{"id":59027,"date":"2020-03-05T08:16:43","date_gmt":"2020-03-05T07:16:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027"},"modified":"2020-03-05T08:16:43","modified_gmt":"2020-03-05T07:16:43","slug":"hinweise-des-tages-3565","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h01\">Die Herrschaft des Rechts an der EU-Au&szlig;engrenze?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h02\">Keine Sicherheitszone f&uuml;r Erdogan und Al-Qaida in Idlib<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h03\">US-Vorwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h04\">Corona-Virus(Sars-CoV-2)- Epidemie: Eine Durchseuchung ist unvermeidlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h05\">Private Investoren aus der ambulanten Gesundheitsversorgung raushalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h06\">Es gibt immer nur Freund und Feind in dieser Berichterstattung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h07\">Sofortiger Bundeswehrabzug aus Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h08\">DroneWatch: Debatte &uuml;ber bewaffnete Drohnen am 24. M&auml;rz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h09\">Wider das schlichte Denken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h10\">Expertenrat der Bundesregierung: Kabale und Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h11\">Kritik an mangelnder Transparenz: Stromsperren gegen 300.000 Haushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h12\">VW Wolfsburg Halle 12: Arbeiter stirbt, Produktion geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h13\">Lohnst&uuml;ckkosten f&uuml;r Dummies und Gabor Steingart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59027#h14\">Bayer in der Bredouille<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Herrschaft des Rechts an der EU-Au&szlig;engrenze?<\/strong><br>\nHerrscht an der griechisch-t&uuml;rkischen Grenze ein rechtlicher Ausnahmezustand, der Menschenrechte und rechtsstaatliche Gew&auml;hrleistungen au&szlig;er Kraft setzen kann? Die Antwort ist klar: Nein. Die Zust&auml;nde an der griechisch-t&uuml;rkischen Grenze und auf den Inseln in der nord&ouml;stlichen &Auml;g&auml;is sind keine humanit&auml;re Katastrophe, die vom Himmel gefallen ist. Gewalt, pushbacks, Internierungen und elende Zust&auml;nde in v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llten Lagern sind menschen- und staatsgemachte Verletzungen fundamentaler Rechte, die durch nichts gerechtfertigt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-herrschaft-des-rechts-an-der-eu-aussengrenze\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Maske der Zivilisation<\/strong><br>\nGrundrechte sollten der Minimalkonsens jeder demokratischen Gesellschaft sein. An der Grenze zu Griechenland wurden sie f&uuml;r Zehntausende au&szlig;er Kraft gesetzt. In der Praxis steht &uuml;ber allen Gesetzen noch immer das Recht des St&auml;rkeren im Dienste seiner politischen Interessen, kommentiert unser Autor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/466\/die-maske-der-zivilisation-6560.html\">Kontext: Wochezeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Der Tod der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention<\/strong><br>\nMit Unterst&uuml;tzung Deutschlands und der EU setzt Griechenland bei seinem Vorgehen gegen Fl&uuml;chtlinge grundlegende internationale Konventionen au&szlig;er Kraft. Athen hat angek&uuml;ndigt, Fl&uuml;chtlinge, die illegal aus der T&uuml;rkei eingereist sind, zu Hunderten ohne jegliche Pr&uuml;fung ihres Asylbegehrens in ihre Herkunftsl&auml;nder abzuschieben oder sie zu langj&auml;hrigen Haftstrafen zu verurteilen. Dabei kann sie sich auf einen neuen Spruch des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte st&uuml;tzen, der k&uuml;rzlich urteilte, illegal eingereiste Fl&uuml;chtlinge d&uuml;rften ohne jegliche Beschr&auml;nkung sofort abgeschoben werden. Solche Push-Backs sind an den Au&szlig;engrenzen der EU seit Jahren gang und g&auml;be. Immer