{"id":59528,"date":"2020-03-23T12:43:08","date_gmt":"2020-03-23T11:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59528"},"modified":"2020-03-27T09:11:56","modified_gmt":"2020-03-27T08:11:56","slug":"den-grossen-hilft-man-die-kleinen-ueberlaesst-man-ihrem-schicksal-interessante-und-erschuetternde-beispiele-unserer-leser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59528","title":{"rendered":"Den \u201eGro\u00dfen\u201c hilft man, die \u201eKleinen\u201c \u00fcberl\u00e4sst man ihrem Schicksal? Interessante und ersch\u00fctternde Beispiele unserer Leser"},"content":{"rendered":"<p>Vor einer Woche <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59331\">kommentierten wir die ersten &bdquo;Corona-Rettungsprogramme&ldquo; der Bundesregierung<\/a> und &auml;u&szlig;erten bereits damals den Verdacht, dass vor allem Gro&szlig;konzerne profitieren und Kleinbetriebe sowie Selbstst&auml;ndige und prek&auml;r Besch&auml;ftigte zu den wirtschaftlichen Opfern der Pandemie sowie der politischen Reaktionen auf diese Pandemie z&auml;hlen werden. Die Ereignisse haben uns in dieser Woche &uuml;berholt. Zahlreiche Leserinnen und Leser* nutzten unseren Aufruf und schilderten ihre Situation, ihre Probleme und Bef&uuml;rchtungen, die wir Ihnen heute in einer ausf&uuml;hrlichen Sammlung vorstellen wollen. Zusammengestellt von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Jens Berger,<\/p><p>wir z&auml;hlen zu der von Ihnen beschriebenen Gruppe von Selbstst&auml;ndigen und Geringverdienern im Kulturbereich. Wir sind eine 3-k&ouml;pfige Familie, unser Sohn besucht die 11. Klasse eines Gymnasiums, mein Lebenspartner und Vater ist freiberuflich bildender K&uuml;nstler und zu 100% abh&auml;ngig von Kunstverk&auml;ufen an wohlhabende Sammler*innen und ab und zu k&auml;rglichen Honoraren f&uuml;r Performances\/Ausstellungen (Ausstellungshonorare werden bekannterma&szlig;en kaum an K&uuml;nstler*innen gezahlt, die Regel ist, dass diese &ldquo;froh sein m&uuml;ssen, wenn sie ihre Kunst irgendwo ausstellen d&uuml;rfen&rdquo;&hellip;). Ich bin ebenfalls freiberuflich t&auml;tig und als geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte arbeite ich knapp &uuml;ber dem Minijobniveau f&uuml;r meinen Lebenspartner (wodurch ich krankenversichert bin), und organisiere seine Ausstellungen, Reisen, schreibe Angebote an Sammler, wickle Verk&auml;ufe ab etc. Zudem schreibe ich als freie Journalistin &uuml;ber Kunst, habe eine Honorart&auml;tigkeit f&uuml;r eine Grundschule (Sch&uuml;lerzeitungs AG 1 x w&ouml;chentlich) und eine Honorart&auml;tigkeit f&uuml;r eine gemeinn&uuml;tzige Stiftung (5h\/Woche). Wir erhalten Wohngeld und kommen gerade so &uuml;ber die Runden, wenn wir uns extrem einschr&auml;nken (keine eigenes Auto stattdessen Fahrrad und &Ouml;PNV, kein Familienurlaub, keine teuren Theater\/Konzert\/Kinobesuche, kein Essen in Restaurants sondern selber zuhause kochen, kaum neue Kleidung nur das N&ouml;tigste, um ein paar Beispiele zu nennen). Ersparnisse oder Reserven gibt es kaum. Durch den Stillstand durch die Coronakrise droht uns unmittelbar der Verlust unseres Wohnateliers und wir werden sehr schnell kein Geld mehr haben, um Lebensmittel zu kaufen. Sp&auml;testens, wenn der Dispokredit ausgesch&ouml;pft ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>M. L. aus Berlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team,<\/p><p>ich arbeite als Freelancer in der Medienbrance f&uuml;r das Fernsehen.<\/p><p>Die Auftragslage ist generell schwierig, &ouml;ffentlich-rechtliche Sender haben Begrenzungen der Einsatztage im Monat bzw. Jahr um sich vor Klagen zu sch&uuml;tzen. Private Unternehmen erweisen sich oft als unzuverl&auml;ssig, geben schlimmsten Falls sogar Ausf&auml;lle weiter an die Freien durch Stornierung der Auftr&auml;ge ohne entsprechende Ausfallgeh&auml;lter.<\/p><p>Ich habe R&uuml;cklagen gebildet f&uuml;r &ldquo;selbstverschuldete&rdquo; Ausf&auml;lle durch Krankheit, aber die Lage jetzt ist sehr verunsichernd.<\/p><p>Keiner kann irgendetwas mehr garantieren, &uuml;berall wird sich neugeordnet, &uuml;berlegt. Meine eigentlich dringende &ldquo;Neukundenakquise&rdquo; kommt zum Stehen, denn auf Bewerbungsschreiben reagiert &ndash; verst&auml;ndlicher Weise &ndash; momentan niemand.<\/p><p>Was man br&auml;uchte w&auml;re eine kurzfristige M&ouml;glichkeit an Ausfallhonorare zu kommen. Bitte keine Kredite.<\/p><p>Ich bin bereits verschuldet durch mein Studium. Der Zeitraum ist ja &uuml;berschaubar, Experten rechnen mit ungef&auml;hr 8 Wochen, das muss doch zu bewerkstelligen sein.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;e ans Team und bleiben Sie gesund<br>\nD.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich arbeite seit 10 Jahren als freiberufliche, k&uuml;nstlerische Fotografin, Buchautorin und Dozentin.<\/p><p>Der letzte Winter war beruflich schon sehr hart, auch 2019 war schon kein gutes Jahr. Die schlechte Wirtschaftslage in Sachsen habe ich deutlich zu sp&uuml;ren bekommen. In meinem Umkreis haben viele Minijobs, halbe Stellen, die befristet sind. Dementsprechend waren alle meine R&uuml;cklagen aus den guten Jahren von 2013-2017 aufgebraucht.<\/p><p>Heute musste ich mich nun arbeitslos melden, da ich alle Workshops\/Kurse bis Ende April absagen musste. Von meinen Buchverk&auml;ufen und Tantieme aus Bildagenturen, VG Wort, VG Bild  konnte ich noch nie leben, sie waren immer nur ein Zubrot, um kleinere stehende Kosten jeden Monat zu decken.<\/p><p>Gl&uuml;cklicherweise konnte ich die letzten 10 Jahre die Kosten einer privaten Arbeitslosenversicherung aufbringen, sodass ich Anspruch auf ein Arbeitslosengeld habe. Hartz4 bleibt mir daher noch erspart.<\/p><p>Wie es die n&auml;chsten Monate weiter gehen soll, wei&szlig; ich nicht. Obwohl ich zus&auml;tzlich Online-Kurse anbiete, werden sie nicht gebucht. Das Geld wird noch mehr zur&uuml;ckgehalten und nicht f&uuml;r die eigene Fortbildung ausgegeben. Ich bef&uuml;rchte, wenn es im Mai\/Juni wieder &ldquo;normal&rdquo; weitergeht, das es f&uuml;r mich nicht normal weiter gehen wird. Bis die Menschen wieder Geld gespart haben, damit sie sich mich f&uuml;r ein Fotoshooting oder Workshop leisten k&ouml;nnen, werden Monate ins Land gehen.  Ich liebe meinen Beruf sehr und ich bin es schon lange gewohnt, am Rande des Existenzminimums zu haushalten und auszukommen. Das ist nicht immer einfach, aber meinen K&uuml;nstler-Kollegen geht es auch nicht besser.<\/p><p>Vielleicht k&ouml;nnt ihr auf die K&uuml;nstler-Petition von dem Countertenor David Erler aus Leipzig hinweisen <a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2#petition-main\">openpetition.de\/petition\/online\/hilfen-fuer-freiberufler-und-kuenstler-waehrend-des-corona-shutdowns-2#petition-main<\/a> und der K&uuml;nstler-Grundeinkommens-Initiative von Tonia Merz <a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/finanzminister-olaf-scholz-und-wirtschaftsminister-peter-altmaier-mit-dem-bedingungslosen-grundeinkommen-durch-die-coronakrise\">change.org\/p\/finanzminister-olaf-scholz-und-wirtschaftsminister-peter-altmaier-mit-dem-bedingungslosen-grundeinkommen-durch-die-coronakrise<\/a><\/p><p>Kredite von der KFW w&uuml;rden mir nicht helfen, da ich nicht die geforderte Bonit&auml;t als K&uuml;nstlerin nachweisen kann und ich h&auml;tte auch die Angst mich zu verschulden, weil ich es nicht abzahlen k&ouml;nnte.<\/p><p>Mir w&uuml;rde heute ein Grundeinkommen sehr helfen.  Mein Sohn ist nun auch bis nach Ostern zu Hause und ich habe das Gl&uuml;ck, ihn betreuen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ.M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Macher von den Nachdenkseiten,<\/p><p>gerne m&ouml;chte ich Ihnen als Selbstst&auml;ndiger meine Erfahrungen aus der Vergangenheit mit KfW-Darlehen schildern.<\/p><ol>\n<li>H&uuml;rde) Sie m&uuml;ssen erst einmal eine Bank finden, bei der sie einen Antrag stellen k&ouml;nnen. Sie k&ouml;nnen den Antrag nicht direkt bei der KfW stellen, sondern der Antrag muss &uuml;ber ihre Hausbank abgewickelt werden.Die Banken sind aber nicht verpflichtet KfW-Antr&auml;ge entgegen zu nehmen und durchzuleiten. Da die durchleitenden Banken an den KfW-Krediten nicht wirklich viel verdienen und diese zudem mit hauseigenen Produkten konkurrieren sind meiner Erfahrung nach die Banken eher wenig motiviert solche Antr&auml;ge &uuml;berhaupt entgegegen zu nehmen. Ausnahmen sind Kredite in Millionenh&ouml;he, die auch f&uuml;r die durchleitenden Banken ausreichend lukrativ sind, aber Kredite bis 100.000,- &euro; werden eher nicht entgegen genommen so meine Erfahrung.<\/li>\n<li>H&uuml;rde) Bei den jetzt von Bundensfinanzminister Scholz angepriesenen Krediten wird die Haftungsfreistellung von 50% auf 80% erh&ouml;ht (<a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/inlandsfoerderung\/Unternehmen\/Unternehmen-erweitern-festigen\/Finanzierungsangebote\/KfW-Unternehmerkredit-Fremdkapital-(037-047)\/\">kfw.de\/inlandsfoerderung\/Unternehmen\/Unternehmen-erweitern-festigen\/Finanzierungsangebote\/KfW-Unternehmerkredit-Fremdkapital-(037-047)\/<\/a>). Das hei&szlig;t aber im Umkehrschluss, dass die Bank immer noch mit 20% der Kreditsumme im Risiko steht. D.h. selbst wenn die Bank im Prinzip bereit ist ein KfW-Darlehen zu vergeben, wird sie genau pr&uuml;fen, ob der Kreditnehmer in der Lage ist den Kredit zu bedienen und im Zweifel den Kredit ablehnen, auch wenn sie dabei &ldquo;nur&rdquo; mit 20% statt der bisherigen 50% der Kreditsumme im Risiko steht.