{"id":58762,"date":"2020-02-24T08:44:17","date_gmt":"2020-02-24T07:44:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58762"},"modified":"2026-01-27T11:34:56","modified_gmt":"2026-01-27T10:34:56","slug":"die-tagesschau-ist-systematisch-auf-die-weltsicht-westlicher-nachrichtenagenturen-fixiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58762","title":{"rendered":"\u201eDie Tagesschau ist systematisch auf die Weltsicht westlicher Nachrichtenagenturen fixiert\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Warum haben viele Medien ein <a href=\"https:\/\/www.horizont.net\/medien\/nachrichten\/berliner-zeitung-jetzt-auch-mit-staatspropaganda-direkt-aus-dem-kreml-180830\">Problem<\/a> damit, auch Meldungen von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55222\">nichtwestlichen Agenturen<\/a> zu ver&ouml;ffentlichen? Woran l&auml;sst sich festmachen, dass es in der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58706\">Tagesschau<\/a> ein Objektivit&auml;tsproblem gibt? Was hat das ARD-Nachrichtenflaggschiff mit Feindbildern und Propaganda zu tun? <a href=\"https:\/\/www.publikumskonferenz.de\/forum\/\">Maren M&uuml;ller<\/a>, Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer, als Kritiker des &ouml;ffentlich-rechtlichen Nachrichtenjournalismus bekannt, liefern in ihrem aktuellen Buch &uuml;ber die Tagesschau eine wichtige Lehrstunde in <a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/8010\">Medienkritik<\/a> ab. Im ersten Teil eines zweiteiligen Interviews mit den NachDenkSeiten zeigen Br&auml;utigam und Klinkhammer auf, warum sie an der Tagesschau kaum ein gutes Haar lassen. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_764\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-58762-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224_Die_Tagesschau_ist_systematisch_auf_die_Weltsicht_westlicher_Nachrichtenagenturen_fixiert_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224_Die_Tagesschau_ist_systematisch_auf_die_Weltsicht_westlicher_Nachrichtenagenturen_fixiert_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224_Die_Tagesschau_ist_systematisch_auf_die_Weltsicht_westlicher_Nachrichtenagenturen_fixiert_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224_Die_Tagesschau_ist_systematisch_auf_die_Weltsicht_westlicher_Nachrichtenagenturen_fixiert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=58762-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200224_Die_Tagesschau_ist_systematisch_auf_die_Weltsicht_westlicher_Nachrichtenagenturen_fixiert_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200224_Die_Tagesschau_ist_systematisch_auf_die_Weltsicht_westlicher_Nachrichtenagenturen_fixiert_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>In Ihrem aktuellen Buch &uuml;ber die Tagesschau kommt sehr oft das Wort &bdquo;Meinungsmacht&ldquo; vor. Mit etwas Naivit&auml;t l&auml;sst sich fragen: Was hat die Tagesschau mit &bdquo;Meinung&ldquo; zu tun? Die Tagesschau ist eine Nachrichtensendung. Dort werden die harten Fakten pr&auml;sentiert, es wird gesagt, &bdquo;was ist&ldquo;. Oder?<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nVolker Br&auml;utigam: Oder eben nicht. Die Tagesschau sendet nachweislich nicht blo&szlig; &bdquo;harte Fakten&ldquo; und beschr&auml;nkt sich nicht nur auf das, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55866\">&bdquo;was ist&ldquo;<\/a> . Der Rundfunkstaatsvertrag gibt ihr auch weit mehr auf als die blo&szlig;e &Uuml;bermittlung isolierter Fakten. Nachrichtensendungen sollen es dem Zuschauer erm&ouml;glichen, sich eine eigene, stimmige Meinung &uuml;bers Weltgeschehen zu bilden. Das erfordert, die &bdquo;Fakten&ldquo;, die &bdquo;Tatsachen&ldquo;, nicht einfach aus ihrem Zusammenhang gel&ouml;st und quasi nackt zu pr&auml;sentieren, sondern sie in ihrem Kontext darzustellen. Soweit n&ouml;tig, auch mit zus&auml;tzlichen Erkl&auml;rungsans&auml;tzen.