{"id":60385,"date":"2020-04-22T08:39:36","date_gmt":"2020-04-22T06:39:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385"},"modified":"2020-04-22T08:39:36","modified_gmt":"2020-04-22T06:39:36","slug":"hinweise-des-tages-3597","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h01\">Hohe Zahl an Corona-Infizierten Bayerns fatale Liebe zum Starkbier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h02\">Kampfjets statt Masken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h03\">&ldquo;Ein bisschen Zwang muss sein&rdquo;: Freiheit nur gegen Corona-App?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h04\">28,000 Missing Deaths:Tracking the True Toll of the Coronavirus Crisis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h05\">Monsieur Macron, die Deutschen und Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h06\">Trucker aus Osteuropa: Es geht ums &Uuml;berleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h07\">Corona-Krise: 14 Prozent in Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h08\">Wer Milit&auml;reins&auml;tze unterst&uuml;tzt, muss sich auch f&uuml;r deren Dynamiken interessieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h09\">UN-Generalsekret&auml;r fordert Sanktionsaufhebung wegen Corona &ndash; Ausw&auml;rtiges Amt gibt sich unwissend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h10\">Besch&auml;ftigte kampfbereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h11\">&Ouml;GB-Stemmer: &bdquo;Beitrag von Superreichen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h12\">Bundeswehr plant trotz Corona gro&szlig;e &Uuml;bungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h13\">Corona-Folgen: In Italien zerf&auml;llt das soziale Leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h14\">Die Verd&auml;chtigungskampagne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h15\">Trump will Einwanderung in USA erstmals komplett aussetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h16\">Brasilien: Bolsorano-Unterst&uuml;tzer fordern Milit&auml;rputsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h17\">&ldquo;Nationale Notstandsregierung&rdquo; in Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60385#h18\">Sch&ouml;ne neue Corona-Welt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hohe Zahl an Corona-Infizierten Bayerns fatale Liebe zum Starkbier<\/strong><br>\nAcht der zehn Landkreise mit den meisten Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner liegen in Bayern. Entscheidend daf&uuml;r waren wohl auch Starkbierfeste. Hat Ministerpr&auml;sident S&ouml;der nicht z&uuml;gig genug reagiert?<br>\nEs war eine Party, die viele Feiernde wohl so schnell nicht vergessen werden: Die Menschenmenge tobte an jenem Abend des 7. M&auml;rz beim Rosenheimer Starkbierfest in der Inntalhalle. Viele meist junge Besucher standen auf den Bierb&auml;nken oder in der N&auml;he der B&uuml;hne, sie tanzten, gr&ouml;lten und waren teils eng umschlungen. Eine Coverband spielte bekannte Hits. So zeigen es noch heute Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken.<br>\nDie Party fiel in eine Phase der Unsicherheit. Das Coronavirus hatte anderswo l&auml;ngst seinen Schrecken verbreitet, doch noch gab es in Deutschland keine Klarheit, wie man mit der Bedrohung stringent umgehen sollte. Die Leipziger Buchmesse etwa war abgesagt worden, doch der Fu&szlig;ballverein der Stadt spielte noch Tage sp&auml;ter vor Publikum in der Champions League gegen Tottenham.<br>\nAuch im beschaulichen S&uuml;dostoberbayern war die Welt zu jenem Zeitpunkt l&auml;ngst nicht mehr in Ordnung. Veranstalter sagten Info-Nachmittage und selbst ein kleineres Konzert mit Musik der Renaissance vorsichtshalber ab. Andere strichen Job- oder Wirtschaftsmessen &ndash; trotz enormer Kosten. Doch ein Starkbierfest absagen? Das hat schlie&szlig;lich Tradition. Bereits am Abend der Er&ouml;ffnung am 6. M&auml;rz kochte die Stimmung in der Halle hoch, ein &ldquo;Stage Diver&rdquo; sprang in die Menschentraube vor der B&uuml;hne. &ldquo;Vollgas! Was f&uuml;r eine Party&rdquo;, schrieb eine Band und freute sich &uuml;ber ihren Auftritt vor 1500 Zuschauern am Freitagabend.<br>\nNach drei Tagen wurde das Starkbierfest dann doch abgebrochen &ndash; wegen der Corona-Pandemie. Drei Tage zu sp&auml;t? Manche in der Region vermuten seit Wochen, dass die Treue zum Starkbier fatale Folgen f&uuml;r Rosenheim und das Umland hatte. Trug das Starkbierfest dazu bei, Rosenheim in einen der gr&ouml;&szlig;ten Corona-Hotspots der Republik zu verwandeln?<br>\nZahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) werfen jedenfalls Fragen auf: Sowohl die Stadt als auch als der Landkreis Rosenheim geh&ouml;ren den RKI-Zahlen zufolge zu den zehn kreisfreien St&auml;dten und Landkreisen mit den pro Kopf bundesweit meisten gemeldeten Corona-Infizierten.<br>\nVor dem Landkreis Rosenheim liegen in dem traurigen Ranking deutschlandweit nur drei andere bayerische Regionen. In allen drei haben nach Angaben von Beh&ouml;rden oder Virologen ein oder mitunter mehrere Starkbierfeste mutma&szlig;lich eine wichtige Rolle gespielt, dass die Seuche dort so massiv um sich greifen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/corona-krise-in-bayern-die-fatale-liebe-zum-starkbier-a-b400b534-3f22-4de9-8549-1f657f502e97\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der mitverantwortliche Markus S&ouml;der sollte aufh&ouml;ren, die Schuld auf andere zu schieben. Und am besten die B&uuml;hne verlassen. Das tut er nat&uuml;rlich nicht. Aber wir tun gut daran, uns an seine Verantwortung zu erinnern. Und vor allem auch an seinen feigen Versuch, die Schuld auf Bayerns Nachbarl&auml;nder Tirol und Italien abzuschieben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kampfjets statt Masken<\/strong><br>\nBerlin treibt den milliardenschweren Kauf von Kampfjets und eine Fusion im deutschen Kriegsschiffbau voran.