{"id":59613,"date":"2020-03-26T08:37:54","date_gmt":"2020-03-26T07:37:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613"},"modified":"2020-03-26T08:37:54","modified_gmt":"2020-03-26T07:37:54","slug":"hinweise-des-tages-3580","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h01\">Schwarze Null und Coronakrise: &bdquo;Deutschland hat Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse zu Lasten der Anderen aufgebaut&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h02\">Kurzarbeitergeld und Coronavirus: Rente gesichert, aber weniger Anspruch erworben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h03\">Corona und die Selbstentmachtung der Parlamente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h04\">Krankenhauspolitik <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h05\">So viel verdienen die Corona-Helden des Alltags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h06\">F&uuml;r wen Covid-19 besonders bedrohlich ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h07\">3.000 Euro f&uuml;r drei Monate: Schutzschirm f&uuml;r Studierende gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h08\">Einige Staaten verbieten Spekulation auf fallende Kurse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h09\">Assange denied bail in UK amid pandemic<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h10\">Im Westen keine Gnade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h11\">Hass und Hetze erreichen neue Dimension<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h12\">Kein Stopp geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h13\">EU-Mandat ausgeweitet, Zweck unklar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h14\">B&uuml;rgerkrieg im Jemen: Das steckt dahinter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schwarze Null und Coronakrise: &bdquo;Deutschland hat Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse zu Lasten der Anderen aufgebaut&ldquo;<\/strong><br>\nDass Deutschlands Staatsfinanzen vergleichsweise gut dast&uuml;nden, sei auf Kosten anderer Euro-L&auml;nder gegangen, sagte der &Ouml;konom Heiner Flassbeck im Dlf. Um die Coronakrise zu bew&auml;ltigen, m&uuml;ssten W&auml;hrungsunion und Wirtschaft nun aber gemeinsam vorgehen &ndash; mit Betr&auml;gen in Billionenh&ouml;he. [&hellip;]<br>\nMay: Und wer soll das zahlen?<br>\nFlassbeck: Der Bund. Ich sage, das ist nicht viel mehr als das, was man ohnehin tut. Machen wir uns nichts vor! Dieses Geld, was da jetzt aufgebracht wird, kommt von den Kapitalm&auml;rkten, aber indirekt kommt das alles von der Europ&auml;ischen Zentralbank, denn die wird ja die Zinsen niedrig halten f&uuml;r die Staatsanleihen. Und wir m&uuml;ssen auch immer bedenken: Das muss ja f&uuml;r ganz Europa gemacht werden. Wenn Herr Scholz sagt, wir stehen gut da, dann finde ich das sehr, sehr bedenklich. Das ist ein dummer Satz, den sollte er mal lassen. Man muss sich fragen, wie stehen wir alle da, wie steht die gesamte W&auml;hrungsunion da.<br>\nMay: Aber es stimmt doch!<br>\nFlassbeck: Es stimmt, aber auf Kosten der anderen. Wir haben ja riesige Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse gehabt die letzten Jahre und das haben die anderen ja uns vorfinanziert, und da sollte man jetzt nicht stolz sein auf irgendetwas, sondern sollte daf&uuml;r sorgen, dass die W&auml;hrungsunion insgesamt funktioniert. Solch eine Regel sollte f&uuml;r die gesamte W&auml;hrungsunion gelten. Das ist das, was W&auml;hrungsunion impliziert in Europa, und nicht, wir machen jetzt und was in Italien passiert, interessiert uns nicht.<br>\nMay: Kann sich Deutschland nicht gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, dass man in den letzten Jahren trotz viel Kritik an der schwarzen Null festgehalten hat?<br>\nFlassbeck: Nein, &uuml;berhaupt nicht! &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schwarze-null-und-coronakrise-deutschland-hat.694.de.html?dram:article_id=473176\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Wir kommen da durch&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist&ldquo;, sagte Scholz. Sie zeige, wie verletzlich jede und jeder sei. &bdquo;Das, was wir jetzt brauchen, ist Solidarit&auml;t&ldquo;, auch unter Staaten. Deutschland stehe auch an der Seite seiner europ&auml;ischen Partner. &bdquo;Das ist keine Sache f&uuml;r uns allein. Wir stehen zusammen.