{"id":59721,"date":"2020-03-30T08:40:23","date_gmt":"2020-03-30T06:40:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721"},"modified":"2020-03-30T10:53:58","modified_gmt":"2020-03-30T08:53:58","slug":"hinweise-des-tages-3582","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h01\">Europa verliert den Kampf der Bilder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h02\">Ja, man darf den wirtschaftlichen Schaden gegen Menschenleben abw&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h03\">Scharfe Kritik an ARD und ZDF wegen Berichterstattung zum Coronavirus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h04\">Klinikum Wolfsburg nimmt wegen Corona-Infektion keine neuen Patienten auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h05\">Coronavirus may have infected half of UK population &mdash; Oxford study<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h06\">Offener Brief an die Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h07\">The real death toll for Covid-19 is at least 4 times the official numbers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h08\">Wie Merkel die EU-Institutionen ausbooten will<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h09\">Immer mehr H&auml;ndler stoppen Mietzahlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h10\">Wirtschaft fordert weitere steuerliche Entlastungen wegen der Coronakrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h11\">Berliner Krankenpflegerin klagt an: &bdquo;Euren Applaus k&ouml;nnt ihr euch sonstwohin stecken&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h12\">Gesundheit von Kindern aus &auml;rmeren Familien ist schlechter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h13\">&ldquo;Wo landen wir da?&rdquo; &ndash; Bundes&auml;rztekammerpr&auml;sident kritisiert Krisenmanagement der Bundesregierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h14\">Handel: ver.di fordert Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h15\">Grundrechte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h16\">Wenn Demonstranten zu &ldquo;Gef&auml;hrdern&rdquo; erkl&auml;rt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h17\">Verfassungsbruch in Vorbereitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h18\">Fake-News-Lawine zu RT Deutsch: RND verf&auml;lscht Aussage des Innenministeriums<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europa verliert den Kampf der Bilder<\/strong><br>\nIm Kampf gegen das Coronavirus l&auml;uft die europ&auml;ische Solidarit&auml;t nur z&ouml;gerlich an. China und Russland sto&szlig;en in diese L&uuml;cke &ndash; und schlachten das propagandistisch aus. (&hellip;)<br>\nKritiker argw&ouml;hnen, dass Moskau auch &uuml;ber den Umgang mit der Krise hinaus andere Interessen verfolgt. Die Aufbesserung des eigenen Images soll demnach dazu dienen, die Sanktionen aus der Welt zu schaffen, die die EU 2014 wegen der Ukrainekrise verh&auml;ngte. Putins Sprecher Dmitrij Peskow stritt ab, dass die Unterst&uuml;tzung an irgendwelche Bedingungen gekn&uuml;pft sei. Italien brauche in gro&szlig;em Ma&szlig;stab Hilfe, und Russland helfe, wo es k&ouml;nne. (&hellip;)<br>\nBei der PR-Kampagne ger&auml;t schnell in den Hintergrund, dass staatliche Stellen in China die vom Virus ausgehende Gefahr &uuml;ber Wochen vertuschten. Auch beschr&auml;nkte sich die Propaganda nicht auf das In-Szene-Setzen von Hilfslieferungen: So leisteten chinesische Offizielle zuletzt noch einer Verschw&ouml;rungstheorie Vorschub, wonach das Coronavirus vom US-Milit&auml;r entwickelt und nach Wuhan eingeschleppt worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/corona-krise-europa-verliert-den-kampf-der-bilder-a-d2264aee-41aa-4c82-9fa6-9f6837b04079\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieses Machwerk muss man lesen, um zu erfassen, auf welchem kalten Kriegsniveau deutsche Journalisten inzwischen angekommen sind. Und zugleich keinerlei Einsicht, kein bisschen Reflexion &uuml;ber die Missetaten der EU und Deutschlands im Umgang mit den S&uuml;dl&auml;ndern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ja, man darf den wirtschaftlichen Schaden gegen Menschenleben abw&auml;gen<\/strong><br>\nDeutschland erweckt den Eindruck, es k&ouml;nne sich einen monatelangen Lockdown ohne gravierende Folgen leisten. Das ist gef&auml;hrlich. [&hellip;]<br>\nJa, man darf. Man muss sogar. Die freiheitliche Demokratie lebt von der offenen Debatte, von der Abw&auml;gung von G&uuml;tern, und gerade in einer existenziellen Krise darf sie das nicht aufgeben. Gerade die schwierigsten Entscheidungen d&uuml;rfen nicht getroffen werden, ohne dass klar ist, was auf dem Spiel steht. Es ist weder unmoralisch noch zynisch, zu benennen, was gegeneinander abgewogen werden muss.<br>\nDas ist: die kurzfristige Katastrophe einer Ausbreitung des Virus gegen die langfristige einer Rezession und der politischen Verwerfungen, die mit ihr verbunden sein k&ouml;nnten. Menschenleben heute gegen das soziale Elend von morgen. Denn es steht ja zu bef&uuml;rchten, dass die Folgen eines wirtschaftlichen Niedergangs die Bed&uuml;rftigsten besonders hart treffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-wirtschaftsschaeden-gegen-menschenleben-diese-debatte-muss-gefuehrt-werden-a-00000000-0002-0001-0000-000170213656\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Debatte um die Abw&auml;gbarkeit von Menschenleben und wirtschaftlichen Interessen wirkt seltsam verlogen. Nat&uuml;rlich wird von der Politik permanent abgewogen. Das f&auml;ngt abstrakt bei der Rationierung im Gesundheitssystem an und reicht bis zu extremen Fragen. So werden die 120.000 Toten pro Jahr <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/rauchen-tod-who-101.html\">durch die Folgen des Rauchens<\/a> stetig abgewogen gegen Umsatzzahlen, Werbebudgets und nat&uuml;rlich den Steuereinnahmen des States. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit den rund 74.000 Toten pro Jahr <a href=\"https:\/\/www.aktionswoche-alkohol.de\/presse\/fakten-mythen\/zahlen-und-fakten\/\">durch Alkohol<\/a>, die gegen die Interessen der Winzer, Brauer, Gastronomen abgewogen werden. Anl&auml;sslich dieser Todesziffern stellt sich jedoch die Frage, nach welchem Ma&szlig;stab derartige Abw&auml;gungen getroffen werden. Die wirtschaftlichen Verwerfungen durch den Lockdown sind um Potenzen schlimmer als m&ouml;gliche Sch&auml;den durch ein hypothetisches Verbot von Tabak und Alkohol.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scharfe Kritik an ARD und ZDF wegen Berichterstattung zum Coronavirus<\/strong><br>\nDer Medienwissenschaftler Otfried Jarren kritisiert die Berichterstattung des deutschen &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehens &uuml;ber das Coronavirus.<br>\nSeit Wochen treten immer die gleichen Experten und Politiker auf, die als Krisenmanager pr&auml;sentiert w&uuml;rden, schreibt Jarren in einem Beitrag f&uuml;r den Fachdienst &bdquo;epd Medien&ldquo;. Dadurch inszeniere das Fernsehen zugleich Bedrohung und exekutive Macht &ndash; und betreibe &bdquo;Systemjournalismus&ldquo;. Vor allem der Norddeutsche Rundfunk falle ihm durch eine &bdquo;besondere Form der Hofberichterstattung&ldquo; auf.<br>\n&bdquo;Die Chefredaktionen haben abgedankt&ldquo;, folgert Jarren. In der Berichterstattung fehlten &bdquo;alle Unterscheidungen, die zu treffen und nach denen zu fragen w&auml;re: Wer hat welche Expertise? Wer tritt in welcher Rolle auf?