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Im Gespr&auml;ch mit dem Verteidigungsausschuss des Bundestags treibt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am heutigen Mittwoch die Beschaffung von Kampfjets als Ersatz f&uuml;r die alternden Tornados der Luftwaffe voran. Gekauft werden sollen 135 Flugzeuge, darunter 90 Eurofighter sowie 45 US-amerikanische F-18. Der Preis wird auf eine zweistellige Milliardensumme gesch&auml;tzt. Die F-18 sollen unter anderem im Rahmen der &ldquo;nuklearen Teilhabe&rdquo; genutzt werden, die den Transport und den Abwurf der in B&uuml;chel (Eifel) gelagerten US-Atombomben durch deutsche Bomber vorsieht. Parallel zu dem milliardenschweren Kauf treibt die Bundesregierung einen Zusammenschluss der drei gro&szlig;en deutschen Kriegsschiffbauer zu einem deutschen Marinegiganten voran; er wird, sofern seine Gr&uuml;ndung gelingt, mit einem franz&ouml;sisch-italienisch gef&uuml;hrten s&uuml;deurop&auml;ischen Konsortium konkurrieren. Um die Aufr&uuml;stung zu beschleunigen, ist k&uuml;rzlich ein Gesetz verabschiedet worden, das EU-weite Ausschreibungen in der R&uuml;stung einschr&auml;nkt. Verschleppt hat die Bundeswehr hingegen die Beschaffung von Covid-19-Schutzausr&uuml;stung.<br>\n(&hellip;) Berlin und Paris sind dabei, ein Luftkampfsystem der n&auml;chsten Generation zu entwickeln, bei dem Kampfjets gemeinsam mit Kampfdrohnen, Drohnenschw&auml;rmen und anderem Kriegsger&auml;t operieren (german-foreign-policy.com berichtete)&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8251\/\"> German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zuschl&auml;ge f&uuml;r Krankenhauspersonal statt Anschaffung von US-Atombombern<\/strong><br>\nPressemitteilung von Sevim Dagdelen,<br>\n&bdquo;DIE LINKE erteilt der Anschaffung neuer Kampfjets f&uuml;r die Bundeswehr eine klare Absage. Es ist unverantwortlich von der Bundesregierung, jetzt neue US-Atombomber vom Typ F-18 oder Eurofighter bestellen zu wollen. Gerade mit Blick auf die Corona-Krise braucht es endlich deutliche Zuschl&auml;ge f&uuml;r die Millionen Besch&auml;ftigten in der Pflege und in den Krankenh&auml;usern in H&ouml;he von 500 Euro monatlich mehr pro Besch&auml;ftigtem statt Milliardenauftr&auml;ge f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie in den USA und in Deutschland&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Au&szlig;enpolitikexpertin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Ausw&auml;rtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung ist au&szlig;enpolitisch vollkommen unglaubw&uuml;rdig, wenn sie auf internationaler B&uuml;hne die atomare Abr&uuml;stung beschw&ouml;rt, gleichzeitig klammheimlich den Kauf von atomwaffentauglichen US-Kampfjets vom Typ F-18 f&uuml;r die Bundeswehr einf&auml;delt. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer muss gegen&uuml;ber den Abgeordneten des Deutschen Bundestages umgehend offenlegen, welche Zusagen sie im Windschatten der Corona-Krise f&uuml;r den R&uuml;stungsdeal in Washington gemacht hat. Die Missachtung des Parlaments muss Konsequenzen haben. Bereits get&auml;tigte Bestellungen m&uuml;ssen storniert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zuschlaege-fuer-krankenhauspersonal-statt-anschaffung-von-us-atombombern\/\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Ein bisschen Zwang muss sein&rdquo;: Freiheit nur gegen Corona-App?<\/strong><br>\n(&hellip;) Noch wird in Europa bei der Entwicklung einer App, die im Rahmen des &ldquo;Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing&rdquo;-Projekts (PEPP-PT) entwickelt wird, betont, dass die Menschen sie freiwillig installieren und eben auch benutzen. In der Vorstellung der Regierungen sollen die Apps l&auml;nder&uuml;bergreifend angewandt werden, um Infektionsketten zu verfolgen und gezielt dagegen vorgehen zu k&ouml;nnen.<br>\nDemnach w&uuml;rde jedes Smartphone wie eine Art Funkturm funktionieren, das sich mit anderen Handys &uuml;ber Bluetooth austauscht. Jedes Handy generiert mit der App eine Identifikationsnummer, so dass diese Nummern jeweils f&uuml;r den Zeitraum der Inkubationszeit des Corona-Virus (zwei Wochen) gespeichert werden. Konkret bedeutet das, dass das Smartphone einer Person s&auml;mtliche ID-Nummern von anderen Handys abspeichert, die a) n&auml;her als zwei Meter und b) sich l&auml;nger als 15 Minuten in diesem Radius befanden&hellip;<br>\n(&hellip;) Notfalls werden die Menschen eben dazu gezwungen werden m&uuml;ssen, diese App auch zu installieren und zu benutzen.<br>\nAm einfachsten l&auml;sst sich dieser Zwang durchsetzen, indem die App &ndash; oder deren Funktionen &ndash; still und heimlich &uuml;ber Updates oder als Zusatzfunktionen bereits bestehender Apps installiert werden&hellip;.<br>\nEine andere Art der &ldquo;&Uuml;berzeugung&rdquo; w&auml;re eine Art Belohnungssystem, wonach Benutzer der Corona-App beispielsweise in die beh&ouml;rdlich geschlossenen Fitnessstudios gehen d&uuml;rften&hellip;.<br>\n(&hellip;) Doch der Chaos Computer Club Schweiz h&auml;lt nicht viel von solch einer Entwicklung und warnt vor einer &ldquo;Exklusion bei der gesellschaftlichen Teilhabe&rdquo;. Auch Edward Snowden, einer der wohl ber&uuml;hmtesten Whistleblower der Welt, sieht die gegenw&auml;rtige Entwicklung mit gr&ouml;&szlig;ter Sorge.<br>\nWas da unter dem Deckmantel der Corona-Krise aufgebaut wird, &ldquo;ist die Architektur der Unterdr&uuml;ckung&rdquo;, ist sich der ehemalige Analyst des gr&ouml;&szlig;ten Geheimdienstes NSA sicher&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/101101-bisschen-zwang-muss-sein-freiheit-corona-app\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Den Tracing-App-Entwicklern laufen die Partner weg<\/strong><br>\nDie Basis f&uuml;r das europ&auml;ische Contact Tracing wankt. Mehrere namhafte Institutionen haben das Projekt Pepp-PT verlassen. Wie Forscher in aller Welt bef&uuml;rchten sie einen mangelhaften Schutz der Privatsph&auml;re. [&hellip;]<br>\nBoos selbst sagte, er favorisiere f&uuml;r eine deutsche Tracing-App eine L&ouml;sung mit zentralem Server. Eine am Samstag ver&ouml;ffentlichte Dokumentation f&uuml;r eine m&ouml;gliche Implementierung von Pepp-PT entspricht ebenfalls dem zentralen Modell &ndash; die DP-3T-Entwickler halten es f&uuml;r gef&auml;hrlich und anf&auml;llig f&uuml;r &ldquo;systematischen Missbrauch&rdquo; und einen heimlichen Ausbau.<br>\nAuch von au&szlig;erhalb des Konsortiums regt sich Kritik an Pepp-PT. Am Montag ver&ouml;ffentlichten rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt einen offenen Brief &ldquo;an alle L&auml;nder&rdquo;, in dem sie unter anderem darauf dr&auml;ngen, auf Systeme zu setzen, die &ouml;ffentlich &uuml;berpr&uuml;ft werden k&ouml;nnen und die Privatsph&auml;re durch Design zu gew&auml;hrleisten &ndash; und nicht nur durch Vertrauen in die jeweiligen Betreiber.