{"id":6017,"date":"2010-06-28T09:02:40","date_gmt":"2010-06-28T07:02:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6017"},"modified":"2010-06-28T09:02:40","modified_gmt":"2010-06-28T07:02:40","slug":"hinweise-des-tages-1169","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6017","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: G20 einigen sich auf Schuldenabbau; die G8-Staaten und ihre Versprechen; US-Finanzmarktreform Sieg f&uuml;r die Wall Street; schweigt zu Vorwurf der Geldw&auml;sche; Schwarmbl&ouml;dheit; schwarz-gelbe Geisterfahrt; Sparleidenschaft in Irland; Sch&auml;uble trickst bei Schuldenbremse; jeder 6. Europ&auml;er hat Zahlungsschwierigkeiten; Post soll Arbeitslosen-Briefe &ouml;ffnen; scheinheilig ohne Ende; Studiengeb&uuml;hren; Pisa-Kritik; &Ouml;lkatastrophe; General au&szlig;er Kontrolle; Krisen-Splitter; Pla&szlig;manns Welt. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">G20 einigen sich auf Schuldenabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wortbruch: Die G8-Staaten und ihre Versprechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schwere Ausschreitungen in Toronto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">&ldquo;Man k&ouml;nnte einen Affen an den Computer setzen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">US-Finanzmarktreform Sieg f&uuml;r die Wall Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Commerzbank schweigt zu Vorwurf der Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ulrike Herrmann: Schwarmbl&ouml;dheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Dierk Hirschel: Schwarz-gelbe Geisterfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Sparleidenschaft in Irland: Der keltische Tiger wird zur streunenden Katze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Sch&auml;uble trickst bei Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Eurobarometer: Jeder 6. Europ&auml;er hat Zahlungsschwierigkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Post soll Arbeitslosen-Briefe &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Ulrike Mascher, Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK Deutschland: Scheinheilig ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">SPD &ndash; Stark genug: Verk&uuml;rzte Reha-Phase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Foltern f&uuml;r das Vaterland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Beschwerde beim Deutschen Presserat gegen DIE WELT hat Erfolg!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Zufriedenheit mit Studiengeb&uuml;hren in Bayreuth am h&ouml;chsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Pisa-Kritik: &ldquo;Liegt halb richtig, bei wem 2+2=5 ergibt?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">&Ouml;lkatastrophe: Wir haben alle falsch gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">General au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Krisen-Splitter: Protest gegen das &bdquo;Sparpaket&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Zu guter Letzt: Pla&szlig;manns Welt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6017&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G20 einigen sich auf Schuldenabbau<\/strong><br>\nBis 2013 soll das Staatsdefizit der entwickelten Industriestaaten halbiert werden &ndash; darauf hat man sich in Toronto laut Merkel geeinigt. &ldquo;Das wird Teil des Abschlussdokuments sein&rdquo;, sagte die Bundeskanzlerin am Sonntag.<br>\nVerbindlich sind die Vereinbarungen des Dokuments nicht &ndash; trotzdem ist mit der Formulierung in einer wichtigen Streitfrage eine L&ouml;sung gefunden worden.<br>\n&Uuml;ber den nun erzielten Kompromiss sagte Merkel, er sehe als zweite Zielmarke vor, dass ab dem Jahr 2016 mit dem Abbau der Schulden begonnen wird.<br>\nDie Diskussion neuer Spielregeln f&uuml;r die Finanzwirtschaft hingegen wurde auf den n&auml;chsten Gipfel in S&uuml;dkorea verschoben, der f&uuml;r November geplant ist. Die Positionen der Staats- und Regierungschefs lagen so weit auseinander, dass eine Einigung ausgeschlossen war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,703160,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt die Ursachen der Finanzkrise anzugehen und Regeln einzuf&uuml;hren, scheinen sich die &bdquo;Weltpolitiker&ldquo; vor allem darum zu k&uuml;mmern, wie man das Geld bei den kleinen Leuten wieder hereinholt, das man f&uuml;r die Bankenrettungen aus dem Fenster geworfen hat.<br>\nBei derartigen Showveranstaltungen werden fast 1 Milliarde f&uuml;r Schutzma&szlig;nahmen ausgegeben.<br>\nWeder bei der Finanzmarktregulierung noch in der Weltkonjunkturpolitik gibt es irgendeinen Fortschritt. Das ist Ausdruck der Ohnmacht der Politik gegen&uuml;ber der Finanzbranche.&laquo;Wachstumsfreundliche Haushaltskonsolidierung&raquo;, so lautet das neue Tarnwort.<br>\n&Uuml;ber die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse bzw. -defizite &ndash; eine weitere Ursache der Verschuldung, siehe <a href=\"http:\/\/wirtschaftquerschuss.blogspot.com\/2010\/06\/sparen-oder-geld-ausgeben.html\">dazu<\/a>  &ndash; scheint man erst gar nicht geredet zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wortbruch: Die G8-Staaten und ihre Versprechen<\/strong><br>\nDie G8-Staaten wollten ihre Entwicklungshilfe bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukt anheben. Bis auf Gro&szlig;britannien, die heute bei 0,52 liegen, sind die anderen noch weit davon entfernt. Deutschland kommt auf 0,4 Prozent, die USA auf 0,19 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2790966_Wortbruch-Die-G8-Staaten-und-ihre-Versprechen.