{"id":59579,"date":"2020-03-25T08:26:03","date_gmt":"2020-03-25T07:26:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579"},"modified":"2020-03-25T08:26:03","modified_gmt":"2020-03-25T07:26:03","slug":"hinweise-des-tages-3579","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h01\">Guterres: Aufruf zu einem Globalen Waffenstillstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h02\">Danteske Szenen in Spanien: Alte Menschen zum Sterben zur&uuml;ckgelassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h03\">Masken f&uuml;r die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h04\">EU fires warning shot at China in coronavirus battle of the narratives<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h05\">In der Krise ist die EU nicht sichtbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h06\">Corona-Vorsorge in Pariser Vororten: Was, wenn sie in den Vorst&auml;dten die Nerven verlieren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h07\">Anti-russische Meinungsmache der Europ&auml;ischen Union in Zeiten der Corona-Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h08\">Hau endlich ab, Felipe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h09\">Banken lassen die kleinen Unternehmer im Stich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h10\">&bdquo;Polarisierungen werden zunehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h11\">Aktien als Heilmittel gegen Altersarmut und gegen das sinkende Rentenniveau?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h12\">Tarifabschluss IG Metall NRW: Weniger als ein Linsengericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h13\">Klimaschutz &ldquo;trotz der Bundesregierung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h14\">Dieses Virus ist auch der Preis unserer Ausbeutung der Natur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h15\">Das kommt nicht von au&szlig;en<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h16\">&raquo;M&uuml;ssen zivile Organisationen deutlich st&auml;rken&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h17\">Protest gegen D&uuml;ngemittelverordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h18\">Zensur und Accountsperrungen in Chile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h19\">Iran &ndash; Die &ouml;konomische Misere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59579#h20\">Die Gesundheitsdiktatur<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Guterres: Aufruf zu einem Globalen Waffenstillstand<\/strong><br>\nUnsere Welt steht vor einem gemeinsamen Feind: COVID-19.<br>\nDas Virus macht keinen Unterschied zwischen Nationalit&auml;t oder ethnischer Zugeh&ouml;rigkeit, Gruppierung oder Glauben. Es greift alle an, unerbittlich.<br>\nW&auml;hrenddessen w&uuml;ten bewaffnete Konflikte auf der ganzen Welt.<br>\nDie Schw&auml;chsten &ndash; Frauen und Kinder, Menschen mit Behinderungen, Marginalisierte und Vertriebene &ndash; zahlen den h&ouml;chsten Preis.<br>\nSie sind auch am st&auml;rksten gef&auml;hrdet, verheerende Verluste durch COVID-19 zu erleiden.<br>\nWir d&uuml;rfen nicht vergessen, dass in den vom Krieg verw&uuml;steten L&auml;ndern die Gesundheitssysteme zusammengebrochen sind.<br>\nDie ohnehin schon wenigen Gesundheitsfachkr&auml;fte sind h&auml;ufig betroffen.<br>\nFl&uuml;chtlinge und andere durch gewaltsame Konflikte vertriebene Personen sind doppelt gef&auml;hrdet.<br>\nDie Wut des Virus veranschaulicht den Irrsinn des Krieges.<br>\nDeshalb rufe ich heute zu einem sofortigen globalen Waffenstillstand in allen Teilen der Welt auf.<br>\nEs ist an der Zeit, bewaffnete Konflikte zu beenden und sich gemeinsam auf den wahren Kampf unseres Lebens zu konzentrieren.<br>\nDen Kriegsparteien sage ich:<br>\nZiehen Sie sich aus den Feindseligkeiten zur&uuml;ck.<br>\nLegen Sie Misstrauen und Feindseligkeit beiseite.<br>\nBringen Sie die Gesch&uuml;tze zum Schweigen; stoppen Sie die Artillerie; beenden Sie die Luftangriffe.<br>\nDas ist entscheidend:<br>\nHilfe bei der Schaffung von Korridoren f&uuml;r lebensrettende Hilfe.<br>\nUm wertvolle Fenster f&uuml;r die Diplomatie zu &ouml;ffnen.<br>\nHoffnung an Orte zu bringen, die zu den am st&auml;rksten von COVID-19 bedrohten geh&ouml;ren.<br>\nLassen wir uns von Koalitionen und Dialogen inspirieren, die sich langsam zwischen rivalisierenden Parteien bilden, um gemeinsame Ans&auml;tze gegen COVID-19 zu erm&ouml;glichen. Aber wir brauchen noch viel mehr.<br>\nWir m&uuml;ssen die Krankheit des Krieges beenden und die Krankheit bek&auml;mpfen, die unsere Welt verw&uuml;stet.<br>\nEs beginnt damit, dass wir die K&auml;mpfe &uuml;berall stoppen. Und zwar sofort.<br>\nDas ist es, was unsere Menschheitsfamilie braucht, jetzt mehr denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/guterres-aufruf-zu-einem-globalen-waffenstillstand\/\">Vereinte Nationen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Danteske Szenen in Spanien: Alte Menschen zum Sterben zur&uuml;ckgelassen<\/strong><br>\nZahl der Coronavirus-Toten in Spanien und Italien: Vor dem Kollaps des Gesundheitssystems<br>\nDie Lage in Spanien, vor allem im gro&szlig;en Coronavirus-Ansteckungsherd Madrid, wird immer abstruser und dantesker. Schon vergangene Woche war gemeldet worden, dass 19 alte Menschen in einem Altenheim in Madrid, wo weitere 70 alte Menschen infiziert waren, einfach zum Sterben zur&uuml;ckgelassen worden waren. Dass das kein Einzelfall war, hat sich am Montag auf schreckliche Weise gezeigt. Die Radiokette &ldquo;Ser&rdquo; berichtet, dass bei der Desinfektion in verschiedenen Altersheimen Tote gefunden wurden, die im Zimmer mit Lebenden lagen.<br>\n&ldquo;Das Milit&auml;r hat v&ouml;llig verlassene alte Menschen, darunter bereits verstorbene, in Betten vorgefunden&rdquo;, best&auml;tigte Verteidigungsministerin Margarita Robles entsprechende Berichte. Sie seien vom Pflegepersonal verlassen worden und h&auml;tten unter &ldquo;extremen Bedingungen und schlechten gesundheitlichen Bedingungen mit Toten&rdquo; im Zimmer &uuml;berleben m&uuml;ssen. Die Namen der Institutionen nannte die Ministerin nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Danteske-Szenen-in-Spanien-Alte-Menschen-zum-Sterben-zurueckgelassen-4689706.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Masken f&uuml;r die Welt<\/strong><br>\nSo wie Jack Ma spenden derzeit weltweit chinesische Milliard&auml;re und Konzernchefs medizinische Ausr&uuml;stung gegen die Verbreitung des Coronavirus. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Eine Welt, ein Kampf! Wir spenden Nothilfeausr&uuml;stung &ndash; 2 Millionen Masken, 400.000 Testsets, 104 Ventilatoren an 24 lateinamerikanische L&auml;nder. Wir verschiffen um die Welt und wir beeilen uns. WIR GEH&Ouml;REN ZUSAMMEN!