<\/p><p><strong>Da geht das Problem aber schon los. Das, was Fakten und Tatsachen sind, dar&uuml;ber gibt es unterschiedliche Ansichten.<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Sicher. Weil sich alles und jedes aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten l&auml;sst. Dabei &auml;ndert es eben sein &bdquo;Gesicht&ldquo;. Was der eine als Kunst auffasst, erachtet der andere als K&auml;se. Der seri&ouml;se Nachrichtenredakteur wei&szlig;, dass ihn gleichbleibend &bdquo;einseitige&ldquo; Betrachtungsweisen zum Tendenzjournalisten, zum Demagogen machen w&uuml;rden. Er muss bei Konflikten Motive und Absichten der Beteiligten ber&uuml;cksichtigen. Er darf sich nicht nur auf eine Quelle beziehen. Er muss seinen Berichtsgegenstand von mehreren Seiten her betrachten, ein rationales Verst&auml;ndnis davon entwickeln, sonst verkommt er zum unsauberen Informationsverk&auml;ufer.<\/p><p><strong>Und genau das werfen Sie der Tagesschau vor?<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Ja. Zun&auml;chst sollte man sich vor Augen f&uuml;hren, dass der Gro&szlig;teil der Tagesschau-Meldungen nicht von ihr selbst stammt. Sie beruhen vielmehr auf dem Rohmaterial von Nachrichtenagenturen. Die Redaktion ARD-aktuell verarbeitet es lediglich weiter, und zwar mit einem rechnergest&uuml;tzten Bildschirmsystem namens &bdquo;Open Media&ldquo;. Dort wird meines Wissens das Angebot von nur vier &bdquo;Hoflieferanten&ldquo; eingespeist: AP (die US-amerikanische Associated Press), dpa (die Deutsche Presseagentur, sie kooperiert &uuml;brigens eng mit AP), AFP (Agence France Presse) sowie Thomson-Reuters (kanadisch-britisch, im Besitz des Multimilliard&auml;rs David Thomson, eines der reichsten M&auml;nner der Welt). Ach, eh ich es vergesse: der Sport-Informationsdienst, SID.<\/p><p><strong>Jetzt l&auml;sst sich sagen: Das sind doch&nbsp;vier&nbsp;Nachrichtenagenturen. Aus Deutschland, den USA, aus Gro&szlig;britannien und Frankreich. Man darf demnach davon ausgehen, dass Fakten und Tatsachen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden.<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Nein, darf man eben nicht. Alle  genannten Agenturen liefern Betrachtungen aus dem gleichen pro-westlichen Blickwinkel. Es ergibt sich eine lupenrein transatlantische Ausrichtung der daraus zusammengef&uuml;gten Nachrichten.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Das erinnert an einen aktuellen Streit. Das Branchenportal&nbsp;&bdquo;Horizont&ldquo;&nbsp;hat <a href=\"https:\/\/www.horizont.net\/medien\/nachrichten\/berliner-zeitung-jetzt-auch-mit-staatspropaganda-direkt-aus-dem-kreml-180830\">der&nbsp;Berliner Zeitung vorgeworfen<\/a>, russische &ldquo;Staatspropaganda direkt aus dem Kreml&rdquo; zu verbreiten, weil das Blatt auch die Informationen der Nachrichtenagentur TASS verwendet und seine politischen Seiten nicht mehr vom&nbsp;&bdquo;Redaktionsnetzwerk Deutschland&ldquo;&nbsp;bezieht. <\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Hinter der Behauptung, westliche Quellen seien unabh&auml;ngiger und freier, ihre Informationen folglich seri&ouml;ser als die aus &ouml;stlichen Quellen, steckt der illegitime Anspruch auf Deutungshoheit. Da zeigt sich ein Herrschaftsgebaren, das unabh&auml;ngige Meinungsbildung im Publikum nicht zulassen will; folglich soll schon den Nachrichtenredakteuren der Zugang zu unterschiedlichen Quellen und Sichtweisen versperrt sein.