{"id":59122,"date":"2020-03-09T08:38:39","date_gmt":"2020-03-09T07:38:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122"},"modified":"2020-03-09T08:38:39","modified_gmt":"2020-03-09T07:38:39","slug":"hinweise-des-tages-3567","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h01\">Covid-19<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h02\">Corona und Pflege: ackern, bis Du Fieber kriegst! Pflegende als Dritte-Klasse-B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h03\">Im Herzen der Justizfarce<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h04\">&bdquo;Alle sind tot&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h05\">Fehlendes Finanzwissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h06\">&bdquo;Wir sind froh, dass wir sie haben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h07\">&Auml;rzte bekommen 6,5 Prozent mehr Gehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h08\">Klimaneutralit&auml;t: Ein dreister &Ouml;kobluff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h09\">Wie lange verdr&auml;ngte der Bundestag die Klimakrise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h10\">&bdquo;Die globalen Emissionen sind weiter gestiegen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h11\">Neue Gefahrenherde im Klimawandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h12\">Die neueste Geheimniskr&auml;merei des Andreas Scheuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h13\">Der Weg zur H&ouml;lle ist mit guten Vors&auml;tzen gepflastert! &ndash; Wie das Ausw&auml;rtige Amt den NVV retten will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h14\">Der Ausverkauf des Internets<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h15\">Minister Scholz muss nachsitzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h16\">Wenn der Hass regiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h17\">Uniter-Mitbegr&uuml;nder arbeitet jetzt bei der Kriminalpolizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59122#h18\">Kollektivstrafen zum &ldquo;Schutze&rdquo; eines Milliard&auml;rs &ndash; der DFB zeigt erneut sein wahres Gesicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Covid-19<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Angst vor Coronavirus: Warum Panik Leben rettet<\/strong><br>\nDas Coronavirus zwingt zu au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Entschlossenheit. L&auml;ngst ist nicht klar, ob die Anstrengungen der westlichen L&auml;nder ausreichen. Zwar wird Panik als Reaktion schlecht geredet &ndash; doch sie wird geradezu zur B&uuml;rgerpflicht. Eine Analyse. [&hellip;]<br>\nEine Pandemie beansprucht &Auml;rzte, Schwestern und Hospit&auml;ler, die damit f&uuml;r klassische Krankheiten nicht zur Verf&uuml;gung stehen. Die Leute sterben dann nicht nur an der Pandemie, sondern auch an  mangelnder Therapie anderer Erkrankungen. Braucht es noch mehr Argumente f&uuml;r die dringend gebotene Verlangsamung der Epidemie? Der multiplikative Prozess enth&auml;lt eine implizierte Aufforderung an die Entscheidungstr&auml;ger. Sie m&uuml;ssen schnell handeln. Denn eine Ma&szlig;nahme, die im fr&uuml;hen Ausbreitungsstadium wom&ouml;glich die Ausbreitung stoppt, kann sich eine Woche sp&auml;ter schon als zu klein erweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/coronavirus-panik-rettet-leben-16669427.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Lombardei meldet 103 Tote an einem Tag<\/strong><br>\nInnerhalb von nur 24 Stunden sind in der italienischen Region Lombardei 103 Menschen an einer Corona-Infektion gestorben. Die italienische Regierung k&uuml;ndigt im Kampf gegen das Virus rigorose Ma&szlig;nahmen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/coronavirus-313.html?fbclid=IwAR3ANvl9RPdRU2eibYrEsWMZg7_PJmTVOinMp79rEGKaF3tRkoJNe673ZTQ\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie sagte doch gleich Ren&eacute; Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes? Corona sei &bdquo;eine Krankheit, die verl&auml;uft wie ein Schnupfen&rdquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie China das neue Coronavirus ausbremste<\/strong><br>\nNoch im Januar schien Covid-19 in der chinesischen Provinz Wuhan unaufhaltsam. Doch seit Ende Februar zeichnet sich ab: Der chinesische Staat hat es mit drastischen Ma&szlig;nahmen geschafft, das Virus deutlich einzud&auml;mmen. Das berichtet jedenfalls der Leiter einer Mission der Weltgesundheitsorganisation WHO in China Bruce Aylward in einem Bericht vom 28. Februar.<br>\nDemnach senkte das Land die best&auml;tigten t&auml;glichen Neuinfektionen von nahezu 3000 Ende Januar auf nur wenige hundert in den letzten Februartagen. Diese dramatische Abnahme der Fallzahlen sei real, schreibt die Gruppe in ihrem Bericht, der die chinesische Reaktion in h&ouml;chsten T&ouml;nen lobt. Allerdings ist unklar, welche Schl&uuml;sse andere L&auml;nder wie Deutschland aus dem Erfolg f&uuml;r ihre eigenen Strategien ziehen sollten. Denn die Ma&szlig;nahmen speziell in Wuhan waren ungew&ouml;hnlich streng. (&hellip;)<br>\nDie bekannteste und dramatischste Ma&szlig;nahme allerdings war der &raquo;Lockdown&laquo; der Stadt Wuhan. Die gesamte Bev&ouml;lkerung hatte Hausarrest. Die Idee dahinter: Erkrankte konnten nur die Mitglieder ihres Haushaltes infizieren &ndash; und dann niemanden mehr. Auch in weniger betroffenen Regionen setzten die Beh&ouml;rden eine strikte Quarant&auml;nte Betroffener durch, hei&szlig;t es in dem Bericht. Daf&uuml;r baute die chinesische Regierung in einer international beachteten Aktion binnen einer Woche zwei eigene Krankenh&auml;user f&uuml;r Menschen mit Atemwegsinfektionen.<br>\nDaneben kontrollierte das Land strikt die Bewegungen seiner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. In der am st&auml;rksten betroffenen Provinz Hubei fuhren keine &ouml;ffentliche Verkehrsmittel mehr, und in nicht betroffenen Regionen f&uuml;hrten die Beh&ouml;rden Quarant&auml;nema&szlig;nahmen an den Verkehrsknotenpunkten ein. Mit Hilfe zweier Apps &uuml;berwachte das Land au&szlig;erdem die Bewegungen der Menschen und setzte so Einschr&auml;nkungen durch.<br>\nDer Bericht der WHO vermerkt, dass derartige Ma&szlig;nahmen, die in einem westlichen Land vermutlich nur in absoluten Ausnahmesituationen durchsetzbar w&auml;ren, in der Bev&ouml;lkerung weithin akzeptiert und unterst&uuml;tzt wurden. (&hellip;)<br>\nChinas drastische Ma&szlig;nahmen lieferten entscheidende Lektionen f&uuml;r die weltweite Bek&auml;mpfung des Virus, hei&szlig;t es in dem Bericht. Allerdings klingt in den allgemein Empfehlungen der Gruppe an, dass auch betroffene L&auml;nder die Ma&szlig;nahmen nicht direkt kopieren sollten. L&auml;nder mit bekannten F&auml;llen sollten allerdings stringentere Ma&szlig;nahmen pr&uuml;fen, wie Schulen zu schlie&szlig;en und Gro&szlig;veranstaltungen abzusagen, um &raquo;nach Bedarf&laquo; Infektionsketten abzubrechen.