{"id":60119,"date":"2020-04-09T14:19:58","date_gmt":"2020-04-09T12:19:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60119"},"modified":"2020-04-09T18:39:12","modified_gmt":"2020-04-09T16:39:12","slug":"pandemie-und-propaganda-die-ganz-grosse-verwirrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60119","title":{"rendered":"Pandemie und Propaganda: Die ganz gro\u00dfe Verwirrung"},"content":{"rendered":"<p>Die Irref&uuml;hrung durch gro&szlig;e Medien in der Corona-Krise ist gewaltig: Die wackelige Datenbasis f&uuml;r den verst&ouml;renden Zickzack-Kurs wird nicht hinterfragt. Zentrale Debatten finden kein mediales Forum. Die im Schatten des Virus lauernden geo- und finanzpolitischen Gefahren (und Chancen) werden nicht angemessen betrachtet. Stattdessen: Stimmungsmache gegen Russland und Alternativmedien. Mehrere Dokumente skizzieren au&szlig;erdem (anscheinend) die Medien-Taktik der Regierung. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5803\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-60119-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200409_Pandemie_und_Propaganda_Die_ganz_grosse_Verwirrung_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200409_Pandemie_und_Propaganda_Die_ganz_grosse_Verwirrung_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200409_Pandemie_und_Propaganda_Die_ganz_grosse_Verwirrung_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200409_Pandemie_und_Propaganda_Die_ganz_grosse_Verwirrung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=60119-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200409_Pandemie_und_Propaganda_Die_ganz_grosse_Verwirrung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200409_Pandemie_und_Propaganda_Die_ganz_grosse_Verwirrung_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Mittlerweile sind sogar Elemente, die man vor allem aus der Syrien-Kampagne kennt, in Deutschland angekommen: etwa die Instrumentalisierung von Kindern, um durch Emotionalisierung von Sachfragen abzulenken. So verlas k&uuml;rzlich Bayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der den angeblich von einer Zehnj&auml;hrigen verfassten Aufruf: &bdquo;K&ouml;nnten Sie die Ausgangsbeschr&auml;nkung verl&auml;ngern?&ldquo; Viele <a href=\"https:\/\/web.de\/magazine\/news\/coronavirus\/dringende-bitte-10-jaehrige-schreibt-ruehrenden-brief-markus-soeder-34566464\">Medienberichte<\/a> kritisierten nicht etwa die Instrumentalisierung von Kindern f&uuml;r politische Vorhaben, sondern f&uuml;hrten diese Instrumentalisierung selber fort: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&rsquo;Wir sollten zusammen k&auml;mpfen. Danke das sie f&uuml;r uns da sind&rsquo; schlie&szlig;t das M&auml;dchen in ihrem Brief. Den Zeilen folgt ein gemaltes rosafarbenes Herz, in dem &sbquo;Danke&lsquo; zu lesen ist, darunter l&auml;chelt eine Sonne. Ein Brief und eine Message, die S&ouml;der sehr beeindruckt haben m&uuml;ssen! In seiner Pressekonferenz, sonst ganz auf Krisenmanagement ausgerichtet, nimmt er Bezug auf die Zeilen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Medialer Gleichklang stellt Maidan-Kampagne in den Schatten<\/strong><\/p><p>Bei dieser Episode denkt man etwa an <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/66170-bana-bei-den-oscars\/\">&bdquo;Bana aus Aleppo&ldquo;<\/a>, ein Kind, das angeblich Twitter-Botschaften aus dem umk&auml;mpften Aleppo gesendet hatte. Wenn Kinder f&uuml;r Meinungsmache benutzt werden, dann kann man davon ausgehen, dass die Faktenlage d&uuml;nn ist. Die Not