{"id":60441,"date":"2020-04-24T08:41:53","date_gmt":"2020-04-24T06:41:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441"},"modified":"2020-04-24T08:41:53","modified_gmt":"2020-04-24T06:41:53","slug":"hinweise-des-tages-3599","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h01\">Verr&uuml;ckte Ma&szlig;st&auml;be<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h02\">Ist der Staat &ouml;konomisch &uuml;berfordert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h03\">Erh&ouml;hung des Kurzarbeitergeldes zu zaghaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h04\">Deutschlands Wohlstand h&auml;ngt an den globalen Lieferkette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h05\">Steuerpolitik in der Coronakrise: S&ouml;der will Soli noch vor dem Sommer abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h06\">Aufruhr in den Banlieues <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h07\">Zehn Jahre Griechenland-Hilfen: Coronavirus gef&auml;hrdet den Aufschwung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h08\">&bdquo;Anachronismus des Kalten Kriegs beenden&ldquo; &ndash; Ex-Nato-Offizier zu AKKs Wunsch nach US-Atombombern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h09\">Der n&auml;chste Auslandseinsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h10\">Schutzhaft in Pflegeheimen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h11\">Altenpflege: Das Gerangel um Bonuszahlungen ist unw&uuml;rdig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h12\">Corona: Wissenschaftler gegen Zwangsverpflichtung von medizinischem Personal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h13\">Geisterspiele: &ldquo;Was hat der Fu&szlig;ball falsch gemacht?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h14\">Expertenr&auml;te in der Coronakrise: Unausgewogene Politikberatung wird der Krise nicht gerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60441#h15\">Gesundheitsminister Spahn macht einen krank<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verr&uuml;ckte Ma&szlig;st&auml;be<\/strong><br>\nCorona In der Krise gehen Menschenleben vor Wirtschaft. Warum gilt das gleiche Prinzip nicht auch bei anderen globalen und nationalen Problemen?<br>\nWir entscheiden uns jetzt f&uuml;r Menschenleben, gegen die Wirtschaft, hei&szlig;t es allenthalben stolz in Politik und Medien. Das ist das eigentlich Atemberaubende an dieser Corona-Situation, denn in der bisherigen Menschheitsgeschichte und bis vorgestern lief es immer umgekehrt. Wie war es mit einem Mal m&ouml;glich, im Namen der Humanit&auml;t alle bisher geltenden Spielregeln au&szlig;er Kraft zu setzen? Selbst die des Profits und die der Ignoranz? Auch die Freiheitsrechte, weil sie jetzt angeblich eine t&ouml;dliche Gefahr sein k&ouml;nnen? Woher die pl&ouml;tzliche und, ja, l&ouml;bliche Ehrfurcht vor dem Leben? Man hatte sie bisher in der Politik, der Wirtschaft, selbst in Teilen der Medizin schmerzlich vermisst. F&uuml;r dieses Ph&auml;nomen hat es noch keine plausible Erkl&auml;rung gegeben, nur Staunen. Und Angst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/verrueckte-massstaebe\">Daniela Dahn in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ist der Staat &ouml;konomisch &uuml;berfordert?<\/strong><br>\nDie Spannung, die sich aus den Warnungen der Gesundheitsexperten einerseits und der Verzweiflung in der Wirtschaft andererseits ergibt, steigt dramatisch schnell. Die Politik muss endlich erkl&auml;ren, warum es m&ouml;glich und unumg&auml;nglich ist, die Wirtschaft noch umfassender und schneller zu st&uuml;tzen.<br>\nEpidemiologen und Virologen gegen Wirtschaft und &Ouml;konomen? Immer mehr sch&auml;lt sich in der aktuellen Debatte ein Konflikt heraus, den die Politik zu verantworten hat. Bereits vor vier Wochen haben wir genau diesen Konflikt vorhergesagt:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Und schon sind Stimmen zu h&ouml;ren &hellip;, die davor warnen, mit dem Shutdown mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu stiften. &hellip; Das scheint auf die Frage hinauszulaufen, zwischen wie vielen Corona-Toten auf der einen Seite und wie vielen Arbeitslosen und zerst&ouml;rten &ouml;konomischen Existenzen auf der anderen Seite wir zu w&auml;hlen haben. Doch diese Wahl gibt es bei sachlicher Betrachtung der &ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge nicht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Gesundheit und Wirtschaft sind in der Corona-Krise eng miteinander verzahnt. Die Politik muss die Risiken in beiden Gebieten abw&auml;gen und Kompromisse bei Empfehlungen beider