&ldquo; In diesem Wortlaut k&uuml;ndete die Stiftung von Jack Ma, Chinas reichstem Mann und Gr&uuml;nder des Alibaba-Konzerns, am Sonntag die medizinische Hilfeleistung auf ihrer Webseite an. Am gleichen Tag traf in der &auml;thiopischen Hauptstadt Addis Abeba eine Hilfslieferung der Stiftung ein &ndash; darin 6 Millionen medizinische Produkte zur Weiterverteilung in Afrika.<br>\nBereits geliefert oder zugesagt hat die Stiftung des gr&ouml;&szlig;ten chinesischen Onlineh&auml;ndlers 1,3 Millionen Masken an Japan, 1 Million je an S&uuml;dkorea und Iran, 2 Millionen an Malaysia, 3,5 Millionen an Europa, (unter anderem Italien, Spanien, Belgien, Frankreich), 1 Million Masken und Testsets an die USA und 6 Millionen Masken an 54 afrikanische L&auml;nder, meist zusammen mit Testsets, Ventilatoren und Schutzkleidung [&hellip;]<br>\nDie in Hongkong erscheinenden South China Morning Post, die zum Alibaba-Konzern des Milliard&auml;rs Jack Ma geh&ouml;rt, zitiert Zahlen der Nationalen Reform- und Entwicklungskommission. Demnach produziert China inzwischen 110 Millionen Masken am Tag, Anfang Februar waren es erst 20 Millionen gewesen. 3.000 Fabriken seien jetzt damit besch&auml;ftigt, darunter Konzerne wie BYD (Marktf&uuml;hrer bei Elektroautos) und Foxconn (Produzent unter anderem f&uuml;r Apple). Die Zeitung geht davon aus, dass sich Chinas Maskenproduktion dieses Jahr gegen&uuml;ber 2019 verzehnfacht.<br>\nNur deshalb kann die Volksrepublik &uuml;berhaupt im gro&szlig;en Stil helfen. Und zum Gl&uuml;ck &ndash; etwa f&uuml;r Italiens Gesundheitspersonal und die Patienten &ndash; macht sie genau das.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Chinesische-Hilfslieferungen\/!5670647\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU fires warning shot at China in coronavirus battle of the narratives<\/strong>\n<ul>\n<li>The European Union&rsquo;s foreign policy chief Josep Borrell has called on the bloc to be ready for a &lsquo;struggle for influence&rsquo; with Beijing<\/li>\n<li>Comments reflect growing unease that Chinese aid is aimed at undermining European unity [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;There is a global battle of narratives going on in which timing is a crucial factor,&rdquo; he said, noting that the focus had shifted from Europe helping China to the other way round. &ldquo;China is aggressively pushing the message that, unlike the US, it is a responsible and reliable partner.<br>\n&ldquo;In the battle of narratives we have also seen attempts to discredit the EU as such and some instances where Europeans have been stigmatised as if all were carriers of the virus.<br>\n&ldquo;The point for Europe is this: we can be sure that perceptions will change again as the outbreak and our response to it evolves. But we must be aware there is a geopolitical component including a struggle for influence through spinning and the &lsquo;politics of generosity&rsquo;,&rdquo; Borrell said.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.scmp.com\/news\/china\/diplomacy\/article\/3076728\/eu-fires-warning-shot-china-coronavirus-battle-narratives?fbclid=IwAR3k4UELk2XwLyeDjlGQcipex7Eyg4_pOWtFBeTa05cBA9GSP8-f5M2G7sc\">SCMP<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die EU schaltet also lieber auf Propaganda, anstatt ihren besonders betroffenen Mitgliedern unter die Arme zu greifen. Und Deutschland? &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutscher Widerstand gegen Corona-Bonds &ndash; Blo&szlig; kein Geld f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nDagegen wendet sich eine Allianz konservativer deutscher &Ouml;konomen und Wirtschaftsvertreter. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Mit einem Nachgeben bei Eurobonds w&uuml;rde der deutsche Finanzminister seinen Nachfolgern und dem Bundestag die Hoheit &uuml;ber die Haushaltspolitik abnehmen&rdquo;, sagte Verbands-Generalsekret&auml;r Steiger dem SPIEGEL. &ldquo;Sollte ein Euroland in Schwierigkeiten geraten, greift der ESM-Rettungsschirm mit seinen klaren Bedingungen&rdquo;. Diese d&uuml;rften &ldquo;nicht aufgeweicht werden&rdquo;. Zudem besitze niemand die Legitimit&auml;t, &ldquo;Blankovollmachten zu erteilen&rdquo;, sagte Steiger &ndash; &ldquo;auch unter dem Vorwand der schlimmsten Krise der letzten Jahrzehnte nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-bonds-bloss-kein-geld-fuer-italien-a-9f494a2b-064a-43b0-bb4b-1e3a8e27174b\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em>So sieht gelebte Solidarit&auml;t in der EU also aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>In der Krise ist die EU nicht sichtbar<\/strong><br>\n(&hellip;) Nach dem islamistischen Terror und dem Crash des Finanzkapitalismus&lsquo; 2008 ist nun erneut eine dunkle Seite der Globalisierung mit aller Macht &uuml;ber uns hereingebrochen. Die EU, die schon immer zu deren eifrigsten Bef&uuml;rwortern und Betreibern geh&ouml;rte, d&uuml;rfte aber zu den Verlierern der neuen Krise geh&ouml;ren. Einmal mehr zeigt sich, dass ihre Strukturen, ihre Instrumentarien und ihre Entscheidungsprozeduren eine Sch&ouml;nwetterkonstruktion sind, die den gro&szlig;en Herausforderungen unserer Zeit schon lange nicht mehr gewachsen sind &ndash; geschweige denn einer so au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Krise wie dieser Pandemie.<br>\n(&hellip;) Aber man kann es nicht oft genug wiederholen: die EU ist kein Staat, sondern ein Gebilde sui generis, eine einmalige Konstruktion, staatstheoretisch nicht Fisch noch Fleisch, die aus zwei grundlegenden Komponenten besteht: zum einen einer Allianz aus Nationalstaaten &ndash; was nichts Besonderes ist und auch anderswo existiert &ndash; und zum anderen supranationalen Komponenten, wie dem Binnenmarkt oder die sogenannten vergemeinschafteten Politikbereiche, wie Landwirtschaft oder Handel.<br>\nDiese Kombination f&uuml;hrt zu einer komplexen Hybridkonstruktion. Urspr&uuml;nglich sollte das nur eine &Uuml;bergangsphase sein, an deren Ende ein richtiger Territorialstaat steht, die Vereinigten Staaten von Europa. Inzwischen ist klar, dass daraus nichts wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/03\/in-der-krise-ist-die-eu-nicht-sichtbar\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Corona-Vorsorge in Pariser Vororten: Was, wenn sie in den Vorst&auml;dten die Nerven verlieren?<\/strong><br>\nFrankreichs Ausgangssperren treffen die Menschen in den Wohnblocks der Trabantenst&auml;dte besonders hart. Denn um zu Hause zu bleiben, braucht man ein ad&auml;quates Zuhause.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Ausgangssperre ist eine bourgeoise Vorstellung. Sie impliziert eine b&uuml;rgerliche Wohnung, in die man sich zur&uuml;ckziehen kann. Diese Vorstellung ist hier komplett falsch.