{"id":59753,"date":"2020-03-31T08:34:02","date_gmt":"2020-03-31T06:34:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753"},"modified":"2020-03-31T08:34:02","modified_gmt":"2020-03-31T06:34:02","slug":"hinweise-des-tages-3583","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h01\">Krankenschwester &ndash; &ldquo;Ich will nicht infiziert sein und arbeiten m&uuml;ssen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h02\">Die zivilisatorische Kr&auml;nkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h03\">Droht eine Revolution der Mittelschicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h04\">Corona-Ma&szlig;nahmen mehr auf Risikogruppen fokussieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h05\">Wir m&uuml;ssen den Totalitarismus bek&auml;mpfen und den B&uuml;rgersinn st&auml;rken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h06\">Mit Staatshilfe in die Insolvenz? S&ouml;der bekommt Brandbrief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h07\">Dividende in Gefahr: Dax-Unternehmen &uuml;berdenken ihre Aussch&uuml;ttung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h08\">Reiche gewinnen, Arme verlieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h09\">Sozialministerin Reimann: &bdquo;Ab sofort Aufnahmestopp in Pflegeheimen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h10\">Privatisierung von Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen war falsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h11\">Jetzt r&auml;chen sich Einsparungen bei Spaniens Spit&auml;lern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h12\">Tausende Pflegekr&auml;fte und Verk&auml;ufer m&uuml;ssen aufstocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h13\">Akuter Mangel an Schutzausstattung: Parit&auml;tischer fordert staatliche Intervention und Unterbindung des freien Handels mit Schutzkleidung und Atemmasken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h14\">Soziale Projekte vor dem Aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h15\">Unionsabgeordnete wollen Kinderlose zur Kasse bitten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h16\">Trumps Sanktionspolitik gegen Iran muss auf den Pr&uuml;fstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h17\">Jena will Maskenpflicht einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h18\">Zwischen Fast Science und Fake News<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h19\">Eine gerechtere Gesellschaft ist m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59753#h20\">Zeitung gegen den Krieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krankenschwester &ndash; &ldquo;Ich will nicht infiziert sein und arbeiten m&uuml;ssen&rdquo;<\/strong><br>\nNina B&ouml;hmer muss Mundschutz und Kittel mehrfach benutzen und soll auch dann pflegen, wenn sie infiziert ist. Die Krankenschwester fordert mehr als nur ein Danke.<br>\nDie Empfehlungen des Robert Koch-Instituts f&uuml;r das Krankenhauspersonal wurden angepasst: &ldquo;Medizinisches Personal muss k&uuml;nftig nach Kontakt zu COVID-19-Erkrankten nicht mehr so lange in Quarant&auml;ne und darf bei dringendem Bedarf in Klinik oder Praxis arbeiten, solange keine Symptome auftreten&rdquo;, sagte RKI-Pr&auml;sident Lothar Wieler. Hier erz&auml;hlt die 28-j&auml;hrige Krankenschwester Nina B&ouml;hmer aus Berlin, welche Sorgen ihr das bereitet und weshalb ihr Danksagungen nur wenig helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2020-03\/krankenschwester-coronavirus-arbeitsbedingungen-infektion-schutz?wt_zmc=sm.ext.zonaudev.twitter.ref.zeitde.share.link.x&amp;fbclid=IwAR0stkCvHM5f-8t4FctGzUvGRVsf__XcECcDmCZVopE4-_r0MHJkALqgmas\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Umgang dieser Gesellschaft mit dem Pflegepersonal ist &ndash; Sonntagsreden der Politik hin, Applaus her &ndash; ein einziger Skandal. Was ist eigentlich aus Jens Spahns Versprechen geworden, ausreichend Masken zu bersorgen? Frankreich hat in China erst einmal <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/article\/health-coronavirus-france\/france-has-ordered-over-1-billion-face-masks-most-from-china-minister-idUSL8N2BL0KY\">eine Milliarde Masken vertraglich geordert<\/a>, die deutschen Angebote waren offenbar nicht gut genug. Warum gibt es eigentlich noch keine R&uuml;cktrittsforderungen gegen Spahn? Er hat seit Beginn der Corona-Krise auf ganzer Ebene versagt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die zivilisatorische Kr&auml;nkung<\/strong><br>\nGeben wir im &Uuml;berlebenskampf Freiheit und W&uuml;rde auf? Oder steckt hinter dieser Entgegensetzung derselbe D&uuml;nkel, der so viele im Westen davon abhielt, in der Pandemie von Ostasien zu lernen? [&hellip;]<br>\nUnd von der Warte einer solchen Art Abstraktion her kann es nur als Zumutung, ja Beleidigung empfunden werden, dass ein solches Virus eine so &uuml;berlegene Zivilisation in Beschlag nimmt, auf ihren Naturzustand st&ouml;&szlig;t. &Uuml;berlebenskampf, war das nicht etwas blo&szlig; f&uuml;r die anderen?<br>\nNat&uuml;rlich wird sich niemand bewusst und ausdr&uuml;cklich erlauben, so zu denken. Doch die Art und Weise, wie in Europa und Amerika viele die Realit&auml;t der Epidemie zun&auml;chst nicht an sich heranlie&szlig;en und noch bis heute verdr&auml;ngen, l&auml;sst sich ohne die Annahme einer solchen unterschwellig wirksamen kulturellen Fiktion nur schwer erkl&auml;ren. Die bitteren Erfahrungen Chinas mit dem Virus und dessen radikaler Eind&auml;mmung in der Provinz Hubei bezogen in Deutschland zun&auml;chst weder die allgemeine &Ouml;ffentlichkeit noch die Experten (die noch am 24. Januar davon sprachen, dass das Virus &bdquo;ganz n&uuml;chtern zu betrachten&ldquo; sei, &bdquo;&auml;hnlich wie eine Grippewelle&ldquo;) auf die eigene Situation. Die vielen Toten, die Verzweiflung in den Krankenh&auml;usern, der massive staatliche Eingriff und seine Kosten, die H&auml;rten der Abriegelung der Provinz schrieb die &ouml;ffentliche Wahrnehmung, zumal nach dem Skandal