{"id":60321,"date":"2020-04-20T08:30:51","date_gmt":"2020-04-20T06:30:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321"},"modified":"2020-04-20T08:30:51","modified_gmt":"2020-04-20T06:30:51","slug":"hinweise-des-tages-3595","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h01\">Warum der Begriff &ldquo;Rechtspopulismus&rdquo; verharmlosend ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h02\">Das Dilemma der Lockdown-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h03\">Pest und Cholera<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h04\">Corona-Kapitalismus in den USA: hier zeigt er sich in Reinform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h05\">Surfen auf der Schuldenwelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h06\">F&uuml;r eine Handvoll Spargel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h07\">Wird aus dem Marktliberalen jetzt ein Sozialist?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h08\">Corona-Studie: der Plan hinter dem &bdquo;Heinsberg-Protokoll&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h09\">Keine erh&ouml;hte Sterberate durch Corona in der ersten M&auml;rz-H&auml;lfte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h10\">Kramp-Karrenbauer sagt Washington Kauf von US-Kampfjets zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h11\">Gedanken und Thesen zum Corona-Ausnahmezustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h12\">Warum das Corona-Risiko nicht absolut gesetzt werden darf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h13\">Volksgemeinschaftsmoral, bitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h14\">COVID-19 Pr&auml;valenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h15\">Covid-19: Bill Gates &uuml;ber das Virus: &ldquo;Es gibt einige Dinge, wie Gesch&auml;ftsreisen, die nie wiederkommen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h16\">Das steckt hinter der Querfrontdemonstration in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h17\">Bild-Zeitung vs. China: Chefredakteur Julian Reichelt schreibt sich faktenfrei in Rage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h18\">Giorgio Agamben zum Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus: Ich h&auml;tte da eine Frage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum der Begriff &ldquo;Rechtspopulismus&rdquo; verharmlosend ist<\/strong><br>\n&ldquo;Rechtspopulismus&rdquo; ist ein verf&uuml;hrerisch einfacher Begriff. Tats&auml;chlich setzt er unterschiedliche politische Ph&auml;nomene gleich und verdeckt so ihre Gefahren. Um ihnen begegnen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir sie genauer benennen. (&hellip;)<br>\nWorin k&ouml;nnte die Differenzierung im inzwischen breiten rechten politischen Spektrum bestehen, um die spezifische Gef&auml;hrlichkeit f&uuml;r liberale Demokratien und offene Gesellschaften zu benennen?<br>\nDer Vorschlag unterscheidet drei Varianten: erstens die Kategorie des Rechtspopulismus ; zweitens alle jene Varianten, die als Autorit&auml;rer Nationalradikalismus bezeichnet werden k&ouml;nnen; und drittens der gewaltt&auml;tige Rechtsextremismus , einschlie&szlig;lich neonazistischen Versionen. Anhand dieser Differenzierung kann die Gef&auml;hrlichkeit f&uuml;r die offene Gesellschaft und liberale Demokratie unterschieden werden. Dazu sollen die Platzierungen in diesem Spektrum differenziert werden. (&hellip;)<br>\nDazwischen ist nun eine Partei mit einer eigenen Erfolgsspur platziert, die weder blo&szlig; nur schlichte und flache Ideologien vertritt noch den brutalen Auftritt im &ouml;ffentlichen Raum zelebriert. Es ist die AfD als Autorit&auml;rer Nationalradikalismus.\n<ul>\n<li>Autorit&auml;r, weil sie Gesellschaftsvorstellungen vertritt, die eine auf Homogenit&auml;t ausgerichtete Volksgemeinschaft mit entsprechenden Ausgrenzungen sowie einem auf Hierarchien basierenden Kontrollparadigma beinhalten.<\/li>\n<li>National im Sinne von nationalistisch, weil die &Uuml;berlegenheit des deutschen Volkes herausgestellt wird in Kombination mit einer Ideologie der Ungleichwertigkeit gegen&uuml;ber Anderen. Hinzu kommen die Propagierungen einer Neudeutung deutscher Geschichte.<\/li>\n<li>Radikalismus im Hinblick auf die strategischen Grenz&uuml;berschreitungen zur Verletzung psychischer und physischer Unversehrtheit von Andersdenkenden und Menschen anderer Herkunft im Sinne gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/wilhelm-heitmeyer-warum-der-begriff-rechtspopulismus-verharmlosend-ist-a-1283003.html\">Wilhelm Heitmeyer in Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Endlich sagt das einer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Dilemma der Lockdown-Politik<\/strong><br>\nDas Leben eines gr&ouml;&szlig;eren und im Schnitt j&uuml;ngeren Teils der Bev&ouml;lkerung steht gegen das &auml;lteren Minderheit. W&auml;re es moralisch legitim, das Wohl der einen f&uuml;r das Wohl der anderen zu opfern? (&hellip;)<br>\nDoch unabh&auml;ngig davon, wie man zu Corona steht, eines d&uuml;rfte klar sein: Diese Epidemie wird erst dann enden, wenn entweder ein Impfstoff gefunden oder Herdenimmunit&auml;t erreicht wird. Beides scheint momentan nicht in Reichweite: Ein Impfstoff wird vermutlich nicht vor 2021 erh&auml;ltlich sein und eine suffiziente kollektive Immunisierung wird mit den jetzigen Ma&szlig;nahmen laut Modellen erst in 1-2 Jahren eintreten. Ein probates Medikament steht auch noch aus. Die famose Reproduktionszahl R0 auf unter 1 zu dr&uuml;cken kann auch nur ein tempor&auml;res Ziel sein. Die Epidemie w&auml;re dann keineswegs vorbei, sondern nur wieder &uuml;berschaubar. Die Drohung einer zweiten Welle st&uuml;nde dann immer noch im Raum. Also, was tun?<br>\nDass der Lockdown so schnell als m&ouml;glich beendet werden muss, l&auml;sst sich nicht mehr wegargumentieren. Die gesellschaftlichen und &ouml;konomischen Sch&auml;den sind bereits immens. Experten sprechen schon jetzt von der schlimmsten Weltwirtschaftskrise seit 1929. Viele bangen bereits um ihre Existenz &ndash; auch in wohlhabenden L&auml;ndern. Die Caritas verbucht einen steilen Zulauf.<br>\nIn vielen &auml;rmeren L&auml;ndern sind Menschen verst&auml;rkt durch den Hungertod bedroht aber auch in Europa wird bereits gehungert. In S&uuml;ditalien wurden schon j&auml;h nach Krisenbeginn Superm&auml;rkte gepl&uuml;ndert, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Die T&auml;ter waren jedoch keine Kleinkriminellen, sondern ganz normale B&uuml;rger. All dies geschieht aus finanzieller Not, wie es hei&szlig;t.