&nbsp;<\/p><p>Verlassen wir die abstrakte Gespr&auml;chsebene. Lieber ein konkretes Beispiel: Irgendwelche Leithammel in Politik und Medien tun so, als sei die westliche Betrachtung der Welt die einzig &bdquo;richtige&ldquo;. Hingegen sei unsachlich, unwahr, wertlos, sch&auml;dlich, was die &ouml;stlichen &bdquo;Machthaber&ldquo; &auml;u&szlig;ern, gemeint sind Russlands Pr&auml;sident Putin und Chinas Pr&auml;sident Xi; es d&uuml;rfe deshalb nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Eine schwachsinnige, aber durchaus gebr&auml;uchliche Schablone.<\/p><p><strong>Aber die Gefahr ist doch durchaus gegeben, dass bei staatlichen russischen bzw. chinesischen Nachrichtenagenturen Propaganda eingespeist wird.<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Das stimmt, diese Agenturen betonen die Sichtweisen ihrer Regierungen. Aber bei den westlichen, kommerziellen Agenturen ist staatstragende Propaganda doch ebenfalls inbegriffen. Der Einfluss von Parteien, Regierungen und Wirtschaft auf sie ist nicht zu leugnen. Was also ist die Aufgabe des Journalisten? Er darf sich nicht auf die Darstellungen nur einer Seite einlassen. Er muss versuchen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch f&uuml;r ihn gilt der Rechtsfindungs-Grundsatz &bdquo;audiatur et altera pars&ldquo;: &bdquo;Die andere Seite ist anzuh&ouml;ren&ldquo;. Vor Gericht also nicht nur der Staatsanwalt, sondern auch der Verteidiger. In einer seri&ouml;sen Nachrichtenredaktion ist entsprechend alles verf&uuml;gbare Informationsmaterial sorgf&auml;ltig zu pr&uuml;fen, gleichviel, von welcher Seite es kommt. Der Journalist hat aufzukl&auml;ren. Dabei muss er, um mit Kant zu sprechen, &bdquo;den Mut haben, sich des eigenen Verstandes zu bedienen&ldquo;.<\/p><p><strong>Sie wollten Konkretes sagen?<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Es liegt doch nahe, dass Nachrichten aus der Ost-Ukraine, verfasst und &uuml;bermittelt von russischen Agenturen wie Ria Novosti, Interfax oder TASS, anders akzentuiert sind als solche von AP. Informationen &uuml;ber Venezuela haben bei der lateinamerikanischen Telesur ein g&auml;nzlich anderes Aussehen als bei dpa, AP, AFP oder Reuters. Die Aspekte jeweils der Telesur respektive der AP zu ignorieren, hie&szlig;e, tendenzi&ouml;s zu berichten, schlimmstenfalls: eine Falschnachricht in Umlauf zu bringen.<\/p><p><strong>Auf andere Nachrichtenagenturen zu verzichten, kann nat&uuml;rlich auch zu einer Schieflage in der Berichterstattung f&uuml;hren. Aber Sie gehen ja davon aus, dass es hier nicht um &bdquo;Fehler&ldquo; geht, sondern um Absicht. Anders gesagt: Dass westliche Medien Nachrichtenagenturen zum Beispiel aus <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57624\">Russland<\/a> ignorieren, hat nicht nur etwas mit professionellen Gr&uuml;nden zu tun, sondern Sie vermuten dahinter ein System der bewussten Beeinflussung von Nachrichten? <\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Absichtsvolle Ein&auml;ugigkeit, ja. Der negativen Beispiele sind Legion. Arabische und iranische Agenturen berichten aus dem Jemen anders als die US-Amerikaner oder Briten, das wird aber kaum ber&uuml;cksichtigt. Die Xinhua hat eine g&auml;nzlich andere Ansicht &uuml;ber die Protestierer und Randalierer in Hongkong als die Westagenturen. Logisch, aber der Tagesschau-Redaktion ist das ersichtlich egal. St&uuml;tze ich mein Nachrichtenangebot nur auf transatlantische Quellen, dann betreibe ich eben Tendenzjournalismus. Genau das werfen wir der ARD-aktuell vor. Und wir belegen das mit einer Unzahl von Beispielen missratener Sendungsbeitr&auml;ge.