<\/li>\n<li>H&uuml;rde) D.h., erst wenn diese beiden H&uuml;rden genommen sind, ergibt sich f&uuml;r den Kreditnehmer ein Vorteil, da er jetzt nur f&uuml;r die verbleibenden 20% Sicherheiten stellen muss statt bisher f&uuml;r 50% der Summe. Aber er muss selbstverst&auml;ndlich immer noch f&uuml;r diese 20% der Summe Sicherheiten hinterlegen, was gerade f&uuml;r kleine Selbstst&auml;ndige und Soloselbstst&auml;ndige durchaus eine nennenswerte H&uuml;rde darstellt, gerade im Augenblick angesichts der wegbrechenden Einnahmen.<\/li>\n<li>H&uuml;rde) Den Banken wird eine genaue Pr&uuml;fung nach Risikoklassen auferlegt (<a href=\"https:\/\/www.kfw-formularsammlung.de\/KonditionenanzeigerINet\/KonditionenAnzeiger\">kfw-formularsammlung.de\/KonditionenanzeigerINet\/KonditionenAnzeiger<\/a>). Diese sind sehr fein granuliert in insgesamt 9 Stufen. Daf&uuml;r ben&ouml;tigen die Banken jede Menge Unterlagen, welche zwar bei mittleren und gro&szlig;en Firmen eher leicht verf&uuml;gbar sind, aber bei kleinen Unternehmen und Selbstst&auml;ndigen durchaus einen nennenswerten Aufwand bedeuten. (Ich habe dieses Jahr f&uuml;r die Beantragung eines simplen Autoleasings mit 150,-&euro; pro Monat eine ganze Woche ben&ouml;tigt um s&auml;mtliche Unterlagen herbei zu schaffen, das war ein Marathon.)<\/li>\n<\/ol><p>Zusammengefa&szlig;t kann man sagen, dass die vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen das Gegenteil von schnell und unb&uuml;rokratisch sind. Sie sind langsam, nicht fl&auml;chendeckend und mit extrem hohem b&uuml;rokratischen Aufwand verkn&uuml;pft. Die Banken h&auml;tten derzeit wohl gar keine Kapazit&auml;ten f&uuml;r diese Pr&uuml;fungen, wenn sie mit Millionen von Antr&auml;gen &uuml;berschwemmt werden.<\/p><p>Eine wirkliche Hilfe f&uuml;r kleine Unternehmen und Selbstst&auml;ndige m&uuml;&szlig;te daher so aussehen:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>Alle Banken werden verpflichtet KfW-Antr&auml;ge entgegenzunehmen.<\/li>\n<li>Die Haftungsfreistellung f&uuml;r Kredite bis 100.000,-&euro;  betr&auml;gt 100%, d.h. der Bund &uuml;bernimmt die komplette B&uuml;rgschaft. Dann entf&auml;llt f&uuml;r die Banken das Risiko und damit auch jedes Argument den Kredit abzulehnen.<\/li>\n<li>Die genaue Einzelfallpr&uuml;fung und damit die Aufteilung in Risikoklassen entf&auml;llt. Der Zinssatz f&uuml;r alle Kredite betr&auml;gt einheitlich 0%. Die Antragstellung kann daher schnell und unb&uuml;rokraisch abgewickelt werden. Alternativ und noch unb&uuml;rokratischer k&ouml;nnte auch einfach (ohne Pr&uuml;fung) jedem Unternehmen und jedem Selbstst&auml;ndigen ein Konto mit einem Dispo &uuml;ber 100.000,- zu einem Zinssatz von 0% eingerichtet werden.<\/li>\n<\/ol><p>Nat&uuml;rlich sind diese Konditionen so attraktiv, dass sicher auch ein paar Kredite als &ldquo;Mitnahmeeffekt&rdquo; oder an Unternehmen und Selbstst&auml;ndige vergeben werden, die es nicht wirklich brauchen oder hinterher trotz der Hilfe nicht &uuml;berleben werden. Die Frage ist aber doch: &ldquo;Ist das wirklich so schlimm angesichts der drohenden Verw&uuml;stungen?&rdquo; F&uuml;r Banken und Gro&szlig;unternehmen sind von der EZB schon hunderte Milliarden Euro bereit gestellt worden um deren &Uuml;berleben zu sichern, w&auml;re es da nicht nur sinnvoll, sondern auch fair auch einmal &ldquo;den Kleinen&rdquo; durch die Krise zu helfen?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. A. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<br>\nliebes NDS-Team,<\/p><p>ja, die wohligen Spr&uuml;che von Altmaier, Merkel und Co. sind in meinem Ohr &ndash; und anfangs dachte ich, dass ich nicht betroffen bin.<\/p><p>Nun ist in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen, und wenn meine Fortbildungsst&auml;tte auch zumacht (f&uuml;r 5 Wochen), dann fehlt ein Monat Einkommen bei bleibenden Kosten &ndash; insbesonders Unterhalt. Ich bin dort freiberuflicher Dozent und es gibt viele davon in Deutschland. Die meisten m&uuml;ssen nicht ihr Leben davon bestreiten, ich fast schon, da meine Rente &hellip; naja!<\/p><p>Wenn es bei mir soweit kommt, dann schreibe ich gern mehr dazu.<\/p><p>Ich werde jedenfalls Herrn Aiwanger anschreiben und fragen, ob er f&uuml;r mich eine &Uuml;bergangsl&ouml;sung findet.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIhr Leser und Fan seit vier Jahren<br>\nD.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r das Angebot, die aktuelle Situation aus Sicht von Kleinunternehmern, Selbst&auml;ndigen &amp; Co. zu beleuchten. Ich bin Event-Organisatorin, musste zahlreiche Events absagen und werde vermutlich auf viele Stunden Arbeit (sie gehen in die Hunderte) sitzen bleiben. Dass ich in den kommenden Monaten noch einmal einen Auftrag in dem Bereich bekommen werden, sehr fraglich. Mir bricht mein Gesch&auml;ft innerhalb von wenigen Wochen weg.<\/p><p>Mein zweites Standbein, ja das habe ich, Texte im Kundenauftrag zu schreiben, bringt nicht genug ein, um davon leben zu k&ouml;nnen. Davon abbgesehen, dass auch diese Projekte gerade alle bis auf Weiteres gestoppt wurden.<\/p><p>Kommende Woche werde ich eine Steuernachzahlung in f&uuml;nfstelliger H&ouml;he t&auml;tigen m&uuml;ssen, ich hoffe, dass das Finanzamt das stundet, aber zahlen muss ich es irgendwann. Wovon, keine Ahnung. Die Krankenkasse wird auch meine Beitr&auml;ge reduzieren, aber kundige Leser wissen, wir Selbst&auml;ndigen m&uuml;ssen sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberanteil zahlen. Hei&szlig;t, ich muss mindestens knapp 200 Euro im Monat zahlen, wenn sich die Krankenkasse aufgrund der Zahlen der beiden Vorjahre &uuml;berhaupt darauf einl&auml;sst. Dann fallen noch IHK-Beitr&auml;ge an. Vorsorge f&uuml;rs Alter? Ja, da fallen auch noch monatlich Beitr&auml;ge an. Und all das ohne Einnahmen zu haben: Es geht jetzt ans Eingemachte.<\/p><p>Das schlimmste an der aktuellen Situation ist: Ich bin machtlos, es gibt nichts, was ich h&auml;tte besser machen oder &auml;ndern k&ouml;nnen. Ja, doch: Ich h&auml;tte angestellt bleiben k&ouml;nnen, sofern man mich jetzt nicht entlassen h&auml;tte.<\/p><p>Ich versuche t&auml;glich, nicht den Mut zu verlieren, Dinge in Angriff zu nehmen, wie Webseite &uuml;berarbeiten, neue Gesch&auml;ftsfelder zu &uuml;berlegen, aber ich muss zugeben: Gerade f&auml;llt mir Zuversicht schwer. Gl&uuml;ckerlicherweise habe ich keine Angestellten, ich muss nur f&uuml;r mich klar kommen, muss keine Familie versorgen und habe keine Schulden. Bedeutet, es ist noch nicht existenzbedrohend, aber Schlafen kann ich nachts gerade nicht.<\/p><p>Wie gesagt, vielen Dank, dass Sie die Plattform bieten. Ich mache mir wenig Hoffnung, dass die Politik das interessiert, aber vielleicht erf&auml;hrt der ein oder andere Leser von unseren Sorgen und N&ouml;ten und erspart uns Spr&uuml;che wie: Kopf hoch; jede Krise birgt eine Chance; Selbst&auml;ndigkeit ist halt riskant, das h&auml;ttest du dir vorher &uuml;berlegen m&uuml;ssen; es kommen wieder besser Zeiten &hellip;<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\neine Leserin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>vielen, vielen Dank, dass Sie uns &bdquo;KUM-Betrieben&ldquo; ein Forum bieten, um unsere Sorgen &ouml;ffentlich zu machen.<\/p><p>Wir betreiben in der M&uuml;nchner Gro&szlig;markthalle einen mittelst&auml;ndischen Gro&szlig;handel (30 Mitarbeiter) mit Obst und Gem&uuml;se. Unsere Kunden sind ausschlie&szlig;lich Gastronomen und Hoteliers aus Oberbayern und Tirol. Daher ist unser Umsatz binnen wochenfrist um ca. 90 Prozent eingebrochen.<\/p><p>Gespannt habe ich heute morgen zusammen mit einigen Mitarbeiter*innen die Pressekonferenz von Markus S&ouml;der und Hubert Aiwanger verfolgt. Wir hatten alle darauf gehofft, endlich konkret zu erfahren, wie extrem betroffenen Betrieben geholfen werden soll.<\/p><p>Angek&uuml;ndigt wurde dann mit gro&szlig;em Pomp ein &bdquo;Zehn-Milliarden-Paket&ldquo;. Das h&ouml;rte sich zun&auml;chst nat&uuml;rlich gut an. Aber was bedeutet das konkret:<\/p><p>Auf Nachfrage bei der Hausbank, ergab sich, dass die Landes-F&ouml;rderbank (LfA) bzw. die KfW Kredite der Hausbank &bdquo;bis zu 80%&ldquo; gegen Ausfall absichern w&uuml;rden. F&uuml;r die verbleibenden 20 Prozent m&uuml;sste ich als Unternehmer pers&ouml;nliche Sicherheiten stellen, weil die Unicredit nat&uuml;rlich keinesfalls ein Risiko &uuml;bernehmen k&ouml;nne. Meine M&ouml;glichkeiten Sicherheiten zu stellen, sind aber bereits f&uuml;r den gew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ftsbetrieb (Leasing-Vertr&auml;ge, Kontokorrent u.&auml;.) ausgereizt.