Seiten finden, die faktisch nicht zusammenpassen. Je sorgf&auml;ltiger die Regierenden dabei vorgehen, desto besser k&ouml;nnen die Ergebnisse kommuniziert werden und lassen sich die entsprechenden Ma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber Kritikern vertreten. Dass unter Zeitdruck gearbeitet, entschieden und gehandelt werden muss und sich Fehler einschleichen, liegt in der Natur einer Krise. Was aber nicht vermittelbar ist und zus&auml;tzlichen Schaden anrichtet, ist ein Durcheinander und Dahinstolpern der Politik, das weniger ein Dazulernen offenbart als Ahnungslosigkeit. Von einer von &ouml;konomischer Weitsicht gepr&auml;gten Position &bdquo;ahead of the curve&ldquo; ist man Meilen entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/ist-der-staat-oekonomisch-ueberfordert\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erh&ouml;hung des Kurzarbeitergeldes zu zaghaft<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn es um soziale Sicherung und die Abmilderung von Folgen der Corona-Krise f&uuml;r die Menschen geht, wird gekleckert und nicht geklotzt. Die Bundesregierung arbeitet mit Taschenspielertricks und versch&auml;rft die soziale Ungleichheit. Die Ergebnisse des Koalitionsgipfels reichen bei weitem nicht aus. Es bleibt bei einer ungerechten Lasten- und Unterst&uuml;tzungsverteilung&ldquo;, kommentiert Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, die Ergebnisse des Koalitionsausschusses. Ferschl weiter:<br>\n&bdquo;Die Koalition hat die Problematik der Einkommensverluste durch Kurzarbeit und die daraus resultierende Not vieler Menschen offensichtlich immer noch nicht im vollen Umfang verstanden, die Ans&auml;tze zu deren &Uuml;berwindung sind viel zu zaghaft. Das Kurzarbeitergeld muss umgehend erh&ouml;ht werden, denn schlie&szlig;lich werden den Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge von Besch&auml;ftigten in Kurzarbeit schon ab dem 1. M&auml;rz erstattet. Gerade Geringverdienende haben keine R&uuml;cklagen, um Monate zu &uuml;berbr&uuml;cken, und selbst dann werden 70 und auch 80 Prozent des normalen Lohns nicht ausreichen.<br>\nDie Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes ist ebenfalls unzureichend. Wir brauchen eine deutliche Verl&auml;ngerung, auch &uuml;ber die Krisenzeit hinaus. Durch den Koalitionsbeschluss bleiben all jene au&szlig;en vor, die jetzt arbeitslos werden. Nach einem Jahr kommt dann Hartz IV, egal wie lange jemand gearbeitet und eingezahlt hat. Wir m&uuml;ssen jetzt handeln und f&uuml;r geordnete Verh&auml;ltnisse am Arbeitsmarkt sorgen, sonst erleben wir nach Corona eine exponentielle Wachstumskurve im Niedriglohnsektor.<br>\n150 Euro f&uuml;r einen Computer sind zwar eine nette Geste &ndash; mehr aber auch nicht. Es muss jetzt darum gehen, das Existenzminimum von Kindern und Familien im Transferbezug abzusichern und Chancengleichheit herzustellen. Daf&uuml;r sollten die ausgezahlten monatlichen Leistungen um 200 Euro f&uuml;r Erwachsene und um 150 Euro f&uuml;r Kinder erh&ouml;ht werden. Das kann als Mehrbedarf oder als erh&ouml;hter Regelbedarf geschehen. F&uuml;r schulpflichtige Kinder ist zudem ein einmaliger Zuschuss f&uuml;r Computer und weitere IT-Ausstattung in H&ouml;he von 500 Euro notwendig, der &uuml;ber das Bildungs- und Teilhabepaket gew&auml;hrt werden kann.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/erhoehung-des-kurzarbeitergeldes-zu-zaghaft\/%20\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Corona-Kurzarbeit &ndash; kostet unter dem Strich wenig und bringt viel<\/strong><br>\nUm die Auswirkungen von Covid-19 am Arbeitsmarkt abzufedern, haben die Sozialpartner in &Ouml;sterreich ein neues Kurzarbeit-Modell entwickelt, das sowohl den ArbeitnehmerInnen, den Betrieben, aber auch dem Staat gro&szlig;e Vorteile bietet. Wer nur die fiskalischen Kosten von Kurzarbeitsbeihilfen diskutiert, ignoriert den hohen volkswirtschaftlichen Nutzen und verschweigt die fiskalischen Kosten der Alternative: Arbeitslosengeld f&uuml;r mehr als 560.000 Menschen zu zahlen. Dabei zeigt sich auch, dass eine Arbeitszeitreduktion f&uuml;r alle weniger kosten kann als Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/corona-kurzarbeit\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutschlands Wohlstand h&auml;ngt an den globalen Lieferkette<\/strong><br>\nDer Corona-Schock hinterl&auml;sst einen lauten Widerhall in der wirtschaftspolitischen Debatte. Die Erfahrung, dass ganze Industrien wegen unterbrochener Lieferketten zum Erliegen kommen und wichtige Medizing&uuml;ter fehlen, hat auch in Deutschland Stimmen laut werden lassen, wieder mehr Waren zu Hause zu produzieren und so die Abh&auml;ngigkeit vom Ausland zu reduzieren.