{"id":59683,"date":"2020-03-29T11:45:35","date_gmt":"2020-03-29T09:45:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59683"},"modified":"2020-04-09T08:57:38","modified_gmt":"2020-04-09T06:57:38","slug":"corona-krise-und-der-real-existierende-pflegealltag-in-stationaeren-einrichtungen-der-altenhilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59683","title":{"rendered":"Corona-Krise und der \u201areal existierende Pflegealltag\u2018 in station\u00e4ren Einrichtungen der Altenhilfe"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt ist also die Krise da. Und dann ist sie auch noch viel schneller gekommen als erwartet. Wir stellen uns aufgrund der Corona-Krise auf einen Pflegenotstand ein, der seit Jahren gebetsm&uuml;hlenartig prognostiziert wird. Bereits in den 80er Jahren haben Zeitungen ihre Beitr&auml;ge mit &bdquo;<em><strong>Pflege. Es ist 5 vor 12<\/strong><\/em>&ldquo; &uuml;berschrieben. Seitdem berichten die Medien mit verl&auml;sslicher Regelm&auml;&szlig;igkeit &uuml;ber den zu erwartenden Pflegenotstand und f&uuml;hren hellseherische Prognosen mit Zahlen zu Entwicklungen bis 2035 an. Dar&uuml;ber gab und gibt es viel Wehklagen in Politik und Gesellschaft. Aber getan hat sich au&szlig;er Flickschusterei nicht allzu viel. Im Gegenteil: wie in anderen Bereichen des Gesundheitssektors auch, bei Krankenh&auml;usern vor allem, werden Heime weiterhin geradezu kaputtgespart. Seitdem immer mehr forsche Betriebswirte das Sagen haben, leiden Bewohner wie Personal unter dem Druck der &bdquo;schwarzen Zahlen&ldquo; und Renditevorstellungen von Einrichtungstr&auml;gern. Von <strong>Claus V&ouml;lker<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nNun also, in der allgemeinen Corona-Panik, appellieren Ministerien, Verb&auml;nde, Einrichtungstr&auml;ger und andere Institutionen an alle, <em>die in der Pflege ausgebildet wurden und nun andere T&auml;tigkeiten aus&uuml;ben oder bereits berentet sind, sich doch bitte zur Rekrutierung zu melden. Ziel sei es, das im Rahmen der COVID19-Lage bereits stark strapazierte Personal in den Einrichtungen bei Bedarf zu unterst&uuml;tzen. Gesucht werden auch ehemalige &Auml;rzt*innen, die bereit sind, in der Krise zu helfen<\/em>[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]. Die political correctness bei der Aufz&auml;hlung des Adressatenkreises wird dabei nat&uuml;rlich nicht au&szlig;er Acht gelassen. Was formelle Korrektheit betrifft, sind wir Deutschen immer vorne dabei.<\/p><p>Gegen diese Aufrufe gibt&rsquo;s im Grunde nichts einzuwenden. Im Gegenteil: kommen die Appelle den Menschen in den Einrichtungen, Bewohnern, Patienten und Personal, zugute, darf man sich zu Recht freuen.<\/p><p>Aus dem einen oder anderen Bundesland werden auch schon erfreuliche Zahlen gemeldet: &bdquo;<em>1000 Pflegekr&auml;fte melden sich binnen eines Tages<\/em>&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Solidarit&auml;t und tatkr&auml;ftige Mithilfe von ausgebildetem Pflegepersonal und Medizinern sind also auch in Zeiten neoliberaler Wirtschaftspolitik nicht v&ouml;llig versch&uuml;tt&lsquo; gegangen. Jetzt wird sogar ein Wort wie Solidarit&auml;t wieder salonf&auml;hig.<\/p><p>Die Frage f&auml;llt einem allerdings bei der Lekt&uuml;re gleich ein, warum nicht auch &bdquo;Laien&ldquo; das Personal in besonders schwierigen Zeiten unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen? Jede und jeder, der einen Angeh&ouml;rigen zu Hause betreut und (mit oder ohne einen Pflegedienst) gepflegt hat, wei&szlig;, was zu tun ist. Noch dazu, wenn es um <strong>nichtpflegerische<\/strong> T&auml;tigkeiten geht wie Betreuung bei Essenszeiten, Wechsel von Bettw&auml;sche, Gespr&auml;che und Spazierg&auml;nge mit Heimbewohnern usw. und &bdquo;die Laien&ldquo; &ndash; soweit n&ouml;tig &ndash; von erfahrenem Personal behutsam begleitet werden. Ich bin &uuml;berzeugt, dass sich zu diesen Diensten nicht wenige Menschen und bestimmt nicht des Geldes wegen melden w&uuml;rden. Es w&auml;re ja zudem nur ein tempor&auml;r zu behebender Notstand. Besonders dann, wenn Heime am untersten Personallimit herumkrebsen sollten.