{"id":59792,"date":"2020-04-01T08:21:19","date_gmt":"2020-04-01T06:21:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792"},"modified":"2020-04-01T08:15:27","modified_gmt":"2020-04-01T06:15:27","slug":"hinweise-des-tages-3584","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h01\">Germany First<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h02\">Die Zahlen sind vollkommen unzuverl&auml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h03\">Das ist keine Krise, sondern eine Katastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h04\">Ohne Absturz durch die Krise &ndash; Kurzarbeitergeld jetzt anheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h05\">Adieu Demokratie &ndash; So &uuml;bernimmt Orban die totale Kontrolle in Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h06\">Politiker attackiert von der Leyen &ndash; Kuba und China zeigen bei Corona mehr Solidarit&auml;t als die EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h07\">SPD-Chefin Esken fordert Sonderabgabe auf Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h08\">Armut: Einer bzw. eine von acht gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h09\">Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r alle unsere Heldinnen und Helden im Handel! Allgemeinverbindlichkeit der Tarifvertr&auml;ge, werte Regierungen in Bund und Land!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h10\">Jetzt steht Armut auf dem Spielplan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h11\">Deutschland rekrutiert Pflegepersonal aus Lateinamerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h12\">F&uuml;hrt die Digitalsteuer ein!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h13\">Soziale Bewegungen in Chile: &ldquo;Wir werden weiterk&auml;mpfen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h14\">USA: Die vermeintliche Freiheit wird zur Armutsfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h15\">871 islamfeindliche Attacken in BRD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h16\">Von der Idee, mit Grund und Boden reich zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h17\">Resilienz in der Coronavirus-Pandemie &ndash; Wie die Krise unser falsches Verst&auml;ndnis von Gl&uuml;ck entlarvt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h18\">Yuval Noah Harari: the world after coronavirus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Germany First<\/strong><br>\nPolitiker und Medien in S&uuml;deuropa laufen Sturm gegen die Weigerung Berlins, in der Coronakrise deutsche Interessen zur&uuml;ckzustellen.<br>\nB&uuml;rgermeister aus den am h&auml;rtesten von der Covid-19-Pandemie betroffenen St&auml;dten Norditaliens bitten in einer ganzseitigen Anzeige in einer f&uuml;hrenden deutschen Tageszeitung um &ldquo;europ&auml;ische Solidarit&auml;t&rdquo;. Italien sei zur Bew&auml;ltigung der Coronakrise auf &ldquo;Coronabonds&rdquo; angewiesen, erkl&auml;ren die B&uuml;rgermeister; sie dringen darauf, Berlin solle seinen Widerstand dagegen aufgeben. Seit vor allem die Bundesregierung beim EU-Gipfel Ende vergangener Woche die Debatte &uuml;ber die &ldquo;Coronabonds&rdquo; abgew&uuml;rgt hat, die besonders f&uuml;r die L&auml;nder S&uuml;deuropas existenziell wichtig, f&uuml;r Berlin allerdings nicht kostenneutral w&auml;ren, laufen Politiker und Medien von Spanien &uuml;ber Italien bis Griechenland Sturm. Deutschland treibe Politik nach dem Modell des Trump&rsquo;schen &ldquo;America First&rdquo;, hei&szlig;t es in Spanien, w&auml;hrend in Griechenland gewarnt wird, ein Verzicht auf die &ldquo;Coronabonds&rdquo; k&ouml;nne sich &ldquo;f&uuml;r Europa als noch vernichtender erweisen&rdquo; als das Covid-19-Virus. Sogar EU-orientierte italienische Medien protestieren gegen das &ldquo;h&auml;ssliche Europa&rdquo; und schlie&szlig;en das Ende des &ldquo;europ&auml;ischen Projekts&rdquo; nicht aus.<br>\nIm Stich gelassen<br>\nErheblichen Unmut hatte bereits Anfang M&auml;rz die Weigerung der Bundesregierung ausgel&ouml;st, den am schwersten von der Covid-19-Pandemie getroffenen Staaten zu Hilfe zu kommen. Insbesondere der Beschluss vom 4. M&auml;rz, einen Exportstopp auf medizinische Schutzausr&uuml;stung zu verh&auml;ngen, anstatt etwa Italien zu unterst&uuml;tzen, dann allerdings auch die faktische Schlie&szlig;ung der Grenze nach Frankreich am 16. M&auml;rz hatten in den betroffenen L&auml;ndern massive Ver&auml;rgerung hervorgerufen (german-foreign-policy.com berichtete [1]). Diese h&auml;lt an. Erst gestern hie&szlig; es etwa in der spanischen Tageszeitung El Pa&iacute;s, zwar habe die EU bereits am 12. Februar gro&szlig;spurig beschlossen, sie m&uuml;sse Bem&uuml;hungen f&ouml;rdern, Schutzausr&uuml;stung bereitzustellen &ndash; insbesondere f&uuml;r das hart k&auml;mpfende Krankenhauspersonal -, doch sei bislang immer noch nichts geschehen. Auch darauf sei es zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass &Auml;rzte und Pfleger in spanischen Krankenh&auml;usern sich nicht ausreichend gegen das Virus sch&uuml;tzen k&ouml;nnten. Eine &ldquo;direkte Konsequenz&rdquo; sei es, dass die Ansteckungsrate des medizinischen Personals sehr hoch sei: Am Montag seien 12.298 &Auml;rzte und Pfleger als infiziert gemeldet gewesen, 15 Prozent der Gesamtzahl der in Spanien an Covid-19 Erkrankten.[2] (&hellip;)<br>\nDer deutsche Hochmut<br>\nBesonders scharfe Kritik kommt aus Italien &ndash; weiterhin auch aus Kreisen, die grunds&auml;tzlich klar EU-orientiert sind. Ministerpr&auml;sident Giuseppe Conte erkl&auml;rte am Wochenende mit Blick auf die &ldquo;Coronabonds&rdquo;: &ldquo;Ich vertrete eine stark leidende nationale Gemeinschaft und kann keine Verz&ouml;gerungen erdulden.