{"id":59830,"date":"2020-04-01T16:10:18","date_gmt":"2020-04-01T14:10:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59830"},"modified":"2020-04-02T13:38:30","modified_gmt":"2020-04-02T11:38:30","slug":"in-diesen-zeiten-ein-aprilscherz-wie-bei-den-nachdenkseiten-ueblich-die-nachdenkseiten-redaktion-ist-gespalten-die-loesung-ist-ein-zwitter-und-in-jedem-fall-die-forderung-nach-einer-revision","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59830","title":{"rendered":"In diesen Zeiten ein Aprilscherz, wie bei den NachDenkSeiten \u00fcblich? Die NachDenkSeiten-Redaktion ist gespalten. Die L\u00f6sung ist ein Zwitter und in jedem Fall die Forderung nach einer Revision"},"content":{"rendered":"<p>Damit Sie auch in diesen schwierigen Zeiten etwas zum Lachen haben, sind im folgenden Teil A unsere Meldungen zum 1. April aus den Jahren 2016 bis 2019 wiedergegeben. Viel Vergn&uuml;gen. Dann folgt im Teil B ein neues St&uuml;ck, das als Meldung zum 1. April 2020 gedacht war: &bdquo;Kanzleramtschef bedauert die mangelnde Abw&auml;gung und l&auml;dt die Ministerpr&auml;sidenten\/Innen zu einer Revision der am 22. M&auml;rz getroffenen Entscheidungen ein.&ldquo; &ndash; Ich bin zu Beginn des Textes B bei dieser Form des Aprilscherzes geblieben, weil die zu vermittelnden Botschaften und Gedanken auf diese Weise zielf&uuml;hrend eingepackt sind. Denke ich jedenfalls. Schauen Sie mal. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7940\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-59830-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200401-In-diesen-Zeiten-ein-Aprilscherz-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200401-In-diesen-Zeiten-ein-Aprilscherz-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200401-In-diesen-Zeiten-ein-Aprilscherz-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200401-In-diesen-Zeiten-ein-Aprilscherz-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=59830-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200401-In-diesen-Zeiten-ein-Aprilscherz-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200401-In-diesen-Zeiten-ein-Aprilscherz-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Teil A. Meldungen der NachDenkSeiten zum 1. April in 2019, 2018, 2017 und 2016:<\/strong><\/p><p>01. April 2019<br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=50585\">NachDenkSeiten steigen ins &ldquo;Gesch&auml;ft&rdquo; mit der Partnervermittlung ein<\/a><\/strong><br>\nDer britische Guardian kennt keine Hemmungen. Der Guardian vermittelt Partnerschaften zwischen seinen Leserinnen und Lesern. Die Partnerschaftsb&ouml;rse &bdquo;<a href=\"https:\/\/soulmates.theguardian.com\/\">Guardian Soulmates<\/a>&ldquo;&nbsp;ist aus den Foren der Onlineausgabe entstanden und bringt Leserinnen und Leser auf der Basis gemeinsamer politischer Interessen zusammen. Mit 15.000 neuen Mitgliedern pro Monat ist &bdquo;Guardian Soulmates&ldquo; heute die gr&ouml;&szlig;te britische Online-Partnerb&ouml;rse und nebenbei auch der profitabelste Gesch&auml;ftsbereich des Guardian.