{"id":59667,"date":"2020-03-29T09:00:19","date_gmt":"2020-03-29T07:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667"},"modified":"2020-03-27T09:48:22","modified_gmt":"2020-03-27T08:48:22","slug":"hinweise-der-woche-153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h01\">Ein Weckruf f&uuml;r die Krankenhauspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h02\">DRK-Klinikmitarbeiter emp&ouml;rt: Gehaltsverzicht und weniger Urlaub<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h03\">So viel verdienen die Corona-Helden des Alltags<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h04\">&bdquo;Polarisierungen werden zunehmen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h05\">Hierarchie der Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h06\">Niedrigl&ouml;hner trifft es am st&auml;rksten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h07\">The Bio-Economic Pandemic and the Western Working Classes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h08\">Banken lassen die kleinen Unternehmer im Stich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h09\">Um Himmels willen! 756 Milliarden Euro Rettungspaket &ndash; wer soll das bezahlen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h10\">Das Corona-Virus und der Stabilit&auml;tsmythos der Liberaldemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h11\">Corona-Vorsorge in Pariser Vororten: Was, wenn sie in den Vorst&auml;dten die Nerven verlieren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h12\">Die Gesundheitsdiktatur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h13\">Corona und die Selbstentmachtung der Parlamente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h14\">Pandemie der kollektiven Hysterie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h15\">SPD-Innenminister Pistorius fordert Strafen gegen Fake News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h16\">Russland schickt Italien Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h17\">Tarifabschluss IG Metall NRW: Weniger als ein Linsengericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59667#h18\">Volle Kraft gegen Nord Stream 2<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Weckruf f&uuml;r die Krankenhauspolitik<\/strong><br>\nDer Pflegenotstand in Deutschland ist nicht erst seit der Corona-Krise ein Thema. Gewerkschaften, Berufs- und Patientenverb&auml;nde machen sp&auml;testens seit dem Jahr 2008 mit gr&ouml;&szlig;eren Kampagne auf das Thema aufmerksam. Der Niedergang der Krankenhauspflege verlief &uuml;ber zwei wichtige Stationen: 1997 wurde die letzte Form von Personalbemessung abgeschafft, weil sie &ndash; so die explizite Begr&uuml;ndung im Gesetzesentwurf &ndash; der angestrebten marktf&ouml;rmigen Steuerung der Krankenh&auml;user im Weg stand. 2003\/04 wurden dann die Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG, deutsch: diagnosebezogene Fallgruppen) eingef&uuml;hrt. Damit war die Pflege endg&uuml;ltig zu einem Kostenfaktor im Preissystem degradiert und der Abbau der Pflegestellen beschleunigte sich noch einmal. Auf seinem H&ouml;hepunkt fielen diesem Kahlschlag ca. 50.000 Pflegestellen zum Opfer, w&auml;hrend die Patientenzahlen seit Einf&uuml;hrung der DRGs immer weiter anstiegen. Entsprechend stieg die Anzahl der PatientInnen pro Pflegekraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ein-weckruf-fuer-die-krankenhauspolitik\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Artikel ist lesenswert, weil er an die Sparrunden im Gesundheitssystem erinnert und die Folgen des marktkonformen Umbaus kenntlich macht. Dagegen leugnete der Bundesgesundheitsminister Anfang M&auml;rz noch, dass es solche Prozesse je gegeben h&auml;tte oder er blendete Zusammenh&auml;nge bewusst aus, um dem Gesundheitssystem eine vergleichsweise gute Ausgangslage zu bescheinigen.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nGesundheitsminister @jensspahn &auml;u&szlig;ert sich zur Frage, ob das deutsche Gesundheitssystem aufgrund von Sparma&szlig;nahmen und wegen des Personalmangels f&uuml;r die #Coronavid19|-Krise gewappnet ist.#Pflegenotstand pic.twitter.com\/sDTPkrUAea    &mdash; phoenix (@phoenix_de) March 2, 2020\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sollte den Kritiker der Verh&auml;ltnisse nicht f&uuml;r diese verantwortlich machen. Aber es ist nun einmal so, die Einf&uuml;hrung der Fallpauschalen ging parallel mit der Einf&uuml;hrung der neoliberalen Agenda 2010 durch die rot-gr&uuml;ne Koalition unter Gerhard Schr&ouml;der (SPD) und man kann nur hoffen, dass nachdem die Corona-Epidemie &uuml;berwunden sein wird endlich mit der irren Ideologie des Neoliberalismus abgerechnet wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DRK-Klinikmitarbeiter emp&ouml;rt: Gehaltsverzicht und weniger Urlaub<\/strong><br>\nSechs Prozent weniger Lohn, Verzicht auf f&uuml;nf Urlaubstage und unbezahlte &Uuml;berstunden: In Zeiten der Corona-Krise klingen die Einschnitte f&uuml;r das Personal in den DRK-Kliniken Nordhessen wie blanker Hohn. Doch tats&auml;chlich hat man vor gut zwei Wochen anl&auml;sslich einer Mitarbeiterversammlung &uuml;ber eine Reihe von &bdquo;M&ouml;glichkeiten&rdquo; zur finanziellen Gesundung der Kliniken mit Standorten in Kassel und Kaufungen gesprochen. Teilnehmer der Veranstaltung empfanden das als &bdquo;Ohrfeige&rdquo; &ndash; in Zeiten, wo die &Ouml;ffentlichkeit mit Applaus f&uuml;r den Einsatz dankt. Doch auch die Klinikleitung &ldquo;ist w&uuml;tend&rdquo;, wie sie in einem Offenen Brief kommuniziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lokalo24.de\/lokales\/kassel\/drk-klinikmitarbeiter-empoert-gehaltsverzicht-weniger-urlaub-13612124.html\">ExtraTip<\/a>\n<p><strong>dazu: Pflegekr&auml;fte in der Coronakrise: Sie brauchen mehr als warme Worte<\/strong><br>\nMit Applaus von den Balkonen danken viele Menschen den Heldinnen und Helden der Coronakrise: &Auml;rztinnen und Krankenschwestern. Schluss damit, fordert ein Pfleger, der stattdessen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Forderung nach besserer Bezahlung verlangt.