{"id":60189,"date":"2020-04-14T08:33:58","date_gmt":"2020-04-14T06:33:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189"},"modified":"2020-04-14T08:33:58","modified_gmt":"2020-04-14T06:33:58","slug":"hinweise-des-tages-3591","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h01\">Journalismus in der Krise: die f&uuml;nf Defizite der Corona-Berichterstattung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h02\">Die Reaktion der Deutschen war ein Desaster sondergleichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h03\">COVID-19 &ndash; eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zuk&uuml;nftigen politischen Entscheidungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h04\">Coronavirus erh&ouml;ht Todesraten in mindestens acht europ&auml;ischen Staaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h05\">The European Union Is Determined to Continue Making the Same Errors It Made After 2008<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h06\">Weltweit 81 Prozent aller Arbeitskr&auml;fte von Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h07\">Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2\/Covid-19<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h08\">Corona-Pandemie: Schwarzer Schwan auf dem Weg in die Depression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h09\">Corona-Krise &ndash; Historischer Tabubruch in Sachsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h10\">Von Starken und Schwachen, von Arroganz und Unwissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h11\">Covid-19, Home Office und h&auml;usliche Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h12\">Snowden Warns Governments Are Using Coronavirus to Build &lsquo;the Architecture of Oppression&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h13\">Polizei bringt &ldquo;Coronoia&rdquo;-Anw&auml;ltin Bahner in die Psychiatrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h14\">&bdquo;Sehr falsche Priorit&auml;ten gesetzt und alle ethischen Prinzipien verletzt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h15\">Welt&auml;rztepr&auml;sident urteilt hart &uuml;ber Ministerpr&auml;sident S&ouml;der: &bdquo;Bayern steht am schlechtesten da&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h16\">Reif f&uuml;r die Abwahl: Kabinett Merkel und das Versagen in der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h17\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen die kritischen Stimmen jetzt h&ouml;ren&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60189#h18\">Volksinitiative f&uuml;r Grundeinkommen &ndash; Ganz leise Hoffnung auf Erfolg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Journalismus in der Krise: die f&uuml;nf Defizite der Corona-Berichterstattung<\/strong><br>\nWerden wir in der Corona-Krise hochwertig informiert? Die Wissenschaftler Klaus Meier und Vinzenz Wyss blicken auf die Berichterstattung in Deutschland und in der Schweiz seit Beginn der Pandemie. Beide Forscher analysieren den Zustand des Journalismus &ndash; und erkennen f&uuml;nf Defizite. [&hellip;]<br>\nF&uuml;nf Defizite, die es zu beheben gilt<br>\nWir befinden uns sp&auml;testens seit Anfang April mitten in einer Phase, in der Journalismus zu seiner Pflicht zur&uuml;ckkehren und mehr Eigenkompetenz, Distanz, Recherche und Vielfalt zeigen muss. Wir haben f&uuml;nf Defizite ausgemacht, an deren Behebung in beiden L&auml;ndern einige Redaktionen schon l&auml;nger arbeiten als andere, denen aber noch mehr begegnet werden kann:<br>\n(1) Der Umgang mit Zahlen: Datenjournalistische Formate und interaktive Grafiken, die Zahlen zur Pandemie darstellen, sind optimal nutzerorientiert aufbereitet &ndash; und sie interessieren viele Nutzer auch stark. Aber das f&uuml;hrt dazu, dass man diese Zahlen wie Tabellenst&auml;nde im Sport miteinander vergleicht: Sind wir jetzt schon wie Italien oder Spanien? Wie schneiden die USA ab? Wie stehen die Bundesl&auml;nder und Landkreise in Deutschland da? [&hellip;]<br>\n(2) Strukturen statt Einzelf&auml;lle: &Uuml;ber die genannten Zahlen hinaus heben die Routinen vor allem des Nachrichtenjournalismus bei Krisen, Konflikten und Katastrophen schon immer den schwerwiegenden Einzelfall hervor, der oft mit Kriegsrhetorik vorgetragen wird. Einordnender Kontext und Gesamtstrukturen sind in kurzer Zeit nur schwer zu recherchieren und sorgen kaum f&uuml;r Aufmerksamkeit. [&hellip;]<br>\n(3) Transparente Berichterstattung: Was die Bev&ouml;lkerung &uuml;ber dieses Virus, seine Gef&auml;hrlichkeit und die Wirkungen und Nebenfolgen der beh&ouml;rdlichen Ma&szlig;nahmen wei&szlig;, wei&szlig; sie fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Medien. Wieder wird wie durch ein Brennglas jetzt deutlich, wie die durch Journalismus konstruierte Medienrealit&auml;t die demokratische Gesellschaft und das Leben im Alltag beeinflusst. Es w&auml;re gerade jetzt wichtig, dass der Journalismus seine eigene Rolle in dieser Krise thematisiert und transparent &uuml;ber die Bedingungen, Routinen und Grenzen der Berichterstattung aufkl&auml;rt. [&hellip;]<br>\n(4) Vielf&auml;ltige Auseinandersetzung: Dass weitreichende politische Entscheidungen mit Eingriffen in die Grundrechte zwischen einzelnen Experten und der Exekutive im Hinterzimmer verhandelt und anschlie&szlig;end an die Bev&ouml;lkerung distanzlos vermittelt werden, sollte die absolute Ausnahme in der Demokratie sein &ndash; und darf sich auch in den n&auml;chsten Tagen und Wochen nicht fortsetzen. In einer distanzierten Debatte m&uuml;ssen sp&auml;testens jetzt weitreichende Fragen gestellt und recherchiert werden. [&hellip;]<br>\n(5) Virologen als unfehlbare Medienstars: Einige wenige Chef-Virologen wurden zu unfehlbaren Medienstars aufgebaut. Doch auch die Studien und Aussagen, Ratschl&auml;ge und Forderungen der Virologen sind sich im Detail nicht einig, ja k&ouml;nnen sich in dieser neuen wissenschaftlichen Herausforderung gar nicht einig sein. Eine der wichtigsten Wissenschaftstheorien des 20. Jahrhunderts ist der Kritische Rationalismus, der das Falsifikationsprinzip formuliert hat (nach Karl Popper): Wissenschaftlicher Fortschritt ist vor allem durch das Widerlegen von Theorien m&ouml;glich und kaum durch dauerhaftes Best&auml;tigen. Wissenschaftler m&uuml;ssen sich irren d&uuml;rfen. Sie m&uuml;ssen sogar daran arbeiten zu beweisen, dass die Wissenschaft sich geirrt hat. Wissenschaft, also die Suche nach Wahrheit, muss per se mit Unsicherheit leben. Deshalb ist es grundfalsch, einzelne Wissenschaftler als unfehlbare Medienstars aufzubauen. Sie sind damit &uuml;berfordert. Es ist nicht die