58758,"date":"2020-02-24T08:15:54","date_gmt":"2020-02-24T07:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758"},"modified":"2020-02-24T08:15:54","modified_gmt":"2020-02-24T07:15:54","slug":"hinweise-des-tages-3557","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h01\">Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h02\">Bernie Sanders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h03\">Im Geiste des B&uuml;rgerkriegs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h04\">US-Geheimdienste warnen vor russischer Einmischung in Wahlkampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h05\">Das sind die Routen der 40.000 Soldaten &ndash; und das sind die Kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h06\">SPD schl&auml;gt eigene Streitmacht f&uuml;r die EU vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h07\">Assange<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h08\">Steigende Aktienkurse bereiten EZB Sorgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h09\">&laquo;Shell Papers&raquo;: Dutzende Multis finanzierten Klima-Skeptiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h10\">Bis Altmaiers Wasserstoffblase platzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h11\">Etwas mehr Klimaschutz und etwas sozialer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h12\">Dann sollen wohl Roboter die Arbeit machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h13\">Der Kampf um Lebensraum, Braune Ideologen im Umwelt- und Naturschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h14\">Weil der Mensch ein Mensch ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h15\">Das Coronavirus ist nicht Chinas Tschernobyl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h16\">Zur Resolution des EU-Parlaments: &laquo;Geschichtsf&auml;lscher am Werk&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h17\">Hanau, Th&uuml;ringen, Halle und die Verantwortung der CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58758#h18\">Andreas Schmitt als &ldquo;Obermessdiener am Hohen Dom zu Mainz&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hamburg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Im klassischen Sinne links&ldquo;<\/strong><br>\ntaz: Herr Tschentscher, ist die Wahl in Hamburg bundespolitisch wichtig f&uuml;r die SPD?<br>\nPeter Tschentscher: Landtagswahlen haben immer eine gewisse Bedeutung f&uuml;r den Bund, im Vordergrund steht aber jeweils die Landespolitik. Die SPD in Hamburg hat in den vergangenen neun Jahren gut gearbeitet. Was wir hier geschafft haben, wird in vielen Bereichen als Vorbild in Deutschland gesehen. Beim Wohnungsgipfel im Bundeskanzleramt war zum Beispiel unser Wohnungsbauprogramm der Ma&szlig;stab, wie man es machen sollte. Wir haben nach &uuml;ber 90.000 Wohnungsbaugenehmigungen und nach der Fertigstellung von bereits &uuml;ber 50.000 Wohnungen nur noch eine Mietsteigerung von 1,3 Prozent, andere St&auml;dte haben 4 Prozent oder mehr. (&hellip;)<br>\nPeter Tschentscher bezeichnet seinen Landesverband als &bdquo;ursozialdemokratisch&ldquo;. Einen Hamburger Mietendeckel w&uuml;rde es unter ihm trotzdem nicht geben. (&hellip;)<br>\nSie sollen als Finanzsenator auf Forderung in H&ouml;he von 47 Millionen Euro gegen&uuml;ber der Warburg-Bank verzichtet haben. Dabei ging es um der Bank zu Unrecht erstattete Steuern aus sogenannten Cum-Ex-Gesch&auml;ften. Was sagen Sie dazu?<br>\nIch sage klipp und klar: Die Hamburger Finanz&auml;mter ziehen alle Steuerschulden vollst&auml;ndig ein und machen alle Anspr&uuml;che im steuerlichen Verfahren geltend. Wie bereits vor zwei Jahren in einer &ouml;ffentlichen Sitzung des Haushaltsausschuss dargestellt, ist es in komplizierten Cum-Ex-F&auml;llen allerdings h&auml;ufig schwierig zu beweisen beziehungsweise darzulegen, ob eine Forderung oder ein Anspruch tats&auml;chlich besteht. Solche Entscheidungen m&uuml;ssen auch in einem gerichtlichen Verfahren Bestand haben, sonst drohen der Stadt gro&szlig;e finanzielle Sch&auml;den durch Verzinsungsanspr&uuml;che, Prozess- und Beraterkosten und m&ouml;glicherweise Amtshaftungsanspr&uuml;che. Ein Protokoll zu dieser Sitzung steht sogar im Internet.<br>\nDie Linkspartei wollte 2019 per Anfrage wissen, ob sich Senatsmitglieder mit Vertretern der Warburg-Bank getroffen haben und &uuml;ber Steuern gesprochen haben. Die Senatskanzlei hat das verneint, Olaf Scholz inzwischen bejaht. Wie kann das sein?<br>\nDie Anfrage der Linkspartei wurde im Sinne der Fragestellung korrekt beantwortet. (&hellip;)<br>\nEs gibt drei Themen, die eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der B&uuml;rger wichtig findet. Ein sorgsamer Umgang mit Steuergeld. Deshalb haben wir unseren Haushalt saniert und verschulden uns nicht mehr zulasten kommender Generationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/SPD-Spitzenkandidat-ueber-Wahl-in-Hamburg\/!5661181\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein typisches Gef&auml;lligkeitsinterview, in dem ein Vertreter des konservativsten Teils der sowieso schon neoliberalen SPD unwidersprochen bleibt zu den rasant steigenden Mieten in Hamburg, dem skandal&ouml;sen Verzicht auf die Zahlungen der Warburg-Bank oder der uns&auml;glichen und strohdummen Behauptung, die Schuldenbremse (&ldquo;sorgsamer Umgang mit Steuergeld&rdquo;, &ldquo;verschulden uns nicht mehr zulasten kommender Generationen&rdquo;) w&auml;re irgendwie gut f&uuml;r die nachfolgenden Generationen. Das ist angesichts der schlechten Infrastruktur auch in Hamburg schon falsch, aber wenn man an die 10 bis 20 Milliarden Euro zus&auml;tzlichen Schaden denkt, die durch das HSH Nordbank-Desaster entstanden sind (<a href=\"https:\/\/taz.de\/!5554624\/\">in der taz selber thematisiert<\/a>), einfach nur l&auml;cherlich: das war ja ein besonders &ldquo;sorgsamer Umgang mit Steuergeld&rdquo;. Aber die taz und dort besonders der Interviewer Stefan Reinecke sind ja ebenfalls &ldquo;klassisch links&rdquo; wie Tschentscher, d. h. mit den Gr&uuml;nen weit ins neoliberal-konservative Lager gewandert. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Mann, der in Hamburg Nadelstiche setzt<\/strong><br>\nWie &Ouml;konom Fabio de Masi der Linken zum Erfolg verhelfen will (&hellip;)<br>\nNur wenige Tage vor der Wahl zur Hamburger B&uuml;rgerschaft will De Masi noch etwas f&uuml;r die Partei und Spitzenkandidatin Cansu &Ouml;zdemir drehen.<br>\nEr ist zur&uuml;ck in seiner Stadt. &Uuml;ber Platz 1 der Landesliste schaffte er 2017 den Sprung in den Bundestag. Und auch fachlich bewegt sich der &Ouml;konom auf seinem Terrain. Es geht um Steuertransparenz und &bdquo;Cum-Ex&ldquo;. In den umstrittenen Aktiengesch&auml;ften rund um den Dividendenstichtag lie&szlig;en sich Anleger die nur einmal angefallene Kapitalertragsteuer mehrfach zur&uuml;ckerstatten. De Masi setzt auf die Macht der Bilder, um seine Botschaft zu transportieren. Der Hai, stolzer K&ouml;nig der Meere, symbolisiert die r&uuml;cksichtslose Gier von Investoren. Und der Berufspolitiker De Masi verschanzt sich nicht hinter Konjunktiven und Passivkonstruktionen. &bdquo;Die Linke sagt als einzige Kraft &ndash; wir wollen mit dem Cum-Ex-Saustall aufr&auml;umen&ldquo;, skandierte De Masi vor wenigen Tagen auf einer Wahlveranstaltung mit Sahra Wagenknecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/unternehmen\/2020-02-22\/8244474313eebdd1e7d7b56f912799fe\/?GEPC=s3%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em>Lesen Sie zu den Wahlen in Hamburg bitte auch: Albrecht M&uuml;ller &ndash; &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58754\">Massiver Kampagnenjournalismus bei der Hamburg-Wahlberichterstattung des ZDF.<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bernie Sanders<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Warum niemand Bernie Sanders untersch&auml;tzen sollte<\/strong><br>\nBernie Sanders wird von US-Pr&auml;sident Donald Trump und aus den eigenen Reihen f&uuml;r seine Sozialstaats-Pl&auml;ne attackiert. Dabei hat der linke Senator aus Vermont eigentlich in vielen Punkten recht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bernie-sanders-warum-den-demokraten-vor-den-us-wahlen-niemand-unterschaetzen-sollte-a-a9fa311a-235d-4280-9cf1-ac077deb7c2a%20\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Bernie Sanders gewinnt schon wieder<\/strong><br>\nDer linke Senator liegt in Nevada klar in F&uuml;hrung, aber auch andere Kandidaten bleiben im Rennen. Bei den Demokraten w&auml;chst die Furcht vor einer Schlammschlacht um die Pr&auml;sidentschaftskandidatur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-bernie-sanders-gewinnt-vorwahl-der-demokraten-in-nevada-a-369db4e6-c0c2-4a51-9d8c-9e5fb63aa782%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Obwohl also Bernie Sanders auf dem besten Weg ist, zumindest eine deutliche relative Mehrheit der &ldquo;Pledged Delegates&rdquo; zu gewinnen, planen die sogenannten Moderaten (Parteirechten), ihm die Kandidatur durch Hinterzimmertricks abzunehmen, wie schon 2016. Nachdem das Wahlsystem in den USA (Mehrheitsvoten pro Bundesstaat statt Gesamtstimmenzahl, Gerrymandering, Ausschluss von Minderheiten von den Wahllisten&hellip;) eh schon sehr ungerecht ist, scheint es mit der innerparteilichen Demokratie auch nicht weit her zu sein. Vier weitere Jahre Trump sind f&uuml;r die Democrats also viel leichter zu ertragen als ein &ldquo;linker&rdquo; (nach deutschen Ma&szlig;st&auml;ben h&ouml;chtens sozialdemokratischer) Pr&auml;sident. Das st&ouml;&szlig;t sogar der FAZ als undemokratisch auf, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/vorwahlen-der-demokraten-in-den-usa-albtraum-bernie-sanders-16647674.html\">die Bernie offen einen &ldquo;Alptraum&rdquo; nennt<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Outcry after MSNBC host compares Sanders&rsquo; Nevada win to Nazi invasion<\/strong><br>\nCalls for firing of Chris Matthews after widespread anger<br>\nSanders, a self-proclaimed democratic socialist is Jewish<br>\nMSNBC host Chris Matthews compared Bernie Sanders&rsquo; victory in the Nevada caucuses on Saturday to the Nazi invasion of France, spurring calls for his firing.<br>\n&ldquo;I was reading last night about the fall of France in the summer of 1940 and the general, Reynaud, calls up Churchill and says, &lsquo;It&rsquo;s over,&rsquo;&rdquo; Matthews said on air on Saturday night.<br>\n&ldquo;And Churchill says, &lsquo;How can that be? You&rsquo;ve got the greatest army in Europe. How can it be over?&rsquo; He said, &lsquo;It&rsquo;s over.&rsquo;&rdquo;<br>\n&ldquo;So I had that suppressed feeling,&rdquo; Matthews also said.<br>\nSanders, a senator from Vermont and self-proclaimed democratic socialist, is Jewish.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/us-news\/2020\/feb\/23\/msnbc-chris-matthews-sanders-nevada-win-nazi-invasion\">Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So sieht sie also aus, die gem&auml;&szlig;igte Mitte. Wenn es passt, wird schon mal aus dem Nachfahren von Holocaust-Opfern ein Nazi gemacht, der das &bdquo;gem&auml;&szlig;igte&ldquo; Parteiestablishment mit seinen Panzern &uuml;berrollt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Im Geiste des B&uuml;rgerkriegs<\/strong><br>\nWer glaubte, die moderne Welt w&uuml;rde immer komplexer und ausdifferenzierter werden, muss sich wohl get&auml;uscht haben. Zwei klare Lager haben sich auf dem darniederliegenden Pluralismus gebildet, die endlich wieder eine einfache schematische Aufteilung in Gut und B&ouml;se erm&ouml;glichen: Hier Demokraten, dort Faschisten und Nazis. Hier die Verteidiger der offenen Gesellschaft, dort ihre Feinde. Mehr scheint es nicht mehr zu geben, darunter geht es nicht.<br>\nEs gab mal eine Zeit, da war klar und eindeutig definiert, was ein Nazi war. Auch wer im Geschichtsunterricht gut aufgepasst hatte, wusste, aus welchen ideologischen Bausteinen sich der Nationalsozialismus speiste: Totalitarismus, Rassenwahn, Antisemitismus, v&ouml;lkischen &Uuml;berlegenheitsphantasien sowie Blut-und-Boden-Ideologie.