{"id":59466,"date":"2020-03-22T09:00:40","date_gmt":"2020-03-22T08:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466"},"modified":"2020-03-20T15:06:55","modified_gmt":"2020-03-20T14:06:55","slug":"hinweise-der-woche-152","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h01\">Corona-Virus-Pandemie &ndash; was lernen wir daraus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h02\">A fiasco in the making?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h03\">Wider die Vernunftpanik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h04\">Spain has nationalized all of its private hospitals as the country goes into coronavirus lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h05\">Vollbremsung: Die Wirtschaft in den Zeiten des Coronavirus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h06\">Bundeshaushalt: Scholz plant mit schwarzer Null f&uuml;r 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h07\">&bdquo;Nach Corona: Die Finanzm&auml;rkte entmachten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h08\">Zur Lage der Rente: Gerd Bosbach &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h09\">Helden ohne Tarifvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59466#h10\">Niemand bleibt zur&uuml;ck? Merkel-Regierung ignoriert Schicksal der Armen bei Corona-Krise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona-Virus-Pandemie &ndash; was lernen wir daraus?<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus, der unter anderem Krankenh&auml;user kaputtgespart und die Produktion lebenswichtiger Arzneimittel nach China und Indien verlagert hat, geh&ouml;rt auf den M&uuml;llhaufen der Geschichte!<br>\nDie Corona-Virus-Pandemie offenbart, wie falsch es war, dass wir in der &Auml;ra des Neoliberalismus das Gemeinschaftsleben vernachl&auml;ssigt haben. Nicht mehr Gemeinsinn und Zusammenhalt bestimmten weite Teile der Gesellschaft, sondern Selbstverwirklichung und Eigennutz.<br>\nUmso erfreulicher ist es, zu beobachten, dass die jetzige Krise viele Menschen daran erinnert, wie wichtig es doch ist, zusammenzuhalten und f&uuml;reinander einzustehen. So hat sich etwa im Saarland eine Nachbarschaftshilfe gegr&uuml;ndet, die Hilfeleistende und Hilfesuchende zusammenf&uuml;hren und somit den Alltag vieler erleichtern will: <a href=\"http:\/\/www.nh-saarland.de\">nh-saarland.de<\/a> . Eine Initiative, die ich gerne unterst&uuml;tze.<br>\nWas wir jetzt besonders sehen, ist, wer wirklich unverzichtbare Arbeit f&uuml;r uns alle leistet: Krankenschwestern, Altenpfleger, &Auml;rzte, Verk&auml;uferinnen, Paketboten, Fahrer und so weiter. Nicht die Investmentbanker, &bdquo;Nieten in Nadelstreifen&ldquo; und anderen Multimillion&auml;re, die vor allem die Propheten des Neoliberalismus und in der Politik besonders CDU und FDP jahrelang als &bdquo;Leistungstr&auml;ger der Gesellschaft&ldquo; gepriesen haben.<br>\nJetzt haben es Krankenschwestern, Pfleger, Verk&auml;uferinnen, Paketboten, Fahrer und viele andere, die in schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsverh&auml;ltnissen besch&auml;ftigt sind, schwarz auf wei&szlig;: Sie sind &bdquo;systemrelevant&ldquo;. Darum m&uuml;ssen sie in der aktuellen Corona-Krise weiter zur Arbeit gehen und riskieren, sich anzustecken. Es stimmt: Ohne diese Mitmenschen, die f&uuml;r unser Alltagsleben unverzichtbar sind, geht nichts mehr. Aber wenn die Corona-Krise &uuml;berstanden ist, ist zu bef&uuml;rchten, dass wieder schnell vergessen wird, wie &bdquo;systemrelevant&ldquo; diese Berufsgruppen mit schlechter Bezahlung, starker Belastung und familienunfreundlichen Arbeitszeiten sind. Das muss uns alle besch&auml;men, vor allem aber diejenigen, die in Politik und Gesellschaft die Fehlentscheidungen der letzten Jahre zu verantworten haben, die zu schlechten L&ouml;hnen, unsicheren Jobs und Hungerrenten gef&uuml;hrt haben. Hoffentlich zerst&ouml;ren der Corona-Virus und seine Folgen das Kartenhaus des Neoliberalismus. Wir brauchen wieder mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarit&auml;t und weniger Selbstverwirklichung und Eigennutz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2911282168933231\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>A fiasco in the making?