&ldquo;<br>\nScholz dankte Menschen wie &Auml;rzt*innen, Verk&auml;ufer*innen und Busfahrer*innen, die das &ouml;ffentliche Leben am Laufen halten. &bdquo;Sie leisten Gro&szlig;es in diesen Tagen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung tue alles M&ouml;gliche und alles N&ouml;tige, um die wirtschaftlichen und sozialen Folge der Krise abzumildern. &bdquo;Dazu gibt es kein Drehbuch&ldquo;, sagte Scholz. Es gehe um drei Dinge: eine gute Gesundheitsversorgung zu gew&auml;hrleisten, den Lebensunterhalt der Menschen zu sichern, die Wirtschaft und Arbeitspl&auml;tze zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/wir-alle-muessen-uns-umeinander-kuemmern\/25\/03\/2020\/\">SPD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass die Schuldenbremse nun nicht mehr gilt, ist gut und l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Aber der gelernte Jurist und Bundesfinanzminister, Herr Scholz, hat offenbar keine &ouml;konomische Kompetenz, wenn er von der Sicherung des &ldquo;Lebensunterhalts der Menschen&rdquo; und im selben Satz vom Schutz der &ldquo;Wirtschaft und Arbeitspl&auml;tze&rdquo; spricht. Was versteht er unter dem Begriff &ldquo;Wirtschaft&rdquo; &ndash; z&auml;hlt f&uuml;r ihn ein sicherer &ldquo;Lebensunterhalt der Menschen&rdquo; nicht dazu? Und wieso hat er &ndash; und die gesamte (ehemalige und zum Teil noch agierende) F&uuml;hrungsriege der SPD seit Gerhard Schr&ouml;ders Kanzlerschaft &ndash; sich nicht schon fr&uuml;her um einen sicheren Lebensunterhalt f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft gek&uuml;mmert? Stattdessen wurde bekanntlich Europas gr&ouml;&szlig;ter Niedriglohnsektor aufgebaut.<\/em><\/p>\n<p><em>Politiker wie Herr Scholz, die jahrelang die K&uuml;rzungen und Privatisierungen insbesondere im Gesundheitswesen (mit-)vorgenommen haben, versuchen nun sich als &ldquo;Retter&rdquo; zu pr&auml;sentiert, was f&uuml;r nicht wenige B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger hierzulande wohl nur noch mit Ironie zu ertragen ist: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59438#h01\">Politiker, die die letzten Jahrzehnte damit verbrachten, Gesundheitssystem kaputtzusparen, bedanken sich bei Gesundheitspersonal f&uuml;r unerm&uuml;dlichen Einsatz<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kurzarbeitergeld und Coronavirus: Rente gesichert, aber weniger Anspruch erworben<\/strong><br>\nMillionen Arbeitnehmer werden aufgrund der Coronakrise in Kurzarbeit geschickt. Damit ist ein Teil des Lohnes zwar gesichert &ndash; Allerdings wirkt sich das auch negativ auf die zu erwartende Rente aus, wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) aktuell informiert.<br>\nWer als Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld (KUG) bezieht, ist auch f&uuml;r diese Zeit in der gesetzlichen Rentenkasse abgesichert. Die Beitr&auml;ge werden gemeinsam von den Arbeitgebern und den Versicherten gezahlt: auf Basis des reduzierten Verdienstes der Besch&auml;ftigten. Darauf weist aktuell die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4890998\/Kurzarbeitergeld-Rentenbeitrag-gesichert-Anspruch-sinkt\/\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><strong>dazu: Kurzarbeit: Arbeitsmarktpolitik in Zeiten von COVID-19\/Corona<\/strong><br>\nIn den letzten Tagen wurde angesichts der drastischen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise ein flexibles und gro&szlig;z&uuml;giges Kurzarbeitsmodell geschaffen. Dieses soll in den n&auml;chsten Wochen und Monaten dazu beitragen, Arbeitspl&auml;tze zu sichern. Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Ausgestaltung und ein R&uuml;ckblick auf den sozialpolitischen Nutzen von Kurzarbeit in &Ouml;sterreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/kurzarbeit-arbeitsmarktpolitik-corona\/%20\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Corona und die Selbstentmachtung der Parlamente<\/strong><br>\nEs ist die Stunde der Exekutive &ndash; und genau das ist das Problem. Denn die staatliche Macht besteht aus mehr als einer Gewalt. Zum Beispiel aus der Legislative, den Parlamenten, zuvorderst dem Bundestag. Zitat:<br>\n&ldquo;Als direkt gew&auml;hlter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag neben seiner Funktion als Gesetzgeber eine weitere sehr wichtige Aufgabe zu: die Kontrolle der Bundesregierung. (&hellip;) Der Bundestag bildet aber auch Gremien, zu deren Aufgabe die Kontrolle der Regierung geh&ouml;rt. Das sind zum einen die st&auml;ndigen Aussch&uuml;sse, deren prim&auml;re Aufgabe die Mitwirkung bei der Gesetzgebung ist. Dazu geh&ouml;ren aber auch spezielle Gremien wie beispielsweise die Untersuchungsaussch&uuml;sse, die fast ausschlie&szlig;lich zur Kontrolle der Regierung eingesetzt werden.