{"id":60447,"date":"2020-04-26T09:00:36","date_gmt":"2020-04-26T07:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447"},"modified":"2020-04-24T10:48:54","modified_gmt":"2020-04-24T08:48:54","slug":"hinweise-der-woche-157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h01\">Corona-Lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h02\">Wer wird zur Kasse gebeten? &ndash; Nach der Coronakrise ist die Debatte unausweichlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h03\">Starke Schultern k&ouml;nnen und m&uuml;ssen mehr tragen als bisher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h04\">Steuerpolitik in der Coronakrise: S&ouml;der will Soli noch vor dem Sommer abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h05\">Verr&uuml;ckte Ma&szlig;st&auml;be<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h06\">Schutzhaft in Pflegeheimen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h07\">Die Angst vor dem Absturz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h08\">Den Tracing-App-Entwicklern laufen die Partner weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h09\">Corona-Kapitalismus in den USA: hier zeigt er sich in Reinform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h10\">Maas: Keine Aufhebung der Reisewarnung auf absehbare Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h11\">UN-Generalsekret&auml;r fordert Sanktionsaufhebung wegen Corona &ndash; Ausw&auml;rtiges Amt gibt sich unwissend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h12\">Nukleare Teilhabe&ldquo; und die Dummheit der deutschen Vasallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447#h13\">Giorgio Agamben zum Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus: Ich h&auml;tte da eine Frage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona-Lockdown<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkels Kritik ist anma&szlig;end<\/strong><br>\nDie scharfe Kritik von Kanzlerin Merkel an der Diskussion &uuml;ber weitergehende Lockerungen der Corona-Beschr&auml;nkungen ist unversch&auml;mt. Dass die L&auml;nder unterschiedlich vorgehen, k&ouml;nnte vielmehr zu Erkenntnissen f&uuml;hren.<br>\nKanzlerin Angela Merkel kritisiert &ldquo;&Ouml;ffnungsdiskussionsorgien&rdquo;. Abgesehen davon, dass man auf so eine Wortsch&ouml;pfung auch erst einmal kommen muss, ist die Kritik gelinde gesagt eine Unversch&auml;mtheit &ndash; weniger gelinde gesagt, es ist anma&szlig;end.<br>\nDie Politik schr&auml;nkt die Grundrechte ein &ndash; in einem nie dagewesenen Ausma&szlig;. Aus guten Gr&uuml;nden, klar. Aber da ist es nicht nur v&ouml;llig normal, sondern sogar notwendig, dass jeden Tag &ndash; auch wenn es die Kanzlerin nervt &ndash; dar&uuml;ber diskutiert wird: Wie k&ouml;nnen die B&uuml;rger so schnell wie eben vertretbar wieder selbstbestimmt leben, arbeiten, sich organisieren? Jeder hat das Recht, jeden Tag zu fragen: Kann nicht etwas mehr gelockert, etwas mehr ge&ouml;ffnet werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/coronavirus-oeffnungsdiskussion-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist der Staat &ouml;konomisch &uuml;berfordert?<\/strong><br>\nDie Spannung, die sich aus den Warnungen der Gesundheitsexperten einerseits und der Verzweiflung in der Wirtschaft andererseits ergibt, steigt dramatisch schnell. Die Politik muss endlich erkl&auml;ren, warum es m&ouml;glich und unumg&auml;nglich ist, die Wirtschaft noch umfassender und schneller zu st&uuml;tzen.<br>\nEpidemiologen und Virologen gegen Wirtschaft und &Ouml;konomen? Immer mehr sch&auml;lt sich in der aktuellen Debatte ein Konflikt heraus, den die Politik zu verantworten hat. Bereits vor vier Wochen haben wir genau diesen Konflikt vorhergesagt:\n<blockquote><p>\n    &bdquo;Und schon sind Stimmen zu h&ouml;ren &hellip;, die davor warnen, mit dem Shutdown mehr Schaden anzurichten als Nutzen zu stiften. &hellip; Das scheint auf die Frage hinauszulaufen, zwischen wie vielen Corona-Toten auf der einen Seite und wie vielen Arbeitslosen und zerst&ouml;rten &ouml;konomischen Existenzen auf der anderen Seite wir zu w&auml;hlen haben. Doch diese Wahl gibt es bei sachlicher Betrachtung der &ouml;konomischen Zusammenh&auml;nge nicht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Gesundheit und Wirtschaft sind in der Corona-Krise eng miteinander verzahnt. Die Politik muss die Risiken in beiden Gebieten abw&auml;gen und Kompromisse bei Empfehlungen beider Seiten finden, die faktisch nicht zusammenpassen. Je sorgf&auml;ltiger die Regierenden dabei vorgehen, desto besser k&ouml;nnen die Ergebnisse kommuniziert werden und lassen sich die entsprechenden Ma&szlig;nahmen gegen&uuml;ber Kritikern vertreten. Dass unter Zeitdruck gearbeitet, entschieden und gehandelt werden muss und sich Fehler einschleichen, liegt in der Natur einer Krise. Was aber nicht vermittelbar ist und zus&auml;tzlichen Schaden anrichtet, ist ein Durcheinander und Dahinstolpern der Politik, das weniger ein Dazulernen offenbart als Ahnungslosigkeit. Von einer von &ouml;konomischer Weitsicht gepr&auml;gten Position &bdquo;ahead of the curve&ldquo; ist man Meilen entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/ist-der-staat-oekonomisch-ueberfordert\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum das Corona-Risiko nicht absolut gesetzt werden darf<\/strong><br>\nNichts ist alternativlos. Deswegen m&uuml;ssen die beispiellosen Ma&szlig;nahmen hinterfragt werden &ndash; und das Virus mit anderen Gesundheitsgef&auml;hrdungen verglichen. Ein Gastbeitrag. (&hellip;)<br>\nNicht erst, wenn Corona einmal ausgestanden ist, gilt es den Blick daher &uuml;ber die Herausforderungen der aktuellen Pandemie hinaus zu weiten. Der Schutz vor spezifischen Risiken oder dessen Ausbleiben ber&uuml;hrt die Verteilungsgerechtigkeit, f&uuml;r die Virologen keine Ansprechpartner sind; maximalen Schutz f&uuml;r alle kann der Staat nicht gew&auml;hrleisten.<br>\nPolitische F&uuml;hrung ersch&ouml;pft sich nicht im Regiment von Fallzahlen. Sie bedeutet vor allem: Vorschl&auml;ge zu machen, welche Maximen wir uns setzen wollen. In Krisen-Zeiten wie zuletzt in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 verschieben sich Machtverh&auml;ltnisse und Aufmerksamkeit in Richtung der Exekutive.<br>\nDamals wie heute sind unsere Erwartungen vern&uuml;nftiger Problembew&auml;ltigung, an Regierung und Exekutive gerichtet. Doch der &ldquo;Selbststeuerungsmechanismus&rdquo; (Michael Greven) demokratischer Gesellschaften, auch in Krisenzeiten, ist nicht die Exekutive &ndash; und erst recht kein technokratisches, KI-gest&uuml;tztes Prozessmanagement &ndash; sondern die Politik. (&hellip;)<br>\nWenn jetzt schon die Infektionsschutzgesetze ge&auml;ndert werden, dann sollten die Kompetenzen der Exekutive nicht einfach auf breiter Front erweitert, sondern an mindestens einer Stelle auch verringert werden: Bei der Ausrufung des Ausnahmezustands.