wieder berichten Menschenrechtsorganisationen, ungenehmigt eingereiste Fl&uuml;chtlinge w&uuml;rden etwa mit Kn&uuml;ppeln aus dem Land gejagt, in Grenzfl&uuml;sse geworfen oder gar zur&uuml;ck ins Meer getrieben. Griechenland dehnt die Push-Backs nun in aller &Ouml;ffentlichkeit auf das Niveau von Massenabschiebungen aus. Experten warnen, wenn sich dies durchsetze, &ldquo;dann stirbt im Jahr 2020 die Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8207\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Keine Sicherheitszone f&uuml;r Erdogan und Al-Qaida in Idlib<\/strong><br>\n&bdquo;DIE LINKE lehnt die Einrichtung einer sogenannten Sicherheitszone im syrischen Idlib an der Seite t&uuml;rkischer Truppen und islamistischer Terrormilizen ab. Diese w&auml;re nichts anderes als eine Besatzungszone Erdogans und der Al-Qaida. Der t&uuml;rkische Autokrat Recep Tayyip Erdogan darf f&uuml;r seine v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege an der Seite von Al-Qaida keine Waffen und keinen Euro mehr aus Deutschland und der EU bekommen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Au&szlig;enexpertin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Ausw&auml;rtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Aus der Feststellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die Regime-Change-Politik des Westens in Syrien gescheitert ist, m&uuml;ssen jetzt auch die richtigen Schl&uuml;sse folgen. Bundesregierung, EU und NATO m&uuml;ssen das v&ouml;lkerrechtswidrige Vorgehen Erdogans und seine skrupellose Instrumentalisierung hunderttausender Fl&uuml;chtlinge zur Erpressung weiterer Unterst&uuml;tzung verurteilen.<br>\nEs ist eine au&szlig;enpolitische Geisterfahrt, mit Blick auf die humanit&auml;re Krise in Idlib der T&uuml;rkei R&uuml;ckendeckung f&uuml;r die v&ouml;lkerrechtswidrige Milit&auml;roffensive und Besatzung im Norden Syriens zu geben. Jede Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Erdogan in Syrien ist eine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Al-Qaida, was nicht zuletzt auch die Sicherheit in Europa gef&auml;hrdet. Wer der Bev&ouml;lkerung in Syrien helfen will, darf nicht auf den personifizierten Fluchtverursacher Erdogan bauen. Notwendig ist eine Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Syrien, die einen Wiederaufbau des Landes blockieren und eine immer weitere Verarmung der Bev&ouml;lkerung mit bef&ouml;rdern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/keine-sicherheitszone-fuer-erdogan-und-al-qaida-in-idlib\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Vorwahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wall Street gegen Bernie Sanders<\/strong><br>\nBernie Sanders hat bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen in den USA die Eliten gegen sich. Das gilt auch f&uuml;r die Demokratische Partei. Sie hat sich hinter Joe Biden versammelt, der nun bei den Vorwahlen vorn liegt. Doch Sanders hat mit seinem Kampf f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit noch immer die Chance, am Ende im Wei&szlig;en Haus einzuziehen.<br>\nDer Narzissmus und die blau&auml;ugige Ahnungslosigkeit der Wall-Street-Elite ist erstaunlich. Sie sitzen in ihren Sesseln der Macht, genie&szlig;en Steuerk&uuml;rzungen, leichtes Geld und steigende Aktienm&auml;rkte &ndash; und sind sich sicher, dass in dieser besten aller m&ouml;glichen Welten alles zum Besten steht. Wer sie kritisiert, muss ein Idiot oder Teufel sein.