{"id":60269,"date":"2020-04-17T08:47:43","date_gmt":"2020-04-17T06:47:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269"},"modified":"2020-04-17T10:58:04","modified_gmt":"2020-04-17T08:58:04","slug":"hinweise-des-tages-3594","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h01\">Wie Russland versucht, mit Corona die EU zu spalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h02\">Corona und der Export&uuml;berschussweltmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h03\">Hilfe f&uuml;r die Kultur: Frust, Wut und Fassungslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h04\">Gewerkschaften und SPD k&ouml;nnen sich nicht durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h05\">Unternehmen in der Coronakrise: Die Hilfen kassieren &ndash; die Gewinne auch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h06\">Die richtige Diskussion aus falschem Anlass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h07\">Coronavirus in Italien: F&uuml;r jeden Covid-19-Patienten erhielten Altersheime 150 Euro am Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h08\">&ldquo;Whatever it takes!&rdquo; &ndash; Warum Spahns Hilfspaket nicht die Krankenh&auml;user, sondern das neoliberale Fallpauschalen-System rettet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h09\">Karlsruhe lehnt Demoverbot ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h10\">Autokrise: Die immer gleichen Fehler?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h11\">Manifest f&uuml;r deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft in Corona-Zeiten: &bdquo;Die Grenzen schlie&szlig;en sich, aber nicht unsere Herzen&ldquo;: Les fronti&egrave;res se referment, mais pas nos c&oelig;urs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h12\">Nordsyrien: &ldquo;Wenn die Pandemie uns erreicht, kommt es zur Katastrophe&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60269#h13\">ARD-Berichterstattung zu Corona unertr&auml;glich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie Russland versucht, mit Corona die EU zu spalten<\/strong><br>\nEs sind martialische Bilder: russische Milit&auml;rkonvois fahren durch halb Italien. Soldaten in chemischer Schutzausr&uuml;stung bespr&uuml;hen Gehwege und Stra&szlig;en &ouml;ffentlichkeitswirksam mit Desinfektionsmitteln. Russland liefert Italien Hunderte Beatmungsger&auml;te, aber zugleich auch Hilfen, die vor allem einem dienen: der Propaganda. Das Ziel: die Italiener davon zu &uuml;berzeugen, dass Russland ihnen n&auml;hersteht als die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-16-04-2020\/wie-russland-mit-propaganda-die-eu-spalten-will.html\">rbb Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dieser Beitrag ist schon sehr merkw&uuml;rdig, da man sich doch in der Tat fragen muss, wie nah die EU den Italienern eigentlich noch steht. Dem Zuschauer wird erz&auml;hlt, Europa habe Italien gar nicht im Stich gelassen. Es habe halt nur etwas Zeit gebraucht, um sich zu einem Hilfsprogramm aufzuraffen. Aha. Wieso weist der Autor Georg Heil dann nicht auf den Streit in der EU hin, der Anfang M&auml;rz um den Export von Schutzausr&uuml;stung tobte? Ausl&ouml;ser war Deutschland, das eine harte Linie gegen&uuml;ber anderen EU-Partnern vertrat und zun&auml;chst aus reinem Eigeninteresse einen Exportstopp verh&auml;ngte. Diese Regelung galt selbst dann, wenn ein Mangel an Schutzausr&uuml;stung in anderen EU-Staaten zu einer Gef&auml;hrdung von Menschenleben