<\/p><p>Die Tagesschau ist systematisch auf die Weltsicht westlicher Nachrichtenagenturen fixiert. Andere Sichtweisen, beispielsweise der chinesischen Xinhua, kommen selten zur Geltung. Nur dann, wenn die westlichen Agenturen sich ausnahmsweise und mangels eigener Erkenntnisse auf diese Quellen berufen. Wenn man von der Tagesschau angesichts dieser Gegebenheiten immer noch behauptet, sie sei politisch neutral, strikt objektiv und der Wahrheit verpflichtet, dann zeigt man fehlenden Realit&auml;tssinn oder verl&auml;sst absichtlich den Boden der Sachlichkeit. Das provoziert Widerspruch.<\/p><p><strong>Aber nochmal: Man kann trotzdem darauf beharren, dass die russischen und chinesischen Nachrichtenagenturen nicht so frei sind wie die im Westen. Anders gesagt: Die Tagesschau bedient sich journalistischer Produkte, die nicht Gefahr laufen, staatlich oder machtelit&auml;r beeinflusst zu sein. Wie reagieren Sie? <\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Mit der R&uuml;ckfrage, &uuml;ber welche Art von Freiheit wir hier reden. Wenn die eine Sorte Medien staatlichen Zw&auml;ngen unterliegt, dann entspricht die andere Sorte kommerziellen, partei- oder regierungspolitischen Interessen &ndash; in vorauseilendem Gehorsam. Es gibt freilich  graduelle und spezifische Unterschiede, nicht aber prinzipielle. Es ist die Aufgabe des um Aufrichtigkeit bem&uuml;hten Journalisten, herauszufiltern, was &bdquo;dran&ldquo; ist an den Informationen, die ihm zugehen. Hier hat er sich mit Sachkenntnis und Gesp&uuml;r f&uuml;rs Richtige und Angemessene zu bew&auml;hren. Das Schablonendenken &bdquo;Russen und Chinesen liefern Staatspropaganda, die Amerikaner, Briten, Franzosen und die Bundesregierung sagen die Wahrheit&ldquo;, ist einfach fernab der Realit&auml;t. <\/p><p><strong>Sie sind bekannt f&uuml;r Ihre Kritik an der Tagesschau. Sie lassen seit Jahren an der ARD-aktuell kaum ein gutes Haar. In Ihrer Kritik stand immer wieder auch der damalige Erste Chefredakteur der Tagesschau, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=gniffke-kai\">Kai Gniffke<\/a>. Hat sich, nachdem er die Redaktion verlassen hat, etwas an der Berichterstattung ge&auml;ndert?<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nFriedhelm Klinkhammer: Nein, grunds&auml;tzlich hat sich nichts ge&auml;ndert. Allerdings: Eine der st&auml;ndigen Mitarbeiterinnen bei ARD-aktuell ist uns inzwischen mit recht guten, sachgerechten Beitr&auml;gen aufgefallen. Den Namen der Kollegin nennen wir nicht, unser Lob w&auml;re ihr gewiss nicht n&uuml;tzlich. Anerkennung von uns, den B&ouml;sen, ist nicht karrieref&ouml;rderlich. <\/p><p><strong>Also ein Lichtblick?<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: In der Finsternis, ja. Die weitgehende redaktionelle Umnachtung hat sich in der &Auml;ra Dr. Gniffke entwickelt. Deshalb ein Nachwort zu diesem Chefredakteur: Er hat die Einseitigkeit und das <a href=\"https:\/\/weltnetz.tv\/video\/1406-wie-koennen-wir-uns-gegen-eine-manipulation-unserer-einstellungen-ueberzeugungen-und\">Manipulative<\/a> seiner Sendungen &ouml;ffentlich stets geleugnet, hat die Angebote der ARD-aktuell als sauberen Journalismus gepriesen und sich selbst ein Spitzenzeugnis ausgestellt. Sein Mantra &bdquo;Fehler muss man einr&auml;umen&ldquo; war blo&szlig;e Attit&uuml;de, sch&ouml;ne Rede zum Fenster hinaus. Die Konsequenz, fehlerhafte Nachrichten &ouml;ffentlichkeitswirksam zu korrigieren, hat er nicht gezogen. Der neue Chef &uuml;bt bisher deutlich mehr Zur&uuml;ckhaltung. Das ist zu respektieren.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=venezuela\">Venezuela<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=russland\">Russland<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=ukraine\">Ukraine<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=saudi-arabien\">Saudi-Arabien<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=kinderarmut\">Kinderarmut<\/a> in Deutschland: Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis Ihres aktuellen Buches zeigt, dass Sie vor allem die Berichterstattung der Tagesschau zu gro&szlig;en au&szlig;en- und innenpolitischen Themen kritisieren. Was l&auml;uft da aus Ihrer Sicht falsch?