{"id":59181,"date":"2020-03-11T08:21:16","date_gmt":"2020-03-11T07:21:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181"},"modified":"2020-03-11T08:21:16","modified_gmt":"2020-03-11T07:21:16","slug":"hinweise-des-tages-3569","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h02\">Coronavirus: The Case for Canceling Everything<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h03\">Paris: Brutale Polizisten gegen Feministinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h04\">Die Herrschaft des Rechts an der EU-Au&szlig;engrenze?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h05\">Deutsche-Bank-Aktie st&uuml;rzt ab &ndash; Blackrock wettet auf Kursverfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h06\">Dicke Luft bei den deutschen Autobauern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h07\">Ein komplettes Blutbad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h08\">Volkswirt Flassbeck: &ldquo;Dieses Finanzkasino ist vollkommen sinnlos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h09\">Arbeiterbewegung von rechts?!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h10\">Lohndumping statt 35-Stunden-Woche: Ober&ouml;sterreich holt Pflegerinnen von den Philippinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h11\">Kipppunkte: Gro&szlig;e &Ouml;kosysteme kollabieren mit erh&ouml;hter Geschwindigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h12\">Private Wachleute vor Kasernen kosten j&auml;hrlich 430 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h13\">Deutschland: Per EU-Umweg zur Atommacht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h14\">Kickers W&uuml;rzburg, Felix Magath und die Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h15\">Narziss und Nazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h16\">Der Virus als Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h17\">Frauen in Lateinamerika: Im Kampf gegen Morde und rechte Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59181#h18\">Michail Gorbatschow: Zum Denkmal degradiert, als Warner ignoriert!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Der Krieg ist losgebrochen, die Schlachten sind erbarmungslos&rdquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Ich habe lange &uuml;berlegt und bin zum Schluss gekommen, dass Schweigen nicht richtig ist. Ich will versuchen, Menschen zu vermitteln, was wir in Bergamo w&auml;hrend dieser Pandemie-Tage erleben. Ich verstehe die Notwendigkeit, keine Panik zu erzeugen. Aber wenn die Tragweite dieser Situation nicht erkannt wird und sich Leute beschweren, dass sie nicht zum Fu&szlig;ball oder ins Fitnessstudio gehen k&ouml;nnen, schaudert es mich.<br>\nIch habe erstaunt verfolgt, wie das Krankenhaus w&auml;hrend der vergangenen Woche umstrukturiert wurde, als wir es noch nicht mit unserem aktuellen Feind zu tun hatten: Die Stationen leerten sich langsam, nichtdringliche T&auml;tigkeiten wurden unterbrochen, die Intensivstation ger&auml;umt, um mehr Platz f&uuml;r entsprechende Betten zu haben. Es entstand eine Stille und surreale Leere in den Korridoren des Krankenhauses. Wir warteten auf einen Krieg, der noch beginnen sollte und von dem viele wie auch ich nicht so sicher waren, dass er mit solcher Grausamkeit kommt. [&hellip;]<br>\nDie Tafeln mit den Namen der Patienten, mit unterschiedlichen Farben f&uuml;r die verschiedenen Einheiten, sind alle rot, und die Diagnose ist immer dieselbe: beidseitige Lungenentz&uuml;ndung.<br>\nUnd w&auml;hrend es in den sozialen Medien immer noch Menschen gibt, die sich r&uuml;hmen, keine Angst zu haben, und maulen, weil ihre normalen Lebensgewohnheiten &ldquo;vor&uuml;bergehend&rdquo; au&szlig;er Kraft gesetzt sind, findet die epidemiologische Katastrophe statt.<br>\nEs gibt jetzt hier keine Unterteilung mehr nach Chirurgen, Urologen und Orthop&auml;den &ndash; wir sind alle nur noch &Auml;rzte, die versuchen, diesen Tsunami zu bek&auml;mpfen, der auf uns herabst&uuml;rzt. Die Zahl der F&auml;lle steigt, mit 15 oder 20 neuen Patienten t&auml;glich aus dem gleichen Grund. Die Ergebnisse der Tests kommen einer nach dem anderen: positiv, positiv, positiv. Pl&ouml;tzlich steht die Notaufnahme am Rande des Zusammenbruchs. Es werden Ausnahmeregeln erlassen, die Notaufnahme braucht Verst&auml;rkung. Eine schnelle Besprechung, um in die Software der Notaufnahme einzuf&uuml;hren, ein paar Minuten sp&auml;ter sind Kollegen bereits dort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/panorama\/id_87492038\/coronavirus-arzt-ueber-covid-19-in-italien-die-situation-ist-dramatisch-.html\">T-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Corona kam wie ein Tsunami &uuml;ber uns&rdquo;<\/strong><br>\nAllein in der Lombardei sind in den vergangenen 24 Stunden 76 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Intensivstationen sind &uuml;berf&uuml;llt, &Auml;rzte und Schwestern arbeiten im Akkord.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/coronavirus-in-italien-wie-ein-tsunami-a-634be2c3-3666-434e-be74-44c6452e3690\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Italiener in Corona-Quarant&auml;ne: &bdquo;Meine tote Schwester ist hier mit mir, keiner hilft&ldquo;<\/strong><br>\nIn Italien hat ein Mann einen herzzerrei&szlig;enden Hilferuf aus der Corona-Quarant&auml;ne abgesetzt. In dem Facebook-Video vom Sonntag steht Luca Franzese vor einem Bett, in dem der tote K&ouml;rper seiner Schwester Teresa (&dagger;47) liegt.<br>\nLuca gibt seine genaue Adresse in der N&auml;he von Neapel an, denn er braucht dringend Hilfe. Er sagt, dass er seit 24 Stunden mit der toten Teresa im Haus eingesperrt sei.<br>\nOb sie an den Folgen der Coronavirus-Infektion starb, wei&szlig; Luca zu diesem Zeitpunkt nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/welt\/italiener-in-corona-quarantaene-meine-tote-schwester-ist-hier-mit-mir-keiner-hilft\">BZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Coronavirus: The Case for Canceling Everything<\/strong><br>\nSocial distancing is the only way to stop the coronavirus. We must start immediately.<br>\nWe don&rsquo;t yet know the full ramifications of the novel coronavirus. But three crucial facts have become clear in the first months of this extraordinary global event. And what they add up to is not an invocation to stay calm, as so many politicians around the globe are incessantly suggesting; it is, on the contrary, the case for changing our behavior in radical ways&mdash;right now.