<\/p><p>Obwohl die Struktur der Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten jener des Guardian nicht un&auml;hnlich ist, haben wir lange gez&ouml;gert und &uuml;berlegt, ob wir unseren Leserinnen und Lesern bieten sollten, was der Guardian den seinen bietet. In dieser &Uuml;berlegungsphase erreichten uns erfreuliche Nachrichten von gleich zwei NDS-Gespr&auml;chskreisen: Die Hochzeitsglocken l&auml;uten! In einem Gespr&auml;chskreis weit im Osten und einem anderen weit im Westen fanden sich jeweils zwei Leserinnen und Leser der NachDenkSeiten<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43241\">Weiterlesen<\/a><\/p><p>01. April 2018<br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43218\">NachDenkSeiten-Herausgeber M&uuml;ller und Redakteur Berger zu Gast bei Pr&auml;sident Putins Wiederwahlfeier im Kreml<\/a><\/strong><br>\nF&uuml;r Gr&uuml;ndonnerstag hatte der russische Pr&auml;sident zu einem Empfang im Kreml eingeladen. Nur wenige G&auml;ste aus dem Westen waren geladen, mit dabei Albrecht M&uuml;ller und Jens Berger von den NachDenkSeiten.<\/p><div class=\"imagewrap\" style=\"margin-bottom:15px\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180401-Kreml.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"width: 498px;margin-bottom: -4px;\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180401-Kreml-small_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><span><\/span><\/div><p>01. April 2017<br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37653\">Schulz will Ramstein schlie&szlig;en. &ndash; Der Tiger lebt, und er setzt zum Sprung an!<\/a><\/strong><br>\nDer Ausgang der Wahl im Saarland war ein desillusionierendes Erlebnis f&uuml;r alle, die mit Martin Schulz Hoffnungen auf einen Politikwechsel nach der Bundestagswahl im Herbst verbunden hatten. Albrecht M&uuml;ller hatte in seinem Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37588\">Schulz ist als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet<\/a>&ldquo; treffend analysiert, dass Schulz&lsquo; bisherige Wahlkampfstrategie nicht aufgeht.<br>\nSchulz&lsquo; ebenso entschlossene wie &uuml;berraschend <a href=\"#foot_1\">konkrete Ank&uuml;ndigungen<\/a>, im Falle seines Wahlsiegs Ramstein zu schlie&szlig;en und den NATO-Austritt Deutschlands zum Thema zu machen, geben jedoch Grund zu der Hoffnung, dass der Wahlk&auml;mpfer Schulz lernf&auml;hig ist: Der &sbquo;Tiger&lsquo; Schulz lebt, und er setzt zum Sprung an. <strong>Carsten Weikamp<\/strong>.<\/p><p>01.April 2016<br>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32638\">Gabriel schl&auml;gt Lafontaine die Zusammenarbeit von SPD und Linkspartei vor<\/a><\/strong><br>\nDank der guten Kontakte zu F&uuml;hrungspersonen der beiden Parteien sind die NachDenkSeiten in den Besitz eines vertraulichen, strategisch wichtigen Papiers gekommen. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel schl&auml;gt darin dem fr&uuml;heren SPD-Vorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Saarland, Oskar Lafontaine vor, das Kriegsbeil zu begraben und im Blick auf die Bundestagswahl 2017 eine Zusammenarbeit zu erreichen. Das ist eine wahrlich notwendige, strategische Wende. Sie ist aus der Not geboren, hat aber das Potenzial f&uuml;r eine Erfolgsgeschichte. Das im folgenden in Ausz&uuml;gen dokumentierte Papier enth&auml;lt eine kurze Analyse der Ausgangslage, Vorschl&auml;ge zur Programmatik und strategische &Uuml;berlegungen zur Eroberung einer Mehrheit des fortschrittlichen Teils unserer Gesellschaft. Von Albrecht M&uuml;ller<\/p><p><strong>Teil B: Kanzleramtschef bedauert die mangelnde Abw&auml;gung und l&auml;dt die Ministerpr&auml;sidenten\/Innen zu einer Revision der am 22. M&auml;rz getroffenen Entscheidungen ein<\/strong><\/p><p>Wegen meiner fr&uuml;heren T&auml;tigkeit als Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt habe ich immer noch