{"id":60352,"date":"2020-04-21T08:15:01","date_gmt":"2020-04-21T06:15:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352"},"modified":"2020-04-21T08:15:01","modified_gmt":"2020-04-21T06:15:01","slug":"hinweise-des-tages-3596","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h01\">Armer Leuchtturm &ndash; Deutschland erwacht aus der Wohlstands-Illusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h02\">Starke Schultern k&ouml;nnen und m&uuml;ssen mehr tragen als bisher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h03\">Liegt Schweden am Ende doch richtig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h04\">Merkels Kritik ist anma&szlig;end <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h05\">&Ouml;ko-Bonus statt Abwrackpr&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h06\">Europa als Haftungsunion &ndash; Europa scheitert an deutschen &bdquo;Juristen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h07\">Covid-19 transformiert die Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h08\">Disney zahlt mehr als 100.000 Mitarbeitern kein Gehalt mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h09\">D&auml;nemark: Keine Staatshilfen f&uuml;r Unternehmen, die Dividenden zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h10\">Was gesund ist, bestimmt Bill Gates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h11\">COVID-19 Antibody Seroprevalence in Santa Clara County, California<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h12\">Projecting the transmission dynamics of SARS-CoV-2 through the postpandemic period<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h13\">Demokratie in Zeiten von Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h14\">Warum das Corona-Risiko nicht absolut gesetzt werden darf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h15\">Kosovo: US-Forderungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h16\">Angst fressen Seele auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h17\">Schrecklicher Verdacht: Wurde Trump in einem chinesischen Labor gez&uuml;chtet, um den USA zu schaden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60352#h18\">Das Letzte &ndash; Wir brauchen noch viel h&auml;rtere Ma&szlig;nahmen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Armer Leuchtturm &ndash; Deutschland erwacht aus der Wohlstands-Illusion<\/strong><br>\nDie Deutschen erwachen aus der Wohlstands-Illusion. Dabei f&auml;llt ihnen auch das europ&auml;ische Pathos auf die F&uuml;sse.<br>\nDer offene Geldbeutel geh&ouml;rt ebenso zur Grundausstattung des deutschen Politikers wie die Standardformel: &laquo;Wir sind ein reiches Land, wir k&ouml;nnen uns das leisten!&raquo; Auch jetzt, da die Corona-Epidemie laut Bundeskanzlerin Angela Merkel das Land in die &laquo;gr&ouml;sste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg&raquo; st&uuml;rzt, wird der Eindruck der unendlichen Liquidit&auml;t erweckt. &laquo;Nun zahlt sich aus, dass wir in der Vergangenheit gut gewirtschaftet haben&raquo;, so klopft sich Finanzminister Scholz auf die Schulter. Was der SPD-Politiker verschweigt: Die &laquo;schwarze Null&raquo; wurde auf Kosten der B&uuml;rger erreicht. Erstens, weil die Nullzinspolitik die Schuldenlast von Bund, L&auml;ndern und Gemeinden stark gedr&uuml;ckt hat, derweil der kleine Sparer insgeheim enteignet wurde. Und zweitens, weil den B&uuml;rgern Steuer- und Abgabensenkungen vorenthalten wurden, als dies dank sprudelnden Einnahmen (2019 fast 800 Milliarden Euro) m&ouml;glich gewesen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/coronavirus-deutschland-erwacht-aus-der-wohlstands-illusion-ld.1551624\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Starke Schultern k&ouml;nnen und m&uuml;ssen mehr tragen als bisher<\/strong><br>\nW&auml;hrend die rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BMW in staatlich mitfinanzierte Kurzarbeit geschickt wurden, will der Aufsichtsrat des Autokonzerns auf der 100. Hauptversammlung am 14. Mai 2020 an seine Aktion&auml;re 1,64 Milliarden Euro Dividende auszahlen. Die Kritik daran bricht nicht ab, Stimmen f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe in der Coronakrise werden lauter.<br>\nDietmar Bartsch fordert, dass Bonuszahlungen und Dividendenaussch&uuml;ttungen auszusetzen sind, falls deutsche Unternehmen Kurzarbeit oder andere staatliche Leistungen in der Krise in Anspruch nehmen. &ldquo;Wir kennen das ja schon: in der Krise darf der Steuerzahler einspringen, in guten Zeiten die Investoren die Gewinne einstreichen. Dass die Aktion&auml;re nun sogar in schlechten Zeiten abkassieren sollen, setzt dem Ganzen aber die Krone auf. Wer Staatshilfen bekommt, darf nicht gleichzeitig Dividenden aussch&uuml;tten&rdquo;, kritisiert Sahra Wagenknecht die Pl&auml;ne der BMW-Manager.<br>\nNach der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz greift mit Sigmar Gabriel nun ein weiterer prominenter Sozialdemokrat die Vorschl&auml;ge der Linken f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe auf. Fabio De Masi freut sich, &ldquo;dass Ideen der Linken zur Absch&ouml;pfung von Milliarden-Verm&ouml;gen &uuml;ber einen Lastenausgleich nun selbst in der Deutschen Bank Schule machen. Wir haben bereits bei der Verabschiedung der Corona-Hilfen im Deutschen Bundestag beantragt, dass die Bundesregierung einen Vorschlag f&uuml;r die Beteiligung der oberen ein Prozent am wirtschaftlichen Wiederaufbau vorlegt. Jetzt muss noch Finanzminister Olaf Scholz zeigen, dass dies nicht nur Parteitagsreden aktueller und ehemaliger SPD-Vorsitzender sind. Wer wie die Quandts und Klattens &uuml;ber 700 Millionen Euro an Dividenden aus BMW zieht, w&auml;hrend die Besch&auml;ftigten in Kurzarbeit geschickt werden, kann auch etwas f&uuml;r dieses Land tun.