{"id":59375,"date":"2020-03-18T08:19:20","date_gmt":"2020-03-18T07:19:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375"},"modified":"2020-03-18T09:56:42","modified_gmt":"2020-03-18T08:56:42","slug":"hinweise-des-tages-3574","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h01\">Auf jeden best&auml;tigten Corona-Fall kommen bis zu zehn unentdeckte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h02\">Coronavirus: Warum Herr Drosten jetzt endlich schweigen sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h03\">Corona-Virus-Pandemie &ndash; was lernen wir daraus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h04\">Die Solidarit&auml;t der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h05\">Die M&uuml;nchen-Theorie um &bdquo;Patient null&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h06\">Frankreich: Ausgangssperre und 100.000 Polizisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h07\">VW-Konzern stellt Produktion ab Samstag weitgehend ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h08\">Spain has nationalized all of its private hospitals as the country goes into coronavirus lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h09\">Von der Pandemie zum Wirtschaftskollaps?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h10\">Kapitalismus kaputt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h11\">Zur Lage der Rente: Gerd Bosbach &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h12\">Equal Pay Day: Ab heute verdienen auch Frauen Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h13\">Der 8-Stunden-Arbeitstag: die wechselvolle Geschichte eines Mythos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h14\">Rettung des Regenwalds: Mit Selbstverpflichtungen eher nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h15\">Mehr Befugnisse f&uuml;r die Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h16\">Verteidigungshaushalt soll st&auml;rker steigen als geplant &ndash; aber unter Corona-Vorbehalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h17\">Bundesrat: SP&Ouml; und FP&Ouml; zwingen Regierung zu Mercosur-Nein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h18\">Oppositionsf&uuml;hrer Gantz erh&auml;lt Auftrag zur Regierungsbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h19\">Sanders ist besser &ndash; aber nicht gut genug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59375#h20\">Offener Brief an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Auf jeden best&auml;tigten Corona-Fall kommen bis zu zehn unentdeckte<\/strong><br>\nAuf jeden best&auml;tigten Corona-Fall kommen bis zu zehn unentdeckte<br>\nJeden Tag erfassen Staaten weltweit die Zahl ihrer nachweislich am Coronavirus infizierten Menschen. Dabei ist allen klar: Tats&auml;chlich liegt der Wert viel h&ouml;her. Forscher wagen nun eine Sch&auml;tzung. [&hellip;]<br>\nBezogen auf die weltweite Statistik bedeutet das: zwischen einer und zwei Millionen Menschen k&ouml;nnten derzeit infiziert sein. Legt man die Fallzahlen des Robert Koch-Instituts f&uuml;r Deutschland vom Dienstagabend von mehr als 7000 best&auml;tigten Infektionen zugrunde, h&auml;tten sich hierzulande bislang zwischen 35.000 und 70.000 Menschen infiziert. [&hellip;]<br>\nLaut der Auswertung wurden zu Beginn der Epidemie in China ungef&auml;hr 86 Prozent der Infektionen &uuml;bersehen, nur 14 Prozent wurden identifiziert, schreiben die Forscher im Fachmagazin &ldquo;Science&rdquo;. Auf jeden nachweislich Infizierten kamen also ungef&auml;hr sieben unentdeckte F&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-auf-jeden-bestaetigten-fall-kommen-bis-zu-zehn-unentdeckte-a-dd82ea01-30f3-4be7-b1ba-39648713bafc\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erstaunlich ist, dass im gesamten Artikel dazu nicht auf die wichtigen Implikationen dieser &bdquo;Dunkelziffern&ldquo; auf die Risikobewertung der Krankheit eingegangen wird. Wenn die Zahl der tats&auml;chlich Infizierten n&auml;mlich zehnmal so gro&szlig; sein sollte, dann w&auml;re nach Adam Riese auch die Sterblichkeitsziffer zehnmal so niedrig, da die Todesopfer sich bei diesem Indikator auf die Grundgesamtheit der Infizierten beziehen. Dann bek&auml;men wir aber auch bei den &bdquo;Durchseuchungsmodellen&ldquo; (die 60 bis 70 Prozent werden im Artikel ja angesprochen) ganz andere, viel niedrigere Ziffern, als die mit denen in der letzten Woche operiert wurde, um die massiven Gegenna&szlig;nahmen zu rechtfertigen. Denn dann w&auml;ren wir &ndash; man traut es sich heute ja kaum noch sagen &ndash; bei den Sterblichkeitsziffern und den zu erwartenden Todesopfern tats&auml;chlich im Bereich einer wenn auch schweren(!) Grippewelle. Die Studie aus Science ist &uuml;brigens nicht die erste Studie zu diesem Thema. Bereits am 31. Januar hatten internationale Forscher f&uuml;r die Stadt Wuhan <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/global-development\/2020\/feb\/06\/hidden-coronavirus-cases-could-thwart-containment-efforts-experts-warn\">mit sehr &auml;hnlichen Dunkelziffern gerechnet<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: &bdquo;Wir haben neue Symptome entdeckt&ldquo;<\/strong><br>\nHendrik Streeck ist wahrscheinlich der Virologe, der die meisten Patienten in Deutschland gesehen hat. Ein Interview &uuml;ber neue Covid-19-Symptome, Schnelltests und zu hohe Todeszahlen. [&hellip;]<br>\nWie erkl&auml;ren Sie die geringen Todeszahlen in Deutschland im Vergleich zum Beispiel zu Italien?<br>\nDar&uuml;ber bin ich gar nicht &uuml;berrascht. Denn in Italien hat man nur die sehr schwer symptomatischen F&auml;lle getestet. Dabei hat die aktuelle Studie aus Shenzhen zum Beispiel auch herausgefunden, dass sich Kinder genauso h&auml;ufig mit dem Erreger anstecken wie Erwachsene, sie entwickeln allerdings nur leichte oder gar keine Symptome. Folgt man der Studie und legt zugrunde, dass 91 Prozent Covid-19 nur mit milden oder moderaten Symptomen durchmachen, dann haben sich die Italiener zun&auml;chst nur auf die verbliebenen neun Prozent fokussiert. Hinzu kommt, dass dort auch nachtr&auml;glich die Toten auf Sars-CoV-2 getestet werden. Auch in China gingen anfangs die Todeszahlen stark in die H&ouml;he, nicht aber die Infektionszahlen, weil man sich dort ebenfalls auf die Toten konzentrierte. Jetzt ist es umgekehrt, weil in China viel mehr getestet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/virologe-hendrik-streeck-ueber-corona-neue-symptome-entdeckt-16681450.html?GEPC=s53\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Coronavirus: Warum Herr Drosten jetzt endlich schweigen sollte<\/strong><br>\n[&hellip;] Drosten orientiert sich an der Idee &ldquo;Flatten the Curve&rdquo;, die, wie hier gezeigt, auf dem fatalen Irrtum beruht, man k&ouml;nne den Ausbruch ohne ganz radikale Ma&szlig;nahmen &ldquo;etwas verlangsamen&rdquo;. Dies wird Deutschland in eine noch schlimmere Katastrophe f&uuml;hren, als sie Italien mit dem Zusammenbruch seines Gesundheitssystems gerade erlebt. Mich erreichen fast st&uuml;ndlich verzweifelte Lagebeschreibungen von &Auml;rzten aus Italien, die dies best&auml;tigen.