muss gro&szlig; sein, denn der Gebrauch von Kindern ist zwar wirkungsvoll, sie auszunutzen ist aber nicht hoch angesehen. Das gilt auch dann, wenn der bayerische Brief &ndash; im Gegensatz zu den Twitter-Botschaften von Bana aus Aleppo &ndash; authentisch sein sollte. <\/p><p>Dieser Vorgang aus Bayern ist nur ein winziger Mosaikstein in einem beunruhigenden Bild, das die gro&szlig;en deutschen Medien derzeit zeichnen: Wer dachte, dass der Gleichklang der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=47343\">Kampagnen zum Maidan-Umsturz<\/a> oder der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=58645\">Meinungsmache zum Krieg gegen Syrien<\/a> nicht zu &uuml;bertreffen w&auml;ren, der sieht sich aktuell eines Besseren belehrt. <\/p><p><strong>F&uuml;r Lockdown, gegen Alternativmedien <\/strong><\/p><p>Zu beobachten sind im Moment vor allem drei dominante Str&auml;nge der Berichterstattung. Da ist zum einen jener zu Gesundheit, Pr&auml;vention und der Verteidigung der Einschr&auml;nkung der Freiheitsrechte: Dazu finden sich auch Einlassungen in offiziellen Papieren, die k&uuml;rzlich den Weg in die Medien fanden. Dazu geh&ouml;rt ein <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/I\/Influenza\/Pandemieplanung\/Downloads\/Pandemieplan_Teil_II_gesamt.pdf?__blob=publicationFile\">Pandemieplan des Robert-Koch-Instituts<\/a>, eine <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/120\/1712051.pdf\">Risikoanalyse des Bundestags<\/a> und ein dubioses <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/dokumente\/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen\/\">Papier aus dem Innenministerium<\/a>. Auf die in diesen Papieren beschriebenen Kommunikations-Strategien wird sp&auml;ter im Text eingegangen. <\/p><p>Daneben ist eine Abwehr der durch das Virus provozierten wirtschaftspolitischen Erkenntnisse zu beobachten. Ein Extrembeispiel ist etwa dieser Beitrag eines Mitarbeiters der Baader Bank AG: <a href=\"https:\/\/www.onvista.de\/news\/ein-alptraum-einstieg-in-staats-und-ausstieg-aus-marktwirtschaft-346453379\">&bdquo;Ein Alptraum: Einstieg in Staats- und Ausstieg aus Marktwirtschaft&ldquo;<\/a>. Und j&uuml;ngst hie&szlig; es <a href=\"https:\/\/taz.de\/Sozialabbau-in-Deutschland\/!5676509\/\">in der &bdquo;taz&ldquo;<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die gro&szlig;e Erz&auml;hlung, eine neoliberale Elite habe den sozialstaatlichen Konsens mutwillig gek&uuml;ndigt und den Abbau des Sozialstaats betrieben, ist weit verbreitet. Dies scheint so evident zu sein, dass es keines Beleges bedarf. (&hellip;) Das ist symptomatisch f&uuml;r die Sozialdebatte in Deutschland. Selbst substanzielle Verbesserungen werden kommentarlos abgehakt, wenn sie erreicht wurden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Es ist auch eine dazu gegens&auml;tzliche Dynamik zu beobachten: wirtschaftsliberale Medien, die (angesichts einer drohenden moralischen Enttarnung des Systems) nun die Renaissance des starken Staates predigen. Diese erhoffte Enttarnung muss aber relativiert werden: Das wirtschaftsliberale System wurde bereits zahlreiche Male enttarnt &ndash; zuletzt bis auf die Knochen bei der Finanzkrise 2008. Der teilweise aktuell zu verzeichnende Schwenk einiger Medien, auf den Albrecht M&uuml;ller etwa <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59894\">hier<\/a> eingeht,  ist zun&auml;chst mit Vorsicht zu genie&szlig;en, denn diese Kanalisierungen kennt man ebenfalls schon von 2008.