&rdquo;<br>\nAuch Dietmar Bartsch reagiert positiv: &ldquo;Starke Schultern k&ouml;nnen und m&uuml;ssen mehr tragen als bisher. Reichensteuer oder Verm&ouml;gensabgabe sind adhoc die richtige Antwort. Langfristig braucht es eine gro&szlig;e Steuerreform f&uuml;r mehr Zusammenhalt und Gerechtigkeit. Das geht nur mit Mitte-Links&rdquo;, adressiert er an Vizekanzler Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/starke-schultern-koennen-und-muessen-mehr-tragen-als-bisher\/\">DIE LINKE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu nur am Rande. Bekanntlich sind Susanne Klatten und Stefan Quandt mit knapp 40 Prozent Aktienanteil die Mehrheitseigner von BMW, d.h. Frau und Herr Klatten\/Quandt werden wieder einmal, ohne einen Finger daf&uuml;r ger&uuml;hrt zu haben, um mehr als eine halbe Milliarde Euro reicher. Auf der anderen Seite stehen durch den Lockdown wohl Hunderttausende vor den Tr&uuml;mmern ihrer beruflichen Existenz.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wer wird zur Kasse gebeten? &ndash; Nach der Coronakrise ist die Debatte unausweichlich<\/strong><br>\nDie Debatte ist l&auml;ngst im Gange, auch wenn sie von aktuellen Sorgen noch &uuml;berlagert wir. Doch sp&auml;testens, wenn wir aus der Coronakrise in eine neue Normalit&auml;t eintreten werden, wird sich die Frage stellen: Wie umgehen mit den immensen Kosten der Rettungsprogramme? Die Antworten werden nicht so ausfallen k&ouml;nnen wie nach der Weltfinanzkrise der Jahre 2008 und folgende. Der Shutdown gro&szlig;er Teile der globalen Wirtschaft hat eine andere Dimension als alle Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg. Und so werden wir auch bei der Bew&auml;ltigung andere Wege gehen m&uuml;ssen. Wer nach historischen Anleitungen sucht, wird unweigerlich bei dem New Deal landen, mit dem US-Pr&auml;sident Franklin D. Rossevelt auf den &ldquo;Schwarzen Freitag&rdquo; an der New Yorker B&ouml;rse im Jahr 1929 reagierte. Anders als es andere empfahlen, legte er kein Sparprogramm auf, sondern ein Investitionsprogramm in der damals gigantischen H&ouml;he von 3 Milliarden Dollar. Es wurden Stra&szlig;en gebaut, Br&uuml;cken, Schulgeb&auml;ude, es wurden riesige Staud&auml;mme ebenfalls angelegt wie Parks. Millionen fanden Arbeit. Es war der Grundstock f&uuml;r den Aufstieg der USA zur Weltmacht. Doch ein Bereich muss jetzt endlich entschlossen ins Visier genommen werden. Es wird nach der Krise noch weniger als jetzt zu vermitteln sein, warum Giganten wie Faceboock, Amazon oder Google so gut wie keine Steuern zahlen. Es ist nicht l&auml;nger hinzunehmen, dass sowohl Oligarchen wie Mafiagruppen illegal Milliarden, ja Billionen umsetzen und diese Gelder dann in New York, London oder M&uuml;nchen (aber auch kleineren Orten) reinwaschen. Es kann nicht sein, dass weiter immense Milliardensummen in Steueroasen verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.10038451\">N&uuml;rnberger Nachrichten <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser G.G.:<\/strong> Dieser Artikel ist Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r die Entscheider-Eliten in Politik, Gesellschaft und vor allem auch der aktuellen neoliberalen bzw. neoklassischen Dogmatiker der Wirtschaftswissenschaften. Die absolute &ldquo;Marktgl&auml;ubigkeit&rdquo; dieser &Ouml;konomen geh&ouml;rt endg&uuml;ltig auf den Misthaufen der Geschichte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Hinweis auf den &bdquo;New Deal&ldquo; Roosevelts ist auch in die Richtung interessant als Roosevelt ebenso strenge Regulierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Banken einf&uuml;hrte und im Vergleich zu Deutschland, dass in der Wirtschaftskrise eine harte Austerit&auml;tspolitik verfolgte, an deren Ende die Machtergreifung der Nazis stand. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Liegt Schweden am Ende doch richtig?<\/strong><br>\nSchweden steht wegen seines Umgangs mit dem Coronavirus im Fokus. Die Regierung f&uuml;hlt sich zu Unrecht kritisiert. Und nun sinkt die Zahl der neuen Todesf&auml;lle.<br>\nSchweden habe in zwei Punkten anders gehandelt, sagt Hallengren: Zum einen seien die Schulen nicht geschlossen worden &ndash; Kindertagesst&auml;tten und Grundschulen sind ge&ouml;ffnet, an weiterf&uuml;hrenden Schulen und Unis wird digital unterrichtet. Zum anderen, so die Ministerin, seien keine Regeln eingef&uuml;hrt worden, mit denen die B&uuml;rger gezwungen w&uuml;rden, zu Hause zu bleiben. Die Regierung habe sich mit Empfehlungen an die B&uuml;rger gewandt &ndash; und das sei erfolgreich gewesen.<br>\nUnd dann, fast zeitgleich zu dem Moment, als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin sagt, in Deutschland sei der Ausbruch &bdquo;Stand heute &ndash; wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden&ldquo;, spricht der Chef der schwedischen Gesundheitsbeh&ouml;rde, Johan Carlson, indirekt den Punkt an, der vielleicht hinter der Irritation des Auslands &uuml;ber den &bdquo;schwedischen Sonderweg&ldquo; steht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/kampf-gegen-das-coronavirus-liegt-schweden-am-ende-doch-richtig\/25750526.html\">tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Diskussion langweilt. Schweden ist ein &auml;u&szlig;erst d&uuml;nn besiedelter gro&szlig;er Fl&auml;chenstaat an der Peripherie und allein deshalb schon kaum mit zentraleurop&auml;ischen Staaten mit ihren Millionenst&auml;dten und Ballungsgebieten vergleichbar. Doch auch auf Deutschland w&auml;re diese &bdquo;Nicht-Vergleichbarkeit&ldquo; &uuml;bertragbar. So gestaltet sich die Debatte um &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die nicht nur d&uuml;nn besiedelt und peripher, sondern auch von Covid-19 weitestgehend verschont sind, nat&uuml;rlich anders als in Berlin, NRW oder Baden-W&uuml;rttemberg. Daher ist der f&ouml;derale Ansatz auch sinnvoll und Merkels Kritik an der Debatte zu lokalen Lockerungen &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Merkels Kritik ist anma&szlig;end<\/strong><br>\nDie scharfe Kritik von Kanzlerin Merkel an der Diskussion &uuml;ber weitergehende Lockerungen der Corona-Beschr&auml;nkungen ist unversch&auml;mt. Dass die L&auml;nder unterschiedlich vorgehen, k&ouml;nnte vielmehr zu Erkenntnissen f&uuml;hren.