&rdquo;<br>\nSo steht es auf der Bundestagswebseite. Und im Grundgesetz steht die Institution Bundestag weit vor der Bundesregierung.<br>\nWo ist dieses Organ? Wo bleibt die Generaldebatte im Bundestag &uuml;ber das diskussionsw&uuml;rdige Corona-Regime? Der Austausch der Argumente, die Suche nach dem besten Weg aus der m&ouml;glichen Krise. Wenn schon, dann demokratisch legitimierte Sonderma&szlig;nahmen. (&hellip;)<br>\nIm Landtag eines Bundeslandes wird zurzeit sogar diskutiert, ob man die sogenannte &ldquo;Immunit&auml;t&rdquo; der Abgeordneten nicht lockern sollte. Gegen Abgeordnete darf beispielsweise erst dann strafrechtlich ermittelt werden, wenn das Parlament zustimmt und die Immunit&auml;t des Delegierten aufhebt. Damit soll vermieden werden, dass die Exekutive, eine Staatsanwaltschaft etwa, die Legislative au&szlig;er Kraft setzen kann.<br>\nUnter den Vorzeichen von Corona wurde nun folgender Vorschlag ge&auml;u&szlig;ert: Sollte eine Gesundheitsbeh&ouml;rde den Notstand ausrufen, wie jetzt, soll der k&uuml;nftig auch f&uuml;r die Parlamentarier gelten, die dann das Parlament nicht mehr betreten d&uuml;rften. Das w&auml;re perspektivisch die programmatische Selbstaufgabe der Parlamente. (&hellip;)<br>\nNach der Selbstentmachtung der Parlamente braucht die Gesellschaft Orte und Formen, wie man die Einw&auml;nde und den Widerspruch zu dem verantwortungslosen und illegitimen Ausnahmezustand m&ouml;glich und sichtbar machen kann. Versammlungen sind verboten.<br>\nWie w&auml;re es aber zum Beispiel mit einer G&auml;nsemarsch-Demonstration? Ein Zug von mehreren Personen, die im Abstand von zwei Metern hintereinander im G&auml;nsemarsch durch die Stra&szlig;en ziehen? Rein zuf&auml;lliger Weise in die gleiche Richtung und v&ouml;llig gesundheitsbewusst mit einem Tuch vor dem Gesicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-die-Selbstentmachtung-der-Parlamente-4689714.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Bundestag soll bereits mit einem Viertel der Mitglieder beschlussf&auml;hig sein<\/strong><br>\nWie bleibt der Bundestag handlungsf&auml;hig, wenn viele Abgeordnete wegen der Coronakrise nicht im Plenum erscheinen k&ouml;nnen? Die Fraktionen haben nun eine L&ouml;sung verabredet &ndash; und ihr ein Verfallsdatum gegeben. (&hellip;)<br>\nDie ver&auml;nderte Regelung hat ein Verfallsdatum: Sie soll h&ouml;chstens bis zum 30. September in Kraft bleiben, kann aber schon vorher aufgehoben werden. &ldquo;Die parlamentarische Demokratie ist handlungsf&auml;hig und braucht keine autorit&auml;ren L&ouml;sungen&rdquo;, sagte der rechtspolitische Sprecher der Linksfraktion, Friedrich Straetmanns. Eine &Auml;nderung des Grundgesetzes, um ein Notparlament zu schaffen, brauche es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-krise-bundestag-soll-bereits-mit-einem-viertel-der-mitglieder-beschlussfaehig-sein-a-1989849b-d666-4bae-b0c6-58558fdee60d\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Corona-Krise macht offenbar vieles m&ouml;glich. Auch eine Blaupause f&uuml;r den in Art. 53a GG geregelten Gemeinsamen Ausschuss (Notparlament)? Es stellt sich die Frage, wie viele Abgeordnete einer &Auml;nderung der bisherigen Gesch&auml;ftsordnung zustimmen m&uuml;ssen. Vermutlich m&uuml;ssen bis zur &Auml;nderung mehr als die H&auml;lfte der Mitglieder im Sitzungssaal des Deutschen Bundestages anwesend sein, um &uuml;berhaupt beschlussf&auml;hig zu sein. Am Mittwochmorgen, dem Tag der Bundestagsdebatte, berichtet &ldquo;Spiegel&rdquo; zwar &uuml;ber &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundestag-in-der-corona-krise-das-notparlament-a-94654b96-4258-42b1-8e27-3290e1cfc40a\">Das Notparlament<\/a>&rdquo; und wei&szlig; zu berichten, wie und wo die Fraktionen tagen, aber offenbar nicht, wie viele Abgeordnete &uuml;berhaupt anwesend sind.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: COVID-19 und das Grundgesetz<\/strong><br>\nDie Regelungen der Notstandsverfassung finden sich bedauerlicherweise nicht geb&uuml;ndelt an einer Stelle im Grundgesetz, sondern sind recht un&uuml;bersichtlich &uuml;ber das GG verteilt. Die Regelungen sind insofern nicht besonders &bdquo;krisenfreundlich&ldquo;, denn ihre Komplexit&auml;t und die Dezentralisierung machen das in Notsituationen erforderliche schnelle Ergreifen von Ma&szlig;nahmen nicht gerade leichter. &Uuml;bergeordnete Zielsetzung der Notstandsverfassung ist es jedenfalls, den Bestand und die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Bundes und der L&auml;nder