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Viele seiner Nachbarn verdingen sich als Tagel&ouml;hner auf dem Bau und leben in Unterk&uuml;nften, die ein Zusammenleben unter Ausgangssperre gar nicht zulassen. Oft w&uuml;rden sich mehrere die Betten teilen, erkl&auml;rt Esmili. Die einen w&uuml;rden tags&uuml;ber arbeiten und nachts schlafen, die anderen hielten es andersherum: &ldquo;Da, wo jemand schl&auml;ft, ist nicht unbedingt seine Wohnung.&rdquo; Eine solche h&auml;tten viele Menschen in seinem Viertel n&auml;mlich gar nicht. Wie bitte sch&ouml;n sollen sie dann den Anweisungen der Regierung Folge leisten und zu Hause bleiben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-03\/corona-vorsorge-pariser-vororte-ausgangsbeschraenkungen-regierung\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Um es mit Jens Berger zu sagen: Corona ist auch eine Klassenfrage.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Anti-russische Meinungsmache der Europ&auml;ischen Union in Zeiten der Corona-Pandemie<\/strong><br>\nW&auml;hrend die ganze Welt die Corona-Pandemie bek&auml;mpft, schl&auml;gt die EU Alarm wegen einer allumfassenden &ldquo;russischen Desinformationskampagne&rdquo; &ndash; die aber nur in ihrer Fantasie existiert. Damit s&auml;t die EU Zwietracht zwischen V&ouml;lkern und Nationen, wo doch jetzt Zusammenhalt gefragt ist.<br>\nMeldungen &uuml;ber einen brandneuen EU-Bericht, der noch immer geheim ist, aber l&uuml;ckenlos an Reuters und die Daily Mail durchsickerte, f&uuml;hrten in den letzten Tagen zu &uuml;ber hundert Schlagzeilen in ganz Europa.<br>\nDer Bericht soll vom Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienst (EAD) erstellt worden sein. Und obwohl der EAD &ndash; wahrscheinlich unter Einhaltung von Richtlinien zur sozialen Distanzierung &ndash; keine Lust hatte, RT das Papier bereitzustellen, legen anekdotische Hinweise nahe, dass unser Sender ein wesentlicher Bestandteil des Berichts selbst ist. Zumindest wurde RT in der Berichterstattung zumeist prominent hervorgehobenen:<br>\n(&hellip;) Zusammenfassend l&auml;sst sich sagen, dass die Massenmedien hunderte Artikel &uuml;ber die Bedrohung durch russische Desinformationen ver&ouml;ffentlicht haben, in denen sie RT in den Vordergrund stellten, ohne jedoch ein einziges Beispiel f&uuml;r eine &ldquo;Falschmeldung&rdquo;, einen Fehler, eine Ungenauigkeit oder eine besagte &ldquo;Desinformation&rdquo; zu liefern. Es wurde kein auch noch so winziger Beweis angeboten, um RT in irgendeinem Artikel mit solchen Aktivit&auml;ten in Verbindung zu bringen &ndash; weil es keinen gibt. Jetzt sagen Sie mir, wer hier wirklich Desinformationen verbreitet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/99780-eu-meinungsmache-in-zeiten-corona-virus-pandemie\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hau endlich ab, Felipe<\/strong><br>\nCoronavirus-Ansprache von K&ouml;nig Felipe wird zum Desaster<br>\nUnruhige Zeiten in Spanien: Als K&ouml;nig Felipe in seiner Residenz bei Madrid vor die Kamera tritt, erntet er lautstarken Protest. Dabei wollte das royale Oberhaupt der Bev&ouml;lkerung Mut zusprechen.<br>\nTausende Menschen gingen am sp&auml;ten Mittwochabend im ganzen Land auf Balkone und an die Fenster, um auf T&ouml;pfe und Pfannen zu schlagen und trotz der landesweiten Ausgangssperre gegen das ihrer &Uuml;berzeugung nach korrupte K&ouml;nigshaus zu protestieren. Im Video oben oder hier sehen Sie Ausz&uuml;ge aus der Rede von K&ouml;nig Felipe und die massiven Proteste, die darauf folgten. Das Motto: &ldquo;Corona Ciao&rdquo;, Corona tschau. Nein, nicht das grassierende Virus ist mit &ldquo;Corona&rdquo; gemeint, sondern die Krone.<br>\n(&hellip;) Spanische Monarchie massiv in der Kritik<br>\nDas Image der spanischen Monarchie bekommt seit Jahren immer mehr immer tiefere Kratzer. Da war zum Beispiel jene umstrittene Elefantenjagd von Felipes Vater Juan Carlos in Botsuana. Oder der Korruptions- und Steuerbetrugsskandal um den Mann von Felipes Schwester Cristina, I&ntilde;aki Urdangarin, der zu knapp sechs Jahren Haft verurteilt wurde. An den Unis veranstalten Studenten immer h&auml;ufiger Kundgebungen und Abstimmungen gegen die Royals. In den vergangenen Tagen wurden die Gem&uuml;ter aber von einer neuen Finanzaff&auml;re um Juan Carlos zus&auml;tzlich gewaltig angeheizt. Immer mehr Spanier fordern nun, dass der K&ouml;nigshof die umstrittenen Gelder f&uuml;r den Kampf gegen die Corona-Krise spendet.<br>\nJuan Carlos, der 2014 zugunsten seines Sohnes abgedankt hatte, soll 2008 Schmiergeld in H&ouml;he von 100 Millionen US-Dollar aus Saudi-Arabien kassiert haben. Die Justiz in der Schweiz und auch in Spanien ermittelt deshalb gegen den 82-J&auml;hrigen&hellip;<br>\nAber auch Felipe, der bisher als &ldquo;Saubermann&rdquo; galt, ger&auml;t nun in die Schusslinie. Sein Name war n&auml;mlich &ndash; offenbar ohne sein Wissen &ndash; als Beg&uuml;nstigter einer dubiosen Offshore-Stiftung aufgetaucht. Dass er am Sonntag &ouml;ffentlich mit seinem Vater brach, auf sein Erbe verzichten will und Juan Carlos auch noch das Gehalt von rund 194.000 Euro j&auml;hrlich strich, brachte nicht viel ein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/unterhaltung\/stars\/royals\/id_87551056\/nach-rede-von-koenig-felipe-lautstarke-proteste-gegen-die-spanische-monarchie.html\">ntv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Banken lassen die kleinen Unternehmer im Stich<\/strong><br>\nKredite abgelehnt, &uuml;berh&ouml;hte Zinsen<br>\nViele Betriebe berichten, ihre Banken h&auml;tten ihnen Kredite verweigert oder Wucher-Zinsen verlangt. Die Angst w&auml;chst, dass nur gro&szlig;e Player die Krise &uuml;berleben.<br>\nAirbus hat sich gerade eine Kreditlinie &uuml;ber 15 Milliarden Euro gesichert, um &uuml;ber die kommenden Monate zu kommen. Vielen der insgesamt 3,5 Millionen, in der gro&szlig;en Mehrheit kleineren deutschen Unternehmen gelingt es indes nicht, in der Coronakrise liquide zu bleiben. Einige versuchen mit alternativen Gesch&auml;ftsmodellen, Kurzarbeit oder sogar beliehenen Alterssicherungen notd&uuml;rftig &uuml;ber die Runden zu kommen.<br>\nVon Unternehmensberatern, Nagelstudios und Reiseb&uuml;ros &uuml;ber Caterer, Eventunternehmen und K&uuml;nstler bis zu G&auml;rtnereien, Restaurants, Kinos oder Raumausstattern: Die meisten verzeichnen massive Umsatzeinbr&uuml;che oder haben gar keine Einnahmen mehr, m&uuml;ssen aber Angestellte und Mieten zahlen, Hypotheken tilgen, Kredite bedienen, Versicherungen &uuml;berweisen&hellip;<br>\n(&hellip;) Kredite zu 16 Prozent Zinsen<br>\nAndere Unternehmer berichten von Bankberatern, die aus internen Weisungen zitiert h&auml;tten, wonach aufgrund der Coronakrise grunds&auml;tzlich keine Kredite an Unternehmen auszureichen seien, die von Insolvenz betroffen sein k&ouml;nnten. Sparkassen-Kunden wiederum berichten von Kreditangeboten zu stark erh&ouml;hten Zinsen. Andere erhielten von ihrer Hausbank den Hinweis, sich doch an Finanzvermittler zu wenden. Diese h&auml;tten dann zwar Geld zur Verf&uuml;gung stellen wollen, jedoch zu Zinss&auml;tzen von 16 Prozent und mehr.