<br>\nKanzlerin Angela Merkel kritisiert &ldquo;&Ouml;ffnungsdiskussionsorgien&rdquo;. Abgesehen davon, dass man auf so eine Wortsch&ouml;pfung auch erst einmal kommen muss, ist die Kritik gelinde gesagt eine Unversch&auml;mtheit &ndash; weniger gelinde gesagt, es ist anma&szlig;end.<br>\nDie Politik schr&auml;nkt die Grundrechte ein &ndash; in einem nie dagewesenen Ausma&szlig;. Aus guten Gr&uuml;nden, klar. Aber da ist es nicht nur v&ouml;llig normal, sondern sogar notwendig, dass jeden Tag &ndash; auch wenn es die Kanzlerin nervt &ndash; dar&uuml;ber diskutiert wird: Wie k&ouml;nnen die B&uuml;rger so schnell wie eben vertretbar wieder selbstbestimmt leben, arbeiten, sich organisieren? Jeder hat das Recht, jeden Tag zu fragen: Kann nicht etwas mehr gelockert, etwas mehr ge&ouml;ffnet werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/coronavirus-oeffnungsdiskussion-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Ouml;ko-Bonus statt Abwrackpr&auml;mie<\/strong><br>\nParallel zum geplanten Hochlauf der Fabriken nimmt die Debatte &uuml;ber staatliche Hilfen f&uuml;r die Autoindustrie an Fahrt auf. Nach einem Vorsto&szlig; des bayerischen Ministerpr&auml;sidenten Markus S&ouml;der brachten &uuml;ber Ostern Stimmen aus der Industrie Kaufanreize ins Gespr&auml;ch. Vermieden wurden zwar &Auml;hnlichkeiten mit der Abwrackpr&auml;mie des Finanzkrisenjahres 2009 (die regierungsamtlich &bdquo;Umweltpr&auml;mie&ldquo; hie&szlig;). Aber in diese Richtung ist man unterwegs.<br>\nOb Markus S&ouml;der (&bdquo;Auto-Programm&ldquo;), BMW-Chef Oliver Zipse (&bdquo;Innovationspr&auml;mie&ldquo;), VW-Einkaufsvorstand Stefan Sommer (&bdquo;Investitionen in das Konsumverhalten&ldquo;) oder die nieders&auml;chsischen Politiker und VW-Aufsichtsr&auml;te Bernd Althusmann und Stephan Weil (&bdquo;Kauf- bzw. Abwrackpr&auml;mie&ldquo;) &ndash; einen direkten staatlichen Zuschuss f&uuml;r Autok&auml;ufer k&ouml;nnen sich partei- und marken&uuml;bergreifend alle vorstellen. Und: Alle wollen die Pr&auml;mie, die innovative, klimafreundliche Technologien f&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/anreize-fuer-autokaeufer-oeko-bonus-statt-abwrackpraemie\/25743630.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann jetzt schon sagen, dass der Wunsch der Automobilindustrie wieder Steuermilliarden mit vollen H&auml;nden an sie zu verteilen, um sich den verschlafenen Strukturwandel durch die B&uuml;rger bezahlen zulassen, im Kanzleramt auf offen Ohren sto&szlig;en wird und der forsche Herr S&ouml;der hat nat&uuml;rlich auch immer ein offenes Ohr f&uuml;r die W&uuml;nsche der deutschen Oligarchie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa als Haftungsunion &ndash; Europa scheitert an deutschen &bdquo;Juristen&ldquo;<\/strong><br>\nDie aktuelle Diskussion um Coronabonds basiert auf der falschen Vorstellung, dass nationale Regierungen ihre Ausgaben durch den Verkauf von Anleihen an &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; finanzieren. W&auml;hrend emotional &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; eingefordert wird, haben EZB und EU die Weichen schon gestellt, damit sich eine Eurokrise mit Austerit&auml;tspolitik nicht wiederholt. Dies wird allerdings mittelfristig nicht ausreichen. Der Euro wird scheitern, wenn die Deutschen nicht einsehen, dass ihre &bdquo;Juristen&ldquo; das Problem v&ouml;llig verkennen &ndash; es geht nicht um Haftung. (&hellip;)<br>\nDas Problem liegt darin, dass die &bdquo;Juristen&ldquo; immer wieder die Haftungsfrage diskutieren, die zwar juristisch gesehen tat&shy;s&auml;ch&shy;lich beant&shy;wortet werden kann und muss, praktisch gesehen aber komplett irre&shy;levant ist. Denn Eurobonds w&auml;ren Anleihen der Eurozone und h&auml;tten keinerlei Ausfallrisiko. Wenn die Inve&shy;storen wollen, k&ouml;nnen sie die Eurobonds immer an die EZB verkaufen. Diese d&uuml;rfte Eurobonds unbe&shy;grenzt von den Investoren ankaufen. Ein Verlust ist also ausge&shy;schlossen.<br>\nSollte beispielsweise die italienische Regierung nicht mehr gen&uuml;gend Steuern einnehmen, um die Eurobonds zur&uuml;ckzahlen zu k&ouml;nnen, w&uuml;rden die Investoren sie an die EZB verkaufen. Diese muss sie dann abschreiben, indem sie einen Verlustvortrag in H&ouml;he der Bonds ausweist. Dies reduziert das Eigenkapital, was aber nur eine statistische Gr&ouml;&szlig;e ist. Da die EZB selbst Geld schaffen kann &ndash; Euros &ndash; und sonst niemand, wird aber auch bei negativem Eigenkapital keiner daran zweifeln, dass die EZB solvent ist und liquide.