<br>\nAuf Balkonen, an offenen Fenstern stehen Menschen, auch in Deutschland, und applaudieren. Ein lautstarker, solidarischer Dank f&uuml;r &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte. Vor einigen Tagen twitterte ein junger Pfleger:<br>\n&bdquo;Wir Pflegekr&auml;fte brauchen keine Klatscherei. Wir wollen auch keine Merci-Schokolade und warme Worte! Wir brauchen 4000 Euro brutto, mehr Personal, Gefahrenzulagen und ein entprivatisiertes Gesundheitssystem!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/pflegekraefte-in-der-coronakrise-sie-brauchen-mehr-als.2165.de.html?dram:article_id=473239\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>So viel verdienen die Corona-Helden des Alltags<\/strong><br>\nSie sind die Helden der Coronakrise: Kassiererinnen, Pflegekr&auml;fte, M&uuml;llwerker. Nun werden die Dienstleister des Alltags teils beklatscht &ndash; aber sonst schlecht bezahlt. Ein Gehaltscheck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-helden-so-viel-verdienen-kassiererinnen-krankenpfleger-muellwerker-a-96bcee54-9e8b-4146-a138-e8a07860aa60\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was ist nur mit dem SPIEGEL los? Seit 30 Jahren erz&auml;hlt er uns, die deutschen Arbeitskr&auml;fte w&auml;ren zu teuer und die Lohnnebenkosten zu hoch, und nun das? Wo bleibt die Wettbewerbsf&auml;higkeit? Im Nachbarartikel gleich ein Sakrileg: &ldquo;Das Coronavirus stellt eine l&auml;ngst vergessen geglaubte Frage: Die nach der Klasse. Wir m&uuml;ssen sie beantworten. Wir sollten der neuen Wertsch&auml;tzung f&uuml;r Arbeiterinnen und Arbeiter eine neue Lohngerechtigkeit folgen lassen. Die Unternehmen m&uuml;ssen sie besser bezahlen, wir Kunden m&uuml;ssen daf&uuml;r h&ouml;here Preise akzeptieren. Warum? Weil sie f&uuml;r uns alle arbeiten.&rdquo; H&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r die Un- und Angelernten? Skandal&ouml;s!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Polarisierungen werden zunehmen&ldquo;<\/strong><br>\nHamburger Soziologe Sighard Neckel &uuml;ber die Krise nach der Coronakrise und was dagegen zu tun ist.<br>\n(&hellip;) Aber es gibt B&ouml;rsianer, die gerade sehr aktiv sind.<br>\nSchwerreiche Hedgefonds wie Bridgewater wissen schon, warum sie mit Milliardensummen auf den Absturz des Aktienmarkts und den Zusammenbruch vieler verwundbarer Firmen wetten&hellip;Nach Corona k&ouml;nnte eintreten, dass auch unter den Gro&szlig;en nur diejenigen &uuml;berleben, deren hohes Verm&ouml;gen auf Wertsch&ouml;pfung nicht angewiesen ist, w&auml;hrend ein langer Shutdown zu massenhaften Insolvenzen und Jobverlusten f&uuml;hrt, weil die Leute weder investieren noch konsumieren noch arbeiten k&ouml;nnen&hellip;<br>\nEs war w&auml;hrend der Finanzkrise kaum m&ouml;glich, die Wetten von Hedgefonds gegen W&auml;hrungen oder Konzerne zu verhindern. Das scheint sich nun zu wiederholen. Gibt es Mittel gegen solch zynisches Marktverhalten?<br>\nNat&uuml;rlich g&auml;be es sie, sie liegen in unserer politischen Hand. Die Wetten der Hedgefonds operieren mit sogenannten Leerverk&auml;ufen, die uns schon bei der Finanzkrise 2008 mit in den Abgrund gerissen haben. Dabei leiht man sich gegen geringe Geb&uuml;hren bei Fondsgesellschaften entsprechende Aktienpakete aus und verkauft sie an der B&ouml;rse in dem Kalk&uuml;l, sie zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt viel g&uuml;nstiger wieder einzukaufen. Das wird Leerverk&auml;ufe genannt, weil man Aktien verkauft, die man eigentlich gar nicht besitzt, und die nur f&uuml;r Wetten auf fallende Kurse eingesetzt werden<br>\n(&hellip;) Wie es aussieht, stellt das Virus gerade die Systemfrage. Trauen Sie dem Markt eine Regeneration zu oder drohen handfeste gesellschaftliche Konflikte?<br>\nDie freigesetzten Marktkr&auml;fte haben zu einer drastischen Fehlbewertung gesellschaftlicher Aufgaben und wirtschaftlicher Leistungen gef&uuml;hrt. Das wird uns jetzt im sozialen Ausnahmezustand von Tag zu Tag klarer. Aus dem Niedriglohnsektor wurde buchst&auml;blich &uuml;ber Nacht der Garant der kritischen Infrastruktur&hellip;<br>\nJa, wir brauchen eine Art Infrastruktursozialismus, der nicht nur die elementaren Funktionen als hochwertige &ouml;ffentliche G&uuml;ter betreibt. Ja, wir brauchen eine Umwertung der &ouml;konomischen Werte. Die N&uuml;tzlichkeit und Unverzichtbarkeit gesellschaftlicher Leistungen muss in der Staffelung von Ertr&auml;gen vorrangig sein. Wir k&ouml;nnen ziemlich sicher auf etliche Consultants und Derivateh&auml;ndler verzichten, aber auf keine einzige Pflegekraft im Krankenhaus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/hamburger-soziologe-sighard-neckel-polarisierungen-werden-zunehmen-li.79398\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Auf die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">fatale Wirkung der Leerverk&auml;ufe<\/a> hat Jens Berger bereits hingewiesen. Nun r&auml;cht sich wieder einmal die Unt&auml;tigkeit der Politik bzw. deren Willf&auml;hrigkeit gegen&uuml;ber der globalen Finanzindustrie.<\/em><\/p>\n<p><em>Ausbaden d&uuml;rfen es wieder Millionen Menschen die durch den &ouml;konomischen Schock, der durch die Corona-Pandemie ausgel&ouml;st wurde ihre Existenzgrundlage verlieren werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Corona-Pandemie: Angriff der Spekulanten<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds der Welt wettet 14 Milliarden US-Dollar auf den Niedergang von europ&auml;ischen Unternehmen.<br>\nW&auml;hrend die Welt zunehmend von der Corona-Pandemie betroffen ist, erlebt die B&ouml;rse die gr&ouml;&szlig;te Krise seit zehn Jahren. Spekulanten nutzen sie und die damit verbundenen Verwerfungen an den M&auml;rkten, um daraus Profit zu erwirtschaften. So hat der gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds der Welt, &laquo;Bridgewater Associates&raquo;, 14 Milliarden US-Dollar darauf gewettet, dass die Aktien europ&auml;ischer Unternehmen &ndash; infolge der Ausbreitung des Corona-Virus &ndash; weiter sinken werden. Das berichtet die Nachrichtenagentur &laquo;Bloomberg&raquo;.<br>\nVon den Spekulationen sind Unternehmen in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Italien, Irland und Finnland betroffen.