{"id":58990,"date":"2020-03-04T08:30:34","date_gmt":"2020-03-04T07:30:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990"},"modified":"2020-03-04T08:42:02","modified_gmt":"2020-03-04T07:42:02","slug":"hinweise-des-tages-3564","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h01\">Super Tuesday: Biden in fr&uuml;hen Ergebnissen voran, viele Resultate aber noch ausst&auml;ndig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h02\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h03\">Finale in Idlib<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h04\">Covid-19<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h05\">Gerichtsverhandlung gegen Julian Assange &ldquo;Alles deutet auf einen reinen Schauprozess hin&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h06\">Donald Trump und die Zerst&ouml;rung einer Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h07\">Die Heiligsprechung des Quacksalbers Muhammad Yunus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h08\">Gewerkschaftsfresser Friedrich Merz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h09\">Werkvertr&auml;ge und Leiharbeit als Streikhindernis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h10\">Klinik der Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h11\">Netanjahu gewinnt &ndash; aber wahrscheinlich keine absolute Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h12\">T&ouml;dlicher Ernst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h13\">Wenn die rassistische Saat aufgeht&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h14\">Linkenchef Riexinger wegen &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber Reiche in Bedr&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h15\">F&uuml;r den Papst bin ich ein Auftragsm&ouml;rder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h16\">Zeig mir dein Bild und ich sage dir, wie du bist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58990#h17\">Als der Winter ausfiel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Super Tuesday: Biden in fr&uuml;hen Ergebnissen voran, viele Resultate aber noch ausst&auml;ndig<\/strong><br>\nErste Ergebnisse zeigen eine &uuml;berraschend klare F&uuml;hrung f&uuml;r Obamas Ex-Vizepr&auml;sident in mehreren entscheidenden Staaten &ndash; Sanders gewann seinen Heimatstaat Vermont<br>\n(&hellip;) Beim Super Tuesday wird in mehr als einem Dutzend der 50 US-Staaten dar&uuml;ber abgestimmt, welcher Kandidat bei der Pr&auml;sidentschaftswahl am 3. November den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump herausfordern soll. Dieser Tag ist somit der wichtigste bei den Vorwahlen der Demokraten: Es geht um die Stimmen von mehr als einem Drittel aller Delegierten, die beim Nominierungsparteitag im Sommer letztlich den Pr&auml;sidentschaftskandidaten bestimmen.<br>\nProminente Aussteiger f&uuml;r Biden<br>\nBei den Demokraten lag nach bisher vier Vorwahlen der linke Senator Bernie Sanders in F&uuml;hrung. Der 78-J&auml;hrige war auch in landesweiten Umfragen lange Spitzenreiter, erst j&uuml;ngst hat Biden aufholen k&ouml;nnen. Einen gewaltigen Schub bekam er kurz vor dem Super Tuesday: Die ausgeschiedenen Bewerber Pete Buttigieg, Amy Klobuchar und Beto O&rsquo;Rourke riefen ihre Anh&auml;nger dazu auf, nun die Kandidatur des 77-J&auml;hrigen zu unterst&uuml;tzen.<br>\n(&hellip;) Die Vorwahlen ziehen sich insgesamt bis Juni hin. Nach den Demokraten im Juli werden die Republikaner dann im August in Charlotte (North Carolina) bei ihrem Nominierungsparteitag formell Trump zu ihrem Pr&auml;sidentschaftskandidaten k&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/jetzt\/livebericht\/2000115280972\/live-am-super-tuesday-laeuft-alles-auf-ein-duell-hinaus?responsive=false\">Der Standard<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Establishment b&uuml;ndelt weiter Kr&auml;fte<\/strong><br>\nKlobuchar gibt Kandidatur auf und will Biden unterst&uuml;tzen<br>\n(&hellip;) Damit sind nun nur noch f&uuml;nf Bewerber f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftskandidatur der Demokraten im Rennen: die eher linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren, der ehemalige Vizepr&auml;sident Biden und der fr&uuml;here B&uuml;rgermeister von New York, der Multimilliard&auml;r Mike Bloomberg, sowie die als wenig chancenreich geltende Abgeordnete Tulsi Gabbard.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/98758-establishment-bundelt-weiter-krafte-klobuchar\/\">RT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Das Establishment der demokratischen Partei, keinen Deut besser als das der Republikaner, macht alles, um die Nominierung von Bernie Sanders noch zu blockieren, bevor es zu sp&auml;t ist und er zu weit vorne liegen k&ouml;nnte. <\/em><\/p>\n<p><em>Biden steht unter den Bewerbern aus der Demokratischen Partei weit rechts. Als Vizepr&auml;sident unter Obama hat alle v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege sowie auch die Drohnenangriffe der USA mitgetragen. Sollte das demokratische Establishment angesichts seiner Beliebtheit in der Bev&ouml;lkerung Sanders Nominierung nicht verhindern k&ouml;nnen, so wird sie sich aber mit Sicherheit trotzdem nicht hinter einen Kandidaten Sanders stellen um die Wahlen zu gewinnen. Dann wird man ihn eben so lange diskreditieren und boykottieren m&uuml;ssen, bis Trump gewinnt. Die Europ&auml;er sollten sich derweil auch keine grossen Illusionen dar&uuml;ber machen, dass ein Pr&auml;sident Sanders allein die politischen Weichen der USA, besonders in der Au&szlig;enpolitik, neu stellen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sollten nun &ndash; wovon eigentlich auszugehen ist &ndash; Michael Bloomberg und Elizabeth Warren ihre Kampagnen einstellen, kommt es zum Fl&uuml;gelkampf zwischen Biden und Sanders. Leider muss man jedoch auch konstatieren, dass Biden die besseren Karten hat &ndash; weniger bei den W&auml;hlern in den ausstehenden Staaten, sondern vor allem bei den Superdeligierten, die bereits <a href=\"https:\/\/www.salon.com\/2020\/02\/27\/superdelegates-willing-to-risk-intraparty-damage-to-block-sanders-at-contested-convention-report\/\">angek&uuml;ndigt haben<\/a>, den W&auml;hlerauftrag ohnehin nicht zu erf&uuml;llen und Sanders zu &bdquo;blockieren&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Deal mit dem t&uuml;rkischen Terrorpaten &ndash; jetzt r&auml;cht er sich<\/strong><br>\nSeit Jahren unterst&uuml;tzt die Bundesregierung Erdogans schmutzigen Krieg in Syrien.<br>\nDie T&uuml;rkei bekommt aus Deutschland Waffen und Geld &ndash; und sie nutzt beides, um in Syrien an der Seite islamistischer Terroristen zu k&auml;mpfen: gegen die Kurden oder, wie in Idlib, gegen die syrische Armee. Erdogan hat wesentlichen Anteil daran, dass das Blutvergie&szlig;en in Syrien anh&auml;lt und Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen mussten und m&uuml;ssen. Und jetzt benutzt er die vielen Fl&uuml;chtlinge auch noch als Waffe, um von Deutschland und der EU-Unterst&uuml;tzung zu erpressen f&uuml;r seine blutige Politik.<br>\nMindestens 13.000 Menschen hat die t&uuml;rkische Regierung mit gezielten Falschmeldungen an die griechische und bulgarische Grenze gelockt, sie teilweise sogar mit eigens gecharterten Bussen dahin transportiert.<br>\nErdogan spielt mit den erschreckenden Szenen: Kinder hinter Tr&auml;nengas-Schwaden, Menschen in wackligen Schlauchbooten. Diese Bilder sind von ihm genau so gewollt. Und was macht die NATO, was machen Merkel und Maas? Sie bekunden ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die T&uuml;rkei und werfen Russland und Syrien &ldquo;eklatante V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che&rdquo; vor. Ja, Bomben auf Zivilisten sind zu verurteilen, egal wer sie wirft. Aber wenn NATO-Staaten, die sich bei ihren Kriegen einen Dreck um zerfetzte oder verst&uuml;mmelte Frauen und Kinder scheren, die in Mossul und Rakka mit der gleichen Brutalit&auml;t gemordet haben, die sie jetzt in Idlib beklagen, wenn solche Staaten und ihre Repr&auml;sentanten pl&ouml;tzlich die Humanit&auml;t entdecken, ist das schamlose Heuchelei.