<\/p><p>Selbst unter Ausnutzung s&auml;mtlicher Einsparm&ouml;glichkeiten (v.a. Kurzarbeit, R&uuml;ckstellung von Investitionen, Lieferantenkredite) bleiben wir unter den derzeitigen Umst&auml;nden auf einem monatlichen (!) Fehlbetrag sitzen, der in etwa meinem Jahreseinkommen entspricht &ndash; und das auf unbestimmte Zeit. Zumal ja niemand garantieren kann, dass sich der Tourismus nach Aufhebung der Beschr&auml;nkungen sofort wieder vollst&auml;ndig erholt. <\/p><p>Das bedeutet, ich m&uuml;sste jetzt einen noch nicht einmal zinsfreien (!) Kredit pers&ouml;nlich bis 20 Prozent absichern und mich gegebenenfalls so weit verschulden, dass ich viele, viele Jahre brauchen werde, um die Schulden zu tilgen und ich zudem noch die Zinsen daf&uuml;r tragen m&uuml;sste.<\/p><p>Da erscheint es doch wesentlich sinnvoller f&uuml;r mich, einen Insolvenzantrag zu stellen und meine Mitarbeiter zu entlassen. So erspare ich mir wenigstens das Risiko, mich auch privat v&ouml;llig zu ruinieren.<\/p><p>Abhilfe k&ouml;nnen m. E. nur direkte Staatsbeihilfen schaffen. Schlie&szlig;lich sind die Ums&auml;tze gerade im Tourismus ja nicht nur verschoben, wie vielleicht in der Industrie, sondern endg&uuml;ltig verloren. Der Salat, der jetzt nicht gegessen wird, wird eben nicht im Herbst zus&auml;tzlich verspeist!<\/p><p>Wenn die Politik ihren blumigen Ank&uuml;ndigungen (&bdquo;Keiner wird allein gelassen&ldquo;, &bdquo;All it takes&ldquo;) auch Taten folgen lassen m&ouml;chte, w&uuml;rde sie Unternehmen die unvermeidlichen und unverschuldeten Verluste ersetzen und damit Insolvenzen, Anschlusspleiten (Zulieferer, Produzenten, Bauern) und Arbeitslosigkeit vermeiden.<\/p><p>Das ben&ouml;tigte Geld sollte &uuml;brigens &uuml;ber eine SOLIDARISCHE Verm&ouml;gensabgabe und nicht &uuml;ber das &bdquo;vor&uuml;bergehende Aussetzen der Schuldenbremse&ldquo; eingebracht werden. W&uuml;rden die genannten 10 Mrd. von den zehn reichsten Bayern eingesammelt, w&uuml;rden die das noch nicht einmal bemerken, geschweige denn, sich in irgendeiner Art und Weise einschr&auml;nken m&uuml;ssen.<\/p><p>Stattdessen verschuldet sich der Staat bei wem? Bei denen nat&uuml;rlich, die es haben und deren Kapital ja seit Jahren h&auml;nderingend nach neuen Verwertungsm&ouml;glichkeiten sucht. Nach der Krise d&uuml;rfen diese Schulden dann inklusive der Zinsen von den Lohn- und Mehrwertsteuerzahlern an die Reichen zur&uuml;ckgezahlt werden. Das ist Umverteilung von unten nach oben, wie sie im Buche steht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en aus Taufkirchen<br>\nM.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zwei kleine Beispiele<\/p><p>*Fall 1*<br>\nEin Imbiss<\/p><p>Ich bin heute Nachmittag mit dem Betreiber ins Gespr&auml;ch gekommen.<br>\nIhm sind in den letzten drei Wochen 80% der Einnahmen weggebrochen &ndash; und das war VOR dem Shutdown. Hier macht ja quasi ab Mittwoch alles dicht.<\/p><p>Situation:<br>\nEr: Selbst&auml;ndig, voraussichtlich fast vollst&auml;ndiger Verlust von Einnahmen<br>\nEhefrau: angestellte Friseurin, unbezahlt freigestellt<br>\n2 Kinder unter 6 Jahren<br>\nEigentumswohnung<\/p><p>Ich arbeite beim Jobcenter und habe ihn beraten, wie er dort einen Antrag stellen kann. Doch hilft es langfristig dem Gesch&auml;ft nichts, weil Miete usw. weiterlaufen. Ob er Angestellte hat wei&szlig; ich nicht.<\/p><p>*Fall 2*<\/p><p>Begegnungs- und Fortbildungszentrum <\/p><p>Dort werden u.a. Deutsch- und Integrationskurse f&uuml;r Erwachsene angeboten.<\/p><p>Die Dozent*innen sind gr&ouml;&szlig;tenteils (schein)selbstst&auml;ndig und haben nur diesen Auftraggeber. Und selbst wenn es mehrere gibt, es brechen ja zur Zeit alle Auftr&auml;ge weg. Die Vertr&auml;ge der Dozenten laufen auch oft nur Modul f&uuml;r Modul (das k&ouml;nnen zwei Wochen aber auch mehr sein, meistens aber so kurz wie m&ouml;glich)<\/p><p>Seitens des Kostentr&auml;gers dieser Kurse (Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge &ndash; Bamf) gibt es noch keine L&ouml;sung, wie die Leute aufgefangen werden k&ouml;nnen. Vermutlich ist das Interesse gering und was davon vom BFmF an die Dozenten weitergegeben wird ist auch unklar. Der Auftraggeber, das BFmF also, zahlt den Dozenten nur die tats&auml;chlichen abgeleisteten Stunden und ist hier fein raus. Zwar f&auml;llt auch hier ein gro&szlig;er Teil der Einnahmen weg, es gibt aber noch weitere Projekte und das tats&auml;chliche Risiko liegt bei den Dozenten.<br>\nEs gibt einige wenige SV pflichtig angestellte Dozenten, f&uuml;r die der Arbeitgeber aber widerrechtlich auch nur die tats&auml;chlich abgeleisteten Stunden bezahlt. Die wehren sich nicht, weil sie froh sind, &uuml;berhaupt eine SV-pflichtige Besch&auml;ftigung zu haben. Da bleibt abzuwarten, wie sich das am Jahresende auf die Stunden auswirkt.<\/p><p>====<\/p><p>Wie oben erw&auml;hnt, ich arbeite beim Jobcenter und wir wurden schon heute mit Antr&auml;gen von Selbst&auml;ndigen geflutet.<\/p><p>Au&szlig;erdem werden jetzt jede Menge Minijobs und Jobs in der Zeitarbeit wegfallen. So schnell werden wir diese nicht bearbeiten k&ouml;nnen, dass die Leute sofort aufgefangen werden. Hier besteht jetzt nat&uuml;rlich auch das Problem der Kinderbetreuung und die Zug&auml;nge zum Homeoffice f&uuml;r JC und AfA scheinen deutschlandweit derzeit 10.000 begrenzt zu sein. Und wenn hier beim Personal Corona F&auml;lle auftreten ist dann auch erstmal ein ganzes Team mit durchschnittlich 20 Leuten erstmal raus, zuz&uuml;glich Kontaktpersonen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9 . Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie fragen wie es den kleinen Einzelk&auml;mpfern in diesem Corona-Wahnsinn ergeht. Ich bin Instrumentalp&auml;dagogin als Honorarkraft an zwei Musikschulen und habe zwei Nachmittage Privatsch&uuml;ler. Die Musikschulen sind zwangsweise geschlossen, d. h. rein rechtlich gesehen bekomme ich kein Honorar f&uuml;r die Zeit. Ob die Musikschulen sich etwas einfallen lassen wird sich zeigen. Es gibt auch Musikschulen, die per Skype o.&auml;. unterrichten, um den Lehrer.inne.n den Honorar- und den Sch&uuml;ler.inne.n den Unterrichtsausfall zu ersparen. Anscheinend gibt es f&uuml;r den Honorarausfall Entsch&auml;digungsm&ouml;glichkeiten beim Landschaftsverband und was die Privatsch&uuml;ler betrifft beim Gesundheitsamt. Dort konnte ich jedoch noch niemanden erreichen. Ich habe ja auch Miete f&uuml;r Unterrichtsr&auml;ume au&szlig;erhalb meines Wohnortes zu zahlen. Wie kompliziert die Antragstellung und das Ganze dann in der Praxis aussieht, wird sich zeigen. Mein Polster auf dem Konto reicht bei extrem sparsamer Lebensweise vielleicht f&uuml;r knapp drei Monate. Danach m&uuml;sste ich an meine Altersr&uuml;cklagen.<\/p><p>Diese ganze Situation h&auml;ngt auch an dem Thema von vor ein paar Tagen &bdquo;Deutschland verlernt seine Kulturtechniken&ldquo; und an der kaputtgesparten kulturellen Bildung, in der man eigentlich nur noch arbeiten kann, wenn man eine.n gut verdienende.n Partner.in hat. <\/p><p>Ich habe sowieso oft Existenz&auml;ngste und das wird jetzt grade nicht besser.<\/p><p>Wir waren am sp&auml;ten Nachmittag einkaufen &ndash; riesen Andrang an der Kasse, die Kassierer.innen d&uuml;rfen sich von jedem anhusten lassen, aber wir sollen die &uuml;berschaubare Anzahl Sch&uuml;ler nicht unterrichten!??? Das verstehe wer will&hellip;.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. H. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes NachdenkseitenTeam<\/p><p>Ich bin mit meiner Freundin gerade in der Schweiz im Kanton Bern. Wir sind Saisonkr&auml;fte in einem Skih&uuml;tten Restaurant&hellip; jedenfalls waren wir das bis gestern. Da in der Schweiz alle Skigebiete geschlossen wurden, hat uns unser Arbeitgeber fristlos gek&uuml;ndigt. Uns fehlt jetzt ein ganzes Gehalt f&uuml;r unseren weiteren Unterhalt. Wir leben in Schweden und haben dort ein Haus. Ob und wie wir jetzt auf der R&uuml;ckreise durchkommen, k&ouml;nnen wir nicht sagen. Ein Bahnticket bis nach Norddeutschland konnten wir von hieraus problemlos buchen&hellip;sind schon ganz gespannt. Hier oben sind sowohl die Einheimischen als auch die Touristen sehr entspannt unterwegs und freundlich. Von weiteren Coronaf&auml;llen in der Region haben wir noch nichts mitbekommen.<\/p><p>Die Schweiz hat angek&uuml;ndigt, dass sie auch den &ldquo;kleinen&rdquo; Leuten mit Geldzahlungen verlorenes Einkommen ausgleichen will. Auch der Arbeitgeber ist versichert und pr&uuml;ft seine M&ouml;glichkeiten. Wir haben keinerlei R&uuml;cklagen wegen des Hauskaufs und machen uns Sorgen, dass eine Versch&auml;rfung der Krise unser jetzt umso schmaleres Budget schnell verbraucht und wir sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Staat vergessen werden, w&auml;hrend, wie bei der letzten Krise ja auch, die Unternehmen gerettet wurden und nicht die &ldquo;kleinen&rdquo; Leute.<\/p><p>Trotzdem versuchen wir entspannt zu bleiben und die kommende Zeit als Auszeit auch zu genie&szlig;en&hellip; wenn wir nur nach Hause kommen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nT.T.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiteteam,<\/p><p>hier mein Beitrag zu dem Aufruf von Jens Berger meine Erfahrungen als Freelancer mitzuteilen. Ich bitte um Diskretion, da ich meine Auftraggeber nicht gegen mich aufbringen m&ouml;chte.