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schwere Ausschreitungen in Toronto<\/strong><br>\nBei Protesten gegen den G20-Gipfel ist es am Samstag in Toronto zu Ausschreitungen gekommen. Maskierte Demonstranten z&uuml;ndeten Polizeiautos an und warfen Schaufenster ein. Mindestens ein Gesch&auml;ft wurde gepl&uuml;ndert. Auch Fahrzeuge von Medienkonzernen kamen zu Schaden. Mindestens 130 Personen wurden festgenommen. Die Polizei ging mit Tr&auml;nengas vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=2792133&amp;em_loc=2091%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wogegen allerdings die gro&szlig;e Mehrheit der friedlichen Demonstranten auf die Stra&szlig;e gegangen sind, erf&auml;hrt man nicht. Ist es bei solchen Berichten verwunderlich, dass sich die paar Dutzend, die Randale machen, ermuntert f&uuml;hlen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Man k&ouml;nnte einen Affen an den Computer setzen&rdquo;<\/strong><br>\nDas Image der Banken ist ruiniert, die Politik ratlos, Griechenland fast pleite. Sony Kapoor &uuml;ber Machos, die Gier nach Boni und eine Z&auml;hmung des Finanzsystems.<br>\nKapoor, 35, war Investmentbanker bei Lehman Brothers und streitet inzwischen f&uuml;r radikale Reformen des Finanzsystems. Er leitet den Thinktank &bdquo;Re-Define&ldquo;, der Regierungen, Parlamentarier und Gewerkschaften ber&auml;t. Der Inder studierte in Delhi und London, er lebt heute in Br&uuml;ssel:<br>\n<em>&bdquo;Josef Ackermann sagt, die Bank m&uuml;sse so hohe Geh&auml;lter im Wettbewerb um die besten Talente zahlen.&rdquo;<\/em><br>\nUnsinn! In Boom-Phasen k&ouml;nnte man einen Affen an den Computer setzen, und es g&auml;be eine 50-Prozent-Chance, dass er am Abend Millionengewinne gemacht hat. Derzeit k&ouml;nnen die Banken bei den Notenbanken f&uuml;r ein Prozent leihen und f&uuml;r f&uuml;nf bis zehn Prozent verleihen. Das kann jeder Trottel. &ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/man-koennte-einen-affen-an-den-computer-setzen\/1868564.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>US-Finanzmarktreform Sieg f&uuml;r die Wall Street<\/strong><br>\nEin &bdquo;starkes Gesetz&ldquo;, eine &bdquo;gro&szlig;e Errungenschaft&ldquo; &ndash; mit solchen Attributen belegten die Senatoren und Abgeordneten im US-Kongress ihr nun ausgehandeltes Gesetzeswerk, das Amerikas Finanzbranche k&uuml;nftig einer strengen Aufsicht unterwerfen soll. Dass die Regierung noch einmal &uuml;berschuldete Banken mit Steuermilliarden freikaufen muss, soll so k&uuml;nftig verhindert werden. Doch die von Pr&auml;sident Obama versprochene radikale Reform bringt das Gesetz keineswegs. Alle Vorschl&auml;ge, die eine echte Ver&auml;nderung der Strukturen gebracht h&auml;tten, wurden von einer &bdquo;Armee von Lobbyisten&ldquo; (wie Obama sie einst nannte) und der von ihren Wahlkampfspenden abh&auml;ngigen Senatoren abgewehrt. Auch k&uuml;nftig wird es Megabanken geben, die zu gro&szlig; sind, um sie pleitegehen zu lassen. Auch weiterhin d&uuml;rfen sie Gesch&auml;fte mit riskanten Finanzwetten machen. Und noch immer d&uuml;rfen sie sich beliebig gegenseitig Kredit geben und so unkalkulierbare Risiken anh&auml;ufen. All das soll in Zukunft lediglich besser &uuml;berwacht werden. Damit liegt die ganze Last der Krisenvermeidung nun bei jenen &uuml;berforderten Aufsichtsbeh&ouml;rden, die in der Vergangenheit kl&auml;glich versagt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/sieg-fuer-die-wall-street\/1868750.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Commerzbank schweigt zu Vorwurf der Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nDie Commerzbank und eine fr&uuml;here Tochterfirma sollen f&uuml;r russische Finanzinvestoren systematisch Schwarzgeld gewaschen zu haben. Das behauptet nach einem Medienbericht der ehemalige Vizepr&auml;sident der Investmentbank Merrill Lynch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/0,2828,332572,00.html%20\">manager-magazin<\/a><br>\nMehr dazu:<br>\n<strong>Agenda Kleine Scheine<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:agenda-kleine-scheine\/15781.html%20\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Schwarmbl&ouml;dheit<\/strong><br>\nDie Finanzkrise ist in ihrem vierten Jahr. Doch getan hat sich bisher fast nichts, um das Casino zu schlie&szlig;en. Auch der G-20-Gipfel in Toronto d&uuml;rfte das gewohnte Bild bieten, dass das Gruppenfoto der Regierungschefs das einzige konkrete Ergebnis ist.<br>\nW&auml;hrend die Regulierung nicht vorankommt, hat inzwischen eine zweite Diskussion begonnen, die den Fokus noch einmal verschiebt. Es setzt sich n&auml;mlich die Erkenntnis durch, dass selbst die beste Regulierung nicht verhindern w&uuml;rde, dass Banken periodisch pleitegehen. Der Grund ist denkbar trivial: der Mensch. Er neigt nun einmal zum Herdenverhalten und glaubt immer gern, was auch sein Nachbar meint. Das kann man &ldquo;Schwarmintelligenz&rdquo; nennen &ndash; oder aber auch Schwarmbl&ouml;dheit.