<br>\nDas Morden muss aufh&ouml;ren! Daf&uuml;r aber muss vor allem endlich die Unterst&uuml;tzung und Finanzierung islamistischer Terroristen in Syrien eingestellt werden! Rasche humanit&auml;re Hilfe vor Ort ist gefragt, um eine weitere Zuspitzung der katastrophalen Situation verhindern. Es ist richtig: die &uuml;ber drei Millionen syrischen Fl&uuml;chtlinge, die sich aktuell in der T&uuml;rkei aufhalten, vielfach unter extrem prek&auml;ren Bedingungen, haben eine bessere Perspektive verdient. Aber wohlfeile Forderungen nach offenen Grenzen, die unweigerlich in einer Situation wie 2015 m&uuml;nden und unsere Demokratie restlos destabilisieren w&uuml;rden, n&uuml;tzen ihnen nichts. Vielmehr muss sich die Bundesregierung endlich ernsthaft f&uuml;r einen Waffenstillstand in Idlib und den Abzug der islamistischen Terroristen einsetzen, vor allem aber f&uuml;r eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Syrien, die den Wiederaufbau des Landes komplett blockieren. Es sind vor allem diese Sanktionen, die die Menschen in Syrien daran hindern, in ihrem kriegszerst&ouml;rten Land wieder zu einem Mindestma&szlig; an Normalit&auml;t zur&uuml;ckzukehren. Die syrische Bev&ouml;lkerung braucht Hilfe und Unterst&uuml;tzung beim Wiederaufbau, statt eines m&ouml;rderischen Sanktionsregimes. Nur dann wird auch die syrische Fl&uuml;chtlingstrag&ouml;die ein Ende finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/3400417396642300?__xts__[0]=68.ARB2iEPjjLeuOyb-jNJXb6VOnGeqm-UHPvyJj8zc-RB-AQDd_J5AdOMfszXhv_gC1w_TTELKL_s5jZAtcOvQ2JP_ynuGFYu3i1rEfHJgfBerFxOCPSK10z-NO1vv_zjDLwaaVYMyAP_HRd5mrNbMRlMDoAaWXisUQVPNJJTxZV2cBcf5cVpVv7NKfBwzL9566xjaxu5tBLSfdUPhUW94zB4CjvKqtGzHKRbeFzH4LkGpkDtnyZYsiO9kwdFJaXdblcaNOJBWMSTSVEBf-EIgSDTYQZnh308nfx15T3yFCuIfSLJN1Is6PAcv98daD-5aHdMQ5Q1RNY5fxh-i9ioU-DVoSQ&amp;__tn__=-R\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Rechtsextreme Attacken auf Fl&uuml;chtlinge in Lesbos: Wie die humanit&auml;re Krise zur Katastrophe wurde<\/strong><br>\nMenschen sterben. Die humanit&auml;re Krise an der t&uuml;rkisch-griechischen Grenze eskaliert. Im syrischen Idlib wird die Zivilbev&ouml;lkerung bombardiert, in der T&uuml;rkei setzen anti-syrische Pogrome ein und auf den griechischen Inseln w&uuml;ten rechtsextreme Mobs &ndash; w&auml;hrend die Polizei zuschaut. Was ist passiert? Wie konnte es soweit kommen? Und was k&ouml;nnen wir tun?<br>\nWas passiert jetzt mit den syrischen Fl&uuml;chtlingen, die nach Griechenland kommen?<br>\nDie t&uuml;rkischen Beh&ouml;rden haben den sogenannten T&uuml;rkei-Deal mit der EU aufgek&uuml;ndigt und schicken seit Freitag Fl&uuml;chtlinge nach Griechenland: Sie organisieren Busse an die Grenze. In der T&uuml;rkei werden syrische Fl&uuml;chtlinge und syrische Gesch&auml;fte von rechten Mobs rund um die faschistische, t&uuml;rkisch-nationalistische Organisation &ldquo;Graue W&ouml;lfe&rdquo; attackiert &ndash; eine Art Pogrom, sagt der Politikwissenschaftler und Nahost-Experte Thomas Schmidinger. Politische Beobachter vermuten hinter den Angriffen auf Syrer zum Teil auch eine staatliche Koordinierung.<br>\nDoch auch Griechenlands rechtskonservative Regierung will die syrischen Fl&uuml;chtlinge nicht aufnehmen. Sie setzt Tr&auml;nengas und Munition ein und hat das Asylrecht ausgesetzt &ndash; ein grundlegendes Menschenrecht, das als Lehre aus dem Holocaust beschlossen wurde. Derzeit l&auml;sst die EU Menschen nicht nur sterben, wie es im Mittelmeer seit Monaten passiert, sondern tr&auml;gt aktiv dazu bei, dass sie sterben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/tuerkei-syrien-idlib-erdogan-fluechtlinge-eu\/\">kontrast at<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland verteidigen &ndash; und die T&uuml;rkei schmieren?<\/strong><br>\nIn der neuen Fl&uuml;chtlingskrise verfolgt die EU eine seltsame Doppelstrategie. Einerseits will sie Griechenland und die EU-Au&szlig;engrenze verteidigen. Andererseits will sie die T&uuml;rkei erneut mit Milliardenhilfen schmieren &ndash; pardon: unterst&uuml;tzen.<br>\nWie geht es weiter mit dem Fl&uuml;chtlingsdeal, den der t&uuml;rkische Despot Erdogan seit Tagen bricht? Die EU wei&szlig; es auch drei Tage nach Beginn der Feindseligkeiten nicht.<br>\nEinerseits wollen die meisten Mitgliedstaaten an der &ndash; rechtlich unverbindlichen und auf vier Jahre befristeten, also eigentlich &uuml;berholten &ndash; Vereinbarung festhalten.<br>\nAndererseits wollen sie aber auch nicht den Eindruck erwecken, der Erpressungs-Taktik Erdogans nachzugeben.<br>\n&ldquo;Niemand kann die Europ&auml;ische Union erpressen und einsch&uuml;chtern&rdquo;, sagte Migrationskommissar Schinas in Berlin, wo er mit Kanzlerin Merkel den weiteren Kurs absteckte, nat&uuml;rlich hinter verschlossenen T&uuml;ren.<br>\nDoch das ist nicht das einzige Dilemma. Au&szlig;erdem ist da noch die ungel&ouml;ste Frage, wer f&uuml;r eine &bdquo;Reaktivierung&ldquo; des Merkel&rsquo;schen Deals zahlen soll, wie sie vor allem in Deutschland gefordert wird.<br>\nDie Kanzlerin hat zwar Bereitschaft signalisiert, Erdogan mit neuen Milliardenhilfen unter die Arme zu greifen. Doch im EU-Budget ist kein Geld daf&uuml;r da &ndash; nicht zuletzt, weil Merkel die Taschen zuh&auml;lt.<br>\nUnd eine direkte &Uuml;berweisung in die t&uuml;rkische Staatskasse, wie sie Erdogan neuerdings fordert, galt noch bis vor kurzem als v&ouml;llig undenkbar. Das w&auml;re ja fast wie auf einem t&uuml;rkischen Basar!<br>\nDie EU m&uuml;&szlig;te neue Hilfen also an Bedingungen binden &ndash; nur welche? Das Mindeste w&auml;re, die R&uuml;cknahme der Migranten zu fordern, die Erdogan gen Griechenland schickt. Doch das traut sich keiner.<br>\nUnd dann w&auml;re da noch ein drittes Problem: Das zynische Junktim, das Erdogan herstellt, indem er die Fl&uuml;chtlingshilfe mit seinem Angriffs-Krieg in Syrien verbindet, bereitet vielen gro&szlig;e Bauchschmerzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/griechenland-verteidigen-und-die-tuerkei-belohnen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die EU bekommt jetzt die Rechnung pr&auml;sentiert f&uuml;r ihre Nibelungentreue zu den &bdquo;amerikanischen Freunden&ldquo; und f&uuml;r das Chaos, das sie zusammen mit den USA in Syrien zu verantworten haben. Und wo bleibt denn jetzt die Hilfe der USA f&uuml;r Europa um der Situation Herr zu werden? Beteiligt sie sich etwa an den Kosten f&uuml;r die Versorgung der Fl&uuml;chtlinge, die sie nach Europa getrieben hat? Nehmen die USA vielleicht Fl&uuml;chtlinge aus den Gebieten auf, die sie v&ouml;lkerrechtswidrig in Schutt und Asche gelegt haben? Finanzieren die USA etwa jetzt den Wiederaufbau der von ihnen zerbombten St&auml;dte, damit die Menschen dorthin zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen? Bezahlt sie ihnen den angerichteten materiellen Schaden? Nein; Europa soll sich darum k&uuml;mmern und gleichzeitig noch ihre Milit&auml;rausgaben auf 2% des BIP erh&ouml;hen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finale in Idlib<\/strong><br>\nSyrien In der Nordprovinz zeigen sich die Grenzen der T&uuml;rkei, die Pr&auml;sident Erdo&#287;an im Nahen Osten gern als Regionalmacht etabliert h&auml;tte.<br>\nAls Eroberer hat sich Pr&auml;sident Erdo&#287;an schon mehrfach in Szene gesetzt, wenn es um den t&uuml;rkischen Anteil am syrischen Drama ging. Nun scheint dieser Part nicht nur ausgereizt, sondern kaum mehr aussichtsreich. Die Folge davon, der Eroberer sucht sein Heil als Erpresser, um EU und NATO in die Pflicht zu nehmen, ihm in der syrischen Nordprovinz Idlib beizustehen. Nur wie?<br>\nRecep Tayyip Erdo&#287;an d&uuml;rfte das realpolitische Gesp&uuml;r nicht soweit verlassen haben, dass er allen Ernstes mit milit&auml;rischem Beistand rechnet. Eher werden Rechtfertigungen und Begr&uuml;ndungen gesucht, weshalb ein Zur&uuml;ckweichen unausweichlich ist&hellip;<br>\n(&hellip;) Pr&auml;sident Erdo&#287;an muss sich damit abfinden, dass der t&uuml;rkische Fu&szlig; in der nah&ouml;stlichen T&uuml;r umso l&auml;dierter sein wird, je l&auml;nger er hineingehalten wird.