<br>\nAls ich in ihrer Gegenwart meine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten Bernie Sanders erw&auml;hnte, h&ouml;rte man sie nach Luft schnappen, als h&auml;tte ich Luzifers Namen beschworen. Sie sind davon &uuml;berzeugt, dass Sanders unw&auml;hlbar ist oder dass er, wenn er trotzdem irgendwie gew&auml;hlt w&uuml;rde, den Zusammenbruch der Republik ausl&ouml;st. Dieselbe Einstellung l&auml;sst sich &ndash; in unterschiedlichem Ma&szlig;e &ndash; sogar in den liberalen Medien wie der New York Times und der Washington Post finden. Und auch das Establishment der Demokraten teilt die Zweifel an Sanders W&auml;hlbarkeit, weshalb es rechtzeitig und erfolgreich zum Super-Tuesday ein B&uuml;ndnis f&uuml;r Joe Biden schmiedete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++58c648ba-5e16-11ea-9908-52540088cada\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Super Tuesday&rdquo;: Sechs Erkenntnisse der Wahlnacht<\/strong><br>\nNach dem &ldquo;Super Tuesday&rdquo; ist das Rennen um die Pr&auml;sidentschaftskandidatur der US-Demokraten offen. Zu den Erkenntnissen der Nacht geh&ouml;rt, dass sich Trump als Sieger und Bloomberg als Verlierer f&uuml;hlen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/super-tuesday-119.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Gleich zu Beginn die typische Manipulation. Die Demokraten um Sanders werden &bdquo;der linke Fl&uuml;gel&ldquo; genannt, die Demokraten um Biden &bdquo;der moderate Fl&uuml;gel&ldquo;. Und so etwas nennt sich &ouml;ffentlich-rechtlicher Rundfunk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Chance der Demokraten<\/strong><br>\nJoe Biden ist ein erstaunliches Comeback gelungen, das Rennen um die Pr&auml;sidentschaftskandidatur wieder offen. Doch nur wenn sich die Demokraten geschlossen hinter einen Bewerber stellen, ist Trump zu schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/super-tuesday-in-den-usa-die-chance-der-demokraten-a-1eef284e-e3d3-489a-a5aa-123186326692\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dieser Kommentar ist wieder ein Paradebeispiel f&uuml;r die Haltung des Spiegel und des offiziellen Deutungsrahmens der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zum amerikanischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf. Sanders polarisiere und spalte das Land genauso wie Trump. Sanders wird hier in einem Atemzug mit Trump genannt, ganz im Sinne der &ldquo;Hufeisentheorie&rdquo;. Es stellt sich nur die Frage, wie Sanders das Land spaltet? In die oberen 10 Prozent gegen die anderen 90 Prozent? Mit dieser Spaltung k&ouml;nnte man sicher leben. Wie sollte dagegen gerade der Multimillion&auml;r Biden das Land einen? In dem er jede sozialpolitische Idee Sanders ablehnt? <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59005\">Oskar Lafontaine hat hier<\/a> bereits treffend formuliert, von einem Joe Biden hat die Mehrheit der US-B&uuml;rger nichts anderes zu erwarten als die Zementierung des Status quo und der himmelschreienden sozialen Ungleichheit. Zugleich holt der Spiegel, f&uuml;r den Fall einer Niederlage Bidens, wieder das alte Narrativ aus der Mottenkiste, dass dieser, &auml;hnlich wie Hillary Clinton, dann nur deswegen verloren h&auml;tte, da ihn Sanders und dessen Anh&auml;nger nicht ausreichend unterst&uuml;tzt h&auml;tten. Nun d&uuml;rfte es f&uuml;r Sanders jedenfalls sehr schwer werden, nachdem sich der Superreiche Bloomberg mit seinen Milliarden auf die Seite von Biden geschlagen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Vielen Demokraten w&auml;re Trump lieber als Sanders&ldquo;<\/strong><br>\nUS-Analystin Krystal Ball &uuml;ber Obamas Verfehlungen, die Krux mit der Identit&auml;tspolitik und warum die demokratische Partei nichts gelernt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/interviews\/artikel\/vielen-demokraten-waere-trump-lieber-als-sanders-4118\/\">IPG Journal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Virus(Sars-CoV-2)- Epidemie: Eine Durchseuchung ist unvermeidlich<\/strong><br>\nHeute hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) best&auml;tigt, was sich bereits ank&uuml;ndigte: Die Virusepidemie l&auml;sst sich bestenfalls verlangsamen, aufhalten l&auml;sst sie sich nicht.Deutschlands international anerkannter Virologe, Prof. Christian Drosten, hatte das schon vor wenigen Tagen vorausgesagt. Die Epidemie wird also erst dann aufh&ouml;ren, wenn der Grossteil der Bev&ouml;lkerung die Infektion durchgemacht, und daher eine Immunit&auml;t entwickelt hat. Allerdings werden, nach dem gegenw&auml;rtigen