{"id":59551,"date":"2020-03-24T08:18:10","date_gmt":"2020-03-24T07:18:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551"},"modified":"2020-03-24T08:18:10","modified_gmt":"2020-03-24T07:18:10","slug":"hinweise-des-tages-3578","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h01\">Das Bild des Alterns als Horrorgem&auml;lde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h02\">Wie gef&auml;hrlich ist Covid-19?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h03\">Pandemie der kollektiven Hysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h04\">Gro&szlig;britannien &ndash; Gesundheitssystem droht der Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h05\">Frankreich &ndash; Maskenstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h06\">Blamage f&uuml;r Bundesregierung: Heinsberger CDU-Landrat bittet verzweifelt China um Hilfe gegen Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h07\">Die Coronakrise ist die Stunde der Regierung. Und was macht die Opposition?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h08\">The Bio-Economic Pandemic and the Western Working Classes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h09\">Niedrigl&ouml;hner trifft es am st&auml;rksten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h10\">Hierarchie der Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h11\">SPD-Innenminister Pistorius fordert Strafen gegen Fake News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h12\">Die Corona-Krise ist kein Freibrief f&uuml;r gewagte politische Entscheidungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h13\">US-Justizministerium will im Notstand Menschen unbegrenzt ohne Prozess inhaftieren k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h14\">Wie S&uuml;dkorea das Coronavirus ohne Ausgangssperre eind&auml;mmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h15\">Polen und Tschechien beschlagnahmen chinesische Hilfe f&uuml;r Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h16\">Wer braucht schon Autos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h17\">Neoliberale Viruserkrankungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59551#h18\">Der geheime Eigent&uuml;mer der Immobiliengruppe Lebensgut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Bild des Alterns als Horrorgem&auml;lde<\/strong><br>\nMit Zukunftsrechnungen und Statistiktricks wird ein d&uuml;steres Bild des demografischen Wandels gezeichnet. Dabei m&uuml;ssen wir bis 2060 jedes Jahr nur einen von 335 Erwerbsf&auml;higen wegen der Alterung ersetzen.<br>\nSeit Sommer 2018 tagt im Auftrag der Bundesregierung die &bdquo;Rentenkommission Verl&auml;sslicher Generationenvertrag&ldquo; &ndash; kurz &bdquo;Rentenkommission&ldquo;. Dort debattieren Politiker, Wissenschaftler, Arbeitgeber und Gewerkschafter &uuml;ber die Zukunft der Alterssicherung. Eine entscheidende Rolle in den Debatten der Kommission spielt vor allem eines: die Frage der demografischen Entwicklung und insbesondere die Alterung der Gesellschaft.<br>\nLetztere wird in der heutigen demografischen Diskussion &uuml;berwiegend vor allem unter negativen Vorzeichen betrachtet. Wird das Bild der &bdquo;&Uuml;beralterung&ldquo; heute auch nicht mehr so dramatisch gezeichnet wie in den fr&uuml;hen 2000er Jahren, so wird doch oft &ndash; viel zu oft &ndash; &uuml;ber die angeblich nicht mehr zu bew&auml;ltigende Last gesprochen: zu viele Rentner, zu viele Pflegebed&uuml;rftige sprengen angeblich den finanziellen Rahmen oder gehen zu Lasten der jungen Generation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/03\/das-bild-des-alterns-als-horrorgemaelde\/\">Gerd Bosbach und Klaus Bingler auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie gef&auml;hrlich ist Covid-19?<\/strong><br>\nEin Grundproblem ist das Fehlen verl&auml;sslicher und vergleichbarer Daten. Nach einer Studie liegt die Mortalit&auml;t &auml;hnlich wie die der Influenza zwischen 0.04% und 0.12%<br>\nEin Problem beim neuen Coronavirus k&ouml;nnte sein, dass die Infektion bei vielen Menschen so harmlos ist, dass sie eine Erkrankung gar nicht bemerken. Nach chinesischen Daten k&ouml;nnte ein Drittel der durch Tests positiv, aber asymptomatisch Infizierten zur Kategorie der &ldquo;stillen Tr&auml;ger&rdquo; geh&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nEine Studie, die die Situation in Wuhan und bei Japanern untersuchte, die aus Wuhan ausgeflogen wurden, kam zu einer gesch&auml;tzten Mortalit&auml;t zwischen 0.04% und 0.12%, was deutlich geringer ist als die lang angenommenen 3-4 Prozent. Die Wissenschaftler sch&auml;tzen, dass fast 2 Millionen Einwohner von Wuhan, also 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung, infiziert wurden. Durch die scharfen Ma&szlig;nahmen in Wuhan sei die Mortalit&auml;t von anf&auml;nglich 5,2 Prozent auf 0,58 Prozent gesenkt worden.<br>\nEntscheidende Gr&ouml;&szlig;e: Zahl der asymptomatischen Infizierten<br>\nIn China wurden bis Ende Februar &uuml;ber 40.000 Menschen positiv getestet und in Quarant&auml;ne gesteckt, ohne Symptome gezeigt zu haben. Das sollen geheime Daten zu zeigen, die SCMP einsehen konnte. Aber sie wurden seltsamerweise nicht als best&auml;tigte Infizierte gez&auml;hlt, so dass die damals genannte Zahl von 80.000 wegen der asymptotisch Infizierten eigentlich zu niedrig war. Daraus leitet sich aber auch die Prozentzahl der Todesf&auml;lle ab, die danach zu hoch war. Normalerweise zeigt ein Infizierter innerhalb von durchschnittlich 5 Tagen Symptome, was aber auch bis zu drei Wochen dauern kann. Normalerweise wird die Inkubationszeit auf 14 Tage gesetzt.