<br>\nSchon aufgrund der ungeheuerlichen und historisch einzigartigen Verbrechen, die im Namen dieser Ideologie begangen wurden, &uuml;berlegte man sich dreimal, wen man als Nazi bezeichnete. Seit 1945 war und ist es das schlimmste Bannwort, mit dem man den politischen Gegner belasten kann. Der angemessene Umgang mit ihm resultierte aus politischem Verantwortungsbewusstsein und vernunftgeleiteter Folgeabsch&auml;tzung f&uuml;r die demokratisch-politische Kultur.<br>\nDoch in unserer medialen Aufmerksamkeits&ouml;konomie scheint bis auf den Hashtag nichts mehr heilig zu sein. Wie Junkies treten Medien und Politiker eine Emp&ouml;rungswelle nach der anderen los. Ob Antisemit, Faschist oder Nazi &ndash; es herrscht die Hyperinflation der Bannw&ouml;rter. Man wirft mit ihnen um sich, als seien es Schneeb&auml;lle. Skrupel ob ihrer Instrumentalisierung als ultimative politische Totschlagkeule scheinen nicht mehr existent zu sein. Mit der fatalen Folge, dass sich die Begriffe abnutzen und ihren historischen Sinngehalt verlieren.<br>\nEgal ob CDU, Gr&uuml;ne, FDP oder Linke, sie alle versuchen, die AfD als Wiedergeburt der NSDAP darzustellen. Dabei reicht ein Blick in beide Parteiprogramme, um den Wahnwitz dahinter zu erkennen. Genauso vermessen waren nach der Wahl von Kemmerich mit Stimmen der AfD in Th&uuml;ringen die zahllosen Analogien zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, zu Hindenburg und Hitler. Es ist die Medienstrategie der maximalen Apokalyptik. Doch der Effekt ist das Gegenteil vom Erhofften &ndash; und macht die AfD nur noch st&auml;rker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/02\/im-geiste-des-buergerkriegs\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.M.:<\/strong> Der Kommentar von Tobias Riegel zum Amoklauf von Hanau geh&ouml;rt zusammen mit dem von Sebastian M&uuml;ller bei Makroskop zu den Lichtblicken des heutigen Tages<\/em><br>\n<em>Gleiches galt zur th&uuml;ringischen Wahlfarce.<\/em><br>\n<em>Als Gegenpol dazu versucht <a href=\"https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/nach-hanau-verschwoerungstheorien-sind-keine-harmlosen-spinnereien100.html\">ein Kommentar des Bayerischen Rundfunk<\/a>, eine Linie von den &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo; des Daniele Ganser zu den Morden von Hanau zu ziehen.<\/em><br>\n<em>Und hier nun wird es tats&auml;chlich interessant, denn vor dem Eklat in Th&uuml;ringen und den Morden von Hanau war mir aufgefallen, wie sonderbar die Fronten im Stadtrat von Bautzen &uuml;ber <a href=\"https:\/\/hintermbusch.wordpress.com\/2020\/01\/31\/skandal-fdp-bautzen-fuer-freiheit\/%20\">die Verleihung des &lsquo;Bautzner Friedenspreises&rsquo;<\/a> an Daniele Ganser verlaufen sind.<\/em><br>\n<em>Hier forderten Gr&uuml;ne, SPD und Linke eine Distanzierung des Stadtrats, w&auml;hrend sich die Stadtr&auml;te von CDU, FDP, Freien W&auml;hlern und AfD sogar in gro&szlig;er Zahl zur  Preisverleihung begaben.<\/em><br>\n<em>Das zeigt, dass die Parteigrenzen in Gesamtdeutschland nichts mehr, &lsquo;links&rsquo; und &lsquo;rechts&rsquo; kaum noch das bedeuten, was sie vor 25 Jahren bedeuteten<\/em><br>\n<em>Es kommt f&uuml;r uns aber darauf an, folgende Kernziele zu erhalten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>die Rede- und Meinungsfreiheit<\/em><\/li>\n<li><em>den Frieden in Europa<\/em><\/li>\n<li><em>und wirtschaftlich u.a. eine stabile und zukunftsf&auml;hige Versorgung mit Energie<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Der gemeinsame Kampf f&uuml;r die Meinungsfreiheit schlie&szlig;t die eine oder andere Meinungsverschiedenheit eben nicht aus.<\/em><br>\n<em>Es kommt darauf an, <a href=\"https:\/\/hintermbusch.wordpress.com\/2020\/02\/02\/energiezukunft-statt-klimahysterie\/\">sie sachlich auszutragen und tragf&auml;hige Kompromisse wieder m&ouml;glich zu machen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Geheimdienste warnen vor russischer Einmischung in Wahlkampf<\/strong><br>\nRussland versucht sich zugunsten Donald Trumps in die Vorwahlen der Demokraten und die Pr&auml;sidentschaftswahl einzumischen. Die US-Geheimdienste sind laut Medien alarmiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-02\/donald-trump-usa-wahl-manipulation-russland-wiederwahl?cid=51661917#cid-51661917%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> normalerweise lache ich nur noch, wenn wieder dieser Unsinn &uuml;ber &ldquo;russische Einflussnahme&rdquo; auf den amerikanischen Wahlkampf in unseren Medien aufpoppt.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber jetzt wird es sogar so l&auml;cherlich, dass sich unsere Edelfedern nicht mal mehr einig sind, WEN die Russen angeblich unterst&uuml;tzen.<\/em><\/p>\n<p><em>W&auml;hrend ZON noch dem alten Narrativ anh&auml;ngt, dass die Russen Trump helfen wollen (nat&uuml;rlich formuliert als Tatsache) (&hellip;) berichtet SpOn nun, dass es jetzt Bernie Sanders ist, den die Russen ins White House hieven wollen (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Genau genommen ist diese Konfusion sogar verst&auml;ndlich, denn die Demokraten d&uuml;rften inzwischen gemerkt haben, dass ihr EIGENER Kandidat Bernie Sanders nun der gr&ouml;&szlig;ere Gegner ist als Trump. Die Politik des Letzteren bereitet ihnen mit Sicherheit weniger Sorge, als das, was sie von einem Pr&auml;sidenten Sanders bef&uuml;rchten.<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb versuchen Washington Post und Co nun Sanders zu diskreditieren, indem sie nun IHM eine &ldquo;russian collusion&rdquo; anh&auml;ngen.<\/em><\/p>\n<p><em>Erstaunt bin ich nur, dass denen nichts besseres eingefallen ist, als den gleichen Unsinn &ndash; nur mit anderer Zielperson &ndash; wieder hervor zu kramen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.R.:<\/strong> die zahlreichen Berichte &uuml;ber angebliche russische Einmischungen in Wahlen in aller Herren L&auml;nder habe ich noch nie wirklich ernst genommen habe, zumal jeder Bericht dazu komplett ohne den geringsten Beweis auskam. Jetzt wird das M&auml;rchen aber langsam richtig absurd.<\/em><\/p>\n<p><em>Die S&uuml;ddeutsche schrieb gestern: Bericht: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/russland-wahlbeeinflussung-usa-trump-2020-1.4808146\">US-Geheimdienste sehen russische Kampagne zu Gunsten Trumps<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em>Na gut, dachte ich mir, so was in der Art war im Vorfeld zu erwarten und davon wird noch mehr kommen. Nicht so wichtig.