<\/p><p>Aber mal &uuml;ber die momentan zu erwartende au&szlig;ergew&ouml;hnliche Krise aufgrund des Virenangriffs hinausgedacht:<\/p><p>H&auml;ngt man denn hierzulande immer noch der irrigen Auffassung an, Personalnotstand au&szlig;erhalb von Krisenzeiten wie dieser wiege nicht so schwer und die Heime sollten &uuml;ber die Jahre hinaus dann wieder weiter wie bisher rumwursteln? Ist die Corona-Krise vor&uuml;ber, gehen die Freiwilligen wieder nach Hause. Alle schnaufen durch: geschafft. Und dann geht wieder alles im alten Trott weiter?<\/p><p>Bei diesen Appellen an die sog. <em>systemrelevanten Kr&auml;fte<\/em>[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] f&auml;llt es den aktuell oder ehemaligen Besch&auml;ftigten schwer, den Halbsatz &bdquo;<em>das im Rahmen der COVID19-Lage bereits stark strapazierte Personal in den Einrichtungen<\/em>&ldquo; ohne Murren und Kopfsch&uuml;tteln zu schlucken.<\/p><p>Diese jetzt auf einmal systemrelevanten Kr&auml;fte (diesen Begriff h&ouml;rte man erstmals bei der Finanzkrise) kennen die aufreibende Situation &ndash; allein in den station&auml;ren Einrichtungen der Altenpflege &ndash; seit vielen Jahren nur allzu gut. <\/p><p>Es kracht auch ohne irgendwelche virulenten Erreger an allen Ecken und Enden. Viele Heime finden kaum noch ausgebildete Pflegefachkr&auml;fte, k&ouml;nnen nur schwer den vereinbarten Personalschl&uuml;ssel und die gesetzlich festgezurrte Fachkraftquote erf&uuml;llen. Selbst diejenigen Einrichtungen, bei denen nicht die oft saftige Rendite des Einrichtungstr&auml;gers, verbunden mit einer mageren Bezahlung des Personals, im Vordergrund steht (die gibt es leider nicht gerade selten), tun sich schwer, die Bewohner ad&auml;quat zu versorgen.<\/p><p>Kein Wunder, wenn man sich die Entwicklung und die Situation in der station&auml;ren Altenpflege ansieht.<\/p><p>Die Pflege &ndash; und nicht nur die &ndash; ist inzwischen zum Markt der grenzenlosen Verdienstm&ouml;glichkeiten mutiert. K&ouml;nnte man nicht endlich mal Standards in den Heimgesetzen der L&auml;nder einf&uuml;hren, die f&uuml;r den Betrieb einer Einrichtung klare <strong>Mindestvoraussetzungen<\/strong> wie z.B. Personalschl&uuml;ssel (und zwar nicht nur marginal h&ouml;her als zurzeit), ausreichende Besetzung des Nachtdienstes (Nachtdienstschl&uuml;ssel), Anbindung eines Heimarztes (ohne dass die freie Arztwahl deswegen aufgegeben werden darf) usw. vorsehen? Dazu m&uuml;ssten auch von den Einrichtungstr&auml;gern die Bildung finanzieller R&uuml;cklagen und Personalpools aus bestehendem Personal, verbunden mit zus&auml;tzlichen, freiwilligen Pflege- und Betreuungskr&auml;ften f&uuml;r Krisen jeglicher Art gefordert werden. Manche Einrichtungen machen das schon und gew&auml;hren diesen Kr&auml;ften z.B. Extra-Urlaub, besondere Verg&uuml;nstigungen, Zulagen f&uuml;r sog. &bdquo;Springerdienste&ldquo;. Es gibt gute Beispiele und gute Ideen.<\/p><p>Gesundheit und die pflegerische Versorgung der Menschen sind keine Ware, die nach kaufm&auml;nnischen bzw. spekulativen Gesichtspunkten zu bewerten ist[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>].<\/p><p>Leider hat sich der l&auml;ngst bestehende Pflegenotstand auch zu einer Spielwiese von selbsternannten Experten, Funktion&auml;ren und Professoren entwickelt, die sich gegenseitig die B&auml;lle zuwerfen und an Vorschl&auml;gen &uuml;berbieten, die die Heime und ihr Personal letztendlich doch &uuml;berfordern. Von den Missst&auml;nden, die sie bestimmt bek&auml;mpfen wollen, kann man sich durchaus gut ern&auml;hren. <\/p><p>Sie alle haben die Anforderungen an die Heime und das Personal mit den Jahren immer h&ouml;hergeschraubt, ohne dass es dabei nur um eine Verbesserung der Pflegehandlungen zugunsten der Bewohner selbst geht. <\/p><p>Immer wieder werden neue