<br>\nKombattantenstatus vermieden<br>\nWas hei&szlig;t das f&uuml;r die NATO? Sie tut zun&auml;chst einmal gut daran, Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse anzuerkennen. Sie befindet sich gegen&uuml;ber Ankara in keinerlei Beistandspflicht, da die T&uuml;rkei weder einem Angriff von au&szlig;en ausgesetzt ist noch aus anderen Gr&uuml;nden den Verteidigungs- und somit B&uuml;ndnisfall reklamieren kann&hellip;<br>\nDie westliche Allianz w&uuml;rde sich mit V&ouml;lkerrechtsbruch, Intervention und Landnahme verb&uuml;nden, von den milit&auml;rischen Risiken einmal abgesehen. Zudem w&auml;re ein politischer Offenbarungseid unumg&auml;nglich: Es w&uuml;rde gegen die syrischen Kurden gehen, deren Wille zur Selbstbestimmung bisher im Westen stets gutgehei&szlig;en, wenn nicht hofiert wurde.<br>\nDas Entscheidende ist jedoch: Die NATO hat einen Kombattantenstatus in Syrien bisher vermieden, um nicht als Kriegspartei in einem Weltkonflikt verstrickt zu werden. Das war und bleibt die rote Linie &ndash; weshalb sollte sie ausgerechnet jetzt &uuml;berschritten werden? Das von Erdo&#287;an inszenierte Fl&uuml;chtlingsdrama an der griechisch-t&uuml;rkischen Grenze erf&uuml;llt mit solcher Hingabe den Tatbestand der N&ouml;tigung, dass man dem nicht nachgeben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/finale-in-idlib\">Der Freitag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Syrien brennt erneut<\/strong><br>\nMaas und BILD gie&szlig;en &Ouml;l ins Feuer<br>\n(&hellip;) Die T&uuml;rkei will f&uuml;r ihr Milit&auml;r in Syrien jetzt NATO-Hilfe. Und damit die NATO-Zahler in Deutschland wissen, worum es geht, haut die BILD-Zeitung auf die Kriegs-Pauke: &ldquo;Erdogan-Soldaten starben durch Putins Bomben&rdquo;, behauptet das Blatt der Merkel-Freundin Friede Springer. Und der eigenartige deutsche Au&szlig;enminister Maas hat Syrien und Russland im UN-Sicherheitsrat mal eben, ohne jeden Beweis versteht sich, Kriegsverbrechen vorgeworfen. Statt Deutschland schnellstens aus der syrischen Schusslinie zu bringen, gie&szlig;t der Mann noch &Ouml;l ins Feuer. Auch deshalb wei&szlig; die Tagesschau zu berichten, dass sich die NATO mit der T&uuml;rkei solidarisch erkl&auml;rt. Als sei der Syrien-Krieg nicht schon lange internationalisiert, als seien die Leiden der Syrer nicht schon grausam genug, spielt die NATO mit dem B&uuml;ndnisfall, jenem Ernstfall, der auch deutsche Truppen in einen Krieg mit Syrien und Russland verwickeln k&ouml;nnte.<br>\nEs geht im Syrien-Krieg nicht nur um geostrategische Ziele, nicht nur darum in Syrien, den einzigen russischen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt au&szlig;erhalb des Einflussbereichs der ehemaligen Sowjetunion zu liquidieren. Als seien die rund 1.000 US-Milit&auml;rbasen in der Welt nicht genug f&uuml;r ein Ungleichgewicht des Schreckens. Es geht auch um mehrere Billionen Kubikmeter Erdgas im Levantinischen Becken &ndash; jener Region des &ouml;stlichen Mittelmeeres, die im Norden von der t&uuml;rkischen K&uuml;ste, im Westen von Kreta, im S&uuml;den von Libyen und &Auml;gypten und im Osten von Syrien, Libanon, Israel und dem Gazastreifen begrenzt wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/syrien-brennt-erneut\">Rationalgalerie<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58976\">SPD-Chef st&uuml;tzt Syrien-Propaganda<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Covid-19<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Coronavirus ist nicht mehr aufzuhalten<\/strong><br>\nDie Gefahr f&uuml;r den Einzelnen durch das Coronavirus ist offenbar geringer, als viele annehmen. Dass die Fallzahlen steigen, sei bei einer Epidemie normal, sagt die Virologin Melanie Brinkmann. Aber es sei wichtig, das Gesundheitssystem nicht zu &uuml;berlasten.<br>\n(&hellip;) Steigende Fallzahlen sind normal<br>\nKarkowsky: Ich stelle mal eine ganz einfache Frage: Ist es ganz normal, dass eine Epidemie zun&auml;chst t&auml;glich steigende Fallzahlen mit sich bringt?<br>\nBrinkmann: Ja, das ist normal, und das ist auch eine wichtige Nachricht. Wir werden steigende Fallzahlen auch in Deutschland haben. Das wird so sein. Ich glaube, es ist gar nicht gut, jetzt jeden Tag zu schauen, so, wie viele sind es heute, sind es jetzt 100, sind es 102. Man kann einfach sagen, es wird mehr sein am n&auml;chsten Tag. Das wird so sein.<br>\nKarkowsky: Das beunruhigt die Menschen nat&uuml;rlich. Hilft es, diese Zahlen immer ins Verh&auml;ltnis zu setzen zur Gesamtbev&ouml;lkerung oder vielleicht sogar zu den Influenzaf&auml;llen?<br>\nBrinkmann:. Es hilft, zu sagen, wie gro&szlig; ist denn jetzt wirklich das Risiko des Einzelnen. Man muss bei der Kommunikation dann auch immer beachten, was ist jetzt die Auswirkung f&uuml;r die ganze Gesellschaft und vielleicht auch f&uuml;r die ganze Weltbev&ouml;lkerung, und wie ist es f&uuml;r jeden Einzelnen. Da hilft es sehr, zu kommunizieren, dass jetzt im Moment die Gefahr f&uuml;r den Einzelnen sehr gering ist, also die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich jetzt, wenn ich einkaufen gehe oder ins Kino gehe, anstecke, ist im Moment noch sehr gering. Das muss man schon noch mal deutlich sagen. Das nimmt dann auch die Angst, denke ich.<br>\nKarkowsky: Wie muss ich das zum Beispiel verstehen, wenn der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charit&eacute; sagt, es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit. Hei&szlig;t das also wirklich, wir werden fast alle Coronavirus kriegen?<br>\nBrinkmann: Ja, das wird so sein. Das liegt einfach an der Natur der Sache. Das Virus ist relativ leicht zu &uuml;bertragen und auch von Menschen, die sich im Moment vielleicht gar nicht krank f&uuml;hlen und deshalb nat&uuml;rlich ihr Verhalten auch nicht &auml;ndern&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/virologin-ueber-aktuelle-fallzahlen-coronavirus-ist-nicht.1008.de.html?dram:article_id=471532\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Uniklinik Aachen &ndash; Keine Quarant&auml;ne trotz Coronavirus-Nachweis<\/strong><br>\nNachdem eine Pflegekraft positiv auf das Coronavirus getestet wurde, schickt die Uniklinik Aachen nicht alle Kontakte der Person in Quarant&auml;ne &ndash; sonst k&ouml;nne der Betrieb nicht aufrechterhalten werden, sagt die Klinik. [&hellip;]<br>\nDie bisherige Regelung k&ouml;nne ganze Stationen lahmlegen und perspektivisch sogar den Betrieb ganzer Krankenh&auml;user, begr&uuml;ndeten die Krisenst&auml;be die Entscheidung. Nach einer auf das Coronavirus positiv getesteten Pflegekraft auf der Fr&uuml;hgeborenenstation hatte die Uniklinik den Krisenst&auml;ben die Folgen deutlich gemacht: Weil die Frau auf der Intensivstation Kontakt mit 45 Kr&auml;ften hatte, h&auml;tten diese nach RKI-Empfehlungen 14 Tage lang unter Quarant&auml;ne gestellt werden m&uuml;ssen. Damit w&auml;re die Arbeit auf der Intensivstation zum Erliegen kommen, sagte die Klinik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/aachen-keine-quarantaene-trotz-coronavirus-nachweis-a-98ac8014-4891-4637-88c4-4a4f3f797dae\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine(!) erkrankte Pflegekraft und die Pl&auml;ne von RKI und Bundesregierung sind Vergangenheit. Wie war das doch gleich? Wir sind bestens vorbereitet?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Berliner Firma produziert Coronavirus-Tests f&uuml;r die ganze Welt<\/strong><br>\nDie Tempelhofer Firma TIB Molbiol produziert Test-Kits auf das Covid-19-Virus f&uuml;r Kunden in 60 L&auml;ndern. Ihr Gr&uuml;nder beklagt ein Versagen der Verwaltung. [&hellip;]<br>\nRund 2,50 Euro koste einer seiner Tests, erkl&auml;rt der Firmeninhaber. Mit Arbeitskosten und dergleichen d&uuml;rften die Labore eigentlich nicht mehr als zehn Euro verlangen, rechnet er vor. Dass ein Test um die 300 Euro kosten solle, k&ouml;nne er sich nur mit einer &bdquo;riesigen Geldverschwendung&ldquo; erkl&auml;ren. [&hellip;]<br>\nIn einige besonders vom neuen Virus betroffene L&auml;nder darf er allerdings nicht liefern &ndash; den Iran zum Beispiel. Dabei m&uuml;sste das Ministerium nur eine Bescheinigung ausstellen, die den Lieferanten Straffreiheit garantierte. Doch das sei offenbar schwieriger als man denken w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/tib-molbiol-berliner-firma-produziert-coronavirus-tests-fuer-die-ganze-welt\/25602142.html?fbclid=IwAR0oggwyNic_cJGHXjp1h1HoWvMh0m40lHYWzef5y4BtnV7OgihCrQLIwbk\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;sterreich ohne zentrale Gesundheitskoordination &ndash; dank Kurz und Hartinger-Klein<\/strong><br>\nDas Corona-Virus stellt das &ouml;sterreichische Gesundheitssystem vor Herausforderungen. Die zentrale Koordinationsstelle des Seuchenschutzes wurde von der Regierung Kurz I abgeschafft. Und durch Kurz&lsquo; Umbau der Krankenkassen fehlen dem Gesundheitssystem au&szlig;erdem 1,7 Mrd. Euro. Das k&ouml;nnte sich jetzt r&auml;chen.