<br>\nStaaten wie Deutschland sollten allerdings, empfiehlt die Gruppe um Aylward, schnellstm&ouml;glich ihre Ma&szlig;nahmen erweitern, um F&auml;lle von Covid-19 samt all ihren Kontakten aufzusp&uuml;ren und unter Quarant&auml;ne zu stellen. Alle Kranken mit atypischen Lungenentz&uuml;ndungen seien zu testen, au&szlig;erdem sollten bestehende &Uuml;berwachungssysteme f&uuml;r Atemwegserkrankungen auch auf den neuen Erreger testen. Das WHO-Team ruft Regierungen und Gesellschaften dazu auf, die neue Infektion mit allen zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln zu bek&auml;mpfen. Insbesondere m&uuml;sse die Bev&ouml;lkerung aufgekl&auml;rt werden, dass sie dazu beitragen muss, die Verbreitung des Virus einzud&auml;mmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/wie-china-das-neue-coronavirus-ausbremste\/1709842\">Spektrum.de<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Wie Taiwan den Covid-19-Ausbruch verhinderte &ndash; und die WHO davon nichts wissen will<\/strong><br>\nTaiwan h&auml;tte nach China eigentlich das Land mit den schlimmsten Epidemie-Ausma&szlig;en sein m&uuml;ssen. Doch der Inselstaat hat schnell und konsequent reagiert. (&hellip;)<br>\nAm 31. Dezember 2019 wurde die Weltgesundheitsorganisation &uuml;ber eine Welle von Lungenentz&uuml;ndungen unbekannter Ursache in Wuhan informiert. Schon an diesem Tag bestiegen die ersten Beamten aus Taipeh Flugzeuge, um Passagiere auf Direktfl&uuml;gen von Wuhan auf Fieber und Lungenentz&uuml;ndungssymptome zu untersuchen, noch bevor diese das Flugzeug in Taipeh verlassen konnten. Bereits am 5. Januar 2020 wurde begonnen, nach allen Personen zu suchen, die in den vorherigen 14 Tagen von Wuhan aus eingereist waren und zum Zeitpunkt der Einreise Fieber oder Symptome einer Infektion der oberen Atemwege hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/coronavirus-erfolgreich-bekaempft-wie-taiwan-den-covid-19-ausbruch-verhinderte-und-die-who-davon-nichts-wissen-will\/25613942.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona und Pflege: ackern, bis Du Fieber kriegst! Pflegende als Dritte-Klasse-B&uuml;rger<\/strong><br>\nVor einhundert Jahren starben Pflegende zumeist an Infektionen. Konnte man nichts machen. Gab ja noch keine Antibiose und &uuml;berhaupt: sich opfern war der h&ouml;chste Wert. Bis heute kursieren Anekdoten, Florence Nightingale soll einmal ein gl&uuml;hendes Ofenrohr mit ihren Armen aufgefangen haben, damit es nicht auf einen Arzt f&auml;llt. N&auml;chstenliebe.<br>\nWarum nur ist Pflege so unattraktiv hat man sich in den letzten Jahren gefragt. Man hat leider nur sich gefragt und nie die Pflegenden, sonst w&auml;re es vielleicht zu Ergebnissen gekommen.<br>\nNun ist da Corona. Und &ndash; ja, wer H&Auml;TTE das gedacht ?- die Personalausstattung reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf zu decken. Ist Pflege also systemrelevant? Ei guck. Aber die Kliniken haben da eine gute Idee. So verk&uuml;ndete heute die Charit&eacute;, dass sie die Empfehlungen des RKI aussetzen wolle. Man k&ouml;nne sonst die Versorgung der Kranken nicht gew&auml;hrleisten. Es sei, so Drosten, notwendig, dass das RKI seine Empfehlungen nach und nach der Realit&auml;t anpasse.<br>\nOB EUCH DER HUT BRENNT, HAB ICH GEFRAGT!!!!??<br>\nWeshalb haben Kliniken nicht nach und nach mal die Personalsituation der Realit&auml;t angepasst?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/mypflegephilosophie.com\/2020\/03\/06\/corona-und-pflege-ackern-bis-du-fieber-kriegst-pflegende-als-dritte-klasse-burger\/?fbclid=IwAR2iwdwRnjkJFr99t2CxOZqIlLqNBSgyhJAZVkE6LOTusURcWU5q7HDej7Y\">Pflegephilosophie<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Charit&eacute;-Chefvirologe f&uuml;rchtet Corona-Welle im Herbst<\/strong><br>\nCharit&eacute;-Chefvirologe Christan Drosten hat vor einer verheerenden Corona-Welle nach dem Sommer gewarnt und fordert die sofortige Aufstockung der Intensivbetten. &bdquo;Im Herbst wird es kritisch, das ist klar. Dann wird es in den Kommunen zahllose unerkannte F&auml;lle geben, weil die Gefahr im Sommer aus dem Blick ger&auml;t&ldquo;, sagte der Direktor der Charit&eacute;-Virologie der &bdquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&ldquo; (NOZ).<br>\nDie Ansteckungsgefahr steige dramatisch. &bdquo;Ich erwarte dann eine schlagartige Zunahme der Corona-F&auml;lle mit schlimmen Folgen und vielen Toten.&ldquo; &bdquo;Wir m&uuml;ssen jetzt mit Hochdruck mehr Kapazit&auml;ten an Intensivbetten schaffen, sonst wird es zu schwierigen Entscheidungen kommen&ldquo;, verlangte Drosten. Zwar gebe es in Deutschland 28.000 Intensivbetten, erkl&auml;rte Drosten weiter. Diese seien aber zu &uuml;ber 80 Prozent belegt und k&ouml;nnten nicht in ausreichender Zahl frei gemacht werden. [&hellip;]  Mit Blick auf Aussagen, Deutschland sei bestens ausger&uuml;stet, sagte der Charit&eacute;-Virologe: &bdquo;Es ist nicht mehr angebracht, die Lage zu verharmlosen. Wir stehen vor einer bislang nicht gekannten Bedrohungslage und k&ouml;nnen nicht absehen, was das bedeutet. Wir haben jetzt noch etwas Zeit f&uuml;r Planungen und Investitionen, die wir nicht vertr&ouml;deln d&uuml;rfen. Wir m&uuml;ssen verdammt aufpassen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.oldenburger-onlinezeitung.de\/nachrichten\/charite-chefvirologe-fuerchtet-corona-welle-im-herbst-35274.html\">Oldenburger Onlinezeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Intensivbetten sind das Eine. &bdquo;Dummerweise&ldquo; kann man die Zahl dieser Betten binnen weniger Monate jedoch kaum erh&ouml;hen, da es gar nicht ausreichend geschultes Personal gibt. Schon heute fehlt medizinisches Fachpersonal an allen Ecken und Enden. Der Raum f&uuml;r Reserven ist dadurch de facto kaum vorhanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Im Herzen der Justizfarce<\/strong><br>\nAls Julian Assange hereingef&uuml;hrt wird, gr&uuml;&szlig;t er mich mit der erhobenen linken Faust. Ich gr&uuml;&szlig;e zur&uuml;ck (&hellip;)<br>\nSein Verteidiger Fitzgerald beantragt, dass Assange aus dem Glask&auml;fig gelassen wird, er sei &bdquo;ein sanfter Mann von intellektueller Natur, und es gibt keinen Grund, warum er nicht w&auml;hrend der Anh&ouml;rung bei uns sitzen und mit uns kommunizieren sollte&ldquo;. Selbst der US-Ankl&auml;ger hat nichts dagegen, trotzdem weist die Richterin den Antrag ab. Die Beobachter sind fassungslos. Selbst Beate Zsch&auml;pe durfte ihrem Prozess zusammen mit ihren Anw&auml;lten folgen, selbst Kriegsverbrecher aus den Jugoslawienkriegen in Den Haag. Wenn in Europa Kriegsverbrecher besser behandelt werden als einer, der Kriegsverbrechen aufgedeckt hat, dann ist das ein Albtraum.