{"id":60034,"date":"2020-04-08T08:21:22","date_gmt":"2020-04-08T06:21:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034"},"modified":"2020-04-08T08:21:22","modified_gmt":"2020-04-08T06:21:22","slug":"hinweise-des-tages-3589","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h01\">Regierung will Arbeitszeiten bundesweit lockern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h02\">Spediteure werfen Superm&auml;rkten Corona-Preisdumping vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h03\">Aufsichtsrat und Vorstand von BMW wollen 1,64 Milliarden Euro Dividende auszahlen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h04\">Corona-Bonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h05\">Das ist schon krass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h06\">Die Entwicklungsl&auml;nder und das Virus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h07\">Vereinigung Cockpit verurteilt Einstellung des Flugbetriebs bei Germanwings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h08\">Systemrelevante Berufe: Kostenloser Applaus reicht nicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h09\">Der Arbeitsagentur droht w&auml;hrend der Corona-Krise der Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h10\">Betten statt Bajonette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h11\">Vom Niedergang grundrechtlicher Denkkategorien in der Corona-Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h12\">Morde an Aktivisten nehmen in Kolumbien auch unter der Ausgangssperre weiter zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h13\">Auf Sicht fahren ist grundfalsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h14\">Die Wahrheit hinter der Schutzmaske<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h15\">Soforthilfe und Solidarsemester<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h16\">Wie das Fernsehen die Unterschichten vorf&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h17\">Kritik des Rubikon in der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h18\">Ich sch&auml;me mich&ndash; meines Berufsstands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h19\">Das Allerletzte: USA setzen Zahlungen an Weltgesundheitsorganisation aus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Regierung will Arbeitszeiten bundesweit lockern<\/strong><br>\nIn vielen Bundesl&auml;ndern k&ouml;nnen Firmen ihre Mitarbeiter wegen der Corona-Krise bereits l&auml;nger einsetzen. Jetzt will die Bundesregierung die Regeln vereinheitlichen. Das Ziel: flexiblere Arbeitszeiten in bestimmten Berufen.<br>\nBundesweit plant die Regierung nun das aktuelle Arbeitszeitgesetz zu entsch&auml;rfen. Sie werde &ldquo;zeitnah eine Rechtsverordnung erlassen&rdquo;, wie das Bundesarbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Laut Arbeitszeitgesetz ist dies &ldquo;in epidemischen Lagen von nationaler Tragweite&rdquo; zul&auml;ssig &ndash; allerdings nur zeitlich befristet&hellip;<br>\nWas soll ge&auml;ndert werden?<br>\nEs gehe um Ausnahmen von H&ouml;chstarbeitszeiten, Mindestruhezeiten sowie vom grunds&auml;tzlichen Besch&auml;ftigungsverbot an Sonn- und Feiertagen, so das Ministerium. Laut &ldquo;Handelsblatt&rdquo; darf die Arbeitszeit in bestimmten Berufen auf bis zu zw&ouml;lf Stunden verl&auml;ngert werden&hellip;<br>\nKritiken an der neuen Planung<br>\nDie geplante Verordnung sei &ldquo;ein Schlag ins Gesicht all derer, die ihre Gesundheit schon jetzt t&auml;glich f&uuml;r uns alle riskieren&rdquo;, kritisierte die Vize-Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Ferschl, gegen&uuml;ber dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Statt die Arbeitsbedingungen f&uuml;r die &ldquo;Helden&rdquo; in den systemrelevanten Berufen beispielsweise durch mehr Personal oder durch den Schutz eines Tarifvertrags zu verbessern, w&uuml;rden die ohnehin schon &uuml;berlasteten Besch&auml;ftigten &ldquo;wie Zitronen ausgequetscht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/boerse\/news\/id_87667726\/flexible-arbeitszeiten-bundesregierung-plant-lockerung-von-gesetz.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Politik geht also nicht nur mit unverminderter H&auml;rte gegen die Arbeitnehmer weiter, sondern wird mit der Begr&uuml;ndung &ldquo;Corona-Krise&rdquo; sogar noch versch&auml;rft. Da&szlig; man z. B. Angestellte im Supermarkt l&auml;nger arbeiten lassen will, w&auml;hrend Tausende Verk&auml;uferInnen im Einzelhandel in Kurzarbeit oder sogar arbeitslos sind, ergibt keinen Sinn. Die Dinge dagegen, die *wirklich* notwendig w&auml;ren, z. B. eine durchgreifende Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei den Pflegekr&auml;ften, werden entweder auf die ganz lange Bank geschoben oder gleich abgesagt. Diese &ldquo;tolle&rdquo; Krisenpolitik der Kanzlerin f&uuml;hrt dennoch (?) zu extremen H&ouml;henfl&uuml;gen bei den Umfragewerten der Union, wird also noch belohnt. Die Hoffnungen, da&szlig; die Krise zu mehr Solidarit&auml;t und zur Umwertung der Werte f&uuml;hren kann, d&uuml;rften auf Sand gebaut sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Macron hat das in Frankreich mit einer &bdquo;Reform des Arbeitsgesetzes&ldquo;  bereits durchgezogen; Siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59797\">Frankreich und die Pandemie<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spediteure werfen Superm&auml;rkten Corona-Preisdumping vor<\/strong><br>\nAuch der Einzelhandel wird in der Krise gefeiert, weil er die Versorgung sicherstellt. Doch jetzt erheben die Spediteure heftige Vorw&uuml;rfe: Es geht um Preisdumping und die schlechte Behandlung der Lastwagenfahrer.<br>\n(&hellip;) Die Corona-Krise f&uuml;hrt derweil zu neuen Verwerfungen, obwohl die Trucker derzeit zur Versorgung der Bev&ouml;lkerung in vielen Teilen gefragt sind und als &bdquo;Helden des Alltags&ldquo; gro&szlig;e Wertsch&auml;tzung erhalten.<br>\n &bdquo;Ich mache den Job seit 35 Jahren und habe so einige schlechte Zeiten erlebt&ldquo;, sagt der Dispositionsleiter des Betriebs&hellip;  &bdquo;Eine solche Phase wie jetzt aber gabs noch nie. Wir werden von den gro&szlig;en Auftraggebern derma&szlig;en im Preis gedr&uuml;ckt. Das ist unanst&auml;ndig, was da passiert.&ldquo; Und viele namhafte Konzerne w&uuml;rden sich am Dumping beteiligen.<br>\n&bdquo;Unmoralisch, unethisch&ldquo;<br>\nDer Bundesverband G&uuml;terkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), in dem die meisten vor allem kleineren und mittleren Speditionsunternehmen organisiert sind, kritisiert, dass Frachtraten in ganzer Breite derzeit gedr&uuml;ckt w&uuml;rden. &bdquo;Das ist unmoralisch, unethisch und hat in dieser Krise nichts mit Solidarit&auml;t zu tun&ldquo;, sagte BGL-Chef Dirk Engelhardt der F.A.Z. &bdquo;Einige, die sich in diesen Tagen in der &Ouml;ffentlichkeit gerne daf&uuml;r loben, dass sie das Land am Laufen halten, bet&auml;tigen sich nach unten als Ausbeuter.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/corona-spediteure-beklagen-preisdumping-der-supermaerkte-16714753.