<br>\nWer kann das so ignorieren, obwohl es glasklar ist, dass Deutschlands Infektionszahlen den italienischen gerade acht Tage hinterherhinken? Ganz Deutschland ist so verr&uuml;ckt.<br>\nNat&uuml;rlich ist Drosten nicht der einzig Verantwortliche, aber er war es, der in einer Talkshow die Idee in die Welt gesetzt hat, man k&ouml;nne 70 Prozent der Bev&ouml;lkerung sich infizieren lassen. Es ist bezeichnend f&uuml;r unsere Mediendemokratie, dass eine unbedacht dahingesagte Zahlenspielerei in einer Talkshow offizielle Leitlinie der Bundesregierung geworden ist, und allenthalben nachgeplappert wird, auch von der AfD. Dabei gen&uuml;gt ein Mausklick, um zu sehen, dass es L&auml;ndern wie China, S&uuml;dkorea, Taiwan und Singapur gelungen ist, nach erheblichen Ausbr&uuml;chen die Infektionsrate im Promillebereich (!) einzud&auml;mmen, auch Russland handelt vern&uuml;nftig. Dazu bemerkt frontal21 lapidar, die Seuche sei in China &ldquo;zum Stillstand gekommen&rdquo;. Etwa von alleine? Es ist beispiellose Ignoranz, dass Deutschland sich nicht daran orientiert, welche Ma&szlig;nahmen in diesen L&auml;ndern getroffen wurden und sich von dortigen Experten beraten l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Coronavirus-Warum-Herr-Drosten-jetzt-endlich-schweigen-sollte-4684176.html\">Alexander Unzicker auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch wenn die &Uuml;berschrift vielleicht etwas anderes suggeriert, geht Autor Alexander Unzicker mit seinen Forderungen weit &uuml;ber die Empfehlungen des &bdquo;Starvirologen&ldquo; Christian Drosten hinaus. Die NachDenkSeiten bleiben in dieser  aufgeheizten Debatte beim Standpunkt, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59284\">m&ouml;glichst alle Argumente zu Wort kommen zu lassen<\/a> und nicht unn&ouml;tig vorzufiltern. Auch hier hei&szlig;t eine Verlinkung nicht, dass wie wir auch alle Aussagen des Artikels teilen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona-Virus-Pandemie &ndash; was lernen wir daraus?<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus, der unter anderem Krankenh&auml;user kaputtgespart und die Produktion lebenswichtiger Arzneimittel nach China und Indien verlagert hat, geh&ouml;rt auf den M&uuml;llhaufen der Geschichte!<br>\nDie Corona-Virus-Pandemie offenbart, wie falsch es war, dass wir in der &Auml;ra des Neoliberalismus das Gemeinschaftsleben vernachl&auml;ssigt haben. Nicht mehr Gemeinsinn und Zusammenhalt bestimmten weite Teile der Gesellschaft, sondern Selbstverwirklichung und Eigennutz.<br>\nUmso erfreulicher ist es, zu beobachten, dass die jetzige Krise viele Menschen daran erinnert, wie wichtig es doch ist, zusammenzuhalten und f&uuml;reinander einzustehen. So hat sich etwa im Saarland eine Nachbarschaftshilfe gegr&uuml;ndet, die Hilfeleistende und Hilfesuchende zusammenf&uuml;hren und somit den Alltag vieler erleichtern will: <a href=\"http:\/\/www.nh-saarland.de\">nh-saarland.de<\/a>. Eine Initiative, die ich gerne unterst&uuml;tze.<br>\nWas wir jetzt besonders sehen, ist, wer wirklich unverzichtbare Arbeit f&uuml;r uns alle leistet: Krankenschwestern, Altenpfleger, &Auml;rzte, Verk&auml;uferinnen, Paketboten, Fahrer und so weiter. Nicht die Investmentbanker, &bdquo;Nieten in Nadelstreifen&ldquo; und anderen Multimillion&auml;re, die vor allem die Propheten des Neoliberalismus und in der Politik besonders CDU und FDP jahrelang als &bdquo;Leistungstr&auml;ger der Gesellschaft&ldquo; gepriesen haben.<br>\nJetzt haben es Krankenschwestern, Pfleger, Verk&auml;uferinnen, Paketboten, Fahrer und viele andere, die in schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsverh&auml;ltnissen besch&auml;ftigt sind, schwarz auf wei&szlig;: Sie sind &bdquo;systemrelevant&ldquo;. Darum m&uuml;ssen sie in der aktuellen Corona-Krise weiter zur Arbeit gehen und riskieren, sich anzustecken. Es stimmt: Ohne diese Mitmenschen, die f&uuml;r unser Alltagsleben unverzichtbar sind, geht nichts mehr. Aber wenn die Corona-Krise &uuml;berstanden ist, ist zu bef&uuml;rchten, dass wieder schnell vergessen wird, wie &bdquo;systemrelevant&ldquo; diese Berufsgruppen mit schlechter Bezahlung, starker Belastung und familienunfreundlichen Arbeitszeiten sind. Das muss uns alle besch&auml;men, vor allem aber diejenigen, die in Politik und Gesellschaft die Fehlentscheidungen der letzten Jahre zu verantworten haben, die zu schlechten L&ouml;hnen, unsicheren Jobs und Hungerrenten gef&uuml;hrt haben. Hoffentlich zerst&ouml;ren der Corona-Virus und seine Folgen das Kartenhaus des Neoliberalismus. Wir brauchen wieder mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarit&auml;t und weniger Selbstverwirklichung und Eigennutz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2911282168933231\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Solidarit&auml;t der EU<\/strong><br>\nWegen des Ausbleibens von Unterst&uuml;tzung aus Br&uuml;ssel und Berlin bitten mehrere Staaten Europas Beijing um Hilfe im Kampf gegen Covid-19.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Nach dem Ausbleiben von Unterst&uuml;tzung sowie nach Exportverboten f&uuml;r medizinische Schutzausr&uuml;stung seitens Deutschlands und der EU bitten mehrere europ&auml;ische Staaten China um Hilfe im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Hatte vergangene Woche Italien erste Hilfslieferungen aus der Volksrepublik erhalten, weil Deutschland die Ausfuhr wichtiger Schutzkleidung nicht erlaubt, so hat sich am Sonntag nun auch Serbien mit der Bitte um Hilfe an Beijing gewandt. Vorausgegangen war der Beschluss der EU, das deutsche Exportverbot umgehend f&uuml;r s&auml;mtliche Mitgliedstaaten verpflichtend zu machen und die Ausfuhr wichtiger G&uuml;ter zur Covid-19-Bek&auml;mpfung allenfalls noch in Ausnahmef&auml;llen zu gestatten. Serbien hat drastische Ma&szlig;nahmen eingeleitet, um die Pandemie zu stoppen &ndash; ein Versuch, der in China gelungen ist, den Deutschland jedoch unterl&auml;sst; hierzulande hei&szlig;t es nur noch, man wolle die Virus-Ausbreitung &ldquo;verlangsamen&rdquo;. Die Coronakrise verst&auml;rkt neben den Rissen in der EU auch die transatlantischen Spannungen: Die Trump-Administration hat einen aussichtsreichen deutschen Impfstoffhersteller zu &uuml;bernehmen versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8218\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Solidarit&auml;t der EU (II)<\/strong><br>\nExperten rechnen mit schweren Ersch&uuml;tterungen der EU in der Coronakrise. Zentrifugale Kr&auml;fte werden schon jetzt st&auml;rker.