{"id":59314,"date":"2020-03-16T08:34:18","date_gmt":"2020-03-16T07:34:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314"},"modified":"2020-03-16T08:41:18","modified_gmt":"2020-03-16T07:41:18","slug":"hinweise-des-tages-3572","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h01\">Covid-19: Forderungen von Pflegefachkr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h02\">Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h03\">Trump kassiert Korb im Kampf um Impfstoffhersteller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h04\">Vollbremsung: Die Wirtschaft in den Zeiten des Coronavirus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h05\">Der Kern der deutschen Krankenhausmisere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h06\">Pandemie am Rei&szlig;brett &ndash; Bundesregierung simulierte den heutigen Ernstfall schon 2012 und zog kene Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h07\">Das bisschen Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h08\">Merkels Nachfolger sollte Spahn hei&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h09\">Die drohende Trag&ouml;die &ndash; &uuml;bers Artensterben und den Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h10\">Es geht ans Eingemachte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h11\">Das geheime griechische Fl&uuml;chtlingslager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h12\">Gegen unges&uuml;hnte Morde in Lateinamerika: Millionen Frauen machen mobil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h13\">&bdquo;Der Lobby die Stirn bieten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h14\">Seine nuklearen Tr&auml;ume<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h15\">Unser Wunsch nach mehr, unsere Angst vor weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h16\">Der Generalsekret&auml;r und seine Adjutanten &ndash; Wie der SPIEGEL Jens Stoltenberg interviewt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59314#h17\">Trotz Corona: Montags Oben Bleiben gegen S21 &ndash; MONTAGSDEMO GOES ONLINE<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Covid-19: Forderungen von Pflegefachkr&auml;ften<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Bundesgesundheitsminister!<br>\nSehr geehrte Verantwortliche in den L&auml;ndern und Kommunen!<br>\nWir m&uuml;ssen reden!<br>\nEs ist dieser Tage schon ein Trauerspiel. Noch letzte Woche wurden diejenigen, die eine Verschiebung von planbaren Operationen und eine Freir&auml;umung von Klinikkapazit&auml;ten forderten, als Panikmacher gebrandmarkt.<br>\n&bdquo;Deutschland sei nicht Italien!&ldquo; oder &bdquo;macht keine Panik!&ldquo; waren Nachrichten, die wir aus dem politischen Berlin erhielten.<br>\nInzwischen scheinen Sie, Herr Spahn, verstanden zu haben, dass Deutschland ganz schnell Italien sein kann und es absehbar auch sein wird.<br>\nIn Italien fehlten Intensivkapazit&auml;ten und Pflegekr&auml;fte, bei uns fehlt nur Letzteres.<br>\nEinen Unterschied macht das jedoch nicht, denn selbst bei vorhandenen Kapazit&auml;ten an Betten und Technik, wer pflegt denn die Patienten auf den Intensivstationen, wer bedient die Maschinen?<br>\nEs freut uns, dass Sie unsere Texte offensichtlich zur Kenntnis nehmen und sich zumindest partiell daran orientieren, denn die gro&szlig;en Player in der Pflege reagieren wie immer sehr zeitverz&ouml;gert. Das ist bei einer Pandemie nat&uuml;rlich sehr gef&auml;hrlich, denn Zeit ist hier Leben!<br>\nSie haben nun endlich verstanden, dass Pflegekr&auml;fte so rar sind, dass Sie begonnen haben, die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerinnen und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kliniken anzuweisen, jetzt Rentner und Studenten ins Geschehen einzubeziehen und &bdquo;anzulernen&ldquo;.  [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.careslam.org\/blog\/2020\/03\/14\/covid-19-forderungen-von-pflegefachkrften?fbclid=IwAR38FbW1btTLhv5QGP2ZXjS1dOYa1g2noRSGIy6hDAO2HYiI_J3iR15iibg\">Carsslam<\/a>\n<p><strong>dazu (leider im kostenpflichtigen Bereich): Reichen die Notfallbetten?<\/strong><br>\nIn Deutschland mangelt es weniger an Intensivbehandlungspl&auml;tzen als an Klinikpersonal &ndash; ein gef&auml;hrlicher Engpass. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Der Normalbetrieb ist in vielen Intensivstationen angesichts des Personalmangels h&auml;ufig nicht mehr aufrechtzuerhalten, sodass vielfach Intensivbetten gesperrt werden m&uuml;ssen&rdquo;, sagen Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik f&uuml;r Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am Sankt-Antonius-Hospital in Eschweiler (NRW), und weitere Mediziner im &ldquo;Deutschen &Auml;rzteblatt&rdquo;.<br>\nLaut einer Umfrage mussten im Jahr 2017 auf 76 Prozent der Intensivstationen immer wieder Betten gesperrt werden. Die Problematik ist bis heute an der Tagesordnung: Patienten werden abgewiesen &ndash; und m&uuml;ssen hoffen, irgendwo anders ein Intensivbett zu finden.<br>\nSolche Aufnahmestopps sind in Zeiten der Coronavirus-Krise unglaublich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/reichen-die-notfallbetten-a-00000000-0002-0001-0000-000169988519\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Der Krankenpfleger Alexander Jorde &ndash; bekannt aus einem Fernsehauftritt mit Kanzlerin Angela Merkel &ndash; hat den Umgang der Politik mit der Coronavirus-Krise kritisiert. &ldquo;Ich h&ouml;re in den letzten Tagen immer wieder, wir h&auml;tten im Vergleich zu anderen L&auml;ndern viele Intensiv- und Beatmungspl&auml;tze. Aber keiner fragt nach den Menschen, die die darin liegenden Patienten versorgen sollen&rdquo;, schrieb Jorde in mehreren<\/strong><br>\nSchon vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus seien viele Bettenpl&auml;tze aufgrund von Personalmangel gesperrt gewesen. &ldquo;Doch was passiert jetzt? Die Personalvorgaben werden aufgehoben.&rdquo; Diese Krise decke auf einen Schlag auf, wovon Pflegende seit Jahren berichten. &ldquo;Wir sind am Ende. Wir k&ouml;nnen nicht mehr.&rdquo; Bald w&uuml;rden immer mehr Pflegende selbst infiziert sein und ausfallen. &ldquo;Dazu werden diejenigen kommen, die keine Betreuung f&uuml;r ihre Kinder haben.&rdquo; Jorde forderte von der Politik, Kinderbetreuung von pflegerischem und medizinischem Personal sowie die Einhaltung der maximalen Wochenarbeitszeit sicherzustellen. Au&szlig;erdem sollten bei Mitarbeitern mit l&auml;ngerem direktem Kontakt zu Corona-Patienten t&auml;glich Abstriche gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-coronavirus-117.html#Pfleger-zur-Coronavirus-Krise-Wir-koennen-nicht-mehr\">Ticker der Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!