f&uuml;hrte. Hat Putin etwa die Bundesregierung zu einer derart unsolidarischen Haltung gen&ouml;tigt, damit er dann ungehindert Propaganda in eigener Sache betreiben kann? Ist es nicht Aufgabe von Politikmagazinen wie Kontraste das Verhalten der eigenen Regierung kritisch zu hinterfragen oder geht es etwa darum, die Entscheidungen der Bundesregierung zu st&uuml;tzen? Was tr&auml;gt die Bundesregierung eigentlich zum Zusammenhalt der EU bei? Anfang April haben sich 13 von 19 Euro-L&auml;ndern f&uuml;r gemeinsame Anleihen oder Coronabonds ausgesprochen, doch die Minderheit, angef&uuml;hrt von Deutschland, Niederlande, &Ouml;sterreich und Finnland lehnt das ab. Sie beharren darauf, dass sich L&auml;nder wie Italien und Spanien zu einem Hilfsprogramm unter Beteiligung des ESM bekennen und verk&uuml;ndeten schlie&szlig;lich eine Einigung, die es aber nicht gibt. Der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron, nicht Putin, sagte <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/3ea8d790-7fd1-11ea-8fdb-7ec06edeef84\">in einem Interview mit der Financial Times<\/a>: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\nThey&rsquo;re in favour of Europe when it means exporting to you the goods they produce. They&rsquo;re for Europe when it means having your labour come over and produce the car parts we no longer make at home. But they&rsquo;re not for Europe when it means sharing the burden.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wer spaltet also die EU? Russland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Corona und der Export&uuml;berschussweltmeister<\/strong><br>\nDeutschland ist mit seiner extrem einseitigen, auf Export&uuml;bersch&uuml;sse ausgerichteten Wirtschaftsstruktur ist in und nach der Krise in h&ouml;chstem Ma&szlig;e gef&auml;hrdet. Jetzt gilt es, Schaden dadurch abzuwenden, dass alte Dogmen sehr schnell ad acta gelegt werden.<br>\nWer glaubt, die Industriel&auml;nder w&uuml;rden etwa gleichartig von den wirtschaftlichen Folgen des Corona-Schocks betroffen sein, liegt falsch. Weil die Bek&auml;mpfung der Krise eine nur dramatisch zu nennende R&uuml;ckkehr des Nationalstaates und abgeschotteter Grenzen mit sich gebracht hat, werden diejenigen wirtschaftlich am meisten leiden, die auf offene Grenzen und den freien Austausch von Waren und G&uuml;tern angewiesen sind. Das Land, das ganz oben auf der Liste derer steht, denen die Unterbrechung des globalen Handels massiv schaden wird, hei&szlig;t Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/corona-und-der-exportueberschussweltmeister\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hilfe f&uuml;r die Kultur: Frust, Wut und Fassungslosigkeit<\/strong><br>\nStaatliche Hilfe ist f&uuml;r Kulturschaffende ohne Festanstellung oder Betrieb kaum zu bekommen.<br>\nSie alle werden von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, aber auch von Kulturstaatssekret&auml;rin Monika Gr&uuml;tters oder den zust&auml;ndigen Landesbeh&ouml;rden an die Grundsicherung verwiesen, also ins Hartz-IV-Programm gen&ouml;tigt. Doch auch da gibt es h&auml;ufig keine Rettung in der Not. Denn die Ank&uuml;ndigung der Bundespolitik von Ende M&auml;rz, f&uuml;r die &ldquo;schnelle und unb&uuml;rokratische Hilfe&rdquo; ein verschlanktes Verfahren ohne Verm&ouml;genspr&uuml;fung bei der Grundsicherung beschlossen zu haben, entpuppt sich beim direkten Kontakt mit den Jobcentern als reine M&auml;r.