Stand, wie die WHO heute mitteilte, 3,5% der Patienten diese Infektion nicht &uuml;berleben, solange ein Impfstoff, oder geeignete Medikamente, nicht verf&uuml;gbar sind. Da steht im Widerspruch zu den hier in Deutschland verbreiteten Zahlen von 0,7%. Wie auch immer, die Zahl ist in jedem Fall um den Faktor 10 h&ouml;her, als bei der saisonalen Grippeepidemie. Insbesondere &ndash; aber nicht nur,<br>\nweniger hingegen Kinder &ndash; sind Patienten mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzkrankheiten, chronischen Lungenerkrankungen und Immunschw&auml;che gef&auml;hrdet. Selbst von den Patienten, die &uuml;berleben sind 15-20% krankenhauspflichtig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/politicacomment.wordpress.com\/2020\/03\/03\/corna-virussars-cov-2-epidemie-eine-durchseuchung-ist-unvermeidlich\/\">Politica Comment<\/a>\n<p><strong>dazu: Neue Untersuchungsstelle f&uuml;r Corona-Verdachtsf&auml;lle in Erkelenz<\/strong><br>\nZur verbesserten medizinischen Lage im Kreis Heinsberg tr&auml;gt Pusch zufolge auch bei, dass in der Nacht zum Mittwoch zus&auml;tzliche Schutzkleidung eingetroffen ist und dass &bdquo;die Richtlinien gelockert werden konnten, damit Krankenh&auml;user und niedergelassene &Auml;rzte handlungsf&auml;hig bleiben und die medizinische Versorgung &uuml;ber die Corona-F&auml;lle hinaus erhalten werden kann. Unter strengen Schutzvorkehrungen k&ouml;nnen Kontaktpersonen, die nicht infiziert sind, weiter medizinisch t&auml;tig sein&ldquo;, erkl&auml;rte Pusch und erg&auml;nzte: &bdquo;Wir verfolgen das sehr streng, und diese Personen werden auch regelm&auml;&szlig;ig auf Corona kontrolliert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/kreis-heinsberg\/kreis-heinsberg-medizinische-versorgungslage-verbessert-durch-mobiles-untersuchungszentrum-in-erkelenz_aid-49370209\">RP Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ich habe die Pressekonferenz mit dem Landrat Pusch gestern auch verfolgt. Die Aussage mit den gelockerten Richtlinien muss man vielleicht noch ein wenig erl&auml;utern, da es in der Berichterstattung so klingt, als sei das vern&uuml;nftig. Dabei handelt es sich ja um klare Vorgaben des Robert Koch-Instituts, wie sich medizinisches Fachpersonal im Falle eines Kontakts mit infizierten Personen zu verhalten hat, damit das Ansteckungsrisiko insgesamt m&ouml;glichst gering bleibt. Da aber die personellen Kapazit&auml;ten in den Krankenh&auml;usern schlichtweg zu knapp bemessen sind, d&uuml;rfen\/m&uuml;ssen die vorhandenen Mitarbeiter nun weiterarbeiten. Mit anderen Worten, welche Auswirkungen eine Politik der Schwarzen Null sowie die Privatisierung von Leistungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge konkret hat, l&auml;sst sich an diesem Beispiel sehr gut nachvollziehen. Es bleibt zu hoffen, dass &Ouml;ffentlichkeit wie auch Politik endlich aufwachen und begreifen, dass eine Abkehr vom neoliberalen Dogma dringend erforderlich ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Private Investoren aus der ambulanten Gesundheitsversorgung raushalten<\/strong><br>\nAuch die Bundes&auml;rztekammer kritisiert, dass &ouml;konomische Parameter einer guten Patientenversorgung und Arbeitsbedingungen entgegenstehen. Die ambulante Versorgung darf keine Sekunde l&auml;nger dem Gesch&auml;ftsinteresse von gewinnorientierten Private-Equity-Heuschrecken &uuml;berlassen werden. Der wachsende Einfluss von Private-Equity-Gesellschaften und ihre Ausrichtung auf Gewinnmaximierung stehen im Widerspruch zu einem demokratischen, solidarisch finanzierten Gesundheitssystem&ldquo;, erkl&auml;rt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung im Ausschuss f&uuml;r Gesundheit zum Antrag &bdquo;Kapitalinteressen in der Gesundheitsversorgung offenlegen&ldquo; (BT-Drucksache Nr. 19\/14372). Kessler weiter:<br>\n&bdquo;Das Gesch&auml;ftsmodell von Private Equity sieht vor, Unternehmen im Gesundheitssektor zu kaufen und nach einer Zeitspanne von wenigen Jahren mit gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichem Gewinn wieder zu verkaufen. Davon betroffen sind neben Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) vor allem Pflegeheime, Reha-Einrichtungen und Krankenh&auml;user. Private-Equity-Gesellschaften sitzen h&auml;ufig in Steueroasen. Durch ihre Aktivit&auml;ten verschieben sich die Eigentums- und Besitzverh&auml;ltnisse in der ambulanten Gesundheitsversorgung immer mehr zu Ungunsten von Patientinnen und Patienten und Besch&auml;ftigten. Die &Ouml;ffentlichkeit bekommt von diesem Prozess, seiner Brisanz und seiner rasanten Geschwindigkeit so gut wie nichts mit.