<br>\nThe first fact is that, at least in the initial stages, documented cases of COVID-19 seem to increase in exponential fashion. On the 23rd of January, China&rsquo;s Hubei province, which contains the city of Wuhan, had 444 confirmed COVID-19 cases. A week later, by the 30th of January, it had 4,903 cases. Another week later, by the 6th of February, it had 22,112.<br>\nThe same story is now playing out in other countries around the world. Italy had 62 identified cases of COVID-19 on the 22nd of February. It had 888 cases by the 29th of February, and 4,636 by the 6th of March.<br>\nBecause the United States has been extremely sluggish in testing patients for the coronavirus, the official tally of 604 likely represents a fraction of the real caseload. But even if we take this number at face value, it suggests that we should prepare to have up to 10 times as many cases a week from today, and up to 100 times as many cases two weeks from today.<br>\nThe second fact is that this disease is deadlier than the flu, to which the honestly ill-informed and the wantonly irresponsible insist on comparing it. Early guesstimates, made before data were widely available, suggested that the fatality rate for the coronavirus might wind up being about 1 percent. If that guess proves true, the coronavirus is 10 times as deadly as the flu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theatlantic.com\/ideas\/archive\/2020\/03\/coronavirus-cancel-everything\/607675\/\">The Atlantic<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Paris: Brutale Polizisten gegen Feministinnen<\/strong><br>\nDie Polizei in Frankreich bleibt ihrem &uuml;blen Ruf treu. Enth&uuml;llungen &uuml;ber den Chef der Polizeipr&auml;fektur zeigen, dass die brutale Methode System hat und nicht auf Gesetze achtet.<br>\nWas ist mit der franz&ouml;sischen Polizei los? Am Samstagabend in Paris war es kein &ldquo;Schwarzer Block&rdquo;, den martialisch vermummte Polizisten angriffen, sondern Feministinnen. Aus einer Phalanx dunkel gekleideter Polizisten st&uuml;rmte eine &ldquo;mobile Einheit&rdquo; bei der Place de la R&eacute;publique in eine Menge von Demonstrantinnen und wurde handgreiflich. Die Frauen wurden grob gesto&szlig;en, eine blieb l&auml;nger am Boden liegen. Es ging hart zu.<br>\n(&hellip;) Diesmal gibt es auch Kritik aus den Reihen der Regierung. Marl&egrave;ne Schiappa, Staatssekret&auml;rin f&uuml;r die Gleichstellung der Geschlechter, forderte, dass &ldquo;alle Frauen friedlich f&uuml;r ihre Rechte demonstrieren k&ouml;nnen m&uuml;ssen&rdquo;.<br>\nInnenminister Christophe Castaner, der sich in der Vergangenheit schon gegen den Begriff &ldquo;Polizeigewalt&rdquo; stemmte und unverbr&uuml;chlich die Polizeikr&auml;fte gegen alles verteidigte, was gegen ihre au&szlig;erordentlich harten Eins&auml;tze in den letzten 15 Monaten vorgebracht wurde, verlangte einen genauen Bericht der Pr&auml;fektur. M&ouml;glicherweise folgt eine Untersuchung.<br>\nPolizeipr&auml;fekt: Anweisungen f&uuml;r hartes Vorgehen<br>\nVon der Aufkl&auml;rungsarbeit kann man sich allerdings nicht allzu viel versprechen&hellip;<br>\nAllen diesen Perspektiven zum Trotz bleibt aber: Die Polizisten handelten genauso, als ob sie ihrem miesen Ruf als Schl&auml;ger gerecht werden m&uuml;ssten und nicht dem Gesetz und dem vielbeschworenen Geist der Republik&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Paris-Brutale-Polizisten-gegen-Feministinnen-4678925.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Von der Aufkl&auml;rungsarbeit kann man sich allerdings nicht allzu viel versprechen&hellip; Es ist &uuml;berhaupt nichts davon zu erwarten, null.  Alle Untersuchungen werden im Sand verlaufen und das ist gewollt. Kein Beamter der Sicherheitskr&auml;fte wird zur Rechenschaft gezogen werden!  Es ist seit Langem Strategie der Regierung, die Polizeikr&auml;fte einfach gew&auml;hren zu lassen. Je h&auml;rter sie zuschlagen, desto besser, das erzeugt Angst bei den Demonstranten. Auch wenn die Regierung der Bereitschaftspolizei, aus verst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden, offiziell keine Anweisungen zu hartem Vorgehen gegen Demonstranten geben kann, gew&uuml;nscht ist es schon. Kommt mal etwas in die Schlagzeilen, dann distanziert der Innenminister, oder auch schon mal Macron selber, sich reuevoll von den Vorkommnissen und ruft die Polizei zur &bdquo;Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit&ldquo; auf. Und das war&rsquo;s dann auch schon. Rechtliche Konsequenzen f&uuml;r die Schl&auml;gertruppen in Uniform gibt es keine und wird es auch sobald nicht geben.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es gibt auch keine Zeugen, die Polizei ist vermummt, es gibt es keine Anklage und kein Gerichtsverfahren.<\/em><\/p>\n<p><em>So schlugen vermummte Polizeikr&auml;fte am 18. Dezember 2018 eine 19-j&auml;hrige Frau ohne ersichtlichen Grund auf offener Stra&szlig;e krankenhausreif, nachdem eine Demonstration der Gelbwesten bereits aufgel&ouml;st und die Leute nach Hause gegangen waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 1. Dezember 2018 wurde eine 80-j&auml;hrige Frau aus Algerien im 4. Stockwerk eines Hauses von einer Polizeigranate t&ouml;dlich getroffen. Ein gezielter Schuss, keine verirrte Granate. Jemand aus der Kompanie hatte auf die alte Frau gezielt und getroffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der eingesetzten Bereitschaftspolizei, insbesondere der kasernierten CRS. (Compagnies R&eacute;publicaines de S&eacute;curit&eacute;) wird nicht zu Unrecht eine rechtsextreme Gesinnung nachgesagt. Die CRS wurden 1944 gegr&uuml;ndet und haben ihren Ursprung in den &bdquo;Groupes mobiles de r&eacute;serve&ldquo; des Vichy-Regimes, die zur Aufrechterhaltung der Ordnung der Nazi-Okkupanten dienten. Seither werden die CRS bei ihren &bdquo;Eins&auml;tzen&ldquo; regelm&auml;&szlig;ig vom Volk mit der Parole &bdquo;CRS-SS!&ldquo; empfangen und beschimpft. <\/em><\/p>\n<p><em>Beschwerden im Fall von &Uuml;bergriffen der Bereitschaftspolizei sind schwer einzureichen, Gerichtsverfahren sind langsam oder werden nicht gef&uuml;hrt. Und innerhalb der Sicherheitskr&auml;fte selber sagt niemand gegen einen Kollegen aus. <\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie hierzu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51410\">Polizeigewalt gegen eine 19j&auml;hrige Franz&ouml;sin u.a.m. &ndash; ein trauriges Kapitel in der neueren Geschichte unseres gro&szlig;en Nachbarn. Von Marco Wenzel.