{"id":58895,"date":"2020-02-28T12:10:13","date_gmt":"2020-02-28T11:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58895"},"modified":"2020-02-28T16:23:20","modified_gmt":"2020-02-28T15:23:20","slug":"roter-teppich-fuer-hillary-clinton-propaganda-auf-der-berlinale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58895","title":{"rendered":"Roter Teppich f\u00fcr Hillary: Clinton-Propaganda auf der Berlinale"},"content":{"rendered":"<p>Hillary Clinton wurde auf der Berlinale &bdquo;wie ein Filmstar&ldquo; empfangen. Die Episode wirft ein Licht auf das Ph&auml;nomen, dass auch mutma&szlig;liche Kriegsverbrecher moralisch freigesprochen werden &ndash; wenn sie nur gegen Trump und Putin poltern. Der Vorgang stellt auch die Verfassung des &bdquo;kritischen&ldquo; Festivals Berlinale in Frage. Die Medienberichte &uuml;ber den Auftritt sind ein Armutszeugnis. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1919\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-58895-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200228_Roter_Teppich_fuer_Hillary_Clinton_auf_der_Berlinale_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200228_Roter_Teppich_fuer_Hillary_Clinton_auf_der_Berlinale_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200228_Roter_Teppich_fuer_Hillary_Clinton_auf_der_Berlinale_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200228_Roter_Teppich_fuer_Hillary_Clinton_auf_der_Berlinale_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=58895-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200228_Roter_Teppich_fuer_Hillary_Clinton_auf_der_Berlinale_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200228_Roter_Teppich_fuer_Hillary_Clinton_auf_der_Berlinale_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Hillary Clinton wurde vom Filmfestival Berlinale eine fragw&uuml;rdige und unkritische B&uuml;hne bereitet. Die Ex-US-Politikerin ist mit Vorw&uuml;rfen der Kriegsverbrechen (etwa gegen Libyen), der innerparteilichen Intrige (etwa gegen Bernie Sanders) und der Meinungsmache (etwa gegen Russland) konfrontiert. Dennoch wurde sie in dieser Woche auf dem Roten Teppich der Berlinale <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/film-madam-secretary-hillary-clinton-auf-der-berlinale-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200225-99-58669\">laut Medien<\/a> empfangen &bdquo;wie ein Filmstar&ldquo;. Dort stellte sie eine TV-Serie zu ihrer Person vor (zum Charakter der TV-Produktion weiter unten mehr). Erwartungsgem&auml;&szlig; nutzte Clinton das von der Berlinale bereitgestellte Podium ausgiebig, um erneut unbelegte Vorw&uuml;rfe der &bdquo;russischen Wahleinmischung&ldquo; zu verbreiten. Diese skurrile Berlinale-Episode wirft ein Licht auf die Taten Clintons, auf die Kritiklosigkeit der Berlinale-F&uuml;hrung und auf die mittlerweile komplette Begriffsverwirrung um &bdquo;rechts&ldquo; und &bdquo;links&ldquo;. In Berlin <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/unterhaltung\/leute\/leute\/hillary-clinton-auf-berlinale-besuch-putin-wollte-mich-bezwingen-69026812.bild.html\">verk&uuml;ndete Clinton<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir wissen, dass die Russen erneut versuchen, unseren n&auml;chsten Pr&auml;sidenten zu w&auml;hlen, so wie sie unseren letzten Pr&auml;sidenten ausgew&auml;hlt haben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dass Clinton die gute Gelegenheit beim Schopfe packt, ist verst&auml;ndlich. Auch die Naivit&auml;t bei zahlreichen Redakteuren, die unten angef&uuml;hrte Pressezitate demonstrieren, ist zwar beunruhigend, aber mittlerweile bekannt. Was am meisten irritiert, ist die Haltung der Berlinale. Kann es sein, dass das ganze Team des Festivals mit diesem hoch bedenklichen Auftritt einverstanden war, dass es keine internen Debatten und keine Minderheitsmeinungen gab? Diese Fragen haben die NachDenkSeiten auch der Presse-Abteilung der Berlinale geschickt &ndash; bis zur Fertigstellung des Artikels wurde darauf nicht geantwortet. Weitere Fragen an das Festival sind etwa, ob die Politikerin Hillary Clinton und ihre Taten sich im Einklang mit den Werten der Berlinale befinden, und ob die vorgestellte TV-Serie in ihrer mutma&szlig;lichen Kritiklosigkeit dem sonstigen &bdquo;kritischen&ldquo; Niveau des Festivals entspricht. <\/p><p><strong>Wer hat Libyen zerst&ouml;rt?