<br>\nDie Banken weisen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kredite-abgelehnt-ueberhoehte-zinsen-banken-lassen-die-kleinen-unternehmer-im-stich\/25677046.html\">Tagespiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Polarisierungen werden zunehmen&ldquo;<\/strong><br>\nHamburger Soziologe Sighard Neckel &uuml;ber die Krise nach der Coronakrise und was dagegen zu tun ist.<br>\n(&hellip;) Aber es gibt B&ouml;rsianer, die gerade sehr aktiv sind.<br>\nSchwerreiche Hedgefonds wie Bridgewater wissen schon, warum sie mit Milliardensummen auf den Absturz des Aktienmarkts und den Zusammenbruch vieler verwundbarer Firmen wetten&hellip;Nach Corona k&ouml;nnte eintreten, dass auch unter den Gro&szlig;en nur diejenigen &uuml;berleben, deren hohes Verm&ouml;gen auf Wertsch&ouml;pfung nicht angewiesen ist, w&auml;hrend ein langer Shutdown zu massenhaften Insolvenzen und Jobverlusten f&uuml;hrt, weil die Leute weder investieren noch konsumieren noch arbeiten k&ouml;nnen&hellip;<br>\nEs war w&auml;hrend der Finanzkrise kaum m&ouml;glich, die Wetten von Hedgefonds gegen W&auml;hrungen oder Konzerne zu verhindern. Das scheint sich nun zu wiederholen. Gibt es Mittel gegen solch zynisches Marktverhalten?<br>\nNat&uuml;rlich g&auml;be es sie, sie liegen in unserer politischen Hand. Die Wetten der Hedgefonds operieren mit sogenannten Leerverk&auml;ufen, die uns schon bei der Finanzkrise 2008 mit in den Abgrund gerissen haben. Dabei leiht man sich gegen geringe Geb&uuml;hren bei Fondsgesellschaften entsprechende Aktienpakete aus und verkauft sie an der B&ouml;rse in dem Kalk&uuml;l, sie zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt viel g&uuml;nstiger wieder einzukaufen. Das wird Leerverk&auml;ufe genannt, weil man Aktien verkauft, die man eigentlich gar nicht besitzt, und die nur f&uuml;r Wetten auf fallende Kurse eingesetzt werden<br>\n(&hellip;) Wie es aussieht, stellt das Virus gerade die Systemfrage. Trauen Sie dem Markt eine Regeneration zu oder drohen handfeste gesellschaftliche Konflikte?<br>\nDie freigesetzten Marktkr&auml;fte haben zu einer drastischen Fehlbewertung gesellschaftlicher Aufgaben und wirtschaftlicher Leistungen gef&uuml;hrt. Das wird uns jetzt im sozialen Ausnahmezustand von Tag zu Tag klarer. Aus dem Niedriglohnsektor wurde buchst&auml;blich &uuml;ber Nacht der Garant der kritischen Infrastruktur&hellip;<br>\nJa, wir brauchen eine Art Infrastruktursozialismus, der nicht nur die elementaren Funktionen als hochwertige &ouml;ffentliche G&uuml;ter betreibt. Ja, wir brauchen eine Umwertung der &ouml;konomischen Werte. Die N&uuml;tzlichkeit und Unverzichtbarkeit gesellschaftlicher Leistungen muss in der Staffelung von Ertr&auml;gen vorrangig sein. Wir k&ouml;nnen ziemlich sicher auf etliche Consultants und Derivateh&auml;ndler verzichten, aber auf keine einzige Pflegekraft im Krankenhaus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/hamburger-soziologe-sighard-neckel-polarisierungen-werden-zunehmen-li.79398\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">Auf die fatale Wirkung der Leerverk&auml;ufe<\/a> hat Jens Berger bereits hingewiesen. Nun r&auml;cht sich wieder einmal die Unt&auml;tigkeit der Politik bzw. deren Willf&auml;hrigkeit gegen&uuml;ber der globalen Finanzindustrie.<\/em><\/p>\n<p><em>Ausbaden d&uuml;rfen es wieder Millionen Menschen die durch den &ouml;konomischen Schock, der durch die Corona-Pandemie ausgel&ouml;st wurde ihre Existenzgrundlage verlieren werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Corona-Pandemie: Angriff der Spekulanten<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds der Welt wettet 14 Milliarden US-Dollar auf den Niedergang von europ&auml;ischen Unternehmen.<br>\nW&auml;hrend die Welt zunehmend von der Corona-Pandemie betroffen ist, erlebt die B&ouml;rse die gr&ouml;&szlig;te Krise seit zehn Jahren. Spekulanten nutzen sie und die damit verbundenen Verwerfungen an den M&auml;rkten, um daraus Profit zu erwirtschaften. So hat der gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds der Welt, &laquo;Bridgewater Associates&raquo;, 14 Milliarden US-Dollar darauf gewettet, dass die Aktien europ&auml;ischer Unternehmen &ndash; infolge der Ausbreitung des Corona-Virus &ndash; weiter sinken werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur &laquo;Bloomberg&raquo;.<br>\nVon den Spekulationen sind Unternehmen in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Italien, Irland und Finnland betroffen.<br>\n(&hellip;) Wie &laquo;Bloomberg&raquo; aufzeigt, mischt der von Milliard&auml;r Ray Dalio gef&uuml;hrte weltweit gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds &laquo;Bridgewater Associates&raquo; bei diesen Wetten auf den Niedergang von europ&auml;ischen Firmen kr&auml;ftig mit. Er setzt darauf, dass die Aktienkurse dieser europ&auml;ischen Unternehmen wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie weiter sinken werden. Die meisten der Leerverk&auml;ufe betreffen Unternehmen aus Frankreich, gefolgt von Firmen aus Deutschland und den Niederlanden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Corona-Pandemie-Angriff-der-Spekulanten\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Wir sind erst in Phase 2 einer vierstufigen Krise &ndash; am Ende wird es um alles gehen<\/strong><br>\nDie Corona-Krise l&auml;sst sich in vier Phasen unterteilen. Aktuell befinden wir uns noch in der zweiten Phase. Zun&auml;chst wird es noch weiter bergab gehen &ndash; am Ende steht die Systemfrage.<br>\n(&hellip;) Wir befinden uns erst in Phase 2 einer vierstufigen Krise. Auf die Corona-Epidemie und die daraus folgende aktuelle Finanzkrise folgt ein deflation&auml;rer Schock f&uuml;r die Realwirtschaft, und am Ende steht die Frage, ob unser Geld- und Wirtschaftssystem wirklich noch funktioniert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/experten\/was-die-weltwirtschaft-noch-erwartet-corona-krise-wir-sind-erst-in-phase-2-von-4-am-ende-steht-die-systemfrage_id_11775960.html?x-fol-utm=true\">Focus<\/a><\/p>\n<p><strong>Und auch: &ldquo;Schlimmer als die Pandemie&rdquo;<\/strong><br>\nWirtschaftskreise fordern Abkehr von Schutzma&szlig;nahmen gegen die Covid-19-Pandemie. Finanzschlacht um Covid-19-Profite hat begonnen.