sog. Qualit&auml;tssicherungsma&szlig;nahmen (welches Level sollte eigentlich die st&auml;ndig beschworene Qualit&auml;t aufweisen?) und ausgekl&uuml;gelte Dokumentationssysteme entwickelt, die den Einrichtungen aufgezwungen und in langwierigen Prozessen umgesetzt werden. Allein die Schulung dieser sich regelm&auml;&szlig;ig abl&ouml;senden Systeme und die jeweilige Umstellung auf EDV rauben Zeit und Nerven des Personals. Menschen, die sich bei der Entscheidung f&uuml;r ihren Beruf vorgenommen hatten, mit den pflegebed&uuml;rftigen Menschen an Bett und Tisch zu arbeiten und ihnen die verbleibende Lebenszeit so angenehm wie m&ouml;glich zu gestalten, hatten nicht die Absicht, halbe B&uuml;rokraten zu werden. Sie wollten bestimmt nicht immer mehr und immer wieder neuen administrativen Anforderungen am PC nachkommen. In den Einrichtungen gibt es viele Menschen, die sprachlich und von den Bef&auml;higungen her vom hochgepriesenen Qualit&auml;tsmanagement schlicht &uuml;berfordert sind, aber ausgezeichnete Arbeit f&uuml;r die pflege- und betreuungsbed&uuml;rftigen Bewohner leisten. Sie demotiviert und frustriert man eher, als dass sie durch die permanent ver&auml;nderten Neuerungen unterst&uuml;tzt werden. <\/p><p>Stattdessen &bdquo;generiert&ldquo; (auch so ein Wort aus der Plastikm&uuml;llsprache) man immer wieder neue Expertenstandards, die ein Idealbild anstreben, das mit dem &bdquo;real existierenden Pflegealltag&ldquo; nur wenig zu tun hat. Diese Expertenstandards gibt&rsquo;s f&uuml;r verschiedene Themen wie <em>Ern&auml;hrungsmanagement, Dekubitus- und Sturzprophylaxe, Harnkontinenz, Entlassmanagement<\/em> usw. Voller kluger und richtiger Empfehlungen und Anleitungen. Gar keine Frage. Nun finden die Pflegekr&auml;fte in den Schubladen f&uuml;r alles eine Anleitung. <\/p><p>So haben sich vor kurzem blitzgescheite Experten auf den Weg gemacht und einen Expertenstandard &bdquo;<em>Beziehungspflege bei Menschen mit Demenz<\/em>&ldquo; gebastelt. Die Frage muss erlaubt sein, was man denn die ganze Zeit &uuml;ber in den Heimen gemacht hat? Nicht erst, weil das jetzt festgeschrieben ist, sollte der Mensch in den Genuss einer besseren &bdquo;Beziehungsqualit&auml;t&ldquo; kommen. Das ist das A und O von Betreuung und Pflege! Und das wei&szlig; auch jede halbwegs motivierte Pflegekraft.<\/p><p>Man glaubt, jede Pflegesituation und jeder Handlungsablauf m&uuml;sse reguliert und reglementiert werden. Phantasie und Eigeninitiativen haben da nicht mehr viel zu suchen. Die Aberziehung von Verantwortung f&uuml;hrt beim Personal immer mehr zu einem Gef&uuml;hl der Ohnmacht. Man traut sich selber nicht mehr. Aber die Pflege- und Betreuungskr&auml;fte sind durchaus in der Lage, selbstst&auml;ndig zu denken und auch fachlich korrekt zu handeln.<\/p><p>Merksatz f&uuml;r alle klugen Leute, die sich au&szlig;erhalb von Heimen befinden und\/oder inzwischen meilenweit vom Pflegealltag entfernt haben:<\/p><p>Das Personal in der Schicht &ndash; besonders bei prek&auml;rer Besetzung &ndash; macht das und kann auch nur das machen, <\/p><ol type=\"a\">\n<li>was es zu sehen in der Lage ist, was es aus der Erfahrung und Routine kennt und in das es sich einf&uuml;hlen kann bzw. will, <\/li>\n<li>wozu die Zeit ausreicht und das<\/li>\n<li>jeweils nach Vorbild und ausreichender Unterst&uuml;tzung sowie Anleitung der Leitungskr&auml;fte und Qualit&auml;tsbeauftragten.<\/li>\n<\/ol><p>Was meinen die Experten eigentlich, wieviel zum Beispiel von der als so wertvoll gepriesenen Biographiearbeit in den K&ouml;pfen des Personals gegenw&auml;rtig ist, wenn sie kaum das N&ouml;tigste in der Schicht erledigen k&ouml;nnen oder wollen?<\/p><p>Leider hat man noch keinen Expertenstandard &bdquo;<em>Gesunder Menschenverstand<\/em>&ldquo; gebastelt. Da w&auml;ren wahrscheinlich auch die falschen Leute am Werk. <\/p><p>Da schwadroniert dann auch noch der eine oder andere Experte davon, dass in Deutschland die Akademisierung der Pflegeausbildung fehle. Dass Grundlagenwissen erforscht und evidenzbasierte Pflegehandlungen entwickelt werden m&uuml;ssen.