<\/strong><\/p><p>Gr&uuml;nde, Clinton scharf zu kritisieren, gibt es zuhauf, sie sind gut dokumentiert. Am Ende des Textes finden sich Links von Beitr&auml;gen der NachDenkSeiten und anderer Medien zu den problematischen Seiten Hillary Clintons. Hier sei vor allem auf ihre wichtige Rolle bei der Zerst&ouml;rung Libyens hingewiesen &ndash; dieses monumentale mutma&szlig;liche Kriegsverbrechen l&auml;sst die von Clinton regelm&auml;&szlig;ig als &bdquo;Diktatoren&ldquo; attackierten internationalen Politiker geradezu unschuldig erscheinen. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass auch von &bdquo;kritischen&ldquo; Geistern wie dem Berlinale-Team die Taten Clintons als weniger verbrecherisch angesehen werden als etwa die (vor allem verbalen) Ausf&auml;lle internationaler &bdquo;Populisten&ldquo;. Die Darstellung von einer etwa Donald Trump moralisch &uuml;bertreffenden Hillary Clinton h&auml;lt einer Pr&uuml;fung nicht stand. <\/p><p>Bei der Person Clintons greifen &auml;hnliche Mechanismen wie bei der Diffamierung der seri&ouml;sen Medienkritik: Kritik von &bdquo;Rechts&ldquo; spricht die jeweils Kritisierten mittlerweile von ihren Verfehlungen frei &ndash; denn Angriffe von dieser Seite adeln die Adressaten als Mitglieder des &bdquo;demokratischen Konsenses&ldquo; &ndash; schlie&szlig;lich gilt es nun zusammenzustehen &bdquo;gegen die Populisten und den Hass&ldquo;, was bedeutet da schon der Angriff auf einen souver&auml;nen Staat? Und so sind die Verantwortlichen der Berlinale und auch die Fans am Roten Teppich m&ouml;glicherweise tats&auml;chlich der Meinung, mit Hillary Clinton einen moralisch-politischen Gegenpol zu &bdquo;den Populisten&ldquo;, also eine irgendwie &bdquo;linke Alternative&ldquo; zu unterst&uuml;tzen. <\/p><p><strong>Moral und Menschenrechte: US-Politiker genie&szlig;en Sonderstatus<\/strong><\/p><p>Andererseits muss die Episode auf der Berlinale nicht &uuml;ber Geb&uuml;hr &uuml;berraschen &ndash; schlie&szlig;lich hat das Festival seine Wurzeln im Kalten Krieg und wurde etwa <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationale_Filmfestspiele_Berlin#Geschichte\">laut Wikipedia<\/a> von einem US-Offizier ins Leben gerufen: als &bdquo;Fenster zur freien Welt&ldquo;.  Der erste Festivalleiter, Alfred Bauer, hatte demnach &uuml;ber seine Arbeit in der Reichsfilmintendanz Nazi-Verstrickungen. Erstaunen k&ouml;nnte da eher der diesem Ursprung widersprechende Ruf des Festivals. Andererseits haben zahlreiche Akteure der Berlinale in den vergangenen Jahrzehnten viel M&uuml;he und gute Arbeit investiert, um den heutigen &bdquo;engagierten&ldquo; Ruf des Festivals zu erarbeiten. Dieser teils begr&uuml;ndete Ruf wird durch Auftritte wie jenem von Clinton sabotiert. <\/p><p>US-Politiker genie&szlig;en teils noch immer eine Sonderrolle. Als etwa &Auml;gyptens Pr&auml;sident Al Sisi beim Dresdner Semperopernball ausgezeichnet werden sollte, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-kritik-an-ehrung-fuer-al-sisi-keine-weiteren-preise-beim-dresdner-semperopernball\/25504624.html\">da hagelte es mit Recht Kritik<\/a>. Bei Clinton wird eine (indirekte) Ehrung aber von einem &auml;hnlichen  &bdquo;kritischen&ldquo; Medienpersonal akzeptiert: Zwar ist Clinton &bdquo;im Ruhestand&ldquo; und ihr wurde auch kein Preis verliehen. Aber die &bdquo;glamour&ouml;sen&ldquo; Bilder vom Roten Teppich und die gro&szlig;e, positive B&uuml;hne, die bereitet wurde, ist f&uuml;r eine Image-Korrektur Clintons unbezahlbar. Schlie&szlig;lich wurde sie bei der international als besonders &bdquo;kritisch&ldquo; und &bdquo;engagiert&ldquo; bekannten Berlinale gefeiert. Zudem ist Hillary Clinton nicht wirklich im Ruhestand &ndash; es vergeht kaum eine Woche, ohne dass sie etwa ihre radikale Russenfeindschaft verbreitet. <\/p><p>Im Sinne der Meinungsfreiheit wird hier nicht gefordert, dass man den Auftritt h&auml;tte absagen m&uuml;ssen &ndash; man muss alle Standpunkte anh&ouml;ren und sich mit ihnen  auseinandersetzen. Insofern w&auml;re die Einladung auch Chance gewesen, eine leidenschaftliche Debatte zwischen den (angeblichen) Werten der Berlinale und jenen Clintons zu f&uuml;hren. Die Chance wurde verpasst. Die Kritik entz&uuml;ndet sich also nicht am Auftritt selber, sondern an einer (zumindest anscheinend) kritiklosen Haltung. So schreibt die Berlinale <a href=\"https:\/\/www.berlinale.de\/de\/programm\/programm\/detail.html?film_id=202011319&amp;openedFromSearch=true\">auf ihrer Homepage<\/a> &uuml;ber Hillary Clinton kein Wort zur Au&szlig;enpolitik, sondern:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Doch ihre diplomatische Haltung ist eine der Qualit&auml;ten, die Hillary Clinton zu einer so f&auml;higen Pr&auml;sidentin gemacht h&auml;tten, wie sie als Kandidatin erfolglos war.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Gro&szlig;er Berlinale-Bahnhof f&uuml;r Hillary<\/strong><\/p><p>Dementsprechend stand einem gro&szlig;en Bahnhof f&uuml;r Clinton durch die Berlinale und die Politik nichts im Weg, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/film-madam-secretary-hillary-clinton-auf-der-berlinale-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200225-99-58669\">wie Medien beschreiben<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;F&uuml;r die Begr&uuml;&szlig;ung hatte das Festival einiges aufgeboten. So ist neben den beiden Berlinale-Chefs Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek auch Kulturstaatsministerin Monika Gr&uuml;tters zum Haus der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Berlin\">Berliner<\/a> Festspiele gekommen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Als sei Clinton eine Schauspielerin und keine eiskalte Akteurin der US-Geopolitik, wird sie in Berichten als normaler Promi beschrieben, der viel gereist ist &ndash; ohne aber den Inhalt dieser Reisen zu thematisieren:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mit Hillary Clintons zweit&auml;gigem Besuch haben die Internationalen Filmfestspiele ihre Promi-Quote deutlich nach oben getrieben. Zwar ist der f&uuml;r den US-Streamingdienst Hulu produzierte Vierteiler bereits auf dem Sundance-Festival gelaufen. Doch die Chance, die ber&uuml;hmte Politikerin zu holen, lie&szlig;en sich die Berlinale-Chefs nicht entgehen. (&hellip;) Auch global ist Hillary eine Gr&ouml;&szlig;e. Als Au&szlig;enministerin besuchte sie 101 Staaten und legte dabei mehr als 1,5 Millionen Flugkilometer zur&uuml;ck.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Eine intellektuell brillante und durchsetzungsstarke Pers&ouml;nlichkeit&ldquo;<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber die von Clinton vorgestellte TV-&bdquo;Dokumentation&ldquo; &uuml;ber ihre Person <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/film-madam-secretary-hillary-clinton-auf-der-berlinale-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200225-99-58669\">schreibt die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo;<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Aus dem Material ist das Portr&auml;t einer intellektuell brillanten und durchsetzungsstarken Pers&ouml;nlichkeit entstanden, die sich gegen Vorurteile und Stereotypen durchsetzt, aber auch die Grenzen ihrer M&ouml;glichkeiten erkennt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Da die TV-Serie bisher nur f&uuml;r akkreditierte Journalisten zu sehen war, soll hier nicht inhaltlich darauf eingegangen werden. Fragw&uuml;rdig in seiner anscheinenden Kritiklosigkeit erscheint aber bereits der