<br>\nKeine Seuche kommt so schnell, dass Bundestag und Bundesrat nicht in parlamentarischer Beratung &uuml;ber angemessene Ma&szlig;nahmen entscheiden k&ouml;nnten: jedenfalls nicht schneller, als es in Zeiten des Kalten Krieges ein Angriff des Ostblocks erfolgt w&auml;re. Wenn schon die Rhetorik der Corona-&rdquo;Bek&auml;mpfung&rdquo; an den Verteidigungsfall erinnert, dann darf man das auch weiterdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wann-kommt-der-naechste-ausnahmezustand-warum-das-corona-risiko-nicht-absolut-gesetzt-werden-darf\/25748056.html\">Georg Eckert und Leonard Novy in Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&ouml;ne neue Corona-Welt<\/strong><br>\nEine Welt ohne soziale Kontakte wird geprobt<br>\n(&hellip;) Strafgeld von 2.500 Euro<br>\nSchon am Vorabend der vierten Grundgesetz-Versammlung auf dem Berliner Rosa-Luxemburg-Platz erhielten die Initiatoren pers&ouml;nlichen Besuch von der Polizei. Man informierte sie &uuml;ber eine &ldquo;Aufenthaltsverbotsverf&uuml;gung&rdquo;. Im Fall von Uli Gellermann wurde ein Strafgeld von 2.500 Euro angedroht, sollte der am 18. 04. 2020 in der Zeit von 10.00 bis 24.00 Uhr den Rosa-Luxemburg-Platz und angrenzende Stra&szlig;en betreten. Demokratie ist teuer. Und doch kamen erneut mehr Menschen zum Platz als zuvor, und doch setzten sie sich heftigen Strafgeldern und einer immer ruppiger werdenden Polizei aus. Wer ist das, der diesen Mut aufbringt? Kaum die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen, kein schwarzer Block, keine bew&auml;hrten Friedensk&auml;mpfer. Die Generationen sind gemischt, die soziale Herkunft auch<br>\nWem n&uuml;tzt der Ausnahmezustand?<br>\nKlar ist, dass es sich w&auml;hrend des Ausnahmezustands so bequem regieren l&auml;sst wie nie: Keine parlamentarische Opposition, die Medien sind noch gleichf&ouml;rmiger als &uuml;blich, die au&szlig;erparlamentarische Opposition l&auml;sst sich mit Polizeiaufgeboten und Strafgeldern bisher unter Kontrolle halten. Ein Traum vom Durchregieren macht sich breit. Aber es kann auch Geld verdient werden. Nat&uuml;rlich nicht die vielen, vielen kleinen Unternehmen, die zur Zeit kaputt gehen. Aber wenn der umtriebige Milliard&auml;r Bill Gates seinen Stoff auf den Markt bringt, wird viel Geld verdient&hellip;<br>\nSoziale Kontakte &auml;ndern die Welt<br>\nNur mit konkreten sozialen Kontakten ist die Welt zu &auml;ndern. Virtuelle Demonstrationen sind so unwirksam wie virtuelle Konzerte, die den vereinzelten Zuschauer unber&uuml;hrt lassen: Erst der echte, der pers&ouml;nliche soziale Kontakt bewegt. Zu Gef&uuml;hlen und zum Nachdenken. Nur gemeinsam sind Erkenntnisse und Ver&auml;nderungen m&ouml;glich. Davor will uns die sch&ouml;ne neue Corona-Welt bewahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/schoene-neue-corona-welt\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Dilemma der Lockdown-Politik<\/strong><br>\nDas Leben eines gr&ouml;&szlig;eren und im Schnitt j&uuml;ngeren Teils der Bev&ouml;lkerung steht gegen das &auml;lteren Minderheit. W&auml;re es moralisch legitim, das Wohl der einen f&uuml;r das Wohl der anderen zu opfern? (&hellip;)<br>\nDoch unabh&auml;ngig davon, wie man zu Corona steht, eines d&uuml;rfte klar sein: Diese Epidemie wird erst dann enden, wenn entweder ein Impfstoff gefunden oder Herdenimmunit&auml;t erreicht wird. Beides scheint momentan nicht in Reichweite: Ein Impfstoff wird vermutlich nicht vor 2021 erh&auml;ltlich sein und eine suffiziente kollektive Immunisierung wird mit den jetzigen Ma&szlig;nahmen laut Modellen erst in 1-2 Jahren eintreten. Ein probates Medikament steht auch noch aus. Die famose Reproduktionszahl R0 auf unter 1 zu dr&uuml;cken kann auch nur ein tempor&auml;res Ziel sein. Die Epidemie w&auml;re dann keineswegs vorbei, sondern nur wieder &uuml;berschaubar. Die Drohung einer zweiten Welle st&uuml;nde dann immer noch im Raum. Also, was tun?<br>\nDass der Lockdown so schnell als m&ouml;glich beendet werden muss, l&auml;sst sich nicht mehr wegargumentieren. Die gesellschaftlichen und &ouml;konomischen Sch&auml;den sind bereits immens. Experten sprechen schon jetzt von der schlimmsten Weltwirtschaftskrise seit 1929. Viele bangen bereits um ihre Existenz &ndash; auch in wohlhabenden L&auml;ndern. Die Caritas verbucht einen steilen Zulauf.<br>\nIn vielen &auml;rmeren L&auml;ndern sind Menschen verst&auml;rkt durch den Hungertod bedroht aber auch in Europa wird bereits gehungert. In S&uuml;ditalien wurden schon j&auml;h nach Krisenbeginn Superm&auml;rkte gepl&uuml;ndert, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Die T&auml;ter waren jedoch keine Kleinkriminellen, sondern ganz normale B&uuml;rger. All dies geschieht aus finanzieller Not, wie es hei&szlig;t.<br>\nDass es so nicht geht, daran zweifeln nur noch wenige, wiewohl es auch nur wenige wagen, daraus langfristige Konsequenzen zu ziehen. Immerhin macht &Ouml;sterreich den ersten Schritt. Die Wirtschaft soll wieder hochgefahren werden &ndash; st&uuml;ckweise versteht sich. Zuerst &ouml;ffnen kleinere Gesch&auml;fte sowie Bau- und Gartenm&auml;rkte. Der Rest soll schrittweise folgen. Anfang Juni soll alles wieder so sein wie vor der Krise &ndash; zumindest f&uuml;r eine Zeit lang, denn eine zweite Welle ist wahrscheinlich. Aber was dann?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Dilemma-der-Lockdown-Politik-4704918.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp.:<\/strong> Sehr lesenswert!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer wird zur Kasse gebeten? &ndash; Nach der Coronakrise ist die Debatte unausweichlich<\/strong><br>\nDie Debatte ist l&auml;ngst im Gange, auch wenn sie von aktuellen Sorgen noch &uuml;berlagert wir. Doch sp&auml;testens, wenn wir aus der Coronakrise in eine neue Normalit&auml;t eintreten werden, wird sich die Frage stellen: Wie umgehen mit den immensen Kosten der Rettungsprogramme? Die Antworten werden nicht so ausfallen k&ouml;nnen wie nach der Weltfinanzkrise der Jahre 2008 und folgende. Der Shutdown gro&szlig;er Teile der globalen Wirtschaft hat eine andere Dimension als alle Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg. Und so werden wir auch bei der Bew&auml;ltigung andere Wege gehen m&uuml;ssen. Wer nach historischen Anleitungen sucht, wird unweigerlich bei dem New Deal landen, mit dem US-Pr&auml;sident Franklin D. Rossevelt auf den &ldquo;Schwarzen Freitag&rdquo; an der New Yorker B&ouml;rse im Jahr 1929 reagierte. Anders als es andere empfahlen, legte er kein Sparprogramm auf, sondern ein Investitionsprogramm in der damals gigantischen H&ouml;he von 3 Milliarden Dollar. Es wurden Stra&szlig;en gebaut, Br&uuml;cken, Schulgeb&auml;ude, es wurden riesige Staud&auml;mme ebenfalls angelegt wie Parks. Millionen fanden Arbeit. Es war der Grundstock