{"id":59885,"date":"2020-04-02T17:00:14","date_gmt":"2020-04-02T15:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59885"},"modified":"2020-04-03T07:20:14","modified_gmt":"2020-04-03T05:20:14","slug":"leserbriefe-zu-maximale-massnahmen-auf-basis-minimaler-gewissheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59885","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eMaximale Ma\u00dfnahmen auf Basis minimaler Gewissheit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Unser Artikel zur mangelnden Datenbasis in der Debatte um die weiteren Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung von Covid-19 besch&auml;ftigte auch viele unserer Leser. Da in einigen Briefen interessante Fragen gestellt und Punkte aufgegriffen wurden, die eine Anmerkung rechtfertigen, die sicher auch f&uuml;r viele Leser von Interesse ist, haben wir die betreffenden Briefe mit einer Anmerkung versehen. Zusammengestellt von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ihr Beitrag ist von erfreulicher Qualit&auml;t, vielen Dank.<\/p><p>Als Anregung gewisserma&szlig;en habe ich hier einen kleinen Fragenkatalog mit kurzen Hinweisen:<\/p><p>Fragen zu SARS-CoV-2<\/p><p>Wieso legt das Virus bei seiner Ausbreitung immer am Wochenende scheinbar Pausen ein? Selbst in der Darstellung des RKI, in der die Fallzahlen dem Test- und nicht dem Meldedatum zugeordnet werden, tritt dieser Effekt deutlich zu Tage. Ist das nicht ein deutliches Indiz daf&uuml;r, dass hier vor allen die Testh&auml;ufigkeit abgebildet wird?<\/p><p>Ist den wortf&uuml;hrenden Medizin-Experten und den Politikern klar und bewusst, dass nach den Kriterien, die derzeit angewandt werden, um den neuen Corona-Virus einzud&auml;mmen, in Zukunft in jeder Wintersaison ein &bdquo;Shut-down&ldquo; wie jetzt durchgef&uuml;hrt werden muss? (Die &bdquo;blinde&ldquo; Anwendung des Vorsorgeprinzips ohne seri&ouml;se Gef&auml;hrdungsbewertung f&uuml;hrt offenbar zu chaotischen Verh&auml;ltnissen.)<\/p><p>Warum werden weitreichende einschneidende Ma&szlig;nahmen ergriffen ohne dass eine Gef&auml;hrdungsanalyse und Risikoabsch&auml;tzung vorliegen? <\/p><p>(W&uuml;rde die Politik von heute auf morgen entscheiden, dass jeder Einwohner sich ab sofort nur mehr vegan ern&auml;hren darf und das von Beh&ouml;rden und Polizei kontrollieren lassen, dann h&auml;tten wir eine sehr &auml;hnliche Situation wie jetzt wegen SARS-CoV-2.)<\/p><p>Neben diesen Fragen wundere ich mich sehr &uuml;ber die Rolle die Harald Lesch zum Thema Corona-Pandemie spielt. Er d&uuml;rfte als Physiker all die Umst&auml;nde, die die Fallzahlen der Infizierten betreffen, wie Sie sie in Ihren Beitrag aufzeigen,  kennen und auch einordnen k&ouml;nnen. Aber trotzdem hat er h&ouml;chst alarmistische Prognosen an die Wand gemalt, die sich vor allem auf die Rohdaten der Tests st&uuml;tzen. H&auml;tte er in seinem Studium so gearbeitet, er w&auml;re nie zum Professor geworden. Auch er m&uuml;sste zum Schluss kommen, dass eine ordentliche repr&auml;sentative Studie schon lange &uuml;berf&auml;llig ist und mit dem neuen Testkits relativ rasch machbar ist.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGeorg Schober<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die simple Erkl&auml;rung f&uuml;r die erstaunliche &bdquo;Wochenenddelle&ldquo; liegt im deutschen Meldesystem begr&uuml;ndet. Viele Gesundheits&auml;mter haben trotz Krise am Wochenende keine Kapazit&auml;ten, um die Daten an das RKI zu &uuml;bermitteln. Die Wochenendzahlen dieser &Auml;mter kommen daher am Montag an und treiben &ndash; je nach Einganszeit &ndash; dann die Montags- und Dienstagszahlen in die H&ouml;he. Funfact: Einige &Auml;mter &uuml;bermitteln die Daten, die bereits digital vorliegen, dann analog per Fax an das RKI, wo diese Daten wieder eingetippt also digitalisiert werden. Willkommen im Neuland.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrterHerr Berger,<\/p><p>erst mal vielen Dank f&uuml;r ihre unaufgeregten Darstellungen in ihrem Artikel &ldquo;Maximale Ma&szlig;nahmen auf Basis minimaler Gewissheit&rdquo;. Allerdings erscheinen mir da einige Anmerkungen notwendig. Denn wenn sie schreiben, dass es hochproblematisch sei, dass die Politik auf der Basis von Sch&auml;tzwerten weitreichenden Ma&szlig;nahmen getroffen hat, dann ist schon dies grundfalsch. Diese Ma&szlig;nahmen erfolgten auf dem, was wir dar&uuml;ber wissen, wie so eine Epidemie (lokal, Pandemie global) verl&auml;uft. Tats&auml;chlich ist es richtig, dass die Zahlen &ldquo;[&hellip;] vollkommen unzuverl&auml;ssig [&hellip;]&rdquo; sind und trotzdem war &ldquo;[&hellip;] die Reaktion der Politik bislang richtig [&hellip;]&rdquo;, so wie es der Statistiker Gerd Antes heute in dem Artikel im SPON beschreibt, der ja auch Eingang in die &ldquo;Hinweise des Tages&rdquo; gefunden hat.