&rdquo;[12] Es gelte, &ldquo;tragische Fehler&rdquo; zu vermeiden: &ldquo;Sollte Europa nicht in der Lage sein, dieser epochalen Herausforderung Stand zu halten, w&uuml;rde Europa vor den Augen unserer B&uuml;rger seine Existenzberechtigung verlieren&rdquo;. EU-orientierte Medien titeln &ldquo;H&auml;ssliches Europa&rdquo; [13] oder warnen, komme es nicht zu einer schnellen Einigung auf eine Krisenstrategie, dann sei &ldquo;das europ&auml;ische Projekt vorbei&rdquo; [14]. Die Wirtschaftspresse erinnert daran, dass die Bundesrepublik ihren Aufstieg nur dank eines gro&szlig;z&uuml;gigen Schuldenerlasses im Londoner Schuldenabkommen von 1953 habe erreichen k&ouml;nnen: Ohne dieses Zugest&auml;ndnis, das von Italien mitgetragen wurde, h&auml;tte Deutschland &ldquo;weitere 50 Jahre Schulden zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen&rdquo;.[15] &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich der in Italien popul&auml;re Schauspieler und Regisseur Tullio Solenghi. Solenghi kritisiert: &ldquo;Die Deutschen tragen heute auf &ouml;konomischem Gebiet Hochmut zur Schau &hellip; . Sie f&uuml;hlen sich h&ouml;herwertig.&rdquo; W&auml;re &ldquo;die internationale Gemeinschaft&rdquo; nach dem Zweiten Weltkrieg &ldquo;mit demselben, stets wiederkehrenden deutschen Hochmut&rdquo; aufgetreten und h&auml;tte ihrerseits &ldquo;die tats&auml;chlichen Kriegsschulden zur&uuml;ckgefordert, dann w&uuml;rden die Deutschen heute aus den M&uuml;lltonnen leben.&rdquo;[16]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8234\/\">german-foreign-policy.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Zahlen sind vollkommen unzuverl&auml;ssig<\/strong><br>\nWie gef&auml;hrlich das Coronavirus ist, wissen Experten noch immer nicht genau. Hier erkl&auml;rt der Statistikexperte Gerd Antes, was nun f&uuml;r eine Risikobewertung n&ouml;tig ist und warum die Reaktion der Politik bislang richtig war. [&hellip;]<br>\nEs gibt zweifellos ein Problem. Wir sehen in diesen Regionen, dass die Gesundheitssysteme &uuml;berlastet sind, weil zu viele Menschen zur gleichen Zeit schwer erkranken. Das unterscheidet den Corona-Ausbruch von der j&auml;hrlichen, sich vergleichsweise langsam ausbreitenden Grippewelle.<br>\nGleichzeitig wissen wir allerdings nicht, wie t&ouml;dlich das neue Coronavirus im Vergleich zur Grippe ist und wie viel schneller genau es sich ausbreitet. Wenn man es als Bild beschreiben will, warten wir auf einen Tsunami, wissen aber noch nicht einmal ann&auml;hernd, wie hoch die Welle wird. [&hellip;]<br>\nWie viele Menschen sich tats&auml;chlich infizieren, wissen wir dagegen nicht. Die Sch&auml;tzungen variieren extrem. Je nach Experten ist davon die Rede, dass sich f&uuml;nf bis zehn Mal mehr Menschen infizieren als nachgewiesen werden. Manche Sch&auml;tzungen liegen beim Zwanzigfachen oder sind noch h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-die-zahlen-sind-vollkommen-unzuverlaessig-a-7535b78f-ad68-4fa9-9533-06a224cc9250\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59776\">Maximale Ma&szlig;nahmen auf Basis minimaler Gewissheit<\/a> und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59776\">Solchen Wissenschaftlern w&uuml;rde ich gerne Kamera oder Mikrofon entziehen<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das ist keine Krise, sondern eine Katastrophe<\/strong><br>\nDie Lage im zentralen spanischen Coronavirus-Ansteckungsherd ist fatal. Gespr&auml;ch mit einem infizierten Besch&auml;ftigten im kollabierenden Madrider Gesundheitssystem<br>\nSeit Tagen spitzt sich die Lage in Spanien immer weiter zu. Das Land ist dabei, in Europa Italien die Spitzenposition bei in Coronavirus-Krise abzunehmen. Tats&auml;chlich liegt die Zahl der offiziell registrierten Toten, die immer st&auml;rker mit Vorsicht zu genie&szlig;en ist, in den letzten Tagen jeweils in Spanien &uuml;ber der in Italien. Am Sonntag wurde in Spanien ein neuer Rekord mit 838 Toten registriert, w&auml;hrend es in Italien offiziell 756 waren. Am Montag waren es in beiden L&auml;ndern wieder 812 und am Dienstag gab es einen neuen Rekord mit 849 offiziellen Coronavirus-Toten.<br>\nDrastische Ma&szlig;nahmen in Italien, das schon vor 10 Tagen alle Aktivit&auml;ten bis auf die Grundversorgung reduziert hat, scheinen zu einer Stabilisierung zu f&uuml;hren. In Spanien, bisher in einem &ldquo;merkw&uuml;rdigen Alarmzustand&rdquo;, kann davon aber keine Rede sein. Deshalb blieb auch der sozialdemokratischen Regierung am Samstag keine andere M&ouml;glichkeit mehr, den von vielen Experten lange geforderten &ldquo;Lockdown&rdquo; endlich zu verk&uuml;nden. Doch bei der Umsetzung gab es wieder massive Probleme, weshalb die Reduzierung auf die Grundversorgung real erst am heutigen Dienstag umgesetzt wird. Mittlerweile werden offiziell schon 8.189 Tote (in Italien 11.591) verzeichnet. Die Kurve ist in Spanien weiter deutlich steiler als in Italien. Und das l&auml;sst erwarten, dass es hier eher noch schlimmer kommt.<br>\n&Uuml;ber die Lage im Land, allen voran im Gesundheitswesen im zentralen Ansteckungsherd Madrid, sprach Telepolis mit Eduardo Fern&aacute;ndez Ulloa. Er ist einer von 12.000 Besch&auml;ftigten im spanischen Gesundheitswesen (Stand vom Montag), die sich inzwischen mit dem Virus infiziert haben. Er arbeitete bis zu seiner Infektion auf der Intensivstation im Krankenhaus Infanta Sof&iacute;a in San Sebasti&aacute;n de los Reyes, nahe der Hauptstadt Madrid, in der schwer getroffenen Region Madrid.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-ist-keine-Krise-sondern-eine-Katastrophe-4694104.