Aufgabe ihrer Profession. Der Zweifel ist ihr Prinzip, nicht Gewissheit. Sie haben auch kein demokratisches Mandat. [&hellip;]<br>\nAlles in allem: Es ist an der Zeit, dass sich der Journalismus auf seine Maximen besinnt und die Folgen des Handelns zwar im Auge beh&auml;lt, aber nicht mehr in den Mittelpunkt redaktioneller Abw&auml;gungen stellt. Was viele Menschen jetzt als wohltuend empfinden &ndash; dass in der politischen Auseinandersetzung kein Streit allein um des Streits willen provoziert wird wie so oft in den letzten Jahren &ndash; k&ouml;nnte durchaus beibehalten werden. Aber ein &ouml;ffentlicher Streit um des intensiven Austauschs von Argumenten willen geh&ouml;rt zur Demokratie wie Wasser zum Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/meedia.de\/2020\/04\/09\/journalismus-in-der-krise-die-fuenf-defizite-der-corona-berichterstattung\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Reaktion der Deutschen war ein Desaster sondergleichen<\/strong><br>\nDas Coronavirus ersch&uuml;ttert die Wirtschaft. Nie zuvor in der Geschichte gab es eine vergleichbar schwere Krise. Wie schwer, das erl&auml;utert Historiker Adam Tooze. Und auch, welche Fehler gemacht worden sind.<br>\nDas hat es nie zuvor gegeben, gro&szlig;e Teile der Weltwirtschaft stehen still. Schuld ist das Coronavirus, zu dessen Bek&auml;mpfung die Menschen Abstand zueinander halten m&uuml;ssen. Mit schwerwiegenden Konsequenzen.<br>\nAdam Tooze ist aus diesem Grund ein gefragter Mann in dieser Zeit, sein Telefon klingelt in einem fort, wie er berichtet: Denn Tooze ist einer der f&uuml;hrenden Wirtschaftshistoriker, wie kaum jemand sonst hat er die Weltfinanzkrise von 2008\/09 erforscht. Im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt der Forscher, wie schlimm die derzeitige Krise wirklich ist. Und warum sie sich nicht mit den gro&szlig;en Crashes der Vergangenheit vergleichen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/wissen\/geschichte\/id_87668776\/experte-tooze-ueber-corona-krise-wir-reden-ueber-stoerungen-epischen-ausmasses-.html?ml-d\">t-online.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>COVID-19 &ndash; eine Zwischenbilanz oder eine Analyse der Moral, der medizinischen Fakten, sowie der aktuellen und zuk&uuml;nftigen politischen Entscheidungen<\/strong><br>\nEs ist verst&auml;ndlich, dass alle das Ausmass dieser Pandemie auf die eine oder andere Art erfassen m&ouml;chten. Nur, die t&auml;gliche Rechnerei hilft uns nicht weiter, da wir nicht wissen, wie viele Personen lediglich folgenlos Kontakt mit dem Virus hatten und wie viele Personen tats&auml;chlich krank geworden sind.<br>\nDie Anzahl asymptomatischer COVID-19 Tr&auml;ger ist wichtig, um Vermutungen &uuml;ber die Ausbreitung der Pandemie machen zu k&ouml;nnen. Um brauchbare Daten zu haben, h&auml;tte man jedoch zu Beginn der Pandemie breite Massentests durchf&uuml;hren m&uuml;ssen. Heute kann man nur noch vermuten, wie viele Schweizer Kontakt mit COVID-19 hatten. Eine Arbeit mit einer amerikanisch-chinesischen Autorenschaft hat schon am 16. M&auml;rz 2020 publiziert, dass auf 14 dokumentierte mit 86 nicht-dokumentierten F&auml;llen von COVID-19-positiven Personen zu rechnen ist. In der Schweiz muss man deshalb damit rechnen, dass wohl 15x bis 20x mehr Personen COVID-19-positiv sind, als in den t&auml;glichen Berechnungen dargestellt wird.<br>\nUm den Schweregrad der Pandemie zu beurteilen, br&auml;uchten wir andere Daten:<br>\neine exakte, weltweit g&uuml;ltige Definition der Diagnose &laquo;an COVID-19 erkrankt&raquo;: a) positiver Labortest + Symptome; b) positiver Labortest + Symptome + entsprechender Befund im Lungen-CT; oder c) positiver Labortest, keine Symptome, aber entsprechende Befunde im Lungen-CT.\n<ul>\n<li>die Anzahl hospitalisierter COVID-19-Patienten auf der Allgemeinabteilung<\/li>\n<li>die Anzahl COVID-19-Patienten auf der Intensivstation<\/li>\n<li>die Anzahl beatmeter COVID-19-Patienten<\/li>\n<li>die Anzahl von COVID-19-Patienten am ECMO<\/li>\n<li>die Anzahl an COVID-19 Verstorbenen<\/li>\n<li>die Anzahl infizierter &Auml;rzte und Pflegepersonen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nur diese Zahlen ergeben ein Bild vom Schweregrad dieser Pandemie, respektive von der Gef&auml;hrlichkeit dieses Virus. Die aktuelle Anh&auml;ufung von Zahlen ist derart ungenau und hat einen Touch von &laquo;Sensations-Presse&raquo; &ndash; das letzte, was wir in dieser Situation noch brauchen. [&hellip;]<br>\nHandelt es sich hier nur um &laquo;eine gew&ouml;hnliche Grippe&raquo;, die jedes Jahr vor&uuml;berzieht und gegen die wir &uuml;blicherweise &laquo;nichts&raquo; unternehmen &ndash; oder um eine gef&auml;hrliche Pandemie, welche rigide Massnahmen ben&ouml;tigt?<br>\nUm diese Frage zu kl&auml;ren, muss man bestimmt keine Statistiker fragen, die noch nie einen Patienten gesehen haben. Die reine, statistische Beurteilung dieser Pandemie ist sowieso unmoralisch. Fragen muss man die Leute an der Front.<br>\nKeiner meiner Kollegen &ndash; und ich nat&uuml;rlich auch nicht &ndash; und niemand vom Pflegepersonal kann sich erinnern, dass in den letzten 30 oder 40 Jahren folgende Zust&auml;nde herrschten, n&auml;mlich dass:<\/p>\n<ol>\n<li>ganze Kliniken mit Patienten gef&uuml;llt sind, welche alle dieselbe Diagnose besitzen;<\/li>\n<li>ganze Intensivstationen mit Patienten gef&uuml;llt sind, welche alle dieselbe Diagnose aufweisen;<\/li>\n<li>25% bis 30% der Pflegenden und der &Auml;rzteschaft genau jene Krankheit auch erwerben, welche jene Patienten haben, die sie betreuen;<\/li>\n<li>zu wenig Beatmungsger&auml;te zur Verf&uuml;gung standen;<\/li>\n<li>eine Patientenselektion durchgef&uuml;hrt werden musste, nicht aus medizinischen Gr&uuml;nden, sondern weil wegen der schieren Anzahl an Patienten schlicht das entsprechende Material gefehlt hat;<\/li>\n<li>die schwerer erkrankten Patienten alle dasselbe &ndash; ein uniformes &ndash; Krankheitsbild aufgewiesen haben;<\/li>\n<li>die Todesart jener, die auf der Intensivstationen verstorben sind, bei allen dieselbe ist;<\/li>\n<li>Medikamente und medizinisches Material auszugehen drohen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.mittellaendische.ch\/2020\/04\/07\/covid-19-eine-zwischenbilanz-oder-eine-analyse-der-moral-der-medizinischen-fakten-sowie-der-aktuellen-und-zuk%C3%BCnftigen-politischen-entscheidungen\/\">Mittell&auml;ndische<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Coronavirus erh&ouml;ht Todesraten in mindestens acht europ&auml;ischen Staaten<\/strong><br>\nAuch ohne das Coronavirus sterben jede Woche Zehntausende Menschen in Europa. Wie t&ouml;dlich allein dieser Erreger ist, verr&auml;t daher nur der Vergleich zur &uuml;blichen Zahl der Toten. Hier zeigt sich in mehreren Staaten ein klarer Anstieg. (&hellip;)<br>\nStatt der erwarteten knapp 60.000 Toten sind in den meldenden Staaten in Kalenderwoche 14 im Schnitt knapp 70.000 Menschen gestorben. (&hellip;)<br>\nDer Anstieg geht im Wesentlichen auf sechs Staaten zur&uuml;ck, in denen die Gesundheitsversorgung teils durch die Corona-Pandemie die Kapazit&auml;tsgrenzen &uuml;berschritten hat oder in Teilen zusammengebrochen ist, etwa Italien, Frankreich, Spanien und England, das in der Statistik gel&ouml;st von Gro&szlig;britannien vorkommt. Deutlich erh&ouml;ht ist die Sterberate der Statistik zufolge aber auch in der Schweiz und den Niederlanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-erhoeht-todesraten-in-mindestens-sieben-europaeischen-staaten-a-06dce7ce-a10c-4b2b-a4f2-9b92048698c4?