der anf&auml;nglichen Vertuschung der Seuche, wechselweise dem Chaos oder dem Autoritarismus in China zu, nahm sie jedenfalls als Ausdruck von etwas ganz anderem wahr, das von einer westlichen Demokratie und deren geordnetem Gesundheitssystem weit entfernt ist. [&hellip;]<br>\nJedenfalls ahnt man heute, welche Kosten die Weigerung haben kann, die Erfahrungen anderer als M&ouml;glichkeit einer eigenen Bedrohung ernst zu nehmen. Wertvolle Wochen gingen wom&ouml;glich verloren, in denen zum Beispiel der Vorrat an Schutzausr&uuml;stung h&auml;tte angelegt werden k&ouml;nnen, der jetzt fehlt. Wie anders L&auml;nder auf die Gefahr reagierten, die sich nicht durch ihre Zivilisation immunisiert f&uuml;hlen, zeigen die Beispiele Taiwan, S&uuml;dkorea und Singapur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/corona-und-der-westen-die-zivilisatorische-kraenkung-16700907.html?fbclid=IwAR0VRl6xXXJ5F2SSr3aViKTnPOZureXH656VcBjJuDfG-Ylb-LzdyYuo5lE&amp;premium\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Droht eine Revolution der Mittelschicht?<\/strong><br>\nWenn die Coronakrise massenweise Arbeitspl&auml;tze vernichtet und private Aktiendepots pulverisiert, wird sich die deutsche Mittelschicht radikalisieren.<br>\nBald k&ouml;nnte Revolution in der Luft liegen, wenn das so weitergeht. Stellt die deutsche Mittelschicht irgendwann fest, dass ihr Betrieb pleite, ihr Arbeitsplatz verloren oder ihr Aktiensparplan wertlos ist, dann wird sie sich radikalisieren.<br>\nDas ist keine Panikmache, sondern eine Lehre aus der Geschichte. Schon der franz&ouml;sische Historiker Alexis de Tocqueville lehrte, dass die B&uuml;rger eines Staates in Phasen langen Wohlstands immer empfindlicher gegen&uuml;ber Zumutungen werden, die sie als ungerecht empfinden. Daraus folgt: Revolutionen finden nicht dann statt, wenn es den Menschen am schlechtesten geht. Sie neigen dazu, wenn auf eine lange Periode gro&szlig;en Wohlstands ein pl&ouml;tzlicher Einbruch stattfindet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/corona-krise-droht-eine-revolution-der-mittelschicht-a-b900b343-fa69-4fb6-98e2-bb0fe4e3615c\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Na sowas, die Neoliberalen bekommen pl&ouml;tzlich Angst vor den Folgen ihrer Politik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Ma&szlig;nahmen mehr auf Risikogruppen fokussieren<\/strong><br>\nDer Epidemie-Experte Gerard Krause hat davor gewarnt, mit extremen Abwehrma&szlig;nahmen der Gesellschaft insgesamt zu schaden. &ldquo;Man muss aufpassen, dass man aus Ohnmacht vor dieser Situation nicht &uuml;berschie&szlig;ende Handlungen vornimmt, die m&ouml;glicherweise mehr Schaden anrichten k&ouml;nnen als die Infektion selbst&rdquo;, sagte der Abteilungsleiter Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum f&uuml;r Infektionsforschung dem ZDF.<br>\n&ldquo;Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erh&ouml;hte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschr&auml;nkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung&rdquo;, erkl&auml;rte Krause.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/dpa\/wirtschaft-handel-und-finanzen-virus-epidemiologe-corona-massnahmen-mehr-auf-risikogruppen-fokussieren\/25695108.html?ticket=ST-2822670-ETeDu4mTm7fwbywbpdQb-ap5\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wir m&uuml;ssen den Totalitarismus bek&auml;mpfen und den B&uuml;rgersinn st&auml;rken<\/strong><br>\nMein Heimatland Israel rief den Notstand w&auml;hrend seines Unabh&auml;ngigkeitskriegs von 1948 aus. Er rechtfertigte eine ganze Reihe von tempor&auml;ren Massnahmen, von der Pressezensur und der Landkonfiskation bis hin zu speziellen Prozeduren beim Puddingmachen (kein Witz). Der Unabh&auml;ngigkeitskrieg ist schon lange gewonnen, der Notstand aber nie aufgehoben worden. Und Israel hat viele der &laquo;tempor&auml;ren&raquo; Massnahmen von 1948 nicht zur&uuml;ckgenommen (immerhin gn&auml;digerweise 2011 das Dekret zum Notstands-Pudding).<br>\nSelbst wenn wir die Infektionen durch das Coronavirus auf null bringen, k&ouml;nnten datenhungrige Regierungen argumentieren, sie brauchten die biometrischen &Uuml;berwachungssysteme weiterhin, weil sie eine zweite Welle f&uuml;rchteten oder weil ein neuer Ebola-Stamm irgendwo in Afrika drohe oder . . . was auch immer. In den letzten Jahren tobte eine gewaltige Schlacht um unsere Privatsph&auml;re. Die Coronavirus-Krise k&ouml;nnte ihr Wendepunkt sein. Denn Menschen, die zwischen Freiheit und Gesundheit w&auml;hlen m&uuml;ssen, entscheiden sich gew&ouml;hnlich f&uuml;r die Gesundheit.<br>\nDie Leute zwischen Freiheit und Gesundheit w&auml;hlen zu lassen, ist die Wurzel des Problems. Denn es ist eine falsche Wahl. Wir k&ouml;nnen und sollten sowohl Privatheit als auch Gesundheit geniessen. Wir k&ouml;nnen unsere Gesundheit sch&uuml;tzen und die Epidemie stoppen, indem wir den B&uuml;rgern nicht ein totalit&auml;res &Uuml;berwachungsregime aufzwingen, sondern sie erm&auml;chtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/coronavirus-yuval-noah-harari-ueber-die-welt-nach-der-pandemie-ld.1547988\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch Edward Snowden warnte bereits davor, autorit&auml;re Ma&szlig;nahmen, die nun in der Krise beschlossen und durchgesetzt werden lassen sich faktisch nicht mehr zur&uuml;ckstellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit Staatshilfe in die Insolvenz? S&ouml;der bekommt Brandbrief<\/strong><br>\nF&uuml;hrt die neue Soforthilfe des Freistaats f&uuml;r kleine Selbstst&auml;ndige erst recht in die Existenzkrise? &Uuml;ber 80 Kulturschaffende, Freiberufler, aber auch Physiotherapeuten aus ganz Bayern beklagen in einem offenen Brief, der heute an Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der geht, dass die zugesagte finanzielle Unterst&uuml;tzung an fatale Bedingungen gekoppelt sei.