{"id":58981,"date":"2020-03-03T17:04:10","date_gmt":"2020-03-03T16:04:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58981"},"modified":"2020-05-06T15:49:16","modified_gmt":"2020-05-06T13:49:16","slug":"ein-resuemee-der-anhoerung-zu-assange-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58981","title":{"rendered":"Ein Res\u00fcmee der Anh\u00f6rung zu Assange in London"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche war am Dienstag im Gerichtssaal in Belmarsh, London, Julian Assanges Verteidigung mit der Darlegung der Er&ouml;ffnungsargumente an der Reihe. Insgesamt hatte man den Eindruck, dass es Assanges sehr gut vorbereitetem Verteidiger Mark Summers gelang, das Anliegen seines Mandanten detailliert und &uuml;berzeugend darzustellen. Zuerst h&ouml;rten wir Anwesenden, dass Julian Assange seit dem Vortag elfmal Handschellen angelegt wurden, er sich zweimal einer Leibesvisitation unterziehen musste und in f&uuml;nf verschiedenen Zellen untergebracht war. Leider wurde hiervon in den Medien fast gar nichts gemeldet. Die weitere Anh&ouml;rung zog sich dann noch bis Donnerstag hin. Ein Bericht aus dem Gerichtssaal in London, von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>2. Verhandlungstag, Dienstag, 25. Februar 2020<\/strong><\/p><p>Um in den Gerichtssaal im Woolwich Crown Court zu kommen, in dem der Westminster Magistrates Court tagt, muss man sich fr&uuml;h anstellen, damit man einen der 24 Publikumspl&auml;tze in diesem historischen Verfahren ergattert, weil auch sechs der Pl&auml;tze f&uuml;r Assanges Angeh&ouml;rige reserviert sind.  Als ich um halb sieben eintraf, stand Patrick Hennigsen von <a href=\"https:\/\/21stcenturywire.com\/\">21stcenturywire<\/a> als erster in der Schlange, dicht gefolgt von drei Vertretern von Reporter ohne Grenzen, unter ihnen der deutsche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Christian Mihr. Von ihnen erfahre ich, dass sie sich jetzt f&uuml;r Julian Assange einsetzen, auch wenn sie in ihm keinen Journalisten sehen. Ganz ohne Grenzen geht es bei dieser Nichtregierungsorganisation also doch nicht zu. Aber auch sie empfinden die Art und Weise, wie der Zugang f&uuml;r Beobachter bei diesem Prozess organisiert ist, als Zumutung, und anscheinend ist der Zugang f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit sogar in Erdogans T&uuml;rkei besser geregelt. <\/p><p>Wir werden n&auml;mlich bis zur 18. Person durch das Tor eingelassen, aber vor dem Eingang zum Geb&auml;ude wiederholt sich das Z&auml;hlen bis Nummer 18, wie noch drei weitere Mal an diesem Tag vor der Besuchergalerie des Gerichtssaals. Leider haben wir am Eingang keinen Zettel mit Nummern f&uuml;r diesen Tag bekommen, sodass unsere nun um einige Prominente angewachsene 18er-Gruppe an diesem Tag f&uuml;nf Mal untereinander k&auml;mpfen muss, um Einlass zu erlangen. Obwohl dies nur eine Randbemerkung ist, passt es doch in das Bild dieser uns&auml;glichen Aff&auml;re. Am ersten Tag m&uuml;ssen die Zust&auml;nde am Eingang wegen des gr&ouml;&szlig;eren Andrangs noch um einiges wilder gewesen sein, sodass man sich an den Untergang der Titanic erinnert f&uuml;hlte. Morgen soll es in London regnen, was die Platzerlangung hoffentlich erleichtern wird. Schade, dass die Gerichtsbarkeit zu solchen Methoden greifen muss, um zu versuchen, den Beobachtern und Unterst&uuml;tzern die Stimmung zu vermiesen.