<br>\nDies bedeutet, dass durch Eurobonds keine Haftungsunion entsteht und auch keine Kosten an&shy;fal&shy;len, wie es &bdquo;Die Welt&ldquo; in ihrem Artikel behauptete. Sollten Italien und die anderen L&auml;nder &uuml;ber Eurobonds h&ouml;here Staatsausgaben t&auml;tigen und dann nicht zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen, wird der deutsche Steuerzahler keinen einzigen Euro davon zu bezahlen haben. Die EZB weist einfach ein geringeres Eigenkapital aus, das war es. Es gibt kein Gesetz, nach dem die europ&auml;ischen Steuerzahler bei negativem Eigenkapital der EZB einspringen m&uuml;ssen. Das sagt &uuml;brigens auch die EZB selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/europa-als-haftungsunion-europa-scheitert-an-deutschen-juristen\/\">Dirk Ehnts in Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60078#h02\">#CoronaBonds: Merkel and Scholz risk triggering a new eurocrisis<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Covid-19 transformiert die Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Corona-Krise wird nicht nur hierzulande Arbeitspl&auml;tze kosten. Sie d&uuml;rfte die Produktion und die Lieferketten weltweit ver&auml;ndern &ndash; und den Einsatz von Robotern bef&ouml;rdern. Darunter werden vor allem die Staaten Ostasiens leiden.<br>\nAnfang der 1990er-Jahre begannen die Unternehmen damit, ihre Produktion in Niedriglohnl&auml;nder auszulagern. Dazu trugen der Fall des Eisernen Vorhangs, Chinas globale Integration und Aufnahme in die Welthandelsorganisation ebenso bei wie die Zunahme der Containerwirtschaft. Die Zeit zwischen 1990 und der globalen Finanzkrise von 2008 wurde als &Auml;ra der Hyperglobalisierung bekannt, in der 60 Prozent des Welthandels auf die globalen Wertsch&ouml;pfungsketten fiel.<br>\nDie globale Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 l&auml;utete dann den Anfang vom Ende dieses Globalisierungszeitalters ein. 2011 kam die zunehmende Expansion der globalen Wertsch&ouml;pfungsketten zum Ende. Seitdem sind sie nicht mehr gewachsen. Der Grund f&uuml;r diesen Wandel war Unsicherheit: Zwischen 2008 und 2011 nahm der &ndash; von Hites Ahir, Nicholas Bloom und Davide Furceri eingef&uuml;hrte &ndash; Weltunsicherheitsindex (WUI) um 200 Prozent zu. Zum Vergleich: W&auml;hrend des Sars-Ausbruchs von 2002-2003 stieg der WUI um 70 Prozent. Und nachdem Gro&szlig;britannien 2016 daf&uuml;r stimmte, die Europ&auml;ische Union zu verlassen, schoss er um 250 Prozent in die H&ouml;he.<br>\nWenn die Unsicherheit steigt, leiden die globalen Wertsch&ouml;pfungsketten. Aus Daten der Vergangenheit l&auml;sst sich schlie&szlig;en, dass eine 300-prozentige Steigerung der Unsicherheit &ndash; wie sie wahrscheinlich die Covid-19-Pandemie verursacht &ndash; die globale Lieferkettenaktivit&auml;t um 35,4 Prozent verringern k&ouml;nnte. Trotz der Einsparungen lohnt es sich f&uuml;r die Unternehmen nicht mehr, die mit der Produktionsauslagerung verbundenen Risiken einzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++849c9e44-808a-11ea-9d0f-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Disney zahlt mehr als 100.000 Mitarbeitern kein Gehalt mehr<\/strong><br>\nDer Disney-Konzern setzt ab dieser Woche die Gehaltszahlungen f&uuml;r mehr als 100.000 seiner Mitarbeiter aus, wie die &bdquo;Financial Times&ldquo; berichtet. Das entspricht fast der H&auml;lfte der gesamten Belegschaft.<br>\nBetroffen sind sogenannte Besetzungsmitglieder in Themenparks und Hotels in Europa und den USA, die wegen der Coronavirus-Pandemie seit fast f&uuml;nf Wochen geschlossen sind. Mit der Aussetzung der Gehaltszahlungen will der Unterhaltungskonzern bis zu 500 Millionen Dollar pro Monat einsparen.<br>\nDurch die Entscheidung sind die Mitarbeiter von Disney auf staatliche Leistungen angewiesen &ndash; &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung, die sich in den kommenden Monaten auf Hunderte von Millionen Dollar belaufen k&ouml;nnte &ndash; w&auml;hrend das Unternehmen Bonusprogramme f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte und eine im Juli f&auml;llige Dividendenzahlung in H&ouml;he von 1,5 Milliarden Dollar nicht antasten will.<br>\nDisney will Mitarbeitern, die unbezahlten Urlaub nehmen, volle Gesundheitsversorgungsleistungen gew&auml;hren. Zudem dr&auml;ngt der Konzern seine Mitarbeiter, sich um die zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung der US-Regierung im Rahmen des Corona-Hilfspakets in H&ouml;he von 600 Dollar pro Woche zu bem&uuml;hen.<br>\nIn Orlando, der Heimat von mehr als 70.000 betroffenen Disney-Mitarbeitern, zahlt der US-Bundesstaat Florida zw&ouml;lf Wochen lang Arbeitslosengeld von bis zu 275 Dollar pro Woche &ndash; es ist einer der niedrigsten S&auml;tze in den USA.<br>\nDie Gehaltszahlungen werden auch f&uuml;r die meisten der 17.000 Mitarbeiter im Disneyland Paris eingestellt, die in Frankreich Kurzarbeit anmelden m&uuml;ssen. Dies erm&ouml;glicht es den Unternehmen, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu reduzieren oder Urlaub zu nehmen, w&auml;hrend die Regierung bis zu 84 Prozent ihres Nettogehalts &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/coronakrise-disney-zahlt-mehr-als-100-000-mitarbeitern-kein-gehalt-mehr\/25755018.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei den &ndash; immerhin 100.000 &ndash; normalen Angestellten spart Disney 500 Millionen Euro im Jahr, indem die Zahlung der Lohnersatzkosten auf den Staat &uuml;berw&auml;lzt werden, w&auml;hrend die Bonusprogramme f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte und satte 1,5 Milliarden Dollar an Dividenden f&uuml;r die Aktion&auml;re nicht in Frage stehen &ndash; sogar im wirtschaftsfreundlichen Handelsblatt scheint Emp&ouml;rung &uuml;ber so viel Unversch&auml;mtheit durch. Und was folgt daraus? Nichts. Denn die harte Regulierung eines Raubtierkapitalismus, in dem so etwas nicht verboten ist, ist ja tabu; und nur mit Emp&ouml;rung und moralischen Appellen wird man solche Exzesse nicht unterbinden k&ouml;nnen. Dann bleibt am Ende nur hilfloses Schweigen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Umso besser, dass durch den Ausnahmezustand wesentliche Grund- und B&uuml;rgerechte au&szlig;er Kraft gesetzt sind und somit keinerlei M&ouml;glichkeit besteht Protest im &ouml;ffentlichen Raum zu artikulieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>D&auml;nemark: Keine Staatshilfen f&uuml;r Unternehmen, die Dividenden zahlen<\/strong><br>\nWie andere L&auml;nder auch greift D&auml;nemark in der Corona-Krise Unternehmen mit Staatshilfen in Milliardenh&ouml;he unter die Arme. Doch es gibt eine Besonderheit: Ausgeschlossen von den Hilfen werden Firmen, die noch Dividenden zahlen oder in Steueroasen registriert sind.