Trailer:<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/ViAAwc0BtiE\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>&bdquo;Regisseurin und Protagonistin haben darauf verzichtet, Kritiker zu Wort kommen zu lassen&ldquo;<\/strong><\/p><p>Der Verdacht der kritiklosen Lobhudelei verdichtet sich, wenn man einige der aktuellen Rezensionen liest. So schreibt der <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hillary-clinton-in-der-doku-hillary-wenn-frauen-macht-haben.1008.de.html?dram:article_id=471025\">Deutschlandfunk<\/a> voller Verst&auml;ndnis f&uuml;r eine offensichtlich zensorische Herangehensweise:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Regisseurin und Protagonistin h&auml;tten darauf verzichtet, Kritiker zu Wort kommen zu lassen.&nbsp;&sbquo;Das ist ein bewusstes Statement, daf&uuml;r haben sich beide entschieden&rsquo;. (&hellip;) Daraus sei ein &sbquo;sehr packender Film&lsquo; geworden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Kitsch ersetzt Kritik<\/strong><\/p><p>Der <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/berlinale-2020-die-unerschuetterliche-hillary-clinton-zu-besuch\/25581832.html\">&bdquo;Tagesspiegel&ldquo;<\/a> strickt die in der &bdquo;Dokumentation&ldquo; angelegte Legendenbildung flei&szlig;ig weiter: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wer erreichen m&ouml;chte, dass die Welt besser wird, muss steinige Wege gehen. Hillary Clinton wirbt daf&uuml;r. Sie hat ja selber viele schwierige Pfade &uuml;berwinden m&uuml;ssen. (&hellip;) &bdquo;Gerechtigkeit kommt nicht von allein&ldquo;, sagt sie.\n<\/p><\/blockquote><p>So klingt es, wenn Kritik durch Kitsch ersetzt wird &ndash; die Zeitung f&auml;hrt in dem Stil fort: &bdquo;Das Leben selbst schreibt wohl auch die aufregendsten Drehb&uuml;cher.&ldquo; Und der &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; schlie&szlig;t, indem Clinton &bdquo;Mut und Kampfgeist in au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Portionen&ldquo;  bescheinigt werden. <\/p><p><strong>Medien und Berlinale versagen<\/strong><\/p><p>Diese Zitate zeigen einmal mehr, dass man von vielen gro&szlig;en Medien nicht die notwendigen Informationen erh&auml;lt, um etwa die Politikerin Clinton angemessen einzusch&auml;tzen. Auch die Berlinale versagt in dieser Beziehung. Darum seien hier abschlie&szlig;end einige Artikel zum Hintergrund Hillary Clintons empfohlen. <\/p><p>So liefert <a href=\"https:\/\/www.counterpunch.org\/2015\/02\/11\/the-warmongering-record-of-hillary-clinton\/\">dieser Artikel<\/a> eine (vorl&auml;ufige) Bilanz der mutma&szlig;lichen au&szlig;enpolitischen Verbrechen Clintons (auf Englisch).<\/p><p>Die NachDenkSeiten haben sich in zahlreichen Artikeln mit der Politikerin Hillary Clinton befasst. Hier folgen einige ausgew&auml;hlte Links, unsere Suchfunktion birgt weiteres Material zu dem Thema:  <\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31687\">&ldquo;Hillary Clinton, die Lieblingskandidatin der Kriegspartei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57828\">&ldquo;Der aktuelle Umgang mit Libyen, dem Irak&nbsp;und dem Iran zeigt, wie wichtig es ist, die Manipulationsmethode, eine Geschichte verk&uuml;rzt zu erz&auml;hlen, im Kopf zu behalten.&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58360\">&ldquo;Die &bdquo;Demokratie&ldquo; in den USA: Eine Farce&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=46932\">&ldquo;USA: Rationale Politik stand nicht zur Wahl&rdquo; <\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hillary Clinton wurde auf der Berlinale &bdquo;wie ein Filmstar&ldquo; empfangen. Die Episode wirft ein Licht auf das Ph&auml;nomen, dass auch mutma&szlig;liche Kriegsverbrecher moralisch freigesprochen werden &ndash; wenn sie nur gegen Trump und Putin poltern. Der Vorgang stellt auch die Verfassung des &bdquo;kritischen&ldquo; Festivals Berlinale in Frage. Die Medienberichte &uuml;ber den Auftritt sind ein Armutszeugnis. 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