<\/p><p>Auch Kristinn Hrafnsson, der Chefredakteur von Wikileaks, scheint wie ich keinen hier in London g&uuml;ltigen Presseausweis zu besitzen, denn ihm wird erst am Tor der Zugang verweigert. Erst als Julian Assanges Vater John Shipton einschreitet und Kristinn als Angeh&ouml;rigen deklariert, bekommt er Einlass zum Geb&auml;ude und mit eigenen Ohren h&ouml;re ich am Eingang der Besuchergalerie, wie ein ansonsten den ganzen Tag &uuml;ber sehr freundlicher Gerichtsdiener nach Kristinn Hrafnsson fragt und ihm dann sagt, er selbst befolge nur Befehle, aber ihm sei angeordnet worden, ihm den Einlass zu verweigern. Den Grund kennt er aber auch nicht, aber er muss den Befehl nat&uuml;rlich ausf&uuml;hren. Kristinn Hrafnsson bleibt angenehm freundlich, aber wieder hilft nur die Intervention von John Shipton, damit Kristinn Hrafnsson eingelassen wird. Eine weitere Merkw&uuml;rdigkeit an diesem Tag.<\/p><p>Wir Beobachter sitzen ein Stockwerk h&ouml;her hinter Panzerglas und auch Julian Assange sitzt quer unter uns auch hinter von handbreiten Schlitzen unterbrochenem Panzerglas in der letzten Reihe. Durch diese Schlitze versucht er seinen Verteidigern die Hand zu sch&uuml;tteln und er gestikuliert auch ein- oder zweimal w&auml;hrend des Verhandlungstages, um seinen zahlreichen Verteidigern etwas zu bedeuten. Einmal unterbrechen die Gerichtsdiener das sowieso unter diesen Umst&auml;nden schon schwierige &bdquo;Gespr&auml;ch&ldquo; mit seiner Verteidigerin Gareth Peirce. <\/p><p>Auf die Beschwerde von Verteidiger Fitzgerald wegen der Handschellen, Leibesvisitationen und Zellenwechsel reagiert die Richterin Vanessa Baraitser mit der Bemerkung, dass sie keine Verf&uuml;gungsgewalt habe &uuml;ber die Bedingungen im Belmarsh-Gef&auml;ngnis und dass diese Bedingungen auch keine Rolle f&uuml;r den Prozess spielten. Fitzgerald kontert geschickt, indem er anmerkt, dass es die Pflicht der Gef&auml;ngnisbeh&ouml;rden sei, daf&uuml;r zu sorgen, dass Julian Assange in einem verhandlungsf&auml;higen Zustand vor Gericht erscheint, und dass man ein gegenteiliges Vorgehen als Missachtung des Gerichts auslegen k&ouml;nne. Die Richterin scheint nicht sonderlich interessiert, versichert aber, dass sie etwas unternehmen werde, falls Beschwerden beim Gef&auml;ngnis unbeantwortet bleiben. Insgesamt ein weiteres Element der Misshandlung von Julian Assange. <\/p><p>Insgesamt gelingt es dem Verteidiger Mark Summers in seinen Ausf&uuml;hrungen &ndash; zumindest f&uuml;r mich &ndash; sehr gut darzulegen, warum das Auslieferungsersuchen der US-Regierung f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren sei. Er geht hier auf die Frage ein, ob Julian Assange und Chelsea &ndash; damals Bradley &ndash; Manning gemeinsam gehackt haben, ob er sie zum Datenklau angestiftet und ob Wikileaks mit den Ver&ouml;ffentlichungen von geheimen Dokumenten Menschenleben gef&auml;hrdet habe. Mark Summers verneint dies klar und deutlich. Er macht dies sehr gut und systematisch und sehr freundlich und hat immer den richtigen Ordner zur Hand. Verteidiger Fitzgerald schiebt ihm von Zeit zu Zeit Notizen zu. Au&szlig;erdem geht es um die Frage, ob es sich bei den Ver&ouml;ffentlichungen von Wikileaks um eine politische Aktivit&auml;t gehandelt habe. Der Ankl&auml;ger erkl&auml;rt, dass eine politische Motivation nur dann vorliegen w&uuml;rde, wenn man mit den Aktionen einen Regierungswechsel oder zumindest eine &Auml;nderung der Politik herbeizuf&uuml;hren hoffe. Er f&uuml;hrt hier Tyrannenmord als eindeutiges Beispiel an und ich frage mich, ob Julian Assange in seinen Augen besser dran w&auml;re, wenn er physische Gewalt benutzt h&auml;tte.