<\/em><\/p>\n<p><em>Heute schreibt die Zeit folgendes: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-02\/us-vorwahl-bernie-sanders-russland-unterstuetzung-manipulation\">Russland will offenbar Bernie Sanders unterst&uuml;tzen<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em>Gibt es neuerdings zwei L&auml;nder die Russland hei&szlig;en?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das sind die Routen der 40.000 Soldaten &ndash; und das sind die Kosten<\/strong><br>\n[&hellip;] iese Orte spiele bei &bdquo;Defender 2020&Prime; eine Rolle:<br>\nUlm: Hier liegt der neue Nato-Kommandostandort zur Verbesserung der Transporte von Personal und Material.<br>\nGrafenw&ouml;hr: Hier befindet sich ein Truppen&uuml;bungsplatz.<br>\nBergen: Hier befindet sich eine Gro&szlig;tankanlage, ein Truppen&uuml;bungsplatz und eine Eisenbahn-Rampe. &Uuml;ber die sollen 450 Panzer oder andere Fahrzeuge sowie 40 Pioniermaschinen verladen werden.<br>\nGarlstedt, Burg, Oberlausitz: Diese &ldquo;Verlegeunterst&uuml;tzung&rdquo; genannten Servicepunkte stellen Treibstoff bereit, setzen Material in Stand und leisten &auml;rztliche Versorgung. Hier k&ouml;nnen die Soldaten auch &uuml;bernachten, die Bundeswehr bewacht diese Center.<br>\nBerlin: &Uuml;ber den Flughafen werden Truppen per Luft verlegt.<br>\nRamstein, M&uuml;nchen, N&uuml;rnberg, Frankfurt, Hamburg: Auch in diesen St&auml;dten k&ouml;nnen die Flugh&auml;fen eine Rolle spielen.<br>\nBremerhaven, Bremen, Duisburg, Krefeld: &Uuml;ber diese Standorte kann Material verlegt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nato-manoever-defender-2020-startet-das-sind-die-routen-der-40-000-soldaten-und-das-sind-die-kosten\/25436958.html%20\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz sollte wohl auch als (mediale) Vorbereitung f&uuml;r dieses Man&ouml;ver dienen. Jedenfalls k&ouml;nnte die Terminierung als hierf&uuml;r zweckdienlich erscheinen. Die Bundeswehr soll wohl bei diesem Man&ouml;ver auch ihre F&auml;higkeiten unter Beweis stellen &ndash; im Sinne von &bdquo;mehr Sicherheit&ldquo; bzw. &bdquo;Deutschlands Verantwortung in der Welt&ldquo; und nat&uuml;rlich mit dem Argument der Entlastung der USA, die unter Pr&auml;sident Obama ihren Konfrontationsschwerpunkt in den asiatisch-pazifischen Raum verlegt haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie f&uuml;r ein besseres Verst&auml;ndnis der globalen Zusammenh&auml;nge auf den NachDenkSeiten z.B. auch bzw. erneut<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58543\">Amerika ziehe sich zur&uuml;ck &ndash; eine clevere L&uuml;ge der R&uuml;stungslobby <\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57342\">Die Sieger des Jahres: die R&uuml;stungswirtschaft und das Milit&auml;r. Nach Punkten, wenn nicht sogar mit einem K.O. f&uuml;r den Frieden<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Fazit: Auch Deutschland steht an der Seite der USA und sichert auch mit einem US-Pr&auml;sidenten Trump deren Imperium ab.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>SPD schl&auml;gt eigene Streitmacht f&uuml;r die EU vor<\/strong><br>\nIn der Europ&auml;ischen Union kommt die milit&auml;rische Kooperation nur schleppend voran. Nun schl&auml;gt die SPD eine eigene Armee f&uuml;r Br&uuml;ssel vor. F&uuml;r die Dienstposten bewerben k&ouml;nnten sich alle EU-B&uuml;rger. Doch das Unterfangen w&auml;re teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article206065987\/Verteidigung-SPD-schlaegt-eigene-Streitmacht-fuer-die-EU-vor.html%20\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist nun nicht die SPD, sondern &ldquo;nur&rdquo; einer ihrer f&uuml;hrenden Politiker, der mit solchen Vorschl&auml;gen um die Ecke kommt, aber schlimm genug. Wachsende Armut und Ungleichheit in der EU, Massenarbeitslosigkeit, Umweltprobleme oder die verlotterte Infrastruktur? Nein, nach Felgentreu scheint das dringendste Problem zu sein, dass die EU keine Armee hat, mit der sie im Rest der Welt &ldquo;robuste Eins&auml;tze&rdquo;, sprich &ldquo;Krisenintervention&rdquo;, sprich Kriege, (durch)f&uuml;hren kann. Das oft diskutierte Demokratiedefizit der EU &ndash; schon im EU-Parlament, aber noch viel mehr in der EU-Kommission &ndash; tritt demgegen&uuml;ber wohl zur&uuml;ck. M. a. W., Felgentreu bef&uuml;rwortet einen nahezu diktatorischen Durchgriff der EU-Kommission auf eine eigene Armee, denn die hier beschriebene Abstimmung von &ldquo;Einsatzentscheidungen mit den beteiligten Staaten&rdquo; kann nur entweder so z&auml;h sein wie bisher &ndash; dann w&auml;re die EU-Armee genauso effektiv wie das bisherige Sammelsurium &ndash; oder eine pseudodemokratisches Feigenblatt, das die Entscheidungen des &ldquo;Verteidigungskommissars&rdquo; einfach durchwinkt. Dass die EU nach den mir bekannten Interpretationen der EU-Vertr&auml;ge mangels Staatlichkeit keine Armee haben darf, dass es beim Einsatz der Bundeswehr und deutscher Soldaten (noch) wenigstens einen formalen Parlamentsvorbehalt des Bundestags gibt, scheint Felgentreu auch nicht weiter zu interessieren. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Assange<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Auml;rzte fordern Ende der &laquo;psychologischen Folter&raquo;<\/strong><br>\nKnapp 120 &Auml;rzte und Psychologen fordern ein Ende der &laquo;der psychologischen Folter und medizinischen Vernachl&auml;ssigung&raquo; von Julian Assange.