<br>\nAngenommen, die Finanzm&auml;rkte w&auml;ren perfekt reguliert: Es g&auml;be eine starke Aufsicht und maximale Transparenz, weil alle Finanzprodukte an B&ouml;rsen gehandelt w&uuml;rden und die Rating-Agenturen staatlich w&auml;ren. Gleichzeitig w&auml;ren s&auml;mtliche Steueroasen geschlossen, und es g&auml;be auch keinen au&szlig;erbilanziellen Gesch&auml;fte mehr. Selbst in dieser sch&ouml;nsten aller Finanzwelten ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass Banken und Investoren riskante Gesch&auml;fte t&auml;tigen, weil sie an eine &ldquo;Story&rdquo; glauben.<br>\nMan muss also eine Art Trennbanken-System einf&uuml;hren, das normalen Banken verbietet, das Casino &uuml;berhaupt zu betreten und dort zu spekulieren. Hier setzt die &ldquo;Volcker-Regel&rdquo; an, die der fr&uuml;here US-Notenbankchef Paul Volcker vorgeschlagen hat und gegen die sich die Europ&auml;er vehement stemmen.<br>\nDie Idee: Klassischen Gesch&auml;ftsbanken soll der &ldquo;Eigenhandel&rdquo; verboten werden. Sie d&uuml;rften also nicht mehr auf eigene Rechnung mit W&auml;hrungen, Rohstoffen, Aktien oder Staatsanleihen zocken. Gleichzeitig w&auml;re ihnen auch untersagt, in Hedgefonds oder Private Equity Fonds zu investieren, die diese Spekulationsgesch&auml;fte t&auml;tigen.<br>\nAllerdings weist die Volcker-Regel einen seltsamen blinden Fleck auf, wie Kritiker sofort bem&auml;ngelt haben. Es w&auml;re normalen Banken weiterhin m&ouml;glich, Kredite an Investmentbanken zu vergeben.<br>\nGenau von dort ging aber die jetzige Finanzkrise aus<br>\nUnctad-Chef&ouml;konom Heiner Flassbeck hat schon vor einem Jahr einen Vorschlag unterbreitet, wie sich etwa die Spekulation mit Rohstoffderivaten sehr effizient abstellen lie&szlig;e: Man m&uuml;sse nur in jeden Vertrag hineinschreiben, dass die Ware am Ende der Laufzeit auch abzunehmen ist. &ldquo;Dann ist das Spiel vorbei. So gro&szlig;e Lagerhallen haben die Finanzspekulanten nicht.&rdquo;<br>\nMan nimmt also einfach die Chips weg. Schneller l&auml;sst sich ein Casino nicht schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kolumnen\/artikel\/1\/schwarmbloedheit\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Dierk Hirschel: Schwarz-gelbe Geisterfahrt<\/strong><br>\nDie Sparpolitik versch&auml;rft nur den Nachfragemangel. Wachstum und Steuereinnahmen sinken, Arbeitslosigkeit und Schulden steigen.<br>\nDas Ausland kann die negativen Folgen dieser wirtschaftspolitischen Geisterfahrt nicht durch h&ouml;here Abnahme deutscher Waren korrigieren, im Gegenteil: Griechen, Spanier, Italiener und Portugiesen haben ebenfalls bereits milliardenschwere Sparpakete geschn&uuml;rt. Und der gallische Nachbar befindet sich auch auf Konsolidierungskurs. Wenn aber am Mittelmeer bald alle R&auml;der stillstehen, dann leidet auch der Absatz deutscher Exporteure, der allein in diese Region 100 Mrd. Euro betr&auml;gt.<br>\nFolglich wird die deutsche Sparpolitik die Krise der Eurozone versch&auml;rfen. Dem gemeinsamen W&auml;hrungsraum droht jetzt eine langj&auml;hrige Stagnation, L&ouml;hne und Preise drohen dauerhaft zu fallen. Das Euroland wird zu einer Deflationsgemeinschaft.<br>\nDas, was dagegen erforderlich w&auml;re, findet nicht statt: eine Angleichung der unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit zwischen dem S&uuml;den und dem Norden des Euroclubs. Daf&uuml;r m&uuml;ssten die Ungleichgewichte bei Handels- und Kapitalstr&ouml;men endlich abgebaut werden.<br>\nDeutschland und seine Nachbarl&auml;nder k&ouml;nnen aus der Verschuldung nur herauswachsen. Daf&uuml;r m&uuml;ssen sie kr&auml;ftig in Bildung, Gesundheit, Umwelt und Infrastruktur investieren. Diese Zukunftsinvestitionen und nicht der Rotstift sichern die Zukunft der nachfolgenden Generationen.<br>\nKurzfristig k&ouml;nnen mehr &ouml;ffentliche Investitionen schuldenfinanziert werden; mittelfristig bedarf es aber h&ouml;herer Steuern. Denn die Republik hat in erster Linie ein Einnahme- und kein Ausgabenproblem. Die deutsche Steuer- und Abgabenquote liegt mit 36 Prozent vier Prozentpunkte unter dem europ&auml;ischen Durchschnitt. Allein diese L&uuml;cke entspricht staatlichen Einnahmeverlusten von rund 100 Mrd. Euro.<br>\nDie &ouml;konomisch und sozial sch&auml;dliche Sparpolitik ist keineswegs, wie so oft behauptet, alternativlos. Im Gegenteil: Wer jetzt die Verteilungsfrage stellt, spart die Zukunft nicht kaputt &ndash; anders als Schwarz-Gelb. Und der Wind steht politisch g&uuml;nstig: Eine gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungsmehrheit lehnt das schwarz-gelbe Sparpaket ab. Jetzt kommt es darauf an, diese passive Ablehnung in aktiven politischen Widerstand zu verwandeln. Denn jeder Politikwechsel braucht vor allem eins: Bewegung im Lande.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/juli\/schwarz-gelbe-geisterfahrt\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sparleidenschaft in Irland: Der keltische Tiger wird zur streunenden Katze<\/strong><br>\nIrland ist das Land mit der h&ouml;chsten Pro-Kopf-Verschuldung in der EU. Mit 14,3 Prozent liegt sein Defizit noch &uuml;ber dem der Griechen. So, wie der &bdquo;keltische Tiger&ldquo; ein Jahrzehnt lang Mustersch&uuml;ler der globalisierten Marktwirtschaft war, ist nun die &bdquo;streunende irische Katze&ldquo; das neoliberale Paradebeispiel f&uuml;r das Prinzip: Erholen durch striktes Sparen. Die Regierung hat die Ausgaben der &ouml;ffentlichen Hand mit einer Reihe drastischer K&uuml;rzungen in diesem Jahr um 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zur&uuml;ckgefahren: Die L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst wurden um 15, das Kindergeld um zehn und die Arbeitslosenhilfe um 4,1 Prozent gek&uuml;rzt. 2011 werden weitere drei Milliarden Euro gestrichen &ndash; innerhalb von drei Jahren sind das insgesamt zehn Prozent des BIP.