{"id":5934,"date":"2010-06-18T18:39:03","date_gmt":"2010-06-18T16:39:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5934"},"modified":"2010-06-19T21:03:10","modified_gmt":"2010-06-19T19:03:10","slug":"hinweise-des-tages-2-132","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5934","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: That &rsquo;30s Feeling, Sparen ist keine L&ouml;sung, Nieder mit Arm und Reich, Arbeiten &uuml;ber die Altersgrenze hinaus, Wie &ldquo;Big Oil&rdquo; die Politik schmiert, Comeback der Kernkraft (KR)<br>\n<!--more-->Mehr <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Krugman: That &rsquo;30s Feeling<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Dierk Hirschel: Sparen ist keine L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Die Rettung des Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Europ&auml;ische Zentralbank: Keine Gefahr durch Staatsanleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Thomas Fricke &ndash; Nieder mit Arm und Reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Arbeiten &uuml;ber die Altersgrenze hinaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">US-Teenager finden kaum noch Ferienjobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Streber und Sitzenbleiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">&Ouml;lkatastrophe: Wie &ldquo;Big Oil&rdquo; die Politik schmiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&ldquo;Totgesagte leben l&auml;nger&rdquo;: ZDF-Dokumentation &uuml;ber das Comeback der Kernkraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Nationalismus der Minderheiten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=5934&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krugman: That &rsquo;30s Feeling<\/strong><br>\nArguing with German deficit hawks feels more than a bit like arguing with U.S. Iraq hawks back in 2002: They know what they want to do, and every time you refute one argument, they just come up with another.<br>\nHere&rsquo;s roughly how the typical conversation goes (this is based both on my own experience and that of other American economists):<br>\nGerman hawk: &ldquo;We must cut deficits immediately, because we have to deal with the fiscal burden of an aging population.&rdquo;<br>\nUgly American: &ldquo;But that doesn&rsquo;t make sense. Even if you manage to save 80 billion euros &mdash; which you won&rsquo;t, because the budget cuts will hurt your economy and reduce revenues &mdash; the interest payments on that much debt would be less than a tenth of a percent of your G.D.P. So the austerity you&rsquo;re pursuing will threaten economic recovery while doing next to nothing to improve your long-run budget position.&rdquo;<br>\nGerman hawk: &ldquo;I won&rsquo;t try to argue the arithmetic. You have to take into account the market reaction.&rdquo;<br>\nUgly American: &ldquo;But how do you know how the market will react? And anyway, why should the market be moved by policies that have almost no impact on the long-run fiscal position?&rdquo;<br>\nGerman hawk: &ldquo;You just don&rsquo;t understand our situation.&rdquo;<br>\nThe key point is that while the advocates of austerity pose as hardheaded realists, doing what has to be done, they can&rsquo;t and won&rsquo;t justify their stance with actual numbers &mdash; because the numbers do not, in fact, support their position. Nor can they claim that markets are demanding austerity. On the contrary, the German government remains able to borrow at rock-bottom interest rates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/06\/18\/opinion\/18krugman.html?partner=rssnyt\">NYT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dierk Hirschel: Sparen ist keine L&ouml;sung<\/strong><br>\nEuropa spart sich kaputt. Die Sparwut droht das zarte Wachstum abzuw&uuml;rgen. Die Staaten m&uuml;ssten aber in Bildung, Gesundheit, Umwelt und Infrafstruktur investieren.