<\/p><p>Ein dritter Strang der aktuellen Berichterstattung ist die Diffamierung von Alternativmedien und russischen Staatsmedien sowie von Russland selber. In diesem Zusammenhang soll betont werden, dass nat&uuml;rlich auch China und Russland Propaganda betreiben. Dass sie dabei aktuell erfolgreich sind, weil ihnen die Politik des Westens Steilvorlagen liefert, das haben die NachDenkSeiten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59565\">in diesem Artikel<\/a>  beschrieben.<\/p><p><strong>Das Verwirrspiel mit den t&auml;glichen Zahlenkolonnen<\/strong><\/p><p>Man kann sich Situationen vorstellen, in denen von der Bev&ouml;lkerung ein Verhalten wie aktuell abverlangt werden kann. Vorbedingung f&uuml;r eine durchaus einzufordernde Disziplin ist aber, dass die Bedrohung real ist. Mit diesem Urteil &uuml;ber das Risikopotenzial steht und f&auml;llt die gesamte Betrachtung auch der Zwangsma&szlig;nahmen. Wie l&uuml;ckenhaft und darum weitgehend aussagelos die Datenlage zum Virus ist, das haben die NachDenkSeiten etwa in zwei Interviews mit dem Statistikprofessor Gerd Bosbach thematisiert (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59617\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59903\">hier<\/a>). Ein Artikel von Jens Berger tr&auml;gt die Diskrepanz zwischen den Verordnungen und der sie angeblich rechtfertigenden Datengrundlage bereits im Titel: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59776\">Maximale Ma&szlig;nahmen auf Basis minimaler Gewissheit<\/a>&ldquo;. <\/p><p>Als Laie, was medizinische und statistische Belange angeht, wird man von der Berichterstattung geradezu abgesto&szlig;en: Die t&auml;glich vorgetragenen Zahlenreihen, bei denen man deutlich wittert, dass sie ohne Datenbasis keine echte Aussagekraft haben, erreichen das Gegenteil von dem, was sie suggerieren &ndash; statt wissenschaftlicher Klarheit entsteht die ganz gro&szlig;e gesellschaftliche Verwirrung. Man k&ouml;nnte sich dar&uuml;ber streiten, ob dieser Effekt das Ergebnis von Vorsatz oder von Versagen ist.<\/p><p><strong>Der wackere Kampf der Regierung gegen das Virus<\/strong><\/p><p>Dass viele gro&szlig;e Medien trotz dieser fehlenden Datengrundlage weitgehend &bdquo;alternativlos&ldquo; &uuml;ber den wackeren und angeblich ohne Hintergedanken gef&uuml;hrten &bdquo;Kampf gegen das Virus&ldquo; berichten, nimmt ihnen ein weiteres St&uuml;ck Glaubw&uuml;rdigkeit. Dadurch fallen sie als Orientierungshilfe fast komplett aus, was die allgemeine Verwirrung noch anheizt.  Denn je l&auml;nger der totale medizinische Notstand in Deutschland ausbleibt, desto st&auml;rker wird die Skepsis bei vielen B&uuml;rgern. Andererseits kann auch als leichtfertig bezeichnet werden, auf ebenso unsicherer Datenbasis das ganze Virus als Lug und Trug zu bezeichnen und eine Entwarnung zu propagieren.<\/p><p>Vor allem zwei zentrale Fragen stehen darum aktuell diametral gegeneinander. Auf der einen Seite:  Wann, wenn nicht jetzt, sollte man gegen die Einschr&auml;nkung elementarster Grundrechte aufstehen? Auf der anderen: Wann, wenn nicht jetzt, sollte man sich zusammenrei&szlig;en und f&uuml;r das gro&szlig;e Ganze die individuellen Anspr&uuml;che herunterfahren?