<\/strong><br>\nA FIASCO IN THE MAKING? As the corona pandemic takes hold we are making decisions without reliable data<br>\nThe current coronavirus disease, Covid-19, has been called a once-in-a-century pandemic. But it may also be a once-in-a-century evidence fiasco.<br>\nAt a time when everyone needs better information, from disease modelers and governments to people quarantined or just social distancing, we lack reliable evidence on how many people have been infected with SARS-CoV-2 or who continue to become infected. Better information is needed to guide decisions and actions of monumental significance and to monitor their impact.<br>\nDraconian countermeasures have been adopted in many countries. If the pandemic dissipates &mdash; either on its own or because of these measures &mdash; short-term extreme social distancing and lockdowns may be bearable. How long, though, should measures like these be continued if the pandemic churns across the globe unabated? How can policymakers tell if they are doing more good than harm?<br>\n(&hellip;)<br>\nOne of the bottom lines is that we don&rsquo;t know how long social distancing measures and lockdowns can be maintained without major consequences to the economy, society, and mental health. Unpredictable evolutions may ensue, including financial crisis, unrest, civil strife, war, and a meltdown of the social fabric. At a minimum, we need unbiased prevalence and incidence data for the evolving infectious load to guide decision-making.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.statnews.com\/2020\/03\/17\/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data\/\">John P.A. Ioannides, Stanford University auf STAT<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Auf jeden best&auml;tigten Corona-Fall kommen bis zu zehn unentdeckte<\/strong><br>\nAuf jeden best&auml;tigten Corona-Fall kommen bis zu zehn unentdeckte<br>\nJeden Tag erfassen Staaten weltweit die Zahl ihrer nachweislich am Coronavirus infizierten Menschen. Dabei ist allen klar: Tats&auml;chlich liegt der Wert viel h&ouml;her. Forscher wagen nun eine Sch&auml;tzung. [&hellip;]<br>\nBezogen auf die weltweite Statistik bedeutet das: zwischen einer und zwei Millionen Menschen k&ouml;nnten derzeit infiziert sein. Legt man die Fallzahlen des Robert Koch-Instituts f&uuml;r Deutschland vom Dienstagabend von mehr als 7000 best&auml;tigten Infektionen zugrunde, h&auml;tten sich hierzulande bislang zwischen 35.000 und 70.000 Menschen infiziert. [&hellip;]<br>\nLaut der Auswertung wurden zu Beginn der Epidemie in China ungef&auml;hr 86 Prozent der Infektionen &uuml;bersehen, nur 14 Prozent wurden identifiziert, schreiben die Forscher im Fachmagazin &ldquo;Science&rdquo;. Auf jeden nachweislich Infizierten kamen also ungef&auml;hr sieben unentdeckte F&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-auf-jeden-bestaetigten-fall-kommen-bis-zu-zehn-unentdeckte-a-dd82ea01-30f3-4be7-b1ba-39648713bafc\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wider die Vernunftpanik<\/strong><br>\nWenn die Leute unvern&uuml;nftig sind und sich weniger vorbildlich verhalten als man selbst, m&uuml;ssen eben sofortige &ldquo;Ausgangssperren&rdquo; her. Hinter solchen Forderungen kann ein neues Gef&uuml;hl stecken: die Vernunftpanik.