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Experten rechnen mit ernsten Ersch&uuml;tterungen der EU durch die Coronakrise und spekulieren &uuml;ber einen m&ouml;glichen Zerfall der Union. Die schweren menschlichen Kosten der Pandemie und das Gef&uuml;hl, &ldquo;dass die europ&auml;ischen Institutionen nicht helfen&rdquo;, k&ouml;nnten gerade in den am h&auml;rtesten betroffenen L&auml;ndern wie Italien und Spanien, die zugleich in hohem Ma&szlig; verschuldet seien, zentrifugale Tendenzen hervorbringen, urteilt ein US-Experte. Bereits jetzt steigen die Spannungen etwa zwischen Deutschland auf der einen und Frankreich und Italien auf der anderen Seite, nachdem Berlin im Alleingang die deutschen Au&szlig;engrenzen geschlossen und damit das Schengener Abkommen ausgehebelt hat. W&auml;hrend der &Eacute;lys&eacute;e-Palast &ldquo;die unilateralen Ma&szlig;nahmen an den Grenzen&rdquo; ver&auml;rgert moniert, hei&szlig;t es in der EU-freundlichen italienischen Tageszeitung La Repubblica, Berlin sei, anstatt sich &ldquo;mit den Partnern&rdquo; detailliert abzustimmen, in einer der schwersten Krisen der Union einer &ldquo;nationalen Logik&rdquo; gefolgt. Faktisch habe damit das Covid-19-Virus die letzten &ldquo;Illusionen&rdquo; &uuml;ber die EU &ldquo;hinweggefegt&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Nur noch Rhetorik<br>\nSteigender Unmut ist nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus Italien zu vernehmen. Es sei &ldquo;kein unbedeutendes Ereignis&rdquo;, dass in Berlin, in &ldquo;der Hauptstadt der hegemonialen Nation in Europa&rdquo;, dem &ldquo;Angelpunkt der &ouml;konomischen und institutionellen Architektur, auf die die Union sich st&uuml;tzt&rdquo;, entschieden worden sei, mit der Grenzschlie&szlig;ung das Schengener Abkommen zu sprengen, hie&szlig; es zu Wochenbeginn in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica, die &ndash; im Gegensatz etwa zur italienischen Rechten und zum Milieu der Cinque Stelle, die auch in der Coronakrise jeweils deutlich EU-kritische Positionen vertreten &ndash; als prinzipiell in hohem Ma&szlig; EU-freundlich gilt. Berlin habe den Bruch mit Schengen im Alleingang beschlossen, in Verfolgung &ldquo;einer nationalen Logik&rdquo;, anstatt den Schritt &ndash; so hatte es in der vergangenen Woche auch Macron gefordert &ndash; &ldquo;mit den Partnern&rdquo; zu diskutieren. Damit habe &ldquo;das Virus in wenigen Wochen die Illusionen hinweggefegt&rdquo;, f&uuml;r die Schengen &ndash; als Symbol der Freiz&uuml;gigkeit &ndash; stehe, hie&szlig; es in La Repubblica. &Auml;hnliches habe man schon beobachten k&ouml;nnen, als Griechenland &ldquo;um den Preis eines untragbaren sozialen Leidens saniert&rdquo; worden sei &ndash; als man &ldquo;begriffen&rdquo; habe, &ldquo;dass in der Union eine starre Hierarchie existiert&rdquo;. All dies geschehe, w&auml;hrend in Italien Hilfslieferungen aus dem &ldquo;klugen China&rdquo; eintr&auml;fen, nicht aber von den &ldquo;misstrauischen europ&auml;ischen Freunden&rdquo;: &ldquo;Das Virus hat die Heucheleien zertr&uuml;mmert, es bleibt nur die Rhetorik.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8220\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die M&uuml;nchen-Theorie um &bdquo;Patient null&ldquo;<\/strong><br>\nIn Italien empfinden viele die deutsche Grenzschlie&szlig;ung als nationalen Alleingang. Ein Arzt ist &uuml;berzeugt zu wissen, dass das Coronavirus aus Deutschland kam.<br>\nProfessor Massimo Galli, Chef der Abteilung f&uuml;r Infektionskrankheiten in der Klinik &bdquo;Luigi Sacco&ldquo; in Mailand, ist &uuml;berzeugt davon, dass Italiens &bdquo;Patient null&ldquo;, der das Coronavirus in den Norden des Landes eingeschleppt hat, aus Deutschland gekommen sei. Konkret: Es m&uuml;sse ein Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto aus Stockdorf bei M&uuml;nchen gewesen sein. Dort war am 28. Januar ein Manager positiv auf das Virus getestet worden, nachdem er am 20. und 21. Januar am Firmensitz mit einer Webasto-Mitarbeiterin aus Wuhan Kontakt gehabt hatte.<br>\n(&hellip;) Ob sich die M&uuml;nchen-Theorie vom &bdquo;Patienten null&ldquo; aus Deutschland erh&auml;rten l&auml;sst, steht dahin. Jedenfalls hat sie in Italien ein Narrativ verst&auml;rkt, wonach das &Uuml;bel aus China &uuml;ber den Umweg Deutschland nach Italien gekommen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/corona-in-italien-die-muenchen-theorie-um-patient-null-16681959.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich: Ausgangssperre und 100.000 Polizisten<\/strong><br>\n(&hellip;) Reformen ausgesetzt<br>\nSars-CoV-2 hat nun geschafft, was wiederholte Stra&szlig;enproteste mit vielen Hunderttausenden und Streiks nicht erreicht haben: Macron erkl&auml;rte gestern, dass er Reformen, namentlich die Rentenreform, ab sofort aussetzt. Im Rahmen der Mobilisation f&uuml;r den Gesundheits-Krieg brauche man alle Energie, &ldquo;darum habe ich entschieden, dass alle Reformen, die gerade in Arbeit sind, ausgesetzt werden, angefangen die Rentenreform&rdquo;.<br>\nZugleich verk&uuml;ndete Macron aber auch, dass seine Regierung dabei ist, ein Gesetz auszuarbeiten, das nichts weniger ist als ein neues Notstandsgesetz.: &ldquo;Ab Mittwoch wird dem Ministerrat ein Gesetzesentwurf vorgelegt, dass auf die Dringlichkeit im Notfall antwortet und es erlaubt, &uuml;ber &lsquo;Ordonanzen&rsquo; gesetzesm&auml;&szlig;ig in Bereichen zu agieren, die f&uuml;r die unmittelbar mit der Bew&auml;ltigung einer Krise zu tun haben.&rdquo;<br>\nDie Akzeptanz f&uuml;r ein solches Unterfangen ist augenblicklich von einer Notwendigkeit gekennzeichnet, die corvid 19 aufdr&auml;ngt. Niemand wei&szlig; genau, wie lange diese Situation der Notwendigkeiten vorh&auml;lt. Ein wachsames Auge auf die Staatsaktivit&auml;ten &ndash; und nicht nur auf die individuellen sportlichen oder k&ouml;rperlichen Aktivit&auml;ten im Park &ndash; ist angebracht.<br>\nNotma&szlig;nahmen f&uuml;r die Wirtschaft<br>\nAnzuf&uuml;gen ist, dass Macron auch f&uuml;r das gigantische Problem der Auswirkungen auf die Real- und Finanzwirtschaft (vgl. Kapitalismus kaputt) erste L&ouml;sungsvorschl&auml;ge skizzenhaft pr&auml;sentierte: Mit einem 300-Milliarden-Euro-Programm will er Unternehmen bei Bankkrediten helfen, dar&uuml;ber hinaus schl&auml;gt Macron vor, Steuerzahlungen wie auch Sozialabgaben f&uuml;r Unternehmen auszusetzen, auch sollen Strom- und Gasrechnungen &ldquo;keine Probleme&rdquo; darstellen. Wirklich?<br>\nIm Fokus von Macrons Rede stand &ldquo;Solidarit&auml;t&rdquo;, so sprach er gleicherma&szlig;en von Hilfen der Gemeinschaft f&uuml;r die &Auml;rmsten und Bed&uuml;rftigen wie auch f&uuml;r kleine und mittlere und andere Unternehmen. Ein gro&szlig;er Bogen, f&uuml;rwahr. Was sich dann konkret zeigen wird, ist noch abzuwarten. Generell gab es die &ndash; nicht ungewohnte &ndash; Kritik an Macron, dass er gro&szlig;e Worte verwendet, aber nicht entschlossen und verl&auml;sslich genug &ldquo;konkret wurde&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Ausgangssperre-und-100-000-Polizisten-4684964.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>VW-Konzern stellt Produktion ab Samstag weitgehend ein<\/strong><br>\nDer Volkswagen-Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vor&uuml;bergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag die letzte Schicht laufen, hei&szlig;t es in einem Brief des Konzernbetriebsrats an die Besch&auml;ftigten, der manger-magazin.de vorliegt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/autoindustrie\/volkswagen-vw-stellt-produktion-voruebergehend-ein-a-1305494.html\">Managermagazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Spain has nationalized all of its private hospitals as the country goes into coronavirus lockdown<\/strong><br>\n(&hellip;) The Spanish government has nationalized all of its hospitals and healthcare providers in the country in its latest move to combat the spread of the coronavirus.