<br>\nTats&auml;chlich sieht der Realit&auml;tscheck unter Betroffenen so aus: Noch immer kann man &uuml;berall in Deutschland mit der Anzahl der versendeten Formulare und der abzuliefernden Belege eine Turnhalle tapezieren. Denn abgefragt wird immer eine &ldquo;Bedarfsgemeinschaft&rdquo;.<br>\nTeil dieser Gruppe sind Partner, Kinder, aber auch WG-Bewohner, falls es eine gemeinsame Haushaltskasse gibt. Jeder dieser Menschen muss sich vor den &Auml;mtern finanziell nackt ausziehen und ist verpflichtet, die anderen bis zur eigenen Mittellosigkeit zu unterst&uuml;tzen, bevor der Staat es tut. Finanzielle Hilfe erh&auml;lt faktisch nur der Soloselbst&auml;ndige, der mit seiner Lebensgemeinschaft ganz knapp vor der Obdachlosigkeit steht &ndash; und das auch noch beweisen kann.<br>\nDoch selbst wer die peinlichen Verh&ouml;rmethoden der Hartz-IV-B&uuml;rokratie mit ihren zahllosen Nachforderungen absurder Belege und der nach wie vor praktizierten Verm&ouml;genspr&uuml;fung auf sich nimmt, kann noch nach Wochen des Wartens abschl&auml;gig beschieden werden, wie es verbitterte Antragsteller vielfach berichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/hilfe-fuer-die-kultur-frust-wut-und-fassungslosigkeit-1.4877577\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten dar&uuml;ber bereits <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59851\">berichtet<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gewerkschaften und SPD k&ouml;nnen sich nicht durchsetzen<\/strong><br>\nBei der letzten Sitzung des Corona-Kabinetts kurz vor Ostern hat es Hubertus Heil noch mal versucht: Jetzt, nachdem man sich in der EU &uuml;ber einen 100-Milliarden-Euro-Fonds f&uuml;r Kurzarbeitergeld verst&auml;ndigt habe, k&ouml;nnte man doch das vergleichsweise niedrige Niveau hierzulande anheben, meinte der Arbeitsminister von der SPD. Anstatt 60 Prozent des letzten Nettoeinkommens sollte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit 80 Prozent an die Kurzarbeiter zahlen. Bundesfinanzminister und Parteikollege Olaf Scholz unterst&uuml;tzte das, doch die Vertreter der Union lehnten ab. Wenn &uuml;berhaupt, dann wollen sich CDU und CSU nur auf ein Mindest-Kurzarbeitergeld einlassen, das f&uuml;r die Bezieher unterer Einkommen gedacht ist. &bdquo;Wer weniger als 2000 Euro brutto verdient, das sind rund 15 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland, steht mit dem Mindest-KuG besser da&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Papier der Arbeitnehmergruppe der Bundestagsfraktion der Union.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/hoeheres-kurzarbeitergeld-nicht-in-sicht-gewerkschaften-und-spd-koennen-sich-nicht-durchsetzen\/25743884.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Unternehmen in der Coronakrise: Die Hilfen kassieren &ndash; die Gewinne auch<\/strong><br>\nViele Konzerne wollen bald Dividenden aussch&uuml;tten, obwohl sie zugleich staatliche Corona-Hilfen beziehen. Einen Gro&szlig;teil der Zahlungen kann die Politik nach SPIEGEL-Informationen bislang nicht verhindern.<br>\nWegen der Coronakrise beantragt eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen staatliche Unterst&uuml;tzung &ndash; ob Kurzarbeitergeld, Kredite der Staatsbank KfW, Soforthilfen f&uuml;r Kleinunternehmer oder Mittel aus dem sogenannten Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) f&uuml;r die gro&szlig;en Konzerne.