f&uuml;r den Aufstieg der USA zur Weltmacht. Doch ein Bereich muss jetzt endlich entschlossen ins Visier genommen werden. Es wird nach der Krise noch weniger als jetzt zu vermitteln sein, warum Giganten wie Faceboock, Amazon oder Google so gut wie keine Steuern zahlen. Es ist nicht l&auml;nger hinzunehmen, dass sowohl Oligarchen wie Mafiagruppen illegal Milliarden, ja Billionen umsetzen und diese Gelder dann in New York, London oder M&uuml;nchen (aber auch kleineren Orten) reinwaschen. Es kann nicht sein, dass weiter immense Milliardensummen in Steueroasen verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.10038451\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser G.G.:<\/strong> Dieser Artikel ist Pflichtlekt&uuml;re f&uuml;r die Entscheider-Eliten in Politik, Gesellschaft und vor allem auch der aktuellen neoliberalen bzw. neoklassischen Dogmatiker der Wirtschaftswissenschaften. Die absolute &ldquo;Marktgl&auml;ubigkeit&rdquo; dieser &Ouml;konomen geh&ouml;rt endg&uuml;ltig auf den Misthaufen der Geschichte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Hinweis auf den &bdquo;New Deal&ldquo; Roosevelts ist auch in die Richtung interessant als Roosevelt ebenso strenge Regulierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Banken einf&uuml;hrte und im Vergleich zu Deutschland, dass in der Wirtschaftskrise eine harte Austerit&auml;tspolitik verfolgte, an deren Ende die Machtergreifung der Nazis stand.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Starke Schultern k&ouml;nnen und m&uuml;ssen mehr tragen als bisher<\/strong><br>\nW&auml;hrend die rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von BMW in staatlich mitfinanzierte Kurzarbeit geschickt wurden, will der Aufsichtsrat des Autokonzerns auf der 100. Hauptversammlung am 14. Mai 2020 an seine Aktion&auml;re 1,64 Milliarden Euro Dividende auszahlen. Die Kritik daran bricht nicht ab, Stimmen f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe in der Coronakrise werden lauter.<br>\nDietmar Bartsch fordert, dass Bonuszahlungen und Dividendenaussch&uuml;ttungen auszusetzen sind, falls deutsche Unternehmen Kurzarbeit oder andere staatliche Leistungen in der Krise in Anspruch nehmen. &ldquo;Wir kennen das ja schon: in der Krise darf der Steuerzahler einspringen, in guten Zeiten die Investoren die Gewinne einstreichen. Dass die Aktion&auml;re nun sogar in schlechten Zeiten abkassieren sollen, setzt dem Ganzen aber die Krone auf. Wer Staatshilfen bekommt, darf nicht gleichzeitig Dividenden aussch&uuml;tten&rdquo;, kritisiert Sahra Wagenknecht die Pl&auml;ne der BMW-Manager.<br>\nNach der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz greift mit Sigmar Gabriel nun ein weiterer prominenter Sozialdemokrat die Vorschl&auml;ge der Linken f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe auf. Fabio De Masi freut sich, &ldquo;dass Ideen der Linken zur Absch&ouml;pfung von Milliarden-Verm&ouml;gen &uuml;ber einen Lastenausgleich nun selbst in der Deutschen Bank Schule machen. Wir haben bereits bei der Verabschiedung der Corona-Hilfen im Deutschen Bundestag beantragt, dass die Bundesregierung einen Vorschlag f&uuml;r die Beteiligung der oberen ein Prozent am wirtschaftlichen Wiederaufbau vorlegt. Jetzt muss noch Finanzminister Olaf Scholz zeigen, dass dies nicht nur Parteitagsreden aktueller und ehemaliger SPD-Vorsitzender sind. Wer wie die Quandts und Klattens &uuml;ber 700 Millionen Euro an Dividenden aus BMW zieht, w&auml;hrend die Besch&auml;ftigten in Kurzarbeit geschickt werden, kann auch etwas f&uuml;r dieses Land tun.&rdquo;<br>\nAuch Dietmar Bartsch reagiert positiv: &ldquo;Starke Schultern k&ouml;nnen und m&uuml;ssen mehr tragen als bisher. Reichensteuer oder Verm&ouml;gensabgabe sind adhoc die richtige Antwort. Langfristig braucht es eine gro&szlig;e Steuerreform f&uuml;r mehr Zusammenhalt und Gerechtigkeit. Das geht nur mit Mitte-Links&rdquo;, adressiert er an Vizekanzler Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/starke-schultern-koennen-und-muessen-mehr-tragen-als-bisher\/\">DIE LINKE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dazu nur am Rande: Bekanntlich sind Susanne Klatten und Stefan Quandt mit knapp 40 Prozent Aktienanteil die Mehrheitseigner von BMW, d.h. Frau und Herr Klatten\/Quandt werden wieder einmal, ohne einen Finger daf&uuml;r ger&uuml;hrt zu haben, um mehr als eine halbe Milliarde Euro reicher. Auf der anderen Seite stehen durch den Lockdown wohl Hunderttausende vor den Tr&uuml;mmern ihrer beruflichen Existenz.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Staat zahlt Corona-Hilfen an Steuer-Trickser<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn Konzerne Staatshilfen beantragen, sind sie dem Steuerzahler Rechenschaft schuldig. Die Hand aufhalten, aber in Steueroasen Gewinne parken, geht nicht&rdquo;, sagt der Linken-Politiker Fabio De Masi. &ldquo;Es sollte stutzig machen, wenn jetzt zum Teil besonders diejenigen Unternehmen am lautesten nach Hilfe rufen, die sich vor der Krise durch aggressive Steuervermeidung um ihren Beitrag zum Gemeinwohl gedr&uuml;ckt haben&rdquo;, sagt Lisa Paus, Obfrau der Gr&uuml;nen im Finanzausschuss. Ihre Fraktion beantragte am Mittwoch, Unternehmen, die zur Steuervermeidung in einer Steueroase registriert sind, keine Staatshilfen zu gew&auml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/corona-hilfe-konzerne-steuern-1.4884892\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>und: D&auml;nemark: Keine Staatshilfen f&uuml;r Unternehmen, die Dividenden zahlen<\/strong><br>\nWie andere L&auml;nder auch greift D&auml;nemark in der Corona-Krise Unternehmen mit Staatshilfen in Milliardenh&ouml;he unter die Arme. Doch es gibt eine Besonderheit: Ausgeschlossen von den Hilfen werden Firmen, die noch Dividenden zahlen oder in Steueroasen registriert sind.<br>\nDie d&auml;nische Regierung hat in der Corona-Krise die Laufzeit ihrer Hilfsprogramme f&uuml;r Firmen und Besch&auml;ftigte um einen Monat bis zum 8. Juli verl&auml;ngert und um einige Ma&szlig;nahmen erg&auml;nzt. Das berichtete das Nachrichtenportal Bloomberg. Unternehmen k&ouml;nnen nun unter anderem im Vorjahr geleistete Steuerzahlungen als zinslose Darlehen zur&uuml;ckerhalten.<br>\nDie Ausgaben erh&ouml;hen sich durch die beschlossenen Erg&auml;nzungen um etwa 100 Milliarden Kronen (gut 13 Milliarden Euro) auf 400 Milliarden Kronen. Finanziert werden sollen diese Ausgaben unter anderem durch die Ausgabe von Staatsanleihen.<br>\nDiesen Ma&szlig;nahmen stimmten alle Parteien im d&auml;nischen Parlament zu. In einer Erkl&auml;rung vom Samstag stellte die Regierung klar, dass nicht alle Unternehmen die staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen k&ouml;nnen. Ausgeschlossen von den Hilfsprogrammen seien Firmen, die Dividenden aussch&uuml;tten, eigene Aktien zur&uuml;ckkaufen oder in Steueroasen registriert sind.