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-die-zahlen-sind-vollkommen-unzuverlaessig-a-7535b78f-ad68-4fa9-9533-06a224cc9250\">spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-die-zahlen-sind-vollkommen-unzuverlaessig-a-7535b78f-ad68-4fa9-9533-06a224cc9250<\/a><\/p><p>Dass dies nur f&uuml;r den Zeitpunkt gilt, bei dem die Reaktion erfolgte, wird dort nat&uuml;rlich unterschlagen. Zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt w&auml;ren wesentlich weniger folgenreiche Eingriffe notwendig geworden, wie es einige L&auml;nder gezeigt haben. Jetzt ist das Kind im Brunnen und kaum wieder herauszubekommen mit all den Folgen, die Sie ja ansatzweise beschreiben. Und wir k&ouml;nnen nur hoffen, dass die Ma&szlig;nahmen ausreichen, sonst wird es richtig heftig, denn auch weitere Ma&szlig;nahmen kommen mit Sicherheit viel zu sp&auml;t. Die wirklichen Vers&auml;umnisse findet man auf RT sehr gut dargestellt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/99884-inkompetenz-in-berlin-hat-corona\/\">deutsch.rt.com\/meinung\/99884-inkompetenz-in-berlin-hat-corona\/<\/a><\/p><p>Dort ist die wesentliche Studie verlinkt, die auf den von ihnen eher abwertend angesprochenen Modellrechnungen beruht. Solche Modellrechnungen sind ganz starke Hilfsmittel um komplexe Zusammenh&auml;nge theoretisch zu beschreiben. Man vergegenw&auml;rtige sich einfach mal, dass Flugzeuge heute ihre ersten Testfl&uuml;ge im Computer absolvieren und dass Atombombentests ausschlie&szlig;lich noch auf Hochleistungsrechnern stattfinden. Die theoretischen Grundlagen zur numerischen Modellierung und die Modellentwicklung selbst sind &bdquo;ganz hohe Schule&ldquo; der Ingenieurwissenschaften, tats&auml;chlich ist die Regelungstechnik Grundlage. Ob ein technischer oder ein biologischer Zusammenhang simuliert wird, ist dabei v&ouml;llig gleichg&uuml;ltig. Es geht also um etwas, was Laien h&ouml;chst vorsichtig kommentieren sollten.<\/p><p>&Uuml;berall wird thematisiert, so wie sie es auch tun, dass wir wenig wissen. Tats&auml;chlich aber wissen wir eine ganze Menge, wie schon die verlinkten Artikel zeigen. In ihrem Text verweisen Sie darauf, dass die Statistiker gefordert sind. Das ist richtig. Aber warum versuchen Sie dann in laienhaftem Bem&uuml;hen, die Zahlen zu interpretieren? Bei diesem ernsten Thema sollte die Frage erlaubt sein. Auch wenn sie Virologen und Epidemiologen in einen Topf werfen, ist mir das unverst&auml;ndlich. Die Epidemiologie beruht in weiten Teilen auf Statistik, so wie diese in allen wissenschaftlichen Fachgebieten Grundlage der Datenauswertung ist. Tats&auml;chlich w&auml;ren also Epidemiologen an erster Stelle und zweitens Statistiker gefragt. Aber nicht die &uuml;berall &bdquo;auftauchenden&ldquo; Virologen.<\/p><p>Der grundlegende Fehler, den Laien immer wieder machen ist, dass sie die absoluten, hier &bdquo;vollkommen unzuverl&auml;ssigen&ldquo; Zahlen betrachten. Dabei geht es darum aus den Zahlen der Vergangenheit und der Gegenwart die Entwicklung in der Zukunft abzusch&auml;tzen. Es geht also um die Ver&auml;nderung. Dass wir diese tats&auml;chlich auch aus unzuverl&auml;ssigen absoluten Zahlen sehr gut &bdquo;herauslesen&ldquo; k&ouml;nnen, wird ihnen jeder Statistiker best&auml;tigen. Voraussetzung ist daf&uuml;r, dass wir die Art der Erhebung nicht ver&auml;ndern bzw. bei Ver&auml;nderungen aller Art deren Wirkung ber&uuml;cksichtigen und dass wir gen&uuml;gend Daten haben. Das Problem hier ist also nicht in den Daten selbst zu suchen, sondern darin, dass sich durch die getroffenen Ma&szlig;nahmen Ver&auml;nderungen ergeben, die wir letztlich nicht wirklich und schon garnicht umfassend einsch&auml;tzen k&ouml;nnen bevor sie eingetreten sind. Aber in Anbetracht dessen, dass wir ohne die ergriffenen Ma&szlig;nahmen zwingend mit einem exponentiellen* Verlauf der Epidemie rechnen m&uuml;ssen, sind die Ma&szlig;nahmen letztlich gerechtfertigt, auch wenn man der Politik vorwerfen muss, dass sie wenigstens 14 Tage zu sp&auml;t reagiert hat.<\/p><p>Es ist nun mal Tatsache, dass der Mensch nicht wirklich eine Vorstellung davon hat, was exponentiell hei&szlig;t, was die versp&auml;tete Reaktion zumindest zum Teil erkl&auml;rt. Deshalb hat er ja die Prozentrechnung &bdquo;erfunden&ldquo;. Diese ist Fluch und Segen zugleich, denn zumeist wird sie angewandt, ohne sich zu vergegenw&auml;rtigen, dass 1% von 10 ein ganz anderer Wert ist als 1% von 1000. Aber selbst dieses theoretische Wissen reicht nicht f&uuml;r eine klare Vorstellung. Man sollte einfach mal die Legende vom Schachbrett und den Reisk&ouml;rnern konkret nachvollziehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ&uuml;rgen K., Dipl.- Ing.<\/p><p>* Der Korrektheit halber: exponentieller Verlauf ist nur f&uuml;r die Anfangsphase richtig. Insgesamt verl&auml;uft eine (ungebremste) Epidemie als S-Kurve (Sigmoidfunktion), was aber derzeit unwesentlich ist und auch wieder ein eigenes Thema.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>zu einem Absatz aus Ihrem Artikel:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Ein viel interessanteres Ergebnis ist jedoch, dass die H&auml;lfte der von deCode positiv Getesteten komplett symptomfrei war.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>m&ouml;chte ich erg&auml;nzen, dass bei einem Test, bei dem sehr wenige positive Resultate zu erwarten sind, eine extrem niedrige falsch-positiv-Rate ben&ouml;tigt wird, damit &uuml;berhaupt weniger falsch-positive als echt positive Ergebnisse erhalten werden. Das gleiche Problem, wie beim Mammographie-Screening oder bei der Video&uuml;berwachung mit Gesichtserkennung. Gut m&ouml;glich also, dass die symptomfreien, positiv Getesteten tats&auml;chlich zumindest zum gro&szlig;en Teil nicht infiziert sind.<\/p><p>Hieraus erkl&auml;rt sich auch die Empfehlung, nur Menschen mit Symptomen oder Kontakt zu Infizierten zu testen. Wir w&uuml;rden sonst die nachwievor nur begrenzt verf&uuml;gbaren Tests wirklich verschwenden.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nJ. Voigt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren heutigen Beitrag, stimme voll und ganz zu.