<br>\nWer solche Hilfen braucht, m&uuml;sste eigentlich ein Interesse daran haben, sein Geld beisammenzuhalten. Tats&auml;chlich sch&uuml;tten viele Unternehmen aber trotz der Unterst&uuml;tzung weiterhin Gewinne aus &ndash; sei es &uuml;ber Dividendenzahlungen oder Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/corona-krise-und-unternehmen-die-hilfen-kassieren-die-gewinne-auch-a-5054d7d2-d06e-4a88-bd9f-2a7eeced5722%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Unternehmen nehmen vom Staat, was sie kriegen k&ouml;nnen, und schieben das Geld den Aktion&auml;ren zu &ndash; wen das erstaunt, der hat wohl die letzten Jahrzehnte nicht aufgepasst. Wer glaubt, dass wir in einer &ldquo;Sozialen Marktwirtschaft&rdquo; leben, wobei &ldquo;sozial&rdquo; wirklich &ldquo;gerecht und gesellschaftlich verantwortlich&rdquo; bedeuten soll, glaubt auch an den Osterhasen. Dass sich jetzt gerade die Politiker beschweren, die sonst Unternehmen mit Steuergeschenke, Subventionen ohne Ende und Lohnsenkungen reich beschert haben und weiter bescheren wollen, ist ein Witz. Auch bisher wurden s&auml;mtliche Staatsgeschenke umstandslos an die Aktion&auml;re weitergereicht. Was denn sonst?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die richtige Diskussion aus falschem Anlass<\/strong><br>\nAlles spricht jetzt von Lockerungen der Corona-Ma&szlig;nahmen, von einer Exit-Strategie. Aber die verlangt der Polizei zumindest vor&uuml;bergehend noch mehr Kontrollaufgaben ab, damit sie nicht schiefgeht. (&hellip;)<br>\nSchon Ende M&auml;rz dachte das Innenministerium in Baden-W&uuml;rttemberg dar&uuml;ber nach, die Bundeswehr um Amtshilfe auch bei hoheitlichen Aufgaben zu bitten. Da befanden sich tats&auml;chlich deutlich mehr als 2000 Beamte und sonstige Mitarbeiter wegen der Corona-Krise in h&auml;uslicher Isolation &ndash; unterm Strich waren das gleichwohl noch keine sieben Prozent des polizeilichen Personals im L&auml;ndle. Ein Krankenstand also, mit dem in jedem strengeren Winter gerechnet werden muss. Und wenn es schlimmer wird, kann man erst einmal bei der Polizei der anderen Bundesl&auml;nder oder des Bundes um Unterst&uuml;tzung bitten. (&hellip;)<br>\nDoch in der Exekutive reicht das offenbar l&auml;ngst nicht jedem. Der &bdquo;Beh&ouml;rden-Spiegel&ldquo; l&auml;sst in seiner aktuellen Ausgabe einen Rechtsanwalt und Oberstleutnant der Reserve ausf&uuml;hrlich zu Wort kommen, der Corona als ganz besondere Chance begreift:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremen-stadt_artikel,-die-richtige-diskussion-aus-falschem-anlass-_arid,1908233.html\">Weser-Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59721#h17\">Verfassungsbruch in Vorbereitung<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Polizei greift hart durch: Europa im Corona-Strafwahn<\/strong><br>\nWer gegen Corona-Ma&szlig;nahmen verst&ouml;&szlig;t, muss in Europa je nach Land mit unterschiedlichen Konsequenzen rechnen &ndash; ein &Uuml;berblick. [&hellip;]<br>\nEin Versto&szlig; gegen die Ma&szlig;nahmen kann vielerorts dank &uuml;ppiger Bu&szlig;gelder teuer kommen. Doch nicht nur das: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnt vor zunehmenden Einschr&auml;nkungen von Grundrechten in Europa im Zuge der Coronakrise. Viele Ma&szlig;nahmen seien zum Schutz der Gesundheit zwar notwendig, erkl&auml;rte Amnesty International am Donnerstag. Doch einige Regierungen w&uuml;rden die Pandemie zur Aush&ouml;hlung von Rechtsstaatlichkeit, Diskriminierung, Repression oder Zensur nutzen.