<\/strong><br>\nDu tr&auml;gst Verantwortung in Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft? Dann lies hier, was du wann tun musst. (&hellip;)<br>\nWenn du diesen Artikel zu Ende gelesen hast, wirst du das hier mitnehmen:<br>\nDas Coronavirus wird auch dich erreichen. Es verbreitet sich mit exponentieller Geschwindigkeit. Erst allm&auml;hlich, dann pl&ouml;tzlich. Es ist eine Frage von Tagen. Vielleicht von einer Woche oder zwei. Wenn es so weit ist, wird dein Gesundheitssystem &uuml;berfordert sein. Deine Mitb&uuml;rger:innen m&uuml;ssen dann in Krankenhausfluren behandelt werden. Ersch&ouml;pftes Personal im Gesundheitssektor wird an seine Grenzen sto&szlig;en. Manche werden sterben. In Krankenh&auml;usern werden sie entscheiden m&uuml;ssen, welche Patient:innen Sauerstoff bekommen &ndash; und welche nicht. Der einzige Weg, das zu verhindern, ist soziale Distanznahme. Ab heute. Nicht erst ab morgen. Das bedeutet, dass so viele Menschen wie m&ouml;glich ab jetzt zu Hause bleiben sollten.<br>\nWenn du eine Person mit F&uuml;hrungsverantwortung in Politik, Gesellschaft oder Wirtschaft bist, hast du die Macht und die Verantwortung, Szenarien wie diese zu verhindern.<br>\nDu machst dir vielleicht Sorgen: Was, wenn ich &uuml;berreagiere? Werden Menschen &uuml;ber mich lachen? Werden sie sauer auf mich sein? Werde ich dumm dastehen? Ist es nicht besser, darauf zu warten, dass andere erste Schritte unternehmen? Werde ich der Wirtschaft einen zu gro&szlig;en Schaden zuf&uuml;gen?<br>\nAber in 2&ndash;4 Wochen, wenn die ganze Welt in Sperrzonen unterteilt ist, dann werden die wenigen wichtigen Tage der sozialen Distanznahme, die du m&ouml;glich gemacht hast, Leben gerettet haben. Dann wird dich niemand mehr kritisieren. Sie werden dir daf&uuml;r danken, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/perspective-daily.de\/article\/1181\/bv0O10yL\">Perspective Daily<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dieser Text ist die deutsche &Uuml;bersetzung <a href=\"https:\/\/medium.com\/@tomaspueyo\/coronavirus-act-today-or-people-will-die-f4d3d9cd99ca\">eines Artikels, der auf Medium.com erschienen ist<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu aber auch: Virologin M&ouml;lling warnt vor Panikmache<\/strong><br>\nMit den Infektionszahlen steigen auch die Ma&szlig;nahmen rund um das  SARS-CoV-2 oder kurz Corona-Virus. Bundeskanzlerin Angela Merkel r&auml;t auf Sozialkontakte weitestgehend zu verzichten. Der Virologe Christian Drosten k&uuml;ndigte an, dass sich 60 bis 70 Prozent aller Deutschen infizieren k&ouml;nnten. Doch die Virologin Prof. Dr. Karin M&ouml;lling sagt, dass Corona kein schweres Killervirus ist! Die Panikmache sei das Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.radioeins.de\/programm\/sendungen\/die_profis\/archivierte_sendungen\/beitraege\/corona-virus-kein-killervirus.html?fbclid=IwAR2rHJOLP4y7iZPhjUsYSmxK2pqp0nHi8yQgs__a92-47SL8AYhoOYcpAFo\">rbb<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Warum dringen solche Stimmen, immerhin auch Expertin, nicht durch das mediale Geschrei? Nicht extrem genug? Zu wenig Panik? Will das keiner wissen?<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59240\">Ein paar grunds&auml;tzliche Anmerkungen zum Umgang der NachDenkSeiten mit strittigen Problemen<\/a>. In unserer Vorbemerkung zu den Hinweisen hei&szlig;t es daher auch: &bdquo;Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump kassiert Korb im Kampf um Impfstoffhersteller<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident h&auml;tte gern schnellstm&ouml;glich einen Corona-Impfstoff exklusiv f&uuml;r Amerika. Sein Buhlen um das T&uuml;binger Unternehmen prallt aber am Widerstand des Gro&szlig;investors ab. Dessen Name: Dietmar Hopp.<br>\nDietmar Hopp, Haupteigent&uuml;mer des T&uuml;binger Biotechunternehmens Curevac, hat sich gegen einen Verkauf der Firma und deren Forschungsergebnisse nach Amerika ausgesprochen. Ein Exklusivvertrag mit einem einzigen Land f&uuml;r einen Corona-Impfstoff, kommt f&uuml;r ihn nach eigenem Bekunden nicht in Betracht. &bdquo;Wenn es uns hoffentlich bald gelingt, einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln, soll dieser Menschen nicht nur regional, sondern solidarisch auf der ganzen Welt erreichen, sch&uuml;tzen und helfen k&ouml;nnen&ldquo;, erkl&auml;rte Hopp am Sonntagabend. [&hellip;]<br>\nDas Unternehmen selbst erkl&auml;rte am Sonntag ebenfalls, es sei daran interessiert, einen Impfstoff f&uuml;r alle Menschen der Welt zu entwickeln und habe deshalb Kaufinteressen zur&uuml;ckgewiesen. Deshalb steht man nun in Kontakt insbesondere mit der Impfstoffallianz Cepi und &bdquo;vielen anderen Organisationen und Beh&ouml;rden auf der ganzen Welt&ldquo;. Cepi war im Jahr 2017 auf Anregung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Microsoft-Gr&uuml;nder Bill Gates gegr&uuml;ndet wurden. Die Allianz hat bereits sechs Einrichtungen mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs beauftragt, darunter Curevac. Das Forschungsministerium hat die Mittel daf&uuml;r k&uuml;rzlich auf 190 Millionen Euro erheblich aufgestockt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/curevac-investor-hopp-wehrt-sich-gegen-donald-trump-16680445.html?premium\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>1.Das Imperium will sich Forschungsergebnisse exklusiv sichern. Ein Grund mehr, endlich zu begreifen, dass wir uns aus den F&auml;ngen der USA befreien m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em>2.Bisher wird kaum dar&uuml;ber berichtet, ob und in welchem Umfang das T&uuml;binger Unternehmen &ouml;ffentliches Geld zur Forschung erhalten hat. Das ist oft &uuml;blich und w&auml;re interessant zu wissen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Irrer Corona-Impfstoff-Basar mit Trump<\/strong><br>\nDas Bundesgesundheitsministerium hat Medienberichte best&auml;tigt, wonach US-Pr&auml;sident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler der T&uuml;bingen Firma CureVac, die mit Hochdruck an einem Corona-Impfstoff forschen, mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv f&uuml;r sein Land zu sichern. &ldquo;Diesbez&uuml;glich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac&rdquo;, so eine Ministeriumssprecher.<br>\n&ldquo;Trump hat erneut eindrucksvoll bewiesen, wes Geistes Kind er ist. Ein unsozialeres, unsolidarischeres und r&uuml;cksichtsloseres Vorgehen im weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie ist kaum vorstellbar&rdquo;, kontert Jan Korte: &ldquo;Der US-Pr&auml;sident tritt die westlichen Werte, so es sie denn gibt, mit den F&uuml;&szlig;en. Die Bundesregierung muss alles tun, um diese sch&auml;ndlichen Pl&auml;ne zu verhindern.