<br>\n&Ouml;konomen warnen jedoch davor, unter dem Banner der Versorgungssicherheit &uuml;ber das Ziel hinauszuschie&szlig;en und eine Runde protektionistischer Abgrenzung loszutreten. Unter Experten sind die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung unbestritten, und vermutlich profitiert keine andere gro&szlig;e Volkswirtschaft so stark von effizienten Lieferketten wie Deutschland. &hellip;<br>\nWie stark die deutsche Wirtschaft in den Welthandel eingewoben ist, macht jetzt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln klar. &bdquo;Unter den gro&szlig;en Industrienationen gibt es kein zweites Land, das so intensiv in die internationalen Lieferketten integriert ist wie Deutschland&ldquo;, sagt Galina Kolev, &Ouml;konomin am IW und Expertin f&uuml;r Welthandel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article207446317\/Deutschlands-Wohlstand-haengt-an-den-globalen-Lieferketten.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Oft genug wurde auf den NachDenkSeiten die fatale Exportfixiertheit der deutschen Wirtschaft kritisiert. Nun kommt es wohl, wie es kommen musste, der globale Lockdown trifft Deutschland mit voller Wucht, mit noch nicht absehbaren sozialen und &ouml;konomischen Folgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerpolitik in der Coronakrise: S&ouml;der will Soli noch vor dem Sommer abschaffen<\/strong><br>\nDie SPD stemmt sich gegen Nachl&auml;sse f&uuml;r Vielverdiener. Markus S&ouml;der will die Coronakrise dennoch f&uuml;r Steuersenkungen nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/solidaritaetszuschlag-markus-soeder-will-abgabe-in-corona-krise-noch-vor-sommer-abschaffen-a-888da54f-c30d-45a3-bce1-f4adca97d929\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Der Opportunismus von Markus S&ouml;der ist pathologisch. Jetzt will der bayrische Ministerpr&auml;sident die Gunst der Stunde nutzen und den Rest des Soli f&uuml;r etwa zehn Prozent aller Gro&szlig;verdiener abschaffen. Das ist genau das falsche Signal. Diese Steuerzahler haben eine Entlastung kaum n&ouml;tig. Gleichzeitig bef&uuml;rchten Politiker zu Recht das Wegbrechen von Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he. Noch weitere Steuersenkungen w&auml;ren das v&ouml;llig falsche Signal. Vielmehr sollten Wohlhabende, Reiche und Superreiche finanziell st&auml;rker zur Finanzierung der enormen Kosten herangezogen werden, u. a. &uuml;ber die Steuer und auch im Rahmen ihrer unternehmerischen Verantwortung. Eigenes Geld in das Unternehmen stecken, statt stattliche Finanzhilfen oder Kredite. Das w&auml;re ein richtiger Schritt in Richtung echte Solidarit&auml;t. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufruhr in den Banlieues<\/strong><br>\nWurfgeschosse, Tr&auml;nengas &ndash; nach f&uuml;nf Wochen Ausgangssperre wegen Corona brechen in den Pariser Vorst&auml;dten Unruhen aus. Die Krawalle k&ouml;nnten sich auf das ganze Land ausbreiten. (&hellip;)<br>\nBisher hatten sich die streikerprobten Franzosen w&auml;hrend der Ausgangssperre ungew&ouml;hnlich diszipliniert an die Vorgaben der Regierung gehalten. Doch treffen diese die Bewohner der sozial schwachen Vorst&auml;dte von Paris besonders hart. Dort wohnen sie auf engstem Raum zusammen. Der konservative &ldquo;Figaro&rdquo; titelt: &ldquo;Angst vor einer Feuersbrunst.&rdquo; Die linke Tageszeitung &ldquo;Lib&eacute;ration&rdquo; warnt: &ldquo;Eine Revolte bahnt sich an.&rdquo;<br>\nDie Pariser Polizeipr&auml;fektur versucht nun zu beschwichtigen: &ldquo;Die Einsatzkr&auml;fte haben die Situation unter Kontrolle.&rdquo; Doch an den sozialen Brennpunkten um Stra&szlig;burg, Lyon und Toulouse gab es bereits neue Zusammenst&ouml;&szlig;e. Polizeigewerkschafter erkl&auml;rten, dass sie sich vor &ldquo;schwierigen N&auml;chten&rdquo; f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-unruhen-in-den-vorstaedten-nach-fuenf-wochen-ausgangssperre-a-d597672d-2a55-4e12-acf3-2910d1636310\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59797\">Frankreich und die Pandemie<\/a>. Darin hat Marco Wenzel prognostiziert:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Macron wird die Krise politisch nur &uuml;berleben, wenn sie erstens nicht zu lange dauert und er sich zweitens als kompetenter Krisenmanager darstellen kann, der Frankreich vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Die Zeit arbeitet gegen ihn. Und danach steht ja immer noch die Rentenreform an&hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zehn Jahre Griechenland-Hilfen: Coronavirus