<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Herrschaft des Rechts an der EU-Au&szlig;engrenze?<\/strong><br>\nAn der griechisch-t&uuml;rkischen Grenze scheint der Ausnahmezustand zu herrschen: Gefl&uuml;chtete werden beschossen, mit Tr&auml;nengas und Schlagst&ouml;cken an der Einreise nach Griechenland gehindert. In der &Auml;g&auml;is hindern Beamt*innen der griechischen K&uuml;stenwache mit massiver Gewalt Fl&uuml;chtlingsboote an der Weiterfahrt, am Montag ertrinkt ein Kind von einem kenternden Boot auf dem Weg nach Lesbos. Maskierte B&uuml;rgerwehren auf den griechischen Inseln beteiligen sich an der Migrationsabwehr und greifen Journalist*innen und Mitarbeiter*innen von NGOs an. Nachdem die t&uuml;rkische Regierung die Grenzschlie&szlig;ung aufgehoben hat, und zahlreiche Menschen regelrecht zur Ausreise zwingen will, sitzen Tausende Gefl&uuml;chtete zwischen zwei L&auml;ndern im Niemandsland, ohne Unterkunft und Versorgung, fest.<br>\nDiejenigen Menschen, die die Grenze trotz der vehementen Abschottung passieren, werden von den griechischen Beh&ouml;rden inhaftiert. Am vergangenen Sonntag schlie&szlig;lich setzte die griechische Regierung das Asylrecht aus und will keine Asylantr&auml;ge mehr annehmen. Die Regierungen der anderen europ&auml;ischen L&auml;nder unterst&uuml;tzen die griechische Regierung in ihrem Vorgehen, die europ&auml;ische Grenzschutzagentur Frontex hat zus&auml;tzliches Personal in die Region entsandt, um die Beh&ouml;rden vor Ort bei der Grenzsicherung zu unterst&uuml;tzen.<br>\nHerrscht an der griechisch-t&uuml;rkischen Grenze ein rechtlicher Ausnahmezustand, der Menschenrechte und rechtsstaatliche Gew&auml;hrleistungen au&szlig;er Kraft setzen kann? Die Antwort ist klar: Nein. Die Zust&auml;nde an der griechisch-t&uuml;rkischen Grenze und auf den Inseln in der nord&ouml;stlichen &Auml;g&auml;is sind keine humanit&auml;re Katastrophe, die vom Himmel gefallen ist. Gewalt, pushbacks, Internierungen und elende Zust&auml;nde in v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llten Lagern sind menschen- und staatsgemachte Verletzungen fundamentaler Rechte, die durch nichts gerechtfertigt sind&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-herrschaft-des-rechts-an-der-eu-aussengrenze\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ministerpr&auml;sident Mitsotakis in Berlin &bdquo;Der griechische Grenzschutz verdient Dank, nicht Kritik&ldquo;<\/strong><br>\nDer neue Regierungschef tritt als verl&auml;sslicher Partner Europas auf. Er verspricht die R&uuml;ckzahlung der Schulden und verteidigt den Kauf deutscher R&uuml;stungsg&uuml;ter.<br>\nDer konservative griechische Ministerpr&auml;sident Kyriakos Mitsotakis hat den Umgang mit der Fl&uuml;chtlingskrise an der Grenze zur T&uuml;rkei bei einem Auftritt in Berlin verteidigt. &ldquo;Der griechische Grenzschutz verdient Dank, nicht Kritik&rdquo;, entgegnete er auf Vorw&uuml;rfe, Griechenland habe mit unn&ouml;tiger Gewalt, Tr&auml;nengas und Stacheldraht auf Versuche von Migranten reagiert, sich den Zugang nach Europa zu erzwingen.<br>\n(&hellip;) Neuer Blick auf Griechenland<br>\n&ldquo;Ich habe die Erz&auml;hlung von den Good Guys und den Bad Guys beendet&rdquo;, betonte Mitsotakis. &ldquo;Ich sage: Ihr habt uns in der Not Geld geliehen, Ihr kriegt Euer Geld zur&uuml;ck.&rdquo; Er habe zudem &ldquo;strukturelle Reformen und eine harte Fiskalpolitik eingeleitet. Das wird in Berlin anerkannt&rdquo;, sagte Mitsotakis nach seinen Gespr&auml;chen mit der Bundesregierung. &ldquo;Der Blick auf Griechenland hat sich ge&auml;ndert.&rdquo;<br>\nMitsotakis lobte die Bem&uuml;hungen Deutschlands um eine &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo;, die Griechenland Fl&uuml;chtlinge abnehmen wolle&hellip;<br>\n(&hellip;) Auf die Frage, warum Griechenland trotz Wirtschaftskrise und sozialer Probleme so viel Geld f&uuml;r das Milit&auml;r ausgebe, sagte Mitsotakis: &ldquo;Weil die T&uuml;rkei unser Nachbar ist und nicht D&auml;nemark. Wir brauchen eine starke Abschreckung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ministerpraesident-mitsotakis-in-berlin-der-griechische-grenzschutz-verdient-dank-nicht-kritik\/25626824.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche-Bank-Aktie st&uuml;rzt ab &ndash; Blackrock wettet auf Kursverfall<\/strong><br>\nBlackrock z&auml;hlt zu den gr&ouml;&szlig;ten Aktion&auml;ren der Deutschen Bank. Das h&auml;lt den weltgr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter allerdings nicht davon ab, auf einen Kurssturz an den B&ouml;rsen zu spekulieren. Und die Wette scheint aufzugehen.<br>\nAktion&auml;re der Deutschen Bank haben angesichts des heftigen Kursrutsches ziemlich schlechte Laune &ndash; eine Ausnahme d&uuml;rfte Blackrock sein. Denn der weltgr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gensverwalter hatte wie andere Anleger auch vor dem Absturz die Wetten auf einen Kursr&uuml;ckgang erh&ouml;ht. Allerdings ist Blackrock zugleich einer der gr&ouml;&szlig;ten Aktion&auml;re der Deutschen Bank und war in den vergangenen Monaten nicht als Leerverk&auml;ufer bei dem Geldhaus aufgetreten. Ein Blackrock-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Blackrock-wettet-auf-Kursverfall-article21628368.html?fbclid=IwAR3W7TsdvC0ZZmWi_LAUdDxreJ1NfUr2ucmBV0YALqmha5ykLASW6X_UV8A\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was hier als Widerspruch dargestellt wird, ist keiner. BlackRock ist schlie&szlig;lich nicht selbst, also auf eigene Rechnung, an der Deutschen Bank beteiligt, sondern indirekt und treuh&auml;nderisch als Verwalter im Namen seiner Kunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dicke Luft bei den deutschen Autobauern<\/strong><br>\nDeutsche Kfz-Konzerne stehen vor milliardenschweren Strafzahlungen wegen &Uuml;berschreitens der CO2-Grenzwerte.