Kontakte in die dortige Administration. Von dort ist mir ein sogenannter Schnellbrief des Kanzleramtschefs zugespielt worden. Er stammt von heute Nacht: 1. April 0:05 Uhr. Chef BK Helge Braun bedauert, dass er bei der Videokonferenz am vorletzten Sonntag ein wichtiges Papier in seiner Jackentasche vergessen habe. Dieses Missgeschick habe auch etwas damit zu tun, dass die Bundeskanzlerin selbst in Quarant&auml;ne und er deshalb &uuml;berlastet sei. Im nicht beachteten &bdquo;Kanzleramtspapier&ldquo; wird im Kern darauf aufmerksam gemacht, dass es neben den viel zitierten Experten f&uuml;r die Viren auch Experten f&uuml;r die Analyse und Prognose der Folgen der zutreffenden und inzwischen getroffenen Entscheidungen f&uuml;r die Wirtschaft, f&uuml;r die Gesellschaft und vor allem f&uuml;r die Menschen, ihre Psyche und ihre Beziehungen gebe. Die Erkenntnisse beider Experten-Gruppen m&uuml;sse man gegeneinander abw&auml;gen. Und das sei bisher nicht geschehen. &ndash; Wir geben im Folgenden den NachDenkSeiten-Leserinnen und -Lesern wesentliche Teile des Schnellbriefs und des darin enthaltenen &bdquo;Kanzleramtspapiers&ldquo; zur Kenntnis. <\/p><p><strong>Schnellbrief des ChefBK Helge Braun an die Ministerpr&auml;sidentinnen\/en und die zust&auml;ndigen Bundesminister vom 1.4.2020<\/strong><\/p><p>Verehrte Kolleginnen und Kollegen,<\/p><p>nach R&uuml;cksprache mit der in Quarant&auml;ne befindlichen Bundeskanzlerin lade ich Sie zu einer Videokonferenz am kommenden Samstag, den 4. April um 14:00 Uhr ein. Thema und Anlass des dringlichen Gespr&auml;chs wird die sachliche und zeitliche Revision unseres Beschlusses vom Sonntag, den 22. M&auml;rz sein. Jenem Beschluss lag ja ohnehin die Vorstellung zugrunde, dass wir 14 Tage nach G&uuml;ltigkeit der einschneidenden Leitlinien zur Beschr&auml;nkung sozialer Kontakte die G&uuml;ltigkeit dieser Leitlinien &uuml;berdenken wollen. Wir sollten jedoch nicht nur &uuml;berdenken, wie lange die verf&uuml;gten Beschr&auml;nkungen gelten sollten, wir sollten auch &uuml;berpr&uuml;fen, ob die Beschr&auml;nkungen in der getroffenen rigorosen Form wirklich sachlich gerechtfertigt sind.<\/p><p>Diese Bedenken wollte ich eigentlich schon bei unserer Videokonferenz am 22. M&auml;rz zur Sprache bringen. Ich hatte jedoch wegen der Quarant&auml;ne der Bundeskanzlerin und der damit verbundenen Arbeits&uuml;berlastung vers&auml;umt, ein von mir in Auftrag gegebenes &bdquo;Kanzleramtspapier&ldquo; in unser Videogespr&auml;ch einzubringen. Aus diesem zitiere ich hier die entscheidenden Passagen:<\/p><blockquote><p>\nDie Bundeskanzlerin hatte bei ihrer Fernsehansprache am 18. M&auml;rz zur Epidemie angemerkt, alles, was sie dazu zu sagen habe, komme &bdquo;aus den st&auml;ndigen Beratungen der Bundesregierung mit den Experten des Robert-Koch-Instituts und anderen Wissenschaftlern und Virologen&ldquo;. &ndash; An dieser &Auml;u&szlig;erung wie auch aus gleichzeitigen &Auml;u&szlig;erungen zum Beispiel der rheinland-pf&auml;lzischen Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer wird sichtbar, dass sich die ma&szlig;geblichen Personen von Bundesregierung und Landesregierungen bei ihrer so wichtigen Entscheidung zur Beschr&auml;nkung sozialer Kontakte auf &bdquo;Experten&ldquo; berufen haben. Das waren jedoch nur die Experten f&uuml;r Virologie. Die &bdquo;Experten&ldquo; f&uuml;r die Folgen der Entscheidungen f&uuml;r die Menschen, f&uuml;r ihre sozialen Beziehungen, f&uuml;r die Kinder, f&uuml;r die