<br>\nH&ouml;here Steuern auf gro&szlig;e Einkommen und Verm&ouml;gen machen &ouml;konomisch Sinn. Wenn Reiche mehr Steuern zahlen, dann konsumieren und investieren sie keinen Cent weniger. Lediglich ihre Sparquote sinkt. Das schadet nur dem Casino.<br>\nDie Gefahr, dass h&ouml;here Steuern das scheue Reh au&szlig;er Landes treiben, besteht nicht. Der internationale Steuersenkungs- hat sich in einen Steuererh&ouml;hungswettlauf verwandelt. Unsere europ&auml;ischen Nachbarn erh&ouml;hen in der Finanzkrise ihre Steuern. Die &ouml;konomisch sch&auml;dliche und sozial schlechte Sparpolitik ist somit nicht alternativlos. Wer jetzt die Verteilungsfrage stellt, der muss die Zukunft nicht kaputtsparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2760799_Gastbeitrag-Sparen-ist-keine-Loesung.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Rettung des Euro<\/strong><br>\nRegulierung In Br&uuml;ssel wird gerade versucht, den Euro zu sanieren. Hier kommt der 7-Punkte-Plan, der wirklich helfen k&ouml;nnte. Radikales Denken ist jetzt n&ouml;tig. Erst mal vorweg: Wer die Wirtschaft abw&uuml;rgt, treibt die Bev&ouml;lkerung in die Armut und den Staat in den Bankrott. Zweite Vorbemerkung: Die Hauptursache des &ldquo;griechischen Problems&rdquo; ist die neoliberale Konstruktion der Eurozone und des EU-Binnenmarktes: Eine gemeinsame W&auml;hrung und der gleichzeitige Handelskrieg und Steuerwettbewerb gehen nicht zusammen, diese Konstruktion muss zerrei&szlig;en. Die &ldquo;griechische Trag&ouml;die&rdquo; ist eine europ&auml;ische Trag&ouml;die.\n<ol>\n<li>Alle Euro-Staatsanleihen werden vor&uuml;bergehend durch die EZB garantiert.<\/li>\n<li>In einer konzertierten Aktion werden die Staatsschulden mit Hilfe EU-weiter Kapitalsteuern unter die Maastricht-Grenze von 60 Prozent gesenkt.<\/li>\n<li>Niemand darf mehr als zwei Prozent des BIP f&uuml;r Milit&auml;rausgaben veranschlagen.<\/li>\n<li>Die Zinss&auml;tze zuk&uuml;nftiger Eurobonds werden &ndash; so wie bei Sparb&uuml;chern &ndash; festgelegt.<\/li>\n<li>Fonds werden reguliert, nicht nur registriert: Zutritt zum EU-Binnenmarkt erhalten nur Fonds mit Sitz in der EU.<\/li>\n<li>Ab sofort dringt die EU mit aller Macht auf die Umsetzung des Vorschlags von John Maynard Keynes nach einer globalen W&auml;hrungskooperation.<\/li>\n<li>Der internationale Kapitalverkehr wird nur noch &uuml;ber die Clearingsysteme der Zentralbanken abgewickelt, wodurch hier die Transaktionssteuer technisch unaufw&auml;ndig eingehoben werden kann. Banken, die in Steueroasen operieren, erhalten kein Konto bei diesen Clearingstellen und sind somit vom freien Kapitalverkehr ausgeschlossen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F06%2F18%2Fa0039&amp;cHash=2b65ea3fb2\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vorschl&auml;ge, die es in sich haben. Man mu&szlig; sie nicht teilen, aber f&uuml;r eine produktive Diskussion sorgen sie allemal.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Zentralbank: Keine Gefahr durch Staatsanleihen<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat die Kritik am Ankauf von Staatsanleihen zur&uuml;ckgewiesen. Die K&auml;ufe heizten die Inflation nicht an &ndash; auch auf mittlere und lange Sicht gebe es keine Risiken f&uuml;r die Preisstabilit&auml;t, berichtete die EZB in ihrem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Monatsbericht.