&rdquo;<br>\nFabio de Masi erinnert daran, dass das T&uuml;binger Unternehmen CureVac auch mit &ouml;ffentlichen Geldern und dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut arbeite. &ldquo;Ein Basar mit Donald Trump, wer den Impfstoff lizenzieren darf, ist daher v&ouml;llig irre. Sollte ein Impfstoff verf&uuml;gbar werden, ist dieser in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation allen Menschen zug&auml;nglich zu machen. Selbst die Regeln der Welthandelsorganisation bieten hierf&uuml;r genug Spielraum, da es um h&ouml;here &ouml;ffentliche Interessen geht. Unternehmen k&ouml;nnen f&uuml;r Entwicklungskosten entsch&auml;digt werden. Profite mit dem Tod &uuml;ber hohe Lizenzgeb&uuml;hren f&uuml;r Pharmaunternehmen sind krank&rdquo;, so De Masi: &ldquo;Wirtschaftsminister Altmaier hat angek&uuml;ndigt, dass notfalls kritische G&uuml;ter zu verstaatlichen sind.&rdquo; Die Bundesregierung m&uuml;ssse klarstellen, dass keine Impfstoffe privatisiert werden, die auch mit Bundesmitteln entwickelt wurden.<br>\n&ldquo;Angesichts der schnellen globalen Verbreitung des Covid19-Virus muss die Welt geschlossen gegen diese Krankheit vorgehen&rdquo;, mahnt Heike H&auml;nsel. Aus der Erforschung eines Corona-Impfstoffes d&uuml;rfe &ldquo;kein Milliardengesch&auml;ft gemacht werden, sondern muss angesichts dieser Pandemie, das Patent der UN-Weltgesundheitsorganisation WHO zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Daf&uuml;r muss sich die Bundesregierung einsetzen. Wichtige Gesundheitsforschung muss &ouml;ffentlich stattfinden und darf nicht privatisiert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/irrer-corona-impfstoff-basar-mit-trump\/?fbclid=IwAR2mQjo2F7hQ3eKOf3HMvIKjqIcSkl4EgjGVPQoK7blzvdjaP63qjL4Qc8w\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vollbremsung: Die Wirtschaft in den Zeiten des Coronavirus<\/strong><br>\nIn Zeiten hoher Unsicherheit muss die Politik sich auf wenige stabile Muster in den sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen besinnen, um zur Verminderung der Unsicherheit beizutragen. Aber auch das ist schwer, weil es eine derartige Vollbremsung und einen Schock dieser Art noch nie gegeben hat.<br>\nAb morgen stehen gro&szlig;e Teile der Wirtschaft in Europa und in einigen anderen Regionen einfach still, weil die Regierungen eine Minimierung der sozialen Kontakte jedes einzelnen Menschen erreichen wollen und auch die wirtschaftliche Interaktion ber&uuml;hrt wird. Das ist Angebots- und Nachfrageschock zugleich und beinhaltet die M&ouml;glichkeit von einschneidenden finanziellen R&uuml;ckwirkungen. Momentan bauen die europ&auml;ischen Regierungen auf die chinesische Strategie, bei der es durch radikale Ma&szlig;nahmen zun&auml;chst gelungen ist, die Verbreitung des Virus deutlich zu verlangsamen.<br>\nDie Politik hat kaum eine andere Wahl, weil es derzeit kein anderes &auml;hnlich wahrscheinliches Szenario gibt, auf das man jetzt schon reagieren k&ouml;nnte. Auch in diesem Szenario, das mit einem Gesamtverlauf von zwei bis drei Monaten &uuml;berschaubar ist, sind die Wirkungen auf die Wirtschaft gravierend, aber durchaus zu handhaben. Wenn ein Drittel der Wirtschaft f&uuml;r zwei Monate einen Totalausfall seiner Produktion verzeichnet, sind das schon um die f&uuml;nf Prozent R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung. Kommen einige weniger direkt betroffene Bereiche hinzu, die ihre Produktion lediglich einschr&auml;nken m&uuml;ssen, erreicht man leicht einen R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsproduktes von zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.flassbeck-economics.com\/vollbremsung-die-wirtschaft-in-den-zeiten-des-coronavirus\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Kern der deutschen Krankenhausmisere<\/strong><br>\nHuch, hatten wir in den Klinken nicht gerade noch &bdquo;&Uuml;berkapazit&auml;ten&ldquo;? Wie die Corona-Krise den Irrsinn von Fallpauschalen und Erl&ouml;sorientierung offenlegt<br>\nZeitgleich zur Verbreitung des Corona-Virus entbrennt eine Diskussion dar&uuml;ber, ob das deutsche Gesundheitssystem f&uuml;r einen solchen Krisenfall gewappnet ist. Erste Signale, dass es hier nicht zum Besten steht, hat die Regierung selbst unfreiwillig gesendet: Bereits vergangene Woche erkl&auml;rte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die erst k&uuml;rzlich in Kraft getretenen minimalistischen (Pflege-) Personalvorgaben (&bdquo;Untergrenzen&ldquo;) f&uuml;r die Krankenh&auml;user vorerst wieder au&szlig;er Kraft zu setzen, damit die Krankenh&auml;user auch dann unter Volllast behandeln k&ouml;nnen, wenn das (Pflege-) Personal knapp wird. In dieser Hinsicht wirkt die Cornona-Pandemie eher wie ein Brennglas, in dem schon l&auml;nger bekannte Probleme besonders scharf sichtbar werden: es fehlt an Personal in den deutschen Krankenh&auml;user.<br>\nDie Pandemie sorgt jedoch auch in weiteren krankenhauspolitischen Fragen f&uuml;r eine Perspektivverschiebung. Von (neo)liberaler Seite wurden in den vergangenen Jahren vor allem die angeblichen &bdquo;&Uuml;berkapazit&auml;ten&ldquo; an Bettenpl&auml;tzen und Krankenhausstandorten in Deutschland in den Mittelpunkt der Debatte gestellt. Sie w&uuml;rden zu einer Fehlsteuerung der Ressourcen f&uuml;hren. Weniger Betten konzentriert an weniger Krankenhausstandorten &ndash; so die &uuml;ber Jahre einge&uuml;bte Kernbotschaft &ndash; w&uuml;rden erm&ouml;glichen, mit dem vorhandenen Personal die Pflegebedingungen f&uuml;r PatientInnen und Besch&auml;ftigte zu verbessern und sogar noch Geld zu sparen. Die im europ&auml;ischen Vergleich hohe Bettendichte pro EinwohnerIn gilt in dieser Argumentation als Beleg f&uuml;r Rationalisierungspotential.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/der-kern-der-deutschen-krankenhausmisere\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pandemie am Rei&szlig;brett &ndash; Bundesregierung simulierte den heutigen Ernstfall schon 2012 und zog kene Konsequenzen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat sich schon vor Jahren mit den Folgen einer Virus-Pandemie auf das &ouml;ffentliche Leben besch&auml;ftigt.<br>\nEine Risikoanalyse &ndash; eine Art Pandemie am Rei&szlig;brett &ndash; aus dem Jahr 2012 zeigt erschreckende Parallelen zum aktuellen Ausbruchsgeschehen.<br>\n&bdquo;Das vorliegende Szenario beschreibt ein au&szlig;ergew&ouml;hnliches Seuchengeschehen, das auf der Verbreitung eines neuartigen Erregers basiert.