<br>\n(&hellip;) Wie &laquo;Bloomberg&raquo; aufzeigt, mischt der von Milliard&auml;r Ray Dalio gef&uuml;hrte weltweit gr&ouml;&szlig;te Hedgefonds &laquo;Bridgewater Associates&raquo; bei diesen Wetten auf den Niedergang von europ&auml;ischen Firmen kr&auml;ftig mit. Er setzt darauf, dass die Aktienkurse dieser europ&auml;ischen Unternehmen wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie weiter sinken werden. Die meisten der Leerverk&auml;ufe betreffen Unternehmen aus Frankreich, gefolgt von Firmen aus Deutschland und den Niederlanden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Corona-Pandemie-Angriff-der-Spekulanten\">Infosperber<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Wir sind erst in Phase 2 einer vierstufigen Krise &ndash; am Ende wird es um alles gehen<\/strong><br>\nDie Corona-Krise l&auml;sst sich in vier Phasen unterteilen. Aktuell befinden wir uns noch in der zweiten Phase. Zun&auml;chst wird es noch weiter bergab gehen &ndash; am Ende steht die Systemfrage.<br>\n(&hellip;) Wir befinden uns erst in Phase 2 einer vierstufigen Krise. Auf die Corona-Epidemie und die daraus folgende aktuelle Finanzkrise folgt ein deflation&auml;rer Schock f&uuml;r die Realwirtschaft, und am Ende steht die Frage, ob unser Geld- und Wirtschaftssystem wirklich noch funktioniert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/experten\/was-die-weltwirtschaft-noch-erwartet-corona-krise-wir-sind-erst-in-phase-2-von-4-am-ende-steht-die-systemfrage_id_11775960.html?x-fol-utm=true\">Focus<\/a><\/p>\n<p><strong>und: &ldquo;Schlimmer als die Pandemie&rdquo;<\/strong><br>\nWirtschaftskreise fordern Abkehr von Schutzma&szlig;nahmen gegen die Covid-19-Pandemie. Finanzschlacht um Covid-19-Profite hat begonnen.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Besser Grippe als eine kaputte Wirtschaft&rdquo;<br>\nErste Stimmen aus der deutschen Wirtschaft fordern &ouml;ffentlich eine Abkehr von den j&uuml;ngsten Schutzma&szlig;nahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Man d&uuml;rfe nicht vergessen, &ldquo;welche brutalen Folgen die bisherigen Ma&szlig;nahmen bereits f&uuml;r die Weltwirtschaft haben&rdquo;, erkl&auml;rt Alexander Dibelius, ein einflussreicher Finanzmanager, einst Deutschlandchef der Investmentbank Goldman Sachs, im Interview mit dem Handelsblatt: &ldquo;Der akute Absturz der Weltwirtschaft mit all seinen Folgewirkungen&rdquo; sei &ldquo;der weit gr&ouml;&szlig;ere und gef&auml;hrlichere Stresstest als Sars-CoV-2&rdquo;. &ldquo;Als Individuum&rdquo; sei er daf&uuml;r, &ldquo;unsere Alten und Schwachen nicht [zu] gef&auml;hrden und schon gleich gar nicht sterben [zu] lassen&rdquo;. &ldquo;Als Systemtheoretiker&rdquo; aber m&uuml;sse man &ldquo;anders argumentieren&rdquo;. So m&uuml;sse man fragen: &ldquo;Ist es richtig, dass zehn Prozent der &ndash; wirklich bedrohten &ndash; Bev&ouml;lkerung geschont, 90 Prozent samt der gesamten Volkswirtschaft aber extrem behindert werden&rdquo; &ndash; dies &ldquo;mit der unter Umst&auml;nden dramatischen Konsequenz, dass die Basis unseres allgemeinen Wohlstands massiv und nachhaltig erodiert?&rdquo; Dibelius nimmt dazu f&uuml;r sich die Position in Anspruch: &ldquo;Lasst uns die Gef&auml;hrdeten sch&uuml;tzen, aber ich infiziere mich halt, denn besser eine Grippe als eine kaputte Wirtschaft.&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8227\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hierarchie der Not<\/strong><br>\nDer Ausnahmezustand legt soziale Ungleichheiten gnadenlos offen und versch&auml;rft sie. Er ist Kontrastmittel und Gift zugleich. Die Schw&auml;cheren tragen die gr&ouml;&szlig;ere Last und das gr&ouml;&szlig;ere Risiko.<br>\nDas gilt f&uuml;r beide Bev&ouml;lkerungsteile: f&uuml;r jene, die nicht mehr normal arbeiten k&ouml;nnen, und f&uuml;r jene, die jetzt erst recht arbeiten m&uuml;ssen. Je weniger die ungleiche Verteilung des Leids abgefedert wird durch Politik und private Solidarit&auml;t und je l&auml;nger der Ausnahmezustand dauert desto eher kann daraus gesellschaftlicher Sprengstoff werden.<br>\nDer Sozialwissenschaftler Stefan Sell spricht von einer &ldquo;Hierarchie der Not&rdquo;. Bei den nicht &ldquo;Systemrelevanten&rdquo; sieht diese Hierarchie so aus: Am oberen Ende richten sich die Denkarbeiter im Homeoffice ein und hadern mit der Qualit&auml;t der Videokonferenzen. Und am unteren Ende wissen viele nicht, wie sie ihre Miete bezahlen sollen.<br>\nSelbst bei den Kurzarbeitern gibt es Unterschiede: Wer bei VW oder BMW besch&auml;ftigt ist, wo man eh schon besser verdient, bekommt bis zu 90 Prozent des Lohns, weil die IG Metall aufstockt. Andere in Unternehmen ohne Tarifbindung bekommen nur 60 bis 67 Prozent. &ldquo;Wir haben allein 3,7 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte, die weniger als 2.000 Euro Brutto verdienen&rdquo;, sagt Sell. &ldquo;F&uuml;r die ist Kurzarbeit eine Bedrohung.&rdquo; Noch darunter kommen die Soloselbstst&auml;ndigen, die von einem Tag auf den anderen kein Einkommen mehr haben. K&uuml;nstler, Friseure, aber auch Messebauer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2020-03\/soziale-ungleichheit-coronavirus-pandemie-versorgung-covid-19\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Niedrigl&ouml;hner trifft es am st&auml;rksten<\/strong><br>\nCoronakrise: Viele Besch&auml;ftigte im Gastst&auml;ttengewerbe sind bereits in Kurzarbeit &ndash; Linke fordert Notfonds. Ein Gespr&auml;ch mit Susanne Ferschl.<br>\nDie Ma&szlig;nahmen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus bedeuten Lohneinbu&szlig;en f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte. Wo sind die Pro&shy;bleme am gr&ouml;&szlig;ten, wie viele Menschen werden betroffen sein?<br>\nIch kann die Zahl der Betroffenen nicht genau beziffern und an dieser Stelle nur die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zitieren, die verlautbarte, dass die Anfragen aktuell &raquo;durch die Decke gehen&laquo;. F&uuml;r mich ist klar, dass es mehrere Millionen sein werden. Die Probleme sind in den Bereichen der prek&auml;r Besch&auml;ftigten am gr&ouml;&szlig;ten: Niedrigl&ouml;hner, Teilzeitbesch&auml;ftigte, Minijobber et cetera &ndash; sie trifft es am st&auml;rksten.