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ohne Absturz durch die Krise &ndash; Kurzarbeitergeld jetzt anheben<\/strong><br>\nZu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied:<br>\n&bdquo;Rund 470.000 Betriebe in Deutschland haben vor&uuml;bergehend Kurzarbeit angezeigt &ndash; das ist eine immens hohe Zahl, die zeigt, wie gro&szlig; die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind. Erschrecken sollte uns die Zahl aber nicht: Kurzarbeit ist ein Mittel, um Einbr&uuml;che zu &uuml;berbr&uuml;cken und Besch&auml;ftigung zu halten. Wer jetzt Kurzarbeit beantragt, setzt darauf, dass es nach der Krise weitergeht, deshalb ist es gut, dass das Instrument genutzt wird. Gut ist in dieser Situation auch, dass die Bundesagentur ihre Kapazit&auml;ten so schnell hochzieht, um den Andrang gut und effektiv bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen.<br>\nAber nicht nur die Betriebe, auch die Besch&auml;ftigten sollen ohne Absturz durch die Krise kommen. Deshalb m&uuml;ssen sich Arbeitgeber und Bundesregierung jetzt endlich bewegen und das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent anheben. Denn f&uuml;r viele tausend Besch&auml;ftigte, die nicht unter dem Schutz von aufstockenden Tarifvertr&auml;gen stehen, bedeutet Kurzarbeit, mit 60 beziehungsweise 67 Prozent ihres bisherigen Nettolohns auszukommen, wobei nicht einmal die sonst gezahlten Zuschl&auml;ge mit einberechnet werden. Bei den wenigsten Familien reicht das zum Leben und f&uuml;r die Miete&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++559e4c2a-7322-11ea-b692-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kurzarbeitergeld: Tarifvertragliche Aufstockung auf bis zu 97 Prozent<\/strong><br>\nIn der aktuellen Krisensituation ist die Kurzarbeit ein wesentliches Instrument zur Vermeidung von Arbeitsplatzverlusten. Allerdings geht Kurzarbeit f&uuml;r die Besch&auml;ftigten oft mit erheblichen Einkommenseinbu&szlig;en einher. Nach dem Gesetz erhalten sie 60 Prozent (Eltern mit Kindern 67 Prozent) des vorherigen Nettogehaltes f&uuml;r die ausgefallene Arbeitszeit.<br>\nIn einigen Branchen haben die Tarifvertragsparteien eigene Regelungen getroffen, um das Kurzarbeitergeld aufzustocken&hellip;<br>\n(&hellip;) Nach Einsch&auml;tzung, des Leiters des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr. Thorsten Schulten, wird jedoch insgesamt nur eine Minderheit der Tarifbesch&auml;ftigten von solchen Aufstockungsregelungen erfasst. &bdquo;Insbesondere in den klassischen Niedriglohnsektoren gibt es oft keine tarifvertraglichen Zusch&uuml;sse zum staatlichen Kurzarbeitergeld&ldquo;, so Schulten. &bdquo;Gerade Besch&auml;ftigte, mit geringem Einkommen k&ouml;nnen jedoch bei einem Nettoeinkommensverlust von 40 Prozent nicht lange &uuml;ber die Runden kommen. F&uuml;r die Zeit der Corona-Krise sollte deshalb eine generelle Aufstockung des Kurzarbeitergeldes vorgenommen werden.&ldquo;<br>\nVorbild f&uuml;r eine solche nationale Regelung k&ouml;nnte die unl&auml;ngst in &Ouml;sterreich zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern und Regierung getroffene Vereinbarung sein. Dort wird derzeit gestaffelt nach Einkommensh&ouml;he folgendes Kurzarbeitergeld gezahlt<\/p>\n<ul>\n<li>90 Prozent vom Nettogehalt, bei einem monatlichen Bruttoentgelt von bis zu 1.700 Euro<\/li>\n<li>85 Prozent vom Nettogehalt, bei einem Bruttoentgelt zwischen 1.700 Euro und 2.685 Euro<\/li>\n<li>80 Prozent vom Nettogehalt, bei einem Bruttoentgelt von &uuml;ber 2.685 Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/kurzarbeitergeld-tarifvertragliche-aufstockung-auf-bis-zu-97-prozent\/#more-8119\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Adieu Demokratie &ndash; So &uuml;bernimmt Orban die totale Kontrolle in Ungarn<\/strong><br>\nUngarns Premierminister Viktor Orban hat die Corona-Krise gen&uuml;tzt, um seine Macht auszubauen. Durch das k&uuml;rzlich beschlossene Notstandsgesetz kann er k&uuml;nftig alleine per Dekret regieren. Unsere Kollegen vom ungarischen Online-Magazin Ezalenyeg erkl&auml;ren in f&uuml;nf Punkten, warum das Gesetz eine Gef&auml;hrdung f&uuml;r die Demokratie ist.<br>\nAm Montag, den 30. M&auml;rz hat das ungarische Parlament das Gesetz &bdquo;&uuml;ber die notwendigen Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Coronavirus-Pandemie&ldquo; verabschiedet. Der Protest war gro&szlig;. Opposition und Zivilgesellschaft stemmten sich dagegen. 100.000 Menschen unterschrieben eine Petition dagegen, doch die Fidesz-Partei von Viktor Orban winkte im Parlament das Gesetz durch. Orbans Partei sorgte f&uuml;r die n&ouml;tige zweidrittel Mehrheit und verl&auml;ngerte auch den Ausnahmezustand auf unbestimmte Zeit. Wir haben die 5 umstrittensten Aspekte des Gesetzes gesammelt.<br>\n1.Der Ausnahmezustand ist nicht befristet und dauert bis zum Ende der Pandemie&hellip;<br>\n2.Die Pandemie ist zu Ende, wenn Orban das sagt<br>\nDer Ausnahmezustand endet, wenn die Pandemie beendet ist. Aber es ist das Parlament, das dar&uuml;ber entscheidet, wann die Pandemie vorbei ist. Orbans Fidesz kontrolliert zwei Drittel der Sitze und ist in seiner Partei unumstritten. Das bedeutet: Orban entscheidet, wann die Pandemie vorbei ist. Es gibt keine weiteren Kontrollen oder Machtausgleiche. Die Gefahr ist vorbei, wenn Orban es so will.<br>\n3.Orban kann die Gesetze nach Belieben gestalten<br>\nVon nun an kann Orban zu jederzeit und zu jedem beliebigen Thema Dekrete erlassen, auch wenn sie gegen die Verfassung versto&szlig;en. Orban muss keine R&uuml;cksicht mehr auf die &uuml;blichen Gesetzeswege mehr nehmen. Die Worte Orbans sind so zum Gesetz geworden.