<br>\nDem Szenario ist der zwar hypothetische Erreger &bdquo;Modi-Sars&ldquo;zu Grunde gelegt, der sehr eng an das Sars-Virus angelehnt ist&ldquo;, hei&szlig;t es in dem &bdquo;Bericht zur Risikoanalyse im Bev&ouml;lkerungsschutz 2012&ldquo;, der den Abgeordneten des Bundestags Anfang Januar 2013 zur Verf&uuml;gung gestellt wurde.<br>\nEntstanden ist die Analyse &bdquo;Pandemie durch Virus Modi-Sars&ldquo; unter Federf&uuml;hrung des Robert Koch-Instituts.<br>\nSie beschreibt (Seite 55 ff.) ein Szenario einer von Asien ausgehenden, weltweiten Verbreitung eines hypothetischen neuen Virus mit dem Namen Modi-Sars.*)<br>\nAuff&auml;llig sind die vielen Parallelen zum aktuell grassierenden Coronavirus, etwa die Symptome: Fieber und trockener Husten, Atemnot, in R&ouml;ntgenaufnahmen sichtbare Ver&auml;nderungen in der Lunge, Sch&uuml;ttelfrost, &Uuml;belkeit und Muskelschmerzen. &bdquo;Ebenfalls auftreten k&ouml;nnen Durchfall, Kopfschmerzen, Exanthem (Ausschlag), Schwindelgef&uuml;hl, Kr&auml;mpfe und Appetitlosigkeit&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nDie Inkubationszeit geben die Analysten mit bis zu 14 Tagen an, auch dies eine Parallele zu Sars-CoV-2. Die angenommene Letalit&auml;t ist mit zehn Prozent allerdings deutlich h&ouml;her.<br>\nDas Planspiel geht au&szlig;erdem davon aus, dass die laut Infektionsschutzgesetz und Pandemiepl&auml;nen vorgesehenen Ma&szlig;nahmen durch die Beh&ouml;rden und das Gesundheitssystem &bdquo;schnell und effektiv&ldquo; umgesetzt werden.<br>\nDarunter &ndash; wieder eine Parallele zum realen Geschehen &ndash; Schulschlie&szlig;ungen und Absagen von Gro&szlig;veranstaltungen. Effektiv seien die Ma&szlig;nahmen &bdquo;zwischen Tag 48 und Tag 408&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/josopon.wordpress.com\/2020\/03\/14\/pandemie-am-reisbrett-bundesregierung-simulierte-den-heutigen-ernstfall-schon-2012-und-zog-kene-konsequenzen\/\">Jochens Sozialpolitische Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das bisschen Pandemie<\/strong><br>\nW&auml;hrend Angela Merkel als Krisenmanagerin einmal mehr zu Hochform aufl&auml;uft und Ruhe ausstrahlt, ist Donald Trumps Unf&auml;higkeit, Lagen einzusch&auml;tzen und besonnen zu reagieren, potenziell lebensgef&auml;hrlich f&uuml;r ein ganzes Land. Dass er &uuml;berhaupt nicht verstanden hat, worum es eigentlich geht und wie brisant die Lage ist, zeigt sich nicht nur daran, dass er vor laufender Kamera zahlreiche H&auml;nde sch&uuml;ttelt und 22-mal das Mikrofon ber&uuml;hrt, wie die Kollegen der Washington Post gez&auml;hlt haben. Inzwischen wurde bekannt, dass eine zweite Person, die sich am vergangenen Wochenende mit Trump in dessen Resort in Mar-a-Lago aufgehalten hatte, positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dennoch antwortet der Pr&auml;sident auf die Frage, ob er sich nun testen lassen wolle, abweisend: &ldquo;Wahrscheinlich, ja&rdquo; &ndash; aber nicht wegen der m&ouml;glicherweise fatalen Begegnung in Florida. Offenkundig sch&auml;tzt Trump nicht einmal die Gefahr f&uuml;r die eigene Person realistisch ein. Wie soll er da als Vorbild einer Nation funktionieren?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-03\/weisses-haus-donald-trump-coronavirus-usa\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Beispiel daf&uuml;r, wie die ZEIT Narrative bedient: Frau Merkel soll also  als Krisenmanagerin einmal mehr zu Hochform auflaufen? Da lachen ja die H&uuml;hner: Die Dame ist wochenlang abgetaucht, und hat sich dann letzte Woche hingestellt und den Menschen verk&uuml;ndet, sie sollten sich auf 70% Durchseuchung (und damit auf den worst case) einstellen. Das soll gutes Krisenmanagment sein? Frau Merkel vermag in ihren &Auml;u&szlig;erungen ja nicht einmal zwischen &ldquo;sozialen&rdquo; und &ldquo;physischen&rdquo; Kontakten zu unterscheiden &ndash; als ob man sich &uuml;bers Telefon anstecken k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Wo bleiben denn die Bem&uuml;hungen, seit Anfang Januar schnell zus&auml;tzliche Intensiv-Versorgungs-Kapazit&auml;t zu schaffen (so wie in China geschehen).<\/em><\/p>\n<p><em>Wo bleiben die Bem&uuml;hungen, schnell Kapazit&auml;ten zur Herstellung von Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln zu schaffen. Das muss in einem hochindustrialisierten Land doch innerhalb von zwei Monaten machbar sein!<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht einmal ein tempor&auml;res Tempolimit, um das &uuml;berlastete Gesundheitssystem von t&auml;glich abertausenden Unfallverletzten zu entlasten, f&auml;llt dieser Regierung ein!<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt, wo man kaum noch an Toilettenpapier, Mehl, Reis, Nudeln usw. kommen kann, verk&uuml;ndet die Regierung, man solle nicht hamstern, das sei gar nicht n&ouml;tig. Dies wohlgemerkt w&auml;hrend Millionen Menschen vor leeren Regalen stehen und sich denken, das es besser gewesen w&auml;re, sich fr&uuml;h zu bevorraten.<\/em><\/p>\n<p><em>Und kann die Bundesregierung sich, laut DLF, wirklich nur  &ldquo;bem&uuml;hen&rdquo; die Firma CureVac (die dabei ist, einen Impfstoff zu entwickeln) &ldquo;mit finanziellen Angeboten in Deutschland zu halten&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>70% Durchseuchung k&ouml;nnen Millionen Schwerkranke bedeuten und das bei knapp 30.000 Intensivbetten, die zum Gro&szlig;teil auch f&uuml;r andere Schwerkranke ben&ouml;tigt werden. Bem&uuml;hungen der Regierung, angesichts dieser Diskrepanz die Kapazit&auml;ten massiv auszubauen, kann ich nicht erkennen. Wegen dieser Unf&auml;higkeit drohen uns fl&auml;chendeckend Triage-Situationen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Italians over 80 &lsquo;will be left to die&rsquo; as country overwhelmed by coronavirus<\/strong><br>\nHardest-hit region drafts new proposals saying who will live and who will die<br>\nCoronavirus victims in Italy will be denied access to intensive care if they are aged 80 or more or in poor health should pressure on beds increase, a document prepared by a crisis management unit in Turin propose.<br>\nSome patients denied intensive care will in effect be left to die, doctors fear.<br>\nThe unit has drawn up a protocol, seen by The Telegraph, that will determine which patients receive treatment in intensive care and which do not if there are insufficient spaces. Intensive care capacity is running short in Italy as the coronavirus continues to spread.