<br>\nDass es so nicht geht, daran zweifeln nur noch wenige, wiewohl es auch nur wenige wagen, daraus langfristige Konsequenzen zu ziehen. Immerhin macht &Ouml;sterreich den ersten Schritt. Die Wirtschaft soll wieder hochgefahren werden &ndash; st&uuml;ckweise versteht sich. Zuerst &ouml;ffnen kleinere Gesch&auml;fte sowie Bau- und Gartenm&auml;rkte. Der Rest soll schrittweise folgen. Anfang Juni soll alles wieder so sein wie vor der Krise &ndash; zumindest f&uuml;r eine Zeit lang, denn eine zweite Welle ist wahrscheinlich. Aber was dann?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Dilemma-der-Lockdown-Politik-4704918.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp.:<\/strong> Sehr lesenswert!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pest und Cholera<\/strong><br>\nNach dem Ausscheiden von Bernie Sanders aus den Vorwahlen der Demokratischen Partei ist es nahezu sicher, dass in der Wahl im November Joe Biden f&uuml;r die Demokraten gegen Donald Trump antreten wird. Beide sind unw&auml;hlbar, weshalb es an der Zeit ist, endlich das Zweiparteiensystem aufzusprengen und die Green Party zu w&auml;hlen, die im Gegensatz zu den Gr&uuml;nen in Deutschland gr&uuml;n und links ist. (&hellip;)<br>\nNein, Biden und Trump w&auml;ren nicht gleich &bdquo;schlimm&ldquo;, so wie auch Hillary nicht gleich, sondern auf andere Art und Weise schlimm gewesen w&auml;re. Alle drei Figuren sind niedertr&auml;chtig und verachtenswert und kategorisch von A bis Z abzulehnen.<br>\nJa, das Konzept des &bdquo;geringeren &Uuml;bels&ldquo; mag in sehr, sehr eng gestecktem Rahmen relevant sein &ndash; doch Biden vs. Trump ist anders, genau wie auch Hillary vs. Trump schon anders war. Es ist die buchst&auml;bliche Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn mich ein Linksh&auml;nder vor die Wahl stellt, mir entweder mit Links oder Rechts ins Gesicht zu boxen, w&auml;hle ich sicher nicht die rechte, vermeintlich schw&auml;chere Faust, das kleinere &Uuml;bel, sondern fordere ihn auf, gef&auml;lligst zu verschwinden.<br>\nAls Schlusswort nur noch Folgendes: Trump wird Biden vernichten. Die ganz pers&ouml;nliche Propaganda-Maschinerie, die Trump sich h&auml;lt &ndash; die Hetzer auf FOX News genau wie all die rechtsradikalen Verschw&ouml;rungstheoretiker im Internet &ndash;, wird Biden in St&uuml;cke rei&szlig;en. Die US-Bev&ouml;lkerung kann sich auf ein halbes Jahr L&uuml;gen-Stakkato einstellen. Biden ist seit gef&uuml;hlt 100 Jahren in der Politik und hat dementsprechend ganze Lagerhallen voll Leichen im Keller, die Trumps PR-Moloch alle ausgraben und Biden 24\/7 um die Ohren schlagen wird.<br>\nDaher meine Prognose: Biden wird verlieren, Trump bleibt im Amt.<br>\nWarum freiwillig zwischen Pest und Cholera w&auml;hlen? Wann, wenn nicht jetzt, w&auml;re die perfekte Zeit, die Green Party zu w&auml;hlen? (Ja, es gibt in den USA eine gr&uuml;ne Partei.) Im Gegensatz zu den deutschen Gr&uuml;nen &ndash; die nicht gr&uuml;n sind und au&szlig;er Neoliberalismus und Kriegstreiberei kaum noch etwas im Angebot haben &ndash; sind die US-Gr&uuml;nen gr&uuml;n und linksau&szlig;en. Warum also den Das-kleinere-&Uuml;bel-Unsinn mitspielen, anstatt die historische Chance zu nutzen und das Zweiparteiensystem in den USA endlich aufzusprengen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2020-04-17\/pest-und-cholera\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Kapitalismus in den USA: hier zeigt er sich in Reinform<\/strong><br>\nIn einer &ldquo;Krise&rdquo;, in der 22 Millionen US-B&uuml;rger arbeitslos werden und unz&auml;hlige kleine Gesch&auml;fte und Unternehmen eingehen, werden vier superreiche US-Amerikaner um weitere 47 Milliarden reicher. Hier l&auml;sst sich die Funktionsweise des Kapitalismus wie unter dem Brennglas studieren.<br>\nEs ist der 17 April 2020. Die USA sind zum globalen Hotspot der Covid-19-Epidemie geworden. Die Zahl der erfassten Infizierten betr&auml;gt &uuml;ber 700.000, die Zahl der tats&auml;chlich infizierten d&uuml;rfte um eine Vielfaches h&ouml;her liegen. Gut 34.000 Menschen sind an Covid-19 gestorben, fast die H&auml;lfte davon in der Finanzmetropole New York. In nur vier Wochen haben 22 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren und sich arbeitslos gemeldet (16. April) . In den Medien sind kilometerlange Autoschlangen vor Essensausgaben f&uuml;r Mittellose zu sehen. Die US-B&uuml;rger erleben eine gesundheitliche, wirtschaftliche und existenzielle Katastrophe.<br>\nEs gibt aber auch das andere New York, die Wall Street, und die anderen USA, die USA der Superreichen. Schaut man zur gleichen Zeit (15. April) auf die Bloomberg-Liste der Superreichen und ihr Amerika, so glaubt man man bl&uuml;hende Landschaften zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/covid-19-kapitalismus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Surfen auf der Schuldenwelle<\/strong><br>\nFiskalpolitik nach Corona: Die Dogmen von gestern gelten &ndash; und helfen nicht mehr<br>\nWo aber Gefahr ist, w&auml;chst das Rettende &ndash; und die Staatsverschuldung &ndash; auch: Um die wirtschaftliche Verw&uuml;stung zu bek&auml;mpfen, die die Corona-Pandemie nach sich zieht, setzen Staaten und Zentralbanken derzeit gigantische Finanzmittel in Bewegung und werfen wirtschaftspolitische Dogmen und Tabus gleicherma&szlig;en &uuml;ber den Haufen: Schuldenbremse und Schwarze Null gelten nicht mehr, milliardenschwere Rettungspakete werden geschn&uuml;rt, gr&ouml;&szlig;tenteils auf Pump. Was k&uuml;mmert uns unser Geschw&auml;tz von gestern, von der schw&auml;bischen Hausfrau? Auf einmal ist das, was eben noch als verwegen verschrien war, vern&uuml;nftig und das Radikale geboten. Nicht zuletzt auf diesen Zustand geht zur&uuml;ck, dass radikale Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen auf der Agenda der &ouml;ffentlichen Debatte weiter nach oben r&uuml;cken. [&hellip;]<br>\nDie Staatsverschuldung wird, &auml;hnlich wie nach der Finanzkrise 2008\/2009, in den n&auml;chsten Monaten sprunghaft ansteigen: in Deutschland von derzeit etwas &uuml;ber 60 Prozent auf 80 oder sogar 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, in anderen L&auml;ndern wie Italien auf 140 Prozent und mehr. Eine Wiederholung der Austerit&auml;tspolitik als Mittel zum Schuldenabbau scheint nicht noch einmal gangbar, schon das ist eine tektonische Verschiebung wirtschaftspolitischer Grunds&auml;tze. Moritz Schularick, Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre an der Uni Bonn, sagt: &bdquo;Es ist, glaube ich, allen klar, dass die Austerit&auml;tspolitik nach der Finanzkrise 2008\/2009 erhebliche Nebenwirkungen hatte, sowohl f&uuml;r das politische System als auch f&uuml;r die Wirtschaft selbst. Das Gleiche nach dem Ende der Krise zu wiederholen, w&auml;re gef&auml;hrlich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/surfen-auf-der-schuldenwelle\">Der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die Deutschen m&uuml;ssen sich an hohe Schulden gew&ouml;hnen<\/strong><br>\nPolitiker mobilisieren Billionen, um den Wirtschaftskollaps zu verhindern. Gut so. Schlecht ist, wenn sie das Geld bald wieder zur&uuml;ckhaben wollen. Da droht nach dem Corona-Schock das n&auml;chste Desaster. (&hellip;)<br>\nEine m&ouml;gliche L&ouml;sung wirkt so radikal, wie die derzeitige Krise nun einmal ist: Was an privaten Verlusten durch die Coronakrise in diesen Wochen entsteht, sollte staatlich nicht durch Kredite, sondern viel st&auml;rker noch durch Zusch&uuml;sse an die Betreffenden so weit wie irgend m&ouml;glich ausgeglichen werden. Und was dadurch beim Staat an zus&auml;tzlichen Schulden entsteht, sollte die Notenbank finanzieren, indem sie das Geld schafft &ndash; ohne dass es irgendwer auf absehbare Zeit zur&uuml;ckzahlen m&uuml;sste.