<\/p><p>Nicht nur ich bin stattdessen der Auffassung, dass die Verwissenschaftlichung der Pflege &uuml;berhaupt nicht gutgetan hat.<\/p><p>Ist Pflege nur bei akademischer Ausbildung richtig und gut zu leisten? Sind denn, so fragen auch viele Pflegekr&auml;fte, Pflegedienst- und Einrichtungsleitungen, einf&uuml;hlsame und gute Betreuung und Pflege wirklich so schwer hinzukriegen? Das, was in der Pflege zu tun ist, sei im Grunde relativ gut nachvollziehbar und nicht allzu kompliziert zu vermitteln. Dies bedeute keinesfalls, dass die zu erbringende Leistung nicht gen&uuml;gend &bdquo;wertzusch&auml;tzen&ldquo; w&auml;re.<\/p><p>&bdquo;Gediegene&ldquo; Fachlichkeit und ein Blick f&uuml;r die Belange des Menschen sind dabei nach wie vor wesentlich. Aber Pflege muss ich vom Herzen her verstehen, vom Herzen her aus&uuml;ben. Und das Hirn eingeschaltet lassen.<\/p><p>Auch Leitungskr&auml;fte werden unter der Last der Neuerungen schlichtweg erdr&uuml;ckt. Diese Positionen in der Pflege m&ouml;chte kaum mehr einer &uuml;bernehmen. Und nun besetzen diese wichtigen Schaltstellen h&auml;ufig Personen, die zwar formelle Ausbildungen haben, denen jedoch die Praxis und leider oftmals auch die Lebenserfahrung fehlen. Wechsel in Leitungspositionen sind an der Tagesordnung. <\/p><p>Diejenigen, die etwas von den Strukturen und den Prozessen in einer Einrichtung verstehen, sehen, dass die Pflege unter den gegenw&auml;rtigen Voraussetzungen kaum mehr vern&uuml;nftig zu schultern ist. Die Themen <em>Zeit f&uuml;reinander, Menschlichkeit, Obhut, Zugewandtheit, Empathie, Humor und (auch das von mir in diesem Zusammenhang verwendete, inzwischen verschm&auml;hte W&ouml;rtchen)<\/em> F&uuml;rsorge haben schon lange keine Priorit&auml;t mehr. Und doch sind gerade dies die Kernthemen einer menschlichen Pflege.<\/p><p>Aber sollen die Experten alle ruhig weiterentwickeln und forschen und nicht schlecht an der ganzen Misere profitieren. Doch sie m&ouml;gen sich bitte nicht einbilden, dass dadurch der Pflegealltag in den Heimen sonderlich befl&uuml;gelt wird. Oder wom&ouml;glich gar auf einen Stand gebracht werden kann, der den W&uuml;nschen der Bewohner oder unseren eigenen W&uuml;nschen entspricht, wenn wir mal selbst ins Heim ziehen m&uuml;ssen.<\/p><p>All diese wichtigen Experten (oder auch Politiker, aber bitte ohne Vorank&uuml;ndigung und ohne das anschlie&szlig;ende obligatorische H&auml;ndesch&uuml;ttel- bzw. Ghettofaustfoto in der regionalen Zeitung) sollten mal &ndash; nach Abflauen der Krisenpanik &ndash; an Feiertagen, an Wochenenden oder nur in den Abendstunden in die Heime gehen, wenn der Dienstplan so ausged&uuml;nnt ist, dass vom Personal kaum das erledigt werden kann, was unbedingt n&ouml;tig ist. Muss das Heim dann noch unmotivierte Kr&auml;fte besch&auml;ftigen, weil man keine besseren finden konnte, potenziert sich der st&auml;ndige Krisenalltag. Es gibt n&auml;mlich, wie in jedem anderen Beruf, auch unter Pflegekr&auml;ften MitarbeiterInnen, die nur ungen&uuml;gend das kleine 1 x 1 ihres Berufsstandes beherzigen. Pflegekr&auml;fte, die in ihrer Schicht mit derartigen KollegInnen zusammenarbeiten m&uuml;ssen, wissen ein Lied davon zu singen.<\/p><p>Zur Veranschaulichung hier ein paar kleine, aber nicht unbedeutende, von mir und Kolleginnen h&auml;ufig selbst beobachtete Situationen:<\/p><p>Da w&auml;re man z.B. schon froh, wenn an einem hei&szlig;en Sommertag im Zimmer einer bettl&auml;gerigen alten Frau gen&uuml;gend zu Trinken da ist. Und zwar so, dass sie an das Getr&auml;nk rankommt und es auch zum Mund f&uuml;hren kann. Dass nachgef&uuml;llt wird. Und zwar so, dass sie das Getr&auml;nk nicht mit ihrer zittrigen Hand &uuml;ber Bettdecke und Nachthemd aussch&uuml;ttet. <\/p><p>Dass mal jemand Zeit hat und auf die Idee kommt, einen k&uuml;hlenden Waschlappen auf die Stirn der schwitzenden Bewohnerin zu legen. <\/p><p>Dass