<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nVolker Br&auml;utigam: Wie bereits angemerkt: Die Gestaltung der Nachrichten aus den Konfliktzentren der Welt ist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58645\">nicht um Objektivit&auml;t bem&uuml;ht<\/a> . Das f&auml;llt leider meistens nur dem kritischen, vorinformierten und sehr konzentrierten Betrachter sofort auf. Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Der venezolanische Oppositionelle Juan Guaid&oacute; rief sich selbst zum Interimspr&auml;sidenten aus und propagierte den Umsturz in Caracas. Washington unterst&uuml;tzte ihn politisch und mit zig Millionen US-Dollar. Diesem v&ouml;lkerrechtswidrigen Vorgehen folgte Au&szlig;enminister Heiko Maas, indem er Guaid&oacute; innerhalb von 24 Stunden als Staatsoberhaupt &bdquo;politisch anerkannte&ldquo;. <\/p><p><strong>Und, wie hat die Tagesschau reagiert?<\/strong><\/p><p>Volker Br&auml;utigam: Sie referierte das als Normalit&auml;t. Vollkommen unkritisch, sie unterlie&szlig; jeden Hinweis auf die Rechtswidrigkeit und die politische Problematik. Sie &ouml;ffnete dem Zuschauer nicht den Blick daf&uuml;r, dass Maas sich in Liebedienerei f&uuml;r Washington &uuml;bte. Seinen B&uuml;ckling zu ignorieren, war Meinungsjournalismus pur, Manipulation mittels Unterlassung. Die Tagesschau unterschlug sogar, dass der wissenschaftliche Dienst des Bundestages, alle Oppositionsparteien und die nationale Fachwelt die transatlantische Gefolgschaftstreue unseres Au&szlig;enministers als V&ouml;lkerrechtsbruch und mit dem Grundgesetz unvereinbar klassifizierten. Es lag &uuml;brigens auch eine Verletzung anderer politischer Normen vor, &uuml;ber die sich die Tagesschau gleichfalls ausschwieg: Die Bundesregierung erkennt &uuml;blicherweise nur Regierungen diplomatisch an, nicht jedoch einzelne Personen, die sich ein Staatsamt anma&szlig;en.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Kritik haben Sie auch an innenpolitischen Darstellungen ge&uuml;bt. Wo liegt das Problem, wenn die Tagesschau &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40864\">Kinderarmut<\/a> berichtet?<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nFriedhelm Klinkhammer: Wenn sie denn &uuml;berhaupt mal &uuml;ber dieses traurige Kapitel berichtet. Dabei lebt in Deutschland jedes f&uuml;nfte Kind in Armut. <\/p><p><strong>Auf welche Untersuchungen beziehen Sie sich bei dieser Zahl?<\/strong><\/p><p>Friedhelm Klinkhammer: Exakte Zahlen &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=kinderarmut\">Kinderarmut<\/a> gibt es nicht, nur &uuml;berschl&auml;gige Daten. Das sagt f&uuml;r sich genommen schon eine Menge aus. Die B&ouml;ckler-Stiftung und der Parit&auml;tische Gesamtverband kamen auf 2,55 beziehungsweise 2,5 Millionen, die Bertelsmann-Stiftung auf 2 Millionen arme Kinder. Wir hatten in unserem Buchbeitrag die Angaben des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt: 2,1 Millionen Kinder unter 18 Jahren (nach Datenlage des Jahres 2006 waren das 18,6 Prozent dieser Altersgruppe). <\/p><p>Der Alltag dieser Kinder ist von erzwungenem Verzicht gepr&auml;gt: Keine neue Winterjacke, kein Geld f&uuml;r den Schulausflug, keine Urlaubsreise mit den Eltern, oft nicht einmal genug Geld f&uuml;r ein warmes Mittagessen. Desastr&ouml;se Zust&auml;nde. 75 Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung sprechen sich daf&uuml;r aus, dass mehr gegen die Kinderarmut&nbsp;getan werden muss. Aber es geschieht&nbsp;nichts Entscheidendes. Im Gegenteil, die Armut verschlimmert sich. ARD-aktuell berichtet hin und wieder auf der Internet-Seite&nbsp;tagesschau.de&nbsp;&uuml;ber Kinderarmut, erreicht damit aber nur einen sehr kleinen Teil seines TV-Publikums.