<\/p><p>Ich frage mich, wie diese Ausf&uuml;hrungen auf die Richterin, die Anfang Juni &uuml;ber das Auslieferungsersuchen entscheidet, wirken.<\/p><p>Der Ankl&auml;ger James Lewis QC, der am Vortag sein Eingangsstatement vorgetragen hat, wirkt merkw&uuml;rdig h&ouml;lzern, unvorbereitet und desorganisiert, als er am Ende des Tages seine Erwiderung zu den Ausf&uuml;hrungen der Verteidigung vorbringt. Als Kr&ouml;nung f&auml;llt ihm ein Haufen Aktenordner zu Boden. Es ist allerdings auch schon sp&auml;t am Tag und James Lewis QC ist vielleicht so m&uuml;de wie ich oder der Beobachter, der neben mir ein Nickerchen macht. Oder die Anklage f&uuml;hlt sich in diesem abgekartet scheinenden Fall so sicher, dass es zu so einer dilettantisch erscheinenden Vorstellung kommt. Aber vielleicht &uuml;berrascht Richterin  Baraitser uns alle ja am Ende&hellip;   <\/p><p>Auch Julian Assange erscheint am Ende sehr ersch&ouml;pft, und das f&auml;llt auch der Richterin auf, und somit ging der Verhandlungstag kurz vor sechzehn Uhr zu Ende. <\/p><p>Vor dem Gericht protestierten ca. 50 Unterst&uuml;tzer, von denen die H&auml;lfte aus Deutschland zu kommen scheint, und viele von ihnen haben den Weg nach London mit den Infos von <a href=\"https:\/\/www.candles4assange.de\/#start\">candles4assange<\/a> geschafft.<\/p><p><strong>4. Verhandlungstag, Donnerstag, 27. Februar 2020<\/strong><\/p><p>Nachdem ich den Vortag nicht mit einem Besuch im Gericht verbracht hatte und mich nicht an dem Kampf um die hei&szlig; begehrten Pl&auml;tze auf der Besuchergalerie beteiligt hatte, stellte ich mich letzten Donnerstag um 6:20 Uhr bei str&ouml;mendem Regen und 3&deg;C vor dem Zaun au&szlig;erhalb des Gerichts an und f&uuml;hlte  mich auf Platz 10 sicher, Einlass zu erlangen. Aber wieder zeigte sich die menschliche Natur von ihrer nicht so sch&ouml;nen Seite und es gab welche, die sich klammheimlich vordr&auml;ngelten, und andere, die es offensichtlich taten. Diese unsch&ouml;ne Prozedur wiederholte sich an diesem Tag noch viermal und es ist mir unerfindlich, warum dieser Prozess nicht in einem gr&ouml;&szlig;eren Saal in der Achtmillionenstadt London stattfindet. Auch diverse MdBs und MdEPs, die sp&auml;ter auftauchen, konkurrieren mit uns Fr&uuml;haufstehern um die raren Pl&auml;tze. Auch hier k&ouml;nnten die Beh&ouml;rden mehr guten Willen zeigen und angemessenen Zugang f&uuml;r Parlamentsangeh&ouml;rige und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen erm&ouml;glichen. Ich erw&auml;hne diese Vorg&auml;nge, die ja nichts mit dem Inhalt der Anh&ouml;rung zu tun haben, nur, weil es ein weiteres Licht auf das von der Bundesregierung blindlings als Rechtsstaat bezeichnete Gro&szlig;britannien wirft. Hier kann man die Strategie &bdquo;Teile und herrsche&ldquo; hautnah erleben. Zum Gl&uuml;ck zeigen sich inmitten der ganzen Dr&auml;ngelei auch freundlichere Z&uuml;ge, wenn wir Aktivisten uns gegenseitig Pl&auml;tze in der Schlange anbieten.<\/p><p>Im Gericht selbst wurde am Donnerstag haupts&auml;chlich &uuml;ber den Antrag der Verteidigung beraten, ob Julian Assange zusammen mit seinen Anw&auml;lten sitzen darf. Am Vortag hatte Richterin Vanessa Baraitser erkl&auml;rt, hier&uuml;ber keine Verf&uuml;gungsgewalt zu haben, aber nun musste sie eingestehen, dass sie sehr wohl dar&uuml;ber entscheiden kann. Verteidiger Summers und Fitzgerald sind wiederum sehr eloquent und legen dar, dass unter den gegebenen Umst&auml;nden eine diskrete Kommunikation mit ihrem Mandanten nicht m&ouml;glich sei. Sogar Anklagevertreter Lewis hat keine Einw&auml;nde gegen