&ldquo; Gesendet w&uuml;rden zudem gr&ouml;&szlig;tenteils einzelne Statements, eine echte Debatte zwischen Expertinnen und Experten entstehe nicht, schreibt der Medienwissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/covid-19-scharfe-kritik-an-ard-und-zdf-wegen.2849.de.html?drn:news_id=1114517\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Klinikum Wolfsburg nimmt wegen Corona-Infektion keine neuen Patienten auf<\/strong><br>\nWeil sich Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert haben, nimmt das Klinikum Wolfsburg keine neuen Patienten mehr auf. Die Stadt k&auml;mpft stark mit dem Virus, in einem Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. [&hellip;]<br>\nZuvor teilte die Stadt mit, dass es im Hanns-Lilje-Heim drei weitere Todesopfer in Folge einer Coronavirus-Infektion gebe. Damit sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demente Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Alleine am Freitag hatte die Stadt den Tod von sechs infizierten Frauen und zwei M&auml;nnern im Alter zwischen 76 und 100 Jahren gemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article206867053\/Coronavirus-Aufnahmestopp-am-Klinikum-Wolfsburg-wegen-Corona-Infektion.html\">WELT<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu bitte auf den NachDenkSeiten die Artikel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59633\">Corona-Epizentrum Altenheim &ndash; wenn die Politik nicht handelt, droht eine Katastrophe mit Ansage<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59683\">Corona-Krise und der &sbquo;real existierende Pflegealltag&lsquo; in station&auml;ren Einrichtungen der Altenhilfe<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Coronavirus may have infected half of UK population &mdash; Oxford study<\/strong><br>\nhe new coronavirus may already have infected far more people in the UK than scientists had previously estimated &mdash; perhaps as much as half the population &mdash; according to modelling by researchers at the University of Oxford.<br>\nIf the results are confirmed, they imply that fewer than one in a thousand of those infected with Covid-19 become ill enough to need hospital treatment, said Sunetra Gupta, professor of theoretical epidemiology, who led the study. The vast majority develop very mild symptoms or none at all.<br>\n&ldquo;We need immediately to begin large-scale serological surveys &mdash; antibody testing &mdash; to assess what stage of the epidemic we are in now,&rdquo; she said.<br>\nThe modelling by Oxford&rsquo;s Evolutionary Ecology of Infectious Disease group indicates that Covid-19 reached the UK by mid-January at the latest. Like many emerging infections, it spread invisibly for more than a month before the first transmissions within the UK were officially recorded at the end of February.<br>\nThe research presents a very different view of the epidemic to the modelling at Imperial College London, which has strongly influenced government policy. &ldquo;I am surprised that there has been such unqualified acceptance of the Imperial model,&rdquo; said Prof Gupta.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/5ff6469a-6dd8-11ea-89df-41bea055720b\">Financial Times<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Substantial undocumented infection facilitates the rapid dissemination of novel coronavirus (SARS-CoV2).<\/strong><br>\nEstimation of the prevalence and contagiousness of undocumented novel coronavirus (SARS-CoV2) infections is critical for understanding the overall prevalence and pandemic potential of this disease. Here we use observations of reported infection within China, in conjunction with mobility data, a networked dynamic metapopulation model and Bayesian inference, to infer critical epidemiological characteristics associated with SARS-CoV2, including the fraction of undocumented infections and their contagiousness. We estimate 86% of all infections were undocumented (95% CI: [82%-90%]) prior to 23 January 2020 travel restrictions. Per person, the transmission rate of undocumented infections was 55% of documented infections ([46%-62%]), yet, due to their greater numbers, undocumented infections were the infection source for 79% of documented cases. These findings explain the rapid geographic spread of SARS-CoV2 and indicate containment of this virus will be particularly challenging.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/32179701\">American Association for the Advancement of Science<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Offener Brief an die Kanzlerin<\/strong><br>\nEs ist ausdr&uuml;cklich nicht mein Anliegen, die Gefahren der Viruserkrankung herunterzuspielen oder eine politische Botschaft zu kolportieren. Jedoch empfinde ich es als meine Pflicht, einen wissenschaftlichen Beitrag dazu zu leisten, die derzeitige Datenlage richtig einzuordnen, die Fakten, die wir bislang kennen, in Perspektive zu setzen &ndash; und dar&uuml;berhinaus auch Fragen zu stellen, die in der hitzigen Diskussion unterzugehen drohen. Der Grund meiner Besorgnis liegt vor allem in den wirklich unabsehbaren sozio&ouml;konomischen Folgen der drastischen Eind&auml;mmungsma&szlig;nahmen, die derzeit in weiten Teilen Europas Anwendungen finden und auch in Deutschland bereits in gro&szlig;em Ma&szlig;e praktiziert werden. Mein Wunsch ist es, kritisch &ndash; und mit der gebotenen Weitsicht &ndash; &uuml;ber die Vor- und Nachteile einer Einschr&auml;nkung des &ouml;ffentlichen Lebens und die daraus resultierenden Langzeiteffekte zu diskutieren. Dazu stellen sich mir f&uuml;nf Fragen, die bislang nur unzureichend beantwortet wurden, aber f&uuml;r eine ausgewogene Analyse unentbehrlich sind.<br>\n&hellip;<br>\n1.Statistik<br>\n&hellip; Meine Frage: Wurde bei den Hochrechnungen zwischen symptomfreien Infizierten und tats&auml;chlichen, erkrankten Patienten unterschieden &ndash; also Menschen, die Symptome entwickeln?<br>\n2.Gef&auml;hrlichkeit<br>\n&hellip; Meine Frage: Wie sieht die gegenw&auml;rtige Auslastung von Intensivstationen mit Patienten mit diagnostizierten COVID-19 im Vergleich zu anderen CoronavirusInfektionen aus, und inwiefern werden diese Daten bei der weiteren Entscheidungsfindung der Bundesregierung ber&uuml;cksichtigt? Au&szlig;erdem: Wurde die obige Studie in den bisherigen Planungen zur Kenntnis genommen? Auch hier muss nat&uuml;rlich gelten: Diagnostiziert hei&szlig;t, dass das Virus auch ma&szlig;geblichen Anteil an dem Krankheitszustand des Patienten hat, und nicht etwa Vorerkrankungen eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen.<br>\n3.Verbreitung<br>\n&hellip;   Meine Frage: Hat es bereits eine stichprobenartige Untersuchung der gesunden Allgemeinbev&ouml;lkerung gegeben, um die Realausbreitung des Virus zu validieren, oder ist dies zeitnah vorgesehen?<br>\n4.Mortalit&auml;t<br>\n&hellip; Meine Frage: Ist Deutschland dem Trend zum COVID-19 Generalverdacht einfach gefolgt? Und: gedenkt es, diese Kategorisierung weiterhin wie in anderen L&auml;ndern unkritisch fortzusetzen? Wie soll dann zwischen echten Corona-bedingten Todesf&auml;llen und zuf&auml;lliger Viruspr&auml;senz zum Todeszeitpunkt unterschieden werden?