<br>\nInitiator der Aktion ist der Schriftsteller und P&auml;chter der N&uuml;rnberger Konzertb&uuml;hne &ldquo;Orpheum&rdquo;, Gunter Gross, der das einstige Lichtspielhaus in St. Johannis vor fast f&uuml;nf Jahren zu neuem Leben erweckt hat. Jetzt sieht er sich mit seiner geschlossenen Spielst&auml;tte auf &ldquo;Kurs in Richtung Insolvenz&rdquo;.<br>\nViele haben nun jede Menge Zeit, da sie sowieso nicht ausgehen k&ouml;nnen. Aber hei&szlig;t das auch, dass wir mehr online kaufen? In Zeiten von Corona leidet der Gro&szlig;teil der Unternehmen unter Umsatzeinbu&szlig;en. Aber nicht alle. Eine &Uuml;bersicht &uuml;ber all jene Branchen und Unternehmen, bei denen das Gesch&auml;ft boomt.<br>\nF&uuml;r das &ldquo;Orphala&rdquo;, wie der markante Rundbau liebevoll genannt wird, in dem die Frankenb&auml;nd normalerweise ebenso auftritt wie Ensembles des N&uuml;rnberger Opernhauses, wollte Gross das Corona-Soforthilfeprogramm der Bayerischen Staatsregierung in Anspruch nehmen. Da er nicht mehr als f&uuml;nf Besch&auml;ftigte z&auml;hlt, kann er bis zu 5000 Euro einfordern. Wer bis zu 250 Erwerbst&auml;tige besch&auml;ftigt, kann die Obergrenze von 30 000 Euro beantragen.<br>\nDoch nach Lekt&uuml;re der Vorgaben, die auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums gelistet sind, zuckt Gross. Dort hei&szlig;t es: &ldquo;Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verf&uuml;gbares liquides Privatverm&ouml;gen einzusetzen. Das hei&szlig;t, nicht anzurechnen sind z. B. langfristige Altersversorgung (Aktien, Immobilien, Lebensversicherungen, etc.) oder Mittel, die f&uuml;r den Lebensunterhalt ben&ouml;tigt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/region\/mit-staatshilfe-in-die-insolvenz-soder-bekommt-brandbrief-1.9979804\">nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.O.:<\/strong> &Uuml;brigens ich komme selbst aus Bayern und bin keine Kleinunternehmerin &hellip; kann mir aber das Geplapper bzw. die heisse Luft von Herrn S&ouml;der allm&auml;hlich nicht mehr anh&ouml;ren. Wenn er schon als Corona-Musterministerpr&auml;sident in die Geschichte eingehen will,  dann soll er auch mal andere als die grossen (systemrelevanten) Unternehmen unterst&uuml;tzen, wenigstens ein bisschen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ja, unsere Lichtgestalt, der Ministerpr&auml;sident S&ouml;der hat letztendlich auch nur ein Ohr f&uuml;r die Interessen der herrschenden Oligarchie. Die bestimmt letztendlich dar&uuml;ber wer hier in der Politik das Sagen hat und nicht irgendwelche K&uuml;nstler oder Kleingewerbetreibende.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dividende in Gefahr: Dax-Unternehmen &uuml;berdenken ihre Aussch&uuml;ttung<\/strong><br>\nGut 45 Milliarden Euro Dividende wollten Deutschlands Unternehmen ihren Aktion&auml;ren nach den diesj&auml;hrigen Hauptversammlungen &uuml;berweisen. Eigentlich. Die Summe errechnet sich aus den entsprechenden Vorschl&auml;gen der Konzerne in ihren Gesch&auml;ftsabschl&uuml;ssen f&uuml;r das vergangene Jahr und den Bilanzpressekonferenzen.<br>\nDoch nachdem Dax-Neuling MTU angek&uuml;ndigt hat, angesichts der Corona-Pandemie vermutlich keine Dividende auszusch&uuml;tten, &bdquo;ist das Eis gebrochen&ldquo;, f&uuml;rchtet Commerzbank-Experte Andreas H&uuml;rkamp. Urspr&uuml;nglich wollte der Triebwerkshersteller 3,40 Euro je Aktie aussch&uuml;tten, 55 Cent mehr als im Jahr davor.<br>\nNach MTU &uuml;berdenken nun viele Unternehmen ihre bereits angek&uuml;ndigten Dividenden. Covestro etwa plant zwar weiterhin, eine Dividende in H&ouml;he von 2,40 Euro pro Aktie auszusch&uuml;tten, doch ein Konzernsprecher schr&auml;nkt gegen&uuml;ber dem Handelsblatt ein: &bdquo;Wir werden die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin genau beobachten und gegebenenfalls bei unserem Dividendenvorschlag ber&uuml;cksichtigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/steuern-recht\/recht\/anlagestrategie-dividende-in-gefahr-dax-unternehmen-ueberdenken-ihre-ausschuettung\/25689202.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In der voraussichtlich gr&ouml;&szlig;ten Liquidit&auml;tskrise seit 75 Jahren sein Geld unter die Aktion&auml;re zu werfen, was w&auml;re das f&uuml;r ein Signal? Ein deutliches: die offizielle Bekanntmachung, dass einem die Kurzarbeit der Angestellten und das allgemeine Leiden egal sind, dass man auf Liquidit&auml;tshilfen und staatliche Unterst&uuml;tzung z&auml;hlt und ausschlie&szlig;lich die Interessen der Eigent&uuml;mer im Blick hat. Letztendlich steckt dahinter die Bef&uuml;rchtung (oder die Aussage), dass Aktion&auml;re nicht auf ihr Einkommen verzichten d&uuml;rfen, auch nicht bei Naturkatastrophen oder wenn die Welt untergeht: klarer kann man die Abgehobenheit des Kapitalismus vom Rest der Welt nicht vorf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Dividende dank Staatshilfe<\/strong><br>\nMit Hunderten Milliarden Euro will der Staat angeschlagene Unternehmen vor der Pleite bewahren. Das nutzen auch Firmen, die ausreichend Finanzpolster h&auml;tten, indem sie etwa ihre Mietzahlungen einstellen. Andere sch&uuml;tten ihre Reserven schnell noch an die Aktion&auml;re aus.<br>\nSo sei das doch nicht gemeint, erkl&auml;ren nun Politiker aller Parteien: Vergangene Woche hatten sie im Eiltempo ein Gesetz verabschiedet, das private und gewerbliche Mieter vor K&uuml;ndigung sch&uuml;tzt, sollten sie aufgrund der Corona-Epidemie in Probleme geraten und keine Miete mehr zahlen k&ouml;nnen. Umgehend stellten zahlreiche Unternehmen, darunter auch Konzerne mit dicken Finanzpolstern, Zahlungen an die Vermieter ihrer Ladengesch&auml;fte ein. Es gehe um den Unterschied, ob jemand ein Gesetz &ldquo;nutze&rdquo; oder &ldquo;ausnutze&rdquo;, sagte daraufhin der ehemalige Vize-Kanzler Sigmar Gabriel der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung und kritisierte Firmen wie Adidas und H&amp;M scharf f&uuml;r die &ndash; teilweise &ndash; Einstellung der Mietzahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Dividende-dank-Staatshilfe-article21679715.