<br>\nDIE LINKE will in einem ersten Schritt ein &ouml;ffentlich zug&auml;ngliches Register f&uuml;r alle medizinischen Versorgungszentren in Deutschland mit Meldepflicht &uuml;ber Tr&auml;gerstrukturen, Besch&auml;ftigtenzahlen und ausgesch&uuml;tteten Gewinnen. Unterst&uuml;tzt werden unsere Forderungen von Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nden und gro&szlig;en Teilen der &Auml;rzteschaft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/private-investoren-aus-der-ambulanten-gesundheitsversorgung-raushalten\/%20\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Mega-&Uuml;bernahme von R&ouml;hn Asklepios wird zum Klinik-Giganten<\/strong><br>\nAsklepios sichert sich eine knappe Mehrheit an Rh&ouml;n-Klinikum! Die Klinikkette hat sich schon vor Beginn des &Uuml;bernahmeangebots die Mehrheit am Konkurrenten Rh&ouml;n-Klinikum gesichert. Damit ergattere Asklepios in der Gemeinschaftsfirma mit Rh&ouml;n-Gr&uuml;nder Eugen M&uuml;nch eine Stimmrechtsmehrheit von knapp &uuml;ber 50 Prozent an Rh&ouml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/mega-uebernahme-von-roehn-asklepios-wird-zum-klinik-giganten-36366326\">Mopo<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das passt zur Corona-Epedemie. Die Privatisierung und Kommerzialisierung im deutschen Gesundheitswesen geht weiter, mit allen wohl negativen Folgen. Ein profitorientierter Klinikkonzern hat sicher wenig Interesse daran, nicht verwertbare Kapazit&auml;ten f&uuml;r m&ouml;gliche Katastrophenf&auml;lle vorzuhalten. Die Privatisierung des Gesundheitswesens m&uuml;sste eigentlich zum Wohle aller B&uuml;rger gestoppt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Es gibt immer nur Freund und Feind in dieser Berichterstattung&rdquo;<\/strong><br>\nDass f&uuml;r den Giftgasangriff im syrischen Duma im April 2018 nicht das Assad-Regime, sondern Rebellen verantwortlich sein k&ouml;nnten, dar&uuml;ber wird in westlichen Medien kaum berichtet. Der Journalist Marc Th&ouml;rner vermutete im Dlf, dass diese M&ouml;glichkeit nicht ins Freund-Feind-Schema der Berichterstatter passt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/berichte-ueber-giftgasangriff-in-syrien-es-gibt-immer-nur.2907.de.html?dram:article_id=471620%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> M.B.: Solche selbstkritischen T&ouml;ne h&ouml;rt man im Deutschlandfunk leider viel zu selten. Das komplette Interview gibt es leider nur als Audio.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sofortiger Bundeswehrabzug aus Afghanistan<\/strong><br>\nDer Krieg in Afghanistan wurde 2001 unter ROT-GR&Uuml;N begonnen. Es ging angeblich um die Sicherheit Deutschlands, die am Hindukusch verteidigt werden musste, dann ging es um Frauenrechte, dann um die Entwicklung des Landes. Das bricht jetzt alles zusammen. Dieser Krieg war wie jeder Krieg ein gro&szlig;es Verbrechen. Die USA wollen nun binnen 14 Monaten alle Truppen aus Afghanistan abziehen, sie wollen aber das Mandat der Bundeswehr unver&auml;ndert hier verl&auml;ngern. Das k&ouml;nnen Sie doch wirklich niemand mehr erkl&auml;ren. Die Bundeswehr muss sofort abgezogen werden!