<br>\n5.Vergleichbarkeit<br>\n&hellip; Meine Frage: Welche Bem&uuml;hungen werden unternommen, um der Bev&ouml;lkerung diese elementaren Unterschiede nahe zu bringen und den Menschen verst&auml;ndlich zu machen, dass Szenarien wie in Italien oder Spanien hier nicht realistisch sind?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.files.wordpress.com\/2020\/03\/sucharit-bhakdi-letter-merkel.pdf\">Prof. em. Dr. med. Sucharit Bhakdi<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Aufnahme eines Hinweises bedeutet nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Lesen Sie dazu bitte auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59240\">die Anmerkung des NachDenkSeiten-Herausgebers Albrecht M&uuml;ller<\/a> zum Umgang der NachDenkSeiten mit verschiedenen Positionen zu Themen wie &ldquo;Corona&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>The real death toll for Covid-19 is at least 4 times the official numbers<\/strong><br>\nNembro, one of the municipalities most affected by Covid-19, should have had &ndash; under normal conditions &ndash; about 35 deaths. 158 people were registered dead this year by the municipal offices. But the number of deaths officially attributed to Covid-19 is 31 [&hellip;]<br>\nIt is extremely reasonable to think that these excess deaths are largely elderly or frail people who died at home or in residential facilities, without being hospitalized and without being swabbed to verify that they have actually become infected with Covid-19. Given the decline seen in the last few days after the peak, flock immunity has likely been attained in Nembro. To a certain degree, Nembro represents what would happen in Italy if everyone were infected by CoronaVirus, Covid-19: 600,000 people would die. The numbers of Nembro also suggest that we must take those official deaths and multiply them by at least 4 to have the real impact of Covid-19 in Italy, at this moment.<br>\nOur suggestion, therefore, is to take the data of the individual municipalities where there have been at least 10 official deaths due to Covid-19 and check if it corresponds to real deaths. Our fear is that not only the number of infected people have been largely underestimated due to the low number of swabs and tests carried out, and therefore the number of asymptomatics from the statistics have &laquo;disappeared&raquo;, but that the case is also &ndash; through the data of the Municipalities &ndash; that of the dead. We are in the midst of an epoch-making event and to fight it we need credible data on the reality of the situation, disclosed transparently among all the experts and people who have to manage the crisis responsibly. Based on these data we can understand and decide what is right to do when it is required.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200330-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200330-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.corriere.it\/politica\/20_marzo_26\/the-real-death-toll-for-covid-19-is-at-least-4-times-the-official-numbers-b5af0edc-6eeb-11ea-925b-a0c3cdbe1130.shtml\">Corrire della Sera<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Merkel die EU-Institutionen ausbooten will<\/strong><br>\nBeim EU-Krisengipfel war Merkel schwer unter Druck geraten. Neun EU-Staaten hatten neue, gemeinsame Finanz-Instrumente wie Coronabonds gefordert. Die EU-Institutionen sollten binnen zehn Tagen Vorschl&auml;ge ausarbeiten, forderte Italiens Premier Conte.<br>\nDas Problem f&uuml;r Merkel: Die f&uuml;nf Pr&auml;sidenten der Institutionen sind eigentlich alle f&uuml;r Coronabonds. Es ist ganz &auml;hnlich wie in der Eurokrise, wo sich die EU-Chefs bereits f&uuml;r Eurobonds ausgesprochen hatten. Damals dr&uuml;ckte Merkel das weg.<br>\nDiesmal war es nicht ganz so einfach. Um das Problem zu l&ouml;sen, verfiel Merkel auf einen Trick. Nicht die eigentlich zust&auml;ndigen EU-Institutionen, sondern die Eurogruppe soll nun einen Plan ausarbeiten. Dabei ist das nur ein informelles Gremium. (&hellip;)<br>\nWie raffiniert Merkels Trick ist, beschreibt der &ldquo;Spiegel&rdquo;:<br>\nDer Unterschied ist nicht nur f&uuml;r Feinschmecker der Br&uuml;sseler R&auml;nkespiele entscheidend: die f&uuml;nf Pr&auml;sidenten der EU-Institutionen, also die Pr&auml;sidenten von Rat, Europaparlament, Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und Eurogruppe z&auml;hlen ganz &uuml;berwiegend zu den Anh&auml;ngern von sogenannten Coronabonds und gemeinsamen Schuldtiteln. Wenn man ihnen den Job gibt, Mittel gegen die Krise zu finden, stehen am Ende Coronabonds. In der Eurogruppe hingegen haben die Gegner dieser Instrumente, allen voran die Niederlande aber auch Deutschland deutlich mehr zu sagen.<br>\nDer Verfahrenstrick l&auml;uft darauf hinaus, die formal und rechtlich zust&auml;ndigen EU-Institutionen auszuhebeln. Nicht einmal Merkels Busenfreundin von der Leyen darf am Finanzplan gegen die Mega-Krise mitwirken. Die EU-Kommission wird entmachtet.<br>\nDas Ganze ist aber noch pikanter. Denn w&auml;hrend Merkel die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde in dieser brisanten Frage &uuml;bergeht, will sie ihr gleichzeitig Sondervollmachten &uuml;bertragen. Dabei geht es um die EU-Regeln, die wegen der Krise ausgesetzt worden sind, wie den Stabilit&auml;tspakt.<br>\nDie Bundesregierung fordert, dass die Kommission einen Fahrplan zur &bdquo;schrittweisen R&uuml;cknahme der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahmen, die ergriffen worden sind&ldquo; vorlegen soll, meldet die FAZ. Das gehe aus einem internen Papier vom 24. M&auml;rz hervor.<br>\nMerkel schaffte es zwar nicht, ihre W&uuml;nsche eins zu eins in den Gipfelbeschlu&szlig; zu &uuml;berf&uuml;hren. Doch immerhin zeigt der Vorsto&szlig;, wie aktiv sie sein kann, wenn es darum geht, dass die EU nach den alten deutschen Regeln funktioniert&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wie-merkel-die-eu-institutionen-ausschalten-will-wenn-sie-nicht-nach-ihrer-pfeife-tanzen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>Dazu: Chronik des Versagens (V): Euro-Reform<\/strong><br>\nDer Streit um &ldquo;Coronabonds&rdquo; wird immer sch&auml;rfer. Frankreich hat sich der Kritik an Kanzlerin Merkel angeschlossen, Portugal attackiert die Niederlande, die M&auml;rkte sind verunsichert. Dahinter steckt ein viel gr&ouml;&szlig;ereres, chronisches Problem. (&hellip;)<br>\nBei seinem Amtantritt vor drei Jahren hatte Macron zudem ein substantielles Euro-Budget und ein europ&auml;isches Schatzamt gefordert. Er wollte die Eurozone zum neuen, harten Kern der EU ausbauen und gegen &ldquo;externe Schocks&rdquo; absichern.<br>\nAll das wurde von Merkel und ihrem niederl&auml;ndischen Dauer-Verb&uuml;ndeten Rutte systematisch abgeblockt. Das Euro-Budget schrumpfte zu einer winzigen Haushaltslinie im EU-Haushalt. Der Haushalt soll &ndash; wenn es nach Merkel und Rutte gehen &ndash; nun seinerseits schrumpfen.<br>\nDas f&uuml;hrte schon im Februar zum Streit, ein erster EU-Budgetgipfel platzte. Sechs Wochen sp&auml;ter ist die Lage noch viel ernster. Die EU hat kaum noch Finanzreserven, die Eurozone steht nackt da und kann jederzeit in eine neue Krise rutschen.<br>\nDabei war wahrlich genug Zeit, auch an Warnungen hat es nicht gefehlt. &ldquo;Man mu&szlig; das Dach decken, solange die Sonne scheint&rdquo;, hatte Ex-Kommissionschef Juncker schon 2018 gewarnt. &ndash; und durchgreifende Reformen gefordert.