{"id":5926,"date":"2010-06-18T08:53:06","date_gmt":"2010-06-18T06:53:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5926"},"modified":"2010-06-18T08:55:11","modified_gmt":"2010-06-18T06:55:11","slug":"hinweise-des-tages-1163","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5926","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Haushalt der Kommunen; Wirr-Gef&uuml;hl; FDP will Gewerbesteuer abschaffen; Willk&uuml;rliche Sparpl&auml;ne beim Elterngeld; inszenierte Mittelschichtspanik; Gauck-Hype; Wulff und die Evangelikalen; R&uuml;tters wirft Kraft W&auml;hlert&auml;uschung vor; Athen senkt Mindestl&ouml;hne; Spanien spart f&uuml;r Banken; Rentenalter 62; jugendgerechte Bundeswehr; Hartz-IV-Kochb&uuml;cher; zu guter Letzt. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Haushalt der Kommunen: B&uuml;ndnis gegen Finanznot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Angela Merkel und die Krise: Das neue deutsche Wirr-Gef&uuml;hl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">FDP will Gewerbesteuer abschaffen: F&uuml;nf Milliarden w&uuml;rden fehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Elterngeld: Willk&uuml;rliche Sparpl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Sozialstaat: Gute Kunden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Statusangst: Die inszenierte Mittelschichtspanik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Schweigen der fr&uuml;heren Landesbank-Spitzenmanager vor Untersuchungsausschuss des Landtags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Kurt Biedenkopf zur Pr&auml;sidentenwahl: Gebt die Wahl frei!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Irmer als Wahlmann &ndash; Kritik an Nominierung des CDU-Rechtsau&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Christian Wulff und die Evangelikalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">R&uuml;ttgers wirft Kraft &bdquo;schlimmste W&auml;hlert&auml;uschung&ldquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Eine Frage des Verm&ouml;gens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Athen senkt Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Spanien muss besonders f&uuml;r franz&ouml;sische und deutsche Banken sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Rentenalter wird in Frankreich auf 62 Jahre angehoben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Berlin koordiniert europaweite Blo&szlig;stellung der Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bundeswehr, jugendgerecht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">European Business School wird Universit&auml;t <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Hartz IV-Kochb&uuml;cher werfen ein Blitzlicht auf einen bizarren Armen-Messianismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zu guter Letzt: Georg Schramm &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Euro-Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin. <\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Haushalt der Kommunen: B&uuml;ndnis gegen Finanznot<\/strong><br>\nWegen der Finanznot der Kommunen muss sich die Bundesregierung auf wachsende Konflikte mit St&auml;dten und Gewerkschaften einstellen. Am Mittwoch k&uuml;ndigten sozialdemokratische Kommunalpolitiker und die Gewerkschaft Verdi ein gemeinsames Vorgehen an. &ldquo;Wir planen jetzt Aktionen mit Oberb&uuml;rgermeistern und Kommunalfraktionen&rdquo;, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske auf einer Pressekonferenz mit Stephan Weil, Oberb&uuml;rgermeister von Hannover und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft f&uuml;r Kommunalpolitik (SGK). Die Initiative sei ein Startschuss f&uuml;r weitere B&uuml;ndnisse. &ldquo;Wir werden auch mit der kommunalpolitischen Vereinigung der CDU das Gespr&auml;ch suchen&rdquo;, sagte Bsirske.