<br>\nIm weiteren Verlauf gelingt es den Anw&auml;lten, alle Punkte der Anklage zu entkr&auml;ften. Doch bei mir will sich kein Optimismus einstellen. Juristische Argumente scheinen hier zweitrangig zu sein. Am letzten Abend der Verhandlung treffe ich Assanges Anw&auml;ltin Jennifer Robinson, die ich seit 2011 kenne. Sie best&auml;tigt mir, dass beide Seiten bereit sind, durch alle Instanzen der britischen Gerichtsbarkeit zu gehen &ndash; was drei bis vier Jahre dauern kann.<br>\nWird Julian Assange das unter den jetzigen Haftbedingungen &uuml;berleben k&ouml;nnen? Seine Verteidiger haben klargemacht, dass die psychiatrischen Gutachten von einem Suizidrisiko ausgehen, solle er an die USA ausgeliefert werden.<br>\nWas bleibt uns, um sein Leben und unsere Pressefreiheit zu retten? Proteste reichen nicht mehr &ndash; Assange braucht jetzt die Hilfe aller, die 2010 von seinen Enth&uuml;llungen profitiert haben: New York Times, Guardian, El Pais, Le Monde und Spiegel m&uuml;ssen fordern, ihn sofort freizulassen &ndash; es bedarf einer gro&szlig;en konzertierten Aktion der m&auml;chtigsten Zeitungen der Welt. Denn es geht auch um ihre Freiheit. Free Press! Free Assange!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/im-herzen-der-justizfarce\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> F&uuml;r die NachDenkSeiten berichtet Moritz M&uuml;ller auch vor Ort &uuml;ber das Gerichtsverfahren. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58981\">Ein Res&uuml;mee der Anh&ouml;rung zu Assange in London<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58383\">Verfolgung von Assange. Ein Ausrutscher oder systemtypisch?<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Simulierter Journalismus<\/strong><br>\nVon einer umfassenden Berichterstattung waren deutsche Medien in der ersten Woche der Anh&ouml;rungen zur Auslieferung von Julian Assange weit entfernt. Statt authentischen Schilderungen der Auseinandersetzung im Gerichtssaal pr&auml;sentierte man eine Fassade von Journalismus &ndash; zusammenkopiertes Halbwissen, vorgetragen in selbstbewusstem Tonfall. (&hellip;)<br>\nBeunruhigend ist, dass diese Vorg&auml;nge in den Leitmedien nicht einmal ansatzweise reflektiert werden und die meisten Kollegen dort sich weiterhin f&uuml;r gro&szlig;artige und kenntnisreiche Journalisten halten, die die &Ouml;ffentlichkeit &bdquo;aufkl&auml;ren&ldquo; &ndash; eine tragische Selbstt&auml;uschung.<br>\nEine direkte und sachkundige Berichterstattung aus erster Hand ist fast vollst&auml;ndig verschwunden und wird allenfalls von kleinen &bdquo;Alternativmedien&ldquo; und Blogs geleistet &ndash; die vom Mainstream dann gern als &bdquo;unseri&ouml;s&ldquo; abgekanzelt werden. In den USA ist das etwa Kevin Gosztola, in Deutschland berichten &uuml;ber die Assange-Hearings aktuell die NachDenkSeiten sowie die Theaterregisseurin (!) Angela Richter, die den Prozess, genau wie Gosztola und Murray, vor Ort in London beobachtet und ihre Eindr&uuml;cke in Jakob Augsteins Wochenzeitung Freitag ver&ouml;ffentlichen kann. Sie schrieb zuletzt:<br>\n&bdquo;Es gibt hier nur 24 Pl&auml;tze f&uuml;r Journalisten und 16 f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit, deshalb war ich bereits im Morgengrauen gekommen. Die italienische Journalistin Stefania Maurizi stand schon am Eingang. Sie hat, als einzige Vertreterin der Presse &uuml;berhaupt, die Verfahrensdokumente des Assange-Falles aus Schweden (hier ging es um den Vorwurf der Vergewaltigung) angefordert und erhalten. Damit hat sie dem UN-Sonderbeauftragten f&uuml;r Folter, Nils Melzer, genaue Akteneinsicht erm&ouml;glicht.&ldquo;<br>\nDas hei&szlig;t: Die Tatsache, dass zumindest ein kleiner Teil der &Ouml;ffentlichkeit inzwischen, vermittelt &uuml;ber Nils Melzer, erfahren konnte, mit welch illegalen Methoden der Vergewaltigungsvorwurf von den schwedischen Beh&ouml;rden konstruiert wurde (was bei der Tagesschau immer noch nicht angekommen ist), verdankt sich der privaten Initiative einer italienischen Journalistin.<br>\nAnders gesagt: Die tats&auml;chliche &Uuml;bermittlung der Wahrheit in diesem Fall liegt in den H&auml;nden einer winzigen Gruppe von Engagierten aus verschiedenen L&auml;ndern, die nur ausnahmsweise im Mainstream Geh&ouml;r finden. Das ist der Zustand der Medien 2020.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/simulierter-journalismus\">Multipolar<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Alle sind tot&ldquo;<\/strong><br>\nSeit Mitternacht gilt eine Waffenruhe in Idlib. Bringt sie Rettung f&uuml;r die Eingeschlossenen? Bewohner, &Auml;rzte und Helfer berichten aus dem Chaos. (&hellip;)<br>\nIdlib ist die gr&ouml;&szlig;te Stadt der gleichnamigen Region im Nordwesten Syriens, der letzten Provinz, die von Aufst&auml;ndischen kontrolliert wird. Von S&uuml;den und Osten versuchen die Truppen des Regimes, unterst&uuml;tzt von der russischen Luftwaffe, auch diese Region zur&uuml;ckzuerobern. In den vergangenen Wochen haben sie gro&szlig;e Gel&auml;ndegewinne erzielt. Von Idlib-Stadt sind es noch 30 Kilometer nach Norden bis zur t&uuml;rkischen Grenze &ndash; die jedoch unpassierbar ist, weil Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan keine weiteren Fl&uuml;chtlinge aufnehmen will.<br>\nAuf der verbliebenen, immer kleiner werdenden Fl&auml;che der Aufst&auml;ndischen dr&auml;ngen sich mittlerweile drei Millionen Menschen. Das Regime betrachtet sie als Landesverr&auml;ter &ndash; ausdr&uuml;cklich auch die Zivilisten, die Frauen und Kinder. &bdquo;Sollte man uns in die H&auml;nde kriegen, werden sie uns massakrieren&ldquo;, sagt Huda Khayti, die Frau am Telefon. &bdquo;Daran habe ich keine Zweifel.&ldquo; Der Kampf um Idlib k&ouml;nnte das letzte Kapitel des syrischen B&uuml;rgerkrieges werden. Es k&ouml;nnte auch eines der grausamsten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/aus-der-hoelle-von-idlib-alle-sind-tot\/25615208.