<br>\nDas sollte auch bei uns das Minimum des politischen Anstands sein: Keinerlei Staatshilfen f&uuml;r Unternehmen, die in diesem Jahr Dividenden aussch&uuml;tten, Aktien zur&uuml;ckkaufen oder in einer Steueroase registriert sind, bzw. ihre Gewinne dorthin verfrachten. KEINE https:\/\/t.co\/uAH5QxNXBI<br>\n&mdash; Norbert H&auml;ring (@norberthaering) April 20, 2020<br>\nDer Journalist und Blogger Norbert H&auml;ring lobte diesen Ansatz. Auf Twitter forderte er, als &ldquo;Minimum des politischen Anstands&rdquo; derartige Firmen auch in Deutschland von Staatshilfen auszuschlie&szlig;en. Neben zahlreichen kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen wollen in Deutschland auch Dax-Konzerne Staatshilfen in Anspruch nehmen, die zu einem gro&szlig;en Teil im Besitz von Finanzkonzernen wie BlackRock und Vanguard sind.<br>\nAnders als Deutschland hat D&auml;nemark bereits in der vergangenen Woche damit begonnen, die im Zuge der Corona-Krise verh&auml;ngten restriktiven Ma&szlig;nahmen deutlich zu lockern. Am Mittwoch &ouml;ffneten die Schulen wieder f&uuml;r die j&uuml;ngsten Sch&uuml;ler, am Montag k&ouml;nnen kleine Betriebe wie Friseure und Zahn&auml;rzte wieder f&uuml;r Kunden &ouml;ffnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/101251-danemark-keine-staatshilfen-fur-unternehmen\/\">RT Deutsch, 20.04.2020<\/a><\/p>\n<p><strong>au&szlig;erdem: Disney zahlt mehr als 100.000 Mitarbeitern kein Gehalt mehr<\/strong><br>\nDer Disney-Konzern setzt ab dieser Woche die Gehaltszahlungen f&uuml;r mehr als 100.000 seiner Mitarbeiter aus, wie die &bdquo;Financial Times&ldquo; berichtet. Das entspricht fast der H&auml;lfte der gesamten Belegschaft.<br>\nBetroffen sind sogenannte Besetzungsmitglieder in Themenparks und Hotels in Europa und den USA, die wegen der Coronavirus-Pandemie seit fast f&uuml;nf Wochen geschlossen sind. Mit der Aussetzung der Gehaltszahlungen will der Unterhaltungskonzern bis zu 500 Millionen Dollar pro Monat einsparen.<br>\nDurch die Entscheidung sind die Mitarbeiter von Disney auf staatliche Leistungen angewiesen &ndash; &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung, die sich in den kommenden Monaten auf Hunderte von Millionen Dollar belaufen k&ouml;nnte &ndash; w&auml;hrend das Unternehmen Bonusprogramme f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte und eine im Juli f&auml;llige Dividendenzahlung in H&ouml;he von 1,5 Milliarden Dollar nicht antasten will.<br>\nDisney will Mitarbeitern, die unbezahlten Urlaub nehmen, volle Gesundheitsversorgungsleistungen gew&auml;hren. Zudem dr&auml;ngt der Konzern seine Mitarbeiter, sich um die zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung der US-Regierung im Rahmen des Corona-Hilfspakets in H&ouml;he von 600 Dollar pro Woche zu bem&uuml;hen.<br>\nIn Orlando, der Heimat von mehr als 70.000 betroffenen Disney-Mitarbeitern, zahlt der US-Bundesstaat Florida zw&ouml;lf Wochen lang Arbeitslosengeld von bis zu 275 Dollar pro Woche &ndash; es ist einer der niedrigsten S&auml;tze in den USA.<br>\nDie Gehaltszahlungen werden auch f&uuml;r die meisten der 17.000 Mitarbeiter im Disneyland Paris eingestellt, die in Frankreich Kurzarbeit anmelden m&uuml;ssen. Dies erm&ouml;glicht es den Unternehmen, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu reduzieren oder Urlaub zu nehmen, w&auml;hrend die Regierung bis zu 84 Prozent ihres Nettogehalts &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/coronakrise-disney-zahlt-mehr-als-100-000-mitarbeitern-kein-gehalt-mehr\/25755018.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei den &ndash; immerhin 100.000 &ndash; normalen Angestellten spart Disney 500 Millionen Euro im Jahr, indem die Zahlung der Lohnersatzkosten auf den Staat &uuml;berw&auml;lzt werden, w&auml;hrend die Bonusprogramme f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte und satte 1,5 Milliarden Dollar an Dividenden f&uuml;r die Aktion&auml;re nicht in Frage stehen &ndash; sogar im wirtschaftsfreundlichen Handelsblatt scheint Emp&ouml;rung &uuml;ber so viel Unversch&auml;mtheit durch. Und was folgt daraus? Nichts. Denn die harte Regulierung eines Raubtierkapitalismus, in dem so etwas nicht verboten ist, ist ja tabu; und nur mit Emp&ouml;rung und moralischen Appellen wird man solche Exzesse nicht unterbinden k&ouml;nnen. Dann bleibt am Ende nur hilfloses Schweigen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Umso besser, dass durch den Ausnahmezustand wesentliche Grund- und B&uuml;rgerechte au&szlig;er Kraft gesetzt sind und somit keinerlei M&ouml;glichkeit besteht Protest im &ouml;ffentlichen Raum zu artikulieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerpolitik in der Coronakrise: S&ouml;der will Soli noch vor dem Sommer abschaffen<\/strong><br>\nDie SPD stemmt sich gegen Nachl&auml;sse f&uuml;r Vielverdiener. Markus S&ouml;der will die Coronakrise dennoch f&uuml;r Steuersenkungen nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/solidaritaetszuschlag-markus-soeder-will-abgabe-in-corona-krise-noch-vor-sommer-abschaffen-a-888da54f-c30d-45a3-bce1-f4adca97d929\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Der Opportunismus von Markus S&ouml;der ist pathologisch. Jetzt will der bayrische Ministerpr&auml;sident die Gunst der Stunde nutzen und den Rest des Soli f&uuml;r etwa zehn Prozent aller Gro&szlig;verdiener abschaffen. Das ist genau das falsche Signal. Diese Steuerzahler haben eine Entlastung kaum n&ouml;tig. Gleichzeitig bef&uuml;rchten Politiker zu Recht das Wegbrechen von Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he. Noch weitere Steuersenkungen w&auml;ren das v&ouml;llig falsche Signal. Vielmehr sollten Wohlhabende, Reiche und Superreiche finanziell st&auml;rker zur Finanzierung der enormen Kosten herangezogen werden, u. a. &uuml;ber die Steuer und auch im Rahmen ihrer unternehmerischen Verantwortung. Eigenes Geld in das Unternehmen stecken, statt stattliche Finanzhilfen oder Kredite. Das w&auml;re ein richtiger Schritt in Richtung echte Solidarit&auml;t.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verr&uuml;ckte Ma&szlig;st&auml;be<\/strong><br>\nCorona In der Krise gehen Menschenleben vor Wirtschaft. Warum gilt das gleiche Prinzip nicht auch bei anderen globalen und nationalen Problemen?