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The European Union Is Determined to Continue Making the Same Errors It Made After 2008<\/strong><br>\nThe lack of EU help for the states hardest hit by COVID-19 is the latest sign of the hollowness of &ldquo;European solidarity.&rdquo; As Yanis Varoufakis tells Jacobin, the European Union&rsquo;s institutions are hardwired to ignore the needs of the social majority &mdash; preferring to allow mass suffering than to change their own rules.<br>\nYanis Varoufakis is used to controversy. Since stepping down as Greece&rsquo;s finance minister in 2015, the self-described &ldquo;erratic Marxist&rdquo; has become the leading spokesperson for DiEM25, a European-wide party that seeks to restructure the European Union&rsquo;s institutions in the interests of the majority.<br>\nIn March, Varoufakis made news for dropping what he dubs the &ldquo;EuroLeaks&rdquo; &mdash; his secret recordings of the closed meetings where eurozone finance ministers decided Greece&rsquo;s fate back in 2015. The recordings confirm many of our worst suspicions about such opaque bodies &mdash; and provide fascinating insights into how neoliberal technocrats really work.<br>\nEurope&rsquo;s institutions are again in the spotlight today, due to their weak reaction to the coronavirus pandemic and the resulting economic shutdown. As another round of rescue packages loom, Varoufakis spoke to Jacobin&rsquo;s Loren Balhorn about the European Union&rsquo;s response, what lessons elites have learned from the last crisis, and what different paths are today open to the Left.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.yanisvaroufakis.eu\/2020\/04\/12\/the-european-union-is-determined-to-continue-making-the-same-errors-it-made-after-2008-jacobin-interview\/\">Yanis Varoufakis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Weltweit 81 Prozent aller Arbeitskr&auml;fte von Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen betroffen<\/strong><br>\nDie Weltarbeitsorganisation (ILO) sch&auml;tzt, dass aufgrund der Corona-Krise die geleistete Arbeitszeit in den kommenden Monaten um Milliarden von Stunden sinken wird. F&uuml;r das zweite Quartal 2020 rechnet die ILO laut einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Analyse mit einem weltweiten R&uuml;ckgang um 6,7 Prozent &ndash; das entspricht der Arbeitszeit von rund 230 Millionen Arbeitskr&auml;ften (bei 40 Wochenstunden).<br>\nIn Europa sinkt die Zahl demnach um gesch&auml;tzte 7,8 Prozent, entsprechen w&uuml;rde dies der Arbeitsdauer von 15 Millionen Vollzeitkr&auml;ften. Insgesamt sind laut ILO derzeit rund 2,7 Milliarden arbeitende Menschen von Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen betroffen &ndash; das sind rund 81 Prozent aller Arbeitskr&auml;fte weltweit.<br>\n&ldquo;Umstellungen bei der Besch&auml;ftigung folgen normalerweise mit etwas Versp&auml;tung auf wirtschaftliche Abschw&uuml;nge. (&hellip;) In dieser aktuellen Krise wurde die Besch&auml;ftigung aber durch Lockdowns und andere Ma&szlig;nahmen direkt und zudem h&auml;rter getroffen, als am Anfang der Pandemie erwartet wurde&rdquo;, hie&szlig; es in der Analyse. &ldquo;Es handelt sich hier um die schwerste globale Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/wirtschaft\/100637-weltarbeitsorganisation-81-prozent-aller-arbeitskraefte-con-anti-corona-massnahmen-betroffen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Thesenpapier zur Pandemie durch SARS-CoV-2\/Covid-19<\/strong><br>\nDatenbasis verbessern<br>\nPr&auml;vention gezielt weiterentwickeln<br>\nB&uuml;rgerrechte wahren (&hellip;)<br>\nDie Bedrohung durch SARS-CoV-2\/Covid-19 macht ein Zusammenwirken von Politik und Wissenschaft  notwendig.  Eine  sinnvolle  Beratung  der  politischen  Entscheidungstr&auml;ger  muss  mehrere  wissenschaftliche  Fachdisziplinen  umfassen,  wobei  die  diagnostischen  F&auml;cher (hier: Virologie), die klinischen F&auml;cher (hier: Infektiologie, Intensivmedizin) und die Pflege  ganz  im  Vordergrund  stehen  sollten.  Da  eine  Epidemie  jedoch  nie  allein  ein  medizinisch-pflegerisches  Problem  darstellt,  sondern  immer  auf  die  aktuelle  Verfasstheit  der     gesamten     Gesellschaft     einwirkt     und     auch     nur     im     Rahmen     einer     gesamtgesellschaftlichen   Anstrengung   zu   bew&auml;ltigen   ist,   erscheint   zus&auml;tzlich   eine   Mitwirkung  von  Vertretern  der  Sozialwissenschaften,  Public  Health,  Ethik,  &Ouml;konomie,  Rechtswissenschaft  und  Politikwissenschaft  unverzichtbar.  Entscheidend  ist  hierbei  die  Einsicht,  dass  notwendige  Verhaltensver&auml;nderungen  auf  Ebene  der  Bev&ouml;lkerung  und  in  den  Institutionen  (denen  bei  Covid-19  besondere  Bedeutung  zukommt)  nie  allein  durch  eindimensionale  Einzelinterventionen  (z.B.  gesetzliche  Vorschriften),  sondern  nur  durch  Mehrfach- bzw. Mehrebeneninterventionen erreicht werden k&ouml;nnen, zu denen eben auch psychologische, soziale, &ouml;konomische und politische Ma&szlig;nahmen z&auml;hlen. (&hellip;)<br>\nThese  3:  Entstehung  und  Bek&auml;mpfung  einer  Pandemie  sind  in  gesellschaftliche  Prozesse  eingebettet.  Die  derzeitig  angewandte  allgemeine  Pr&auml;ventionsstrategie  (partieller shutdown) kann anfangs in einer un&uuml;bersichtlichen Situation das richtige Mittel  gewesen  sein,  birgt  aber  die  Gefahr,  die  soziale  Ungleichheit  und  andere  Konflikte  zu  verst&auml;rken.  Es  besteht  weiterhin  das  Risiko  eines  Konfliktes  mit  den  normativen    und    juristischen    Grundlagen    der    Gesellschaft.    Demokratische    Grunds&auml;tze  und  B&uuml;rgerrechte  d&uuml;rfen  nicht  gegen  Gesundheit  ausgespielt  werden.  