<\/p><p>Befriedigende Diskussionen zum gesundheitlichen Sinn und den gesellschaftlichen Gefahren der Zwangsma&szlig;nahmen sowie zum Risikopotenzial des Virus finden in den gro&szlig;en Medien aber so gut wie nicht statt (extrem seltene Ausnahmen best&auml;tigen die Regel) &ndash; dadurch wird einmal mehr die Debatte in teils hochverdiente, teils dubios erscheinende Alternativmedien geleitet. Die Aufteilung in guten Rundfunk und Print einerseits und b&ouml;ses Internet andererseits ist abzulehnen: wegen des teils desastr&ouml;sen Auftritts der gro&szlig;en Medien und wegen der Heterogenit&auml;t der Alternativmedien, die nicht unter einen Hut zu bringen sind. Die &bdquo;Tagesschau&ldquo; und zahlreiche andere Medien versuchen es dieser Tage dennoch &ndash; in Artikeln <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/faktenfinder\/faktenchecks-corona-101.html#Studie-zu-Verschwoerungstheorien-und-Corona\">wie etwa diesem<\/a>.<\/p><p><strong>Auch den Kritikern des Lockdowns fehlt Datengrundlage<\/strong><\/p><p>Ein Dilemma der Kritik der aktuellen Ma&szlig;nahmen ist, dass f&uuml;r diese Position ebenfalls die angemessene Datenbasis fehlt. Geh&ouml;rt darum nicht immer noch Mut dazu &ndash; um nicht zu sagen: Leichtfertigkeit &ndash; das Virus mit demonstrativer Sicherheit als Mythos abzutun? Als &bdquo;Orientierung&rdquo; f&uuml;r beide Seiten bleibt der t&auml;gliche Strom an Bildern und Zahlenkolonnen: Der Eindruck schwankt dann zwischen dem italienischen Horror-Szenario und einem anscheinend milden deutschen Verlauf. Die Fragen bleiben. <\/p><p>Ich pers&ouml;nlich z&ouml;gere darum noch immer mit einer abschlie&szlig;enden Bewertung: Wer will schon f&uuml;r eine kurze Protest-Pose Menschenleben riskieren? Wer m&ouml;chte sich andererseits vorwerfen lassen, bedrohliche Freiheitsbeschr&auml;nkungen kampflos hingenommen zu haben? Aber die Zeichen verdichten sich, dass hier im Namen der Virus-Bek&auml;mpfung etwas aus dem Lot geraten ist. Erscheinen die Relationen nicht zunehmend absurd? Blickt man etwa nach Indien: Sind sie nicht geradezu bizarr?<\/p><p>Irritierend ist bei dem Vorgang auch die anscheinende internationale &Uuml;bereinkunft &uuml;ber Systemgrenzen hinweg: Spricht dieser globale &bdquo;Gleichschritt&ldquo; nicht f&uuml;r die Existenz einer zu bek&auml;mpfenden und alle einstigen Feinde einigenden h&ouml;heren Gewalt? Wenn diese h&ouml;here Gewalt aber andererseits radikal &uuml;bertrieben sein sollte: Wer wollte sich der einmal in Gang gesetzten und mit beispielloser Propaganda begleiteten globalen (Eigen-)Dynamik widersetzen?<\/p><p><strong>Lockdown, &bdquo;nur&ldquo; um die B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen?<\/strong><\/p><p>Was steckt also dahinter? Um es f&uuml;r geopolitische Zwecke zu nutzen, muss das Virus nicht erfunden sein. Aber dass die Weltwirtschaft heruntergefahren wird, &bdquo;nur&ldquo; um die Gesundheit der B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen, das k&ouml;nnen viele Menschen einfach nicht glauben: Weil es allen ihren Erfahrungen aus den vergangenen Jahrzehnten widerspricht.<\/p><p>Das Virus (unabh&auml;ngig davon, ob sein Gefahrenpotenzial real ist oder es massiv &uuml;bertrieben wird) birgt nicht nur die Gefahr eines neoliberalen Raubzugs. Es birgt potenziell auch die Chance auf Erkenntnisgewinne und radikale, tendenziell positive Ver&auml;nderungen. Viele Varianten scheinen im Moment m&ouml;glich: Die endg&uuml;ltige Aneignung der &ouml;ffentlichen G&uuml;ter durch internationale private Oligarchen auf der einen Seite, eine Chance auf die R&uuml;ckeroberung des Staates und seiner Reicht&uuml;mer durch die B&uuml;rger auf der anderen. <\/p><p>Ebenso wie beim Gefahrenpotenzial des Virus ist eine abschlie&szlig;ende Bewertung der wirtschaftspolitischen nationalen und globalen Vorg&auml;nge, die im Schatten von Corona vonstatten gehen, noch kaum zu verantworten. Es herrscht das gro&szlig;e Stochern im Nebel: Auch diese Debatte &uuml;ber die gro&szlig;en Risiken und m&ouml;glichen Chancen wird in den gro&szlig;en Medien nicht angemessen gef&uuml;hrt, es wird nicht einmal versucht, den Nebel zu lichten. <\/p><p><strong>Scharfe Kritik an den gro&szlig;en Medien<\/strong><\/p><p>Der Medienumgang mit dem Virus wird mittlerweile auch jenseits der Alternativmedien scharf kritisiert. So beschreibt der Wissenschaftsjournalist Harald Wiesendanger, warum er sich <a href=\"https:\/\/www.nachrichten-fabrik.de\/news\/harald-wiesendanger-ueber-die-massenmedien-waehrend-der-corona-krise-ich-schaeme-mich---meines-berufsstands-152103\">f&uuml;r seinen Berufsstand sch&auml;mt<\/a>. Auf der anderen Seite hat die Wissenschaftspressekonferenz (WPK e.V.), Deutschlands Verband der Wissenschaftsjournalisten, in einem Brandbrief an Gesundheitsministerien, Gesundheits&auml;mter und Beh&ouml;rden <a href=\"https:\/\/www.wpk.org\/aktuelles\/details\/offener-brief-journalisten-muessen-recherchieren-koennen-wpk-fordert-besseren-zugang-zu-informationen.html\">unm&ouml;gliche Arbeitsbedingungen beklagt<\/a>. <\/p><p>Beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen in Deutschland h&auml;tten &bdquo;die Chefredaktionen abgedankt&ldquo;, schreibt <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\">laut Verdi<\/a> der Medienwissenschaftler und Pr&auml;sident der Eidgen&ouml;ssischen Medienkommission in der Schweiz, Otfried Jarren, im Evangelischen Pressedienst: &bdquo;Die f&uuml;r Talksendungen und Unterhaltung zust&auml;ndigen Personen haben eine einfache Programmplanung: Corona.&ldquo; Dabei dominiere die Inszenierung von Bedrohung und exekutiver Macht. Das Internetportal &bdquo;&Uuml;bermedien&ldquo; stellt fest, es sei auch in Krisenzeiten &bdquo;nicht die Aufgabe der Medien, den verl&auml;ngerten Arm der Regierung zu spielen&ldquo;.<\/p><p><strong>Das Selbstlob der Meinungsmacher<\/strong><\/p><p>Dem gegen&uuml;ber steht das Selbstlob, etwa wenn <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/player\/Y3JpZDovL25kci5kZS81NzUyMGYzMi1iOTEzLTQ2Y2ItOWE2ZC0xOGFiMjk0NWVlZjk\/mit-corona-schlaegt-die-stunde-der-qualitaetsmedien\">der NDR behauptet<\/a>, mit Corona schlage &bdquo;die Stunde der Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Oder wenn <a href=\"https:\/\/blog.tagesschau.de\/2020\/04\/04\/einfach-mal-danke-sagen\/\">die ARD<\/a> &uuml;ber die eigene Medienleistung schw&auml;rmt und einmal mehr die gro&szlig;e Reichweite der &bdquo;Tagesschau&ldquo; als angebliches Qualit&auml;tssiegel missbraucht:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Immer, wenn es richtig ernst wird in unserem Land und der Welt, schauen die Menschen in Deutschland die tagesschau. Diese simple Wahrheit best&auml;tigt sich auch in Zeiten der Corona-Krise. Wir sehen dies an den Reichweiten. (&hellip;) Aber es sind nicht die puren Zahlen, die uns ber&uuml;hren. Es ist die Tatsache, dass hinter diesen Zahlen Menschen stecken, die in Zeit gro&szlig;er Verunsicherung ihren Blick auf uns richten, um Orientierung zu suchen. Diese Orientierung bieten wir quer durch alle Altersgruppen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>In diese Lobhudelei stimmt auch das sogenannte &bdquo;Redaktionsnetzwerk Deutschland&ldquo; ein: &bdquo;Was ARD und ZDF in diesen Zeiten leisten, ist tats&auml;chlich &ouml;ffentlich-rechtlich im allerbesten Sinne.