<br>\nVor allem Ungarn, Polen und die T&uuml;rkei kritisierte Amnesty. In Ungarn zum Beispiel missbrauche Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n die Krise als Vorwand, um sich unbegrenzte Macht zu verschaffen. Gemeint ist ein Gesetz, das es der Regierung erlaubt, auf unbestimmte Zeit per Dekret zu regieren.<br>\nDoch auch in L&auml;ndern, deren Regierungen nicht unter Verdacht stehen, die Epidemie zum Griff nach der Macht auszunutzen, hatten B&uuml;rgerInnen es in den vergangenen Wochen nicht immer leicht &ndash; manchmal auch wegen &uuml;bereifriger PolizistInnen oder Mitb&uuml;rgerInnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Polizei-greift-hart-durch\/!5679032\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Coronavirus in Italien: F&uuml;r jeden Covid-19-Patienten erhielten Altersheime 150 Euro am Tag<\/strong><br>\nKeine Region Italiens wurde von der Pandemie st&auml;rker getroffen als die wohlhabende, effiziente Lombardei. Nun ermittelt die Justiz, ob gravierende Fehler passiert sind bei der Verwaltung der Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bazonline.ch\/fuer-jeden-covid-19-patienten-erhielten-altersheime-150-euro-am-tag-990930157202\">BaZ Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Whatever it takes!&rdquo; &ndash; Warum Spahns Hilfspaket nicht die Krankenh&auml;user, sondern das neoliberale Fallpauschalen-System rettet<\/strong><br>\n&raquo;Whatever it takes&laquo;, was immer es auch koste. Mit diesen gro&szlig;spurigen Worten hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Mitte M&auml;rz das Gesetz zur Entlastung der Krankenh&auml;user angek&uuml;ndigt. Er werde die Kliniken mit den Kosten der Corona-Krise nicht allein lassen. Gekommen ist es nun im beschlossenen Gesetz aber anders. Denn weder die enormen Umsatzeinbu&szlig;en durch freiger&auml;umte Betten noch die erwarteten Mehrkosten durch die Covid-19-Patient*innen werden &ndash; schenkt man den Krankenhausgesellschaften Glauben &ndash; ausreichend refinanziert. Es wird also nicht eine Grundlage f&uuml;r die Absicherung der Gesundheitsversorgung in Zeiten der Krise geschaffen. Gerettet wird stattdessen die DRGs &ndash; das 2003 eingef&uuml;hrte Finanzierungsmodell (Diagnosis Related Groups; kurz: DRG), mit dem Patient*innen anhand von medizinischen Daten Fallgruppen zugeordnet werden. Ausgerechnet jenes Finanzierungsmodell im Krankenhauswesen also, das die jetzige Misere im Gesundheitssystem ma&szlig;geblich verursacht hat. Seit Jahren findet aufgrund des dadurch entstandenen Kostendrucks in den Krankenh&auml;usern ein Abbau von (Behandlungs-)Kapazit&auml;ten, die Ausgliederung von Reinigungsdiensten und Laboren zur Diagnostik sowie der Abbau von Personal insbesondere in der Pflege statt. Ohne diese Entwicklung w&auml;re das System wesentlich besser f&uuml;r die Pandemie gewappnet gewesen. Und dies meint nicht nur die materiellen Ressourcen der Krankenh&auml;user, sondern &ndash; noch viel wichtiger &ndash; ihre menschlichen. Denn Zeitdruck und Personalmangel haben &uuml;ber Arbeitsverdichtung bereits in den letzten Jahren zu einer massiven Ersch&ouml;pfung insbesondere der Pflegekr&auml;fte gef&uuml;hrt. Dies alles droht sich in der aktuellen Krise erneut zu verst&auml;rken. Erneut sol die l&uuml;ckenhafte Gesundheitsversorgung auf Kosten der Besch&auml;ftigten gerettet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/whatever-it-takes-warum-spahns-hilfspaket-nicht-die-krankenhaeuser-sondern-das-neoliberale-fallpauschalen-system-rettet\/%20\">Luxemburg<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Karlsruhe lehnt Demoverbot ab<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat erstmals in Coronazeiten ein Versammlungsverbot beanstandet. K&uuml;nftig gilt: Generelle Demonstrationsverbote ohne Pr&uuml;fung des Einzelfalls sind unzul&auml;ssig. Die Stadt Gie&szlig;en hat die fragliche Demo inzwischen erlaubt.