den Antrag. Die Richterin sagt, dass man die Verhandlung ja unterbrechen k&ouml;nne, wenn Julian Assange etwas erkl&auml;rt werden m&uuml;sse oder es etwas zu besprechen gibt. Verteidiger Summers gibt zu bedenken, dass dies &auml;u&szlig;erst unpraktisch sei und den Prozessverlauf endlos verz&ouml;gern w&uuml;rde, aber die Richterin wirft ein, dass sich Julian Assange und seine Verteidiger ja in den Zellen im Keller treffen k&ouml;nnten. Auf Mark Summers Nachfrage murmelt Frau Baraitser, dass sie noch nie im besagten Keller gewesen sei, um die Bedingungen dort zu begutachten.<\/p><p>Der kr&ouml;nende Abschluss kommt dann, als die Richterin nach den mehrst&uuml;ndigen Darlegungen der Verteidigung, die Beispielf&auml;lle und Urteile des Europ&auml;ischen Gerichtshofes enthalten, anhand eines schon ausgedruckten, vor ihr liegenden Textes die Gr&uuml;nde f&uuml;r ihre Ablehnung des Antrags erl&auml;utert. Eine Sache, die sie nicht sagt, die aber unser Bewacher in der Besuchergalerie nennt, ist, dass vielleicht kein Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r hier k&uuml;nftig stattfindende Mord- und sonstige Prozesse mit gef&auml;hrlichen Angeklagten geschaffen werden soll. Zu keinem Zeitpunkt gibt es eine Erkl&auml;rung, warum Julian Assange &uuml;berhaupt in einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis festgehalten wird und der Prozess in einem Gericht f&uuml;r Terroristen stattfindet.<\/p><p>Das zerst&ouml;rte dann in mir die bis dahin immer noch nicht ganz erloschene Hoffnung, dass es sich bei diesem Prozess um etwas anderes als einen Schauprozess handeln k&ouml;nnte.<\/p><p>Nachdem noch einige weitere Verfahrensfragen gekl&auml;rt wurden, in denen es um weitere Anh&ouml;rungen z.B. zur Anonymit&auml;t von Zeugen ging, vertagt die Richterin die eigentliche Verhandlung einen Tag fr&uuml;her als geplant bis zum 18. Mai. Am 25. M&auml;rz wird es einen sehr kurzen Termin geben, der per Gesetz alle 4 Wochen stattfinden muss, um die Inhaftierung von Julian Assange aufrecht zu erhalten. Hierf&uuml;r ist der Westminster Magistrates vorgesehen und Julian Assange wird wohl f&uuml;r einige Minuten per Videolink &bdquo;anwesend&ldquo; sein.<\/p><p>Interessanter wird wohl der Termin am 7. April im Woolwich Crown Court in Belmarsh, wo es um die Frage der Anonymit&auml;t von Zeugen der Verteidigung gehen wird. Die Richterin schlug vor, dass man die Namen der Zeugen doch vor der &Ouml;ffentlichkeit geheimhalten, aber den US-Ankl&auml;gern und dem Gericht doch mitteilen k&ouml;nne. Ich frage mich, was die m&ouml;glichen Zeugen von so einem Vorschlag halten werden. <\/p><p>F&uuml;r weitere Details von dieser Anh&ouml;rung sei hier auf die exzellenten Beschreibungen in den Blogs von <a href=\"https:\/\/martinsonneborn.de\/free-assange\/\">Martin Sonneborn<\/a> auf Deutsch und auf Craig Murray <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2020\/03\/the-armoured-glass-box-is-an-instrument-of-torture\/\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2020\/02\/your-man-in-the-public-gallery-assange-hearing-day-four\/\">hier<\/a> auf Englisch verwiesen.<\/p><p>Au&szlig;erdem gibt es ein treffendes <a href=\"https:\/\/www.truthdig.com\/videos\/chris-hedges-assanges-trial-echoes-stalinist-tactics\/\">Interview<\/a> von Chris Hedges mit Joe Lauria von ConsortiumNews, der auch im Gerichtssaal war.<br>\nInsgesamt kann ich Craig Murray zustimmen, der vor dem Gerichtsgeb&auml;ude meinte, dass er sich schmutzig f&uuml;hle, nachdem er diese Veranstaltung verlassen hat, weil irgendwie die ganze Unkorrektheit des Verfahrens nun an ihm klebe.