<br>\nTrotz dieser von der Financial Times als &bdquo;masochistisch&ldquo; bezeichneten K&uuml;rzungen wachsen Irlands Schulden nach wie vor, was mit den extremen Summen zu tun hat, die zur Rettung von Banken aufgebracht wurden. Irische &Ouml;konomen f&uuml;rchten, da drehe sich eine wirtschaftliche Todesspirale, die das Land auf Jahre hinaus l&auml;hmen und daf&uuml;r sorgen k&ouml;nnte, dass eine ganze Generation an die Arbeitslosigkeit verlorenen geht und ein Gespenst zur&uuml;ckkehrt, das Irland bereits zwei Jahrhunderte lang heimgesucht hat: das der Massenauswanderung.<br>\nMit 13,4 Prozent kommt Irland mittlerweile auf die vierth&ouml;chste Arbeitslosenrate in der EU. Es geht um 432.000 Menschen &bdquo;on the dole&ldquo;, die von St&uuml;tze leben m&uuml;ssen. Bei den arbeitsf&auml;higen Unter-Drei&szlig;igj&auml;hrigen ist jeder dritte ohne Job.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1025-pappkartons-voller-tr-ume\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sch&auml;uble trickst bei Schuldenbremse<\/strong><br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat durch eine betont strikte Auslegung der Schuldenbremse den Spielraum im Bundeshaushalt um fast 32 Milliarden Euro zu niedrig angesetzt, um Forderungen aus der FDP nach Steuersenkungen abzuwehren. Dies zeigen Zahlen des Ministeriums, die der FR vorliegen.<br>\nDie Entscheidung Sch&auml;ubles ist f&uuml;r die Koalition brisant. Denn ohne sie h&auml;tten Union und FDP kein Sparpaket auflegen m&uuml;ssen. Der Konsolidierungsbedarf laut Schuldenbremse l&auml;ge nach den Berechnungen des Finanzministeriums 2011 bei Null. Oder die Koalition h&auml;tte wie von der FDP gefordert eine Steuerentlastung auf den Weg bringen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2792665_Finanzministerium-Schaeuble-trickst-bei-Schuldenbremse.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das &bdquo;Sparpaket&ldquo; ist also gleichfalls nur ein Trick, um die Umverteilung von unten nach oben voranzutreiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eurobarometer: Jeder 6. Europ&auml;er hat Zahlungsschwierigkeiten &ndash; Armut weit verbreitet &ndash; Arbeitslosigkeit und Altersarmut sind die Hauptsorgen<\/strong>\n<ul>\n<li>A majority of EU citizens considered that poverty was rather widespread in their country: 30% estimated that roughly 30% of their country&rsquo;s population was poor, and a similar proportion (31%) thought that the poverty rate in their country was about 20%.\n<\/li>\n<li>More than half of the respondents (60%-75%) considered that poverty had strongly or slightly increased at local, national and EU levels during the 12 months prior to May 2010.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>The opinion that poverty had increased in their country was held by three-quarters of interviewees (38% felt it had &ldquo;strongly increased&rdquo; and 37% thought it had &ldquo;slightly increased&rdquo;); 13% believed that poverty had strongly or slightly decreased in their country. Finally, 8% felt that poverty in their country had remained unchanged.<br>\nGreece stood out from the pack with roughly three-quarters (74%) of respondents who answered that poverty had strongly increased in their country. This view was also shared by 65% of Romanians, 61% of Portuguese respondents and 60% of Spanish respondents.<\/p>\n<ul>\n<li>One in six EU citizens stated that their household had had no money to pay ordinary bills, buy food or other daily consumer items, on at least one occasion, in the year prior to the survey and a similar proportion &ndash; 20% &ndash; were having difficulties in keeping up with household bills and credit commitments at the time of the survey&hellip; 15% said that this was a constant struggle.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In total, 58% of Greek respondents answered that their household was struggling constantly to keep up with bills and credit commitments or had fallen behind with some or many such payments. <\/p>\n<ul>\n<li>About 3 in 10 EU citizens reported that it had become more difficult to bear the costs of general healthcare for themselves or their relatives in the past six months.<br>\nLooking ahead, more than a quarter (28%) of EU citizens said they expected their household&rsquo;s financial situation to deteriorate during the next 12 months.<br>\nRomania and Greece stood out from the pack with approximately 7 in 10 interviewees who expected their household&rsquo;s financial situation to be worse in the next 12 months.\n<\/li>\n<li>About a sixth (18%) of respondents actually in employment were not very or not at all confident that they would be able to keep their current job in the next 12 months.