<br>\nDie Gewerkschaften haben nach einem Treffen der Sozialpartner mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD, erkl&auml;rt, dass das Kurzarbeitergeld in der Regel 60 bis 67 Prozent des Lohns umfasst und nicht zum Leben reiche. Sehen Sie das auch so?<br>\nJa, nat&uuml;rlich, das ist wirklich viel zu wenig. Wenn wir uns das Gastst&auml;ttengewerbe anschauen, ist das zum Beispiel eine Branche, in der sehr niedrige L&ouml;hne bezahlt werden. Wenn die Besch&auml;ftigten jetzt nochmal bis zu 40 Prozent Lohneinbu&szlig;en hinnehmen sollen, ist das existenzbedrohend. Mieten und laufende Kosten m&uuml;ssen bezahlt werden, das ist f&uuml;r viele mit diesen Lohneinbu&szlig;en nicht m&ouml;glich.<br>\nWie hoch muss das Kurzarbeitergeld angesetzt werden, um existenzsichernd zu sein?<br>\nDie verabschiedete Regelung zum Kurzarbeitergeld sieht vor, dass Unternehmen ihre Besch&auml;ftigten trotz &Uuml;berstunden in Kurzarbeit schicken k&ouml;nnen und selbst f&uuml;r die ausgefallenen Arbeitsstunden die gezahlten Sozialversicherungsbeitr&auml;ge zur&uuml;ckerstattet bekommen. Ich finde, dass die R&uuml;ckerstattung daran gekoppelt werden muss, dass Unternehmer ihren Besch&auml;ftigten das Kurzarbeitergeld auf mindestens 90 Prozent aufstocken und f&uuml;r einen gewissen Zeitraum betriebsbedingte K&uuml;ndigungen im Anschluss an die Kurzarbeit ausschlie&szlig;en. Diese Regelung, die in einigen Unternehmen bereits tarifvertraglich gilt, muss allgemeinverbindlich werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/374975.prek%C3%A4re-besch%C3%A4ftigung-in-der-brd-niedrigl%C3%B6hner-trifft-es-am-st%C3%A4rksten.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>The Bio-Economic Pandemic and the Western Working Classes<\/strong><br>\nThe Covid-19 Shock Meets an Impending Economic Recession<br>\nAs of March 2020, the world is back to the future. The global financial crisis of 2007-08, which escalated into a global financial meltdown in September 2008, was supposed to be the big bang crisis, a once in a lifetime event. And yet, here we are again.<br>\nThe Russia-Saudi Arabia oil dispute of early March 2020, which has led to a freefall in the price of crude oil and was directed at the US fracking industry, as well as the economic shocks resulting from the globalization of the Coronavirus seem to have caused a new global recession. This has been declared by numerous mainstream economists like Harvard&rsquo;s Kenneth Rogoff and Pankaj Mishra who are convinced that the world has already entered a new global economic crisis. A few days later central bankers like Germany&rsquo;s Bundesbank chairman Jens Weidmann announced his expectation that a recession was &ldquo;probably inevitable by now.&rdquo;<br>\nMost people&rsquo;s thinking is determined by the development of the Covid-19 crisis, the return of &ldquo;the hour of executive power&rdquo; (Gerhard A. Ritter), i.e. state of exception legislation, and the fears which it evokes as well as the economic measures which appear to be in response to the health crisis. By disrupting international supply chains and severely harming a highly vulnerable just-in-time production global economy, Covid-19 clearly accelerated the transition into recession; and yet, this recession was already upon us by the end of last year.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/socialistproject.ca\/2020\/03\/bioeconomic-pandemic-and-western-working-classes\/\">Ingar Solty auf SP<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Banken lassen die kleinen Unternehmer im Stich<\/strong><br>\nKredite abgelehnt, &uuml;berh&ouml;hte Zinsen<br>\nViele Betriebe berichten, ihre Banken h&auml;tten ihnen Kredite verweigert oder Wucher-Zinsen verlangt. Die Angst w&auml;chst, dass nur gro&szlig;e Player die Krise &uuml;berleben.<br>\nAirbus hat sich gerade eine Kreditlinie &uuml;ber 15 Milliarden Euro gesichert, um &uuml;ber die kommenden Monate zu kommen. Vielen der insgesamt 3,5 Millionen, in der gro&szlig;en Mehrheit kleineren deutschen Unternehmen gelingt es indes nicht, in der Coronakrise liquide zu bleiben. Einige versuchen mit alternativen Gesch&auml;ftsmodellen, Kurzarbeit oder sogar beliehenen Alterssicherungen notd&uuml;rftig &uuml;ber die Runden zu kommen.<br>\nVon Unternehmensberatern, Nagelstudios und Reiseb&uuml;ros &uuml;ber Caterer, Eventunternehmen und K&uuml;nstler bis zu G&auml;rtnereien, Restaurants, Kinos oder Raumausstattern: Die meisten verzeichnen massive Umsatzeinbr&uuml;che oder haben gar keine Einnahmen mehr, m&uuml;ssen aber Angestellte und Mieten zahlen, Hypotheken tilgen, Kredite bedienen, Versicherungen &uuml;berweisen&hellip;<br>\n(&hellip;) Kredite zu 16 Prozent Zinsen<br>\nAndere Unternehmer berichten von Bankberatern, die aus internen Weisungen zitiert h&auml;tten, wonach aufgrund der Coronakrise grunds&auml;tzlich keine Kredite an Unternehmen auszureichen seien, die von Insolvenz betroffen sein k&ouml;nnten. Sparkassen-Kunden wiederum berichten von Kreditangeboten zu stark erh&ouml;hten Zinsen. Andere erhielten von ihrer Hausbank den Hinweis, sich doch an Finanzvermittler zu wenden. Diese h&auml;tten dann zwar Geld zur Verf&uuml;gung stellen wollen, jedoch zu Zinss&auml;tzen von 16 Prozent und mehr.<br>\nDie Banken weisen die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kredite-abgelehnt-ueberhoehte-zinsen-banken-lassen-die-kleinen-unternehmer-im-stich\/25677046.html\">Tagespiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Um Himmels willen! 756 Milliarden Euro Rettungspaket &ndash; wer soll das bezahlen?