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was soll die Aufregung, konnte man etwas anderes erwarten? Kapitalistische Unternehmen sind keine Wohlfahrtsorganisationen. Sie handeln streng nach der Logik des &bdquo;Shareholder Value&ldquo;, die Profite erh&ouml;hen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Schon in der Finanzkrise 2009 zahlten die Banken trotz Staatshilfen munter weiter Boni an ihre Mitarbeiter, explizit in den Investmentbanking genannten Zockerabteilungen, die wesentlich mitverantwortlich f&uuml;r den Zusammenbruch des Finanzsystems waren. Unternommen wurde dagegen bisher nichts. Das Fatale, aus dem Shutdown und der jetzt folgenden Rezession werden die gro&szlig;en Konzerne wohl mehr oder weniger glimpflich herauskommen. Vielen Selbst&auml;ndigen und Kleinunternehmern aber wird es die wirtschaftliche Existenz kosten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reiche gewinnen, Arme verlieren<\/strong><br>\nImmobilienbesitzer sind deutlich wohlhabender als Menschen, die zur Miete wohnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Europ&auml;ischen Zentralbank zur Verm&ouml;gensverteilung in der W&auml;hrungsunion. &ldquo;W&auml;hrend Mieter im Durchschnitt 51 100 Euro an Nettoverm&ouml;gen besitzen, betr&auml;gt das durchschnittliche Verm&ouml;gen von Hausbesitzern, ob mit Hypothek oder ohne, rund 300 000 Euro&rdquo;, schreiben die EZB-Experten in ihrer Studie. Auch die Ungleichheit in Europa habe zugenommen. &ldquo;Die reichsten 20 Prozent verzeichneten einen relativ gro&szlig;en Verm&ouml;genszuwachs, w&auml;hrend die &auml;rmsten 20 Prozent der Haushalte in Europa weniger haben als fr&uuml;her&rdquo;, so die Notenbank.<br>\nDas Ergebnis ist brisant, denn auch die lockere Geldpolitik der EZB ist nach Expertenmeinung f&uuml;r diese Entwicklung verantwortlich: Die Nullzinspolitik erm&ouml;glichte in den vergangenen Jahren die g&uuml;nstige Kreditaufnahme zum Erwerb von Immobilien, gleichzeitig sorgten niedrige Zinsen daf&uuml;r, dass die Aktienkurse stark angestiegen sind. Privathaushalte mit geringen Einkommen k&ouml;nnen sich den Kauf von Aktien und Immobilien allerdings kaum leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ezb-studie-reiche-gewinnen-arme-verlieren-1.4861850!amp\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sozialministerin Reimann: &bdquo;Ab sofort Aufnahmestopp in Pflegeheimen&ldquo;<\/strong><br>\nPflegeheime in Niedersachsen d&uuml;rfen ab sofort keine neuen Bewohner mehr aufnehmen. Das k&uuml;ndigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am fr&uuml;hen Nachmittag in der Landespressekonferenz an. Zuvor berichtete sie von zahlreichen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Besuchs- und Betretungsverbot in Heimen. Auch in Wolfsburg, wo die Zahl der Toten am Mittag auf 17 gestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Sozialministerin-Reimann-Ab-sofort-Aufnahmestopp-in-Pflegeheimen\">HAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Damit ist zumindest in Niedersachsen eine der zentralen Forderungen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59633\">aus meinem Artikel von letzter Woche<\/a> endlich erf&uuml;llt worden. Zus&auml;tzlich hat das Land Niedersachsen angeordnet, 2.000 leichtere station&auml;re F&auml;lle aus den Krankenh&auml;usern <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/rehakliniken100.pdf\">in Reha-Einrichtungen zu verlegen<\/a>. Was nun noch fehlt, ist eine Ausweitung des Aufnahmestopps auf R&uuml;ck&uuml;berweisungen aus den Krankenh&auml;usern und regelm&auml;&szlig;ige Tests bei allen Mitarbeitern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Privatisierung von Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen war falsch<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist zu begr&uuml;&szlig;en, dass auch der Sachverst&auml;ndigenrat die Bedeutung der &ouml;ffentlichen und privaten Nachfrage f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung nach der Krise erkennt. Ebenso wichtig wie dringend notwendig ist, dass die St&auml;rkung des Gesundheitssystems im Sondergutachten eine zentrale Rolle einnimmt. Allerdings w&auml;re mehr Selbstkritik angebracht gewesen, denn immerhin hat dasselbe Gremium noch vor einem Jahr &Uuml;berkapazit&auml;ten im deutschen Gesundheitssystem beklagt und gefordert, die Anzahl an Krankenhausbetten je Einwohner zu verringern. Das war, wie wir heute sehen, eine fatale Fehleinsch&auml;tzung. Die Privatisierung von Krankenh&auml;usern und Pflegeeinrichtungen muss dringend zugunsten einer gemeinwohlorientierten Gesundheitsversorgung zur&uuml;ckgedreht werden&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Bundestagsausschusses f&uuml;r Wirtschaft und Energie, das heute ver&ouml;ffentlichte Sondergutachten der sogenannten Wirtschaftsweisen zur Corona-Krise. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Die Stabilisierung der Einkommen w&auml;hrend der gesundheitspolitisch notwendigen Durststrecke ist zentral. Deshalb sollte jetzt das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettolohns angehoben werden. Schon vor der Krise hatten Gewerkschaften und BDI gemeinsam ein zehnj&auml;hriges &ouml;ffentliches Investitionsprogramm in Infrastruktur, Bildung und Energiewende gefordert. Das umzusetzen, wird nach dem Ende der gesundheitspolitisch notwendigen Ma&szlig;nahmen umso dringlicher.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/privatisierung-von-krankenhaeusern-und-pflegeeinrichtungen-war-falsch\/\">DIE LINKE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jetzt r&auml;chen sich Einsparungen bei Spaniens Spit&auml;lern<\/strong><br>\nInsgesamt hat das Gesundheitssystem in Madrid durch die Sparpolitik infolge der Eurokrise seit 2008 rund 4000 Stellen aller Art verloren. Die Zahl der Betten ging um rund 3000 zur&uuml;ck, w&auml;hrend die Einwohner der Region um 500.000 zunahmen. Heute gibt es nur noch 9,5 Betten in Intensivstationen pro 100.000 Einwohner. In &Ouml;sterreich sind es 28,9. &ldquo;Das Problem begann lange vor der Eurokrise&rdquo;, ist sich Javier Padilla, Hausarzt in einem Gesundheitszentrum in Fuencarral im Norden Madrids, sicher. &ldquo;In den letzten 20 Jahren gibt die konservative Regierung immer weniger f&uuml;r das &ouml;ffentliche System aus und privatisiert, wo es nur geht&rdquo;, erkl&auml;rt der Experte in Gesundheitspolitik, der vergangenen Herbst ein Buch &uuml;ber die Gesundheitspolitik mit dem Titel &ldquo;Wen werden wir sterben lassen?