<br>\nDer Brief liest sich in weiten Teilen wie indirekte Kritik am aktuellen Kurs von Pepp-PT: &ldquo;Wo es verschiedene Optionen gibt, eine gewisse Funktion oder Komponente der App zu implementieren, muss diejenige gew&auml;hlt werden, mit der die Privatsph&auml;re am besten gesch&uuml;tzt wird.&rdquo; Aus Deutschland haben 55 Forscherinnen und Forscher aus mehr als zwei Dutzend Einrichtungen unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/pepp-pt-in-corona-krise-den-tracing-app-entwicklern-laufen-die-partner-weg-a-017f50eb-c1e2-4097-8182-53708ca6db59\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Chaos Computer Club findet Schwachstellen in &ldquo;Corona-Datenspende&rdquo;<\/strong><br>\nDas Robert Koch-Institut bittet die Tr&auml;ger von Wearables, ihm Fitnessdaten zu &uuml;bermitteln. Der Chaos Computer Club hat die zugeh&ouml;rige &ldquo;Datenspende&rdquo;-App untersucht &ndash; und dabei einige Probleme entdeckt. (&hellip;)<br>\nDarin weist der CCC auf einige teils grunds&auml;tzliche Probleme der App hin, sein Fazit f&auml;llt wenig schmeichelhaft aus. Die identifizierten Schwachstellen und daraus resultierenden Risiken seien &ldquo;auf Dauer nicht tragbar&rdquo;, hei&szlig;t es im Bericht von Martin Tschirsich, Patrick J&auml;ger und Andr&eacute; Zilch. An mehreren Stellen passe die Datenschutzerkl&auml;rung nicht zum tats&auml;chlichen Vorgehen. (&hellip;)<br>\nEin weiteres Problem, das die Hacker identifizierten: Der direkte Zugriff des Instituts-Servers auf Fitnessdaten wird bislang auch dann nicht automatisch beendet, wenn die &ldquo;Corona-Datenspende&rdquo;-App deinstalliert wird.<br>\nSchlecht gesch&uuml;tzt ist dem CCC zufolge au&szlig;erdem die Verkn&uuml;pfung der App mit Fitnesstrackern: Die Zugangsdaten eines Trackers k&ouml;nnen hierbei von Angreifern mittels sogenannter Man-in-the-Middle-Attacken ausgelesen werden, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/corona-datenspende-chaos-computer-club-findet-schwachstellen-in-app-a-8d19fc6d-7138-4283-a62d-420c93f5743b\">SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>28,000 Missing Deaths:Tracking the True Toll of the Coronavirus Crisis<\/strong><br>\nAt least 28,000 more people have died during the coronavirus pandemic over the last month than the official Covid-19 death counts report, a review of mortality data in 11 countries shows &mdash; providing a clearer, if still incomplete, picture of the toll of the crisis.<br>\nIn the last month, far more people died in these countries than in previous years, The New York Times found. The totals include deaths from Covid-19 as well as those from other causes, likely including people who could not be treated as hospitals became overwhelmed.\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200422_hdt-h1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200422_hdt-h1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/interactive\/2020\/04\/21\/world\/coronavirus-missing-deaths.html\">New York Times<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Deaths registered weekly in England and Wales,<\/strong><br>\nprovisional deaths registered weekly in England and Wales, provisional: week ending 10 April 2020<br>\nProvisional counts of the number of deaths registered in England and Wales, including deaths involving the coronavirus (COVID-19), by age, sex and region, in the latest weeks for which data are available.<\/p>\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200422_hdt-h2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/200422_hdt-h2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ons.gov.uk\/peoplepopulationandcommunity\/birthsdeathsandmarriages\/deaths\/bulletins\/deathsregisteredweeklyinenglandandwalesprovisional\/weekending10april2020\">ONS<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Monsieur Macron, die Deutschen und Europa<\/strong><br>\n(&hellip;) Es ist leider sehr selten, dass ein Spitzenpolitiker in einem Interview entscheidende internationale &ouml;konomische Zusammenh&auml;nge anspricht, die er offensichtlich verstanden hat und mit gro&szlig;em Engagement verteidigt. Aber hier ist ein Bespiel daf&uuml;r, dass es m&ouml;glich ist: Der franz&ouml;sischen Pr&auml;sident hat in einem bemerkenswerten 20-min&uuml;tigem Interview mit der Financial Times (als Video frei zug&auml;nglich und mit englischen Untertiteln versehen) die Diplomatie vergessen und Tacheles geredet.<br>\n(&hellip;) Man kann den Menschen, ganz besonders innerhalb Europas und in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion nicht jahrzehntelang erz&auml;hlen, der Nationalstaat sei &uuml;berwunden, die Grenz&ouml;ffnung sei alternativlos und f&uuml;r alle Zeiten vollkommen sicher, um in einer Krise reflexartig und &uuml;ber Nacht auf die alten Denk- und Handlungsmuster zur&uuml;ckzufallen, die Schlagb&auml;ume herunterzulassen und Betonsperren zu errichten&hellip;<br>\n(&hellip;) er sagt deutlich, dass es nicht fair ist, wenn die Mitglieder der W&auml;hrungsunion, die in gr&ouml;&szlig;eren Schwierigkeiten stecken, auch noch h&ouml;here Zinsen bezahlen sollen.<br>\nDas ist in der Tat in einer W&auml;hrungsunion durch nichts zu rechtfertigen. Wie in jedem anderen Land der Welt, das eine eigene W&auml;hrung hat, ist es die Aufgabe der Notenbank, daf&uuml;r zu sorgen, dass es nicht zu Spekulationen gegen die eigene W&auml;hrung oder gegen Papiere, die in der eigenen W&auml;hrung ausgestellt sind, kommt&hellip;<br>\n(&hellip;) Mit der W&auml;hrungsordnung, das war die Grundidee, w&uuml;rde sich der europ&auml;ische Wettbewerb auf den M&auml;rkten f&uuml;r G&uuml;ter und Dienstleistungen dem Wettbewerb auf den Binnenm&auml;rkten ann&auml;hern, also nur noch ein Wettbewerb von Unternehmen gegen Unternehmen, aber nicht mehr von Staaten gegen andere Staaten sein. Doch genau gegen diese Grundidee verstie&szlig; das deutsche Lohndumping, das dem niederl&auml;ndischen abgeschaut war&hellip; und dem sich auch &Ouml;sterreich anschloss. Mit der Agenda 2010 und der Hartz IV-Gesetzgebung wurde einem funktionierenden Europa und einer funktionierenden EWU der Todessto&szlig; versetzt.