{"id":59514,"date":"2020-03-23T08:30:42","date_gmt":"2020-03-23T07:30:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514"},"modified":"2020-03-23T08:19:44","modified_gmt":"2020-03-23T07:19:44","slug":"hinweise-des-tages-3577","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h01\">Darum ist die Corona-Pandemie nicht in wenigen Wochen vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h02\">&bdquo;Die Kampagne soll Verwirrung, Panik und Angst versch&auml;rfen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h03\">Russland schickt Italien Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h04\">Spahn will Krankenh&auml;user mit Milliardensummen am Leben erhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h05\">Bisher unver&ouml;ffentlichte Zahlen zeigen, wie oft in Deutschland wirklich getestet wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h06\">Kontaktverbote<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h07\">Wer stirbt in Italien an COVID-19 und warum? Eine Analyse des italienischen Gesundheitsinstituts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h08\">Osteuropa und Covid-19 &Auml;rzte? Abgewandert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h09\">Corona-Krise: Chinesen schockiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h10\">Volle Kraft gegen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h11\">Die Rente wird teuer &ndash; aber f&uuml;r wen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h12\">Jetzt sind die schlechten Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h13\">Parit&auml;tischer schl&auml;gt Alarm: Soziale Dienste sollen wider Erwarten nicht unter Corona-Schutzschirm fallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h14\">Tacheles &ndash; Vorschl&auml;ge zum Umgang mit der Corona-Krise f&uuml;r einkommensschwache Haushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h15\">Wir werden panisch, au&szlig;er beim Planeten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h16\">Wasser &ndash; Zugang zum blauen Gold der Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h17\">Das widerstandslose Aufgeben der Freiheit ist gef&auml;hrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h18\">Unverhofftes Datengeschenk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h19\">IWF verweigert Venezuela Nothilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59514#h20\">Mafia? &ndash; Bei uns doch nicht!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Darum ist die Corona-Pandemie nicht in wenigen Wochen vorbei<\/strong><br>\nDie bisher ergriffenen Ma&szlig;nahmen, um das Corona-Virus einzud&auml;mmen, wirken bereits sehr einschr&auml;nkend auf die deutsche Bev&ouml;lkerung. Nun gibt es erste Modellrechnungen die verraten, wie streng und wie lange die Ma&szlig;nahmen ergriffen werden m&uuml;ssen. (&hellip;)<br>\nWir k&ouml;nnen jetzt versuchen die Kontakte der Menschen so stark zu reduzieren, wie es nur geht. Es gibt Experten, die glauben, dass wir damit die Ausbreitung des Coronavirus sogar noch ganz stoppen k&ouml;nnen oder die Zahl der Toten zumindest drastisch reduzieren k&ouml;nnen. Aber was ist der Preis? Laut einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Epidemiologie zur Verbreitung des neuen Coronavirus w&auml;ren diese strengen Ma&szlig;nahmen &uuml;ber einen Zeitraum von &uuml;ber 300 Tagen n&ouml;tig, bis es keine Infizierten mehr gibt. Zus&auml;tzlich m&uuml;ssten ab dann alle Einreisenden und Heimkehrer ohne Ausnahme getestet und vorsorglich inklusive des Haushalts f&uuml;r zwei Wochen in Quarant&auml;ne isoliert werden, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern. Und das so lange, bis es weltweit keine neuen F&auml;lle mehr gibt und der Virus weltweit als ausgerottet erkl&auml;rt wird.<br>\nDie Gefahr: Keinerlei Herdenimmunit&auml;t. Sobald ein Ausbruch wieder aus der Kontrolle ger&auml;t, geht das Spiel von vorne los. Die wirtschaftlichen, sozialen und psychischen Folgen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung sind kaum auszumalen, so gravierend k&ouml;nnten sie sein. Zudem m&uuml;ssten in der gesamten Zeit die Grenzen dicht sein. (&hellip;)<br>\nEin Modell mit mehreren Wellen scheint realistischer. Auch hier sind die Kosten f&uuml;r die Gesellschaft enorm, aber es gibt Pausen von den Ma&szlig;nahmen und wir gewinnen mehr Immunit&auml;t, die das System in Deutschland nach und nach wieder st&uuml;tzt.<br>\nIn den n&auml;chsten Wochen und Monaten werden sich zudem wahrscheinlich die Daten zum Coronavirus weiter verbessern. Wir werden ein genaueres Bild &uuml;ber die Sterblichkeit und die Zahl der Menschen haben, die ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Wir werden wissen, wie stark die bisherigen Ma&szlig;nahmen schon greifen und k&ouml;nnen nachjustieren. Das wird den Epidemiologen helfen, die Modelle zu verbessern. Und das entscheidet dann auch dar&uuml;ber, welche Ma&szlig;nahmen n&ouml;tig sind, wann und wie lange.<br>\nGleichzeitig bleibt Zeit f&uuml;r das Aufstocken der Intensivbetten und die Entwicklung neuer Tests.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.quarks.de\/gesellschaft\/wissenschaft\/darum-ist-die-corona-pandemie-nicht-in-wenigen-wochen-vorbei\/\">Quarks<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.Z.:<\/strong> Sehr gute wissenschaftliche Zusammenfassung zum Coronavirus (&hellip;) Es wird in dem Beitrag auf der Quarks-Seite klar warum eine Ausgangssperre oder sogenannter Lockdown auf Dauer nichts bringen wird und was wirklich wichtig ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Je mehr Leute verstehen worum es geht, desto wahrscheinlicher werden wir die extremen politischen Eingriffe auch wieder los.<\/em><\/p>\n<p><em>Die N&ouml;te der Leute die entstehen, wenn man ohne Abw&auml;gung und Augenmass vorgeht, brauchen eine Stimme.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Die Kampagne soll Verwirrung, Panik und Angst versch&auml;rfen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Kreml hat einem EU-Bericht zufolge eine &bdquo;signifikante Desinformationskampagne&ldquo; in der Coronakrise gestartet. Ziel sei es, die Krise zu verschlimmern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/eu-wirft-russland-desinformation-in-coronakrise-vor-die-kampagne-soll-verwirrung-panik-und-angst-verschaerfen\/25659790.html?utm_source=pocket-newtab\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.A.:<\/strong> Es wird wirklich keine Gelegenheit ausgelassen um gegen Russland Stimmung zu machen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Auf dieses abstruse Machwerk bin ich gerade gesto&szlig;en&hellip; vielleicht war es nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Thema f&uuml;r die Russland-Hetze missbraucht wird, nat&uuml;rlich ohne konkrete Nachweise, sondern lediglich mit Verweis auf andere unbewiesene F&auml;lle der Vergangenheit.<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Deutschland fehle es an qualifizierten &Auml;rzten, um das Coronavirus zu bek&auml;mpfen&rdquo; &ndash; dieser Satz k&ouml;nnte so &uuml;brigens in einem anderen Kontext auch in den sog. &ldquo;Leitmedien&rdquo; ebenfalls stehen, wenn man mal wieder feststellt, dass pl&ouml;tzlich ein sog. Fachkr&auml;ftemangel vom Himmel gefallen ist. Vielleicht sorgt das kaputtgesparte Gesundheitssystem und das sog. &ldquo;Krisenmanagement&rdquo; der Bundesregierung auch ganz ohne russische Unterst&uuml;tzung h&ouml;chstselbst daf&uuml;r, dass manche B&uuml;rger anfangen, das Vertrauen in dieses unn&ouml;tig profit- statt gemeinwohlorientierte System zu hinterfragen. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Bei einem stabilen demokratischen System, das alle Menschen mitnimmt, w&auml;re es jedoch w&uuml;nschenswert, wenn auch eine unstimmig wirkende Hypothese ggf. einfach mal im Raum stehen kann, ohne dass umgehend solche Schnappatmungsartikel daherkommen m&uuml;ssen &ndash; auch das k&ouml;nnte am Rande mehr Vertrauen schaffen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Methoden aus dem Lehrbuch des KGB<\/strong><br>\nDer Kreml nutzt die Coronakrise aus, um weiterzumachen, wo er vor Jahren angefangen hatte: Ziel ist es, westliche Gesellschaften zu ersch&uuml;ttern. Ein Kommentar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/russische-desinformation-in-der-coronakrise-methoden-aus-dem-lehrbuch-des-kgb\/25666768.