<br>\nThe Ministry of Health in Prime Minister Pedro S&aacute;nchez&rsquo;s administration on Monday announced it would put all of Spain&rsquo;s private health providers and their facilities into public control as the spread of COVID-19 continues to grip the country.<br>\nThe step was announced by Salvador Illa, Spain&rsquo;s health minister, The Guardian reported.<br>\nIlla also said fourth-year medical students in Spain would be asked to help the country&rsquo;s health service, Politico reported, while companies capable of producing medical equipment should get in touch with the government.<br>\n(&hellip;) There were 9,191 confirmed cases of the virus in Spain as of Monday, with 309 deaths linked to it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/international\/coronavirus-spain-nationalises-private-hospitals-emergency-covid-19-lockdown-2020-3\/?fbclid=IwAR1dVUkyrrwCZ96Dux8mjNueMxBEMmethvJCHcZ4lhIlqvuJmAXiRabUUGM\">Business insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Von der Pandemie zum Wirtschaftskollaps?<\/strong><br>\n(&hellip;) Jeder Staat muss sich auf massive Ausgabensteigerungen und Einnahmenausf&auml;lle einstellen. Das wird die Budgetdefizite sprunghaft ansteigen lassen.<br>\n(&hellip;) Klassische Konjunkturma&szlig;nahmen m&uuml;ssen ergriffen werden, k&ouml;nnen aber in der gegenw&auml;rtigen Lage nur eine beschr&auml;nkte Wirkung haben. Zu denen z&auml;hlt auch die Ankurbelung &ouml;ffentlicher Investitionen, besonders effektiv in der Bauwirtschaft, in der Energieinfrastruktur, in den Datennetzen. Vieles davon braucht aber Zeit, und w&uuml;rde bei gleichzeitiger Gesundheitskrise keine so gro&szlig;en positiven Folgen haben. Auch die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Unternehmen bei Investitionen d&uuml;rfte blo&szlig; beschr&auml;nkt wirksam sein. Noch bei den g&uuml;nstigsten Kreditbedingungen werden nicht allzu viele Unternehmen nun ihre Produktionskapazit&auml;ten ausbauen.<br>\n(&hellip;) Eine der wichtigsten Aufgaben bleibt, die Einkommen der breiten Bev&ouml;lkerungsschichten zu stabilisieren und Massenentlassungen zu vermeiden. In der Gro&szlig;en Depression in Folge der Finanzkrise 2008 ist Deutschland dabei etwa mit der staatlich unterst&uuml;tzten Kurzarbeit gut gefahren. Kurzarbeit und Unterst&uuml;tzung durch den Staat f&uuml;hrt dazu, dass Arbeitnehmer nicht entlassen werden m&uuml;ssen, stabilisiert die Einkommen w&auml;hrend der Krise und f&uuml;hrt vor allem dazu, dass es nach &Uuml;berwindung der Krise einen schnelleren Aufw&auml;rtstrend gibt. Jeder Euro, der daf&uuml;r ausgegeben wird, kommt letztlich mehrfach zur&uuml;ck.<br>\n(&hellip;) Viele Unternehmen und Besch&auml;ftigte werden gegenw&auml;rtig und in den n&auml;chsten Wochen dramatisch getroffen werden. Das gilt f&uuml;r Hotels, Messebetreiber, Messebauer, Restaurants und deren Besch&auml;ftigte, f&uuml;r Theater und sonstige Kulturinstitutionen, Clubs, die gesamte Kreativszene, Schauspieler, Autoren, deren Lesungen ausfallen. Die Liste lie&szlig;e sich endlos fortsetzen. Es betrifft aber auch Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die die Kinderbetreuung &uuml;bernehmen m&uuml;ssen, wenn Schulen und Kitas schlie&szlig;en m&uuml;ssen. Hier wird es Notma&szlig;nahmen in Hinblick auf Entgeltfortzahlung etc. geben m&uuml;ssen. Grunds&auml;tzlich m&uuml;ssen wir davon ausgehen, dass ein bestimmter Teil der Bev&ouml;lkerung richtig massiv betroffen sein wird, mit massiven Einkommenseinbu&szlig;en bis hin zu existenziellen Bedrohungen. Gerade im Dienstleistungssektor kann eine Insolvenzwelle drohen. Es w&auml;re weder gerecht, noch w&auml;re es &ouml;konomisch vorausschauend, die Unternehmen, Solo-Selbstst&auml;ndigen und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hier allein zu lassen und eine Pleitewelle hinzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/++co++8e6b0258-6505-11ea-832a-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kapitalismus kaputt?<\/strong><br>\n(&hellip;) Was hat oberste Priorit&auml;t angesichts der rasch um sich greifenden Pandemiepanik, der abst&uuml;rzenden Finanzm&auml;rkte und der sich in vielen Weltregionen abzeichnenden Rezessionen, die Millionen Menschen in ein existenzgef&auml;hrdendes Elend zu st&uuml;rzen drohen?<br>\nEine ordentliche, rasche umgesetzte Bankenrettung nat&uuml;rlich! Soviel m&uuml;sste eigentlich noch aus dem letzten Crash von 2008\/09 h&auml;ngen geblieben sein.<br>\n(&hellip;) The sky is the limit<br>\nDiesmal scheint die Z&auml;hleinheit, mit der die Rettungsma&szlig;nahmen des Staates sinnvoll quantifiziert werden k&ouml;nnen, nicht mehr die Milliarde, sondern die Billion zu sein (eine Billion sind 1000 Milliarden) &ndash; mit der Tendenz ins Unendliche. Die Bundesregierung k&uuml;ndigte buchst&auml;blich Hilfen in &ldquo;unbegrenzter H&ouml;he&rdquo; an, um den drohenden &ouml;konomischen Zusammenbruch zu verhindern&hellip;<br>\nIm Falle eines Wirtschaftseinbruchs sollen nun die ber&uuml;chtigten Fiskalregeln samt den Schuldenbremsen in der Eurozone ausgesetzt werden, um den Mitgliedsstaaten mehr finanziellen Man&ouml;vrierraum bei der Krisenbek&auml;mpfung zu verschaffen. All das Gerede &uuml;ber Schuldenbremsen und schwarze Nullen, mit dem das Berliner Spardiktat gegen&uuml;ber Europas Krisenl&auml;ndern gerechtfertigt wurde &ndash; es ist jetzt schon Makulatur.<br>\nVorschl&auml;ge, die vor wenigen Wochen das Ende der politischen Karriere bedeutet h&auml;tten, werden nun als Rettungsanker in die Diskussion gebracht. Der deutsche Wirtschaftsminister, Genosse Peter Altmaier, k&uuml;ndigte an, notfalls strategisch wichtige Betriebe zu verstaatlichen, um hochsensible Bereiche der Wirtschaft zu sch&uuml;tzen. Auf der Webpr&auml;senz der Tagesschau wird wiederum &uuml;ber &ldquo;Helikoptergeld&rdquo; diskutiert, um mit direkter Gelddruckerei und dem Verschenken von Bargeld &ndash; etwa 1.000 Euro pro Bundesb&uuml;rger &ndash; dem Kollaps der Nachfrage entgegenzuwirken.<br>\nDie EZB hat wiederum zus&auml;tzliche Anleiheaufk&auml;ufe angek&uuml;ndigt, um Liquidit&auml;t in die Finanzm&auml;rkte zu pumpen, die bis Jahresmitte 120 Milliarden Euro umfassen sollen. Zudem k&ouml;nnen Banken auf &ldquo;extrem g&uuml;nstige Finanzierungsbedingungen&rdquo; hoffen, so das Manager Magazin. Umstritten ist die Zinspolitik, weil Sch&auml;uble und Steinbr&uuml;ck mitten im sich entfaltenden Krisenschub Zinserh&ouml;hungen fordern.<br>\nOffen war bis Montagmittag, wie die europ&auml;ische Notenbank den drohenden Zusammenbruch des Finanzsektors Italiens verhindern gedenkt, der unter einen gigantischen Schuldenberg, faulen Krediten und einer Staatsschuldenquote von rund 130 Prozent des BIP &auml;chzt. Ein neuer Krisenschub in der Eurozone d&uuml;rfte von Italien ausgehen.<br>\n(&hellip;) Fazit: Offensichtlich wird, dass der labile, von Grund auf marode Sp&auml;tkapitalismus inzwischen unf&auml;hig ist, gr&ouml;&szlig;ere externe Schocks zu verkraften. Wochenlange Produktionsausf&auml;lle lassen das auf uferloses Wachstum geeichte System in eine existenzbedrohende Krise st&uuml;rzen. Eine grundlegende Systemtransformation scheint &ndash; auch vor dem Hintergrund der eskalierenden Klimakrise &ndash; unabdingbar.