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yvhN6tQ7OOY\">DIE LINKE. im Bundestag via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>DroneWatch: Debatte &uuml;ber bewaffnete Drohnen am 24. M&auml;rz<\/strong><br>\nSieben Jahre nach dem Versuch des damaligen Verteidigungsministers Thomas de Maizi&egrave;re, die politische, ethische und rechtliche Debatte &uuml;ber bewaffnete Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr zu f&uuml;hren, unternimmt das Wehrressort einen neuen Anlauf: Bei einer Podiumsdiskussion im Berliner Bendler-Block sollen am 24. M&auml;rz Vertreter von Wissenschaft, Politik, Kirchen und zivilen Organisationen &uuml;ber die Frage debattieren, wie es mit der Bewaffnung der f&uuml;r die Luftwaffe bereits beschafften unbemannten Systeme vom Typ Heron TP aussehen soll.<br>\nHintergrund ist die Festlegung des Bundestages bei dem Beschluss zur Beschaffung der Drohnen im Jahr 2018, die Bewaffnung in einem weiteren Beschluss zu regeln &ndash; nach einer ausf&uuml;hrlichen v&ouml;lkerrechtlichen, verfassungsrechtlichen und ethischen Debatte.<br>\nDiese Debatte wird seit Jahren permanent gefordert; formal ist allerdings seit einer Podiumsdiskussion de Maizi&egrave;res unter anderem mit den damaligen Milit&auml;rbisch&ouml;fen im April 2013 wenig passiert. Im vergangenen Herbst hatten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Abgeordnete der CDU die &ouml;ffentliche Diskussion erneut gestartet. (&hellip;)<br>\nDer Parlamentarische Staatssekret&auml;r Peter Tauber bezeichnete in seinem Einladungsschreiben die Diskussionen als einen ersten Beitrag zu dieser Debatte. Die bereits eingeleitete Beschaffung der Heron TP, die ab dem kommenden Jahr zun&auml;chst als unbewaffnete Aufkl&auml;rungsdrohne eingesetzt werden soll, sei ein guter Zeitpunkt, eine offene Debatte &uuml;ber eine m&ouml;gliche Bewaffnung der durch die Bundeswehr eingesetzten Drohnen anzusto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2020\/03\/dronewatch-debatte-ueber-bewaffnete-drohnen-am-24-maerz\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das &uuml;bliche politische Verfahren scheint auf den Kopf gestellt. Nun erst &ndash; also nach der Entscheidung zur Beschaffung &ndash; soll die Debatte kommen. Aber wer eine waffentaugliche Drohne einkauft, will sie wohl auch bewaffnen. Wozu w&auml;re sie sonst bestellt worden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wider das schlichte Denken<\/strong><br>\nBruchrechnen reicht, um seine Botschaft zu begreifen: Schuldenbremse und Schwarze Null sind gro&szlig;er Unsinn. Um diese Erkenntnis durchzusetzen, appelliert der &Ouml;konom Peter Bofinger jetzt ans gr&uuml;ne Gewissen. Auf Winfried Kretschmann braucht er nicht zu z&auml;hlen, der h&auml;lt es mit der ber&uuml;chtigten schw&auml;bischen Hausfrau.<br>\n&ldquo;Der Klimawandel ist eine noch gr&ouml;&szlig;ere Herausforderung als die deutsche Einheit&rdquo;, sagt der renommierte W&uuml;rzburger Wirtschaftswissenschaftler, &ldquo;und es kann doch nicht wahr sein, dass wir in 30 Jahren zu unseren Kindern sagen: Tut uns leid, die Welt ist kaputt, aber wir haben keine Schulden.&rdquo; Im Stuttgarter Theaterhaus, bei der Diskussion im &ldquo;Neuen Montagskreis&rdquo; &ndash; der 65. seiner Art &uuml;brigens &ndash;, hat Peter Bofinger das Publikum fast geschlossen auf seiner Seite. Und das, obwohl der geb&uuml;rtige Pforzheimer der Hundertschaft Interessierter viel zumutet bei seiner akademischen Philippika gegen die Ideologen des Sparens um jeden Preis.<br>\nWie war das gleich mit Z&auml;hler und Nenner? Der erste steht oben, der zweite steht unten. Es geht um die Staatsverschuldung, dividiert durch das nominale Bruttoinlandsprodukt. Heraus kommt die Staatsschuldenquote. Die bilde, sagt der Professor, das Verh&auml;ltnis des Schuldenstands zur wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit einer Volkswirtschaft ab. Und: &ldquo;Die anderen haben&rsquo;s leichter. Die sagen einfach: Der Staat darf keine Schulden machen. Das versteht jeder.&rdquo; Das einfache Argument schlage leider das komplexere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/466\/wider-das-schlichte-denken-6551.