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder ein sch&ouml;nes Propagandast&uuml;ck, nach der inzwischen bekannte Masche gestrickt, das Leid der Zivilbev&ouml;lkerung in drastischen Farben zu schildern, aber mit keinem Wort die geostrategischen Ursache des Schreckens zu nennen. Zumindest wird einmal erw&auml;hnt, dass das Gros der K&auml;mpfer in Idlib aus dschihadistischen Terrormilizen besteht und diese die &ldquo;moderaten Aufst&auml;ndischen&rdquo; gezielt aufgerieben haben. Allerdings geht das alles letztendlich nur auf einen teuflischen Plan Assads zur&uuml;ck, alle Terrork&auml;mpfer an einem Ort zu konzentrieren und dann auf einem Schlag zu vernichten (wobei dies, ohne zynisch erscheinen zu wollen, aus einer reinen milit&auml;rischen Perspektive kein schlechter Plan zu sein scheint). Der aber selbst verst&auml;ndlich nur durch die Unterst&uuml;tzung der Russen aufgehen kann. Fazit: Der Russe ist schuld! <\/em><\/p>\n<p><em>Wobei &ldquo;moderat&rdquo; das neuste Bullshit-Wort der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zu sein scheint, das aktuell auch im US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf angewendet wird in dem man z.B. den &ldquo;moderaten&rdquo; Joe Biden gegen den &ldquo;radikalen&rdquo; Bernie Sanders stellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fehlendes Finanzwissen<\/strong><br>\nFrauen verdienen, investieren &ndash; und haben trotzdem weniger Geld. Finanzcoaching f&uuml;r Frauen ist ein florierendes Gesch&auml;ftsmodell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Geldanlagen-fuer-Frauen\/!5666002\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; Aktiensparen und Finanzberatung im Handelsblatt oder in der FAZ beworben werden, ist nicht erstaunlich &ndash; in der taz aber irgendwie vielleicht schon. W&auml;ren hier zum Frauentag zum x-ten Mal der Lohnr&uuml;ckstand bei den Frauen und die niedrigen Renten beklagt worden, dann h&auml;tte ich das verstanden und doch auch die Eigenverantwortung bei den Frauen gesehen, die zuverl&auml;ssig diejenigen Parteien w&auml;hlen (vor allem Union, SPD, Gr&uuml;ne und FDP), die sich aktiv f&uuml;r niedrige L&ouml;hne und Rentenk&uuml;rzungen einsetzen. Da&szlig; aber eine sich als links verstehende Zeitung nicht f&uuml;r deutlich h&ouml;here L&ouml;hne und h&ouml;here Renten wirbt, sondern f&uuml;r hohe Renditen aus Aktien, da bin ich doch etwas von den Socken. Das Wissen, da&szlig; Aktien Unternehmensgewinne bewerten und hohe Renditen f&uuml;r mehr Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft stehen, scheint verloren gegangen zu sein &ndash; oder war m&ouml;glicherweise bei der Autorin, Wirtschaftsredakteurin der taz, noch nie vorhanden. Da&szlig; der Aktienhandel im Gegensatz zur gesetzlichen Rente mit hohen Geb&uuml;hren daherkommt, wird zwar erw&auml;hnt, aber nicht besonders problematisiert. Da hilft wohl nur ein guter Anlageberater &ndash; oder, f&uuml;r die Autorin, ein Grundkurs in Volkswirtschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Wir sind froh, dass wir sie haben&ldquo;<\/strong><br>\nAntje von Dewitz k&auml;mpft daf&uuml;r, dass Gefl&uuml;chtete mit Arbeitsvertrag nicht abgeschoben werden. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Engagement und Gesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Unternehmerin-ueber-Gefluechtete-mit-Job\/!5666074\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie so oft, muss man hier alle Seiten sehen. Ja, f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge ist es ein gro&szlig;er Fortschritt, Arbeit zu haben und integriert zu sein, und ja, die Unternehmer haben daf&uuml;r sicher Kosten und M&uuml;hen auf sich genommen. Aber gleich gibt es ein paar Einw&auml;nde: wie die Unternehmerin selber zugibt, k&ouml;nnen ggf. &ldquo;Unternehmer mittels Arbeitsvertrag entscheiden, wer im Land bleiben darf und wer nicht&rdquo;. Zum Einen muss diese Entscheidung aber immer noch der Politik &uuml;berlassen bleiben (auch wenn sie falsch sein mag, aber nur die Politiker sind demokratisch legitimiert); und zum Anderen kann man sich in etwa ausmalen, wie biegsam und angepasst sich eine ausl&auml;ndische Arbeitskraft gegen&uuml;ber dem Arbeitgeber verhalten wird, wenn das eigene Schicksal an so einem Arbeitsvertrag h&auml;ngt.   Arbeitsrechte oder die Forderung nach h&ouml;heren L&ouml;hnen kommen sicher ganz schnell unter die R&auml;der. Und insgesamt ist die ganze Argumentation der Unternehmerin f&uuml;r mich nicht nachzuvollziehen: ja, die Arbeitslosigkeit in Baden-W&uuml;rttemberg ist niedrig, <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Navigation\/Statistik\/Statistik-nach-Regionen\/Politische-Gebietsstruktur\/Baden-Wuerttemberg-Nav.html\">aber mit 4,8% im Februar 2020<\/a> immer noch weit von Vollbesch&auml;ftigung entfernt. Im Artikel wird zum x-ten Mal ein &ldquo;[M]angel[&hellip;] [] an Arbeitskr&auml;ften f&uuml;r einfache anzulernende T&auml;tigkeiten&rdquo; beklagt, angeblich bundesweit (die beiden Niedrigstlohnl&auml;nder Sachsen und Sachsen-Anhalt werden zum Beweis aufgef&uuml;hrt). Gleichzeitig wird behauptet, Deutschland fehlten die Fachkr&auml;fte (<a href=\"https:\/\/taz.de\/Mehr-Fachkraefte-aus-dem-Ausland\/!5650840\/\">je nach Statistik oder Gusto werden 400.000<\/a> oder gleich 1,4 Millionen genannt). Angesichts von <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2020\/\">3,3 Millionen offiziell arbeitslosen Menschen in Deutschland<\/a> muss ich dann aber die logische Frage stellen: wenn diese Arbeitslosen keine Fachkr&auml;fte sind und keine Ungelernten, was sind sie denn dann? Aliens, oder zu nichts zu gebrauchen? Und warum kann die Unternehmerin f&uuml;r &ldquo;handwerklich produzierende T&auml;tigkeiten&rdquo; aus dem gro&szlig;en Pool von &uuml;ber 3 Millionen (offiziell) und sicher &uuml;ber 4 Millionen (real) arbeitslosen Menschen keinen anwerben? Geht es nicht wieder zum x-ten Mal um *besonders niedrig bezahlte* Arbeitskr&auml;fte? Mir kann niemand erz&auml;hlen, da&szlig; man f&uuml;r, sagen wir, 3.500 Euro Monatslohn keinen N&auml;her f&uuml;r Outdoorbekleidung findet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Auml;rzte bekommen 6,5 Prozent mehr Gehalt<\/strong><br>\nMehr Geld und bessere Arbeitszeiten: In den z&auml;hen Tarifverhandlungen f&uuml;r das Personal an den Unikliniken ist es zu einer Einigung gekommen &ndash; mit guten Nachrichten f&uuml;r die Mediziner.