&rdquo; ver&ouml;ffentlichte.<br>\nDen 33 &ouml;ffentlichen Krankenh&auml;user stehen heute 50 private Kliniken gegen&uuml;ber. Sieben davon haben jetzt, mitten in der Corona-Krise, &ldquo;f&uuml;r unbestimmte Zeit&rdquo; geschlossen und einen Gro&szlig;teil der Belegschaft entlassen. Es fehle an Patienten, die nichts mit dem Virus zu tun h&auml;tten, lautet die Begr&uuml;ndung.<br>\nDie meisten Laboratorien sowie viele Spezialbehandlungen sind ebenfalls privat. Der Kassenpr&uuml;fungshof beschwerte sich in seinem letzten Bericht, dass dies bis zu sechsmal so viel koste wie vor der Privatisierung. Was f&uuml;r den Steuerzahler teuer kommt, macht sich f&uuml;r den konservativen Partido Popular (PP) von D&iacute;az Ayuso bezahlt. Die Partei hielt jahrelang bei Lizenz- und Vertragsvergaben die Hand auf. Laut ermittelnden Richtern flossen so bis zu f&uuml;nf Millionen Euro aus dem Gesundheitshaushalt in die Parteikasse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000116253547\/corona-jetzt-raechen-sich-einsparungen-bei-spaniens-spitaelern\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tausende Pflegekr&auml;fte und Verk&auml;ufer m&uuml;ssen aufstocken<\/strong><br>\nDanach mussten im Jahr 2018 &ndash; neuere Zahlen gibt es noch nicht &ndash; mehr als 50 000 Verk&auml;uferinnen und Verk&auml;ufer Sozialleistungen in Anspruch nehmen, obwohl sie sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt waren. Knapp 5000 davon hatten eine Vollzeitstelle. In der Altenpflege stockten mehr als 17 000 Besch&auml;ftigte auf, ein Zehntel davon in Vollzeitbesch&auml;ftigung. Auch mehr als 1600 Besch&auml;ftigte in der Krankenpflege oder in Rettungsdiensten verdienten mit ihrer Vollzeitstelle nicht genug, um Wohnung und Lebensunterhalt f&uuml;r ihre Familie zu bestreiten. Bundesweit waren 2018 rund 200 000 Vollzeitbesch&auml;ftigte auf solche Hilfen angewiesen, ein Drittel davon Auszubildende. (&hellip;)<br>\nAngesichts der erschwerten Bedingungen erhielten die Besch&auml;ftigten diesen Bonus zu Recht, twitterte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Sonntag. &ldquo;Ich werde am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis 1500 Euro komplett steuerfrei sein wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-pflege-verkaeufer-grundsicherung-1.4860715\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Pflegekassen wollen Heime und Dienste finanziell unterst&uuml;tzen<\/strong><br>\nDas Coronavirus versetzt auch die Pflegekr&auml;fte in Anspannung. Am Geld sollen Schutz und Versorgung jedoch nicht scheitern, berichtet ein Sprecher des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/corona-krise-pflegekassen-wollen-heime-und-dienste-finanziell-unterstuetzen-li.79830\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Anliegen des Bundesfinanzministers mag wohlwollend zugunsten der Arbeitnehmerschaft in den genannten Berufsgruppen gemeint sein. Aber gilt diese Anweisung durch Herrn Scholz tats&auml;chlich speziell f&uuml;r genau diese Berufe? &Uuml;blicherweise sind Bonuszahlungen bekannt aus anderen Branchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und: Wenn nun Pflegekassen Heime und Dienste finanziell unterst&uuml;tzen wollen, erhalten dann die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht mehr Geld?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So sieht also der Respekt und die Anerkennung f&uuml;r unsere neuen &bdquo;Helden des Alltags&ldquo; aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Akuter Mangel an Schutzausstattung: Parit&auml;tischer fordert staatliche Intervention und Unterbindung des freien Handels mit Schutzkleidung und Atemmasken<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Gesamtverband zeigt sich alarmiert aufgrund des akuten Mangels an Schutzkleidung und der Preisexplosionen bei entsprechenden Produkten w&auml;hrend der Corona-Krise. Der freie Markt sei ganz offensichtlich nicht in der Lage, eine sachgerechte Beschaffung und Verteilung notwendiger Schutzutensilien sicherzustellen, konstatiert der Verband. Deshalb m&uuml;sse jetzt das Infektionsschutzgesetz konsequent angewendet werden. Der freie Handel mit Schutzausstattung sei zu unterbinden, stattdessen m&uuml;sse der Staat f&uuml;r eine sachgerechte Versorgung sorgen. Der Parit&auml;tische weist erneut auf die prek&auml;re Lage und den akuten Mangel an entsprechender Ausstattung insbesondere auch im Bereich der Pflege und bei anderen Einrichtungen der sozialen Arbeit hin. &hellip;<br>\nDer Verband weist darauf hin, dass nicht nur in Krankenh&auml;usern, sondern auch in der Alten- und Behindertenhilfe sowie bei anderen Angeboten und Hilfen f&uuml;r Menschen in existenziellen Notlagen wie Obdachlose, Suchtgef&auml;hrdete oder auch in Jugendhilfeeinrichtungen sowie Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften Schutzkleidung und Desinfektionsmittel fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/akuter-mangel-an-schutzausstattung-paritaetischer-fordert-staatliche-intervention-und-unterbindung-d\/?fbclid=IwAR3QdoNUSjobFcDTavFOwIu0oRylSfUFjhoJ4aoLbcTkoK2sXs8SL1MPzMo\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Soziale Projekte vor dem Aus<\/strong><br>\nIn der Hamburger Speicherstadt und in vielen anderen Gro&szlig;st&auml;dten weltweit gibt es Ausstellungen, die &ldquo;Dialog im Dunkeln&rdquo; hei&szlig;en. Es sind dies Ausstellungen, in denen sehende Menschen zu blinden Menschen werden. Die eigentlich sehenden Menschen gehen, geleitet von blinden Menschen, durch stockdunkle R&auml;ume. Am Eingang erhalten sie einen Blindenstock; dann geht es durch einen Vorhang hinein ins schwarze Nichts. &hellip;<br>\nDer &ldquo;Dialog im Dunkeln&rdquo; ist ein sozial motiviertes Experiment, das nach betriebswirtschaftlichen Grunds&auml;tzen gef&uuml;hrt wird. Andreas Heinecke, studierter Historiker, Literaturwissenschaftler und Philosoph, heute 64 Jahre alt, hat es vor drei&szlig;ig Jahren erfunden. Er ist das, was man einen &ldquo;Social Entrepreneur&rdquo; nennt und daf&uuml;r vielfach international ausgezeichnet. Er war und ist der Pionier des sozialen Unternehmertums in Deutschland. &hellip;<br>\nJetzt bricht das soziale Unternehmen, das Solidarit&auml;t gelehrt hat, zusammen. F&uuml;nf Millionen Euro braucht Heinecke jedes Jahr, um alle und Alles zu bezahlen. 