&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Und in der Tagesschau? Wie sieht da die Berichterstattung zum Thema <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40989\">Kinderarmut<\/a> aus?<\/strong><\/p><p>Friedhelm Klinkhammer: In der zuschauerstarken&nbsp;Hauptausgabe um 20 Uhr &ndash; vier bis sechs Millionen Menschen t&auml;glich &ndash; gab es nach unserer Z&auml;hlung ganze zwei Beitr&auml;ge &uuml;ber Kinderarmut in Deutschland. Wir betrachteten dabei den Zeitraum von April 2018 bis April 2019. Der erste Beitrag am 9. Januar vorigen Jahres hatte zum Thema, wie die Berliner Politik mit der Kinderarmut umzugehen gedachte. Dieser Bericht &uuml;ber das sogenannte &ldquo;Starke-Familien-Gesetz&rdquo; war eine reine PR-Sendung, die Tagesschau-Chef und SPD-Mitglied Dr. Gniffke seinen Parteigenossen Hubertus Heil und Franziska Giffey erm&ouml;glichte. Das Gesetz sieht minimale finanzielle Zuwendungen vor, die bei Hartz-IV-Beziehern sofort wieder gekappt werden. Es wurde aber eigens eine Reportage dar&uuml;ber f&uuml;r die Tagesschau in einem Berliner Familiencaf&eacute; inszeniert. Das Gesetzesvorhaben wurde dort als kommende soziale Gro&szlig;tat geschildert und so der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert. <\/p><p>Mein Fazit: ARD-aktuell lieferte einen peinlichen&nbsp;Werbefilm ab und gab das als Journalismus aus. <\/p><p><strong>Der Sendebeitrag hat die Realit&auml;t sch&ouml;ngef&auml;rbt? <\/strong><\/p><p>Friedhelm Klinkhammer: Genau. Die Redaktion wies nicht &ndash; wie es ihre journalistische Pflicht gewesen w&auml;re &ndash; auf die v&ouml;llig unzureichenden Mittel dieses Gesetzes f&uuml;r den Kampf gegen die Kinderarmut hin, sie sonderte nicht einen einzigen eigenen Gedanken dazu ab. Kein Wort dar&uuml;ber, dass nur rund zehn Prozent der in Armut lebenden Kinder &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; in den Genuss der geringen Wohltaten kommen werden.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>W&uuml;rden Sie bitte Ihre Kritik noch etwas weiter pr&auml;zisieren. <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nFriedhelm Klinkhammer: Zu kritisieren war, wie angemerkt, der anst&ouml;&szlig;ige PR-Charakter der Reportage &uuml;ber die Veranstaltung in dem Caf&eacute;. Sie diente haupts&auml;chlich der Imagepflege der beteiligten Politiker. Minister, die sich in strahlendes Rampenlicht stellen wollten. Hubertus Heil, ich zitiere: &bdquo;Das ist keine Gnadenleistung, das ist soziales B&uuml;rgerrecht.&ldquo; Dass sein penetranter Aufsager nicht in seinem B&uuml;ro aufgenommen wurde, sondern au&szlig;erhalb in einem Familiencaf&eacute;, das diente dazu, soziale N&auml;he und f&uuml;rsorgliches Engagement des Ministers zu assoziieren. Obwohl das angek&uuml;ndigte Gesetz solche menschliche W&auml;rme nicht mal in Spuren verstr&ouml;mt. Es gew&auml;hrt nur Almosen, Kr&uuml;mel vom Tisch der Herrschenden. Und das nun in einem der&nbsp;reichsten L&auml;nder der Welt. An der Kinderarmut &auml;ndert es nichts.&nbsp;Die Tagesschau h&auml;tte diese widerw&auml;rtige Inszenierung als das kenntlich machen m&uuml;ssen, was sie war, eine Politshow. Stattdessen z&uuml;ndete sie eine Weihrauchkerze, im Widerspruch zu ihrem gesetzlichen Auftrag, objektiv und umfassend zu berichten.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Was ist Ihnen weiter aufgefallen?