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/unikliniken-aerzte-bekommen-6-5-prozent-mehr-gehalt-a-1385ffcc-b2cd-4dc0-ba87-be363223de7d\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich bin bei dieser Art Meldungen inzwischen sehr mi&szlig;trauisch geworden &ndash; und wieder einmal zu Recht. Fake News. Wie im Text ausgef&uuml;hrt wird, erhalten die &Auml;rzte die 6,5 Prozent nicht, wie man spontan annehmen k&ouml;nnte, als Gehaltserh&ouml;hung f&uuml;r ein Jahr (12 Monate), sondern &uuml;ber 33 Monate verteilt. &ldquo;Die Gewerkschaft sprach nach zweit&auml;gigen Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder von einem &ldquo;respektablen Gesamtergebnis&rdquo;.&rdquo; &ndash; So kann man das sehen, oder vielleicht muss man, wenn man als Gewerkschaft seine Existenzberechtigung herausstreichen will &ndash; aber f&uuml;r mich ist das Ergebnis eine Schande. &Auml;rzte in Deutschland sind nicht nur wichtig, sondern m. E. deutlich unterbezahlt (auch erkennbar an der hohen Auswanderungsquote), und wenn hier Jahr f&uuml;r Jahr zum 1. Oktober die Geh&auml;lter um l&auml;cherliche 2,0 Prozent (gut, am 1. Oktober 2019 r&uuml;ckwirkend um 2,5 Prozent) steigen, also gerade um den Wert der Zielinflationsrate der EZB &ndash; ohne Ber&uuml;cksichtigung des Produktivit&auml;tszuwachses, ohne Ber&uuml;cksichtigung des hohen Lohnr&uuml;ckstands in Deutschland &ndash; dann ist das ultrapeinlich und volkswirtschaftlich sch&auml;dlich. Zugegeben, die &Auml;rzte haben sich auch mehr freie Wochenenden und bessere Planbarkeit der Arbeitszeiten erk&auml;mpft, sicher wichtig und in Geld nicht aufzuwiegen, aber meiner Meinung nach gen&uuml;gt das hinten und vorne nicht. Und wenn als Vertragspartner die Tarifgemeinschaft deutscher L&auml;nder fungiert, also die &ouml;ffentliche Hand, ist das Ergebnis umso schlimmer zu bewerten. Nicht nur sollte dem Staat mehr an seinen wichtigen Angestellten *und* an einer besseren Entwicklung der binnenwirtschaftlichen Nachfrage gelegen sein, sondern angeblich <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-schwarze-null-muss-kippen-oder-nicht-eigentlich-schwimmt-der-bund-im-geld\/25274438.html\">&ldquo;schwimmt doch der Staat in Geld&rdquo;<\/a>, sodass bei jeder sich bietenden Gelegenheit von <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article187044612\/Steuersenkungen-Warum-jetzt-die-Zeit-dafuer-ist.html\">FDP<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/union-fordert-steuersenkungen-cdu-erhoeht-den-druck-auf-scholz-16602041.html\">Union<\/a> und inzwischen der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/06\/sozialabgaben-steuersenkungen-geldpolitik-einkommen\">SPD<\/a> und sogar der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/spitzensteuersatz-einkommen-brutto-1.4762637\">Linken<\/a> massive Steuergeschenke f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen und Bestverdiener gefordert werden. F&uuml;r massive Steuergeschenke soll ohne Ende Geld da sein, f&uuml;r die Angestellten angeblich nicht, und der Marburger Bund schluckt das so &ndash; einfach nur peinlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klimaneutralit&auml;t: Ein dreister &Ouml;kobluff<\/strong><br>\nIn Zeiten der heraufziehenden Klimakatastrophe fragt man sich gelegentlich, ob man selber, die Mitwelt oder gar beide sich in einem Zustand akuter Schizophrenie befinden. Blickt man auf die Stra&szlig;e, sieht man immer mehr und gr&ouml;&szlig;ere Autos und viele Autobahnen werden ausgebaut. Geht man im Wald spazieren, sieht man Kahlschl&auml;ge, die einem vom F&ouml;rster als d&uuml;rrebedingt erkl&auml;rt werden. Schaut man in den Himmel, sieht (und h&ouml;rt) man immer mehr Flugzeuge, eigentlich keine &Uuml;berraschung, wird doch nicht nur der Flughafen Rhein\/Main emsig ausgebaut.<br>\nGleichzeitig h&ouml;rt man st&auml;ndig Jubelbotschaften &ouml;kologischen Fortschritts: die gesamte EU soll in Zukunft (nun gut: bis 2050) klimaneutral werden, der Dax bekommt eine gr&uuml;ne Variante und viele Unternehmen, die expandieren und ungebremst Gewinne aussch&uuml;tten, Finanzinstitute, Fonds und Indizes schm&uuml;cken sich mit den drei neuen Schl&uuml;sselbuchstaben ESG (E = Ecological, S = Social, G = Governance). Ganz zu schweigen von all den Unternehmen und Organisationen, die von gestern auf heute vorgeben, pl&ouml;tzlich klimaneutral zu sein.<br>\nIch wundere mich. Kann denn beides gleichzeitig stimmen: das Weiterlaufen der expandierenden Megamaschine wie gehabt und die neue Melodie Es gr&uuml;nt so gr&uuml;n wenn ESG-Bl&uuml;ten bl&uuml;hen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/oekologie\/klimaneutralitaet-oekobluff\/\">Helge Peukert auf &bdquo;Geld und mehr&ldquo;<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie lange verdr&auml;ngte der Bundestag die Klimakrise?<\/strong><br>\nDie kurze Antwort ist: Bis heute.<br>\nF&uuml;r die ausf&uuml;hrliche Antwort kann man sich durch diese umfangreiche SZ-Datenrecherche scrollen, in der auf Grundlage der Bundestagsprotokolle rekonstruiert wurde, seit wann und in welcher Form &uuml;ber Klimawandel gesprochen wird.<br>\nAls Bundeskanzler Helmut Schmidt am 4. Juli 1979 in Bonn ans Redepult des Deutschen Bundestages tritt, steht er noch unter dem Eindruck des Wirtschaftsgipfels in Tokio.<br>\nWas Schmidt den Bundestagsabgeordneten von dem Treffen mitbringt, sind Formulierungen wie diese: &bdquo;In den letzten drei Jahrzehnten haben sich die Emissionen an Kohlendioxid auf der ganzen Welt verdreifacht.&ldquo;<br>\nEs ist eine der ersten Debatten des Bundestages, in denen es um den Klimawandel geht, auch wenn ihn noch keiner so nennt. Der Aussto&szlig; von Treibhausgasen durch die Menschheit f&uuml;hrt zu einer beschleunigten Erhitzung der Erde: Dass dieser Zusammenhang besteht, hat die Wissenschaft damals l&auml;ngst belegt. Die &bdquo;m&ouml;glichen Konsequenzen f&uuml;r das Klima&ldquo; seien &bdquo;noch nicht sicher abzusch&auml;tzen&ldquo;, sagt Schmidt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/wie-lange-verdrangte-der-bundestag-die-klimakrise\">piqd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Die globalen Emissionen sind weiter gestiegen&ldquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r den Schutz des Klimas wurde Photovoltaik ausgebaut, H&auml;user wurden ged&auml;mmt, Elektroger&auml;te effizienter. Das K&ouml;lner New Climate Institute zieht dennoch eine kritische Bilanz der Ma&szlig;nahmen der letzten zehn Jahre. Gemessen an den Pariser Klima-Zielen sei zu wenig passiert, sagte Institutsleiter Niklas H&ouml;hne im Dlf.