<br>\n (&hellip;) &ldquo;Besser Grippe als eine kaputte Wirtschaft&rdquo;<br>\nErste Stimmen aus der deutschen Wirtschaft fordern &ouml;ffentlich eine Abkehr von den j&uuml;ngsten Schutzma&szlig;nahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Man d&uuml;rfe nicht vergessen, &ldquo;welche brutalen Folgen die bisherigen Ma&szlig;nahmen bereits f&uuml;r die Weltwirtschaft haben&rdquo;, erkl&auml;rt Alexander Dibelius, ein einflussreicher Finanzmanager, einst Deutschlandchef der Investmentbank Goldman Sachs, im Interview mit dem Handelsblatt: &ldquo;Der akute Absturz der Weltwirtschaft mit all seinen Folgewirkungen&rdquo; sei &ldquo;der weit gr&ouml;&szlig;ere und gef&auml;hrlichere Stresstest als Sars-CoV-2&rdquo;. &ldquo;Als Individuum&rdquo; sei er daf&uuml;r, &ldquo;unsere Alten und Schwachen nicht [zu] gef&auml;hrden und schon gleich gar nicht sterben [zu] lassen&rdquo;. &ldquo;Als Systemtheoretiker&rdquo; aber m&uuml;sse man &ldquo;anders argumentieren&rdquo;. So m&uuml;sse man fragen: &ldquo;Ist es richtig, dass zehn Prozent der &ndash; wirklich bedrohten &ndash; Bev&ouml;lkerung geschont, 90 Prozent samt der gesamten Volkswirtschaft aber extrem behindert werden&rdquo; &ndash; dies &ldquo;mit der unter Umst&auml;nden dramatischen Konsequenz, dass die Basis unseres allgemeinen Wohlstands massiv und nachhaltig erodiert?&rdquo; Dibelius nimmt dazu f&uuml;r sich die Position in Anspruch: &ldquo;Lasst uns die Gef&auml;hrdeten sch&uuml;tzen, aber ich infiziere mich halt, denn besser eine Grippe als eine kaputte Wirtschaft.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8227\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Aktien als Heilmittel gegen Altersarmut und gegen das sinkende Rentenniveau?<\/strong><br>\nDie meinungsbildende Propaganda ist erdr&uuml;ckend: Aktien sind das Heilmittel gegen Altersarmut und gegen das sinkende Rentenniveau. Von Beteiligungskultur ist die Rede oder von der Beteiligung am Produktivverm&ouml;gen. Nichts k&ouml;nnte falscher sein.<br>\nDie ersten 45 Jahre zeigen einen ziemlich engen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der realen Wirtschaftsleistung, repr&auml;sentiert durch das Bruttoinlandsprodukt, und den B&ouml;rsenwerten der Firmen. Aktien hatten tats&auml;chlich bis etwa 1995 noch so etwas wie einen Beteiligungswert. Die Dividendenaussch&uuml;ttung, die Beteiligung am Profit der Unternehmung, war das oberste Ma&szlig; f&uuml;r die Aktienbesitzer. Die hatten sich damit auch die Namen Rentier oder Couponschneider verdient.<br>\nSeitdem die Ausrichtung der Aktiengesellschaften an dem &bdquo;shareholder value&ldquo; einsetzte, geriet das immer mehr in den Hintergrund. Die Wertsteigerung der Aktie selbst wurde das entscheidende Ziel. Was sind 5% Dividendenaussch&uuml;ttung, wenn der Wert der Aktie in dem Zeitraum um 50% gesteigert werden konnte. Der Aktienhandel wurde immer mehr zum Spekulationsgesch&auml;ft, der Begriff Kasinokapitalismus wurde geboren.<br>\n(&hellip;) Nach dem Riester Desaster wird das n&auml;chste gesellschaftliche Betrugsprojekt vorbereitet. Es wird gigantischer sein, denn alle Zeichen stehen darauf, dass es diesmal eine obligatorische Privatvorsorge geben soll. Bei der Riester-Rente hatte man sich noch nicht getraut.<br>\n(&hellip;) Eine Blasenrealit&auml;t auf die zuk&uuml;nftige Generationen ihre Altersvorsorge aufbauen sollen? Das ist absurd!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/aktien-als-heilmittel-gegen-altersarmut-und-gegen-das-sinkende-rentenniveau\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tarifabschluss IG Metall NRW: Weniger als ein Linsengericht<\/strong><br>\nDie Vernetzung f&uuml;r k&auml;mpferische Gewerkschaften verurteilt den Tarifabschluss vom 20.3.2020 der IG Metall in NRW auf das Sch&auml;rfste. Er bringt f&uuml;r die Kolleg*innen weder eine Entgelterh&ouml;hung noch mehr Sicherheit ihrer Arbeitspl&auml;tze. Dieser mickrige Abschluss wurde unter v&ouml;lliger Umgehung der Mitgliedschaft durchgezockt. Dies war allerdings schon im ganzen Konzept f&uuml;r die diesj&auml;hrige Tarifrunde angelegt, das der IGM-Vorstand noch vor Ausbruch der Corona-Krise im Januar beschloss.<br>\nAnfang Februar hatten wir im Betriebsflyer der Vernetzung f&uuml;r k&auml;mpferische Gewerkschaften das vom IG Metall-Vorsitzenden J&ouml;rg Hofmann verk&uuml;ndete Moratorium f&uuml;r die Tarifrunde der IGM 2020 verurteilt und festgestellt: &bdquo;Stattdessen bietet er, ohne die Mitglieder zu fragen, in einem Moratorium einen Zukunftspakt der Illusionen an: Ein &bdquo;Friedensangebot&ldquo; &ndash; vor Ende der Friedenspflicht soll es zu einem Abschluss kommen! Ohne eine konkrete Zahl f&uuml;r die Lohnerh&ouml;hung sollen die Verhandlungen beginnen! Dies ist eine offene Einladung an das Kapital, in Hinterzimmern auf Kosten der Kolleg\/innen eine Nullnummer auszubaldowern!&ldquo; Genau dies ist jetzt eingetreten&hellip;<br>\nWir sagen: So ein Abschluss geht gar nicht. Er zeigt, wenn eine Gewerkschaft schon beim Einstieg in eine Tarifrunde keine konkreten Forderungen nennt und die Kolleg*innen nicht mobilisiert, sie beim Verzicht landet&hellip;<br>\nDer Abschluss ist ein Schlag ins Gesicht f&uuml;r alle Kolleg*innen. &hellip; Die Kolleg*innen sollten dieses Ergebnis ablehnen und sich darauf vorbereiten, nach den Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Corona-Ausbreitung nicht einfach wieder an die Arbeit zu gehen, sondern sich zur&uuml;ckzuholen, was ihnen genommen wurde, w&auml;hrend sie sich nicht wehren konnten. Das zeigt noch einmal mehr, wie notwendig die Vernetzung an der Basis und eine k&auml;mpferische Politik der Gewerkschaften, wie sie die VKG vorschl&auml;gt, ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/tarifabschluss-ig-metall-nrw-weniger-als-ein-linsengericht\/#more-8069\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klimaschutz &ldquo;trotz der Bundesregierung&rdquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Die Bundesregierung feiert sich angesichts eines R&uuml;ckgangs des CO2-Aussto&szlig;es im Jahr 2019 zum wiederholten Mal als Vorreiterin beim Klimaschutz. Bundesumweltministerin Svenja Schulze lie&szlig; sich vergangene Woche mit der &Auml;u&szlig;erung zitieren, die Emissionssenkungen im vergangenen Jahr seien ein &ldquo;gro&szlig;er Schritt beim Klimaschutz&rdquo;. Der Erfolg mache Mut f&uuml;r &ldquo;die gro&szlig;en Aufgaben, die vor uns liegen&rdquo;; es zeige sich, dass die Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung &ldquo;greifen&rdquo;. So werde &ldquo;deutlich weniger Kohle verbrannt&rdquo;; man liege beim Klimaschutz &ldquo;weitgehend auf Kurs&rdquo;, wobei sich in der Energiewirtschaft vor allem die &ldquo;Reform des europ&auml;ischen Emissionshandels&rdquo; sowie der &ldquo;Ausbau von Wind- und Sonnenenergie&rdquo; positiv bemerkbar machten. Folglich h&auml;tten die erneuerbaren Energien wesentlich zur Minderung der Emission von Treibhausgasen beigetragen. Allerdings musste Berlin einr&auml;umen, dass dies nicht etwa auf den Aufbau neuer Kapazit&auml;ten zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, sondern auf ein &ldquo;besonders wind- und sonnenreiches Wetter&rdquo; &ndash; also auf den einsetzenden Klimawandel. Ebenfalls einr&auml;umen musste Berlin, dass in der Verkehrspolitik und bei Geb&auml;uden &ldquo;zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen&rdquo; notwendig seien, um in diesen Bereichen eine &ldquo;Trendwende zu sinkenden Emissionen&rdquo; &uuml;berhaupt erst einzuleiten.