<br>\nDoch nichts geschah. Nicht einmal die 2012 beschlossene Bankenunion wurde vollendet. Deshalb geht es jetzt nicht mehr nur um Coronabonds oder um das EU-Budget (das auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben wurde). Es geht ums Ganze.<br>\nDie &ldquo;gesamte europ&auml;ische Struktur&rdquo; k&ouml;nne ihre &ldquo;Existenzberechtigung verlieren&rdquo;, wenn die EU jetzt Fehlentscheidungen treffe, warnt Conte. Der Mann hat Recht. Nun r&auml;cht es sich, dass Merkel und Rutte alle Reformen verhindert haben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/chronik-des-versagens-v-euro-reform\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Immer mehr H&auml;ndler stoppen Mietzahlung<\/strong><br>\nImmer mehr bekannte Handelsunternehmen stoppen wegen der im Kampf gegen das Coronavirus angeordneten Ladenschlie&szlig;ungen die Mietzahlungen f&uuml;r ihre Filialen in Deutschland.<br>\nSelbst gro&szlig;e Handelsketten wie Deichmann oder H&amp;M und bekannte Markenhersteller wie Adidas nutzen die im Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie vorgesehene M&ouml;glichkeit zur Aussetzung der Miet- und Nebenkostenzahlungen. Das ergab am Freitag eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Beim Immobilienbesitzerverband Haus &amp; Grund stie&szlig; das einseitige Vorgehen der Handelsketten auf scharfe Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.donaukurier.de\/nachrichten\/wirtschaft\/Gesundheit-Krankheiten-Sportartikel-Covid-19-Deutschland-Immer-mehr-Haendler-stoppen-Mietzahlung;art154664,4536323\">Donaukurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Da handeln Konzerne wie Adidas, Media-Markt, Deichmann und Co. wie echte Unternehmer und nehmen Herausforderungen selbst in die Hand: Sie stoppen Mietzahlungen, &uuml;ben Druck auf Eigent&uuml;mer aus, verlangen ein finanzielles Entgegenkommen in der Krise. Und fordern nicht, wie sonst &uuml;blich, Geld von Papa Staat zur Subventionierung von meist betr&auml;chtlichen Gewerbemieten.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Beispiel sollte Schule machen auch bei kleineren Shop, B&auml;ckereien, Cafes, Restaurants ect. Vermieter und Immobilienbesitzer m&uuml;ssten kleinere Br&ouml;tchen backen, der Steuerzahler w&uuml;rde entlastet. Das w&auml;re nicht das Ende des Immobilienmarktes, auch wenn der Verband der Haus- und Grundst&uuml;cksbesitzer dieses Gespenst an die Wand malt. Hilfe nicht von Papa Staat, sprich allen Steuerzahlern, sondern von Immobilienbesitzern und Eigent&uuml;mern. Von Adidas, Media-Markt, Deichmann und Co. k&ouml;nnen unsere Politiker, die sich hastig und panisch zu weite Spendierhosen &uuml;bergestreift haben und mit Milliarden winken, noch etwas lernen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Da h&auml;tte sich die Politik vorher Gedanken machen m&uuml;ssen, wenn man unterst&uuml;tzt. Die Unternehmen mit gro&szlig;er Kapitaldecke oder die mittleren bis kleinen mit sehr geringer Kapitaldecke. Letztere sind die, die in der Krise stark gef&auml;hrdet sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Ist aber wohl auch so beabsichtigt, denn &ldquo;der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse&rdquo; ( Marx Marx ), also der Konzerne.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Die Mietaussetzungen von Adidas sind schamlos<\/strong><br>\nDer Corona-K&uuml;ndigungsschutz f&uuml;r Mieter ist eigentlich f&uuml;r den Notfall gedacht. Jetzt wird er von solventen Konzernen ausgenutzt. Dabei w&auml;re jetzt die Zeit, &uuml;ber die eigene Bilanz hinauszublicken. Das gilt allerdings auch f&uuml;r manche Kleinvermieter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article206862507\/Mietenstopp-Schamloses-Ausnutzen-eines-Notgesetzes.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ja, das ist schamlos, peinlich und moralisch verwerflich. Nur passt so eine Aussage nicht in eine Zeitung, die sonst immer nur der wirtschaftlichen Freiheit und dem ungehemmten Profitstreben das Wort redet. Adidas ist z. B. eine Aktiengesellschaft, deren Eigent&uuml;mer unn&ouml;tige Kosten (z. B. Mieten f&uuml;r nicht nutzbare Ladenfl&auml;chen) anscheinend nicht akzeptieren. Wenn die &Uuml;berprofite von Gro&szlig;unternehmen oder (z. B. im Fall von H&amp;M) die unterirdischen Arbeitsbedingungen (niedrigste L&ouml;hne, Arbeit auf Abruf, harte Kontrollen der Arbeitnehmer&hellip;) f&uuml;r die WELT in &ldquo;normalen&rdquo; Zeiten OK sind (obwohl asozial und unsolidarisch) , warum nicht auch in Krisenzeiten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wirtschaft fordert weitere steuerliche Entlastungen wegen der Coronakrise<\/strong><br>\nDer BDI warnt trotz der j&uuml;ngsten Rettungspakete vor existenzbedrohenden Liquidit&auml;tsproblemen bei Unternehmen. Der Wirtschaftsverband fordert deshalb weitere Hilfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/konjunktureinbruch-wirtschaft-fordert-weitere-steuerliche-entlastungen-wegen-der-coronakrise\/25686390.html?ticket=ST-980543-EPO1RoOAw0eErINdQ17g-ap3\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mir in unverst&auml;ndlich, dass solche Unglaublichkeiten nicht skandalisiert werden. Wir befinden uns in der (zumindest in Deutschland) schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, wahrscheinlich werden Hunderttausende, wenn nicht Millionen, Menschen an Covid-19 erkranken und viele Tausend sterben, und was treibt den BDI um? Der w&auml;rmt altbekannte Forderungen zum x-ten Mal auf, um auch noch aus der Katastrophe Profit zu ziehen. Sicher ist die Forderung richtig, die Unternehmensliquidit&auml;t zu erhalten, und da w&uuml;rde ich auch die Stundung von Umsatz- und K&ouml;rperschaftsteuer akzeptieren &ndash; aber Lohnsteuern m&uuml;ssen nur Unternehmen zahlen, die ihre Mitarbeiter weiter produktiv besch&auml;ftigen, um Gewinne zu erwirtschaften, die es sich also leisten k&ouml;nnen. Es geht nicht um die Kurzarbeiter, f&uuml;r die der Staat vollumf&auml;nglich aufkommt. Wenn die Unternehmen profitieren wollen, dann muss dasselbe Recht f&uuml;r Arbeitnehmer und den Staat gelten. Da&szlig; der BDI aber zu allem &Uuml;berflu&szlig; &ndash; mitten in der Krise &ndash; weiterhin eine nochmalige Unternehmensteuersenkung fordert, ist unfa&szlig;bar: auf all die Forderungen nach direkter Subventionierung und nach der Zusage von Hilfszahlungen an die Unternehmen in H&ouml;he von Hunderten Milliarden Euro, die vom Staat, also der Allgemeinheit, getragen werden, kommt nicht nur kein Angebot, sich angemessen zu beteiligen, sondern sogar die Weigerung, selbst den mickrigen bisherigen Anteil zu bezahlen. Mit anderen Worten: weitere Steuersenkungen f&uuml;r die Firmen, weitere Steuererh&ouml;hungen und Sozialk&uuml;rzungen f&uuml;r die Arbeitnehmer. Wie antisozial im wahrsten Sinne des Wortes kann man eigentlich denken? &ldquo;Soziale Marktwirktschaft&rdquo; und &ldquo;Corporate Social Responsibility&rdquo; war nat&uuml;rlich schon immer Marketinggeschw&auml;tz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Berliner Krankenpflegerin klagt an: &bdquo;Euren Applaus k&ouml;nnt ihr euch sonstwohin stecken&ldquo;<\/strong><br>\nina Magdalena B&ouml;hmer, 28, ist Krankenpflegerin in Berlin. Hier schildert sie ihren Joballtag und erkl&auml;rt, warum sie nachts nicht schlafen kann.<br>\nIn diesen Tagen verabreden sich Menschen auf Balkonen, um anderen wie Nina Magdalena B&ouml;hmer Applaus zu geben f&uuml;r ihren Einsatz in der Coronakrise. Vor einigen Tagen postete die Krankenpflegerin auf Facebook frustriert und w&uuml;tend: &bdquo;Euren Applaus k&ouml;nnt ihr euch sonstwohin stecken.