<br>\nEs herrscht Konfusion international &uuml;ber die Statistiken. Die WHO betrachtet alle positiv Getesteten als best&auml;tigte F&auml;lle, auch wenn sie keine Symptome zeigen. Das macht auch S&uuml;dkorea so, w&auml;hrend China ab dem 7. Februar nur Menschen mit Symptomen als best&auml;tigte F&auml;lle auff&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-gefaehrlich-ist-Covid-19-4688588.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pandemie der kollektiven Hysterie<\/strong><br>\nRisiko ist immer ein Konstrukt unserer Wahrnehmung, da die Realit&auml;t permanent durch die Wahrnehmung erschaffen wird. Und unsere h&ouml;chst individuelle Risikowahrnehmung ist davon abh&auml;ngig, was unsere Sinne zu einem Gesamtbild verdichten. &Uuml;bertragen auf die Pandemie der kollektiven Hysterie rund um Covid-19 &auml;ngstigen sich viele Menschen zu Tode und blenden damit die wahren Risiken aus. Das geht auch unseren politischen Entscheidungstr&auml;gern nicht anders. Entscheidungen werden nicht basierend auf rationalen Daten und Fakten getroffen, sondern basierend auf einer eher emotional und subjektiv getriebenen Wahrnehmung der Realit&auml;t.<br>\nUnser (Halb-)Wissen, unsere Emotionen, unsere Moralvorstellungen und Meinungen von Experten und selbsternannten Experten bestimmen dieses Konstrukt der Risikowahrnehmung. Was der eine &ldquo;Experte&rdquo; als Risiko wahrnimmt, muss f&uuml;r den anderen &ldquo;Experten&rdquo; noch lange kein Risiko sein. Und diese hohe Volatilit&auml;t der Bewertung von Szenarien f&uuml;hrt bei vielen Menschen zu Unsicherheit und Angst.<br>\nRisikowahrnehmung basiert nicht selten auch auf Hypothesen. Dadurch werden h&auml;ufig f&uuml;r gleiche Risiken unterschiedliche Vermutungen und Theorien aufgestellt. So spricht Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung und Facharzt, im Zusammenhang mit Covid-19 von einer medialen Infektion und fordert einen schnellen Wechsel vom Panikmodus in einen rationalen Modus. Viele Wissenschaftler, wie beispielsweise der britische Epidemiologe Tom Jefferson, der am renommierten Cochrane Institut in Rom forscht, kann keinerlei Besonderheiten beim Covid-19-Virus erkennen, au&szlig;er die Tatsache, dass es ein neuartiger Virus ist. Covid-19 sei wie ein neues Automodell, aber eher vergleichbar mit einem Kleinwagen, so Jefferson.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.risknet.de\/themen\/risknews\/pandemie-der-kollektiven-hysterie\/\">Risknet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien &ndash; Gesundheitssystem droht der Kollaps<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien liegt das staatliche Gesundheitssystem seit Jahren brach. Auf die Corona-Pandemie ist es &uuml;berhaupt nicht vorbereitet &ndash; und droht nun der Zusammenbruch.<br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnen das Blatt innerhalb von zw&ouml;lf Wochen wenden.&ldquo; So sagt es der britische Premierminister Boris Johnson, gewohnt blumig. Selbst wenn Johnson damit Recht beh&auml;lt: Viele, wahrscheinlich sehr viele Briten sind in akuter Gefahr, das Ende dieser zw&ouml;lf Wochen nicht zu erleben. Denn das britische Gesundheitssystem, der staatliche National Health Service (NHS), ist denkbar schlecht vorbereitet auf diese Pandemie.<br>\nVor dem Ausbruch hatten die britischen Krankenh&auml;user gerade einmal 5.000 Beatmungsger&auml;te auf den Intensivstationen. Nicht einmal sieben pro 100.000 Einwohner. Platz 24 unter 31 europ&auml;ischen L&auml;ndern. Im Vergleich: In Deutschland gab es schon vor dem Ausbruch fast 30 Beatmungsger&auml;te pro Hunderttausend Einwohner. 6,6 in Gro&szlig;britannien zu 29,2 in Deutschland.<br>\nInzwischen sollen auf der Insel 3000 weitere Beatmungsger&auml;te hinzu gekommen sein, auch das ist aber immer noch weit entfernt von der Versorgung in Deutschland. Premier Johnson hat deshalb Autohersteller wie Rolls Royce und Bagger-Produzenten wie JCB aufgerufen, die Produktion auf Beatmungsger&auml;te umzustellen. Eine Koalition von britischen Industrieunternehmen arbeite daran, schnell Beatmungsger&auml;te liefern zu k&ouml;nnen. Im Zweiten Weltkrieg h&auml;tten es solche Firmen ja auch geschafft, auf den Bau von Spitfire-Jagdflugzeugen umzustellen.<br>\nEinen Spezialisten wie das Dr&auml;gerwerk in L&uuml;beck gibt es in ganz Gro&szlig;britannien nicht. Ein Schweizer Hersteller hatte die Briten schon fr&uuml;her vor dem Mangel in den Intensivstationen gewarnt. Doch die konservativen Regierungen haben das staatliche Gesundheitssystem in den vergangenen Jahren so kurz gehalten, das auch die Notfallversorgung immer schlechter wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/britisches-gesundheitssystem-101.html?utm_source=pocket-newtab\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich keine &Uuml;berraschung in dem Land, in dem als erstes Land in Europa durch Margaret Thatcher die neoliberale Agenda durchgesetzt und das durch die neoliberale Politik deindustrialisiert wurde, weil man ja woanders immer auch billiger produzieren kann. W&uuml;rde durch die Corona-Pandemie die Ideologie des Neoliberalismus endlich auf dem M&uuml;llhaufen der Geschichte landen w&auml;re dies wenigstens ein positiver Aspekt des aktuellen Schreckens.