<br>\nBisher kaufte die EZB Anleihen im Wert von 47 Milliarden Euro, um &ldquo;das ordnungsgem&auml;&szlig;e Funktionieren der Finanzm&auml;rkte wiederherzustellen&rdquo; und somit &ldquo;ein angemessenes Renditegef&uuml;ge&rdquo; zu erreichen. Obwohl die Notenbank die zus&auml;tzliche Liquidit&auml;t in w&ouml;chentlichen Refinanzierungsgesch&auml;ften wieder einsammelt, erntete die Notenbank deutliche Kritik f&uuml;r ihr Vorgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2760025_Europaeische-Zentralbank-Keine-Gefahr-durch-Staatsanleihen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Nieder mit Arm und Reich<\/strong><br>\nFast 30 Jahre galt als Leitmotiv guter Wirtschaftspolitik: Wenn Einkommen auseinanderdriften, ist das zwar unsch&ouml;n, wirtschaftlich aber gut. Weil es Anreize schafft, mehr zu leisten. Nirgendwo ist diese Formel so konsequent umgesetzt worden wie in den USA und Gro&szlig;britannien.<br>\nNirgendwo scheinen, 30 Jahre nach Margaret Thatcher und Ronald Reagan, die Zweifel so gro&szlig;, ob das gut war. Mittlerweile deutet einiges darauf hin, dass gro&szlig;e Reichtumsunterschiede auf Dauer untragbare Kollateralsch&auml;den mit sich bringen &ndash; f&uuml;r Gesundheit und Lebensstandard. Und dass selbst die Reichen in sozial ungleichen L&auml;ndern schlechter leben als in egalit&auml;reren Gesellschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-nieder-mit-arm-und-reich\/50129784.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So unerfreulich der Tatbestand, so erfreulich, dass Thomas Fricke uns in einem Wirtschaftsblatt wie der Financial Times Deutschland die Ergebnisse der Forschungen von Wilkinson und Pickett n&auml;herbringt. Nat&uuml;rlich gibt es bereits eine lange Forschungstradition zum Verh&auml;ltnis von Ungleichverteilung und Lebensstandard, aber sie wurde vom wissenschaftlichen und politischen Mainstream weitgehend ignoriert. Dies geschieht auch heute noch, wenn man sieht, wie Leitmedien wie die Welt oder die FAZ die j&uuml;ngsten Forschungsergebnisse des DIW zur Polarisierung der Einkommen in frage stellen, obwohl inzwischen mit den H&auml;nden zu greifen ist, da&szlig; das Anwachsen des Bruttoinlandsprodukts nicht zwangsl&auml;ufig zu einem h&ouml;heren Lebensstandard f&uuml;r alle f&uuml;hrt. Es ist Forschern wie Anthony Atkinson zu verdanken, dass wir heute wissenschaftlich belegt wissen, dass sogar ein geringeres Bruttoinlandsprodukt bei einer Verringerung der Ungleichverteilung einen h&ouml;heren Lebensstandard erm&ouml;glicht. Wer m&ouml;chte kann <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/wzb\/pdf\/rede_atkinson.de.pdf\">hier [PDF &ndash; 40 KB]<\/a> seine Rede (Ungleichheit aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive) als Preistr&auml;ger des A.SK Social Science Award nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeiten &uuml;ber die Altersgrenze hinaus<\/strong><br>\n&Auml;ltere Menschen sind deutlich h&auml;ufiger auf dem Arbeitsmarkt vertreten als in den Jahrzehnten zuvor. Viele haben nur einen Minijob, nicht wenige m&uuml;ssen noch im Rentenalter arbeiten. Die h&ouml;here Erwerbsbeteiligung setzt sich selbst nach Erreichen der gesetzlichen Rentengrenze fort. Die Erwerbst&auml;tigkeit der &Uuml;ber-65-J&auml;hrigen entwickelt sich zu einem beachtenswerten Ph&auml;nomen, sagt Martin Brussig vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ). In einigen Gruppen arbeitet bereits jeder zehnte Mann im Rentenalter, und selbst unter den 69-J&auml;hrigen hat einer von 20 noch immer einen Job. Darunter sind etliche Hochqualifizierte, die noch fit sind und gerne weiterarbeiten m&ouml;chten.