&ldquo; Nie habe sich der gezahlte Rundfunkbeitrag so sinnvoll angef&uuml;hlt wie in Zeiten von Corona. Gewinner der Krise sind auch die Privatsender, so konnte RTL gerade das beste Ergebnis seiner Geschichte <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/72183\/4562032\">verk&uuml;nden<\/a>. <\/p><p><strong>&bdquo;Alternativlos: Angela Merkel wird zur unangefochtenen Krisenmanagerin&ldquo; <\/strong><\/p><p>Das mediale Lob bezieht sich nicht nur auf die eigenen Leistungen, sondern auch auf die Arbeit der Bundesregierung. So bescheinigt etwa <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/gesundheit\/krankheiten-symptome\/id_87649144\/coronavirus-so-gut-wirken-die-scharfen-massnahmen-in-deutschland.html\">T-Online<\/a>: &bdquo;So gut wirken die scharfen Corona-Ma&szlig;nahmen in Deutschland.&ldquo; Und der <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/krisenkanzlerin-angela-merkel-alternativlos-a-9250cee9-ed1c-4bfa-b199-4c4b96be3849?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph\">&bdquo;Spiegel&ldquo;<\/a> nennt die aktuellen Ma&szlig;nahmen schlicht:  &bdquo;Alternativlos&ldquo;.  In dem Artikel behautet das Magazin: &bdquo;Zum Ende ihrer Zeit im Kanzleramt wird Angela Merkel noch einmal zur unangefochtenen Krisenmanagerin.&ldquo; <\/p><p>Eine Folge dieser intensiven medialen Sch&uuml;tzenhilfe sowohl f&uuml;r die Regierung als auch f&uuml;r die von ihr verf&uuml;gten Ma&szlig;nahmen ist eine (angeblich, laut Umfragen) massive Verbesserung des Rufs einiger Politiker. So war angeblich noch nie ein Politiker so beliebt wie aktuell <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_87676990\/markus-soeder-noch-nie-war-ein-politiker-so-beliebt-wie-er.html\">Markus S&ouml;der<\/a>. Und Corona erzeugt laut <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-2167.html\">&bdquo;Tagesschau&ldquo;<\/a>: &bdquo;Gro&szlig;es Vertrauen in Merkel und Co&ldquo;. Und <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/politbarometer-coronavirus-shutdown-100-100.html\">laut ZDF<\/a> &bdquo;st&ouml;&szlig;t das Krisenmanagement der Bundesregierung weiterhin auf gro&szlig;e Zufriedenheit.&ldquo;<\/p><p><strong>Die offiziellen Medienstrategien <\/strong><\/p><p>Sind diese Medien-Ph&auml;nomene Folgen von Interventionen oder &bdquo;Leitlinien&ldquo;? Einige offizielle Dokumente haben j&uuml;ngst Aufmerksamkeit erfahren, die sich auch zur Kommunikationsstrategie &auml;u&szlig;ern. So wird in diesem <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/I\/Influenza\/Pandemieplanung\/Downloads\/Pandemieplan_Teil_II_gesamt.pdf?__blob=publicationFile\">Dokument des Robert Koch-Instituts<\/a> (ab Seite 187) eine Medienstrategie skizziert. Daf&uuml;r sei etwa notwendig, dass &bdquo;bestimmte Botschaften global einheitlich kommuniziert&ldquo; w&uuml;rden. Im Vordergrund stehe aber die lokale Kommunikation. Bereits die &bdquo;Vorkrisenphase bietet sich dazu an, kontinuierliche Kontakte zu Medien und Verbrauchergruppen zu pflegen, mit denen eine Zusammenarbeit auch im Krisenfall ohne &uuml;bertriebene Hysterie m&ouml;glich ist.&ldquo; Es k&ouml;nne auch &bdquo;erforderlich werden, dass sowohl auf Bundes- und L&auml;nderebene als auch am RKI, Paul-Ehrlich-Institut und der BZgA entsprechende Krisenst&auml;be bzw. Lagezentren aktiviert werden&ldquo;, damit &bdquo;im Krisenfall Informationen, Ma&szlig;nahmen und Entscheidungen beschleunigt auf fachlicher und politischer Ebene abgestimmt und dann einheitlich weiter kommuniziert werden&ldquo;. <\/p><p>In diesem Zusammenhang sei zur Vertrauensbildung gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung und den Medien zu empfehlen, &bdquo;dass eine oder wenige Personen mit fachlicher, kommunikativer medialer Erfahrung (&sbquo;Medienk&ouml;pfe&lsquo;) bereit stehen, um in regelm&auml;&szlig;igen (und ggf. engmaschigen) Abst&auml;nden Medienvertretern Auskunft zu geben&ldquo;.