<br>\nThe document, produced by the civil protection deparment of the Piedmont region, one of those hardest hit, says: &ldquo;The criteria for access to intensive therapy in cases of emergency must include age of less than 80 or a score on the Charlson comorbidity Index [which indicates how many other medical conditions the patient has] of less than 5.&rdquo;<br>\nThe ability of the patient to recover from resuscitation will also be considered.<br>\nOne doctor said: &ldquo;[Who lives and who dies] is decided by age and by the [patient&rsquo;s] health conditions. This is how it is in a war.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telegraph.co.uk\/news\/2020\/03\/14\/italians-80-will-left-die-country-overwhelmed-coronavirus\/\">Telegraph<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das im Artikel beschriebene Verfahren nennt sich &uuml;brigens &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Triage\">Triage<\/a>&ldquo; und ist bei Katastrophen, die eine Selektion erfordern, die Regel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Merkels Nachfolger sollte Spahn hei&szlig;en<\/strong><br>\nVom Merkel-Kritiker und konservativem Provokateur hat sich Jens Spahn zum souver&auml;nen Krisenmanager entwickelt. Die designierten Kanzlerinnen-Nachfolger hingegen wirken angesichts der aktuellen Lage blass oder gar sprachlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merkels-Nachfolger-sollte-Spahn-heissen-article21641704.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Spahn als souver&auml;ner Krisenmanager. Wenn es nicht so dramatisch w&auml;re, w&auml;re es zum totlachen. Was wurde bisher souver&auml;n gemanaged? Nichts. Man war durch Italien vorgewarnt und hat die Zeit vertr&ouml;delt. Zudem steht Merkel f&uuml;r 15 Jahre neoliberaler Politik, die auch das Gesundheitssystem der Parole &bdquo;Privat geht vor Staat&bdquo; unterworfen hat und die nun nur noch ihre hohlen Phrasen absondern kann.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zur Bewertung von Spahns Krisenmanagement sei einmal <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/corona-virus-deutschland-ist-gut-vorbereitet-so-jens-spahn_aid-48585237\">auf diesen Artikel vom 27. Januar verwiesen<\/a>, der mit dem heutigen Wissen reichlich absurd wirkt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die drohende Trag&ouml;die &ndash; &uuml;bers Artensterben und den Kapitalismus<\/strong><br>\nDer globale Kapitalismus ist nicht nur schuld am Klimawandel, sondern ist auch der Grund f&uuml;r das Aussterben von Millionen von Tier- und Pflanzenarten. Sahrah Ensor vom Socialist Review erkl&auml;rt uns diese Krise und was wir dagegen tun k&ouml;nnen.<br>\nIn weniger als 80 Jahren hat der globale Kapitalismus eine Krise der Artenvielfalt erschaffen, deren Auswirkungen in der Geschichte der Menschheit noch nie zuvor gesehen wurden. &Uuml;ber ein Achtel aller Pflanzen- und Tierarten der Erde stehen kurz vor ihrem Aussterben. Wenn wir den Ausl&ouml;ser dieser Katastrophe nicht bek&auml;mpfen, werden viele davon f&uuml;r immer verschwinden, bevor wie &uuml;berhaupt die Chance hatten, sie zu klassifizieren, zu verstehen und ein Verst&auml;ndnis f&uuml;r ihre wichtige Rolle in unseren &Ouml;kosystemen zu erlangen.<br>\nIn den Worten von Charles Darwin: &bdquo;Aus einem so schlichten Anfang entstand, und entsteht noch weiter, eine unendliche Zahl der sch&ouml;nsten und wunderbarsten Formen.&ldquo; Doch jetzt verlieren wir diese Vielfalt an Leben, welche Darwin vor 160 Jahren erst zu verstehen begann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-drohende-tragoedie-uebers-artensterben-und-den-kapitalismus\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Es geht ans Eingemachte<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron hat gestern Abend angesichts der Corona-Krise eine bemerkenswerte Rede an das franz&ouml;sische Volk gehalten. Darin beschr&auml;nkt er sich nicht auf die Ank&uuml;ndigung drastischer administrativer Schutzma&szlig;nahmen der Beh&ouml;rden, um die Ausbreitung des Virus&lsquo; einzud&auml;mmen, sondern kommt zu &uuml;berraschenden Schlu&szlig;folgerungen grunds&auml;tzlicher Art, die das neo-liberale Dogma der letzten Jahrzehnte als Entwicklungsmodell grunds&auml;tzlich in Frage stellen, das sich in der gegenw&auml;rtigen Gefahr als total untauglich erweise. Hier die betreffende Passage (in eigener &Uuml;bersetzung), die bislang in den hiesigen Medien mit wenig Aufmerksamkeit bedacht wurde:<br>\n&bdquo;Morgen m&uuml;ssen wir die Lehren ziehen aus dem, was wir gegenw&auml;rtig durchmachen, das Entwicklungsmodell hinterfragen, in das sich unsere Welt seit Jahrzehnten verwickelt hat und dessen M&auml;ngel nun ans Licht kommen, die Schw&auml;chen unserer Demokratien hinterfragen. Eines hat sich durch diese Pandemie schon jetzt herausgestellt: Die kostenlose Gesundheit, unabh&auml;ngig vom Einkommen, Stellung und Beruf, unser Sozialstaat sind keine Kosten oder Lasten, sondern wertvolle G&uuml;ter, unverzichtbare Tr&uuml;mpfe, wenn das Schicksal zuschl&auml;gt. Diese Pandemie hat jetzt schon deutlich gemacht, da&szlig; es G&uuml;ter und Dienstleistungen gibt, die au&szlig;erhalb der Marktgesetze gestellt werden m&uuml;ssen. Es ist verr&uuml;ckt, unsere Ern&auml;hrung, unseren Schutz, die Gestaltungsf&auml;higkeiten unseres Lebensrahmens im Grunde an andere zu delegieren. Wir m&uuml;ssen die Kontrolle dar&uuml;ber zur&uuml;ckgewinnen, mehr noch als bisher ein souver&auml;nes Frankreich und Europa errichten, ein Frankreich und Europa, das sein Schicksal fest in die Hand nimmt. Die kommenden Wochen und Monate werden Entscheidungen erfordern, die in diesem Sinne einen Bruch darstellen. Ich werde die Sache in die Hand nehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/reinhardt-gutsche\/macron-geht-an-s-eingemachte-1\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich bel&auml;sst es der franz&ouml;sische Pr&auml;sident nicht lediglich bei diesen Worten. Entsprechende Entscheidungen k&auml;men, wenn sie wirklich konsequent vollzogen werden sollten, einer 180&deg;-Wende seiner bisherigen Politik gleich. Darauf deutet beim &bdquo;franz&ouml;sischen Gerhard Schr&ouml;der&ldquo; bisher nichts hin. Wohlklingende Worte hat auch das franz&ouml;sische Volk oft genug geh&ouml;rt. Davon lassen sich die Protestierenden (z.B. die Gelbwesten) wohl kaum noch beeindrucken.<\/em><\/p>\n<p>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger: Bei aller Euphorie darf man nicht vergessen, dass diese Worte am Vorabend der Kommunalwahlen fielen.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das geheime griechische Fl&uuml;chtlingslager<\/strong><br>\nUm die eigene Grenze abzuriegeln, setzt Griechenland auch auf ein geheimes Lager &ndash; fernab jeder Rechtsstaatlichkeit.