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wir erinnern uns. Die St&auml;rkung des nationalen Gesundheitssystems NHS war stets das gro&szlig;e Wahlkampfthema von Jeremy Corbyn. Die Briten w&auml;hlten jedoch Cameron, May und Johnson. Man sollte hier auch nicht vergessen, dass diese Premiers sich gegen Corbyn nur durch die massiven Mehrheiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57149\">bei den alten W&auml;hlern<\/a> durchsetzen konnte. Die sind es jetzt, die als Risikopersonen um ihr Leben f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Hoffen wir, dass dies einen Lerneffekt hat. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreich &ndash; Maskenstreit<\/strong><br>\nSie sch&uuml;tzen nicht alle gleich gut, manche werden schon zu Hause zusammengen&auml;ht, doch in ihrer Profi-Variante namens FFP2 oder FFP3 sind sie f&uuml;r das Gesundheitspersonal unverzichtbar: Atemschutzmasken geh&ouml;ren in Corona-Zeiten zur Grundausstattung der Krisenbek&auml;mpfung &ndash; aber &uuml;berall in Europa sind sie Mangelware. Das liegt daran, dass China als der mit Abstand weltgr&ouml;&szlig;te Hersteller sein l&auml;nger geltendes Exportverbot erst k&uuml;rzlich wieder aufgehoben hat.<br>\nIn den beiden gr&ouml;&szlig;ten L&auml;ndern Europas, Deutschland und Frankreich, werden die Folgen jetzt sichtbar. Die Bundesregierung hat eine Genehmigungspflicht f&uuml;r Exporte in Drittstaaten vorgeschrieben und beschlagnahmt teilweise die begehrte Ware &ndash; in dieser Woche etwa in M&ouml;nchengladbach, wo die Zollbeh&ouml;rde ein Vertriebszentrum des amerikanischen Herstellers 3M besuchte und Atemschutzmasken sowie Schutzbekleidung f&uuml;r Fachpersonal sicherstellte, wie die &bdquo;Rheinische Post&ldquo; berichtete. Aus Bayern meldete die Uniklinik Augsburg wegen der Knappheit extreme Preisanstiege f&uuml;r Atemschutzmasken.<br>\nIn Frankreich ist besonders das Gesundheitspersonal erz&uuml;rnt &uuml;ber die Mangelwirtschaft. Denn die Regierung verf&uuml;gte bis 2010 noch &uuml;ber einen Lagerbestand von 1 Milliarde chirurgischer Masken und 600 Millionen Masken des Profistandards FFP2. &bdquo;Doch nach der H1N1-Grippewelle von 2011 wurde entschieden, dass man diese Lager nicht mehr brauche und die weltweite Produktion ausreiche&ldquo;, berichtete der Gesundheitsminister Olivier V&eacute;ran. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/corona-in-europa-nachschub-an-atemschutzmasken-reicht-nicht-aus-16688856.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Blamage f&uuml;r Bundesregierung: Heinsberger CDU-Landrat bittet verzweifelt China um Hilfe gegen Corona<\/strong><br>\nDer Landrat von Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), hat einen offenen Brief an den Pr&auml;sidenten der Volksrepublik China, Xi Jinping, verfasst, wie die Deutsche Presse-Agentur vermeldete. Heinsberg gilt als sogenannter Corona-Hotspot. In dieser Region wurden besonders viele Corona-F&auml;lle registriert. In seinem Brief, den er an die Botschaft der Volksrepublik in Berlin adressierte, appelliert der konservative Kommunalpolitiker an den ostasiatischen Staat, Heinsberg mit dringend ben&ouml;tigten medizinischen G&uuml;tern zu beliefern. Der Bestand an Masken und Schutzkitteln im Kreis drohe innerhalb weniger Tage aufgebraucht zu sein, so Pusch.<br>\nChina hatte erst vor Kurzem der Bundesregierung angeboten, Unterst&uuml;tzung zu leisten, sollte diese ben&ouml;tigt werden. Doch bisher ist Berlin auf dieses Angebot nicht eingegangen &ndash; im Gegensatz zu zahlreichen anderen europ&auml;ischen Staaten.<br>\nDie chinesischen Gesundheitsverantwortlichen h&auml;tten, so Pusch, offensichtlich die meiste Erfahrung im Kampf gegen das Corona-Virus. Seine Kreisverwaltung habe daher auch ein Interesse an einem fachlichen Austausch mit den chinesischen Stellen. Zudem k&ouml;nne der Landrat sich eine Partnerschaft mit dem Epizentrum der Corona-Pandemie in China, der Provinz Wuhan, gut vorstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/99749-berlin-blamiert-heinsberger-landrat-appelliert\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zumindest muss man Herrn Pusch eine gewisse Lernkurve zugestehen. Vor zwei Wochen wollte er schlie&szlig;lich noch <a href=\"https:\/\/www.blick.de\/people-lifestyle\/auftritt-im-coronavirus-krisengebiet-landrat-laedt-udo-lindenberg-nach-heinsberg-ein-artikel10745738\">Udo Lindenberg nach Heinsberg einladen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Coronakrise ist die Stunde der Regierung. Und was macht die Opposition?