&ldquo;<br>\nIch wei&szlig;, er ist als nette Geste gemeint. Aber glaubt mir: Es ver&auml;ndert absolut nichts. Ich bin gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin, fr&uuml;her sagte man Krankenschwester. Seit ich 16 bin arbeite ich in der Pflege, seit zwei Jahren auf einer peripheren Station in einer Berliner Klinik. Wie sie hei&szlig;t, will ich nicht sagen, weil mein Arbeitgeber nichts f&uuml;r unser Gesundheitssystem kann. [&hellip;]<br>\nWenn ihr uns helfen wollt, dann klatscht nicht, singt nicht, unterschreibt lieber eine Online-Petitionen und w&auml;hlt Parteien, die sich f&uuml;r uns einsetzen. Ich verrate nur so viel: Jens Spahn ist es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/berliner-krankenpflegerin-klagt-an-euren-applaus-koennt-ihr-euch-sonstwohin-stecken\/25691690.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gesundheit von Kindern aus &auml;rmeren Familien ist schlechter<\/strong><br>\nWenn Familien Hartz IV ben&ouml;tigen, leiden darunter oft die Kinder. Auch ihre Gesundheit ist oft schlechter als bei Gleichaltrigen, zeigen Informationen der Regierung.<br>\nKinder und Jugendliche aus &auml;rmeren Familien haben h&auml;ufiger einen schlechten Gesundheitszustand und sind &ouml;fter von Entwicklungsverz&ouml;gerungen, psychischen Auff&auml;lligkeiten oder &Uuml;bergewicht betroffen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP im Bundestag hervor. Die Regierung tr&auml;gt darin verschiedene Studienergebnisse zusammen.<br>\nDemnach ist zum Beispiel bei Jungen im Alter zwischen sieben und zehn Jahren, von denen kein Elternteil Vollzeit erwerbst&auml;tig ist, der allgemeinen Gesundheitszustand schlechter als bei Gleichaltrigen mit mindestens einem Vollzeit erwerbst&auml;tigen Elternteil. Zudem wiesen Kinder und Jugendliche aus &auml;rmeren Familien ein erh&ouml;htes Risiko f&uuml;r eine Aufmerksamkeitsdefizit-\/Hyperaktivit&auml;tsst&ouml;rung (ADHS) auf. Den Daten zufolge liegt das Risiko um das 2,8- bis 4,4-fache h&ouml;her.<br>\nWeiterhin n&auml;hmen betroffene Kinder und Jugendlich zahn&auml;rztliche Vorsorgeuntersuchungen deutlich weniger oft wahr. Au&szlig;erdem ist das Ern&auml;hrungsverhalten der Kinder und Jugendlichen laut den Studiendaten unges&uuml;nder. Zum Beispiel tr&auml;nken sie deutlich h&auml;ufiger zuckerhaltige Erfrischungsgetr&auml;nke als Gleichaltrige.<br>\nDer sozialpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, Pascal Kober, der die Anfrage gestellt hatte, forderte, st&auml;rker die Alltagswirklichkeit in sozio&ouml;konomisch benachteiligten Milieus in den Blick zu nehmen. &ldquo;Forderungen nach einem h&ouml;heren Hartz-IV-Regelsatz oder einem bedingungslosen Grundeinkommen greifen zu kurz&rdquo;, sagte Kober. Zweifel seien angebracht, &ldquo;dass die mit vielen Milliarden finanzierten Hilfen des Sozialstaates die Menschen nicht fr&uuml;h genug erreichen&rdquo;. Deshalb m&uuml;ssten die Hilfen pr&auml;ventiver ausgerichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2020-03\/kinderarmut-gesundheit-kinder-entwicklung-uebergewicht-studien\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; es armen Kindern schlechter geht als den Kindern von Normalverdienern oder Reichen, liegt auf der Hand &ndash; &uuml;berraschend ist h&ouml;chstens, da&szlig; gerade die marktradikale FDP sich um solchen Sozialklimbim k&uuml;mmert. Die weiteren Ausf&uuml;hrungen sind dann doch nicht mehr so &uuml;berraschend: die FDP fordert nicht eine Erh&ouml;hung der vors&auml;tzlich kleingerechneten Hartz-IV-S&auml;tze f&uuml;r Kinder oder gar die Einf&uuml;hrung einer existenzsichernden Kindergrundsicherung, sondern die Erh&ouml;hung der Gelder f&uuml;r das Bildungs- und Teilhabepaket f&uuml;r Musik und Sportunterricht. Von satten 15 Euro im Monat (danke, Ursula von der Leyen) zu &uuml;ppigen 30 Euro im Monat. Dass das hungrigen oder unzureichend gekleideten Kindern nichts n&uuml;tzt, da&szlig; solche Kinder wahrscheinlich sehr beengt leben m&uuml;ssen und leider keine Gr&uuml;nfl&auml;che um die Ecke haben, kein Thema. Man k&ouml;nnte kotzen &uuml;ber soviel soziale Empathie der FDP.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Wo landen wir da?&rdquo; &ndash; Bundes&auml;rztekammerpr&auml;sident kritisiert Krisenmanagement der Bundesregierung<\/strong><br>\nKlaus Reinhardt, Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer, hat in einem vertraulichen Schreiben an Gesundheitsminister Jens Spahn das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Corona-Epidemie scharf kritisiert. Das sogenannte Morning Briefing des fr&uuml;heren Handelsblatt-Herausgebers Gabor Steingart zitierte am Mittwoch ausf&uuml;hrlich aus dem Papier, das in Kopie auch an das Kanzleramt ging.<br>\nReinhardt kritisiert vor allem die schlechte Vorbereitung auf die Pandemie, die sich f&uuml;r ihn insbesondere in der unzureichenden Verf&uuml;gbarkeit von Schutzmasken und Schutzbekleidung zeigt. In dem Schreiben hei&szlig;t es:<br>\nWir m&ouml;chten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass die zuletzt &uuml;ber die zentrale Beschaffung zur Verf&uuml;gung gestellten Mengen an Schutzmasken in keiner Weise ausreichend sind.<br>\nAmbulant arbeitende &Auml;rzte und Pfleger seien seit Wochen ohne angemessenen Schutz. Pflegekr&auml;fte besuchten ihre Patienten meist zu Hause und bewegten sich so ungesch&uuml;tzt &ldquo;unter der am st&auml;rksten vom Risiko eines t&ouml;dlichen Verlaufs behafteten Patientengruppe&rdquo;. Weiter hei&szlig;t es:<br>\nHaus&auml;rzte, die in ihrer Praxis t&auml;glich mit unter Umst&auml;nden infizierten Patienten gezwungenerma&szlig;en ohne Schutzmasken Kontakt haben, m&uuml;ssen gleichwohl die normale Versorgung von zahlreichen Altenheim-Patienten gew&auml;hrleisten. Der Fall einer Ketteninfektion in einem Altenheim in W&uuml;rzburg mit neun Toten ist ein warnendes Beispiel.<br>\nIm Gespr&auml;ch mit Steingart versch&auml;rfte der Pr&auml;sident der Bundes&auml;rztekammer seine Kritik noch. Er sagte:<br>\nIch muss ehrlich sagen: Das erschlie&szlig;t sich mir nicht, dass wir darauf nicht vorbereitet waren.<br>\nEr habe aus der &Auml;rzteschaft die R&uuml;ckmeldung erhalten, dass kein Schutzmaterial mehr vorhanden und zu beschaffen sei. Es sei &ldquo;einfach vom Markt verschwunden&rdquo;.<br>\nReinhardt sprach sich auch gegen die von der Regierung verordnete Stilllegung des &ouml;ffentlichen Lebens aus, den sogenannten Shutdown:<br>\nWenn wir all diese Ma&szlig;nahmen, die wir jetzt ausgesprochen haben, weiterf&uuml;hren, mit ihren Auswirkungen auf Wirtschaft, Psychologie der Menschen, soziales Miteinander und alles, was dazugeh&ouml;rt, dann frage ich mich, wo landen wir da?<br>\nStatt der bereits diskutierten Ausgangssperre sprach sich Reinhardt f&uuml;r eine Isolierung der am meisten gef&auml;hrdeten Gruppen der Bev&ouml;lkerung aus. &Auml;ltere und vorbelastete Menschen sollten ausfindig gemacht und besonders gesch&uuml;tzt werden:<br>\nAber ich bin daf&uuml;r, dass wir die n&auml;chsten Wochen nutzen, eine sehr saubere Stratifizierung zur Stabilisierung der Risikogruppen vorzunehmen anhand der existierenden Daten. Und zwar aller Daten, die wir zur Verf&uuml;gung haben.