<br>\nDas h&auml;tte den Reiz, dass alles, was an Schulden durch diesen Schock entstanden ist, aufgefangen w&uuml;rde, ohne dass jemand deshalb anschlie&szlig;end anfangen m&uuml;sste, wild zu k&uuml;rzen. Oder Steuern und Abgaben zu erh&ouml;hen. Und wir danach viel eher da weitermachen k&ouml;nnten, wo wir vor der Pandemie standen. Ohne f&uuml;r so ein d&auml;mliches Virus von der einen Rezession in die n&auml;chste Schuldenkrise zu stolpern und &uuml;ber Jahre kaum noch zu wachsen.<br>\n&ldquo;In au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Zeiten, wie es Kriege, tiefe Depressionen oder eine Pandemie sind, ist es der Job einer Notenbank, den Staat in der alles &uuml;berragenden Aufgabe zu unterst&uuml;tzen, das Leben und den Lebensunterhalt der Menschen im Land zu sch&uuml;tzen&rdquo;, schreibt Martin Wolf, der Chefkommentator und Kolumnist der &ldquo;Financial Times&rdquo;, diese Woche. Was auf der Insel keine Theorie mehr ist: Die Briten wollen genau das jetzt starten und die Notenbank das Geld liefern lassen, damit die Regierung alles machen kann, um das Volk zu sch&uuml;tzen. H&ouml;chste Zeit, &uuml;ber den vermeintlichen Tabubruch auch auf dem Kontinent nachzudenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-rezession-die-deutschen-muessen-sich-an-hohe-schulden-gewoehnen-a-f0db7832-bca0-44da-be3a-f22d8d91e92c\">Thomas Fricke in Spiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r eine Handvoll Spargel<\/strong><br>\nUm Luxusgem&uuml;se verkaufen zu k&ouml;nnen, werden tausende Erntehelfer gef&auml;hrdet. Das ist menschenverachtend. (&hellip;)<br>\nUm die Virologen zu beruhigen, versprach das Agrarministerium besondere Sicherheitsauflagen. Von denen ist aber nicht viel zu halten, wie die ersten Fl&uuml;ge f&uuml;r Saisonarbeitskr&auml;fte nach dem urspr&uuml;nglichen Einreiseverbot gezeigt haben: Im kleinen Flughafengeb&auml;ude im rum&auml;nischen Cluj-Napoca dr&auml;ngten sich an die 2.000 Erntehelfer dicht an dicht. Auch in den Flugzeugen und Transferbussen war nicht daran zu denken, anderthalb Meter Sicherheitsabstand einzuhalten. Die K&ouml;rpertemperaturmessung bringt nicht viel, weil ja auch Infizierte ohne Symptome das Virus &uuml;bertragen k&ouml;nnen. Und viele Erntehelfer werden wieder in Mehrbettzimmern untergebracht.<br>\nDieses hohe Infektionsrisiko l&auml;sst sich nicht rechtfertigen &ndash; schon gar nicht mit dem Ziel, dass die Deutschen auch dieses Jahr m&ouml;glichst wenig f&uuml;r Spargel bezahlen m&uuml;ssen. Denn: Spargel ist ein Luxusgem&uuml;se, das niemand zur Ern&auml;hrung braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Erntehelfer-Fluege-aus-Rumaenien\/!5675434\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59698#h10\">Arbeitsbedingungen von Saisonarbeitern: Mehr Geld f&uuml;r Erntehelfer!<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wer die Spargel- und Erdbeerernte rettet<\/strong><br>\nDie deutsche Landwirtschaft ist auf Saisonarbeiter aus dem Ausland angewiesen. Woher kommen die Menschen, die trotz Corona unsere Ernte retten sollen? Und was verdienen sie? (&hellip;)<br>\nSeit Jahren wird um die Saisonarbeiter in der Landwirtschaft gestritten. Zun&auml;chst ging es um Dumpingpreise, Arbeitspl&auml;tze und einen Mindestlohn. Seit dem 1. Januar 2018 muss allen Besch&auml;ftigten in der Land- und Forstwirtschaft der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden; im Jahr 2019 betrug der festgesetzte Mindestlohn noch 9,19 &euro;, seit 2020 sind es 9,35 Euro pro Zeitstunde.<br>\nHinsichtlich ausl&auml;ndischer Spargelstecher und Erntehelfer reagierte die Bundesregierung Ende M&auml;rz zun&auml;chst mit einer Lockerung der Arbeitsbedingungen: Inzwischen d&uuml;rfen die Saisonkr&auml;fte in einem kurzfristigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis 115 Arbeitstage sozialversicherungsfrei arbeiten statt der bisher vorgeschriebenen Obergrenze von 70 Tagen; die Regelung gilt bis Oktober. Au&szlig;erdem ist in der Coronakrise die Arbeitnehmer&uuml;berlassung ohne Erlaubnis m&ouml;glich &ndash; wichtig, damit die Erntehelfer kurzfristig auch bei anderen Arbeitgebern einspringen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/saisonarbeiter-in-deutschland-wer-die-spargel-und-erdbeerernte-rettet-a-b557bb06-a520-44d2-a8cf-9627a0a47733#\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> H&auml;tte der SPIEGEL tats&auml;chlich untersucht, was die Saisonarbeiter (eigentlich) verdienen (15 Euro pro Stunde? 20 Euro?), dann w&uuml;&szlig;ten wir mehr. So erfahren wir nur, was die Erntehelfer *bekommen*, n&auml;mlich viel zu wenig, noch nicht einmal den viel zu niedrigen deutschen Mindestlohn. (Aus Arbeitgebersicht betr&auml;gt der Mindestlohn 9,35 Euro plus ca. 20% f&uuml;r den Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben, Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung; die Sozialabgaben f&uuml;r die Erntehelfer d&uuml;rfen die Bauern aber ganz legal prellen.) Eigentlich unverst&auml;ndlich, wenn die Arbeit so anstrengend und diffizil ist wie beschrieben und in einer Leistungsgesellschaft angeblich wertvollere, produktivere Arbeit besser bezahlt werden muss als sogenannte einfache T&auml;tigkeiten. Auch aus der Grafik mit den monatlichen Mindestl&ouml;hnen f&uuml;r Rum&auml;nien, Polen und die deutsche Landwirtschaft (der deutsche Balken ist verzerrt, weil in Wahrheit nicht der deutsche Mindestlohn gezahlt wird) erfahren wir nur, warum f&uuml;r Rum&auml;nen und Polen eventuell der h&ouml;here deutsche Lohn attraktiv und\/oder das Erpressungspotential der Bauern so gro&szlig; ist &ndash; aber leider nicht, warum die Bauern f&uuml;r qualifizierte Arbeit nur diesen Dumpinglohn zahlen m&uuml;ssen. &ldquo;Die deutsche Landwirtschaft ist auf Saisonarbeiter aus dem Ausland angewiesen&rdquo; &ndash; um die L&ouml;hne niedrig und die Gewinne hoch zu halten, sonst f&uuml;r nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wird aus dem Marktliberalen jetzt ein Sozialist?