<\/p><p>Erg&auml;nzend:<\/p><p>Das RKI hat erstmals (und seitdem nie mehr) in seinem Tagesbericht vom 26.03.2020 eine Information &uuml;ber die Zahl der in Deutschland &uuml;berhaupt schon durchgef&uuml;hrten Labortests zum neuen Corona-Virus ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Gerade diese Zahl ist doch extrem bedeutsam, um die Gefahr des Virus f&uuml;r die Allgemeinheit beurteilen zu k&ouml;nnen. Denn die bisher dauernd nur ver&ouml;ffentlichten absoluten Zahlen haben doch keinerlei Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit, wenn man sie in keinerlei Bezug setzen kann.<\/p><p>Auf den Seiten 5 und 6 des Tagesberichts vom 26.03.2020 teilt das RKI folgende Zahlen f&uuml;r die 11. Und 12. KW mit:<\/p><p>11.KW: 127.457 durchgef&uuml;hrte Testungen.  Davon nur 7.582 = 5,9% positiv getestet.<\/p><p>12.KW: 348.619 durchgef&uuml;hrte Testungen.  Davon nur 23.820 = 6,8% positiv getestet.<\/p><p>Haben diese Zahlen nicht eine ungeheure Bedeutung, wenn man auch bedenkt, wie schwer es ist, einen Arztschein f&uuml;r einen Test zu bekommen? Zum einen:  der Anstieg in der 11. und 12. KW in den absoluten Zahlen f&uuml;r Deutschland erfolgte dann doch &uuml;berwiegend aufgrund der fast dreimal so vielen Testungen!  Und trotzdem hat sich die relative Zahl der best&auml;tigen Infizierten fast &uuml;berhaupt nicht erh&ouml;ht, sondern nur um 0,9 %  .<\/p><p>M.a.W.: von fast 500.000 getesteten Personen (also Mitb&uuml;rger, die dachten, sie h&auml;tten Corona-Symptome, und die in einem anderen Land mit Corona-Risiko waren und\/oder die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten, sonst h&auml;tten sie den Test nicht erhalten) waren &uuml;ber 93% nicht infiziert!<\/p><p>Aus welchem Grunde versteckt das RKI diesen wichtigen Parameter in einem Einzelbericht?<\/p><p>Bitte schicken Sie als Nachdenkseiten einen Journalisten in die t&auml;gliche PK des RKI und lassen fragen, warum das RKI nicht ab sofort regelm&auml;&szlig;ig diese Zahl gemeinsam mit den wirklich irref&uuml;hrenden absoluten Zahlen ver&ouml;ffentlicht und auch dies betont, damit sie Eingang in die Talkshows und in die Politik finden.  Wenn man &uuml;berlegt, wie schwer es ist, einen Arztschein f&uuml;r einen Corona-Test zu bekommen &ndash; und dann sieht man, dass von fast 500.000 Mitb&uuml;rgern &uuml;ber 93% nicht infiziert waren!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\nChristopher Sprung, Frankfurt a.M.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da das RKI wegen der &bdquo;Kontaktsperre&ldquo; keine Journalisten vor Ort zul&auml;sst und nur ausgew&auml;hlte vorab gestellte Fragen in der &bdquo;gespielten&ldquo; PK beantwortet, k&ouml;nnen wir Ihrem Wunsch leider nicht nachkommen.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r diesen wirklich sehr guten Artikel. Es ist abenteuerlich, was da in unseren Qualit&auml;tsmedien alles so verfasst wird. Ich besch&auml;ftige mich auch schon seit einiger Zeit mit diesem Thema und habe versucht, durch Leserbriefe auf diese Problematik aufmerksam zu machen. In den Ruhr Nachrichten Dortmund erschien danach ein ganz guter Artikel zu der Thematik.<\/p><p>&ldquo;Blickpunkt Corona. Das Dilemma mit den Zahlen&rdquo;, RN 20.03.2020.<\/p><p>Auch die immer wieder auftauchende Behauptung vom exponentiellen Anstieg der Zahlen habe ich nachzuvollziehen versucht. <\/p><p>Siehe beigef&uuml;gte Grafik f&uuml;r den Monat M&auml;rz, rote Kurve = exponentielles Modell, blaue Kurve = Anzahl der positiv getesteten Corona Infizierten.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200402-LBS_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200402-LBS_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Bis zum 21. M&auml;rz lie&szlig; sich die Anzahl der positiv Getesteten exponentiell nachmodellieren. Danach ging die blaue Kurve in eine lineare Steigerung &uuml;ber (schwarze Gerade), die mit exponentiell nichts mehr zu tun hat. Wenn man bedenkt, das von Tag zu Tag mehr Menschen an einem Tag getestet wurden, also die Ausgangsbasis sich &auml;nderte aber nicht erfasst wurde (ein Graus f&uuml;r jeden Statistiker), kann man trotzdem deutlich sehen: Das Kontaktverbot wirkt!<\/p><p>Es wird auch h&auml;ufig behauptet, der neue Corona-Virus sei mit Grippeviren nicht vergleichbar. Warum liest sich dann das Merkblatt zu Influenza des Nieders&auml;chsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA) Stand August 2019 wie ein Merkblatt zu Covid-19, wenn man von der Passage zur Impfung absieht? Skandal&ouml;s ist die schlechte Datenlage. Die Anzahl der Toten durch Influenza wird aus der Influenza assoziierten &Uuml;bersterblichkeit abgesch&auml;tzt.<\/p><p>Wenn allerdings die Zahl des RKI f&uuml;r 2018 von 25.100 Grippetoten stimmen sollte, w&uuml;rde das, bei der meist angegebenen Todesrate f&uuml;r Grippe von 0,1%, mehr als 25 Millionen Infizierte bedeuten. Ca. 60.000 labordiagnostisch best&auml;tigte F&auml;lle von Hospitalisierungen (Krankenhausauenthalte aufgrund von Influenza) gab das RKI f&uuml;r 2018 an. Von einem Zusammenbruch unseres Gesundheitswesens 2018 ist mir nichts bekannt. Gab es Probleme auf den Intensivstationen? Sind von den Landesregierungen Ma&szlig;nahmen zur Verlangsamung der Infektionskurve getroffen worden?