<br>\nWir entscheiden uns jetzt f&uuml;r Menschenleben, gegen die Wirtschaft, hei&szlig;t es allenthalben stolz in Politik und Medien. Das ist das eigentlich Atemberaubende an dieser Corona-Situation, denn in der bisherigen Menschheitsgeschichte und bis vorgestern lief es immer umgekehrt. Wie war es mit einem Mal m&ouml;glich, im Namen der Humanit&auml;t alle bisher geltenden Spielregeln au&szlig;er Kraft zu setzen? Selbst die des Profits und die der Ignoranz? Auch die Freiheitsrechte, weil sie jetzt angeblich eine t&ouml;dliche Gefahr sein k&ouml;nnen? Woher die pl&ouml;tzliche und, ja, l&ouml;bliche Ehrfurcht vor dem Leben? Man hatte sie bisher in der Politik, der Wirtschaft, selbst in Teilen der Medizin schmerzlich vermisst. F&uuml;r dieses Ph&auml;nomen hat es noch keine plausible Erkl&auml;rung gegeben, nur Staunen. Und Angst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/daniela-dahn\/verrueckte-massstaebe\">Daniela Dahn in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schutzhaft in Pflegeheimen<\/strong><br>\nBesonders die &Auml;lteren m&uuml;ssten als Risikogruppe in hohem Ma&szlig;e vor dem Virus gesch&uuml;tzt werden. Mit diesem Anspruch aber, w&ouml;rtlich genommen, werden die Alten zum passiven Objekt staatlicher Biopolitik, da ihnen die eigene Handlungskompetenz entzogen wird. Sie werden pauschal entm&uuml;ndigt. Die Alternative: Aufkl&auml;rung der Risikogruppe und Unterst&uuml;tzung statt Entm&uuml;ndigung wird bisher kaum kommuniziert. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend Sie jedenfalls gerade so richtig in Fahrt kommen, die guten Ideen sprudeln, Sie recht zuversichtlich sind, dass Sie die Lage schon irgendwie meistern werden, erhalten Sie zwei Eil-Briefe vom Staat: Der erste Brief tr&auml;gt den Titel: Verordnung zur Regelung von Neu- und Wiederaufnahmen in vollstation&auml;ren Dauer- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen.<br>\nSie lesen den Brief aufmerksam durch und bekommen einen Schreck! Wie sollen Sie derartige Forderungen umsetzen? Als ob es so einfach w&auml;re, mal eben &rdquo; unverz&uuml;glich Isolations- und Quarant&auml;nebereiche in einer f&uuml;r die Bewohnerzahl angemessenen Gr&ouml;&szlig;e vorzubereiten&rdquo;. Sie haben Jahre daran gearbeitet, Ihren Pflegekr&auml;ften beizubringen, die Zimmer als Zuhause, als Wohnung ihrer Bewohner zu sehen. Sie haben damit geworben, dass Ihre Kunden diese &ldquo;Wohnungen&rdquo; mit wenigstens ein paar vertrauten Gegenst&auml;nden einzurichten k&ouml;nnen. Wie soll das gehen, pl&ouml;tzlich drei verschiedene getrennte Unterbringungs-Bereiche einzurichten ohne ganz massiv in das Wohnrecht ihrer Kunden einzudringen. Ist das &uuml;berhaupt rechtlich m&ouml;glich?<br>\nGl&uuml;cklicherweise finden Sie im zweiten Brief des Ministeriums auch Auslegungshinweise. Darin, so hoffen Sie, finden Sie Hilfen, wie Sie die geforderten Ma&szlig;nahmen in Ihrem Haus umsetzen k&ouml;nnen. Doch weit gefehlt, hier wird nur noch sch&auml;rfer formuliert, welche Ergebnisse von Ihnen erwartet werden. [&hellip;]<br>\nGenauso unm&ouml;glich erscheint es Ihnen, nun pl&ouml;tzlich drei verschiedene Teams, samt Nachtwachen, einzurichten. Woher sollen Sie die Mitarbeiter dazu nehmen? Die Hinweise, wo Sie diese rekrutieren k&ouml;nnen, sollen ja wohl ein Witz sein? Als ob Sie nicht eh schon alles versuchen w&uuml;rden, auch nur die bisher gesetzlich vorgeschriebene Anzahl von Pflegekr&auml;ften zu gewinnen. Und nun sollen Sie Ihre schon an der Grenze des Zumutbaren arbeitenden Mitarbeiter auch noch verpflichten, bis zu 12 Stunden zu arbeiten? Und danach nur 9 Stunden Ruhepause zu haben? Notfalls, so wird ja auch schon diskutiert, sollen Sie ihr Team gar mit Zwangsarbeitern aufstocken?<br>\nW&auml;hrend Sie noch verzweifelt nach Auswegen suchen aus diesem Horror, den Sie umsetzen sollen, erfahren Sie aus den Medien, dass in NRW nun ein totales Besuchsverbot f&uuml;r Pflegeheime eingef&uuml;hrt worden ist. Ausgehverbot, Besuchsverbot: Ihr ganzer kundenorientierter Ansatz bricht zusammen. Sie sollen Ihr Haus ganz offensichtlich zu einem Gef&auml;ngnis umbauen. Und ihre Mitarbeiterinnen sollen neben der Pflege auch noch W&auml;rterinnen sein, Hilfspolizei. Sie werden blass. Und: Ihnen f&auml;llt zum ersten Mal in ihrem Berufsleben nichts mehr ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schutzhaft-in-Pflegeheimen-4707806.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Angst vor dem Absturz<\/strong><br>\nVor der heutigen Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs nehmen die Spannungen zwischen dem n&ouml;rdlichen Zentrum und der s&uuml;dlichen Peripherie der Eurozone weiter zu. Italiens Ministerpr&auml;sident Giuseppe Conte dringt weiterhin auf gemeinsame Anleihen (&ldquo;Coronabonds&rdquo;), die Berlin unver&auml;ndert ablehnt. Conte weist zugleich ESM-Darlehen zur&uuml;ck &ndash; trotz beschwichtigender &Auml;u&szlig;erungen aus Br&uuml;ssel: &ldquo;Wir haben nicht vergessen&rdquo;, konstatiert er, &ldquo;dass die Griechen [in der Eurokrise] gezwungen worden sind, inakzeptable Opfer zu bringen, um Kredite zu erhalten&rdquo;. W&auml;hrend Teile der deutschen Funktionseliten zu gewissen Zugest&auml;ndnissen bei den Coronabonds bereit sind, um den Fortbestand der Eurozone zu garantieren, zeichnen sich erste Risse zwischen den Bef&uuml;rwortern der Gemeinschaftsanleihen aus S&uuml;deuropa ab; Ursache ist, so hei&szlig;t es, die &ldquo;Furcht, die Deutschen zu sehr zu ver&auml;rgern&rdquo;. US-Beobachter rechnen damit, dass sich Berlin in dem Konflikt erneut durchsetzen und damit seine wirtschaftliche wie politische Vormacht in der EU weiter konsolidieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8253\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Wirtschaftshistoriker &uuml;ber EU-Krise: &bdquo;An einem Kipppunkt&ldquo;<\/strong><br>\nSteht jetzt der Euro auf dem Spiel? Dass die Groko in Berlin Coronabonds ablehnt, vertiefe die Spaltung zwischen Nord- und S&uuml;deuropa, sagt Adam Tooze. [&hellip;]<br>\nDie Italiener k&ouml;nnen ESM-Mittel nicht akzeptieren, abgesehen davon, dass die Summen ohnehin zu gering sind, um die italienische Wirtschaft wieder anzukurbeln. Es ist den Deutschen nicht klar, wie viel Schaden in der Eurokrise angerichtet worden ist. Von 2008 bis 2018 hat sich die wirtschaftliche Kluft zwischen Deutschland und Italien enorm vergr&ouml;&szlig;ert: um 8.000 Euro pro Jahr und Kopf beim Bruttosozialprodukt. Das ist ein Desaster f&uuml;r die italienische Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Wirtschaftshistoriker-ueber-EU-Krise\/!5677157\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Corona-Folgen: In Italien zerf&auml;llt das soziale Leben<\/strong><br>\nDie Angst vor dem finanziellen Ruin l&auml;sst die Italiener verzweifeln. Lange Schlangen bilden sich vor Pfandleihh&auml;usern. Denunziationen nehmen zu.<br>\nPaduaNoch vor wenigen Wochen gingen romantische Bilder um die Welt: Italiener stehen auf ihren Balkonen, singen und musizieren gemeinsam. Doch diese Zeit scheint vorbei. Gewalt und Denunziation w&uuml;rden zunehmen. Die Sorge um den finanziellen Ruin sei gro&szlig;. Die sich zuspitzende Lage beschreibt Valentina Saini, Italien-Korrespondentin des in Br&uuml;ssel erscheinenden Magazins , in einer Reportage.