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2757762_Haushalt-der-Kommunen-Buendnis-gegen-Finanznot.html\">FR online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Angela Merkel und die Krise: Das neue deutsche Wirr-Gef&uuml;hl<\/strong><br>\n86 Prozent der Deutschen sind mit der Regierung unzufrieden. Ego-Taktikerin Merkel hat einen neuen Tiefpunkt erreicht &ndash; weil sie im Gegensatz zur Nationalelf kein &ldquo;Wir&rdquo;-, sondern ein &ldquo;Wirr&rdquo;-Gef&uuml;hl verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/angela-merkel-und-die-krise-das-neue-deutsche-wirr-gefuehl-1.960155\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>FDP will Gewerbesteuer abschaffen: F&uuml;nf Milliarden w&uuml;rden fehlen<\/strong><br>\nSollte die Gewerbesteuer wie von den Liberalen geplant wegfallen m&uuml;ssten Bund und L&auml;nder auf viel Geld verzichten. Als Alternative droht eine h&ouml;here Mehrwertsteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/fuenf-milliarden-wuerden-fehlen\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Elterngeld: Willk&uuml;rliche Sparpl&auml;ne<\/strong><br>\nDas Versagen der schwarz-gelben Regierung zeigt sich in vielen Facetten, in den Ungerechtigkeiten der Politik, der Entscheidungsschw&auml;che der Verantwortlichen, dem ewigen Streit. Vollst&auml;ndig wird das Bild einer &uuml;berforderten Koalition aber erst, wenn man einen weiteren Negativfaktor ber&uuml;cksichtigt. Dies sind die erstaunlichen handwerklichen Fehler in der Regierungsarbeit. Dieses Versagen zeigt sich besonders drastisch am Beispiel Elterngeld. An zwei Stellen wollen Familienministerin Kristina Schr&ouml;der und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (beide CDU) sparen. Erstens streichen sie Hartz-IV-Empf&auml;ngern die Leistung komplett. Zweitens senken sie f&uuml;r mittlere bis h&ouml;here Einkommen die Anspr&uuml;che moderat. Wer mehr als 1240 netto im Monat verdient, soll k&uuml;nftig 65 Prozent statt 67 Prozent des Lohnes als Elterngeld erhalten.<br>\nDas Elterngeld soll Berufst&auml;tigen die Entscheidung f&uuml;r ein Kind erleichtern. Mit dem Argument begr&uuml;ndet die Familienministerin daher auch die Entscheidung, Hartz-IV-Beziehern das Elterngeld zu nehmen. Die haben ja schlie&szlig;lich nicht gearbeitet. Nach dieser Logik aber m&uuml;sste die Regierung allen M&uuml;ttern und V&auml;tern, die nicht berufst&auml;tig waren, das Elterngeld streichen. Das traut sie sich aber nur bei den Schw&auml;chsten, nicht bei der Million&auml;rsgattin, die schon vor der Schwangerschaft zu Hause sa&szlig;. Sie bekommt weiter den Sockelbetrag von 300 Euro im Monat, nicht aber die Mutter, die von Hartz IV lebt. F&uuml;r sie und ihre Kinder w&uuml;rden 300 Euro einen gewaltigen Unterschied ausmachen. Diese Willk&uuml;r nimmt diesem Sparplan jede Legitimation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2757764_Elterngeld-Willkuerliche-Sparplaene.html\">FR online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der FR-Journalist Markus Sievers schreibt: &ldquo;Nach dieser Logik aber m&uuml;sste die Regierung allen M&uuml;ttern und V&auml;tern, die nicht berufst&auml;tig waren, das Elterngeld streichen. Das traut sie sich aber nur bei den Schw&auml;chsten, nicht bei der Million&auml;rsgattin, die schon vor der Schwangerschaft zu Hause sa&szlig;.&rdquo; Ist dies eine Frage des &ldquo;nicht trauens&rdquo; oder nicht viel eher eine Fortsetzung der schwarz-gelben Klientelpolitik zu Gunsten der Spitzenverdiener?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sozialstaat: Gute Kunden<\/strong><br>\nBei den Unterkunftskosten f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger lie&szlig;e sich ein dreistelliger Millionenbetrag einsparen. Doch Wohnungsgesellschaften wollen das verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,700543,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Der Vorwurf des SPIEGEL lautet, mehr oder minder ausgesprochen, da&szlig; der Staat noch einmal &ldquo;einen dreistelligen Millionenbetrag&rdquo; aus den eh &uuml;berversorgten Hartz-IV-Betroffenen h&auml;tte wringen k&ouml;nnen. Und wer ist eigentlich an den hohen B&uuml;rokratiekosten von Hartz IV schuld? Unterschwellig doch wieder die Betroffenen, die ihre Rechte einklagen. Der Vorwurf an die Regierung lautet nur, sich wieder mal Lobbyinteressen (Vermieter, Hartz-IV-Betroffene (?)) gebeugt und nicht hart genug gespart zu haben. Gott sei Dank mu&szlig; sich der SPIEGEL bei dieser klaren Zuweisung der Verantwortlichkeiten nicht um solche Details k&uuml;mmern wie die Frage, ob denn die dreistelligen Milliardenbetr&auml;ge f&uuml;r Steuergeschenke an Unternehmen und Verm&ouml;gende sowie f&uuml;r Bankenrettungspakete sinnvoll angelegt waren. Statt mit dem gro&szlig;en