Die  Einbeziehung  von  Experten  aus  Wissenschaft  und  Praxis  muss  in  einer  Breite  erfolgen, die einer solchen Entwicklung entgegenwirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.matthias.schrappe.com\/einzel\/thesenpapier_corona.pdf\">Matthias Schrappe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf Bedenken aus juristischer Perspektive haben auch die NachDenkSeiten hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60034#h11\">Vom Niedergang grundrechtlicher Denkkategorien in der Corona-Pandemie<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Pandemie: Schwarzer Schwan auf dem Weg in die Depression<\/strong><br>\nDer IWF geht von den schlimmsten Folgen seit der Gro&szlig;en Depression nach 1929 aus &ndash; wer wird daf&uuml;r bezahlen? Wird es wieder einen &ldquo;Sozialismus f&uuml;r Reiche&rdquo; geben?<br>\nLange hatten diverse Experten die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie kleingeredet, obwohl sie schon Anfang Februar mehr als deutlich erkennbar waren. Einen Monat sp&auml;ter bezeichneten die Experten der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) das Virus als &ldquo;das gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsrisiko seit der Finanzkrise&rdquo;. Die Organisation, in der 36 Industriestaaten zusammengeschlossen sind, hatte dazu Anfang M&auml;rz Szenarien entwickelt, die von der Realit&auml;t schon l&auml;ngst &uuml;berholt worden waren.<br>\nIm positiven Szenario wurde fabuliert, dass das Wachstum der Weltwirtschaft 2020 auf 2,4% sinken w&uuml;rde. Im negativen Szenario gingen die Experten von einem Absinken auf 1,5% aus. Es war mit Blick auf die Vorg&auml;nge in China und der Tatsache, dass weder in Europa noch in den USA entsprechende Vorsichtsma&szlig;nahmen getroffen wurden, nicht schwer vorherzusehen, dass auch das negative Szenario viel zu positiv gesehen wurde. Denn es gab l&auml;ngst eine Ansteckungswelle &uuml;ber den Asien-Pazifik-Raum hinaus. Und auch in Italien und Spanien war das Virus schon Ende Februar au&szlig;er Kontrolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Pandemie-Schwarzer-Schwan-auf-dem-Weg-in-die-Depression-4701563.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Krise &ndash; Historischer Tabubruch in Sachsen<\/strong><br>\nIm Freistaat hat der Landtag mit gro&szlig;er Mehrheit einer Neuverschuldung &uuml;ber sechs Milliarden Euro zugestimmt. Das &uuml;berforderte nicht nur die AfD.<br>\n&bdquo;Heute ist ein historischer Tag f&uuml;r den Freistaat Sachsen&ldquo;, beginnt Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) am Donnerstag seine Rede vor den Abgeordneten des s&auml;chsischen Landtags, und in normalen Zeiten w&uuml;rde auf einen solchen Anfang Grund zu gro&szlig;em Jubel folgen. Allein, es sind keine normalen Zeiten, was man auch schon daran erkennen kann, dass Sachsens Parlamentarier erstmals seit gut 25 Jahren nicht in ihrem modernen, lichtdurchfluteten Plenarsaal tagen, der als einer der sch&ouml;nsten der Republik gilt. [&hellip;]<br>\nDass das Parlament vollz&auml;hlig einberufen wurde, liegt an der Dimension des Beschlusses, den es gut drei Stunden sp&auml;ter f&auml;llen und der ein historischer sein wird, um im Bilde des Finanzministers zu bleiben. Vorjohann, zuvor lange Jahre Stadtk&auml;mmerer in Dresden, ist noch nicht mal vier Monate im Amt und muss die Abgeordneten jetzt um Zustimmung zu einer Neuverschuldung &uuml;ber sechs Milliarden Euro bitten.<br>\nDa der Landtag jedoch vor sieben Jahren ein Neuverschuldungsverbot verabschiedet hatte, das ausschlie&szlig;lich in einer &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Notsituation&ldquo; umgangen werden darf, m&uuml;ssen die Abgeordneten zusammenkommen, um eine solche mit mindestens Zwei-Drittel-Mehrheit festzustellen.<br>\nF&uuml;r Sachsen und insbesondere f&uuml;r die den Freistaat seit drei&szlig;ig Jahren regierende CDU, ist das ein Tabubruch immensen Ausma&szlig;es. Noch nie seit der Wiedervereinigung hatte der Freistaat einen Nachtragshaushalt n&ouml;tig, seit 15 Jahren hat er keine Schulden mehr aufgenommen, sondern im Gegenteil, j&auml;hrlich 75 Millionen Euro getilgt, und obendrein gespart, dass es, jedenfalls zuletzt, h&ouml;rbar quietschte. Den Erfolg, seit Jahren schon das Land mit der bundesweit niedrigsten Verschuldung zu sein, tr&auml;gt Sachsens CDU bis heute wie eine Monstranz vor sich her. Und jetzt: Sechs Milliarden Euro neue Schulden, das ist fast ein Drittel des aktuellen, 21 Milliarden Euro umfassenden Haushalts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/corona-krise-historischer-tabubruch-in-sachsen-16719390.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei dem Artikel ist mir gleich mehrfach die Kinnlade heruntergefallen. Der &ldquo;historische Tabubruch in Sachsen&rdquo; aus der &Uuml;berschrift bezieht sich nicht auf eine Regierungsbildung zusammen mit der AfD oder die Einf&uuml;hrung einer Diktatur, sondern auf einen &ndash; schlicht notwendigen &ndash; Nachtragshaushalt mit Rekord-Neuverschuldung. Was sonst im Angesicht der schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg? Nat&uuml;rlich ist der alte Haushalt schon aufgrund der hohen Steuerausf&auml;lle Makulatur. Aber das &ldquo;Tabu&rdquo; bezieht sich auf das Schuldenmachen an sich, f&uuml;r die s&auml;chsische Staatsregierung und die FAZ das teuflischst denkbare Verbrechen. Dementsprechend ist (der Regierung und der FAZ) inmitten dieser gro&szlig;en menschlichen Katastrophe auch nur eins wichtig: da&szlig; &ldquo;Sachsen am Ende [d. h. nach der Krise] den Titel des Landes mit [der] niedrigste[n] Verschuldung [&hellip;] behalten [wird]&rdquo; &ndash; Schulden als Fetisch. Es wurde &ldquo;gespart, dass es, [&hellip;] h&ouml;rbar quietschte&rdquo;; die ganze Sparerei &ldquo;tr&auml;gt Sachsens CDU bis heute wie eine Monstranz vor sich her&rdquo;, und gebracht hat das Sparen nur, was sogar die CDU selbst zugeben musste, zu wenige Lehrer, zu wenige Polizisten und eine <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/michael-kretschmer-grossen-problemen-11016259.html\">ruinierte Infrastruktur<\/a>), dazu <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wirtschaftsstandort-sachsen-schlechte-stimmung-trotz-guter.766.de.html?dram:article_id=457534\">Niedrigstl&ouml;hne<\/a>, hohe Abwanderungszahlen und eine AfD-Landtagsfraktion in absoluter Rekordst&auml;rke von <a href=\"https:\/\/wahlen.sachsen.de\/LW_19.php\">27,5 Prozent<\/a>. Die Katastrophenpolitik hat nicht jetzt begonnen, sondern vor fast 30 Jahren unter Biedenkopf. Und wenn ernsthaft erw&auml;hnt oder gar