<br>\nKonkret ging es um mehrere Kundgebungen in Gie&szlig;en, zu denen die Projektwerkstatt Saasen aufgerufen hatte. Unter dem Motto &bdquo;Gesundheit st&auml;rken statt Grundrechte schw&auml;chen &ndash; Schutz vor Viren, nicht vor Menschen&ldquo; forderte die Projektwerkstatt zum Beispiel die Sperrung der Stra&szlig;en vom Autoverkehr, damit Radfahrer und Fu&szlig;g&auml;nger genug Abstand einhalten k&ouml;nnen. Auch die Teilnehmer der Demo sollten jeweils 10 Meter Abstand nach vorn und hinten beachten sowie 6 Meter zur Seite. (&hellip;)<br>\nDie Stadt Gie&szlig;en, die &uuml;ber das Verbot erneut entscheiden musste, hat die Kundgebung inzwischen gestattet. Die Versammlung sei jetzt unter Auflagen zugelassen, sagte B&uuml;rgermeister Peter Neidel (CDU). Demnach hat die Stadt die Kundgebung auf eine Stunde und die Teilnehmerzahl auf maximal 15 begrenzt. Alle m&uuml;ssten Mundschutz tragen und mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Protestieren-in-Coronazeiten\/!5679215\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Autokrise: Die immer gleichen Fehler?<\/strong><br>\nEs war zu erwarten: Die Autoindustrie ruft nach Jahren der flei&szlig;ig ausgesch&uuml;tteten Gewinne und &uuml;ppigen Manager-Boni mal wieder nach dem Staat &ndash; Ein Kommentar<br>\nVW will Ende April seine Produktion wieder hochfahren, wie unter anderem der NDR berichtet. Mit Mundschutz und in Emden zun&auml;chst nur mit einer Schicht pro Tag und vermindertem Flie&szlig;bandtempo. Also zun&auml;chst nur eine Schmalspurproduktion.<br>\nAber wird es &uuml;berhaupt genug K&auml;ufer geben? Auch wenn nun neben den Buchl&auml;den auch die Kfz-H&auml;ndler wieder &ouml;ffnen werden? Haben die Menschen nicht andere Sorgen? Ist in der Krise und bei all den Lohn- und Gehaltseinbu&szlig;en der Minderheit, die sich in diesen Tagen &uuml;berhaupt einen Neuwagen leisten k&ouml;nnte, nicht die Kauflust gr&uuml;ndlich vergangen?<br>\nDa muss nat&uuml;rlich mal wieder die Regierung ran. Kennen wir schon. Abwrackpr&auml;mie hie&szlig; schon 2009 das Zauberwort. Als Antwort auf die Finanzkrise wurde mit ihr die Produktion wieder angekurbelt und manchem ohnehin nicht Darbendem g&uuml;nstig zu einem Neuwagen verholfen.<br>\nDie Kehrseite der Medaille war vollkommen unsinnig erh&ouml;hter Rohstoff- und Energieverbrauch, weil viele voll funktionst&uuml;chtige Altwagen lange vor dem Ablauf ihrer technisch sinnvollen Lebenszeit in der Schrottpresse landeten. Auf alle Auflagen in Bezug auf Gr&ouml;&szlig;e und Verbrauch wurde verzichtet, da die hiesige Branche es ja noch nie so wirklich mit sparsamen Modellen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Autokrise-Die-immer-gleichen-Fehler-4703328.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Manifest f&uuml;r deutsch-franz&ouml;sische Freundschaft in Corona-Zeiten: &bdquo;Die Grenzen schlie&szlig;en sich, aber nicht unsere Herzen&ldquo;: Les fronti&egrave;res se referment, mais pas nos c&oelig;urs<\/strong><br>\nDie Coronakrise hat vieles ver&auml;ndert. Kontaktbeschr&auml;nkungen, geschlossene Schulen, Gesch&auml;fte und Unternehmen stellen das bisherige Leben auf den Kopf.