Ganzen besch&auml;ftigt sich der SPIEGEL wieder nur mit Klimpergeld. Schlie&szlig;lich mu&szlig; er seinen &ldquo;guten (Anzeigen-)Kunden&rdquo; wieder ein sch&ouml;nes Feindbild f&uuml;r die angeblichen Urheber der Staatsverschuldung liefern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Statusangst: Die inszenierte Mittelschichtspanik<\/strong><br>\nAngesto&szlig;en durch eine Wissenschaft, die ins Fernsehen will: Die Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung &uuml;ber eine angeblich schrumpfende Mittelschicht ist soziologisch wertlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E923EBCCFAFBE4690BFED86981EF3BA46~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.N.:<\/strong> Wie im M&auml;rchen von des Kaisers neuen Kleidern: Jedes kleine Kind sieht es, nur einige Gelehrte versuchen uns zu erkl&auml;ren, dass das ja alles ganz anders ist. Immer nach dem Motto: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ausschuss-Vize G&uuml;ller kritisiert Schweigen der fr&uuml;heren Landesbank-Spitzenmanager vor Untersuchungsausschuss des Landtags: &rdquo;Irgendwann sagen solche Zeugen nicht einmal mehr ihren Namen&rdquo;<\/strong><br>\nDer stellvertretende Vorsitzende des BayernLB-Untersuchungsauschusses im Bayerischen Landtag, Harald G&uuml;ller, ist &auml;u&szlig;erst ver&auml;rgert, dass keiner der fr&uuml;heren Spitzenmanagaer der Landesbank am Donnerstag zu einer Aussage vor dem Ausschuss bereit war. Auch wenn dies rechtlich zul&auml;ssig ist, so stehen die ehemaligen Landesbank-Vorst&auml;nde doch unter der Wahrheitspflicht, betonte der SPD-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd-landtag.de\/aktuell\/details.cfm?ID=12789\">Bayern-SPD-Landtagsfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype?<\/strong><br>\nUm in Zeiten der Politiker- und Parteienverdrossenheit erfolgreiches Online-Campaigning machen zu k&ouml;nnen, braucht man einige Faktoren, die in Deutschland normalerweise nicht gegeben sind: Das Produkt (der Kandidat) sollte von der &ldquo;Community&rdquo; nicht all zu eng mit einer der etablierten Parteien verbunden werden. Daher sollte auch die Kampagne als solche sich nicht mit einer Kampagne einer Partei in Verbindung bringen lassen. Wenn dies gegeben ist und man dann auch noch willf&auml;hrige Massenmedien vorfindet, die ebenso wie arglose Netzbewohner auf den Kampagnenzug aufspringen, ist die Gelegenheit g&uuml;nstig. Yes, we Gauck! Das Netz l&auml;sst sich gerne vergauckeln und freut sich bereits &uuml;ber seine vermeintliche Wirkm&auml;chtigkeit, denn &ldquo;wir werden geh&ouml;rt&rdquo;. Fragt sich nur, wer &ldquo;wir&rdquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/2930\/gauck-hype-welcher-gauck-hype\">Spiegelfechter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die erw&auml;hnte Werbeagentur Scholz &amp; Friends, die in dieser Aktion mitzumischen scheint, war auch zehn Jahre lang f&uuml;r die <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/ueber-die-insm\/INSM-Historie.html\">Arbeitgeber-Lobby<\/a> &bdquo;Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.insm.com\/2009\/12\/31\/insm-wechselt-agentur-serviceplan-statt-scholz-friends\/\">t&auml;tig<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kurt Biedenkopf zur Pr&auml;sidentenwahl: Gebt die Wahl frei!<\/strong><br>\nAm 30. Juni wird nicht &uuml;ber den Fortbestand der Bundesregierung abgestimmt, sondern &uuml;ber die Person, die Bundespr&auml;sident werden soll. Die Entscheidung darf nicht mit dem Schicksal der Regierung verbunden werden. Der ehemalige s&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Kurt Biedenkopf fordert die &bdquo;Freigabe&ldquo; der Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub9F8AFB0E023642BAAB29EA1AEF2A9296\/Doc~E23B1B9DA74764ED087CA83E0AC24A315~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Irmer als Wahlmann &ndash; Kritik an Nominierung des CDU-Rechtsau&szlig;en<\/strong><br>\nDie Nominierung des hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Hans-J&uuml;rgen Irmer als Wahlmann f&uuml;r die Wahl des Bundespr&auml;sidenten st&ouml;&szlig;t im SPD-Landesverband auf Kritik. &ldquo;Irmer trotz seiner unbeirrbaren Hetze gegen Minderheiten und Muslime in die Bundesversammlung zu w&auml;hlen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die hessische CDU&rdquo;, sagte SPD-Generalsekret&auml;r Michael Roth am Mittwoch in Wiesbaden. Es sei &ldquo;besch&auml;mend, Irmer auch noch f&uuml;r seine wiederholten Entgleisungen zu belohnen&rdquo;. Irmer hatte Ende April in einem Zeitungsinterview unter anderem behauptet: &ldquo;Wir brauchen nicht mehr Muslime, sondern weniger.