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Pervers &ndash; aber eben normaler Turbokapitalismus. &ldquo;Systemrelevante Berufe&rdquo; &ndash; Supermarktkassiererin, Kranken- und AltenpflegerInnen, Lkw-Fahrer, Lieferanten&hellip; &ndash; erkennt man ja daran, da&szlig; die ArbeitnehmerInnen in ihnen besonders schlecht bezahlt werden und ihre Arbeitsbedingungen besonders schlimm sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Aufsichtsrat und Vorstand von BMW wollen 1,64 Milliarden Euro Dividende auszahlen.<\/strong><br>\nDie Aktion&auml;re kassieren, w&auml;hrend die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt wurden &ndash; mitfinanziert vom Staat.<br>\nWir kennen das ja schon: in der Krise darf der Steuerzahler einspringen, in guten Zeiten die Investoren die Gewinne einstreichen. Dass die Aktion&auml;re nun sogar in schlechten Zeiten abkassieren sollen, setzt dem Ganzen aber die Krone auf. Wer Staatshilfen bekommt, darf nicht gleichzeitig Dividenden aussch&uuml;tten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.1826036450747077\/3489648224385883\/?type=3&amp;theater\">Sarah Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Bonds<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel und Scholz riskieren neue Euro Krise<\/strong><br>\nPressemitteilung von Fabio De Masi, 07. April 2020<br>\n(&hellip;) &bdquo;Der Widerstand gegen Corona-Anleihen ist unbegr&uuml;ndet. Corona-Anleihen dienen nicht der Vergemeinschaftung von Altschulden. Wer Italien zwingt, in die Krise zu k&uuml;rzen, macht die Krise teurer und t&ouml;dlicher &ndash; auch f&uuml;r Europa.<br>\nDie Europ&auml;ische Investitionsbank (EIB) k&ouml;nnte eine Corona-Anleihe begeben und die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) diese Anleihe kaufen. Die EZB kauft bereits heute Anleihen der EIB. Das Zins- und Haftungsrisiko f&uuml;r Deutschland w&auml;re faktisch null, da die EZB in Euro nie Pleite gehen kann. Diese Finanzierung von Staatsausgaben durch die EZB w&auml;re zul&auml;ssig, da die EIB kein Staat, sondern eine Bank ist.<br>\nDas Verbot der Staatsfinanzierung durch die EZB in den EU-Vertr&auml;gen schafft ein k&uuml;nstliches Insolvenzrisiko. Dabei kann ein Land eigentlich in eigener W&auml;hrung nie Pleite gehen. In den USA und jedem anderen W&auml;hrungsraum w&auml;re es undenkbar, dass die Zentralbank die Staatsanleihen der eigenen Regierung nicht akzeptiert.<br>\nWird dieses Problem nicht behoben, wird der Euro nicht &uuml;berleben. Faktisch setzt sich die EZB bereits &uuml;ber dieses Verbot hinweg, da sie im Rahmen des Pandemic-Bond-Programms angek&uuml;ndigt hat, unabh&auml;ngig vom jeweiligen Kapitalschl&uuml;ssel notfalls Staatsanleihen zu kaufen. Diese werden Banken und Fonds jedoch auf dem Sekund&auml;rmarkt abgekauft. Das ist &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nDer ESM ist in seinem Volumen begrenzt und aufgrund der K&uuml;rzungsauflagen ungeeignet. Er erh&ouml;ht &uuml;berdies die Staatsverschuldung von L&auml;ndern wie Spanien und Italien und schafft damit das Risiko einer neuen Eurokrise.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/corona-bonds-merkel-und-scholz-riskieren-neue-euro-krise\/\">Die Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59988\">Das &bdquo;gemeinsame Europa&ldquo; stirbt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ESM-Kredite ohne Austerit&auml;t? Von wegen<\/strong><br>\nKeine Troika, kein Austerit&auml;tskurs: Mit diesen Versprechen wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Scholz den Krisenl&auml;ndern die umstrittenen ESM-Kredite schmackhaft machen. Dabei soll es sehr wohl Konditionen geben, wie ein &ldquo;Nonpaper&rdquo; aus dem BMF zeigt.<br>\n(&hellip;) Italien, Spanien und andere hilfsbed&uuml;rftige L&auml;nder sollen sich also auf eine solide Budgetpolitik und &ldquo;Disziplin&rdquo; verpflichten. Daf&uuml;r ist ein &ldquo;Memorandum of Understanding&rdquo; (MoU) geplant &ndash; also genau das, was in der Eurokrise f&uuml;r b&ouml;ses Blut sorgte.<br>\nDarin sollen die Kreditnehmer unterschreiben, dass sie die Fiskalregeln der EU k&uuml;nftig wieder einhalten. Dabei sind genau diese Regeln &ndash; der Stabilit&auml;tspakt, der Six-Pack etc &ndash; wegen der Krise ausgesetzt. Denn sie sind f&uuml;r einen massiven externen Schock nicht ausgelegt.<br>\nWenn Italien die Regeln nach dem Abflauen der Coronakrise wieder einhalten sollte, m&uuml;sste es sein Budgetdefizit von derzeit 130 Prozent &ndash; und nach der Krise vielleicht 180 oder 200 Prozent &ndash; wieder auf 60 Prozent herunterfahren. So steht es im Stabilit&auml;tspakt.<br>\nWenn das keine Austerit&auml;tspolitik bedeutet&hellip;<br>\nInteressant ist auch, dass die Regeleinhaltung von &ldquo;den zust&auml;ndigen EU&ndash;Institutionen&rdquo; &uuml;berwacht werden soll. Das w&auml;re dann wohl der ESM und die EU&ndash;Kommission &ndash; wom&ouml;glich auch der IWF, der an anderer Stelle des Non-Paper erw&auml;hnt wird.<br>\nDamit w&auml;re die &ldquo;Troika&rdquo; wiederauferstanden&hellip;<br>\nAber selbst wenn es nur ESM und Kommission sein sollten, so st&uuml;nden Italien und andere Nehmerl&auml;nder nach dieser &ldquo;gro&szlig;z&uuml;gigen&rdquo; Hilfe unter Kontrolle Deutschlands. Denn beide &ldquo;zust&auml;ndigen EU&ndash;Institutionen&rdquo; werden von Deutschen geleitet.<br>\nWundert sich da noch jemand, dass sich Italien und Spanien str&auml;uben, &uuml;ber ESM-Hilfen zu sprechen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/esm-kredite-ohne-auflagen-von-wegen-hier-sind-sie\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><strong>Germany First (III)<\/strong><br>\nDruck auf Berlin in Sachen &ldquo;Coronabonds&rdquo; ist gestiegen &ndash; auch aus dem deutschen Establishment: Ihre Einf&uuml;hrung k&ouml;nnte deutsche EU-Profite sichern.<br>\nBerlin\/Br&uuml;ssel (Eigener Bericht) &ndash; Trotz massivsten Drucks anderer EU-Staaten und zuletzt auch aus dem Inland hat die Bundesregierung auf der gestern begonnenen Videokonferenz der Euro-Finanzminister die Einf&uuml;hrung von &ldquo;Coronabonds&rdquo; zu verhindern versucht. Hatten zun&auml;chst vor allem Italien, Spanien und Frankreich auf die Ma&szlig;nahme gedrungen, so sind inzwischen auch Stimmen im deutschen Establishment laut geworden, die Bundesregierung d&uuml;rfe sich der Ma&szlig;nahme nicht mehr verweigern. Ursache ist, wie etwa f&uuml;hrende Politiker von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen erkl&auml;ren, dass ein &ouml;konomischer Kollaps Italiens und Spaniens bedeutende Absatzm&auml;rkte der deutschen Exportindustrie schwer besch&auml;digen w&uuml;rde &ndash; und dass sich beide L&auml;nder, falls deutsche Hilfe ausbleibe, China zuwenden k&ouml;nnten; das m&uuml;sse verhindert werden. Hinzu kommt, dass die &ldquo;Coronabonds&rdquo; Berlin zwar Kosten verursachen w&uuml;rden; f&uuml;r etwaige &ldquo;Eurobonds&rdquo; sch&auml;tzten Fachleute diese vor Jahren auf kleinere zweistellige Milliardensummen. Doch profitiert Deutschland von der EU zugleich in dreistelliger Milliardenh&ouml;he &ndash; pro Jahr&hellip;<br>\nAufs Ganze gegangen<br>\nDennoch blockierte die Bundesregierung auf der gestern begonnenen Videokonferenz der Euro-Finanzminister hartn&auml;ckig die Einf&uuml;hrung zeitlich limitierter &ldquo;Coronabonds&rdquo;, nicht bereit, auch nur auf den geringsten Teil der deutschen Profite aus der europ&auml;ischen Integration zu verzichten, selbst wenn dies letztlich sogar die Existenz der EU bedroht: Berlin geht aufs Ganze. Die Konferenz hielt in der Nacht vom gestrigen Dienstag auf den heutigen Mittwoch an; eine Pressekonferenz wurde zuletzt f&uuml;r heute um 10 Uhr in Aussicht gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8241\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Lammert kritisiert Merkels Widerstand gegen Corona-Bonds<\/strong><br>\n(&hellip;) In der CDU hat eine Debatte dar&uuml;ber begonnen, ob die Partei sich nicht doch f&uuml;r Corona-Bonds aussprechen sollte. Am Dienstag kritisierten zum ersten Mal prominente Christdemokraten den vehementen Widerstand der Bundesregierung gegen derartige gemeinschaftliche europ&auml;ische Anleihen.