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Am Vorabend einer sich immer deutlicher abzeichnenden Wirtschaftskrise sieht sich die deutsche Autobranche mit milliardenschweren Strafzahlungen konfrontiert. Laut aktuellen Studien von Unternehmensberatungen werden insbesondere deutsche Kfz-Hersteller die CO2-Grenzwerte der EU nicht einhalten k&ouml;nnen; Volkswagen m&uuml;sse daher mit Strafen von bis zu 4,5 Milliarden Euro rechnen, Daimler mit einer Milliarde Euro, BMW immerhin noch mit 750 Millionen Euro. Ursache ist demnach nicht zuletzt, dass die Bundesregierung immer wieder zugunsten der deutschen Autokonzerne auf die EU-Normgebung Einfluss genommen und Auflagen gelockert hat; dies habe, hei&szlig;t es, die Branche zwar von aufwendigen Innovationen befreit, sie aber gleichzeitig in technologischen R&uuml;ckstand gegen&uuml;ber Unternehmen aus den USA (Tesla) und Japan gebracht. Toyota etwa, Hauptkonkurrent von VW um die Position des Pkw-Weltmarktf&uuml;hrers, m&uuml;sse nur mit Strafzahlungen von 18 Millionen Euro rechnen. Die Strafen treffen die Branche zum Zeitpunkt dramatischer Einbr&uuml;che auf zentralen Absatzm&auml;rkten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8212\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein komplettes Blutbad<\/strong><br>\nSaudi-Arabiens &Ouml;lpreiskrieg zielt auf USA und Russland ab<br>\nDie Erd&ouml;lnachfrage ist unter anderem wegen der Auswirkungen der Corona-Krise eingebrochen, weshalb das &Ouml;lkartell OPEC zusammen mit Russland weitere F&ouml;rderk&uuml;rzungen durchsetzen wollte. Doch Moskau lehnte ab, woraufhin Saudi-Arabien die H&auml;hne aufdrehte und einen &Ouml;lpreisschock ausl&ouml;ste.<br>\n(&hellip;) Doch die Entscheidung Saudi-Arabiens, mit der &Ouml;ffnung von &Ouml;lschleusen die M&auml;rkte mit dem schwarzen Gold zu &uuml;berfluten, sorgte f&uuml;r einen dramatischen Preisverfall des &Ouml;lpreises, der die ohnehin panischen B&ouml;rsen am Montag auf rekordverd&auml;chtige Talfahrten schickte.<br>\nMit der &Uuml;berflutung der M&auml;rkte mit billigem Roh&ouml;l erkl&auml;rte Saudi-Arabien insbesondere Russland und den USA eine Art Preiskrieg. Dabei geht es um den Kampf um Marktanteile, die Riad bef&uuml;rchtet weiter zu verlieren. Der gr&ouml;&szlig;te russische &Ouml;lproduzent Rosneft erkl&auml;rte, dass das Unternehmen nach dem 1. April t&auml;glich bis zu 300.000 Barrel mehr f&ouml;rdern k&ouml;nnte. Das w&uuml;rde unweigerlich auf Kosten der arabischen Staaten gehen, die an F&ouml;rderk&uuml;rzungen festhalten, um nicht noch niedrigere Preise zu riskieren.<br>\nSaudi-Arabien ben&ouml;tigt laut der Investmentbank JPMorgan Chase einen &Ouml;lpreis von 92 US-Dollar\/Barrel, um seinen durch Tausende Prinzen und kriegerische Abenteuer gigantisch aufgebl&auml;hten Staatshaushalt finanzieren zu k&ouml;nnen. Russland kommt hingegen mit 51 US-Dollar\/Barrel aus&hellip;<br>\n(&hellip;) Im Gegensatz dazu will Saudi-Arabien ab dem 1. April 12,3 Millionen Barrel\/Tag liefern. Das sind 2,7 Millionen Barrel\/Tag mehr als noch diesen Monat und 300.000 Barrel &uuml;ber der Maximalkapazit&auml;t von Aramco. Das bedeutet, dass Riad nun sogar die strategischen Lagerbest&auml;nde angezapft hat, die das K&ouml;nigreich in Rotterdam, Okinawa und Sidi Kerir\/&Auml;gypten angelegt hatte, um bei Bedarf die Kunden schneller beliefern zu k&ouml;nnen. Einige asiatische Raffinerien haben laut Bloomberg die Gunst der Stunde genutzt und bis zu 50 Prozent h&ouml;here Bestellungen bei Aramco platziert, als eigentlich vorgesehen war.<br>\nDamit bekr&auml;ftigte Saudi-Arabien die Absicht, mit allen Mitteln die Marktanteile verteidigen zu wollen. Unterdessen meldete sich auch das US-Energieministerium zu Wort und kritisierte &ldquo;die Versuche von staatlichen Akteuren, die &Ouml;lm&auml;rkte zu manipulieren und zu schockieren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/99046-komplettes-blutbad-saudi-arabiens-oelpreiskrieg\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Volkswirt Flassbeck: &ldquo;Dieses Finanzkasino ist vollkommen sinnlos&rdquo;<\/strong><br>\nAnstieg der B&ouml;rsenkurse sei &uuml;berzogen gewesen, sagt Heiner Flassbeck. Italien ben&ouml;tige jetzt dringend &ouml;ffentliche Gelder<br>\nSTANDARD: Die M&auml;rkte brechen auf breiter Front ein. Wie stark ist &ndash; neben der h&ouml;heren &Ouml;lf&ouml;rderung Saudi-Arabiens &ndash; der Einfluss des Coronavirus auf den Absturz?<br>\nFlassbeck: Corona ist nur vordergr&uuml;ndig der Grund daf&uuml;r. Die B&ouml;rsen sind seit Monaten und Jahren dramatisch &uuml;berbewertet. Es war immer klar, dass die M&auml;rkte bei wachsender Verunsicherung einen Einbruch erleben. F&uuml;r sich genommen ist das noch nicht dramatisch. Das hat es in der Vergangenheit schon &ouml;fters gegeben, und davon erholen sich die M&auml;rkte meistens schnell.<br>\n(&hellip;) STANDARD: K&ouml;nnen die M&auml;rkte nicht die Realwirtschaft infizieren?<br>\nFlassbeck: Man muss in dem Fall ein wenig zwischen den USA und Europa unterscheiden. Europa hat seit zwei Jahren eine schwache wirtschaftliche Entwicklung, Deutschland sogar eine Rezession, zumindest eine Industrierezession. Insofern trifft die Entwicklung auf eine labile Wirtschaft, und von daher besteht eindeutig eine Gefahr.<br>\n(&hellip;) STANDARD: Vor dem Fall ging es an den B&ouml;rsen steil bergauf. Sind die Finanzm&auml;rkte fehlgeleitet?<br>\nFlassbeck: Die M&auml;rkte schie&szlig;en immer &uuml;ber, in die eine wie in die andere Richtung. Es kann durchaus sein, dass in einem Monat alles vorbei ist und die B&ouml;rsen wieder euphorisch sind. Das darf man nicht &uuml;berbewerten, zumal die Rolle der Finanzm&auml;rkte f&uuml;r die Unternehmen &uuml;bersch&auml;tzt wird. Der Aufschwung an den B&ouml;rsen in den letzten Jahren war total &uuml;berzogen, aber nicht so schlimm wie 2008. Damals hatten wir viel gr&ouml;&szlig;ere Blasen an viel mehr M&auml;rkten. Allerdings zeigt sich jetzt wieder einmal: Es wird jeden Tag mit Billionen an den B&ouml;rsen gezockt. Dieses Finanzkasino ist vollkommen sinnlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000115540050\/volkswirt-flassbeck-dieses-finanzkasino-ist-vollkommen-sinnlos\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeiterbewegung von rechts?!<\/strong><br>\nBetriebliche Mobilisierung von Rechtspopulisten als Herausforderung f&uuml;r Gewerkschaftsarbeit<br>\n&bdquo;Die Erkenntnis, dass fremdenfeindliche und rassistische Einstellungen auch unter Gewerkschaftsmitgliedern virulent sind, ist weder neu noch sonderlich &uuml;berraschend. Gewerkschaften existieren nicht im luftleeren Raum; sie atmen die gleiche, mit Vorurteilen und fremdenfeindlichen Parolen angereicherte Luft wie die &uuml;brige Gesellschaft. Insofern liegen die fremdenfeindlichen Einstellungen der Gewerkschaftsmitglieder gewisserma&szlig;en im Trend und spiegeln die Ausbreitung derartiger Orientierungen in der politischen Mehrheitskultur.&ldquo;<br>\nAbschlussbericht DGB-Kommission Rechtsextremismus, 2000<br>\n(&hellip;) Wo sich keine gesellschaftliche `Gegenwehr` politisch organisiert und mit modernen Mitteln der politischen Arbeit wappnet, entsteht ein machtpolitischer Freiraum, den extreme Rechte oder popul&auml;re Vereinfacher immer leichter glauben ausf&uuml;llen zu k&ouml;nnen.