<br>\n(&hellip;) Die Covid-19-Pandemie k&ouml;nne Deutschland das diesj&auml;hrige Klimaziel realisieren helfen, da die Ma&szlig;nahmen zur Pandemiebek&auml;mpfung zu sinkenden Emissionen in der Industrie und beim Verkehr f&uuml;hrten &ndash; freilich aber auch einen massiven Wirtschaftseinbruch ausl&ouml;sten. Urspr&uuml;nglich sei geplant gewesen, der CO2-Aussto&szlig; solle dieses Jahr um 40 Prozent gegen&uuml;ber 1990 sinken &ndash; ein Ziel, das die Bundesregierung eigentlich &ldquo;schon l&auml;ngst beerdigt&rdquo; habe. Nun aber r&uuml;cke es unerwartet in greifbare N&auml;he: &ldquo;Es brauchte daf&uuml;r nur eine globale Virus-Pandemie&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8225\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Seuchenschutz &ndash; Chance oder Gefahr f&uuml;rs Klima?<\/strong><br>\nDer Stillstand bei Verkehr und Produktion senkt die Treibhausgas-Emission. Ob das aber auf lange Sicht beim Klimaschutz hilft, gilt nicht als ausgemacht.<br>\nDie EU-Kommission versichert, man arbeite trotz Corona-Krise weiter am &bdquo;Green Deal&rdquo;. Der Plan f&uuml;r ein klimaneutrales Europa 2050 ist das zentrale Projekt von Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Erst vor drei Wochen hat sie ein Klimagesetz vorgelegt, das ihr Mammutprojekt endg&uuml;ltig auf die Spur setzen soll. Aber drei Wochen scheinen schier endlos in Zeiten von Corona. Und es ist l&auml;ngst nicht ausgemacht, ob die Viruskrise den Klimaschutz voranbringt oder l&auml;hmt.<br>\nEuropas Populisten finden, es g&auml;be Wichtigeres zu tun<br>\n&bdquo;Europa sollte den Green Deal jetzt vergessen und sich stattdessen auf das Coronavirus konzentrieren&rdquo;, verlangt der tschechische Ministerpr&auml;sident Andrej Babis. F&uuml;r die polnische Regierung fordert Vizeminister Janusz Kowalski Ausnahmen beim Emissionshandel, um Geld f&uuml;r den Kampf gegen die Corona-Krise frei zu machen. Der AfD-Europapolitiker Markus Buchheit wettert ebenfalls gegen den &bdquo;ohnehin fragw&uuml;rdigen&rdquo; Green Deal. Sie alle argumentieren: Wir haben Wichtigeres zu tun.<br>\nIn Deutschland gibt es &auml;hnliche Angriffe auf die Klimaschutzpl&auml;ne der schwarz-roten Koalition, die sich bereits hinter das europ&auml;ische Ziel gestellt hat. FDP-Politiker fordern, die Erh&ouml;hung der Flugticket-Steuer und die f&uuml;r 2021 geplante Einf&uuml;hrung des CO2-Preises auf Sprit und Heiz&ouml;l aufzuschieben. Auch sie begr&uuml;nden das mit der Corona-Krise. Sie waren freilich schon immer dagegen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Seuchenschutz-Chance-oder-Gefahr-fuers-Klima-4689124.html\">Heise<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dieses Virus ist auch der Preis unserer Ausbeutung der Natur<\/strong><br>\nErreger &uuml;berspringen Artgrenzen, wenn wir nat&uuml;rliche Ressourcen respektlos ausbeuten. Machen wir so weiter, scheitern wir.<br>\n(&hellip;) Mit der weltweiten Ausbreitung des neuen Coronavirus sind wir Teil eines Experiments der Natur geworden: Ein Virus hat die Artgrenze &uuml;bersprungen und verbreitet sich nun wie ein Lauffeuer durch seinen neuen Wirt. Normalerweise bremsen Gebirge, Meere, Schluchten oder andere Landformen solche Ausbr&uuml;che. Doch bei Sars-CoV-2 handelt es sich um ein Virus, das sich auf die K&ouml;rper einer kosmopolitische Art gest&uuml;rzt hat: eine hochmobile, individuenreiche und supervernetzte globale Art, den Menschen, der alle vormals existierenden Grenzen gesprengt hat.<br>\nIllegaler Wildtierhandel f&uuml;hrt immer wieder zum &Uuml;berspringen von Erregern auf den Menschen<br>\nNicht nur Viren breiten sich aus. L&auml;nder werden &uuml;berflutet, W&auml;lder brennen, Gletscher schmelzen, Ozeane erw&auml;rmen sich und Insekten sterben. Wir schauen zu wenig auf die Tatsache, dass ein &uuml;berhebliches Mensch-Natur-Verh&auml;ltnis viele unserer Probleme befeuert, meist sogar verursacht. Denn die gro&szlig;en Herausforderungen h&auml;ngen zusammen: Klimawandel, der Verlust der biologischen Vielfalt und eben das Aufkommen ganz neuer Erreger, die uns Menschen immer wieder bedrohen.<br>\n(&hellip;) Eine vielf&auml;ltige und funktionierende Umwelt &ndash; die unser Wohlergehen bedingt, uns gesund h&auml;lt, ern&auml;hrt, kleidet und beherbergt &ndash; muss als globales Gemeingut von einer gut informierten globalen demokratischen Wissensgesellschaft regiert werden. Zu erkennen, was uns in der Natur aus welchen Gr&uuml;nden zur Gefahr wird und wie wir sie als unser gemeinsames Erbe erhalten und ihre lebenserhaltenden Systeme sichern k&ouml;nnen, ist eine enorme Herausforderung. Diese m&uuml;ssen wir aber jetzt angehen &ndash; Wissenschaftler, Demokraten und die globale Zivilgesellschaft. Auch um unserer selbst willen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/artensterben-und-naturzerstoerung-dieses-virus-ist-auch-der-preis-unserer-ausbeutung-der-natur\/25676216.html\">Tagespiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das kommt nicht von au&szlig;en<\/strong><br>\nWas Epidemien mit der Zerst&ouml;rung intakter &Ouml;kosysteme durch den Menschen zu tun haben<br>\nMan h&ouml;rt und liest das derzeit h&auml;ufig: das Coronavirus sei f&uuml;r Umwelt und Klima gut. Oder: esoterisches Geraune, dass &bdquo;der Planet&ldquo; jetzt &bdquo;zur&uuml;ckschlage&ldquo;. Das ist nicht nur zynisch und menschenverachtend, schlie&szlig;lich werden bereits jetzt Erkrankte selektiert und sterben gelassen. Es ist falsch. Corona hat dieselbe strukturelle Ursache wie die &ouml;kologische und soziale Krise, zu der der Klimawandel, die Naturzerst&ouml;rung wie die maroden Gesundheitssysteme geh&ouml;ren. Sie ist in der kapitalistischen Produktion und Ausbeutung der Natur zu suchen, in der imperialen Lebensweise der reichen L&auml;nder des Nordens, in der neoliberalen Ideologie&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/das-kommt-nicht-von-aussen\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesenswert, sehr aufschlussreich<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;M&uuml;ssen zivile Organisationen deutlich st&auml;rken&laquo;<\/strong><br>\nIn dieser Woche machte die Meldung die Runde, dass das NATO-Gro&szlig;man&ouml;ver &raquo;Defender 2020&laquo; aufgrund der Coronavirus Pandemie in Europa gestoppt wird. Inwieweit kann man dem Glauben schenken, wo doch schon Tausende US-Soldaten und viel Material in Bewegung gesetzt worden sind?