<br>\n(&hellip;) Die Krise, das ist faszinierend zu sehen, schiebt die ungel&ouml;sten Probleme Europas in ungeheurer Geschwindigkeit und in allergr&ouml;&szlig;ter Klarheit in den Mittelpunkt der Diskussion. Die deutsche Hinhaltetaktik, das Hickhack um Coronabonds, das sich die Finanzminister geliefert haben, ist l&auml;cherlich angesichts der Dimension und der Dringlichkeit der offenen Fragen. Wer jetzt nicht mit dem kritischen Nachdenken &uuml;ber seine eigene Position in und zu Europa beginnt, kann es sich vermutlich ganz sparen, weil der europ&auml;ische Gedanke und eine europ&auml;ische Zukunft schneller verschwinden als das Corona-Virus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/monsieur-macron-die-deutschen-und-europa\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trucker aus Osteuropa: Es geht ums &Uuml;berleben<\/strong><br>\nEin stilles Heer von Polen, Bulgaren, Wei&szlig;russen sorgt auch w&auml;hrend der Coronakrise daf&uuml;r, dass der Fluss der Waren nicht abrei&szlig;t. Vielen von ihnen werden Sozialstandards und faire Bezahlung vorenthalten.<br>\nAuftr&auml;ge f&uuml;r Spediteure drastisch eingebrochen<br>\n(&hellip;) In normalen Zeiten, so geht aus offiziellen Statistiken hervor, sind rund vier von zehn Lkw auf den mautpflichtigen Stra&szlig;en Deutschlands in Osteuropa zugelassen. Aber in diesen Tagen ist nichts normal. Die Covid-19-Pandemie hat weite Teile der Wirtschaft zum Stillstand gebracht, auch die Auftr&auml;ge f&uuml;r Spediteure und Frachtlogistiker sind drastisch eingebrochen&hellip;<br>\nIn Bulgarien liegt der Mindestlohn bei rund 280 Euro im Monat<br>\n&bdquo;Das System ist darauf angelegt, Arbeitnehmerrecht zu brechen&ldquo;, sagt Michael Wahl, der f&uuml;r das Beratungsprojekt &bdquo;Faire Mobilit&auml;t&ldquo; arbeitet, eine Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)&hellip; Die Situation ist eindeutig, der Arbeitnehmer ist nur in Deutschland besch&auml;ftigt. Der Subunternehmer bringt ihn f&uuml;r die Arbeit hierher.&ldquo; Wie er es sieht, m&uuml;sste der polnische Fahrer damit Anspruch auf den deutschen Mindestlohn haben.<br>\nAber die Realit&auml;t sieht anders aus. In aller Regel erhalten die Osteurop&auml;er nur den Mindestlohn ihres Heimatlandes, in Polen rund 570 Euro im Monat, in Bulgarien 280 Euro. Der wird jeweils aufgestockt mit Spesen, die eigentlich f&uuml;r die Verpflegung der Fahrer unterwegs gedacht sind. Wahl sagt: &bdquo;Das ist das Normale. Es gibt keine Chance auf fair bezahlte Arbeit f&uuml;r diese Menschen.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Trucker zum Dumpinglohn<br>\nNach Einsch&auml;tzung von Branchenexperten ist es kaum m&ouml;glich, unter einem Preis von 1,25 Euro pro Kilometer kostendeckend zu fahren und die Fahrer anst&auml;ndig zu bezahlen. Aber die Preise liegen mitunter um 80 Cent. Und jetzt, in Zeiten von Covid-19, spitzt sich der Preiskampf auf den Autobahnen weiter zu: Auf den Frachtb&ouml;rsen sind die Tarife bis auf 51 Cent heruntergegangen.<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen dieses Sozialdumping schnellstens bek&auml;mpfen&ldquo;, sagt Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands G&uuml;terkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL). &bdquo;Damit wir nach der Krise eine Situation haben, in der der deutsche Mittelstand weiterbestehen kann.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/fuer-osteuropaeische-trucker-geht-es-um-die-schiere-existenz-li.81579\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona-Krise: 14 Prozent in Kurzarbeit<\/strong><br>\n40 Prozent k&ouml;nnen finanziell maximal drei Monate durchhalten &ndash; Pandemie vergr&ouml;&szlig;ert Ungleichheiten<br>\nDie Corona-Krise in Deutschland macht sehr deutlich, wie unterschiedlich Besch&auml;ftigte in beruflich und wirtschaftlich schwierigen Situationen abgesichert sind oder auf unterst&uuml;tzende Regeln vertrauen k&ouml;nnen. Das gilt beispielsweise bei der H&ouml;he des Kurzarbeitergeldes oder der Organisation von mobiler Arbeit und Homeoffice. Durch die Pandemie k&ouml;nnen sich bestehende Ungleichheiten am deutschen Arbeitsmarkt versch&auml;rfen &ndash; etwa zwischen h&ouml;her und niedriger bezahlten Besch&auml;ftigtengruppen, aber auch zwischen den Geschlechtern. Generell sind Besch&auml;ftigte mit niedrigeren Einkommen, in Betrieben ohne Tarifvertrag oder Betriebsrat sowie Frauen derzeit &uuml;berproportional belastet. Das zeigen erste Ergebnisse einer neuen Online-Befragung, f&uuml;r die im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung 7.677 Erwerbst&auml;tige interviewt wurden. Die von Kantar Deutschland durchgef&uuml;hrte Befragung bildet die Erwerbspersonen in Deutschland im Hinblick auf die Merkmale Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland repr&auml;sentativ ab. 94 Prozent der Befragten unterst&uuml;tzen die Forderung nach besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen f&uuml;r Besch&auml;ftigte in &bdquo;systemrelevanten&ldquo; Berufen wie Pflege oder Einzelhandel. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-23098.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zynisch k&ouml;nnte hinzugef&uuml;gt werden: Maximal 3 Monate &ndash; da haben die Landesregierungen sogar noch Zeit, die getroffenen Ma&szlig;nahmen zumindest zeitlich noch auszuweiten. Und Kanzlerin Merkel braucht also vorerst keine weiteren &ldquo;&Ouml;ffnungsdiskussionsorgien&rdquo; bef&uuml;rchten &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer Milit&auml;reins&auml;tze unterst&uuml;tzt, muss sich auch f&uuml;r deren Dynamiken interessieren<\/strong><br>\nKonkrete Fragen zu den Forderungen von Afrique-Europe-Interact an die Bundesregierung<br>\nDrohende Ausweitung der Bundeswehr-Eins&auml;tze in Mali<br>\nBereits im November 2019 hatte die deutsche Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer f&uuml;r das Fr&uuml;hjahr 2020 eine Debatte &uuml;ber eine Ausweitung der Bundeswehr-Eins&auml;tze in Mali und den umliegenden Staaten angek&uuml;ndigt. Tats&auml;chlich steht sp&auml;testens im Mai die Verl&auml;ngerung der Mandate f&uuml;r die Beteiligung an der EU-gef&uuml;hrten EU-Trainingsmission EUTM Mali und der UN-gef&uuml;hrten Mission MINUSMA im Bundestag