man ihr nicht einfach eine dicke, lang&auml;rmelige Bluse anzieht, nur, weil die im Schrank vornedran h&auml;ngt. <\/p><p>Dass die Jalousien runtergelassen sind und die Sonne nicht aufs Bett knallt. <\/p><p>Dass nicht vom letzten Verbandswechsel die blut- und eiterverkrusteten Lappen auf dem Boden liegen und vor sich hinstinken. Weil die Pflegekraft nach dem Verbandswechsel erstmal in die Pause ging und dann schusselig vergessen hatte, das Zeug wegzur&auml;umen. <\/p><p>Und dass Windeln dann gewechselt werden, wenn sie voll sind und nicht erst dann, wenn der planm&auml;&szlig;ige Zeitpunkt erreicht ist. Der dann auch schnell mal verpasst werden kann.<\/p><p>Dass die Leute nicht schon um 19 Uhr zur Bettruhe verdonnert werden.<\/p><p>(Um die meisten dieser &bdquo;Kleinigkeiten&ldquo; k&ouml;nnten sich &uuml;brigens in der von den Appellen angesprochenen Krise auch Laien k&uuml;mmern, die ihre Angeh&ouml;rigen betreut und gepflegt haben, gen&uuml;gend Erfahrung mitbringen und die Problematik kennen.)<\/p><p>Schlie&szlig;lich die sich mal wieder ver&auml;ndernden <strong>Begutachtungsrichtlinien<\/strong> des MdK, deren Pr&uuml;fer aus den erfahrenen (und vom MdK besser bezahlten) Kr&auml;ften der Heime rekrutiert werden, die diesen nat&uuml;rlich fehlen. Auf diese rules &amp; regulations m&uuml;ssen sich Tr&auml;ger, Einrichtung und Personal jedes Mal &uuml;ber langwierige und teure Schulungen einstellen. <\/p><p>Vor einer schwierigen Aufgabe stehen die Pr&uuml;fer der <strong>Heimaufsichtsbeh&ouml;rden<\/strong> der L&auml;nder, zumeist Landrats&auml;mter und kreisfreie St&auml;dte, die viel zu selten von MitarbeiterInnen unterst&uuml;tzt werden, die eigene Erfahrung aus der Praxis mit in ihre T&auml;tigkeit einbringen. Es gibt zwar eine ganze Menge von fachlichen Anforderungen an die Stellen im Heim, aber nicht an das Fachpersonal der Heimaufsichtsbeh&ouml;rden. <\/p><p>Die Richtlinien, Dokumentationssysteme und Standards dienen vor allem den externen Kontrolleuren dazu, m&ouml;glichst ohne Aufwand &uuml;ber Papier bzw. Bildschirm pr&uuml;fen zu k&ouml;nnen, um dann mit noch immer viel zu hohem b&uuml;rokratischen Aufwand Noten oder sonstige Bewertungen, Ermahnungen und Hinweise abzugeben. Die Albernheit der bisherigen MdK-Noten, die den Level von Note 1 &ndash; 1,5 = &bdquo;hervorragend&ldquo; zumeist nicht &uuml;berschritten haben, muss ich nicht eigens erkl&auml;ren. <\/p><p>Es ist f&uuml;r die Einrichtungen seit langem wichtiger geworden, den Richtlinien externer Kontrolleure (zumeist &uuml;ber Dokumentationen und Anweisungen usw.) zu entsprechen, als darauf zu achten, dass &bdquo;der Laden gut l&auml;uft&ldquo;.<\/p><p>Dazu gibt es noch ein internes Qualit&auml;tsmanagement, das auch nicht viel anders aussieht als Kontrolle mit der Absicht, alles zu beschleunigen und in nicht seltenen F&auml;llen Mitarbeiter zu disziplinieren. Die sog. Qualit&auml;tsbeauftragten werden zumeist teilweise oder ganz vom praktischen Dienst freigestellt, um Schreibtischarbeit zu erledigen. Wenn man sich schon solche Stellen leistet, dann sollten die Qualit&auml;tsbeauftragten die Besch&auml;ftigten in der Pflege am Bett und anderswo in der Einrichtung praktisch anleiten. Das Pflegepersonal wird es ihnen danken, wenn es sich bei den Qualit&auml;tsbeauftragten nicht um notorische Besserwisser handelt. <\/p><p>Insgesamt leistet sich unser Land ein ineffektives und teures System, an dem die Akteure am wenigsten Schuld tragen! Es w&uuml;rde ausreichen, lediglich eine einzige Pr&uuml;finstitution zu bilden, die unabh&auml;ngig von politischen und\/oder finanziellen Interessen der Auftraggeber arbeiten kann. Die hierf&uuml;r ben&ouml;tigten fachlich und rechtlich versierten Kr&auml;fte k&auml;men dem Steuerzahler bei weitem &bdquo;kosteng&uuml;nstiger&ldquo; als die Vielzahl des momentan sich tummelnden Kontrollpersonals. <\/p><p>Der Pflegealltag jedenfalls wird durch das ganze Instrumentarium zur Qualit&auml;tssicherung und Qualit&auml;tsentwicklung (wie es so sch&ouml;n hei&szlig;t) nicht verbessert, sondern ausgebremst.