<br>\nSoweit wir durch Verlautbarungen des Milit&auml;rs als auch aufgrund eigener Beobachtungen wissen, stimmen die Meldungen. &raquo;Defender 2020&laquo; ist gestoppt. Allerdings ist auch richtig, dass fast 6.000 US-Soldatinnen und -Soldaten bereits in Europa sind. Etwa 9.000 Milit&auml;rfahrzeuge sollen aus Depots in Westeuropa in Deutschland zusammengef&uuml;hrt, 3.000 weitere &uuml;ber den Atlantik transportiert worden sein. Es hei&szlig;t, nun solle der Abzug folgen, weswegen erneut Konvois in Bewegung gesetzt werden. Das US-Milit&auml;r und mit ihm befreundete NATO-Armeen m&uuml;ssen einsehen, dass ihr Vorhaben keinen Sinn hat. Auch die Bundeswehr zieht sich zur&uuml;ck.<br>\nObgleich das Man&ouml;ver nicht bis zum Ende durchzuziehen war, wertet die US-Army es als Erfolg. Zwar ist nicht gelungen, die gesamte Logistikkette in Richtung Osteuropa zu verlegen, aber Truppen und Material wurden im gro&szlig;en Stil in Europa mobil gemacht. Letztlich musste die NATO ihre bedrohliche Kriegs&uuml;bung an der Grenze zu Russland abbrechen. Dabei wird es aber nicht bleiben, sie wird ihre Strategie in den n&auml;chsten Jahren fortsetzen.<br>\nLaut den Notstandsgesetzen, die 1968 gegen den Widerstand der Au&szlig;erparlamentarischen Opposition beschlossen worden waren, kann die Bundeswehr im Katastrophenfall im Inland gemeinsam mit der Polizei eingesetzt werden. Mit welcher Entwicklung rechnen Sie jetzt?<br>\nWir m&uuml;ssen genau beobachten, wie nun eine autorit&auml;r strukturierte Organisation wie die Bundeswehr agiert, wenn sie um Amtshilfe gebeten wird. Dies darf nicht zu einer Militarisierung der Gesellschaft f&uuml;hren. Durch jahrelange falsche Politik der Bundesregierung sind wir in der Situation, dass st&auml;ndig unn&ouml;tig gro&szlig;e Geldsummen in das Milit&auml;r flie&szlig;en, anstatt in zivile Organisationen wie das Technische Hilfswerk&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/03\/20\/muessen-zivile-organisationen-deutlich-staerken\/\">IMI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Protest gegen D&uuml;ngemittelverordnung<\/strong><br>\nBauern drohen mit Produktionsstopps<br>\nEine Lobbyorganisation der deutschen Bauern fordert eine Verschiebung der D&uuml;ngemittelverordnung &ndash; und droht angesichts der Coronakrise damit, die Lebensmittelproduktion zu reduzieren.<br>\n&Uuml;berall im Land melden sich B&uuml;rger, die bei Landwirten anpacken wollen, weil viele Erntehelfer nicht einreisen k&ouml;nnen. Doch noch w&auml;hrend sich die Bauern &uuml;ber diese Solidarit&auml;t freuen, fahren sie an anderer Stelle harte Lobby-Gesch&uuml;tze auf.<br>\nIn einem offenen Brief an EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen fordert die Organisation &ldquo;Land schafft Verbindung&rdquo;, die auch die Bauernproteste initiiert hat, die Umsetzung der novellierten deutschen D&uuml;ngeverordnung (D&uuml;VO) auszusetzen und keine Strafzahlungen zu verh&auml;ngen. Der Deutsche Bauernverband pocht ebenfalls auf eine Verschiebung &ndash; obwohl die Wasserversorger seit Jahren und zunehmend verzweifelt darum bitten, die Nitrateintr&auml;ge zu reduzieren, um das Grundwasser zu sch&uuml;tzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/corona-krise-bauern-drohen-mit-produktionsstopp-a-deac2f2c-aa92-43db-8eb6-468ca0b3bbd0\">SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zensur und Accountsperrungen in Chile<\/strong><br>\nPi&ntilde;eras Krieg in den sozialen Medien<br>\nDie chilenische Rechte setzt Armeen von Bots ein, um oppositionelle Webseiten zu attackieren und Hasskampagnen zu verbreiten<br>\nEiner der Faktoren, der teilweise den &uuml;berraschenden Volksaufstand erkl&auml;rt, der der Regierung und der neoliberalen Arroganz das L&auml;cheln im Gesicht gefrieren lie&szlig;, ist zweifelsohne die Breitenwirkung der sozialen Medien mit ihrer wichtigsten, markantesten und t&ouml;dlichsten Waffe: dem Mobiltelefon.<br>\nEs erm&ouml;glichte unter anderem, dass Individuen sich horizontal organisierten und sich der Aufruf zur Mobilisierung entsprechend vervielfachte; so konnte zudem der strategische Vorteil der Rechten durch deren Monopolstellung in den Kommunikationsmedien neutralisiert werden, und es spielte au&szlig;erdem eine entscheidende Rolle bei der Anklage und Dokumentation der systematischen Menschenrechtsverletzungen, die w&auml;hrend des Ausnahmezustandes von der Regierung best&auml;rkt oder zumindest gebilligt und direkt von der Milit&auml;rpolizei sowie in geringerem Ma&szlig;e von anderen Teilen der Streitkr&auml;fte begangen wurden.<br>\nDies best&auml;tigt die historische Gesetzm&auml;&szlig;igkeit, mit der die Rechte und die konservativen Kr&auml;fte definitionsgem&auml;&szlig; niemals Pfr&uuml;nde, Privilegien, Vorteile und Posten &uuml;bergeben, ohne dazu gezwungen zu werden. Und ohne vorher alle Arten des Kampfes auszusch&ouml;pfen, haben die kreolischen Faschos den Krieg Pi&ntilde;eras ins Digitale und vor allem in das virtuelle Schlachtfeld der sozialen Medien verlagert.<br>\nMit ihrer wirtschaftlichen &Uuml;berlegenheit im R&uuml;cken haben sie auf die sozialen Medien regelrechte Armeen von Bots mit unterschiedlichen Missionen und Zielen losgelassen&hellip;<br>\n(&hellip;) Wie man sieht, scheut die Rechte keine Form des Kampfes in der digitalen Welt.<br>\nAber so wenig, wie das Unternehmertum und die Regierung Pi&ntilde;era den Krieg allein durch den R&uuml;ckgriff auf Repression gewinnen k&ouml;nnen, so k&ouml;nnen die Armeen von Bots im digitalen Raum zwar imstande sein, Muskeln zu simulieren, aber sie werden niemals auf der Stra&szlig;e demonstrieren k&ouml;nnen.<br>\nUnd wenn die Rechte es doch versucht hat, war der Umfang ihrer Mobilisierung ziemlich l&auml;cherlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/238008\/chile-pineras-krieg-sozialen-medien\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Iran &ndash; Die &ouml;konomische Misere<\/strong><br>\nVon Korruption, Misswirtschaft und Neoliberalismus<br>\n(&hellip;) Die seit langem anhaltende Wirtschaftskrise wurde noch durch die Wirtschaftssanktionen versch&auml;rft, die die USA nach ihrem R&uuml;ckzug aus dem Iran-Atomabkommen verh&auml;ngt haben: 2018 ist das BIP um 5 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr geschrumpft, f&uuml;r 2019 wird eine weitere dramatische Senkung um 10 Prozent prognostiziert. Die katastrophale wirtschaftliche Verfassung der Islamischen Republik ist umso tragischer, als das Land &uuml;ber gro&szlig;e nat&uuml;rliche Ressourcen, &uuml;ber gut ausgebildete Arbeitskr&auml;fte und &uuml;ber eine relativ entwickelte Infrastruktur verf&uuml;gt.