<\/p><p>Der Anteil der schweren Verl&auml;ufe bei Covid-19 scheint, wie auch die Todesrate, signifikant h&ouml;her als bei Influenza zu sein. Aufgrund einer so katastrophalen Datenlage Entscheidungen f&auml;llen zu m&uuml;ssen, ist schon eine Herausforderung. Allerdings sind die Entscheider auch f&uuml;r die Datenlage verantwortlich. Statt sch&auml;tzen k&ouml;nnte ja auch messen und testen vorgeschrieben werden. Zumindest &uuml;ber die Ausbreitung von Influenza w&uuml;sste man mehr und k&ouml;nnte jetzt einzelne Parameter vergleichen und einigerma&szlig;en gesicherte Schlussfolgerungen ziehen. Tragisch in diesem Zusammenhang: &ldquo;Aufgrund der hohen Nachfrage nach Testungen auf respiratorische Erreger (insbesondere SARS-Cov-2) gibt es Lieferengp&auml;sse von PCR-Testkits und -Zubeh&ouml;r. Deshalb mussten wir den virologischen Teil der ARE-Surveillance vor&uuml;bergehend aussetzen. In dieser Woche wurden keine Testungen im Rahmen der Surveillance durchgef&uuml;hrt.&rdquo;<\/p><p>(ARE-Surveillance in Niedersachsen, Wochenbericht 10\/2020, Seite 1, <a href=\"https:\/\/www.nlga.niedersachsen.de\/startseite\/infektionsschutz\/akute_respiratorische_erkrankungen_are\/archiv_wochenberichte\/\">nlga.niedersachsen.de\/startseite\/infektionsschutz\/akute_respiratorische_erkrankungen_are\/archiv_wochenberichte\/<\/a>).<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHeinz Rudnick<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Grippevergleich f&uuml;hrt in die Irre, da gerade in der Risikogruppe und in den Berufen, die Kontakt zur Risikogruppe haben, viele Menschen gegen die saisonale Influenza geimpft sind. Au&szlig;erdem gibt es recht wirkungsvolle Medikamente gegen die Grippe und last but not least gibt es ja je nach Typ der saisonalen Influenza auch weitreichende Immunit&auml;ten. All dies trifft auf Sars-Cov-2 nicht zu, daher ist dieses Virus auch wesentlich gef&auml;hrlicher f&uuml;r die Allgemeinheit, selbst wenn es f&uuml;r einen einzelnen B&uuml;rger &ndash; zumal au&szlig;erhalb der Risikgruppe &ndash; unter Umst&auml;nden gar nicht so viel gef&auml;hrlicher ist.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren ausgewogenen Artikel, in dem Sie mit Augenma&szlig; die Probleme der Corona-Statistiken analysieren. Das verdient in meinen Augen vor allem deshalb Respekt, weil Sie die Situation zun&auml;chst doch recht dramatisch eingesch&auml;tzt haben. Bei einigen Panikmachern beschleicht mich inzwischen das beklemmende Gef&uuml;hl, dass sie sich einen schlimmen Verlauf geradezu w&uuml;nschen, um ihre Prognosen best&auml;tigt zu sehen. Sie zeigen hier eine journalistische Gr&ouml;&szlig;e, die man in diesen Zeiten mit der Lupe suchen muss.<\/p><p>Ich bin zwar kein Epidemiologe, kenne mich als Mediziner aber doch ein wenig aus mit medizinischer Statistik. Mit den Zahlen des RKI brauchen wir uns zur Zeit eigentlich nicht besch&auml;ftigen. Einem Doktoranden w&uuml;rde man seine Arbeit um die Ohren hauen, wenn er so mit Daten umginge.<\/p><p>K&uuml;rzlich wurden etwa die Falldefinitionen ge&auml;ndert in einer Weise, die geradezu unseri&ouml;s ist.<\/p><p>Aktuelle Fassung vom 24. M&auml;rz: <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Falldefinition.pdf?__blob=publicationFile\">rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Falldefinition.pdf?__blob=publicationFile<\/a><\/p><p>&Auml;ltere Fassung vom 05. M&auml;rz.: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20200305150913\/https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Falldefinition.pdf?__blob=publicationFile\">web.archive.org\/web\/20200305150913\/https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Falldefinition.pdf?__blob=publicationFile<\/a><\/p><p>Hier sieht man im Vergleich der Dokumente, dass das Auftreten von Pneumonien in die epidemiologische Definition eingegangen ist:<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200402-LBS_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200402-LBS_02.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Hei&szlig;t &uuml;bersetzt: Wenn jemand eine Erk&auml;ltung hat und in einem Krankenhaus oder Pflegeheim arbeitet, haben wir einen neuen &ldquo;Fall&rdquo;! Es d&uuml;rfte n&auml;mlich in jeder Einrichtung dieser Art fast immer mindestens zwei Patienten mit Pneumonie geben. Von einem &ldquo;spezifischen Bild&rdquo; zu sprechen ist hier nat&uuml;rlich abwegig. Genau dies gibt es ja eben nicht bei Covid-19. <\/p><p>Dabei k&ouml;nnte man die Zahlen vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen, wenn man sich auf das klinische Bild beschr&auml;nkt. Wenn das Virus tats&auml;chlich signifikant h&auml;ufiger eine atypische Pneumonie ausl&ouml;st (wof&uuml;r es Hinweise gibt), k&ouml;nnen wir mit diesen Zahlen arbeiten. Da keine allgemeine Medlepflicht f&uuml;r Infektionen mit Pneumokokken besteht (Erreger der bakteriellen Pneumonie), ist das auch nicht sehr pr&auml;zise. Man rechnet aber in Deutschland mit 50.000 Toten pro Jahr, die an Pneumonie sterben. Bei 5-25% sch&auml;tzt man Viren als Ursache. Nehmen wir einen Mittelwert von 15%, dann h&auml;tten wir rund 7500 virus-induzierte Pneumonien mit Todesfolge. 10.000 Tote durch Covid-19 w&uuml;rden sich nicht unbedingt in der allgemeinen &Uuml;bersterblichkeit bemerkbar machen. Insbesondere, wenn man von einer milden Influenza-Grippewelle ausgeht. Sie m&uuml;ssten aber bei der spezifischen &Uuml;bersterblichkeit bei Pneumonien sicher zu erkennen sein. Auch das w&auml;re nur eine ganz grobe Absch&auml;tzung, weil es etliche Viren gibt, die eine Pneumonie ausl&ouml;sen. Noch komplizierter wird es, weil ein Virus eine bakterielle Superinfektion beg&uuml;nstigen kann. Aber zumindest k&ouml;nnte man grob die Folgen der &ldquo;Pandemie&rdquo; absch&auml;tzen.