<br>\nDie d&auml;nische Regierung hat in der Corona-Krise die Laufzeit ihrer Hilfsprogramme f&uuml;r Firmen und Besch&auml;ftigte um einen Monat bis zum 8. Juli verl&auml;ngert und um einige Ma&szlig;nahmen erg&auml;nzt. Das berichtete das Nachrichtenportal Bloomberg. Unternehmen k&ouml;nnen nun unter anderem im Vorjahr geleistete Steuerzahlungen als zinslose Darlehen zur&uuml;ckerhalten.<br>\nDie Ausgaben erh&ouml;hen sich durch die beschlossenen Erg&auml;nzungen um etwa 100 Milliarden Kronen (gut 13 Milliarden Euro) auf 400 Milliarden Kronen. Finanziert werden sollen diese Ausgaben unter anderem durch die Ausgabe von Staatsanleihen.<br>\nDiesen Ma&szlig;nahmen stimmten alle Parteien im d&auml;nischen Parlament zu. In einer Erkl&auml;rung vom Samstag stellte die Regierung klar, dass nicht alle Unternehmen die staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen k&ouml;nnen. Ausgeschlossen von den Hilfsprogrammen seien Firmen, die Dividenden aussch&uuml;tten, eigene Aktien zur&uuml;ckkaufen oder in Steueroasen registriert sind.\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Das sollte auch bei uns das Minimum des politischen Anstands sein: Keinerlei Staatshilfen f&uuml;r Unternehmen, die in diesem Jahr Dividenden aussch&uuml;tten, Aktien zur&uuml;ckkaufen oder in einer Steueroase registriert sind, bzw. ihre Gewinne dorthin verfrachten. KEINE <a href=\"https:\/\/t.co\/uAH5QxNXBI\">https:\/\/t.co\/uAH5QxNXBI<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Norbert H&auml;ring (@norberthaering) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/norberthaering\/status\/1252109987347914753?ref_src=twsrc%5Etfw\">April 20, 2020<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <br>\nDer Journalist und Blogger Norbert H&auml;ring lobte diesen Ansatz. Auf Twitter forderte er, als &ldquo;Minimum des politischen Anstands&rdquo; derartige Firmen auch in Deutschland von Staatshilfen auszuschlie&szlig;en. Neben zahlreichen kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen wollen in Deutschland auch Dax-Konzerne Staatshilfen in Anspruch nehmen, die zu einem gro&szlig;en Teil im Besitz von Finanzkonzernen wie BlackRock und Vanguard sind.<br>\nAnders als Deutschland hat D&auml;nemark bereits in der vergangenen Woche damit begonnen, die im Zuge der Corona-Krise verh&auml;ngten restriktiven Ma&szlig;nahmen deutlich zu lockern. Am Mittwoch &ouml;ffneten die Schulen wieder f&uuml;r die j&uuml;ngsten Sch&uuml;ler, am Montag k&ouml;nnen kleine Betriebe wie Friseure und Zahn&auml;rzte wieder f&uuml;r Kunden &ouml;ffnen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/101251-danemark-keine-staatshilfen-fur-unternehmen\/\">RT Deutsch, 20.04.2020<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was gesund ist, bestimmt Bill Gates<\/strong><br>\nReiche Privatspender manipulieren die Politik der WHO, vor allem seit die USA ihren Beitrag zusammenstreichen. Das schadet Entwicklungsl&auml;ndern &ndash; und vielen armen Kranken.<br>\nDie Weltgesundheitsorganisation WHO wird mittlerweile zu 80 Prozent von privaten Geldgebern und Stiftungen finanziert. Gr&ouml;&szlig;ter privater Geldgeber ist die Bill und Melinda Gates Stiftung. Seit der Jahrtausendwende hat die Gates-Stiftung der WHO insgesamt 2,5 Milliarden Dollar gespendet &ndash; 1,6 Milliarden davon f&uuml;r die Ausrottung von Polio, Kinderl&auml;hmung. Insgesamt gibt die Stiftung j&auml;hrlich vier Milliarden Dollar aus. Das Geld flie&szlig;t in einen Globalen Fonds zur Bek&auml;mpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, in die medizinische Forschung und in Impfpartnerschaften mit Pharmakonzernen. &hellip;<br>\nProblematisch ist, dass Bill Gates durch seine Stiftungen seine Vorstellung von Gesundheitsf&ouml;rderung durchsetzt. So investiert die Gates Stiftung vor allem in technische Ma&szlig;nahmen gegen Infektionskrankheiten, zum Beispiel in Impfkampagnen und die Verteilung von Medikamenten. Gesundheitsexperten wie Thomas Gebauer von der Hilfsorganisation Medico International kritisieren, dass dadurch andere wichtige Aufgaben vernachl&auml;ssigt w&uuml;rden &ndash; der Aufbau funktionierender Gesundheitssysteme in armen L&auml;ndern zum Beispiel.<br>\nGesundheit wird nur zu einem geringen Teil durch &auml;rztliches Handeln beeinflusst. Viel wichtiger seien, so Gebauer, die Lebensverh&auml;ltnisse des Einzelnen. Der Gesundheitsexperte ist &uuml;berzeugt: Menschen, die ihre Kindheit in Elendsvierteln verbringen, haben eine weit geringere Lebenserwartung als diejenigen, die in wohlhabenden Vierteln aufwachsen. Eine Expertenkommission der WHO kam schon in den 80er-Jahren zu dem Ergebnis, dass die meisten Todesf&auml;lle nicht durch Viren oder Krankheiten verursacht werden, sondern durch soziale Ungleichheit.<br>\nZweckgebundene Spenden an die WHO f&uuml;hren dazu, dass der Kampf gegen soziale Ursachen von Krankheit auf der Strecke bleiben, kritisiert Thomas Gebauer. Als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Menschenrechtsorganisation Medico International besch&auml;ftigt er sich seit Jahren mit den Strategien globaler Gesundheitspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/wissen\/who-am-bettelstab-was-gesund-ist-bestimmt-bill-gates-100.