<\/p><p>Seit vielen Jahren arbeite ich als Dozent f&uuml;r EDV Anwendungen in verschiedenen VHS und privaten Bildungsinstituten. L&auml;ngst habe ich mich damit abgefunden, bei diesen Institutionen den Status eines &bdquo;Honorardozenten&ldquo;, sprich Tagel&ouml;hners zu haben. Vor allem die &bdquo;gemeinn&uuml;tzigen&ldquo; VHS mit ihrem halbstaatlichen Status legen ihren Dozenten regelm&auml;&szlig;ig juristisch wasserdichte Vertr&auml;ge vor, die eine Klage auf Festanstellung, obwohl dieses Gebaren nun einmal illegal ist, sehr schwer, bis unm&ouml;glich machen. Die Fortbildungsinstitutionen, die in Gewerkschaftsbesitz sind, treiben es mitunter noch bunter. Hier wird die Frage nach Festeinstellung gerne mit sofortigem &bdquo;Auftragsentzug&ldquo; beantwortet. Der Staat l&auml;sst diese Zust&auml;nde nicht nur zu, sondern partizipiert sogar davon, weil gewerkschaftsnahe Bildungsanbieter oft f&uuml;r die Agentur f&uuml;r Arbeit t&auml;tig sind. Rechtliche Beratung und Unterst&uuml;tzung bei der Gewerkschaft ist also illusion&auml;r. (Man w&auml;re zwar gerne Arbeitnehmer, ist aber eben keiner.) Wie gesagt, ich habe mich nach Jahrzehntelanger Dozentent&auml;tigkeit damit abgefunden. Meine Einnahmen betragen hier j&auml;hrlich etwa 7500.- Euro.<\/p><p>Um trotzdem sozialversichert zu sein, arbeite ich nebenher in Teilzeit im Personentransport. Hier erziele ich ein monatliches Nettogehalt von 630.- Euro. Diese prek&auml;re Existenz wird nat&uuml;rlich durch die aktuelle Lage noch versch&auml;rft. Die beiden VHS f&uuml;r die ich z. Zt. t&auml;tig bin haben mich ohne Vorank&uuml;ndigung per E-Mail davon in Kenntnis gesetzt, dass sie den Betrieb ab sofort einstellen. Honorare f&uuml;r bereits laufende Kurse werden nicht anteilig bezahlt, da die vereinbarte Dienstleistung ja nicht vollst&auml;ndig erbracht wurde. Ob und vor allem wann bereits vereinbarte Kurse stattfinden werden ist ungewiss.<\/p><p>Mein Arbeitgeber im Personentransport f&uuml;hrt haupts&auml;chlich Rehafahrten von und zu Rehakliniken durch. Diese werden aber gerade nach und nach geschlossen. Kurzarbeit ist beantragt. Dort werde ich also demn&auml;chst nur noch 60 % meines Nettogehaltes bekommen.<\/p><p>Meine finanzielle Situation wird also bald existenzbedrohend. Ich wohne zur Miete und habe keine R&uuml;cklagen. Allerdings kam die Mahnung f&uuml;r die Einkommenssteuervorauszahlung p&uuml;nktlich. Die staatlichen Strukturen scheinen also trotz Coronakrise noch zu funktionieren. Ist ja irgendwo beruhigend. Schlie&szlig;lich braucht der Staat Geld, um zigtausende Fernurlauber die offensichtlich auf Umweltschutz pfeifen, auf Steuerkosten heimzuholen. Auch Lufthansa und Hotelketten brauchen ja Unterst&uuml;tzung. Da habe ich ein gewisses Verst&auml;ndnis. Kleine Familienbetriebe und Pensionen werden wohl eher leer ausgehen und die Mitarbeiter, meist sog. Aushilfskr&auml;fte, werden heimgeschickt.<\/p><p>Ich schlie&szlig;e mit einem aktuellen Zitat von Wirtschaftsminister Altmaier zur Coronakrise: &bdquo;Es w&auml;re falsch, alle marktwirtschaftlichen Prinzipien zu vergessen!&ldquo;<\/p><p>Wer wollte dem Mann da widersprechen?<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>seit Tagen gehen mir diese Gedanken durch den Kopf. Ich selbst arbeite bei einer Handwerkskammer und wir merken, wie gerade die gro&szlig;e Zahl an Kleinst- und Kleinbetrieben durch Personalausf&auml;lle und andere Umst&auml;nde an ihre Grenzen kommen. Ebenso Freunde aus der Gastronomie, die quasi f&uuml;r einen Monat nicht nur Lohnausfall haben, sondern auch keine gesch&auml;ftlichen und somit auch privaten Rechnungen mehr bezahlen k&ouml;nnen.<br>\nMeine Vorschl&auml;ge:<\/p><ol type=\"a\">\n<li>Weg von der schwarzen Null &ndash; wem hilft jetzt der Sparmodus? Niemandem. <\/li>\n<li>Alleine 35 Mio gibt die Bundeswehr pro Jahr f&uuml;r Werbung aus. Das k&ouml;nnte man anders investieren. Das hei&szlig;t nicht, das bei der Bundeswehr nicht nachjustiert werden k&ouml;nnte. <\/li>\n<li>Senkung der Gewerbesteuer. Aussetzung der Vorsteuer.<\/li>\n<li>Zinsfreie KfW-Kredite.<\/li>\n<\/ol><p>Sicherlich gibt es noch viele andere M&ouml;glichkeiten. Wichtig ist, das gerade die Kulturszene, die Gastronomie, Bars und Kneipen dem &bdquo;sozialversicherungspflichtig&ldquo; schaffendem Teil der Gesellschaft den Ausgleich zum Arbeitsalltag geben. Und das oft trotz langen Durststrecken in deren Geldb&ouml;rse. Ganz nebenbei sollten auch bessere L&ouml;hne im Pflege-, im erzieherischen und im medizinischen Sektor beschlossen werden. Gerade jetzt merken wir, wie wichtig all diese Berufe sind, um den Wirtschaftsstandort Deutschland aufrecht zu erhalten. <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e und bleiben Sie gesund.<br>\nB. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>Ich bin seit Oktober 2018 P&auml;chter eines kleinen Hotels und einer Bar in Hanau. Ich habe zwei sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter (einer davon meine Frau) und einige Minijobber. Letzlich leben wir alle von der Hotel und der Bar. Durch die Corona-Pandemie sind schon in den letzten Wochen die Zimmerbuchungen eingebrochen (30-40 Prozent weniger als &uuml;blich), und jetzt bin ich quasi bei Null &Uuml;bernachtungen in den n&auml;chsten Wochen. Zudem muss ich jetzt noch die Bar schlie&szlig;en. D.h. ich habe keinerlei Einnahmen mehr, w&auml;hrend die laufenden Kosten (Pacht, Nebenkosten, L&ouml;hne, Versicherungen usw) weiter anfallen. Ohne Hilfe von Au&szlig;en werde ich, innerhalb weniger Wochen Insolvenz anmelden m&uuml;ssen. Mir ist es, Stand jetzt, v&ouml;llig unklar wie die versprochenen Hilfen f&uuml;r die Kleinbetriebe, Einzelunternehmer, Freiberufler, K&uuml;nstler usw. ankommen sollen und beantragt werden k&ouml;nnen. Des weiteren w&auml;re ein Kredit auch keinerlei Option. Denn dieser m&uuml;sste nat&uuml;rlich auch zur&uuml;ck gezahlt werden. Die Verluste die ich jetzt mache, werde ich weder kurz noch langfristig kompensieren k&ouml;nnen. D.h. am Ende bin ich total verschuldet. Falls die Regierung da nicht schnell und unb&uuml;rokratisch hilft, sehe ich eine Katastrophe, nicht nur f&uuml;r mich, sondern f&uuml;r die gesamte Gesellschaft auf uns zukommen.<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nJ.W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>auch ich bin in dieser Woche ohne Vorwarnung von der Coronakrise wirtschaftlich getroffen worden. Ich arbeite als Gutachterin, Dozentin und Beraterin in der Gesundheitsbranche. Im Rahmen der Begutachtung und Beratung arbeite ich &ldquo;an der Risikogruppe&rdquo;, sodass folgerichtig diese T&auml;tigkeit eingestellt wurde. Auch die Seminare wurden alle bis voraussichtlich 30.04. abgesagt. Das hei&szlig;t f&uuml;r mich und nat&uuml;rlich vielen Anderen, dass ich von einer Minute auf die Andere nicht einen Cent mehr verdiene. Ausfallentsch&auml;digungen seitens der Auftraggeber sind nicht zu erwarten, da solche Regelungen bei einer Freiberuflichkeit &uuml;berwiegend  nicht getroffen werden. Das Aufnehmen eines Kredites w&auml;re m&ouml;glich, aber auch hier m&uuml;sste man die Summe nat&uuml;rlich mit Zinsen zur&uuml;ckzahlen. Das hei&szlig;t, man muss Schulden machen, welche man aber nicht selbst zu verantworten hat. F&uuml;r den Krankheitsfall habe ich R&uuml;cklagen gebildet, jedoch reichen die h&ouml;chtsten f&uuml;r die kommenden drei Wochen. Der M&auml;rz ist der sog. Steuermonat, wo die Einkommenssteuervorauszahlung abegebucht wird, das macht es nochmal zus&auml;tzlich schwer. Nun bleibt die Hoffnung, dass doch noch ein Fond eingerichtet wird, wodurch eine Absicherung f&uuml;r Kleinunternehmer erreicht werden kann.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nA.M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>zum Artikel<\/p><p>Den &bdquo;Gro&szlig;en&ldquo; hilft man, die &bdquo;Kleinen&ldquo; &uuml;berl&auml;sst man ihrem Schicksal?&rdquo;<\/p><p>Seit 1996 bin ich in der Veranstaltungstechnik t&auml;tig. In all den Jahren stets ein bi&szlig;chen gewachsen, Equipment wurde angeschafft, ein Lager gemietet, mehrere Azubis ausgebildet, ein Festangestellter. <\/p><p>Jahresumsatz ca. 300.000 EUR, monatliche Fixkosten nur f&uuml;r den Betrieb insgesamt ca 5000 EUR.<\/p><p>Die derzeitige Krise hat seit februar den Gesamtumsatz der Firma auf genau 0 EUR gedr&uuml;ckt und das wird wohl erstmal auch so bleiben. Alle Veranstaltungen, Messen, Kongresse, Konzerte, Theater, Sportveranstaltungen etc. wurden abgesagt.<\/p><p>Teilweise vermutlich auf irgendwann verschoben, aber der Gro&szlig;teil wird einfach nicht stattfinden.<\/p><p>Was habe ich unternommen?<\/p><p>Bis jetzt gab es meinerseits den Versuch, meinen Lageristen auf Kurzarbeit zu setzen, was sich aufgrund &uuml;berlasteter Telefonleitungen des Arbeitsamts als schwierig entpuppte, aber nun hoffentlich doch klappt.<\/p><p>F&uuml;r jemanden, der sich damit noch nicht besch&auml;ftigt hat, ist dieses ganze Verfahren ein Buch mit sieben Siegeln.<\/p><p>Gespr&auml;che mit meinen beiden Banken, bei denen die Firmenkonten laufen sowie kleinere Finanzierungen. Vor&uuml;bergehende Aussetzung der Tilgung f&uuml;r die gesch&auml;ftlichen Finanzierungen war m&ouml;glich, f&uuml;r den Kredit meiner Wohnimmobilie aber nicht.