\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>The highest proportions of pessimistic respondents &ndash; i.e. those saying that it would not be at all likely or fairly unlikely that they would find a new job within six months of a potential lay-off &ndash; were found in Greece (73%), Spain (68%), Italy (64%) and Ireland (62%). <\/p>\n<ul>\n<li>73% either explicitly anticipated lower pension benefits or thought that they would have to postpone their retirement or save more money for their old age. <\/li>\n<li>20% of EU citizens were very worried that their income in old age would be insufficient for them to live a decent life, and 34% were fairly worried by such an outlook. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/public_opinion\/flash\/fl_289_en.pdf\">Eurobarometer [PDF &ndash; 3.2MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Statt auf &bdquo;Vertrauen&ldquo; auf omin&ouml;se M&auml;rkte zu schielen, sollten Europas Politiker sich besser einmal um das Vertrauen ihrer B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger k&uuml;mmern. Es ist ja keinesfalls so, dass der weit verbreitete Pessimismus in Europa nicht begr&uuml;ndet w&auml;re. Hier baut sich ein Vertrauensverlust auf, der politisch weit gef&auml;hrlicher ist als die sog. Euro-Krise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Post soll Arbeitslosen-Briefe &ouml;ffnen<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit will Briefe von Arbeitslosen- und Kindergeldempf&auml;ngern k&uuml;nftig durch Postmitarbeiter &ouml;ffnen lassen!<br>\nEin Pilotversuch startet im September in Sachsen-Anhalt und Th&uuml;ringen. Dort landen dann alle Briefe an die Arbeitsagenturen erst mal in Post-Scan-Zentren. Postmitarbeiter sollen die Briefe &ouml;ffnen, einscannen und als Dateien an die Arbeits&auml;mter senden. Arbeitslosenverb&auml;nde sind emp&ouml;rt. Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland: &bdquo;Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass mit den Daten Schindluder getrieben wird.&ldquo;<br>\nDie BA wiegelt ab: Die Postmitarbeiter seien zur Geheimhaltung verpflichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/06\/25\/post-datenskandal\/post-soll-arbeitslosen-briefe-oeffnen.html%20\">Bild<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn der Pilotversuch erfolgreich sei, sollen k&uuml;nftig bundesweit alle 22 Millionen Arbeitslosen- und 13 Millionen Kindergeldakten elektronisch erfasst und bearbeitet werden.<br>\nArbeitslose als Versuchskaninchen f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der elektronischen B&uuml;rgerverwaltung?<br>\nIn Artikel 10 des Grundgesetzes hei&szlig;t es: Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.<br>\nWo Daten gesammelt werden, k&ouml;nnen sie auch missbraucht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ulrike Mascher, Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK Deutschland: Scheinheilig ohne Ende<\/strong><br>\nIm Vorw&auml;rts, dem Parteiorgan der SPD, ist online vom 21. Juni 2010 ein Interview mit Ulrike Mascher, Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, zu lesen. &hellip;<br>\n&hellip; auf die Frage ob es lohnt f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger jetzt noch zu &ldquo;riestern&rdquo;, antwortet sie: \n<blockquote><p>&bdquo;Das ist eine heikle Geschichte. Im Grunde m&uuml;sste man jedem, der sich &uuml;berlegt, ob er einen Riestervertrag abschlie&szlig;t sagen: Wenn Sie im Alter eine so niedrige Rente haben, dass Sie auf Grundsicherung angewiesen sind, wird der Ertrag aus der Riesterrente mit der Grundsicherung verrechnet. Es lohnt sich also nicht.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Weiter sagt sie: <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Wir haben zwei gro&szlig;e Fehler gemacht. Wir haben die Riesterrente nicht verbindlich gemacht. Das hei&szlig;t, diejenigen die sie dringlich br&auml;uchten, &ldquo;riestern&rdquo; nicht. Und wir haben die zus&auml;tzliche private Altersvorsorge nicht gen&uuml;gend reguliert und transparent gemacht. Deshalb sind die Ertr&auml;ge heute sehr unterschiedlich. Es ist aber nicht Sinn der Sache, dass der Staat einen Zuschuss aus Steuermitteln gibt, damit die Versicherungsgesellschaften hohe Geb&uuml;hren und Provisionen kassieren.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist wirklich der Gipfel der Scheinheiligkeit.<br>\nDie gesetzliche Rentenversicherung wurde und wird mit allen Mitteln zu Gunsten der privaten Versicherungs- und Finanzdienstleister demontiert, und das wollte sie auch noch verbindlich machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.duckhome.de\/tb\/archives\/8173-Scheinheilig-ohne-Ende.html?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+Duckhome+%28Duckhome%29%20\">Duckhome<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SPD &ndash; Stark genug: Verk&uuml;rzte Reha-Phase <\/strong><br>\nAufkeimender Optimismus: Mit FDP und Union geht es stetig bergab. Die SPD macht in Umfragen Boden gut. Aber haben sich die Sozialdemokraten so erholt, dass sie regieren k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2784909_SPD-Starkt-genug-Verkuerzte-Reha-Phase.