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.B.:<\/strong> Es wird ja aktuell m&auml;chtig weiter gehetzt, alle Regeln seri&ouml;ser Berichterstattung au&szlig;er Acht lassend<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.O.:<\/strong> Ich kann nur hoffen, dass eine Bev&ouml;lkerungsmehrheit diesen Stuss entweder nicht mitbekommt oder nicht Ernst nimmt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> An diesem &bdquo;Bericht&ldquo; des Berliner &bdquo;Tagesspiegels&ldquo; f&auml;llt eines auf: Es wird behauptet, dass Russland versuche, &bdquo;die westlichen Gesellschaften von innen zu ersch&uuml;ttern&ldquo;. Grundlage f&uuml;r diese Behauptung ist ein Bericht der EU. Aber werden vom Tagesspiegel einzelne konkrete Fakten berichtet? Enth&auml;lt der EU-Bericht konkrete Fakten? Wurden die Behauptungen des EU-Berichts vom Tagesspiegel &uuml;berpr&uuml;ft? Dar&uuml;ber erfahren wir nichts aus dem &bdquo;Bericht&ldquo; des Tagesspiegels. Und das hat wahrscheinlich einen guten Grund: Dieser Bericht ist keine seri&ouml;se journalistische Arbeit. Sondern er plappert nach, was die EU versucht an Propaganda gegen Russland in die Welt zu setzen. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass es reine Propaganda ist. Denn sonst w&uuml;rden ja wohl konkrete Daten und Fakten genannt. Aber die fehlen bei derartigen &bdquo;Berichten&ldquo; regelm&auml;&szlig;ig. &Uuml;brigens: Das Sch&ouml;ne an diesem Bericht sind die Leserkommentare. Sie zeigen deutlich, dass zumindest ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung nicht mehr bereit ist, diese Art von unseri&ouml;sen und unprofessionellen Journalismus hinzunehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russland schickt Italien Hilfe<\/strong><br>\nMoskau will acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausr&uuml;stung in das s&uuml;deurop&auml;ische Land verlegen. Auch stehen Virologen und Epidemiologen bereit f&uuml;r den Einsatz.<br>\negen der dramatischen Lage in Italien w&auml;hrend der Corona-Pandemie sendet Russland medizinische und personelle Hilfe in das Land. Auf dem Milit&auml;rflughafen Tschkalowski in der N&auml;he von Moskau standen am Sonntag neun Flugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 f&uuml;r den Abflug nach Italien bereit, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Insgesamt sollten acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausr&uuml;stung in das s&uuml;deurop&auml;ische Land verlegt werden. Die Zahl der Mitglieder einer Brigade war unklar.<br>\n&bdquo;Zus&auml;tzlich bereit steht eine Gruppe mit rund 100 Menschen, darunter f&uuml;hrende Spezialisten des Verteidigungsministeriums auf dem Gebiet der Virologie und Epidemiologie&ldquo;, hie&szlig; es in der Mitteilung. Die Experten h&auml;tten internationale Erfahrung im Kampf gegen Epidemien. Sie seien mit moderner Ausr&uuml;stung zur Diagnose und zur Desinfektion ausgestattet.<br>\nDie Flugzeuge und Einheiten waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Sonntag aus verschiedenen Teilen Russlands zusammengezogen worden. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-F&auml;lle &ndash; mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/kampf-gegen-coronavirus-russland-schickt-italien-hilfe-16691164.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Kuba schickt &Auml;rzteteam nach Italien<\/strong><br>\nKuba hat am Sonntag ein &Auml;rzteteam nach Italien geschickt, das die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterst&uuml;tzen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stol.it\/artikel\/chronik\/kuba-schickt-aerzteteam-nach-italien\">stol.int<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spahn will Krankenh&auml;user mit Milliardensummen am Leben erhalten<\/strong><br>\nEin neues Gesetz zapft die riesigen Reserven im Gesundheitsfonds an. Es soll mehr Geld f&uuml;r die Pflege und f&uuml;r Intensivbetten geben. Die Kliniken f&uuml;hlen sich trotzdem im Stich gelassen.<br>\nDie Bundesregierung will den Gesundheitseinrichtungen in der Corona-Krise mit Milliardenbetr&auml;gen unter die Arme greifen. Dazu will das Bundeskabinett am Montag ein Krankenhausentlastungsgesetz verabschieden, dessen Entwurf der F.A.Z. vorliegt. Das Papier sieht vor, den Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen m&ouml;gliche Verdienstausf&auml;lle zu erstatten und sich an den Mehrkosten zur Pandemiebek&auml;mpfung zu beteiligen, etwa f&uuml;r zus&auml;tzliche Intensivbetten.<br>\nUm die H&auml;user zu entlasten und Personal f&uuml;r den Corona-Schutz freizustellen, will die Bundesregierung au&szlig;erdem die B&uuml;rokratie herunterfahren. Die niedergelassenen &Auml;rzte sollen &uuml;ber die Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen f&uuml;r ihren zus&auml;tzlichen Corona-Einsatz honoriert werden, das Geld davon kommt von den Krankenversicherungen. Auch hier will man m&ouml;gliche Verdienstausf&auml;lle abfedern, die dadurch entstehen, dass normale Patienten aus Angst vor Ansteckung fortbleiben. Im Gesetzentwurf ist von &bdquo;Ausgleichszahlungen&ldquo; f&uuml;r die niedergelassenen &Auml;rzte in nicht spezifizierter H&ouml;he die Rede.<br>\nDie Politik hat die Krankenh&auml;user verpflichtet, planbare Operationen zu verschieben, um Betten und Personal f&uuml;r Covid-19-Patienten freizumachen. Da die so genannten elektiven Eingriffe wie H&uuml;ftgelenks-OPs aber gut bezahlt und viele Corona-Betten (noch) leer sind, entgehen den Kliniken derzeit hohe Ums&auml;tze. Um das abzufedern, stellt der Bund dem Gesetzentwurf zufolge 2,4 Milliarden Euro bereit.<br>\nMehr als 8 Milliarden Euro<br>\nDie Krankenh&auml;user sind zudem gehalten, die Zahl der Intensivbetten mit Beatmungsger&auml;ten auf fast 60.000 zu verdoppeln. Da jedes Bett mit einem Bonus von 30.000 Euro bezuschusst wird, stellt Berlin daf&uuml;r weitere 900 Millionen Euro bereit. Die Mehrausgaben f&uuml;r den Bundeshaushalt belaufen sich somit f&uuml;r 2020 auf 3,3 Milliarden Euro.<br>\nNoch h&ouml;here Summen sollen aus der Liquidit&auml;tsreserve des Gesundheitsfonds entnommen werden, aus dem die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ihr Geld erhalten. Um mehr Pflegepersonal zur Betreuung der Infizierten anzuziehen, will man unter anderem den so genannten vorl&auml;ufigen Pflegeentgeltwert um 54 auf 200 Euro am Tag erh&ouml;hen. Dadurch entst&uuml;nden in der GKV Mehrkosten von 4,05 Milliarden Euro. Diese sollen aus dem Gesundheitsfonds kommen &ndash; der etwa 10 Milliarden Euro an R&uuml;cklagen enth&auml;lt &ndash; und sp&auml;ter aus dem Bundeshaushalt refinanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/corona-spahn-will-krankenhaeuser-mit-geld-am-leben-erhalten-16690128.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schon die &Uuml;berschrift ist so bizarr, da&szlig; man den Kopf sch&uuml;tteln muss. &ldquo;Spahn will Krankenh&auml;user mit Milliardensummen am Leben erhalten&rdquo; &ndash; inmitten der gr&ouml;&szlig;ten medizinischen Katastrophen seit dem Zweiten Weltkrieg. Was soll man denn anderes machen, als die Krankenh&auml;user gem&auml;&szlig; den Notwendigkeiten zu finanzieren? Leider pa&szlig;t nur Corona nicht in die Welt der Fallpauschalen; so eine Pandemie ist einfach nicht vorgesehen, und die angemessene Finanzierung dieser &ldquo;F&auml;lle&rdquo; eben auch nicht. Und da&szlig; Spahn und die Bundesregierung noch in dieser gr&ouml;&szlig;ten denkbaren medizinischen Krise Pfennigpfuchser spielen &ndash; <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/corona-krise-gesundheitsminister-spahn-will-kliniken-mit-bis-zu-7-8-milliarden-euro-stuetzen-a-babfd6ec-a895-4cf2-a927-693d1659e740\">die 8 Milliarden Euro reichen den Kliniken hinten und vorne nicht<\/a> -, ist einfach unglaublich.