<\/p><p>&Uuml;ber m&ouml;gliche F&ouml;rdermittel der KfW oder des Bundes oder Landes ist erstmal bei beiden Banken nichts bekannt, man wolle da noch 14 Tage abwarten, vielleicht wei&szlig; man dann etwas konkretes. <\/p><p>Von direkten Finanzhilfen oder St&uuml;tzungen ist ohnehin nicht die Rede, es handelt sich bei allen angebotenen Hilfen bisher nur um m&ouml;gliche Kredite zwischen 1% und 7% Zinsen. Bonit&auml;t vorausgesetzt.<\/p><p>W&auml;hrenddessen laufen die Kosten nat&uuml;rlich weiter:<\/p><p>Gehalt f&uuml;r meinen Mitarbeiter, Miete des Lagers, Versicherungen, private Rentenversicherung, Krankenkasse, Sozialabgaben, Steuern, Kfz-Kosten&hellip;<\/p><p>Die Lagermiete kann ich dank eines sehr kulanten Vermieters f&uuml;r die kommenden 3 Monate stunden lassen. <\/p><p>Nat&uuml;rlich holen mich alle diese Kosten sp&auml;testens im Herbst wieder ein, sie wurden ja nur verschoben. Ab dann sind eben doppelte Zahlungen f&auml;llig.<\/p><p>Ich rechne damit, dass ein halber Jahresumsatz quasi ersatzlos wegbricht. <\/p><p>Angesichts der laufenden Kosten ist eine F&ouml;rderung, die sich am &ldquo;Gewinn&rdquo; des Einzelunternehmers orientiert, v&ouml;llig wertlos. <\/p><p>Den Gewinn eines Einzelunternehmers mit dem festen Gehalt eines Angestellten zu vergleichen, macht aufgrund der Kostenstruktur &uuml;berhaupt keinen Sinn. Laufende Kosten werden nicht aus dem Gewinn, sondern aus dem Umsatz bezahlt.<\/p><p>Was am Schluss &uuml;brigbleibt, das ist der Gewinn, davon lebe ich.<\/p><p>An neue Investitionen oder Modernisierungen im Vermiet-Equipment ist ohnehin erstmal nicht zu denken. Da es nicht nur mir so geht, werden das vermutlich auch die Hersteller zu sp&uuml;ren bekommen.<\/p><p>Vielen Dank, dass Sie in Ihrem Artikel explizit die Veranstaltungstechnik erw&auml;hnen, die offentlichtlich in der Wahrnehmung der Politik nicht stattfindet. Au&szlig;er bei der Hexenjagd auf Scheinselbst&auml;ndige. Aber das ist ein anderes Thema.<\/p><p>Mitnichten handelt es sich bei unserer Branche ausschlie&szlig;lich um &ldquo;Kultur&rdquo;, die gesamte Veranstaltungsbranche ist viel breiter aufgestellt. Messen, Kongresse, Sportveranstaltungen, TV, Festinstallationen, Kirchentage, uns gibt es &uuml;berall.<\/p><p>Auch bei der Bundespressekonferenz mu&szlig; irgendjemand die Mikrofone regeln. Die Branche setzt sich zu einem sehr gro&szlig;en Teil aus Solo-Selbst&auml;ndigen zusammen, mit teils extremer Spezialisierung in den Bereichen Tontechnik. Lichttechnik, Video, Medien, IT und Netzwerke. Diese Qualifikation ist durchaus mit einem Ingenieursabschluss zu vergleichen.<\/p><p>Es gibt sehr viele kleine bis mittlere Betriebe (1-10 Angestellte) und eben ein paar gro&szlig;e Player, die am gro&szlig;en Rad drehen (internationale Messen, Eurovision Song Contest, Rock am Ring, etc). Im Moment stecken alle in der 0-EUR-Falle. <\/p><p>Zur nun dringend notwendigen Kulturf&ouml;rderung (und auch Kreativwirtschaft, zu der ich mich vermutlich irgendwie z&auml;hlen darf), ist mir folgende Dreistigkeit unserer Kulturstaatsministerin begegnet:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/coronavirus\/bundesregierung-startet-hilfsmassnahmen-wegen-coronavirus-kulturstaatsministerin-gruetters-kultur-und-kreativwirtschaft-muessen-massiv-unterstuetzt-werden--1730406\">bundesregierung.de\/breg-de\/themen\/coronavirus\/bundesregierung-startet-hilfsmassnahmen-wegen-coronavirus-kulturstaatsministerin-gruetters-kultur-und-kreativwirtschaft-muessen-massiv-unterstuetzt-werden&ndash;1730406<\/a><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das ist eine gute Nachricht f&uuml;r die Kultur- und Kreativwirtschaft&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>und weiter unten dann die Ma&szlig;nahmen:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Bei einem vorzeitigen Abbruch von gef&ouml;rderten Kulturprojekten und Veranstaltungen aufgrund des neuartigen Coronavirus\/COVID-19 ist es im Rahmen einer Einzelfallpr&uuml;fung nach dem &ouml;ffentlichen Haushalts- und Zuwendungsrecht m&ouml;glich, von R&uuml;ckforderungen f&uuml;r bereits zur Projektdurchf&uuml;hrung verausgabter F&ouml;rdermittel abzusehen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>das hei&szlig;t also f&uuml;r die betroffenen Kultureinrichtungen: Nachdem euer Laden jetzt zugemacht worden ist und ihr sowieso mit dem R&uuml;cken an der Wand steht, sehen wir in Einzelf&auml;llen davon ab, euch die bereits bewilligten F&ouml;rdermittel wieder wegzumehmen.<\/p><p>Der Regelfall w&auml;re dann wohl schon, das Geld zur&uuml;ckzufordern. So lese ich das zumindest.<\/p><p>Weiter ist dann noch irgendein inhaltsloses Geschwurbel von irgendwelchen &ldquo;Sch&auml;rfungen&rdquo; etc. zu lesen, also nichts, was uns allen helfen w&uuml;rde.<\/p><p>Gute Nacht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ.W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, liebes NachDenkSeiten-Team,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r die ausgewogenen und informativen Artikel zur Krise und diesen Aufruf. Ich will meine Schlussfolgerung voranstellen:<\/p><p>Warme, salbungsvolle und vollmundige Worte von Olaf Scholz und Peter Altmaier werden diese Gesellschaft nicht weiterbringen. Das hat uns auch schon die letzten Jahrzehnte nicht vor dem Zustand gerettet, in dem wir uns nun befinden. Die Krise wurde durch das Virus nur befeuert und zugespitzt, krisenhaft war es schon l&auml;ngst, in Deutschland leider eher im Stillen oder andererseits gleich affektiv und unsachlich, aggressiv aus unterschiedlichen Sektoren der Gesellschaft.<\/p><p>Zur Begr&uuml;ndung, wobei ich nur auf die Ank&uuml;ndigungen der beiden &bdquo;Wirtschaftsretter&ldquo; eingehen m&ouml;chte:<\/p><p>Mit Psychotherapiepraxis t&auml;tig, ist ein Teil der Patienten nun weggebrochen. Neuanfragen bleiben aufgrund der gro&szlig;en Unsicherheiten im Moment weitgehend aus. Ich bin in der gl&uuml;cklichen Lage R&uuml;cklagen f&uuml;r Unw&auml;gbarkeiten und Pflegebedarf oder Luxusideen des Alters gebildet zu haben, aber die wollte ich nun nicht vorzeitig in einer Wirtschaftskrise aufbrauchen.<\/p><p>Die Ank&uuml;ndigung vom 13.3.20 von Wirtschafts- und Finanzminister fand direkt nach dem sp&auml;test m&ouml;glichen Termin zur Steuervorauszahlung des 2. Quartals am 10.3.20 statt. Die Vorauszahlungen an die Finanz&auml;mter durch Freiberufler und anderen von der Umsatzsteuervoranmeldung befreiten Berufsgruppen, waren also schon geleistet. Die Krise war zuvor l&auml;ngst absehbar und im Gange. An Zuf&auml;lle glaube ich hier nicht, die Vorauszahlung ist f&uuml;r den Zeitraum abgeleistet, f&uuml;r den die gr&ouml;&szlig;ten Einnahmeverluste zu bef&uuml;rchten sind.<\/p><p>Die vage Ank&uuml;ndigung, k&uuml;nftige Steuervorauszahlungen zu stunden, kann fr&uuml;hestens zur Vorauszahlung f&uuml;r das dritte Quartal, also ab 10.6.20 greifen. Zu diesem Termin wird die n&auml;chste Zahlung an das jeweilige Finanzamt f&auml;llig.<\/p><p>Mittlerweile wurde auch konkretisiert und abgeschw&auml;cht:<\/p><p>&bdquo;Gleichzeitig werden wir eine Reihe von steuerpolitischen Ma&szlig;nahmen auf den Weg bringen, um die Liquidit&auml;t bei Unternehmen zu verbessern:<\/p><p>Wir werden den Finanzbeh&ouml;rden erleichtern, Stundungen von Steuerschulden zu gew&auml;hren.<\/p><p>Wenn Unternehmen unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind, werden wir bis Ende des Jahres 2020 auf Vollstreckungsma&szlig;nahmen und S&auml;umniszuschl&auml;ge verzichten.<\/p><p>Wir erleichtern die Voraussetzungen, um Vorauszahlungen von Steuerpflichtigen anzupassen.&ldquo;<\/p><p>D.h. erst die n&auml;chste Steuervorauszahlung kann &bdquo;angepa&szlig;t&ldquo; werden. Das hilft bei zum Teil kompletten Einnahmeverlust keinem. Und wer das beim Finanzamt zeitnah pr&uuml;fen und berechnen soll, ist vermutlich den beiden Ministern auch noch nicht klar. <\/p><p>Aber was ist mit den laufenden Fix- und Lebenshaltungskosten?<\/p><p>Und auf irgendeinen KfW-Kredit kann sich kein K&uuml;nstler oder Freiberufler einlassen, der nicht wei&szlig;, wie es weitergeht. Ob er den Kredit bekommen w&uuml;rde, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. <\/p><p>Ich glaube dem Bazooka- und Pistolen-Gerede nicht, das ist nur unintelligent mit schelmischem Grinsen vorgetragen, bauernschlau ist es allemal.<\/p><p>Ich werde &uuml;ber die Runden kommen, wenn die Einnahmen weiter einbrechen sollten, was zu erwarten ist, muss ich die Altersr&uuml;cklage zum Teil oder ganz aufbrauchen. Insofern bin befinde ich mich noch in einer halbwegs komfortablen Position, wohl ist mir dabei nicht. <\/p><p>Viele freundliche Gr&uuml;&szlig;e und bleiben Sie bitte weiter wie bisher am Puls der Zeit,<br>\nM.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>am Montag, 16.03. war der letzte &ldquo;live&rdquo; Arbeitstag in der Sprachschule in Basel, wo ich als Honorarkraft besch&auml;ftigt bin.<\/p><p>Der Plan sieht aus, am 27.04. wieder anzufangen, in der Zwischenzeit werden online Kurse angeboten, die aber sicher nicht alle Teilnehmer wahrnehmen wollen und k&ouml;nnen.<\/p><p>So wie mir geht es wohl Tausenden von Lehrkr&auml;ften und Kursleitern. Bislang habe ich nichts in Erfahrung gebracht, welche Unterst&uuml;tzungsmassnahmen es in einem solchen Fall geben k&ouml;nnte.