diskutiert wird, die jetzt verabschiedeten &ldquo;Notlagen-Kredite binnen acht Jahren [zu tilgen]&rdquo;, &ldquo;woraufhin die Linke schon mal vorsorglich warnte, nicht abermals wie nach der Finanzkrise vor allem bei den Sozialausgaben zu k&uuml;rzen&rdquo;, dann stockt der Atem. 6 Milliarden Euro durch 8 Jahre sind 750 Millionen Euro pro Jahr; das sind bei einem normalen Haushalt von 21 Milliarden Euro 3,6 Prozent extra als zus&auml;tzlicher Prim&auml;r&uuml;berschuss, das w&uuml;rde sogar *noch mehr Austerit&auml;t* bedeuten, als das Troika-geplagte Griechenland <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/de\/policies\/financial-assistance-eurozone-members\/greece-programme\/\">seit vielen Jahren ertragen muss<\/a>. Wahnsinn, der pure Wahnsinn. Da die Linksfraktien mit 12 Prozent der Landtagsabgeordneten gegen&uuml;ber den neoliberalen Parteien marginalisiert ist, kann man an einem Finger abz&auml;hlen, wie die Zukunft des Sozialstaats in Sachsen aussehen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Von Starken und Schwachen, von Arroganz und Unwissen<\/strong><br>\nWir sind die Starken, die anderen sind die Schwachen. Das deutsch-niederl&auml;ndische Mantra ist nicht nur arrogant, es ist dumm. Wer es ausspricht, zeigt nur, dass er nicht die geringste Ahnung vom Zusammenleben der Nationen hat.<br>\n&bdquo;Wo die Not dr&auml;ngt, da wird Tollk&uuml;hnheit zur Klugheit&ldquo;, sagte einst Niccol&ograve; Machiavelli &ndash; und er hat Recht. In Notzeiten zeigt sich, wer wes Geistes Kind ist, wem man vertrauen kann und wem nicht. Es zeigt sich auch, wer die intellektuelle F&auml;higkeit hat, &uuml;ber seinen eigenen Schatten zu springen und seine eigenen Dogmen in Frage zu stellen. Deutschland, die Niederlande und &Ouml;sterreich f&uuml;hren gerade vor, dass sie nicht &uuml;ber die Tollk&uuml;hnheit verf&uuml;gen, die zur Klugheit wird. Das wird sich bitter r&auml;chen.<br>\nUm genau zu wissen, worum es dabei geht, muss man nur das Interview anh&ouml;ren, das Bundeswirtschaftsminister Altmaier gestern dem Deutschlandfunk gegeben hat. Da ist es wieder klar, dass nur diejenigen in Europa, &bdquo;die sich in den vergangenen Jahren wirklich angestrengt haben&ldquo;, jetzt auch die M&ouml;glichkeit haben k&ouml;nnen, ohne jedes Problem und ohne jeden Zinsaufschlag das Geld aufzunehmen, das sie zur Bek&auml;mpfung der Corona-Krise brauchen. W&ouml;rtlich sagte Altmaier:<br>\n&bdquo;Der Staat &hellip; sind wir alle. Aber wir haben gemeinsam durch die Einhaltung der Schuldenbremse, durch die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Finanzen in den letzten Jahren die Voraussetzung daf&uuml;r geschaffen, dass wir jetzt Geld in die Hand nehmen k&ouml;nnen, dass wir die Staatsausgaben vor&uuml;bergehend deutlich erh&ouml;hen k&ouml;nnen, um Unternehmen zu retten, um Arbeitspl&auml;tze zu retten, um den Wohlstand dieses Landes zu retten.&ldquo;<br>\nWas im Umkehrschluss ja nur hei&szlig;en kann, dass &bdquo;die anderen&ldquo;, die genau das nicht getan haben, jetzt eben auch kein Geld in die Hand nehmen k&ouml;nnen, weil sie keines haben. Sie haben eben nicht die Voraussetzungen daf&uuml;r geschaffen, dass sie ihre Wirtschaft heute retten k&ouml;nnen.<br>\nUnd die deutschen Medien &ndash; wie k&ouml;nnte es anders sein &ndash; sind voll auf diesen Regierungszug aufgesprungen. In einer ZDF-Sondersendung in dieser Woche (ab Minute 11) war mehrfach die Rede von den &bdquo;schw&auml;cheren&ldquo; L&auml;ndern im S&uuml;den und von den &bdquo;wirtschaftlich Starken&ldquo; im Norden, die f&uuml;r die Schwachen haften sollen. Bei ntv entbl&ouml;det man sich nicht, von den &bdquo;Kredits&uuml;chtigen&ldquo; im S&uuml;den zu sprechen. Aber auch in der ZEIT hei&szlig;t es, von der EZB &uuml;ber Wasser gehaltene L&auml;nder k&ouml;nnten &bdquo;in die Pleite rutschen&ldquo;, wenn die Zinsen nicht dauerhaft niedrig bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/von-starken-und-schwachen-von-arroganz-und-unwissen\/\">Heiner Flassbeck in Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Covid-19, Home Office und h&auml;usliche Gewalt<\/strong><br>\nAnders als zur traditionell konfliktgeladenen Weihnachtszeit, in der sich die Familien zuhause dr&auml;ngeln, ist die Situation nicht zuletzt aufgrund der bedrohlichen Ungewissheit auch hinsichtlich der Dauer des Ausnahmezustands deutlich brisanter als zum Jahreswechsel &uuml;blich.<br>\nWie bei den Zahlen zur aktuellen Corona-Pandemie sind auch die Angaben zur gegenw&auml;rtigen h&auml;uslichen Gewalt nicht wirklich belastbar. Bis die Polizeistatistiken hierzu verl&auml;ssliches Material bereitstellen werden, d&uuml;rfte noch einige Zeit vergehen. Schon heute gibt es jedoch warnende Stimmen, welche zumeist davon ausgehen, dass der Ansturm auf die Frauenh&auml;user und der Run auf die Scheidungsanw&auml;lte erst dann erfolgt, wenn die Corona-Pandemie sich dem Ende zuneigt, weil derzeit ein erh&ouml;htes Infektionsrisiko im unbekannten Umfeld eines Frauenhauses bef&uuml;rchtet wird. (&hellip;)<br>\nDie Zunahme der h&auml;uslichen Gewalt scheint derzeit ein weltweites Ph&auml;nomen zu sein, das jedoch schwerpunktm&auml;&szlig;ig in St&auml;dten zum Ausbruch kommt, wo die Wohnungen vielfach klein sind und der t&auml;gliche Auslauf in den Zeiten der Pandemie ziemlich begrenzt ist.<br>\n&ldquo;UNO-Generalsekret&auml;r Guterres hat einen weltweiten Anstieg h&auml;uslicher Gewalt angesichts der Einschr&auml;nkungen in der Coronavirus-Pandemie kritisiert&rdquo;, meldet der Deutschlandfunk am 6. April. In den vergangenen Wochen habe es als Folge der in der Krise gewachsenen wirtschaftlichen und sozialen Drucksituationen sowie der gestiegenen &Auml;ngste eine weltweite Zunahme der h&auml;uslichen Gewalt gegeben. &ldquo;F&uuml;r viele Frauen und M&auml;dchen ist die Bedrohung dort am gr&ouml;&szlig;ten, wo sie am sichersten sein sollten. In ihrem eigenen Zuhause&rdquo;, wird Guterres zitiert.<br>\nIn Deutschland gibt es f&uuml;r Kinder und Jugendliche, die Hilfe suchen, die deutschlandweite kostenfreie Notrufnummer 116 111. F&uuml;r Frauen gibt es das Hilfetelefon unter der ebenfalls kostenlosen Nummer 08000\/116016.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Covid-19-Home-Office-und-haeusliche-Gewalt-4700463.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Snowden Warns Governments Are Using Coronavirus to Build &lsquo;the Architecture of Oppression&rsquo;<\/strong><br>\nThe future may be unpredictable, but global pandemics aren&rsquo;t. There isn&rsquo;t a single government on the planet that hasn&rsquo;t been warned, repeatedly, that at some point a viral pandemic will sweep the globe, causing untold death and economic disruption.