<br>\n(&hellip;) Die Nerven liegen bei vielen Italienern blank. Nach einer Umfrage des Piepoli-Instituts und des italienischen Psychologenverbandes f&uuml;hlten sich acht von zehn Italienern wegen der Abriegelung gestresst. Ein Grund seien haupts&auml;chlich finanzielle Sorgen und Existenz&auml;ngste. Italienische Lokalzeitungen berichten von langen Schlangen vor Pfandleihh&auml;usern. Um sich Lebensmittel kaufen zu k&ouml;nnen, tauschen die Menschen ihren Schmuck und Uhren.<br>\n(&hellip;) Die Corona-Krise hat das soziale Miteinander stark ver&auml;ndert. Die Quarant&auml;ne habe seit Langem bestehende soziale Probleme in Italien versch&auml;rft: h&auml;usliche Gewalt nehme zu, die Gef&auml;ngnisse seien &uuml;berf&uuml;llt. Zwar w&uuml;rden die meisten Menschen recht gut mit der Situation umgehen, sagt Psychologin und Psychotherapeutin Serena Valorzi dem Observer. Aber: &bdquo;Es ist viel schwieriger, einen klaren Kopf und Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen zu haben, wenn unangenehme Emotionen wie Wut, Traurigkeit oder Angst vorherrschen und wenn tiefe emotionale Bed&uuml;rfnisse wie Freiheit und Sicherheit nicht erf&uuml;llt werden&ldquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/corona-folgen-in-italien-zerfaellt-das-soziale-leben-li.81701?mktcid=smsh&amp;mktcval=OS%20Share%20Hub%20Von%20meinem%20iPhone%20gesendet\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Aufruhr in den Banlieues<\/strong><br>\nWurfgeschosse, Tr&auml;nengas &ndash; nach f&uuml;nf Wochen Ausgangssperre wegen Corona brechen in den Pariser Vorst&auml;dten Unruhen aus. Die Krawalle k&ouml;nnten sich auf das ganze Land ausbreiten. (&hellip;)<br>\nBisher hatten sich die streikerprobten Franzosen w&auml;hrend der Ausgangssperre ungew&ouml;hnlich diszipliniert an die Vorgaben der Regierung gehalten. Doch treffen diese die Bewohner der sozial schwachen Vorst&auml;dte von Paris besonders hart. Dort wohnen sie auf engstem Raum zusammen. Der konservative &ldquo;Figaro&rdquo; titelt: &ldquo;Angst vor einer Feuersbrunst.&rdquo; Die linke Tageszeitung &ldquo;Lib&eacute;ration&rdquo; warnt: &ldquo;Eine Revolte bahnt sich an.&rdquo;<br>\nDie Pariser Polizeipr&auml;fektur versucht nun zu beschwichtigen: &ldquo;Die Einsatzkr&auml;fte haben die Situation unter Kontrolle.&rdquo; Doch an den sozialen Brennpunkten um Stra&szlig;burg, Lyon und Toulouse gab es bereits neue Zusammenst&ouml;&szlig;e. Polizeigewerkschafter erkl&auml;rten, dass sie sich vor &ldquo;schwierigen N&auml;chten&rdquo; f&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-unruhen-in-den-vorstaedten-nach-fuenf-wochen-ausgangssperre-a-d597672d-2a55-4e12-acf3-2910d1636310\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Den Tracing-App-Entwicklern laufen die Partner weg<\/strong><br>\nDie Basis f&uuml;r das europ&auml;ische Contact Tracing wankt. Mehrere namhafte Institutionen haben das Projekt Pepp-PT verlassen. Wie Forscher in aller Welt bef&uuml;rchten sie einen mangelhaften Schutz der Privatsph&auml;re. [&hellip;]<br>\nBoos selbst sagte, er favorisiere f&uuml;r eine deutsche Tracing-App eine L&ouml;sung mit zentralem Server. Eine am Samstag ver&ouml;ffentlichte Dokumentation f&uuml;r eine m&ouml;gliche Implementierung von Pepp-PT entspricht ebenfalls dem zentralen Modell &ndash; die DP-3T-Entwickler halten es f&uuml;r gef&auml;hrlich und anf&auml;llig f&uuml;r &ldquo;systematischen Missbrauch&rdquo; und einen heimlichen Ausbau.<br>\nAuch von au&szlig;erhalb des Konsortiums regt sich Kritik an Pepp-PT. Am Montag ver&ouml;ffentlichten rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt einen offenen Brief &ldquo;an alle L&auml;nder&rdquo;, in dem sie unter anderem darauf dr&auml;ngen, auf Systeme zu setzen, die &ouml;ffentlich &uuml;berpr&uuml;ft werden k&ouml;nnen und die Privatsph&auml;re durch Design zu gew&auml;hrleisten &ndash; und nicht nur durch Vertrauen in die jeweiligen Betreiber.<br>\nDer Brief liest sich in weiten Teilen wie indirekte Kritik am aktuellen Kurs von Pepp-PT: &ldquo;Wo es verschiedene Optionen gibt, eine gewisse Funktion oder Komponente der App zu implementieren, muss diejenige gew&auml;hlt werden, mit der die Privatsph&auml;re am besten gesch&uuml;tzt wird.&rdquo; Aus Deutschland haben 55 Forscherinnen und Forscher aus mehr als zwei Dutzend Einrichtungen unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/apps\/pepp-pt-in-corona-krise-den-tracing-app-entwicklern-laufen-die-partner-weg-a-017f50eb-c1e2-4097-8182-53708ca6db59\">SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Kapitalismus in den USA: hier zeigt er sich in Reinform<\/strong><br>\nIn einer &ldquo;Krise&rdquo;, in der 22 Millionen US-B&uuml;rger arbeitslos werden und unz&auml;hlige kleine Gesch&auml;fte und Unternehmen eingehen, werden vier superreiche US-Amerikaner um weitere 47 Milliarden reicher. Hier l&auml;sst sich die Funktionsweise des Kapitalismus wie unter dem Brennglas studieren.<br>\nEs ist der 17 April 2020. Die USA sind zum globalen Hotspot der Covid-19-Epidemie geworden. Die Zahl der erfassten Infizierten betr&auml;gt &uuml;ber 700.000, die Zahl der tats&auml;chlich infizierten d&uuml;rfte um eine Vielfaches h&ouml;her liegen. Gut 34.000 Menschen sind an Covid-19 gestorben, fast die H&auml;lfte davon in der Finanzmetropole New York. In nur vier Wochen haben 22 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren und sich arbeitslos gemeldet (16. April) . In den Medien sind kilometerlange Autoschlangen vor Essensausgaben f&uuml;r Mittellose zu sehen. Die US-B&uuml;rger erleben eine gesundheitliche, wirtschaftliche und existenzielle Katastrophe.<br>\nEs gibt aber auch das andere New York, die Wall Street, und die anderen USA, die USA der Superreichen. Schaut man zur gleichen Zeit (15. April) auf die Bloomberg-Liste der Superreichen und ihr Amerika, so glaubt man man bl&uuml;hende Landschaften zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/covid-19-kapitalismus\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Maas: Keine Aufhebung der Reisewarnung auf absehbare Zeit<\/strong><br>\nInternationaler Urlaub ist nach Ansicht von Au&szlig;enminister Maas auf absehbare Zeit nicht m&ouml;glich. Es gebe &ldquo;keinen einzigen Hinweis&rdquo;, dass die Reisewarnung aufgehoben werden k&ouml;nnte. Und: Noch eine gro&szlig;e R&uuml;ckholaktion werde es nicht geben.<br>\nBundesau&szlig;enminister Heiko Maas sieht nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen keinen Anlass, die Reisewarnung zu lockern und internationale Urlaube wieder zu erm&ouml;glichen. &ldquo;Wir haben alle eine Reisewarnung &ndash; weltweit &ndash; in die Welt gesetzt, und irgendwann werden wir uns damit auseinandersetzen m&uuml;ssen, wann man diese Reisewarnung zur&uuml;cknehmen kann&rdquo;, sagte er im ARD Extra zur Corona-Krise. &ldquo;Es gibt allerdings im Moment keinen einzigen Hinweis, der darauf hindeutet, dass man das tun k&ouml;nnte in absehbarer Zeit.