<\/p><p>Erstaunlicherweise, sobald sich die Presse mit dem Thema besch&auml;ftigt, wird darauf am meisten im Zusammenhang mit der Prostitution eingegangen.<\/p><p>Ich pers&ouml;nlich hoffe, dass die Corona-Hysterie bis sp&auml;testens nach Ostern abgeflaut ist und dass die wirtschaftlichen Folgen es immer noch einigen B&uuml;rgern erlaubt, Sprachkurse zu besuchen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen,<br>\nM. L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseitenleserinnen und Leser<br>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller<\/p><p>Ich habe von meiner Nachbarin, die als Kinderg&auml;rtnerin in einer reichen Stadt in Baden W&uuml;rttemberg arbeitet folgendes erfahren.<\/p><p>Der Kindergarten, in dem sie besch&auml;ftigt ist, wurde wegen der Corona-Situation auf Anordnung der Stadt geschlossen. Die in diesem Kindergarten einzige alleinerziehende Kinderg&auml;rtnerin mit einem Schulpflichtigen Kind und einem Kind, das einen Kindergarten in einer anderen Stadt besucht, wurde verpflichtet, weiterhin normalen Dienst an ihrem Arbeitsplatz zu verrichten (es sind vorerst keine Kinder zu betreuen). Sie hat ihrerseits kein Anrecht auf einen Betreuungsplatz ihrer Kinder, die Kinder d&uuml;rfen nicht zu Ihrer gesundheitlich vorbelasteten Gro&szlig;mutter und der einzige Rat ihrer Vorgesetzten war, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Dazu muss erw&auml;hnt werden, dass die regul&auml;ren Urlaubspl&auml;ne immer nach den Schulferien des Schulkindes und den Schlie&szlig;zeiten des Kindergartens vom Kindergartenkinde geplant werden m&uuml;ssen. Ein unbezahlter Urlaub verbietet sich aufgrund des niedrigen Einkommens als Erzieherin. Ich habe dann auch noch die Aufgabenliste der Schule f&uuml;r das schulpflichtige Kind gesehen, die ohne Hilfe einer Betreuung nicht abgearbeitet werden kann.<\/p><p>Die alleinerziehende Mutter berichtete mir unter Tr&auml;nen, dass sie sich in ihrer Not krankschreiben lassen musste, was sie wiederum nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann.<\/p><p>An dieser Geschichte wird deutlich, dass die Solidarit&auml;t einseitig von den  der schw&auml;cheren Mitgliedern unserer Gesellschaft eingefordert, andererseits eine unb&uuml;rokratische  Hilfe vom kommunalen Arbeitgeber nicht geleistet wird.<\/p><p>Antje R. &amp; Herbert H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Ihr Lieben,<\/p><p>toll, dass jemand an uns kleine Selbst&auml;ndige denkt!<\/p><p>Ich bin 61 Jahre alt und arbeite als selbst&auml;ndige Trainerin und Gesundheitscoach in Vereinen, Fitnessstudios, Firmen mit betrieblichem Gesundheitsmanagement und Sportverb&auml;nden. Dabei leite ich Gruppen im Gesundheitssport, etliche Seniorensportguppen, Kindersport und Fortbildungen f&uuml;r &Uuml;bungsleiter. Mein Einkommen liegt nach Abzug der Pflichten bei 2000&euro; (zweitausend) und ich bin damit ganz am unteren Ende der Sozialstruktur. Am 13.3.2020 sa&szlig; ich fassungslos vor dem PC und musste zusehen, wie per Regierungserlass (Landesregierung Schleswig-Holstein) mit einem Federstrich meine komplette Existenz vernichtet wurde. Von einer Stunde zur anderen erreichten mich die Nachrichten von meinen Auftraggebern, dass alle Kursstunden ab sofort ausfallen m&uuml;ssen. Wenn ich keine Stunden gebe, dann bekomme ich auch kein Geld. Zun&auml;chst ergriff mich blanke Panik und ich bin nach drau&szlig;en in den Wald gegangen, um mich zu erden. Das hielt auch den Samstag &uuml;ber noch an. Ich begann, Informationen zu suchen, wie und wo ich nun Hilfe bekommen k&ouml;nnte.<\/p><p>Das war &uuml;berhaupt nicht klar. Hartz 4  kommt nicht in Frage, dann verhungere ich lieber! (ich habe es schon einmal ausprobiert und musste die Unterst&uuml;tzungzahlungen zur&uuml;ckzahlen, weil meine Betriebsausgaben von Sozialgesetz nicht akzeptiert wurden.)<\/p><p>Inzwischen stapele ich meine &ldquo;Tassen&rdquo; neu im Schrank. Mit Einzelberatungen (Einzeltraining) habe ich nun begonnen. Das wird aber keineswegs meine Miete und die Krankenversicherung einbringen.<\/p><p>Was kann man gegen diese Hysterie unternehmen? Ausser selbst einen klaren Kopf zu bewahren? Die Willk&uuml;r dieser Ma&szlig;nahmen schockiert mich. Inzwische haben fast alle Gesch&auml;fte Schilder aufgestellt, dass man doch bitte mit &ldquo;Karte&rdquo; zahlen solle. Die Abschaffung des Bargeldes war noch nie so einfach!<\/p><p>Wie k&ouml;nnen wir uns wehren? Versammlungsverbot &ndash; Demonstrationsverbot &ndash; im privaten Kreis sind Treffen nur bis zu 5 Personen erlaubt &ndash; usw.<\/p><p>Meine Geschichte darf gerne ver&ouml;ffentlicht werden &ndash; wenn es anderen hilft.<\/p><p>Mit vielen Gr&uuml;&szlig;e<br>\nI. P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team, <\/p><p>die nachfolgende Mail habe ich am WE in leicht unterschiedlichen Varianten an mehrer Bundestagsabgeordnete geschickt. Falls Sie ins Konzept passt, k&ouml;nnt ihr sie gene ganz oder auszugsweise ver&ouml;ffentlichem, auch mit Namensnenung.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM.N. <\/p><p>Moin Herr Zierike,<\/p><p>Sie weisen auf die Entschlossenheit des Finanzministers hin, f&uuml;r die Krisenbew&auml;ltigung Geld anzufassen. Die Freiberufler sind bisher davon ausgeschlossen. Daf&uuml;r gibt es keinen Grund.<\/p><p>Es gibt aktuell (14.3.) keine staatlichen Unterst&uuml;tzungsmassnahmen f&uuml;r von der Coronakrise betroffene Freiberufler. Tats&auml;chlich werden wichtige Funktionen im Sozial- und Kulturbereich gerade durch freiberuflich Arbeitende erf&uuml;llt und aufrechterhalten. Viele dieser Menschen verf&uuml;gen  nur &uuml;ber begrenzte Ressourcen. Ihre Arbeitsfelder werden gerade durch die Coronaviruskrise stillgelegt. <\/p><p>Was erm&ouml;glicht freiberuflich oder einzelunternehmerisch  arbeitenden Menschen in  dieser Situation das wirtschaftliche &Uuml;berleben ?<\/p><ul>\n<li>Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung bei &Uuml;berschuldung binnen 3 Wochen <\/li>\n<li>unb&uuml;rokratisch abrufbare, zinsfreie  (KfW -) Kredite ohne Bonit&auml;tspr&uuml;fung zB in H&ouml;he eines Jahresumsatzes (Bspw. durch Nachweis &uuml;ber letzte ESt-Erkl&auml;rung &ndash; Entwicklung und Dauer der Situation sind noch unklar)<\/li>\n<li>Stundung von Steuer- und Umsatzsteuerzahlungen und &ndash; vorauszahlungen. Erweiterung und Entb&uuml;rokratisierung der M&ouml;glichkeiten der Finanzverwaltung, Ratenzahlungen zu akzeptieren, auch &uuml;ber einen deutlich l&auml;ngeren Zeitraum als 12 Monate<\/li>\n<li>entschiedener Netzausbau in der Fl&auml;che jetzt: fl&auml;chendeckend G4 statt punktuell G5.<\/li>\n<\/ul><p>So sieht meine Situation aus:<\/p><p>Ich arbeite als freiberuflicher Supervisor und Coach &uuml;berwiegend im Sozialsektor und bin gleichzeitig Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Gesellschafter einer kleinen Organisationsberatungsfirma (UG). <\/p><p>Aktuell arbeite ich zu ca 80 Prozent f&uuml;r Tr&auml;ger, die in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Th&uuml;ringen  im Bereich der Fl&uuml;chtlingshilfe und\/oder der Kinder- und Jugendhilfe  t&auml;tig sind. <\/p><p>Es liegt in der Natur der Supervisionst&auml;tigkeit, dass Supervisionsvertr&auml;ge, m&uuml;ndliche wie schriftliche, nicht statisch sind sondern M&ouml;glicheiten zum Unterbrechen oder Abbrechen der Kooperation beinhalten. Das heisst, dss in einer Situation, wie wir sie jetzt erleben, Supervisionstermine von den Tr&auml;gern und Teams kompensationslos abgesagt werden k&ouml;nnen, z.B. weil durch die Schliesssung der Schulen das Team einer Wohneinrichtung f&uuml;r KInder keine Zeitr&auml;ume zur Verf&uuml;gung hat, in der die KInder nicht betreut werden m&uuml;ssen, oder weil eine Gemeinschaftsunterkuinft unter Quarant&auml;ne gestellt wird (mich betrefffend zB. gestern die zentrale Erstaufnahmestelle Th&uuml;ringen  in Suhl).<\/p><p>Mit der zu erwartenden Quarant&auml;ne f&uuml;r  Gemeinschaftsunterk&uuml;nfte  Jugendclubs, Kinderheime etc w&auml;re ggf. noch Online- Supervision m&ouml;glich, z:T. praktiziere ich das  schon,  oft scheitert  es aber leider an fehlenden technischen Voraussetzungen (nochmal: Bandbreite! Fl&auml;chendeckend  Glasfaser!\/100k und G4 statt  punktuell G5! ) und wird auch nur teilweise von den Klienten angenommen. <\/p><p>Ich richte mich also auf mehrere Monate stark reduzierter T&auml;tigkeit ein. Mit dem Kreditrahmen, den mir meine Sparkasse (Spk-UM) anbietet, kann ich das eine Weile kompensieren, kann aber in einer komplexen  Situation keine unabsehbaren Risiken eingehen und werde, wenn sich die Krise &uuml;ber mehrere Monate hinzieht, meine Firma liquidieren und Privatinsolvenz anmelden m&uuml;ssen. <\/p><p>Meine Fixkosten beinhalten Steuer-, Mietzahlungs-, Versicherungs- und weiteren Zahlungsverpflichtungen (z.B. MIete: privat und B&uuml;ro, Beitr&auml;ge zu berufstst&auml;ndischen Verb&auml;nden, IHK,  Kosten f&uuml;r IT ,  private Unterhaltsverpflichtungen, Fahrtkosten (die Frage, ob Bahn oder PKW trotz BC 100 stellt sich jetzt t&auml;glich), ich halte das f&uuml;r repr&auml;sentativ f&uuml;r die meisten Freiberufler.<\/p><p>Was ich an meinem Beispiel beschreibe, trifft &auml;hnlich auf viele freiberuflich arbeitende Menschen zu.