<br>\nDer langj&auml;hrige Bundestagspr&auml;sident und heutige Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Norbert Lammert, sagte der S&uuml;ddeutschen Zeitung, dass Deutschland &ldquo;eine gemeinsame europ&auml;ische Anleihe kategorisch verweigert, richtet l&auml;ngst politisch mehr Schaden an als an &ouml;konomischen Entlastungen zu erwarten ist&rdquo;. Mit Blick auf &ldquo;die extreme Ausnahmesituation und die wachsende Verzweiflung in wichtigen Partnerl&auml;ndern&rdquo; sei &ldquo;der Eindruck einer limitierten Solidarit&auml;t &ouml;konomisch ebenso riskant wie er humanit&auml;r schwer ertr&auml;glich ist&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/news?search=coronabonds&amp;sort=date&amp;all%5B%5D=dep&amp;all%5B%5D=typ&amp;all%5B%5D=sys&amp;all%5B%5D=time\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das ist schon krass<\/strong><br>\n(&hellip;) 2008 hat Deutschland verhindert, dass es einen gemeinsamen europ&auml;ischen Bankenrettungsfonds gibt. Jeder kehre vor der eigenen T&uuml;r, sagte damals sinngem&auml;&szlig; Kanzlerin Angela Merkel&hellip;Diesen Fehler nun, trotz der Erfahrungen, zu wiederholen, ist emp&ouml;rend. Weil unter anderem Deutschland eine gemeinsame Antwort blockiert, steht zu bef&uuml;rchten, dass es wieder &uuml;ber Kreditvergabe an Einzelstaaten l&auml;uft &ndash; mit der Gefahr, dass eine neue Eurokrise entsteht.<br>\n(&hellip;) Wir m&uuml;ssen unbedingt verhindern, dass es wieder massive Krisengewinner gibt. Wir sehen aktuell, wie der weltgr&ouml;&szlig;te Hedgefonds mit gewaltigen Summen auf den Niedergang europ&auml;ischer Konzerne spekuliert. Ein anderer Hedgefonds-Manager hat grade gesagt, dass er mit Wetten auf die Krise bereits 2,6 Milliarden Dollar verdient hat. Das ist schon krass: In einer Situation, wo die einen Leute Angst haben, dass sie morgen schon nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen, weil ihnen s&auml;mtliche Einnahmen wegbrechen, machen andere aus der Notlage ein enorm lukratives Gesch&auml;ft. In der Krise findet teils schon wieder eine Umverteilung von unten nach oben statt, und das ist unertr&auml;glich.<br>\nWas w&auml;re denn &uuml;berf&auml;llig?<br>\nNehmen wir zum Beispiel die Frage des Trennbankengesetzes&hellip; Das muss wieder auf die Tagesordnung. Oder nehmen wir den Puffer f&uuml;r Krisenzeiten, das Eigenkapital der Banken. Das sieht heute etwas besser aus als noch 2008, aber lange noch nicht gut genug: Normale Unternehmen haben 20 bis 30 Prozent Eigenkapital, das ist in der Regel ein solides Polster. Aber bei Banken sind wir immer noch im niedrigen einstelligen Bereich&hellip;Noch ein Beispiel f&uuml;r ein gutes Vorhaben ist eine umfassende Finanztransaktionssteuer &ndash; auch eine Forderung aus der letzten Krise. Doch was Olaf Scholz dazu vorgelegt hat, ist ja nur noch ein k&uuml;mmerlicher Rest.<br>\n(&hellip;) Wir m&uuml;ssen die Krisenma&szlig;nahmen jetzt auch nutzen, um die Transformation in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaft voranzubringen. Wir sehen immer wieder, dass der Finanzmarkt auch in normalen Zeiten viel zu sehr auf kurzfristige Gesch&auml;fte setzt. Da stehen Investitionen in eine CO2-neutrale Wirtschaft nicht oben auf der Priorit&auml;tenliste. Wenn der Staat jetzt einspringt, um Unternehmen zu retten, bin ich dagegen, dass er nur als stiller Teilhaber reingeht und die Klappe h&auml;lt. Nein, ich finde, wenn der Steuerzahler einsteigt, dann muss man das auch als Chance nutzen, um die &ouml;kologische Transformation voranzutreiben.<br>\n(&hellip;) Wenn&rsquo;s wirklich wichtig ist, sind gigantische Ma&szlig;nahmen ganz kurzfristig m&ouml;glich. Aktuell, weil es darum geht, das Leben von vielen Menschen und unsere Gesundheit zu sch&uuml;tzen. Daf&uuml;r werden zurecht drastische Ma&szlig;nahmen umgesetzt. Aber sobald der Zeitspielraum ein bisschen l&auml;nger ist &ndash; ich spreche von der Klimakrise &ndash;, scheint es noch nicht einmal m&ouml;glich zu sein, Kohlekraftwerken kurzfristig eine Ausgangssperre f&uuml;r CO2 zu verordnen. Und ich glaube, das macht uns noch einmal deutlich, dass ganz viel, von dem, was wir h&auml;ufig beklagen, einfach einem mangelnden politischen Willen geschuldet ist. Also m&uuml;ssen wir diesem Willen auf die Spr&uuml;nge helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/470\/das-ist-schon-krass-6620.html\">Kontext<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wer tr&auml;gt die langfristigen Kosten der Covid-19-Wirtschaftskrise<\/strong><br>\nSolidarischer Lastenausgleichsfonds mit einer Verm&ouml;gensabgabe<br>\n(&hellip;) Die Frage, wer am Ende die Rechnung bezahlt, birgt neue Sprengkraft. Die Sorge, dass die Superreichen an der Spitze der Verm&ouml;genspyramide mal wieder geschont werden, ist gro&szlig;. Dem muss ein Corona-Sozialvertrag entgegengesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen Ma&szlig;nahmen zur Absicherung der sozial und &ouml;konomisch besonders Betroffenen. Allerdings sind Mitnahmeeffekte etwa gro&szlig;er, kapitalstarker Unternehmen auszuschlie&szlig;en. Einzelhandelsketten wie Adidas, H&amp;M sowie Media\/Saturn stehen ausgesetzte Mietzahlungen wegen ihrer Kapitalst&auml;rke nicht zu.<br>\nWer aber bezahlt nach der R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t die Rechnung f&uuml;r die massiv angestiegenen Staatsschulden? Zur Absch&auml;tzung des Gesamtvolumens sowie zur Verteilung der Finanzlasten wird eine schrittweise Vorgehensweise vorgeschlagen:<br>\nIn der derzeitigen Phase der tiefen Rezession ist die staatliche Kreditaufnahme zur Finanzierung des aktuellen Nachtragshaushalts und eines dringend erforderlichen Konjunkturprogramms mit &ouml;kologischen Investitionsschwerpunkten alternativlos. Daf&uuml;r sprechen auch die Niedrigzinsen und der ausbleibende Inflationsschub. Allerdings wird nur ein Teil der durch die aufgelaufenen Staatsschulden im nachfolgenden Aufschwung wieder getilgt werden k&ouml;nnen&hellip;.Die Gefahr ist gro&szlig;, dass dieser &Uuml;berhang an strukturellen Staatsschulden wie in fr&uuml;heren Jahren unter dem Druck der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; durch eine Austerit&auml;tspolitik mit K&uuml;rzungen in den Sozialhaushalten bzw. der Erh&ouml;hung von Massensteuern abgebaut werden wird. Die von der aktuellen Krise sozial Belasteten w&auml;ren dadurch auch noch &uuml;ber Jahrzehnte belastet. Diese in der Schuldenbremse angelegte Option muss ausgeschlossen werden. Denn nur eine glaubhafte Garantie sozialer Gerechtigkeit st&auml;rkt das politische Vertrauen in diesen schwierigen Zeiten und damit auch die Akzeptanz tempor&auml;rer Einschr&auml;nkungen des Lebens sowie die unterschiedlich verteilten Einkommensverluste. Auch d&uuml;rfen angesichts der Klimakatastrophe die Investitionen in den &ouml;kologischen Umbau nicht geopfert werden&hellip;<br>\n(&hellip;) Wer finanziert die l&auml;ngerfristigen staatlichen Kosten der Corona-Katastrophe?