<br>\nDas &ouml;sterreichische Gesundheitssystem gilt weltweit als Vorbild. F&uuml;r Notsituationen gab es lange eine &bdquo;Generaldirektorin f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit&ldquo;. Bei pl&ouml;tzlichen Krankheitsausbr&uuml;chen wie Ebola, SARS, MERS, der Vogel- oder Schweinegrippe &ndash; die Generaldirektorin f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit behielt die Lage im Blick, entwickelte Strategien, um eine Ausbreitung zu verhindern und beruhigte die Bev&ouml;lkerung. Dort arbeiteten Experten f&uuml;r Krankheitsverbreitung und Virologie &ndash; Menschen, die wissen, was bei einem Fall wie Corona zu tun ist.<br>\nDie schwarz-blaue Regierung hat die Generaldirektorin f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit aus parteipolitischem Kalk&uuml;l abgeschafft. In Situationen, wie dem Corona-Ausbruch in &Ouml;sterreich r&auml;cht sich das&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/coronavirus-sebastian-kurz-krankenkassen-zusammenlegung\/\">kontrats at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Die Probleme in &Ouml;sterreich unterscheiden sich nicht viel von denen in Deutschland. Das neoliberale Sparsystem erweist sich einmal mehr als Boomerang. Siehe hierzu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58940\">Coronavirus &ndash; wie wichtig sind Menschenleben?<\/a> Sowie: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58832\">Deutschland ist gut vorbereitet f&uuml;r das Corona-Virus? Das ist Augenwischerei<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Staatsschutz<\/strong><br>\nDas totalit&auml;re China hat nach dem Ausbruch von Corona ganze St&auml;dte abgeriegelt. Aber auch die deutsche Regierung kann &auml;hnliche Ma&szlig;nahmen ergreifen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Rechtslage-beim-Coronavirus\/!5663975\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Eind&auml;mmung des Coronavirus: Beh&ouml;rdenma&szlig;nahmen, Pflichten und Sanktionen<\/strong><br>\nWelche Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung des Coronavirus sind rechtlich zul&auml;ssig? Inwieweit darf der Staat zur Bek&auml;mpfung einer Epidemie Grundrechte beschneiden? K&ouml;nnen auch in Deutschland ganze St&auml;dte abgeriegelt werden? Darf der Staat Zwangstests wie zum Beispiel Blutentnahmen anordnen? Welche Sanktionen greifen bei Zuwiderhandlungen?<br>\nZur Bek&auml;mpfung des Coronavirus sind nach den inzwischen auch in Deutschland aufgetretenen Infektionsf&auml;llen seitens der Bundesregierung und in den betroffenen Bundesl&auml;ndern Krisenst&auml;be eingerichtet worden. Welche Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen staatliche Stellen zum Zwecke der Eind&auml;mmung des Virus gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung ergreifen und gegebenenfalls mit Zwangsmitteln durchsetzen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.haufe.de\/recht\/weitere-rechtsgebiete\/strafrecht-oeffentl-recht\/moegliche-behoerdenmassnahmen-zur-eindaemmung-des-coronavirus_204_510706.html\">Haufe.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben am vergangenen Montag auf den &ldquo;FAZ&rdquo;-Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58932#h09\">&ldquo;Wenn das Coronavirus die Grundrechte angreift&rdquo; mit einer Anmerkung<\/a> hingewiesen. In diesen beiden Artikeln der &ldquo;taz&rdquo; und von &ldquo;Haufe.de&rdquo; werden die rechtlichen M&ouml;glichkeiten etwas ausf&uuml;hrlicher dargestellt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Katastrophen und ihre Bek&auml;mpfung f&ouml;rdern immer auch  zur verst&auml;rkten Kontrolle des Staates dar&uuml;ber, was ihre B&uuml;rger machen, machen d&uuml;rfen oder was sie nicht mehr machen d&uuml;rfen. Diktaturen lieben Katastrophen und f&uuml;hren sie oft sogar selber herbei. Katastrophenbek&auml;mpfung wird so zum Vorwand, die &Uuml;berwachung und Kontrolle der Bev&ouml;lkerung zu verst&auml;rken und die Herrschaft einer ungeliebten Regierung zu sichern.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gerichtsverhandlung gegen Julian Assange &ldquo;Alles deutet auf einen reinen Schauprozess hin&rdquo;<\/strong><br>\nDie Linkenpolitikerin Sevim Dagdelen hat in London den Prozessauftakt gegen den WikiLeaks-Gr&uuml;nder verfolgt. Nach einer Woche im Gerichtssaal bezweifelt sie, dass es sich um ein faires Verfahren handelt.<br>\nDagdelen: (&hellip;) Und ich wollte meine Solidarit&auml;t bekunden mit ihm als politischem Fl&uuml;chtling.<br>\nSPIEGEL: Das ist er f&uuml;r Sie, ein politischer Fl&uuml;chtling?<br>\nDagdelen: Selbstverst&auml;ndlich, und heute ist er ein politischer Gefangener&hellip;<br>\n(&hellip;) SPIEGEL: Bekommt er ein faires Verfahren?<br>\nDagdelen: Alles bisherige deutet auf eine Vorverurteilung, auf einen reinen Schauprozess hin&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/prozess-gegen-julian-assange-alles-deutet-auf-einen-reinen-schauprozess-hin-a-5ab91355-e834-4acc-9a7c-7adb18ab126b\">SPON<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Fall Assange<\/strong><br>\nGr&uuml;ne und &Ouml;VP verhindern Antrag zur Freilassung und Nicht-Auslieferung<br>\n(&hellip;) Das Parlament wollte sich am Donnerstag f&uuml;r die Freilassung von Julian Assange stark machen und einen Antrag gegen die Auslieferung an die USA beschlie&szlig;en, denn dort drohen dem Wiki-Leaks Gr&uuml;nder Julian Assange 175 Jahre Haft. Doch die Regierungsparteien &Ouml;VP und Gr&uuml;ne stimmten dem SP&Ouml;-Antrag nicht zu &ndash; und die Stimmen von SP&Ouml;, FP&Ouml; und Neos reichten nicht aus. Die Forderung wurde abgelehnt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/julian-assange-spoe-gruene-oevp\/\">kontrast at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Prinzipienlos wie immer: Die Gr&uuml;nen.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58981\">Ein Res&uuml;m&eacute;e der Anh&ouml;rung zu Assange in London<\/a>&ldquo; von Moritz M&uuml;ller.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Donald Trump und die Zerst&ouml;rung einer Demokratie<\/strong><br>\n&Uuml;ber den &ldquo;gro&szlig;en Ruinierer&rdquo; Trump und die verheerenden Folgen seiner Pr&auml;sidentschaft<br>\nVon Detlef Junker<br>\n(&hellip;) Immer mehr Amerikaner f&uuml;rchten, dass sich die tief gespaltene Nation einem Vor-B&uuml;rgerkriegszustand n&auml;hert. Meine Bef&uuml;rchtung ist, dass die USA politisch implodieren, weil Pr&auml;sident Donald Trump als Brandbeschleuniger und Brandstifter, als &ldquo;gro&szlig;er Ruinierer&rdquo;, dabei ist, die Selbstzerst&ouml;rung einer imperialen Demokratie ins Werk zu setzen. Mit dem Markt allein kann man eben keine Demokratie und keinen Verfassungsstaat aufbauen, auch keine freiheitliche Republik garantieren. China ist daf&uuml;r ein beredtes Beispiel. Trump ist dabei, das amerikanische Verfassungsgef&uuml;ge und die staatlichen Institutionen zu zerst&ouml;ren und in diesem Prozess die Nation immer tiefer zu spalten.<br>\n(&hellip;) Er praktiziert als Pr&auml;sident jeden Tag, was er in einem brutalen Segment der Immobilienszene in New York gelernt hat: Steuerhinterziehung und Steuervermeidung, Nepotismus, Korruption, Betrug, Schutzgelderpressung, die Hilfe spekulativer Banker und mafiose Strukturen.