<br>\n4.Orban kann Politiker und Zeitungsjournalisten ins Gef&auml;ngnis bringen<br>\nAu&szlig;erdem wurde ein Gesetz gegen Fake-News beschlossen. Es ist schwammig formuliert und kann so ausgelegt werden, dass kritische Journalisten oder politische Konkurrenten hinter Gitter gebracht werden k&ouml;nnen, wenn sie Dinge schreiben, die Orban nicht gefallen.<br>\n5.Verschwendung von Zeit und Energie<br>\nEiner der wohl schlagendsten Kritikpunkte: Das Gesetz ist gar nicht n&ouml;tig, um die Pandemie zu bek&auml;mpfen. Schon davor hatte die Regierung alle M&ouml;glichkeiten zur effektiven Bek&auml;mpfung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/orban-ungarn-notstand-corona\/\">kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Politiker attackiert von der Leyen &ndash; Kuba und China zeigen bei Corona mehr Solidarit&auml;t als die EU<\/strong><br>\nMick Wallace, Mitglied der Konf&ouml;deralen Fraktion der Vereinten Europ&auml;ischen Linken\/Nordische Gr&uuml;ne, ist mit der EU-F&uuml;hrung und deren Politik in der Corona-Krise scharf ins Gericht gegangen. Er kritisierte bei der au&szlig;erordentlichen Plenarsitzung unter dem Titel &ldquo;Koordinierte europ&auml;ische Reaktion auf den Ausbruch von COVID-19&rdquo;: &ldquo;Italien hat von China und Kuba mehr Solidarit&auml;t erfahren als von Europa.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/100211-politiker-attackiert-von-leyen-kuba\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>SPD-Chefin Esken fordert Sonderabgabe auf Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant Corona-Hilfen &uuml;ber mehrere Hundert Milliarden Euro. SPD-Chefin Esken schl&auml;gt nun vor, f&uuml;r die Finanzierung die Verm&ouml;gen wohlhabender B&uuml;rger einmalig zu belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/coronavirus-krise-spd-chefin-saskia-esken-fordert-vermoegensabgabe-a-0210360b-673b-46a4-bb95-4998e452f1a4\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Armut: Einer bzw. eine von acht gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nArmut grenzt aus, besch&auml;mt, macht krank und l&auml;sst nur wenig M&ouml;glichkeiten, das eigene Leben zu gestalten und gesellschaftlich teilzuhaben. Das war schon vor der Corona-Krise der Fall &ndash; und eine Verschlechterung ist zu bef&uuml;rchten.<br>\nH&auml;tte man noch vor wenigen Wochen gefragt, wie das denn zahlenm&auml;&szlig;ig eigentlich so aussieht mit der Armutsgef&auml;rdung in unserem Land, dann h&auml;tte das noch so geklungen: Es gehe um nicht weniger als ein Achtel der &ouml;sterreichischen Bev&ouml;lkerung. Denn in &Ouml;sterreich liegt die Armutsgef&auml;hrdungsschwelle f&uuml;r einen Ein-Personen-Haushalt aktuell bei 1.259 Euro. Etwa 14 Prozent der Bev&ouml;lkerung h&auml;tten demnach geringere Mittel zur Verf&uuml;gung und w&uuml;rden damit als armutsgef&auml;hrdet gelten. Knapp achtzehn Prozent seien armuts- und ausgrenzungsgef&auml;hrdet, und circa drei Prozent als &bdquo;erheblich materiell depriviert&ldquo; einzustufen.<br>\nDoch dann kam die Corona-Krise. Und das verschiebt auch die Armutszahlen. Wie weit, das kann man indes nur ahnen. Seit den Ausgangsbeschr&auml;nkungen haben bereits mehr als 170.000 Menschen ihren Job verloren. Viele Ein-Personen-Unternehmen bangen um ihre Existenz. Das ist das eine. Das andere: Die, die schon vor der Krise als &bdquo;Working Poor&ldquo; galten, das hei&szlig;t, denen das Geld trotz Arbeit nicht zum Leben reicht, wurden just umgetauft: &bdquo;Systemrelevant&ldquo; sagt man jetzt. Diese Gruppe ist h&auml;ufig auch noch mehrfach belastet, zum Beispiel durch Pflege oder Kinderbetreuung. Besonders armutsgef&auml;hrdet sind n&auml;mlich &ndash; und das war auch schon vor Corona so &ndash; in &Ouml;sterreich einerseits Frauen (vor allem Alleinerziehende und Pensionistinnen &ndash; ja, &bdquo;mit kleinem i!&ldquo;, wie Michaela Moser von der Armutskonferenz betont) sowie Kinder und Langzeitarbeitslose&hellip;.<br>\n(&hellip;) Was hei&szlig;t das nun f&uuml;r die Corona-Krise? Arme Menschen k&ouml;nnten noch benachteiligter sein als schon zuvor. Doch die, die jetzt &bdquo;das System erhalten&ldquo; mit ihren oft so prek&auml;r bezahlten Jobs, d&uuml;rfen am Ende nicht die sein, die die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise mit K&uuml;rzungen direkt oder indirekt zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen. Ihnen d&uuml;rfen dann nicht auch noch die Krisenkosten aufgeb&uuml;rdet werden. Wenn sich die Frage nach einer gerechten Remuneration stellt &ndash; und dieser Tag wird kommen &ndash; sollte sich die Politik daran erinnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeit-wirtschaft.at\/armut-vor-nach-corona\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r alle unsere Heldinnen und Helden im Handel! Allgemeinverbindlichkeit der Tarifvertr&auml;ge, werte Regierungen in Bund und Land!<\/strong><br>\nEinzelhandelsbesch&auml;ftigte leisten &ndash; wie die Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen &ndash; in Zeiten der Corona-Krise nicht nur &ndash; wie immer &ndash; eine belastende T&auml;tigkeit, sondern auch eine risikoreiche Arbeit. Daf&uuml;r wird ihnen von Seiten der Politik Anerkennung gezollt. Dazu Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede an die Nation am 19. M&auml;rz 2020: &bdquo;Und lassen Sie mich auch hier Dank aussprechen an Menschen, denen zu selten gedankt wird. Wer an diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale bef&uuml;llt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zur Zeit gibt. Danke, dass sie da sind f&uuml;r ihre Mitb&uuml;rger und buchst&auml;blich den Laden am Laufen halten&ldquo;.