<\/p><p>Noch ein Blick auf die wohlmeinenden Qualit&auml;tsanforderungen der (Landes-) Heimgesetze, die von den Einrichtungen schon lange nicht mehr erf&uuml;llt werden k&ouml;nnen[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]:<\/p><p>Nehmen wir die von den Heimgesetzen geforderte Sicherstellung von <strong>Selbstst&auml;ndigkeit, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung<\/strong> der Bewohner. Wenn ein Mensch kognitiv stark abgebaut und jede Menge Erkrankungen und Behinderungen hat, braucht er, um selbstst&auml;ndig, selbstbestimmt und noch dazu selbstverantwortlich zu leben, verst&auml;ndnisvolle und einf&uuml;hlsame Unterst&uuml;tzung durch das Personal. Diese Unterst&uuml;tzung geht h&auml;ufig aus den genannten Gr&uuml;nden (Personalknappheit, Zeitmangel usw.) im Pflegealltag unter. <\/p><p>Im <em>Werteranking<\/em> findet man auch <strong>W&uuml;rde<\/strong> ganz oben auf der Liste. Dem als selbstverst&auml;ndlich geltenden Anspruch kann in seinen vielf&auml;ltigen Komponenten kaum mehr entsprochen werden. Aber nicht, weil das Personal nicht ausreichend die Standards inhaliert hat, sondern weil es &ndash; ich muss mich wiederholen &ndash; einfach &bdquo;nicht rumkommt&ldquo;. Ich kann dieses kaputtgequatschte Wort &bdquo;<strong>W&uuml;rde<\/strong>&ldquo;, das in jedem Leitbild eines jeden x-beliebigen Pflegeheimes auftaucht, jedenfalls nicht mehr h&ouml;ren, ohne leichten Brechreiz zu versp&uuml;ren.<\/p><p>Alle diese Anforderungen, die sich aus den verfassungsrechtlich verankerten Grundrechten ableiten, befinden sich nat&uuml;rlich im Leitbild jeder Einrichtung. Ich bin da wirklich &bdquo;gepl&auml;ttet&ldquo;, welch phantasiereiche Variationsbreite das so gern beschworene christliche Menschenbild in der t&auml;glichen Praxis aufweist. Man m&ouml;ge mir verzeihen, dass ich dem Leser und mir die Aufz&auml;hlung von Beispielen, die ein Hohn auf Leitbilder darstellen, erspare.<br>\nAber in all diesen Leitbildern steht nat&uuml;rlich der alle &uuml;berzeugende Satz &bdquo;<em>Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt<\/em>&ldquo;. Jedem in der Szene f&auml;llt dazu die verkalauerte Fortsetzung ein &bdquo;<em>&hellip;und da steht er vor allem im Weg rum!<\/em>&ldquo;<\/p><p>Mal ehrlich. Wir l&uuml;gen uns doch gegenseitig die Hucke voll. Hinter vorgehaltener Hand geben mir die Verantwortlichen bei Verb&auml;nden, Einrichtungstr&auml;gern und Heimen Recht. &Ouml;ffentlich beteuern aber fast alle, dass in der eigenen Einrichtung alles nach wie vor bestens laufe und die Grundrechte sowie die Interessen und Bed&uuml;rfnisse der Bewohner (und auch des Personals) selbstverst&auml;ndlich beachtet werden. Kommen dann noch Politiker und Medienvertreter zu Besuch, wird ein Bild pr&auml;sentiert, das man gerne nach au&szlig;en zeigen m&ouml;chte, das aber leider nur in den seltensten F&auml;llen stimmig ist. Fragen sich die Verantwortlichen denn niemals, dass sie auf diese unkluge Weise nicht das Geringste bewirken k&ouml;nnen? Doch, sicherlich. Aber sie bleiben bei ihren Verhaltensmustern, denn es k&ouml;nnte ja sein, dass die Konkurrenten auf dem freien Heim-Markt von der Ehrlichkeit eines Tr&auml;gers profitieren und weiterhin behaupten, in ihren Heimen aber kenne man &uuml;berfordernden Pflegealltag nicht.<\/p><p>Und immer wieder und derzeit besonders h&ouml;ren wir das Lob der Politiker, Vorst&auml;nde und Medien an die <em>systemrelevanten Kr&auml;fte<\/em> in den Einrichtungen &agrave; la <em>Ihr seid die Helden der Nation<\/em>!