<br>\n(&hellip;) Fazit<br>\nDer 45. Pr&auml;sident der USA, Donald J. Trump, zerst&ouml;rt, wenn er nicht gestoppt wird, die Gewaltenteilung, das Verfassungsgef&uuml;ge und die Regierungsf&auml;higkeit der USA. Je l&auml;nger er im Amt ist, desto gr&ouml;&szlig;er ist die Wahrscheinlichkeit, dass er das amerikanische Volk spalten und in eine Vor-B&uuml;rgerkriegssituation treiben wird. Angesichts einer m&ouml;glichen Wahlniederlage wird er innen- und au&szlig;enpolitisch zu rechtlich ungebundener Gewalt greifen, um seinen Anh&auml;nger zu demonstrieren, dass nur ein Ausnahmezustand das Land retten kann. Ich kann mir schwer vorstellen, dass er friedlich das Amt &uuml;bergeben und ins Gef&auml;ngnis wandern wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnz.de\/politik\/hintergrund_artikel,-thema-donald-trump-und-die-zerstoerung-einer-demokratie-_arid,502517.html\">Rhein-Neckar Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ausgesprochen lesenswert. Man sollte die Kritik allerdings nicht alleine an dem jetzigen Pr&auml;sidenten aufh&auml;ngen. Die geschilderten miserablen sozialen Verh&auml;ltnisse sind nicht das Werk des jetzigen Pr&auml;sidenten allein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Heiligsprechung des Quacksalbers Muhammad Yunus<\/strong><br>\nIn einem &auml;rgerlichen Interview mit der Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; darf sich Friedensnobelpreistr&auml;ger Muhammad Yunus aus Bangladesch als gro&szlig;er Weltverbesserer produzieren. Dabei ist er gemessen an seinen Versprechungen grandios gescheitert und hat mit seiner Idee der Mikrokredite, die er widerstandslos missbrauchen lie&szlig;, gro&szlig;es Leid &uuml;ber viele arme Menschen gebracht. &hellip;<br>\n&bdquo;Mit seiner Idee der Mikrokredite f&uuml;r Mittellose gewann Muhammad Yunus einst den Friedensnobelpreis.&ldquo; So wird das Interview eingeleitet. Dann kommt gleich der Satz, der den Interviewer zu einer sehr kritischen Nachfrage h&auml;tte f&uuml;hren m&uuml;ssen, eine Nachfrage, die den ganzen Artikel in ein anderes Licht getaucht h&auml;tte: &bdquo;Die Armut in der Welt sorgt ihn weiterhin.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Als Yunus mit seinen Mikrokrediten anfing, war es noch eine gute Idee. Die Kredite waren durch Hilfsgelder und Spenden subventioniert, der Anspruch war bescheiden. Dann kamen Weltbank und US-Finanzbranche und propagierten die Idee mit einer ganz wesentlichen Abwandlung: Sie k&ouml;nne nur in dem zur Armutsbeseitigung n&ouml;tigen Ausma&szlig; betrieben werden, wenn die Kreditgeber damit Gewinne machen k&ouml;nnen. Subventionierte Kredite schadeten aus dieser Sichtweise, weil sie &bdquo;nachhaltiger&ldquo;, sprich gewinntr&auml;chtiger, Mikrokreditvergabe Konkurrenz machten und sie dadurch behinderten. Yunus gewannen sie daf&uuml;r als Galionsfigur. Es entstand eine gro&szlig;e, gewinnorientierte Mikrokreditbranche, die mit politischer Unterst&uuml;tzung massiv Kredite zu hohen Zinsen in die armen Bev&ouml;lkerungsteile vieler L&auml;nder dr&uuml;ckte.<br>\n(&hellip;) Der Nobelpreistr&auml;ger ein Quacksalber?<br>\nYunus ist ein Quacksalber. Ein urspr&uuml;nglich wohlmeinender zwar, aber dennoch ein Quacksalber. Einer, der sich und seine Idee missbrauchen lie&szlig; und bis heute unf&auml;hig zur Selbstkritik ist.<br>\nMit Quacksalber meine ich, dass er die Ideologie des extremen Individualismus, die er bei seinem Studium in den USA offenbar verinnerlicht hat, zur Leitlinie praktischer Entwicklungspolitik machte. Er propagierte implizit eine Vorstellung von Entwicklungspolitik, die unterstellt, dass man keinen funktionierenden Staat und keine funktionierende Infrastruktur, kein gutes Rechtswesen und keine gro&szlig;en Unternehmen braucht, die die Vorteile der Massenproduktion ausnutzen und dadurch stabile, anst&auml;ndig bezahlte Arbeitspl&auml;tze bieten k&ouml;nnen. Alles was man braucht, um die Armut zu beseitigen, sind Individuen, die Zugang zu Kleinkrediten haben, damit sie ihren angeborenen Unternehmergeist ausleben und sich selbst aus der Armut befreien k&ouml;nnen. Wenn dann noch diese Kredite &uuml;ber hohe Zinsen zu einem massiven Geldabfluss von den ohnehin Armen f&uuml;hren, dann ist die Parallele zur medizinischen Praxis des Aderlassens im Mittelalter mit H&auml;nden zu greifen. Das darf man Quacksalberei nennen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/reform-der-wirtschaftswissenschaft-dossiers\/quacksalber-muhammad-yunus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewerkschaftsfresser Friedrich Merz<\/strong><br>\nJetzt will Friedrich Merz endlich ganz nach oben. Was Gewerkschafter von ihm zu erwarten haben, d&uuml;rfte niemand &uuml;berraschen. Schon als Oppositionsf&uuml;hrer warnte er vor 20 Jahren in demagogischen Worten vor der angeblichen Macht der Gewerkschaften und machte sie verantwortlich f&uuml;r wirtschaftliche Probleme.<br>\n(&hellip;) Nun steht Merz wieder vor der T&uuml;r, und will zum Abschluss seiner Karriere noch ein paar J&auml;hrchen den Bundeskanzler machen. Was seine wirtschaftspolitische Kompetenz angeht, ist er unzweifelhaft up to date. Die Gro&szlig;kanzlei, in der er bis vor kurzem Partner war, bietet Beratung und juristischen Beistand f&uuml;r Mandanten, die mit Cum-Ex-Gesch&auml;ften in die Bredouille geraten sind. Die Wirtschaftsredaktion der FAZ hat dieses Gesch&auml;ftsmodell der Gro&szlig;aktion&auml;re zu Lasten des Fiskus f&uuml;r Nichteingeweihte in ein Bild &uuml;bersetzt: Man gibt Getr&auml;nkeflaschen ab, bekommt einen Bon, kopiert den und legt ihn zwei-, drei-, viermal vor. Die Cum-Ex-Deals sind der gr&ouml;&szlig;te Steuerbetrug in der Geschichte der Bundesrepublik.<br>\nMit Merz als Kanzler w&auml;re die steuerfinanzierte Rente in Gefahr<br>\nHerr Merz, Wirtschaftsfachmann der er ist, hat neulich den Zusammenhang zwischen Aktienquote und Kapitalismuskritik entdeckt. &Uuml;berall wo die Quote der Aktienbesitzer hoch sei, w&auml;re die Kritik deutlich leiser. Also votiert er f&uuml;r eine &ldquo;neue Kultur des Aktiensparens&rdquo;. &ldquo;Ich bin, anders als fr&uuml;her, heute der Auffassung, dass der Gesetzgeber eine Verpflichtung zur privaten, kapitalmarktorientierten Vorsorge f&uuml;r das Alter ernsthaft pr&uuml;fen sollte&hellip;&rdquo;<br>\nLiebend gerne w&uuml;rde sich Herr Merz diesen Pr&uuml;fauftrag selbst erteilen. Die steuerfinanzierte Rente ist ihm schon lange ein Dorn im Auge. Auch seinem alten Arbeitgeber, der Fondsgesellschaft BlackRock, gefiele es gut, wenn Bundesb&uuml;rger und -b&uuml;rgerinnen zum Fondskaufen staatlicherseits verpflichtet w&auml;ren. Schon bald k&ouml;nnten sie dann, wie Herr Merz selbst, &bdquo;zu der gehobenen Mittelschicht in Deutschland z&auml;hlen.&rdquo;<br>\nMerz, der in seinen besten Tagen 5.000 Euro t&auml;glich kassierte, hat ein etwas eigenwilliges Bild von der Soziologie der bundesrepublikanischen Gesellschaft&hellip; K&auml;me er an die Macht, h&auml;tten die Gewerkschaften gleichwohl nichts zu lachen. Die Infamie seiner damaligen Hetzkampagne sollte nicht vergessen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++46a5b818-5a2f-11ea-9af5-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Werkvertr&auml;ge und Leiharbeit als Streikhindernis<\/strong><br>\nLinke Gewerkschaftsaktivisten &uuml;bersehen die Spaltung der Belegschaften<br>\nDie Belegschaften der gro&szlig;en Unternehmen aber auch vieler mittelst&auml;ndischer Betriebe sind inzwischen tief gespalten: Wo vorher eine einheitliche Belegschaft war &ndash; wenn auch mit unterschiedlicher Bezahlung &ndash; existiert heute ein Flickenteppich an prekarisierten Arbeitsverh&auml;ltnissen. Die Stammbelegschaft macht regelm&auml;&szlig;ig nur noch 40-50% der Gesamtbelegschaft aus. Der gro&szlig;e Rest sind Leiharbeiter, Werkvertrags- und Fremdbesch&auml;ftigte, befristet Besch&auml;ftigte, geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte und Teilzeitbesch&auml;ftigte<br>\nVor allem die Leiharbeiter und die Fremdbesch&auml;ftigten unterliegen einem Sonderstatus: Sie haben einen anderen Arbeitgeber und sind damit von dem Tarif der Stammbelegschaft nicht erfa&szlig;t. Bei einem Arbeitskampf k&ouml;nnten sie nicht mit streiken. Ja es stellt sich die Frage, ob gro&szlig;fl&auml;chige Streiks den Gewerkschaften &uuml;berhaupt noch m&ouml;glich sind.