im Extremfall durch Verfahrensvereinfachungen sowie Kompetenzkonzentration, sowohl im Sinne der vertikalen als auch der horizontalen Gewaltenteilung, zu sch&uuml;tzen. Das Grundgesetz unterscheidet zwischen &auml;u&szlig;erem und innerem Notstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/covid-19-und-das-grundgesetz\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Krankenhauspolitik <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Weckruf f&uuml;r die Krankenhauspolitik<\/strong><br>\nDer Pflegenotstand in Deutschland ist nicht erst seit der Corona-Krise ein Thema. Gewerkschaften, Berufs- und Patientenverb&auml;nde machen sp&auml;testens seit dem Jahr 2008 mit gr&ouml;&szlig;eren Kampagne auf das Thema aufmerksam. Der Niedergang der Krankenhauspflege verlief &uuml;ber zwei wichtige Stationen: 1997 wurde die letzte Form von Personalbemessung abgeschafft, weil sie &ndash; so die explizite Begr&uuml;ndung im Gesetzesentwurf &ndash; der angestrebten marktf&ouml;rmigen Steuerung der Krankenh&auml;user im Weg stand. 2003\/04 wurden dann die Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG, deutsch: diagnosebezogene Fallgruppen) eingef&uuml;hrt. Damit war die Pflege endg&uuml;ltig zu einem Kostenfaktor im Preissystem degradiert und der Abbau der Pflegestellen beschleunigte sich noch einmal. Auf seinem H&ouml;hepunkt fielen diesem Kahlschlag ca. 50.000 Pflegestellen zum Opfer, w&auml;hrend die Patientenzahlen seit Einf&uuml;hrung der DRGs immer weiter anstiegen. Entsprechend stieg die Anzahl der PatientInnen pro Pflegekraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ein-weckruf-fuer-die-krankenhauspolitik\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Artikel ist lesenswert, weil er an die Sparrunden im Gesundheitssystem erinnert und die Folgen des marktkonformen Umbaus kenntlich macht. Dagegen leugnete der Bundesgesundheitsminister Anfang M&auml;rz noch, dass es solche Prozesse je gegeben h&auml;tte oder er blendete Zusammenh&auml;nge bewusst aus, um dem Gesundheitssystem eine vergleichsweise gute Ausgangslage zu bescheinigen. <\/em><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Gesundheitsminister <a href=\"https:\/\/twitter.com\/jensspahn?ref_src=twsrc%5Etfw\">@jensspahn<\/a> &auml;u&szlig;ert sich zur Frage, ob das deutsche Gesundheitssystem aufgrund von Sparma&szlig;nahmen und wegen des Personalmangels f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Coronavid19?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Coronavid19<\/a>|-Krise gewappnet ist.<a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Pflegenotstand?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Pflegenotstand<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/sDTPkrUAea\">pic.twitter.com\/sDTPkrUAea<\/a><\/p>\n<p>&mdash; phoenix (@phoenix_de) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/phoenix_de\/status\/1234474223067897857?ref_src=twsrc%5Etfw\">March 2, 2020<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sollte den Kritiker der Verh&auml;ltnisse nicht f&uuml;r diese verantwortlich machen. Aber es ist nun einmal so, die Einf&uuml;hrung der Fallpauschalen ging parallel mit der Einf&uuml;hrung der neoliberalen Agenda 2010 durch die rot-gr&uuml;ne Koalition unter Gerhard Schr&ouml;der (SPD) und man kann nur hoffen, dass nachdem die Corona-Epidemie &uuml;berwunden sein wird endlich mit der irren Ideologie des Neoliberalismus abgerechnet wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsnotstand in der BRD: &raquo;Ergebnis jahrelanger Mangelwirtschaft&laquo;<\/strong><br>\n&raquo;Coronakrise&laquo;: Besch&auml;ftigte der Jenaer Uniklinik fordern Unterst&uuml;tzung und Aufwertung der Pflegeberufe. Ein Gespr&auml;ch mit Petra Bergmann-Franke [&hellip;]<br>\nIm Brief hei&szlig;t es, die aktuelle Situation sei &raquo;auch auf die Entwicklungen des Gesundheitssystems der letzten Jahre&laquo; und Privatisierungen von Kliniken zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nJa, weil diese systematisch in die Marktwirtschaft gedr&auml;ngt wurden. Dadurch wurde und wird immer mehr Personal gespart. Das f&uuml;hrt zu Personalnotstand und &Uuml;berlastung und macht den Pflegeberuf unattraktiv. Kollegen brennen reihenweise aus, darunter leiden letztlich auch die Patienten. Vor allem das Fallpauschalensystem, also die pauschale Verg&uuml;tung von Eingriffen nach fest klassifizierten Krankheitsbildern, stellt Marktlogik &uuml;ber Gesundheit und steht guter Versorgung damit im Weg. Profit darf nicht Sinn und Zweck von Krankenh&auml;usern sein!