<br>\nEuropa soll bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden &ndash; ein gro&szlig;es Ziel f&uuml;r die Zukunft. Wie es in den vergangenen zehn Jahren weltweit um den Klimaschutz bestellt war, das hat ein internationales Forschungsteam jetzt im Fachmagazin Nature zusammengefasst. Niklas H&ouml;hne, Professor f&uuml;r Klimaschutz an der Universit&auml;t Wageningen und Leiter des NewClimate Institute in K&ouml;ln, ist einer der Autoren des Nature-Kommentars.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zehn-jahre-klimaschutz-die-globalen-emissionen-sind-weiter.676.de.html?dram:article_id=471827\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Gefahrenherde im Klimawandel<\/strong><br>\nNeue &ouml;kologische und technologische Gefahren untersuchen Wissenschaftler in Cambridge. Die gr&ouml;&szlig;ten Risiken bergen Klimawandel, zusammenbrechende &Ouml;kosysteme, Aufr&uuml;stung, neue Gentechnik, k&uuml;nstliche Intelligenz und Geoengineering. Solche brisanten Gefahren d&uuml;rfen nicht ignoriert werden. (&hellip;)<br>\nDie &ouml;kologisch beunruhigendste Form ist die &ldquo;Gene Drive&rdquo;-Methode, die zur gezielten Ausrottung von Tierarten f&uuml;hren kann. Die Methode besteht im Kern darin, Gene oder Gen-Fehlstellen, die typischerweise nur auf einem von zwei homologen Chromosomen-Str&auml;ngen vorkommen, auf den anderen Strang zu kopieren. So kann die Ausbreitung auch t&ouml;dlicher Defekte herbeigef&uuml;hrt werden.<br>\nWas vordergr&uuml;ndig positiv begr&uuml;ndet wird, zum Beispiel mit der M&ouml;glichkeit, die Malariam&uuml;cke gentechnisch auszumerzen, ist bei genauerem Hinsehen zwiesp&auml;ltig. So spielt die Malaria&uuml;bertragung im Leben dieser M&uuml;cke kaum eine Rolle, aber ihre &ouml;kologische Funktion ist sehr umfangreich, etwa als Nahrung f&uuml;r Fische und Amphibien.<br>\nDas Pentagon interessiert sich f&uuml;r solche Technologien. Nicht auszuschlie&szlig;en ist die Verwendung von Gene Drive zur Sch&auml;digung oder sogar Ausrottung von missliebigen Menschengruppen. Das naive Herumhantieren mit dieser Technologie ist schlicht unverantwortlich.<br>\nDas CSER hat auch die Risiken k&uuml;nstlicher Intelligenz beschrieben. Eine m&ouml;gliche Superintelligenz wird beispielsweise schnell merken, dass der Mensch eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r ihre Existenz ist. Also wird sie versuchen, ebendiese Gefahr auszuschalten. Und dann m&uuml;ssen wir bef&uuml;rchten, dass sich diese k&uuml;nstliche Intelligenz Zugriff zu Massenvernichtungswaffen verschafft. Wer kann dann noch Sicherheit f&uuml;r die Menschheit garantieren?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/gesellschaft\/neue-gefahrenherde-im-klimawandel\">Ernst Ulrich von Weizs&auml;cker in klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die neueste Geheimniskr&auml;merei des Andreas Scheuer<\/strong><br>\nEntgegen den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag h&auml;lt der Verkehrsminister Unterlagen zum privaten Autobahnbau geheim &ndash; obwohl die Firmen die Publikation erlauben. Die Opposition fragt sich, was verschleiert werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article206384733\/Privater-Autobahnbau-Scheuers-neueste-Geheimniskraemerei.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ganze Verhalten von Scheuer ist weiterhin unglaublich. Wenn er meint, da&szlig; &Ouml;PP g&uuml;nstiger kommt als Bau und Betrieb in staatlicher Verantwortung, dann kann er das doch anhand der Unterlagen darstellen. &Uuml;berhaupt bleibt f&uuml;r mich unklar, auf welcher Basis der Bundestag solche Projekte beschlie&szlig;en soll, wenn keine (vergleichende) Wirtschaftlichkeitsuntersuchung pr&auml;sentiert wird &ndash; oder soll und darf der Bundestag solche Projekte &uuml;berhaupt nicht beschlie&szlig;en, sondern werden die vom Bundesverkehrsministerium freih&auml;ndig vergeben? Und noch etwas f&auml;llt auf: sogar die gerne &ldquo;staatskritische&rdquo; WELT, die permanent die angeblich zu hohe Steuerlast beklagt, nennt die vielf&auml;ltigen Probleme beim privaten Autobahnbau: &ldquo;Anschubfinanzierung des Staates f&uuml;r die Betreiber&rdquo; (wozu gibt es so etwas und was soll das &ndash; staatliche Subventionen f&uuml;r Private???), &ldquo;Welche Renditen sind garantiert?&rdquo; (wieso werden einem privaten Betreiber Renditen *garantiert*, wo bleibt das unternehmerische Risiko? Und warum positive Rendite, wenn die Finanzierung durch den Staat kaum mehr als 0% Zinsen kostet? Unfassbar), &ldquo;Wer steht f&uuml;r welche Risiken gerade, und was passiert, wenn die Betreiberfirmen w&auml;hrend der Vertragslaufzeit pleitegehen?&rdquo; (Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren &ndash; wozu privat machen, wenn am Ende doch wieder der Staat haftet???), &ldquo;In welchem Zustand haben sie bei Vertragsende die Autobahnen dem Staat zu &uuml;bergeben, wie lange bestehen dann noch Gew&auml;hrleistungspflichten?&rdquo; (und wie ist wohl der Zustand und was sind die Gew&auml;hrleistungspflichten wert, wenn der Betreiber zwischendurch pleite gegangen ist???). Die ganze Autobahnprivatisierung ist ein einziges Schmierenst&uuml;ck der Korruption; warum macht der Bundestag dabei mit, warum gibt es keinen &ouml;ffentlichen Protest?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bundesminister Scheuer m&ouml;chte also weiterhin Pl&auml;ne zur Privatisierung umsetzen &ndash; und die SPD macht dabei vermutlich weiterhin mit. Bitte lesen Sie dazu erneut PKW-Maut &ndash; es geht nicht um die CSU, sondern um k&uuml;nftige <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">Privatisierungen in gro&szlig;em Ma&szlig;stab<\/a>. Daraus ein Zitat:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Bei der Maut geht es schlie&szlig;lich nur vordergr&uuml;ndig um eine Benutzungsgeb&uuml;hr f&uuml;r Autobahnen und Bundestra&szlig;en. Die elementare Funktion einer Maut liegt ganz woanders: Ohne Maut keine Privatisierung der Autobahnen. Zur Finanzierung privatisierter Fernstra&szlig;en sind automatische Einnahmen aus dem Mautsystem unerl&auml;sslich. Insofern ist das &bdquo;Ja!&ldquo; der SPD zur PKW-Maut wohl leider auch die Vorstufe zu einem &bdquo;Ja!&ldquo; zur Autobahn-Privatisierung.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Weg zur H&ouml;lle ist mit guten Vors&auml;tzen gepflastert! &ndash; Wie das Ausw&auml;rtige Amt den NVV retten will<\/strong><br>\nDer Nichtverbreitungsvertrag von Kernwaffen (NVV) wird 50 Jahre alt. Komplett atomar abger&uuml;stet hat &ndash; trotz hehrer Versprechen &ndash; in dieser Zeit keine Atommacht. Nun will das Ausw&auml;rtige Amt mit einer imposanten Erkl&auml;rung die nukleare Abr&uuml;stung vorantreiben.