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel bleibt an der Oberfl&auml;che. &Uuml;beralterung ist sicherlich ein Thema, bei beiden Gro&szlig;parteien, aber der R&uuml;ckgang an SPD-Veranstaltungen an der Basis hat vor allem mit dem Weggang der vielen durch die Agenda-Politik entt&auml;uschten Mitglieder zu tun. Da&szlig; dann gar noch M&uuml;ntefering, der den Niedergang mit verantwortete, zum Zeugen der Wiederauferstehung der SPD aufgerufen wird, zeugt von Ignoranz. Aber die Frage, ob die SPD reif genug w&auml;re f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr an die Macht. ist richtig gestellt &ndash; und zu verneinen. Die handwerklichen und inhaltlichen Fehler von Schwarz\/Gelb in der gegenw&auml;rtigen Krise fallen zurzeit der SPD in den Scho&szlig;. Eine klare Distanzierung von den Fehlern von Rot\/Gr&uuml;n und Schwarz\/Rot (Finanzmarktderegulierung, Steuergeschenke an die Besserverdienenden, Einrichtung eines Niedriglohnsektors usw.) steht immer noch aus und verhindert eine notwendige Neubesinnung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Foltern f&uuml;r das Vaterland<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Beitr&auml;ge der Psychologie zur Entwicklung von Techniken der &lsquo;wei&szlig;en Folter&lsquo;.<br>\nDer Heidelberger Rechtswissenschaftler Winfried Brugger (2000; s.a. 2006) bedauert die &ldquo;eminent starken Widerst&auml;nde&rdquo; gegen die Idee eines staatlichen Folterrechtes, die &ldquo;vermutlich in der Erfahrung des Dritten Reiches&rdquo; wurzelten, &ldquo;das nach wie vor einen langen und d&uuml;steren Schatten auf Themen wie Folter wirft und das Ergebnis differenzierungslos vorherbestimmt.&rdquo; Das klingt, wie Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 10.3.2003 kommentierte, &ldquo;als h&auml;tten die Nazis eine ansonsten durchaus vern&uuml;nftige Verh&ouml;rmethode diskreditiert. Zu den Schandtaten der Nazis z&auml;hlt demnach auch, da&szlig; man ihretwegen sich in Deutschland nicht unvoreingenommen &uuml;ber Folter unterhalten k&ouml;nne&rdquo;. Der Mainzer Rechtswissenschaftler Volker Erb (2005) sieht in der Absolutheit des Folterverbots gar den &ldquo;Geist des Totalitarismus&rdquo; und eine sicherheitspolitische Selbstabdankung des Staates. Der Hamburger Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel (2008) argumentiert, der durch eine staatliche &lsquo;Rettungsfolter&rsquo; Bedrohte &ldquo;bedroht sich mit der Folter, die ihm f&uuml;r den Fall seiner fortgesetzten Weigerung angedroht wird, selbst. Er hat es vollst&auml;ndig in der eigenen Hand, die Prozedur der Schmerzzuf&uuml;gung zu verhindern oder zu beenden.&rdquo; Diese Auffassung gibt deskriptiv ann&auml;hernd korrekt die &uuml;bliche staatliche Rechtfertigungsrhetorik f&uuml;r Folter wieder. Sie wird daher, wie das leider reiche Datenmaterial belegt, wenig &uuml;berraschend von all jenen Staaten geteilt, in denen &lsquo;&uuml;bergeordnete Sicherheitsinteressen&rsquo; zur Rechtfertigung von Folterungen geltend gemacht werden.<br>\nEs waren Psychologen, welche die in Guant&aacute;namo angewandten Verh&ouml;rtechniken entworfen hatten &ndash; insbesondere eine psychologische Firma, Mitchell, Jessen &amp; Associates, an der auch ein ehemaliger Pr&auml;sident der American Psychological Association beteiligt ist.<br>\n(&hellip;) Die APA stellte erwartungsgem&auml;&szlig; fest, da&szlig; sie jede Art von Folter entschieden ablehne. Sie betonte jedoch, da&szlig; es nicht nur eine ethische Verpflichtung gebe, Schaden vom einzelnen abzuwenden, sondern auch eine Verpflichtung, Schaden von der Nation abzuwenden. Im Konfliktfalle m&uuml;sse man beides gegeneinander abw&auml;gen. (Die Argumentation klingt vertraut, denn auch &Auml;rzte hatten seinerzeit einen Konflikt geltend gemacht zwischen der Verpflichtung, der Gesundheit des einzelnen zu dienen, und der Verpflichtung, der Gesundheit des &lsquo;Volksk&ouml;rpers&rsquo; zu dienen.) Und was das Wohl der Nation betreffe, so habe die Psychologie einiges anzubieten, wodurch sich sicherheitsrelevante Informationen beschaffen lie&szlig;en.<br>\nEinige wollten diese Auffassung psychologischer Berufsethik nicht teilen. Vom damaligen APA-Pr&auml;sidenten wurden sie als &ldquo;opportunistic commentators masquerading as scholars&rdquo; diffamiert, doch vermochten sie ihren Bedenken &ouml;ffentliche Resonanz zu verschaffen. Daher beschlo&szlig; das APA-Direktorium eine Arbeitsgruppe einzurichten, die ethische Standards f&uuml;r die Beteiligung an diesen Verh&ouml;ren entwickeln sollte.<br>\nDie Zusammensetzung dieser &lsquo;task force&rsquo; konnte l&auml;ngere Zeit geheim gehalten werden, bis ein Mitglied, die Sozialpsychologin Jean Maria Arrigo, die in der von der APA unterst&uuml;tzen Praxis eine eklatante Verletzung von etablierten Menschenrechtsnormen sah, die von der APA verordnete Verschwiegenheitspflicht verletzte und Menschenrechtsorganisationen ausf&uuml;hrlich dar&uuml;ber unterrichtete, in welcher Weise die Arbeit und die Empfehlungen der Arbeitsgruppe vom Pentagon und vom APA-Pr&auml;sidium manipuliert und bestimmt worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schattenblick.net\/infopool\/sozial\/psychol\/spber076.html%20\">Schattenblick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Beschwerde beim Deutschen Presserat gegen DIE WELT hat Erfolg!<\/strong><br>\nAm 3.2.2010 erschien auf WELT-Online der ber&uuml;chtigte Aufruf von WELT-Autor Daniel Pipes &ldquo;<a href=\"\/?p=4505#h18\">Obama sollte den Iran bombardieren<\/a>&rdquo;. Ein besonders eklatanter und absto&szlig;ender Fall von Kriegshetze in einem deutschen Medium. WELT-Autor Pipes empfahl die Bombardierung speziell zur Verbesserung der schlechten Umfragewerte des amerikanischen Pr&auml;sidenten.