<br>\nDie griechische Regierung h&auml;lt Fl&uuml;chtlinge an einem bisher geheimen Ort in Isolationshaft fest, bevor sie sie ohne ordnungsgem&auml;sses Verfahren in die T&uuml;rkei abschiebt. Mit derartigen Massnahmen will die griechische Regierung eine Wiederholung der Fl&uuml;chtlingskrise von 2015 verhindern &ndash; und die Grenze zu Europa versiegeln.<br>\nAm 3. M&auml;rz hatte die griechische Regierung ein Gesetz verabschiedet, dass es Fl&uuml;chtlingen w&auml;hrend eines Monats verunm&ouml;glicht, in Griechenland Asylantr&auml;ge zu stellen. Ausserdem erlaubt das Gesetz sofortige Abschiebungen. Gem&auml;ss der &laquo;New York Times&raquo; wird daf&uuml;r auch ein geheimes Lager genutzt, das Rechercheure der Zeitung mithilfe von Satellitenbildern und Berichterstattungen von Lokalmedien nun im Nordosten Griechenlands lokalisiert haben. (&hellip;)<br>\nMehrere Fl&uuml;chtlinge sagten in Interviews, sie seien in einem Lager inhaftiert, ihrer Habseligkeiten beraubt, geschlagen und aus Griechenland ausgewiesen worden &ndash; ohne die M&ouml;glichkeit gehabt zu haben, Asyl zu beantragen oder mit einem Rechtsbeistand zu sprechen. Ein Vorgehen, das von Expertinnen und Experten als Verletzung des internationalen Rechts bezeichnet wird.<br>\nFran&ccedil;ois Cr&eacute;peau, ehemaliger UN-Sonderberichterstatter f&uuml;r die Menschenrechte von Fl&uuml;chtlingen, sprach von einer inl&auml;ndischen &laquo;Schwarzen Anlage&raquo; (Black Site) und verglich das griechische Lager damit mit geheimen Gef&auml;ngnissen der USA, die ausserhalb des eigenen Staatsgebietes liegen und offiziell nicht existieren. Wie bei diesen US-Gef&auml;ngnissen w&uuml;rden auch die Gefangenen des griechischen Lagers geheim gehalten und h&auml;tten keinen Zugang zu Rechtsmitteln. Die Anlage stelle eine Verletzung des Rechts auf Asyl dar, missachte das Verbot grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung und widerspreche damit EU-Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Das-geheime-griechische-Fluchtlingslager#\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gegen unges&uuml;hnte Morde in Lateinamerika: Millionen Frauen machen mobil<\/strong><br>\nIn mehreren L&auml;ndern Lateinamerikas kam es zu beeindruckenden Frauenstreiks. Eine neue Generation junger Frauen zog in diesen Tagen in vielen St&auml;dten Lateinamerikas f&uuml;r ihre Rechte und gegen die allt&auml;gliche Gewalt der patriarchalischen Unkultur auf die Stra&szlig;en.<br>\nEmp&ouml;rung und Verzweiflung &uuml;ber Tausende von ermordeten und verschwundenen Frauen und M&auml;dchen waren wohl der st&auml;rkste Anlass der massenhaften Proteste. Doch auch die in den meisten L&auml;ndern immer noch nicht freigegebene Abtreibung, die sexistische Verfolgung am Arbeits- und Studienplatz, ungleiche L&ouml;hne und Geh&auml;lter oder auch die unzureichenden Ma&szlig;nahmen von Staat und Justiz gegen&uuml;ber der sexuellen Gewalt sind vorrangige Themen der Proteste.<br>\nDer Aufruf zu einem internationalen Streiktag am Montag, dem 9. M&auml;rz, fand vor allem in Chile, Mexiko und Argentinien ein starkes Echo.<br>\nDer Gewerkschaftsbund CGT zeigte ein zwiegespaltenes Verh&auml;ltnis zu diesem Frauenstreik. Manche Einzelgewerkschaften beteiligten sich, andere reagierten mit passivem Schweigen, obwohl die Forderungen der Frauen seit einigen Jahren diskutiert und von manchen Arbeitnehmerorganisationen auch aktiv unterst&uuml;tzt werden.<br>\nIn Argentinien riefen die Frauen am Sonntag in Buenos Aires deshalb: &ldquo;Die CGT trinkt Tee und wir &uuml;bernehmen die Stra&szlig;en&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/99092-gegen-ungesuehnte-morde-in-lateinamerika\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist es eigentlich undenkbar, dass auch hierzulande oder EU-weit Frauen mobil machen? Auch wenn die Todesraten auf diesem Kontinent wohl nicht so hoch sind, ist die Situation vieler Frauen auch in Deutschland sehr schlecht &ndash; erst k&uuml;rzlich haben die NachDenkSeiten z.B. darauf hingewiesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59149#h10\">Armutsprostituierte aus Osteuropa: Eine Frau f&uuml;r f&uuml;nf Euro<\/a>. Auch hierzu k&ouml;nnte gesagt werden:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59149#h15\">Die Zust&auml;nde, die wir hier zum Teil haben, sind mit dem Wohlstandsniveau in einem Land wie Deutschland nur schwer zu vereinbaren.<\/a>&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Der Lobby die Stirn bieten&ldquo;<\/strong><br>\nErdacht von &Ouml;konomen, propagiert von Aktivisten seit Ende der 90er-Jahre &ndash; die Idee einer Finanztransaktionssteuer bekam in Europa viel Zuspruch nach der Finanzkrise 2008. Doch was jetzt auf dem Tisch liegt, hat mit einer umfassenden Finanztransaktionssteuer nur wenig zu tun. (&hellip;)<br>\nEin Streitgespr&auml;ch zwischen dem &ouml;rtlichen Kreissparkassen-Chef und Gerhard Schick, der lange finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Bundestag war und heute Leiter der NGO-B&uuml;rgerbewegung Finanzwende ist. Die Rede kommt auf die Finanztransaktionssteuer, deren Einf&uuml;hrung nach der Finanzkrise von 2008 auf die politische Agenda kam &ndash; in Deutschland und in der EU. Gerhard Schick:<br>\n&bdquo;Es ging damals um eine Finanztransaktionssteuer. Die Idee war, es gibt diesen verr&uuml;ckten Hochfrequenzhandel, wo Milliarden in k&uuml;rzester Zeit hin und hergeschoben werden, ohne volkswirtschaftlichen Nutzen.&ldquo;<br>\nDer Hochfrequenzhandel sollte mit einer winzigen Steuer auf Finanztransaktionen geschrumpft werden. Damit sollte die Finanzindustrie auch einen Beitrag leisten, die zuvor mit Milliardensummen von Staaten gerettet worden war. Bei dem aktuellen Vorschlag sollen allerdings 90 Prozent der Finanzprodukte nicht besteuert werden und das Derivategesch&auml;ft soll genauso au&szlig;en vor bleiben wie alle Finanzgesch&auml;fte, die innerhalb eines Tages abgewickelt werden. Gerhard Schick: &bdquo;Und damit ist die Idee ad absurdum gef&uuml;hrt.