<\/strong><br>\nDer Bundestag hat gerade ein Corona-Hilfspaket von insgesamt 756 Milliarden Euro beschlossen. Um Himmels willen, wer soll das bezahlen? Die Antwort ist einfach: Beendet die &uuml;berfl&uuml;ssige Beteiligung an Kriegen. Stoppt die Aufr&uuml;stung und das absurde zwei Prozent-Ziel der Nato. Versteuert endlich gro&szlig;e Erbschaften und Verm&ouml;gen. Und stoppt die Steuerhinterziehung der Reichen. Die Gefahr ist gro&szlig;, dass die Leute mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen und kleine und mittlere Betriebe und Selbst&auml;ndige, die gerade so &uuml;ber die Runden kommen, wie schon in der Banken-Krise wieder die Zeche zahlen. Und die wachsenden Zustimmungswerte zu den neoliberalen Regierungsparteien CDU, CSU und SPD zeigen, dass die ver&auml;ngstigte Bev&ouml;lkerung schnell vergisst, wer Sozialabbau, Lohndr&uuml;ckerei, Rentenk&uuml;rzungen, das Privatisieren und Kaputtsparen des Gesundheitssystems und die himmelschreiende Umverteilung von unten nach oben durch ein ungerechtes Steuersystem als &bdquo;alternativlos&ldquo; durchgesetzt hat. Die Kampagnen-Medien, die den neoliberalen Irrsinn mit verbrochen haben, denken selbstverst&auml;ndlich nicht daran, in Erinnerung zu rufen, wer die Verantwortung daf&uuml;r tr&auml;gt.<br>\nWieder einmal best&auml;tigt sich der ber&uuml;hmte Satz Bertold Brechts: &bdquo;Das Ged&auml;chtnis der Menschheit f&uuml;r erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.&ldquo; Und hoffentlich bewahrheitet sich in Zukunft nicht sein darauf folgender Satz: &bdquo;Ihre Vorstellungsgabe f&uuml;r kommende Leiden ist fast noch geringer.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2931677863560328\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Corona-Virus und der Stabilit&auml;tsmythos der Liberaldemokratie<\/strong><br>\nWas der Liberaldemokratie fehlt, ist eigentlich &ndash; wie Fukuyama in seinem neuen Buch &ldquo;Identit&auml;t&rdquo; angedeutet hat &ndash; soziale Solidarit&auml;t. Die Liberaldemokratie mag zwar Wohlstand f&uuml;r die B&uuml;rger bringen, aber sie ist l&auml;ngst daran gescheitert, eine solidarische Gesellschaft aufzubauen, die ihr in au&szlig;erordentlichen Situationen helfen k&ouml;nnte. Denn die Logik der neoliberalen Gesellschaft beruht auf materialistischem Kosten-Nutzen-Kalk&uuml;l. Insofern erscheint der neue Appell Merkels an die deutsche Bev&ouml;lkerung, in dem sie die B&uuml;rger auf ein gemeinsames solidarisches Handeln eingeschworen hat, wie eine leere Worth&uuml;lse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/99863-corona-virus-und-stabilitaetsmythos-liberaldemokratie\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Krisenmanagement und Ungleichheit: Der infizierte Rechtsstaat<\/strong><br>\nViel ist in der Corona-Krise die Rede von Solidarit&auml;t. Doch &uuml;ber die ungleiche Verteilung der Lasten, die der Shutdown erzeugt, wird kaum gesprochen. [&hellip;]<br>\nZu den blinden Flecken, in denen der Diskurs derzeit gar nicht stattfindet, geh&ouml;ren zweitens Solidarit&auml;ts- und Verteilungsfragen. Viel ist derzeit zu lesen, dass es um eine gemeinsame Kraftanstrengung geht, um einen Akt der Solidarit&auml;t mit den Schw&auml;cheren, zu der nun jeder seinen Beitrag leisten m&uuml;sse. Vergleichsweise wenig ist davon die Rede, dass sich diese Lasten h&ouml;chst ungleichm&auml;&szlig;ig verteilen. Sie verteilen sich ungleich in der Wirtschaft: Hier wird es viele Unternehmen und Betriebe nach dem Auslaufen der Beschr&auml;nkungen nicht mehr geben, w&auml;hrend die gro&szlig;en Unternehmen von den Autoherstellern bis zu den Banken auf Staatshilfen bauen k&ouml;nnen und sich die Krise f&uuml;r Konzerne wie Amazon sogar als eine Lizenz zum Gelddrucken entpuppt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Krisenmanagement-und-Ungleichheit\/!5674368\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Corona-Vorsorge in Pariser Vororten: Was, wenn sie in den Vorst&auml;dten die Nerven verlieren?<\/strong><br>\nFrankreichs Ausgangssperren treffen die Menschen in den Wohnblocks der Trabantenst&auml;dte besonders hart. Denn um zu Hause zu bleiben, braucht man ein ad&auml;quates Zuhause.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Die Ausgangssperre ist eine bourgeoise Vorstellung. Sie impliziert eine b&uuml;rgerliche Wohnung, in die man sich zur&uuml;ckziehen kann. Diese Vorstellung ist hier komplett falsch.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Viele seiner Nachbarn verdingen sich als Tagel&ouml;hner auf dem Bau und leben in Unterk&uuml;nften, die ein Zusammenleben unter Ausgangssperre gar nicht zulassen. Oft w&uuml;rden sich mehrere die Betten teilen, erkl&auml;rt Esmili. Die einen w&uuml;rden tags&uuml;ber arbeiten und nachts schlafen, die anderen hielten es andersherum: &ldquo;Da, wo jemand schl&auml;ft, ist nicht unbedingt seine Wohnung.&rdquo; Eine solche h&auml;tten viele Menschen in seinem Viertel n&auml;mlich gar nicht. Wie bitte sch&ouml;n sollen sie dann den Anweisungen der Regierung Folge leisten und zu Hause bleiben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-03\/corona-vorsorge-pariser-vororte-ausgangsbeschraenkungen-regierung\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Gesundheitsdiktatur<\/strong><br>\nMit Angst regiert es sich leichter. Krisen erm&ouml;glichen es dem Staat, sich selbst als &bdquo;hart durchgreifende&ldquo; Ordnungsmacht zu positionieren. Dies ist in gesundheitlichen Krisen nicht anders. Bei Schweinegrippe und Vogelgrippe haben wird gesehen, dass es aus nichtigem Anlass zu absurden Ausw&uuml;chsen eines staatlichen Interventionismus kommen kann. Zwangsimpfungen sind mittlerweile Realit&auml;t. In China stellte die Regierung ganze Provinzen unter Quarant&auml;ne. Was nicht alle wissen: Seuchenbeh&ouml;rden haben im Krisenfall umfangreiche Befugnisse, um B&uuml;rgerrechte au&szlig;er Kraft zu setzen. Und die Bedrohung muss nicht einmal real sein.<br>\nHat die Panik ein gewisses Ausma&szlig; erreicht, wird die Freiheit obsolet, Selbstbestimmung zum unverantwortlichen Risiko f&uuml;r die Volksgesundheit. Dann hat die Macht erreicht, was ihr ohnehin am liebsten ist: ein Volk, das von Angst getrieben seiner eigenen Entrechtung zustimmt&hellip;<br>\n(&hellip;) Eisenberg schl&auml;gt auch einen Bogen von seuchenbedingten Zwangsma&szlig;nahmen zu allgemeinen diktatorischen Tendenzen in autorit&auml;ren Staatssystemen. So unterstellt er der chinesischen Regierung:<br>\n&bdquo;Man &uuml;bt Praktiken der pr&auml;ventiven Konterrevolution. Der Virus, um den es letztlich und eigentlich geht, ist der Virus des Aufstands, den die Macht f&uuml;rchtet wie die Pest.