<br>\n(&hellip;) Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die IG Metall und die Betriebsr&auml;te ist unter Werkvertragsbesch&auml;ftigten gro&szlig;. Die Betroffenen f&uuml;hlen sich allein gelassen und diskriminiert. Schon macht das b&ouml;se Wort von der innerbetrieblichen Apartheid die Runde. Das Absurde ist, da&szlig; viele der Fremdbesch&auml;ftigten in derselben Arbeitskleidung und an denselben Arbeitspl&auml;tzen eingesetzt werden wie Stammbesch&auml;ftigte&hellip;<br>\nDie Fremdbesch&auml;ftigten sind ein in die Belegschaft implementiertes Heer von Streikbrechern. Sie sind vielfach demotiviert, weit schlechter bezahlt, weniger gesichert in ihrem Status und entweder tariflos oder mit einem ganz anderen Tarif ausgestattet. Ihre Einbeziehung in Arbeitsk&auml;mpfe begegnet zahlreichen objektiven und subjektiven Widerst&auml;nden, vor allem aber dem Problem, da&szlig; sie nicht dem geltenden Tarifvertrag der Stammbelegschaft unterfallen. Die Arbeitgeber umgekehrt m&uuml;ssen angesichts dieser Tatsache nicht mehr &ndash; wie noch 1971 und 1973 auf das &bdquo;Kampfmittel&ldquo; Aussperrung ausweichen (was tats&auml;chlich zu einer Einheit der Belegschaft beitrug). Sie haben i m Betrieb gen&uuml;gend Widerstand gegen Streiks und Arbeitsk&auml;mpfe &bdquo;eingebaut&ldquo;. Selbst Streikbrecher brauchen Sie nicht mehr. Werkvertragsbesch&auml;ftigte lassen sich leicht zu Streikbrucharbeiten einsetzen. Es ist erstaunlich, da&szlig; auch linken Gewerkschaftsaktivisten diese Zusammenh&auml;nge nicht bewusst zu sein scheinen. Sie sollten sich zuerst f&uuml;r eine Abschaffung und Reduktion der Leiharbeit und f&uuml;r ein Verbot von Werkvertr&auml;gen einsetzen, bevor sie &uuml;ber neue Streikstrategien nachdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/werkvertraege-und-leiharbeit-als-streikhindernis-linke-gewerkschaftsaktivisten-uebersehen-die-spaltung-der-belegschaften\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Klinik der Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nDie &bdquo;Klinik der Solidarit&auml;t&ldquo; im nordgriechischen Thessaloniki wurde im Herbst 2011 von engagierten KollegInnen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich gegr&uuml;ndet. Die Ambulanz befindet sich in den R&auml;umlichkeiten des Gewerkschaftsdachverbandes GSEE und wird von den behandelnden &Auml;rztInnen, KrankenpflegerInnen und TherapeutInnen selbstverwaltet gef&uuml;hrt. Bis zu 100 PatientInnen nehmen t&auml;glich die Leistungen der Ambulanz (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, HNO-Heilkunde, Dermatologie, Zahnmedizin, Orthop&auml;die, Kinder- und Jugendheilkunde, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie) in Anspruch. Wegen fehlendem Versicherungsschutz und massiver Einsparungen im Gesundheits-system nimmt die Zahl der PatientInnen stetig zu. Zudem bietet die Ambulanz kostenlose Schutzimpfungen f&uuml;r Kinder an und verf&uuml;gt auch &uuml;ber eine Apotheke, in der PatientInnen kostenlos Medikamente bekommen. Die Gesundheitsambulanz versteht sich als politisches Projekt und setzt sich neben der konkreten Arbeit in der Ambulanz auch aktiv gegen Gesundheits- und Sozialabbau, Rechtsextremismus und Rassismus ein.<br>\n[Offener Brief] Gegen Versuch der Zwangsr&auml;umung der Sozialklinik Helliniko in Athen! F&uuml;r ein Ende der lebensbedrohlichen Sparma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber Griechenland! New<br>\n&ldquo;Zum zweiten Mal in wenigen Jahren ist die Metropolitan Community Clinic at Helleniko in Athen von einer Zwangsr&auml;umung bedroht. Die Klinik soll bis zum 15. M&auml;rz die R&auml;umlichkeiten auf dem alten Flughafengel&auml;nde im Athener S&uuml;den verlassen. Und das trotz gegenteiliger, schriftlicher Versicherungen der staatlichen Institutionen nach dem ersten R&auml;umungsversuch und den darauffolgenden europaweiten Protesten im Jahr 2018&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/interventionen\/solidaritaet\/klinik-der-solidaritat\/\">labournet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Netanjahu gewinnt &ndash; aber wahrscheinlich keine absolute Mehrheit<\/strong><br>\nIsrael hat gestern eine neue Knesset gew&auml;hlt. Das dritte Mal innerhalb eines Jahres, weil sich die Parteien nach den vorherigen Wahlen nicht auf die Bildung einer Koalition einigen konnten&hellip; Dem derzeitigen Ausz&auml;hlungsstand nach konnte Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahus Likud dabei mit 36 Mandaten vier der sechs Sitze zur&uuml;ckgewinnen, die er bei der letzten Wahl im Herbst einb&uuml;&szlig;te.<br>\n(&hellip;) Lieberman oder Gantz als Mehrheitsbeschaffer?<br>\nNachdem ihm Exit Polls und Teilergebnisse diesen deutlichen Zugewinn an Stimmen prognostizierten sprach der aktuell ohne Parlamentsmehrheit amtierende Ministerpr&auml;sident in der Nacht von einem &ldquo;Riesensieg&rdquo;, der auch ein &ldquo;enormer Sieg f&uuml;r Israel&rdquo; sei &ndash; w&auml;hrend sein Herausforderer Benny Ganz bedauerte, solche Ergebnisse w&uuml;rden &ldquo;Israel nicht zur&uuml;ck auf den richtigen Weg bringen&rdquo;. Nun will Netanjahu nach eigenen Angaben &ldquo;eine starke nationale Regierung einrichten, die gut f&uuml;r Israel ist&rdquo;. &Auml;ndert das wegen Nachz&auml;hlungen erst f&uuml;r n&auml;chste Woche erwartete amtliche Endergebnis nichts Wesentliches an der Stimmen- und Mandatsverteilung, fehlen ihm und seinen festen Partnern daf&uuml;r jedoch noch Sitze.<br>\n(&hellip;) Die Alternative dazu w&auml;re, dass sich ein durch das Wahlergebnis in seinen Erwartungen gestutzter Gantz auf das einl&auml;sst, was er vorher ausschloss, und Netanjahu trotz des am 17. M&auml;rz beginnenden Korruptionsprozesses gegen den Likud-Politiker als Ministerpr&auml;sidenten akzeptiert. Manche Beobachter interpretieren bereits Gantz&rsquo; gestern Nacht get&auml;tigte &Auml;u&szlig;erung, Kriminalverfahren w&uuml;rden &ldquo;nur im Gericht&rdquo; und &ldquo;unabh&auml;ngig von den Wahlergebnissen oder anderen politischen Vorg&auml;ngen&rdquo; entschieden, als Bereitschaftssignal in diese Richtung<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Netanjahu-gewinnt-aber-wahrscheinlich-keine-absolute-Mehrheit-4673993.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: In der Mitte angekommen: Israels radikale Rechte<\/strong><br>\nDieser auf umfangreicher Recherche basierende Beitrag geht der Frage nach, wie Israels radikale Rechte den Mainstream erobert und erfolgreich die Hegemonie anstrebt. Wer sind die Akteure? Was sind ihre Ziele und welche ihre Strategien? Und wie eng sind sie mit staatlichen Strukturen verwachsen?<br>\nRan Yosef Cohen<br>\nDie extreme Rechte hat es mit ihrem kruden Weltbild in den letzten 20 Jahren geschafft, ins Zentrum des politischen Diskurses in Israel vorzudringen. Die zentristischen und rechten Parteien, insbesondere der f&uuml;hrende Likud, haben entscheidende Elemente davon aufgegriffen und &uuml;bernommen. Die zunehmende Dominanz von Ideen, die in Israel fr&uuml;her als inakzeptabel und eher als bedauerliche Randerscheinungen galten, kann auf verschiedene externe und interne Faktoren zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. Zum einen w&auml;ren da auf globaler Ebene der Aufstieg des Populismus, die Wirtschaftskrise 2008 und die als Bedrohung wahrgenommenen Auswirkungen der weltweiten Migrationsbewegungen, zum anderen auf lokaler Ebene die gewaltt&auml;tige Zweite Intifada und der Abzug israelischer Truppen und Siedler*innen aus dem Gazastreifen im Jahr 2005. Dass Ideen der extremen Rechten ins politische Zentrum gelangen, h&auml;ngt jedoch auch damit zusammen, dass diese sich gezielt dem Kampf um ideologische und kulturelle Hegemonie sowie dem Machtaufbau gewidmet haben: einerseits mit einer F&uuml;lle von Aktivit&auml;ten, die eine politische L&ouml;sung des israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikts durch den Aufbau eines Pal&auml;stinenserstaats neben Israel erschweren, wenn nicht