<br>\nDer Wikileaks-Gr&uuml;nders leide unter den Folgen des Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft und im Londoner Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh, schrieben die Experten in einem Brief, den die Medizin-Zeitschrift &laquo;The Lancet&raquo; ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\nSollte der 48-J&auml;hrige in der Zelle sterben, dann sei er &laquo;effektiv zu Tode gefoltert worden&raquo;, schreiben die Mediziner weiter. (&hellip;)<br>\nUnterdessen hat sich Assanges Kollege und Sprecher, der Isl&auml;nder Kristinn Hrafnsson, zu Wort gemeldet. Demnach werde Assange nicht l&auml;nger in Einzelhaft gehalten und seine Gesundheit verbessere sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/sorge-um-assange-aerzte-fordern-ende-der-psychologischen-folter%20\">SRF<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Es gilt, f&uuml;r jemanden einzutreten, dem &uuml;belst mitgespielt wird&ldquo;<\/strong><br>\nDas Verfahren gegen Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange sei ein gro&szlig; angelegter Versuch der USA, ein abschreckendes Beispiel zu statuieren, sagte der Journalist Heribert Prantl im Dlf. Nun gehe es darum, einen verdienten Aufkl&auml;rer zu rehabilitieren &ndash; und f&uuml;r die Zukunft der Pressefreiheit einzutreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/heribert-prantl-zu-julian-assange-es-gilt-fuer-jemanden.694.de.html?dram:article_id=470922\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steigende Aktienkurse bereiten EZB Sorgen<\/strong><br>\n&bdquo;Es wurde angemerkt, dass die Kursgewinne am Aktienmarkt nicht mit einer Verbesserung der Gewinnaussichten [der Unternehmen] in Verbindung stehen&ldquo;, hei&szlig;t es darin. &Auml;hnlich wie in den USA deute dies darauf hin, dass sich die Finanzm&auml;rkte von den verhaltenen Aussichten f&uuml;r die Realwirtschaft abgekoppelt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/geldpolitik\/sitzungsprotokolle-steigende-aktienkurse-bereiten-ezb-sorgen\/25566742.html?j=596852&amp;sfmc_sub=276547894&amp;l=266_HTML&amp;u=15468954&amp;mid=7322111&amp;jb=392&amp;ticket=ST-6349812-F3cLePds2PZRHl1QWg0T-ap3%20\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&laquo;Shell Papers&raquo;: Dutzende Multis finanzierten Klima-Skeptiker<\/strong><br>\nEin Professor f&uuml;r Chemie bezeichnete den Treibhauseffekt als Mythos und CO2 als ungef&auml;hrlich und &laquo;gut f&uuml;r Pflanzen&raquo;. F&uuml;r diese Aussagen erhielt er von Dutzenden von Firmen Geld. (&hellip;)<br>\nVer&ouml;ffentlicht wurden die &laquo;Shell Papers&raquo; in der Zeitung &laquo;De Volkskrant&raquo; sowie auf dem niederl&auml;ndischen Investigativ-Portal &laquo;Follow the Money&raquo;. Demnach erhielt der inzwischen verstorbene Chemieprofessor B&ouml;ttcher insgesamt mehr als eine Million niederl&auml;ndische Gulden (450&rsquo;000 Euro) von den Firmen, die er zur Ver&ouml;ffentlichung klimawandel-skeptischer Artikel und Meinungsbeitr&auml;ge einsetzte. (&hellip;)<br>\nZu B&ouml;ttchers namhaftesten Unterst&uuml;tzern z&auml;hlten den Journalisten zufolge neben Shell und KLM auch der deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp sowie die niederl&auml;ndische Bankengruppe ING.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/wirtschaft\/standardshell-papers-dutzende-multis-finanzierten-klimaskeptiker\/story\/21591385\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein darunter stehender Kommentar sch&auml;tzt den Vorgang wohl richtig ein: &bdquo;Jedem, der sich mit der Geschichte der Tabakmultis auseinandergesetzt hat, war klar, dass dies beim Thema Klima genau gleich laufen w&uuml;rde.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bis Altmaiers Wasserstoffblase platzt<\/strong><br>\nJetzt hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier das Geheimnis gel&uuml;ftet. &ldquo;Deutschland wird einen Gro&szlig;teil des k&uuml;nftigen Bedarfs an CO2-freiem bzw. CO2-neutralem Wasserstoff importieren m&uuml;ssen&rdquo;, zitiert der Spiegel aus dem Entwurf einer &ldquo;nationalen Wasserstoffstrategie&rdquo;. Dazu wolle man &ldquo;Energiepartnerschaften&rdquo; mit Erzeugerl&auml;ndern eingehen &ndash; sprich: mit Afrika oder Australien. (&hellip;)<br>\nKommen wir zum zeitlichen Aspekt: Bis Wasserstoff etwas bewirkt, wenn &uuml;berhaupt, werden wohl Jahrzehnte vergehen. F&uuml;r den Kampf gegen den Klimawandel sind aber schnelle Erfolge entscheidend. Wenn erst die Permafrostb&ouml;den auftauen und massenhaft Methan freisetzen, kommt der Wasserstoff zu sp&auml;t. (&hellip;)<br>\nBesonders grotesk wirken Altmaiers gro&szlig;e Pl&auml;ne, wenn man sich sein reales Regierungshandeln anschaut &ndash; zum Beispiel beim 2013 eingef&uuml;hrten 52-Gigawatt-Deckel f&uuml;r die F&ouml;rderung der Photovoltaik. Diese Schwelle wird langsam erreicht, dann w&uuml;rde der Zubau praktisch zum Erliegen kommen. Es gibt heute weder technische noch wirtschaftliche Gr&uuml;nde daf&uuml;r, den Deckel beizubehalten. Praktisch niemand setzt sich noch f&uuml;r seinen Erhalt ein. Er sollte schon mehrfach gestrichen werden. Trotzdem hat das Bundeswirtschaftsministerium es bis heute (beziehungsweise bis Redaktionsschluss) nicht geschafft, ihn abzuschaffen. Immerhin: Ende Januar versprach Altmaier, die Aufhebung mit &ldquo;besonderer Eile&rdquo; voranzutreiben.<br>\nUnd nun will eine Regierung, die nicht einmal trivialste Korrekturen zeitnah umsetzen kann, ein so komplexes Projekt wie eine internationale Wasserstoff-Infrastruktur angehen? Das ist so, als w&uuml;rde man schon beim Mau-Mau st&auml;ndig die Karten durcheinanderbringen und sich trotzdem als n&auml;chster Skatweltmeister ausrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Bis-Altmaiers-Wasserstoffblase-platzt-4663905.html\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Etwas mehr Klimaschutz und etwas sozialer<\/strong><br>\nDie Senkung der EEG-Umlage um 3,3 Cent je Kilowattstunde entlastet die Stromverbraucher nach den DIW-Angaben ab 2026 um etwa 10,9 Milliarden Euro j&auml;hrlich, davon kommt ein Drittel den privaten Haushalten zugute. In den kommenden drei Jahren sp&uuml;lt die h&ouml;here Pendlerpauschale den privaten Haushalten zudem noch j&auml;hrlich 600 Millionen Euro in die Kassen, ab 2024 steigt der Betrag sogar auf 900 Millionen Euro j&auml;hrlich.<br>\nWie schon beim urspr&uuml;nglichen Klimapaket bleibt es nach dem Bund-L&auml;nder-Kompromiss dabei, dass &auml;rmere Haushalte st&auml;rker als reichere betroffen sind. Ab 2026, wenn der CO2-Preis bei 65 Euro je Tonne liegt, belastet das Klimapaket die privaten Haushalte laut DIW mit durchschnittlich 0,43 Prozent ihres Nettoeinkommens. Bei geringen Einkommen kann die Belastung auf 0,5 Prozent steigen und bei hohen Einkommen bis auf 0,3 Prozent zur&uuml;ckgehen.