<\/p><p>Au&szlig;erdem hoffe ich, dass, nachdem Julian Assanges Dilemma in Gro&szlig;britannien vom Brexit &uuml;berschattet wurde, nun nicht das Gleiche durch das Coronavirus geschieht. Einige der von weither angereisten Beobachter werden es sich wohl auch genauer &uuml;berlegen, ob sie das Vereinigte K&ouml;nigreich im April oder Mai bereisen wollen, falls bis dahin restriktive Quarant&auml;nema&szlig;nahmen in Kraft getreten sein sollten. In seinem geschw&auml;chten Zustand sollte Assange am besten auch nicht pers&ouml;nlich mit dem Virus in Kontakt kommen. <\/p><p>Alle Beobachter dieser Prozesstage scheinen sich relativ einig, dass von dieser Instanz keine gro&szlig;e Abweichung vom Skript zu erwarten sein wird und sich m&ouml;glicherweise in den n&auml;chsth&ouml;heren Gerichten anders tickende Richter finden werden. <\/p><p>Ob und welchen Einfluss ein m&ouml;glicher Wahlsieg von Bernie Sanders bei den US- Wahlen auf die Behandlung von Julian Assange haben k&ouml;nnte, bleibt abzuwarten oder im Reich der Spekulation.<\/p><p>Nun sind schon wieder einige Tage seit dem Ende der Anh&ouml;rung vergangen und Julian Assange ist weiterhin seinen Peinigern ausgeliefert, w&auml;hrend die Kriegsverbrechen, die er und Wikileaks enth&uuml;llt haben, weiterhin unges&uuml;hnt bleiben. Leider ist er kein Einzelfall, wie schon die andauernde Beugehaft von Chelsea Manning, welche Belege f&uuml;r diese Verbrechen an Wikileaks geliefert hat, zeigt. Und auch sonst werden oder wurden die Gef&auml;ngnisse von &Auml;gypten bis Zypern zu mehr oder weniger gro&szlig;en Teilen von Unschuldigen bev&ouml;lkert.<\/p><p>Zum Gl&uuml;ck gibt es immer noch viele Mitmenschen, die diesen Zust&auml;nden nicht gleichg&uuml;ltig gegen&uuml;berstehen, wie das rege Publikumsinteresse und auch die Existenz eines Zeltlagers von Protestierenden vor dem Gericht zeigt. Ob das am Ende reicht, um die Menschheit auf einen weniger destruktiven Kurs zu bringen, bleibt abzuwarten und sehr fraglich, aber zumindest ist der Kontakt mit Menschen, die sich daf&uuml;r einsetzen, Balsam f&uuml;r die Seele. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche war am Dienstag im Gerichtssaal in Belmarsh, London, Julian Assanges Verteidigung mit der Darlegung der Er&ouml;ffnungsargumente an der Reihe. Insgesamt hatte man den Eindruck, dass es Assanges sehr gut vorbereitetem Verteidiger Mark Summers gelang, das Anliegen seines Mandanten detailliert und &uuml;berzeugend darzustellen. Zuerst h&ouml;rten wir Anwesenden, dass Julian Assange seit dem Vortag elfmal<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58981\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":58982,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[198,126],"tags":[681,2163,469,930,2617,665],"class_list":["post-58981","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-erosion-der-demokratie","tag-assange-julian","tag-gefaengnis","tag-grossbritannien","tag-justiz","tag-manning-chelsea","tag-wikileaks-2"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/IMG_1114.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58981"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60774,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/58981\/revisions\/60774"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/58982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=58981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=58981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}