<br>\nDer Vorsitzende des Beschwerdeausschusses erkennt in dem Beitrag eine Verletzung des Transparenzgebotes nach Ziffer 6* und hier speziell der Richtlinie 6.1** des Pressekodex. F&uuml;r den Leser geht aus der Berichterstattung nicht hervor, dass es sich bei dem Autor um einen Gastkommentator handelt, der zudem Direktor des Middle East Forums ist. F&uuml;r die Einordnung des Artikels w&auml;re es jedoch zwingend geboten gewesen, dar&uuml;ber zu informieren.<br>\nIm Hinblick auf den Inhalt des Artikels erkennt der Vorsitzende keine Verletzung presseethischer Grunds&auml;tze. Es handelt sich zwar um eine extreme, aber letztendlich noch zul&auml;ssige Meinungs&auml;u&szlig;erung. Es ist Aufgabe der Presse, auch solche Ansichten zu dokumentieren. Der dabei zul&auml;ssige Rahmen wird nicht &uuml;berschritten und die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu Eigen.<br>\nAufgrund des Versto&szlig;es gegen die Ziffer 6 des Pressekodex erteilt der Vorsitzende des Beschwerdeausschusses der Redaktion [der WELT, F.B.] gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 2 Beschwerdeordnung einen Hinweis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.becklog.zeitgeist-online.de\/2010\/06\/26\/beschwerde-beim-deutschen-presserat-gegen-die-welt-hat-erfolg\/\">Friederike`s Becklog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren: Zufriedenheit mit Studiengeb&uuml;hren in Bayreuth am h&ouml;chsten <\/strong><br>\nInsgesamt rund zwei Drittel der Universit&auml;tsstudierenden wollen Studiengeb&uuml;hren selbst mehrere Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung nicht akzeptieren &ndash; etwas besserer Werte bei der Zufriedenheit. &bdquo;Seit der Erstellung des Geb&uuml;hrenkompass 2007 haben sich die Akzeptanzwerte nur geringf&uuml;gig ver&auml;ndert&ldquo;, sagt Prof. Dr. Voeth. &bdquo;Der Anteil der Geb&uuml;hrengegner liegt in diesem Jahr noch immer bei 63% bundesweit.&ldquo;<br>\nNur 31,7% der Befragten geben an, dass es auf Grund von Studiengeb&uuml;hren bislang zu einer Verbesserung der Lehre gekommen sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news376411\">idw<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.gebuehrenkompass.de\/ergebnisse.htm\">Geb&uuml;hrenkompass<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Uuml;berschrift h&auml;tte eigentlich hei&szlig;en m&uuml;ssen: Zwei Drittel der Studierenden an Universit&auml;ten mit Studiengeb&uuml;hren lehnen diese ab. Ein typisches Beispiel f&uuml;r Meinungsmache f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren. Da schickt man einige Geb&uuml;hrenscouts&ldquo; an 48 Hochschulen mit Studiengeb&uuml;hren und befragt jeweils gerade mal 100 Studierende nach ihrer Zufriedenheit &uuml;ber die Verwendung der Studiengeb&uuml;hren. Ob man mit der Verwendung zufrieden ist, sagt nichts &uuml;ber die grunds&auml;tzliche Haltung zu Studiengeb&uuml;hren, und die ist eindeutig ablehnend. Hinzu kommt noch das vernichtende Urteil, dass weniger als ein Drittel meinen, dass die Studiengeb&uuml;hren die Lehre verbessert habe.<br>\nGesponsert wurde die Umfrage &uuml;brigens von der Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung, deren stets optimistische Konsumprognosen st&auml;ndig von der Wirklichkeit widerlegt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pisa-Kritik: &ldquo;Liegt halb richtig, bei wem 2+2=5 ergibt?&rdquo;<\/strong><br>\nNach Pisa ist das Bildungswesen auf ein sogenanntes output-orientiertes, also auf Kompetenzen basierendes System umgestellt worden &ndash; im Gegensatz zum fr&uuml;heren input-orientierten, wissensbasierten System. Das Wissen ist durch die neue Kompetenzorientierung zu 90 Prozent abgeschafft worden.<br>\nEs reicht, wenn der Abiturient lesekompetent ist; alle Antworten sind ja schon in dem Abitur-Aufgabenmaterial enthalten.<br>\nDie Bildungsstandards ber&uuml;cksichtigen nicht mehr, dass ein Sch&uuml;ler etwas wissen muss. Wenn Sch&uuml;ler in der Gruppe etwas erarbeiten, wenn sie referieren, kommunizieren, pr&auml;sentieren und bewerten, dann sind die Kompetenzbereiche erf&uuml;llt. Aber keiner interessiert sich mehr f&uuml;r die Inhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/2788478_Professor-fuer-Didaktik-Liegt-halb-richtig-bei-wem-225-ergibt.html%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&Ouml;lkatastrophe: Wir haben alle falsch gedacht<\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung &uuml;ber die &Ouml;lkatastrophe im Golf von Mexiko war einhellig. Oder, um genau zu sein, sie war es bis zu dieser Woche. Denn nun hat Richter Martin Feldman in New Orleans das von Barack Obama beschlossene sechsmonatige Verbot von Erd&ouml;lbohrungen aufgehoben. Die Bohrungen m&uuml;ssten weiter gehen, so Feldman, denn sonst n&auml;hme die Wirtschaft im Staate Lousiana schweren Schaden. Obamas Moratorium sollte sechs Monate dauern und betraf 33 Bohrstellen &ndash; also keineswegs die &uuml;berwiegende Mehrheit der &Ouml;l-Projekte. Deswegen sind viele der Meinung, dass auch Lousianas Wirtschaft nicht wirklich gef&auml;hrdet war. Falsch! Der republikanische Abgeordnete Darrell Issa aus Kalifornien erkl&auml;rte, dass die &Ouml;lkonzerne in andere L&auml;nder ausweichen und deshalb andere das Geld verdienen werden. Der Mann hat Recht. Und also hat eine gro&szlig;e Koalition der &Ouml;lkonzerne alles versucht, das Moratorium zu verhindern. Richtig so! Einigen ist aufgefallen, dass