<br>\nInsgesamt, bilanzieren die DIW-Forscher, wirke das Klimapaket nun aber &ldquo;deutlich weniger regressiv&rdquo;. Hauptgrund daf&uuml;r sei die starke Senkung der EEG-Umlage, von der Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen st&auml;rker profitierten.<br>\nAus Sicht der Wirtschaftsforscher sind die Nachbesserungen am Klimapaket &ldquo;ein Schritt in die richtige Richtung&rdquo;, reichen jedoch noch nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen, besonders im Verkehr.<br>\nHier halten die DIW-Experten einen h&ouml;heren CO2-Preis f&uuml;r &ldquo;sinnvoll&rdquo;. Sie kommen in der Analyse aber auch auf ihren Vorschlag zur&uuml;ck, die Haushalte durch eine einheitliche &ldquo;Pro-Kopf-Klimapr&auml;mie&rdquo; zu entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/deutschland\/etwas-mehr-klimaschutz-und-etwas-sozialer\">klimareporter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Uuml;ber die Situation finanzschwacher Privathaushalte hatte Jens Berger bereits vor etwa einem dreiviertel Jahr geschrieben: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51572\">Die Soziale Frage darf kein Totschlagargument gegen Umwelt- und Klimaschutz sein<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Dann sollen wohl Roboter die Arbeit machen<\/strong><br>\nNach einer Einwanderungsreform will Gro&szlig;britannien nur noch Qualifizierte ins Land lassen. Dabei werden einfache Arbeiter gebraucht. Automatisierung soll die L&ouml;sung sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-02\/grossbritannien-einwanderung-brexit-facharbeiter-arbeitskraefte-brexit%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Oh Gott. Wenn die Roboter nicht die Arbeit erledigen, dann vielleicht &ndash; Menschen? So wie in den letzten Zehntausend Jahren organisierter Arbeit? Dieses f&auml;lschlich als &ldquo;Analyse&rdquo; verbr&auml;mte St&uuml;ck Arbeitgeberpropaganda behauptet also, die britische Wirtschaft w&uuml;rde zusammenbrechen, wenn nicht weiterhin Rum&auml;nen und Bulgaren aufs Brutalste zum Niedriglohn ausgebeutet werden? Nun, dann sei es so. Wenn in diesem Medium ernsthaft ein Schlachthofunternehmer dar&uuml;ber sprechen darf, dass er einen sehr harten Job, &ldquo;sieben Tage[&hellip;] in der Woche&rdquo; (gibt es da keine Schichtarbeit und keine freien Tage?), zum l&auml;cherlich niedrigen Mindestlohn (<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/grossbritannien-boris-johnson-hebt-mindestlohn-deutlich-an\/25377846.html?ticket=ST-6756784-6oTdeDC1D6OtQDhAjE4H-ap3\">knapp 9 Pfund bzw. 10,25 Euro<\/a> -, das ist kaufkraftbereinigt sogar noch niedriger als der deutsche Mindestlohn) anbietet, und selber zum Besten gibt: &ldquo;Der Job ist so hart, dass die Leute nach drei, vier Jahren wieder gehen. Wir brauchen st&auml;ndig neues Personal.&rdquo;, und sich weder daf&uuml;r sch&auml;mt noch seine manchesterkapitalistische Position von der Autorin auch nur in Frage gestellt wird, dann bef&uuml;rwortet die Autorin das offensichtlich. Wenn die fr&uuml;hkapitalistischen Zust&auml;nde einged&auml;mmt werden und die Leute hoffentlich wieder etwas akzeptablere Arbeitsbedingungen und L&ouml;hne erhalten (auch im 20. Jahrhundert wurde meines Wissens ohne rum&auml;nische und bulgarische Arbeit in Gro&szlig;britannien Fleisch verzehrt), dann ist das nur zu begr&uuml;&szlig;en. Zweifel sind aber angebracht, ob diese ganze Aktion nicht nur ein Propagandacoup der britischen Regierung ist: die genannten Einkommensgrenzen von 26.000 Euro (f&uuml;r Arbeitsmigranten) sind immer noch l&auml;cherlich niedrig, es soll weiterhin Saisonarbeiter f&uuml;r die Ernte geben und sowieso (schlecht bezahlte und &uuml;berlastete) Krankenpfleger aus dem Ausland &ndash; also ein wirklich gro&szlig;er Wurf, der die britischen L&ouml;hne wirklich steigern und den Niedriglohnbereich abschaffen w&uuml;rde, s&auml;he anders aus. Der ganze Artikel zeigt nur, wozu die EU aus Sicht der Autorin und der Unternehmer dienen soll: zur Bereitstellung eines m&ouml;glichst dauerhaften Stroms von Billig(st)arbeitskr&auml;ften. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Kampf um Lebensraum, Braune Ideologen im Umwelt- und Naturschutz<\/strong><br>\nWie nie zuvor steht der Umwelt- und Naturschutz im Zentrum der &ouml;ffentlichen Debatte. Mit der Globalisierung der Umweltzerst&ouml;rung nimmt das &uuml;ber Jahrmillionen gewachsene Naturverm&ouml;gen immer schneller ab. Der Glaube an die unbegrenzte Verf&uuml;gbarkeit der nat&uuml;rlichen G&uuml;ter erweist sich als gro&szlig;e Illusion. Die Menschheit st&ouml;&szlig;t an ihre &ouml;kologischen Grenzen, ja sie &uuml;berschreitet diese bereits massiv. Fest steht: Im Kampf gegen die Klimakrise wurde viel zu viel Zeit verloren. Zwar wurde auf dem Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992 der UN-Klimarahmenvertrag zur Reduktion der Treibhausgase einstimmig beschlossen und drei Jahre sp&auml;ter der sogenannte Kyoto-Prozess eingeleitet, und dennoch haben sich die Kohlendioxid-Emissionen seitdem nicht verringert, sondern nahezu verdoppelt. Trotz der erdr&uuml;ckenden Fakten wird der Widerspruch zwischen Wissen und Handeln immer gr&ouml;&szlig;er. Wir sind die Zeugen einer gewaltigen Verdr&auml;ngung.