an. Dazwischen hat v.a. Frankreich, das im Rahmen seiner unilateralen Operation Barkhane allein im November 2019 13 Soldaten beim Absturz zweier Hubschrauber in Mali verloren hatte, den Druck auf seine europ&auml;ischen &bdquo;Partner&ldquo; erh&ouml;ht, ihr milit&auml;risches Engagement in der Region zu verst&auml;rken. Am 23. M&auml;rz hat dann die Europ&auml;ische Union ihr Mandat f&uuml;r den EUTM-Einsatz um ganze vier Jahre verl&auml;ngert und r&auml;umlich wie inhaltlich erweitert. Deutschland ist sowohl am EUTM-Einsatz, wie auch an der Mission MINUSMA in zentraler Funktion beteiligt. Die aktuelle Mandatsobergrenze f&uuml;r die Beteiligung der Bundeswehr an EUTM betr&auml;gt 350 bei einem aktuellen Gesamtumfang von 745. Bei MINSUSMA k&ouml;nnen aktuell bei einem Gesamtumfang von nahezu 14.000 Kr&auml;ften bis zu 1.100 Soldat*innen der Bundeswehr eingesetzt werden, die mit sog. &bdquo;Hochwertf&auml;higkeiten&ldquo; &ndash; strategischem und taktischem Lufttransport, Aufkl&auml;rung u.a. mithilfe von Heron-I-Drohnen und in der Vergangenheit auch Kampfhubschraubern &ndash; ein R&uuml;ckgrat der Mission stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2020\/04\/20\/wer-militaereinsaetze-unterstuetzt-muss-sich-auch-fuer-deren-dynamiken-interessieren\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>UN-Generalsekret&auml;r fordert Sanktionsaufhebung wegen Corona &ndash; Ausw&auml;rtiges Amt gibt sich unwissend<\/strong><br>\nUN-Generalsekret&auml;r Guterres sowie UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet haben mehrfach an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, im Zuge der Corona-Krise die Sanktionen aufzuheben. RT fragte auf der BPK, ob die Bundesregierung dieses Ansinnen unterst&uuml;tzt.<br>\nIch bef&uuml;rworte die Aufhebung der Sanktionen, die gegen L&auml;nder verh&auml;ngt wurden, um den Zugang zu Nahrungsmitteln, lebensnotwendigen Gesundheitsg&uuml;tern und medizinischer Unterst&uuml;tzung im Rahmen von COVID-19 zu gew&auml;hrleisten. Dies ist die Zeit der Solidarit&auml;t, nicht der Ausgrenzung. Denken wir daran, dass wir nur so stark sind wie das schw&auml;chste Gesundheitssystem in unserer vernetzten Welt&rdquo;, so UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres am 24. M&auml;rz in einem Brief an die G20.<br>\nZeitgleich appellierte auch die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet f&uuml;r die Aufhebung oder zumindest Verminderung von Sanktionen angesichts der Corona-Krise.<br>\nAuf die Frage von RT Deutsch-Redakteur Florian Warweg auf der aktuellen Bundespressekonferenz, ob die Bundesregierung den Aufruf des UN-Generalsekret&auml;rs und der Hohen Kommissarin f&uuml;r Menschenrechte der Vereinten Nationen zur Aufhebung der Sanktionen teilt, kam vom Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes, Christofer Burger, die erstaunliche Antwort:<br>\nIch kenne diese Forderung, weltweit Sanktionen aufzuheben, ehrlich gesagt, in erster Linie als Position der russischen Regierung. Aus unserer Sicht werden Sanktionen ja nirgends auf der Welt als Selbstzweck eingesetzt.<br>\nDer Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes leugnete in Folge sowohl Kenntnis von dem Brief des UN-Generalsekret&auml;rs an die G20, dessen Mitglied die Bundesrepublik seit &uuml;ber 20 Jahren ist, als auch bez&uuml;glich des Aufrufs der UN-Menschenrechtskommissarin zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/101375-un-generalsekretar-fordert-sanktions-aufhebung-aussenamt-weiss-von-nichts\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Auf der BPK bekommt man halt immer eine qualifizierte Antwort auf seine Fragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigte kampfbereit<\/strong><br>\nIG Metall beschlie&szlig;t unbefristeten Streik beim Maschinenbauer Voith in Sonthofen im Allg&auml;u &ndash; der will Werk dichtmachen<br>\nDas Signal ist klar: Streik, unbefristet. Der Bundesvorstand der IG Metall in Frankfurt am Main beschloss am Montag nachmittag, dass nach der Urabstimmung der Belegschaft die Arbeit beim Maschinenbauer Voith in Sonthofen im Oberallg&auml;u niedergelegt werden soll. &raquo;Streikbeginn ist im Verlauf dieser Woche&laquo;, best&auml;tigte Pressesprecher Timo G&uuml;nther von der IG Metall Bayern am Dienstag im jW-Gespr&auml;ch. Bis dahin soll aber noch die T&uuml;r f&uuml;r Verhandlungen mit der Konzernspitze einen Spaltbreit offengehalten werden, so G&uuml;nther.<br>\n(&hellip;) Nur: Wie soll der Streik ablaufen? &raquo;Coronakonform&laquo;, sagte G&uuml;nther. Das hei&szlig;t? &raquo;Es wird keine gro&szlig;en Streikversammlungen, keine Demonstrationen vor dem Werksgel&auml;nde geben.&laquo; Streikposten indes schon, &raquo;damit niemand raus noch rein kann&laquo;, so G&uuml;nther. Die Kommunikation laufe &uuml;ber virtuelle Kan&auml;le &ndash; oder klassisch &uuml;ber Telefonketten. &raquo;Die Besch&auml;ftigten und wir als IG Metall in Bayern sind absolut optimistisch, dass wir den Streik konsequent durchziehen k&ouml;nnen.&laquo; Das bedeutet konkret? &raquo;Wir sind vor Ort stark genug, um das Werk komplett stillzulegen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/376911.gewerkschaftskampf-in-der-brd-besch%C3%A4ftigte-kampfbereit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;GB-Stemmer: &bdquo;Beitrag von Superreichen&ldquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;GB schl&auml;gt zur Finanzierung der milliardenschweren Coronavirus-Hilfe die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer vor. Die Superreichen sollten einen Beitrag zu Krise beisteuern, fordert &Ouml;GB-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer. (&hellip;)<br>\nIn Zeiten wie jetzt m&uuml;sse der Sozialstaat ausgebaut werden, betont Stemmer. Es sei nun besonders wichtig, in &Ouml;sterreich einen funktionierenden Sozialstaat zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/vorarlberg.orf.at\/stories\/3044684\/\">ORF.