<br>\nJe intensiver aufger&uuml;stet wird, desto mehr ist bekanntlich von Abr&uuml;stung die Rede. Bertolt Brecht hatte das bereits in den Drei&szlig;iger Jahren zu einem zynischen Zweizeiler inspiriert:<br>\nDie Oberen reden vom Frieden &ndash;<br>\nKleiner Mann, mache Dein Testament!<br>\nDies gilt selbstverst&auml;ndlich auch f&uuml;r die Gegenwart: Nie wurden von offizieller Seite mehr Valiumpillen f&uuml;r das Volk verabreicht als voriges Jahr w&auml;hrend der letzten sechs Monate bis zum endg&uuml;ltigen Exitus des INF-Vertrages! Man sollte also skeptisch sein, wenn, wie am 25. Februar, auf der Homepage von Heiko Maas&lsquo; Ausw&auml;rtigem Amt die Deklaration einer &ndash; zuvor noch nie geh&ouml;rten &ndash; &bdquo;Stockholm-Initiative&ldquo; zum 50. Jahrestag des Nichtverbreitungsvertrags von Kernwaffen (NVV) mit dem blumigen Untertitel &bdquo;Nukleare Abr&uuml;stung vorantreiben &ndash; unsere Zukunft sichern&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wird. Altmodisches Papier und neueste digitale Medien verf&uuml;gen schlie&szlig;lich &uuml;ber eine Engelsgeduld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/98968-weg-zur-holle-ist-mit\/\">Leo Ensel auf RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Ausverkauf des Internets<\/strong><br>\nDer Verkauf von .org wirkt wie ein Verschw&ouml;rungskrimi voller seltsamer Zuf&auml;lle, Korruption und zwielichtiger Gestalten. Hinzu kommen Intransparenz und Widerspr&uuml;che.<br>\nJe mehr neue Informationen zu dem Verkauf der .org-Domain &ouml;ffentlich werden, desto mehr erinnern die Vorg&auml;nge an den Ausverkauf wichtiger Ressourcen im post-sozialistischen Ostblock, bei dem sich einige Oligarchen auf Kosten aller bereicherten, oder an eine schmierige Mafia-Aff&auml;re an der US-Ostk&uuml;ste, inklusive Schweigekartell vieler wichtiger Mitwisser und Entscheider. Die Vorg&auml;nge bieten auch genug Inhalt, um noch &uuml;ber Jahre hinweg f&uuml;r Spekulationen herhalten zu k&ouml;nnen.<br>\nWorum geht es? Zwei der wichtigsten Organe des Internets, die Icann und die gemeinn&uuml;tzige ISOC, verkaufen ohne ersichtlichen Grund und mit fadenscheinigen Argumenten die .org-Domain. Beteiligt sind nur eine Handvoll Personen, auf Kritik wird nicht eingegangen.<br>\nEin Allgemeingut wird kommerzialisiert<br>\nDas Brisante daran: Die .org-Domain dient fast ausschlie&szlig;lich zur Kennzeichnung gemeinn&uuml;tziger Vereine und wird auch von vielen Open-Source-Projekten genutzt. Hinzu kommt, dass die .org-Verwalter der Public Interest Registry (PIR) nicht gewinnorientiert arbeiten, ebenso wenig die bisherigen PIR-Besitzer, die Internet Society (ISOC). Letztere soll explizit das offene Internet f&ouml;rdern und es allen zug&auml;nglich machen. Dieses Konstrukt ist im Jahr 2002 explizit so geschaffen worden. Die als Allgemeingut verstandene .org-Domain war einer der letzten Horte des noch nicht v&ouml;llig durchkommerzialisierten Internets.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/icann-und-isoc-der-ausverkauf-des-internets-1912-145340.html\">Golem<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Minister Scholz muss nachsitzen<\/strong><br>\nNachdem Olaf Scholz (SPD) bei seiner Befragung am Mittwoch im Finanzausschuss des Bundestages zum Thema Cum-Ex-Steuerklau im wesentlichen nichts gesagt hat, l&auml;dt ihn der Ausschuss jetzt noch einmal ein. Wie der Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi von der Linken mitteilte, solle die Sitzung am 25. M&auml;rz als &bdquo;VS-Geheim&ldquo; eingestuft werden, damit sich der Bundesfinanzminister und ehemalige Hamburger B&uuml;rgermeister nicht dauernd mit dem Steuergeheimnis herausreden k&ouml;nne. (&hellip;)<br>\nKonkret geht es um eine Forderung von 47 Millionen Euro an die Warburg-Bank aus Cum-Ex-Gesch&auml;ften, die die Finanzbeh&ouml;rde 2016 verj&auml;hren lie&szlig;. Die Beh&ouml;rde, die damals vom heutigen B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher (SPD) gef&uuml;hrt wurde, hat erkl&auml;rt, sie habe diese Forderung nicht rechtssicher eintreiben k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nSie verwahrte sich gegen den Vorwurf, sie sei politisch beeinflusst worden. Sie habe keine &bdquo;Billigkeitsl&ouml;sung&ldquo; vorgeschlagen, wie in der Presse vermutet wurde, und rechtlich gar nicht die M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen Vergleich mit der Bank gehabt.<br>\nDer Abgeordnete De Masi bezweifelt das und verweist darauf, dass Vergleiche in Form einer &bdquo;tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung&ldquo; zwischen der Bank und der Beh&ouml;rde sehr wohl m&ouml;glich seien. Voraussetzung daf&uuml;r ist, dass der Sachverhalt, der der Besteuerung zugrunde liegt, nur unter erschwerten Umst&auml;nden ermittelt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Cum-Ex-Steuerklau\/!5666045\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Hamburger B&uuml;rgermeister sowie sein Amtsvorg&auml;nger und derzeitige Bundesfinanzminister k&ouml;nnten Flecken auf ihrer scheinbar wei&szlig;en Weste bekommen. Aber nicht lediglich wegen dieser Sache ist die SPD gut beraten, Herrn Scholz nicht als Kanzlerkandidaten aufzustellen, wie es nun auch sein fr&uuml;herer Vorgesetzter, Ex-Kanzler Schr&ouml;der ins Spiel bringt und ihn (Scholz) als einen von <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/tipps-vom-altkanzler-schroeder-benennt-seine-fuenf-favoriten-fuer-die-spd-kanzlerkandidatur\/25616620.html\">f&uuml;nf Favoriten f&uuml;r die SPD-Kanzlerkandidatur<\/a> nennt. Ausschlaggebend f&uuml;r die Nichtbenennung zum Kanzlerkandidaten sollten insbesondere seine &ouml;konomische Inkompetenz, die er mehrfach herausgestellt hat &ndash; u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57608#h08\">bei den Themen Geldw&auml;sche<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59101#h04\">Finanztransaktionssteuer<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47007#h07\">H&ouml;he der &bdquo;Hartz-IV&ldquo;-Regels&auml;tze<\/a>. Herr Scholz war (bereits als Generalsekret&auml;r der SPD) und ist stets an der Seite der Arbeitgeber und Reichen in diesem Land. Zugleich h&auml;lt er die Schw&auml;chsten der Gesellschaft finanziell arm. Diese politischen &bdquo;Leistungen&ldquo; sind wohl kaum als sozialdemokratisch zu bezeichnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn der Hass regiert<\/strong><br>\nZwischen der Ausbreitung von Populismus und der Zunahme von Hasskriminalit&auml;t gibt es einen Zusammenhang. AfD-Politiker Bj&ouml;rn H&ouml;cke im Februar auf einer Pegida-Veranstaltung in Dresden.