<\/strong><br>\nDie Franzosen leiden an ihrem Pr&auml;sidenten. Emmanuel Macron muss nicht nur das Virus in den Griff bekommen: Er muss sich politisch neu erfinden.<br>\nEine Gesellschaft hat ein Selbstbild, eine zumindest vage Vorstellung davon, wie sie sein will. Dann gibt es noch die Wirklichkeit. Das eine hat mit dem anderen nicht immer etwas zu tun, aber selten fiel die Kluft so deutlich auf wie durch die pinke Schnorchelmaske, die Elodie Caillon-Royer tr&auml;gt. Die Krankenschwester arbeitet in der Notaufnahme des H&ocirc;pital Nord Franche-Comt&eacute;, dem regional gr&ouml;&szlig;ten Krankenhaus s&uuml;dlich von Mulhouse, wo die Corona-Pandemie derzeit die meisten Opfer fordert.<br>\n&ldquo;Ich muss beim Stationschef um jede virensichere Maske betteln&rdquo;, sagt sie. Also hat sie f&uuml;r sich und ihre Kolleginnen im &ouml;rtlichen Sportgesch&auml;ft ein paar Taucherbrillen gekauft. Es hei&szlig;t, die k&ouml;nnten helfen. Per Mail schickt sie ein Foto: Krankenschwestern, &Auml;rztinnen, mit bunten Taucherbrillen im Gesicht, empfangen die sterbenskranken Covid-19-Erkrankten.<br>\nDas sind die Bilder der Pandemie in Frankreich, dem gro&szlig;en, stolzen Frankreich. Das Virus nimmt keine R&uuml;cksicht auf Grandeur und nationale Fantasien. Doch was tut ein Staatspr&auml;sident, ausgestattet mit fast k&ouml;nigsgleicher Macht, wenn er hilflos ist?<br>\nDie Franzosen leiden nicht nur an der Katastrophe Corona, die in ihrem Land Tausende Todesopfer fordert. Sie leiden auch an ihrem Pr&auml;sidenten. Nur etwas mehr als 40 Prozent aller Franz&ouml;sinnen und Franzosen finden, Emmanuel Macron meistere die Krise gut &ndash; eine im europaweiten Vergleich niedrige Zustimmung. Gar 80 Prozent meinen, die Regierung verheimliche Informationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2020-04\/emmanuel-macron-frankreich-krisenpolitik-liberalismus-sozialismus\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da&szlig; aus einem Wirtschaftsliberalen im Allgemeinen und dem knallharten Macron im Besondern pl&ouml;tzlich ein Sozialdemokrat (oder gar Sozialist) werden k&ouml;nnte, ist an den Haaren herbeigezogen. Ja, Macron muss berechtige, harte Kritik einstecken, und die Rentenk&uuml;rzungen sind erst einmal zur&uuml;ckgestellt, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn der franz&ouml;sische Arbeitgeberverband Medef die Zeit nach der Krise f&uuml;r noch mehr Lohnsenkungen durch mehr Arbeitsleistung f&uuml;r dasselbe Geld durchsetzen will (eine absolute Unversch&auml;mtheit, wenn man bedenkt, da&szlig; nicht nur die Krise von den Arbeitnehmern ausgebadet wird, sondern die Rettungsgelder f&uuml;r Unternehmen ebenfalls von den Arbeitnehmern kommen), dann ist zumindest eine wahrscheinliche Linie vorgezeichnet. Der Artikel enth&auml;lt zwei sch&ouml;ne S&auml;tze: &ldquo;Die Pandemie f&uuml;hrt recht n&uuml;chtern vor, wie viel k&ouml;rperliche, schmutzige, harte, repetitive Arbeit notwendig ist, damit andere ihre Freiheit leben k&ouml;nnen und Wahlm&ouml;glichkeiten haben. Wenn man wollte, k&ouml;nnte man daraus schlie&szlig;en, dass nicht das Unten auf das Oben angewiesen ist, sondern es andersherum genauso ist.&rdquo; Da&szlig; man extra betonen muss, da&szlig; die Oberschicht ohne die Arbeit der vielen Verk&auml;uferInnen, BusfahrerInnen, M&uuml;llarbeiter und KrankenpflegerInnen schlicht nicht existieren kann und da&szlig; eine Fabrik nicht nur vom Vorstandsvorsitzenden, sondern genauso von den vielen Leuten am Band am Laufen gehalten wird, zeigt doch nur, da&szlig; die Oberschicht jeden Kontakt zu den &ldquo;normalen&rdquo; Leuten verloren hat und die Bilder und Ma&szlig;st&auml;be ins Absolutistische verrutscht sind: hier vollbringen die gro&szlig;en Helden Wirtschaftsf&uuml;hrer und genialen Politiker alle wichtigen Leistungen; dort kann der P&ouml;bel, jederzeit ersetzbar, froh sein, mit den zugeworfenen Almosen vom Tisch der Reichen irgendwie &uuml;ber die Runden zu kommen. Mit einem solchen Gesellschaftsbild ist auch die Vehemenz der Gilets jaunes, die ans Revolution&auml;re (von 1789) erinnert, gut erkl&auml;rbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Corona-Studie: der Plan hinter dem &bdquo;Heinsberg-Protokoll&ldquo;<\/strong><br>\nDie Corona-Studie aus Heinsberg gilt als wegweisende Untersuchung im Kampf gegen das Virus. Ein internes PR-Konzept der Agentur Storymachine zeigt, wie die Studie des Virologen Hendrik Streeck inszeniert werden sollte (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich stand der Termin Gr&uuml;ndonnerstag aber auch schon im Storymachine-Konzept aus den ersten April-Tagen: Dort wird ein &bdquo;Zwischenbericht&ldquo; bis Gr&uuml;ndonnerstag geplant &ndash; als Abschluss der ersten von drei Kommunikationsphasen. Auf die Frage, wer die Entscheidung f&uuml;r diesen Termin f&uuml;r den Zwischenbericht getroffen habe, antwortete Mitinhaber Jessen: &bdquo;Das entzieht sich unserer Kenntnis. An dieser Entscheidung waren wir nicht beteiligt.&ldquo; Studienleiter Streeck &auml;u&szlig;erte sich auch zu dieser Frage nicht.<br>\nDie Frage, ob mit Blick auf die anstehende Bund-L&auml;nder-Entscheidung &uuml;ber die Exit-Strategie Druck auf Streeck und seine Kollegen ausge&uuml;bt wurde, wissenschaftlich noch nicht ausreichend belastbare Zwischenst&auml;nde zu pr&auml;sentieren, besch&auml;ftigt inzwischen auch den nordrhein-westf&auml;lischen Landtag. Dazu l&auml;uft eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion. Darin geht es um die zeitlichen Abl&auml;ufe, aber auch um die Rolle der &bdquo;Partner&ldquo; von Storymachine, die einen Teil der Kosten f&uuml;r das PR-Projekt &uuml;bernommen haben. Dar&uuml;ber hinaus pr&uuml;ft auch der Deutsche Rat f&uuml;r Public Relations das Engagement der Firma bei dem &bdquo;Heinsberg-Protokoll&ldquo;. Das Selbstkontrollorgan will unter anderem untersuchen, ob die Agentur ihre Geldgeber rechtzeitig offengelegt hat.<br>\nWie Capital-Recherchen ergeben, hat sich Storymachine im Vorfeld des Projekts zun&auml;chst auch um weitere Finanziers bem&uuml;ht &ndash; &uuml;ber die beiden &ouml;ffentlich genannten Unternehmen Deutsche Glasfaser und Depot hinaus. Daf&uuml;r hat sie bei mehreren Unternehmen, Verb&auml;nden, Stiftungen und Einzelpersonen angeklopft. Konkret best&auml;tigte der Bundesverband &Ouml;ffentlicher Banken (V&Ouml;B), in dem die Landesbanken sowie die F&ouml;rderbanken von Bund und L&auml;ndern organisiert sind, von der Agentur angefragt worden zu sein. Auch der Verein Atlantik-Br&uuml;cke best&auml;tigte eine Anfrage. Man habe sich aber gegen eine Beteiligung entschieden, teilten beide Institutionen mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/wirtschaft-politik\/corona-studie-der-plan-hinter-dem-heinsberg-protokoll?article_onepage=true\">Capital<\/a>\n<p><strong>Dazu: PR-Kontrollorgan untersucht Heinsberg-Studie<\/strong><br>\nEine Agentur hat f&uuml;r die Heinsberg-Studie die Social-Media-Arbeit gemacht. Ob das transparent genug war, pr&uuml;ft jetzt ein Ethikrat. Die Agentur verteidigt sich &ndash; und sorgt damit f&uuml;r Verwunderung und Gel&auml;chter.