<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nFriedhelm Klinkhammer: ARD-aktuell publiziert viel in verklausuliertem Amts- und in schlechtem Agenturdeutsch. Ihre Nachrichten enthielten auch im hier besprochenen Fall Wendungen, mit denen das breite Publikum wenig anfangen kann. Beispiel Kinderzuschlag: Zuschlag worauf? Was bleibt den Bed&uuml;rftigen tats&auml;chlich, welche Leistungen werden nur mit der Sozialhilfe verrechnet und bleiben damit unwirksam? Warum werden vermutlich &uuml;berhaupt nur 250 000 Kinder diese geringe Hilfe erhalten, obwohl doch 2,1 Millionen armutsbedroht sind?&nbsp;Nichts kl&auml;rte ARD-aktuell schl&uuml;ssig auf.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Hier hat die Tagesschau aus Ihrer Sicht also versagt? <\/strong><\/p><p>Friedhelm Klinkhammer: Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk soll mit seinem Informationsangebot zur qualifizierten Urteilsbildung der &Ouml;ffentlichkeit beitragen. L&auml;sst er die Problematik der Kinderarmut unbeachtet, dann hat das Folgen: Unterbelichtete Themen, so der falsche R&uuml;ckschluss, betreffen nichts Gravierendes. Nichts, wor&uuml;ber man sich aufregen muss. Eine Wechselwirkung: Ist die Armut kein Medienthema, dann ist sie auch keins f&uuml;r die Politik. Und umgekehrt. Das hat selbstverst&auml;ndlich System, es ist nicht absichtsfrei so. Man k&ouml;nnte es zuspitzen: Angesichts der Publikumsmeinung, dass zu wenig gegen die Kinderarmut getan wird, sorgt die Tagesschau daf&uuml;r, dass die Politik nicht infolge zu kritischer Berichterstattung unter Handlungszwang ger&auml;t.<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sie sprechen ein sehr wichtiges Problem an.  Wenn Medien &uuml;ber etwas nicht berichten, dann ist es sozusagen nicht existent, also zumindest nicht in der Medien&ouml;ffentlichkeit. Anders gesagt: Wenn Medien nicht mit Nachdruck auf Missst&auml;nde aufmerksam machen, dann f&auml;llt es der Politik leichter, sie zu ignorieren.  Wie erkl&auml;ren Sie sich, dass die Tagesschau die Kinderarmut nicht kritischer beleuchtet hat? Sie sagen, diese Berichterstattung habe &bdquo;System&ldquo;, sie sei nicht &bdquo;absichtsfrei&ldquo;. Wie meinen Sie das? <\/strong><\/p><p>Friedhelm Klinkhammer: Wir erleben bereits seit Anfang 2000 eine gigantische Umverteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen von unten nach oben. Das ist in der Steuerpolitik angelegt und wird vom Lohndumping versch&auml;rft. Die Folgen: soziale Verwerfungen, Alters- und Kinderarmut. Da es f&uuml;r diese Entwicklung keine glaubhafte Rechtfertigung gibt, haben die Entscheidungstr&auml;ger in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ein essenzielles Argumentationsproblem, zumal sie sich jahrzehntelang als Gerechte, als Gute und als &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; beweihr&auml;uchern lie&szlig;en. Sie haben demnach ein deutliches Interesse daran, dass es nicht zu einem gesellschaftlichen Diskurs &uuml;ber das asoziale Verhalten der Geldaristokratie kommt. Der w&auml;re nur vermittels kritischer Journalisten in den Massenmedien anzusto&szlig;en. Aus diesem k&uuml;hlen Grunde werden Themen wie die grassierende Kinderarmut allenfalls dilatorisch (aufschiebend) behandelt. <\/p><p>Es ist entlarvend, dass die gesamte Problematik auch in einem staatlich beeinflussten Medium wie in den Sendungen der ARD-aktuell einfach ausgeblendet werden kann. Die Redaktion sch&uuml;tzt damit b&ouml;sartig reaktion&auml;re bis unf&auml;hige Politiker der &bdquo;b&uuml;rgerlichen Mitte&rdquo; vor dem Zorn der &Ouml;ffentlichkeit. <\/p><p><strong>Warum das?<\/strong><\/p><p>Weil wechselseitige Abh&auml;ngigkeiten bestehen. Politiker bestimmen &uuml;ber das finanzielle Wohl und Wehe des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks, und Journalisten haben Einfluss auf das Erscheinungsbild der Politiker. F&uuml;r die eine Sorte Abh&auml;ngige gilt: &bdquo;Bei&szlig;e niemals die Hand, die dich f&uuml;ttert&rdquo;. Und f&uuml;r die andere: &bdquo;Vergiss das F&uuml;ttern nicht, sonst stehst du schnell allein im Wald.