<\/p><p>Sp&auml;testens mit Eintritt in ein akutes (pandemisches) Krankheitsgeschehen in Deutschland w&uuml;rden in diesem Stadium &bdquo;Kommunikationsmedien, die eine sehr schnelle Aktualisierung von Informationen erm&ouml;glichen und eine hohe Zahl von Nachfragen von Seiten der Bev&ouml;lkerung bedienen k&ouml;nnen, wie z. B. Fernsehen, Radio, B&uuml;rgertelefone, Textnachrichtensysteme und Internetangebote&ldquo;, im Zentrum stehen.<\/p><p><strong>Tipps zur &bdquo;Krisenkommunikation&ldquo; f&uuml;r den Bundestag<\/strong><\/p><p>In einem bekannt gewordenen <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/120\/1712051.pdf\">Papier des Bundestags<\/a> wird bereits 2013 ein &bdquo;hypothetischer Erreger Modi-SARS zu Grunde gelegt&ldquo;, die Verbreitung sei rasant: &bdquo;Das Ereignis beginnt im Februar in Asien, wird dort allerdings erst einige Wochen sp&auml;ter in seiner Dimension\/Bedeutung erkannt. Im April tritt der erste identifizierte Modi-SARS-Fall in Deutschland auf.&ldquo; Bedenklich die &Auml;u&szlig;erungen zur Dauer: &bdquo;F&uuml;r das vorliegende Szenario wird ein Gesamtzeitraum von drei Jahren zugrunde gelegt mit der Annahme, dass nach dieser Zeit ein Impfstoff entwickelt, freigegeben und in ausreichender Menge verf&uuml;gbar ist.&ldquo; Die vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen sind nun auch real eingef&uuml;hrt: &bdquo;Mittel zur Eind&auml;mmung sind beispielsweise Schulschlie&szlig;ungen und Absagen von Gro&szlig;veranstaltungen.&ldquo; Dennoch sei &bdquo;f&uuml;r den gesamten zugrunde gelegten Zeitraum von drei Jahren mit mindestens 7,5 Millionen Toten als direkte Folge der Infektion zu rechnen.&ldquo; <\/p><p>Die Vorschl&auml;ge zur Kommunikation lauten: &bdquo;In der Anfangsphase werden das Auftreten der Erkrankung und die damit verbundenen Unsicherheiten kommuniziert (z. B. unbekannter Erreger, Ausma&szlig;, Herkunft, Gef&auml;hrlichkeit nicht genau zu beschreiben, Gegenma&szlig;nahmen nur allgemein zu formulieren).&ldquo; Diese Kommunikation sei essenziell: &ldquo;Ob es zu R&uuml;cktrittsforderungen oder sonstigen schweren politischen Auswirkungen kommt, h&auml;ngt auch vom Krisenmanagement und der Krisenkommunikation der Verantwortlichen ab.&ldquo;<\/p><p><strong>Schock-Papier aus dem Innenministerium<\/strong><\/p><p>Einige Aufmerksamkeit hat auch ein j&uuml;ngeres angebliches <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/dokumente\/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen\/\">Strategiepapier aus dem Innenministerium<\/a> erfahren. Weitere Informationen gibt es etwa <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2020\/04\/01\/strategiepapier-des-innenministeriums-corona-szenarien\/\">in diesem Artikel<\/a> Dieses Dokument arbeitet mit Schock-Zahlen eines fragw&uuml;rdigen &bdquo;Worst Case&ldquo; und wurde mutma&szlig;lich gezielt gestreut, wie Jens Berger k&uuml;rzlich in den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59976#h01\">&bdquo;Hinweisen des Tages&ldquo;<\/a> analysiert hat. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Daten und Annahmen, auf die sich das Worst-Case-Szenario st&uuml;tzt, sind nicht nachvollziehbar und ma&szlig;los &uuml;bertrieben. Interessant ist, dass das Papier die Kommunikation &uuml;ber eben dieses Szenario als elementar bezeichnet. Zugespitzt: Die Regierung will das Volk mit einem &uuml;berzogenen Katastrophenszenario in Angst und Schrecken versetzen und &bdquo;leakt&ldquo; dieses Dokument zu diesem Zweck an ausgew&auml;hlte Medien. Und siehe da &ndash; als erstes war es der SPIEGEL der diesem Wunsch nachkam und unkritisch das Worst-Case-Szenario aufnahm.