<br>\nDie Aufregung ist gro&szlig;: Die Social-Media-Agentur Storymachine, gegr&uuml;ndet unter anderen vom ehemaligen Chefredakteur der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung Kai Diekmann, verbreitet auf Twitter und Facebook unter dem Titel &bdquo;Heinsberg-Protokoll&ldquo; eine Studie, die in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg die Ausbreitung des Coronavirus untersucht. Im Raum steht der Vorwurf, diese diene mehr der Politik, konkret dem nordrhein-westf&auml;lischen Ministerpr&auml;sidenten Armin Laschet (CDU), denn der Wissenschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/corona-pr-kontrollorgan-untersucht-heinsberg-studie-16729903.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Keine erh&ouml;hte Sterberate durch Corona in der ersten M&auml;rz-H&auml;lfte<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt ver&ouml;ffentlicht eine Sonderauswertung der Sterbefallzahlen. In der ersten M&auml;rzh&auml;lfte gibt es im Jahresvergleich keine Erh&ouml;hung durch Corona.  [&hellip;]<br>\nWie stark sich die Corona-Pandemie auf die durchschnittliche Sterberate in Deutschland auswirkt, zeigt das Statistische Bundesamt in einer . Bisher gibt es zun&auml;chst die aktuellen Sterbefallzahlen bis zum 15. M&auml;rz.<br>\nDa in Deutschland t&auml;glich mehrere Tausend Menschen sterben, sind Anfang M&auml;rz noch keine Sondereffekte durch die Coronakrise abzulesen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/coronavirus\/taegliche-sterbefallzahlen-im-jahresvergleich-li.81531?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Am 15. M&auml;rz gab es in Deutschland 13 Covid-19-Todesf&auml;lle. Es w&auml;re wirklich bemerkenswert, wenn 13 Todesf&auml;lle die Sterberate signifikant erh&ouml;hen w&uuml;rden. Warum dann diese rei&szlig;erische &Uuml;berschrift? Was die Berliner Zeitung hier betreibt, ist unlauter und manipulativ.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf europ&auml;ischer Ebene ist bereits jetzt eine deutliche Erh&ouml;hung der Sterberate messbar &hellip;<\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200420-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\n<em>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.euromomo.eu\/outputs\/zscore_pooled.html\">EuroMOMO<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Ob dieser Trend auch f&uuml;r Deutschland darstellbar sein wird, ist jedoch zur Zeit noch ungewiss, da die aktuell 4.642 Todesf&auml;lle, die mehrheitlich auf den letzten Monat fielen, im Vergleich zur normalen Sterbeziffe (954.874 im Jahr 2018) immer noch &uuml;berschaubar sind. Aber dies ist nat&uuml;rlich nur eine Momentaufnahme, da die Todesf&auml;lle leider noch steigen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kramp-Karrenbauer sagt Washington Kauf von US-Kampfjets zu<\/strong><br>\nDer Streit &uuml;ber die Nachfolge der alternden &ldquo;Tornados&rdquo; eskaliert. Ohne Abstimmung mit der SPD sagte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer nach SPIEGEL-Informationen die Bestellung von 45 US-Kampfjets zu.<br>\nVerteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) geht bei dem umstrittensten R&uuml;stungsprojekt der vergangenen Jahre auf Konfrontationskurs zum Koalitionspartner SPD. Wie der SPIEGEL erfuhr, informierte die Ministerin die amerikanische Regierung am vergangenen Donnerstag offiziell, dass Deutschland als Ersatz f&uuml;r die altersschwachen &ldquo;Tornado&rdquo;-Kampfjets der Luftwaffe insgesamt 45 Jets vom Typ F-18 des US-Herstellers Boeing kaufen wolle. Mit dem Koalitionspartner SPD hatte Kramp-Karrenbauer diesen Schritt nicht abgesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-annegret-kramp-karrenbauer-sagt-washington-kauf-von-us-kampfjets-zu-a-c1b5f289-c6f0-4899-813f-f203e840ec92?fbclid=IwAR0umRxSEWhcVSFHl3fo4lfsBRcZ1gD1nJ6GC9X9ZYS8VwogFuwbe9bu8i8\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ist das ein &ldquo;Polit-Patzer&rdquo;? Nat&uuml;rlich kann man sich fragen, ob die Anschaffung milliardenteurer Kriegesflugzeuge gerade in Corona-Zeiten, wo es ganz andere Priorit&auml;ten gibt und das Geld f&uuml;r Wichtigeres gebraucht wird, klug ist; ob Deutschland nicht viel dringender mehr KrankenpflegerInnen, eine h&ouml;here Bezahlung f&uuml;r ErzieherInnen und ein besseres Internet braucht; oder ob es nicht unversch&auml;mt ist, den Koalitionspartner einfach zu &uuml;bergehen. Aber AKK repr&auml;sentiert einfach konsequent die ewige Regierungspartei: wenn nicht der Himmel einst&uuml;rzt, wird die Union auch den n&auml;chsten Bundeskanzler stellen und die Richtlinien der Politik bestimmen; sollte die SPD als Minikoalitionspartner noch dabei sein, kann sie jederzeit gegen die Atlantiker und Bellizisten von den Gr&uuml;nen ausgetauscht werden. Der Wille der CDU ist Staatsr&auml;son.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gedanken und Thesen zum Corona-Ausnahmezustand<\/strong><br>\nSich an bestimmte Regeln zu halten, um seine Mitmenschen und sich selbst so gut wie m&ouml;glich zu sch&uuml;tzen, d&uuml;rfte angesichts der Corona-Epidemie und ihrer Gefahren absolut sinnvoll sein &ndash; wenn damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt, das krank gesparte Gesundheitswesen vor &Uuml;berlastung bewahrt und das Leben besonders gef&auml;hrdeter Personen gesch&uuml;tzt werden kann. Dennoch sollten wir die gegenw&auml;rtige alptraumhafte Situation im Gefolge des Corona-Virus kritisch hinterfragen sowie auf Verh&auml;ltnis- und Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit &uuml;berpr&uuml;fen &ndash; gerade in Zeiten dirigistischer staatlicher Zwangsma&szlig;nahmen, gerade in Zeiten allgemeiner Angst, Unsicherheit und Anpassung. Zumal die einschneidenden, unser aller Leben stark durchdringenden Ma&szlig;nahmen letztlich auf Basis einer ungesicherten wissenschaftlichen Datenlage verh&auml;ngt worden sind. Die folgenden skeptischen Gedanken und zuspitzenden Thesen sollen dazu beitragen, die komplexe und un&uuml;bersichtliche Problematik einigerma&szlig;en in den Griff zu bekommen und b&uuml;rgerrechtliche Orientierung zu bieten f&uuml;r eine offene und kontroverse Debatte. Diese Debatte leidet derzeit leider noch immer unter Angst, Einseitigkeit und Konformit&auml;tsdruck, auch unter Diffamierung und Ausgrenzung: &bdquo;Wer dieser Tage von Freiheitsrechten spricht&ldquo;, so Charlotte Wiedemann in der &bdquo;taz&ldquo; (25.03.2020), &bdquo;wird leicht der Verantwortungslosigkeit bezichtigt (&hellip;). Und &uuml;berhaupt: Kritik ist nicht an der Zeit! (&hellip;) Auch die Medien stehen unter Konformit&auml;tsdruck.