<br>\nEs gibt viele Beispiele gro&szlig;er Hilfsbereitschaft und Solidit&auml;t, aber auch die Schattenseiten der menschlichen Natur treten zutage. Neben Ellenbogen und Massenhamstern ist in Grenzgemeinden zum Elsass ein zus&auml;tzliches und bedenkliches Ph&auml;nomen aufgetreten: Fahrer von Fahrzeugen mit els&auml;ssischen Kennzeichen oder franz&ouml;sisch sprechende Personen wurden teilweise r&uuml;de angegangen, wenn sie nach der Arbeit in Deutschland noch einkaufen oder tanken gegangen waren. Der Lack der Zivilisation ist wohl bei so Manchem recht d&uuml;nn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pfalz-express.de\/manifest-fuer-deutsch-franzoesische-freundschaft-in-corona-zeiten-die-grenzen-schliessen-sich-aber-nicht-unsere-herzen\/\">Pfalz-Express<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nordsyrien: &ldquo;Wenn die Pandemie uns erreicht, kommt es zur Katastrophe&rdquo;<\/strong><br>\nNoch scheint Nord- und Ostsyrien von Covid-19 verschont zu sein. Oder es ist nicht bekannt, weil es dort kaum Testm&ouml;glichkeiten gibt und das Gesundheitssystem der Selbstverwaltung durch das Rundum-Embargo am Rande des Kollaps ist. Der anhaltende Krieg der T&uuml;rkei gegen Nord- und Ostsyrien versch&auml;rft die Lage noch. Dennoch bereitet sich die Gesundheitsverwaltung der Region mit weitreichenden Ma&szlig;nahmen auf die Pandemie vor. Internationale Unterst&uuml;tzung der Staatengemeinschaft ist nicht in Sicht. Deutsche Partnerschaftsvereine und NGOs versuchen mit einer Spendenkampagne zu helfen. [&hellip;]<br>\nWas ihnen besonders Sorge bereitet: Keiner wei&szlig;, wie die Situation in den von der T&uuml;rkei besetzten Gebieten Afrin, Ras al Ain (kurd. Ser&ecirc; Kaniy&ecirc;) oder Tell Abyad (kurd. Gire Sp&icirc;) ist, denn die Pr&auml;senz der t&uuml;rkischen Soldaten und der rege Grenzverkehr der verb&uuml;ndeten Islamisten in die T&uuml;rkei stellt eine gro&szlig;e Gefahr dar, den Virus aus der T&uuml;rkei einzuschleppen. Die kurdische Nachrichtenagentur ANF berichtet, dass die t&uuml;rkische Regierung an Corona erkrankte B&uuml;rger in dem zur Quarant&auml;ne &ndash; Klinik erkl&auml;rten Krankenhaus in Ser&ecirc; Kaniy&ecirc; behandeln l&auml;sst. Da es dort vermutlich auch keine ausreichende Schutzkleidung f&uuml;r das Personal gibt, erh&ouml;ht sich das Risiko nochmals, dass das Virus auch auf das Gebiet der Selbstverwaltung &uuml;berspringt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nordsyrien-Wenn-die-Pandemie-uns-erreicht-kommt-es-zur-Katastrophe-4704145.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ARD-Berichterstattung zu Corona unertr&auml;glich<\/strong><br>\nWas die ARD mittlerweile an &bdquo;Berichterstattung&ldquo; &uuml;ber das Corona- Virus und dessen Folgen liefert, das ist teils schier unertr&auml;glich. Gestern Abend konnten (von d&uuml;rfen soll hier keine Rede sein) die Zuschauer des Corona-Extra- Beitrages der ARD (moderiert von der Sportschau-Mitarbeiterin Jessy Wellmer) zuschauen, w&auml;hrend und wie ein infizierter Mensch starb. Das ist inakzeptabel. Es war w&uuml;rdelos, eine Verletzung der W&uuml;rde eines Sterbenden, bar jeder Achtung. In Zimmern und Bereichen von Sterbenden haben Kamera und Mikrophon ausnahmslos nichts zu suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/ard-berichterstattung-zu-corona-unertraeglich\/\">Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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