<\/p><p>Nicht absch&auml;tzen kann man leider die gesundheitlich und therapeutisch relevanten Folgen der Panik. Die Leute machen Hamsterk&auml;ufe und bunkern Klopapier. Werde diese Menschen besonnen reagieren, wenn sie oder ihre Angeh&ouml;rigen m&ouml;gliche Symptome von Covid-19 zeigen? Wohl kaum. &Uuml;berlastete Notaufnahmen und Intensivstationen sind daher keine &Uuml;berraschung.<\/p><p>Hier lohnt &uuml;brigens ein Blick auf das DIVI Intensivregister. Dort k&ouml;nnen &Auml;rzte online die Belegung von Intensivstationen abrufen:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.divi.de\/register\/intensivregister?view=items\">divi.de\/register\/intensivregister?view=items<\/a><\/p><p>Gestern waren knapp 6% belegt, heute sind es rund 8% (nach Stationen, nicht nach Einzelbetten gerechnet). Ich habe leider keine Daten aus der Vergangenheit. Aktuell scheint mir das aber nicht dramatisch zu sein.<\/p><p>Nicht genug hinweisen kann man auf diesen Unsinn, der mit der Triage getrieben wird. Diese Bezeichnung ist zwar nicht grunds&auml;tzlich falsch, aber hochgradig irref&uuml;hrend. Bei Covid-19 haben wir es fast ausschlie&szlig;lich mit sehr alten und kranken Menschen zu tun. Einige von ihnen h&auml;tten ohne eine Virusinfektion vielleicht noch ein paar Wochen oder Monate l&auml;nger leben k&ouml;nnen. Spricht man von Triage, malt man aber das Bild von Patienten, die ohne Corona noch viele Jahre ein gutes Leben h&auml;tten leben k&ouml;nnen. Das ist eine gef&auml;hrliche Verzerrung der Tatsachen. Dann bringt man gerne noch das Horroszenario der aktiven Sterbehilfe ins Spiel. Es ist auf Palliativstationen v&ouml;llig normaler Alltag, dass man schwerkranken Patienten eine Sterbebegleitung gibt. In der Regel besteht das in der Gabe von Opiaten (schmerzstillend und narkotisierend) und Benzodiazepinen (angstl&ouml;send). Au&szlig;erdem verzichtet man auf unn&ouml;tig lebensverl&auml;ngernde Ma&szlig;nahmen wie Magensonden oder gar intraven&ouml;se Ern&auml;hrung.<\/p><p>Meine Tante ist vor einigen Wochen 74j&auml;hrig nach langem Tumorleiden gestorben. Am Ende ist sie einer im Krankenhaus erworbenen Lungenentz&uuml;ndung erlegen. W&auml;re sie post mortem auf das neue Coronavirus positiv getestet worden, w&auml;re sie in der Statistik aufgetaucht. Was w&auml;re passiert, wenn wir Angeh&ouml;rige in blinder Panik intensivmedizische Betreuung gefordert h&auml;tten? W&auml;re meine Tante dann Opfer der Triage geworden? So konnte sie friedlich auf einer sehr gut gef&uuml;hrten Palliativstation sterben. Auch das geh&ouml;rt zum Leben. Zum Gl&uuml;ck konnten wir bei ihr sein, weil der Wahnsinn erst etwas sp&auml;ter kam.<\/p><p>Vielen Dank nochmals an Sie und das Team f&uuml;r Ihre hervorrangende Arbeit.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nKlaus Nohland<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r den Artikel &bdquo;Maximale Ma&szlig;nahmen auf Basis minimaler Gewissheit&ldquo;<\/p><p>Der Satz &ldquo;Diese Kriterien sind aus politischer Sicht ja auch durchaus nachvollziehbar, schlie&szlig;lich sind die Testkapazit&auml;ten begrenzt und man muss Priorit&auml;ten setzen.&rdquo; ist wichtig. Auch &ldquo;Es sind jedoch nicht nur die &bdquo;offiziellen&ldquo; Stellen, die mit diesen Zahlen unsauber umgehen. Auch zahlreiche &bdquo;Kritiker&ldquo; ordnen diese Zahlen fragw&uuml;rdig ein und bewerten die Gefahr f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung anhand der statischen Zahlen. Auch das ist manipulativ, da die eigentliche Gefahr ja in der Dynamik liegt.&rdquo;<\/p><p>Und die Dynamik wird mit der logistischen Differential-Gleichung beschrieben.<\/p><p>Der Zuwachs ist proportional zu der Anzahl der Infizierenden (x) mal der Anzahl der Infizierbaren (y).<\/p><p>dx\/dt = k * x * y<\/p><p>Durch Immunisierung l&auml;sst sich mit der Gesamt-Population (P) <\/p><p>y = (P &ndash; x)<\/p><p>d.h. <\/p><p>dx\/dt = k * x * (P &ndash; x)<\/p><p>ihr Integral ist die ber&uuml;hmte sigmoide Kurve mit Wendepunkt, die bei v&ouml;lliger Durchseuchung in die fast waagerechte S&auml;ttigung &uuml;bergeht.<\/p><p>Der Parameter P l&auml;sst sich nicht beeinflussen, im Parameter k steckt die Anzahl der pro Zeit und Person Neu-Infizierten. Und dieser Parameter l&auml;sst sich beeinflussen. Ihn f&uuml;r die gesamte Population zu beeinflussen oder pass-genau f&uuml;r die besonders Gef&auml;hrdeten ist<\/p><p>die Frage, die die Politik demn&auml;chst zu beantworten hat. Als zur gef&auml;hrdeten Kohorte Geh&ouml;riger empfinde ich die gegenw&auml;rtigen Einschr&auml;nken als zu lasch f&uuml;r mich und zu hart f&uuml;r die wenig Problematischen. So l&auml;sst sich das f&uuml;r die notwendige Dauer nicht lange vermitteln.<\/p><p>Ihre Einw&auml;nde in Bezug auf vollst&auml;ndige Zahlen zur Bewertung der getroffenen Ma&szlig;nahmen w&auml;ren dann au&szlig;erordentlich relevant, wenn ein Abflachen der Kurve, wie wir es jetzt beim RKI sehen: <a href=\"https:\/\/experience.arcgis.com\/experience\/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4\">experience.arcgis.com\/experience\/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4<\/a><\/p><p>nicht auf die Ma&szlig;nahmen der Teil-Isolierung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren w&auml;re, sondern schon auf die beginnende vollst&auml;ndige Durchseuchung.