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Expertenrat der Bundesregierung: Kabale und Klima<\/strong><br>\nDie Bundesregierung muss schon bald einen Klimarat einsetzen. Als ein Mitglied wird Claudia Kemfert gehandelt. Weil sie sich unter anderem f&uuml;r einen CO2-Preis einsetzt, ist sie unter Beschuss geraten. [&hellip;]<br>\nSeit Wochen lancieren Windkraftgegner, rechtskonservative Portale und neoliberale Forscher Vorw&uuml;rfe gegen Kemfert. Sie hatte in einem Beitrag f&uuml;r die Zeitschrift &ldquo;Capital&rdquo; geschrieben, gestiegene Strompreise l&auml;gen nicht an den erneuerbaren Energien, sondern daran, &ldquo;dass die Stromversorger die g&uuml;nstigen B&ouml;rsenpreise nicht an uns Verbraucher weitergegeben haben.&rdquo; Kemfert rechnet auch vor, dass die Energiewende dem Steuerzahler bisher gar nichts gekostet, &ldquo;sondern einen enormen Ertrag gebracht&rdquo; hat. Auch den angeblichen &ldquo;Zappelstrom&rdquo;, also die Theorie, dass erneuerbare Energien nicht zur Stromversorgung geeignet sind, verweist sie ins &ldquo;Reich der Mythen&rdquo;. Seitdem steht sie im Kreuzfeuer der Energiewende-Kritiker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/klimarat-der-bundesregierung-streit-um-mitglied-claudia-kemfert-a-cae91449-e3b4-46ee-a612-065b8bbb2f9e%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kritik an mangelnder Transparenz: Stromsperren gegen 300.000 Haushalte<\/strong><br>\nWer seine Stromrechnung nicht bezahlt, muss gleichzeitig mit hohen Folgekosten rechnen. Verbrauchersch&uuml;tzer und Gr&uuml;ne wollen das &auml;ndern.<br>\nWer in Deutschland von einer Stromsperre betroffen ist, hat in den meisten F&auml;llen die Rechnung des Energieversorgers nicht bezahlt. Doch f&uuml;r die s&auml;umigen Kunden bleibt es nicht dabei, ihre Schulden zu begleichen. Die Folgekosten f&uuml;r die Wiederherstellung der Stromversorgung sind teils genauso hoch, belaufen sich mitunter auf einen dreistelligen Betrag. Zugleich unterliegen sie enormen Schwankungen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Fraktion hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/stromsperren-gegen-300000-haushalte_aid-49350535\">RP Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>VW Wolfsburg Halle 12: Arbeiter stirbt, Produktion geht weiter<\/strong><br>\nLeiche liegt in der Nachtschicht 10 Meter neben VW-Flie&szlig;band. Vorgang wirft Fragen um die Zust&auml;nde bei VW auf: Sind manche Arbeiter blo&szlig; Menschenmaterial? Was ist los mit der IG Metall Wolfsburg? Welche Rolle spielen VW-Betriebsrat und Vertrauensleute?<br>\nDie Betriebszeitung Vor-W&auml;rtsgang** (6.2.2020, Seite 8, pdf) berichtet von einem 59j&auml;hrigen Kollegen, der w&auml;hrend der Nachtschicht am 10.12.2019 in Halle 12 des VW-Werks Wolfsburg verstarb. Doch seine Kolleg*innen mussten offenbar weiterarbeiten, w&auml;hrend der Leichnam noch in der Halle lag &ndash; 10 Meter vom Flie&szlig;band entfernt. F&uuml;hrungskr&auml;fte sollen sich menschenverachtend und abf&auml;llig &uuml;ber Tod des Mitarbeiters. Aber nicht nur die Vorgesetzten, auch Gewerkschaftsvertreter bei VW erscheinen in einem fragw&uuml;rdigen Licht. Offenbar hatte der Verstorbene trotz Krankheit gearbeitet &ndash; ein Verhalten, das im Fachjargon &bdquo;Pr&auml;sentismus&ldquo; hei&szlig;t und in Deutschland stark verbreitet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/vw-wolfsburg-halle12-arbeiter-stirbt-produktion-geht-weiter\/\">arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lohnst&uuml;ckkosten f&uuml;r Dummies und Gabor Steingart<\/strong><br>\nGabor Steingart, Ex-Herausgeber des Handelsblatts und aktuell Bauherr eines Redaktionsschiffs in Berlin, blickt durch den Schleier &uuml;bertriebener Diskussionen zu Klimawandel und Corona-Virus. Er hat steigende Lohnst&uuml;ckkosten als wahres Hauptproblem Deutschlands ausgemacht. Es f&uuml;hre zum Abstieg Deutschlands, zum Verlust seiner Wettbewerbsf&auml;higkeit. Ein kundiger Blick darauf, was Lohnst&uuml;ckkosten sind, k&ouml;nnte seine Sorge beseitigen. [&hellip;]<br>\nSteingart schreibt unter Verweis auf eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die es aus seiner Sicht verdient h&auml;tte, die Aufschlagseiten aller seri&ouml;sen Zeitungen zu zieren: &ldquo;Die ins Grobe und Grelle entr&uuml;ckte Berichterstattung &uuml;ber Klimawandel und Corona-Epidemie verzwergt alle anderen Tatsachen, auch die &uuml;ber den Abstieg der deutschen Volkswirtschaft.