<\/p><p>Dieses Land kann es sich nicht leisten, hunderttausendfache professionelle Kompetenz und Kreativit&auml;t im Kultur,- Bildungs- und Sozialbereich durch Privatinsolvenzen  und die Zerst&ouml;rung funktionierender sozialer und kultureller Infrastrukturen zu entmutigen und zu vernichten. <\/p><p>Bitte wirken Sie diesbez&uuml;glich auf die Minister Scholz und Altmaier ein.<\/p><p>Danke und beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM. N. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe nachdenkseiten-Redaktion<\/p><p>vielen Dank, dass ihr dieses Thema aufgreift.<\/p><p>Eine Gruppe, die unbedingt zu den &bdquo;Kleinen&ldquo; geh&ouml;rt, sind in NRW (wahrscheinlich auch in anderen Bundesl&auml;ndern) die p&auml;dagogischen Fachkr&auml;fte, die im Nachmittagsprogramm der &bdquo;Offenen Ganztagsschulen &ndash; OGS&ldquo; arbeiten. Die machen &uuml;berwiegend Kreativ- und Sportangebote.<\/p><p>F&uuml;r sehr viele von denen ist das die einzige Einkommensquelle, d.h. sie m&uuml;ssen an mehreren Schulen und mehreren Wochentagen arbeiten.<\/p><p>Bezahlt werden nur die tats&auml;chlich geleisteten Stunden &ndash; d.h. wenn nun die Schulen und damit der OGS-Betrieb schlie&szlig;en, ist f&uuml;r einen ganzen Monat das Einkommen futsch.<\/p><p>Wer besonders qualifiziert ist, bekommt pro Stunde (= 45 Minuten) 28,00 oder 33,00 &euro;, die meisten aber nur zwischen 15,00 und 25,00 &euro; (&hellip;. muss nat&uuml;rlich noch versteuert werden)  <\/p><p>Hier der Link zur Honorartabelle des Schulverwaltungsamtes D&uuml;sseldorf &ndash; so &auml;hnlich wird es in den meisten St&auml;dten auch aussehen:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.duesseldorf.de\/fileadmin\/Amt40\/PDF\/Ganztag\/Honorarrahmen_Stand_April_2018.pdf\">duesseldorf.de\/fileadmin\/Amt40\/PDF\/Ganztag\/Honorarrahmen_Stand_April_2018.pdf<\/a><\/p><p>ver.di fordert schon seit langem eine gesetzliche Regelung f&uuml;r den OGS, denn, obwohl der OGS l&auml;ngst unverzichtbarer Teil des Schulwesens ist (&hellip; insbesondere f&uuml;r berufst&auml;tige Eltern!!!), ist er gesetzlich nicht geregelt.<br>\n<a href=\"https:\/\/essen-verdi-gemeinden.de\/nrw-ogs-konferenz-21-sept\/\">essen-verdi-gemeinden.de\/nrw-ogs-konferenz-21-sept\/<\/a><\/p><p>Herzlichen Gru&szlig;<br>\nB. N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten, <\/p><p>Ich bin Selbst&auml;ndige Englischdozentin. Eine von tausenden, die an Volkshochschulen, an Fachhochschulen, an Unis unterrichten. Bisher ist verlautet, dass wir ja aufstocken k&ouml;nnten, ansonsten l&auml;sst man uns wohl komplett im Regen stehen, ohne Einkommen von einer Sekunde zur naechsten&hellip; Ich halte Sie auf dem Laufenden, habe schon die Damen und  Herren Laschet, Schz und Gebauer angeschrieben. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nK. G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>es f&auml;ngt leider noch viel weiter unten an.<\/p><p>Durch die Schlie&szlig;ung der Betreuungseinrichtungen und Schulen haben viele Vollzeitarbeitskr&auml;fte ja das Problem &uuml;berhaupt arbeiten gehen zu k&ouml;nnen. Dementsprechend kommen Kurzarbeit oder andere Lohneinbu&szlig;en. Bei einer durchschnittlichen 4-k&ouml;pfigen Familie kann hier schnell eines der beiden Vollzeitgeh&auml;lter wegbrechen. Da es sich heutzutage kaum noch einer leisten kann, wenn nur ein Elternteil arbeitet (meist sogar mehr als ein Job), kann man sich denken, was das allein schon f&uuml;r ein Einschnitt w&auml;re.<\/p><p>Zudem ist bisher auch nicht geregelt, ob die Betreuungskosten (Kita oder Hort) f&uuml;r diesen Zeitraum erstattet werden.<\/p><p>Also im schlechtesten Fall muss eine Familie damit rechnen dass ein komplettes Monatsgehalt und zus&auml;tzlich die Kitageb&uuml;hren ersatzlos verloren gehen. Ich denke das werden seeeeehr viele Familien nicht einfach so stemmen k&ouml;nnen. Die Folgen aus den Entschl&uuml;ssen werden wir noch sehr sehr lange zu sp&uuml;ren haben.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;sse\/best regards<br>\nC. K. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Einen sch&ouml;nen guten Tag an die gesch&auml;tzten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Redaktion, <\/p><p>ich m&ouml;chte berichten von der Situation der Angestellten einer Versicherung, die sich zu den gro&szlig;en z&auml;hlt.<\/p><p>In einer Email wurde verst&auml;ndnisvoll auf die Situation der Eltern hingewiesen, die von den geschlossenen Kinderg&auml;rten und Schulen  betroffen sind und folgende M&ouml;glichkeiten angeboten:<\/p><ul>\n<li>Arbeiten von zuhause aus, wenn bereits ein Telearbeitsplatz vorhanden ist oder eingerichtet werden kann (es mangelt an Laptops)<\/li>\n<li>Abbau von Plusstunden im Arbeitszeitkonto<\/li>\n<li>Aufbau von Minusstunden&hellip;.<\/li>\n<li>Nutzung von Urlaubstagen<\/li>\n<li>Unbezahlte Freistellung (Hervorhebung von mir)<\/li>\n<li>Um besonderen H&auml;rtef&auml;llen&hellip;behalten wir uns vor, im Einzelfall f&uuml;r bis zu f&uuml;nf Tage Lohnfortzahlung zu leisten<\/li>\n<\/ul><p>F&uuml;r solche Situationen gibt es im BGB den &sect; 616:<\/p><blockquote><p>\nB&uuml;rgerliches Gesetzbuch (BGB)<br>\n&sect; 616 Vor&uuml;bergehende Verhinderung<br>\nDer zur Dienstleistung Verpflichtete wird des Anspruchs auf die Verg&uuml;tung nicht dadurch verlustig, dass er f&uuml;r eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig nicht erhebliche Zeit durch einen in seiner Person liegenden Grund ohne sein Verschulden an der Dienstleistung verhindert wird. Er muss sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, welcher ihm f&uuml;r die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Da frage ich mich, wurde  der Betriebsrat mit einbezogen oder hat man die Schnarchnasen delegiert. <\/p><p>Ich Naivling ging stets davon aus, das BGB beschreibt die unterste Stufe des Rechts, das nicht unterschritten werden darf. Nat&uuml;rlich darf jeder Vertrag g&uuml;nstiger gestaltet werden.<\/p><p>Verstehe ich mal wieder nicht von unserer Rechtssprechung??<\/p><p>Vielen dank noch einmal f&uuml;r eure unerm&uuml;dliche und so notwendige Arbeit<br>\nJ. G. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich bin One-Man-Army-Filmproduzent und seit einigen Wochen ohne Einkommen.<\/p><p>Eine lange geplante Produktion wurde abgesagt. Laufende Projekte ruhen. <\/p><p>Meine finanziellen Reserven habe ich in Form der Einkommensteuer an das Finanzamt &uuml;berwiesen. <\/p><p>Weil ich das zu sp&auml;t getan habe, soll ich weitere &euro; 250,- Strafe zahlen. Weiter Steuerzaghlungen stehen an.<\/p><p>R&uuml;cklagen gibt es nicht, frisches Geld bleibt aus. Das war nicht zu erwarten.<\/p><p>Heute habe ich mich hingesetzt und Finanzamt, Leasingbank und Hypothekenbank um Zahlungspause gebeten.<\/p><p>Mal gucken, was passiert.<\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t:<br>\nJ. S. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>als Franchisenehmer von coffee-bike betreibe ich ein einzelnes coffee-bike und fahre damit auf Wochenendeveranstaltungen. Dies geschieht nach Bewerbung, Zusage und Zahlung der Standgeb&uuml;hr. <\/p><p>Mir werden gerade reihenweise s&auml;mtliche Veranstaltugnen der n&auml;chsten Wochen und teilweise bis in den Sommer hinein abgesagt. Gezahlte Standgeb&uuml;hren behalten die Veranstalter ein mit dem Hinweis auf die AGB, dass sie wegen beh&ouml;rdlichen Auflagen absagen und VERLEGEN d&uuml;rfen. Nun bekomme ich Termine als Ersatz angeboten, zu denen ich aber bereits andere Zusagen habe, die widerum auch schon teilweise bezahlt sind. <\/p><p>Auch Einzel-Caterings aus privaten HAushalten (Hochzeiten) oder aus Gewerbe (Autoh&auml;user Neumodellvorstellungen) werden reihenweise abgesagt.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich laufen meine Verpflichtungen wie Miete f&uuml;r das coffee-bike und den Transportanh&auml;nger und Leasing f&uuml;r PKW weiter. <\/p><p>Da ich erst seit Mitte letzten Jahres selbstst&auml;ndig bin, kann ich der Bank keine Steuerunterlagen vorweisen, falls ich einen &Uuml;berbr&uuml;ckungskredit beantragen muss. Allerdings: Wenn die Regierung b&uuml;rgt, muss das ja vielleicht nicht sein. <\/p><p>Ein Bekannter von mir betreibt ein Restaurant mit der Familie und ein paar Aushilfen. Au&szlig;erdem f&auml;hrt er ebenfalls auf M&auml;rkte und Feste und bietet seine Spezialit&auml;ten mobil an. <\/p><p>Ich als Single und mit g&uuml;nstiger Wohnungsmiete komme bestimmt irgendwie durch jede schwere Zeit, aber er mit Familie und wesentlich h&ouml;heren laufenden Kosten wird es unweit schwerer haben.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nU. W. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseitenschaffende!<\/p><p>Zun&auml;chst einmal vielen Dank f&uuml;r die allzeit erhellende und auch selbstreflektierte Art, mit der die NDS Zusammenh&auml;nge herstellen und Hintergr&uuml;nde beleuchten.<\/p><p>Zum Thema Coronavirus und Hilfe des Bundes\/der L&auml;nder m&ouml;chte ich auf eine Untergruppe der Wirtschaftstreibenden aufmerksam machen; das sind die berufst&auml;tigen Eltern. Hier gesellt sich das Dilemma zwischen Betreuungspflicht f&uuml;r die eigenen Kinder und der Anwesenheitspflicht bei der Arbeit zur je nach Arbeitssituation bestehenden finanziellen Anspannung.