<br>\nDer Druck, eine akzeptable L&ouml;sung zur Finanzierung der Gelder f&uuml;r die Schutzschirme zu finden, ist gro&szlig;&hellip;<br>\n(&hellip;) Ein Lastenausgleichsfonds, wie ihn der Bremer B&uuml;rgermeister Andreas Bovenschulte mit Blick auf das Nachkriegs-Lastenausgleichsgesetz von 1952 vorschl&auml;gt, weist finanzstrategisch und verteilungspolitisch in die richtige Richtung&hellip; Beim Lastenausgleichsgesetz von 1952 lag die Abgabe auf das erfasste Verm&ouml;gen bei 50%. Im Sinne der Gleichbehandlung wird die Verm&ouml;gensabgabe ohne Unterschiede auf das Realverm&ouml;gen (also auch auf Immobilien) und das Geldverm&ouml;gen erhoben. Wichtigste Zielgruppe dieser Abgabe sind die privaten Haushalte in der Spitzengruppe der Reichen. Grobschl&auml;chtig vergleichbare Vorschl&auml;ge haben Saskia Esken (SPD) und Bernd Riexinger (DIE LINKE) unterbreitet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/de\/article\/10656343.wer-tr%C3%A4gt-die-langfristigen-kosten-der-covid-19-wirtschaftskrise.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Entwicklungsl&auml;nder und das Virus<\/strong><br>\nVon Heiner Flassbeck<br>\nDie globale Pandemie l&auml;sst fast niemanden aus. Es ist h&ouml;chste Zeit, den Entwicklungsl&auml;ndern schnell und rigoros Hilfe zu leisten. Das ist m&ouml;glich, wenn die Industriel&auml;nder auch hier ihre &ouml;konomischen Dogmen schleunigst &uuml;ber Bord werfen.<br>\n(&hellip;) Noch viel gravierender in ihren Folgen sind dogmatische Tabus f&uuml;r die Entwicklungsl&auml;nder. F&uuml;r die meisten von ihnen ist die Bek&auml;mpfung der Krise wesentlich schwieriger, da das Ausma&szlig; der ben&ouml;tigten Hilfe gr&ouml;&szlig;er und die aus eigener Kraft verf&uuml;gbaren Mittel geringer sind als in den Industriel&auml;ndern&hellip; Angesichts des Potenzials an Leid und Sch&auml;den, die bei einer nicht angemessenen Reaktion der Wirtschaftspolitik in diesen L&auml;ndern drohen, ist es unausweichlich, dass die Industriel&auml;nder im eigenen Interesse diesen L&auml;ndern schnell und in gro&szlig;em Ma&szlig;stab helfen.<br>\n(&hellip;) F&uuml;r Europa und die USA ist mittlerweile den meisten Beobachtern klar, dass eine Abfederung des Schocks durch die Fiskalpolitik nur m&ouml;glich ist, wenn die Geldpolitik die Fiskalpolitik mit allen ihr zur Verf&uuml;gung stehenden Mitteln unterst&uuml;tzt. Im Kern: Der Gro&szlig;teil der finanziellen Mittel, &uuml;ber die Staaten in dieser Krise verf&uuml;gen m&uuml;ssen, kommt direkt oder indirekt von deren Zentralbanken, wird also aus dem Nichts geschaffen.<br>\nDie Rolle der Zentralbanken ist dabei, den Spekulanten an den Anleihem&auml;rkten das Handwerk zu legen&hellip;<br>\nF&uuml;r die Entwicklungsl&auml;nder, die zwar eigene W&auml;hrungen haben, deren Wechselkurse aber sehr stark von den Finanzm&auml;rkten bestimmt werden, gibt es diese einfache L&ouml;sung nicht. Es besteht bei monet&auml;r unterst&uuml;tzten gro&szlig;en fiskalischen Hilfsprogrammen die Gefahr, dass die W&auml;hrungen weiter abst&uuml;rzen, weil die &bdquo;M&auml;rkte&ldquo; erwarten (und darauf spekulieren), dass sich selbst die jetzt erreichten niedrigen Wechselkurse im Verlauf dieser Krise nicht werden halten lassen&hellip;<br>\n(&hellip;) Der Ausweg: Tempor&auml;r feste Wechselkurse<br>\nAus der Zwickm&uuml;hle zwischen Zins und Wechselkurs gibt es einen einfachen Ausweg, der absolut naheliegend ist, wenn man sich &uuml;ber die herk&ouml;mmlichen &ouml;konomischen Dogmen hinwegsetzt. Um den Entwicklungsl&auml;ndern die in dieser Krise lebensnotwendige monet&auml;re Freiheit zu geben, die f&uuml;r gro&szlig;e Industriel&auml;nder nahezu selbstverst&auml;ndlich ist, muss man den Entwicklungsl&auml;ndern f&uuml;r die Zeit der Bek&auml;mpfung des Corona-Schocks &ndash; sagen wir: f&uuml;r die n&auml;chsten zw&ouml;lf Monate &ndash; eine Wechselkursgarantie geben. Ihre W&auml;hrungen sollten weiter gehandelt werden, aber einen bestimmten Wert zum US-Dollar oder zum Euro nicht unterschreiten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/die-entwicklungslaender-und-das-virus\/\">Makoskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vereinigung Cockpit verurteilt Einstellung des Flugbetriebs bei Germanwings<\/strong><br>\nDie Vereinigung Cockpit hat heute mit vollkommenem Unverst&auml;ndnis die Mitteilung der Lufthansa Group zur Kenntnis genommen, dass der Flugbetrieb bei Germanwings dauerhaft eingestellt und die Firma abgewickelt werden soll. Noch letzte Woche hatten sich die Gewerkschaften mit dem Management der Germanwings auf eine Vereinbarung zur Kurzarbeit verst&auml;ndigt, um dem Unternehmen in der aktuellen Krise finanziellen Spielraum zu verschaffen.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Das Management hat offenbar die aktuelle Lage genutzt, die Umstrukturierung des Konzerns auf dem R&uuml;cken der Mitarbeiter voran zu treiben. Diese Vorgehensweise verunsichert nun tausende Mitarbeiter bei Germanwings und der gesamten Lufthansa-Gruppe,&rdquo; so Markus Wahl, Pr&auml;sident der Vereinigung Cockpit. &bdquo;Gelebte Sozialpartnerschaft sieht &ndash; auch und gerade in Krisenzeiten &ndash; anders aus. Wir erwarten vom Management, die eigenen Ank&uuml;ndigungen ernst zu nehmen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Zukunft im Unternehmen zu erm&ouml;glichen.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Niemand kann mit Gewissheit sagen, wie das Kundenverhalten nach der Krise sein wird, auch nicht der Vorstand der Lufthansa. &Ouml;fter schon lag man bei Krisen in der Vergangenheit daneben. Vor dem Hintergrund, dass zur &Uuml;berbr&uuml;ckung der Krisenzeit zum Arbeitsplatzerhalt staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden sollen, ist das f&uuml;r die Mitarbeiter eine Zumutung und es dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass die Krise zur dauerhaften Absenkung der Tarife genutzt werden soll. Die Vereinigung Cockpit verurteilt das Vorgehen des Lufthansa-Managements scharf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vcockpit.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailansicht\/news\/vereinigung-cockpit-verurteilt-einstellung-des-flugbetriebs-bei-germanwings.html\">Vereinigung Cockpit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Systemrelevante Berufe: Kostenloser Applaus reicht nicht!