&ldquo;<br>\nEr pr&auml;zisiert:<br>\n&bdquo;Auch die Revolution ist aus der Perspektive der Herrschenden eine Seuche. Die Kommunistische Partei f&uuml;rchtet sich vor den Massen und probt unter dem Deckmantel der Gesundheitsvorsorge die Aufstandsbek&auml;mpfung. Eines Tages k&ouml;nnten die Massen sich erheben und dann will die Macht ger&uuml;stet sein. Die &Uuml;bertragungswege des Virus&lsquo; und der Revolution sind die gleichen: Beide werden von Mund zu Mund weitergereicht und pflanzen sich im menschlichen Kontakt fort.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Pandemien sind somit das ideale Umfeld f&uuml;r von M&auml;chtigen ohnehin geplante Feldz&uuml;ge gegen die Freiheit. Sie eignen sich bestens, um Stimmung zu machen gegen jede Art der Selbstbestimmung. Freiheitswillen erscheint in diesem Kontext als eine Art von kindlichem Trotz und unverantwortliches Ausscheren aus der Volksgemeinschaft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2020\/03\/14\/die-gesundheitsdiktatur\/\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Corona und die Selbstentmachtung der Parlamente<\/strong><br>\nEs ist die Stunde der Exekutive &ndash; und genau das ist das Problem. Denn die staatliche Macht besteht aus mehr als einer Gewalt. Zum Beispiel aus der Legislative, den Parlamenten, zuvorderst dem Bundestag. Zitat:<br>\n&ldquo;Als direkt gew&auml;hlter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag neben seiner Funktion als Gesetzgeber eine weitere sehr wichtige Aufgabe zu: die Kontrolle der Bundesregierung. (&hellip;) Der Bundestag bildet aber auch Gremien, zu deren Aufgabe die Kontrolle der Regierung geh&ouml;rt. Das sind zum einen die st&auml;ndigen Aussch&uuml;sse, deren prim&auml;re Aufgabe die Mitwirkung bei der Gesetzgebung ist. Dazu geh&ouml;ren aber auch spezielle Gremien wie beispielsweise die Untersuchungsaussch&uuml;sse, die fast ausschlie&szlig;lich zur Kontrolle der Regierung eingesetzt werden.&rdquo;<br>\nSo steht es auf der Bundestagswebseite. Und im Grundgesetz steht die Institution Bundestag weit vor der Bundesregierung.<br>\nWo ist dieses Organ? Wo bleibt die Generaldebatte im Bundestag &uuml;ber das diskussionsw&uuml;rdige Corona-Regime? Der Austausch der Argumente, die Suche nach dem besten Weg aus der m&ouml;glichen Krise. Wenn schon, dann demokratisch legitimierte Sonderma&szlig;nahmen. (&hellip;)<br>\nIm Landtag eines Bundeslandes wird zurzeit sogar diskutiert, ob man die sogenannte &ldquo;Immunit&auml;t&rdquo; der Abgeordneten nicht lockern sollte. Gegen Abgeordnete darf beispielsweise erst dann strafrechtlich ermittelt werden, wenn das Parlament zustimmt und die Immunit&auml;t des Delegierten aufhebt. Damit soll vermieden werden, dass die Exekutive, eine Staatsanwaltschaft etwa, die Legislative au&szlig;er Kraft setzen kann.<br>\nUnter den Vorzeichen von Corona wurde nun folgender Vorschlag ge&auml;u&szlig;ert: Sollte eine Gesundheitsbeh&ouml;rde den Notstand ausrufen, wie jetzt, soll der k&uuml;nftig auch f&uuml;r die Parlamentarier gelten, die dann das Parlament nicht mehr betreten d&uuml;rften. Das w&auml;re perspektivisch die programmatische Selbstaufgabe der Parlamente. (&hellip;)<br>\nNach der Selbstentmachtung der Parlamente braucht die Gesellschaft Orte und Formen, wie man die Einw&auml;nde und den Widerspruch zu dem verantwortungslosen und illegitimen Ausnahmezustand m&ouml;glich und sichtbar machen kann. Versammlungen sind verboten.<br>\nWie w&auml;re es aber zum Beispiel mit einer G&auml;nsemarsch-Demonstration? Ein Zug von mehreren Personen, die im Abstand von zwei Metern hintereinander im G&auml;nsemarsch durch die Stra&szlig;en ziehen? Rein zuf&auml;lliger Weise in die gleiche Richtung und v&ouml;llig gesundheitsbewusst mit einem Tuch vor dem Gesicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-und-die-Selbstentmachtung-der-Parlamente-4689714.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: Bundestag soll bereits mit einem Viertel der Mitglieder beschlussf&auml;hig sein<br>\nWie bleibt der Bundestag handlungsf&auml;hig, wenn viele Abgeordnete wegen der Coronakrise nicht im Plenum erscheinen k&ouml;nnen? Die Fraktionen haben nun eine L&ouml;sung verabredet &ndash; und ihr ein Verfallsdatum gegeben. (&hellip;)<br>\nDie ver&auml;nderte Regelung hat ein Verfallsdatum: Sie soll h&ouml;chstens bis zum 30. September in Kraft bleiben, kann aber schon vorher aufgehoben werden. &ldquo;Die parlamentarische Demokratie ist handlungsf&auml;hig und braucht keine autorit&auml;ren L&ouml;sungen&rdquo;, sagte der rechtspolitische Sprecher der Linksfraktion, Friedrich Straetmanns. Eine &Auml;nderung des Grundgesetzes, um ein Notparlament zu schaffen, brauche es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-krise-bundestag-soll-bereits-mit-einem-viertel-der-mitglieder-beschlussfaehig-sein-a-1989849b-d666-4bae-b0c6-58558fdee60d\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Corona-Krise macht offenbar vieles m&ouml;glich. Auch eine Blaupause f&uuml;r den in Art. 53a GG geregelten Gemeinsamen Ausschuss (Notparlament)? Es stellt sich die Frage, wie viele Abgeordnete einer &Auml;nderung der bisherigen Gesch&auml;ftsordnung zustimmen m&uuml;ssen. Vermutlich m&uuml;ssen bis zur &Auml;nderung mehr als die H&auml;lfte der Mitglieder im Sitzungssaal des Deutschen Bundestages anwesend sein, um &uuml;berhaupt beschlussf&auml;hig zu sein. Am Mittwochmorgen, dem Tag der Bundestagsdebatte, berichtet &ldquo;Spiegel&rdquo; zwar &uuml;ber &ldquo;Das Notparlament&rdquo; und wei&szlig; zu berichten, wie und wo die Fraktionen tagen, aber offenbar nicht, wie viele Abgeordnete &uuml;berhaupt anwesend sind.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: COVID-19 und das Grundgesetz<\/strong><br>\nDie Regelungen der Notstandsverfassung finden sich bedauerlicherweise nicht geb&uuml;ndelt an einer Stelle im Grundgesetz, sondern sind recht un&uuml;bersichtlich &uuml;ber das GG verteilt. Die Regelungen sind insofern nicht besonders &bdquo;krisenfreundlich&ldquo;, denn ihre Komplexit&auml;t und die Dezentralisierung machen das in Notsituationen erforderliche schnelle Ergreifen von Ma&szlig;nahmen nicht gerade leichter. &Uuml;bergeordnete Zielsetzung der Notstandsverfassung ist es jedenfalls, den Bestand und die freiheitlich-demokratische Grundordnung des Bundes und der L&auml;nder im Extremfall durch Verfahrensvereinfachungen sowie Kompetenzkonzentration, sowohl im Sinne der vertikalen als auch der horizontalen Gewaltenteilung, zu sch&uuml;tzen. Das Grundgesetz unterscheidet zwischen &auml;u&szlig;erem und innerem Notstand.