gef&auml;hrdet den Aufschwung<\/strong><br>\nIn der Schuldenkrise bat Griechenland Europa im April 2010 um Hilfe. Es folgten Kredite und harte Sparma&szlig;nahmen f&uuml;r das Land, dann zeichnete sich ein Aufschwung ab. Doch nun trifft die Coronakrise den wichtigen Tourismussektor besonders hart &ndash; mit unabsehbaren Folgen f&uuml;r die griechische Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nViele ihrer gut ausgebildeten Altersgenossen aber haben nach dem Studium weniger Erfolg gehabt. Sie haben keine Arbeit in Griechenland gefunden, Tausende sind ins Ausland abgewandert, andere schlagen sich als Kellner oder Nachhilfelehrer durch. Eine ganze Generation junger Griechinnen und Griechen hat in der Heimat kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz im erlernten Beruf.<br>\nDie junge Museumsp&auml;dagogin Daphne Dionysopo&uacute;lou geh&ouml;rt zu dieser Generation. Ab und zu verkauft sie selbst gemachten Schmuck, aber ihr eigentliches Lebensziel, als Museumsp&auml;dagogin zu arbeiten, scheint unerreichbar. Sie sagt, wonach sich ihre Generation sehnt:<br>\n&bdquo;Ich tr&auml;ume davon, dass irgendwann mal Normalit&auml;t in Griechenland herrscht. Dass du Arbeit hast und daf&uuml;r auch gut bezahlt wirst, und dass du nicht nur st&auml;ndig Steuern zahlst, ohne etwas zur&uuml;ck zu bekommen. Ich hoffe, dass wenigstens meine Kinder diese Normalit&auml;t erleben werden.&ldquo;<br>\nDiese Normalit&auml;t scheint wegen der Coronakrise nun wieder ein St&uuml;ck in die Ferne ger&uuml;ckt. Und eines ist f&uuml;r die Kinder und sogar die Enkel von Daphne Dionysopo&uacute;lou auch gewiss, selbst wenn die Coronakrise &uuml;berwunden sein wird: Sie m&uuml;ssen noch mindestens bis zum Jahr 2060 all die Milliardenkredite zur&uuml;ckzahlen, die Griechenland wegen der Finanzkrise aufnehmen musste.<br>\nDie Krise, die vor zehn Jahren begann, wird die Griechen noch lange nicht loslassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zehn-jahre-griechenland-hilfen-coronavirus-gefaehrdet-den.724.de.html?dram:article_id=475218\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.D.:<\/strong> Im Gegensatz zur Berichterstattung w&auml;hrend der &ldquo;Finanzkrise&rdquo; Griechenlands liest sich die gegenw&auml;rtige Beschreibung der zus&auml;tzlichen Corona-bedingten Probleme des Landes angenehm wertungsfrei und realit&auml;tsnah. Allerdings nicht ohne unterschwellig die Notwendigkeit der &ldquo;Zur&uuml;ckzahlung all der Milliardenkredite, die Griechenland wegen der Finanzkrise aufnehmen musste&rdquo;, unkritisch medial zu transportieren! Die Aussage &ldquo;Die Krise, die vor zehn Jahren begann, wird die Griechen noch lange nicht loslassen&rdquo; l&auml;sst bef&uuml;rchten, dass auch nach der gegenw&auml;rtigen Corona-Krise auf die gleichen unsinnigen Rezepte zur&uuml;ckgegriffen werden wird. Die Ablehnung von Eurobonds ist bereits wieder pr&auml;sent und wird medial auch vom Deutschlandfunk wohlwollend begleitet!  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Anachronismus des Kalten Kriegs beenden&ldquo; &ndash; Ex-Nato-Offizier zu AKKs Wunsch nach US-Atombombern<\/strong><br>\nDas Bundesverteidigungsministerium will ihre alten Kampfjets durch bis zu 90 weitere Eurofighter sowie 45 F-18-Bomber von &bdquo;Boeing&ldquo; ersetzen. Das US-Modell soll vor allem als Tr&auml;ger f&uuml;r Atombomben dienen. Oberstleutnant a.D. der Luftwaffe Jochen Scholz erkl&auml;rt, warum das Ministerium daran festh&auml;lt und was an dieser Bestellung heikel w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDer Tornado ist auch ein europ&auml;isches Flugzeug gewesen, das von den Amerikanern damals zertifiziert werden musste f&uuml;r den A-Bombeneinsatz. Und das k&ouml;nnte man jetzt genauso gut machen. Aber offensichtlich dr&auml;ngt die Zeit, weil die Flugzeuge halt relativ alt sind. Man k&ouml;nnte das zum Anlass nehmen, um endlich diese nukleare Teilhabe zu beenden und dann einen konkreten Schritt in die Richtung zu machen, die man st&auml;ndig propagiert, dass man weg will von Atomwaffen.\n<ul>\n<li>Warum macht man das nicht?<\/li>\n<li>Weil damit im B&uuml;ndnis nicht nur gro&szlig;es Stirnrunzeln, sondern ausgesprochener Unmut entstehen w&uuml;rde. Ich erinnere mal an die Aussage vom ehemaligen parlamentarischen Staatssekret&auml;r im Verteidigungsministerium Willy Wimmer. Bei der letzten &bdquo;Wintex&ldquo;-&Uuml;bung der Nato 1989 war er der &Uuml;bungsverteidigungsminister im Rahmen dieser. Und als deutsche Tornados taktische Atombomben auf St&auml;dte in der DDR und Osteuropa werfen sollten, hat er den Bundeskanzler angerufen und hat gesagt, Herr Bundeskanzler, ich schlage jetzt vor, Deutschland steigt aus den &Uuml;bungen aus. Soweit waren wir schon einmal. Und Deutschland ist damals aus der &Uuml;bung ausgestiegen. Daran m&uuml;sste man jetzt eigentlich ankn&uuml;pfen. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nun kann man das alles noch dem Kalten Krieg zugutehalten. Aber der Kalte Krieg ist vorbei und es gibt &uuml;berschaut kein vorstellbares Szenario, wo man an so etwas &uuml;berhaupt denken k&ouml;nnte. Wer will denn Deutschland angreifen? Keine Nation der Welt will das &ndash; au&szlig;er nat&uuml;rlich Putins Russland. Das ist klar. Also, das ist v&ouml;llig absurd, diese Vorstellung. Der russische Pr&auml;sident geht doch nicht 2001 in den deutschen Bundestag und macht ein gro&szlig;es Angebot f&uuml;r eine gemeinsame Zusammenarbeit von Lissabon bis Wladiwostok, um sich dann andererseits vorzubereiten auf einen offenen Angriff gegen Westeuropa und Deutschland. Das ist doch v&ouml;llig absurd.<\/p>\n<ul>\n<li>Ihrer Meinung nach braucht Deutschland diese nukleare Teilhabe nicht.<\/li>\n<li>Wir brauchen sie &uuml;berhaupt nicht. Das ist ein Anachronismus aus dem Kalten Krieg. Der geh&ouml;rt weg.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/interviews\/20200422326944754-akks-atombombern-kritik\/\">Sputnik<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60418#h05\">Nukleare Teilhabe und die Dummheit der deutschen Vasallen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: AKK-Atombomberprogramm stoppen<\/strong><br>\nDer von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer forcierte Kauf von neuen Kampfflugzeugen ist eine sozialpolitisch falsche und sicherheitspolitisch gef&auml;hrliche Priorit&auml;tensetzung. Mit der Anschaffung von 45 F-18-Kampfjets und 93 &sbquo;Eurofightern&lsquo; sp&uuml;lt die Bundesregierung Milliarden Euro in die Kassen von R&uuml;stungskonzernen in den USA und in Europa, w&auml;hrend Millionen Besch&auml;ftigte in der Pflege und in den Krankenh&auml;usern keinen angemessenen monatlichen Aufschlag von 500 Euro erhalten und Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter im Niedriglohnsektor mit 60 Prozent ihres Gehaltes kaum &uuml;ber die Runden kommen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Der von Kramp-Karrenbauer geplante Kauf von F-18-Kampfflugzeugen beim US-R&uuml;stungskonzern Boeing dient einzig der Absicherung der nuklearen Teilhabe, das hei&szlig;t dem weiteren Zugriff auf in Deutschland gelagerte US-Atombomben nach Zustimmung durch Washington. Tats&auml;chlich macht diese &sbquo;nukleare Teilhabe&lsquo; das rheinland-pf&auml;lzische B&uuml;chel mit seinen US-Atomwaffen zu einem prim&auml;ren Angriffsziel. Es ist besch&auml;mend, wenn SPD-Vizekanzler Olaf Scholz dem Atombomberprogramm seiner CDU-Kabinettskollegin Zustimmung zugesichert hat und daf&uuml;r im Gegenzug auch noch zwei in Hamburg gebaute Airbus-Maschinen vom Typ A321 f&uuml;r die Bundeswehr angeschafft werden.<br>\nDie Aufr&uuml;stungsprojekte der Bundeswehr m&uuml;ssen nicht zuletzt mit Blick auf die unabsehbaren Folgekosten der Corona-Krise sofort gestoppt werden. DIE LINKE fordert zudem ein Ende der nuklearen Teilhabe. Die Bundesregierung muss endlich den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland in die Wege leiten und dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen beitreten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/akk-atombomberprogramm-stoppen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Gesundheitsschutz statt Atombomber<\/strong><br>\nDie Bundesregierung kann noch immer nicht sagen, wann sie die Bev&ouml;lkerung in Deutschland ausreichend mit Mund-Nasen-Schutzmasken zur weiteren Eind&auml;mmung der Corona-Epidemie versorgen kann. Bei der versprochenen Pr&auml;mie f&uuml;r Pflegekr&auml;fte versucht sie, die Verantwortung in sch&auml;biger Art und Weise auf die Krankenkassen abzuschieben. Jeder dritte Betrieb hat mittlerweile Kurzarbeit beantragt. Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland erhalten damit in der Regel nur noch 60 Prozent ihres Nettolohns, 67 Prozent, wenn sie Kinder haben. Die Koalition hat sich jetzt darauf geeinigt, die Bez&uuml;ge auf 80 bzw. 87 Prozent zu erh&ouml;hen. Doch warum erst nach sieben Monaten? Warum wird hier geknausert? Die Sorgen, wie sie trotz der massiven Einbu&szlig;en ihre Kosten f&uuml;r Miete, Strom, Wasser, Telefon und Einkauf bestreiten sollen, bleiben bis dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gesundheitsschutz-statt-Atombomber-4708226.