Familien und f&uuml;r die Gesellschaft als Ganzes und die zu erwartenden gro&szlig;en Br&uuml;che kamen nicht zur Sprache. Sie sollten aber bei den Beratungen am 22. M&auml;rz bedacht werden. <\/p>\n<p>Andernfalls werden Bundesregierung und L&auml;nderregierungen Entscheidungen treffen, die f&uuml;r unsere Gesellschaft gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnen, genauso, m&ouml;glicherweise mindestens genauso wie die weitere Verbreitung des Corona-Virus. Deshalb wird in diesem &bdquo;Kanzleramtspapier&ldquo; der Akzent auf die Betrachtung dieser gesellschaftlichen, menschlichen und auch &ouml;konomischen Folgen jenseits der makro&ouml;konomischen Betrachtung gesetzt.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Die vorgesehenen Regulierungen sind teilweise ausgesprochen widerspr&uuml;chlich und erscheinen schon deshalb als willk&uuml;rlich.<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Wenn ein Lebensmittel-Supermarkt und ein danebenliegender Baumarkt weiter betrieben werden d&uuml;rfen, aber der dazwischen liegende Blumenladen nicht, dann wird augenscheinlich, wie absurd das ist. Baumarkt und Lebensmittel-Supermarkt verkaufen schon am Eingang und nunmehr vermehrt Blumen, Blumenerde und Samen. Das Blumengesch&auml;ft muss schlie&szlig;en. In &auml;hnlicher Weise gilt das f&uuml;r den Vergleich von Baum&auml;rkten und M&ouml;belm&auml;rkten. M&ouml;belm&auml;rkte und viele andere Gesch&auml;fte, die unter den einschneidenden Ma&szlig;nahmen leiden, weil sie geschlossen werden m&uuml;ssen, sind oft weitl&auml;ufiger und damit besser gesch&uuml;tzt gegen engen Kontakt von Menschen als Superm&auml;rkte und Baum&auml;rkte.<\/li>\n<li>Wenn Kinder sich in einem Kindergarten treffen, und  Grundsch&uuml;ler in den Schulen, dann ist das nicht ma&szlig;geblich gef&auml;hrlicher f&uuml;r die Weiterverbreitung des Corona-Virus als die gemeinsame Arbeit der meisten Arbeiter und Angestellten, am Flie&szlig;band oder die gemeinsame Fahrt von Handwerksmeister und Gesellen im Firmenwagen zur n&auml;chsten Baustelle. Usw.<\/li>\n<li>Wenn Menschen sich in einem Gasthaus treffen, das gro&szlig; genug ist, um Distanz zwischen den G&auml;sten zu wahren, dann ist nicht einzusehen, warum der Betrieb eingestellt werden muss. Hier k&ouml;nnte man differenzierter vorgehen.<\/li>\n<li>Dass zum Beispiel die Universit&auml;ten lahmgelegt worden sind, zeugt davon, dass schlecht abgewogen worden ist. Usw.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Die Verantwortlichen in Bund und L&auml;ndern haben die weitreichenden Folgen nicht bedacht.<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Es ist nicht bedacht worden, welche Folgen die Kontaktbeschr&auml;nkung f&uuml;r unsere Kinder und Familien haben wird. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59809\">Siehe dazu hier<\/a>.<\/li>\n<li>Es ist nicht bedacht worden, dass die Kontaktsperre zwischen Enkeln und Gro&szlig;eltern oder generell zwischen Familien und &auml;lteren Familienangeh&ouml;rigen das seelische und emotionale Wohlbefinden dieser &auml;lteren Personen gravierend und damit gesundheitssch&auml;digend belasten wird. Unmenschliches Leiden, Alleinsein beim Sterben wird an der Tagesordnung sein. (Siehe dazu den Leserbrief im Anhang)<\/li>\n<li>Es ist auch nicht bedacht worden, dass die meisten sozialen Einrichtungen die verf&uuml;gte Abschottung &auml;lterer Menschen in der ausgedachten Weise nicht zu bew&auml;ltigen verm&ouml;gen. Uns liegen erste Schilderungen konkreter F&auml;lle vor, die Schlimmes ahnen lassen.