<\/strong><br>\nGanz anders k&ouml;nnte das bei der Linken sein. Ihre Themen haben schlie&szlig;lich in der Krise Konjunktur: Die Regierenden mahnen zur Solidarit&auml;t, Solo-Selbstst&auml;ndige haben Angst um ihre Existenz, Angestellte rutschen in die Kurzarbeit, Menschen, die nicht viel Geld verdienen, wie Krankenpfleger oder Kassierer an der Supermarktkasse stehen im Fokus der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDoch auch die Linke dringt nicht durch. Parteichefin Katja Kipping fordert zwar umfassende Ma&szlig;nahmen, etwa ein &Uuml;berbr&uuml;ckungsgeld, das unter anderem Kleinstunternehmen ausgezahlt werden soll oder auch ein vor&uuml;bergehendes Grundeinkommen. Doch die Genossen werden nicht geh&ouml;rt. &hellip;<br>\nF&uuml;r die AfD ist die Krise schlecht: Eine Regierung, die handelt und zum Teil drastische Ma&szlig;nahmen durchsetzt, ist das Gegenteil des vielbeschworenen angeblichen &ldquo;Staatsversagens&rdquo;, das die AfD der Kanzlerin so gern vorwirft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-krise-was-macht-die-opposition-a-5b4c15e9-7a43-439b-b367-940c9e008317\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ist das die ber&uuml;chtigte Hybris der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo;? Die Frage nach der Opposition ist zynisch, kommt diese in der aktuellen Berichterstattung der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;, die im Grunde nur noch Hofberichterstattung aus dem Berliner Kanzleramt ist, gar nicht mehr vor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>The Bio-Economic Pandemic and the Western Working Classes<\/strong><br>\nThe Covid-19 Shock Meets an Impending Economic Recession<br>\nAs of March 2020, the world is back to the future. The global financial crisis of 2007-08, which escalated into a global financial meltdown in September 2008, was supposed to be the big bang crisis, a once in a lifetime event. And yet, here we are again.<br>\nThe Russia-Saudi Arabia oil dispute of early March 2020, which has led to a freefall in the price of crude oil and was directed at the US fracking industry, as well as the economic shocks resulting from the globalization of the Coronavirus seem to have caused a new global recession. This has been declared by numerous mainstream economists like Harvard&rsquo;s Kenneth Rogoff and Pankaj Mishra who are convinced that the world has already entered a new global economic crisis. A few days later central bankers like Germany&rsquo;s Bundesbank chairman Jens Weidmann announced his expectation that a recession was &ldquo;probably inevitable by now.&rdquo;<br>\nMost people&rsquo;s thinking is determined by the development of the Covid-19 crisis, the return of &ldquo;the hour of executive power&rdquo; (Gerhard A. Ritter), i.e. state of exception legislation, and the fears which it evokes as well as the economic measures which appear to be in response to the health crisis. By disrupting international supply chains and severely harming a highly vulnerable just-in-time production global economy, Covid-19 clearly accelerated the transition into recession; and yet, this recession was already upon us by the end of last year.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/socialistproject.ca\/2020\/03\/bioeconomic-pandemic-and-western-working-classes\/\">Ingar Solty auf SP<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Niedrigl&ouml;hner trifft es am st&auml;rksten<\/strong><br>\nCoronakrise: Viele Besch&auml;ftigte im Gastst&auml;ttengewerbe sind bereits in Kurzarbeit &ndash; Linke fordert Notfonds. Ein Gespr&auml;ch mit Susanne Ferschl.<br>\nDie Ma&szlig;nahmen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus bedeuten Lohneinbu&szlig;en f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte. Wo sind die Pro&shy;bleme am gr&ouml;&szlig;ten, wie viele Menschen werden betroffen sein?<br>\nIch kann die Zahl der Betroffenen nicht genau beziffern und an dieser Stelle nur die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zitieren, die verlautbarte, dass die Anfragen aktuell &raquo;durch die Decke gehen&laquo;. F&uuml;r mich ist klar, dass es mehrere Millionen sein werden. Die Probleme sind in den Bereichen der prek&auml;r Besch&auml;ftigten am gr&ouml;&szlig;ten: Niedrigl&ouml;hner, Teilzeitbesch&auml;ftigte, Minijobber et cetera &ndash; sie trifft es am st&auml;rksten.<br>\nDie Gewerkschaften haben nach einem Treffen der Sozialpartner mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD, erkl&auml;rt, dass das Kurzarbeitergeld in der Regel 60 bis 67 Prozent des Lohns umfasst und nicht zum Leben reiche. Sehen Sie das auch so?<br>\nJa, nat&uuml;rlich, das ist wirklich viel zu wenig. Wenn wir uns das Gastst&auml;ttengewerbe anschauen, ist das zum Beispiel eine Branche, in der sehr niedrige L&ouml;hne bezahlt werden. Wenn die Besch&auml;ftigten jetzt nochmal bis zu 40 Prozent Lohneinbu&szlig;en hinnehmen sollen, ist das existenzbedrohend. Mieten und laufende Kosten m&uuml;ssen bezahlt werden, das ist f&uuml;r viele mit diesen Lohneinbu&szlig;en nicht m&ouml;glich.<br>\nWie hoch muss das Kurzarbeitergeld angesetzt werden, um existenzsichernd zu sein?<br>\nDie verabschiedete Regelung zum Kurzarbeitergeld sieht vor, dass Unternehmen ihre Besch&auml;ftigten trotz &Uuml;berstunden in Kurzarbeit schicken k&ouml;nnen und selbst f&uuml;r die ausgefallenen Arbeitsstunden die gezahlten Sozialversicherungsbeitr&auml;ge zur&uuml;ckerstattet bekommen. Ich finde, dass die R&uuml;ckerstattung daran gekoppelt werden muss, dass Unternehmer ihren Besch&auml;ftigten das Kurzarbeitergeld auf mindestens 90 Prozent aufstocken und f&uuml;r einen gewissen Zeitraum betriebsbedingte K&uuml;ndigungen im Anschluss an die Kurzarbeit ausschlie&szlig;en. Diese Regelung, die in einigen Unternehmen bereits tarifvertraglich gilt, muss allgemeinverbindlich werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/374975.prek%C3%A4re-besch%C3%A4ftigung-in-der-brd-niedrigl%C3%B6hner-trifft-es-am-st%C3%A4rksten.