<\/strong><br>\nKrankenpfleger, Verk&auml;uferinnen, LKW-Fahrer &ndash; sie alle halten in der aktuellen Corona-Krise den Laden am Laufen. Was erhalten sie daf&uuml;r? H&ouml;chste gesundheitliche Risiken und Applaus. Was verdienen Sie? Viel zu wenig! Mit &ldquo;Corona-Boni&rdquo; ist es nicht getan. Fl&auml;chendeckende Tarifvertr&auml;ge mit einer h&ouml;heren Bezahlung m&uuml;ssen her. Und das nicht erst seit Corona&hellip;<br>\nAls die j&uuml;ngste Finanzkrise ihren Lauf nahm, musste die Bundesrepublik mit Milliarden die Verursacher retten. Schlie&szlig;lich sind Banken systemrelevant. Wenn es hierzulande um Steuersenkungen geht, sind meistens Entlastungen f&uuml;r Spitzenverdienende gemeint. Schlie&szlig;lich sind sie die Leistungstr&auml;ger. Aber in Corona-Zeiten l&auml;uft vieles anders: Mittlerweile ist v&ouml;llig klar, wer wirklich unverzichtbare Arbeit f&uuml;r die Gesellschaft leistet. Ohne die Besch&auml;ftigten in den systemrelevanten Berufen ist die gegenw&auml;rtige Lage nicht zu meistern. Von Balkonen wird applaudiert, die Bundeskanzlerin ist voll des Lobes und im Bundestag gibt es Standing Ovations. Aber warum hat es dazu erst eine Pandemie gebraucht?<br>\n(&hellip;) Infolge dieser Fakten ist es mit kostenlosem Applaus nicht mehr getan. Konsequent w&auml;re: Mehr Geld f&uuml;r die Besch&auml;ftigten!<br>\n(&hellip;) Systemrelevante Besch&auml;ftigte verdienen endlich anst&auml;ndige Bezahlung<br>\nParallel muss die Politik endlich Farbe bekennen. Auf Bundesebene sind die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r allgemeinverbindliche branchenweite Tarifvertr&auml;ge zu erweitern. Die Landesregierung muss wiederum daf&uuml;r sorgen, dass &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge nur noch an tarifgebundene Unternehmen vergeben werden. Und schlie&szlig;lich k&ouml;nnen alle dazu beitragen, dass das augenblickliche Bewusstsein &uuml;ber die Corona-&Auml;ra hinaus Bestand hat. Denn die systemrelevanten Leistungstr&auml;ger verdienen nicht nur Beifall, sondern deutlich mehr Geld auf dem Konto!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++76b18518-74b6-11ea-8b82-52540088cada\">Schlaglicht Niedersachsen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Arbeitsagentur droht w&auml;hrend der Corona-Krise der Kollaps<\/strong><br>\nIT-Experten der Bundesbeh&ouml;rde warnen vor Notabschaltung von Tausenden Homeoffice-Arbeitspl&auml;tzen.<br>\nTats&auml;chlich sind die Agenturen und Jobcenter aber geschlossen. Seit dem 18. M&auml;rz gibt es keinen Zugang zu den Gesch&auml;ftsstellen mehr. Alles l&auml;uft nur noch per Telefon, Fax oder Mail. Auch die Mitarbeiter selbst arbeiten oft zu Hause, um Infektionsrisiken zu minimieren oder weil sie sich um ihre Kinder k&uuml;mmern m&uuml;ssen, die nicht in Kita oder Schule k&ouml;nnen. &bdquo;Wir haben das Angebot, im Homeoffice zu arbeiten, deutlich ausgeweitet&ldquo;, hei&szlig;t es in der N&uuml;rnberger Zentrale der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA)&hellip;<br>\n(&hellip;) Risiko eines Hardware-Ausfalls<br>\nDennoch schl&auml;gt der IT-Bereich der Bundesagentur inzwischen Alarm. Da sich die Nutzung weiter auf die Kernarbeitsstunden zwischen 7 bis 15 Uhr konzentrieren w&uuml;rde, entst&uuml;nden immer wieder sogenannte &Uuml;berlastsituationen. Mitarbeiter k&ouml;nnten sich nicht einw&auml;hlen, obwohl Kapazit&auml;ten frei sind. Schlie&szlig;lich k&ouml;nne es zu Ausfall der Hardware kommen.<br>\nIn einer entsprechenden Mail an die Arbeitsagenturen hei&szlig;t es: &bdquo;Wenn wir das aktuelle Nutzerverhalten f&uuml;r die Plattform nicht umgehend &auml;ndern und strukturieren, wird dies dazu f&uuml;hren, dass es zu weiteren gravierenden Defekten kommt, die Plattform in K&uuml;rze nicht betrieben werden kann und dann notgedrungen komplett abgeschaltet werden muss.&ldquo; Folge: Bundesweit k&ouml;nnten Tausende BA-Arbeitspl&auml;tze nicht mehr besetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/der-arbeitsagentur-droht-waehrend-der-corona-krise-der-kollaps-li.80660\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betten statt Bajonette<\/strong><br>\nFrankreich: Gewerkschaften und Intellektuelle fordern f&uuml;r &raquo;Zeit nach dem Virus&laquo; starken Sozialstaat und R&uuml;cknahme von Notstandsgesetzen<br>\nDer f&uuml;r den gesamten April geltende, gewerkschaftliche Streikaufruf f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst in Frankreich verlangt nicht nur den Schutz f&uuml;r das Personal im Krankenhaus oder bei der M&uuml;llabfuhr. Er stellt auch die autorit&auml;ren Ma&szlig;nahmen der Regierung und die damit verbundenen &raquo;neuen Aufgaben&laquo; der Polizei in Frage&hellip;<br>\n(&hellip;) Das Krankenhauspersonal Frankreichs wei&szlig; nicht erst seit dem Ausbruch der Pandemie, dass sein Kampf gegen das Coronavirus vor allem durch den eklatanten Mangel an Betten und Material gepr&auml;gt ist. Bereits seit einem Jahr streiken, an wechselnden Standorten im Land, &Auml;rzte, Krankenpfleger und Schwestern der Intensivstationen. Nicht etwa f&uuml;r mehr Lohn, sondern f&uuml;r die Einstellung einiger hundert medizinischer Fachkr&auml;fte.<br>\nEnde 2019 gab die staatliche Direktion f&uuml;r Statistik Zahlen bekannt, die selbst die politische Rechte Frankreichs schockierten. Allein in den vergangenen sechs Jahren &ndash; unter dem sozialdemokratischen Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande, dessen strammem Premier Manuel Valls sowie dem amtierenden neoliberalen Staatschef Emmanuel Macron und seinem Ministerpr&auml;sidenten Edouard Philippe &ndash; b&uuml;&szlig;te das Gesundheitssystem des Landes 17.500 Betten und mehr als tausend Personalstellen ein&hellip;<br>\n(&hellip;) Aus- und aufger&uuml;stet wurde daf&uuml;r die Polizei, die mit neuen Waffen und einem gnadenlosen Pariser Polizeipr&auml;fekten Didier Lallement den Protest der &bdquo;Gelbwesten&ldquo; und den Widerstand gegen Macrons sogenannte Rentenreform in Schach zu halten hatte&hellip;<br>\nVor autorit&auml;ren Ma&szlig;nahmen und der Erm&auml;chtigung der Regierung, das Land mit Dekreten und ohne Parlament zu regieren, warnte der in Frankreich preisgekr&ouml;nte Sience-Fiction-Schriftsteller Alain Damasio in der vergangenen Woche. &bdquo;Die Polizei darf nicht der bewaffnete Arm einer ungeheuer inkompetenten Gesundheitspolitik sein.&ldquo; &hellip; &bdquo;Wurde die unter dem Alibi angeblicher Gewalt der Gelbwesten forcierte, haarstr&auml;ubende R&uuml;cknahme demokratischer Rechte staatlicherseits noch einmal &uuml;berdacht? Keineswegs.&laquo; Damasio empfiehlt auch den Lohnabh&auml;ngigen &raquo;Misstrauen, h&ouml;chstes Misstrauen. F&uuml;r die Zeit nach dem Coronavirus&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/376106.debatte-in-frankreich-betten-statt-bajonette.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lesen Sie dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59797\">Frankreich und die Pandemie<\/a> Sowie: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59442\">Frankreich: Kommunalwahlen in den Zeiten des Coronavirus<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vom Niedergang grundrechtlicher Denkkategorien in der Corona-Pandemie<\/strong><br>\nWir beklagen zurzeit Grundrechtseingriffe ungeahnten Ausma&szlig;es. Wir m&uuml;ssen aber noch etwas beklagen, n&auml;mlich einen ziemlich fl&auml;chendeckenden Ausfall rechtsstaatlicher Argumentationsstandards. Zwar betonen die Entscheider, die momentan mit Rechtsverordnungen Grundrechte suspendieren, immer wieder, wie schwer ihnen dies falle. Dem rechtlich wie ethisch gebotenen Umgang mit den Grundrechten wird die momentane Rechtfertigungsrhetorik jedoch nicht gerecht. Grundrechte k&ouml;nnen nur unter Beachtung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit eingeschr&auml;nkt werden. Der Eingriff unterliegt einem Rationalit&auml;tstest anhand von faktenorientierten Ma&szlig;st&auml;ben und einer Verantwortbarkeitskontrolle orientiert an normativen Ma&szlig;st&auml;ben.