<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/coronakrise-jens-spahns-hilfe-fuer-krankenhaeuser-zu-wenig-fuer-den-kampf-der-kliniken-kommentar-a-703cce95-17df-40a3-ad9d-bd6d01584029\">Sogar der neoliberale SPIEGEL kritisiert die Ideen hart und mit Zahlen unterlegt<\/a>; so reicht die vorgesehene Unterst&uuml;tzung nur f&uuml;r ein Drittel der Kosten f&uuml;r ein Intensivbett, und die Ausgaben f&uuml;r die Versorgung von Corona-Infizierten sollen aufs B&uuml;rokratischste dokumentiert werden, als h&auml;tten die &Auml;rzte Zeit f&uuml;r so einen Bl&ouml;dsinn. Offenbar geht es Spahn nicht um die Rettung von Menschenleben, sondern dieses absurden DRG-Systems, das f&uuml;r diese Krise &ndash; und &uuml;berhaupt f&uuml;r die Daseinsvorsorge &ndash; einfach nicht sinnvoll ist. Nebenan werden mal eben <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/coronavirus-unternehmen-milliardenfonds-100.html\">hunderte Milliarden Euro f&uuml;r &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; rausgehauen<\/a>, diese im Gegensatz &ldquo;m&ouml;glichst unb&uuml;rokratisch&rdquo;. Irre.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bisher unver&ouml;ffentlichte Zahlen zeigen, wie oft in Deutschland wirklich getestet wird<\/strong><br>\n&ldquo;Testen, testen, testen&rdquo;, fordert die Weltgesundheitsorganisation, um herauszufinden, wie viele Menschen wirklich mit dem Coronavirus infiziert sind. Exklusive Zahlen zeigen, wie weit Deutschland mit dem Testen wirklich ist.<br>\nWie viele Menschen in Deutschland bereits auf das Coronavirus getestet wurden, ist schwer zu sagen &ndash; zumal sich die Zahl t&auml;glich ver&auml;ndert. Doch es sind auf jeden Fall mehr als 167.000*. Wie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) an diesem Donnerstag auf Anfrage mitteilte, wurden bis zum Ende der vergangenen Woche in 148 Laboren 167.009 Proben getestet, davon waren 6540 positiv. Laut DKG handelt es sich um die Gesamtzahl aus dem ambulanten und station&auml;ren Sektor seit dem ersten Test zu Beginn der Krise. Aus den tagesaktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) ergeben sich inzwischen 10.999 labordiagnostisch best&auml;tigte F&auml;lle (Stand: 19. M&auml;rz 2020). [&hellip;]<br>\nDerzeit gibt es keine zentralisierte Datenbank der WHO zu Covid-19-Tests und viele L&auml;nder ver&ouml;ffentlichen keine offiziellen Berichte. Die Seite &ldquo;Our World in Data&rdquo; sammelt ungef&auml;hre Sch&auml;tzungen und Datenbankergebnisse. Demnach hat Italien etwa 148.657 Tests durchgef&uuml;hrt (Stand: 17. M&auml;rz 2020), die USA 41.552 und Norwegen 18.062 (beide Stand: 16. M&auml;rz 2020). Die verf&uuml;gbaren Daten zeigen, dass S&uuml;dkorea mit 286.716 (Stand: 17. M&auml;rz 2020) viel mehr Proben untersucht hat als jedes andere Land. Die geringe Testabdeckung der USA wird noch deutlicher, wenn man die gro&szlig;e Bev&ouml;lkerung des Landes ber&uuml;cksichtigt. Viele kleinere L&auml;nder konnten den Daten zufolge mehr Tests pro Million Menschen durchf&uuml;hren. Pro Kopf ist die Anzahl der Tests in den USA mehr als 40 mal niedriger als in S&uuml;dkorea.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/gesundheit\/covid-19--so-oft-wird-wirklich-auf-das-coronavirus-getestet-9189186.html\">Stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kontaktverbote<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Ausnahmezustand<\/strong><br>\nUnd wie in allen diesen F&auml;llen, in denen eine komplexe Gefahrenprognose erforderlich ist, werden wir &ndash; wenn &uuml;berhaupt &ndash; erst hinterher wissen, ob wir richtig gehandelt haben, ob man viel fr&uuml;her oder viel h&auml;rter h&auml;tte handeln m&uuml;ssen oder ob das Ganze nicht doch ein &bdquo;Feuerwerk des Wahnsinns&ldquo; war, wie es nun andere Experten auf einer gerade in Frankfurt ausgerichteten Podiumsdiskussion behaupten. Aber wenn wir die Berechtigung der Ma&szlig;nahmen unterstellen, dann deshalb, weil wir darauf hoffen, dass sie greifen und etwas bewirken, und zwar in nicht allzu ferner Zukunft. Tun sie es, ist alles gut. Aber was, wenn nicht &ndash; und wenn der Zustand, der durch sie eintritt, l&auml;nger und l&auml;nger dauert, vielleicht ein Ende auch gar nicht absehbar ist? (&hellip;)<br>\nDie staatstheoretische &Uuml;berlegung betrifft das Verh&auml;ltnis von Normallage und Ausnahmezustand, das durch die Corona-Krise mit einer Wucht auf die Tagesordnung gesetzt ist, die sich noch vor drei oder vier Wochen so niemand h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen. Seitdem leben wir gef&uuml;hlt im Ausnahmezustand: mit drastischen Beschr&auml;nkungen des wirtschaftlichen wie des privaten Lebens, in einem Zustand von Gesellschaft, die nach und nach auf Null heruntergefahren wird. Aber er ist au&szlig;erhalb von Bayern in der Bundesrepublik nirgends erkl&auml;rt, und auch in Bayern, wo er als Katastrophennotstand ausgerufen ist, ist die Folge wenig mehr als eine Verschiebung und Konzentration der Zust&auml;ndigkeiten zu den Spitzen der Exekutive. Ansonsten sind alle Ma&szlig;nahmen, die hier getroffen worden sind, auf der Grundlage und im Rahmen des einfachen Rechts getroffen worden, das alle entsprechenden Erm&auml;chtigungen bereith&auml;lt, von den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes bis hin zur M&ouml;glichkeit polizeirechtlicher Allgemeinverf&uuml;gungen zur Schlie&szlig;ung von Spielpl&auml;tzen. (&hellip;)<br>\nDar&uuml;ber hinaus haben wir aus der Diskussion um die Ausnahmelage einiges gelernt, was in der derzeitigen Situation vielleicht von Nutzen sein kann, etwa dass diese traditionell die Stunde der Exekutive ist. Opposition wird nicht honoriert und kommt deshalb auch faktisch nicht vor; in der Stunde der Not m&uuml;ssen alle zusammenr&uuml;cken. Umgekehrt erh&auml;lt die Regierung eine Pr&auml;mie, die nicht nur ihr als Institution, sondern auch denen zukommt, die sie als Personen repr&auml;sentieren; f&uuml;r diese wirkt sie sich, man muss es so n&uuml;chtern sagen, nicht zuletzt in k&uuml;nftigen Wahlchancen aus. (&hellip;)<br>\nAuch bei den bisherigen Epidemien von der Schweinegrippe bis zur normalen Influenza h&auml;tten wir durch Einreisesperren, Verbot von Gro&szlig;veranstaltungen oder zuletzt auch Isolierungen der Menschen voneinander die Todesrate von vornherein erheblich senken k&ouml;nnen. Aber wir haben es nicht getan, weil uns diese Einschr&auml;nkungen zu schwerwiegend erschienen und alle Erkrankten in den Krankenh&auml;usern behandelt werden konnten. Und ganz generell k&ouml;nnte irgendwann der Punkt kommen, an dem wir uns eingestehen m&uuml;ssen, dass es Krankheiten gibt, die wir nicht besiegen k&ouml;nnen, ebenso wenig wie wir den Tod besiegen k&ouml;nnen. Wir k&ouml;nnen uns, wie jetzt, eine Zeitlang dagegen anstemmen, am Ende aber eben doch immer nur eine Zeitlang.<br>\nSo oder so werden wir irgendwann wieder lernen m&uuml;ssen, die Welt nicht nur durch die Brille der Virologen zu betrachten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/der-ausnahmezustand\/\">Verfassungsblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsnotstand: &ldquo;Jede geeignete Person&rdquo; soll zur &ldquo;Erbringung von Leistungen&rdquo; herangezogen werden k&ouml;nnen<\/strong><br>\nBayern will ein neues Infektionsschutzgesetz mit weitreichenden Befugnissen n&auml;chste Woche umsetzen, die Bundesregierung scheint dem zuvorkommen zu wollen<br>\nNach dem Entwurf (AZ 18\/6945) soll &ldquo;der Ministerpr&auml;sident oder der f&uuml;r Gesundheitsfragen zust&auml;ndige Staatsminister&rdquo; offenbar ohne Einbeziehung des Parlaments bei einer &uuml;bertragbaren Krankheit, die die &ldquo;Versorgungssicherheit durch das &ouml;ffentliche Gesundheitswesen ernsthaft gef&auml;hrdet&rdquo;, den Gesundheitsnotstand ausrufen k&ouml;nnen. Dieser soll anstatt oder zus&auml;tzlich &ldquo;Katastrophenfall&rdquo;, den S&ouml;der bereits am 16. M&auml;rz ausgerufen hat, angeordnet werden k&ouml;nnen.