<br>\nAnd yet most failed to prepare for the novel coronavirus.<br>\n&ldquo;Every academic, every researcher who&rsquo;s looked at this knew this was coming,&rdquo; says famed whistleblower Edward Snowden in an exclusive interview with VICE co-founder Shane Smith. &ldquo;Yet when we needed it, the system has now failed us, and it has failed us comprehensively.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/en_us\/article\/bvge5q\/snowden-warns-governments-are-using-coronavirus-to-build-the-architecture-of-oppression\">Vice<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Polizei bringt &ldquo;Coronoia&rdquo;-Anw&auml;ltin Bahner in die Psychiatrie<\/strong><br>\nDie als &ldquo;Coronoia&rdquo;-Anw&auml;ltin bekannt gewordene Heidelberger Juristin Beate Bahner ist in die Psychiatrie gebracht worden. Sie selbst sagt offenbar in einer Tondatei, sie f&uuml;hle sich dort zumindest sicher.<br>\nKurz nach einem von ihr angek&uuml;ndigten R&uuml;ckzug aus der &Ouml;ffentlichkeit ist die Heidelberger Rechtsanw&auml;ltin Beate Bahner gegen ihren Willen in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden. Zuvor hatte sie offenbar fremd- oder eigengef&auml;hrdendes Verhalten gezeigt.<br>\nBahner war in den vergangenen Tagen mit einem Aufruf zu bundesweiten Demonstrationen und einem Eilantrag f&uuml;r die Aufhebung aller Corona-Schutzma&szlig;nahmen bekannt geworden. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Antrag aus diversen Gr&uuml;nden f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt. [&hellip;]<br>\nIn der Sprachnachricht schilderte die Anw&auml;ltin, mit per Handschellen gefesselten H&auml;nden in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden zu sein. Nach dem Gespr&auml;ch mit einer &Auml;rztin habe sie die Nacht als einzige Patientin in einer Isolierstation verbracht. Am Sonntag habe sie dann ein Zimmer mit Bad und ihr Handy erhalten sowie B&uuml;cher gebracht bekommen. Sie sage au&szlig;erdem, sie sei dort in Sicherheit &ldquo;vor ganz dunklen M&auml;chten&rdquo;, Besuche seien nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_87699240\/polizei-bringt-coronoia-anwaeltin-beate-bahner-in-die-pschiatrie-.html?ml-d\">t-online.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Sehr falsche Priorit&auml;ten gesetzt und alle ethischen Prinzipien verletzt&ldquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Also es ist eine Gruppe, die &uuml;blicherweise und bislang immer mehr Palliativmedizin bekommen hat als Intensivmedizin, und jetzt wird so eine neue Erkrankung diagnostiziert und da macht man aus diesen ganzen Patienten Intensivpatienten. (&hellip;) Da fragt man sich nat&uuml;rlich bei einer Erkrankung, wenn die schlimm verl&auml;uft, also zum Atemversagen f&uuml;hrt, dann k&ouml;nnen wir tats&auml;chlich nach einer chinesischen Studie nur drei Prozent der Betroffenen retten, 97 Prozent versterben trotz Maximaltherapie &ndash; so eine Intensivtherapie ist leidvoll, da stimmt ja schon das Verh&auml;ltnis zwischen Nutzen und Schaden kaum. (&hellip;) Na ja, der Nutzen ist so, dass man nur ganz minimal wenige Patienten rettet, von denen kommen nur wenige dann auch zur&uuml;ck in ihr altes Leben, eine gro&szlig;e Zahl von denen, die man rettet, nach zwei bis drei Wochen Beatmung, verbleiben schwerstbehindert. Und das sind Zust&auml;nde, die lehnen die meisten &auml;lteren Menschen f&uuml;r sich ab.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/palliativmediziner-zu-covid-19-behandlungen-sehr-falsche.694.de.html?dram:article_id=474488\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Die in diesem Interview angesprochenen Aspekte zu Corona und Palliativmedizin lassen die gro&szlig;fl&auml;chig verordnete Beatmung sehr fragw&uuml;rdig erscheinen, wenn sie zutreffen. Denn laut dem Palliativmediziner steht der Aufwand und die Qual der Behandlung in keinem Verh&auml;ltnis zum medizinischen Nutzen: Es bleiben auch mit Beatmung angeblich nur 3 Prozent der schwer Betroffenen am Leben. Von diesen 3 Prozent w&uuml;rden wiederum viele anschlie&szlig;end mit schwersten Behinderungen weiterleben m&uuml;ssen.  Mit diesem Wissen w&uuml;rden viele Patienten die Beatmung eigentlich ablehnen &ndash; aber nur 4% w&uuml;rden vorher aufgekl&auml;rt: eine eklatante Verletzung des Patientenwillens.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Welt&auml;rztepr&auml;sident urteilt hart &uuml;ber Ministerpr&auml;sident S&ouml;der: &bdquo;Bayern steht am schlechtesten da&ldquo;<\/strong><br>\nBayerns Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der hat eine Maskenpflicht angek&uuml;ndigt, unklar sei nur wann.<br>\nDavon halte ich nichts. Es gibt nicht einen wissenschaftlichen Beweis, dass Masken an der Ausbreitung dieser Krankheit etwas &auml;ndern. Wenn sie nicht ausreichend desinfiziert werden, k&ouml;nnen sie das Virus sogar noch konzentrieren. Man kann zudem nicht die B&uuml;rger zwingen, Masken zu tragen, solange es nicht wirklich f&uuml;r alle welche gibt. Die vorhandenen Masken brauchen wir aber f&uuml;r das medizinische Personal. Und wenn man den Menschen sagt, sie sollen jetzt ihre privaten Schals benutzen, dann wird es l&auml;cherlich.<br>\nLiegt S&ouml;der auch in anderen Fragen falsch?<br>\nSeine Politik der harten Hand f&uuml;hrt offensichtlich nicht zum Erfolg. Bayern steht bei den Infektionszahlen von allen L&auml;ndern am schlechtesten da. Es hat auch die h&ouml;chste Sterbequote und die niedrigste Verdopplungszeit bei den Infektionen &ndash; das ist in diesem Fall schlecht. Dass Herr S&ouml;der da &Auml;ngste entwickelt, kann ich nachvollziehen. Es hilft aber nichts, das Denken auszuschalten. Wir brauchen Vernunft, keine dramatischen Aktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/coronavirus-bayern-soeder-aerztepraesident-kritik-aktuelle-zahlen-karte-statistik-politik-13646323.html\">Merkur.