&rdquo; Der Landtag missbilligte die &Auml;u&szlig;erungen, Irmer entschuldigte sich Es passe nicht zusammen, wenn die CDU den nieders&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten Christian Wulff (CDU) einerseits f&uuml;r seine Berufung einer Muslimin zur Ministerin lobe und ihn andererseits als gemeinsamen Kandidaten von CDU und FDP von einem &ldquo;bekennenden Islamver&auml;chter&rdquo; w&auml;hlen lassen wolle, kritisierte Roth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/2758269_Irmer-als-Wahlmann-Kritik-an-Nominierung-des-CDU-Rechtsaussen.html\">FR online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Christian Wulff und die Evangelikalen<\/strong><br>\nChristian Wulff sitzt im Kuratorium der evangelikalen Missionsbewegung Prochrist, berichtete neulich das Blog Esowatch. Presse und Fernsehen haben das Thema kaum aufgegriffen. Ist es wirklich so nebens&auml;chlich? Das auf der Website von Prochrist formulierte &ldquo;Leitbild&rdquo; der Organisation klingt zun&auml;chst recht unverbindlich. Woran genau &ldquo;Prochrist&rdquo; sonst noch glaubt, ist auf der Website nicht festzustellen, aber durch einige Recherchen, auch in den bekannten Medien der evangelikalen Bewegung in Deutschland leicht herauszufinden. Leiter und charismatische Figur von Prochrist ist der Fernsehprediger und evangelische Pfarrer Ulrich Parzany. Was er in der Nummer 7\/2008 von ideaSpektrum schreibt, klingt wie ein Bekenntnis zum Kreationismus. Parzany wendet sich auch gegen &ldquo;praktizierte Homosexualit&auml;t&rdquo; und vertritt, wie viele evangelikale Christen die Theorie, dass Homosexualit&auml;t gewisserma&szlig;en heilbar sei. Wulff ist hier keineswegs allein. Der EKD Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber zeigte sich gegen Ende seiner Amtszeit immer begeisterter von den Evangelikalen, die so virtuos zu mobilisieren zu verstehen und m&ouml;glicherweise auch der Amtskirche Auftrieb geben &ndash; gerade darin scheint ja eines der Angebote von Prochrist zu bestehen. Im Kuratorium sitzen laut Selbstauskunft von Prochrist au&szlig;erdem noch: der ehemalige bayerische Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther Beckstein, der Kaufmann Alexander Graf zu Castell-Castell, der ZDF-Moderator Peter Hahne, der Schuhfabrikant Heinz-Horst Deichmann, der Golfspieler Bernhard Langer, der ehemalige Ministerpr&auml;sident des Landes Baden-W&uuml;rttemberg Erwin Teufel, der SPD-Politiker Hans-Jochen Vogel und einige Kirchenobere. Um es klar zu sagen: Evangelikale Christen d&uuml;rfen glauben, was sie glauben. Aber brauchen wir einen Bundespr&auml;sidenten, der im Kuratorium eines solchen Vereins sitzt? Ist die Missionierung junger Leute im Sinne Parzanys der Unterst&uuml;tzung eines Bundespr&auml;sidenten w&uuml;rdig? Haben wir mit Weihnachtsansprachen zu rechnen, die das segensreiche Wirken der Missionare preisen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.perlentaucher.de\/blog\/146_christian_wulff_und_die_evangelikalen\">Perlentaucher<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;ttgers wirft Kraft &bdquo;schlimmste W&auml;hlert&auml;uschung&ldquo; vor<\/strong><br>\nKehrtwende in NRW: Hannelore Kraft will sich nun doch schon im Juli anstatt erst im Herbst zur Ministerpr&auml;sidentin einer rot-gr&uuml;nen Minderheitsregierung w&auml;hlen lassen. Ausl&ouml;ser sei die FDP, die das B&uuml;ndnis mit R&uuml;ttgers f&uuml;r beendet erkl&auml;rt habe. Er sei nur noch ein &bdquo;Ministerpr&auml;sident auf Abruf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB4238231944B4B06816C99862ED4A164\/Doc~ED3BAC014A806492C9FEB47BF1BCC64C5~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eine Frage des Verm&ouml;gens<\/strong><br>\nSie haben das Ende der DDR vorausgesagt. Und einen Plan zur Verwandlung von Volkseigentum in Privateigentum entworfen, den Vorl&auml;ufer der Treuhandanstalt, die am 17. Juni 1990 ins Leben gerufen wurde. Heute sagen die beiden Forscher