<br>\nWie das der Bund auch anstrebt, soll der Staat &ldquo;bei jedermann medizinisches, pflegerisches oder sanit&auml;res Material beschlagnahmen, soweit dies zur Aufrechterhaltung der notwendigen Gesundheitsversorgung der Bev&ouml;lkerung erforderlich ist&rdquo;. Es kann ein Verbot erlassen werden, bestimmte Materialien zu verkaufen, oder der Besitzer gezwungen werden, diese dem Staat zu einem beh&ouml;rdlich festgelegten Betrag zu verkaufen. &Uuml;berdies soll der Staat Betrieben anordnen k&ouml;nnen, ben&ouml;tigtes Material zu produzieren. Und wenn &ouml;ffentlich gemacht wurde, dass der Staat bestimmtes Material ben&ouml;tigt, besteht eine Meldepflicht f&uuml;r diejenigen, die davon einen &uuml;ber den Eigenverbrauch hinausgehenden Bestand haben.<br>\nEinschneidender d&uuml;rfte aber sein, dass Feuerwehren und freiwillige Hilfsorganisationen verpflichtet werden k&ouml;nnen, die Daten von Mitgliedern zu &uuml;bergegen, die &uuml;ber &ldquo;medizinische oder pflegerische Kenntnisse&rdquo; verf&uuml;gen. Das w&uuml;rde auch f&uuml;r die Kassen&auml;rztliche Vereinigung Bayerns gelten, die die pers&ouml;nlichen Daten der aktiven und pensionierten Mitglieder &uuml;bermitteln muss, die den &auml;rztlichen Personalbedarf decken k&ouml;nnen.<br>\nHerangezogen werden sollen aber nicht nur Menschen mit medizinischen Kenntnissen, sondern k&ouml;nnte im Prinzip jeder zu Arbeiten verpflichtet werden:<br>\nDie zust&auml;ndige Beh&ouml;rde kann von jeder geeigneten Person die Erbringung von Dienst-, Sach- und Werkleistungen verlangen, soweit das zur Bew&auml;ltigung des Gesundheitsnotstands erforderlich ist.Sie kann jede geeignete Person unter gleichen Voraussetzungen auch zur Erbringung von Dienst-, Sach- und Werkleistungen an Einrichtungen der medizinischen oder pflegerischen Versorgung zuweisen und verpflichten.<br>\nDas ist auch nach dem Katastrophenschutzgesetz bereits m&ouml;glich, aber medizinisches Personal kann &ldquo;direkt zur Leistung von Diensten bei medizinischen Einrichtungen verpflichtet werden. Das k&ouml;nnen Krankenh&auml;user, Pflegeheime oder auch Arztpraxen sein.&rdquo; Zwar k&ouml;nnen f&uuml;r alle Ma&szlig;nahmen Entsch&auml;digungen verlangt werden, aber ein Einspruch h&auml;tte keine aufschiebende Wirkung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gesundheitsnotstand-Jede-geeignete-Person-soll-zur-Erbringung-von-Leistungen-herangezogen-werden-4687583.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59500\">Das bemerkenswerte Geschw&auml;tz des Ministerpr&auml;sidenten Kretschmann, der Missbrauch der Pandemie durch S&ouml;der und andere Ungereimtheiten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wer stirbt in Italien an COVID-19 und warum? Eine Analyse des italienischen Gesundheitsinstituts<\/strong><br>\nDas Istituto Superiore di Sanit&agrave;, Italiens oberstes Gesundheitsinstitut, legte am Donnerstag eine Studie vor, in der es alle klinischen Daten der Opfer analysierte. Diese Daten liegen der S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ) vor.<br>\nFolgende Erkenntnisse und Mittelwerte kamen heraus: Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 79,5 Jahren. Die eindeutig am st&auml;rksten betroffene Altersgruppe sind die 80- bis 89-J&auml;hrigen. Nur f&uuml;nf Menschen waren unter 40 Jahre alt, alle waren krank, ehe sie sich mit dem Virus infizierten.<br>\nDabei sind 70 Prozent der Opfer M&auml;nner. Drei Personen (0,8 Prozent) starben offenbar unmittelbar am Corona-Virus &ndash; alle anderen litten an mindestens einer schweren Vorerkrankung. Die H&auml;lfte hatte drei oder mehr Krankheiten, die h&auml;ufigsten waren Bluthochdruck, Diabetes, Krebs sowie Herz- und Atembeschwerden. (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich wird in Italien viel dar&uuml;ber diskutiert, warum die Sterberate so hoch ist. Wie die Statistiken zeigen, sind es fast ausschlie&szlig;lich ernsthaft vorerkrankte Personen im hohen Alter, auf die das Virus t&ouml;dlich wirkt. Daher ist einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r die hohe Sterberate schlicht die Demografie: Italiens Bev&ouml;lkerung geh&ouml;rt zu den betagtesten der Welt, das Durchschnittsalter liegt bei 46,3 Jahren. 21 Millionen Italiener sind &uuml;ber 65 Jahre alt. Neben Spanien hat Italien mit 83,5 Jahren die h&ouml;chste Lebenserwartung in Europa. Nur in Japan leben die Menschen l&auml;nger.<br>\nDer zweite Grund liegt in der Umweltverschmutzung. Das Epizentrum der Ausbreitung umfasst jene drei Regionen im Norden, alle in der Po-Ebene, die das wirtschaftliche und industrielle Herz des Landes bilden: die Lombardei, Venetien und die Emilia-Romagna. Nirgendwo in Europa ist die Luftverschmutzung gr&ouml;&szlig;er. Viele &auml;ltere Bewohner leiden an Atemwegsbeschwerden. Und die Bev&ouml;lkerungsdichte ist hoch: Ungef&auml;hr 40 Prozent der Italiener leben dort. 85 Prozent der Infizierten und 92 Prozent der Toten stammen nur aus diesen drei Regionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/99616-wer-stirbt-in-italien-und-warum-eine-analyse-des-italienische-gesundheitsinstituts\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Da das bisherige Durchschnittsalter der hierzulande Erkrankten deutlich niedriger als in Italien ist, ist zu bef&uuml;rchten, dass die Anzahl der Erkrankten und Toten in Deutschland noch deutlich zunehmen k&ouml;nnte. Das Lahmlegen des gesellschaftlichen Lebens, die Verlangsamung der Infektionen k&ouml;nnte die hiesigen Zunahmen zeitlich strecken. Das ist wohl auch die Hoffnung der Bundesregierung und ihrer Experten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Osteuropa und Covid-19 &Auml;rzte? Abgewandert<\/strong><br>\nOsteuropa hat dem Virus wenig entgegenzusetzen &ndash; die Gesundheitssysteme sind f&uuml;r die Seuche schlecht ger&uuml;stet. Abhilfe sucht man in Abschottung: Zwischen Baltikum und Balkan steht das Leben still.<br>\nLukasz Szumowski bringt alles mit, was man derzeit braucht, um in der Politik erfolgreich zu sein: Er ist Arzt, er hat nach dem Studium bei Mutter Teresa in Kalkutta gearbeitet, schon mit 44 Jahren wurde er Professor. Seit zwei Jahren ist er Polens Gesundheitsminister.<br>\nSzumowski ist nicht gerade ein Volkstribun, mit sonorer Stimme informiert er t&auml;glich seine Landsleute &uuml;ber die neuesten Fallzahlen in der Coronakrise. 335 waren es am Freitag. &ldquo;Es wird noch schlimmer&rdquo;, sagt der Minister. Er besch&ouml;nigt nichts, und das gerade rechnen ihm die Menschen hoch an, selbst die Opposition lobt ihn &ndash; eine Seltenheit im politisch tief zerstrittenen Polen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Gesundheitssysteme in Zentraleuropa stehen schon lange unter Druck. Es ist eine Kombination aus Personalknappheit, die durch historisch niedrige L&ouml;hne und Migration zustande kommt. Zudem wurde vielerorts lange kaum in die Gesundheitsinfrastruktur investiert&rdquo;, sagt Martin McKee, Professor an der London School on Hygiene and Tropical Medicine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/coronavirus-osteuropa-schottet-sich-ab-a-01103aed-309a-44ea-ad7c-ac884193a12d\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahnsinn. Das Gesundheitssystem scheint &uuml;berall in der EU nur als Kostenfaktor betrachtet zu werden, der die (preisliche) &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; hemmt, nicht der Daseinsvorsorge und noch nicht einmal der Gesunderhaltung der Bev&ouml;lkerung zu dienen, die doch auch der Arbeitgeberseite n&uuml;tzt. In Osteuropa kommen dann besonders niedrige L&ouml;hne und die Abwerbung durch die westlichen L&auml;nder dazu, wobei letztere ihren eigenen Fachkr&auml;ftemangel ebenfalls durch schlimme Arbeitsbedingungen und niedrige Geh&auml;lter selber verursacht haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Krise: Chinesen schockiert<\/strong><br>\nHierzulande ist man ja in konservativen und (neo)liberalen Kreisen am liebsten mit sich selbst besch&auml;ftigt. Wir machen mal eben die Grenzen zu und schon ist alles besser. Oder sieht zumindest besser aus, weil das f&uuml;rs Wahlvolk Regierungshandeln simuliert.