<br>\nZun&auml;chst geht es um Faktenfragen: Es darf vor allem kein milderes Mittel geben. K&ouml;nnen die gew&auml;hlten Mittel das Ziel, dem der Eingriff dient, &uuml;berhaupt f&ouml;rdern? Sind weniger invasive Mittel denkbar? Um diese Fragen zu beurteilen, muss man wissen, auf welche Bedrohung reagiert wird. Sodann d&uuml;rfen die f&uuml;r dieses Ziel eingesetzten Mittel andere Rechtsg&uuml;ter nicht unangemessen verk&uuml;rzen. Jetzt geht es um eine normative Frage. Das rechtsstaatliche Rechtfertigungsprogramm von Grundrechtseingriffen operiert mit einigen Grundkategorien: Schutzg&uuml;ter, Eingriffsintensit&auml;t, mildere Mittel, Kausalit&auml;t und Zurechnung. Die mit diesen Kategorien verbundenen Denkvorg&auml;nge finden momentan ganz weitgehend nicht statt. Wenn wir momentan einen &bdquo;Ausnahmezustand&ldquo; erleben, dann ist es ein Ausnahmezustand im juristischen Denken. (&hellip;)<br>\nWir wissen zwar nicht, wie sich das dynamische Schutzgut Gesundheitssystem entwickelt, wir wissen eines aber mit Sicherheit: Die Freiheiten werden jetzt verletzt: Jetzt werden die Existenzen vernichtet. Jetzt wird Bildungsungleichheit erzeugt. Jetzt wird auch die Gesundheit vernachl&auml;ssigt, wenn OPs nicht mehr durchgef&uuml;hrt werden und Zahn&auml;rzte Kurzarbeit anmelden. Jetzt werden die Staatsfinanzen ruiniert. Jetzt werden die Mittel f&uuml;r Ausgleichsma&szlig;nahmen disponiert, die wir f&uuml;r Infrastruktur, Klimaschutz und Bildung vorgesehen hatten. Diese Schutzg&uuml;ter werden jetzt gesch&auml;digt. Aber welchen Gesundheitsschutz versprechen wir uns, f&uuml;r den wir Freiheitseingriffe und Finanzrisiken in Kauf nehmen? Will der Staat jedem Patienten eine 14t&auml;gige intensivmedizinische Behandlung garantieren? Sollte er das &ndash; und damit Erwartungen wecken, die er ersichtlich nicht erf&uuml;llen kann? Was w&auml;re bei einem verheerenden Terroranschlag: Ist dann auch jedem Opfer eine intensivmedizinische Betreuung garantiert? Es ist auch hier die Zeitdimension, die wir nicht in den Griff kriegen. Wie erstaunlich, dass der sichere Freiheitseingriff in der Gegenwart eingetauscht wird gegen einen unsicheren Gesundheitsschutz in der Zukunft. Abw&auml;gung kann man das jedenfalls nicht nennen. (&hellip;)<br>\nWir stehen vor Hygienema&szlig;nahmen ganz anderer Art: Der Rechtsstaat ist schwer beschmutzt. Die rechtsstaatliche Hygiene muss dringend wieder hergestellt werden, sonst droht hier das gr&ouml;&szlig;te Infektionsrisiko.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/vom-niedergang-grundrechtlicher-denkkategorien-in-der-corona-pandemie\/\">Oliver Lepsius in Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wie lange noch?<\/strong><br>\n(&hellip;) Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sind sie so fl&auml;chendeckend, so umfassend und so radikal eingeschr&auml;nkt worden. Die Freiheiten der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger werden, wegen Corona, auf vorerst unabsehbare Zeit in bisher unvorstellbarer Weise beschnitten und aufgehoben &ndash; ohne gro&szlig;en gesetzgeberischen Aufwand, mit einem Fingerschnippen der Exekutive quasi.<br>\nEs wurde eine Stimmung geschaffen, in der sich Menschenrechte und Menschenleben gegen&uuml;berstehen und die amtlich verordnete Aussetzung von Menschen- und B&uuml;rgerrechten als Preis f&uuml;r die Rettung von Menschenleben gilt&hellip;<br>\n(&hellip;) Und es gibt kaum Protest dagegen und keine Demonstrationen; letztere sind ja heute verboten&hellip;<br>\nDie Reaktion auf Corona ver&auml;ndert die gereifte Bundesrepublik. In einem Land mit einer bislang ausgepr&auml;gten Streitkultur verschwinden Kritik und Protest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-coronavirus-grundrechte-1.4868817\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Morde an Aktivisten nehmen in Kolumbien auch unter der Ausgangssperre weiter zu<\/strong><br>\nBogot&aacute;. W&auml;hrend die &Ouml;ffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit auf die Corona-Krise richtet, spitzt sich die systematische Mordwelle an sozialen Aktivisten in Kolumbien weiter zu.<br>\nSeit dem Beginn der landesweiten Quarant&auml;ne vor zwei Wochen z&auml;hlte das kolumbianische Institut f&uuml;r Friedens- und Entwicklungsstudien Indepaz bereits 14 get&ouml;tete Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger. Senator Iv&aacute;n Cepeda warnte indes vor einer Zunahme der Morde inmitten der Corona-Pandemie, die weder im Land noch in der Weltgemeinschaft die n&ouml;tige Aufmerksamkeit erhielten.<br>\nDie Nationale Indigene Organisation Kolumbiens (ONIC) prangerte am vergangenen Dienstag die Ermordung zweier indigener F&uuml;hrer im Valle del Cauca an, die sich unter Einhaltung der verordneten Quarant&auml;ne in ihren H&auml;usern aufhielten. Auch ONIC fordert, dass es w&auml;hrend des Corona-Notstands kein Schweigen der Medien zu den anhaltenden Morden an sozialen Aktivisten geben d&uuml;rfe. Das Wegsehen der Gesellschaft f&uuml;hre in einigen Teilen des Landes, wie in der Provinz Putumayo, zu einem erneuten Anstieg der Gewalt.<br>\n(&hellip;) So wurde am 19.M&auml;rz auch einer der prominentesten Aktivisten aus Putumayo, Marcos Rivadeneira, von einer Gruppe bewaffneter M&auml;nner get&ouml;tet. Rivadeneira war Mitglied des Vorstands des &ldquo;Nationalen Agrarkoordinators&rdquo; (CNA), einer der gr&ouml;&szlig;ten Kleinbauernnorganisationen des Landes, die zur Plattform der sozialen Bewegungen &ldquo;Volkskongress&rdquo; geh&ouml;rt. Er war auch Pr&auml;sident des Kleinbauernverbandes von Puerto As&iacute;s.<br>\nDer CNA macht den kolumbianischen Staat f&uuml;r die Ermordung Rivadeneiras verantwortlich. Landesweit prangern Menschenrechtsorganisationen die rechtskonservative Regierung von Iv&aacute;n Duque wegen ihrer Komplizenschaft an und fordern Ma&szlig;nahmen zum Schutz der Menschen, die f&uuml;r die Rechte marginalisierter Teile der Gesellschaft k&auml;mpfen. Duques Regierung hat bislang keine Ma&szlig;nahmen ergriffen. Die Forderungen der Organisationen bleiben unbeantwortet, w&auml;hrend die Zahl der ermordeten Aktivisten weiter steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2020\/04\/238761\/kolumbien-ausgangssperre-morde\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auf Sicht fahren ist grundfalsch<\/strong><br>\n(&hellip;)  In der Politik hat die Floskel etwas mit Zur&uuml;ckhaltung zu tun, man will kein Risiko eingehen und nur solche Entscheidungen treffen, deren Folgen &uuml;berschaubar sind. Legt man diesen Ma&szlig;stab an die Corona-Politik von Bundes- und Landesregierungen an, muss sich aber schnell etwas &auml;ndern. Denn die Folgen eines l&auml;ngeren Shutdowns samt Einkommensverlusten f&uuml;r weite Teile der Bev&ouml;lkerung sind dramatisch. Das Land steuert mit Volldampf in eine sehr lange Wirtschaftskrise hinein. Das ist sehr deutlich erkennbar.