<br>\nAm Beginn der voll einsetzenden Klimakrise, die eine Vielzahl unterschiedlichster externer Schocks mit sich bringen wird, gewinnt die &Uuml;berf&uuml;hrung des Kapitals in Geschichte, der Aufbau einer postkapitalistischen Gesellschaft, die den kommenden externen Schocks gewachsen sein wird, den Charakter einer &Uuml;berlebensnotwendigkeit der menschlichen Zivilisation&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kapitalismus-kaputt-4684452.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zur Lage der Rente: Gerd Bosbach &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde<\/strong><br>\nvon Bosbach\/Korff: F&uuml;r Ende M&auml;rz ist der Abschlussbericht der Rentenkommission &bdquo;Verl&auml;sslicher Generationenvertrag&ldquo; angek&uuml;ndigt. Die zuk&uuml;nftige H&ouml;he und Finanzierung der Renten ist kontrovers, das Thema erscheint un&uuml;bersichtlich. Der Mathematiker und Rentenexperte Prof. Dr. Gerd Bosbach beantwortet Fragen von Jens J&uuml;rgen Korff zum Hintergrund dieser Auseinandersetzungen.<br>\nKORFF: Rentenkommission, Experten &ndash; das klingt alles sehr kompetent und unpolitisch. Wird die Kommission uns sagen, wie die Lage ist bei der Rente und beim Generationenvertrag?<br>\nBOSBACH: Das ist ganz neutral nicht zu erwarten. Die versammelten Experten haben in der Kommission einiges gekl&auml;rt, aber anderes wird wohl in Kommissionen vertagt oder der Bundesregierung als Aufgabe &uuml;bergeben. Berichte und Prognosen zum Thema Rente sind h&auml;ufig interessengeleitet und politisch gef&auml;rbt, auch dann, wenn sie von Experten kommen. Das haben wir bereits erlebt, als der &Ouml;konom Axel B&ouml;rsch-Supan im April 2018 zum Start der Kommissionsberatungen versucht hat, die Diskussion mit konstruierten &bdquo;Sachzw&auml;ngen&ldquo; in eine bestimmte Bahn zu lenken.<br>\nKORFF: Eine zentrale Frage ist ja: Steigen die Kosten der gesetzlichen Rente ins Unermessliche?<br>\nBOSBACH: Experten wie B&ouml;rsch-Supan versuchen, diesen Eindruck zu erwecken, indem sie auf absolute Zahlen verweisen: Die Ausgaben der Deutschen Rentenversicherung sind von 2000 bis 2018 massiv gestiegen: Von 214 auf 308 Milliarden &euro;. Das sieht auf den ersten Blick erschreckend aus. Doch auf den zweiten Blick sieht man: In der gleichen Zeit ist auch unser allgemeiner Wohlstand, gemessen im Bruttoinlandsprodukt (BIP), um weit &uuml;ber 50 % gestiegen, von 2,1 auf 3,35 Billionen &euro;. Um die Kostenentwicklung realistisch einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir uns anschauen, wie sich die Ausgaben im Verh&auml;ltnis zum BIP entwickelt haben. Das sehen wir hier:\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200318-Hinweis57-Tabelle.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200318-Hinweis57-Tabelle.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>KORFF: Das ist &uuml;berraschend: Es ist keine Steigerung zu sehen. Alle reden von steigenden Rentnerzahlen, l&auml;ngeren Bezugszeiten und davon, dass die Renten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Stimmt das denn alles nicht?<br>\nBOSBACH: Doch, das stimmt alles. Trotzdem ging der Anteil unseres Wohlstandes, den wir f&uuml;r die gesetzliche Rente ausgegeben haben, in den 2000er Jahren zur&uuml;ck und hat sich zurzeit bei gut 9 % eingependelt. Wenn wir mehr Geld zur Verf&uuml;gung haben, geben wir mehr f&uuml;r Urlaub aus, mehr f&uuml;r Autos, mehr f&uuml;r Gesundheit, mehr f&uuml;r Kommunikation&hellip; Warum dann nicht auch mehr f&uuml;r Renten, wenn die Zahl der Rentner gestiegen ist?<br>\nKORFF: Wie hat sich die Alterung der Gesellschaft dabei ausgewirkt?<br>\nBOSBACH: Die Lebenserwartung stieg seit 2000 um 2,2 Jahre bei den Frauen und um 3,4 Jahre bei den M&auml;nnern. Der Anteil von 65+ an der Bev&ouml;lkerung stieg um mehr als ein Drittel von 15 auf &uuml;ber 21 %. Trotzdem kann von einer &bdquo;Unbezahlbarkeit&ldquo; der gesetzlichen Rente &ndash; zumindest f&uuml;r die Vergangenheit &ndash; keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.luegen-mit-zahlen.de\/blog\/zur-lage-der-rente\">L&uuml;gen mit Zahlen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Equal Pay Day: Ab heute verdienen auch Frauen Geld<\/strong><br>\nDer Aktionstag &ldquo;Equal Pay Day&rdquo; macht jedes Jahr auf eine gro&szlig;e Ungerechtigkeit aufmerksam: Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen in Deutschland im Durchschnitt ohne Bezahlung, w&auml;hrend M&auml;nner schon ab dem 1. Januar Geld f&uuml;r ihre Arbeit bekommen. 2020 entspricht dieser Unterschied 77 Tagen ohne Bezahlung. Der Equal-Pay-Day ist in diesem Jahr deshalb am heutigen 17. M&auml;rz.<br>\nVielf&auml;ltige Ursachen f&uuml;r unterschiedliche Bezahlung<br>\nLaut Statistischem Bundesamt betr&auml;gt der Unterschied der Bezahlung zwischen M&auml;nnern und Frauen in Deutschland aktuell 21 Prozent. Die Ursachen f&uuml;r diese Ungerechtigkeit seien vielf&auml;ltig, als wesentliche Gr&uuml;nde werden Teilzeitarbeit und Minijobs genannt, die deutlich mehr von Frauen in Anspruch genommen werden. Die sogenannten &ldquo;Frauenberufe&rdquo; seien tariflich schlechter bewertet und dadurch geringer bezahlt. Frauen seien in den gutbezahlten F&uuml;hrungspositionen au&szlig;erdem nach wie vor deutlich seltener vertreten als M&auml;nner. Und oft bek&auml;men Frauen auch f&uuml;r gleichwertige Arbeit weniger Lohn.<br>\n(&hellip;) Familienarbeit gleichberechtigt teilen<br>\n&ldquo;Ohne konkrete Handlungskonzepte seitens der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, insbesondere zu den Themen Vereinbarkeit und Wiedereinstieg, werden wir da nicht wirklich weiterkommen&rdquo;, so Steffen-Beck. &ldquo;Entgeltgleichheit wird nur erreicht werden, wenn wir bei dem Verhandlungsbegriff auch das Private in den Blick nehmen. Nur wenn Familien- und Sorgearbeit gleichberechtigt geteilt wird, ist die Voraussetzung f&uuml;r alle geschaffen, berufliche Chancen voll wahrzunehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Equal-Pay-Day-Ab-heute-verdienen-auch-Frauen-Geld,equalpayday142.html\">ndr<\/a>\n<p><strong>Dazu: Equal Pay Day &ndash; mit Tarifvertr&auml;gen zu mehr Lohngerechtigkeit<\/strong><br>\nFrauen verdienen durchschnittlich 21 Prozent weniger als M&auml;nner. Dort, wo Tarifvertr&auml;ge gelten, ist die Kluft zwischen den Geh&auml;ltern deutlich kleiner. Die Politik sollte deshalb die Tarifbindung st&auml;rken und Ma&szlig;nahmen ergreifen, die M&auml;nnern und Frauen die gleiche Teilhabe an Erwerbs- und Sorgearbeit erm&ouml;glichen.<br>\n(&hellip;) Tarifvertr&auml;ge f&uuml;hren zu ausgeglichener Bezahlung<br>\nGleiches Gehalt f&uuml;r M&auml;nner und Frauen &ndash; Tarifvertr&auml;ge tragen dazu bei. Denn dort, wo Tarifvertr&auml;ge gelten, ist die Verdienstl&uuml;cke zwischen Frauen und M&auml;nnern um durchschnittlich 10 Prozentpunkte geringer. Und Frauen, die nach Tarif bezahlt werden, erhalten fast ein Viertel mehr Gehalt als Frauen in nicht tarifgebundenen Unternehmen.