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>COVID-19 Antibody Seroprevalence in Santa Clara County, California<\/strong><br>\nBackground Addressing COVID-19 is a pressing health and social concern. To date, many epidemic projections and policies addressing COVID-19 have been designed without seroprevalence data to inform epidemic parameters. We measured the seroprevalence of antibodies to SARS-CoV-2 in Santa Clara County. [&hellip;] Under the three scenarios for test performance characteristics, the population prevalence of COVID-19 in Santa Clara ranged from 2.49% (95CI 1.80-3.17%) to 4.16% (2.58-5.70%). These prevalence estimates represent a range between 48,000 and 81,000 people infected in Santa Clara County by early April, 50-85-fold more than the number of confirmed cases. Conclusions The population prevalence of SARS-CoV-2 antibodies in Santa Clara County implies that the infection is much more widespread than indicated by the number of confirmed cases. Population prevalence estimates can now be used to calibrate epidemic and mortality projections.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medrxiv.org\/content\/10.1101\/2020.04.14.20062463v1\">medRxiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Projecting the transmission dynamics of SARS-CoV-2 through the postpandemic period<\/strong><br>\nIt is urgent to understand the future of severe acute respiratory syndrome&ndash;coronavirus 2 (SARS-CoV-2) transmission. We used estimates of seasonality, immunity, and cross-immunity for betacoronaviruses OC43 and HKU1 from time series data from the USA to inform a model of SARS-CoV-2 transmission. We projected that recurrent wintertime outbreaks of SARS-CoV-2 will probably occur after the initial, most severe pandemic wave. Absent other interventions, a key metric for the success of social distancing is whether critical care capacities are exceeded. To avoid this, prolonged or intermittent social distancing may be necessary into 2022. Additional interventions, including expanded critical care capacity and an effective therapeutic, would improve the success of intermittent distancing and hasten the acquisition of herd immunity. Longitudinal serological studies are urgently needed to determine the extent and duration of immunity to SARS-CoV-2. Even in the event of apparent elimination, SARS-CoV-2 surveillance should be maintained since a resurgence in contagion could be possible as late as 2024.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/science.sciencemag.org\/content\/early\/2020\/04\/14\/science.abb5793\">Science<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Demokratie in Zeiten von Corona<\/strong><br>\nFreiheit, wo bist Du? Gerade ist von ihr in Zeiten von Corona nicht viel zu sp&uuml;ren. Reisefreiheit &ndash; eingeschr&auml;nkt. Versammlungsfreiheit &ndash; eingeschr&auml;nkt. Religionsfreiheit &ndash; eingeschr&auml;nkt. Stattdessen: Kontaktsperre, Schulen zu, Restaurants zu, Deutschland im Lockdown. Mindestens 1,5 Meter Mindestabstand ist das Gebot der Stunde oder am besten gar nicht mehr das eigene Heim verlassen. Es ist die Rede von der &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Bedrohung seit dem Krieg&rdquo;. Aber rechtfertigt sie diese Einschr&auml;nkungen unserer an sich im Grundgesetz verankerten Freiheiten? &hellip;<br>\nDer nieders&auml;chsische Innenminister Boris Pistorius war erstaunt, wie ruhig die B&uuml;rger blieben, als die Verbote kamen: &ldquo;Weil ich gedacht habe, dass die Angst vor dem Verlust von Freiheit, die Angst vor der Reglementierung durch den Staat gr&ouml;&szlig;er sei, auch gerade angesichts der Diskussionen der letzten Jahre.&rdquo;<br>\nDie Eingriffe des Staates findet die Mehrheit der Deutschen in Ordnung, ergab eine Umfrage vom 10. April. Einige wenige warnen: &ldquo;Angst frisst Demokratie&rdquo;, schreibt der Publizist Jakob Augstein. Juli Zeh spricht in der S&uuml;ddeutschen Zeitung von staatlicher &ldquo;Bestrafungstaktik&rdquo;. Aus Angst vor Zust&auml;nden wie in Italien habe eine Diskussion &uuml;ber die Ma&szlig;nahmen nicht stattgefunden. Der Staat habe das Grundrecht auf Leben &uuml;ber alle anderen gestellt &ndash; und &ldquo;drakonisch&rdquo; unsere Freiheitsrechte beschnitten.<br>\nStaatsrechtler J&ouml;rn Axel K&auml;mmerer sagt: Auch das Recht auf Leben sei ein Freiheitsrecht. Die Lage sei gerade so kompliziert, weil man die Grundrechte nie isoliert voneinander betrachten k&ouml;nne. &ldquo;Das Bundesverfassungsgericht hat das Recht auf Leben mal einen H&ouml;chstwert genannt. Das hei&szlig;t aber nicht, dass das Recht auf Leben immer den Vorrang hat. Es wurde auch gesagt, Leben sei wichtiger als Wirtschaft, die m&uuml;sse zur&uuml;ckstehen. Aber hinter der Wirtschaft verbergen sich sehr viele andere Grundrechte, das ist auch existenziell, und das endet irgendwo auch wieder bei Leben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/demokratie-und-corona-100.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum das Corona-Risiko nicht absolut gesetzt werden darf<\/strong><br>\nNichts ist alternativlos. Deswegen m&uuml;ssen die beispiellosen Ma&szlig;nahmen hinterfragt werden &ndash; und das Virus mit anderen Gesundheitsgef&auml;hrdungen verglichen.<br>\nIn zwei Tagen, in zwei Wochen oder in zwei Monaten &ndash; leidenschaftlich wogte die Debatte, wann genau welche Schulen in welchen Bundesl&auml;ndern wieder ge&ouml;ffnet werden sollen. Zu Recht, schlie&szlig;lich h&auml;ngt davon nicht nur f&uuml;r die alleinerziehende Altenpflegerin mit Zweizimmerwohnung der unmittelbare Lebensalltag ab.