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hierarchie der Not<\/strong><br>\nDer Ausnahmezustand legt soziale Ungleichheiten gnadenlos offen und versch&auml;rft sie. Er ist Kontrastmittel und Gift zugleich. Die Schw&auml;cheren tragen die gr&ouml;&szlig;ere Last und das gr&ouml;&szlig;ere Risiko.<br>\nDas gilt f&uuml;r beide Bev&ouml;lkerungsteile: f&uuml;r jene, die nicht mehr normal arbeiten k&ouml;nnen, und f&uuml;r jene, die jetzt erst recht arbeiten m&uuml;ssen. Je weniger die ungleiche Verteilung des Leids abgefedert wird durch Politik und private Solidarit&auml;t und je l&auml;nger der Ausnahmezustand dauert desto eher kann daraus gesellschaftlicher Sprengstoff werden.<br>\nDer Sozialwissenschaftler Stefan Sell spricht von einer &ldquo;Hierarchie der Not&rdquo;. Bei den nicht &ldquo;Systemrelevanten&rdquo; sieht diese Hierarchie so aus: Am oberen Ende richten sich die Denkarbeiter im Homeoffice ein und hadern mit der Qualit&auml;t der Videokonferenzen. Und am unteren Ende wissen viele nicht, wie sie ihre Miete bezahlen sollen.<br>\nSelbst bei den Kurzarbeitern gibt es Unterschiede: Wer bei VW oder BMW besch&auml;ftigt ist, wo man eh schon besser verdient, bekommt bis zu 90 Prozent des Lohns, weil die IG Metall aufstockt. Andere in Unternehmen ohne Tarifbindung bekommen nur 60 bis 67 Prozent. &ldquo;Wir haben allein 3,7 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte, die weniger als 2.000 Euro Brutto verdienen&rdquo;, sagt Sell. &ldquo;F&uuml;r die ist Kurzarbeit eine Bedrohung.&rdquo; Noch darunter kommen die Soloselbstst&auml;ndigen, die von einem Tag auf den anderen kein Einkommen mehr haben. K&uuml;nstler, Friseure, aber auch Messebauer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-03\/soziale-ungleichheit-coronavirus-pandemie-versorgung-covid-19\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD-Innenminister Pistorius fordert Strafen gegen Fake News<\/strong><br>\nFalschnachrichten und Ger&uuml;chte verunsichern in der Coronakrise die Bev&ouml;lkerung. Niedersachsens SPD-Innenminister Pistorius ruft die Bundesregierung nun zum Einschreiten auf.<br>\n[&hellip;] Pistorius rief die Bundesregierung zum Handeln auf. &ldquo;Ich bitte daher den Bund, koordinierend t&auml;tig zu werden, und entweder M&ouml;glichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstm&ouml;glich das Gesetz &uuml;ber Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise das Strafgesetzbuch anzupassen&rdquo;, sagte der SPD-Politiker: &ldquo;Es muss verboten werden, &ouml;ffentlich unwahre Behauptungen die Versorgungslage der Bev&ouml;lkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie von Covid-19 zu verbreiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/coronavirus-boris-pistorius-fordert-strafen-gegen-fake-news-a-ed5050b5-c194-4890-a4c3-c713290134f3\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Versorgungslage ist das eine &ndash; hier k&ouml;nnen auch auf Grundlage der bestehenden Rechtslage Falschmeldungen offensichtlich schnell ermittelt werden. Aber wie sieht das bei medizinischen Fragen aus? &Uuml;ber &ldquo;Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie von Covid-19&rdquo; k&ouml;nnte es auch innerhalb der Medizin strittige Positionen geben. Sind von der Mehrheit abweichende Meinungen &ldquo;Fake News&rdquo; und sollten strafrechtlich belangt werden? Und wer genau soll dar&uuml;ber entscheiden, was &ldquo;Fake News&rdquo; sind &ndash; Juristen oder Mediziner? Und auf welcher Grundlage &ndash; etwa einem versch&auml;rften Strafgesetzbuch?<\/em><\/p>\n<p><em>Es k&ouml;nnte auch der Eindruck entstehen, dass der gelernte Jurist und Niedersachsens Innenminister, Herr Pistorius (<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/schilys-katalog-handys-internet-und-telebanking-im-visier-a-163333.html\">wie seinerzeit Herr Schily als Bundesinnenminister<\/a>) sich als &ldquo;Hardliner&rdquo; pr&auml;sentieren m&ouml;chte &ndash; und in der Corona-Krise eine willkommene Gelegenheit dazu sieht. Der Ruf nach Gesetzesversch&auml;rfungen w&auml;hrend einer Ausnahmesituation ist sehr riskant, denn die neuen Regelungen w&uuml;rden dann nicht lediglich f&uuml;r den aktuellen Istzustand gelten, sondern &uuml;ber den besonderen Zustand hinaus. Ist das ernsthaft gewollt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier sollten langsam die Alarmglocken schrillen. Die Begehrlichkeiten verbriefte Grundrechte vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie au&szlig;er Kraft zusetzen nehmen zu. Es ist durchaus fragw&uuml;rdig, dass durch das Infektionsschutzgesetz offenbar recht einfach die Versammlungs- und Meinungsfreiheit ausgehebelt werden kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Corona-Krise ist kein Freibrief f&uuml;r gewagte politische Entscheidungen<\/strong><br>\nIn der Corona-Krise werden b&uuml;rgerliche Rechte und Selbstverst&auml;ndlichkeiten in erheblichem Ma&szlig;e eingeschr&auml;nkt. Wenn der Eindruck nicht t&auml;uscht, geschieht das gerade in einem unausgesprochenen gesellschaftlichen Konsens. Das ist kein Freibrief f&uuml;r gewagte politische Entscheidungen, sondern vielmehr eine Art Vertrauensvorschuss, der in Form sozialer Ausgewogenheit zur&uuml;ckgezahlt werden muss.