<br>\nBisher wird mehr als die H&auml;lfte der Handelsbesch&auml;ftigten ohne eine tarifvertragliche Bezahlung abgespeist. Wir fordern deshalb die Politik auf, die jeweiligen regionalen Tarifvertr&auml;ge im Handel f&uuml;r allgemeinverbindlich zu erkl&auml;ren. Es ist im &ouml;ffentlichen Interesse, dass die Handelsbesch&auml;ftigten Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r alle bekommen!&rdquo;<br>\nUnterschriftensammlung zur Initiative f&uuml;r die Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rung der Handelstarife (Einzelhandel und Gro&szlig;handel)&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/unterschriftensammlung-tarifvertraege-fuer-alle-unsere-heldinnen-und-helden-im-handel-allgemeinverbindlichkeit-der-tarifvertraege-werte-regierungen-in-bund-und-land\/#more-8130\">Gewerkschfaftsforum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jetzt steht Armut auf dem Spielplan<\/strong><br>\nSchauspielerinnen lebten lange in gut verstecktem Elend, nun stehen Tausende vor dem Nichts<br>\nArmut gab es immer in der Branche der Hofnarren und Gauklerinnen, vor allem bei den Frauen; das wusste ich schon als Kind. Mein Vater, Jahrgang 1896, war Regisseur und Schauspielp&auml;dagoge. Meine Mutter hatte das Schauspielen bei Eheschlie&szlig;ung aufgegeben und klebte, klug und emanzipiert, &raquo;freiwillige Rentenmarken&laquo;. Mir blieb nicht verborgen, dass manche Schauspielerin, die nicht mehr jung, aber l&auml;ngst noch nicht alt war, verzweifelt bei meinem Vater (zeitweise Oberspielleiter u. a. in Essen) anfragte, ob er nicht &raquo;etwas f&uuml;r sie tun&laquo; k&ouml;nne.<br>\nWer Arbeit hatte, schuftete, oft bis zum Grab. So war es f&uuml;r mich normal, dass 80j&auml;hrige noch auf der B&uuml;hne standen. Wie d&uuml;nn der Boden auch bei uns war, habe ich vage gesp&uuml;rt, als mein Vater ein einziges Mal so schwer erkrankte, dass er nicht arbeiten konnte. Bei seiner letzten Inszenierung war er fast 80 und fast blind, und seine Rente war so gering, dass nur ein hart erk&auml;mpfter &raquo;Ehrensold&laquo; und die m&uuml;tterlichen Rentenm&auml;rkchen die elterliche Existenz sicherten. (&hellip;)<br>\nZigtausende von uns werden demn&auml;chst einen &raquo;Antrag auf Grundsicherung&laquo; stellen m&uuml;ssen. Dieser Antrag umfasst mit Anlagen oft mehr als 50 Seiten. Der monatliche Hartz-IV-Satz betr&auml;gt derzeit 432 Euro und darf bei Unbotm&auml;&szlig;igkeit noch immer gek&uuml;rzt werden; um bis zu 30 Prozent. In diesem Fall bleiben 302,40 Euro. In meinem Landkreis m&uuml;ssen 9,9 Prozent der Betroffenen aus dem &raquo;Eckregelsatz&laquo; noch durchschnittlich 164 Euro f&uuml;r die Miete abzweigen, die als &raquo;nicht angemessen&laquo; gilt (obwohl g&uuml;nstigere Wohnungen nicht zu finden sind). Schlimmstenfalls bleiben da 138,40 Euro im Monat zum Leben. Flaschensammeln? Geht nicht mehr. Und die &raquo;Armentafel&laquo;? Die Restetische der Nation sind schon geschlossen. Zu gef&auml;hrlich. Au&szlig;erdem f&uuml;hrten Hamsterk&auml;ufe zu Spendenmangel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/375588.corona-jetzt-steht-armut-auf-dem-spielplan.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutschland rekrutiert Pflegepersonal aus Lateinamerika<\/strong><br>\nAuch w&auml;hrend der weltweiten Corona-Krise h&auml;lt Deutschland an der Praxis fest, medizinische Fachkr&auml;fte aus anderen L&auml;ndern abzuwerben. Wie der zur ARD geh&ouml;rende Auslandssender Deutsche Welle berichtet, wurden bis kurz vor der Schlie&szlig;ung der deutschen Grenzen noch Pflegekr&auml;fte aus Argentinien und Brasilien eingeflogen, die nun Sprachunterricht erhalten und m&ouml;glichst bald in Krankenh&auml;usern eingesetzt werden sollen.<br>\n(&hellip;) Berlin. Auch w&auml;hrend der weltweiten Corona-Krise h&auml;lt Deutschland an der Praxis fest, medizinische Fachkr&auml;fte aus anderen L&auml;ndern abzuwerben. Wie der zur ARD geh&ouml;rende Auslandssender Deutsche Welle berichtet, wurden bis kurz vor der Schlie&szlig;ung der deutschen Grenzen noch Pflegekr&auml;fte aus Argentinien und Brasilien eingeflogen, die nun Sprachunterricht erhalten und m&ouml;glichst bald in Krankenh&auml;usern eingesetzt werden sollen&hellip; W&auml;hrend Argentinien die Grenzen und Schulen geschlossen und Ausgangsbeschr&auml;nkungen erlassen hat, gibt es in Brasilien lediglich einige Bundesstaaten, die Quarant&auml;ne-Ma&szlig;nahmen angeordnet haben. Pr&auml;sident Jair Bolsonaro hingegen h&auml;lt wenig von derartigen Ma&szlig;nahmen und bezeichnet die durch den neuartigen Virus verursachte Lungenkrankheit Covid-19 als &ldquo;Grippchen&rdquo;. Derweil warnt Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta bereits vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems Ende April.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/04\/238588\/deutschland-pflegepersonal-lateinamerika\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>F&uuml;hrt die Digitalsteuer ein!<\/strong><br>\nLokale L&auml;den stehen vor dem Aus, w&auml;hrend Amazon &amp; Co. vom Lockdown profitieren. Es ist h&ouml;chste Zeit, die Digitalkonzerne entschlossen zu besteuern<br>\nDie Coronakrise stellt nationale Steuersysteme vor eine historische Herausforderung. Regierungen in ganz Europa schn&uuml;ren milliardenschwere Rettungspakete, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise abzuschw&auml;chen. Mit dem Erstarren des lokalen Gewerbes brechen gleichzeitig wichtige Steuereinnahmen weg. W&auml;hrend kleinere Dienstleister am Abgrund stehen, boomt das Gesch&auml;ft der Online-Riesen. Im Gegensatz zu lokalen Unternehmen zahlen Amazon und Co. allerdings kaum Steuern. Die schnelle Einf&uuml;hrung der europ&auml;ischen Digitalsteuer k&ouml;nnte dies &auml;ndern und steuerpolitische Fairness wiederherstellen. Wie vergangene Krisen und Kriege bietet der Kampf gegen Covid-19 die Gelegenheit, den Steuerstaat grundlegend zu modernisieren.