<br>\nNoch leidenschaftlicher &ndash; und vor allem: folgenreicher &ndash; d&uuml;rften aber ganz andere Debatten werden. Rezession, Arbeitslosigkeit und die zu ihrer Abwendung aufgenommene Staatsschulden werden uns l&auml;nger besch&auml;ftigen, genauso wie der alles andere als partnerschaftliche Umgang der Nationalstaaten, auch der europ&auml;ischen, mit der ersten wirklich globalen Krise des 21. Jahrhunderts. Ausgerechnet sie droht ein neues Zeitalter des Protektionismus zu er&ouml;ffnen.<br>\nL&auml;ngst schon absehbar hingegen ist eine andere Folge: die n&ouml;tige Debatte &uuml;ber Freiheits- und Grundrechte. Zurecht warnt der Soziologe Benjamin Bratton, alle &ldquo;Formen von Messung und Modellbildung reflexhaft als &lsquo;&Uuml;berwachung&rsquo; und aktive Steuerung als &lsquo;soziale Kontrolle&rsquo; zu deuten.&rdquo;<br>\nAber Reflexe sind wichtige &Uuml;berlebensinstinkte, auch in der Behauptung &uuml;ber Jahrhunderte ertrotzter B&uuml;rgerrechte. Und Verordnungen, die diese einschr&auml;nken, bleiben auch dann Verordnungen, die diese einschr&auml;nken, wenn sie Leben retten.<br>\nZumal die Geschichte lehrt: Einmal eingef&uuml;hrte Notstandsverordnungen werden nach Krisenende nicht unbedingt zur&uuml;ckgenommen. Big Data is watching you, lautet vielerorts die neue Devise.<br>\nBewegungsprofile und Kreditkartennutzung machen mehr als nur Infektionswege transparent Effizient ist das zweifellos, aber auch w&uuml;nschenswert? Nat&uuml;rlich ist die Debatte in Deutschland eine andere, kritischere als im durchdigitalisierten S&uuml;dkorea oder im terrorerprobten Israel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wann-kommt-der-naechste-ausnahmezustand-warum-das-corona-risiko-nicht-absolut-gesetzt-werden-darf\/25748056.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kosovo: US-Forderungen<\/strong><br>\nTed Galen Carpenter liefert im American Conservative einige spannende Hintergr&uuml;nde zum &bdquo;erfolgreichen&ldquo; Misstrauensvotum gegen den kosovarischen Regierungschef Albin Kurti. Demzufolge sollen die USA sich auf die Seite von Kurtis Widersacher Thaci geworfen und seine Absetzung betrieben haben, nachdem Kurti Forderungen aus den USA abgelehnt haben soll, u.a. die Z&ouml;lle zu senken: &bdquo;Astute observers of Balkan affairs blamed the collapse on the Trump administration&rsquo;s ongoing meddling, including making a series of politically difficult demands on the fragile government in Pristina. One analyst, Emily Costello, concluded that Kurti&rsquo;s ouster &lsquo;was driven by domestic forces desperate to block change, and the US administration&rsquo;s determination to remove a government unwilling to comply with its demands.&rsquo; [&hellip;] In early February 2020, Trump&rsquo;s special envoy to the Balkans, U.S. Ambassador to Germany Richard Grenell, promptly issued thinly disguised demands that to ensure continued U.S. support, Prime Minister Kurti&rsquo;s new administration must immediately remove the 100 percent tariffs.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2020\/04\/17\/kosovo-us-forderungen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es hat also ein Regime-Change im Sinne der US-Regierung und der US-Industrie stattgefunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Angst fressen Seele auf<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich hatte Rainer Mausfeld sein Buch &bdquo;Angst und Macht&ldquo; vor Beginn der Corona-Kampagne geschrieben. Und doch kommt es gerade Recht, denn der Untertitel von Mausfelds Arbeit &bdquo;Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien&ldquo; wird in diesen Tagen geradezu beispielhaft exerziert. Ein aktuelles Bild, zur Zeit in vielen Autos auf deutschen Stra&szlig;en zu sehen, steht unbedingt symbolisch f&uuml;r das Ergebnis der Angsterzeugung: Zwei Menschen sitzen in einem Fahrzeug und beide tragen Atemschutzmasken. Neben der Tatsache, dass die Masken nur dann vielleicht ein wenig n&uuml;tzlich w&auml;ren, wenn einer der beiden sich bereits mit dem Virus angesteckt h&auml;tte, ist der Maskenball im Auto nur durch dadaistische Visionen zu erkl&auml;ren: Die beiden wollen ihr Lenkrad nicht anstecken. Doch die ernste Wahrheit ist, dass nach wochenlangem Meinungs-Terror, ausge&uuml;bt durch alles, was die Meinungsmacht hergibt, der psychologisch erzwungene Gehorsam die B&uuml;rger in den vorauseilenden Wahnsinn treibt.<br>\nMausfeld stellt in seinem Vorwort fest: &bdquo;Eigentlich m&uuml;ssten wir heute die besten Voraussetzungen f&uuml;r ein historisch niedriges Angstniveau haben&ldquo;. Und macht das daran fest, dass die Bev&ouml;lkerung westlicher Demokratien keine Kriegserfahrung hat und daher Kriegs&auml;ngste eigentlich ausfallen d&uuml;rften. Die neuen &Auml;ngste sieht der Psychologe in der Angst vor dem sozialen Abstieg, der Angst vor beruflichem Versagen und in einer politischen Angstrhetorik begr&uuml;ndet. Dass eine neue, extreme Furcht hinzukommen w&uuml;rde, die Angst vor dem Virus, vor einer unbekannten, unheimlichen Bedrohung durch eine nur scheinbar neue Krankheit, stand nicht auf Mausfelds Zettel. Doch die Pandemie l&ouml;st eine kollektive Todesangst aus. Diese Angst beschreibt Mausfeld schon vor Corona; es ist die &bdquo;Bewusstwerdung der eigenen Sterblichkeit&ldquo;. Es ist der Todesengel, der zur Zeit vorgeblich an jede T&uuml;r klopft, und die Propaganda tut laut und offenkundig &uuml;berzeugend so, als k&ouml;nnte es jeden gleich und jetzt erwischen. Diese irrationale Furcht wird nicht mal von den dubiosen &uuml;berall gegenw&auml;rtigen Statistiken beweiskr&auml;ftig untermauert. Aber deren st&auml;ndige Wiederholung wird von einem &uuml;blen Trick begleitet: Immer und immer wieder wird die gr&ouml;&szlig;ere Zahl der Ansteckung an die Spitze der Meldungen gesetzt und so pr&auml;sentiert, als sei sie bereits die Todes-Ziffer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/gelesen-gesehen-gehoert\/angst-fressen-seele-auf\">rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schrecklicher Verdacht: Wurde Trump in einem chinesischen Labor gez&uuml;chtet, um den USA zu schaden?