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch Deutschland braucht einen funktionierenden Sozialstaat, der durch die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer mitfinanziert werden k&ouml;nnte. Erinnert sei an diesen Beitrag von 2009: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4084\">Bei so genannten Wirtschaftsexperten f&auml;llt der Groschen &ndash; DIW f&uuml;r Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59792#h07\">SPD-Chefin Esken fordert Sonderabgabe auf Verm&ouml;gen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehr plant trotz Corona gro&szlig;e &Uuml;bungen<\/strong><br>\nIn ganz Deutschland gelten weiterhin strikte Ausgangsbeschr&auml;nkungen und ein Mindestabstand von mindestens eineinhalb Metern. Restaurants d&uuml;rfen gar nicht &ouml;ffnen, Gesch&auml;fte nur dann, wenn Hygieneregeln eingehalten werden. W&auml;hrenddessen scheinen sich einige St&uuml;tzpunkte der Bundeswehr in Mitteldeutschland wieder auf den Normalbetrieb einzustellen. Eine &Uuml;bung in der Altmark mit mehr als 1.000 Soldaten zum Beispiel soll trotz Corona-Pandemie wie geplant stattfinden.<br>\nWer in diesen Zeiten davon spricht, eine Veranstaltung mit 1.600 Personen durchzuf&uuml;hren, den halten einige Menschen vielleicht f&uuml;r verr&uuml;ckt. Doch in der Altmark in Sachsen-Anhalt soll genau das passieren. Die Bundeswehr plant f&uuml;r kommenden Montag eine &Uuml;bung mit rund 1.600 Soldatinnen und Soldaten. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Demnach sollen rund 820 Angeh&ouml;rige eines Panzerbatallions aus Bayern am Montag in der Altmark eintreffen. Hinzu kommen etwa 800 Soldaten, die in Sachsen-Anhalt leben &ndash; dann soll gemeinsam trainiert werden. (&hellip;)<br>\nNach MZ-Informationen soll die Leitung des &Uuml;bungszentrums im Altmarkkreis Salzwedel eine Verschiebung dieser &Uuml;bung vorgeschlagen haben. Aus Sorge vor Ansteckungen mit dem Coronavirus h&auml;tte die &Uuml;bung dann Anfang Juni stattfinden sollen. Die F&uuml;hrungsspitze des Heeres habe das aber nicht genehmigt, hei&szlig;t es in der Zeitung. Ein Sprecher des &Uuml;bungszentrums sagte, man habe noch keine Absage. M&ouml;glicherweise gebe es eine neue Entscheidung im Laufe des Freitags.<br>\nKritik an der &Uuml;bung kommt aus der Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt. Landtagsvizepr&auml;sident, Wulf Gallert, fordert eine Absage der &Uuml;bung. Sie sei angesichts der &uuml;berall geltenden Corona-Kontaktbeschr&auml;nkungen ein Unding.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/panorama\/corona-bundeswehr-normalbetrieb-100.html\">mdr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Corona-Folgen: In Italien zerf&auml;llt das soziale Leben<\/strong><br>\nDie Angst vor dem finanziellen Ruin l&auml;sst die Italiener verzweifeln. Lange Schlangen bilden sich vor Pfandleihh&auml;usern. Denunziationen nehmen zu.<br>\nPaduaNoch vor wenigen Wochen gingen romantische Bilder um die Welt: Italiener stehen auf ihren Balkonen, singen und musizieren gemeinsam. Doch diese Zeit scheint vorbei. Gewalt und Denunziation w&uuml;rden zunehmen. Die Sorge um den finanziellen Ruin sei gro&szlig;. Die sich zuspitzende Lage beschreibt Valentina Saini, Italien-Korrespondentin des in Br&uuml;ssel erscheinenden Magazins , in einer Reportage.<br>\n(&hellip;) Die Nerven liegen bei vielen Italienern blank. Nach einer Umfrage des Piepoli-Instituts und des italienischen Psychologenverbandes f&uuml;hlten sich acht von zehn Italienern wegen der Abriegelung gestresst. Ein Grund seien haupts&auml;chlich finanzielle Sorgen und Existenz&auml;ngste. Italienische Lokalzeitungen berichten von langen Schlangen vor Pfandleihh&auml;usern. Um sich Lebensmittel kaufen zu k&ouml;nnen, tauschen die Menschen ihren Schmuck und Uhren.<br>\n(&hellip;) Die Corona-Krise hat das soziale Miteinander stark ver&auml;ndert. Die Quarant&auml;ne habe seit Langem bestehende soziale Probleme in Italien versch&auml;rft: h&auml;usliche Gewalt nehme zu, die Gef&auml;ngnisse seien &uuml;berf&uuml;llt. Zwar w&uuml;rden die meisten Menschen recht gut mit der Situation umgehen, sagt Psychologin und Psychotherapeutin Serena Valorzi dem Observer. Aber: &bdquo;Es ist viel schwieriger, einen klaren Kopf und Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen zu haben, wenn unangenehme Emotionen wie Wut, Traurigkeit oder Angst vorherrschen und wenn tiefe emotionale Bed&uuml;rfnisse wie Freiheit und Sicherheit nicht erf&uuml;llt werden&ldquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/corona-folgen-in-italien-zerfaellt-das-soziale-leben-li.81701?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub%20Von%20meinem%20iPhone%20gesendet\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Verd&auml;chtigungskampagne<\/strong><br>\nBerlin schlie&szlig;t sich den US-Unterstellungen gegen China zum Ausbruch der Covid-19-Pandemie an.<br>\nBerlin (Eigener Bericht) &ndash; Die Bundesregierung schlie&szlig;t sich der US-Verd&auml;chtigungskampagne gegen China bez&uuml;glich des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie an. US-Pr&auml;sident Donald Trump hatte am Wochenende ge&auml;u&szlig;ert, sollte die Volksrepublik &ldquo;wissentlich verantwortlich&rdquo; f&uuml;r die Ausbreitung der Pandemie sein, m&uuml;sse es &ldquo;Konsequenzen&rdquo; geben. Gleichzeitig streut Washington gezielt Ger&uuml;chte, das Virus k&ouml;nne in einem chinesischen Labor entstanden sein. W&auml;hrend Wissenschaftler den Verd&auml;chtigungen entschieden widersprechen, erkl&auml;rt Au&szlig;enminister Heiko Maas, er wolle &ldquo;nicht ausschlie&szlig;en&rdquo;, dass sich die WHO mit den Vorw&uuml;rfen zu befassen habe. Am gestrigen Montag forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel Beijing zu &ldquo;Transparenz&rdquo; in der Sache auf. Hochrangige deutsche Milit&auml;rs fordern in j&uuml;ngster Zeit, die EU m&uuml;sse &ldquo;eine gemeinsame politisch-strategische Antwort&rdquo; auf Chinas Erstarken finden; Beijing gewinne in der Coronakrise erheblich an Einfluss. In Italien stuft mittlerweile laut einer aktuellen Umfrage mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung China als &ldquo;Freund&rdquo; ein, fast die H&auml;lfte hingegen Deutschland als &ldquo;Feind&rdquo;.