&rdquo; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/maas-reise-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> So ein ausgemachter Unsinn: Weil das Ausw&auml;rtige Amt einmal Reisewarnungen ausgegeben hat, d&uuml;rfen wir sie nicht hinterfragen und aufgeben. Tolle Logik. Es k&ouml;nnte sich ja etwas ge&auml;ndert haben! Man k&ouml;nnte ja kl&uuml;ger geworden sein! Der Mann kann auch nicht unterscheiden zwischen der Wiederankurbelung des Flugzeugmassenferntourismus und zwei Wochen Ferien mit der Familie in den Vogesen oder in Dalmatien oder in K&auml;rnten oder auf Bornholm oder sonst wo in Europa.<\/em><\/p>\n<p><em>Unser Au&szlig;enminister sieht oder wei&szlig; auch nicht, wie viele erwachsene Kinder von Deutschen inzwischen in anderen L&auml;ndern Europas arbeiten und wohnen. Sich, also Eltern, Geschwister und Enkel und Tanten und Nichten und Neffen gegenseitig zu besuchen und dabei auch zwei Wochen auszuspannen, soll nicht m&ouml;glich sein? Da haben die Kollegen des Heiko Maas aus &Ouml;sterreich, Spanien, Kroatien, D&auml;nemark etc. bei der Videokonferenz gut geschlafen. Wenn sie n&auml;mlich nicht daf&uuml;r sorgen, dass innerhalb Europas Ferienmachen auf vorsichtige Weise m&ouml;glich wird, dann ruinieren die Au&szlig;enminister der stark vom Tourismus lebenden L&auml;nder unz&auml;hlige Existenzen und ihre Volkswirtschaft.<\/em><\/p>\n<p><em>Unser Au&szlig;enminister hat auch offensichtlich nicht in Erinnerung, dass es Millionen ehemalige Gastarbeiter und ihre Nachkommen gibt, die ihre Familienverbindungen erhalten wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der f&uuml;r dies alles notwendige Reiseverkehr innerhalb Europas lie&szlig;e sich kombiniert mit ausgefeilten Schutzma&szlig;nahmen genauso gut organisieren wie f&uuml;r Ferien z.B. in Oberbayern oder an der Ostsee.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn das nicht m&ouml;glich ist, (weil das deutsche Au&szlig;enministerium fr&uuml;her einmal Reisewarnungen ausgegeben hat), kann man Europa vergessen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Kanzler Kurz optimistisch zu Grenz&ouml;ffnung f&uuml;r Urlauber<\/strong><br>\nBundeskanzler Sebastian Kurz (&Ouml;VP) hat sich in der ARD-Talkshow von Sandra Maischberger zur &ldquo;schrittweisen&rdquo; Grenz&ouml;ffnung f&uuml;r Urlauber zu Wort gemeldet. &ldquo;Nat&uuml;rlich ist es das Ziel, dass wir die Grenzen wieder runterfahren&rdquo;, sagte Kurz am Mittwochabend und zeigte sich optimistisch, dass das Reisen zwischen &Ouml;sterreich und Deutschland wieder m&ouml;glich wird.<br>\nBeide L&auml;nder seien bei der Eind&auml;mmung des Coronavirus auf einem guten Weg &ndash; und dies sei die Voraussetzung f&uuml;r ein Wiederaufleben des Tourismus. Einen genauen Zeitpunkt f&uuml;r Grenz&ouml;ffnungen nannte er nicht. Am Dienstag k&uuml;ndigte der Bundeskanzler das Anstreben einer &ldquo;schrittweisen&rdquo; Grenz&ouml;ffnung f&uuml;r Urlauber an. &ldquo;Wir sind hier insbesondere in Kontakt mit L&auml;ndern, die &auml;hnlich erfolgreich sind wie wir wie zum Beispiel unseren deutschen oder tschechischen Nachbarn&rdquo;, sagte er in Wien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sn.at\/politik\/innenpolitik\/kanzler-kurz-optimistisch-zu-grenzoeffnung-fuer-urlauber-86614864\">Salzburger Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da stellt sich die Frage, mit wem Heiko Maas seine kategorische Ablehnung von Grenz&ouml;ffnungen f&uuml;r den privaten Reiseverkehr eigentlich abgesprochen hat. Mit &Ouml;sterreich ja wohl ganz offensichtlich nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>UN-Generalsekret&auml;r fordert Sanktionsaufhebung wegen Corona &ndash; Ausw&auml;rtiges Amt gibt sich unwissend<\/strong><br>\nUN-Generalsekret&auml;r Guterres sowie UN-Menschenrechtskommissarin Bachelet haben mehrfach an die internationale Staatengemeinschaft appelliert, im Zuge der Corona-Krise die Sanktionen aufzuheben. RT fragte auf der BPK, ob die Bundesregierung dieses Ansinnen unterst&uuml;tzt.<br>\nIch bef&uuml;rworte die Aufhebung der Sanktionen, die gegen L&auml;nder verh&auml;ngt wurden, um den Zugang zu Nahrungsmitteln, lebensnotwendigen Gesundheitsg&uuml;tern und medizinischer Unterst&uuml;tzung im Rahmen von COVID-19 zu gew&auml;hrleisten. Dies ist die Zeit der Solidarit&auml;t, nicht der Ausgrenzung. Denken wir daran, dass wir nur so stark sind wie das schw&auml;chste Gesundheitssystem in unserer vernetzten Welt&rdquo;, so UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres am 24. M&auml;rz in einem Brief an die G20.<br>\nZeitgleich appellierte auch die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet f&uuml;r die Aufhebung oder zumindest Verminderung von Sanktionen angesichts der Corona-Krise.<br>\nAuf die Frage von RT Deutsch-Redakteur Florian Warweg auf der aktuellen Bundespressekonferenz, ob die Bundesregierung den Aufruf des UN-Generalsekret&auml;rs und der Hohen Kommissarin f&uuml;r Menschenrechte der Vereinten Nationen zur Aufhebung der Sanktionen teilt, kam vom Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes, Christofer Burger, die erstaunliche Antwort:<br>\nIch kenne diese Forderung, weltweit Sanktionen aufzuheben, ehrlich gesagt, in erster Linie als Position der russischen Regierung. Aus unserer Sicht werden Sanktionen ja nirgends auf der Welt als Selbstzweck eingesetzt.<br>\nDer Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes leugnete in Folge sowohl Kenntnis von dem Brief des UN-Generalsekret&auml;rs an die G20, dessen Mitglied die Bundesrepublik seit &uuml;ber 20 Jahren ist, als auch bez&uuml;glich des Aufrufs der UN-Menschenrechtskommissarin zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/101375-un-generalsekretar-fordert-sanktions-aufhebung-aussenamt-weiss-von-nichts\/\">RT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Auf der BPK bekommt man halt immer eine qualifizierte Antwort auf seine Fragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nukleare Teilhabe&ldquo; und die Dummheit der deutschen Vasallen<\/strong><br>\nAnnegret Kramp-Karrenbauer, die deutsche Meisterin im Insfettn&auml;pfchentappen, will, ohne ausreichende Einbeziehung des Parlaments und des Koalitionspartners SPD 135 Kampfflugzeuge, 90 Eurofighter und 45 US-amerikanische F-18-Maschinen beschaffen. Von einer zweistelligen Milliardensumme ist die Rede. In einer Zeit, in der viele Deutsche um ihre Existenz bangen, und medizinische Ger&auml;te und Atemschutzmasken fehlen.<br>\nDie Kampfflugzeuge brauchen wir, um uns an den &Ouml;l- und Gaskriegen der USA zu beteiligen. Auch m&uuml;ssten wir unsere &bdquo;nukleare Teilhabe&ldquo; sicherstellen, weil wir &bdquo;im Kriegsfall Zugriff auf Atomwaffen der USA haben&ldquo; sollen, wie es in der heutigen dpa-Meldung hei&szlig;t.