<br>\n(&hellip;) Mit der Absage von Veranstaltungen und der Schlie&szlig;ung von L&auml;den und Gastronomie werden allerdings ganze Branchen und Berufsgruppen um ihre Einnahmen gebracht. Veranstaltungstechnikerinnen gehen in Kurzarbeit, Musiker streamen umsonst aus dem Wohnzimmer, um wenigstens im Gespr&auml;ch zu bleiben. Restaurants versuchen auf Lieferdienst umzustellen, m&uuml;ssen dabei aber Marge an Lieferando abgeben.<br>\nTats&auml;chlich geht der Einbruch im lokalen Gewerbe mit einem starken Umsatzplus bei den Onlinedienstleistungen einher. Familien bestellen Spiele und B&uuml;cher f&uuml;r die Kinderbetreuung bei Amazon, Paare schlie&szlig;en Netflixabos ab. Mittelst&auml;ndische Unternehmen und Universit&auml;ten auf der ganzen Welt abonnieren Videochatangebote, um irgendwie ihren (Lehr-) Betrieb aufrecht zu erhalten. W&auml;hrend der Dow Jones im letzten Monat um mehr als 12,5 Prozent an Wert verlor, lagen Amazon-Aktien 2,5 Prozent im Plus. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, will der Online-Logistiker in den USA und Europa kurzfristig 100.000 neue Besch&auml;ftigte einstellen. Zudem hat das Unternehmen den potentiellen Imagenutzen seiner Rolle als Krisenversorger erkannt. Die Financial Times spekuliert bereits, dass Amazon als gro&szlig;er Gewinner aus der Coronakrise hervorgehen k&ouml;nnte, quasi als &bdquo;das neue Rote Kreuz&ldquo;. Aber auch andere Erbringer von Onlinedienstleistungen verzeichnen massive Nachfragezuw&auml;chse. So musste die Europ&auml;ische Kommission Netflix darum bitten, die Bildaufl&ouml;sung seiner Serien zu reduzieren, um die Netzwerkkapazit&auml;t nicht zu &uuml;berfordern. W&auml;hrenddessen hat Zoom, der Anbieter von Videokonferenzsoftware, seinen B&ouml;rsenwert seit Jahresbeginn verdoppelt.<br>\nDie Gleichzeitigkeit des Einbruchs im lokalen Gewerbe und des Umsatzplus bei den Onlinedienstleistungen stellt die Regierungen Europas vor ein massives fiskalpolitisches Problem. W&auml;hrend die Gewerbesteuer wegbricht und eine Wirtschaftsbranche nach der anderen gest&uuml;tzt werden muss, tragen viele Online-Riesen fast nichts zur Finanzierung der europ&auml;ischen Staaten und ihrer &ouml;ffentlichen Gesundheitssysteme bei&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/fuehrt-die-digitalsteuer-jetzt-ein\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Soziale Bewegungen in Chile: &ldquo;Wir werden weiterk&auml;mpfen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Coronavirus-Pandemie hat die Menschen in Chile hart getroffen, die seit Oktober gegen die neoliberale Regierung auf die Stra&szlig;e gehen. Nun erfinden sie andere Formen des Protests<br>\nSantiago. Mitte M&auml;rz ist das Coronavirus noch ein Scherz bei den Protesten in Chile gewesen: &ldquo;In Chile leiden wir unter dem Pi&ntilde;era-Virus&rdquo; oder &ldquo;Ich habe mehr Angst vor meiner Rente als vor dem Coronavirus&rdquo; las man auf den Plakaten bei den Demonstrationen.<br>\nAls die Zahl der Infizierten jedoch innerhalb weniger Tage rasant in die H&ouml;he stieg und die Regierung keine Ma&szlig;nahmen ergriff, waren es die Protestierenden, soziale Organisationen und Gewerkschaften, die dazu aufriefen, zu Hause zu bleiben. Jetzt ist &ldquo;Vollst&auml;ndige Quarant&auml;ne mit W&uuml;rde&rdquo; (Cuarentena Total Con Dignidad) die vorrangige Forderung bei den Cacerolazos geworden (Protestaktionen, bei denen mit leeren T&ouml;pfen und Pfannen L&auml;rm gemacht wird), die nun an den Fenstern und Balkonen stattfinden.<br>\n(&hellip;) Trotz Ausgangssperren und Quarant&auml;ne in manchen Gemeinden m&uuml;ssen die meisten Chilenen weiter bei der Arbeit erscheinen. Der &ouml;ffentliche Transport funktioniert normal weiter, die Metro in Santiago transportiert jeden Tag Millionen von Menschen. Die Arbeitsverh&auml;ltnisse im Land sind prek&auml;r, &uuml;ber ein Drittel der Angestellten hat keinen Arbeitsvertrag. Anstatt sie zu sch&uuml;tzen, hat die Regierung ein Dekret erlassen, das Arbeitgebern erlaubt, den Arbeiternehmern keinen Lohn zu bezahlen, wenn sie aufgrund der gesundheitlichen Notfallsituation im Land nicht zur Arbeit erscheinen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/03\/238616\/chile-wir-werden-weiter-kaempfen\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>USA: Die vermeintliche Freiheit wird zur Armutsfalle<\/strong><br>\nIn den USA hei&szlig;t es gerne, jeder sei f&uuml;r sich selbst verantwortlich, und viele Amerikaner halten einen Sozialstaat f&uuml;r Sozialismus. Doch jetzt, wo die Corona-Pandemie alles aushebelt, st&uuml;rzt der Mangel an sozialer Absicherung viele in den Abgrund. (&hellip;)<br>\nSchlimmer noch: Wer in den USA entlassen wird, steht oft nicht nur ohne Job da, sondern auch ohne Krankenversicherung. Arbeitslosenhilfe gibt es nur f&uuml;r einige Wochen und auch nur in geringer H&ouml;he. Sind die meist sp&auml;rlichen privaten R&uuml;cklagen aufgebraucht, droht Armut.<br>\nDie Regierung hat nach langen Bagatellisierungsversuchen erkannt, dass die Corona-Krise die Wirtschaft und das rudiment&auml;re Sozialsystem des Landes vor die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung seit fast 100 Jahren stellt. Entsprechend hektisch wird nun versucht, das fehlende soziale Netz durch ein B&uuml;ndel an Einzelma&szlig;nahmen zu ersetzen. Die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung wird ausgebaut, Erwachsene erhalten 1200 Dollar vom Finanzamt, Firmen, die auf Entlassungen verzichten, m&uuml;ssen staatliche Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen.<br>\nAll die Beschl&uuml;sse sind sinnvoll &ndash; eine fehlende Grundstruktur k&ouml;nnen sie aber nicht ersetzen. Trotz des vereinbarten Zwei-Billionen-Dollar-Hilfspakets wird es weiter Millionen Menschen in den USA geben, die ohne Krankenversicherung, ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, ohne Arbeitslosengeld dastehen. Viele coronainfizierte Selbst&auml;ndige und Vertragsarbeiter werden weiter arbeiten gehen, weil ihnen sonst der Ruin droht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/usa-corona-arbeitslose-sozialstaat-armut-1.4857910\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Lediglich Reiche und Verm&ouml;gende k&ouml;nnen sich einen &bdquo;schlanken Staat&ldquo; leisten. Die Erkenntnis setzt sich hoffentlich rasch auf beiden Seiten des Atlantiks durch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>871 islamfeindliche Attacken in BRD<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr sind einem Bericht zufolge 871 &Uuml;bergriffe auf Muslime und ihre Einrichtungen in Deutschland verzeichnet worden. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, berichtete am Samstag die Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung. 33 Muslime wurden dem Bericht zufolge 2019 bei islamfeindlichen Straftaten verletzt. Die Zahl der &Uuml;bergriffe insgesamt ist seit 2017 etwa konstant geblieben. &raquo;Der Hass auf Muslime bricht sich weiterhin in gewaltsamen &Uuml;bergriffen, Bedrohungen und Beleidigungen Bahn&laquo;, sagte die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (Die Linke) dem Blatt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/375457.871-islamfeindliche-attacken-in-brd.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Rassismus: Sicherheitsapparat und Islamkritiker sind Teil des Problems<\/strong><br>\nOliver W&auml;ckerlig zeichnet in seiner Dissertation &bdquo;Vernetzte Islamfeindlichkeit&ldquo; eine transatlantische islamfeindliche Bewegung bis in die Mitte der Gesellschaft nach. MiGAZIN sprach mit ihm &uuml;ber Rassismus, Islamkritik und Hanau, wie das alles zusammenh&auml;ngt und warum Islamkritiker und der Sicherheitsapparat ein Teil des Problems sind. (&hellip;)<br>\nSeit Hanau sprechen Regierungsverantwortliche in Deutschland erstmals von einem &bdquo;islamfeindlichen Rassismus&ldquo;. Erwarten Sie ein Umdenken in der Politik und im Sicherheitsapparat?<br>\nOliver W&auml;ckerlig: Das ist oft noch Betroffenheitsrhetorik, wie es etwa Mely Kiyak festgehalten hat. Es wird sich erst zeigen m&uuml;ssen, wie nachhaltig diese politischen Reaktionen sind. Ich zweifle daran, dass der islamfeindliche Rassismus als gesamtgesellschaftliches Problem angegangen wird, solange das Feindbild Islam nicht grunds&auml;tzlich hinterfragt wird. Den Sicherheitsapparat sehe ich eher als Teil des Problems; er hat im Bereich Rassismus zurecht ein Vertrauensproblem.<br>\nEin eigenes Kapitel haben Sie auch sogenannten &bdquo;Islamkritikern&ldquo; und &bdquo;Islamexperten&ldquo; gewidmet. Welche Rolle nehmen diese Akteure beim Erstarken von Islamfeindlichkeit ein?<br>\nOliver W&auml;ckerlig: Meine Untersuchung hat gezeigt, dass die einschl&auml;gigen &bdquo;Islam-ExpertInnen&ldquo; eine ganz wichtige Rolle in der Verbreitung und Akzeptanz von Islamfeindlichkeit einnehmen.<br>\nStrukturell haben sie seit 2001 mit ihren Bestseller-B&uuml;chern, durch ihre Pr&auml;senz vor Ort bei lokalen Konflikten, in den Zeitungen und Talkshows oder als &bdquo;Expertinnen&ldquo; und &bdquo;Experten&ldquo; von Politik und Sicherheitsbeh&ouml;rden die verschiedenen Ebenen miteinander verbunden. Dadurch wurden islamfeindliche Positionen weit verbreitet und &bdquo;Islam&ldquo; als Problem politisch nutzbar gemacht.<br>\nInhaltlich haben diese medial produzierten &bdquo;Expertinnen&ldquo; und &bdquo;Experten&ldquo; den Muslimen in der &Ouml;ffentlichkeit die Deutungshoheit &uuml;ber ihre Religion entrissen. Schlie&szlig;lich haben sich die negativen Beurteilungen zu Koran, Scharia etc. gesellschaftlich soweit etabliert, dass solche Aussagen keinen Verweis mehr auf Experten ben&ouml;tigen &ndash; sie sind Allgemeingut geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.migazin.de\/2020\/03\/27\/islamfeindlichkeit-der-sicherheitsapparat-teil-problems\/\">Migazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Von der Idee, mit Grund und Boden reich zu werden<\/strong><br>\nDie einen erben Immobilien, die anderen zahlen exorbitante Mieten. Gerechtfertigt wird das gerne mit dem freien Markt oder mit dem Grundrecht auf Eigentum. Aber muss die Gesellschaft unbedingt so funktionieren? Wie s&auml;he sie ohne die &bdquo;Eigentumsreligion&ldquo; aus?<br>\nWer auf dem Parkplatz eines Supermarktes sein Auto abstellt ohne einzukaufen, darf abgeschleppt werden, denn der Parkplatz geh&ouml;rt jemandem. In Bahnh&ouml;fen und Shopping-Malls, auf Friedh&ouml;fen und Wiesen gelten Benimmregeln und Verbote, die im Wesentlichen derjenige festlegt, der sich Eigent&uuml;mer nennt. Weder exorbitante Mietforderungen bei Wohnungen und Gewerber&auml;umen noch Industriebrachen und verfallene Wohnh&auml;user k&ouml;nnen bisher das Dogma vom Eigentum an Grund und Boden ersch&uuml;ttern.