<br>\nBekannte gesellschaftliche Konflikte werden in versch&auml;rfter Form fortbestehen. Wie es aussieht, ist der Versandhandel derzeit Profiteur einer weitgehenden Aussetzung des Einzelhandels. Angesichts dieser Situation ist es ein anhaltender wirtschaftspolitischer Skandal, dass global agierende Handelsriesen wie Amazon hierzulande kaum Steuern zahlen und an dieser spitzfindigen Vermeidungsstrategie auch festzuhalten gedenken. &Ouml;konomische und soziale Fehlentwicklungen gehen aber keineswegs nur auf das Konto transnational agierender Konzerne. Die vielen sogenannten Soloselbstst&auml;ndigen, die nun ums wirtschaftliche &Uuml;berleben k&auml;mpfen, sind eine Folge einer Praxis des Outsourcings, an der sich auch viele staatliche Einrichtungen beteiligt haben. Eine Post-Corona-Politik wird hier ganz unmittelbar ansetzen m&uuml;ssen. Die Deregulierung der letzten Jahrzehnte, das tritt jetzt deutlicher zutage als je zuvor, war auch eine lange Phase der gesellschaftlichen Entsolidarisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/kampf-ums-ueberleben-li.79269\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Kommentar greift am Ende einige kritische Aspekte auf, kommt aber ansonst &uuml;ber die &uuml;bliche Merkel-Beweihr&auml;ucherung der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; nicht hinaus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Justizministerium will im Notstand Menschen unbegrenzt ohne Prozess inhaftieren k&ouml;nnen<\/strong><br>\nIn Deutschland nutzt man den Notstand, um vor&uuml;bergehend Ausgangsbeschr&auml;nkungen, Schlie&szlig;ungen von Betrieben, Kontaktverbote f&uuml;r Gruppen mit mehr als zwei Personen und Abstandsgeboten zu verh&auml;ngen. In Berlin und M&uuml;nchen vorbereitete Infektionsschutzgesetze sollen es erm&ouml;glichen, Material zu beschlagnahmen und Menschen zu Leistungen zu verpflichten (Gesundheitsnotstand: &ldquo;Jede geeignete Person&rdquo; soll zur &ldquo;Erbringung von Leistungen&rdquo; herangezogen werden k&ouml;nnen). Angedacht war von der Bundesregierung auch, Telekom-Provider zu verpflichten, Lokalisierungsdaten der Nutzer von Smartphones an das RKI zu geben, um festzustellen, wer Kontakt zu Infizierten hatte. &hellip;<br>\nDie US-Regierung sucht nach Informationen von Politico [2], den Corona-Notstand auszubeuten, um noch sehr viel st&auml;rker in die Freiheitsrechte einzugreifen. Das Justizministerium will im Kongress durchsetzen, dass es w&auml;hrend Notf&auml;llen Richter anweisen kann, Menschen unbegrenzt ohne Prozess zu inhaftieren. Man will also das Vorgehen nach 9\/11 gegen so genannte &ldquo;feindliche K&auml;mpfer&rdquo;, die nach Guantanamo verschleppt und inhaftiert wurden, auch auf US-B&uuml;rger anwenden. Das sei, so Politico, das Einsicht in die Dokumente gehabt haben will, nur eines der Themen, die die Regierung durchsetzen will, darunter auch zum Asylrecht, zur Prozessf&uuml;hrung oder zur Verl&auml;ngerung der Strafverfolgung.<br>\nSo soll der Generalstaatsanwalt die M&ouml;glichkeit erhalten, einen Richter eines Bezirksgerichts aufzufordern, einen Prozess bei einer Naturkatastrophe, zivilem Ungehorsam oder einem anderen Notstand ganz oder teilweise zu unterbrechen &ndash; bis zu einem Jahr nach Beendigung des Notstands. Das w&uuml;rde alle Phasen vor und nach Inhaftierung, vor, w&auml;hrend und nach dem Prozess f&uuml;r alle Gerichtsverfahren betreffen. Das k&ouml;nnen zwar Richter schon jetzt, aber damit soll daf&uuml;r gesorgt werden, dass alle Richter in einem Bezirk &ldquo;konsistent&rdquo; entscheiden, also die Regierung &uuml;ber die Staatsanwaltschaft durchgreifen kann. Ausgehebelt w&uuml;rde damit eines der fundamentalsten Rechte.<br>\nNach dem habeas corpus hat ein Festgenommener das von der Verfassung garantierte Recht, vor einem Richter gebracht zu werden, um die Haft zu &uuml;berpr&uuml;fen. Das Justizminister will hingegen die Autorit&auml;t vom Kongress zugestanden erhalten, jemanden unbegrenzt festhalten zu k&ouml;nnen, so lange ein Notstand oder ziviler Ungehorsam besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Justizministerium-will-im-Notstand-Menschen-unbegrenzt-ohne-Prozess-inhaftieren-koennen-4687758.html?view=print\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie S&uuml;dkorea das Coronavirus ohne Ausgangssperre eind&auml;mmt<\/strong><br>\nGanz Europa r&auml;t den Menschen dazu, die eigenen vier W&auml;nde m&ouml;glichst nicht mehr zu verlassen als Ma&szlig;nahme im Kampf gegen die Epidemie. Dass es auch anders geht, zeigt S&uuml;dkorea.<br>\nUm die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, setzt ganz Europa auf Kontaktverbote oder drastische Ausgangssperren. So soll die Kurve neuer Infektionen m&ouml;glichst flach gehalten. Wo man hinsieht, scheint die konsequente Einschr&auml;nkung sozialer Kontakte die einzig wirksame Ma&szlig;nahme im Kampf gegen das Virus zu sein. Als Vorbild gilt China. Das Land hat das neuartige Virus durch massive Lockdown-Ma&szlig;nahmen mittlerweile nach eigenen Angaben einigerma&szlig;en unter Kontrolle.