<\/strong><br>\nEs klingt abenteuerlich &ndash; und kann doch laut Experten nicht ausgeschlossen werden: Immer mehr Menschen hegen den Verdacht, Donald Trump k&ouml;nnte nicht zuf&auml;llig entstanden, sondern in einem chinesischen Labor gez&uuml;chtet worden sein, um den USA schweren Schaden zuzuf&uuml;gen.<br>\n&ldquo;Die chinesische Regierung tut jetzt so, als habe sie mit den Zust&auml;nden in den USA nichts zu tun&rdquo;, erkl&auml;rt etwa ein User auf der Facebookseite Corona Truthers. &ldquo;Aber ist es wirklich Zufall, dass wir jetzt im Wei&szlig;en Haus einen Mann haben, der kaum Englisch kann und alles unternimmt, um eine einheitliche Reaktion auf die Krise zu unterwandern?&rdquo;<br>\nAuch das optische Erscheinungsbild Trumps facht Spekulationen an: So vermuten einige, der unrealistische Teint und die wirre Frisur des US-Pr&auml;sidenten seien darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass chinesische Wissenschaftler keine genaue Vorstellung davon haben, wie Menschen aus westlichen Kulturkreisen tats&auml;chlich aussehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.der-postillon.com\/2020\/04\/trump-labor.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Wir brauchen noch viel h&auml;rtere Ma&szlig;nahmen<\/strong><br>\nWer seinen betagten Eltern bislang nicht Skype oder Facetime erkl&auml;rt hat, sollte es demn&auml;chst tun. Es lohnt sich. Leider. Die lieben Gro&szlig;eltern werden noch lange in Isolation leben. Und wom&ouml;glich m&uuml;ssen sie sich in den kommenden Jahren wieder und wieder zur&uuml;ckziehen. F&uuml;r Monate. Ohne Enkel, ohne Umarmungen, ohne N&auml;he. Solange wir ein Inferno wie in Italien oder Spanien verhindern wollen, m&uuml;ssen wir eine Isolierung, wie wir sie bisher hatten, aufrechterhalten. Dass wir bis 2022 damit leben m&uuml;ssen, ist keine Panikmache, sondern ein realistisches Szenario. (&hellip;)<br>\nForscher der Helmholtz-Gesellschaft haben ein Szenario skizziert, das den Covid-19-Erreger vielleicht einhegen k&ouml;nnte: den kompletten Shutdown. Sch&auml;rfer als bisher. Aller Voraussicht nach w&uuml;rde die Seuche in vier, f&uuml;nf Wochen nur noch k&ouml;cheln. Mit so wenigen Infizierten, dass wir lokale Experimente wie Schul&ouml;ffnungen wagen k&ouml;nnten. Aber daf&uuml;r m&uuml;sste die Politik geduldiger sein und auf die Wissenschaft h&ouml;ren. Nicht nur mit einem Ohr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/corona-und-wege-aus-dem-lockdown-wir-brauchen-noch-viel-haertere-massnahmen-a-00000000-0002-0001-0000-000170518540?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ&amp;fbclid=IwAR10CGrhh85er8CVykdNNVmrXkXiesbG2bgHNrQzUZXRYUkgqCGLHv2EIAI\">Rafaela von Bredow im SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gr&auml;fin von Bredow schw&ouml;rt den Plebs auf viele Monate oder besser noch Jahre Isolation oder einen kompletten Shutdown ein. Weil &bdquo;die Wissenschaft&ldquo; (sic!) das angeblich so fordert. Klassenjournalismus vom feinsten, der sich meilenweit von der Lebensrealit&auml;t der normalen Menschen entfernt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wie viel sozialen Sprengstoff birgt die Coronavirus-Krise?<\/strong><br>\nEin gepl&uuml;nderter Supermarkt in Italien, hungernde Menschen in Gro&szlig;britannien, kilometerlange Schlangen vor Essensausgaben in den USA &ndash; die Ma&szlig;nahmen gegen das Coronavirus bringen auch in reichen L&auml;ndern viele Menschen in Existenznot. Zunehmend ist auch der Mittelstand betroffen. K&ouml;nnte der Frust &uuml;ber die Beschr&auml;nkungen bald in soziale Unruhen umschlagen?<br>\nRund zwanzig Personen st&uuml;rmten vor kurzem am hellichten Tag in Palermo einen Supermarkt und fl&uuml;chtete mit geraubten Waren. Die M&auml;nner hatten sich in einer Facebook-Gruppe mit mehreren hundert Mitgliedern kennengelernt und ihrem Unmut &uuml;ber die restriktiven Ma&szlig;nahmen in der Corona-Krise Ausdruck verliehen. &bdquo;Lasst uns L&auml;den pl&uuml;ndern, so merken die da oben endlich, dass wir genug haben&ldquo;, lautete einer der Kommentare, wie die Zeitung &bdquo;NZZ am Sonntag&ldquo; berichtet.<br>\n&Ouml;rtliche Politiker sprachen von organisierten Gruppen, die im Internet zu gewaltt&auml;tigen Aktionen aufriefen, oder vermuteten gar die Mafia hinter der Aktion. Doch inzwischen haben sich viele &auml;hnliche Gruppen gebildet, die ihrem &Auml;rger Luft machen und Pl&uuml;nderungen als m&ouml;glichen Weg ins Auge fassen, um irgendwie an Nahrung zu kommen.<br>\nWarnung vor &bdquo;sozialem Pulverfass&ldquo;<br>\nWie der &bdquo;Corriere della Sera&ldquo; berichtete, wurden in anderen St&auml;dten auf Sizilien Inhaber kleiner L&auml;den von Anwohnern unter Druck gesetzt, ihnen kostenlos Essen zu geben. Die Zeitung schrieb von einer tickenden &bdquo;sozialen Zeitbombe&ldquo; in der Region, in der rund f&uuml;nf Millionen Menschen leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/covid-19-wie-viel-sozialen-sprengstoff-birgt-die.1939.de.html?drn:news_id=1122356\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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