<\/p><p>d.h. schon etwa 65 000 000 Menschen in Deutschland jetzt schon immun w&auml;ren.<\/p><p>Da gesch&auml;tzt wird, dass 80% der F&auml;lle harmlos sind und 5% sehr ernsthafte Folgen haben k&ouml;nnen, kann kein Entscheidungstr&auml;ger Millionen von schweren F&auml;llen in Krankenh&auml;usern, die diese Politiker im Interesse der &Ouml;konomisierung eingeschmolzen haben, hoffen unterzubringen.<\/p><p>Politiker m&uuml;ssen sich fragen, wie kann dieser Fehler unauff&auml;llig verdeckt werden? <\/p><p>Bleibt die Aufgabe einer neoliberalen Politik. Keine beneidenswerte Aufgabe f&uuml;r Politiker, die sie propagieren.<\/p><p>Im letzten Absatz schreiben Sie: &ldquo;Millionen Menschen bangen um ihren Job und ihre Existenz &hellip; weltweit werden es vielleicht sogar Milliarden Menschen sein.&rdquo;<\/p><p>Ich denke, auch wenn es &uuml;blich ist, das Bestehen eines Arbeitsplatzes einer Person als ihre  Existenz zu bezeichnen, ist die Existenz eines Lebewesens seine unwiederbringliche Eigenschaft. Die &ldquo;Existenz&rdquo; ansonsten ist es nicht. Nat&uuml;rlich ist der Verlust von Einkommen wirtschaftliche Not. Und wirtschaftliche Not bestimmter Teile der Bev&ouml;lkerung, besonders derer, die sich f&uuml;r was Besseres halten, f&uuml;hrt zum Ruf nach F&uuml;hrern.<\/p><p>alles Gute<br>\nmit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHartmut Fromm<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Jens,<\/p><p>ich finde, in dem Artikel sind die vielen Ungewissheiten sehr gut und ausf&uuml;hrlich dargestellt und die Handlungsaufforderung in den letzten zwei S&auml;tzen trifft dann genau den Kern des Problems:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; die Regierungen m&uuml;ssen so schnell wie m&ouml;glich die Daten erheben lassen, die n&ouml;tig sind, um Entscheidungen zu treffen und dabei den Schaden zu minimieren. Nun sind nicht nur die Virologen und Epidemiologen, sondern vor allem die Statistiker gefragt &rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Ich denke, man sollte ganz klar eine &lsquo;repr&auml;sentative Stichprobe&rsquo; fordern, so wie auf der folgenden Webseite vom 31.3. (II):<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Autoren des deutschen Risk Management Networks RiskNET sprechen in einer Analyse zu Covid19 von einem &lsquo;Blindflug&rsquo; sowie &lsquo;mangelhafter Datenkompetenz und Datenethik&rsquo;.  Statt immer mehr Tests und Ma&szlig;nahmen sei eine repr&auml;sentative Stichprobe erforderlich. &rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Link: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/covid-19-hinweis-ii\/#latest\">swprs.org\/covid-19-hinweis-ii\/#latest<\/a><br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Beck (Pleisweiler)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Danke f&uuml;r ihren wichtigen Artikel. Auch ich sehe in der Schaffung einer verl&auml;sslichen Datengrundlage die derzeit wichtigste Ma&szlig;nahme in Bezug auf die Sars-CoV-2 -Pandemie.<\/p><p>Nur werden die Corona-Skeptiker u.a. ihrer Einsch&auml;tzung des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess als &ldquo;brauchbaren Datenquelle&rdquo; entgegenhalten, dass es auf einem Kreuzfahrtschiff ja ganz normal sei, dass, wenn wieder einmal die allj&auml;hrlichen viralen Infektionenswellen um die Welt gehen, ein paar der 3.600 Passagiere an einer viralen Infektion erkranken, ein Teil davon intensiv behandelt werden muss und wenige von den Erkrankten eben auch sterben.<\/p><p>Nur h&auml;tte man dem eben bislang keine besondere Beachtung geschenkt.<\/p><p>Sars-CoV-2  sei somit nichts Besonderes. <\/p><p>Um dem entgegenzutreten muss die wesentliche Frage viel grunds&auml;tzlicher lauten, n&auml;mlich ob derzeit im Vergleich zu anderen &ldquo;viralen&rdquo; Jahren tats&auml;chlich etwas au&szlig;ergew&ouml;hnlich bedrohliches festgestellt werden kann:<\/p><p>Warum schaut man sich zun&auml;chst nicht die Zahlen an, bei der es keine Dunkelziffer gibt &ndash; also die absoluten Zahlen von verstorbenen Menschen in bestimmten Regionen und vergleicht diese mit den entsprechenden Werten anderer Jahre?<\/p><p>Es m&uuml;sste sich doch f&uuml;r durch die Krise stark betroffene L&auml;nder, wie Italien, feststellen lassen, ob es dort tats&auml;chlich au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohe Zahlen an Verstorbenen im Vergleich zu anderen Jahren gibt, oder ob die Kritiker damit Recht haben, dass Italien grunds&auml;tzlich und jedes Jahr ein Problem mit ihrem maroden Gesundheitssystem, ihrer schlechten Luft etc. haben.<\/p><p>In letzterem Fall d&uuml;rften sich diese Zahlen ja nicht sonderlich unterscheiden (sofern man keine anderen Faktoren findet, die f&uuml;r ggf. unterschiedliche Werte verantwortlich sein k&ouml;nnten).<\/p><p>Danach kann man dann immer noch genauer hinschauen, die Toten nach Todesursachen unterteilen und sich zudem die Zahlen von Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden mussten, anschauen.<\/p><p>Aber mit der Fokussierung auf ungewisse Corona-Infizierten- und -Sterberaten fischt man doch nur im Dunkeln und das bringt uns derzeit nicht weiter. <\/p><p>Hinweise, dass die absoluten Zahlen an Verstorbenen dieses Jahr in Italien vergleichsweise hoch sind, scheint es ja zu geben, wie z.B. dieser Artikel auf welt.de nahelegt:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article206820523\/Coronavirus-In-Italien-gibt-es-Zweifel-an-den-Todeszahlen.html\">welt.de\/politik\/ausland\/article206820523\/Coronavirus-In-Italien-gibt-es-Zweifel-an-den-Todeszahlen.html<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMatthias Dietrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>mit Ihrem Artikel haben Sie wirklich ins Schwarze getroffen &ndash; genauso wie Prof. Bosbach einige Tage vorher.