<br>\nGezielte Ger&uuml;chte<br>\n&hellip; Sp&auml;testens seit der L&uuml;ge &uuml;ber angebliche irakische Massenvernichtungswaffen muss ein solcher Hinweis als Drohung aufgefasst werden, bei Bedarf eine Legitimation f&uuml;r neue Aggressionen zu schaffen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8250\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: BILD attackiert China<\/strong><br>\nVorl&auml;ufiger H&ouml;hepunkt einer Kampagne &ndash; Feindbildpflege als journalistisches Kerngesch&auml;ft &ndash; Ein Kommentar<br>\n&ldquo;Was China uns jetzt schon schuldet&rdquo; &ndash; mit diesem Aufrei&szlig;er zieht Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Tageszeitung wieder einmal gegen China zu Felde und verlangt in detaillierter &ldquo;Rechnung&rdquo; das, was die Corona-Pandemie &ldquo;uns&rdquo; kostet, von der Volksrepublik in Heller und Euro zur&uuml;ck.<br>\nDie chinesische Botschaft weist die Vorw&uuml;rfe in einem Brief an den BILD-Chefredakteur Reichelt zur&uuml;ck, erkl&auml;rt, dass China die WHO fr&uuml;hzeitig informiert habe, die anderen Staaten insofern ausreichend Zeit hatten, sich vorzubereiten und wirft ihm vor, Nationalismus zu sch&uuml;ren.<br>\nReichelt legt daraufhin mit einem Brandbrief an Chinas Pr&auml;sidenten Xi Jinping nach und verbreitet ihn unter dem Titel &ldquo;Sie gef&auml;hrden die ganze Welt&rdquo; &uuml;ber YouTube mit chinesischen Untertiteln. Gro&szlig;er Applaus der hiesigen Leserschaft &ndash; Tenor: Endlich traut sich mal jemand, gegen dieses Unterdr&uuml;cker-Regime aufzustehen, Kriegstreiberei ist das Gebot der Stunde, Leute zieht euch warm an.<br>\n(&hellip;) Die deutsche Presse kann sich bei ihrem patriotischen Publikum darauf verlassen, dass es Vorbehalte gegen jedes &ldquo;Ausland&rdquo; gibt. Die Feindschaft erzeugen muss sie also nicht und k&ouml;nnte das auch nicht. Beim Feindbild aber ist sie in ihrem Metier. Sie setzt die Konjunkturen der deutschen Au&szlig;enpolitik im wahrsten Sinne des Wortes ins BILD und bietet dem Publikum Orientierung bei der Frage, welche &ldquo;Regime&rdquo; f&uuml;r &ldquo;uns&rdquo; gerade unten durch sind und welche nicht. Ob ersch&uuml;tternde Reportagen des Alltags, Berichte &uuml;ber drangsalierte Minderheiten oder korrupte und b&ouml;sartige Herrschaften &ndash; dem Weltspiegel wie der Bildzeitung sind da alle Mittel ihrer journalistischen Kunst recht, wenn es darum geht, f&uuml;r jeden Bildungsgrad auf angemessene Art und Weise nationale Stimmung zu machen.<br>\nUnd wenn irgendwann der n&auml;chste Tobias R. das alles bitter ernst nimmt und diejenigen abknallt, die er f&uuml;r Deutschlands Feinde h&auml;lt, hat Chefredakteur Reichelt schon wieder sch&ouml;ne Schlagzeilen von einem &ldquo;wirren T&auml;ter&rdquo;, &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorien&rdquo;, einem &ldquo;grotesken Manifest&rdquo; und so weiter &hellip; (Renate Dillmann)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/BILD-attackiert-China-4706074.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch Bild-Zeitung vs. China: Chefredakteur Julian Reichelt schreibt sich faktenfrei in Rage und Dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60321#h17\">Mark Esper will nicht nur Epidemie im US-Milit&auml;r vertuschen<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Trump will Einwanderung in USA erstmals komplett aussetzen<\/strong><br>\nNoch nie in ihrer Geschichte, auch nicht in restriktiveren Phasen, haben die USA beschlossen, zeitweise keine Migranten mehr ins Land zu lassen<br>\nDie Ank&uuml;ndigung kam, wie so oft bei Donald Trump, &uuml;ber Twitter. Im Lichte des Angriffs eines unsichtbaren Feindes &ndash; gemeint war das Coronavirus &ndash; und der Notwendigkeit, die Jobs &ldquo;unserer gro&szlig;artigen amerikanischen B&uuml;rger&rdquo; zu sch&uuml;tzen, werde er die Einwanderung in die USA per Exekutivorder aussetzen, schrieb der Pr&auml;sident. Es ist eine Entscheidung, f&uuml;r die es keinen Pr&auml;zedenzfall gibt. Noch nie in ihrer Geschichte, auch nicht in restriktiveren Phasen, haben die Vereinigten Staaten beschlossen, zeitweise keine Migranten mehr ins Land zu lassen&hellip;<br>\n(&hellip;) Als ein Redakteur des Onlinemagazins Politico, spezialisiert auf Insider-Informationen aus Regierung und Parlament, dort nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r einen derart drastischen Schritt fragte, bekam er zur Antwort: &ldquo;22 Millionen arbeitslose Amerikaner, und bald wom&ouml;glich noch mehr&rdquo;.<br>\n(&hellip;) Vorwurf der T&auml;uschung<br>\nDie Opposition sieht indes einen Pr&auml;sidenten am Werk, der seinen alten Abschottungsinstinkten folgt, der eine Pandemie nutzt, um seine nationalistische Agenda durchzusetzen. Einen Pr&auml;sidenten, der in einem Wahljahr fremdenfeindliche Emotionen zu sch&uuml;ren versucht und eigene Vers&auml;umnisse nachtr&auml;glich durch scheinbar entschlossenes Handeln vergessen machen m&ouml;chte. Jerry Nadler, der Demokrat aus New York, der den Justizausschuss des Abgeordnetenhauses leitet, spricht von einem leicht zu durchschauenden T&auml;uschungsman&ouml;ver. Trump versuche von seiner unbeholfenen Antwort auf Covid-19 abzulenken, indem er Migranten den Schwarzen Peter zuschiebe. Tats&auml;chlich, so Nadler, st&uuml;nden etliche dieser Migranten in vorderster Linie des Kampfes gegen die Epidemie, seien es &Auml;rzte, Krankenpfleger oder Landarbeiter.<br>\nNumbers USA, ein konservatives Netzwerk, das seit einem Vierteljahrhundert f&uuml;r eine harte Linie in der Einwanderungspolitik pl&auml;diert, spendet dem Pr&auml;sidenten dagegen Applaus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000117021439\/trump-will-einwanderung-in-usa-erstmals-komplett-aussetzen\">Der Standard<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Brasilien: Bolsorano-Unterst&uuml;tzer fordern Milit&auml;rputsch<\/strong><br>\nDer brasilianische Pr&auml;sident Jair Bolsonaro wettert seit Tagen gegen Gouverneure, die sich f&uuml;r die Eind&auml;mmung des Corona-Virus einsetzen. Fans des Ex-Milit&auml;rs sehnen einen Staatsstreich herbei &ndash; und der Pr&auml;sident beehrt die radikale Basis mit einer Stippvisite.<br>\nIm Konflikt um den richtigen Umgang mit dem Corona-Virus sind in Brasilien zahlreiche Regierungsanh&auml;nger auf die Stra&szlig;e gegangen und haben ein Eingreifen der Streitkr&auml;fte gefordert. Die Proteste am Sonntag in der Hauptstadt Bras&iacute;lia richteten sich gegen die von mehreren Provinzgouverneuren verh&auml;ngten Ausgangsbeschr&auml;nkungen und Ladenschlie&szlig;ungen zur Eind&auml;mmung der Pandemie.