(&hellip;)<br>\nEine Szene in Berlin, am Sonntagabend: Der Besitzer einer Kneipe k&uuml;ndigt allen Mitarbeitenden zum n&auml;chstm&ouml;glichen Termin. Weil es nicht anders geht, das sehen alle ein. Aber manche weinen, weil sie nicht wissen, wovon sie die n&auml;chste Miete bezahlen sollen. Solchen Leuten giftige Vorw&uuml;rfe zu machen, weil sie die Anordnung zur Kneipenschlie&szlig;ung zwiesp&auml;ltig sehen &ndash; das geht leicht, wenn man soeben Microsoft Teams runtergeladen hat und die n&auml;chsten acht Wochen f&uuml;r Homeoffice sein Gehalt weitergezahlt bekommt. Anders als etwa eine Vielzahl von Freiberuflern und Selbst&auml;ndigen, die im zweiten Quartal 2020 einen Gesamtumsatz von null Euro verbuchen werden m&uuml;ssen. (&hellip;)<br>\nEs ist ein Privileg, bei sicherem Gehalt Homeoffice betreiben zu k&ouml;nnen und ebenso die M&ouml;glichkeit, &ldquo;Social Distancing&rdquo; ohne Begleitsch&auml;den durchziehen zu k&ouml;nnen. Wenn man dann anderen vorwirft &ndash; ohne jede Kenntnis von deren Lebenssituation &ndash; dass sie sich weniger vorbildlich verhalten als man selbst, gerinnt diese Haltung rasch zur Herablassung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/corona-gesellschaft-wider-die-vernunftpanik-kolumne-a-772e1651-f393-4bc6-8f79-79dc7a5ed025?fbclid=IwAR2xFT_axBs_CKOmEry1rTlgi806uMIvatcWHlawSNSkM7RaiMQIPMc7YUY\">Sascha Lobo auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sascha Lobo hat hier Recht. Es ist einfach, vom sch&ouml;nen gro&szlig;en Haus mit eigenem Garten aus nach &bdquo;Ausgangssperren&ldquo; zu rufen. Wer in einem Einzimmer-Apartment lebt, wird dies vielleicht nicht als &ldquo;sch&ouml;ne Chance ansehen, sich in einer turbulenten Zeit wieder selbst zu finden&rdquo;, wie es heute sinngem&auml;&szlig; eine Dame im Radio ausdr&uuml;ckte. Die Einen k&ouml;nnen ohne echte Sorgen die Auszeit nutzen, um mit dem Kind im Garten zu spielen, die Anderen m&uuml;ssen sich f&uuml;r einen kargen Lohn an der Supermarktkasse von schlecht gelaunten Kunden anhusten lassen. Corona ist auch eine Klassenfrage. Das sollte man nie vergessen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spain has nationalized all of its private hospitals as the country goes into coronavirus lockdown<\/strong><br>\n(&hellip;) The Spanish government has nationalized all of its hospitals and healthcare providers in the country in its latest move to combat the spread of the coronavirus.<br>\nThe Ministry of Health in Prime Minister Pedro S&aacute;nchez&rsquo;s administration on Monday announced it would put all of Spain&rsquo;s private health providers and their facilities into public control as the spread of COVID-19 continues to grip the country.<br>\nThe step was announced by Salvador Illa, Spain&rsquo;s health minister, The Guardian reported.<br>\nIlla also said fourth-year medical students in Spain would be asked to help the country&rsquo;s health service, Politico reported, while companies capable of producing medical equipment should get in touch with the government.<br>\n(&hellip;) There were 9,191 confirmed cases of the virus in Spain as of Monday, with 309 deaths linked to it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/international\/coronavirus-spain-nationalises-private-hospitals-emergency-covid-19-lockdown-2020-3\/?fbclid=IwAR1dVUkyrrwCZ96Dux8mjNueMxBEMmethvJCHcZ4lhIlqvuJmAXiRabUUGM\">Business insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vollbremsung: Die Wirtschaft in den Zeiten des Coronavirus<\/strong><br>\nIn Zeiten hoher Unsicherheit muss die Politik sich auf wenige stabile Muster in den sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen besinnen, um zur Verminderung der Unsicherheit beizutragen. Aber auch das ist schwer, weil es eine derartige Vollbremsung und einen Schock dieser Art noch nie gegeben hat.