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/covid-19-und-das-grundgesetz\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pandemie der kollektiven Hysterie<\/strong><br>\nRisiko ist immer ein Konstrukt unserer Wahrnehmung, da die Realit&auml;t permanent durch die Wahrnehmung erschaffen wird. Und unsere h&ouml;chst individuelle Risikowahrnehmung ist davon abh&auml;ngig, was unsere Sinne zu einem Gesamtbild verdichten. &Uuml;bertragen auf die Pandemie der kollektiven Hysterie rund um Covid-19 &auml;ngstigen sich viele Menschen zu Tode und blenden damit die wahren Risiken aus. Das geht auch unseren politischen Entscheidungstr&auml;gern nicht anders. Entscheidungen werden nicht basierend auf rationalen Daten und Fakten getroffen, sondern basierend auf einer eher emotional und subjektiv getriebenen Wahrnehmung der Realit&auml;t.<br>\nUnser (Halb-)Wissen, unsere Emotionen, unsere Moralvorstellungen und Meinungen von Experten und selbsternannten Experten bestimmen dieses Konstrukt der Risikowahrnehmung. Was der eine &ldquo;Experte&rdquo; als Risiko wahrnimmt, muss f&uuml;r den anderen &ldquo;Experten&rdquo; noch lange kein Risiko sein. Und diese hohe Volatilit&auml;t der Bewertung von Szenarien f&uuml;hrt bei vielen Menschen zu Unsicherheit und Angst.<br>\nRisikowahrnehmung basiert nicht selten auch auf Hypothesen. Dadurch werden h&auml;ufig f&uuml;r gleiche Risiken unterschiedliche Vermutungen und Theorien aufgestellt. So spricht Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassen&auml;rztliche Bundesvereinigung und Facharzt, im Zusammenhang mit Covid-19 von einer medialen Infektion und fordert einen schnellen Wechsel vom Panikmodus in einen rationalen Modus. Viele Wissenschaftler, wie beispielsweise der britische Epidemiologe Tom Jefferson, der am renommierten Cochrane Institut in Rom forscht, kann keinerlei Besonderheiten beim Covid-19-Virus erkennen, au&szlig;er die Tatsache, dass es ein neuartiger Virus ist. Covid-19 sei wie ein neues Automodell, aber eher vergleichbar mit einem Kleinwagen, so Jefferson.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.risknet.de\/themen\/risknews\/pandemie-der-kollektiven-hysterie\/\">Risknet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD-Innenminister Pistorius fordert Strafen gegen Fake News<\/strong><br>\nFalschnachrichten und Ger&uuml;chte verunsichern in der Coronakrise die Bev&ouml;lkerung. Niedersachsens SPD-Innenminister Pistorius ruft die Bundesregierung nun zum Einschreiten auf.<br>\n[&hellip;] Pistorius rief die Bundesregierung zum Handeln auf. &ldquo;Ich bitte daher den Bund, koordinierend t&auml;tig zu werden, und entweder M&ouml;glichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzuzeigen oder schnellstm&ouml;glich das Gesetz &uuml;ber Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise das Strafgesetzbuch anzupassen&rdquo;, sagte der SPD-Politiker: &ldquo;Es muss verboten werden, &ouml;ffentlich unwahre Behauptungen die Versorgungslage der Bev&ouml;lkerung, die medizinische Versorgung oder Ursache, Ansteckungswege, Diagnose und Therapie von Covid-19 zu verbreiten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/coronavirus-boris-pistorius-fordert-strafen-gegen-fake-news-a-ed5050b5-c194-4890-a4c3-c713290134f3\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier sollten langsam die Alarmglocken schrillen. Die Begehrlichkeiten verbriefte Grundrechte vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie au&szlig;er Kraft zusetzen nehmen zu. Es ist durchaus fragw&uuml;rdig, dass durch das Infektionsschutzgesetz offenbar recht einfach die Versammlungs- und Meinungsfreiheit ausgehebelt werden kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Russland schickt Italien Hilfe<\/strong><br>\nMoskau will acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausr&uuml;stung in das s&uuml;deurop&auml;ische Land verlegen. Auch stehen Virologen und Epidemiologen bereit f&uuml;r den Einsatz.<br>\negen der dramatischen Lage in Italien w&auml;hrend der Corona-Pandemie sendet Russland medizinische und personelle Hilfe in das Land. Auf dem Milit&auml;rflughafen Tschkalowski in der N&auml;he von Moskau standen am Sonntag neun Flugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 f&uuml;r den Abflug nach Italien bereit, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Insgesamt sollten acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausr&uuml;stung in das s&uuml;deurop&auml;ische Land verlegt werden. Die Zahl der Mitglieder einer Brigade war unklar.<br>\n&bdquo;Zus&auml;tzlich bereit steht eine Gruppe mit rund 100 Menschen, darunter f&uuml;hrende Spezialisten des Verteidigungsministeriums auf dem Gebiet der Virologie und Epidemiologie&ldquo;, hie&szlig; es in der Mitteilung. Die Experten h&auml;tten internationale Erfahrung im Kampf gegen Epidemien. Sie seien mit moderner Ausr&uuml;stung zur Diagnose und zur Desinfektion ausgestattet.<br>\nDie Flugzeuge und Einheiten waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Sonntag aus verschiedenen Teilen Russlands zusammengezogen worden. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-F&auml;lle &ndash; mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/kampf-gegen-coronavirus-russland-schickt-italien-hilfe-16691164.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Kuba schickt &Auml;rzteteam nach Italien<\/strong><br>\nKuba hat am Sonntag ein &Auml;rzteteam nach Italien geschickt, das die italienischen Kollegen bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus unterst&uuml;tzen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stol.it\/artikel\/chronik\/kuba-schickt-aerzteteam-nach-italien\">stol.int<\/a><\/p>\n<p><strong>au&szlig;erdem: Polen und Tschechien beschlagnahmen chinesische Hilfe f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nW&auml;hrend Staaten wie Russland, Kuba und China den von der Corona-Epidemie befallenen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu Hilfe eilen, scheinen sich diese selbst gegenseitig zu behindern. So sollen etwa Polen und Tschechien f&uuml;r Italien bestimmte Hilfslieferungen beschlagnahmt haben.