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> M&ouml;chte sich Herr S&ouml;der als &bdquo;Law and Order-man&ldquo; darstellen, um von den miserablen Zahlen in seinem Bundesland Bayern abzulenken und um sich als tatkr&auml;ftiger Kanzlerkandidat der Unionsparteien pr&auml;sentieren zu k&ouml;nnen? Bitte lesen Sie hierzu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59500\">Das bemerkenswerte Geschw&auml;tz des Ministerpr&auml;sidenten Kretschmann, der Missbrauch der Pandemie durch S&ouml;der und andere Ungereimtheiten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reif f&uuml;r die Abwahl: Kabinett Merkel und das Versagen in der Corona-Krise<\/strong><br>\nEine an die &Ouml;ffentlichkeit gelangte Studie des Innenministeriums offenbart die Unf&auml;higkeit der Bundesregierung w&auml;hrend der Corona-Krise. Statt konsequent zu handeln, beschwichtigte sie lieber die Bev&ouml;lkerung. Nach der Pandemie ist eine politische Generalabrechnung f&auml;llig. (&hellip;)<br>\nDie Studie hatte darlegen sollen, wie man der B&uuml;rgermehrheit schmerzliche und &auml;u&szlig;erst kostspielige Solidarit&auml;t mit der von der Virusepidemie &uuml;berdurchschnittlich gef&auml;hrdeten &ldquo;Risikogruppe&rdquo; abfordern k&ouml;nnte und wie man diese Ma&szlig;nahmen &ldquo;kommunizieren&rdquo; m&uuml;sse. Klartext: abgen&ouml;tigte Solidarit&auml;t mit Rentnern, Behinderten, Vorerkrankten und Schwachen. Das sind 30 Millionen Menschen. Von wegen &ldquo;Gruppe&rdquo;!<br>\nDer erste COVID-19-Fall in Deutschland wurde am 28. Januar gemeldet. Bei sofortigen Massentests und strikter Isolation der Infizierten wie in S&uuml;dkorea h&auml;tte das Alltagsleben bei uns ebenfalls ohne wesentliche Einschr&auml;nkungen weitergehen k&ouml;nnen. Dazu fehlten hierzulande jedoch nicht nur die materiellen Voraussetzungen. Es gab keinen politischen Willen dazu.<br>\nS&uuml;dkorea hatte die &ldquo;Vorwarnzeit&rdquo; nach dem Ausbruch der Epidemie in der Volksrepublik China umgehend genutzt. In Deutschland wurde sie verbummelt. Die Kanzlerin war dem Alltag entschwebt, der Gesundheitsminister damit besch&auml;ftigt, f&uuml;r den CDU-Vorsitz zu antichambrieren; seinen Kandidaturverzicht teilte Spahn erst am 25. Februar mit. Er h&auml;tte in den Wochen zuvor wahrhaftig Wichtigeres zu tun gehabt, als seinen Karriereabsichten zu fr&ouml;nen. (&hellip;)<br>\nFalls die Bundesregierung bezweckt hatte, die Bev&ouml;lkerung von Restbest&auml;nden ethischer Grunds&auml;tze zu befreien, so kann sie erste Erfolge verbuchen. Auch die Tagesschau gibt sich als Podium daf&uuml;r her.<br>\nAbsolut Unvergleichbares wird in diesem &ldquo;Diskurs&rdquo; bedenkenlos gegeneinander abgewogen: zuallererst das Grundrecht auf Leben und Gesundheit gegen das Grundrecht auf Eigentum. Nat&uuml;rlich ohne jeden Gedanken daran, den Geldadel bezahlen zu lassen, ihn zur Entlastung der Armen und sozial Isolierten heranzuziehen &ndash; obwohl er &uuml;ber Netto-Geldverm&ouml;gen von mindestens 6 Billionen Euro verf&uuml;gt, die sich auf fiskalische Pr&auml;ferenzen st&uuml;tzen, wie sie dem &ldquo;kleinen Mann&rdquo; niemals zuteil werden.<br>\nDie Bundesregierung verf&uuml;gt &uuml;ber alle medialen und exekutiven Machtmittel zur Manipulation der Massen und wendet sie l&auml;ngst an. Auch jetzt, wie der Inhalt der Seehofer-Studie und der Umgang mit derselben zeigen. Nach dem Abflauen der COVID-19-Pandemie m&uuml;ssen diese Offenbarung regierender Unf&auml;higkeit und deren bleibende Sch&auml;den wieder auf den Tisch kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/100749-reif-fur-abwahl-kabinett-merkel\/\">Friedhelm Klinkhammer und Volker Br&auml;utigam in RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen die kritischen Stimmen jetzt h&ouml;ren&ldquo;<\/strong><br>\nWas macht die momentane Corona-Ausnahmesituation mit unseren Gef&uuml;hlen und unserer Psyche? Michaela Huber zieht im Interview mit ZackZack Parallelen zu kriegs&auml;hnlichen Zust&auml;nden und erkl&auml;rt, warum viele Menschen mit Kriegserfahrung &ndash; oder deren Kinder und Enkelkinder &ndash; derzeit mit allerhand Problemen zu k&auml;mpfen haben. Und warum wir gerade jetzt in der Krise auch auf kritische Stimmen h&ouml;ren sollten. (&hellip;)<br>\nZackZack: Sie sind Psychotherapeutin und leiten eine Trauma-Fachgesellschaft. Sie besch&auml;ftigen sich mit den Auswirkungen der Corona-Ausnahmesituation auf bereits belastete Menschen, aber auch auf die Gesellschaft als Ganzes. Was f&auml;llt Ihnen auf?<br>\nMichaela Huber: Wer vom einen Tag auf den anderen an vielen Selbstverst&auml;ndlichkeiten &ndash; Arbeit, Begegnungen, Bewegungsfreiheit &ndash; gehindert wird, f&uuml;r den ist das immer auch belastend. F&uuml;r traumatisierte Menschen, die sehr viel erlebt und durchgemacht haben, die vielleicht gerade erst Fu&szlig; gefasst haben im Gesundheitssystem, gilt das besonders: Sie hatten Begleitung, Betreuung, sie hatten Therapie, vielleicht auch eine Klinik, wo sie im Notfall untergekommen sind: Das ist jetzt alles weggebrochen und f&uuml;r die meisten einfach nicht zu haben. Im besten Fall bekommt man ein Videotelefonat, das ist f&uuml;r sehr viele sehr belastete Menschen keine Alternative zu einem direkten zwischenmenschlichen Kontakt. (&hellip;)<br>\nZackZack: Die Corona-Ma&szlig;nahmen greifen sehr tief in die ganze Gesellschaft ein. Welche Parallelen zum milit&auml;rischen Krieg sehen Sie da wirksam werden?<br>\nMichaela Huber: Solidarit&auml;t in einer Gesellschaft zu zeigen, dagegen hat ja niemand etwas, im Gegenteil. Aber es gibt auch eine andere Richtung, die jetzt aufscheint. Die Rechten sagen es direkt: Jetzt m&uuml;sse man sich &bdquo;in einen Volksk&ouml;rper eingliedern&ldquo;, alle individuellen Bed&uuml;rfnisse zur&uuml;ckstellen. Und die gesamte Politik scheint dies zu propagieren: Wir alle, ja der gesamte Staat ist aufs &Auml;u&szlig;erste bedroht, und es darf einem nichts ausmachen, jetzt alles zu opfern an Freiheiten, ja die gesamte Existenz &ndash; weil man sich in den Dienst einer &bdquo;h&ouml;heren Sache&ldquo; stellen soll: den Krieg gegen den Feind zu gewinnen. Der Feind ist jetzt das Virus. Und da muss man doch gehorchen. Nur die eine, als einzig richtig ausgegebene Strategie wird dann auch durch die meisten Medien propagiert, Kritik kaum noch zugelassen, Zuwiderhandlung scharf geahndet. Das weckt in vielen Menschen Erinnerungen an totalit&auml;re Zust&auml;nde. Sie erleben, dass sie ideologisch und auch alltagspraktisch eingenordet werden auf diesen Krieg gegen diesen einen Feind, und man darf nur tun, was einem gesagt wird und etwas anderes auf gar keinen Fall, man bunkert sich mit Vorr&auml;ten daheim also ein und erwartet den Einschlag in der N&auml;he oder gar, dass der Feind im eigenen Haus zuschl&auml;gt.<br>\nZackZack: Diese Haltung zieht weite Kreise.