<br>\nAb morgen stehen gro&szlig;e Teile der Wirtschaft in Europa und in einigen anderen Regionen einfach still, weil die Regierungen eine Minimierung der sozialen Kontakte jedes einzelnen Menschen erreichen wollen und auch die wirtschaftliche Interaktion ber&uuml;hrt wird. Das ist Angebots- und Nachfrageschock zugleich und beinhaltet die M&ouml;glichkeit von einschneidenden finanziellen R&uuml;ckwirkungen. Momentan bauen die europ&auml;ischen Regierungen auf die chinesische Strategie, bei der es durch radikale Ma&szlig;nahmen zun&auml;chst gelungen ist, die Verbreitung des Virus deutlich zu verlangsamen.<br>\nDie Politik hat kaum eine andere Wahl, weil es derzeit kein anderes &auml;hnlich wahrscheinliches Szenario gibt, auf das man jetzt schon reagieren k&ouml;nnte. Auch in diesem Szenario, das mit einem Gesamtverlauf von zwei bis drei Monaten &uuml;berschaubar ist, sind die Wirkungen auf die Wirtschaft gravierend, aber durchaus zu handhaben. Wenn ein Drittel der Wirtschaft f&uuml;r zwei Monate einen Totalausfall seiner Produktion verzeichnet, sind das schon um die f&uuml;nf Prozent R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung. Kommen einige weniger direkt betroffene Bereiche hinzu, die ihre Produktion lediglich einschr&auml;nken m&uuml;ssen, erreicht man leicht einen R&uuml;ckgang des Bruttoinlandsproduktes von zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.flassbeck-economics.com\/vollbremsung-die-wirtschaft-in-den-zeiten-des-coronavirus\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundeshaushalt: Scholz plant mit schwarzer Null f&uuml;r 2021<\/strong><br>\nWie hart wird die Coronakrise Deutschland wirtschaftlich treffen? Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht trotz aller Turbulenzen offenbar davon aus, dass f&uuml;r den Haushalt 2021 keine neuen Schulden n&ouml;tig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/haushalt-olaf-scholz-plant-mit-schwarzer-null-fuer-2021-a-36052f2b-6f49-488f-8c69-8746957f869a\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann diesen Irrsinn nicht mehr kommentieren. Hat Scholz, hat das Land gerade keine anderen Sorgen? Die Folgen der neoliberalen Politik treten doch nun offen ans Licht, aber Scholz h&auml;lt mit blindem Fanatismus an der neoliberalen Dogmatik fest, obwohl auch ohne die Corona-Epidemie und deren noch nicht abzusehenden Folgen, die Abkehr von der Austerit&auml;tspolitik dringend geboten w&auml;re.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Nach Corona: Die Finanzm&auml;rkte entmachten&ldquo;<\/strong><br>\nInterview Ohne massive Staatsintervention droht wegen der Corona-Krise der wirtschaftliche Kollaps, warnt der &Ouml;konom Stephan Schulmeister [&hellip;]<br>\nWie lange kann sich eine Regierung das leisten?<br>\nDas ist vollkommen egal.<br>\nNa ja, aber wenn Sie sagen, zehn Prozent Defizit, wie lange kann ein Land wie Italien das durchhalten?<br>\nWir k&ouml;nnen auch 15 Prozent Defizit machen, das ist wurscht! Die Zinsen bleiben, wenn jetzt nicht die Finanzschmelze kommt, noch mindestens 20 Jahre bei null. Das geht ja gar nicht anders. Man kann es auch so interpretieren: Jetzt tritt der Unrat, der sich &uuml;ber 35 Jahre in diesem dysfunktionalen Finanzkapitalismus aufgestaut hat, zutage.<br>\nWerden wir jetzt auch eine Staatsschuldenkrise erleben?<br>\nNein. Eine Staatsschuldenkrise gibt es immer nur dann, wenn Staaten versuchen, notwendige Schulden zu vermeiden. Aber stellen Sie sich vor, alle L&auml;nder in Europa machen Budgetdefizite von 5 Prozent, 15 Jahre lang. Der Schuldenberg erreicht dann irgendwann 200 Prozent des BIP. Sagen wir, wir nehmen all diese Schulden bei einem &ldquo;Europ&auml;ischen Transformationsfonds&rdquo; auf, der sich bei der EZB refinanziert. Damit schaffen wir vern&uuml;nftige Dinge: Ein riesiger Green New Deal, Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge statt Flugverkehr, der gesamte Wohnbaubestand in der EU wird energetisch saniert und so weiter. Nach 15 oder 30 Jahren haben wir eine wirklich &ouml;kologisch sanierte &Ouml;konomie, aber riesige Schulden. Dann erl&auml;sst der Fonds den Staaten die Schulden und wird