&ldquo;<br>\nIm Dezember 2019 hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz einen finalen Gesetzentwurf zur Besteuerung von Finanzgesch&auml;ften in Europa vorgelegt. Wer Aktien eines gro&szlig;en Unternehmens kauft, m&uuml;sste demnach einen Steuersatz in H&ouml;he von 0,2 Prozent zahlen. Als gro&szlig; gelten Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro, wovon rund 500 Firmen in den zehn EU-Staaten zu Hause sind, die eine solche Steuer prinzipiell einf&uuml;hren wollen. (&hellip;)<br>\nN&auml;chste Woche Dienstag wird die Steuer ein Thema bei der Tagung der Finanz- und Wirtschaftsminister der EU sein. Aber eine Entscheidung wird erst im Verlauf dieses Jahres erwartet. M&ouml;glicherweise scheitert die Steuer auch noch, deren Einnahmen die Bundesregierung f&uuml;r die Finanzierung der Grundrente schon verplant hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/finanztransaktionssteuer-der-lobby-die-stirn-bieten.724.de.html?dram:article_id=472495\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Geschichte der Finanztransaktionssteuer wird hier komprimiert wiedergegeben. Weshalb das Bundesfinanzministerium diese Steuer lediglich auf EU-Ebene einf&uuml;hren m&ouml;chte, bleibt r&auml;tselhaft. So wie die Steuer im Entwurf aussieht, ist sie &ndash; anders als die Staatssekret&auml;rin es suggeriert &ndash; mitnichten ein &bdquo;erster Schritt&ldquo;, sondern lediglich der ber&uuml;hmte Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass genau das auch der erhoffte Effekt zugunsten finanzstarker Eliten ist. Der bisherigen Arbeitgeber-freundlichen Politik von Herrn Scholz w&uuml;rde es jedenfalls entsprechen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57024\">Finanztransaktionssteuer &aacute; la Scholz &ndash; Kapitulation vor der Finanzlobby<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59101#h04\">Forscher sehen gravierende Schw&auml;chen bei Finanztransaktionsteuer<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Seine nuklearen Tr&auml;ume<\/strong><br>\nAls Antwort auf die Klimakrise empfiehlt Friedrich Merz den &bdquo;Dual-Fluid-Reaktor&ldquo;. Dessen gr&ouml;&szlig;te Fans sind die AfD und Klimawandel-Leugner. (&hellip;)<br>\nMerz r&auml;t allen, &bdquo;in diesen Fragen technologieoffen zu sein und keine k&uuml;nstlichen Tabus zu errichten&ldquo;.<br>\nWas Merz &bdquo;technologieoffen&ldquo; nennt, wird von vielen Experten allerdings als unrealistisch, rein theoretisch und auf Jahrzehnte nicht praktikabel eingesch&auml;tzt &ndash; ein Wolkenkuckucksheim. Und &bdquo;k&uuml;nstliche Tabus&ldquo; kennt Friedrich Merz in dieser Frage offenbar tats&auml;chlich nicht. Denn die einzige Partei im Bundestag, die ebenfalls f&uuml;r den Dual-Fluid-Reaktor (DFR) wirbt, ist die AfD. Jene Partei, die Merz gern &bdquo;halbieren&ldquo; m&ouml;chte und die er weder &bdquo;koalitions- noch gespr&auml;chsf&auml;hig&ldquo; nennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/CDU-Vorsitz-Kandidat-Friedrich-Merz\/!5671180\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar hat Herr Merz beim Versprechen, die AfD-W&auml;hlerschaft zu halbieren, den Mund zu voll genommen. Ob das gelingen k&ouml;nnte, in dem er den AfD-Phrasen zu einer fragw&uuml;rdigen Technologie folgt, ist doch sehr zu bezweifeln. Vielleicht wollte Herr Merz aber lediglich seine Qualit&auml;ten als &bdquo;Schaumschl&auml;ger&ldquo; unter Beweis stellen &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unser Wunsch nach mehr, unsere Angst vor weniger<\/strong><br>\nWie unser Wohlstandsmodell den Planeten ruiniert<br>\nEines der erfolgreichsten Sachb&uuml;cher der vergangenen Jahre tr&auml;gt den Titel &bdquo;Magic Cleaning&ldquo;, es ist ein Ratgeber f&uuml;r das Aufr&auml;umen. Geschrieben hat ihn die Japanerin Marie Kondo, die damit in ihrem Land lange auf der Bestsellerliste stand. Inzwischen sind ihre Aufr&auml;um-B&uuml;cher in vierzig Sprachen &uuml;bersetzt und weltweit mehr als sieben Millionen Mal verkauft worden &ndash; vor allem in den westlichen Industriel&auml;ndern. Offenbar bedarf es gerade dort einer Anleitung, wie man richtig aufr&auml;umt. Was verst&auml;ndlich ist, weil man, um &uuml;berhaupt ein Problem mit dem Aufr&auml;umen haben zu k&ouml;nnen, erst einmal viel zu viel gekauft haben muss. Die Methode, mit der Marie Kondo vorgeht, baut daher auf der simplen Erkenntnis auf, dass man keine wirkliche Ordnung schaffen kann, solange man noch zu viele Dinge besitzt. In Japan, wo der Wohnraum so teuer ist, dass sich die Vergr&ouml;&szlig;erung der Fl&auml;che zur weiteren Verteilung nicht anbietet, liegt dieser Gedanke auch besonders nah. (&hellip;)<br>\nKennen Sie das Easterlin-Paradox, die Erkenntnis, dass die Menschen ab einem bestimmten Wohlstandsniveau nicht mehr gl&uuml;cklicher werden, auch wenn sie immer mehr besitzen?[1] Marie Kondo schuf sozusagen die filmische Umsetzung dazu. Der Gedanke, der mir als Nachhaltigkeitsforscherin sofort kam, wurde in der Dokumentation nat&uuml;rlich nicht aufgeworfen: Was, wenn die Menschen diese Sachen gar nicht erst gekauft h&auml;tten? Und was, wenn diese Sachen gar nicht erst hergestellt worden w&auml;ren? Dann h&auml;tten wir nun Berge von Plastiks&auml;cken voll M&uuml;ll weniger. (&hellip;)<br>\nIn der Diskussion, was die Menschheit unternehmen kann, um zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu finden, die sich innerhalb der &ouml;kologischen Leitplanken des Planeten bewegt, gibt es im Allgemeinen zwei Vorschl&auml;ge. Der eine, die sogenannte einfache Entkopplung, lautet, mit Hilfe von Innovationen und technologischem Fortschritt den Naturverbrauch zu senken, ohne daf&uuml;r auf Wohlstand verzichten zu m&uuml;ssen, was, wen wundert&rsquo;s, der beliebtere der zwei Vorschl&auml;ge ist. Der sogenannte Rebound-Effekt zeigt aber, dass die Menschheit damit bisher leider nicht wirklich zum Ziel gekommen ist. Das Muster des Rebounds haben wir au&szlig;erdem bei der Nutzung der menschlichen Ressourcen Zeit, Aufmerksamkeit und Geld vorgefunden.[2]<br>\nNeben der Angebotsseite spielen nat&uuml;rlich auch die Akteur*innen auf der Nachfrageseite, sprich die Konsument*innen, eine wichtige Rolle. Der zweite Vorschlag f&uuml;r nachhaltiges Wirtschaften setzt daher genau dort an: Wenn sich die Natur bei steigendem Wirtschaftswachstum nicht erhalten l&auml;sst, geschweige denn erholen kann, muss eben der materielle Wohlstand sinken. Das kommt nat&uuml;rlich weniger gut an, weil man hier tats&auml;chlich mit weniger zurechtkommen, also Verzicht &uuml;ben m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2020\/maerz\/unser-wunsch-nach-mehr-unsere-angst-vor-weniger\">Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.U.:<\/strong> Eine wertvoll-ganzheitliche Darstellung unseres Elends, das noch viel schlimmeres Elend andernorts und f&uuml;r sp&auml;tere Generationen verursacht. Das Ganze angereichert mit guten Beispielen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Generalsekret&auml;r und seine Adjutanten &ndash; Wie der SPIEGEL Jens Stoltenberg interviewt<\/strong><br>\nNATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg gab unl&auml;ngst dem &bdquo;Spiegel&ldquo; ein Interview, bei dem sich die Redakteure bereitwillig auf die Rolle eines Stichwortgebers beschr&auml;nkten. Ein Musterbeispiel f&uuml;r den Wandel vom &ndash; einstmals &ndash; kritischen zum Gef&auml;lligkeitsjournalismus.