g&auml;nzlich verhindern; andrerseits durch Bestrebungen, einen tief greifenden Wertewandel im Land zu forcieren &ndash; hin zu einer Gesellschaft, in der das Individuum der Nation untergeordnet ist und erst durch die Anbindung an die Nation seinen eigentlichen Lebenssinn erlangt, in der Landbesitz heilig ist und jedes Opfer daf&uuml;r als gerechtfertigt erscheint und in der ihre Interpretation religi&ouml;ser j&uuml;discher Werte einen h&ouml;herer Stellenwert einnimmt als jede zivilgesellschaftliche beziehungsweise demokratische Einordnung&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosalux.org.il\/israels-radikale-rechte\/\">Rosa Luxemburg Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Eine sehr interessante und detaillierte Beschreibung der Verh&auml;ltnisse in Israel. Lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Wes Lied du singst<\/strong><br>\nIn Israel rufen faschistoide Nationalreligi&ouml;se offen zum finalen Sieg &uuml;ber die Pal&auml;stinenser auf. Nicht alle in Israel sind gegen den Frieden. Reaktion&auml;re Kr&auml;fte k&ouml;nnen sich diesen jedoch nur als einen triumphalen Siegfrieden vorstellen. Die Unterwerfung, Vertreibung oder Vernichtung des Feindes sei alleine der Garant f&uuml;r die ersehnte Kirchhofsruhe. Eine Plakataktion in Tel Aviv und Presse-Artikel versuchen diese Ideologie in den K&ouml;pfen der Menschen zu verankern. Und die deutsche Regierung? Pflegt die &bdquo;besondere Freundschaft&ldquo; zu Israel, die f&uuml;r Deutschland nach verheerenden deutschen Verbrechen an den Juden Staatsr&auml;son ist &mdash; indem sie sich besonders kritiklos gegen&uuml;ber der verfehlten Politik der israelischen Regierung verh&auml;lt. Dabei tun Deutsche auch j&uuml;dischen Israelis keinen Gefallen, wenn sie nicht auf einen wirklich fairen Frieden zwischen beiden Seiten des Pal&auml;stina-Konflikts dringen. Nur dieser w&uuml;rde weitere Gewaltopfer auf beiden Seiten vermeiden helfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/wes-lied-du-singst\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>T&ouml;dlicher Ernst<\/strong><br>\nSelbstbestimmung ist nicht nur beim Sterben, sondern auch im Leben wichtig. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben muss gest&auml;rkt werden. Das nicht beachtet zu haben, ist eine brutale Karlsruher Nachl&auml;ssigkeit.<br>\n(&hellip;) Es f&auml;llt auf, welche gro&szlig;e Rolle im Karlsruher Urteil die Selbstbestimmung im Sterben spielt; das ist gut und richtig so. Die Autonomie im Leben dagegen spielt nicht nur in diesem Urteil, sondern auch ansonsten in der Karlsruher Rechtsprechung eine vergleichsweise kleine Rolle. Was braucht der Mensch, um nicht nur selbstbestimmt sterben, sondern auch selbstbestimmt leben zu k&ouml;nnen?<br>\nDas Recht kann zu einem selbstbestimmten Leben beitragen; die Mittel und die Methoden sind freilich komplexer, als die Erlaubnis zu erteilen, einem kranken oder lebensm&uuml;den Menschen ein t&ouml;dliches Medikament zu verabreichen. Lebenshilfe ist komplizierter, aufwendiger und teurer als Sterbehilfe: Zur Lebenshilfe geh&ouml;rt ein anst&auml;ndiges Mindesteinkommen; eine Rente, von der man leben kann; ein Grundrecht auf Wohnen und ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum; ein Grundrecht auf Kommunikation und auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben; und, nat&uuml;rlich, ein Recht auf Bildung und F&ouml;rderung gerade dann, wenn man in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebt.<br>\nDer Mensch ist ein soziales Wesen; dies pr&auml;gt sein Leben, seine Freiheit, seine Selbstbestimmung. Dies macht Recht aufs Leben so anspruchsvoll. Das Recht auf Sterben ist viel einfacher zu realisieren.<br>\n(&hellip;) Das Recht zum selbstbestimmten Sterben ist nun gesichert. Es gilt auch, das Recht zum selbstbestimmten Leben zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sterbehilfe-bundesverfassungsgericht-urteil-1.4826918-0#seite-2\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wenn die rassistische Saat aufgeht&hellip;<\/strong><br>\nDer m&ouml;rderische Anschlag von Hanau hat gezeigt, wie aus Worten Taten werden. Wer immer noch nicht glauben will, dass Rassismus t&ouml;tet und dieses T&ouml;ten in einer feindseligen Stimmung wahrscheinlicher wird, wird sich der Erkenntnis auch jetzt verweigern. Denn zum Rassismus geh&ouml;rt seit jeher die Rassismusleugnung.<br>\nVon Prof. Dr. Sabine Schiffer<br>\n(&hellip;) Der Menschenhass von rechts ist nicht zu leugnen. Dennoch, auch wenn gen&uuml;gend rechtsextreme Straftaten mit menschenverachtenden Handlungen gez&auml;hlt werden k&ouml;nnen, die Taten kommen nicht vom Rand. Sie kommen aus der Mitte der Gesellschaft, nicht umgekehrt. Die Diskurse der Mitte erm&ouml;glichen sie, n&auml;mlich die Debatten &uuml;ber die N&uuml;tzlichkeit des Menschen in einer &ouml;konomischen Verwertungsideologie.<br>\nStichwortgeber des aktuellen Hasses auf Frauen, Linke, People of Color, Juden und Muslime, Homosexuelle, Obdachlose sind tats&auml;chlich immer Anzugtr&auml;ger mit Reichweite und ihre etablierten Medien &ndash; die Sarrazins, Broders und Tichys. Auf medialer Seite treibt mal der Klassenclown &bdquo;BILD&ldquo; den chauvinistischen Hass von Oben nach Unten auf die Spitze, mal transportiert das &ouml;ffentlich-rechtliche ZDF das Narrativ von &bdquo;Fremdenfeindlichkeit&ldquo; bei rassistischen &Uuml;bergriffen. Der Begriff und seine Perspektive verraten den Rassismus der Mitte, der die Angegriffen kurzerhand zu Fremden erkl&auml;rt &ndash; ganz im Sinne der Angreifer.<br>\n(&hellip;) Was sagt es aus, wenn eine trauernde Mutter aus Hanau betont, dass ihr get&ouml;teter Sohn nicht arbeitslos gewesen sei? Sie k&auml;mpft verzweifelt darum, dass man den Wert ihres Sohnes und ihren gro&szlig;en Verlustschmerz anerkennen m&ouml;ge. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie nicht davon ausgeht, dass es so ist. Und ich f&uuml;rchte, sie hat recht. Zwar steuert die neoliberale Gesellschaft insgesamt in die Fehlentwicklung, einen Menschen nur aufgrund seiner Leistungen und nicht seiner genuinen Existenz &ndash; entsprechend der Menschenrechte &ndash; zu sch&auml;tzen, aber in diesem Kontext wiegt der Subtext besonders schwer: Bitte erkennt die Wertigkeit unserer Leben an! Das zeugt von einem tief sitzenden Rechtfertigungsdrang, den kein Mensch verdient. Und es zeugt davon, dass die Ideologie der Unterscheidung zwischen &bdquo;lebenswert&ldquo; und &bdquo;unwert&ldquo; l&auml;ngst nicht ausgerottet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2020\/03\/02\/wenn-die-rassistische-saat-aufgeht\/\">migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Linkenchef Riexinger wegen &Auml;u&szlig;erung &uuml;ber Reiche in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nBernd Riexinger steht wegen einer flapsigen Bemerkung bei der Linken-Strategiekonferenz in der Kritik. Man werde Reiche &ldquo;f&uuml;r n&uuml;tzliche Arbeit&rdquo; einsetzen, witzelte der Parteichef. [&hellip;]<br>\nRiexinger sitzt selbst auf der B&uuml;hne, als eine Frau das Mikrofon ergreift und zu einer wom&ouml;glich folgenschweren Rede ansetzt. &ldquo;Energiewende ist auch n&ouml;tig nach &lsquo;ner Revolution&rdquo;, sagt sie. &ldquo;Und auch wenn wir das eine Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen.&rdquo; Die Ansage ist offenbar nicht ernst gemeint, doch die drastischen Worte sorgen f&uuml;r Unruhe im Saal. Die Frau reagiert auf das Geraune: &ldquo;Wir m&uuml;ssen mal von dieser Metaebene runterkommen.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAuch Linkenpolitiker Bodo Ramelow, der sich am Mittwoch im Landtag von Th&uuml;ringen zur Wiederwahl f&uuml;r das Amt des Ministerpr&auml;sidenten stellen will, kritisierte den Vorgang scharf. &ldquo;Wer Menschen erschie&szlig;en will und von einer Revolution mit oder durch Gewalt schwadroniert, hat mit meinem Wertekanon nichts gemein. So eine Aussage auf einer Konferenz meiner Partei ist inakzeptabel und h&auml;tte nie l&auml;chelnd &uuml;bergangen werden d&uuml;rfen!