&ldquo;<\/p><p><strong>Bleiben wir noch bei der Sachkritik. Worum ging es in dem zweiten Beitrag zum Thema Kinderarmut?<\/strong><\/p><p>Friedhelm Klinkhammer: Am 21. M&auml;rz, gute zwei Monate nach der gef&auml;lligen Kaffeehausreportage &uuml;ber Hubertus Heil, den Guten, berichtete die Tagesschau &uuml;ber die parlamentarische Verabschiedung des Gesetzes. Mit d&uuml;rren Worten wurde den Zuschauern mitgeteilt, dass das &ldquo;Starke-Familien-Gesetz&rdquo; von der Opposition als unzureichend angesehen werde.<\/p><p>Kein Wort &uuml;ber die nach wie vor wirksamen b&uuml;rokratischen H&uuml;rden, die das &ldquo;Starke-Familien-Gesetz&rdquo; saft- und kraftlos machen. Kein Hinweis darauf, dass &auml;rmere Familien trotz der neuen Regelungen benachteiligt bleiben, weil f&uuml;r den Schulbesuch und den Schulbedarf ihrer Kinder nur halb soviel zur Verf&uuml;gung steht wie f&uuml;r &bdquo;normal&rdquo; verdienende Familien. Eine unbillige H&auml;rte, ein weiterer Bruch mit dem Gleichbehandlungsprinzip und dem Sozialstaatsgedanken. Ich erlaube mir, an dieser Stelle Ulrich Schneider zu zitieren, den Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes: &ldquo;Das St&auml;rkste an dem Gesetz ist wahrscheinlich der Titel.&ldquo; <\/p><p><em>Lesetipp: M&uuml;ller, Maren\/Br&auml;utigam, Volker\/Klinkhammer, Friedhelm:<\/em><br>\n<em><a href=\"https:\/\/shop.papyrossa.de\/Mueller\/Braeutigam\/Klinkhammer-Zwischen-Feindbild-und-Wetterberich\">Zwischen Feindbild und Wetterbericht. Tagesschau &amp; Co. &ndash; Auftrag und Realit&auml;t<\/a><\/em><br>\n<em>PapyRossaVerlag, ca. 250 Seiten. 16, 90 Euro.<\/em><\/p><p><em>Anmerkung: Der letzte Absatz wurde bearbeitet.<\/em><\/p><p>Titelbild: Sharaf Maksumov \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum haben viele Medien ein <a href=\"https:\/\/www.horizont.net\/medien\/nachrichten\/berliner-zeitung-jetzt-auch-mit-staatspropaganda-direkt-aus-dem-kreml-180830\">Problem<\/a> damit, auch Meldungen von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=55222\">nichtwestlichen Agenturen<\/a> zu ver&ouml;ffentlichen? Woran l&auml;sst sich festmachen, dass es in der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58706\">Tagesschau<\/a> ein Objektivit&auml;tsproblem gibt? Was hat das ARD-Nachrichtenflaggschiff mit Feindbildern und Propaganda zu tun? <a href=\"https:\/\/www.publikumskonferenz.de\/forum\/\">Maren M&uuml;ller<\/a>, Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer, als Kritiker des &ouml;ffentlich-rechtlichen Nachrichtenjournalismus bekannt, liefern in<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58762\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":58763,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,209,183,11],"tags":[2619,403,2260,1362,2565,1253,217,2261,1919,1779,1935,451,244],"class_list":["post-58762","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-interviews","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-ard-aktuell","tag-berliner-zeitung","tag-braeutigam-volker","tag-gniffke-kai","tag-guaido-juan","tag-heil-hubertus","tag-kinderarmut","tag-klinkhammer-friedhelm","tag-lueckenpresse","tag-pr-journalismus","tag-presseagenturen","tag-tagesschau","tag-vierte-gewalt"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/shutterstock_1107065741.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58762"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58762\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81468,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58762\/revisions\/81468"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/58763"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}