wieder etwas voraus: das Ende der Marktwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/eine-frage-des-vermoegens\/1860890.html?view=print\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ganz nett zu lesen &ndash; auch etwas beunruhigend. Und nat&uuml;rlich der Scherz des Tages &uuml;ber K&ouml;hler: &bdquo;Nehmen wir doch mal ernst, was &uuml;ber ihn geschrieben wird (&hellip;) Unterstellen wir mal, er sei auch bei seiner Entscheidung noch pflichtbewusst und Finanzexperte&hellip;. Was h&auml;tte er noch sagen, machen sollen &ndash; ohne politische Entscheidungen grundlegend infrage zu stellen? Zur Finanzkrise zum Beispiel? Alles, was ihr jetzt macht, ist nicht zu verantworten? Sich gegen Europas Staatschefs stellen? Da dies das Amt nicht zul&auml;sst, bleibt nur der Absprung. M&ouml;glicherweise sieht er das Desaster, auf das wir zulaufen. Wir sehen das auch. Und das ist viel gr&ouml;&szlig;er als das mit der DDR damals.&ldquo; &ndash; Im &uuml;brigen werden wir daran erinnert, wer das Konzept f&uuml;r die schnelle Einf&uuml;hrung der D-Mark in der DDR zum Kurs 1:1 erarbeite: Sarrazin im Auftrag K&ouml;hlers, der es dann Waigel &uuml;berzeugte, welcher dann Kohl (&hellip;) <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Athen senkt Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nIn einer umfassenden Reform des Arbeitsmarktes will die griechische Regierung die Mindestl&ouml;hne senken und Entlassungen vereinfachen. Die Ma&szlig;nahmen seien von der Europ&auml;ischen Zentralbank, den Eurol&auml;nder und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds diktiert worden, betonte Arbeitsminister Andreas Loverdos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boersennews.de\/nachrichten\/top-news\/athen-senkt-mindestloehne\/4795?source=g&amp;utm_campaign=mailsolution&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=newsletter&amp;rd=1\">B&ouml;rsennews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.W.:<\/strong> Die Schreiberlinge werden dies uns Lesern als &ldquo;alternativlos&rdquo; oder &ldquo;ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung&rdquo; verkaufen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Genau wie in Spanien. Es kann nur keiner erkl&auml;ren &ndash; au&szlig;er im neoliberalen Phantasialand -, wie mehr Jobs dadurch entstehen sollen, da&szlig; Leute leichter entlassen werden k&ouml;nnen. Besonders sch&ouml;n ist auch der Trick, die &ldquo;&rdquo;Reformen&rdquo;&rdquo; den Griechen im Sommer &ldquo;unterzuschieben&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Wie praktisch, dass Griechenland eben das erste Spiel einer Fu&szlig;ballweltmeisterschaft gewann; das wird die Bev&ouml;lkerung vielleicht auf andere Gedanken bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Spanien muss besonders f&uuml;r franz&ouml;sische und deutsche Banken sparen<\/strong><br>\nDie nun dekretierte Arbeitsmarktreform wird dem Land zwei Generalstreiks bescheren. Besorgnis und Nerv&ouml;sit&auml;t in den Euro-L&auml;ndern: Ist Spanien der n&auml;chste Kandidat f&uuml;r ein Rettungspaket?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32813&amp;mode=print\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Von den verantwortlichen Politikern sowie den Medien wird immer wieder der Eindruck erweckt, der Anstieg der Staatsverschuldung in den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten (Griechenland, Spanien, Portugal, Italien) sei ma&szlig;geblich eine Folge unsoliden Wirtschaftens dieser Staaten &ndash; vor allem &ldquo;&uuml;berbordender&rdquo; Sozialausgaben &ndash; seit der Euro-Einf&uuml;hrung. Fakt ist jedoch, da&szlig; sich die Staatsverschuldung in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt in den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten im Zeitraum 1999 bis 2007 um 16 Prozentpunkte (von 93 Prozent auf 77 Prozent) vermindert hat. Beim selbsternannten Mustersch&uuml;ler Deutschland ist die Staatsverschuldung in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt in diesem Zeitraum hingegen um 4 Prozentpunkte auf 65 Prozent angestiegen &ndash; v.a. eine Folge drastischer Steuersenkungen zu Gunsten der Spitzenverdiener, der Besitzer gro&szlig;er Verm&ouml;gen sowie der Unternehmen. Der starke Anstieg der Staatsverschuldung in den