<br>\nDoch der Report weist auch auf jene hin, deren Rente zu knapp ist, um &uuml;ber die Runde zu kommen. Die durchschnittlichen Zahlbetr&auml;ge f&uuml;r Neurentner stagnierten in den vergangenen Jahren oder sind gesunken. Daher sei davon auszugehen, &ldquo;dass eine zunehmende Zahl junger Rentner an einem Zusatzverdienst aus Erwerbst&auml;tigkeit interessiert ist&rdquo;. Dazu passt der Befund, dass auch mehr 55- bis 64-J&auml;hrige Erwerbseinkommen mit Arbeitslosengeld II kombinieren. Wer dann fr&uuml;hzeitig seine Rente beantragt, muss Abschl&auml;ge hinnehmen. Gerade diese Rentner werden ihr Altersgeld durch zus&auml;tzliches Arbeitseinkommen erh&ouml;hen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2010_10_1.pdf\">B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 195 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/auem-report\/2010\/auem2010-03.php\">Institut Arbeit und Qualifikation<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>US-Teenager finden kaum noch Ferienjobs<\/strong><br>\nGro&szlig;e Ferien in den USA &ndash; das wird dieses Mal anders als in den Vorjahren. Unter anderem gibt es eine schlechte Nachricht f&uuml;r Sch&uuml;ler: Rentner schnappen ihnen die Jobs weg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:wall-streeter-us-teenager-finden-kaum-noch-ferienjobs\/50129930.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der entscheidende Hinweis, dass Rentner mit Sch&uuml;lern um Jobs konkurrieren, weil die Wall Street riesige L&uuml;cken in den Pensionsfonds verantwortet, fehlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Streber und Sitzenbleiber<\/strong><br>\nDeutschland driftet im Bildungsbereich auseinander. Auf der einen Seite profitieren immer mehr Kinder von Bildungsangeboten. Der Anteil jener Kinder, die im Windelalter p&auml;dagogisch gef&ouml;rdert werden ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Es gibt einen anhaltenden Run auf die Gymnasien. Auf der anderen Seite w&auml;chst jedes dritte Kind bei Eltern auf, die arm sind, keine Arbeit haben oder gerade mal den Hauptschulabschluss. Jeder Sechste zwischen 20 und 30 Jahren hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. &ldquo;Die Bildungskluft wird gr&ouml;&szlig;er&rdquo;, so das Fazit von Thomas Rauschenbach vom Deutschen Jugendinstitut , einer der Autoren des Berichts.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F06%2F18%2Fa0159&amp;cHash=2083105f45\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/zeigen.html?seite=8400\">Deutsches Institut f&uuml;r Internationale P&auml;dagogische Forschung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;lkatastrophe: Wie &ldquo;Big Oil&rdquo; die Politik schmiert<\/strong><br>\nMehr als eine Million hat der Republikaner Joe Barton von der &Ouml;lindustrie erhalten. Da &uuml;berrascht es wenig, dass er sich bei einer Anh&ouml;rung zur &Ouml;lpest bei BP-Chef Hayward entschuldigt.<br>\n[&hellip;]<br>\nSchlie&szlig;lich hat er laut Daten des Center for Responsive Politics seit 1990 rund 1,4 Mio. $ von Lobbygruppen der &Ouml;l- und Gasindustrie erhalten. Damit bezog Barton 94 Prozent seiner Spenden aus dem Umfeld der Energiekonzerne &ndash; mehr als jeder andere Abgeordnete im<br>\nRepr&auml;sentantenhaus. Aus dem Umfeld von BP erhielt Barton im selben Zeitraum 27.350 $, womit er auf Platz acht der Empf&auml;nger innerhalb des US-Kongresses landete.<br>\n[&hellip;]<br>\n&ldquo;Big Oil wei&szlig; genau, wer seine Verb&uuml;ndeten sind&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Rundmail, die &ldquo;Organizing for America&rdquo; am Freitag verschickte. Die Unterst&uuml;tzerorganisation von Barack Obama versucht, den Pr&auml;sidenten und seine demokratische Partei nun als die einzigen entschlossenen<br>\nK&auml;mpfer gegen die Interessen der &Ouml;lindustrie zu positionieren.