<br>\n&bdquo;Jeder in Brasilien muss verstehen, dass er sich dem Willen des brasilianischen Volkes zu unterwerfen hat&rdquo;, rief der rechtspopulistische Pr&auml;sident Jair Bolsonaro seinen Anh&auml;ngern von der Ladefl&auml;che eines Gel&auml;ndewagens aus zu.<br>\nDie Demonstranten schwenkten vor dem Hauptquartier der Streitkr&auml;fte brasilianische Nationalflaggen, auf einem Transparent war zu lesen: &ldquo;Milit&auml;rintervention mit Bolsonaro an der Macht&rdquo;. Sie skandierten: &ldquo;Schlie&szlig;t den Kongress&rdquo; und &ldquo;Schlie&szlig;t den Obersten Gerichtshof&rdquo;. Erreichen wollen sie damit die Reaktivierung des Dekrets AI-5, mit dem w&auml;hrend der Milit&auml;rdiktatur (1964-1985) Regimegegner und oppositionelle Abgeordnete unterdr&uuml;ckt wurden.<br>\n&bdquo;Ich bin hier, weil ich an euch glaube&rdquo;, rief Bolsonaro seinen Anh&auml;ngern zu. &ldquo;Ihr seid hier, weil ihr an Brasilien glaubt.&rdquo;&hellip;<br>\nDie Proteste und der Auftritt des Regierungschefs l&ouml;sten allerdings auch Kritik aus.<br>\n&bdquo;Der Pr&auml;sident hat den Rubikon &uuml;berschritten. Das Schicksal der brasilianischen Demokratie steht auf dem Spiel. Es ist an der Zeit, dass sich die Demokraten vereinen und ihre Meinungsverschiedenheiten &uuml;berwinden, im Namen der Freiheit&rdquo;, schrieb der Vorsitzende der Anwaltskammer, Felipe Santa Cruz auf Twitter&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/101284-brasilien-bolsorano-unterstutzer-fordern-militarputsch\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Lieber Gott, lass Hirn regnen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Nationale Notstandsregierung&rdquo; in Israel<\/strong><br>\nBenjamin Netanjahu und Benny Gantz haben sich nach der Spaltung des Blau-Wei&szlig;-B&uuml;ndnisses auf eine Koalition geeinigt<br>\nKurz vor Beginn des heutigen Holocaustgedenktags haben Benjamin Netanjahu und Benny Gantz eine Vereinbarung zur Bildung einer &ldquo;Nationalen Notstandsregierung&rdquo; in Israel unterzeichnet. Die Einigung zwischen den beiden sieht vor, dass Netanjahu bis zum Oktober 2021 Ministerpr&auml;sident bleibt. Anschlie&szlig;end soll Gantz &uuml;bernehmen.<br>\nDavor wird Gantz Verteidigungsminister und stellvertretender Regierungschef. Sein Parteifreund Gavriel Aschkenasi (der, anders als sein Name suggeriert, ein sephardischer Jude ist) wird bis zum Oktober 2021 Au&szlig;enminister. Anschlie&szlig;end soll der ehemalige Generalstabschef der Israelischen Streitkr&auml;fte das dann frei werdende Verteidigungsministerium &uuml;bernehmen. Ein dritter Posten, den sich Ganz f&uuml;r sein B&uuml;ndnis wahrscheinlich sichern konnte, ist der des Justizministers: Diesen Posten soll israelischen Medienberichten nach Avi Nissenkorn von Blau-Wei&szlig; &uuml;bernehmen, ein polnischst&auml;mmiger ehemaliger Gewerkschaftsbundchef.<br>\n(&hellip;) Haredim ignorieren Corona-Schutzvorschriften<br>\nEine &ldquo;Nationale Notstandsregierung&rdquo; soll die neue israelische Regierung wegen der Coronakrise sein, die beide Partner gestern als wichtigen Grund f&uuml;r eine Einigung betonten. Bislang gibt es in Israel 12.982 Sars-CoV-2-Angesteckte und 151 Covid-19-Tote. Ein besonderes Problem sind dabei die &ldquo;Haredim&rdquo;, die &ldquo;Gottesf&uuml;rchtigen&rdquo;, bei denen beispielsweise in Bne Brak 1051,21 F&auml;lle auf 100 000 Einwohner kommen.<br>\n&ldquo;Weite Teile&rdquo; von ihnen scheren sich dem Eindruck des Tachles-Kommentators Richard C. Schneider nach &ldquo;nicht einmal im Ansatz um die Verordnungen der israelischen Regierung&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nationale-Notstandsregierung-in-Israel-4706739.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sch&ouml;ne neue Corona-Welt<\/strong><br>\nEine Welt ohne soziale Kontakte wird geprobt<br>\n(&hellip;) Strafgeld von 2.500 Euro<br>\nSchon am Vorabend der vierten Grundgesetz-Versammlung auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz erhielten die Initiatoren pers&ouml;nlichen Besuch von der Polizei. Man informierte sie &uuml;ber eine &ldquo;Aufenthaltsverbotsverf&uuml;gung&rdquo;. Im Fall von Uli Gellermann wurde ein Strafgeld von 2.500 Euro angedroht, sollte der am 18. 04. 2020 in der Zeit von 10.00 bis 24.00 Uhr den Rosa-Luxemburg-Platz und angrenzende Stra&szlig;en betreten. Demokratie ist teuer. Und doch kamen erneut mehr Menschen zum Platz als zuvor, und doch setzten sie sich heftigen Strafgeldern und einer immer ruppiger werdenden Polizei aus. Wer ist das, der diesen Mut aufbringt? Kaum die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen, kein schwarzer Block, keine bew&auml;hrten Friedensk&auml;mpfer. Die Generationen sind gemischt, die soziale Herkunft auch<br>\nWem n&uuml;tzt der Ausnahmezustand?<br>\nKlar ist, dass es sich w&auml;hrend des Ausnahmezustands so bequem regieren l&auml;sst wie nie: Keine parlamentarische Opposition, die Medien sind noch gleichf&ouml;rmiger als &uuml;blich, die au&szlig;erparlamentarische Opposition l&auml;sst sich mit Polizeiaufgeboten und Strafgeldern bisher unter Kontrolle halten. Ein Traum vom Durchregieren macht sich breit. Aber es kann auch Geld verdient werden. Nat&uuml;rlich nicht die vielen, vielen kleinen Unternehmen, die zur Zeit kaputt gehen. Aber wenn der umtriebige Milliard&auml;r Bill Gates seinen Stoff auf den Markt bringt, wird viel Geld verdient&hellip;<br>\nSoziale Kontakte &auml;ndern die Welt<br>\nNur mit konkreten sozialen Kontakten ist die Welt zu &auml;ndern. Virtuelle Demonstrationen sind so unwirksam wie virtuelle Konzerte, die den vereinzelten Zuschauer unber&uuml;hrt lassen: Erst der echte, der pers&ouml;nliche soziale Kontakt bewegt. Zu Gef&uuml;hlen und zum Nachdenken. Nur gemeinsam sind Erkenntnisse und Ver&auml;nderungen m&ouml;glich. Davor will uns die sch&ouml;ne neue Corona-Welt bewahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/schoene-neue-corona-welt\">Rationalgelerie<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-60385","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60385","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60385"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60385\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60388,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60385\/revisions\/60388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}