<\/p><p>Wenn man sich anschaut welche statistischen Ergebnisse Tag f&uuml;r Tag ver&ouml;ffentlicht werden dann sind das nur die Anzahl der Infektionen und die Todesf&auml;lle.<\/p><p>Bei der Anzahl der Infektionen fehlt allein schon die Anzahl der durchgef&uuml;hrten Tests da es ja auch negative Testergebnisse gibt.<\/p><p>Au&szlig;erdem werden z. Zt. nur diejenigen Patienten getestet, die Symptome aufweisen bzw. in einem Risikogebiet waren.<\/p><p>Erlauben Sie mir dazu einen Vergleich: das ist wie wenn die Polizei Geschwindigkeitskontrollen macht, aber nur die BMW-Audi-Porschefahrer z&auml;hlt weil diese bekanntlich am meisten rasen.<\/p><p>Auch in der nachfolgenden Kette fehlt die Zahl der im Krankenhaus behandelten und als geheilt bzw. keine oder nur geringe Symptome Patienten.<\/p><p>Meine Bef&uuml;rchtung ist, da&szlig; wenn k&uuml;nftig Tests in gr&ouml;&szlig;erem Umfang get&auml;tigt werden dann wird sich gg&uuml;. heute die Bezugsbasis vergr&ouml;&szlig;ern und ver&auml;ndern und zwangsl&auml;ufig erh&ouml;hen sich auch die Anzahl der Infektionen &ndash; und auf dieser Basis wird die Politik urteilen da&szlig; die restriktiven Ma&szlig;nahmen beizubehalten sind obwohl es auch Stimmen gibt, die lediglich von Gro&szlig;veranstaltungen warnen und die &uuml;blichen Sicherheitsma&szlig;nahmen bef&uuml;rworten aber alle anderen Beschr&auml;nkungen aufheben wollen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nGerhard Dengler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>Sie ver&ouml;ffentlichten vor Tagen einen langen Artikel zur &bdquo;neuartigen Pandemie&ldquo;, neuartig, weil die neue Definition der WHO angewendet wurde. Dabei bewegten Sie sich im Rahmen der vorgegebenen Begriffe (Framing) und stellten fest, dass nichts korrekt ist. Sie haben recht, weil Sie sich im abgesteckten Rahmen aufhielten.<\/p><p>Nun mein Vorschlag: Sollten sich die &bdquo;Herren Wissenschaftler&ldquo; nicht am Begriff der &Uuml;bersterblichkeit orientieren? Bezogen auf die (Welt- und L&auml;nder-)Bev&ouml;lkerung w&auml;re diese Betrachtung die einzig &bdquo;Wahre&ldquo;, insbesondere dann, wenn man weitreichende pers&ouml;nliche und wirtschaftliche Einschr&auml;nkungen extremster Art ausspricht. In durchdigitalisierten L&auml;ndern w&auml;re das kein Problem. Eine Pandemie w&auml;re sehr fr&uuml;h in recht kurzer Zeit ausgemacht, wenn man die anderen Sterbegr&uuml;nde l&ouml;scht. Dasselbe gilt f&uuml;r die in Deutschland meldepflichtigen Lungenentz&uuml;ndungen, so dass hier eine Zunahme von Lungenentz&uuml;ndungen und hieraus resultierenden Todesf&auml;lle (Leichenschau durch &Auml;rzte) recht schnell erkennbar w&auml;ren.<\/p><p>Wenn man diese einfachen Methoden anwenden w&uuml;rde, k&auml;me man auf ein verbl&uuml;ffendes Ergebnis: in Deutschland gibt es zur Zeit eine Untersterblichkeit und eine geringere Anzahl von Lungenentz&uuml;ndungen gegen&uuml;ber dem Durchschnitt der Vorjahre (swprs.com, Abschnitt Corona-Virus)<\/p><p>Fazit: Ma&szlig;nahmen zum fl&auml;chendeckenden Schutz der Bev&ouml;lkerung sind zur Zeit &uuml;berhaupt nicht gerechtfertigt.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nEdmund Hagmann<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Frage ist, was man mit der Zahl aussagen will. Um mitten in der Pandemie eine evidenzbasierte Entscheidungsgrundlage zu haben, ist die &Uuml;bersterblichkeit kein geeignetes Ma&szlig;, da viele weitere Faktoren diese Gr&ouml;&szlig;e beeinflussen. So ist es f&uuml;r die Frage, ob der Shutdown verl&auml;ngert werden sollte, irrelevant, wie viele Menschen beispielsweise bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren ausgewogenen und gut recherchierten Artikel, mit dem ich inhaltlich sehr einverstanden bin, da Sie sehr nachvollziehbar argumentieren. <\/p><p>Eine Anmerkung m&ouml;chte ich machen. Sie schreiben:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Ergebnisse von deCode Genetics zeigen zweierlei &ndash; zum Einen war der Anteil der positiv Getesteten mit einem Prozent extrem gering. Sars-CoV-2 ist also nicht &bdquo;ubiquit&auml;r&ldquo; und taucht immer auf, wenn man nur genug misst, wie einige &bdquo;Kritiker&ldquo; behaupten.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das habe ich anders verstanden, n&auml;mlich dahingehend, dass sich Corona-Viren und damit auch SARS-CoV-2 zu etwa 6% bis 15% bei allen Menschen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion nachweisen lassen. Diese Aussage deckt sich mit den vom RKI am 23.6. ver&ouml;ffentlichten Lagebericht, in dem die Anzahl aller Tests und der Anteil der positiv Getesteten finden l&auml;sst.<\/p><p>Das Klinikum Kassel testet neuerdings jeden, der ins Klinikum kommt. <\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&Uuml;brigens wird jeder neue Patient, der im Klinikum aufgenommen wird, seit vergangener Woche routinem&auml;&szlig;ig auf das Virus getestet. Nur 1,5 Prozent waren bislang positiv und wurden in den daf&uuml;r vorgesehenen Bereichen behandelt.<\/p>\n<p>Experten vermuten eine sieben- bis zehnfach h&ouml;here Dunkelziffer. Gilt diese Vermutung auch f&uuml;r Kassel?