<br>\nZwar haben &Ouml;konomen, Architekten und Philosophen ganze Bibliotheken mit ihrer Kritik am Grundeigentum gef&uuml;llt, doch ist kein Ende der Landnahme in Sicht. Anstelle von Soldaten bestimmen heute vor allem Investoren, wem was geh&ouml;rt &ndash; und wer wem Geld f&uuml;r sein Dasein zu zahlen hat. Denn ob wir im B&uuml;ro unsere Br&ouml;tchen verdienen oder im Supermarkt die Br&ouml;tchen kaufen, stets h&auml;lt einer die Hand auf und fordert seine Bodenrente: der Grundbesitzer. Das geht auch anders, ohne dass die Welt dabei zusammenbricht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eigentumsreligion-von-der-idee-mit-grund-und-boden-reich-zu.1184.de.html?dram:article_id=470550\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=51146\">Die Bodenspekulation brechen, das w&auml;re ein wichtiger Teil der notwendigen Politik f&uuml;r mehr Wohnungen zu einem vern&uuml;nftigen Mietpreis<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Resilienz in der Coronavirus-Pandemie &ndash; Wie die Krise unser falsches Verst&auml;ndnis von Gl&uuml;ck entlarvt<\/strong><br>\nIm Ausnahmezustand dieser Tage wird offenbar, dass die Privatisierung des Gl&uuml;cks ein Betrug ist, an uns selbst und der Menschheit. Die Antwort darauf muss Solidarit&auml;t lauten.<br>\nBis vor kurzem schien es doch alles noch so einfach zu sein. Diese Sache mit dem Gl&uuml;ck. In den noch immer ge&ouml;ffneten Zeitschriftenl&auml;den l&auml;chelt es uns von den Titelseiten entgegen, f&uuml;r wenige Euro l&auml;sst es sich mit nach Hause nehmen. Hefte wie &bdquo;Gl&uuml;cklich: Das Magazin f&uuml;r Entschleunigung, Genuss, Freude&ldquo; oder Ratgeber wie Rolf Dobellis &bdquo;Die Kunst des guten Lebens. 52 &uuml;berraschende Wege zum Gl&uuml;ck&ldquo;. [&hellip;]<br>\nJeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied?<br>\nDas Streben nach Gl&uuml;ck ist seit jeher ein Kernthema der Philosophie. Der griechische Philosoph Aristippos von Kyrene gilt bis heute als erster Gl&uuml;cksphilosoph und Begr&uuml;nder der Idee des Hedonismus. Seiner Lehre zufolge geht es darum, die Lust auf individueller Ebene zu maximieren, Schmerz hingegen, wo nur m&ouml;glich, zu vermeiden.<br>\nDoch schon Aristoteles wandte sich gegen die offensichtliche Sozialvergessenheit seines Vordenkers. Vielmehr sei das Gl&uuml;ck des Einzelnen im hohen Ma&szlig;e von der Gunst der &auml;u&szlig;eren Umst&auml;nde abh&auml;ngig, das gelungene Leben des Einzelnen unweigerlich an die menschliche Gemeinschaft gebunden. Hier scheint ein r&auml;tselhafter Doppelcharakter des Gl&uuml;cks auf. Es ist zugleich subjektiv abh&auml;ngig vom individuellen Verm&ouml;gen der Empfindung, als auch objektiv von den gesellschaftlichen Daseinsbedingungen. [&hellip;]<br>\nDie &uuml;ber Jahrzehnte mantraartig in unseren Gesellschaften wiederholte Losung &bdquo;Mehr Privat &ndash; Weniger Staat&ldquo; spiegelt sich auch im Credo &bdquo;Jeder ist seines Gl&uuml;ckes Schmied&ldquo; wider.<br>\nDas vorherrschende Leistungsprinzip sieht nur geringe Eingriffe in die Marktmechanismen vor und geringe Absicherung des Einzelnen gegen&uuml;ber unverschuldeten Notlagen. In den USA sind aktuellen die Folgen einer solch radikal marktkonformen Ausrichtung der Gesellschaft im Krisenfall auf dramatische Art zu beobachten. [&hellip;]<br>\nGl&uuml;ck wird tendenziell zu einer Kategorie der pers&ouml;nlichen Autosuggestion. Es gilt dabei nicht das (Zusammen-)Leben besser zu gestalten, sondern den Einzelnen abzuh&auml;rten.<br>\nDoch mit dem Ausbruch der Coronakrise erfolgte der gnadenlose Einfall der Objektivit&auml;t. Die Vorstellung, dass jeder Mensch die M&ouml;glichkeit habe, f&uuml;r sein Gl&uuml;ck zu sorgen, wird vom Virus als Ideologie entlarvt. Nun hilft keine Resilienz und kein unternehmerisches Geschick.<br>\nCovid-19 sprengt den Rahmen der individuellen Verantwortung f&uuml;r das Wohlergehen, es &uuml;berwindet die Mauern und Gr&auml;ben der Wohlstandsgesellschaften, und es vertieft sie zugleich. Gesundheit und medizinische Versorgung sind auch eine Frage des Geldes. Und erst in der Quarant&auml;ne sp&uuml;ren viele nun, wie wenig sie doch aus sich selbst sch&ouml;pfen k&ouml;nnen, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/resilienz-in-der-coronavirus-pandemie-wie-die-krise-unser-falsches-verstaendnis-von-glueck-entlarvt\/25686820.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann hoffen, da&szlig; die Menschen aus so einer Katastrophe den Wert von Solidarit&auml;t lernen &ndash; so optimistisch wie der Autor bin ich leider nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Yuval Noah Harari: the world after coronavirus<\/strong><br>\nThis storm will pass. But the choices we make now could change our lives for years to come<br>\nHumankind is now facing a global crisis. Perhaps the biggest crisis of our generation. The decisions people and governments take in the next few weeks will probably shape the world for years to come. They will shape not just our healthcare systems but also our economy, politics and culture. We must act quickly and decisively. We should also take into account the long-term consequences of our actions. When choosing between alternatives, we should ask ourselves not only how to overcome the immediate threat, but also what kind of world we will inhabit once the storm passes. Yes, the storm will pass, humankind will survive, most of us will still be alive &mdash; but we will inhabit a different world.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/19d90308-6858-11ea-a3c9-1fe6fedcca75\">Financial Times<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-59792","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59792","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59792"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59792\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59795,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59792\/revisions\/59795"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59792"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59792"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59792"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}