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Auslandseinsatz<\/strong><br>\nMitten in der Coronakrise hat die Bundesregierung den n&auml;chsten Auslandseinsatz der Bundeswehr beschlossen. Demnach werden in Zukunft bis zu 300 deutsche Soldaten an der EU-&ldquo;Operation Irini&rdquo; teilnehmen, die die Einhaltung des UN-Waffenembargos gegen Libyen &uuml;berwachen und durchsetzen sowie die libysche &ldquo;K&uuml;stenwache&rdquo; ausbilden und aufr&uuml;sten soll. Faktisch geht es darum, den Beschl&uuml;ssen der Berliner Libyen-Konferenz vom 19. Januar Geltung zu verschaffen; diese Beschl&uuml;sse wurden damals von der Bundesregierung mit gro&szlig;em Gestus gefeiert, werden aber von den libyschen Kriegsparteien wie auch von deren ausw&auml;rtigen Unterst&uuml;tzern komplett ignoriert. Sollte die EU ihre Operation ernst nehmen, geriete sie in Konflikt mit den wichtigsten Waffenlieferanten der B&uuml;rgerkriegsparteien &ndash; mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, einem der kauffreudigsten Kunden deutscher R&uuml;stungsfirmen, sowie mit dem NATO-Verb&uuml;ndeten T&uuml;rkei, der inzwischen bewaffnet in Libyen interveniert. Libyens &ldquo;Einheitsregierung&rdquo; in Tripolis fordert schon jetzt eine Ausweitung der EU-Operationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8255\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schutzhaft in Pflegeheimen<\/strong><br>\nBesonders die &Auml;lteren m&uuml;ssten als Risikogruppe in hohem Ma&szlig;e vor dem Virus gesch&uuml;tzt werden. Mit diesem Anspruch aber, w&ouml;rtlich genommen, werden die Alten zum passiven Objekt staatlicher Biopolitik, da ihnen die eigene Handlungskompetenz entzogen wird. Sie werden pauschal entm&uuml;ndigt. Die Alternative: Aufkl&auml;rung der Risikogruppe und Unterst&uuml;tzung statt Entm&uuml;ndigung wird bisher kaum kommuniziert. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend Sie jedenfalls gerade so richtig in Fahrt kommen, die guten Ideen sprudeln, Sie recht zuversichtlich sind, dass Sie die Lage schon irgendwie meistern werden, erhalten Sie zwei Eil-Briefe vom Staat: Der erste Brief tr&auml;gt den Titel: Verordnung zur Regelung von Neu- und Wiederaufnahmen in vollstation&auml;ren Dauer- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen.<br>\nSie lesen den Brief aufmerksam durch und bekommen einen Schreck! Wie sollen Sie derartige Forderungen umsetzen? Als ob es so einfach w&auml;re, mal eben &rdquo; unverz&uuml;glich Isolations- und Quarant&auml;nebereiche in einer f&uuml;r die Bewohnerzahl angemessenen Gr&ouml;&szlig;e vorzubereiten&rdquo;. Sie haben Jahre daran gearbeitet, Ihren Pflegekr&auml;ften beizubringen, die Zimmer als Zuhause, als Wohnung ihrer Bewohner zu sehen. Sie haben damit geworben, dass Ihre Kunden diese &ldquo;Wohnungen&rdquo; mit wenigstens ein paar vertrauten Gegenst&auml;nden einzurichten k&ouml;nnen. Wie soll das gehen, pl&ouml;tzlich drei verschiedene getrennte Unterbringungs-Bereiche einzurichten ohne ganz massiv in das Wohnrecht ihrer Kunden einzudringen. Ist das &uuml;berhaupt rechtlich m&ouml;glich?<br>\nGl&uuml;cklicherweise finden Sie im zweiten Brief des Ministeriums auch Auslegungshinweise. Darin, so hoffen Sie, finden Sie Hilfen, wie Sie die geforderten Ma&szlig;nahmen in Ihrem Haus umsetzen k&ouml;nnen. Doch weit gefehlt, hier wird nur noch sch&auml;rfer formuliert, welche Ergebnisse von Ihnen erwartet werden. [&hellip;]<br>\nGenauso unm&ouml;glich erscheint es Ihnen, nun pl&ouml;tzlich drei verschiedene Teams, samt Nachtwachen, einzurichten. Woher sollen Sie die Mitarbeiter dazu nehmen? Die Hinweise, wo Sie diese rekrutieren k&ouml;nnen, sollen ja wohl ein Witz sein? Als ob Sie nicht eh schon alles versuchen w&uuml;rden, auch nur die bisher gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Pflegekr&auml;ften zu gewinnen. Und nun sollen Sie Ihre schon an der Grenze des Zumutbaren arbeitenden Mitarbeiter auch noch verpflichten, bis zu 12 Stunden zu arbeiten? Und danach nur 9 Stunden Ruhepause zu haben? Notfalls, so wird ja auch schon diskutiert, sollen Sie ihr Team gar mit Zwangsarbeitern aufstocken?<br>\nW&auml;hrend Sie noch verzweifelt nach Auswegen suchen aus diesem Horror, den Sie umsetzen sollen, erfahren Sie aus den Medien, dass in NRW nun ein totales Besuchsverbot f&uuml;r Pflegeheime eingef&uuml;hrt worden ist. Ausgehverbot, Besuchsverbot: Ihr ganzer kundenorientierter Ansatz bricht zusammen. Sie sollen Ihr Haus ganz offensichtlich zu einem Gef&auml;ngnis umbauen. Und ihre Mitarbeiterinnen sollen neben der Pflege auch noch W&auml;rterinnen sein, Hilfspolizei. Sie werden blass. Und: Ihnen f&auml;llt zum ersten Mal in ihrem Berufsleben nichts mehr ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schutzhaft-in-Pflegeheimen-4707806.