<br>\nDiese Gruppen sollten in verschiedene Kategorien und Risikoklassen eingeteilt werden, f&uuml;r die unterschiedliche Schutzma&szlig;nahmen vorgesehen werden m&uuml;ssten. Gleichzeitig sollte behutsam damit begonnen werden, wieder soziales Leben und wirtschaftliche Aktivit&auml;ten zuzulassen.<br>\nDie Kritik des Pr&auml;sidenten der Bundes&auml;rztekammer an der Bundesregierung ist bemerkenswert, weil er der Regierung gleichzeitig vorwirft, zu wenig und zu viel zu tun. Zu wenig in der Vorbereitung und der Bereitstellung von Schutzmaterial. Der Mangel an diesem ist f&uuml;r ein Land wie Deutschland mit seiner entwickelten Chemie- und Maschinenbauindustrie ohnehin kaum nachzuvollziehen.<br>\nZum anderen kritisiert Reinhardt den Shutdown faktisch als &Uuml;berreaktion, der aus medizinischer Sicht nicht zielf&uuml;hrend ist und erhebliche soziale und wirtschaftliche Sch&auml;den anrichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/99902-wo-landen-wir-da-bundesarztekammerprasident\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht &auml;ndern sich durch &Auml;u&szlig;erungen wie die des Pr&auml;sidenten der Bundes&auml;rztekammer auch die steigenden Zustimmungswerte f&uuml;r CDU\/CSU <a href=\"https:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/\">in den aktuellen Umfragen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Handel: ver.di fordert Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent<\/strong><br>\nver.di hat die Arbeitgeberverb&auml;nde des Einzelhandel- und Versandhandels sowie des Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandels, HDE und BGA, dazu aufgefordert, das Kurzarbeitergeld f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten der Branchen per Tarifvertrag auf 90 Prozent des Nettolohns aufzustocken. F&uuml;r niedrige Entgeltgruppen m&uuml;ssten zudem zus&auml;tzlich Sonderregelungen mit Besserstellungen vereinbart werden.<br>\n&bdquo;Die aktuellen, gesetzlichen Regelungen zum Kurzarbeitergeld von 60 bzw. 67 Prozent des Nettolohns sind v&ouml;llig unzureichend. Die laufenden Kosten und notwendige Lebensmitteleink&auml;ufe lassen sich damit &uuml;berhaupt nicht bestreiten. So f&uuml;hrt Kurzarbeit massenhaft in die Sozialhilfe. Das m&uuml;ssen wir verhindern. Es geht hier um ganz existenzielle wirtschaftliche &Uuml;berlebensfragen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und ihre Familien&ldquo;, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.<br>\nSie verwies darauf, dass im Einzel- und Versandhandel nur noch 36 Prozent der Besch&auml;ftigten tarifgebunden seien und zudem oft nur noch Teilzeitvertr&auml;ge vergeben w&uuml;rden. &bdquo;Das ist schon lange eine prek&auml;re Situation mit niedrigen Einkommen, die sich massiv versch&auml;rft, wenn das Kurzarbeitergeld nicht deutlich aufgestockt wird.&ldquo; (&hellip;)<br>\nBeispiele zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds in der aktuellen Krise gibt es bereits: So stockt Fielmann das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent auf. In der Systemgastronomie, einem Niedriglohnbereich (Organisationsbereich der Gewerkschaft NGG), ist vergangene Woche eine Aufstockung auf 90 Prozent vereinbart worden. Und: Ganz aktuell hat ver.di am 23. M&auml;rz 2020 mit den Arbeitgebern eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes f&uuml;r Filmschaffende vereinbart (<a href=\"https:\/\/tinyurl.com\/r9h3g8e\">ver.di-Pressemitteilung<\/a> ).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/themen\/arbeit\/++co++b3593a98-6df3-11ea-9a28-525400940f89\">ver.di<\/a>\n<p><strong>Dazu: Personalmangel in der Lebensmittelbranche<\/strong><br>\nUm Engp&auml;sse bei der Versorgung zu verhindern, sollen auch Studenten und Asylbewerber in Betrieben mithelfen. (&hellip;)<br>\nMan wolle jetzt Studenten zur Mitarbeit motivieren. Innenminister Horst Seehofer pr&uuml;fe zudem, ob das Arbeitsverbot f&uuml;r Asylbewerber aufgehoben werden k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/deutschland-personalmangel-in-der-lebensmittelbranche-1.4858164\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soso, der Bundesminister, der vor nicht allzu langer Zeit noch die Migration als &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/innenminister-nach-chemnitz-seehofer-nennt-migration-mutter-aller-politischen-probleme\/23002186.html\">Mutter aller politischen Probleme<\/a>&rdquo; bezeichnet hat, m&ouml;chte jetzt sogar die Aufhebung des Arbeitsverbotes f&uuml;r Asylbewerber pr&uuml;fen. Ist das nun Mitleid f&uuml;r Asylbewerber? Vermutlich dient dieses Ansinnen jedoch dem Zweck, mehr Druck auf dem Arbeitsmarkt und letztendlich auch auf das Gehalts- und Lohngef&uuml;ge zu erzeugen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Grundrechte <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;In Krisenzeiten haben die Grundrechte keinen Ausschalter&rdquo;<\/strong><br>\nSabine Leutheusser-Schnarrenberger &uuml;ber die Beschneidung der Grundrechte aufgrund der Coronakrise (&hellip;)<br>\nDas Bundesgesundheitsministerium soll mit Minister Spahn weitreichende Kompetenzen bekommen. Wie sehen Sie das Vorhaben?<br>\nSabine Leutheusser-Schnarrenberger: Dass Minister Spahn zur Verbesserung der gesundheitlichen Infrastruktur mehr Befugnisse bekommt, erscheint richtig. Aber die Erm&auml;chtigungen zum Regieren durch Rechtsverordnungen sind meines Erachtens sehr weitgehend. Da h&auml;tte es schon mehr R&uuml;cksicht auf die L&auml;nder geben m&uuml;ssen und auch die Zustimmung des Bundestages st&auml;rker verankert werden m&uuml;ssen.<br>\nWelche M&ouml;glichkeiten hat Minister Spahn dann?<br>\nSabine Leutheusser-Schnarrenberger: Anforderungen an Einreisende &ndash; Gesundheitsattest, &auml;rztliche Untersuchung, umfassende Personalien &ndash; anzuordnen, Verpflichtungen von Transportunternehmen, Reiseveranstaltern u.a. zur Verhinderung von Infektionen auszusprechen, Rechtsverordnungen zur Sicherstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten jeglicher Art zu erlassen wie auch Rechtsverordnungen zur Aufrechterhaltung der medizinischen, pflegerischen, gesundheitlichen Versorgung. Bedenklich halte ich, dass das Gesundheitsministerium per Rechtsverordnung von allen Vorschriften des Infektionsschutzgesetzes und anderer Gesetze abweichen kann. Gesetze sollen nur vom Parlament und nicht von der Exekutive quasi als Blankoerm&auml;chtigung ge&auml;ndert werden.<br>\nGegen&uuml;ber der S&uuml;ddeutschen Zeitung sagte Rechtsprofessor Florian Meinel, das Vorhaben sei gef&auml;hrlich, da d&uuml;rfe man kein Auge zudr&uuml;cken, sondern m&uuml;sste beide &ouml;ffnen.<br>\nSabine Leutheusser-Schnarrenberger: Genau so ist es. Auch in Krisensituationen gelten die Gewaltenteilung und die Grundrechte.<br>\nDerzeit wird als Ausweg aus der Situation immer wieder der Blick hin zu einem Impfstoff gelenkt. In dem neuen Gesetzespaket finden sich dann auch die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Melde- und Untersuchungspflichten. W&uuml;rde das Gesetzespaket auch die Zwangsimpfung von B&uuml;rgern erm&ouml;glichen? Oder anders gefragt: W&auml;re eine Zwangsimpfung in Sachen Corona &uuml;berhaupt verfassungsrechtlich zul&auml;ssig?<br>\nSabine Leutheusser-Schnarrenberger: Ich sehe keine ausdr&uuml;ckliche Erm&auml;chtigung zu einer Impfpflicht aller Menschen in Deutschland. Das ist h&ouml;chst problematisch und kann ich mir schwer vorstellen.