Richter Feldman, &uuml;brigens ein Angestellter beim unbeirrbaren Markt-Deregulierer Ronald Reagan, selber &Ouml;l-Aktien besitzt, und zwar ausgerechnet von Transocean, dem Unternehmen also, dem auch die gesunkene Bohrplattform &ldquo;Deepwater Horizon&rdquo; geh&ouml;rte. Jetzt wird die Neutralit&auml;t des Richters angezweifelt. Ich wette, vollkommen unberechtigterweise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2788442&amp;em_loc=89&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/&amp;em_ivw=fr_feuilleto\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>General au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nStanley McChrystal, Obamas oberster Befehlshaber in Afghanistan, &uuml;bernahm das Kommando, ohne dabei die wirklichen Feinde aus dem Auge zu verlieren: die Schlappschw&auml;nze im Wei&szlig;en Haus.<br>\nQuelle1 : <a href=\"http:\/\/www.rollingstone.de\/news\/article.php?article_file=1277372301.txt&amp;showtopic=Features\">Rolling Stone<\/a><br>\nQuelle2 : <a href=\"http:\/\/www.rollingstone.com\/politics\/news\/17390\/119236#\">Rolling Stone<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Reportage von Michael Hastings, die online bereits erschienen war, liegt seit Freitag in gedruckter Form vor und jetzt auch online gek&uuml;rzt auf deutsch. Die Frage, was den General dazu gebracht hat, ohne Auflagen diesen provokanten Text m&ouml;glich zu machen, beantwortet der Artikel nicht. Es ist allerdings kaum anzunehmen, dass McChrystal nicht wusste, dass &bdquo;Rolling Stone&ldquo; mehr als Musikmagazin ist. Das linksliberale Magazin setzte sich schon immer mit der jeweiligen Politik der Regierungen auseinander. Seine Irak-Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet. Aber auch in der Wirtschaftskrise hielt sich das Magazin nicht zur&uuml;ck und nahm Goldman Sachs und sein Gesch&auml;ftsgebaren in das Visier. Vor diesem Hintergrund kann durchaus angenommen werden, dass der General seinen Rausschmiss bewusst provoziert hat. An einer Stelle des Berichts reagiert McChrystal auf eine vernichtende Analyse des US-Botschafter Eickenberry. Er f&uuml;hle sich &ldquo;verraten&rdquo; und unterstellt Eickenberry, dass er nur an die Geschichtsb&uuml;cher denke. &ldquo;Sollten wir versagen, kann er dann leichten Herzens sagen: Ich habe es ja schon immer gewusst&rsquo;.&rdquo; Wahrscheinlich wollte auch McChrystal nicht eines Tages als der General dastehen, der mit seiner Strategie den unr&uuml;hmlichen Abzug aus Afghanistan zu verantworten hat. Die Entsendung von 30 000 zus&auml;tzlichen Soldaten ist auf sein Dr&auml;ngen, er ist damit sogar an die &Ouml;ffentlichkeit gegangen, beschlossen worden. Was die Offensive in der Provinz Helmand gebracht hat, wei&szlig; au&szlig;er den Milit&auml;rs niemand, und die h&auml;ngen es bezeichnenderweise nicht an die gro&szlig;e Glocke, was sie ansonsten mit jedem get&ouml;teten Taliban tun. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat sich die Sicherheitslage in Afghanistan in den vergangenen Monaten nicht verbessert, sondern dramatisch verschlechtert. Der Juni ist mit 79 Toten bereits heute der verlustreichste Monat f&uuml;r die Alliierten seit dem Einmarsch 2001. Der Aufschub der alles entscheidende Gro&szlig;offensive in Kandahar, spricht B&auml;nde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Krisen-Splitter: Protest gegen das &bdquo;Sparpaket&ldquo;<\/strong><br>\nDas Video ist im Rahmen des aktuellen Dokumentarfilmprojektes &bdquo;KRISEN &ndash; SPLITTER&ldquo; entstanden, an dem Martin Ke&szlig;ler seit 2009 arbeitet. Der Film versucht in einer Mischung aus Reportage und analytischen Gespr&auml;chen, die Stimmung im Lande nach &bdquo;Ausbruch&ldquo; der gegenw&auml;rtigen Wirtschafts- und Finanzkrise zu skizzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WlSOOJho1XE%20\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Pla&szlig;manns Welt<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2010\/06\/22\/100622_1720_f_mei1_wm_71_8588377.jpg\" alt=\"Pla&szlig;manns Welt\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/?em_cnt=1256926&amp;em_loc=3317&amp;em_art=galery&amp;em_src=983526%20\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: G20 einigen sich auf Schuldenabbau; die G8-Staaten und ihre Versprechen; US-Finanzmarktreform Sieg f&uuml;r die Wall Street; schweigt zu Vorwurf der Geldw&auml;sche; Schwarmbl&ouml;dheit; schwarz-gelbe Geisterfahrt; Sparleidenschaft in Irland; Sch&auml;uble trickst bei Schuldenbremse; jeder 6. Europ&auml;er hat Zahlungsschwierigkeiten; Post soll Arbeitslosen-Briefe &ouml;ffnen; scheinheilig ohne Ende; Studiengeb&uuml;hren; Pisa-Kritik; &Ouml;lkatastrophe; General au&szlig;er Kontrolle;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6017\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6017","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6017","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6017"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6017\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6021,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6017\/revisions\/6021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6017"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6017"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6017"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}