<br>\nDeren Ursache liegt allerdings nicht allein in einem Versagen der Politik oder im Widerstand von erheblichen Teilen der Wirtschaft wie der Gesellschaft gegen den &ouml;kologischen Umbau, sondern auch im Erstarken einer reaktion&auml;ren Gegenbewegung. Klimawandelleugner, die fast alle aus der rechten Ecke kommen, verbreiten das Gift der L&uuml;gen und finden damit einen erstaunlichen Resonanzboden, und zwar nicht nur bei etlichen Journalisten wie dem &bdquo;Welt&ldquo;-Kolumnisten Henryk M. Broder, der das Umweltbundesamt in Anlehnung an die NS-Reichskulturkammer als &bdquo;Bundesklimakammer&ldquo; verunglimpft, sondern vor allem in der AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/februar\/der-kampf-um-lebensraum\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Weil der Mensch ein Mensch ist<\/strong><br>\n&hellip; erhebt er sich gegen Unterdr&uuml;ckung, Ausbeutung, korrupte Eliten: in Indien, Frankreich, Chile, Irak, Tschechien, Algerien, Libanon. Aber es gibt auch &bdquo;autorit&auml;re Nationalradikale&ldquo; (W. Heitmeyer), die nicht f&uuml;r ihre W&uuml;rde und f&uuml;r Gerechtigkeit k&auml;mpfen, sondern ihre Wut abreagieren: durch aggressive Abgrenzung, Hass gegen Feinde und alle, die sie zu solchen erkl&auml;ren. Verrohung nimmt zu, Zusammenhalt schwindet &ndash; als Folge einer verrohten Politik? So sehr es Machteliten zu bem&auml;nteln suchen: Ziele und Methoden der global vorherrschenden Politik f&ouml;rdern eine desolate gesellschaftliche Stimmung. Das neoliberale Dogma zerst&ouml;rt das soziale Zusammenleben. (&hellip;)<br>\nDer neoliberale Umbau hat es geschafft, die Daseinsvorsorge und die Grundlagen eines sozialen Rechtsstaates zu zerst&ouml;ren. Gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung der Bundesrepublik Deutschland wollen diese &raquo;Reformen&laquo; nicht: In einer Umfrage des Forum New Economy vom Oktober 2019 beklagen 80 Prozent die Privatisierung &ouml;ffentlicher Leistungen. Schwindenden sozialen Zusammenhalt durch die Ungleichheit kritisieren gar 87 Prozent. Stattdessen wollen 87 Prozent mehr staatliche Investitionen f&uuml;r Klimaschutz, Schulen, Universit&auml;ten und Bahn. Gegen die Gerechtigkeitsforderungen der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrt aber die Machtelite ihre bew&auml;hrte ideologische Waffe ins Feld: Die Reichen haben ihren Besitz und die damit verbundene Macht verdient &ndash; die Armen haben versagt. Zu Recht empfinden die Menschen diese Haltung als Verh&ouml;hnung, als Verachtung und Abwertung; zur materiellen Benachteiligung kommt die seelische Verletzung. Die Lebensl&uuml;ge der Profiteure glauben allenfalls sie selber; ihr Klassend&uuml;nkel zersetzt die Basis friedlichen Zusammenlebens. (&hellip;)<br>\nUngerechtigkeit, Zerst&ouml;rung der Daseinsvorsorge, Ohnmacht, Vertrauens- und Realit&auml;tsverlust sind menschenfeindlich und wecken destruktive Energien. Wird die Unterwerfung unter diese pathogene Scheinwelt zur Gewohnheit, verliert man die W&uuml;rde. Man kann sie nicht bewahren, indem man sich besser verwertbar macht. Menschen m&uuml;ssen nicht Opfer bleiben. Auflehnung und Widerstand gegen ein krankmachendes System dienen der Stabilisierung der psychischen Existenz und des sozialen Zusammenlebens. Grundlage f&uuml;r Widerstand ist Sensibilisierung: wahrnehmen, dass die Gesellschaft etwa durch Privatisierung beraubt und entrechtet wird, dass Menschen durch Manipulation in ihrer W&uuml;rde verletzt werden. Widerstehen hei&szlig;t auch, sich f&uuml;r die Gewalt zu sensibilisieren, die durch Armut, Fl&uuml;chtlingsbek&auml;mpfung oder Aufr&uuml;stung st&auml;ndig um sich greift. Wir k&ouml;nnen aus eigener Kraft viel ver&auml;ndern, wenn wir uns zusammentun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/weil-der-mensch-ein-mensch-ist\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Coronavirus ist nicht Chinas Tschernobyl<\/strong><br>\nDie Atomkatastrophe in der damals ukrainischen Sowjetunion ist bis heute der schlimmste Atomunfall der Welt. Neben 30 Menschen, die unmittelbar starben, mussten Hunderte wegen Strahlensch&auml;den ins Krankenhaus, zehntausende waren radioaktiver Strahlung ausgesetzt, und die Wirtschaft erlitt Sch&auml;den von zig Milliarden US-Dollar. Eine Zone von 30 Kilometern rund um den Reaktor wurde zum Sperrgebiet erkl&auml;rt. Zudem informierten die sowjetischen Beh&ouml;rden die &Ouml;ffentlichkeit nicht sofort &uuml;ber die Tragweite des Unfalls.<br>\nIm Gegensatz dazu waren China die Folgen des Coronavirus-Ausbruchs zun&auml;chst nicht bekannt, insbesondere aufgrund der langsamen Reaktion der lokalen Regierung in Wuhan. Doch nachdem die Zentralregierung erkannt hatte, was geschah, setzte sie sofort strenge Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Epidemie um. Sie setzte Quarant&auml;nestandards fest, mobilisierte das nationale Sanit&auml;tskorps und forderte die Lokalregierungen sowie die Gesundheits&auml;mter dazu auf, Ma&szlig;nahmen zu ergreifen. Zudem wurden provisorische Krankenh&auml;user errichtet. W&auml;hrenddessen wahrte China die Transparenz bei der Ver&ouml;ffentlichung von Informationen und unterrichtete die Welt fortlaufend &uuml;ber die neuesten Entwicklungen. (&hellip;)<br>\nDurch den Vergleich des Ausbruchs des Coronavirus mit der Katastrophe von Tschernobyl versuchen einige westliche Medien, Panik zu sch&uuml;ren und China schlecht zu machen. Doch stattdessen sollten sie sich darauf konzentrieren, mit China zusammenzuarbeiten, um die Epidemie einzud&auml;mmen.<br>\nEs ist schade, dass die Mentalit&auml;t des Kalten Krieges einige westliche Medien, insbesondere in den USA, dazu veranlasst, die Corona-Krise in ihr Trugbild einer angeblichen &bdquo;Bedrohung aus China&ldquo; zu integrieren.<br>\nIn einem Bericht vom Center for a New American Security mit dem Titel &bdquo;Rising to the China Challenge&rdquo; &uuml;ber die Erneuerung der amerikanischen Wettbewerbsf&auml;higkeit im Indopazifik hei&szlig;t es, westliche Regierungen und Unternehmen sollten in Konkurrenz zu China treten und st&auml;rker gegen chinesische Institutionen vorgehen.<br>\nAu&szlig;erdem versuchte der amerikanische Au&szlig;enminister Mike Pompeo bei seinem Besuch in der Ukraine und Kasachstan am 31. Januar und 2. Februar, die Zusammenarbeit dieser L&auml;nder mit China zu sabotieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2020-02\/21\/content_75730709.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zur Resolution des EU-Parlaments: &laquo;Geschichtsf&auml;lscher am Werk&raquo;<\/strong><br>\nAm 19. September 2019 hat das EU-Parlament eine Resolution verabschiedet, in der die Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht mehr Hitler-Deutschland zugeschrieben, sondern auf Deutschland und die Sowjetunion verteilt wird. Die meisten Medien haben diese Resolution nicht einmal erw&auml;hnt, Infosperber hat dar&uuml;ber ausf&uuml;hrlich berichtet. Der Belgier Marc Botenga, selbst Mitglied des EU-Parlaments und Mitglied der belgischen Arbeiterpartei PTB, hat nachtr&auml;glich zu dieser Resolution &ouml;ffentlich Stellung genommen und sie scharf verurteilt. Vor allem warnt er davor, den Faschismus und den Kommunismus moralisch auf eine Stufe zu stellen.