&ldquo;  Bei so viel Angst und seltener Eintracht sind Skepsis und kritisches Hinterfragen von vermeintlichen Gewissheiten und autorit&auml;ren Verordnungen nicht nur angezeigt, sondern dringend geboten. Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt das zu einer lebendigen Demokratie &ndash; nicht nur in Sch&ouml;nwetterzeiten, sondern gerade in solchen Zeiten wie diesen, gerade in Zeiten gro&szlig;er Gefahren, die aus unterschiedlichen Richtungen lauern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/200420-Rolf-Goessner-Corona-Ausnahmezustand-Ossietzky18-04-2020aNF.pdf\">Rolf G&ouml;ssner<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum das Corona-Risiko nicht absolut gesetzt werden darf<\/strong><br>\nNichts ist alternativlos. Deswegen m&uuml;ssen die beispiellosen Ma&szlig;nahmen hinterfragt werden &ndash; und das Virus mit anderen Gesundheitsgef&auml;hrdungen verglichen. Ein Gastbeitrag. (&hellip;)<br>\nNicht erst, wenn Corona einmal ausgestanden ist, gilt es den Blick daher &uuml;ber die Herausforderungen der aktuellen Pandemie hinaus zu weiten. Der Schutz vor spezifischen Risiken oder dessen Ausbleiben ber&uuml;hrt die Verteilungsgerechtigkeit, f&uuml;r die Virologen keine Ansprechpartner sind; maximalen Schutz f&uuml;r alle kann der Staat nicht gew&auml;hrleisten.<br>\nPolitische F&uuml;hrung ersch&ouml;pft sich nicht im Regiment von Fallzahlen. Sie bedeutet vor allem: Vorschl&auml;ge zu machen, welche Maximen wir uns setzen wollen. In Krisen-Zeiten wie zuletzt in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 verschieben sich Machtverh&auml;ltnisse und Aufmerksamkeit in Richtung der Exekutive.<br>\nDamals wie heute sind unsere Erwartungen vern&uuml;nftiger Problembew&auml;ltigung, an Regierung und Exekutive gerichtet. Doch der &ldquo;Selbststeuerungsmechanismus&rdquo; (Michael Greven) demokratischer Gesellschaften, auch in Krisenzeiten, ist nicht die Exekutive &ndash; und erst recht kein technokratisches, KI-gest&uuml;tztes Prozessmanagement &ndash; sondern die Politik. (&hellip;)<br>\nWenn jetzt schon die Infektionsschutzgesetze ge&auml;ndert werden, dann sollten die Kompetenzen der Exekutive nicht einfach auf breiter Front erweitert, sondern an mindestens einer Stelle auch verringert werden: Bei der Ausrufung des Ausnahmezustands.<br>\nKeine Seuche kommt so schnell, dass Bundestag und Bundesrat nicht in parlamentarischer Beratung &uuml;ber angemessene Ma&szlig;nahmen entscheiden k&ouml;nnten: jedenfalls nicht schneller, als es in Zeiten des Kalten Krieges ein Angriff des Ostblocks erfolgt w&auml;re. Wenn schon die Rhetorik der Corona-&rdquo;Bek&auml;mpfung&rdquo; an den Verteidigungsfall erinnert, dann darf man das auch weiterdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wann-kommt-der-naechste-ausnahmezustand-warum-das-corona-risiko-nicht-absolut-gesetzt-werden-darf\/25748056.html\">Georg Eckert und Leonard Novy in Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Volksgemeinschaftsmoral, bitte<\/strong><br>\nDie Regierung hat Corona verpennt, die Medien schweigen dazu. Apropos: Haben wir eigentlich eine Opposition?<br>\nDie Corona-Krise ist ein Gl&uuml;cksfall f&uuml;r die Union. Beim Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap legt sie Anfang April &ndash; im Vergleich zu Anfang M&auml;rz &ndash; um sieben Prozentpunkte auf 34 Prozent zu (2.4.), bei der Forschungsgruppe Wahlen klettert sie um 9 Prozentpunkte auf 35 Prozent (9.4.), und bei Emnid explodiert die Zustimmung um 13 Prozentpunkte auf nunmehr 37 Prozent (11.4.). F&uuml;r die CSU allein r&uuml;ckt die absolute Mehrheit wieder in greifbare N&auml;he. Laut einer Umfrage von Infratest dimap vom 8. April steigern sich die Christsozialen in Bayern im Vergleich zu ihrem Januarwert um ph&auml;nomenale 13 Prozentpunkte auf 49 Prozent.<br>\nMit solchen Zugewinnen hat die in Berlin regierende Gro&szlig;e Koalition erstmals seit 2018 wieder eine Stimmenmehrheit. Erreichten CDU, CSU und SPD im zweiten Halbjahr 2019 gemeinsam noch 40 Prozent, so liegen sie derzeit wieder, wie zu Beginn der Legislaturperiode, bei etwa 54 Prozent. Laut einer YouGov-Umfrage f&uuml;r die Deutsche Presse-Agentur sind zwei Drittel der Deutschen mit dem Krisenmanagement der Regierung zufrieden, Tendenz steigend. F&uuml;r die Oppositionsparteien Linke, Gr&uuml;ne, FDP und AfD geht es dagegen abw&auml;rts.<br>\nDrei Gr&uuml;nde sind daf&uuml;r ma&szlig;geblich. Erstens: Krisen sind immer die Stunde der Exekutive. Zweitens: Die Opposition versagt. Und drittens: Viele Medien fungieren als Lautsprecher der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgang-michal\/volksgemeinschaftsmoral-bitte\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.C.:<\/strong> Er fasst aus meiner Sicht sehr gut zusammen, warum die Krise Deutschland wom&ouml;glich in einem schlechteren Zustand zur&uuml;cklassen wird, als es schon ist &ndash; Weil weder das gros der Medien noch die im Parlament vertretenen Parteien was &auml;ndern wollen \/ m&uuml;ssen: Der W&auml;hler nimmt das harte (planlose) vorgehen der Regierung an und dank es mit Traumwerten f&uuml;r die &ldquo;tollen Krisenmanager&rdquo;. Fazit: Alles richtig gemacht &ndash; keine Korrekturen notwendig<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>COVID-19 Pr&auml;valenz<\/strong><br>\nAm 10. April 2020 fand im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz zu den ersten Ergebnissen der Studie &ldquo;COVID-19 Pr&auml;valenz&rdquo; statt.<br>\nEin ausf&uuml;hrlicher wissenschaftlicher Methodenbericht wird im April abgeschlossen und ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nDie wichtigsten Ergebnisse<br>\nSch&auml;tzung der Perioden-Pr&auml;valenz<br>\nPr&auml;valenz ist das Auftreten einer Erkrankung in Relation zu einer gesamten Population. Diese Studie erlaubt es, die Pr&auml;valenz akuter Infektionen mit COVID-19 (&bdquo;Corona-Virus&ldquo;) unter in &Ouml;sterreich lebenden, nicht hospitalisierten Menschen f&uuml;r den Zeitraum Anfang April 2020 abzusch&auml;tzen.\n<ul>\n<li>Der Anteil der positiv Getesteten betr&auml;gt in der gewichteten Stichprobe 0,33 %.<\/li>\n<li>Umgelegt auf die Bev&ouml;lkerung sind das ca. 28.500 Personen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Konfidenz-Intervall (&bdquo;Schwankungsbreite&ldquo;)<br>\nWird von einer Stichproben-Erhebung ein Schluss auf eine Grundgesamtheit (Population) gezogen, ist stets das Konfidenzintervall (&bdquo;Schwankungsbreite&ldquo;) zu beachten. Als Standard hat sich hier durchgesetzt, dass die Ergebnisse mit 95%-iger Sicherheit innerhalb des angegebenen Intervalls liegen.