&ldquo;&hellip;<br>\n(&hellip;) Lasst uns gemeinsam mit all unserer Kraft und Solidarit&auml;t daf&uuml;r sorgen, dass die aktuelle erneute Faschisierung der gesellschaftlichen Zust&auml;nde als Farce endet und wir eine Welt schaffen in denen die Menschen sich geschwisterlich als Br&uuml;der und Schwestern begegnen. Dazu bedarf es der immer noch und immer wieder der Aufkl&auml;rung und Erinnerung an all das, was schon geschah und f&uuml;r das, was bereits erkennbar droht! Dem dient dieser Vortrag, den Ihr bitte alle gerne f&uuml;r Eure gewerkschaftliche und betriebliche (Bildungs-) Arbeit nutzen d&uuml;rft.<br>\nDazu bedarf es aber auch mehr denn je unseres entschlossenen Eintretens f&uuml;r Freiheit, Humanit&auml;t, Gleichheit und Geschwisterlichkeit &ndash; in der Familie, im Betrieb, in der Schule, in der Uni, in der &Ouml;ffentlichkeit und auch in den eigenen (gewerkschaftlichen) Strukturen!<br>\nBei Seite stehen gilt nicht mehr!  Wer jetzt noch (weiter) schweigt, betreibt das Gesch&auml;ft der Ewiggestrigen!<br>\n&bdquo;Ich glaube, dass leben bedeutet, Partei zu ergreifen. Gleichg&uuml;ltigkeit ist Apathie, ist Parasitismus, ist Feigheit, ist das Gegenteil von Leben. Ich lebe, ich bin parteiisch. Deshalb hasse ich den, der nicht eingreift, ich hasse die Gleichg&uuml;ltigen.&ldquo; Antonio Gramsci<br>\nIn diesem Sinne:<br>\nNo pasaran! Pasaremos!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/arbeiterbewegung-von-rechts-betriebliche-mobilisierung-von-rechtspopulisten-als-herausforderung-fuer-gewerkschaftsarbeit\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lohndumping statt 35-Stunden-Woche: Ober&ouml;sterreich holt Pflegerinnen von den Philippinen<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich streiken die Pflegekr&auml;fte f&uuml;r die 35 Stunden Woche und bessere Arbeitsbedingungen &ndash; auch in Ober&ouml;sterreich. Und was tut die schwarz-blaue Landesregierung? Statt auf die Forderungen der Besch&auml;ftigten einzugehen, will sie mehr Pflegerinnen von den Philippinen nach Ober&ouml;sterreich holen.<br>\nDie Arbeitsbedingungen in der Pflege m&uuml;ssen sich rasch verbessern, sonst droht der Pflegenotstand &ndash; zu wenige Pflegerinnen bleiben im Beruf, weil die Arbeit auslaugt und die Bezahlung schlecht ist. Am Dienstag streiken Pflegerinnen und Pfleger daher in ganz &Ouml;sterreich f&uuml;r die 35-Stunden-Woche. Und was macht die &Ouml;VP in Ober&ouml;sterreich?<br>\nDie schwarz-blaue Landesregierung hat beschlossen, mehr Pflegekr&auml;fte von den Philippinen nach &Ouml;sterreich holen. Die schwarz-blaue Landesregierung will eine Agentur auf den Philippinen aufbauen, um Pflegerinnen anzuwerben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/lohndumping-statt-35-stunden-woche-oberoesterreich-holt-pflegerinnen-von-den-philippinen\/\">Kontrast.at<\/a>\n<p><strong>Dazu: Neue Agentur soll bei Vermittlung ausl&auml;ndischer Pflegekr&auml;fte helfen<\/strong><br>\nBerlin &ndash; Die Deutsche Fachkr&auml;fteagentur f&uuml;r Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) wird k&uuml;nftig private Vermittlungsagenturen, Krankenh&auml;user und Pflegeheime dabei unterst&uuml;tzen, ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Das erkl&auml;rten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Ministerpr&auml;sident des Saarlands, Tobias Hans (beide CDU), heute vor Journalisten in Berlin.<br>\n(&hellip;) Zusammenarbeit mit Mexiko und den Philippinen<br>\nBislang k&uuml;mmern sich Krankenh&auml;user, Pflegeheime oder von ihnen beauftragte Agenturen vielfach selbst darum, Pflegekr&auml;fte aus dem Ausland zu rekrutieren. Von den heute in Deutschland arbeitenden philippinischen Pflegekr&auml;ften seien etwa zwei Drittel durch private Initiative nach Deutschland gekommen sowie ein Drittel auf Initiative der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, sagte Spahn.<br>\nDer Minister betonte, dass &bdquo;wir den anderen L&auml;ndern nicht die Pflegekr&auml;fte klauen wollen&ldquo;. Stattdessen solle ausgebildeten Pflegenden in L&auml;ndern eine Perspektive gege&shy;ben werden, die in ihrem Zuhause keine Arbeit finden. Die Zusammenarbeit soll mit Mexiko und den Philippinen beginnen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/107857\/Neue-Agentur-soll-bei-Vermittlung-auslaendischer-Pflegekraefte-helfen\">&Auml;rtzteblatt<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Pflegefachleute: Arbeiten ohne Murren, trotz Gef&auml;hrdung<\/strong><br>\nNoch ist der H&ouml;hepunkt der Coronavirus-Pandemie nicht erreicht, schon werden die Masken knapp. Mittendrin: die Pflegenden.<br>\nZehn Prozent der am neuen Coronavirus gestorbenen Menschen in Italien waren Personen aus dem Gesundheitssystem. Das sagt Yvonne Ribi, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachm&auml;nner SBK. &laquo;Absolute Priorit&auml;t hat f&uuml;r uns der Schutz des Personals an der Front&raquo;, erkl&auml;rte sie Ende letzter Woche. Auch der Arbeitsmediziner Klaus Stadtm&uuml;ller betont, dass es besonders wichtig sei, das medizinische Personal zu sch&uuml;tzen, damit es nicht selbst infiziert wird. Am Samstag wurde aber bekannt: Das Nationale Zentrum f&uuml;r Infektionspr&auml;vention hat die Schutzempfehlungen f&uuml;r medizinisches Personal ein zweites Mal gesenkt, da die Schutzmasken knapp werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Pflegefachleute-Arbeiten-ohne-Murren-trotz-Gefahrdung\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kipppunkte: Gro&szlig;e &Ouml;kosysteme kollabieren mit erh&ouml;hter Geschwindigkeit<\/strong><br>\nSelbst &Ouml;kosysteme, die den Gro&szlig;teil eines Kontinents bedecken, k&ouml;nnen innerhalb weniger Jahrzehnte verschwinden. Das errechneten jetzt Forscher um John Dearing von der University of Southampton mit Hilfe von Modellen und indem sie Daten zu &Ouml;kosystemen auswerten, die bereits kollabiert sind. Zwar dauert der Kollaps gro&szlig;er Systeme insgesamt l&auml;nger als der von kleineren, der Zeitraum w&auml;chst jedoch nicht linear mit der Gr&ouml;&szlig;e an.<br>\nDies bedeutet: Wenn ein kleinerer See binnen 10 Jahren umkippt, ben&ouml;tigt ein doppelt so gro&szlig;er See nicht zwangsl&auml;ufig 20 Jahre, sondern weniger. Grund daf&uuml;r sind Netzwerkeffekte, etwa zentrale &raquo;Knoten&laquo;, die sich auf viele Unterabteilungen des Systems gleichzeitig auswirken.