<br>\nMichaela Huber: Diese ganze Kriegs-Metaphorik f&uuml;hrt dazu, dass viele Menschen, insbesondere der &auml;lteren Generation, zutiefst eingesch&uuml;chtert und in Angst sind. Man merkt, wie schwarze P&auml;dagogik sich wieder ausbreitet, also dass Menschen zum Beispiel andere denunzieren, die sich vermeintlich nicht hundertprozentig an die Regeln halten. Da wird pl&ouml;tzlich eine Anzeige erstattet, weil drei Menschen gemeinsam drau&szlig;en auf der Stra&szlig;e sind. Da kommt die Polizei, da wird man &uuml;berpr&uuml;ft, vielleicht verhaftet, weil man es gewagt hat, auf einer Bank zu sitzen und ein Buch zu lesen. All das erinnert &auml;ltere Menschen, aber auch Gefl&uuml;chtete, die zu uns kommen, an das Verhalten in totalit&auml;ren Staaten. Schon stabile Menschen haben damit zu tun, unter diesen Umst&auml;nden ihre Gesundheit aufrecht und ihre Existenzangst in Schach zu halten &ndash; umso mehr jene, die es kennen, eingesperrt zu sein, in Gefangenschaft oder in totalit&auml;ren Lebensumst&auml;nden gewesen zu sein, Mindcontrol erlebt zu haben &ndash; diese Menschen sind enorm eingesch&uuml;chtert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zackzack.at\/2020\/04\/11\/wir-muessen-die-kritischen-stimmen-jetzt-hoeren-psychologin-im-interview\/\">ZackZack<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Volksinitiative f&uuml;r Grundeinkommen &ndash; Ganz leise Hoffnung auf Erfolg<\/strong><br>\nIn Rekordzeit sammelte &bdquo;Hamburg soll Grundeinkommen testen&ldquo; genug Unterschriften. Die Hansestadt ist allen anderen einen Schritt voraus. [&hellip;]<br>\nGenau, das ist es, was die Initiative &bdquo;Expedition Grundeinkommen&ldquo; will. Die in Berlin ins Leben gerufenen Initiative will staatliche Modellversuche f&uuml;r das bedingungslose Grundeinkommen, wissenschaftlich begleitet, um herauszufinden, welche Effekte es hat, wenn Menschen jeden Monat Hunderte Euro bekommen &ndash; einfach so, ohne eine Gegenleistung erbringen zu m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\n2023 k&ouml;nnte das dreij&auml;hrige Experiment starten. Die Kosten daf&uuml;r werden in Hamburg auf rund 38 Millionen Euro gesch&auml;tzt, verteilt auf acht Haushaltsjahre, finanziert aus der sogenannten allgemeinen zentralen Reserve im Etat.<br>\nDie Kosten sind eines der Hauptargumente gegen das bedingungslose Grundeinkommen. Je nach Ausgestaltung w&uuml;rden die unterschiedlich hoch ausfallen. Thomas Straubhaar, Professor f&uuml;r internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Uni Hamburg und Autor des Buches &bdquo;Radikal gerecht&ldquo;, rechnet bei einem Grundeinkommen von monatlich 600 Euro f&uuml;r alle Deutschen mit Kosten von 576 Milliarden Euro und bei 2.000 Euro mit 1,9 Billionen Euro pro Jahr.Zum Vergleich: 2018 beliefen sich die Gesamtkosten f&uuml;r die sozialen Sicherungssysteme auf 996 Milliarden Euro, das geht aus dem Sozialbudget des Bundesarbeitsministeriums hervor.<br>\nFinanzierung ist ein Knackpunkt<br>\nGegenfinanziert werden m&uuml;sste so ein Grundeinkommen auch, die Ans&auml;tze reichen da von einer Verm&ouml;genssteuer (die k&ouml;nnte selbstredend auch wieder eingef&uuml;hrt werden, ohne gleich das ganze System auf links zu drehen) &uuml;ber Konsumsteuern bis zu Finanztransaktionssteuern oder einer Kombination mehrerer Ans&auml;tze. Jedenfalls versteckt sich hier die Gretchenfrage. [&hellip;]<br>\nBeim bedingungslosen Grundeinkommen spielen viele Ebenen mit hinein. F&uuml;r wen die Frage nach der Freiheit des Einzelnen oder das Ende des Drangsalierens der Bed&uuml;rftigen durch die Beh&ouml;rden wichtig ist, wird in jedem Fall zu einem anderen Schluss kommen als jemand, der es zum Beispiel grunds&auml;tzlich ungerecht findet, wenn auch gut und super Verdienende Geld vom Staat bek&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Volksinitiative-fuer-Grundeinkommen\/!5675284\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; Menschen in finanziellen Schwierigkeiten in Deutschland gro&szlig;e Probleme haben zu &uuml;berleben, die sich durch die Corona-Krise noch einmal versch&auml;rft haben, und dagegen etwas getan werden muss, diesen Ansatz teile ich. Ansonsten geh&ouml;rt der Artikel zum Unsortiertesten und D&uuml;mmsten, was ich je zum totgerittenen Pferd &ldquo;Grundeinkommen&rdquo; gelesen habe. Man kann ja schon froh sein, dass die Frage der Kosten hier &uuml;berhaupt angesprochen wird. &ldquo;Diskutiert werden Summen von 200 bis 1.300 Euro f&uuml;r jeden Erwachsenen&rdquo; &ndash; 200 Euro (pro Monat) f&uuml;r jeden sind v&ouml;llig aussagelos, weil niemand davon leben kann, w&auml;hrend existenzsichernde 1.300 Euro mit kumuliert satten 25 Milliarden Euro pro Jahr mal eben den kompletten j&auml;hrlichen Haushalt der Stadt Hamburg <a href=\"https:\/\/www.spd-hamburg.de\/themen\/haushalt-hamburg\/\">um 65 Prozent &uuml;bertrefffen<\/a> (die genannten 31,5 Milliarden beziehen sich auf den Doppelhaushalt 2019\/2020). &ldquo;&Auml;rmere sollen mehr bekommen als Reiche&rdquo; &ndash; dann ist es kein bedingungsloses (f&uuml;r jeden gleiche) Grundeinkommen. &ldquo;Verschiedene Szenarien sind bisher vorstellbar.&rdquo; &ndash; denkbar ist Vieles, aber man muss sich schon auf ein Modell\/Konzept festlegen. In dem Artikel hei&szlig;t es, &ldquo;hinter all dem [steckt] eine urtypische liberale Idee&rdquo; (komische Werbung; als g&auml;be es keine sozialutopischen Konzepte eines Grundeinkommens), und zum &ldquo;Beweis&rdquo; werden mit Thomas Straubhaar und Milton Friedman zwei der allerh&auml;rtesten Neoliberalen zitiert. Straubhaar hatte sich mal ein Modell mit 600 Euro pro B&uuml;rger und Monat ausgedacht, also noch deutlich weniger als Hartz IV; was w&auml;re damit f&uuml;r die sozial denkenden Anh&auml;nger eines Grundeinkommens gewonnen? Von Friedman wird seine zus&auml;tzliche Forderung nach einer &ldquo;drastische[n] Senkungen der Spitzen[steuer]s&auml;tze&rdquo; erw&auml;hnt; damit f&auml;llt entweder die Finanzierungsbasis noch schmaler aus als ohnehin schon oder aber alle anderen m&uuml;ssen noch h&ouml;here Lohn- oder Mehrwertsteuern zahlen, also soll noch mehr Umverteilung von unten nach oben stattfinden. &ldquo;[D]ie ganzen Ausnahmen und Schlupfl&ouml;cher im Steuerrecht abzuschaffen&rdquo;, widerspiegelt den auch bei eher unbeleckten &ldquo;Linken&rdquo; verbreiteten Irrglauben, dass Gutverdiener den Spitzensteuersatz gar nicht &ldquo;wirklich&rdquo; zahlen, und w&uuml;rde zu noch mehr Sozialabbau f&uuml;hren (heute k&ouml;nnen Menschen Pflege- und Krankheitskosten, Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre Kinder usw. etc. pp. wenigstens teilweise von der Steuer absetzen). Welchen Blumentopf will man eigentlich mit so einem unausgegorenen Potpourri widerspr&uuml;chlicher und vor allem schlechter Ideen gewinnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-60189","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60189"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60192,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60189\/revisions\/60192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}