<br>\nWen interessiert schon, dass die Grenzschlie&szlig;ung wenig Sinn macht, wo das Virus ohnehin l&auml;ngst auf dem ganzen Kontinent verbreitet ist. Dass es an den Grenzen zu jeder Menge zus&auml;tzlichen Problemen f&uuml;hrt, wird schweigend ignoriert.<br>\nDeshalb hat Deutschland &ndash; von Europa redet ja keiner mehr, Bundeskanzlerin Merkel hat es nicht ein einziges Mal in ihrer langen Ansprache am Mittwoch erw&auml;hnt &ndash; es auch nicht n&ouml;tig, von anderen L&auml;ndern zu lernen. Schon gar nicht von asiatischen.<br>\nSchade, kann man da nur sagen. Denn die Daten zeigen, dass die unterschiedlichsten L&auml;nder mit sehr verschiedenen politischen Systemen offensichtlich alle etwas richtig gemacht haben. China, S&uuml;dkorea, Japan, Taiwan, Vietnam, Singapur. &Uuml;berall konnte die Corona-Pandemie stark ausgebremst, mancherorts gar vorerst zum Stillstand gebracht werden.<br>\nHierzulande ist hingegen genauso wenig wie bei den diversen europ&auml;ischen Nachbarn ein Ende des exponentiellen Anstiegs und ein Abflachen der Kurve in Sicht. Nach den Daten der Funke Mediengruppe kamen in Deutschland gestern knapp 3000 neue F&auml;lle hinzu, vorgestern waren es gut 2000 am Tag davor knapp 1500. Selbst in Italien scheint sich die t&auml;gliche Zunahme noch weiter zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nIst das vielleicht der Grund, weshalb die Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache mit keinem einzigen Wort andere L&auml;nder erw&auml;hnt und jeden Hinweis darauf vermied, dass die Menschheit vor einer globalen Herausforderung steht, die kein Land auf sich allein gestellt bew&auml;ltigen kann? Damit niemand auf die Idee kommt, den Vergleich mit den ostasiatische Staaten anzustellen?<br>\nDas ist sicherlich nur ein kleiner Teil der Erkl&auml;rung f&uuml;r Merkels auff&auml;llige Regression auf die deutschen Verh&auml;ltnisse. Aber man muss bef&uuml;rchten, dass die anderen Motive nicht sympathischer sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Corona-Krise-Chinesen-schockiert-4686438.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Prof. Maximilian Mayer zu Strategien gegen das Coronavirus am 17.03.20.<\/strong><br>\nIm Schaltgespr&auml;ch am 17.03.20 mit phoenix-Moderator Michael Kolz ordnet Prof. Maximilian Mayer (Professor internationale Beziehungen, Uni Shanghai) unter anderem verschiedene Strategien der L&auml;nder gegen das Coronavirus ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=m-vZLITbLrM\">phoenix via YouTube<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass insbesondere die Merkel-Regierung mehr um Krankenh&auml;user (als Konzerne) &ndash; und weniger um die Gesundheit der hiesigen Bev&ouml;lkerung &ndash; besorgt sein k&ouml;nnte. Die Strategie der Verlangsamung nimmt wohl in Kauf, dass viele (auch &auml;ltere) Menschen fr&uuml;her oder sp&auml;ter infiziert werden. Die Verlangsamung soll offenbar vor allem daf&uuml;r sorgen, dass die Krankenh&auml;user sie nach und nach versorgen k&ouml;nnen. F&uuml;r miserable Arbeitsbedingungen (wenig Personal, viel &Uuml;berstunden) und ebenso schlechten Entlohnungen im Gesundheitssystem ist im besonderen Ma&szlig;e die neoliberale K&uuml;rzungspolitik verantwortlich. Aber davon ist vor allem seitens der Bundesregierung, aber auch der Landesregierungen keine Rede. So gesehen waren <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59407#h03\">die Merkel-Rede<\/a> und die j&uuml;ngsten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59500\">Stellungnahmen der Landes-Ministerpr&auml;sidenten<\/a> an Heuchelei oder\/und Zynismus kaum noch zu &uuml;berbieten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Volle Kraft gegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nWashington im Wirtschaftskrieg<br>\nAm 20. Dezember 2019 unterzeichnete US-Pr&auml;sident Donald Trump den &bdquo;National Defense Authorization Act&ldquo;. Das Milit&auml;rbudget f&uuml;r 2020 wird dort mit 738 Mrd. US-Dollar veranschlagt. Darin enthalten ist auch das &bdquo;Gesetz zum Schutz der europ&auml;ischen Energiesicherheit&ldquo;, mit dem Sanktionen gegen den Bau von Nord Stream 2 in Kraft traten. Dies ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen macht die Selbstverst&auml;ndlichkeit Angst, mit der ein russisch-deutsches Energieprojekt im US-amerikanischen Milit&auml;retat abgehandelt wird. Und zum anderen verbl&uuml;fft selbst ge&uuml;bte US-Kritiker der imperialistische Duktus und die Frechheit, in Washington ein Gesetz zum &bdquo;Schutz der europ&auml;ischen Energiesicherheit&ldquo; zu beschlie&szlig;en.<br>\nDas Repr&auml;sentantenhaus hatte dem Gesetzespaket mit 377 gegen 48 Stimmen zugestimmt, im Senat waren die Mehrheitsverh&auml;ltnisse &auml;hnlich. Nord Stream 2 ist eine auf 1220 Kilometer L&auml;nge ausgelegte Pipeline, die &ndash; neben der bereits seit 2011 bestehenden Nord Stream &ndash; sibirisches Gas in deutsche Industrieanlagen und Haushalte pumpen soll. Der mehrheitlich in Staatbesitz (50 Prozent und eine Aktie) befindliche russische Konzern Gazprom, der gr&ouml;&szlig;te des Landes, ist Projektbetreiber; neben ihm sind Energieriesen aus Deutschland, den Niederlanden, Gro&szlig;britannien, Frankreich und &Ouml;sterreich finanziell am 10 Milliarden-US-Dollar-Unternehmen beteiligt. In zwei Rohrstr&auml;ngen, die zwischen dem russischen St&auml;dtchen Ust-Luga und dem nahe Peenem&uuml;nde gelegenen Lubin die Ostsee queren, sollten urspr&uuml;nglich Anfang 2020 j&auml;hrlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert werden. Die US-Sanktionen zielen darauf ab, das ganze Projekt, das kurz vor der Fertigstellun g ist, zu torpedieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/volle-kraft-gegen-nord-stream-2\/\">Lunapark21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Rente wird teuer &ndash; aber f&uuml;r wen?<\/strong><br>\nMehr Alte, weniger Junge: Das Rentensystem kommt unter Druck. Eine Kommission von Experten hat jetzt eine L&ouml;sung geliefert &ndash; oder jedenfalls fast.<br>\nEnde der Woche soll es &uuml;bergeben werden, und daran soll nicht mal die Pandemie etwas &auml;ndern. Immerhin geht es um eine der zentralen Zukunftsfragen Deutschlands der kommenden 15 Jahre. Das wichtige Paket enth&auml;lt die Empfehlung der Rentenkommission, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eingesetzt hat, um ein dr&auml;ngendes Problem zu l&ouml;sen: Ungef&auml;hr von 2025 an, also in f&uuml;nf Jahren, gehen die geburtenst&auml;rksten Jahrg&auml;nge Deutschlands in Rente, die Babyboomer. In den Jahren nach 2025 verschiebt sich also das Verh&auml;ltnis von Rentenzahlern und Rentenempf&auml;ngern enorm: Heute kommen auf jeden Rentner in Deutschland ungef&auml;hr drei B&uuml;rger im arbeitsf&auml;higen Alter; 2030 werden es nur noch zwei im arbeitsf&auml;higen Alter sein, die die Rente finanzieren m&uuml;ssen.<br>\nDabei reicht das Geld in der Rentenversicherung heute schon nicht mehr aus, um die Anspr&uuml;che zu erf&uuml;llen, die an die gesetzliche Rente gestellt werden. 110 Milliarden Euro flie&szlig;en dieses Jahr aus dem Bundeshaushalt in ihre Kasse, als Ausgleich f&uuml;r versicherungsfremde Sozialleistungen der Rentenkasse und als allgemeiner Zuschuss. 110 Milliarden Euro, das ist fast jeder dritte von der Bundesregierung verplante Euro.<br>\nIrgendjemand muss also in Zukunft verzichten. Entweder trifft das die jungen Leute und ihre Arbeitgeber, indem sie mehr in die Rentenversicherung einzahlen, sei es in Form von Beitr&auml;gen oder auf dem Umweg &uuml;ber den Staatshaushalt. Konkret bedeutet das: Nimmt man die Rentenversicherung, wie sie jetzt ist, dann steigen die Beitr&auml;ge von 18,6 auf 22 Prozent. Oder es trifft die alten Leute, die sp&auml;ter in Rente gehen oder hinnehmen m&uuml;ssen, dass die Renten langsamer steigen als die Arbeitsl&ouml;hne &ndash; im Rentendeutsch hei&szlig;t das: Das Rentenniveau sinkt. Die Renten machen heute 48 Prozent des fr&uuml;heren Einkommens aus, in den 30er-Jahren werden es nur noch 44 Prozent sein. Rentenerh&ouml;hungen von 3,46 Prozent im Westen und 4,2 Prozent im Osten, wie gerade beschlossen, wird es nicht mehr geben. Beides ist unbefriedigend. Doch irgendjemand muss zahlen. Wer soll es also sein?