<br>\nDoch es gibt auch ein Beispiel daf&uuml;r, wie es anders ginge. S&uuml;dkorea  lag noch vor wenigen Wochen auf Platz 2 der am st&auml;rksten vom Coronavirus betroffenen L&auml;nder, direkt nach China. Rund 8.000 Menschen haben sich dort infiziert. Noch am 29. Februar wurden mehr als 900 Neuinfektionen gemeldet &ndash; innerhalb von drei Woche sank die Zahl vergangene Woche auf etwas &uuml;ber 70.<br>\nMittlerweile schwanken die Neuinfektionen, an einigen Tagen werden es mehr, an anderen weniger, man k&ouml;nnte sagen, die Kurve in S&uuml;dkorea verl&auml;uft mittlerweile fast waagerecht. Die Sterblichkeitsrate ist mit etwa einem Prozent vergleichsweise gering. Im weltweiten Corona-Vergleich liegt das Land mittlerweile nur noch auf Platz 8.<br>\nUnd das, obwohl es dichter besiedelt ist als Deutschland. Viel wichtiger noch: S&uuml;dkorea ist im Gegensatz zu China wie Deutschland eine Demokratie &ndash; und musste bislang nie eine Ausgangssperre verh&auml;ngen. Im Gegenteil: &ldquo;Wir finden, dass ein Lockdown keine vern&uuml;nftige L&ouml;sung ist&rdquo;, sagte Kim Woo-Joo, ein Virologe der Korea University, dem Wissenschaftsmagazin &ldquo;Science&rdquo;. S&uuml;dkorea verzichtet weitgehend auf Freiheitsentzug der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Zwar sind Schulen geschlossen, Restaurants, Gesch&auml;fte und Shopping Malls aber blieben weiter ge&ouml;ffnet, ein Ausgangsverbot f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung gibt es bislang nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/wie-suedkorea-das-coronavirus-ohne-ausgangssperre-eindaemmt-li.79353\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polen und Tschechien beschlagnahmen chinesische Hilfe f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nW&auml;hrend Staaten wie Russland, Kuba und China den von der Corona-Epidemie befallenen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu Hilfe eilen, scheinen sich diese selbst gegenseitig zu behindern. So sollen etwa Polen und Tschechien f&uuml;r Italien bestimmte Hilfslieferungen beschlagnahmt haben.<br>\nZwei Hilfslieferungen mit medizinischen G&uuml;tern aus China, die eigentlich f&uuml;r Italien bestimmt waren, sind von Polen und Tschechien beschlagnahmt worden. Das berichtete die italienische Tageszeitung La Repubblica. Bei der Hilfslieferung, die von tschechischen Beh&ouml;rden einkassiert wurde, handele es sich um fast 700.000 Atemschutzmasken sowie einige Tausend Beatmungsger&auml;te, die in Italien, wo t&auml;glich Hunderte Patienten an einer Corona-Infektion sterben, dringend ben&ouml;tigt werden. Dabei sollen die Lieferungen explizit als humanit&auml;re Hilfe gekennzeichnet gewesen sein.<br>\nUrspr&uuml;nglich hatten tschechische Beh&ouml;rden behauptet, sie h&auml;tten die Hilfslieferungen w&auml;hrend einer Razzia gegen Preiswucherer beschlagnahmt. La Repubblica hatte aber berichtetet, dass das Hilfsmaterial bereits an tschechische Krankenh&auml;user verteilt worden sei. Nachdem der Vorfall bekannt wurde, schwieg Prag einige Tage, bevor es sich dann entschloss, Masken und Beatmungsger&auml;te an Italien zu schicken.<br>\nIn Polen soll ebenfalls eine Lieferung aus China f&uuml;r Italien beschlagnahmt worden sein. Dieser Transport habe 23.000 Masken enthalten. Polnische Beh&ouml;rden dementierten den Vorfall jedoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/99729-eu-solidaritat-polen-und-tschechien\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soviel zu einem &bdquo;gemeinsamen Europa&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wer braucht schon Autos<\/strong><br>\nDie Welt befindet sich in einer beispiellosen Lage, sagte UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres Mitte M&auml;rz. Da stand die Pandemie in Deutschland noch ganz am Anfang. Die &uuml;blichen Regeln, so Guterres, h&auml;tten keine G&uuml;ltigkeit mehr: &bdquo;Covid-19 t&ouml;tet Menschen und greift das Herz unserer Realwirtschaft an &ndash; Handel, Lieferketten, Unternehmen, Arbeitspl&auml;tze.&ldquo; Die &bdquo;&uuml;blichen Regeln&ldquo;, die angesichts der Corona-Krise au&szlig;er Kraft gesetzt werden, sind jene des Marktes. Eine der Regeln ist, dass private Unternehmen nur das herstellen, was sich &ndash; voraussichtlich &ndash; mit Gewinn verkaufen l&auml;sst. &hellip;<br>\nDer Staat macht angesichts der Krise eine Kehrtwende um 180 Grad. Haushaltsdefizit, Staatsverschuldung? Dar&uuml;ber reden wir sp&auml;ter, so die Kanzlerin. Eines d&uuml;rfte sicher sein: Aufgeb&uuml;rdet werden die Folgen der staatlichen Ma&szlig;nahmen zur Rettung der Wirtschaft am Ende wieder jenen, die am mittleren und vor allem untersten Ende der Nahrungskette stehen. Ziemlich sicher werden die dazu geh&ouml;ren, die jetzt zu den sogenannten systemrelevanten Gruppen gez&auml;hlt werden, die daf&uuml;r sorgen, dass die Grundversorgung, auch die medizinische, aufrechterhalten bleibt. Es sind oft jene, die nicht im Homeoffice sitzen k&ouml;nnen, die mit den niedrigeren Einkommen. Es sind auch jene, die derzeit viele warme Worte aus der Politik zu h&ouml;ren bekommen, Worte, an die sich sp&auml;ter niemand mehr erinnern wird. Der Appell an die Solidarit&auml;t preist das ein. &hellip;<br>\nDie staatlichen und wirtschaftlichen Notfallma&szlig;nahmen in der Corona-Krise tragen den Charakter einer am Bed&uuml;rfnis orientierten Regulierung von Produktion und Konsumtion, zuvorderst im nationalen Rahmen. Diese Ma&szlig;nahmen werden sich m&ouml;glicherweise