&rdquo; Auch unwidersprochene Ironie mit der Aussage, man wolle &ldquo;das eine Prozent&rdquo; erschie&szlig;en, sei f&uuml;r ihn nicht akzeptabel, sagte Ramelow.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bernd-riexinger-wegen-aeusserung-zu-reichen-in-der-kritik-a-b2f55a92-e4f1-4a76-9084-dbac0e8f6b73?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ&amp;fbclid=IwAR3NLL4fJDIF1Of1TjZkwAv1VlFexPn6O80eo_U1sTIk2ylbHolHK_8cNmA\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was f&uuml;r ein Affentheater. Dass die &bdquo;Zitate&ldquo; ironisch gemeint waren, steht im Kontext vollkommen au&szlig;er Frage. Dass die &bdquo;b&uuml;rgerlichen Medien&ldquo; daraus eine Revolverstory machen &hellip; geschenkt. Aber dass nun auch noch ein Linken-Politiker wie Bodo Ramelow sich vom politischen Gegner freim&uuml;tig vor den Karren spannen l&auml;sst, ist wirklich ern&uuml;chternd. Ramelow mag von den Th&uuml;ringern als guter Landesvater wahrgenommen werden &ndash; sein Gesp&uuml;r f&uuml;r Humor, Ironie oder Satire ist offenbar weniger ausgepr&auml;gt und manchmal sollte man &ndash; auch und gerade wenn man gerade seine 15 Minuten Ruhm genie&szlig;t &ndash; einfach auch mal die Klappe halten, wenn einem ein Mikrofon vors Gesicht gehalten wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>F&uuml;r den Papst bin ich ein Auftragsm&ouml;rder<\/strong><br>\nDer Paragraf 218 hat sein Berufsleben bestimmt: Friedrich Stapf k&auml;mpft seit Jahrzehnten f&uuml;r die Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, begr&uuml;ndete das &ldquo;Beratungsmodell&rdquo; mit und f&uuml;hrt eine Abtreibungsklinik in M&uuml;nchen. Den Kliniknotstand in Stuttgart kennt er nur zu gut. (&hellip;)<br>\nMit Ihrer Klinik verschwand 2015 die einzige auf Abbr&uuml;che spezialisierte Einrichtung in Stuttgart. Es gibt dort heute lediglich drei Arztpraxen, die neben ihrer gyn&auml;kologischen Arbeit auch im kleinen Umfang Abbr&uuml;che in einem ambulanten OP-Zentrum vornehmen. Das ist wenig f&uuml;r eine Landeshauptstadt. Warum d&uuml;rfen sich die Krankenh&auml;user aus der Verantwortung ziehen?<br>\nDas Land hat keinen Einfluss auf kommunale Kliniken. Die k&ouml;nnen denen nichts vorschreiben. Kein Arzt kann gezwungen werden, sagen sie, an einem Abbruch mitzuwirken, au&szlig;er es bestehe Gefahr f&uuml;r Leib und Leben der Mutter. Und die Krankenh&auml;user wollen sich die Finger nicht schmutzig machen. Und warum sollte das Land da auch Druck aus&uuml;ben? Es gibt den Paragrafen, dass die L&auml;nder f&uuml;r eine wohnortnahe Versorgung mit Schwangerschaftsabbr&uuml;chen verantwortlich sind. Sollte jemand eine parlamentarische Anfrage stellen, ob dies denn derzeit in Baden-W&uuml;rttemberg gew&auml;hrleistet sei, w&uuml;rde das Land einfach sagen, es funktioniert hier doch alles wunderbar: Es m&uuml;sse keine Frau f&uuml;r ihren Abbruch in ein anderes Bundesland fahren, komme &uuml;berall in Baden-W&uuml;rttemberg an einem Tag hin und zur&uuml;ck, so wie es das Bundesverfassungsgericht eben fordert.<br>\nSeit 2003 hat die Anzahl der &Auml;rztInnen, die Schwangerschaftsabbr&uuml;che vornehmen, bundesweit um mehr als 40 Prozent abgenommen. Worauf f&uuml;hren Sie die krassen Nachwuchsprobleme zur&uuml;ck?<br>\nIn Berlin oder Hamburg gibt&rsquo;s keinen Nachwuchsmangel, weil dort in den Krankenh&auml;usern Abbr&uuml;che auch nach der Beratungsregel vorgenommen werden. So was ist dort Alltag. Wenn aber Krankenh&auml;user wie in Bayern oder Baden-W&uuml;rttemberg Abbr&uuml;che selbst mit medizinischer Indikation nur im absoluten Ausnahmefall machen und dementsprechend angehende &Auml;rztInnen in ihrer f&uuml;nfj&auml;hrigen Facharztausbildung hier so gut wie nie mit dem Problem der ungewollten Schwangerschaft konfrontiert werden, ja, dann sieht es d&uuml;ster aus. Obwohl der Schwangerschaftsabbruch ja eigentlich der h&auml;ufigste Eingriff in der Gyn&auml;kologie ist. Dieses Szenarium ist nach wie vor problematisch: Wenn der Chefarzt &ndash; wie die gesamte Medizin &ndash; die Nase r&uuml;mpft und damit ausdr&uuml;ckt: Schwangerschaftsabbruch, das geh&ouml;rt sich nicht. Wer lehnt sich da schon auf und sagt, ich m&ouml;chte jetzt aber bei der Frau hier einen Abbruch machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/465\/fuer-den-papst-ein-auftragsmoerder-6536.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zeig mir dein Bild und ich sage dir, wie du bist<\/strong><br>\nPhilip Banse im Gespr&auml;ch mit Constanze Kurz und Tobias Matzner<br>\nGesichtserkennung trifft Big Data: Durch die App Clearview wird &Uuml;berwachung in ganz neuer Dimension m&ouml;glich. In Echtzeit gleicht sie ein Bild mit drei Milliarden Fotos und Videos im Netz ab. L&auml;sst sich mithilfe von Clearview auch menschliches Verhalten vorhersagen?<br>\nEine Person fotografieren, das Bild hochladen und mit drei Milliarden Bildern im Netz abgleichen, um herauszufinden: In welchen Situationen und Kontexten taucht diese Person noch auf? Wer ist sie? Was macht sie? Nimmt sie zum Beispiel an Demonstrationen teil? Wo hat sie ihren letzten Urlaub verbracht? Wo und was kauft sie ein?<br>\nDas klingt nach einer beklemmenden Zukunftsvision &agrave; la George Orwell, ist dank der App &bdquo;Clearview&ldquo; aber bereits Realit&auml;t. Bisher wird Clearview nur von Beh&ouml;rden in den USA und Kanada genutzt, etwa im Zusammenhang mit Strafverfolgung und polizeilichen Ermittlungen. Aber auch f&uuml;r Diktaturen k&ouml;nnte Clearview von Interesse sein, um B&uuml;rger besser &uuml;berwachen zu k&ouml;nnen.<br>\nOder f&uuml;r Psychologen: Denn schon lange sei es das Anliegen der Psychologie, menschliches Verhalten vorhersagen zu k&ouml;nnen, meint Jule Specht, Professorin f&uuml;r Psychologie an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t. Zum Teil mit ganz konkreten Zielsetzungen: etwa um Banken ein Entscheidungsmodell an die Hand zu geben, wer einen Kredit bekommen sollte und wer nicht. Hier ergeben sich durch eine Technologie wie Clearview unter Umst&auml;nden viel bessere M&ouml;glichkeiten, aussagekr&auml;ftige Pers&ouml;nlichkeitsprofile zu erstellen, als durch Laborexperimente oder Frageb&ouml;gen zur Selbstbeschreibung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/clearview-zeig-mir-dein-bild-und-ich-sage-dir-wie-du-bist.1264.de.html?dram:article_id=471367\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Als der Winter ausfiel<\/strong><br>\nHelsinki ohne Schnee, Stockholm meldet den w&auml;rmsten Winter seit mindestens 1756<br>\nF&uuml;r die Meteorologen war am ersten M&auml;rz der Winter zu Ende, Zeit f&uuml;r sie Bilanz zu ziehen. Aus Stockholm berichtet das Bolincentret, das Bolin-Zentrum f&uuml;r Klimaforschung der dortigen Universit&auml;t, dass der Winter f&uuml;r Schwedens Landeshauptstadt der w&auml;rmste in mehr als 250 Jahren gewesen sei.<br>\nDie Forscher haben die seit 1756 vorliegenden Messungen digitalisiert, einer Qualit&auml;tskontrolle unterzogen und stellen sie im Netz allen Interessierten zur Verf&uuml;gung. Die Messungen werden unter anderem durch die Art der Thermometer, ihre Kalibrierung, ihren Standort, ihre Abschattung gegen&uuml;ber W&auml;rmestrahlung, die Tageszeit der Messung und nicht zuletzt den W&auml;rmeinseleffekt der Stadt beeinflusst.<br>\nLetzterer wird seit Jahrzehnten von Meteorologen erforscht und gegebenenfalls bei Bedarf aus &auml;lteren Zeitreihen herausgerechnet. St&auml;dte zeichnen sich gegen&uuml;ber ihrem Umland n&auml;mlich durch eine h&ouml;here Temperatur aus. Da sie seit Beginn der Industrialisierung drastisch gewachsen sind und manch ehemals l&auml;ndliche Messstation sozusagen eingemeindet haben, spiegelt sich die Urbanisierung in deren Rohdaten als Erw&auml;rmungstrend ab.<br>\nDen kann man herausrechnen, wie es die Stockholmer mit den alten Daten getan haben, wobei sie sogleich auch die anderen oben erw&auml;hnten Effekte ber&uuml;cksichtigten. F&uuml;r die, die es ganz genau wissen wollen, stehen auch noch die Rohdaten zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Als-der-Winter-ausfiel-4675231.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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