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Altenpflege: Das Gerangel um Bonuszahlungen ist unw&uuml;rdig<\/strong><br>\nHerr Spahn heimst den Applaus ein, aber den Bonus f&uuml;r Altenpflegekr&auml;fte sollen Menschen mit Pflegebedarf selbst bezahlen &ndash; so geht das nicht!&ldquo;, kritisiert Pia Zimmermann, Sprecherin f&uuml;r Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, die Finanzierungsdiskussion &uuml;ber einen einmaligen Bonus f&uuml;r Altenpflegekr&auml;fte, auf den sich Verdi und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) auf Initiative der Bundesregierung geeinigt haben. Pia Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die Besch&auml;ftigten in der Altenpflege haben diesen Bonus mehr als verdient. Dieses Gerangel, ob die Bezahlung aus T&ouml;pfen der Sozialversicherung passieren soll oder aus Bundesmitteln, ist unw&uuml;rdig. Selbst diese symbolische Anerkennung kann nicht schnell und unb&uuml;rokratisch auf den Weg gebracht werden. Das sagt mehr &uuml;ber die Bundesregierung aus, als ihre Sonntagsreden und Danksagungen an Altenpflegekr&auml;fte.<br>\n&bdquo;DIE LINKE hat bereits mehrmals eine Refinanzierung dringend ben&ouml;tigter h&ouml;herer L&ouml;hne in der Altenpflege eingefordert, denn sonst zahlen Menschen mit Pflegebedarf &uuml;ber steigende Eigenanteile die Zeche. Dabei m&uuml;ssen wir alles daf&uuml;r tun, dass die Eigenanteile sinken, denn sie belasten die Schw&auml;chsten der Gesellschaft deutlich &uuml;ber Geb&uuml;hr. Die Bundesregierung ist hier gefordert, schnell t&auml;tig zu werden und neben einer Einmalzahlung alles f&uuml;r steigende L&ouml;hne in der Altenpflege zu tun. Denn nur das gibt den Besch&auml;ftigten eine langfristige Perspektive. Der Pflegemindestlohn, der im Januar beschlossen und heute vom Kabinett besprochen wurde, reicht da bei Weitem nicht aus. Wir brauchen endlich einen bundeseinheitlichen, allgemeinverbindlichen Tarifvertrag. Es ist ein Hohn, wie Besch&auml;ftigte in diesem verantwortungsvollen Bereich abgespeist werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/altenpflege-das-gerangel-um-bonuszahlungen-ist-unwuerdig\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Corona: Wissenschaftler gegen Zwangsverpflichtung von medizinischem Personal<\/strong><br>\nWie sind Verst&ouml;&szlig;e gegen das Grundgesetz zu bewerten, wenn es darum geht, eine Katastrophe zu vermeiden?<br>\nDie bayerischen Beh&ouml;rden haben au&szlig;erordentliche Durchgriffsrechte im Falle eines Gesundheitsnotstands erhalten. Das am 25. M&auml;rz 2020 vom Landtag durchgewunkene Infektionsschutzgesetz erlaubt zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden in Artikel 6, dass sie die Erbringung &ldquo;von ausbildungstypischen Dienst-, Sach- und Werkleistungen anordnen kann&rdquo;.<br>\nKonkret hei&szlig;t das, dass Pfleger oder &Auml;rzte sowie anderes medizinisches Personal gezwungen werden k&ouml;nnen, bestimmte Arbeiten auszuf&uuml;hren. Im urspr&uuml;nglichen Gesetzesentwurf waren noch weiter gefasste Regelungen vorgesehen (Gesundheitsnotstand: &ldquo;Jede geeignete Person&rdquo; soll zur &ldquo;Erbringung von Leistungen&rdquo; herangezogen werden k&ouml;nnen).<br>\nOffenbar gab es aber dann interne Kritik oder eine Ahnung davon, dass man sich damit auf ein Gel&auml;nde begibt, das keinen festen rechtsstaatlichen Boden unter sich hat. So wurden im Infektionsgesetz, das im Landtag mit lediglich einer vernehmbaren oppositionellen Gegenposition verabschiedet wurde, die Regelungen des Artikel 6 im Vergleich zum Entwurf etwas eingeschr&auml;nkt. Die M&ouml;glichkeit, Personal im Gesundheitsnotstand unter Zwang zu rekrutieren, blieb aber im Wesentlichen erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Wissenschaftler-gegen-Zwangsverpflichtung-von-medizinischem-Personal-4708881.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geisterspiele: &ldquo;Was hat der Fu&szlig;ball falsch gemacht?&rdquo;<\/strong><br>\nUm Vereine vor der Pleite zu bewahren, hat die DFL einen Hygieneplan f&uuml;r Geisterspiele entworfen. Ihre gr&ouml;&szlig;ten Gegner: ein Virus und die Stimmung im Land. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Man muss aufpassen, dass man den Fu&szlig;ball nicht strenger bewertet als andere Unternehmen&rdquo;, sagt der Pharmakologe Fritz S&ouml;rgel, der mit Laboranalytik vertraut ist, auf Anfrage von ZEIT ONLINE. Seifert, der auch medizinische Fragen der Journalisten beantwortete, wies darauf hin, dass jede Branche ihre eigenen Regeln finden m&uuml;sse.