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Mit dem Virus gegen Russland<\/strong><\/p><p>Viele gro&szlig;e Medien begleiten den eigenen Ausfall nun mit einer nochmals gesteigerten Stimmungsmache gegen Russland, wie etwa <a href=\"https:\/\/scontent-ber1-1.xx.fbcdn.net\/v\/t1.0-9\/91503348_132970054946009_2923214059450925056_n.jpg?_nc_cat=104&amp;_nc_sid=8024bb&amp;_nc_oc=AQnuObpT9yhO7QtHOQV-YkbgICVnlBl-FBRxyxH_Ah8TA0kdkjk0yMH6abSgCnkGuQM&amp;_nc_ht=scontent-ber1-1.xx&amp;oh=df809f9f7c4b38f06ada788de41c4538&amp;oe=5EABAD57\">dieser Screenshot<\/a> zeigt. Und laut <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/eu-spuert-fake-news-kampagnen-zu-corona-aus-russland-nach-16710493.html\">FAZ<\/a> sp&uuml;rt auch die EU &bdquo;Desinformationskampagnen nach. Besonders denen aus Russland&ldquo; und arbeitet daf&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Coronavirus-EU-aktiviert-erstmals-Fruehwarnsystem-gegen-Desinformation-4676943.html\">mit Facebook etc<\/a>. Aktuellstes Beispiel f&uuml;r die antirussische Meinungsmache findet sich in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung, die <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/verbotene-demos-gegen-massnahmen-kreml-propagandisten-schueren-corona-aufruhr-69866638.bild.html\">behauptet<\/a>: &bdquo;Kreml-Propagandisten sch&uuml;ren Corona-Aufruhr.&ldquo; <\/p><p>Hier sei aber betont, dass sich auch in den gro&szlig;en Medien immer wieder einzelne Beitr&auml;ge finden, die die negative Analyse positiv widerlegen &ndash; diese guten Beitr&auml;ge  gehen allerdings meist folgenlos im &uuml;berdominanten Strom der fragw&uuml;rdigen Beitr&auml;ge verloren.<\/p><p>Titelbild: Christos Georghiou \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Irref&uuml;hrung durch gro&szlig;e Medien in der Corona-Krise ist gewaltig: Die wackelige Datenbasis f&uuml;r den verst&ouml;renden Zickzack-Kurs wird nicht hinterfragt. Zentrale Debatten finden kein mediales Forum. Die im Schatten des Virus lauernden geo- und finanzpolitischen Gefahren (und Chancen) werden nicht angemessen betrachtet. Stattdessen: Stimmungsmache gegen Russland und Alternativmedien. Mehrere Dokumente skizzieren au&szlig;erdem (anscheinend) die Medien-Taktik<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60119\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":60128,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,149,165,183,11],"tags":[2218,1112,2469,343,2857,233,259,2834],"class_list":["post-60119","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-gesundheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-alternative-medien","tag-buergerrechte","tag-epidemie","tag-luegen-mit-zahlen","tag-lockdown","tag-marktliberalismus","tag-russland","tag-virenerkrankung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_1692217090-1.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60119","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60119"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60119\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60159,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60119\/revisions\/60159"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/60128"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}