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/altersvorsorge-das-rentensystem-unter-druck-16690495.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die bevorstehende Bekanntgabe des Abschlussdokuments zur weiteren Entwicklung der Rente nutzt die FAZ, um &ndash; noch einmal &ndash; ihren altbekannten Spin darauf zu setzen: einen Haufen L&uuml;gen und einen Haufen Irrsinn (bzw. Interessenvertretung der Unternehmer und der Aktienh&auml;ndler). Zun&auml;chst einmal wird behauptet, der Staat g&auml;be einen Rentenzuschuss von 110 Milliarden Euro, obwohl damit zum einen versicherungsfremde Leistungen (aber nur teilweise) ersetzt werden und zum anderen z. B. mit der &Ouml;kosteuer (Steuererh&ouml;hung auf Benzin unter Rot-Gr&uuml;n) gekoppelt an eine Senkung des Rentenbeitrags das genauso vorgesehen war. Dann werden &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; wieder Alt gegen Jung in Stellung gebracht, obwohl der Gegensatz in Wahrheit zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite verl&auml;uft: von niedrigeren Renten profitieren Arbeitnehmer nicht, sondern darunter leiden sie im Alter. Und der Knaller ist die anscheinend geplante Einbeziehung der Beamten in die gesetzliche Rente: was auf den ersten Blick begr&uuml;&szlig;enswert klingt und <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4888524\/Linke-Rentenkasse-alle-Erwerbstaetigen-einbeziehen\/\">eine bekannte Forderung der Linkspartei aufgreift<\/a>, soll hier als Kopplung aus einer niedrigen gesetzlichen Grundrente und einer &ldquo;betrieblichen Altersvorsorge&rdquo; (in Anf&uuml;hrungszeichen &ndash; gemeint ist nat&uuml;rlich wieder ein teures Modell mit Anleihen oder Aktien statt eines Umlagesystems) realisiert werden, also besonders umst&auml;ndlich, teuer und unsicher. Der Irrsinn nimmt einfach kein Ende. Da&szlig; die FAZ zum x-ten Mal &ldquo;private&rdquo; Altersvorsoge &uuml;ber Aktien empfiehlt (mittem in gr&ouml;&szlig;ten Aktiencrash seit Jahrzehnten) &ndash; selbstredend.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jetzt sind die schlechten Zeiten<\/strong><br>\nSelbstst&auml;ndigen und Freiberuflern droht wegen des Coronavirus die Pleite. Ihre Notlage ist das Ergebnis von 40 Jahren neoliberaler Politik<br>\nExistenznot ist ein seltsames Wort. Es befindet sich in dauerhafter Koalition mit dem Wort Existenzminimum. Wer in Not ger&auml;t, hat das Minimum nicht mehr zur Verf&uuml;gung. Freiberuflich und selbstst&auml;ndig Arbeitende sind in einem Ma&szlig;e abh&auml;ngig von &auml;u&szlig;eren Bedingungen, dass sich der Begriff &bdquo;abh&auml;ngig besch&auml;ftigt&ldquo; aufdr&auml;ngt. Abh&auml;ngig: von Krisen. Sozialen. Gesundheitlichen.<br>\nDer Begriff stimmt nicht, nach herk&ouml;mmlicher Lesart sind Selbstst&auml;ndige die unabh&auml;ngig Besch&auml;ftigten. Die Politik mag schon lange nicht mehr von &bdquo;atypischer Besch&auml;ftigung&ldquo; reden, weil die von ihr gewollte und in Gesetze gegossene Deregulierung des Arbeitsmarktes das Atypische zum Normalfall gemacht hat. Seit den 1990er Jahren hat die ma&szlig;geblich rot-gr&uuml;ne Agenda 2010 regul&auml;re zugunsten prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse abgebaut. In der Folge sind &ndash; nur als Beispiel &ndash; Lehrer an Musikschulen Freiberufler geworden, hangeln sich Regisseure von Auftrag zu Auftrag, sind Haushaltshilfen, Friseure, Paketbotinnen, Fahrradkuriere, Pizzalieferanten soloselbstst&auml;ndig, Messebauer, Theaterschaffende, Trainerinnen, Grafiker, Lektorinnen nicht mehr angestellt.<br>\nDen meisten von ihnen ist Corona viel mehr als die Androhung einer nicht ungef&auml;hrlichen Krankheit. Corona k&ouml;nnte vielen das Genick brechen. Die Pandemie verk&ouml;rpert jene Form h&ouml;herer Gewalt, die freiberuflich arbeitende Menschen verdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Aus Selbstschutz und um ihre Arbeitsf&auml;higkeit zu erhalten. Jetzt aber geht das nicht mehr. Corona ist da und wird aus Existenzen Not machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/jetzt-sind-die-schlechten-zeiten\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Parit&auml;tischer schl&auml;gt Alarm: Soziale Dienste sollen wider Erwarten nicht unter Corona-Schutzschirm fallen<\/strong><br>\nNach Informationen, die dem Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband vorliegen, sollen wider Erwarten soziale Dienste nicht unter den neuen Corona-Schutzschirm fallen, der am Montag im Kabinett beschlossen wird. Das Vorhaben des Bundesarbeitsministeriums, gemeinn&uuml;tzigen sozialen Einrichtungen coronabedingt existenziell notwendige Hilfen zu gew&auml;hren, wird innerhalb der Bundesregierung offenbar blockiert. Der Parit&auml;tische warnt, dass ohne entsprechende staatliche Soforthilfe eine Insolvenzwelle sozialer Einrichtungen innerhalb k&uuml;rzester Zeit droht.<br>\n&bdquo;Wir haben &uuml;berhaupt kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wenn wissentlich die Aufl&ouml;sung sozialer Infrastruktur in Kauf genommen wird und soziale Dienste bei dem Corona-Schutzschirm au&szlig;en vorgelassen werden. Dass ausgerechnet in dem Bereich, wo es um Hilfe und Schutz f&uuml;r die Schw&auml;chsten in dieser Gesellschaft, wo es um Wohlfahrt und F&uuml;rsorge geht, staatliche Hilfe in dieser Krisenzeit durch Teil der Bundesregierung blockiert werden, ist ein Skandal&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. &bdquo;Es geht hier um soziale Dienste von der Altenhilfe bis zur Kita, um Bildungs-, Beratungs- und Hilfsangebote f&uuml;r benachteiligte Menschen und Menschen in existenziellen Notlagen. Und es geht letztlich auch um das Fortbestehen unseres Sozialstaats und einer sozialen solidarischen B&uuml;rgergesellschaft auch &uuml;ber die Krise hinaus.&ldquo;<br>\nDer Verband warnt vor einer Insolvenzwelle sozialer Einrichtungen innerhalb k&uuml;rzester Zeit. &bdquo;Soziale Dienste aller Art m&uuml;ssen zwingend mit unter den Rettungsschirm, den diese Bundesregierung gerade f&uuml;r Milliarden Euro spannt&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/paritaetischer-schlaegt-alarm-soziale-dienste-sollen-wider-erwarten-nicht-unter-corona-schutzschirm-f\/?fbclid=IwAR1dnnBFuIqj0YElVsRUHk3Unpk8zdP3XLieWs4zMEIxCxY_YRPxYdXW3eo\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Tacheles &ndash; Vorschl&auml;ge zum Umgang mit der Corona-Krise f&uuml;r einkommensschwache Haushalte<\/strong><br>\nWie wir in den letzten Tagen schmerzlich zu sp&uuml;ren bekamen, hat die Corona-Krise mittlerweile den nahezu vollst&auml;ndigen Stillstand des gesellschaftlichen Lebens zur Folge. Mit diesem Stillstand werden leider erhebliche wirtschaftliche und soziale Folgen einhergehen. Insbesondere aufgrund des Weg-falls von Auftr&auml;gen und Arbeitspl&auml;tzen werden deutlich mehr Menschen als bislang auf staatliche Leistungen angewiesen sein &ndash; und sei es nur f&uuml;r eine &Uuml;bergangszeit. Denn neben den Menschen, die bereits jetzt Sozialleistungen beziehen (SGB II\/SGB XII\/AsylG\/KIZ\/WoGG), werden auch Selbst&auml;ndige, K&uuml;nstler*innen, Geringverdienende, Minijobber*innen und durch die Corona-Krise wirtschaftlich Strauchelende auf soziale Leistungen der Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung angewiesen sein.<br>\nDa es einkommensschwachen Haushalten in der Regel auch an entsprechenden R&uuml;cklagen fehlt, um die ausfallenden Eink&uuml;nfte eine Weile lang auszugleichen, erlauben wir uns eine Reihe von Vor-schl&auml;gen zu machen, wie die Krise f&uuml;r alle Beteiligten abgefangen werden kann.