tief in die kollektive Erinnerung einschreiben, als ein gro&szlig;er Aha-Effekt: Was alles geht, wenn&rsquo;s drauf ankommt! Genau deshalb darf man sich auf einen erbitterten Deutungskampf einstellen. Wird all das sp&auml;ter als krisenbedingte, historische Ausnahme verworfen oder kann die Erinnerung an das, &bdquo;was geht&ldquo;, genutzt werden f&uuml;r die &bdquo;Ausweitung der Kampfzone&ldquo; und vor allem f&uuml;r eines: F&uuml;r eine l&auml;ngst f&auml;llige gesellschaftliche Debatte dar&uuml;ber, wie und zu welchem Zweck wir eigentlich k&uuml;nftig miteinander produzieren wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wer-braucht-schon-autos\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neoliberale Viruserkrankungen<\/strong><br>\nWenn es gut l&auml;uft, k&ouml;nnte uns jetzt ein Virus von einer rigorosen Belagerung zwar nicht von Au&szlig;erirdischen, aber von einer Ideologie befreien, indem es uns aufs deutlichste vor Augen f&uuml;hrt, wie begrenzt und wenig hilfreich deren Instrumentarium und deren Implikationen sind, wenn es um tats&auml;chliche Krisenbew&auml;ltigung geht.<br>\nGemeint ist hier das, was gerne unter dem Begriff des Neoliberalismus gefasst wird. Dabei sollte man sich von der Idee verabschieden, beim Neoliberalismus handele es sich um eine &ouml;konomische Schule, die gerade gro&szlig;en Einfluss auf die Politik genie&szlig;t. Neoliberalismus ist als weit umfassender zu begreifen. Richtiger ist daher wohl zu sagen, beim Neoliberalismus handelt sich um ein tief in die Gesellschaft implementiertes Herrschaftsinstrument, dessen gedankliche Grundlagen inzwischen nahezu alle gesellschaftlichen Gruppen infiziert haben. Wir alle sind mittlerweile mehr oder weniger stark infiziert von einer todbringenden Ideologie. &hellip;<br>\nSo haben wir zugelassen, dass weite Teile des Gesundheitssystems privatisiert und die dort Besch&auml;ftigten wie in nahezu allen anderen Berufen auch von Lohnsteigerungen im Rahmen der Produktivit&auml;tsentwicklung abgeschnitten wurden. Der Effekt ist heute ein Mangel an Pflegekr&auml;ften. Denn wer nicht mehr sicher sein kann, nach Jahrzehnten gesellschaftlich relevanter, schwerer Arbeit von der Gesellschaft mit einer armutsfesten Rente abgesichert zu werden und einen ausk&ouml;mmlichen Lebensstil f&uuml;hren zu k&ouml;nnen, sucht sich besser beizeiten einen anderen Job, der dies (hoffentlich) besser garantiert.<br>\nDank der umfassenden Privatisierung ist f&uuml;r die Krankenh&auml;user heute der Gewinn der Gradmesser ihres Erfolgs geworden. Das zieht als betriebswirtschaftliches Ziel eine dauerhafte Auslastung von einhundert Prozent oder m&ouml;glichst noch dar&uuml;ber zwingend nach sich, obendrein bei m&ouml;glichst geringem Personalaufwand, versteht sich.<br>\nDas hei&szlig;t aber auch, dass Deutschland bei allem Selbstlob &uuml;ber das Gesundheitssystem nicht die Kapazit&auml;ten vorhalten und auch nicht in kurzer Zeit zus&auml;tzlich bereitstellen kann, die eine Krise wie die aktuelle auch nur ann&auml;hernd erfordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/99551-corona-krise-offenbart-neues-syndrom\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der geheime Eigent&uuml;mer der Immobiliengruppe Lebensgut<\/strong><br>\nIm Januar 2019 erfuhr Ulrike Danner, dass ihr Haus verkauft werden soll: Im Grundbuch fanden die Mieter eine Vormerkung f&uuml;r eine Gesellschaft: Lebensgut Beta 3 GmbH &amp; Co KG. Danner konnte damit nichts anfangen und kann es bis heute nicht. Aber sie macht sich nichts vor: Sie lebt im Graefekiez und hat in ihrer Nachbarschaft h&auml;ufiger gesehen, was geschieht, wenn renditeorientierte Investoren auftauchen. Meist ist das keine guten Nachricht f&uuml;r die Mieter, jedenfalls nicht f&uuml;r die mit alten Vertr&auml;gen. Die Sache ist ihr unheimlich; deshalb will sie nicht, dass ihr richtiger Name in der Zeitung steht. &bdquo;Wir haben den Namen geh&ouml;rt und dann erfahren: Die sitzen in Zossen, an einer Adresse mit vielen anderen Firmen&ldquo;, sagt sie. &bdquo;Dahinter war ein schwarzes Loch.&ldquo;<br>\nDie Recherche der Berliner Zeitung begann vor einigen Wochen mit einem R&auml;tsel ohne L&ouml;sung: Die Firmengruppe, die unter dem Namen Lebensgut H&auml;user kauft und verkauft, ist selbst f&uuml;r den undurchsichtigen Berliner Immobilienmarkt ein auff&auml;llig intransparentes Konstrukt. &Auml;hnlich wie bei internationalen Unternehmensgeflechten mit Offshore-Struktur bleiben die Eigent&uuml;mer f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit im Dunkeln.<br>\nDie Berliner Zeitung stie&szlig; auf ein breit gef&auml;chertes Netz mit Dutzenden Gesellschaften, das mit weiteren, noch gr&ouml;&szlig;eren Geflechten verkn&uuml;pft ist, und am Ende verlieren sich die Spuren in Anwaltskanzleien. Die entscheidenden Hinweise  letztlich liefert eine Suche in der Vergangenheit: In mehrere Jahre alten Vertr&auml;gen und Berichten nicht mehr existierender Firmen taucht ein Mann auf, der in der Berliner Immobilienszene einen klingenden Namen hat: Nikolaus Ziegert, der Marktf&uuml;hrer der Berliner Wohnungsverk&auml;ufer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/der-geheime-eigentuemer-li.79219\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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