<br>\nDer heutige Zustand der iranischen Wirtschaft hat auch damit zu tun, dass die islamische Revolution vor 40 Jahren keine soziale, sondern im Kern eine ideologisch-kulturelle Revolution gewesen ist&hellip;.<br>\nDie durch die Revolution freigesetzte Energie traf jedoch alsbald auf traditionelle soziale Schranken, die von der Revolution unangetastet geblieben waren. Das erkl&auml;rt, warum die Wirtschaft der Islamischen Republik bis heute unter massiven Strukturschw&auml;chen leidet, die das Ergebnis mehrerer Faktoren sind, deren Wirkungen sich erg&auml;nzen und gegenseitig verst&auml;rken. Das sind erstens die historischen Vorbelastungen, zweitens die Abh&auml;ngigkeit von den &Ouml;leinnahmen, die den Einfluss der Handelsbourgeoisie st&auml;rkt, und drittens die staatsmonopolistische G&auml;ngelung durch eine diktatorische Regierungsgewalt.<br>\n(&hellip;) In entwickelten kapitalistischen L&auml;ndern l&auml;uft eine neoliberale Wirtschaftspolitik, die auf totalen Freihandel, steuerliche Entlastung der Unternehmer und Senkung der Lohnkosten setzt, auf die Bereicherung der Elite und eine relative Verarmung der lohnabh&auml;ngigen Besch&auml;ftigten hinaus. In Entwicklungsl&auml;ndern wie Iran hat eine solche Politik noch weitergehende Folgen: Sie zerst&ouml;rt die einheimischen Industrien und verwandelt diese L&auml;nder in billige Rohstofflieferanten und Absatzm&auml;rkte f&uuml;r die Exporte der Industriel&auml;nder.<br>\nDer Neoliberalismus blockiert also buchst&auml;blich jegliche &ouml;konomische Entwicklung und Armutsbek&auml;mpfung &ndash; und die enorm einflussreichen iranischen Gro&szlig;h&auml;ndler und ihre neoliberalen Propagandisten machen sich zu Handlangern eines Systems, dessen Hauptnutznie&szlig;er die Konzerne der Industriestaaten sind.<br>\nDer Freihandel, den der Neoliberalismus als grundlegendes Prinzip propagiert, bringt allen beteiligten Staaten nur dann Vorteile, wenn diese erstens &uuml;ber &auml;hnliche &ouml;konomische Rahmenbedingungen und zweitens &uuml;ber ein ann&auml;hernd gleiches wirtschaftspolitisches Steuerungs- und Interventionsinstrumentarium verf&uuml;gen. Wenn dies nicht der Fall ist, gleicht die Auseinandersetzung einem Boxkampf, bei dem ein Schwergewichtler gegen einen Leichtgewichtler in den Ring geschickt wird.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r L&auml;nder wie Iran sind die gigantischen &Ouml;leinnahmen also kein Segen, sondern viel eher ein Fluch. Sie beg&uuml;nstigen eine Kultur der Pl&uuml;nderung des Volkes und der nat&uuml;rlichen Reicht&uuml;mer des Landes nach dem amoralischen Motto: Jeder raubt, wo immer m&ouml;glich und so viel er kann&hellip;<br>\n(&hellip;) Die wirtschaftliche Entwicklung in der Islamischen Republik entspricht in keiner Weise dem Potenzial ihrer humanen und nat&uuml;rlichen Ressourcen. Die Verantwortung f&uuml;r dieses Versagen tr&auml;gt eine m&auml;chtige Elite, die skrupellos die Menschen ausbeutet und die Naturreicht&uuml;mer des Landes pl&uuml;ndert. Dabei kann sich diese Elite auf eine theokratische Herrschaft st&uuml;tzen, die ihrem Treiben eine religi&ouml;s-moralische Legitimierung verschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-03-21\/iran-die-oekonomische-misere\/\">Justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die Gesundheitsdiktatur<\/strong><br>\nMit Angst regiert es sich leichter. Krisen erm&ouml;glichen es dem Staat, sich selbst als &bdquo;hart durchgreifende&ldquo; Ordnungsmacht zu positionieren. Dies ist in gesundheitlichen Krisen nicht anders. Bei Schweinegrippe und Vogelgrippe haben wird gesehen, dass es aus nichtigem Anlass zu absurden Ausw&uuml;chsen eines staatlichen Interventionismus kommen kann. Zwangsimpfungen sind mittlerweile Realit&auml;t. In China stellte die Regierung ganze Provinzen unter Quarant&auml;ne. Was nicht alle wissen: Seuchenbeh&ouml;rden haben im Krisenfall umfangreiche Befugnisse, um B&uuml;rgerrechte au&szlig;er Kraft zu setzen. Und die Bedrohung muss nicht einmal real sein.<br>\nHat die Panik ein gewisses Ausma&szlig; erreicht, wird die Freiheit obsolet, Selbstbestimmung zum unverantwortlichen Risiko f&uuml;r die Volksgesundheit. Dann hat die Macht erreicht, was ihr ohnehin am liebsten ist: ein Volk, das von Angst getrieben seiner eigenen Entrechtung zustimmt&hellip;<br>\n(&hellip;) Eisenberg schl&auml;gt auch einen Bogen von seuchenbedingten Zwangsma&szlig;nahmen zu allgemeinen diktatorischen Tendenzen in autorit&auml;ren Staatssystemen. So unterstellt er der chinesischen Regierung:<br>\n&bdquo;Man &uuml;bt Praktiken der pr&auml;ventiven Konterrevolution. Der Virus, um den es letztlich und eigentlich geht, ist der Virus des Aufstands, den die Macht f&uuml;rchtet wie die Pest.&ldquo;<br>\nEr pr&auml;zisiert:<br>\n&bdquo;Auch die Revolution ist aus der Perspektive der Herrschenden eine Seuche. Die Kommunistische Partei f&uuml;rchtet sich vor den Massen und probt unter dem Deckmantel der Gesundheitsvorsorge die Aufstandsbek&auml;mpfung. Eines Tages k&ouml;nnten die Massen sich erheben und dann will die Macht ger&uuml;stet sein. Die &Uuml;bertragungswege des Virus&lsquo; und der Revolution sind die gleichen: Beide werden von Mund zu Mund weitergereicht und pflanzen sich im menschlichen Kontakt fort.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Pandemien sind somit das ideale Umfeld f&uuml;r von M&auml;chtigen ohnehin geplante Feldz&uuml;ge gegen die Freiheit. Sie eignen sich bestens, um Stimmung zu machen gegen jede Art der Selbstbestimmung. Freiheitswillen erscheint in diesem Kontext als eine Art von kindlichem Trotz und unverantwortliches Ausscheren aus der Volksgemeinschaft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/03\/14\/die-gesundheitsdiktatur\/\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-59579","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59579","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59579"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59579\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59581,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59579\/revisions\/59581"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59579"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59579"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59579"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}