<br>\nAuch aus datenschutzrechtlicher Sicht passiert hier gerade Bedenkliches. Stichwort: Weitergabe von Handydaten an das Robert Koch Institut. Was ist hier passiert?<br>\nSabine Leutheusser-Schnarrenberger: Minister Spahn m&ouml;chte alle GPS-Ortungsdaten und Daten f&uuml;r umfassende Bewegungsprofile aller m&ouml;glichen Kontaktpersonen von Infizierten erheben und verarbeiten. Das ist im ersten Anlauf aus Datenschutzgr&uuml;nden zu Recht gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/In-Krisenzeiten-haben-die-Grundrechte-keinen-Ausschalter-4692548.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Grundrechtsfragen und Infektionsschutzgesetz<\/strong><br>\nFreitag soll die &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes durch den Bundesrat abgesegnet werden. Die jeweilige Bundesregierung erhielte zentrale Erm&auml;chtigungsm&ouml;glichkeiten: (&hellip;)<br>\nDie Versammlungsfreiheit wurde durch das so genannte Kontaktverbot von mehr als zwei Personen im &ouml;ffentlichen Raum (mit Ausnahme von Familien) bereits durch gemeinsamen Beschluss der Ministerpr&auml;sident*innen am Sonntag eingeschr&auml;nkt.<br>\nMit dem Beschluss des Entwurfes zur &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes durch den Bundesrat am Freitag k&ouml;nnten deratige Entscheidungen in Zukunft flugs durch den Bund beziehungsweise die jeweilige Bundesregierung getroffen werden.<br>\nSo sollen Einreisende in die Bundesrepuplik bei der Feststellung einer &ldquo;epidemischen Lage von nationaler Tragweite&rdquo; verpflichtet werden, ihre Identit&auml;t und Kontaktdaten sowie Informationen &uuml;ber ihren Gesundheitszustand preiszugeben und sich &auml;rztlich untersuchen zu lassen (S.7).<br>\nUnternehmen, die grenz&uuml;berschreitend Reisende bef&ouml;rdern sollen zur Datenweitergabe verpflichtet werden (S.7). Im Falle, dass Luftfahrtunternehmen dies nicht tun, kann das Gesundheitsamt die Fluggastdatenzentralstelle zur Herausgabe der Daten ersuchen (S.12).<br>\nDer aktuelle Entwurf vom 23.03.2020 sieht dar&uuml;ber hinaus eine weitere grundlegende Einschr&auml;nkung der Grundrechte, n&auml;mlich die des &ldquo;Rechts auf K&ouml;rperliche Unversehrtheit&rdquo; (S. 10) vor.<br>\nIn Absatz 3 hei&szlig;t es hierzu, dass die Rechtsverordnung (ohne Zustimmung des Bundesrates) Ausnahmen von den Vorschriften des Gesetzes vorsieht. So k&ouml;nnen in Bezug auf den Infektionsschutz sowie die gesundheitlichen Anforderungen an Personal beim Umgang mit Lebensmitteln Ausnahmen zugelassen werden, &ldquo;um die Abl&auml;ufe im Gesundheitswesen und die Versorgung der Bev&ouml;lkerung aufrecht zu erhalten&rdquo; (siehe S. 7).<br>\nIm Klartext hei&szlig;t das, es kann davon abgesehen werden, medizinisches Personal und f&uuml;r die Grundversorgung zust&auml;ndiges Personal zu sch&uuml;tzen.<br>\nDie Feststellung einer &ldquo;epidemischen Lage von nationaler Tragweite&rdquo; soll zwar auf Verlangen des Bundestages oder des Bundesrates wieder aufgehoben werden k&ouml;nnen. Fraglich ist jedoch, wie und wann dies geschehen soll (S.1). (&hellip;)<br>\nHinsichtlich der Gefahren, die sich im Hinblick auf die M&ouml;glichkeiten einer zentralistisch veranlassten Einschr&auml;nkung unserer Grundrechte, die nun auch durch ein Viertel der Bundestagsabgeordneten bestimmt werden kann, ergeben k&ouml;nnen, m&ouml;chte ich mich abschlie&szlig;end Gero von Randow anschlie&szlig;en, der die geplante &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes bereits am 21.3.2020 in der Zeit online wie folgt bewertet hat:<br>\n&ldquo;So wenig in Zeiten schwerer Krisen das Widerwort gesch&auml;tzt wird und sich alles um die Staatsspitze versammelt, so essenziell wird die kritische Beobachtung der Macht. Sagen wir es so: Kritik ist systemrelevant.&rdquo;<br>\nWehret den Anf&auml;ngen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/salz\/grundrechtsfragen-und-infektionsschutzgesetz\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong>  Zwar hatte z.B. auch die &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59653#h07\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>&ldquo; &uuml;ber diese Gesetzes&auml;nderungen berichtet. Aber sie sind weder in der politischen Diskussion noch medial so stark in den Vordergrund ger&uuml;ckt worden wie der sogenannte Corona-Schutzschirm. Bitte lesen Sie dazu auch<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h01\">&bdquo;Wir kommen da durch&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59613#h03\">Corona und die Selbstentmachtung der Parlamente<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59698#h09\">Snowden warnt: Aktuelle Eingriffe in die Freiheitsrechte werden Corona &uuml;berdauern<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Alle Ma&szlig;nahmen erfolgten vor dem Hintergrund bzw. aus vorgegebener oder tats&auml;chlicher Sorge &uuml;ber potentielle Patientinnen und Patienten oder schlimme Zust&auml;nde in hiesigen Krankenh&auml;usern &ndash; insbesondere auf den Intensivstationen. Kaum jemand stellt jedoch noch die Frage, wieso es zu den seit Jahren bekannten miserablen Zust&auml;nden im Gesundheitssystem &ndash; nicht lediglich in Krankenh&auml;usern, sondern z.B. auch in Pflegeheimen &ndash; kommen konnte und wer daf&uuml;r verantwortlich ist. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59214#h05\">Personalmangel und Kostendruck: Wenn Stationen und Krankenh&auml;user schlie&szlig;en<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58887#h01\">Coronavirus und das kaputtgesparte Gesundheitssystem<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59428\">Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde &ndash; &bdquo;Corona&ldquo; als Anlass f&uuml;r kollektive demokratische Selbstorganisation<\/a>.<\/em><br>\n<em>Mit anderen Worten: Die Geschichte wird offenbar manipulativ, Ursache und Anlass verwechselnd und verk&uuml;rzend erz&auml;hlt &ndash; beginnend mit der Corona-Krise und eben nicht mit der neoliberalen K&uuml;rzungs- und Privatisierungspolitik im Gesundheitssystem.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wenn Demonstranten zu &ldquo;Gef&auml;hrdern&rdquo; erkl&auml;rt werden<\/strong><br>\nDie autorit&auml;ren Krisenma&szlig;nahmen zielen weniger auf Gesundheitsschutz als auf die Erzwingung politischen Gehorsams<br>\nEs herrscht Willk&uuml;r in Schland. Die Polizei versucht mit massiver Pr&auml;senz weniger das Kontaktverbot zu kontrollieren, als den &ouml;ffentlichen Raum zu leeren. Es scheint nicht um Infektionsschutz, sondern um die Erzwingung von Gehorsam zu gehen. Und ein Kanzleramtsminister legt mal so nebenbei im Wege der Verk&uuml;ndung fest, dass die Kontaktbeschr&auml;nkungen auf jeden Fall bis zum 20. April zu bestehen haben, w&auml;hrend sie in Berlin tats&auml;chlich nur bis zum 5. April 2020 gelten. Niemand widerspricht dem Merkel-Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wenn-Demonstranten-zu-Gefaehrdern-erklaert-werden-4692869.