<br>\nM&uuml;ssen wir bald Strassennamen in ganz Europa &auml;ndern, wie z.B. die Karl-Marx-Allee in Berlin, den Verkauf von Che-Guevara-T-Shirts verbieten, antikapitalistische Reden zensieren oder Aspekte von Schulcurricula untersagen, die gegen&uuml;ber den bisherigen kommunistischen Systemen als zu positiv angesehen werden? Das ist es jedenfalls, wozu uns die verh&auml;ngnisvolle Resolution des Europ&auml;ischen Parlaments zum Beginn des Zweiten Weltkrieges auffordert.<br>\nDiese Resolution wurde am 19. September 2019 mit einer Mehrheit von rechtsextremen, konservativen, liberalen und einer grossen Zahl von europ&auml;ischen Sozialdemokraten und Gr&uuml;nen angenommen. Nach diesem Text sollten die Mitgliedstaaten &lsaquo;die tragische Vergangenheit Europas&rsaquo;, insbesondere des Zweiten Weltkriegs, &lsaquo;die moralische und politische Erkenntnis&rsaquo; zum Anlass nehmen, um die heutigen Erscheinungsformen des Faschismus und Kommunismus zu verurteilen, welche beiden Begriffe in der gesamten Resolution miteinander vermengt werden. Eine sorgf&auml;ltige Lekt&uuml;re dieser Resolution &lsaquo;&Uuml;ber die Bedeutung des europ&auml;ischen Ged&auml;chtnisses f&uuml;r die Zukunft Europas&rsaquo; verdeutlicht, dass es sich in der Tat um nichts anderes als um eine politische Neufassung der europ&auml;ischen Geschichte handelt, mit dem doppelten Effekt, den Aufstieg des Faschismus zu bagatellisieren und radikale linke Kr&auml;fte zu kriminalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/EU-Parlament-Resolution-Zweiter-Weltkrieg-Schuldfrage\">Marc Botenga in Inforsperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hanau, Th&uuml;ringen, Halle und die Verantwortung der CDU<\/strong><br>\nDie CDU hat Rechtsextremen den Boden bereitet, mit ihnen paktiert und zusammengearbeitet &ndash; immer und immer wieder. (&hellip;)<br>\nMan kann die Geschehnisse um die Ministerpr&auml;sidentenwahl in Th&uuml;ringen als Geschichte eines Dammbruchs erz&auml;hlen. Als eine Trag&ouml;die, in der aufrechte Demokraten von faschistoiden B&ouml;sewichten &uuml;berrumpelt und &uuml;bert&ouml;lpelt wurden. In deren Folge ein Ministerpr&auml;sident zur&uuml;cktreten musste, ein Parteivorsitzender nachhaltig besch&auml;digt und eine Parteivorsitzende politisch gebrochen wurde. Als einen Kampf, Gut gegen B&ouml;se, Damm gegen Welle. Der Damm brach, der Faschismus sickert nun langsam in die parlamentarische Demokratie ein.<br>\nMan kann die Geschichte aber auch anders erz&auml;hlen. Aus der Perspektive einer Partei, die mit rechtsextremen Personen und Personengruppen kooperiert, um ihre eigene Macht zu erweitern und ihre politische Agenda voranzutreiben. Die &uuml;ber Jahre hinweg v&ouml;lkische Ideologien in ihrer Organisation duldet und dabei Neonazis und Holocaustleugner toleriert. Die den offenen Rassismus in Teilen ihrer Partei nicht einzud&auml;mmen bereit ist, solange sie mit ihm politische Gewinne erzielt. Und die dabei die Demontage der Demokratie und die nachhaltige Zerst&ouml;rung des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Kauf nimmt, die sich in ihrer extremsten Form wiederum im rassistischen Terror von Halle und Hanau manifestiert.<br>\nImmer wieder verschwammen die Grenzen zwischen CDU und Rechtsau&szlig;en<br>\nIm Folgenden einige Schlaglichter aus den vergangenen 25 Jahren:<br>\nIm Jahr 1997 spricht ein Parlamentarier namens Klaus Landowsky im Abgeordnetenhaus Berlin folgende Worte:<br>\nEs ist auch viel Abschaum an Kriminalit&auml;t in die Stadt gekommen, von China, &uuml;ber Russland, Rum&auml;nien und so weiter, meine Damen und Herren. (&hellip;) Es ist nun mal so: Wo M&uuml;ll ist, sind Ratten, und wo Verwahrlosung ist, ist Gesindel, meine Damen und Herren, und das mu&szlig; beseitigt werden in der Stadt. (&hellip;)<br>\nCDU-Ministerpr&auml;sident Roland Koch hat mit Rassismus Wahlkampf gemacht<br>\nIm Jahr 1999 gewinnt der CDU-Landesvorsitzende, Roland Koch, mit einer Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft die Landtagswahl in Hessen. Auf Wahlveranstaltungen sagen Teilnehmer S&auml;tze wie: &bdquo;Wir k&ouml;nnen ja nicht jeden reinlassen&ldquo;, &bdquo;Deutschland den Deutschen&ldquo; und &bdquo;Wo kann ich hier gegen Ausl&auml;nder unterschreiben?&ldquo;.<br>\nDer CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann, der in Aufs&auml;tzen eine &bdquo;Beendigung des Schuldwahns&ldquo; fordert, macht Wahlkampf in Hessen und beschw&ouml;rt die letzte freie Wahl in Deutschland herauf, sollte die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft Wirklichkeit werden. &Auml;hnliches erz&auml;hlt der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-J&uuml;rgen Irmer, der vor &bdquo;Asylterror&ldquo;, &bdquo;Bleiberecht f&uuml;r schwule Ausl&auml;nder&ldquo;, dem &bdquo;Islam als Gefahr f&uuml;r das Abendland&ldquo; und &bdquo;b&uuml;rgerkriegs&auml;hnlichen Zust&auml;nden&ldquo; warnt, sollte sich die Einwanderungspolitik nicht &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/3247-hanau-thuringen-halle-und-die-verantwortung-der-cdu?shared=988c093a-b0a4-4746-af17-fc09efe3254e%20\">krautreporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Andreas Schmitt als &ldquo;Obermessdiener am Hohen Dom zu Mainz&rdquo;<\/strong><br>\nDer Auftritt aus &ldquo;Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht&rdquo; vom 21. Februar 2020<br>\n16 min 21.02.2020<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/show\/karneval-im-zdf\/videos\/andreas-schmitt-114.html#xtor=CS5-4\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.S.:<\/strong> Man glaubt es kaum, aber man sehe und h&ouml;re dieses Video von Minute 2:45 bis 5:35 &ndash; man k&ouml;nnte fast zum Karnevalisten werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wirklich beachtlich. Hoffentlich realistisch. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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