230 000 Euro Fixkosten monatlich in Hamburg hat er zu stemmen, davon 180 000 f&uuml;r das Personal, also f&uuml;r die behinderten Menschen. Die Bildungs- und Besch&auml;ftigungsprogramme des Sozialunternehmens h&auml;ngen nur zu einem kleinen Bruchteil an Spenden oder staatlichen Zuwendungen (n&auml;mlich den Regelleistungen, die jeder bekommt, der behinderte Menschen besch&auml;ftigt). &ldquo;Dialogue Social Enterprise&rdquo; wird haupts&auml;chlich aus Eintrittsgeldern und Franchisegeb&uuml;hren finanziert und aus den Honoraren, die Firmenworkshops erbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/coronavirus-sozialunternehmen-solidaritaet-1.4860980-2\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Heribert Prantl macht hier auf einen weiteren fatalen Aspekt des Shutdowns aufmerksam. Sollte der Ausnahmezustand &uuml;ber den 20. April hinausgehen, werden die wirtschaftlichen Folgen insbesondere f&uuml;r Geringverdiener, Teilzeitkr&auml;fte und Alleinerziehende katastrophal sein &ndash; die Folgen der unvermeidlichen Rezession w&auml;ren dabei noch gar nicht ber&uuml;cksichtigt &ndash; und eine Gesellschaft hinterlassen, die sozial st&auml;rker gespalten sein wird als je zuvor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Unionsabgeordnete wollen Kinderlose zur Kasse bitten<\/strong><br>\nIn dem Vorschlagspapier, das WELT vorliegt, fordern die Abgeordneten, das gesetzliche Renteneintrittsalter ganz abzuschaffen. Ab 2030 soll unabh&auml;ngig vom Lebensalter nur derjenige ohne Abschl&auml;ge in Rente gehen, der 47 Jahre gearbeitet hat. Und dabei soll es nicht bleiben. Denn dieses &bdquo;Beitragsjahresmodell&ldquo; soll dynamisiert werden: &bdquo;Das hei&szlig;t, wenn die Lebenserwartung in Deutschland um ein Jahr steigt, erh&ouml;ht sich die Beitragszeit um neun Monate&ldquo;, steht in dem Papier. Da die Lebenserwartung absehbar steigt, w&auml;re hiermit ein Automatismus f&uuml;r immer sp&auml;tere Renteneintritte programmiert. &hellip;<br>\nDie Autoren des Papiers schrecken auch vor weiteren polarisierenden Vorschl&auml;gen nicht zur&uuml;ck. Da die umlagefinanzierte Rente von kommenden Generationen erwirtschaftet werden muss, schlagen sie vor, die Beitr&auml;ge an die Zahl der Kinder zu koppeln. Paare mit zwei Kindern werden als &bdquo;Nullpunkt&ldquo; angenommen und sollen den normalen Beitragssatz zahlen, &bdquo;ab drei Kindern erh&auml;lt jeder Elternteil einen Abschlag von 0,5 Prozent pro Kind, maximal ein Prozent f&uuml;r beide Elternteile&ldquo;. Wer keinen Nachwuchs hat, wird hingegen zur Kasse gebeten: &bdquo;Kinderlose zahlen einen Beitragszuschlag in H&ouml;he von ein Prozent.&ldquo; Eltern mit einem Kind w&uuml;rden einen Beitragszuschlag in H&ouml;he von 0,5 Prozent zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus206885073\/Rentenbeitraege-Unionsabgeordnete-wollen-Kinderlose-zur-Kasse-bitten.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In welcher Welt lebt diese &ldquo;Junge Gruppe&rdquo; eigentlich? Das Problem ist wohl, dass dessen Mitglieder die Arbeitswelt &uuml;berhaupt nicht aus eigener Anschauung kennen, ansonsten k&ouml;nnten sie nicht so einen kompletten Unsinn verbreiten. Die Anma&szlig;ung, die Rentenbeitr&auml;ge an die Zahl der Kinder zu koppeln, ist unglaublich. Woher nehmen diese Volksvertreter die Frechheit bestimmen zu wollen wie andere Menschen ihr Leben gestalten? Insbesondere welches Frauenbild erschlie&szlig;t sich hier?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Trumps Sanktionspolitik gegen Iran muss auf den Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nKaum ein Land ist so schwer vom Coronavirus getroffen worden wie Iran, kaum ein Land wirkt so &uuml;berfordert von der Krise wie die Islamische Republik. Dies liegt in erster Linie an der Inkompetenz und dem Missmanagement des Regimes, das viel zu sp&auml;t auf die sich abzeichnende Epidemie reagiert hat und lieber Verschw&ouml;rungstheorien verbreitet, als den Empfehlungen der Wissenschaft zu folgen. Versch&auml;rft wird die Krise noch durch die Sanktionen der USA, denn das Virus trifft auf eine Volkswirtschaft und ein Gesundheitssystem, deren Abwehrkr&auml;fte massiv geschw&auml;cht sind.<br>\nDas Gesundheitswesen in Iran ist im Grunde hochentwickelt, an qualifizierten &Auml;rztinnen und Krankenpflegern gibt es keinen Mangel. Doch in der Corona-Krise zeigt sich, wie d&uuml;nn die Ausstattung der Spit&auml;ler ist. Nicht nur gibt es zu wenig Schutzausr&uuml;stung, Desinfektionsmittel und Beatmungsger&auml;te, auch wichtige Medikamente fehlen. Einiges daran ist hausgemacht, doch hat es auch viel mit den amerikanischen Sanktionen zu tun. &hellip;<br>\nObwohl Medikamente, medizinische Ger&auml;te und Lebensmittel von den Sanktionen ausgenommen sind, zeigen Studien, dass sich das Sanktionsregime negativ auf die Gesundheitsversorgung auswirkt. Laut Human Rights Watch sind Medikamente f&uuml;r die Behandlung von Krebs, Epilepsie und anderen Krankheiten seit Jahren nur noch schwer erh&auml;ltlich. Mangels Zugang zu westlichen Produkten weichen iranische Spit&auml;ler auf Medikamente minderer Qualit&auml;t aus. Auch der im Januar mit Billigung der USA eingerichtete Schweizer Zahlungskanal zur Abwicklung humanit&auml;rer Gesch&auml;fte kann da kaum Abhilfe schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/trumps-sanktionspolitik-muss-auf-den-pruefstand-ld.1538417\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gut, der Beitrag ist aus der Neuen Z&uuml;richer Zeitung. K&auml;me er aus einem deutschen Blatt w&auml;re er zynisch. Auch die Bundesregierung hat zuerst die Situation verharmlost, um dann umso panischer zu reagieren. Auch in Deutschland fehlen &ldquo;Schutzausr&uuml;stung, Desinfektionsmittel, Beatmungsger&auml;te und wichtige Medikamente&rdquo;. Aber nicht durch Sanktionen, sondern durch jahrelanges kaputtsparen des Gesundheitssystems.