<br>\nGlobalisierung und technischer Fortschritt sind langfristig wirkende Kr&auml;fte, die wohl noch lange den Populismus n&auml;hren werden. Seine wirtschaftspolitischen Folgen lassen nichts Gutes ahnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/die-folgen-der-globalisierung-wenn-hass-regiert-16658020.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Herr Braunberger lenkt die Diskussion auf einen nebul&ouml;sen Nebenkriegsschauplatz namens Globalisierung. Er fragt n&auml;mlich nicht, woher &ldquo;die Globalisierung&rdquo; kommt. Die ist weder eine Naturkonstante noch unvermeidbar. Vielmehr ist sie das Ergebnis bewusster, konzertierter politischer Handlungen nationaler Politiker. Ganz oben stehen der Washington Consensus mit dem Wandel zu Privatisierung, Kommerzialisierung der Daseinsvorsorge, angeblich alternativlosen Reformen (Abbau von Sozialschutzleistungen, &ldquo;Flexibilisierung&rdquo; des Arbeitsmarktes), Steuersenkungen f&uuml;r Bessergestellte und Unternehmen und Freihandel. Alles Dinge, die auch ein Herr Braunberger in der Vergangenheit immer wieder als positiv und alternativlos beschrieben hatte. In 2014 negierte die FAZ sogar jeden Zusammenhang <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/-gqq-7l8w0\">zwischen Globalisierung und Ausbeutung\/Sozialabbau<\/a>. Seit Jahrzehnten erkl&auml;ren &ldquo;Experten&rdquo; und Politiker dem B&uuml;rger, dass Freihandel mit seinen komparativen Kostenvorteilen nach Riccardo irgendwie gut w&auml;re und alle reich mache. Dass diese komparativen Kostenvorteile eine volle Kapazit&auml;tsauslastung und vollst&auml;ndige Konkurrenz voraussetzen, verschweigen diese Experten geflissentlich, weil es dann weder Arbeitslosigkeit noch Handelsbilanzungleichgewichte geben d&uuml;rfte. Auch quasi marktbeherrschende Unternehmen wie Amazon oder Microsoft d&uuml;rfte es nicht geben. Und Innovationen g&auml;be es auch nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Uniter-Mitbegr&uuml;nder arbeitet jetzt bei der Kriminalpolizei<\/strong><br>\nWegen seines Engagements beim umstrittenen Verein Uniter wurde Verfassungssch&uuml;tzer Ringo M. schon im vergangenen Jahr versetzt. Nach SPIEGEL-Informationen hat er seit Kurzem einen neuen Posten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/rechte-szene-uniter-mitbegruender-arbeitet-jetzt-bei-der-kriminalpolizei-a-00000000-0002-0001-0000-000169828670\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das erinnert an die Missbrauchsf&auml;lle der katholischen Kirche, die die Beschuldigten nicht entlassen, sondern lediglich versetzt hatte. Offenbar schlie&szlig;en sich Beamtenstatus und Zugeh&ouml;rigkeit zum Verein Uniter nicht aus.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben mehrfach und kritisch auf den fragw&uuml;rdigen Verein Uniter hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu z.B. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57287#h11\">Uniter: Teil einer Schattenarmee in Deutschland?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=53471#h10\">Uniter im Auslandseinsatz<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50201#h18\">Hannibals Reisen<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kollektivstrafen zum &ldquo;Schutze&rdquo; eines Milliard&auml;rs &ndash; der DFB zeigt erneut sein wahres Gesicht<\/strong><br>\nwir Fans sind die Basis und die Seele des Fu&szlig;balls und wir lassen uns weder von Kollektivstrafen, noch von Spielunterbrechungen davon abhalten, f&uuml;r unsere Sache einzustehen.<br>\nWir fordern und erwarten daher:<br>\nKollektivstrafen abschaffen! Es wird Zeit, dass der DFB sein mittelalterliches Rechtsverst&auml;ndnis f&uuml;r alle Zeit hinter sich l&auml;sst und Kollektivstrafen nicht nur aussetzt, sondern seine Rechts- und Verfahrensordnung diesbez&uuml;glich &auml;ndert und damit das Instrument der kollektiven Bestrafung abschafft. Im gleichen Zuge erwarten wir die sofortige Aufhebung der gegen Borussia Dortmund ausgesprochenen Zuschauerausschl&uuml;sse.<br>\nDie wirklich h&auml;sslichen Gesichter des Fu&szlig;balls bek&auml;mpfen! Der Fu&szlig;ball ist kaputt. Wirtschaftliche Interessen werden hofiert, das System sorgt daf&uuml;r, dass reiche Clubs immer reicher werden, in den Verb&auml;nden steht Korruption an der Tagesordnung und um Menschenrechtsverletzungen schert man sich einen Dreck. Nicht erst seit den &bdquo;Football Leaks&ldquo;- Enth&uuml;llungen ist bekannt, dass Verb&auml;nde und Vereine sich an diesen Zust&auml;nden nicht st&ouml;ren &ndash; im Gegenteil, sie f&ouml;rdern sie sogar. Hier muss endlich gegengesteuert werden, sollte den Herren wirklich etwas am Fu&szlig;ball liegen!<br>\nWer nur am maximalen Profit orientiert ist, Werte deshalb nur zu seinem (Wettbewerbs-)Vorteil benennt und sich mit jahrelanger Kritik von Fans nicht ehrlich auseinandersetzt, macht sich l&auml;cherlich, wenn er sich als H&uuml;ter der Moral inszeniert. Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbr&uuml;che in Kauf nehmen.<br>\nFick dich DFB!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cc97.de\/kollektivstrafen-zum-schutze-eines-milliardaers-der-dfb-zeigt-erneut-sein-wahres-gesicht\/\">CC97<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.W.:<\/strong> Da h&auml;tten DFB und DFL auch drauf kommen k&ouml;nnen. Allerdings versuchten alle Profiteure absichtlich ein anderes Narrativ zu setzen (&ldquo;die wollen nur &hellip;. UNSEREN&hellip;..sch&ouml;nen Sport kaputt machen&rdquo;).<\/em><br>\nPech gehabt. Die Fanszene kann doch lesen und schreiben, obwohl man es ihnen Immer absprechen wollte. &ndash; Es geht voran&hellip;<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das Geschehen hat so gesehen durchaus etwas klassenk&auml;mpferisches, wenn man davon ausgeht, dass die harte Fanszene sich wohl eher aus der lohnarbeitenden Bev&ouml;lkerung rekrutiert und nicht aus dem akademisch gebildeten Juste Milieu, das zwar bei Rassismus im Fu&szlig;ballstadion sofort aufschreit aber beim Thema sozialer Ausgrenzung gelangweilt mit den Schultern zuckt. Und gab es das bisher, dass ein deutscher Superreicher in der &Ouml;ffentlichkeit direkt angegangen wird? Die Thematisierung pers&ouml;nlichen Reichtums ist in Deutschland ja mit einem absoluten Tabu behaftet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-59122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59122"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59125,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59122\/revisions\/59125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}