<br>\nAuch deshalb sollte die Politik die Tarifbindung st&auml;rken, unter anderem indem &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge in Zukunft nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben werden. Auch m&uuml;ssen Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r ganze Branchen einfacher f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rt werden. Vor allem frauendominierte Berufe im Dienstleistungssektor w&uuml;rden davon profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++0795712e-644b-11ea-92f0-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der 8-Stunden-Arbeitstag: die wechselvolle Geschichte eines Mythos<\/strong><br>\n&bdquo;Es geht aber in einer Zeit, wie die jetzige ist, nicht an, dass auf der einen Seite Zehntausende Menschen l&auml;nger als acht Stunden, zehn und elf Stunden arbeiten, w&auml;hrend anderseits viele Zehntausende Menschen vollst&auml;ndig arbeitslos sind und nicht den n&ouml;tigen Erwerb zu finden verm&ouml;gen.&ldquo; Diese Worte sind aktuell wie nie. Tats&auml;chlich sind sie aber beinahe 100 Jahre alt. Ausgesprochen wurden sie von Ferdinand Hanusch im Jahr 1918 als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Notwendigkeit des 8-Stunden-Tages. Dieser steht zwar noch heute im Gesetz. De facto wurden die Arbeitszeiten seit seiner Einf&uuml;hrung aber stetig ausgedehnt. Im Jahr 2018 wurde sogar der 12-Stunden-Tag legalisiert.<br>\nDie Forderung nach dem 8-Stunden-Tag und einer 40-Stunden-Woche<br>\nBlickt man zur&uuml;ck, so ist der 8-Stunden-Tag die zentrale Forderung der Arbeitnehmer:innenbewegung im 19. und 20. Jahrhundert gewesen.(&hellip;) Das Arbeitszeitgesetz 1969<br>\nDer Einf&uuml;hrung des AZG war ein von der SP&Ouml; initiiertes Volksbegehren vorangegangen, das eine etappenweise Reduktion der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden bis Mitte der 1970er-Jahre forderte&hellip;Zusammengefasst l&auml;sst sich also festhalten, dass es nahezu 100 Jahre dauerte, bis die Forderung nach einem 8-Stunden-Arbeitstag und einer 40-Stunden-Arbeitswoche Realit&auml;t wurde. Das AZG ist das Ergebnis dieses langen politischen Kampfes. Noch heute legt &sect; 3 AZG die Normalarbeitszeit mit 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche fest.<br>\n(&hellip;) Die Flexibilisierungsschraube dreht sich<br>\nBemerkenswert ist, dass seit der Einf&uuml;hrung des AZG im Jahr 1969 alle wesentlichen &Uuml;berarbeitungen des Arbeitszeitrechts darauf abzielten, die bestehenden Regelungen &bdquo;flexibler&ldquo; zu gestalten&hellip;<br>\n(&hellip;) Klar ist jedenfalls, dass knapp 50 Jahre nach seinem Inkrafttreten von der Grundidee des AZG wenig &uuml;brig geblieben ist. Die Normalarbeitszeitgrenzen von 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche stehen zwar noch im Gesetz. Der betriebliche Alltag sieht freilich anders aus. Die AZG-Novelle 2018 hat im Ergebnis den 12-Stunden-Tag legalisiert, der zuvor nur innerhalb enger Grenzen zul&auml;ssig war. Bei der Gleitzeit sind nunmehr sogar 12 Stunden Normalarbeitszeit pro Tag m&ouml;glich. Der Trend geht also eindeutig in Richtung Ausdehnung und nicht Reduktion der Normalarbeitszeitgrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/der-8-stunden-arbeitstag-geschichte-eines-mythos\/\">a&amp;w blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rettung des Regenwalds: Mit Selbstverpflichtungen eher nicht<\/strong><br>\nF&uuml;r Lebensmittel und Konsumg&uuml;ter wird weiter abgeholzt. Entwaldungsfreie Lieferketten gibt es quasi nicht.<br>\nIn den letzen zehn Jahren haben sich viele Unternehmen verpflichtet zur Rettung des Regenwalds beizutragen und die Entwaldung in ihren Lieferketten einzuschr&auml;nken oder zu stoppen. Die britische Nichtregierungsorganisation &laquo;Global Canopy&raquo; hat nachgepr&uuml;ft, was aus diesen Selbstverpflichtungen geworden ist.<br>\nNicht viel, das zeigt der Bericht, den die Organisation Ende 2019 ver&ouml;ffentlicht hat. Es gibt zwar Fortschritte, das belegen auch Berichte anderer Organisationen wie Greenpeace, hinter ihren Zielen bleiben die untersuchten Unternehmen aber weit zur&uuml;ck.<br>\nDie meisten ergreifen noch immer keine wirksamen Ma&szlig;nahmen, um sicherzustellen, dass ihre Versorgungsketten frei von Abholzung sind. Wirklich entwaldungsfreie Lieferketten gibt es quasi keine. Um die Zerst&ouml;rung der Regenw&auml;lder aufzuhalten, reichten freiwillige Selbstverpflichtungen nicht aus, schlie&szlig;en die Autoren des Berichts. Das Ziel, die Zerst&ouml;rung von tropischem Regenwald bis 2020 zu beenden, sei gescheitert.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r den Regenwald war 2019 unter dem Strich so oder so ein desastr&ouml;ses Jahr, vor allem wegen der zunehmenden Entwaldung in Brasilien sowie ausgedehnten Br&auml;nden in Brasilien und Indonesien. Von den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, die vorsehen, Entwaldung bis 2020 komplett zu stoppen, sind wir weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Umwelt\/Rettung-des-Regenwalds-Mit-Selbstverpflichtungen-eher-nicht\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mehr Befugnisse f&uuml;r die Polizei<\/strong><br>\nDie Landesregierung hat ein neues Polizeigesetz beschlossen, das mehr Befugnisse f&uuml;r die Polizei und noch mehr Sicherheit bringt. Bei Gefl&uuml;chteten, die eine Besch&auml;ftigungserlaubnis haben und in Arbeit stehen, soll die Zeit des Asylverfahrens auf den Duldungszeitraum angerechnet werden.<br>\n&bdquo;Die Landesregierung arbeitet in der Innenpolitik gr&uuml;ndlich und l&ouml;sungsorientiert. Heute haben wir im Kabinett gute Ergebnisse f&uuml;r &Auml;nderungen beim Polizeigesetz und Bleibeperspektiven f&uuml;r Ausreisepflichtige in Arbeit beschlossen&ldquo;, sagte Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats. (&hellip;)<br>\nDer stellvertretende Ministerpr&auml;sident und Innenminister Thomas Strobl erkl&auml;rte: &bdquo;Mit dem neuen Polizeigesetz machen wir Baden-W&uuml;rttemberg noch sicherer. Nach dem heutigen Kabinettsbeschluss gehen wir nun in die Anh&ouml;rung und das parlamentarische Verfahren kann z&uuml;gig durchgef&uuml;hrt werden. Zuk&uuml;nftig kann unsere Polizei dann Bodycams auch in Wohnungen und Gesch&auml;ftsr&auml;umen einsetzen&hellip; Durch eine weitere Neuregelung im Polizeigesetz wird es unsere Polizei bei Personenkontrollen im Zusammenhang mit Gro&szlig;veranstaltungen, die ein besonderes Gef&auml;hrdungsrisiko aufweisen, leichter haben, potentielle Straft&auml;ter aus dem Schutz der Anonymit&auml;t zu holen. Und schlie&szlig;lich k&ouml;nnen nun auch Automatische Kennzeichenlesesysteme rechtssicher eingesetzt werden, nachdem die Regelungen der Rechtsprechung angepasst wurden. Das ist ein wichtiges Fahndungsinstrument, das eine personelle Entlastung f&uuml;r die Polizei bringt.&ldquo;<br>\nUm die Auswirkungen der Personenkontrollen bei Gro&szlig;veranstaltungen &uuml;berpr&uuml;fen zu k&ouml;nnen, werden die neuen Regelungen ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten einer Evaluation unterzogen. Die neuen Regelungen zur Bodycam ber&uuml;cksichtigen in besonderem Ma&szlig;e die Vorgaben des Grundgesetzes zum Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung. Insbesondere bedarf die weitere Verarbeitung der Aufzeichnung einer Bodycam in Wohnungen einer richterlichen Zustimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.baden-wuerttemberg.de\/de\/service\/presse\/pressemitteilung\/pid\/mehr-befugnisse-fuer-die-polizei\/\">Baden-W&uuml;rttemberg.