<br>\nIm Folgenden haben wir deshalb 29 Vorschl&auml;ge ausgearbeitet, die zum Teil sofort, zum Teil erst nach vorheriger Gesetzes&auml;nderung umgesetzt werden k&ouml;nnten und einen wertvollen Beitrag leisten w&uuml;rden, um die Versorgung aller Betroffenen sicherzustellen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/fa\/redakteur\/Aktuelles\/Tacheles_Corona_Krisen_Forderungen-21.03.2020.pdf?fbclid=IwAR39wmL5JuRVrtwH4BmmHOY0QESvsnGh5fGrRaiMRGsE1pCwSj_OYiW9BYg\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wir werden panisch, au&szlig;er beim Planeten<\/strong><br>\nDie Krise zeigt, wie handlungsf&auml;hig Politik und Gesellschaft sein k&ouml;nnen, wenn sie wirklich wollen. Warum klappt das nicht beim Klima? (&hellip;)<br>\nUnd tats&auml;chlich, auf die deutsche Politik ist Verlass: Es sei nun n&ouml;tig, Verantwortung im Kampf gegen die Bedrohung zu &uuml;bernehmen, ruft Bundeskanzlerin Angela Merkel unerschrocken aus. &bdquo;Unsere Solidarit&auml;t, unsere Vernunft und unser Herz f&uuml;reinander sind auf eine Probe gestellt, von der ich mir w&uuml;nsche, dass wir sie auch bestehen&ldquo;, l&auml;sst sie ihr Volk wissen &ndash; &bdquo;es ist nicht vergeblich, es ist nicht umsonst!&ldquo; Man m&uuml;sse nun unbedingt auf die Empfehlungen der Wissenschaft h&ouml;ren, direkte Handlungsanweisungen werden an alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ausgegeben, Gro&szlig;veranstaltungen abgesagt, Reisen gecancelt, die Wahl eines neuen CDU-Parteichefs wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Notstandsmaschinerie l&auml;uft an. Die Kleinstadt Neustadt an der Dosse schreitet k&uuml;hn voran und f&auml;hrt sich selbst runter, Bundesl&auml;nder schlie&szlig;en Kinderg&auml;rten und Schulen, die Fluggesellschaften Lufthansa, Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels wollen ihre Kapazit&auml;ten um die H&auml;lfte reduzieren, niemand fliegt mehr in die USA.<br>\nStillhalten jetzt. &bdquo;Wir m&uuml;ssen unseren Alltag &auml;ndern&ldquo;, ordnet Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier an. &bdquo;Nicht allm&auml;hlich, sondern jetzt.&ldquo; Merkel ist bereit, daf&uuml;r die schwarze Null im Bundeshaushalt zu rei&szlig;en; Geld spielt jetzt keine Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wir-werden-panisch-ausser-beim-planeten\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Weitere Themen, bei denen faktisch Stillstand bzw. schlimmeres zu bef&uuml;rchten sind, gibt es. Beim Thema soziale Gerechtigkeit bricht auch mit neuem Spitzenduo bei der SPD offensichtlich keine neue Zeit an. Erinnert sei daran: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44010#h02\">Bundesregierung spart j&auml;hrlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der Hartz IV-S&auml;tze<\/a>. Der nun daf&uuml;r verantwortliche Bundesfinanzminister Scholz wird trotz z.B. dieser sozialen Ungerechtigkeit als Bundeskanzler-Kandidat gehandelt.<\/em><\/p>\n<p><em>Und auch bei der drohenden Kriegsgefahr mit Russland wird nicht das unternommen, was n&ouml;tig w&auml;re. Auch das neue Spitzenduo der SPD nimmt nicht das Zepter in die Hand, sondern verl&auml;sst sich wohl auf den offenbar US-h&ouml;rigen Bundesau&szlig;enminister Maas. Bitte lesen Sie dazu <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59478\">Verglichen mit einer schlimmen Corona-Epidemie ist der n&auml;chste Krieg um viele Potenzen schlimmer<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wasser &ndash; Zugang zum blauen Gold der Zukunft<\/strong><br>\nAm 22. M&auml;rz ist Weltwassertag. Wasser ist lebenswichtig, weshalb es immer wieder auch neue Begehrlichkeiten gibt, das blaue Gold der Zukunft zu verwirtschaftlichen. &Uuml;ber die Ressource Wasser und den Zugang zu ausreichend leistbarem Trinkwasser zu verf&uuml;gen ist &uuml;berlebensnotwendig. Gerade in Krisenzeiten wird das noch deutlicher. Kritische netzgebundene Infrastruktur wie Wasser muss daher jederzeit in hoher Qualit&auml;t zur Verf&uuml;gung stehen. Das funktioniert am besten unter &ouml;ffentlicher Kontrolle. (&hellip;)<br>\nDie Industrie sucht und findet immer neue Mittel und Wege, ihre Interessen durchzusetzen, um den Zugriff auf lebenswichtige Ressourcen und Infrastrukturen zu erlangen. Auf massiven &ouml;ffentlichen Druck der B&uuml;rgerInneninitiative &bdquo;right2water&ldquo; musste die EU-Kommission w&auml;hrend ihrer Verhandlungen zur Konzessionsrichtlinie die Liberalisierung der Wasserversorgung zur&uuml;cknehmen &ndash; und Wasser wurde von der Richtlinie ausgenommen. Das war bislang der gr&ouml;&szlig;te Erfolg von &bdquo;right2water&ldquo;. Diese erfolgreiche B&uuml;rgerInneninitiative sammelte europaweit &uuml;ber 1,8 Mio. Unterschriften und forderte die Europ&auml;ische Kommission auf, rechtsverbindliche Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Umsetzung des Menschrechts auf Wasser vorzulegen und keine Liberalisierung der Wasserversorgung voranzutreiben.<br>\nNun unternimmt die EU-Kommission einen erneuten Versuch, die Frage der Verwaltungshoheit &uuml;ber die Ressource Wasser aufzugreifen. Auf Initiative eines gro&szlig;en europ&auml;ischen Energieversorgers l&auml;uft ein Vertragsverletzungsverfahren gegen &Ouml;sterreich und sieben andere EU-Mitgliedsl&auml;nder betreffend die Wassernutzungsrechte f&uuml;r die (Energiegewinnung aus) Wasserkraft. Die Kommission vertritt die Ansicht, dass bei der Wasserkrafterzeugung Konzessionen vergeben werden, hier die Dienstleistungsrichtlinie anzuwenden ist und transparente Vergabekriterien notwendig sind. Dies ist aber keine Frage von juristischen Feinheiten, sondern betrifft eine Kernfrage der Hoheit staatlicher Regierung. Bei der Energieversorgung stehen &ouml;ffentliche Interessen der Versorgungssicherheit vor den Interessen privater Aktion&auml;rInnen mit dem Ziel h&ouml;chstm&ouml;glicher Dividenden. In Zeiten der Klimakrise, Green Deal etc. wird die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie immer wichtiger und lukrativer. Es geht schlichtweg um Versorgungssicherheit und Leistbarkeit f&uuml;r die Menschen. Die Energieerzeugung muss als Teil der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge in der Verantwortung der Dienste von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse liegen und darf nicht dem Binnenmarkt unterworfen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/wasser-zugang-zum-blauen-gold\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das widerstandslose Aufgeben der Freiheit ist gef&auml;hrlich<\/strong><br>\nDie deutsche Politik hat zu sp&auml;t auf das Coronavirus reagiert. Jetzt muss die ganze Gesellschaft lahmgelegt werden. Angesichts dieser weitreichenden Einschr&auml;nkungen brauche es demokratischen Widerstandsgeist, mahnt der Journalist Vladimir Balzer.<br>\nWarum nehmen wir das einfach so hin? Noch bevor die Frage gestellt ist, kommt aus hunderttausenden Kehlen die Antwort: Die Virologen sagen, dass es sein muss. Wir m&uuml;ssen unsere Freiheit aufgeben. Wir m&uuml;ssen uns f&uuml;gen. Ja, nat&uuml;rlich, muss die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden, um das Gesundheitssystem nicht zu &uuml;berlasten. Ja, daf&uuml;r muss einiges mobilisiert werden.<br>\nDoch vielleicht w&auml;re es bei rechtzeitiger Reaktion der Politik vermeidbar gewesen, eine ganze Gesellschaft lahm zu legen. Und wir B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nehmen einfach alles hin. Wir sind offenbar bereit, jeden erdenklichen Preis zu zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/coronavirus-das-widerstandslose-aufgeben-der-freiheit-ist.996.de.html?dram:article_id=472946\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.H.:<\/strong> Eine der wenigen kritischen Stimmen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unverhofftes Datengeschenk<\/strong><br>\nStaatliche Einrichtungen versprechen sich viel von der Auswertung von Standortdaten, die ihnen Mobilfunkbetreiber zuliefern. Nach der Telekom Deutschland zeigt sich nun auch Telef&oacute;nica offen f&uuml;r Gespr&auml;che, um gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu helfen. Doch weiterhin ist v&ouml;llig unklar, was mit diesen Daten genau geschehen soll &ndash; und ob sie wirklich anonymisiert sind. (&hellip;)<br>\nUnter den aktuellen Umst&auml;nden sei die Weitergabe der Daten &bdquo;datenschutzrechtlich vertretbar&ldquo;, sagte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber auf Twitter. Der Umgang mit den Daten seitens Motionlogic hatte noch seine Vorg&auml;ngerin Andrea Vo&szlig;hoff gepr&uuml;ft und abgesegnet.