<\/li>\n<li>Die psychischen Folgen waren offensichtlich &uuml;berhaupt nicht im Blick der sogenannten Experten.<\/li>\n<li><strong>Es ist nicht bedacht worden, dass die Ma&szlig;nahmen die wirtschaftlich und finanziell Schw&auml;chsten besonders hart treffen werden. 25% der Haushalte haben ein negatives Nettogeldverm&ouml;gen, also mehr Schulden als &bdquo;mobiles&ldquo; Verm&ouml;gen.<\/strong> Das bedeutet grob gerechnet, dass jeder Vierte finanziell gef&auml;hrdet ist, wenn das Einkommen wegbricht oder deutlich verringert wird.<br>\nVermutlich wird noch ein betr&auml;chtlicher Anteil von Menschen, die zwar Nettoverm&ouml;gen haben, zum Beispiel eine Eigentumswohnung, aber daraus kein Einkommen ziehen k&ouml;nnen, um Verluste beim Arbeitseinkommen zu &uuml;berbr&uuml;cken, direkt in finanzielle Schwierigkeiten kommen.<br>\nEine vermutlich betr&auml;chtliche Zahl wird sogar Immobilien verkaufen m&uuml;ssen. Oder Aktien verkaufen m&uuml;ssen, falls sie den Ratschl&auml;gen der B&ouml;rsen-Frau der ARD, Anja Kohl, gefolgt sind.<br>\nWer hingegen finanzielle Reserven hat, kann den Stillstand der &ouml;konomischen T&auml;tigkeit &uuml;berbr&uuml;cken.<\/li>\n<li>Es ist nicht bedacht worden, dass die Verm&ouml;genden sich infolge der erzeugten Krise mit Schn&auml;ppchen, die die finanziell Schwachen verscherbeln m&uuml;ssen, bedienen k&ouml;nnen. Die &uuml;ppig Verm&ouml;genden werden sich unter den Nagel rei&szlig;en k&ouml;nnen, was an Notverk&auml;ufen auf den Markt kommt. Die ohnehin schon beklagenswert miserable und unfaire Verteilung der Verm&ouml;gen wird damit noch unfairer und ungerechter werden.<\/li>\n<li>Es ist nicht bedacht worden, dass die wirtschaftlichen Folgen nicht nur makro&ouml;konomischer Natur sind, wie das in der Berichterstattung &uuml;ber das Sondergutachten des Sachverst&auml;ndigenrates zum Beispiel sichtbar wurde. Die Struktur der Produktionsbetriebe und Dienstleistungen wird nachhaltig ver&auml;ndert werden und am Ende anders, nicht besser, aussehen. Mehr Konzentration, weniger Vielfalt und wahrscheinlich weniger Wettbewerb.<\/li>\n<li>Es ist nicht bedacht worden, dass die getroffenen Ma&szlig;nahmen vermutlich den Ausverkauf der Deutschland AG beschleunigen werden. Nutznie&szlig;er werden die Heuschrecken und Geistesverwandte sein &ndash; einschlie&szlig;lich ihrer Repr&auml;sentanten in der Kandidatenliste f&uuml;r den CDU-Vorsitz, namentlich Friedrich Merz.<br>\nDass ein (ehemaliger) Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock wie Friedrich Merz es &uuml;berhaupt wagen kann, in Deutschland den Vorsitz der gr&ouml;&szlig;ten Partei anzustreben, zeugt davon, wie sehr diese gro&szlig;en und m&auml;chtigen Interessen in Deutschland in die Politik verwoben sind. Das ist auch eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass das Schicksal der Nicht-Verm&ouml;genden und der vielen Menschen mit Schulden bei der Planung und Konzipierung der Ma&szlig;nahmen von Bund und L&auml;ndern nicht bedacht worden ist.<\/li>\n<li>Bei der Planung der die Entscheidung von Bund und L&auml;ndern begleitenden wirtschaftlichen und finanziellen Hilfen ist mit Sicherheit nicht bedacht worden, dass die gro&szlig;z&uuml;gig aussehende Verteilung von Milliarden unter den deutschen Unternehmen der politischen Korruption und dem Einsatz von Vitamin B in unglaublicher Weise die Schleusen &ouml;ffnen wird.