<br>\nM&ouml;gen sie sich diese wohllautenden Worte sparen und stattdessen endlich daf&uuml;r sorgen, dass sich die Pflegekr&auml;fte in den Einrichtungen nicht l&auml;nger im Stich gelassen f&uuml;hlen. Jetzt auf einmal werden diese mal wieder &bdquo;wertgesch&auml;tzt&ldquo;. Das erleichtert nicht die Arbeit, f&ouml;rdert nicht den Spa&szlig; am Beruf und verbessert weder die Laune noch das Einkommen. Ganz nebenbei: nicht die (noch immer ungen&uuml;gende) Bezahlung macht die Pflege- und Betreuungskr&auml;fte m&uuml;rbe. Sie f&uuml;hlen sich seit langem, wie ausgef&uuml;hrt, im Stich gelassen, denn sie m&ouml;chten vor allem Unterst&uuml;tzung und echte Wertsch&auml;tzung, nicht immer nur diese ewig gleichen Floskeln. W&uuml;rde man mal eine diesbez&uuml;gliche Umfrage starten, k&auml;me man zu keinem anderen Ergebnis.<\/p><p>Daseinsvorsorge (ein leider auch antiquiertes Wort) muss von der Politik, dem Gesetzgeber, wieder ernsthaft aufgegriffen werden. Und das betrifft alle Menschen bzw. Berufszweige in diesem Land, denn alle sind auf ihre Art und Weise systemrelevant.<\/p><p>Ich f&uuml;rchte allerdings, dass nach Abebben des Corona-Hypes alles schnell vergessen wird und man wie &uuml;blich wieder beginnt, neue Expertenrunden und Arbeitskreise zu bilden, die erforderliche Ver&auml;nderungen aufzeigen sollen, die dann nach langen Verhandlungen in unzureichenden Kompromissen, vor allem wegen mangelnden Geldes (schwarze Null), verw&auml;ssert werden. Und dann gebiert der beh&auml;bige Elefant mal wieder eine sch&uuml;chterne Maus. <\/p><p>Es ist nicht nur die Politik, die sich bewegen muss. Es sind auch die Verb&auml;nde, denen die privaten und gemeinn&uuml;tzigen Einrichtungstr&auml;ger angeschlossen sind. Es ist die Pflegeselbstverwaltung, die wohl f&uuml;r mehr verantwortlich ist, als man sich gemeinhin vorstellen kann. Und nicht zuletzt die Gesellschaft &ndash; jeder Einzelne von uns, der sich nicht nur dann f&uuml;r die hilfs- und\/oder pflegebed&uuml;rftigen Menschen in unserer Mitte oder am Rande interessieren darf, wenn ihn selbst gesundheitliche und sonstige Bedrohungen treffen k&ouml;nnten.<br>\nSchuld sind ja erfahrungsgem&auml;&szlig; immer die anderen. Sterben tun gl&uuml;cklicherweise auch immer die anderen. Man kann es ja t&auml;glich in den Todesanzeigen nachlesen.<\/p><p>Claus V&ouml;lker, W&uuml;rzburg, 26. M&auml;rz 2020<\/p><p>Titelbild: Suwin\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.arbeitskammer.de\/themenportale\/gut-beraten-und-gut-vertreten-in-der-pflege\/aufruf-an-pflegekraefte\/\">arbeitskammer.de\/themenportale\/gut-beraten-und-gut-vertreten-in-der-pflege\/aufruf-an-pflegekraefte\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.main-echo.de\/regional\/franken-bayern\/1000-Pflegekraefte-melden-sich-binnen-eines-Tages-in-Bayern-zum-Corona-Einsatz;art11994,6993717\">main-echo.de\/regional\/franken-bayern\/1000-Pflegekraefte-melden-sich-binnen-eines-Tages-in-Bayern-zum-Corona-Einsatz;art11994,6993717<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/systemrelevante-berufe-in-corona-zeit-viel-applaus-und-wenig-geld-16693083.html\">faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/systemrelevante-berufe-in-corona-zeit-viel-applaus-und-wenig-geld-16693083.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] s. hierzu auch das Interview mit Gerd Bosbach vom 26.03.2020 <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59617\">nachdenkseiten.de\/?p=59617<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] In einer Schulung (selbst miterlebt) wurde dem staunenden Teilnehmerkreis mitgeteilt, durch personzentrierte <em>Interaktions- und Kommunikationsangebote<\/em> (!) kann die Beziehung zwischen den Menschen erhalten und gef&ouml;rdert werden. Beziehungen, so hei&szlig;t es da, z&auml;hlen n&auml;mlich &bdquo;<em>zu den wesentlichen Faktoren, die aus Sicht von Menschen mit Demenz Lebensqualit&auml;t begr&uuml;nden (konstituieren) und beeinflussen.<\/em>&ldquo;<\/p>\n<p>Das ist eine bahnbrechende Erkenntnis! Und dann der Satz, der jeden Leser besonders aufw&uuml;hlen muss: <\/p>\n<p>&bdquo;<em>Personzentrierung umfasst demnach auch gemeinsame Entscheidungsfindungen und die Unterst&uuml;tzung des Selbstmanagements des Pflegebed&uuml;rftigen<\/em> (DNQP 2018).