s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten seit dem Jahre 2008 ist &ndash; neben den Negativwirkungen der auch aus dem deutschen Lohndumping resultierenden Leistungsbilanzdefizite &ndash; ganz ma&szlig;geblich auf die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: Finanzielle Aufwendungen f&uuml;r die Bankenrettung, konjunkturst&uuml;tzenden Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Realwirtschaft, dem aus der Konjunkturkrise resultierenden Einbruch der Steuereinnahmen und der Zunahme der Sozialausgaben (z.B. wegen steigender Arbeitslosigkeit). Es zeigt sich mehr und mehr die Tendenz, den Abbau sozialstaatlicher Strukturen in den europ&auml;ischen Staaten zuk&uuml;nftig mehr und mehr &uuml;ber die &ldquo;europ&auml;ische Schiene&rdquo; abzuwickeln. Deutschland ist hierbei der ma&szlig;gebliche Treiber dieser Entwicklung. Geht es nach dem Willen der hiesigen Neoliberalen, dann w&uuml;rde die europ&auml;ische Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik in das Zwangskorsett einer &ldquo;europ&auml;ischen Schuldenbremse&rdquo; hineingepresst werden, erg&auml;nzt um das mit demokratischen Grunds&auml;tzen v&ouml;llig unvereinbare Streichen des europ&auml;ischen Stimmrechtes f&uuml;r &ldquo;Defizits&uuml;nder&rdquo;. Die &ldquo;europ&auml;ische Schuldenbremse&rdquo; w&auml;re das zuk&uuml;nftig verst&auml;rkt zum Einsatz kommende Druckmittel zum Schleifen wohlfahrtsstaatlicher Strukturen in Europa. Im Focus der Politik st&uuml;nde vor allem die Ausgabenseite der Staatshaushalte. Die Anpassung der Staatseinnahmen (z.B. Anhebung des Spitzensteuersatzes, h&ouml;here Erbschafts- und Verm&ouml;genssteuern) w&uuml;rde nach dem Willen der Neoliberalen hingegen weitestgehend ausgeblendet werden, obwohl &ouml;konomische sowie gesellschafts- und sozialpolitische Gr&uuml;nde f&uuml;r eine st&auml;rkere finanzielle Beteiligung der europ&auml;ischen &ldquo;Eliten&rdquo; sprechen. Siehe hierzu die <a href=\"?p=5825#h01\">&ldquo;Hinweise des Tages vom 8. Juni 2010&rdquo;, Punkt 1a<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rentenalter wird in Frankreich auf 62 Jahre angehoben<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung pr&auml;sentierte am Mittwoch die Einzelheiten der seit Wochen umstrittenen Rentenreform: Ab dem 1. Juli 2011 solle die Altersgrenze f&uuml;r Pensionierungen von derzeit 60 Jahren um vier Monate pro Jahr erh&ouml;ht werden. Moralische Verpflichtung&raquo;. Angesichts des ausufernden Haushaltsdefizits und der zunehmenden &Uuml;beralterung der Bev&ouml;lkerung sei die Reform &laquo;eine moralische Verpflichtung&raquo;, sagte Arbeitsminister Eric Woerth bei der Vorstellung der Pl&auml;ne in Paris. Die Anhebung des gesetzlichen Rentenalters soll bis 2018 19 Milliarden Euro in die leeren Staatskassen sp&uuml;len und das &uuml;berschuldete Rentenversicherungssystems wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Zus&auml;tzlich soll der Mindestzeitraum f&uuml;r Beitragszahlungen weiter erh&ouml;ht werden. Wer die volle Rente haben will, muss von 2020 an mindestens 41,5 Jahre in das System eingezahlt haben. Es sei nicht m&ouml;glich, das Loch in der Rentenkasse nur durch neue Einnahmen zu stopfen, erkl&auml;rt Woerth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/rentenalter_wird_in_frankreich_auf_62_jahre_angehoben_1.6117600.html\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gl&uuml;ckliches Frankreich k&ouml;nnte man meinen, aber die Erh&ouml;hung d&uuml;rfte wohl nur ein erster Schritt sein. Die Deutschen machen es ja vor. Trotz der Kritik an Deutschlands Sparpolitik m&ouml;chte auch Sarkozy kr&auml;ftig sparen, was hierzulande oft &uuml;bersehen wird. Das Haushaltsdefizit soll bis 2012 von derzeit 8,5% des BIP auf 4,6% reduziert werden. Premier Fran&ccedil;ois Fillon sieht vor allem in der Beseitigung zahlreicher Steuererleichterungen ein Einsparpotenzial von 75 Mrd. &euro;. Zurzeit werden die Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft &uuml;berpr&uuml;ft. Allerdings w&auml;re es naiv anzunehmen, dass Steuerprivilegien so leicht zu streichen w&auml;ren. Auch d&uuml;rfte der geplante <a href=\"http:\/\/www.minefi.gouv.fr\/cessions\/index.htm\">Verkauf von Liegenschaften aus franz&ouml;sischem Staatsbesitz nicht allzu viel