<br>\nDoch auch Kelber d&uuml;rfte Zweifel an einer einwandfreien Anonymisierung hegen. Eine m&ouml;gliche Weitergabe der Daten an die breite &Ouml;ffentlichkeit, etwa f&uuml;r den von der Bundesregierung ins Spiel gebrachten Hackathon, sieht er kritisch. &bdquo;Eine Ver&ouml;ffentlichung an alle und die damit verbundene dauerhafte Exposition erh&ouml;ht die Gefahr der Re-Personalisierung der Daten&ldquo;, sagt Kelber.<br>\nIm Datenschutzbericht 2017\/18 weist seine Beh&ouml;rde explizit auf die Problematik einer m&ouml;glichen Re-Identifizierung von Einzelpersonen hin: &bdquo;Angesichts des rasanten technischen Fortschritts muss die Wirksamkeit vorhandener Anonymisierungstechniken dauerhaft &uuml;berpr&uuml;ft werden&ldquo;, hei&szlig;t es im Bericht. Eine entsprechende Konsultation l&auml;uft gegenw&auml;rtig. (&hellip;)<br>\nDass sich eine zuverl&auml;ssige Anonymisierung nur sehr schwer dauerhaft umsetzen l&auml;sst, ist Konsens unter Wissenschaftlern und Datensch&uuml;tzern. Wie tauglich das von Motionlogic eingesetzten Verfahren ist, l&auml;sst sich von Au&szlig;en aber kaum &uuml;berpr&uuml;fen. Der Datenjournalist Lorenz Matzat w&uuml;nscht sich da mehr Offenheit: &bdquo;Um das wirklich bewerten zu k&ouml;nnen, sollte die Telekom das Datenmodell ver&ouml;ffentlichen&ldquo;. Auch der Datenschutzexperte und Richter Malte Engeler vermutet, dass das Anonymit&auml;tsversprechen &bdquo;einer kritischen Pr&uuml;fung kaum standhalten w&uuml;rde&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/unverhofftes-datengeschenk\/#spendenleiste\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>IWF verweigert Venezuela Nothilfe<\/strong><br>\nSchon vor dem ersten Corona-Fall in Venezuela ordnete Pr&auml;sident Maduro die &bdquo;totale Quarant&auml;ne&ldquo; des Landes an. Damit war man das erste Land Lateinamerikas. Aber die Pandemie k&ouml;nnte dennoch zur Katastrophe werden. Es fehlt jetzt schon an allem &ndash; zum Beispiel an Wasser zum H&auml;ndewaschen. Trotzdem verweigert der IWF Hilfsgelder, die USA sogar Tests. (&hellip;)<br>\nDas Land litt in den letzten Jahren nicht nur am autorit&auml;ren Maduro-Regime, die Wirtschaft wurde durch weitreichende Sanktion der USA und der EU zu Boden gebracht. Es fehlt an allem &ndash; besonders Wassermangel sei ein Riesenproblem, hei&szlig;t es aus der Bev&ouml;lkerung. Maduro beantragte zus&auml;tzlich 5 Milliarden Dollar an Finanzhilfe vom Internationalen W&auml;hrungsfonds.<br>\nDoch der IWF kennt politische Differenzen offenbar auch im Kampf gegen Corona: Er lehnte Hilfen f&uuml;r Venezuela ab. Viele IWF-Mitglieder sehen den Trump-Mann Juan Guaid&oacute; als Pr&auml;sidenten an. Deshalb k&ouml;nne Maduro nun keine Hilfe gew&auml;hrt werden. Der IWF k&uuml;ndigte an, 1 Billion US-Dollar gegen die Auswirkungen von Corona bereitzustellen. F&uuml;r das krisengebeutelte Venezuela ist aber nichts da, solange Maduro an der Macht ist.<br>\n&bdquo;Leider kann der Fonds diesen Antrag nicht pr&uuml;fen&ldquo;, so ein IWF-Sprecher, &bdquo;das Engagement des IWF braucht die offizielle Anerkennung der Regierung durch die internationale Gemeinschaft. Derzeit gibt es keine Klarheit &uuml;ber diese Anerkennung.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDer IWF l&auml;sst Venezuela also alleine. Venezuela erh&auml;lt nur Hilfe von einem wichtigen Verb&uuml;ndeten: China hat bereits medizinisches Hilfsmaterial nach Venezuela geschickt. Darunter sollen auch rund 300.000 Tests sein. Laut Regierungskreisen soll die USA den Import von Tests blockiert haben. Maduro forderte die USA auf, die Sanktionen zu lockern. Das geschah bisher allerdings nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zackzack.at\/2020\/03\/20\/iwf-verweigert-venezuela-nothilfe-maduro-verlangte-totale-quarantaene\/\">zackzack<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ein Krisenstaat k&auml;mpft gegen das Virus<\/strong><br>\nSeife ist Mangelware, Desinfektionsmittel erst recht &ndash; und selbst den Kliniken fehlt es an Wasser: In Venezuela trifft die Coronavirus-Pandemie auf Menschen, die schon lange ums t&auml;gliche &Uuml;berleben k&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-corona-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Geht es noch verlogener, manipulativer und unethischer? Die Tagesschau instrumentalisiert selbst die Corona-Krise zu gezielter Desinformation. Kein Wort von den drastischen Sanktionen und dem Zustand des Staates durch den versuchten Regimechange der USA und der EU. Unaushaltbar! <\/em><\/p>\n<p><em>Und die Frage ist, bei diesen ganzen propagandistischen Einseitigkeiten: Wird hinsichtlich des Mangels an Medikamenten, Materialien, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel, dem Hinweis auf unvorbereitete Krankenh&auml;user und mit dem Begriff &bdquo;Krisenstaat&ldquo; oder den ausbleibenden politischen Protesten unabsichtlich &uuml;ber Deutschland berichtet? Fast schon eine Realsatire, welche die Korrespondentin da abliefert. Hoffentlich merken die Leser das.<\/em><\/p>\n<p><em>In solchen Momenten zweifle auch ich, ob der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk zu retten ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Umso mehr braucht es alternative Medien <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59493\">wie RT Deutsch mit seinem unabh&auml;ngigen Chefredakteur Igor Rodionov<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Mafia? &ndash; Bei uns doch nicht!<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en, s&uuml;ditalienischen Mafia-Clans sind seit den 50er-Jahren in den St&auml;dten Westdeutschlands pr&auml;sent. Aber seit dem Fall der Berliner Mauer &uuml;berschwemmt die &acute;Ndrangheta aus Kalabrien St&auml;dte und Gemeinden, von Kempten bis Erfurt, von Duisburg bis Dresden, mit ihren Milliarden-Gewinnen vor allem aus dem Drogenhandel.<br>\nGeldw&auml;sche, Korruption, Steuerbetrug, F&auml;lschungen, Unterschlagungen, Erpressung, Einsch&uuml;chterung &ndash; das kriminelle Potential der &acute;Ndrangheta ist unersch&ouml;pflich. Gewalttaten auf offener Stra&szlig;e wie das Massaker von Duisburg bleiben dabei die Ausnahme. Stattdessen versucht die &acute;Ndrangheta bei Politik, Beh&ouml;rden und Bev&ouml;lkerung alles, um sich beliebt zu machen &ndash; auch dank ihres gigantischen, jederzeit abrufbaren Kapitals.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/der-siegeszug-der-ndrangheta-im-norden-mafia-bei-uns-doch.3720.de.html?dram:article_id=463953\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert sei in diesem Zusammenhang an:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4509\">&bdquo;Schurkenwirtschaft&ldquo; &ndash; eine bemerkenswerte Rede vom Oberstaatsanwalt der Anti-Mafia-Direktion Palermo (Finanzkrise XXXII)<\/a> (aus dem Jahr 2010)<\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/meinung\/muss-eigenen-kehren-11025917.html\">Die EU muss vor der eigenen T&uuml;r kehren<\/a> (aus dem Jahr 2017).<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Also: Auch bei diesem Thema versagt insbesondere der amtierende Bundesfinanzminister und M&ouml;chtegern-Kanzlerkandidat, Herr Scholz, komplett.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-59514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59514"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59517,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59514\/revisions\/59517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}