<br>\nWelche &bdquo;Experten&ldquo; haben die Regierenden bei der Abw&auml;gung der verschiedenen Folgen herangezogen? Vermutlich keine. Virologen alleine reichen nicht f&uuml;r eine sachgerechte Abw&auml;gung und f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der eingesetzten Ma&szlig;nahmen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Fazit: Bundesregierung und L&auml;nderregierungen m&uuml;ssten m&ouml;glichst schnell dar&uuml;ber beraten, welche Konsequenzen sie aus der bisher unbedachten Konzeption im Umgang mit dem Corona-Virus und den damit verbundenen Folgen ziehen. <\/strong><br>\n<strong>Konsequenzen m&uuml;ssten zum Beispiel sein:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Revision bei der Frist: Die Lahmlegung von Wirtschaft und Gesellschaft so schnell wie m&ouml;glich beenden.<\/li>\n<li>Revision in der Sache: Das am 22. M&auml;rz beschlossene Ma&szlig;nahmeb&uuml;ndel vorher schon revidieren, aufschn&uuml;ren, einiges fallen lassen. Tendenz: den Jugendlichen, Kindern und prinzipiell gesunden Erwachsenen das normale Leben, Lernen und Wirtschaften erm&ouml;glichen. Gesch&auml;fte und Lokale wieder &ouml;ffnen, wenn wie in vielen F&auml;llen der Kontakt zwischen Menschen kleingehalten werden kann.<\/li>\n<li>Planung und Verk&uuml;ndung eines Lastenausgleichs zwischen den vermutlichen Corona-Gewinnern und -Verlierern.<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><strong>Das war der Versuch, wenigstens am 1. April etwas mehr Vernunft und Abw&auml;gung in die Diskussion &uuml;ber die von der Bundesregierung und den L&auml;nderregierungen getroffenen Ma&szlig;nahmen zu bringen.<\/strong><\/p><p><strong>Anhang Leserbrief:<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, <\/p><p>ich bewundere ja eure Bem&uuml;hungen um Ausgewogenheit in dieser Zeit. Was aber viel zu kurz kommt ist m.E. die menschliche Komponente. <\/p><p>Ganz abseits von der Diskussion, ob Drosten oder Wodarg oder sonst wer &ldquo;recht hat&rdquo;. Meine Oma ist 85 mit Vorerkrankungen. Einige aus der Familie m&ouml;chten sie um jeden Preis sch&uuml;tzen.. hei&szlig;t abschotten. <\/p><p>Die andere Fraktion sagt: &ldquo;nein. Ohne Kontakt geht sie ein&rdquo;. Sie war schon vorher depressiv veranlagt. Kontaktarmut w&uuml;rde mit Sicherheit alles verschlimmern. Zudem w&auml;re der Enkel v&ouml;llig verst&ouml;rt ohne den Kontakt zur Oma. Soll er nun lernen, dass er potenziell gef&auml;hrlich ist f&uuml;r seine Oma? Und was ist mit den ganzen Menschen, die nun ohne Besuche (die ohnehin selten sind) nun in den Pflegeheimen allein versterben? Ist das ein Sterben, wie wir es uns w&uuml;nschen? Sie ist allein verstorben, aber wenigstens nicht an COVID-19? Und fahren wir jetzt j&auml;hrlich bei solchen Pandemien immer diese Blaupause? Dann ist m.E. niemandem geholfen. Und die, die wir angeblich so sch&uuml;tzen wollen, leiden am meisten. Sterben geh&ouml;rt in die MItte der Gesellschaft. Und wir sollten denjenigen Beistand leisten, die nun diese Welt verlassen. Das ist so aber nicht mehr m&ouml;glich! <\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMaike Fresenborg<\/p><p>Titelbild: VTG-Design \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit Sie auch in diesen schwierigen Zeiten etwas zum Lachen haben, sind im folgenden Teil A unsere Meldungen zum 1. April aus den Jahren 2016 bis 2019 wiedergegeben. Viel Vergn&uuml;gen. Dann folgt im Teil B ein neues St&uuml;ck, das als Meldung zum 1. 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