<br>\nW&auml;ren die deutschen US-Vasallen nicht so beschr&auml;nkt, dann ginge ihnen vielleicht ein Licht auf. Im Kriegsfall h&auml;tten wir nicht Zugriff auf Atomwaffen der USA, sondern unsere &bdquo;nukleare Teilhabe&ldquo; best&uuml;nde darin, dass uns russische oder chinesische Atombomben auf den Kopf fielen. Es s&auml;he dann bei uns so aus, wie in Hiroshima oder Nagasaki (siehe oben).<br>\nDie miteinander rivalisierenden Atomm&auml;chte USA, China und Russland haben ihre Raketen logischerweise auf die Angriffszentralen des jeweiligen Gegners programmiert. Da die aggressivste Nuklearmacht der Welt, die USA, Russland und China einkreist und hochtechnische Systeme auch versagen k&ouml;nnen, ist es f&uuml;r Deutschlands Sicherheit unabdingbar, auf diese &bdquo;nukleare Teilhabe&ldquo; zu verzichten und die US-Atombomben und -Milit&auml;reinrichtungen von deutschem Boden zu verbannen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/2992615470799900\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Anachronismus des Kalten Kriegs beenden&ldquo; &ndash; Ex-Nato-Offizier zu AKKs Wunsch nach US-Atombombern<\/strong><br>\nDas Bundesverteidigungsministerium will ihre alten Kampfjets durch bis zu 90 weitere Eurofighter sowie 45 F-18-Bomber von &bdquo;Boeing&ldquo; ersetzen. Das US-Modell soll vor allem als Tr&auml;ger f&uuml;r Atombomben dienen. Oberstleutnant a.D. der Luftwaffe Jochen Scholz erkl&auml;rt, warum das Ministerium daran festh&auml;lt und was an dieser Bestellung heikel w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDer Tornado ist auch ein europ&auml;isches Flugzeug gewesen, das von den Amerikanern damals zertifiziert werden musste f&uuml;r den A-Bombeneinsatz. Und das k&ouml;nnte man jetzt genauso gut machen. Aber offensichtlich dr&auml;ngt die Zeit, weil die Flugzeuge halt relativ alt sind. Man k&ouml;nnte das zum Anlass nehmen, um endlich diese nukleare Teilhabe zu beenden und dann einen konkreten Schritt in die Richtung zu machen, die man st&auml;ndig propagiert, dass man weg will von Atomwaffen.<br>\nWarum macht man das nicht?<br>\nWeil damit im B&uuml;ndnis nicht nur gro&szlig;es Stirnrunzeln, sondern ausgesprochener Unmut entstehen w&uuml;rde. Ich erinnere mal an die Aussage vom ehemaligen parlamentarischen Staatssekret&auml;r im Verteidigungsministerium Willy Wimmer. Bei der letzten &bdquo;Wintex&ldquo;-&Uuml;bung der Nato 1989 war er der &Uuml;bungsverteidigungsminister im Rahmen dieser. Und als deutsche Tornados taktische Atombomben auf St&auml;dte in der DDR und Osteuropa werfen sollten, hat er den Bundeskanzler angerufen und hat gesagt, Herr Bundeskanzler, ich schlage jetzt vor, Deutschland steigt aus den &Uuml;bungen aus. Soweit waren wir schon einmal. Und Deutschland ist damals aus der &Uuml;bung ausgestiegen. Daran m&uuml;sste man jetzt eigentlich ankn&uuml;pfen. (&hellip;)<br>\nNun kann man das alles noch dem Kalten Krieg zugutehalten. Aber der Kalte Krieg ist vorbei und es gibt &uuml;berschaut kein vorstellbares Szenario, wo man an so etwas &uuml;berhaupt denken k&ouml;nnte. Wer will denn Deutschland angreifen? Keine Nation der Welt will das &ndash; au&szlig;er nat&uuml;rlich Putins Russland. Das ist klar. Also, das ist v&ouml;llig absurd, diese Vorstellung. Der russische Pr&auml;sident geht doch nicht 2001 in den deutschen Bundestag und macht ein gro&szlig;es Angebot f&uuml;r eine gemeinsame Zusammenarbeit von Lissabon bis Wladiwostok, um sich dann andererseits vorzubereiten auf einen offenen Angriff gegen Westeuropa und Deutschland. Das ist doch v&ouml;llig absurd.<br>\nIhrer Meinung nach braucht Deutschland diese nukleare Teilhabe nicht.<br>\nWir brauchen sie &uuml;berhaupt nicht. Das ist ein Anachronismus aus dem Kalten Krieg. Der geh&ouml;rt weg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/interviews\/20200422326944754-akks-atombombern-kritik\/\">Sputnik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Giorgio Agamben zum Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus: Ich h&auml;tte da eine Frage<\/strong><br>\nEin Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es zu k&uuml;mmern. Was spielt sich gerade vor unseren Augen in den L&auml;ndern ab, die von sich behaupten, sie seien zivilisiert? (&hellip;)<br>\nIch denke, der Leser, der sich anschickt, &uuml;ber die folgenden Punkte nachzudenken, kann nicht anders, als zuzustimmen, dass die Schwelle, welche die Menschlichkeit von der Barbarei trennt, &uuml;berschritten wurde. Und zwar, ohne dass man dies bemerkt h&auml;tte oder indem man so tat, als w&uuml;rde man es nicht bemerken. (&hellip;)<br>\n1.Der erste und vielleicht schwerwiegendste Punkt betrifft die K&ouml;rper der toten Personen. Wie konnten wir nur im Namen eines Risikos, das wir nicht n&auml;her zu bestimmen vermochten, hinnehmen, dass die uns lieben Menschen und &uuml;berhaupt alle Menschen in den meisten F&auml;llen nicht nur einsam sterben mussten, sondern dass ihre Leichen verbrannt wurden, ohne bestattet zu werden? Dies ist in der Geschichte von der mythischen griechischen K&ouml;nigstochter Antigone bis heute nie geschehen.<br>\n2.Wir haben bedenkenlos hingenommen, wiederum nur im Namen eines nicht n&auml;her zu bestimmenden Risikos, dass unsere Bewegungsfreiheit in einem Ausmass eingeschr&auml;nkt wurde, wie dies zuvor nie in unserem Land geschah, nicht einmal w&auml;hrend der beiden Weltkriege (die Ausgangssperre galt damals f&uuml;r bestimmte Stunden). Wir haben also hingenommen, im Namen eines nicht n&auml;her zu bestimmenden Risikos die Pflege unserer Freundschafts- und Liebesbeziehungen einzustellen, weil unser N&auml;chster zu einer m&ouml;glichen Ansteckungsquelle wurde.<br>\n3.Dies konnte geschehen &ndash; und hier ber&uuml;hren wir die Wurzel des Ph&auml;nomens &ndash;, weil wir die Einheit unserer Lebenserfahrung, die immer zugleich k&ouml;rperlich und geistig ist, in eine bloss biologische Einheit einerseits und in ein affektives und kulturelles Leben anderseits aufgespalten haben. Der Philosoph und Theologe Ivan Illich hat gezeigt, welche Verantwortung der modernen Medizin in dieser Spaltung zukommt. Sie scheint sich von selbst zu verstehen, in Wirklichkeit ist sie aber die gr&ouml;sste aller Abstraktionen. Ich weiss, dass diese Abstraktion von der modernen Wissenschaft durch Wiederbelebungs-Apparate erreicht wurde, die einen K&ouml;rper in einem Zustand des vegetativen Lebens zu erhalten verm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/coronavirus-giorgio-agamben-zum-zusammenbruch-der-demokratie-ld.1551896\">Giorgio Agamben in Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60447\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-60447","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60447"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60447\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60450,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60447\/revisions\/60450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}