<br>\nNun will der Gesundheitsminister aber das sogenannte Krankenhausentlastungsgesetz auf den Weg bringen und unter anderem h&ouml;here Pauschalen f&uuml;r verschobene Operationen und freigehaltene Betten oder Pr&auml;mien f&uuml;r Schutzausr&uuml;stung zahlen.<br>\nNur reicht das nicht. Ich f&uuml;rchte, das wird die &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;user benachteiligen, weil sie generell weniger Betten freihalten k&ouml;nnen als die Privatkliniken. Das alles ist zu kurz gedacht, weil die finanziellen und strukturellen Probleme des Krankenhaussystems so nicht gel&ouml;st werden. Letztlich geh&ouml;ren Krankenh&auml;user in &ouml;ffentliche Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/375231.gesundheitsnotstand-in-der-brd-ergebnis-jahrelanger-mangelwirtschaft.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheit ist keine Ware. Das muss sp&auml;testens jetzt klar sein.<\/strong><br>\nLINKEN-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali macht in ihrer Antwort auf die Regierungserkl&auml;rung klar: Schutzausr&uuml;stungen m&uuml;ssen bei denen, die viel Kontakt mit Menschen haben, fl&auml;chendeckend vorhanden sein. Ein Pauschalbetrag von 500 Euro f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten in den systemrelevanten Berufen w&auml;re eine sp&uuml;rbare Wertsch&auml;tzung &ndash; ein Zeichen der Solidarit&auml;t f&uuml;r die Leistungstr&auml;ger unserer Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xs__eEp29tQ\">DIE LINKE. im Bundestag via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Kliniken in die &ouml;ffentliche Hand&ldquo;<\/strong><br>\nUnser Gesundheitssystem ist nicht gut auf Notf&auml;lle vorbereitet, sagt Achim Kessler. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Privatisierungen, Pflege und Pandemie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Linken-Politiker-ueber-Corona\/!5673851\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So viel verdienen die Corona-Helden des Alltags<\/strong><br>\nSie sind die Helden der Coronakrise: Kassiererinnen, Pflegekr&auml;fte, M&uuml;llwerker. Nun werden die Dienstleister des Alltags teils beklatscht &ndash; aber sonst schlecht bezahlt. Ein Gehaltscheck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-helden-so-viel-verdienen-kassiererinnen-krankenpfleger-muellwerker-a-96bcee54-9e8b-4146-a138-e8a07860aa60\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was ist nur mit dem SPIEGEL los? Seit 30 Jahren erz&auml;hlt er uns, die deutschen Arbeitskr&auml;fte w&auml;ren zu teuer und die Lohnnebenkosten zu hoch, und nun das? Wo bleibt die Wettbewerbsf&auml;higkeit? Im <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-krise-und-bezahlung-von-dienstleistern-weil-wir-sie-brauchen-kommentar-a-4f9b1960-5400-42a6-9209-ba3b11a74044\">Nachbarartikel<\/a> gleich ein Sakrileg: &ldquo;Das Coronavirus stellt eine l&auml;ngst vergessen geglaubte Frage: Die nach der Klasse. Wir m&uuml;ssen sie beantworten. Wir sollten der neuen Wertsch&auml;tzung f&uuml;r Arbeiterinnen und Arbeiter eine neue Lohngerechtigkeit folgen lassen. Die Unternehmen m&uuml;ssen sie besser bezahlen, wir Kunden m&uuml;ssen daf&uuml;r h&ouml;here Preise akzeptieren. Warum? Weil sie f&uuml;r uns alle arbeiten.&rdquo; H&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r die Un- und Angelernten? Skandal&ouml;s!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r wen Covid-19 besonders bedrohlich ist<\/strong>\n<ul>\n<li>F&uuml;r Raucher g&auml;be es wohl keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um ihr Laster aufzugeben. Denn bei einer vorgesch&auml;digten Lunge k&ouml;nnen Viren wie Sars-CoV-2 leichter eindringen.<\/li>\n<li>Auch Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Lungenleiden und eingeschr&auml;nkter Immunantwort wie etwa Krebspatienten sind besonders anf&auml;llig.<\/li>\n<li>F&uuml;r den Verlauf der Krankheit Covid-19 ist das biologische Alter entscheidend. Daher sollte man sich weiterhin fit halten und bewegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wenn die Daten zur Corona-Pandemie noch nicht so zuverl&auml;ssig sind, wissen Mediziner, wie sehr Herzkreislauf- und Lungenpatienten bei anderen Infektionen gef&auml;hrdet sind, die die Lunge betreffen. Aus den genannten Gr&uuml;nden haben sie etwa ein zwei- bis dreifach erh&ouml;htes Risiko, an der saisonalen Grippe zu sterben. F&uuml;r Lungenleiden gilt zudem, dass die Zellw&auml;nde dann oftmals krankhaft verdickt und Atemwege verengt sind. Zus&auml;tzlich behindern Entz&uuml;ndungsreaktionen