<br>\n[&hellip;]<br>\nDoch nicht nur Republikaner m&uuml;ssen sich fragen lassen, wie unabh&auml;ngig ihre Politik angesichts von gro&szlig;z&uuml;gigen Spenden der &Ouml;lindustrie ist. Die demokratische Senatorin von Lousiana, Mary Landrieu, erhielt allein 2008 fast 17.000 $ von BP, insgesamt waren es mehr als 28.000 $. Noch vor wenigen Monaten hatte Landrieu Bohrungen im Golf von Mexiko vehement verteidigt. Die Risiken seien &ldquo;so winzig im Vergleich zu den Gewinnen f&uuml;r die St&auml;rke der USA und Sicherheit , den Gewinn an Jobs und Energiesicherheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:oelkatastrophe-wie-big-oil-die-politik-schmiert\/50130009.html\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Totgesagte leben l&auml;nger&rdquo;: ZDF-Dokumentation &uuml;ber das Comeback der Kernkraft<\/strong><br>\nDie ZDF-Autoren Ulrike Br&ouml;dermann und Michael Strompen besch&auml;ftigen sich mit der Frage, ob der Atomausstieg tats&auml;chlich beschlossene Sache ist. Dies sagt zumindest Bundesumweltminister Norbert R&ouml;ttgen: &ldquo;Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert. Das ist seit Jahrzehnten nicht der Fall.&rdquo; Atomkraft sei nichts anderes mehr, als eine &ldquo;Br&uuml;ckentechnologie&rdquo;.<br>\nWie sieht er aus, der langsame Ausstieg aus der Atomkraft? Werden Werke geschlossen? Sozialpl&auml;ne ausgehandelt? Der R&uuml;ckbau vorbereitet? Die Autoren haben bei Politik und Wirtschaft nachgefragt, mit Atomkraftkritikern gesprochen, Konferenzen &uuml;ber Energiefragen besucht und vertrauliche Dokumente ausgewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/hauptnavigation\/nachrichten\/#\/beitrag\/video\/1070302\/Totgesagte-leben-l%C3%A4nger---die-Doku\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nationalismus der Minderheiten<\/strong><br>\nNationale Ressentiments gibt es nicht nur in der hiesigen Mehrheitsgesellschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Brosch&uuml;re der &raquo;Initiative Schule ohne Rassismus&laquo;, die sich rechten Bestrebungen unter jungen Migranten widmet.<br>\nIm Jahr 2006 machten Beschwerden von K&ouml;lner Lehrern Schlagzeilen, die &uuml;ber gezielte St&ouml;rungen des Unterrichts durch ultranationalistische Sch&uuml;ler mit t&uuml;rkischem Migrationshintergrund berichteten. Es sind keine Einzelf&auml;lle, wie eine aktuelle Brosch&uuml;re mit dem Titel &raquo;Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft zeigt, die von der Initiative &raquo;Schule ohne Rassismus&laquo; herausgegeben wird. Die Initiative k&auml;mpft seit Jahren gegen die verschiedenen Spielarten extrem rechter Gesinnung in den Schulen. Ihr gelingt es auch, &uuml;ber rechte Gesinnung bei Migranten ohne die nationalen Zwischent&ouml;ne zu schreiben, die oft in den Boulevardmedien bei dem Thema verbreitet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/173294.nationalismus-der-minderheiten.html\">ND<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute u. a. zu folgenden Themen: That &rsquo;30s Feeling, Sparen ist keine L&ouml;sung, Nieder mit Arm und Reich, Arbeiten &uuml;ber die Altersgrenze hinaus, Wie &ldquo;Big Oil&rdquo; die Politik schmiert, Comeback der Kernkraft (KR) <\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-5934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5934"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5934\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5943,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5934\/revisions\/5943"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}