<br>\nFinanzminister Olaf Scholz will laut einem Bericht der Tagesschau erst nach &uuml;berwundener Krise ein Konjunkturpaket auflegen, das sich zudem an internationalen Klimazielen orientiert. Jetzt ergebe das offenbar noch keinen Sinn, muss man aus den &Auml;u&szlig;erungen schlie&szlig;en. Auch der SPD-Minister f&auml;hrt wie seine konservativen Freunde aus der Union auf Sicht und verweist bis dahin auf den laufenden Haushalt der Gro&szlig;en Koalition, der seinen Angaben nach bereits hohe Investitionen beinhalte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/200406auf-sicht-fahren-ist-grundfalsch\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Aber &ldquo;f&auml;hrt&rdquo; die Politik &ndash; insbesondere Bundes- und Landesregierungen &ndash; tats&auml;chlich &ldquo;auf Sicht&rdquo;? Nicht einmal die Zahlen, die Grundlage f&uuml;r die verfassungsrechtlich fragw&uuml;rdigen Ma&szlig;nahmen in dieser merk-w&uuml;rdigen Zeit sind, sind verl&auml;sslich. Offenbar &ldquo;f&auml;hrt&rdquo; die Entscheidungstr&auml;gerschaft in Bund und L&auml;ndern vielmehr &ldquo;blind&rdquo;. Das mag der &ouml;konomischen Kompetenz einiger Regierungsmitglieder entsprechen &ndash; vielen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern in der hiesigen Bev&ouml;lkerung wird das jedoch schaden ..<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Wahrheit hinter der Schutzmaske<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung behauptete, Schutzmasken k&ouml;nnten sogar sch&auml;dlich sein. Der Grund daf&uuml;r waren mangelnde Vorr&auml;te. Als erste Gro&szlig;stadt f&uuml;hrt Nizza nun eine Mundschutzpflicht ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/nizza-fuehrt-als-erste-franzoeische-grossstadt-maskenpflicht-ein-16716014.html?GEPC=s2&amp;fbclid=IwAR1XhMqfvSG8xZ4SdkaZsP0xsgLzRVwSO2-5jS83XwCtv4QDEvGJWXjVU1Q\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn es um Frankreich geht, zeigt auch die FAZ Angriffslust. Dabei lie&szlig;e sich dieser Artikel auch 1:1 auf Deutschland und das RKI umm&uuml;nzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Soforthilfe und Solidarsemester<\/strong><br>\nDie Kultusminister der L&auml;nder wollen das Sommersemester nicht verloren geben. Um die Herausforderungen in der Corona-Krise zu meistern, brauche es Planungssicherheit und Flexibilit&auml;t. In den Ohren notleidender Studierender klingt das wie Hohn. Ohne Job und ohne Geld wird Studieren kaum m&ouml;glich sein. Aber der Druck auf die Politik w&auml;chst.<br>\nSemester oder Nichtsemester &ndash; das ist hier die Frage. Zumindest k&ouml;nnte man das meinen angesichts der unver&auml;ndert gro&szlig;en Ungewissheiten, wie es mit der Corona-Krise im Allgemeinen und den Hochschulen im Besonderen weitergeht. W&auml;hrend momentan noch keiner verl&auml;sslich sagen kann, ob die Gesellschaft in Wochen, Monaten oder mithin noch sp&auml;ter zur Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehrt, haben sich die Wissenschaftsminister der L&auml;nder bereits festgelegt: &bdquo;Das Sommersemester findet statt.&ldquo;&hellip;<br>\nWischiwaschi<br>\nBei der KMK wei&szlig; man das auch, tut aber so, als w&auml;ren kommende Probleme und Konflikte &uuml;berschaubar und mit ein bisschen Geschick, Improvisation und gutem Willen locker zu bew&auml;ltigen.<br>\n&hellip; Wenn &bdquo;Planungssicherheit&ldquo; und &bdquo;Flexibilit&auml;t&ldquo; in einem Satz auftauchen, ist Wischiwaschi die Devise. Der Arbeitsauftrag der Politik an die Hochschulen lautet denn auch: Macht mal &ndash; irgendwie! Alles soll zwar nach M&ouml;glichkeit &uuml;ber die B&uuml;hne gehen, muss aber auch nicht unbedingt.<br>\n(&hellip;) &bdquo;Ein Semester kann warten&ldquo;<br>\n&Auml;hnlich argumentiert eine Initiative von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern, die sich unl&auml;ngst in einem &bdquo;offenen Brief aus Forschung und Lehre&ldquo; f&uuml;r ein &bdquo;Nichtsemester&ldquo; ausgesprochen hatten. &bdquo;Mindestens 85 Prozent der Lehrenden und Forschenden sind (sehr) prek&auml;r besch&auml;ftigt. Studierende, die erwerbst&auml;tig sind, Careverpflichtungen haben, &uuml;ber wackelige technische Infrastruktur und wenig Ressourcen verf&uuml;gen, sind die Mehrheit, nicht die Ausnahme.&ldquo; Viele h&auml;tten zudem Aufenthalts- und Visa-Probleme. &bdquo;Nennen wir es Nichtsemester, Fleximester, Optionalsemester, Kreativsemester &hellip;&ldquo;, schreiben die Urheber des Briefs&hellip;<br>\n(&hellip;) 50.000 f&uuml;r Soforthilfe<br>\nF&uuml;r den Moment treiben Studierende derzeit ohnedies andere Sorgen um als die Frage, wie sie den n&auml;chsten Schein machen oder die n&auml;chste Pr&uuml;fung bestehen sollen. Nicht wenige bangen um ihre nackte Existenz &ndash; weil ihr Studijob pl&ouml;tzlich weggebrochen ist, Miete und Rechnungen zu begleichen sind und sie nicht wissen, womit sie ihr Mittagessen bezahlen sollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2349-soforthilfe-solidarsemester.php\">Studis online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wie das Fernsehen die Unterschichten vorf&uuml;hrt<\/strong><br>\nWie das Fernsehen die Unterschichten vorf&uuml;hrt<br>\nOBS-Diskussionspapier analysiert Zerrbilder und identifiziert Klischees in der Armutsberichterstattung<br>\nFrankfurt\/Main, den 7. April 2020 &ndash; Angeh&ouml;rige der Unterschichten bekommen im &ldquo;Unterschichtenfernsehen&rdquo; ein Zerrbild von sich selbst pr&auml;sentiert &ndash; und die &uuml;brige Gesellschaft ignoriert das weitgehend: sowohl die Armut selbst, die mitten im reichen Deutschland existiert, als auch die medialen Klischees, die &uuml;ber die Betroffenen verbreitet werden. Dieses kritische Res&uuml;mee zieht Autor Bernd G&auml;bler in &ldquo;Armutszeugnis&rdquo;, einer neuen OBS-Publikation &uuml;ber Fernsehberichterstattung.<br>\nDer in Bielefeld lehrende Medienwissenschaftler Bernd G&auml;bler hat mehr als hundert Stunden RTL II geschaut und dann insbesondere Sendungen wie &ldquo;Hartz und herzlich&rdquo; und &ldquo;Armes Deutschland &ndash; Stempeln oder abrackern?&rdquo; unter die Lupe genommen. &ldquo;Im Tarnkleid des Mitgef&uuml;hls&rdquo;, so G&auml;bler, &ldquo;pflegt der Sender einen Extremismus des Elends und lockt besonders krasse Charaktere vor die Kamera.&rdquo; Aber auch Formate von RTL wie &ldquo;Zahltag! Ein Koffer voller Chancen&rdquo; und zahlreiche Berichte von ARD und ZDF, in denen Armut thematisiert wird, werden beschrieben und bewertet.<br>\nIn den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern, so ein weiterer Befund, werde zwar qualitativ besser, aber zu stark saisonal und wenig nachhaltig &uuml;ber Armut berichtet. Insbesondere in fiktionalen Produktionen werde zu oft ausschlie&szlig;lich aus der Perspektive einer wohlhabenden Mittelschicht auf die Gesellschaft geblickt. Anders als in Nachbarl&auml;ndern &ndash; Ken Loach in Gro&szlig;britannien, die Br&uuml;der Jean-Pierre und Luc Dardenne in Belgien oder Ladj Ly in Frankreich &ndash; gebe es in Deutschland keine Schule des sozial-realistischen Films. Interessante Interviews mit Senderverantwortlichen (Marcus Niehaves, ZDF), Reportern (Holger Baars, Radio Bremen) und der Regisseurin Aelrun Goette erg&auml;nzen die Analysen. Besonders aufschlussreich ist, was die 25-j&auml;hrige Jacqueline Paetzel aus Bremerhaven &uuml;ber die Dreharbeiten preisgibt (&ldquo;Ich bereue das total&rdquo;). Sie hat als Protagonistin &ldquo;Jacky P.