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Jena will Maskenpflicht einf&uuml;hren<\/strong><br>\nWie die Stadt Jena auf ihrer Internetseite mitteilt, soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in einer Woche verpflichtend werden. Es werde f&uuml;r Jenaer Verkaufsstellen, den &ouml;ffentlichen Nahverkehr und Geb&auml;ude mit Publikumsverkehr gelten.<br>\n&ldquo;Diese Ma&szlig;nahme wurde vom Fachdienst Gesundheit angemahnt. Dadurch wird die Sicherheit von Personal im &ouml;ffentlichen Leben erh&ouml;ht. Neben Masken werden auch T&uuml;cher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese m&uuml;ssen aber auch die Nase und den Mund abdecken&rdquo;, hei&szlig;t es auf der st&auml;dtischen Website.<br>\nIn Jena leben 110.000 Menschen. Woher die vielen Masken kommen sollen, hat die Stadt auch mitgeteilt. Man setze in der Umsetzung bevorzugt auf die Jenaerinnen und Jenaer. Die Stadt habe eine Grundausstattung an Masken, mit der Pflegekr&auml;fte, &Auml;rzte, Fahrer im &Ouml;PNV und andere in systemrelevanter Infrastruktur versorgt werden k&ouml;nnten.<br>\nAlle anderen Einwohner bittet die Stadt, den Nasen-Mund-Schutz selbst zu n&auml;hen &ndash; oder n&auml;hen zu lassen. &ldquo;Jede Maske ist besser als gar keine Maske&rdquo;, hei&szlig;t es abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/coronavirus-in-deutschland-jena-fuehrt-als-erste-deutsche-stadt-maskenpflicht-ein\/25560996.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man f&uuml;hrt eine Maskenpflicht ein, wei&szlig; aber nicht woher diese kommen sollen, da m&uuml;ssen sich die B&uuml;rger diese halt selbst basteln. Ob diese dann &uuml;berhaupt irgendeine Wirkung haben, egal. Welche Anweisung kommt als n&auml;chstes? Will man ausprobieren was sich die B&uuml;rger noch alles gefallen lassen? Langsam wird es aberwitzig. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dagegen &bdquo;Top-Virologe&ldquo; Drosten: Virologe Christian Drosten zum Thema &ldquo;Mundschutzmaske f&uuml;r jeden?&rdquo;<\/strong><br>\nSteigende Covid-19-F&auml;lle in Deutschland beunruhigen die B&uuml;rger, viele fragen sich: Sollte ich eine Mundschutzmaske tragen, wenn ich das Haus verlasse? Virologe Christian Drosten von der Berliner Charit&eacute; gab im NDR-Podcast &ldquo;Coronavirus-Update&rdquo; eine fachliche Einsch&auml;tzung ab: In seinen Augen ergibt eine Maske nur f&uuml;r diejenigen Sinn, die eine Atemwegserkrankung haben. &ldquo;Je weiter man dann weg ist von dieser Quelle (Anmerkung der Redaktion: Mit Quelle ist in diesem Zusammenhang eine kranke Person gemeint, die hustet oder niest), desto mehr hat man es mit einem feineren Aerosol zu tun. Und das wird auch seitlich in eine Maske eingeatmet, egal, ob man von vorne in den Mund einatmet. Oder man hat eine Maske auf und saugt es sich an der Seite rein. Das ist dann einfach kein Unterschied mehr. Deswegen: Je n&auml;her dran an der Quelle, desto besser. Deswegen muss die Maske an der Quelle sein und nicht am Empf&auml;nger. Und das ist sicherlich eine vollkommen einleuchtende &Uuml;berlegung. Was eben nicht so einleuchtend ist, dass ich mich in der &Ouml;ffentlichkeit mit einer Maske nicht selber sch&uuml;tzen kann. Das ist einfach vielleicht ein bisschen schwer zu vermitteln. Aber es gibt einfach in der Literatur entweder keine oder &ndash; je nachdem, wie man es interpretieren will &ndash; fast keine Evidenz daf&uuml;r, dass das helfen k&ouml;nnte&rdquo;, so Drosten im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/leben\/gesundheit\/coronavirus-mundschutzmaske-alle-eine-maske-tragen-sollte-zr-13507842.html\">Merkur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das sollte Herr Drosten mal in Asien erz&auml;hlen. Der gro&szlig;e &bdquo;Experte&ldquo; w&uuml;rde dort sicherlich hinter vorgehaltener Hand &ndash; Asiaten sind ja h&ouml;flich &ndash; ausgelacht. Aber es ist m&uuml;&szlig;ig, sich &uuml;ber dieses Thema zu streiten, da ja ohnehin keine Masken auf dem Weltmarkt erh&auml;ltlich sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zwischen Fast Science und Fake News<\/strong><br>\nFachleute verbringen Monate damit, neue Studien zu pr&uuml;fen, bevor sie in einem Fachjournal ver&ouml;ffentlicht werden. In der Coronakrise ist Zeit knapp, deshalb greifen viele auf Wissen aus Studien zur&uuml;ck, die noch nicht gepr&uuml;ft wurden &ndash; zu finden auf Preprint-Servern. Dabei findet auch ein Kampf um wissenschaftliche Deutungshoheit statt. &hellip;. Preprint-Server beg&uuml;nstigen eine aufmerksamkeitheischende Pr&auml;sentation von Forschungsergebnissen, die auf eine Verbreitung &uuml;ber soziale Netzwerke abzielt. Schnell wird aus solcher Clickbait-Wissenschaft Desinformation, wie k&uuml;rzlich von Journalist:innen des Schweizer Onlinemagazins Republik beschrieben. &hellip;. Zwar sind Wissenschaftler wie Christian Drosten in der Lage, die Qualit&auml;t von Preprints ihres Fachgebetes auch ohne Begutachtung einzusch&auml;tzen, doch scheint es entscheidend, dass auch Journalist:innen und andere Multiplikator:innen sich mit den wichtigsten Preprint-Server und ihren Moderationstechniken vertraut machen &ndash; bei bioRxiv findet etwa ein Screening nach anst&ouml;&szlig;igen oder gef&auml;hrlichen Inhalten hochgeladener Preprints statt. Bisherige Angebote zum verantwortungsvollen Umgang mit Preprints sind beispielsweise Faktenchecks von Medien und Rechercheb&uuml;ros und Organisationen wie das Science Media Center Germany, die sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Journalismus verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2020\/zwischen-fast-science-und-fake-news\/\">Netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Eine gerechtere Gesellschaft ist m&ouml;glich<\/strong><br>\n&bdquo;Kapital und Ideologie&ldquo; ist Thomas Pikettys umfassende Antwort auf die zahlreichen Einw&auml;nde und Anregungen zu seinem Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo;. Herausgekommen ist eine Globalgeschichte der Ungleichheit und wie man diese bek&auml;mpfen k&ouml;nne.