bringen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Berlin koordiniert europaweite Blo&szlig;stellung der Banken<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sucht mit den anderen EU-L&auml;ndern nach einer gemeinsamen Linie bei der m&ouml;glichen Ver&ouml;ffentlichung von Banken-Stresstests. In Stresstests wird untersucht, inwiefern Geldh&auml;user f&uuml;r Extremszenarien ger&uuml;stet sind. &ldquo;Wir stimmen uns derzeit mit unseren europ&auml;ischen Partnern ab&rdquo;, sagte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Mittwoch in Berlin. Die Gespr&auml;che liefen noch. Im vergangenen Jahr hatte sich die Gro&szlig;e Koalition noch vehement gegen eine Ver&ouml;ffentlichung von Ergebnissen gewehrt. Berlin reagiert damit auf Bestrebungen der Spanier, die offenbar auf eine Ver&ouml;ffentlichung von Stressttest-Ergebnissen aller gro&szlig;en europ&auml;ischen Institute dringen. Damit versuchen die Iberer wahrscheinlich, von den eigenen Schwierigkeiten abzulenken und die Kapitalm&auml;rkte zu beruhigen. Hier h&auml;lt sich seit Tagen das Ger&uuml;cht, Spanien k&ouml;nne bald Milliardenhilfen der Euro-Partner ben&ouml;tigen. Insbesondere die Sparkassen &ndash; Cajas &ndash; tun sich momentan mit der Refinanzierung schwer. Institute aus dem Ausland verlangen hohe Risikoaufschl&auml;ge, weil die Cajas als Sicherheiten h&auml;ufig &ldquo;nur&rdquo; spanische Staatsanleihen bieten k&ouml;nnen. W&uuml;rden die Testergebnisse aller gro&szlig;en H&auml;user Europas ver&ouml;ffentlicht, d&uuml;rften die gro&szlig;en spanischen Banken hingegen vergleichsweise gut abschneiden, da sie solide kapitalisiert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:sorge-um-geldhaeuser-berlin-koordiniert-europaweite-blossstellung-der-banken\/50128924.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Reaktion der deutschen Banken l&auml;&szlig;t Schlimmes bef&uuml;rchten. Man m&ouml;chte dann schon etwas genauer wissen, inwiefern eine Ver&ouml;ffentlichung der erwarteten Finanzlage einzelner Institute oder L&auml;nder unter Stress viel Raum f&uuml;r Fehlinterpretationen biete. Wenn Kritiker einer Ver&ouml;ffentlichung f&uuml;rchten, dass diese am Kapitalmarkt f&uuml;r Panik sorgen w&uuml;rde und einen Kreislauf aus Ratingherabstufung sowie Kursverlusten nach sich ziehen w&uuml;rde, spricht einiges f&uuml;r den desolaten Zustand vieler europ&auml;ischer Banken. Geradezu erpresserischen Charakter haben Warnungen aus Bankerkreisen, dass die Offenlegung von Stresstests auch Folgen f&uuml;r die Finanzierungssituation der Staaten haben k&ouml;nnte und eine erneute Flucht aus Staatsanleihen m&ouml;glich werde: Ver&ouml;ffentlichst Du, rei&szlig;e ich Dich mit in den Abgrund. Beruhigend wirkt es auch nicht gerade, wenn Verantwortliche der Bafin die Ver&ouml;ffentlichung an das Angebot entsprechender Auffangl&ouml;sungen koppeln m&ouml;chten. Klarer wird das Bild, wenn man bedenkt, dass laut EZB in Europas Bankenwelt noch ein Abschreibungsbedarf von 195 Milliarden Euro besteht. Nicht enthalten sind darin z. B griechische, spanische und portugiesische Staatsanleihen in H&ouml;he von 330 Mrd. Euro, die allein deutsche Banken halten. &ndash; Der Titel obigen Artikels hat sich &uuml;brigens erledigt, J&ouml;rg Asmussen , der NDS-Lesern wohlbekannte Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium, hat inzwischen verk&uuml;ndet, das eine Ver&ouml;ffentlichung der deutschen Stresstests ohne Genehmigung der Banken nicht erfolgen wird. Das &uuml;brige Europa wird allerdings, wie auf dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschef beschlossen, Stresstests wichtiger Banken ver&ouml;ffentlichen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundeswehr, jugendgerecht <\/strong><br>\nMit einem Preisausschreiben forciert die Bundeswehr ihre aggressive Propaganda- und Rekrutierungskampagne gegen&uuml;ber Jugendlichen ab 14 Jahren. Die Gewinner des &ldquo;Wissensquiz'&rdquo; erhalten exklusiven Zugang zu Eliteeinheiten des deutschen Milit&auml;rs, die auf Anti-Guerilla-Aktionen spezialisiert sind. Unter anderem wird den Jugendlichen eine &ldquo;Zugriffsoperation&rdquo; vorgef&uuml;hrt, bei der Fallschirmj&auml;ger der &ldquo;Division Spezielle Operationen&rdquo; ein von Aufst&auml;ndischen besetztes Geb&auml;ude st&uuml;rmen &ndash; Schusswaffen- und