<br>\nF&uuml;r die Berechnung eines Konfidenz-Intervalls f&uuml;r kleine Anteile eignet sich die Methode des Clopper-Pearson Intervall. Auf die COVID-19-Studie angewandt, bedeutet es, dass die Pr&auml;valenz von COVID-19 in &ouml;sterreichischen Haushalten mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit zwischen 0,12% und 0,76% liegt.<br>\nIn absoluten Zahlen: Es gab, zus&auml;tzlich zu den Erkrankten in Spit&auml;lern, in der Periode 1.-6. April mit 95%-iger Wahrscheinlichkeit zwischen 10.200 und 67.400 akut COVID-19-Infizierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sora.at\/nc\/news-presse\/news\/news-einzelansicht\/news\/covid-19-praevalenz-1006.html\">SORA<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Covid-19: Bill Gates &uuml;ber das Virus: &ldquo;Es gibt einige Dinge, wie Gesch&auml;ftsreisen, die nie wiederkommen&rdquo;<\/strong><br>\nBill Gates gilt als ausgesprochener Experte, was Epidemien angeht. In einem Podcast erkl&auml;rte er, wo wir beim Kampf gegen das Coronavirus stehen &ndash; und was sich f&uuml;r immer ver&auml;ndern wird.<br>\nBill Gates ist nicht nur Microsoft-Gr&uuml;nder und einer der reichsten Menschen des Planeten. Er gilt auch als ausgesprochener Experte, was Epidemien angeht. Die &ldquo;Bill &amp; Melinda Gates Foundation&rdquo; steckt seit 20 Jahren Milliarden in die Bek&auml;mpfung von Infektionskrankheiten. Die Stiftung unterst&uuml;tzt unter anderem die Forschung nach Impfstoffen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Und engagiert sich nun auch finanziell im Kampf gegen Covid-19.<br>\nIn einem Podcast-Interview mit dem Chef des Business-Netzwerks Linked-In, Daniel Roth, hat Gates seine aktuellen Einsch&auml;tzungen zur Lage abgegeben. Das Krisenmanagement der US-Regierung h&auml;lt er nach wie vor f&uuml;r unzureichend. Um die exponentielle Verbreitung des Virus zu verhindern, m&uuml;sse ein umfassender Shutdown erfolgen, auch in Teilen des Landes, in denen es bislang wenige F&auml;lle gebe. &ldquo;Es ist ein Fehler, dass nicht das gesamte Land zu extremen Ma&szlig;nahmen greift&rdquo;, sagt Gates.<br>\nDen Weg zur&uuml;ck in die Normalit&auml;t sieht er als einen langen schrittweisen Prozess. Eine &Ouml;ffnung der Wirtschaft in den USA erwartet er nicht vor Anfang Juni, &ldquo;wenn die Dinge gut laufen&rdquo;. &ldquo;Ich denke, dass Dinge wie Fabrikfertigung, Bauarbeiten, wieder zur Schule gehen &ndash; diese Dinge k&ouml;nnen passieren.&rdquo; Volle Restaurants und Sportstadien werde man dagegen noch l&auml;nger nicht sehen. &ldquo;Es wird so lange halb-normal sein, bis der Impfstoff milliardenfach verf&uuml;gbar ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/coronavirus\/covid-19-bill-gates-%c3%bcber-das-virus-es-gibt-einige-dinge-wie-gesch%c3%a4ftsreisen-die-nie-wiederkommen\/ar-BB12HbKt\">msn nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Kann mir jemand erkl&auml;ren was Bill Gates dazu legitimiert best&auml;ndig Empfehlungen dar&uuml;ber abzugeben wie wir nach seiner Auffassung nach zu leben haben? Nat&uuml;rlich kann sich Gates zur Corona-Pandemie &auml;u&szlig;ern wie jeder andere B&uuml;rger auch, nicht weniger und auch nicht mehr.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unverst&auml;ndlich, warum so ein Quatsch dem Stern eine Meldung wert ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das steckt hinter der Querfrontdemonstration in Berlin<\/strong><br>\nIn Berlin-Mitte sammeln sich am Samstag Verschw&ouml;rungstheoretiker, linke und rechte Aktivisten. Die Polizei schreitet ein. Welche Rolle spielt die Volksb&uuml;hne? [&hellip;]<br>\nDas rechtsoffene Portal &bdquo;KenFM&ldquo; ist mit einem Videoteam gekommen, der ehemalige Journalist und Erdogan-Unterst&uuml;tzer Martin Lejeune und der Rechtsextremist Nikolai Nerling, der sich &bdquo;Volkslehrer&ldquo; nennt, drehen auch Videos.<br>\nEs ist eine wilde Mischung, die sich am Samstagnachmittag vor der Volksb&uuml;hne zur &bdquo;Hygiene-Demo&ldquo; versammelt hat. Laut Polizei etwas mehr als 500 Menschen. Die Versammlung ist illegal.<br>\nSeit vier Wochen treffen sie sich samstags um 15.30 Uhr. Die Zahl der Teilnehmer w&auml;chst, ihre Zusammensetzung geht von weit links bis rechtsextremistisch. Organisiert wird die Demonstration von der &bdquo;Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand&ldquo;. Seit vergangenen Donnerstag vertreibt die Gruppe auch eine eigene Zeitung, Plakate h&auml;ngen an Berliner U-Bahnh&ouml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/kritik-an-corona-massnahmen-das-steckt-hinter-der-querfrontdemonstration-in-berlin\/25752958.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Tagesspiegel von heute ist kaum mehr von der BILD aus den Tagen vor dem Dutschke-Anschlag zu unterscheiden. Auch wer diese Demonstrationen nicht unterst&uuml;tzt, kann fair und gerne auch kritisch &uuml;ber sie berichten. Aber derartige Hetzartikel disqualifizieren letzten Endes nur den Tagesspiegel, der sich damit aus dem Kreis der ernsthaften Diskussionsteilnehmer verabschiedet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bild-Zeitung vs. China: Chefredakteur Julian Reichelt schreibt sich faktenfrei in Rage<\/strong><br>\nF&uuml;r gew&ouml;hnlich h&auml;lt sich die chinesische Botschaft zur&uuml;ck, wenn es darum geht, innerdeutsche Debatten zu kommentieren. Doch mit der diplomatischen Zur&uuml;ckhaltung war es vorbei, nachdem die Bild-Zeitung am Mittwoch Peking eine &ldquo;Corona-Rechnung&rdquo; im dreistelligen Milliardenbereich unter der Losung &ldquo;Was China uns jetzt schon schuldet&rdquo; pr&auml;sentierte.<br>\n&ldquo;Es wird eine Zeit geben, in der die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden!&rdquo;, leitete die Bild ihren Artikel mit einem Zitat des US-Au&szlig;enministers Mike Pompeo ein. Die US-Regierung ist schon seit Wochen bestrebt, China f&uuml;r ihr eigenes Versagen im Umgang mit der Corona-Pandemie verantwortlich zu machen. Noch Ende Februar hatte Pr&auml;sident Donald Trump angedeutet, dass die Grippe gef&auml;hrlicher als das Corona-Virus sei. Dass Trump die Krise &uuml;ber lange Zeit beharrlich geleugnet und sich durch Nichtstun ausgezeichnet hat, wird von US-Medien immer lauter kritisiert.<br>\nDoch Bild macht nicht Washington oder andere westliche Regierungen, die sich erst sp&auml;t zu einem entschlossenen Handeln bewegt hatten, f&uuml;r die schwerwiegenden Folgen der Corona-Pandemie haftbar, sondern die chinesische F&uuml;hrung, die &ldquo;wichtige Informationen wochenlang unterdr&uuml;ckte&rdquo;.<br>\nExperten und Politiker weltweit fordern Konsequenzen f&uuml;r Peking &ndash; bis hin zu Schadensersatz-Klagen!&rdquo;, so das Springer-Blatt.