<br>\nThomas Piketty beeindruckt auf den 1300 Seiten nicht nur mit einer ungeheuren Zahl ausgewerteter und interpretierter Daten zu wirtschaftspolitisch relevanten Entwicklungen rund um den Globus. Er verkn&uuml;pft die Empirie auch mit einem wuchtigen Pl&auml;doyer f&uuml;r einen neuen &bdquo;partizipativen Sozialismus&ldquo;.<br>\nDem Anspruch einer Globalgeschichte des Kapitalismus kann kein einzelnes Buch gerecht werden. Piketty behilft sich deshalb mit zahlreichen in Kapitel gegliederten Exkursen. Die widmen sich einerseits historischen Entwicklungen verschiedener Gesellschaftstypen &ndash; unter ihnen St&auml;nde-, Eigent&uuml;mer-, Sklavenhalter- und Kolonialgesellschaften. Andererseits vertiefen sie zeitgen&ouml;ssische Verteilungsdynamiken anhand ausgew&auml;hlter Regionen &ndash; allen voran Europa, die USA, Indien und China.<br>\n&Uuml;ber die Wirkungskraft herrschender Ideologie<br>\nFundamental f&uuml;r Ansatz und Schlussfolgerungen des Buchs ist die These, dass nicht &ouml;konomische und technologische Dynamiken entscheidend f&uuml;r gesellschaftliche Entwicklungen sind, sondern die herrschende Ideologie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/thomas-piketty-kapital-und-ideologie-eine-gerechtere.950.de.html?dram:article_id=473252\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn es mit 1300 Seiten fast be&auml;ngstigend wirkt, ist das neue Werk des franz&ouml;sischen &Ouml;konomen Thomas Piketty absolut empfehlenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zeitung gegen den Krieg<\/strong><br>\nzu Corona-Krise, Defender 2020 &amp; Ostermarsch \n<ul>\n<li>In einer Zeit, in der das gesellschaftliche Leben heruntergefahren wird, weil der Corona-Virus t&ouml;tet, werden weiter R&uuml;stungsg&uuml;ter produziert und in Rekordh&ouml;he exportiert &ndash; also Produkte menschlicher Arbeit, die Menschen t&ouml;ten und Einrichtungen &ndash; z.B. Krankenh&auml;user &ndash; zerst&ouml;ren.<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der die Deutsche Bahn, der Kapazit&auml;ten f&uuml;r einen geordneten, p&uuml;nktlichen Bahnverkehr fehlen, per Vertrag mit der Bundeswehr dauerhaft feste Reserven f&uuml;r Milit&auml;rtransporte bereit h&auml;lt und seit dem 1. Januar 2020 allen Bundeswehr-Soldaten in Uniform, seien sie beruflich oder privat unterwegs, Gratisfahrt einr&auml;umt&hellip;<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der die USA einen Frieden mit den Taliban schlie&szlig;en, mit jener Gruppe also, gegen die die USA und die NATO 18 Jahre lang einen Krieg mit Hunderttausenden Get&ouml;teten f&uuml;hrten &ndash; war dieser Krieg &bdquo;nur so eine Idee&ldquo;? Vielleicht &bdquo;eine Idee&ldquo; der R&uuml;stungskonzerne?&hellip;<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der die Weltwirtschaft eine neuen schwere Krise durchlebt und so gut wie alle Aktien einen Crash erleben, die R&uuml;stungsaktien jedoch weiter boomen &hellip;<\/li>\n<li>in einer Zeit, in der die Bewegung &bdquo;Fridays for Future&ldquo; mit ihrem Kampf gegen eine drohende  Klimakatastrophe sich erweitern sollte um &bdquo;Fridays for Future &amp; Peace&ldquo; &hellip; in diesen Zeiten von Kriegsvorbereitung, Militarisierung  und Corona-Krise berichtet die neue  Zeitung gegen den Krieg u.a.:<\/li>\n<li>&uuml;ber das Man&ouml;ver Defender 2020, das mit der Corona-Krise zwar aufgegeben werden musste, das jedoch sechs Wochen lang (von Ende Januar bis Mitte M&auml;rz) mit Tausenden Soldaten ablief  und das einen eindeutigen Akt der Kriegsvorbereitung gegen Russland darstellt. Die US-Regierung k&uuml;ndigte an, das Man&ouml;ver &bdquo;zu gegebener Zeit&ldquo; neu zu starten. <\/li>\n<li>die Notwendigkeit, die gesamte R&uuml;stungsproduktion zu 100 Prozent aufzugeben und alle R&uuml;stungsexporte einzustellen. Stattdessen sind die entsprechenden Fertigungsanlagen auf Produkte umzustellen, die in der Corona-Krise oder f&uuml;r eine Energie- und Verkehrswende ben&ouml;tigt werden  <\/li>\n<li>&uuml;ber die Militarisierung der EU, angef&uuml;hrt von der deutschen Ex-Verteidigungsministerin von der Leyen, die als EU-Kommissionspr&auml;sidentin diese EU-weite Militarisierung vorantreibt<\/li>\n<li>&uuml;ber die Lage in Syrien und in der syrischen Provinz Idlib <\/li>\n<li>&uuml;ber die aggressive Politik der t&uuml;rkischen Regierung in Syrien, in Libyen und in der Migrationsfrage <\/li>\n<li>&uuml;ber das Ende der &bdquo;Wehrmachtsausstellung&ldquo; vor 20 Jahren, einem Projekt, das erstmals in Westdeutschland deutlich machte: die Wehrmacht beging &ndash; vor allem im Osten &ndash; fl&auml;chendeckend Kriegsverbrechen und war aktiv am Holocaust beteiligt <\/li>\n<li>&uuml;ber die neue atomare Hochr&uuml;stung  in den USA und die Gedankenspiele f&uuml;r einen Zugang  Deutschlands zur franz&ouml;sischen atomaren Bewaffnung <\/li>\n<\/ul>\n<p>Autorinnen und Autoren: Reiner Braun \/ Sean Conay \/ Sevim Dagdelen \/ Arielle Denis \/ Wiebke Diehl \/ Lysann Drews \/ J&uuml;rgen Gr&auml;sslin \/ Heike H&auml;nsel \/ Claudia Heydt \/ Jenny Ingenleuf \/ \/ Marion K&uuml;pker \/ Kevin Martin \/ Ulrich  Sander \/ Heide Sch&uuml;tz \/ Thorsten Schleip \/ Nele Wokan \/ Winfried Wolf<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeitung-gegen-den-krieg.de\/\">Zeitung gegen den Krieg<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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