<br>\nStellen Sie sich vor, Sie w&auml;ren heutzutage ein kritischer Journalist in einem deutschen Leitmedium &ndash; ich wei&szlig;, das ist nicht einfach, aber geben Sie sich bitte etwas M&uuml;he! &ndash; und Sie h&auml;tten die Gelegenheit, ein Interview mit NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg zu f&uuml;hren. Welche Fragen w&uuml;rden Sie ihm stellen?<br>\nMir pers&ouml;nlich w&uuml;rde hier folgendes einfallen:\n<ul>\n<li>Warum haben die USA 2001 den ABM-Vertrag gek&uuml;ndigt?<\/li>\n<li>Warum installierte die NATO bereits vor Jahren ein Raketenabwehrsystem (AEGIS) unter anderen direkt vor der russischen Haust&uuml;r, das sich angeblich gar nicht gegen Russland richtet? Wenn das System, wie offiziell angegeben, dem Schutz gegen Raketenangriffe aus dem Iran dienen soll, warum hat die NATO dann nicht die russischen Angebote zur Zusammenarbeit angenommen? Und warum hat die NATO auch noch nach dem Abschluss des Nuklearabkommens mit dem Iran an diesem System festgehalten?<\/li>\n<li>Wie stehen Sie zur russischen Argumentation, die Abschussvorrichtungen in den AEGIS-Modulen seien nicht nur f&uuml;r defensive Boden-Luft-Raketen, sondern auch f&uuml;r Angriffswaffen wie Marschflugk&ouml;rper geeignet?<\/li>\n<li>Warum sind USA und NATO letztes Jahr nicht auf das russische Angebot eingegangen, den umstrittenen Marschflugk&ouml;rper 9M729 (NATO-Code SSC-8) vor Ort zu inspizieren?<\/li>\n<li>Warum haben Sie sich in diesem Zusammenhang nicht daf&uuml;r eingesetzt, das seinerzeit h&ouml;chst innovative und au&szlig;erordentlich erfolgreiche Verifikations- und Inspektionsregime aus dem INF-Vertrag zu reaktivieren, um die Streitigkeiten zwischen Russland und den USA zu kl&auml;ren?<\/li>\n<li>Was ist eigentlich aus Ihrer Ank&uuml;ndigung vom Februar letzten Jahres geworden, alles zu tun, um den INF-Vertrag doch noch zu retten?<\/li>\n<li>Die USA verf&uuml;gen weltweit &uuml;ber rund 800 ausl&auml;ndische Truppenst&uuml;tzpunkte, Russland dagegen etwa &uuml;ber ein Dutzend. K&ouml;nnen Sie russische Einkreisungs&auml;ngste &ndash; auch vor dem Hintergrund der NATO-Osterweiterung &ndash; verstehen?<\/li>\n<li>K&ouml;nnen Sie nachvollziehen, dass Russland sich bedroht f&uuml;hlt, wenn allein der Milit&auml;rhaushalt der NATO-F&uuml;hrungsmacht USA mehr als zehnmal so hoch ist wie der russische?<\/li>\n<li>Glauben Sie allen Ernstes, Russland k&ouml;nne auf die Idee kommen, Polen und das Baltikum zu &uuml;berfallen? Warum sollte es das tun?<\/li>\n<li>Warum sprechen Sie in Bezug auf Russland nicht mehr, wie die NATO nach dem Harmel-Bericht im (ersten) Kalten Krieg, von &bdquo;Sicherheit und Entspannung&ldquo;, sondern nur noch von &bdquo;Abschreckung und Dialog&ldquo;?<\/li>\n<li>Inwieweit ist f&uuml;r Sie die &bdquo;Charta von Paris&ldquo; vom Dezember 1990 noch verbindlich?<\/li>\n<li>Was halten Sie von Gorbatschows Vorschlag, Trump und Putin sollten die Genfer Erkl&auml;rung der USA und der Sowjetunion vom November 1985 erneuern, nach der ein Atomkrieg keine Gewinner haben k&ouml;nne, daher auch niemals begonnen werden und keine Seite nach &Uuml;berlegenheit streben d&uuml;rfe?<\/li>\n<li>Sie reden immer davon, Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle st&auml;rken zu wollen: Welche konkreten Schritte verfolgen Sie in dieser Richtung?<\/li>\n<li>Was wollen Sie unternehmen, um wenigstens den New-START-Vertrag zu retten?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/99149-generalsekretar-und-seine-adjutanten-wie\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Trotz Corona: Montags Oben Bleiben gegen S21 &ndash; MONTAGSDEMO GOES ONLINE<\/strong><br>\nAlle Veranstaltungen sind in Stuttgart auf unbestimmte Zeit untersagt, um das Ausbreitungstempo der Corona-Infektionen zu drosseln. Auch unsere Montags-Demo gegen S21.<br>\nDas S21-Montagsdemo-Team und das Aktionsb&uuml;ndnis gegen S21 halten diese Ma&szlig;nahmen f&uuml;r sinnvoll, damit die Behandlungskapazit&auml;ten f&uuml;r besonders gef&auml;hrdete Erkrankte gew&auml;hrleistet und ausgebaut werden k&ouml;nnen. Wir sehen uns gleicherma&szlig;en verantwortlich f&uuml;r die Gesundheit unsrer Mitstreiter*innen und daf&uuml;r, dass unsere ausdauernde Bewegung ihre Kontinuit&auml;t und ihren Zusammenhalt bewahrt gegen Stuttgart21.<br>\nDeshalb haben das Demoteam, Vertreter*innen des Aktionsb&uuml;ndnis gegenS21, der Mahnwache und von parkschuetzer.de eine Internet-basierte virtuelle &bdquo;Stuttgart21-Montagsdemo&ldquo; in Angriff genommen:<br>\nVom kommenden Montag, 16. M&auml;rz an wird deshalb bis auf Weiteres jeden Montag um 18:00 &bdquo;OBEN BLEIBEN-TV&ldquo; gesendet werden auf <a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/yx2etbs9\">tinyurl.com\/yx2etbs9<\/a><br>\nDie virtuelle &bdquo;Montagsdemo gegen S21&ldquo; soll, w&auml;hrend Corona-Krise und Versammlungsverbot, unseren Zusammenhalt und den Informationsaustausch in der Bewegung so weit als m&ouml;glich aufrecht erhalten. &bdquo;Oben Bleiben-TV&ldquo; wird die f&uuml;r die Kundgebungen geplanten Reden samt Moderation zur gewohnten Zeit im Internet pr&auml;sentieren.<br>\nEine virtuelle Demo kann helfen, aber den direkten sozialen Kontakt nicht einfach ersetzen. Vor allem nicht f&uuml;r Mitstreiter*innen ohne Internet-Zugang.<br>\nWir w&uuml;rden deshalb vorschlagen, dass sich Mitstreiter*innen ohne Internet auf Montag Abend 18:00 mit Oben-Bleiber*innen mit Netz-Zugang verabreden.<br>\nDie Mahnwache ist in dieser Phase von allerh&ouml;chster Bedeutung. Gerade auch f&uuml;r Mitstreiter*innen ohne Netz-Zugang. Die Reden werden wie immer dort gedruckt zur Verf&uuml;gung stehen. Unser Appell: st&auml;rkt die Reihen unserer stark beanspruchten Mahnw&auml;chter*innen, meldet euch bitte bei Doris Zilger: doriszilger@freenet.de, Tel. 0711 609303.<br>\nWir sind keine Netz-Medien-Profis, dies ist also ein Versuch. Wir lernen im Vorw&auml;rtsgehen. F&uuml;r Bereitschaft zu Unterst&uuml;tzung und Verbesserung sind wir dankbar. Wir gr&uuml;&szlig;en euch, liebe Mitstreiter*innen, mit dem Wunsch euch bald und gesund wieder zu sehen &ndash; Oben Bleiben!<br>\nEuer Montagsdemo-Team,  Aktionsb&uuml;ndnis gegen S21, Parkschuetzer.de und  Mahnwache Orga-Team\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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