aufgel&ouml;st, die EZB hat ein negatives Eigenkapital von paar Billionen, und das wird durch eine &ldquo;Neustartbilanz&rdquo; entsorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/die-finanzmaerkte-entmachten\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zur Lage der Rente: Gerd Bosbach &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde<\/strong><br>\nvon Bosbach\/Korff: F&uuml;r Ende M&auml;rz ist der Abschlussbericht der Rentenkommission &bdquo;Verl&auml;sslicher Generationenvertrag&ldquo; angek&uuml;ndigt. Die zuk&uuml;nftige H&ouml;he und Finanzierung der Renten ist kontrovers, das Thema erscheint un&uuml;bersichtlich. Der Mathematiker und Rentenexperte Prof. Dr. Gerd Bosbach beantwortet Fragen von Jens J&uuml;rgen Korff zum Hintergrund dieser Auseinandersetzungen.<br>\nKORFF: Rentenkommission, Experten &ndash; das klingt alles sehr kompetent und unpolitisch. Wird die Kommission uns sagen, wie die Lage ist bei der Rente und beim Generationenvertrag?<br>\nBOSBACH: Das ist ganz neutral nicht zu erwarten. Die versammelten Experten haben in der Kommission einiges gekl&auml;rt, aber anderes wird wohl in Kommissionen vertagt oder der Bundesregierung als Aufgabe &uuml;bergeben. Berichte und Prognosen zum Thema Rente sind h&auml;ufig interessengeleitet und politisch gef&auml;rbt, auch dann, wenn sie von Experten kommen. Das haben wir bereits erlebt, als der &Ouml;konom Axel B&ouml;rsch-Supan im April 2018 zum Start der Kommissionsberatungen versucht hat, die Diskussion mit konstruierten &bdquo;Sachzw&auml;ngen&ldquo; in eine bestimmte Bahn zu lenken.<br>\nKORFF: Eine zentrale Frage ist ja: Steigen die Kosten der gesetzlichen Rente ins Unermessliche?<br>\nBOSBACH: Experten wie B&ouml;rsch-Supan versuchen, diesen Eindruck zu erwecken, indem sie auf absolute Zahlen verweisen: Die Ausgaben der Deutschen Rentenversicherung sind von 2000 bis 2018 massiv gestiegen: Von 214 auf 308 Milliarden &euro;. Das sieht auf den ersten Blick erschreckend aus. Doch auf den zweiten Blick sieht man: In der gleichen Zeit ist auch unser allgemeiner Wohlstand, gemessen im Bruttoinlandsprodukt (BIP), um weit &uuml;ber 50 % gestiegen, von 2,1 auf 3,35 Billionen &euro;. Um die Kostenentwicklung realistisch einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir uns anschauen, wie sich die Ausgaben im Verh&auml;ltnis zum BIP entwickelt haben. Das sehen wir hier:<br>\nKORFF: Das ist &uuml;berraschend: Es ist keine Steigerung zu sehen. Alle reden von steigenden Rentnerzahlen, l&auml;ngeren Bezugszeiten und davon, dass die Renten in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Stimmt das denn alles nicht?<br>\nBOSBACH: Doch, das stimmt alles. Trotzdem ging der Anteil unseres Wohlstandes, den wir f&uuml;r die gesetzliche Rente ausgegeben haben, in den 2000er Jahren zur&uuml;ck und hat sich zurzeit bei gut 9 % eingependelt. Wenn wir mehr Geld zur Verf&uuml;gung haben, geben wir mehr f&uuml;r Urlaub aus, mehr f&uuml;r Autos, mehr f&uuml;r Gesundheit, mehr f&uuml;r Kommunikation&hellip; Warum dann nicht auch mehr f&uuml;r Renten, wenn die Zahl der Rentner gestiegen ist?<br>\nKORFF: Wie hat sich die Alterung der Gesellschaft dabei ausgewirkt?<br>\nBOSBACH: Die Lebenserwartung stieg seit 2000 um 2,2 Jahre bei den Frauen und um 3,4 Jahre bei den M&auml;nnern. Der Anteil von 65+ an der Bev&ouml;lkerung stieg um mehr als ein Drittel von 15 auf &uuml;ber 21 %. Trotzdem kann von einer &bdquo;Unbezahlbarkeit&ldquo; der gesetzlichen Rente &ndash; zumindest f&uuml;r die Vergangenheit &ndash; keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.luegen-mit-zahlen.de\/blog\/zur-lage-der-rente\">L&uuml;gen mit Zahlen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Helden ohne Tarifvertrag<\/strong><br>\nRegierung l&auml;sst Kapazit&auml;ten zur Patientenversorgung aufstocken. Besch&auml;ftigte setzen Streik wegen Coronakrise aus. Chefs k&uuml;ndigen Jobvereinbarung<br>\nUm Patienten mit Covid-19-Erkrankungen versorgen zu k&ouml;nnen, stocken Bund und L&auml;nder die Kapazit&auml;ten in Kliniken auf. Die nun vereinbarte Verdopplung der Intensivkapazit&auml;ten sei ein erster Schritt, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Bisher gibt es in Deutschland 28.000 Pl&auml;tze in der Intensivpflege, bei 25.000 k&ouml;nnen die Patienten k&uuml;nstlich beatmet werden.