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nach 2017 ist das nun eine weitere geplante Versch&auml;rfung des Polizeigesetzes durch die gr&uuml;n-schwarze Landesregierung. Im Zusammenhang mit den Ma&szlig;nahmen gegen das Corona-Virus d&uuml;rften kaum Widerst&auml;nde gegen die damit verbundenen Einschr&auml;nkungen von Freiheitsrechten laut werden. Dennoch: Widerstand scheint geboten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Verteidigungshaushalt soll st&auml;rker steigen als geplant &ndash; aber unter Corona-Vorbehalt<\/strong><br>\nDer Verteidigungshaushalt soll in den kommenden Jahren st&auml;rker steigen als bislang geplant. Das geht aus dem Eckwertebeschluss f&uuml;r den Bundeshaushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre hervor, den das Bundeskabinett am kommenden Mittwoch beschlie&szlig;en will. Allerdings steht der gesamte Etat unter dem Vorbehalt der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.<br>\n(&hellip;) Die nunmehr vorgesehene Aufstockung des Wehretats wird im Entwurf als Verstetigung der NATO-Quote im Jahr 2021 und des Eckwertes des Jahres 2021 bezeichnet. Die Bundesregierung hatte zugesichert, die so genannte NATO-Quote, den Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, bis 2024 auf 1,5 Prozent zu erh&ouml;hen; wenn auch unter der von den Allianzmitgliedern vereinbarten Anhebung auf zwei Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2020\/03\/verteidigungshaushalt-soll-staerker-steigen-als-geplant-aber-unter-corona-vorbehalt\/\">Augen geradeaus!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ausgerechnet f&uuml;r die R&uuml;stung hat der M&ouml;chtegern-Kanzlerkandidat der SPD und derzeitige Bundesfinanzminister Scholz mehr Geld &uuml;brig. Dabei w&auml;re das Geld dringend n&ouml;tig gegen &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59149#h15\">Zust&auml;nde, die wir hier zum Teil haben, (die;C.R.) mit dem Wohlstandsniveau in einem Land wie Deutschland nur schwer zu vereinbaren (sind;C:R)<\/a>&rdquo; &ndash; z.B. zu wenig Lehrpersonal in Schulen und Hochschulen, viel zu wenig Personal im &Ouml;ffentlichen Dienst und miserable Zust&auml;nde in Krankenh&auml;usern sowie Alten- und Pflegeheimen und das viel zu niedrige gesetzliche Rentenniveau. Zugleich ist Herr Scholz auch daf&uuml;r verantwortlich: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44010#h02\">Bundesregierung spart j&auml;hrlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der Hartz IV-S&auml;tze<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Und nun also die Aufbl&auml;hung der Bundeswehr, die wohl auch wieder gegen Russland in Stellung gebracht werden soll &ndash; auch mit Hilfe des SPD-Mitglieds Scholz. Was daran sozialdemokratisch sein soll, kann er vermutlich selber nicht mal richtig erkl&auml;ren &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bundesrat: SP&Ouml; und FP&Ouml; zwingen Regierung zu Mercosur-Nein<\/strong><br>\nDas Mercosur-Abkommen zwischen der EU und S&uuml;damerika ist Geschichte: Der Bundesrat hat mit den Stimmen von SP&Ouml; und FP&Ouml; beschlossen, dass jeder Vertreter &Ouml;sterreichs gegen jede Form des Abkommens stimmen muss. Das Abkommen steht in der Kritik, die Lebensmittelsicherheit und die Umwelt zu gef&auml;hrden.<br>\nNationalrat und Bundesrat k&ouml;nnen die Regierung zwingen, auf EU-Ebene eine bestimmte Position zu vertreten. Und das haben SP&Ouml; und FP&Ouml; im Fall des umstrittenen Freihandelsabkommens Mercosur gemacht: Die &Ouml;VP-Gr&uuml;ne Regierung wird verpflichtet, auf EU-Ebene gegen den Handelspakt zu stimmen &ndash; der Beschluss aus dem Bundesrat ist bindend.<br>\n(&hellip;) Kein Vertreter &Ouml;sterreichs darf das Abkommen also unterst&uuml;tzen &ndash; womit Mercosur Geschichte ist, weil die Zustimmung einstimmig sein muss. Im September kurz vor der Nationalratswahl haben bereits alle Parteien au&szlig;er den NEOS gegen das Mercosur-Abkommen gestimmt. Der Bundesrat hat diesen Beschluss jetzt f&uuml;r die neue &Ouml;VP-Gr&uuml;ne Regierung erneuert &ndash; und &Ouml;VP, Gr&uuml;ne und Neos &uuml;berstimmt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/bundesrat-lehnt-mercosur-ab\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Oppositionsf&uuml;hrer Gantz erh&auml;lt Auftrag zur Regierungsbildung<\/strong><br>\nIsraels Staatspr&auml;sident Reuven Rivlin ist zur &Uuml;berzeugung gekommen, dass Oppositionsf&uuml;hrer Benny Gantz die besten Chancen f&uuml;r eine Regierungsbildung hat.<br>\n(&hellip;) Nach Abschluss der Gespr&auml;che bei Rivlin stand fest: F&uuml;r Netanjahu als Regierungschef traten alle 58 Abgeordneten seiner bisherigen Koalition ein, Gantz empfahlen dagegen 61. Daraufhin erteilte Rivlin Oppositionsf&uuml;hrer Gantz den Auftrag zur Regierungsbildung. Er hat nun maximal sechs Wochen Zeit daf&uuml;r.<br>\n(&hellip;) Prozess gegen Netanjahu wegen Coronakrise verschoben<br>\nDie Opposition war sich auch einig in ihrer Kritik an der Verschiebung des Auftakts des Prozesses gegen Netanjahu. Ein von Justizminister Amir Ohana verf&uuml;gter Notstand an Gerichten, der wegen Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung des Coronavirus verh&auml;ngt wurde, hat zur Folge, dass der f&uuml;r diesen Dienstag geplante Prozessstart verschoben wird. Netanjahu ist als erster Ministerpr&auml;sident in der Geschichte des Landes angeklagt. Ihm wird Bestechlichkeit, Betrug und Untreue in drei F&auml;llen vorgeworfen. Als neuer Termin wurde am Sonntag der 24. Mai genannt. Zuvor hatten sich die Anw&auml;lte Netanjahus vergeblich um eine Verschiebung bem&uuml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/israel-benny-gantz-netanjahu-corona-1.4845445\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Sanders ist besser &ndash; aber nicht gut genug<\/strong><br>\nNach seiner deutlichen Niederlage bei den Vorwahlen in Michigan und anderen US-Bundesstaaten am vergangenen Dienstag hatten in der Demokratischen Partei viele gehofft, Sanders w&uuml;rde sich hinter Biden einreihen. Danach sah es am Sonntagabend in keiner Phase der Debatte aus.<br>\n(&hellip;) Sanders wiederholte nicht nur seine bekannten Positionen zur Einheitskrankenversicherung f&uuml;r alle Amerikaner, zu den &ldquo;Gaunern in der pharmazeutischen Industrie&rdquo; und zum Einfluss von Milliard&auml;ren auf Wahlen. Er attackierte Biden auch in ungew&ouml;hnlicher Sch&auml;rfe wegen dessen angeblicher Zustimmung zu Einschnitten in das soziale Sicherungssystem. Als Biden das bestritt, unterstellte Sanders ihm zu l&uuml;gen, wenn auch ohne das Wort zu gebrauchen.<br>\n(&hellip;) &Uuml;ber die gesamte Debatte machte Sanders mit seiner einfachen, klaren Botschaft die bessere Figur. Er gewann nach Punkten. Das ist vermutlich zu wenig. Die Umfragen fallen so deutlich zugunsten von Biden aus, dass Sanders vermutlich nur mit einem K.-o.