<\/p>\n<p>Die Dunkelziffer f&uuml;r die Region Kassel ist vermutlich nicht so hoch. Das ist unter anderem auf die relativ niedrige Positivrate von neun Prozent bei den getesteten Personen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.&rdquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.hna.de\/kassel\/corona-kassel-chefaerzte-klinikum-gespraech-13632164.html\">hna.de\/kassel\/corona-kassel-chefaerzte-klinikum-gespraech-13632164.html<\/a>\n<\/p><\/blockquote><p>Dieser Prozentwert von 1,5% ist nahe an den aus Island berichteten 1%. <\/p><p>Nochmals danke f&uuml;r Ihre Arbeit und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRita Kr&uuml;ger<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sars-CoV-2 ist ein Corona-Virus unter vielen. Andere Coronaviren werden sicher h&auml;ufig nachgewiesen, aber sie sind zum Gl&uuml;ck sehr harmlos und daher aus epidemiologischer Sicht nicht so interessant.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr Berger!<\/p><p>Alles sehr interessant, was sie da an Zahlen gesichtet und verifiziert haben. Nur die Frage nach dem ber&uuml;hmten &ldquo;Qui Bono&rdquo; stellen Sie nicht? Dabei ist das der eigentliche Motor all der &ldquo;Ma&szlig;nahmen&rdquo; zur Eind&auml;mmung dieser &ldquo;Pandemie&rdquo;. Auf den Nachdenkseiten wurden schon Beitr&auml;ge ver&ouml;ffentlicht &ndash; wie dieser von Werner R&uuml;gemer &ldquo;Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde &ndash; &bdquo;Corona&ldquo; als Anlass f&uuml;r kollektive demokratische Selbstorganisation&rdquo; &ndash; welche das Dilemma dieses Systems aufzeigen. Man k&ouml;nnte darauf bezogen, mit Trappatonis bekannten Worten &ldquo;Ich habe fertig&rdquo; ein vernichtendes Res&uuml;mee ziehen. Denn nichts anderes als ein Systemcrash liegt hier vor! <\/p><p>Das Corona-Virus ist das zur rechten Zeit vorbei galoppierte trojanische Pferd &ndash; auf das unsere Politiker und Medienvertreter im Auftrag der Finanz- und Wirtschaftsbosse aufsprangen &ndash; das die bitteren Kelche rechtfertigt, welche der Bev&ouml;lkerung jetzt und danach in gro&szlig;er Zahl verabreicht werden. Das b&ouml;se Erwachen wird die meisten der jetzt noch &ldquo;geschlossen&rdquo; hinter den Ma&szlig;nahmen stehenden Mitb&uuml;rger, erst nach dem Abflauen der Krise befallen. Wenn rigorose Einschnitte in die Rechte der Arbeitnehmer erfolgen werden, Massenarbeitslosigkeit und f&uuml;r viele der finanzielle Ruin droht. Der eigentliche &Uuml;belt&auml;ter all dessen, die globale Finanzwirtschaft &ndash; welche die Politik schon w&auml;hrend der Finanzkrise 2007\/08 in ihre Abh&auml;ngigkeit gebracht hat &ndash; wird in der medialen Berichterstattung so gut wie &uuml;berhaupt nicht erw&auml;hnt. Hedgefonds die ausf&uuml;hrenden Elemente dieser Krake sind diejenigen, welche durch den von den Zentralbanken jetzt ausgel&ouml;sten Geld-Tsunami kr&auml;ftig profitieren. K&ouml;nnen sie doch mit diesen Mitteln durch Wetten auf den endg&uuml;ltigen Absturz des Systems noch einmal richtig Kasse machen. Sie kaufen im gro&szlig;en Stil, die von Kleinaktion&auml;ren panisch abgesto&szlig;enen Aktien auf und bekommen damit eine nie da gewesene Majorit&auml;t an Firmenbeteiligungen. Was das f&uuml;r die Zukunft bedeutet, kann man sich noch gar nicht ausmalen. <\/p><p>Die Welt nach Corona wird eine andere sein!<\/p><p>Mit dystopischen Aussichten f&uuml;r die Zukunft. Ralf Matthias<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>mit gro&szlig;em Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen und m&ouml;chte mich daf&uuml;r bedanken, dass Sie damit eine Stimme der Vernunft im allgemeinen Chor der Panik-Schreier sind.<\/p><p>Das eklatante Fehlen handfester Daten zu dieser Pandemie darf nicht Grundlage der Einschr&auml;nkung hart erk&auml;mpfter Freiheiten sein.<\/p><p>Ich m&ouml;chte mich f&uuml;r Ihre Arbeit in allerh&ouml;chster Form bedanken und w&uuml;rde mich freuen, wenn Sie am Thema dran blieben.<\/p><p>Mit bestem Dank und freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nEva-Maria Kasimir<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r ihren klasse Artikel &ldquo;Maximale Ma&szlig;nahmen auf Basis minimaler Gewissheit&rdquo;. Er l&auml;sst mich allerdings mit einer weiteren Frage zur&uuml;ck:<\/p><p>Bei jeder Wahl wird per Stichprobe der Wahlausgang vorhergesagt und hochgerechnet. Die Frage ist:<\/p><p>Wieso wird im konkreten Covid 19 Fall keine repr&auml;sentative Stichprobe gezogen und statistisch ausgewertet und hochgerechnet, um erstmal die von ihnen richtig benannte L&uuml;cke von Z&auml;hler und Nenner zu schlie&szlig;en?<\/p><p>Das ist ein Verfahren, bei dem man dann mit einem ausweisbaren Fehler eine Absch&auml;tzung machen kann.<\/p><p>Das fragt sich &uuml;brigens auch ein Risikomanager, dessen Seite und Beitr&auml;ge ich hierzu lese.<\/p><p>Die finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.risknet.de\/themen\/risknews\/covid-19-serioeser-umgang-mit-unsicherheit\/\">risknet.de\/themen\/risknews\/covid-19-serioeser-umgang-mit-unsicherheit\/<\/a><\/p><p>Vielleicht kennen Sie aber auch die Gr&uuml;nde, dann w&uuml;rde ich mich &uuml;ber eine Antwort freuen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKlaus D&ouml;ring<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Artikel zur mangelnden Datenbasis in der Debatte um die weiteren Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung von Covid-19 besch&auml;ftigte auch viele unserer Leser. 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