Sprengstoffgebrauch inbegriffen. Flankiert werden die Werbema&szlig;nahmen durch den Abschluss von Kooperationsvertr&auml;gen zwischen Landesregierungen und Milit&auml;r, die den fl&auml;chendeckenden Einsatz sogenannter Jugendoffiziere an deutschen Bildungseinrichtungen erm&ouml;glichen. Erkl&auml;rtes Ziel ist es, die Sch&uuml;ler sowohl mit diversen &ldquo;Bedrohungen&rdquo; als auch mit &ldquo;nationalen Interessen&rdquo; vertraut zu machen. Insbesondere gegen die Indoktrination durch die Jugendoffiziere regt sich inzwischen breiter Widerstand; zahlreiche Sch&uuml;ler- und Elternvertretungen sowie die Lehrergewerkschaft GEW fordern eine &ldquo;Schule ohne Bundeswehr&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57836\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>European Business School wird Universit&auml;t <\/strong><br>\nDie European Business School feiert am Mittwoch in Wiesbaden ihre Aufwertung zur Universit&auml;t. Stadt und Land pumpten Millionen in die private Elite-Hochschule und mussten daf&uuml;r massive Kritik hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_39289115&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=5300&amp;jm=5&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/20100616_1930_europeen_business_school\">Hessenschau (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.L.: <\/strong>Wie sagte Roland Koch sinngem&auml;&szlig;? &rdquo; Beim sparen darf die Bildung nicht ausgenommen werden?&rdquo; Wo er spart kann man hier sehen.<br>\n<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Es ist nicht das erste mal, dass die hessische Landesregierung im Rahmen allgemeiner Sparpolitik Eliteprojekte f&ouml;rdert. Es sei an die <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/archiv\/97870.html\">&bdquo;Operation sichere Zukunft&ldquo;<\/a> erinnert. Bei sozialen Projekten wurde gek&uuml;rzt und gestrichen, die Arbeitszeit der hessischen Beamten\/innen wurde verl&auml;ngert, daf&uuml;r wurde <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/index.jsp?rubrik=5710&amp;key=standard_document_6363728%20\">das Schl&ouml;sschen<\/a> eines von der Insolvenz bedrohten Adligen &uuml;bernommen und die Frankfurter Pferderennbahn wurde finanziell gef&ouml;rdert.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Vom Elend des Kalaharisalzes &ndash; Hartz IV-Kochb&uuml;cher werfen ein Blitzlicht auf einen bizarren Armen-Messianismus<\/strong><br>\nDeutschland kann manchmal sehr seltsam sein. So ist es wohl das einzige Land, dessen umw&auml;lzendste Sozialgesetzgebung nach einem Straft&auml;ter benannt ist. Bekanntlich wurde Peter Hartz wegen Untreue rechtskr&auml;ftig verurteilt. Und wahrscheinlich ist Deutschland auch das einzige Land dieser Erde, in dem Kochb&uuml;cher zu Sozialgesetzen geschrieben werden. Es ist ein groteskes Kapitel und eine sozialpsychologisch h&ouml;chst interessante Erscheinung, dass meist biedere B&uuml;rger sich dazu hingezogen f&uuml;hlen, den Armen zu erkl&auml;ren, wie schmack- und nahrhaft man sich mit ein paar Euro am Tag ern&auml;hren kann. Sie tun dies meist in Verlagen, in denen man f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung zahlen muss, und mittlerweile existiert eine ganze Reihe dieser seltsamen Armuts-Kochb&uuml;cher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=32808&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Georg Schramm &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Euro-Krise<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UapfqS49BZo&amp;feature=autofb\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Haushalt der Kommunen; Wirr-Gef&uuml;hl; FDP will Gewerbesteuer abschaffen; Willk&uuml;rliche Sparpl&auml;ne beim Elterngeld; inszenierte Mittelschichtspanik; Gauck-Hype; Wulff und die Evangelikalen; R&uuml;tters wirft Kraft W&auml;hlert&auml;uschung vor; Athen senkt Mindestl&ouml;hne; Spanien spart f&uuml;r Banken; Rentenalter 62; jugendgerechte Bundeswehr; Hartz-IV-Kochb&uuml;cher; zu guter Letzt. (MB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5926","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5926"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5931,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5926\/revisions\/5931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}