&rdquo; in &ldquo;Armes Deutschland &ndash; Stempeln oder abrackern?&rdquo;, ein auch von G&auml;bler untersuchtes Format, mitgemacht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/pressemitteilung-wie-das-fernsehen-die-unterschichten-vorfuehrt\/\">Otto Brenner Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/wissenschaftsportal\/informationsseiten-zu-studien\/armutszeugnis-wie-das-fernsehen-die-unterschichten-vorfuehrt\/\">Armutszeugnis (Studie) &ndash; Otto Brenner Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kritik des Rubikon in der Corona-Krise<\/strong><br>\nWeite Teile des digitalen, alternativen Mainstreams sind in Anbetracht der Corona-Krise auf die gleiche Linie eingeschwenkt. Demnach haben wir es mit einem Staatsstreich zu tun, der den neuen Faschismus einf&uuml;hrt. Covid-19 selbst sei dagegen &bdquo;nicht schlimmer als die Grippe&ldquo; oder gar: &bdquo;ein Fake&ldquo;. Rubikon ist unter der energischen F&uuml;hrung seines Herausgebers Jens Wernicke federf&uuml;hrend f&uuml;r diese Linie. Florian Kirner findet sie verantwortungslos und kritisiert, dass alles, was wir dem Mainstream-Journalismus vorwerfen, nun auch im Bereich der &bdquo;alternativen&ldquo; Medien zu beobachten ist.<br>\n&bdquo;Die Welt hat M&auml;nnerschnupfen.&ldquo; So fasst ein Autor des Rubikon die Gef&auml;hrlichkeit des Corona-Virus zusammen. M&auml;nnerschnupfen, das ist also dieser scherzhafte Ausdruck f&uuml;r die selbstmitleidige Hysterie, die die Herren der Sch&ouml;pfung bei jeder noch so harmlosen Erk&auml;ltung bef&auml;llt.<br>\nWer ist der Mann, der dies so schreibt? Was qualifiziert ihn zu dieser Aussage? Ist er Mediziner? Virologe? Epidemiologe? Hat er nennenswerte wissenschaftliche Kenntnisse in f&uuml;r die Corona-Einsch&auml;tzung relevanten Fachgebieten?<br>\nNun, es handelt sich um einen Studenten der Politologie und der Theaterwissenschaften. Auf meine kritische Nachfrage erfahre ich, er habe sich allerdings &bdquo;bereits seit Wochen&ldquo; mit dem Thema besch&auml;ftigt, und zwar: &bdquo;intensiv&ldquo;.<br>\nIn einem neuen Video-Gespr&auml;ch des Rubikon erfahren wir: &bdquo;Vermutlich handelt es sich dabei um eine ziemlich normale grippale Infektion.&ldquo; Der, der diese Einsch&auml;tzung t&auml;tigt, ist Kulturwissenschaftler und Theaterdramaturg. Inzwischen &auml;u&szlig;ern sich im Rubikon auch Realschullehrer und gelernte Elektriker zu virologischen Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/kritik-des-rubikon-in-der-corona-krise\/?fbclid=IwAR3e4-1iopdyIAaMvxrwPvwJhpyahgQ2dK8rYuJH1XVcintXe3kuFYsRY5c\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ich sch&auml;me mich &ndash; meines Berufsstands<\/strong><br>\nHarald Wiesendanger &uuml;ber die Massenmedien w&auml;hrend der Corona-Krise<br>\nSeit &uuml;ber 35 Jahren arbeite ich als Wissenschaftsjournalist, mit Schwerpunkt Medizin. Jederzeit konnte ich dazu stehen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Falls jedoch das, was Massenmedien in der Corona-Krise nahezu geschlossen abliefern, noch als &bdquo;Journalismus&ldquo; durchgeht, so will ich damit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun haben. Falls das, was sie sich als &bdquo;Wissenschaft&ldquo; verkaufen lassen und unverdaut an ihre Zielgruppen weiterreichen, durchweg Wissenschaft ist, so r&auml;ume ich schleunigst mein Arbeitsgebiet.<br>\nMit blankem Entsetzen und ohnm&auml;chtiger Wut verfolge ich das unw&uuml;rdige Treiben gestandener Berufskollegen: vom Redakteur beim Nachrichtenmagazin &uuml;ber den &bdquo;Tagesthemen&ldquo;- und &bdquo;Heute&ldquo;-Moderator bis hin zum Mitarbeiter der Presseagentur, zum Rundfunkplauderer, zum Social-Media-Texter, zum Talkshow-Gastgeber. Ungefiltert bringen sie offizielle Horrorzahlen unters Volk, ohne zu hinterfragen, wie diese &uuml;berhaupt zustande kommen; wie sie ausgewertet werden; was sie eigentlich besagen; wie es um andere Zahlen steht&hellip;<br>\n(&hellip;) Wie ein Berufsstand, der als unabh&auml;ngige, kritische, unvoreingenommene Vierte Gewalt die M&auml;chtigen kontrollieren soll, ebenso blitzschnell wie nahezu einm&uuml;tig derselben kollektiven Hysterie erliegen kann wie sein Publikum und sich f&uuml;r Hofberichterstattung, Regierungspropaganda, expertengl&auml;ubige Verg&ouml;tterung der Heiligen Kuh Wissenschaft hergibt: Das ist mir unbegreiflich, es widert mich an, ich habe genug davon, ich distanziere mich voller Fremdscham von dieser unw&uuml;rdigen Performance. Wahrhaftigkeit und sorgf&auml;ltige Recherche; Schutz der Ehre und Achtung der W&uuml;rde von Menschen &ndash; auch solcher, die abweichende Meinungen vertreten; das Gegenchecken jeder Informationsquelle, egal wie glaubhaft sie auf den ersten Blick erscheinen mag; das Vermeiden sensationeller Darstellungen, die &uuml;berzogene Hoffnungen oder Bef&uuml;rchtungen wecken k&ouml;nnten: All das z&auml;hlt zu den obersten Geboten jedes Pressekodex&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachrichten-fabrik.de\/news\/harald-wiesendanger-ueber-die-massenmedien-waehrend-der-corona-krise-ich-schaeme-mich---meines-berufsstands-152103\">Nachrichten-Fabrik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Allerletzte: USA setzen Zahlungen an Weltgesundheitsorganisation aus<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Donald Trump hat gedroht, Beitragszahlungen seines Landes an die Weltgesundheitsorganisation zu stoppen. Die WHO habe bei der Corona-Pandemie schlecht reagiert, sagte Pr&auml;sident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Wei&szlig;en Haus zur Begr&uuml;ndung. &ldquo;Sie h&auml;tten es wissen m&uuml;ssen und haben es vermutlich gewusst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-corona-mittwoch-103.html#USA-setzen-Zahlungen-an-Weltgesundheitsorganisation-aus\">Tageschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Zur Erinnerung, Mr. Trump: Die WHO hat bereits am 13. M&auml;rz das Coronavirus zu einer Pandemie erkl&auml;rt und alle L&auml;nder aufgefordert, auf Eind&auml;mmung zu setzen und gleichzeitig ihre Bem&uuml;hungen zur Bek&auml;mpfung der Krankheit zu forcieren. <a href=\"http:\/\/www.euro.who.int\/de\/health-topics\/health-emergencies\/coronavirus-covid-19\/news\/news\/2020\/3\/who-announces-covid-19-outbreak-a-pandemic\">Dabei komme es wesentlich auf schnelles Handeln an, bei dem jeder Tag z&auml;hle<\/a>. Aber Trump sowie auch sein Freund Boris Johnson wussten es nat&uuml;rlich besser und haben nicht auf die Warnungen der WHO geh&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-60034","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60034"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60037,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60034\/revisions\/60037"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}