<br>\nWie lange der Vorgang tats&auml;chlich dauert, k&ouml;nnen die Autoren der Studie im Fachmagazin &raquo;Nature Communications&laquo; nicht genau angeben. F&uuml;r den Amazonas-Regenwald, der durch Abholzung bedroht ist und binnen weniger Jahre einen Kipppunkt erreichen k&ouml;nnte, ab dem sich die Umwandlung des Urwalds in ein Savannengebiet nicht mehr aufhalten l&auml;sst, ermittelten sie eine Zeitspanne von rund 50 Jahren. Auf Grund gro&szlig;er Unsicherheiten im Modell k&ouml;nnten es aber auch ebenso gut 10 oder 260 Jahre oder irgendeine Spanne dazwischen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/grosse-oekosysteme-kollabieren-mit-erhoehter-geschwindigkeit\/1711748\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Private Wachleute vor Kasernen kosten j&auml;hrlich 430 Millionen Euro<\/strong><br>\nKontrollen machen, Patrouille laufen &ndash; das erledigen vor den Kasernen Privatleute. Doch die Kosten haben sich in f&uuml;nf Jahren auf 430 Millionen Euro verdoppelt.<br>\nDie Bundeswehr sch&uuml;tzt sich in den Kasernen nicht mehr selbst, sondern l&auml;sst sich sch&uuml;tzen &ndash; von privaten Sicherheitsdiensten. Wache schieben, Kontrollen durchf&uuml;hren, Patrouille laufen: Solche Aufgaben geh&ouml;ren inzwischen f&uuml;r die Bundeswehr fast ausschlie&szlig;lich der Vergangenheit an.<br>\nDoch der Preis f&uuml;r diesen Trend zum Fremdschutz ist massiv gestiegen: Die Kosten f&uuml;r private Sicherheitsdienste an allen deutschen Kasernen haben sich in den vergangenen f&uuml;nf Jahren auf j&auml;hrlich weit &uuml;ber 400 Millionen Euro nahezu verdoppelt. Das geht aus den Antworten des Verteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, die dem Tagesspiegel vorliegen.<br>\nDemnach sind die Ausgaben f&uuml;r die Sicherung sogenannter Liegenschaften durch gewerbliche Wachunternehmen von 236,6 Millionen im Jahr 2014 auf 431,6 Millionen Euro im Jahr 2019 gestiegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundeswehr-schuetzt-sich-nicht-mehr-selbst-private-wachleute-vor-kasernen-kosten-jaehrlich-430-millionen-euro\/25625904.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland: Per EU-Umweg zur Atommacht?<\/strong><br>\nFrankreich ist nach dem Brexit die einzige Nuklearmacht in der EU. Paris weigert sich, Entscheidungsgewalt &uuml;ber sein Atomwaffenarsenal mit anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu teilen, bietet jedoch einen &bdquo;strategischen Dialog&ldquo; &uuml;ber diese sowie gemeinsame nukleare Milit&auml;rman&ouml;ver an. Mittelfristig besteht das Risiko, dass Deutschland &uuml;ber den Umweg EU zur Atommacht aufsteigt.<br>\nAm 7. Februar 2020 hielt der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede, in der er mit Ank&uuml;ndigung die bereits seit einiger Zeit durch die Gegend geisternde Frage einer m&ouml;glichen &bdquo;Europ&auml;isierung&ldquo; des franz&ouml;sischen Atomwaffenarsenals (&bdquo;Force de Frappe&ldquo;) adressieren wollte. Ihre Bedeutung erhielt die Rede, die an sich wenig Neues enthielt, nicht zuletzt deswegen, weil im Vorfeld vor allem in Deutschland immer mehr Stimmen laut wurden, die von Frankreich mehr oder minder offen forderten, seine Nuklearwaffen auf diesem Weg gef&auml;lligst faktisch mit Deutschland zu teilen.<br>\nDas Thema wurde dann auch bei Macrons Auftritt bei der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz am 15. Februar 2020 aufgegriffen, wo noch einmal deutlich wurde, dass er damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen m&ouml;chte: Er will hier&uuml;ber eine schrittweise Abkopplung von den USA bef&ouml;rdern und gleichzeitig den franz&ouml;sischen Einfluss innerhalb der Europ&auml;ischen Union auf Kosten Deutschlands zur&uuml;ckdr&auml;ngen.<br>\nDas eigene Atomwaffenarsenal sieht Macron hierf&uuml;r als das probate Mittel an, weshalb er &uuml;berhaupt nicht daran denkt, substanzielle Entscheidungsbefugnisse teilweise in andere &ndash; und schon gar nicht in deutsche &ndash; H&auml;nde zu legen. Weil Macron dies in seiner Rede wie auch bei der Sicherheitskonferenz mehr als deutlich gemacht hat, enthielten Teile der Reaktionen eine Mischung aus Entt&auml;uschung, &Auml;rger und manchmal sogar wenig versteckten Drohungen, dann m&uuml;sse Deutschland eben &uuml;ber eigene Atomwaffen nachdenken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-03-10\/deutschland-per-eu-umweg-zur-atommacht\/\">Justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kickers W&uuml;rzburg, Felix Magath und die Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nEin Kommentar von Dirk Pohlmann<br>\nDer Hintergrund: Der &ouml;rtliche Fu&szlig;ballclub Kickers W&uuml;rzburg k&ouml;nnte erneut den Aufstieg in die 2. Liga schaffen. Wo er schon einmal war, dann aber wieder abstieg. Die Kickers W&uuml;rzburg sind kein bedeutender Verein, aber das sollte man besser nicht &ouml;ffentlich in W&uuml;rzburg sagen, wenn man auf ein strahlendes L&auml;cheln mit vollst&auml;ndigem Gebiss wert legt.<br>\nUnd es gibt tats&auml;chlich ein Umfeld, dass die Sache interessant macht. Denn: Die W&uuml;rzburger Fu&szlig;ballszene liegt im Einflussfeld von Bayern M&uuml;nchen. Das ist keine Verschw&ouml;rungstheorie, sondern Realit&auml;t. Der weniger bedeutende Erzfeind der Bayern ist der 1. FC N&uuml;rnberg. Franken hin, Bayern her, W&uuml;rzburg und N&uuml;rnberg passen offenbar genau so wenig zusammen wie Mann und Frau &ndash; w&uuml;rde Loriot sagen.<br>\nDas W&uuml;rzburger Problem: Wenn die Kickers den Aufstieg in die 2. Liga schaffen, dann w&auml;re ein Umbau des Stadions oder ein Neubau f&auml;llig. Der DFB hat Regeln f&uuml;r Zweitliga-Vereine, zum Beispiel, dass die Trib&uuml;ne &uuml;berdacht sein muss. Was, Sie ahnen es, in W&uuml;rzburg nicht der Fall ist.<br>\nMit dem Aufstieg sind also nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch Kosten verbunden&hellip;.<br>\n(&hellip;) &#8232;Die 2. Bundesliga ist also ein Politikum in W&uuml;rzburg. Und ein verfassungsrechtlich relevanter Vorgang, denn jetzt geht es um die Meinungsfreiheit&hellip;Am 28. April wird deshalb erneut ein bayrisches Gericht entscheiden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.free21.org\/kickers-wuerzburg-felix-magath-und-die-meinungsfreiheit\/\">free 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Narziss und Nazis<\/strong><br>\nDie L&uuml;ge vom gest&ouml;rten Einzelt&auml;ter und das Schweigen &uuml;ber die gesellschaftlichen Ursachen des Hasses. Zu den Taten von Hanau und Volkmarsen und dem &raquo;Faschismusbedarf&laquo; der Herrschenden<br>\nVon G&ouml;tz Eisenberg<br>\n(&hellip;) Es gilt immer noch, was der Schriftsteller Bodo Morsh&auml;user Anfang der 1990er Jahre anl&auml;sslich der damaligen Pogrome von Hoyerswerda, Rostock, M&ouml;lln und Solingen geschrieben hat: &raquo;Wenn der Schlips vor Scheinwerfern &rsaquo;Ausl&auml;nderbegrenzung&lsaquo; fordert, l&ouml;st der Stiefel sie in der Dunkelheit ein. Dass aus W&ouml;rtern Taten geworden sind, will der Schlips danach nicht mit sich selbst in Zusammenhang gebracht wissen.