<br>\nDoch schon jetzt arbeiten die Besch&auml;ftigten in den Krankenh&auml;usern am Anschlag. Seit Juli 2019 k&auml;mpfen die Mitarbeiter der Asklepios-Klinik im nieders&auml;chsischen Seesen f&uuml;r einen Tarifvertrag und gegen die Ausgliederung von 120 Therapeutinnen und Therapeuten. Aufgrund der Coronaviruspandemie k&uuml;ndigten die Streikenden am Mittwoch ein Streikmoratorium an. Der Widerstand gegen die K&uuml;rzungsma&szlig;nahmen der Klinikleitung werde bis auf weiteres ausgesetzt. Der Betriebsratsvorsitzende Oliver Kmiec erkl&auml;rte: &raquo;Die Zuspitzung der Situation in den letzten Tagen macht uns gro&szlig;e Sorgen. Das Wohl der Patienten steht f&uuml;r uns an erster Stelle. Genau deshalb streiken wir seit einem halben Jahr.&laquo; Krankenschwester Linda Bohmhauer erg&auml;nzte: &raquo;Wir standen kurz davor, unsere Streikma&szlig;namen auszuweiten, um den Druck auf Asklepios zu erh&ouml;hen und f&uuml;nf Tage am St&uuml;ck zu streiken. Aber das muss jetzt warten.&laquo; Die Botschaft der Tarifkommission in Seesen an die Patienten laute: &raquo;Wir stehen an eurer Seite, mit all unserer Kraft, bis diese Krise gemeistert ist.&laquo; An die Asklepios Chefs gerichtet hei&szlig;e es hingegen: &raquo;Unser Kampf ist nicht vorbei! Wenn sich die Lage entspannt hat, werden wir umso entschlossener f&uuml;r die Zukunft unserer Klinik streiken!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/374756.covid-19-helden-ohne-tarifvertrag.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Niemand bleibt zur&uuml;ck? Merkel-Regierung ignoriert Schicksal der Armen bei Corona-Krise<\/strong><br>\nMit milliardenschweren Hilfspaketen will die Bundesregierung die Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Epidemie sch&uuml;tzen. Die Lebensmittelversorgung der Bev&ouml;lkerung ist laut ihr gesichert. Doch f&uuml;r Millionen Menschen trifft das schon jetzt nicht mehr zu. [&hellip;]<br>\nAnders, als es viele Umfragen behaupten, zeigt die Reaktion der Bev&ouml;lkerung, wie niedrig die Glaubw&uuml;rdigkeit der Regierung tats&auml;chlich ist. Es finden sich vor allem zwei Verhaltensweisen: Die eine ist panisch und signalisiert die Erwartung, im Stich gelassen zu werden. Die andere verleugnet das Risiko v&ouml;llig und l&auml;sst dadurch erkennen, dass den offiziellen Aussagen nicht geglaubt wird. Kein Wunder, wenn erst wochenlang nicht gehandelt und Gefahrlosigkeit beschworen wurde, nur um dann in einer pl&ouml;tzlichen Kehrtwende das halbe Land lahmzulegen &hellip;<br>\nIm realen Handeln zeigt sich bei der Bundesregierung die gleiche Blindheit, die schon Ray Nagin auszeichnete &ndash; Menschen, die nicht wohlhabend genug sind, kommen in ihrer Wahrnehmung nicht vor. Inmitten einer Krise, in der das Wohl der gesamten Bev&ouml;lkerung ausschlaggebend sein sollte, wird nicht nur bereitwillig das F&uuml;llhorn f&uuml;r die St&auml;rksten &ndash; Industrie und Banken &ndash; ge&ouml;ffnet, es wird an den Punkten, an denen die wirkliche Katastrophe lauert, &uuml;berhaupt nicht reagiert. Denn es gibt bereits Meldungen, die ein sofortiges Handeln erforderlich machen m&uuml;ssten, die mit Ignoranz und Passivit&auml;t beantwortet werden: der weitgehende Ausfall der Essens-Tafeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/99505-niemand-bleibt-zuruck-merkel-regierung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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