-Sieg noch einen Umschwung h&auml;tte bewirken k&ouml;nnen.<br>\n(&hellip;) Und er hatte eine Nachricht mitgebracht: Er werde als Vizepr&auml;sidenten eine Frau ausw&auml;hlen. Das war zwar erwartet worden, Biden hatte es aber bislang nicht best&auml;tigt. Es war der Teil der Debatte, &uuml;ber den sp&auml;ter in den US-Medien prominent berichtet wurde. In Sachen Eigen-PR ist Biden so professionell wie Sanders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bernie-sanders-vs-joe-biden-in-tv-debatte-bernie-ist-besser-aber-nicht-gut-genug-a-725147ff-7a70-4583-a260-ff7ae46f4a61\">SPON<\/a>\n<p><strong>Dazu: Was nun, Bernie?<\/strong><br>\nMit seinem innen- und sozialpolitischen Programm und seiner konsequenten Haltung zum Problem Israel\/Pal&auml;stina ist Bernie Sanders ein St&ouml;rfaktor im aktuellen Kampf der Demokratischen Partei um die Pr&auml;sidentschaft in den USA und trifft auf den geballten Widerstand ihrer korrupten Elite und den ihr nahestehenden Oligarchen und Medien.<br>\n(&hellip;) Joe Biden wird heute als moderat angepriesen. Der Journalist Stephen Lendman verweist auf dessen fast 50-j&auml;hrige Bilanz im Dienst der Demokraten als Senator und als Vizepr&auml;sident unter Obama mit einer langen Liste seiner Positionen und Abstimmungen zugunsten endloser Kriege und Ma&szlig;nahmen, im ausschlie&szlig;lichen Interesse der Privilegierten, der Wallstreet und Konzerne. Mit etwas moderatem Make-Up w&auml;re er also der verl&auml;ssliche Demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidat.<br>\n(&hellip;) Bernie Sanders hatte mit der gro&szlig;en Palette seiner weitgehenden sozialen und innenpolitischen Ma&szlig;nahmen in seinem Wahlprogramm ein Land skizziert mit sozialen Bedingungen, wie viele es sich in den USA ersehnen&hellip;<br>\nAnders als Obama, aber &auml;hnlich wie Trump, h&auml;tte Sanders nat&uuml;rlich gro&szlig;e Probleme im Washingtoner politischen Schlangennest und Sumpf des Milit&auml;r-Industriellen-Medien-Komplexes auch nur zu versuchen, Ma&szlig;nahmen anzupacken, die dessen Interessen widersprechen. Aber er versprach vieles davon durchzusetzen, wenn &bdquo;wir&ldquo; im Wei&szlig;en Haus sind.<br>\n(&hellip;) Der Kn&uuml;ppel wurde k&uuml;rzlich selbst gegen Sanders hervorgeholt. &bdquo;Putin mischt sich wieder in den Wahlkampf ein.&ldquo; Aber dieser Putin konnte sich anscheinend nicht so recht entscheiden, wen von beiden er nun unterst&uuml;tzen soll. Am einfachsten also Trump und Sanders. Die Reaktion der beiden konnte nicht unterschiedlicher sein. Trump hat sich bis heute dagegen gewehrt und verklagt nun die Washington Post, die New York Times und CNN.<br>\nSanders hingegen gab sofort klein bei, winselte und erkl&auml;rte gegen&uuml;ber Journalisten &bdquo;die Einmischung der Russen in die US-Wahlen&ldquo; sei eine &bdquo;h&auml;ssliche Sache&ldquo; um &bdquo;uns zu spalten&ldquo;. Das haben sie 2016 getan. Sie versuchen, Chaos zu verursachen und Hass in Amerika zu erzeugen&ldquo;.<br>\nIm Gegensatz zu Donald Trump, betrachte er Vladimir Putin nicht als &bdquo;guten Freund&ldquo; und betonte Putin sei &bdquo;ein autokratischer Gangster&ldquo;, der die amerikanische Demokratie untergraben will. &bdquo;Mir ist es ehrlich gesagt egal, wen Putin als Pr&auml;sidenten will. Meine Botschaft an Putin ist klar: &sbquo;Halten Sie sich aus US-Wahlen heraus, und als Pr&auml;sident werde ich sicherstellen, dass Sie das tun.&rsquo;&ldquo;<br>\nAlbrecht M&uuml;ller von den NachDenkSeiten meinte dazu, wenn diese Aussagen stimmen, &bdquo;dann ist dieser Hoffnungstr&auml;ger auch ein hoffnungsloser Fall. Denn dazu, an die erkennbare und deutliche Einflussm&ouml;glichkeit Russlands auf die Wahlen in den USA zu glauben, geh&ouml;rt schon eine ordentliche Portion Einfalt.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/standpunkte-%E2%80%A2-was-nun-bernie\/\">Ken FM<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Offener Brief an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates<\/strong><br>\nEin breites B&uuml;ndnis aus Organisationen aus der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik und humanit&auml;ren Hilfsorganisationen fordert:<br>\nUmfassendes R&uuml;stungsexportverbot f&uuml;r die Jemen-Milit&auml;rkoalition<br>\nSehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,<br>\nder Beginn des Kriegs im Jemen j&auml;hrt sich bald zum f&uuml;nften Mal. Im Jahr 2019 gab es mehr als 3.000 direkte Todesopfer, sehr viel mehr Menschen leiden an der durch den Krieg verursachten Not. 24 Millionen, oder rund 80 Prozent der Bev&ouml;lkerung, davon 12,3 Millionen Kinder, sind auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen&hellip;<br>\nWir, die unterzeichnenden Organisationen, fordern die Bundesregierung deshalb auf, das im September letzten Jahres gegen&uuml;ber Saudi-Arabien verl&auml;ngerte R&uuml;stungsexportmoratorium erneut zu verl&auml;ngern und weitere wirksame Schritte zu unternehmen, um den Nachschub an Waffen f&uuml;r den Krieg im Jemen zu unterbinden.<br>\nAngesichts der nach wie vor eklatanten Verletzungen des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts und der Menschenrechte durch die dortigen Kriegsparteien muss die Bundesregierung zwingend das Moratorium in ein umfassendes und zeitlich nicht befristetes R&uuml;stungsexportverbot f&uuml;r die Mitglieder der von Saudi-Arabien gef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition &uuml;berf&uuml;hren. Dieses darf keine Ausnahmen f&uuml;r Komponentenlieferungen im Rahmen europ&auml;ischer Gemeinschaftsprojekte und bereits erteilter Exportgenehmigungen zulassen&hellip;<br>\nR&uuml;stungsexportgenehmigungen in L&auml;nder der Milit&auml;rkoalition im Jemen stehen damit im eklatanten Widerspruch zu selbst gesetzten Vorgaben der Bundesregierung sowie nationalen, europ&auml;ischen und internationalen rechtlichen Verpflichtungen, wie sie sich aus dem Gemeinsamen Standpunkt der Europ&auml;ischen Union und dem internationalen Waffenhandelsvertrag ergeben.<br>\nDaher fordern wir Sie als Mitglieder der Bundesregierung auf:<br>\nVerh&auml;ngen Sie nun ein umfassendes, rechtlich verbindliches und zeitlich nicht befristetes R&uuml;stungsexportverbot gegen&uuml;ber allen Mitgliedern der von Saudi-Arabien angef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition im Jemen, solange diese am bewaffneten Konflikt beteiligt sind, oder die Gefahr besteht, dass auch deutsche R&uuml;stungsg&uuml;ter zu Menschen- und V&ouml;lkerrechtsverletzungen im Jemen beitragen. Dieses R&uuml;stungsexportverbot darf keine Ausnahmen f&uuml;r Komponentenlieferungen im Rahmen europ&auml;ischer Gemeinschaftsprojekte und bereits erteilte Exportgenehmigungen zulassen.<br>\nFolgen Sie der Entschlie&szlig;ung des Europ&auml;ischen Parlaments und setzen Sie sich f&uuml;r ein EU-Waffenembargo gegen alle Mitglieder der von Saudi-Arabien angef&uuml;hrten Milit&auml;rkoalition im Jemen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-03-17\/waffenexportstopp-fuer-den-jemen-offener-brief-an-die-mitglieder-des-bundessicherheitsrates\/\">Justice now<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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