&laquo; Die Betroffenheit, die Leute wie Innenminister Horst Seehofer und Hessens Ministerpr&auml;sident Bouffier nach dem Massaker von Hanau ge&auml;u&szlig;ert haben, ist verlogen, weil beide tief verstrickt sind. Seehofer hat vor nicht allzu langer Zeit die Migration &raquo;zur Mutter aller Probleme&laquo; erkl&auml;rt, und Bouffier hat die Aufkl&auml;rung des Kasseler NSU-Mordes und die Verstrickung des Verfassungsschutzes in diesen Mord nach Kr&auml;ften behindert. Beide sind Teil des Problems und k&ouml;nnen zu seiner L&ouml;sung infolgedessen schwerlich beitragen. Gerade noch rechtzeitig tauchte das Virus auf und kam den bedr&auml;ngten Politikern zu Hilfe. Pl&ouml;tzlich ist es wichtiger, den Nachschub an Mundschutzmasken und Toilettenpapier zu organisieren, als die rechtsradikale Epidemie einzud&auml;mmen. Das Virus kennt keine Differenzierung zwischen rechts und links, und die Bev&ouml;lkerung schlie&szlig;t sich im Kampf gegen den neuartigen Krankheitserreger als eine Gemeinschaft von Bedrohten zusammen. Ein gro&szlig;es panikinduziertes Wir entsteht &uuml;ber der zerrissenen Gesellschaft.<br>\n(&hellip;) Das Kapital agiert grenz&uuml;berschreitend, ist weltoffen und genderm&auml;&szlig;ig tolerant. Dem Geld ist es egal, ob jemand schwul, lesbisch oder divers ist, Hauptsache, es werden dem Betrieb neue verwertbare Ideen zugef&uuml;hrt. Diese politische Pr&auml;ferenz kann sich schnell &auml;ndern, wenn eines Tages Ausbruchsversuche der Massen aus ihrem konsumistisch vergoldeten Gef&auml;ngnis drohen und die Eigentumsfrage gestellt wird. Dann wird sich der Kapitalismus auf politische Kr&auml;fte st&uuml;tzen, die die entt&auml;uschten Massen faszinieren und einlullen und ihnen einen S&uuml;ndenbock anbieten, gegen den sich ihr akkumulierter Hass entladen kann.<br>\n(&hellip;) Auf welchen Wegen und Umwegen gelangt das &Ouml;konomische in Kopf und Psyche, was geschieht, wenn die &ouml;konomisch-soziale Krise die Innenausstattung der Subjekte erfasst? Krisen sind sozialpathologische Situationen, in denen der Angst- und Panikpegel steigt und Massen von Menschen auf einfachere Mechanismen der psychischen Regulation regredieren. Das Differenzierungsverm&ouml;gen bildet sich zur&uuml;ck und weicht einem ausgepr&auml;gten Bed&uuml;rfnis nach einfachen Erkl&auml;rungen und &uuml;bersichtlichen Freund-Feind-Verh&auml;ltnissen. Wenn wir die von Reich, Fromm und anderen aufgeworfenen Fragen nicht endlich zu kl&auml;ren versuchen und weiter mit untauglichen Begriffen hantieren, werden wir in den vor uns liegenden krisenhaften Zeiten erneut unf&auml;hig sein, den Menschen eine &uuml;berzeugende sozialistische Alternative zu pr&auml;sentieren, die attraktiver ist als das, was Kapitalismus und Faschismus ihnen zu bieten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/374582.wahn-und-gesellschaft-narziss-und-nazis.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Virus als Waffe<\/strong><br>\nManche Rechtspopulisten benutzen die Corona-Krise, um Hass zu sch&uuml;ren. Das k&ouml;nnte t&ouml;dliche Folgen haben, wie wir aus der Geschichte wissen. Um die Corona-Pandemie zu wirkungsvoll zu bek&auml;mpfen, m&uuml;ssen wir auf Vernunft und die Wissenschaft setzen. Keine einfache Sache in diesen Zeiten.<br>\n(&hellip;) Irrationale Gewalt entsteht oft aus Panik &ndash; auch in einer Gesundheitskrise&hellip;<br>\nIrrationale Gewalt entsteht oft aus Panik. Und Panik kann leicht w&auml;hrend einer Gesundheitskrise oder nach einer Naturkatastrophe entstehen. Der Mangel an wahrheitsgetreuer &ouml;ffentlicher Information kann Verschw&ouml;rungstheorien nach sich ziehen, die t&ouml;dlich enden, wenn sie von Politikern oder den Medien vors&auml;tzlich gesch&uuml;rt werden.<br>\nGl&uuml;cklicherweise hat es bisher keine Massaker gegeben. Aber das Verhalten einiger Politiker war, gelinde gesagt, best&uuml;rzend. In Italien behauptete der rechtsextreme Oppositionsf&uuml;hrer Matteo Salvini, Migranten stellten als Tr&auml;ger des Virus eine Bedrohung f&uuml;r das Land dar, und kritisierte die Regierung f&uuml;r die Rettung einer Reihe afrikanischer Fl&uuml;chtlinge. Rechtsnationalisten in Griechenland fordern Konzentrationslager f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, um die Bev&ouml;lkerung vor einer Ansteckung zu sch&uuml;tzen.<br>\nTrump Jr. h&auml;lt die Corona-Pandemie f&uuml;r eine Verschw&ouml;rung gegen seinen Vater<br>\nUnd dann ist da noch US-Pr&auml;sident Donald Trump. Seine Hauptsorge besteht darin, dass die Panik &uuml;ber Covid-19 den Aktienm&auml;rkten schadet. Also warf er als erstes seinen politischen Gegnern vor, die Epidemie zu &ldquo;politisieren&rdquo;. Dies ist eindeutig nicht der beste Weg, um die &Ouml;ffentlichkeit angemessen zu informieren, und es ist eine solide Grundlage f&uuml;r Verschw&ouml;rungstheorien. Trumps Sohn Donald Junior ging noch weiter und verk&uuml;ndete, dass die Demokraten hofften, die Krankheit w&uuml;rde Millionen von Menschen t&ouml;ten, nur um seinen Vater zu Fall zu bringen. Tom Cotton, ein republikanischer US-Senator aus Arkansas und ein m&ouml;glicher zuk&uuml;nftiger Pr&auml;sidentschaftskandidat, wiederholte die als falsch entlarvte Verschw&ouml;rungstheorie, die chinesische Regierung habe Covid-19 als Biowaffe hergestellt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++8a455dec-61e8-11ea-96b1-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Frauen in Lateinamerika: Im Kampf gegen Morde und rechte Politik<\/strong><br>\nRiesige Proteste in Chile, Mexiko, Brasilien und Argentinien. Frauenmorde und antifeministische Positionen neuer Rechter im Fokus<br>\nMexiko-Stadt\/Santiago\/S&atilde;o Paulo\/Buenos Aires\/Berlin. Am internationalen Frauentag sind in Lateinamerika Menschen f&uuml;r Gleichberechtigung, antifeministische Positionen und gegen Frauenmorde auf die Stra&szlig;e gegangen. Allein im Zentrum der chilenischen Hauptstadt Santiago versammelten sich am Sonntag mehr als zwei Millionen Menschen, um gegen die rechtskonservative Regierung, sexuelle und k&ouml;rperliche Gewalt sowie die staatlichen Menschenrechtsverletzungen zu demonstrieren. Die gr&ouml;&szlig;ten Demonstrationen fanden dar&uuml;ber hinaus in Mexiko, Argentinien und Brasilien statt.