<br>\nDie chinesische Botschaft wies die Vorw&uuml;rfe in einem offenen Brief zur&uuml;ck. Ohne auf die darin genannten Fakten einzugehen, verfasste Bild-Chefredakteuer Julian Reichelt daraufhin einen &ldquo;Brief&rdquo; an den chinesischen Pr&auml;sidenten Xi Jinping.<br>\nIn f&uuml;nf Punkten &auml;u&szlig;ert sich Reichelt zu den Vorw&uuml;rfen der Botschaft, die den Bild-Bericht als &ldquo;infam&rdquo; bezeichnet hatte, der &ldquo;nicht nur ganz wesentlicher Fakten und genauer Zeitabl&auml;ufe, sondern auch einem Mindestma&szlig; an journalistischer Sorgfaltspflicht und Fairness&rdquo; entbehre.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/101206-bild-zeitung-vs-china-chefredakteur\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mark Esper will nicht nur Epidemie im US-Milit&auml;r vertuschen<\/strong><br>\nDer US-Verteidigungsminister Mark Esser ist Teil des Chors, der predigt, dass Chinas Umgang mit dem neuartigen Coronavirus irref&uuml;hrend und undurchsichtig sei. Es ist ein Versuch, die eigene Verantwortung abzusch&uuml;tteln und die Aufmerksamkeit der w&uuml;tenden &Ouml;ffentlichkeit auf andere abzulenken. Je mehr Esper andere verleumdet, desto mehr interessiert sich die &Ouml;ffentlichkeit aber daf&uuml;r, wie schlimm die Epidemie im US-Milit&auml;r wirklich ist.<br>\nFakt ist: Auf dem US-Flugzeugtr&auml;ger &bdquo;Roosevelt&ldquo; sind insgesamt 655 Soldaten positiv auf COVID-19 getestet worden. Einer dieser Soldaten ist an den Folgen der Krankheit gestorben. (&hellip;)<br>\nEin weiterer Versuch Espers ist die vergebliche Suche nach einem S&uuml;ndenbock. Einem Artikel der Zeitschrift &bdquo;Forbes&ldquo; zufolge wackelt das Vertrauen der Menschen in US-Verteidigungsminister Esper, da das Pentagon nicht rechtzeitig und entschieden Instruktionen zu COVID-19 gegeben habe.<br>\nMark Esper verf&uuml;gt nicht &uuml;ber die n&ouml;tige Moral f&uuml;r das Amt des US-Verteidigungsministers. Er setzt seine eigenen politischen Interessen &uuml;ber das Leben der US-Soldaten. Seine L&uuml;gen rund um China sind l&auml;ngst entlarvt worden.<br>\nChina informiert die USA seit dem 3. Januar regelm&auml;&szlig;ig&uuml;ber die Lage der Epidemie und hat US-Experten als Mitglied der WHO-Expertengruppe in China willkommen gehei&szlig;en. Ende Januar bis Anfang Februar besuchte der Top-US-Virologe Walter Ian Lipkin China pers&ouml;nlich. Mangelt es China an Transparenz?<br>\nDie US-Zentren f&uuml;r Seuchenkontrolle und -pr&auml;vention (CDC) schlugen angesichts des neuartigen Coronavirus Mitte Januar Alarm. Am 25. Januar erkl&auml;rten die USA, sie w&uuml;rden ihr Konsulat in Wuhan schlie&szlig;en. Seit dem 2. Februar hat Washington die Grenze f&uuml;r alle chinesischen B&uuml;rger und Einreisenden geschlossen, die in den vorangegangenen zwei Wochen in China gewesen waren. Hat China die USA irregef&uuml;hrt?<br>\nDoch warum ist die aktuelle Lage in den USA so schlimm? Einige Politiker denken nur an ihre eigenen Interessen und wollen keine Ma&szlig;nahmen ergreifen. COVID-19 ist f&uuml;r die USA nicht nur eine Trag&ouml;die der &ouml;ffentlichen Gesundheit, sondern auch eine wirtschaftliche Katastrophe. Die US-Wirtschaft k&ouml;nnte Prognosen zufolge um elf Prozent schrumpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/kommentar\/alle\/3259\/20200418\/454717.html\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60300\">Gebt die Schuld f&uuml;r das Covid-19-Versagen euren Regierungen und nicht China<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Giorgio Agamben zum Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus: Ich h&auml;tte da eine Frage<\/strong><br>\nEin Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es zu k&uuml;mmern. Was spielt sich gerade vor unseren Augen in den L&auml;ndern ab, die von sich behaupten, sie seien zivilisiert? (&hellip;)<br>\nIch denke, der Leser, der sich anschickt, &uuml;ber die folgenden Punkte nachzudenken, kann nicht anders, als zuzustimmen, dass die Schwelle, welche die Menschlichkeit von der Barbarei trennt, &uuml;berschritten wurde. Und zwar, ohne dass man dies bemerkt h&auml;tte oder indem man so tat, als w&uuml;rde man es nicht bemerken. (&hellip;)\n<ol>\n<li>Der erste und vielleicht schwerwiegendste Punkt betrifft die K&ouml;rper der toten Personen. Wie konnten wir nur im Namen eines Risikos, das wir nicht n&auml;her zu bestimmen vermochten, hinnehmen, dass die uns lieben Menschen und &uuml;berhaupt alle Menschen in den meisten F&auml;llen nicht nur einsam sterben mussten, sondern dass ihre Leichen verbrannt wurden, ohne bestattet zu werden? Dies ist in der Geschichte von der mythischen griechischen K&ouml;nigstochter Antigone bis heute nie geschehen.<\/li>\n<li>Wir haben bedenkenlos hingenommen, wiederum nur im Namen eines nicht n&auml;her zu bestimmenden Risikos, dass unsere Bewegungsfreiheit in einem Ausmass eingeschr&auml;nkt wurde, wie dies zuvor nie in unserem Land geschah, nicht einmal w&auml;hrend der beiden Weltkriege (die Ausgangssperre galt damals f&uuml;r bestimmte Stunden). Wir haben also hingenommen, im Namen eines nicht n&auml;her zu bestimmenden Risikos die Pflege unserer Freundschafts- und Liebesbeziehungen einzustellen, weil unser N&auml;chster zu einer m&ouml;glichen Ansteckungsquelle wurde.<\/li>\n<li>Dies konnte geschehen &ndash; und hier ber&uuml;hren wir die Wurzel des Ph&auml;nomens &ndash;, weil wir die Einheit unserer Lebenserfahrung, die immer zugleich k&ouml;rperlich und geistig ist, in eine bloss biologische Einheit einerseits und in ein affektives und kulturelles Leben anderseits aufgespalten haben. Der Philosoph und Theologe Ivan Illich hat gezeigt, welche Verantwortung der modernen Medizin in dieser Spaltung zukommt. Sie scheint sich von selbst zu verstehen, in Wirklichkeit ist sie aber die gr&ouml;sste aller Abstraktionen. Ich weiss, dass diese Abstraktion von der modernen Wissenschaft durch Wiederbelebungs-Apparate erreicht wurde, die einen K&ouml;rper in einem Zustand des vegetativen Lebens zu erhalten verm&ouml;gen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/coronavirus-giorgio-agamben-zum-zusammenbruch-der-demokratie-ld.1551896\">Giorgio Agamben in Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-60321","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60321","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60321"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60321\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60324,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60321\/revisions\/60324"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60321"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60321"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60321"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}