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Verfassungsbruch in Vorbereitung<\/strong><br>\nBisher liefen die Vorbereitungen f&uuml;r einen gro&szlig;en Inlandseinsatz der Bundeswehr in kleinen Schritten. Am 14. M&auml;rz forderte Bayerns Ministerpr&auml;sident S&ouml;der einen fl&auml;chendeckenden Inlandseinsatz der Bundeswehr. In der Bundespressekonferenz am 19. M&auml;rz pr&auml;sentierte die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die Strategie der Bundeswehr f&uuml;r ihren Einsatz gegen die Corona-Pandemie. Dabei brachte sie auch den Einsatz von Soldat*innen f&uuml;r den Objektschutz von Kritischer Infrastruktur in Deutschland ins Gespr&auml;ch. Generalinspekteur Zorn beschwichtigte noch, indem er behauptete, die Bundeswehr werde nicht Streife fahren oder &bdquo;Corona-Partys&ldquo; aufl&ouml;sen. Durch einen Bericht der Stuttgarter Zeitung am gestrigen 26. M&auml;rz wurde bekannt, dass das Innenministerium von Baden-W&uuml;rttemberg mit der Bundeswehr im Gespr&auml;ch ist, ob nicht Soldat*innen, die wegen einem hohen Krankenstand geschw&auml;chte Polizei unterst&uuml;tzen k&ouml;nnte. Damit stehen auch gemeinsame Patrouillen von Polizist*innen und bewaffneten Soldat*innen in der &Ouml;ffentlichkeit im Raum.<br>\nAm heutigen 27. M&auml;rz &uuml;bertraf ein Bericht des Spiegels alle Bef&uuml;rchtungen: Die Bundeswehr macht mobil. Bis zum 3. April sollen 15.000 Soldat*innen f&uuml;r den Einsatz im Inland bereitstehen.<br>\nNach den aktuellen Pl&auml;nen sollen in einer Woche 6.000 Soldat*innen f&uuml;r die nicht weiter definierte &bdquo;Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung&ldquo;, 2500 Logistiksoldat*innen mit 500 Lastwagen f&uuml;r &bdquo;Lagerung, Transport, Umschlag&ldquo; und 18 Dekontaminationsgruppen mit etwa 250 Soldat*innen der ABC-Abwehr f&uuml;r Desinfektionsaufgaben zur Verf&uuml;gung stehen. Dar&uuml;ber hinaus sollen allerdings auch &uuml;ber 6.000 Soldat*innen, 5.500 f&uuml;r &bdquo;Absicherung\/Schutz&ldquo; und 600 Milit&auml;rpolizist*innen der Feldj&auml;ger f&uuml;r &bdquo;Ordnungs-\/Verkehrsdienst&ldquo; einsatzbereit gemacht werden. (&hellip;)<br>\nDass es in der aktuellen Corona-Pandemie f&uuml;r Innenminister Seehofer nicht so wichtig ist, was das (Grund)gesetz sagt, bewies er bereits in der Pressekonferenz zur Ank&uuml;ndigung von Grenzschlie&szlig;ungen am 15. M&auml;rz. Auf die Frage eines Reporters nach der Rechtsgrundlage der Grenzschlie&szlig;ungen antwortete er: &bdquo;Da gibt&rsquo;s den Artikel 28 des Schengener Grenzkodex. Aber jetzt muss ich ihnen ganz ehrlich mal sagen; Es ist sch&ouml;n, wenn man so eine Grundlage hat, aber im Moment geht mir der Gesundheitsschutz der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber alles. Es gibt auch Notsituationen, wo ein Staat, selbst wenn so ein Artikel nicht vorhanden w&auml;re, handeln m&uuml;sste.&ldquo; Damit spielte Seehofer bereits vor knapp zwei Wochen mit der Rechtsfigur des &sbquo;&uuml;bergesetzlichen Notstands&lsquo; und damit mit der Option die Verfassung angesichts der aktuellen Lage bewusst und offensiv zu brechen.<br>\nWas den Einsatz der Bundeswehr in Inland angeht ist jetzt der Punkt gekommen, wo sich auf diesen Verfassungsbruch aktiv vorbereitet wird. Ist dieser Geist erst einmal aus der Flasche, wird er dahin so schnell nicht zur&uuml;ckkehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/03\/27\/verfassungsbruch-in-vorbereitung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Anliegen, die Bundeswehr auch im Inneren einsetzen zu k&ouml;nnen bzw. zu d&uuml;rfen, war insbesondere vom derzeitigen Pr&auml;sidenten des Deutschen Bundestages, Herrn Sch&auml;uble (CDU), forciert worden. Bitte lesen Sie zum Thema auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41213#h10\">GETEX II: Voll&uuml;bung<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34776#h15\">Kretschmann bef&uuml;rwortet gemeinsame &Uuml;bung der Polizei mit der Bundeswehr<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33571#h09\">Wei&szlig;buch f&uuml;r Sicherheitspolitik: Keine Grundgesetz&auml;nderung f&uuml;r Bundeswehr im Innern<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14192\">Ein weiterer Tabubruch: Bundesverfassungsgericht l&auml;sst den bewaffneten Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>In diesem Zusammenhang sei erneut an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<\/em><\/p>\n<p><em>Artikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;<\/em><\/li>\n<li><em>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;<\/em><\/li>\n<li><em>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Und weiter:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. <a href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Feur-lex.europa.eu%2FLexUriServ%2FLexUriServ.do%3Furi%3DOJ%3AC%3A2007%3A303%3A0017%3A0035%3ADE%3APDF&amp;ei=nZrEVImKKcTvUIunhNAD&amp;usg=AFQjCNHFGr4vIf65rlY6tnn6ogM5r5Tk3g&amp;bvm=bv.84349003,d.d24\">So nachlesbar im Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Fake-News-Lawine zu RT Deutsch: RND verf&auml;lscht Aussage des Innenministeriums<\/strong><br>\nDie von dem Boulevardblatt Bild am Dienstag losgetretene Welle von Falschinformationen &uuml;ber RT Deutsch und dessen Berichterstattung &uuml;ber die Corona-Epidemie setzt sich fort. Bild hatte behauptet, das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) beobachte RT Deutsch deswegen. Das Springer-Medium musste nach einer Intervention des Verfassungsschutzes zur&uuml;ckrudern und &auml;nderte seinen Artikel am Mittwochvormittag.<br>\nDas hinderte andere Medien nicht daran, auf diesen Zug aufzuspringen und wahrheitswidrig &uuml;ber eine Beobachtung von RT Deutsch durch den Verfassungsschutz wegen angeblicher falscher Berichterstattung &uuml;ber die Epidemie zu berichten. Die Nachrichtenagentur AFP verbreitete eine entsprechende Meldung, die etwa der Berliner Tagesspiegel aufgriff.<br>\nF&uuml;r den vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt dieser Fake-News-Lawine sorgte am Donnerstagvormittag das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dieses &uuml;bernahm nicht nur die Falschmeldung des Tagesspiegel, sondern legte dem Sprecher des Bundesinnenministeriums in der Bundespressekonferenz auch Aussagen in den Mund, die dieser nie get&auml;tigt hatte. In dem RND-Artikel hei&szlig;t es:<br>\nEin Sprecher des Innenministeriums teilte mit, dass &ldquo;die &ouml;ffentliche Sicherheit und Ordnung&rdquo; durch &ldquo;gezielte Falschmeldungen&rdquo; bedroht sei. Zum Beispiel habe RT Deutsch behauptet, dass H&auml;ndewaschen nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus helfe, so der Sprecher.<br>\nDer Sprecher Steve Alter hatte auf die Frage eines Journalisten der Deutschen Welle zur angeblichen Beobachtung von RT Deutsch durch die Sicherheitsbeh&ouml;rden festgestellt, dass RT Deutsch den Beh&ouml;rden bekannt sei. Er hatte au&szlig;erdem erkl&auml;rt, dass die Beh&ouml;rden allgemein auf eine m&ouml;gliche Instrumentalisierung der Epidemie achteten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/99975-fake-news-lawine-zu-rt-deutsch\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.G.:<\/strong> siehe auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59694#h03\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-59721","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59721","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59721"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59721\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59738,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59721\/revisions\/59738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59721"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59721"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59721"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}