<br>\nIn Chile waren am Sonntag bereits in den Morgenstunden Stra&szlig;en und Nahverkehr &uuml;berf&uuml;llt&hellip;<br>\nDie Teilnehmerinnen kritisierten auf der Demonstration die restriktive Regelung zum Schwangerschaftsabbruch, forderten Ma&szlig;nahmen gegen Morde an Frauen und zeigten sich als Teil der monatelangen Protestbewegung gegen die rechtskonservative Regierung von Pr&auml;sident Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;era und das neoliberale System.<br>\n(&hellip;) In Brasilien gingen in &uuml;ber 70 brasilianischen St&auml;dten wie S&atilde;o Paulo oder Rio de Janeiro Frauen auf die Stra&szlig;e. Die Kritik richtete sich dabei auch gegen die Politik der Regierung Bolsonaro. Das vielfach vertretene Motto der Proteste lautete: &ldquo;Wir widerstehen dem Leben, wir marschieren, um zu verwandeln&rdquo;.<br>\nAuch in Argentinien gab es gro&szlig;e Proteste. Am Montag folgte in dem s&uuml;damerikanischen Land dann wie auch in Mexiko ein Generalstreik der Frauen. Dort hatte der Streik Auswirkungen auf viele Bereiche des &ouml;ffentlichen Lebens wie Schulen, Banken und Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/03\/238047\/lateinamerika-frauentag-morde-rechte\">Amerika 21<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ein Tag ohne Mexikanerinnen<\/strong><br>\nProtest gegen Gewalt an Frauen schreibt Geschichte<br>\nMehrere Millionen Mexikanerinnen sind am Montag dem &ouml;ffentlichen Leben ferngeblieben: Sie gingen nicht zu Schule, nicht zur Arbeit, nicht auf die Stra&szlig;e. So protestierten sie gegen die Gewalt an Frauen, die j&uuml;ngst eskalierte. Durchschnittlich alle zweieinhalb Stunden wird in Mexiko eine Frau ermordet.<br>\nEs war ein Tag, der in Mexikos Geschichte eingehen wird: Stra&szlig;en, Banken, Restaurants und Gesch&auml;fte waren halb leer, Klassenzimmer ohne Sch&uuml;lerinnen, Nachrichtensendungen ohne Moderatorinnen, g&auml;hnende Leere in den f&uuml;r Frauen vorgesehenen Metroz&uuml;gen. Millionen von Mexikanerinnen haben am Montag aus Protest gegen Gewalt an Frauen gestreikt.<br>\nSie alle folgten dem Aufruf mehrerer feministischer Gruppierungen, unter dem Motto &laquo;Einen Tag ohne uns&raquo; dem &ouml;ffentlichen Leben fernzubleiben, um die Bedeutung der Frauen f&uuml;r Gesellschaft und Wirtschaft sichtbar zu machen. Es entstand ein Widerstandsakt gegen geschlechtsspezifische Gewalt, wie ihn Mexiko nie davor gesehen hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/ein-tag-ohne-mexikanerinnen-protest-gegen-gewalt-an-frauen-ld.1544278?mktcid=nled&amp;mktcval=165_2020-03-10&amp;kid=_2020-3-9&amp;trco=\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Michail Gorbatschow: Zum Denkmal degradiert, als Warner ignoriert!<\/strong><br>\n(&hellip;) Mit der Gorbatschow-Rezeption in Deutschland ist das so eine Sache. Einerseits ist er der Held, der den INF-Vertrag und eine weitgehende nukleare Abr&uuml;stung erzwang, den Kalten Krieg und das Wettr&uuml;sten (wie sich leider jetzt herausstellt: f&uuml;r eine gewisse Zeit) beendete, die Mauer zum Einsturz brachte und die Deutsche Einheit erm&ouml;glichte. Als solcher wird er hier gefeiert, mit Preisen &uuml;berh&auml;uft und zu jeder Jubil&auml;umsveranstaltung als gern gesehener Ehrengast eingeladen.<br>\nAber wehe, wenn Michail Gorbatschow sich mal zu aktuellen Themen &auml;u&szlig;ert und hier Meinungen vertritt, die nicht dem deutschen medialen Mainstream entsprechen oder gar Kritik an der deutschen Russlandberichterstattung &auml;u&szlig;ert! Dann ist schnell Schluss mit lustig, will sagen: mit der Gorbi-Verehrung. Am Allerschlimmsten ist es jedoch, wenn der Pr&auml;sident der ehemaligen Sowjetunion offen und ungeschminkt den aktuellen milit&auml;rpolitischen Kurs von USA und NATO kritisiert und dabei Positionen vertritt, die &ndash; da h&ouml;rt sich doch alles auf! &ndash; sich auch noch in vielen Punkten mit denen des aktuellen Pr&auml;sidenten Russlands decken.<br>\n&bdquo;Als ob man es mit einer gezielten Kampagne zu tun hat&ldquo;<br>\nBereits vor zw&ouml;lf (!) Jahren verfasste Gorbatschow, damals noch Vorsitzender des russischen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialoges, einen offenen Brief &bdquo;An meine Freunde, die deutschen Journalisten&ldquo;, in dem er mehr Sachlichkeit und Verst&auml;ndnis (das zweifelhafte Etikett &bdquo;Russlandversteher&ldquo; war damals noch nicht erfunden) in der deutschen Russlandberichterstattung einforderte. Er kritisierte hier nicht nur das was, sondern auch das wie. Unter anderem schrieb er:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Beim aufmerksamen Blick auf die Flut von Ver&ouml;ffentlichungen in Deutschland wird man schwer den Eindruck wieder los, als ob man es mit einer gezielten Kampagne zu tun hat, als ob alle aus einer einzigen Quelle sch&ouml;pften, die eine Handvoll Thesen enth&auml;lt (in Russland gebe es keine Demokratie; die Meinungsfreiheit werde unterdr&uuml;ckt; eine arglistige Energiepolitik werde durchgesetzt; die Machthaber drifteten immer weiter in Richtung Diktatur ab &ndash; und so weiter und so fort.) Diese Thesen werden in verschiedenen Tonarten wiederholt. Die Zeitungsmacher scheinen auch keinerlei Interessen jenseits dieser Aussagen zu haben. Mehr noch: diejenigen, die aus der Reihe tanzen, bekommen das zu sp&uuml;ren.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wohlgemerkt: Das Zitat stammt vom M&auml;rz 2008, einem Zeitpunkt, als das Wort &bdquo;Mainstream&ldquo; noch nicht Mainstream war. Und mit &bdquo;denjenigen, die aus der Reihe tanzen und das zu sp&uuml;ren bekommen&ldquo;, war damals bereits die ehemalige Russlandkorrespondentin der ARD, Gabriele Krone-Schmalz gemeint. Dass sich die Situation seitdem verbessert h&auml;tte, wird wohl niemand ernsthaft behaupten!&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ostexperte.de\/michail-gorbatschow-zum-denkmal-degradiert-als-warner-ignoriert\/\">Ostexperte<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-59181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59181"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59184,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59181\/revisions\/59184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}