<br>\nZwei Hilfslieferungen mit medizinischen G&uuml;tern aus China, die eigentlich f&uuml;r Italien bestimmt waren, sind von Polen und Tschechien beschlagnahmt worden. Das berichtete die italienische Tageszeitung La Repubblica. Bei der Hilfslieferung, die von tschechischen Beh&ouml;rden einkassiert wurde, handele es sich um fast 700.000 Atemschutzmasken sowie einige Tausend Beatmungsger&auml;te, die in Italien, wo t&auml;glich Hunderte Patienten an einer Corona-Infektion sterben, dringend ben&ouml;tigt werden. Dabei sollen die Lieferungen explizit als humanit&auml;re Hilfe gekennzeichnet gewesen sein.<br>\nUrspr&uuml;nglich hatten tschechische Beh&ouml;rden behauptet, sie h&auml;tten die Hilfslieferungen w&auml;hrend einer Razzia gegen Preiswucherer beschlagnahmt. La Repubblica hatte aber berichtetet, dass das Hilfsmaterial bereits an tschechische Krankenh&auml;user verteilt worden sei. Nachdem der Vorfall bekannt wurde, schwieg Prag einige Tage, bevor es sich dann entschloss, Masken und Beatmungsger&auml;te an Italien zu schicken.<br>\nIn Polen soll ebenfalls eine Lieferung aus China f&uuml;r Italien beschlagnahmt worden sein. Dieser Transport habe 23.000 Masken enthalten. Polnische Beh&ouml;rden dementierten den Vorfall jedoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/99729-eu-solidaritat-polen-und-tschechien\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soviel zu einem &bdquo;gemeinsamen Europa&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Tarifabschluss IG Metall NRW: Weniger als ein Linsengericht<\/strong><br>\nDie Vernetzung f&uuml;r k&auml;mpferische Gewerkschaften verurteilt den Tarifabschluss vom 20.3.2020 der IG Metall in NRW auf das Sch&auml;rfste. Er bringt f&uuml;r die Kolleg*innen weder eine Entgelterh&ouml;hung noch mehr Sicherheit ihrer Arbeitspl&auml;tze. Dieser mickrige Abschluss wurde unter v&ouml;lliger Umgehung der Mitgliedschaft durchgezockt. Dies war allerdings schon im ganzen Konzept f&uuml;r die diesj&auml;hrige Tarifrunde angelegt, das der IGM-Vorstand noch vor Ausbruch der Corona-Krise im Januar beschloss.<br>\nAnfang Februar hatten wir im Betriebsflyer der Vernetzung f&uuml;r k&auml;mpferische Gewerkschaften das vom IG Metall-Vorsitzenden J&ouml;rg Hofmann verk&uuml;ndete Moratorium f&uuml;r die Tarifrunde der IGM 2020 verurteilt und festgestellt: &bdquo;Stattdessen bietet er, ohne die Mitglieder zu fragen, in einem Moratorium einen Zukunftspakt der Illusionen an: Ein &bdquo;Friedensangebot&ldquo; &ndash; vor Ende der Friedenspflicht soll es zu einem Abschluss kommen! Ohne eine konkrete Zahl f&uuml;r die Lohnerh&ouml;hung sollen die Verhandlungen beginnen! Dies ist eine offene Einladung an das Kapital, in Hinterzimmern auf Kosten der Kolleg\/innen eine Nullnummer auszubaldowern!&ldquo; Genau dies ist jetzt eingetreten&hellip;<br>\nWir sagen: So ein Abschluss geht gar nicht. Er zeigt, wenn eine Gewerkschaft schon beim Einstieg in eine Tarifrunde keine konkreten Forderungen nennt und die Kolleg*innen nicht mobilisiert, sie beim Verzicht landet&hellip;<br>\nDer Abschluss ist ein Schlag ins Gesicht f&uuml;r alle Kolleg*innen. &hellip; Die Kolleg*innen sollten dieses Ergebnis ablehnen und sich darauf vorbereiten, nach den Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Corona-Ausbreitung nicht einfach wieder an die Arbeit zu gehen, sondern sich zur&uuml;ckzuholen, was ihnen genommen wurde, w&auml;hrend sie sich nicht wehren konnten. Das zeigt noch einmal mehr, wie notwendig die Vernetzung an der Basis und eine k&auml;mpferische Politik der Gewerkschaften, wie sie die VKG vorschl&auml;gt, ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/tarifabschluss-ig-metall-nrw-weniger-als-ein-linsengericht\/#more-8069\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Volle Kraft gegen Nord Stream 2<\/strong><br>\nWashington im Wirtschaftskrieg<br>\nAm 20. Dezember 2019 unterzeichnete US-Pr&auml;sident Donald Trump den &bdquo;National Defense Authorization Act&ldquo;. Das Milit&auml;rbudget f&uuml;r 2020 wird dort mit 738 Mrd. US-Dollar veranschlagt. Darin enthalten ist auch das &bdquo;Gesetz zum Schutz der europ&auml;ischen Energiesicherheit&ldquo;, mit dem Sanktionen gegen den Bau von Nord Stream 2 in Kraft traten. Dies ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen macht die Selbstverst&auml;ndlichkeit Angst, mit der ein russisch-deutsches Energieprojekt im US-amerikanischen Milit&auml;retat abgehandelt wird. Und zum anderen verbl&uuml;fft selbst ge&uuml;bte US-Kritiker der imperialistische Duktus und die Frechheit, in Washington ein Gesetz zum &bdquo;Schutz der europ&auml;ischen Energiesicherheit&ldquo; zu beschlie&szlig;en.<br>\nDas Repr&auml;sentantenhaus hatte dem Gesetzespaket mit 377 gegen 48 Stimmen zugestimmt, im Senat waren die Mehrheitsverh&auml;ltnisse &auml;hnlich. Nord Stream 2 ist eine auf 1220 Kilometer L&auml;nge ausgelegte Pipeline, die &ndash; neben der bereits seit 2011 bestehenden Nord Stream &ndash; sibirisches Gas in deutsche Industrieanlagen und Haushalte pumpen soll. Der mehrheitlich in Staatbesitz (50 Prozent und eine Aktie) befindliche russische Konzern Gazprom, der gr&ouml;&szlig;te des Landes, ist Projektbetreiber; neben ihm sind Energieriesen aus Deutschland, den Niederlanden, Gro&szlig;britannien, Frankreich und &Ouml;sterreich finanziell am 10 Milliarden-US-Dollar-Unternehmen beteiligt. In zwei Rohrstr&auml;ngen, die zwischen dem russischen St&auml;dtchen Ust-Luga und dem nahe Peenem&uuml;nde gelegenen Lubin die Ostsee queren, sollten urspr&uuml;nglich Anfang 2020 j&auml;hrlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert werden. Die US-Sanktionen zielen darauf ab, das ganze Projekt, das kurz vor der Fertigstellung ist, zu torpedieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/volle-kraft-gegen-nord-stream-2\/\">Lunapark21<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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