<br>\nEin weiterer Kritikpunkt entz&uuml;ndet sich ausgerechnet an der wichtigsten Ma&szlig;nahme der DFL: engmaschige Tests f&uuml;r Spieler und relevantes Personal, mindestens zwei Mal pro Woche soll ein Abstrich genommen werden. So will man gew&auml;hrleisten, dass mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit Nichtinfizierte auf dem Platz und im Stadion sind. Doch das RKI tritt diesem Massenscreening von Gesunden mit Skepsis gegen&uuml;ber. Es pl&auml;dierte daf&uuml;r, Tests nur f&uuml;r &ldquo;medizinische Indikationen&rdquo; einzusetzen. Tats&auml;chlich gibt es in manchen Gegenden Deutschlands zu wenige.<br>\nAndererseits lassen Vertreter vom Berufsverband Akkreditierte Labore in der Medizin wissen, dass die DFL Recht mit ihrer Behauptung habe, dass sie anderen nichts wegnehme. Offenbar gibt es in Deutschland ungenutzte &Uuml;berkapazit&auml;ten. &ldquo;Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen&rdquo;, sagt S&ouml;rgel, &ldquo;das RKI w&uuml;rde diesen Widerspruch aufl&ouml;sen.&rdquo; Wenn das so sei, sagte er der FAZ, &ldquo;sollte jedes Unternehmen, auch der Fu&szlig;ball, das Recht haben, Tests zu kaufen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/sport\/2020-04\/geisterspiele-bundesliga-hygieneplan-dfl-coronavirus-christian-seifert\/komplettansicht\">Oliver Fritsch auf Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Expertenr&auml;te in der Coronakrise: Unausgewogene Politikberatung wird der Krise nicht gerecht<\/strong><br>\nIn der Coronakrise muss die Politik h&auml;ufig schnell handeln, zugleich sind die Folgen ihrer Entscheidungen oft gravierender und zugleich schwerer kalkulierbar als sonst. Unter diesen Bedingungen ist es besonders wichtig, dass Entscheidungs:tr&auml;gerinnen auf Ausgewogenheit achten und die Zivilgesellschaft umfassend beteiligen. Diese Forderung richteten wir Anfang April an die Politik, in unseren &bdquo;Drei Punkten zur St&auml;rkung der Demokratie&ldquo; in der Coronakrise.<br>\nLeider werden diese Kriterien nicht immer beachtet. Ein Negativ-Beispiel ist der von der NRW-Landesregierung eingesetzte Corona-Expertenrat. Dessen unausgewogene Zusammensetzung kritisierten wir bereits letzte Woche in einer Pressemitteilung.<br>\nIn der zw&ouml;lfk&ouml;pfigen Expert:innenrunde sind die Interessen von Unternehmen und Arbeitgebern gleich mehrfach vertreten, w&auml;hrend die Arbeitnehmerseite &uuml;berhaupt nicht eingebunden wurde. In dem Rat gibt es auch niemanden mit spezieller Expertise in Sachen Umwelt und Klima.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2020\/04\/expertenraete-in-der-coronakrise\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gesundheitsminister Spahn macht einen krank<\/strong><br>\nAch du liebe Corona: &bdquo;Der Ausbruch ist &ndash; Stand heute &ndash; wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden&ldquo;, t&ouml;nte Gesundheitsminister Jens Spahn am 17. April auf der Bundespressekonferenz. Bis zu diesem Tag waren in Deutschland bereits 3 808 COVID-Tote registriert; inzwischen sind es mehr als 5. 000. Tendenz: weiter steigend. In S&uuml;dkorea und im benachbarten Taiwan leben zusammengenommen fast ebenso viele Menschen wie hierzulande, dort sind aber nur 260 Pandemie-Tote zu beklagen, und der Trend ist gestoppt. Doch Minister Spahn behauptet unverdrossen, &bdquo;im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei der Bew&auml;ltigung der Krise gut ab&ldquo;. Unser Gesundheitssystem sei &bdquo;zu keiner Zeit &uuml;berfordert&ldquo; gewesen. Und was macht die Tagesschau daraus? Sie referiert Spahns Angeberei als Fakt, statt ihn zu fragen, ob er selbst noch ganz gesund sei. [&hellip;]<br>\nEinen Tag vor Spahns &bdquo;dem&uuml;tigem&ldquo; Auftritt in der Bundespressekonferenz hatte der MDR gemeldet, dass sich bereits mehr als 6.400 &Auml;rzte und Pflegekr&auml;fte in den Krankenh&auml;usern mit dem Virus infiziert h&auml;tten. Die Zahl ist inzwischen (Stand: 22. April) auf 7.862 Covid-Erkrankte gestiegen, 18 &Auml;rzte bzw. Schwestern sind schon daran gestorben. Tendenz auch hier: weiter steigend. Man muss lange suchen, bis man diese Angaben im Bulletin des Robert-Koch-Instituts findet, weit hinten im Text versteckt, ohne eigene grafische Darstellung. Gut sichtbar ist hingegen die Ursache f&uuml;r das Leid dieser &bdquo;Helden des Alltags&ldquo;: Fehlende bzw. unzureichende Schutzkleidung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/publikumskonferenz.de\/blog\/2020\/04\/23\/gesundheitsminister-spahn-macht-einen-krank\/\">Publikumskonferenz<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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