den Gasaustausch. Je nachdem, ob es sich um Asthma, chronisch obstruktive Erkrankungen, eine Pneumonie, Tuberkulose oder andere Lungenleiden handelt, fallen die Sch&auml;digungen unterschiedlich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/coronavirus-rauchen-risikofaktoren-covid-19-1.4855784\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn das mal nicht zu einer erh&ouml;hten Angst beitr&auml;gt: Die Datenlage sei &ldquo;noch nicht so zuverl&auml;ssig&rdquo;, aber die &Uuml;berschrift deutet auf eine besondere Bedrohung f&uuml;r bestimmte, aber viele Personen hin. Offensichtlich wird hier auch Infektion mit Erkrankung verwechselt, wenn behauptet wird, f&uuml;r den Verlauf der Krankheit Covid-19 sei das biologische Alter entscheidend.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Keine Isolierung m&ouml;glich: Krise trifft Obdachlose besonders hart<\/strong><br>\nDie meisten Menschen versuchen sich w&auml;hrend der Corona-Krise in ihren Wohnungen zu isolieren, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Doch was tun Obdachlose, die keinen R&uuml;ckzugsort haben? Sie k&auml;mpfen in dieser Zeit mit Schwierigkeiten an mehreren Fronten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Krise-trifft-Obdachlose-besonders-hart-article21664723.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>3.000 Euro f&uuml;r drei Monate: Schutzschirm f&uuml;r Studierende gefordert<\/strong><br>\nWas passiert eigentlich mit Studierenden, die in der Corona-Krise kein Geld mehr verdienen? Zur &Uuml;berbr&uuml;ckung der Notlage verlangt ein B&uuml;ndnis von der Bundesregierung unb&uuml;rokratische Soforthilfen. Auch ein &bdquo;Nicht-Semester&ldquo; wird inzwischen offen diskutiert. Die politisch Verantwortlichen denken offenbar noch nicht ganz so weit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2343-soforthilfe-fuer-studierende.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einige Staaten verbieten Spekulation auf fallende Kurse<\/strong><br>\nSpekulanten d&uuml;rfen auf fallende Kurse setzen, jedenfalls in normalen Zeiten. Doch Frankreich und andere L&auml;nder verbieten Leerverk&auml;ufe nun. In Deutschland bleiben sie dagegen erlaubt &ndash; noch. (&hellip;)<br>\nDoch in Deutschland hat sich der Druck aus der Politik zuletzt erh&ouml;ht: Die Stimmen f&uuml;r ein Leerverkaufsverbot reichen vom CSU-Europapolitiker Markus Ferber bis zum Finanzfachmann der Linken-Bundestagsfraktion, Fabio De Masi. &bdquo;Die EU braucht jetzt eine koordinierte Finanzaufsicht und sollte gedeckte Leerverk&auml;ufe sowie den Hochfrequenzhandel an allen europ&auml;ischen Finanzpl&auml;tzen untersagen&ldquo;, hatte der Linken-Bundestagsabgeordnete De Masi Anfang dieser Woche gefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/leerverkaeufe-verbot-fuer-spekulation-auf-fallende-kurse-16687322.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Seit vielen Jahren f&ouml;rdern Bundesregierungen den Finanzsektor. Auch daran hat sich mit Herrn Scholz als Bundesfinanzminister &ndash; zumindest bisher &ndash; nichts ge&auml;ndert. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">Die Gewinner der Krise &ndash; BlackRock und Co. kassieren gleich doppelt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Assange denied bail in UK amid pandemic<\/strong><br>\nWikiLeaks founder Julian Assange has been denied bail after arguing that his release from a UK prison would mitigate his &ldquo;high risk&rdquo; of catching coronavirus.<br>\nThe Australian made the application in the Westminster Magistrates Court on Wednesday, with less than 15 people in attendance due to the coronavirus lockdown.<br>\nDistrict Judge Vanessa Baraitser ruled that Assange had absconded before and said that Belmarsh prison is following government guidelines to protect detainees with no confirmed virus cases there yet.<br>\nShe accepted that government advice may change rapidly but for the time being she denied strict bail for the 48-year-old.<br>\n&ldquo;As matters stand today this global pandemic does not, of itself, yet provide grounds for Mr Assange&rsquo;s release,&rdquo; Judge Baraitser ruled.<br>\n&ldquo;In my view there are substantial grounds to believe that if released today he would not return to face his extradition hearing.