&ldquo;<\/p>\n<p>Das l&auml;sst sich gut bei einem Ausflug in den Pflegealltag an einem beobachteten <strong>Beispiel<\/strong> demonstrieren und unter Ber&uuml;cksichtigung fachlicher Plastiksprache (nur zum Teil satirisch etwas zugespitzt) erl&auml;utern:<\/p>\n<p>Da sitzt also der demente Onkel Jakob mal wieder auf dem Toilettenstuhl. Sein Darm will n&auml;mlich eine vom aktiven Bewusstsein abgekoppelte Entscheidung treffen. Sp&uuml;rbar und riechbar. <\/p>\n<p>Onkel Jakob will aber die Sch&uuml;ssel Pudding und den L&ouml;ffel nicht abstellen, die er in H&auml;nden h&auml;lt. Nun tritt Schwester Agathe in Aktion. Sie ist Fachkraft und geschult worden. Also wird sie auch <em>empathisch<\/em> und <em>l&ouml;sungsaffin<\/em> auf Jakobs <em>Selbstmanagement<\/em> mit <em>proaktiven<\/em> Signalen einwirken. Wie auch immer sie das macht.<\/p>\n<p>Jedenfalls unterst&uuml;tzt sie Onkel Jakobs angestrebte, k&ouml;rperlich und geistig vernetzte <em>Entscheidungsfindung<\/em>, ob er <\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li>zuerst stuhlt und <\/li>\n<li>dann den Pudding l&ouml;ffelt, oder <\/li>\n<li>ob er im Sinne altersgerechten <em>Zeitmanagements<\/em> beides gleichzeitig, also <em>multitasking<\/em>, bewerkstelligen soll!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Durch diese <em>positive Interaktion<\/em> sollen also <em>personzentriert<\/em> das <em>Selbstmanagement<\/em> und das <em>So-und-nicht-anders-Person-Sein<\/em> von Onkel Jakob gef&ouml;rdert werden. <\/p>\n<p>Und gleichzeitig &ndash; <em>Synergieeffekt<\/em>! &ndash; wird sein individuelles Standing upgegraded. Sein Selbstbewusstsein wird durch diese, sagen wir mal: <em>Kick-off-Aktion<\/em> gesteigert.<\/p>\n<p>Onkel Jakob f&uuml;hlt sich nach dem Gesch&auml;ft, ob mit oder ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Expertenstandards, jedenfalls sp&uuml;rbar erleichtert und r&uuml;ckt auch das benutzte Geschirr wieder raus. Und all das Geschehene wird dann brav <em>dokumentiert<\/em> und nat&uuml;rlich <em>evaluiert<\/em>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] S. zum Beispiel Art. 3 des Bayerische Pflege- und Wohnqualit&auml;tsgesetzes (PfleWoqG), das den meisten anderen L&auml;ndergesetzen gleicht und sich vom Heimgesetz, das bundesweit vor der &Uuml;bertragung auf die L&auml;nder galt, ableitet: <a href=\"https:\/\/www.gesetze-bayern.de\/Content\/Document\/BayPfleWoqG-3\">gesetze-bayern.de\/Content\/Document\/BayPfleWoqG-3<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt ist also die Krise da. Und dann ist sie auch noch viel schneller gekommen als erwartet. Wir stellen uns aufgrund der Corona-Krise auf einen Pflegenotstand ein, der seit Jahren gebetsm&uuml;hlenartig prognostiziert wird. Bereits in den 80er Jahren haben Zeitungen ihre Beitr&auml;ge mit &bdquo;<em><strong>Pflege. Es ist 5 vor 12<\/strong><\/em>&ldquo; &uuml;berschrieben. Seitdem berichten die Medien mit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59683\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":59684,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,149,148,161],"tags":[2419,1740,423,373,998,1302,2469,2472,1733,2848,1164,471,2834],"class_list":["post-59683","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuelles","category-gesundheitspolitik","category-pflegeversicherung","category-wertedebatte","tag-altruismus","tag-arbeitsbedingungen","tag-austeritaetspolitik","tag-oekonomisierung","tag-buerokratie","tag-daseinsvorsorge","tag-epidemie","tag-expertokratie","tag-mdk","tag-personalausstattung","tag-pflegekraefte","tag-systemrelevanz","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/shutterstock_251528320.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59683"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59715,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59683\/revisions\/59715"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/59684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}