<\/p><p>Wir sind Eltern zweier Grundschulkinder und momentan in der relativ entspannten Lage, dass wir alle zusammen zuhause bleiben k&ouml;nnen. Mein Arbeitgeber ist eine sehr, sehr gro&szlig;e Elektronik- und Einzelhandelsfirma, die vorbildlicherweise freiwillig schon seit Samstag weltweit alle L&auml;den geschlossen hat. Bis auf kurze und sporadische Kleingruppen-Videokonferenzen und die Positionierung der M&ouml;glichkeit eines kurzen Arbeitseinsatzes habe ich komplett frei. Meine Frau ist Sozialarbeiterin an einer Grundschule und momentan mit einer hartn&auml;ckigen (und wie wir hoffen und denken, herk&ouml;mmlichen) Erk&auml;ltung krankgeschrieben, anschlie&szlig;end muss sie nach derzeitigem Stand wieder zur Arbeit.<\/p><p>Viele andere Eltern in unserem Bekannten-\/Freundeskreis sind in einer weniger beneidenswerten Situation: Wenn die Arbeitgeber oder die Art der Arbeit Homeoffice nicht erm&ouml;glichen: Wer soll den Nachwuchs betreuen? Die &uuml;blichen Antworten zu dieser Frage sind ausweichend bis wischiwaschi. Urlaub nehmen (geht nicht immer und was ist mit dem Rest des Jahres?), &sect; 616 BGB (nur f&uuml;r wenige Tage und nur wenn &bdquo;alle anderen M&ouml;glichkeiten ausgereizt wurden&ldquo; und zus&auml;tzlich nur, wenn nicht per Tarif oder Arbeitsvertrag ausgeschlossen), unbezahlter Urlaub (immerhin, aber&hellip;) &ndash; und das war es realistischerweise auch schon. <\/p><p>Die &bdquo;offiziellen&ldquo; Betreuungsstrukturen der Stadt sind dem &ldquo;Personal kritischer Infrastrukturen&ldquo; (= beispielsweise meiner besseren H&auml;lfte) vorbehalten; die Betreuungseinrichtung unserer Grundschule ist wegen positiver Coronatests innerhalb der Lehrerschaft allerdings komplett geschlossen. Davon mal abgesehen, finde ich es ohnehin etwas widersinnig, Kinder gruppenweise privat oder institutionell zu betreuen &ndash; siehe Sozialkontakte.<\/p><p>Dass gerade die Expertise und der Einsatz der Besch&auml;ftigten des Gesundheitswesens, der Sicherheit, der Infrastruktur und so weiter ben&ouml;tigt werden ist ja logisch und kann in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung gar nicht positiv genug dargestellt werden. Aber auch diese Menschen haben zum guten Teil Nachwuchs und somit zus&auml;tzlich zu den Sorgen aller Anderen noch die Verantwortung f&uuml;r diesen.<\/p><p>Wie Sie sehr richtig darstellen, sind die angek&uuml;ndigten Hilfen eher nicht auf kleine Betriebe, Einzelk&auml;mpfer, Kulturschaffende, Geringverdiener usw. ausgerichtet. Dass die Kinder w&auml;hrend der ganzen Krise ja auch irgendwo hin m&uuml;ssen und dabei weder alleine noch in Massenverwahrung verweilen k&ouml;nnen, kommt f&uuml;r uns Eltern als massive Herausforderung nur noch hinzu. Einen Seitenhieb auf die offensichtlich unterbliebene &bdquo;umfassende Vorbereitung&ldquo; des Landes auf die Infiziertenwelle und ihre Auswirkungen verkneife ich mir an dieser Stelle &ndash; den zeitlichen Vorsprung und die Erkenntnisse aus anderen L&auml;ndern haben wir &uuml;berheblich und leichtsinnig verplempert.<\/p><p>Ehrlicherweise habe ich auch keine Patentl&ouml;sung parat und nur wenig konkrete Ideen. Grunds&auml;tzlich ist der Staat in so einer Sondersituation wie der Coronaviruskrise meiner Meinung nach verpflichtet und als Akteur pr&auml;destiniert, jedem einzelnen B&uuml;rger und jeder Familie die Angst vor gravierenden finanziellen Einschnitten bis zum wirtschaftlichen Ruin zu nehmen und die vorhandenen Ressourcen angemessen einzusetzen. Sicherlich gibt es Fachleute, die sich damit befassen.<\/p><p>Von unserer Regierung h&ouml;re ich die ganze Zeit nur, dass der Wirtschaft geholfen wird. Das ist nat&uuml;rlich auch richtig und wichtig. Ich freue mich allerdings schon sehr darauf, dass der Schwerpunkt des politischen Handelns wieder auf den einzelnen B&uuml;rger\/die B&uuml;rgerin und die Gemeinschaft aller gesetzt wird. Denn ohne B&uuml;rger = keine Wirtschaft, auch wenn uns etwas anderes vorgemacht wird.<\/p><p>Abschlie&szlig;end mag ich mit Grausen nur noch erw&auml;hnen, dass alle anderen Probleme ja weiterhin bestehen und im Windschatten der Coronakrise sicherlich die ein oder andere Schweinerei durchflutschen\/ausgesessen wird. Es ist zum Heulen.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e und lassen Sie sich nicht unterkriegen,<\/p><p>J. L.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin Moin,<\/p><p>Mit dieser Email w&uuml;rde ich gerne einmal auf alle Leute, die zu den aktuellen &ldquo;Corona-Zeiten&rdquo; arbeiten, aufmerksam machen.<\/p><p>In Meiner Nachricht beziehe ich mich in erster Linie auf die Leute im Einzelhandel, da ich selber in diesem Bereich arbeite.<\/p><p>Der Einzelhandel ist und war schon immer ein sehr undankbarer Beruf mit undankbaren Arbeitszeiten.<\/p><p>Die Leute ERWARTEN dass Sie zu jeder Zeit einkaufen k&ouml;nnen und au&szlig;erdem wird erwartet, dass immer alles vorr&auml;tig ist.<\/p><p>Dementsprechend sind die Arbeitszeiten von Menschen, die im EInzelhandel leben. Das beudetet: 1x im Monat Samstag frei (ich spreche hier von normalen Betrieben, ohne sonntags&ouml;ffnungszeiten).<\/p><p>Das nur nebenbei, aber jeder Einzelh&auml;ndler hat sich den Beruf wohl irgendwie ausgesucht.<\/p><p>Aktuell geht es drunter und dr&uuml;ber im Einzelhandel.<\/p><ul>\n<li>Die Leute sind auf Grund der aktuellen Lage SEHR angespannt<\/li>\n<li>Die Leute hamstern sich Vorr&auml;te<\/li>\n<li>Die Leute denken teilweise nicht mehr klar und verstehen einfache Zusammenh&auml;nge nicht mehr<\/li>\n<li>Dementsprechend werden wir als Mitarbeiter gesch&auml;tzt und behandelt.<\/li>\n<\/ul><p>Nat&uuml;rlich sind nicht alle Leute so. Vereinzelt kommen Leute zu mir und sprechen mich an, wie Leid es Ihnen tut , dass ich &ldquo;an der Front&rdquo; arbeite und mir dieses ganze Chaos antun muss.<\/p><p>T&auml;glich gehen mir auf der Arbeit mehrere tausende Euro durch die H&auml;nde, da ich als Kassenaufsicht\/Tresorverwalter arbeite.<\/p><p>Dazu kommt das jede Schicht von Menschen einkaufen geht und auf Grund der Breitgef&auml;chterten Vielfalt an Leuten, f&uuml;hlt man sich zunehmend unwohler.<\/p><p>Hier kommt dann noch hinzu, dass ich urspr&uuml;nglich auf 25h die Woche angestellt bin und aktuell viel mehr arbeiten muss, da die ganzen M&uuml;tter\/V&auml;ter etc. sich erstmal um Ihre Kinder und Familien k&uuml;mmern m&uuml;ssen. Krankmeldungen ohne Ende etc&hellip;<\/p><p>Die aufgebauten &Uuml;berstunden werden nicht einfach bezahlt, wie man sich das vielleicht vorstellt.<\/p><p>&Uuml;berstunden werden mit steuerlichen Abz&uuml;gen &ldquo;ausbezahlt&rdquo;.<\/p><p>So sind z.B. 50 angesammelte &Uuml;berstunden bei einem Lohn, sagen wir mal von 10&euro; Stunde im Normalfall 500.-<\/p><p>Ausgezahlt werden hiervon aber sch&auml;tzungweise nur ca 180-250 Euro.<\/p><p>Ich k&ouml;nnte die ganze Zeit so weitermachen, muss allerdings jetzt gleich zur Arbeit.<\/p><p>Tut mir Leid dass ich Ihnen keinen ordentlichen Text formulieren konnte, aber vielleicht k&ouml;nnen Sie mit diesen Informationen etwas anfangen.<\/p><p>Wenn Sie fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nM.S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>* Da in zahlreichen Zuschriften sensible pers&ouml;nliche Daten enthalten sind, haben wir uns entschieden, alle Namen zu anonymisieren.<\/em><\/p><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einer Woche <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59331\">kommentierten wir die ersten &bdquo;Corona-Rettungsprogramme&ldquo; der Bundesregierung<\/a> und &auml;u&szlig;erten bereits damals den Verdacht, dass vor allem Gro&szlig;konzerne profitieren und Kleinbetriebe sowie Selbstst&auml;ndige und prek&auml;r Besch&auml;ftigte zu den wirtschaftlichen Opfern der Pandemie sowie der politischen Reaktionen auf diese Pandemie z&auml;hlen werden. Die Ereignisse haben uns in dieser Woche &uuml;berholt. Zahlreiche Leserinnen und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59528\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,141,103,30],"tags":[1288,2469,2854,544,1678,1149,1095,2849,289,1156,2808,288,748,1771,1207,2852,2037],"class_list":["post-59528","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-arbeitsmarkt-und-arbeitsmarktpolitik","category-leserbriefe","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-einzelhandel","tag-epidemie","tag-gastronomie","tag-insolvenz","tag-kuenstler","tag-kfw","tag-kinderbetreuung","tag-kmu","tag-kurzarbeit","tag-leiharbeit","tag-paedagogen","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-rettungsschirm","tag-selbststaendige","tag-unternehmenssteuer","tag-wirtschaftsdepression","tag-zukunftsangst"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59528","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59528"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59528\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59540,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59528\/revisions\/59540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59528"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59528"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}