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/thewest.com.au\/news\/conflict\/assange-denied-bail-in-uk-over-virus-ng-s-2002177\">The West Australian<\/a>\n<p><strong>dazu: Julian Assange auf Kaution freilassen<\/strong><br>\n&bdquo;DIE LINKE fordert angesichts der Corona-Pandemie eine sofortige Freilassung von Julian Assange auf Kaution. Das Risiko, dass sich der Journalist und Gr&uuml;nder der Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks in britischer Auslieferungshaft mit dem Covid-19-Virus infiziert, ist hoch. Angesichts seiner extrem angegriffenen Gesundheit nach jahrelanger Isolation ist Julian Assange besonders anf&auml;llig f&uuml;r eine Lungenerkrankung&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Au&szlig;enpolitikexpertin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Ausw&auml;rtigen Ausschuss, zum Kautionsantrag von Julian Assanges Anw&auml;lten. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Julian Assange stellt keinerlei Gefahr f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit dar und ist im Hochsicherheitsgef&auml;ngnis Belmarsh in London nur inhaftiert, um seine Auslieferung an die USA sicherzustellen, wo ihm wegen der Enth&uuml;llung von Kriegsverbrechen eine Gef&auml;ngnisstrafe von 175 Jahren droht. Der Journalist muss freikommen, damit er genesen und sich angemessen auf das weitere Auslieferungsverfahren vorbereiten kann, das am 18. Mai fortgesetzt werden soll. DIE LINKE hofft auf eine rasche und positive Entscheidung des Westminister Magistrates Court &uuml;ber den Kautionsantrag des Anwaltsteams von Julian Assange.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/julian-assange-auf-kaution-freilassen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Im Westen keine Gnade<\/strong><br>\nUN-Generalsekret&auml;r &uuml;bt scharfe Kritik an Iran-Sanktionen, weil sie den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie erschweren. Berlin schweigt.<br>\nDie US-Sanktionen gegen Iran, an die sich faktisch auch deutsche Unternehmen halten m&uuml;ssen, erschweren massiv den Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Dies erkl&auml;rt UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres, der auf eine umgehende Aussetzung der Sanktionen dringt. Die Boykottma&szlig;nahmen hatten Irans Gesundheitssystem schon vor dem Ausbruch der Pandemie aufs Schwerste gesch&auml;digt und beispielsweise Krebspatienten dringend ben&ouml;tigte Medikamente vorenthalten. Sie verhindern jetzt auch die Lieferung etwa von Covid-19-Testkits, die in Deutschland kosteng&uuml;nstig hergestellt werden. Iran ist eines der wohl am schwersten von der Pandemie getroffenen L&auml;nder; die offiziellen Angaben &ndash; gestern rund 27.000 Infizierte, etwas mehr als 2.000 Todesf&auml;lle &ndash; gelten als erheblich zu niedrig. Iranische Experten bef&uuml;rchten einen Anstieg auf eine sechs- bis siebenstellige Zahl an Toten. Washington, weit davon entfernt, die Sanktionen zugunsten der Pandemiebek&auml;mpfung wenigstens auszusetzen, hat vor einigen Tagen sogar neue Strafma&szlig;nahmen verh&auml;ngt. Berlin bleibt unt&auml;tig und schweigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8228\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hass und Hetze erreichen neue Dimension<\/strong><br>\nDass Hass- und Hetze im Netz sich immer wieder in Gewalt im realen Leben umschl&auml;gt, ist bekannt. Auch in Corona-Zeiten bleiben Menschen offenbar nicht vor rassistisch motivierten verbalen und t&auml;tlichen Angriffen verschont. Wie Recherchen des ARD-Politmagazins &bdquo;Report Mainz&ldquo; und Polizeiangaben belegen, gibt es bereits eine Reihe rassistischer &Uuml;bergriffe auf Menschen mit ausl&auml;ndischen Wurzeln.<br>\nEinige Beispiele: In M&uuml;nchen wird eine asiatisch aussehende Frau von ihrem Wohnungsnachbarn mit dem Ruf &bdquo;Corona&ldquo; bedroht und mit Desinfektionsspray angegriffen. In einem kleinen Dorf im Landkreis Rosenheim wird das dortige italienische Restaurant mit der Parole &bdquo;Corona&ldquo; beschmiert. In Bielefeld finden die Bewohner einer Stra&szlig;e, in der viele Migranten leben, rechtsradikale Flugbl&auml;tter in ihren Briefk&auml;sten. Darauf steht: &bdquo;Asylanten und Fl&uuml;chtlinge und Migranten und Muslime und Nigger &ndash; in den Ofen!&ldquo; (&hellip;)<br>\nDer Hass im Netz hat Einsch&auml;tzungen von Extremismusforschern zufolge sogar eine neue Dimension erreicht. So hei&szlig;t es in aktuellen Kommentaren auf Facebook &uuml;ber Bundeskanzlerin Angela Merkel: &bdquo;Todesstrafe&ldquo;, &bdquo;Hinrichten&ldquo;, &bdquo;Die Merkel endlich aufh&auml;ngen, bevor sie noch mehr anrichtet&ldquo;, &bdquo;Ich hoffe, sie verreckt gaaaanz langsam&ldquo;. Als bekannt wird, dass die Bundeskanzlerin nicht mit Corona infiziert ist, wird das z. B. so kommentiert: &bdquo;Sehr schade, dachte sie verreckt endlich.