&rdquo;<br>\nUm erschreckende 6,7 Prozent seien in den ersten drei Quartalen 2019 die Lohnst&uuml;ckkosten gestiegen, st&auml;rker als in allen anderen untersuchten L&auml;ndern. Die deutsche Wettbewerbsposition gegen&uuml;ber dem Euroraum sei damit so schlecht wie zuletzt 2002 und nur noch drei Prozent g&uuml;nstiger als 1999. Daraus schlie&szlig;t er, Angela Merkel habe all die Fortschritte verfr&uuml;hst&uuml;ckt, die Gerhard Schr&ouml;der mit seiner Agenda 2010 geschafft habe.<br>\nWas hat es auf sich, mit diesen Lohnst&uuml;ckkosten?<br>\nLohnst&uuml;ckosten haben noch einen anderen Namen, mit dem die meisten Menschen mehr anfangen k&ouml;nnen: Lohnquote. Die Lohnst&uuml;ckkosten geben an, welchen Anteil an der gesamten Wertsch&ouml;pfung die Arbeitnehmer bekommen, und &ndash; im Umkehrschluss &ndash; welchen die Kapitalbesitzer.<br>\nW&auml;hrend wir gew&ouml;hnt sind Kosten als etwas Schlechtes zu betrachten, was gar nicht niedrig genug sein kann, l&auml;dt der Name Lohnquote zu verschiedenen Betrachtungsweisen ein. Ein Arbeitgeberinstitut wie das IW, auf dessen Analyse sich Steingart bei seinem Alarm-Artikel beruft, findet naturgem&auml;&szlig; mehr Gefallen an einer niedrigen als an einer hohen Lohnquote. Die Arbeitnehmer sehen das anders. Politiker, die sich dem Wohl der gro&szlig;en Masse der (abh&auml;ngig besch&auml;ftigten) B&uuml;rger verpflichtet f&uuml;hlen, sehen das tendenziell auch etwas anders. F&uuml;r sie ist ein hohes Lohnniveau in einem Land synonym mit einem hohen Wohlstandsniveau und somit ein Erfolgsausweis.<br>\nMan k&ouml;nnte ebenso gut Kapitalst&uuml;ckkosten berechnen wie Lohnst&uuml;ckkosten. Das w&uuml;rde dann zu der Schlussfolgerung einladen, dass man die Renditen dr&uuml;cken muss, die die Eigen- und Fremdkapitalgeber einfordern, damit Deutschland wettbewerbsf&auml;higer wird. Aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gr&uuml;nden tut das IW das nicht, sondern rechnet ausschlie&szlig;lich und oft die Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten vor. Das w&auml;re doch mal eine lohnende Aufgabe f&uuml;r das Wirtschaftsforschungsinstitut IMK, das gewerkschaftliche Pendant zum IW. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/reform-der-wirtschaftswissenschaft-dossiers\/steingart-wettbewerbsfaehigkeit\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bayer in der Bredouille<\/strong><br>\nDem deutschen Chemiekonzern Bayer droht mitten in den US-Prozessen um das mutma&szlig;lich krebserregende Pestizid Glyphosat eine weitere milliardenschwere Klagewelle. Ursache sind gravierende Sch&auml;den, die laut einem aktuellen Urteil eines US-Gerichts durch das Unkrautvernichtungsmittel Dicamba verursacht werden. Dicamba ist von dem von Bayer &uuml;bernommenen US-Konzern Monsanto entwickelt worden. Es richtet offenbar schwere Sch&auml;den jenseits der Felder, auf denen es genutzt wird, an. Einem US-Farmer ist jetzt eine Entsch&auml;digung von 265 Millionen US-Dollar zugesprochen worden; diverse weitere Klagen sind anh&auml;ngig. Dabei k&auml;mpft Bayer noch mit einer Klagewelle wegen Gesundheitssch&auml;den durch Glyphosat, die mittlerweile auf rund 48.600 F&auml;lle angeschwollen ist. In drei Prozessen ist der Konzern bereits zu millionenschweren Strafzahlungen verurteilt worden. Ungeachtet der unl&auml;ngst bekanntgegebenen Milliardengewinne im vergangenen Jahr schlie&szlig;en Beobachter gravierende Einschnitte zwecks Begleichung der Glyphosat-Strafen nicht aus &ndash; bis hin zur Ver&auml;u&szlig;erung von Konzernteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8205\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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