&ldquo; Diese Kommentare stammen aus geschlossenen Gruppen von denen manche 20.000, andere sogar 30.000 Mitglieder haben. (&hellip;)<br>\nIn einem weiteren Kommentar &uuml;ber die Kanzlerin hei&szlig;t es: &bdquo;Vor Merkels &sbquo;Wir schaffen das!&lsquo; muss man sich inzwischen mehr f&uuml;rchten, als vor Goebbels Frage nach dem &sbquo;totalen Krieg&lsquo;!&ldquo; Matthias Quent bezeichnet das als &bdquo;Verherrlichung des Nationalsozialismus&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2020\/03\/25\/corona-krise-hass-hetze-dimension\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kein Stopp geplant<\/strong><br>\nTrotz Pandemie will Deutschland weiterhin Menschen in Krisengebiete abschieben. In Baden-W&uuml;rttemberg nennt ein Sprecher des Innenministeriums das die &ldquo;zwangsl&auml;ufige Konsequenz&rdquo;, wenn abgewiesene Schutzsuchende ihrer &ldquo;Pflicht zur Ausreise nicht von selbst nachkommen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nUm eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln sicherzustellen, d&uuml;rfe es &ldquo;keine Denkverbote&rdquo; geben. So k&ouml;nnten laut dem Minister auch anerkannte Asylbewerber, die derzeit aufgrund der Krise ihrer Arbeit nicht nachkommen k&ouml;nnen, ebenso wie Fl&uuml;chtlinge oder auch Hartz-IV-Empf&auml;nger &ldquo;die Chance erhalten, den Landwirten und damit der Gesellschaft zu helfen&rdquo;.<br>\nKeine M&ouml;glichkeit mehr, sich einzubringen, haben 39 Personen aus Afghanistan, darunter 22 Straff&auml;llige, die am 12. M&auml;rz dieses Jahres von der Staatsmacht gefesselt, geknebelt und, begleitet von 94 Sicherheitsbeamten, vom Flughafen Halle\/Leipzig aus nach Kabul geflogen wurden. Einen Tag zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation ihre Gefahreneinsch&auml;tzung versch&auml;rft und mit Covid-19 erstmals seit &uuml;ber einem Jahrzehnt eine Pandemie ausgerufen. Nicht nur gibt es laut den Zahlen der Vereinten Nationen j&auml;hrlich mehr als 10.000 zivile Opfer in Afghanistan (2019 wurden 3.400 Tote und 6.000 Verletzte registriert). Beobachter sch&auml;tzen auch die medizinische Infrastruktur im Land als kritisch ein. Interessenverb&auml;nde wie ProAsyl oder der Fl&uuml;chtlingsrat Baden-W&uuml;rttemberg fordern vor dem Hintergrund einer globalen Pandemie umso eindringlicher einen unverz&uuml;glichen Stopp der Abschiebungen. Nicht nur nach Afghanistan, sondern generell.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/469\/kein-stopp-geplant-6596.html%20\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Mandat ausgeweitet, Zweck unklar<\/strong><br>\nDas Geflecht milit&auml;rischer Interessen und Akteure in Mali mutiert weiter.<br>\nInmitten der Corona-Krise, in der die EU ansonsten wieder in Einzeltstaaten zu verfallen scheint, hat der Rat der Europ&auml;ischen Union ohne gro&szlig;e Diskussion oder &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit das Mandat ihrer sogenannten Trainingsmission in Mali verl&auml;ngert und betr&auml;chtlich ausgeweitet. Zuk&uuml;nftig soll es den EU-Kr&auml;ften auch erlaubt sein, die malischen Streitkr&auml;fte und die gemeinsame Truppe der G5-Staaten &bdquo;bis zur taktischen Ebene&ldquo; zu begleiten. Aktuell ist die Bundeswehr mit bis zu 350 Kr&auml;ften an EUTM beteiligt, bis zu 1.100 deutsche Kr&auml;fte sind dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r die UN-Truppe MINUSMA mandatiert. F&uuml;r beide Eins&auml;tze steht demn&auml;chst auch im &ndash; wegen der Pandemie nur noch eingeschr&auml;nkt tagenden Bundestag &ndash; eine Verl&auml;ngerung und Ausweitung an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/03\/25\/eu-mandat-ausgeweitet-zweck-unklar\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>B&uuml;rgerkrieg im Jemen: Das steckt dahinter<\/strong><br>\nIm Jemen herrscht ein B&uuml;rgerkrieg mit internationaler Beteiligung; trotz intensiver Bem&uuml;hungen der Vereinten Nationen, einen Friedensprozess in Gang zu bringen, ist ein Ende der K&auml;mpfe nicht in Sicht. Islamwissenschaftlerin und Vorstandsvorsitzende des &ldquo;Center for Applied Research in Partnership with the Orient&rdquo; (CARPO) Marie-Christine Heinze analysiert den Konflikt und stellt die aktuelle Situation im Jemen dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welthungerhilfe.de\/aktuelles\/gastbeitrag\/2019\/hintergrundanalyse-jemen-konflikt\/\">Welthungerhilfe<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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