{"id":60604,"date":"2020-04-30T10:00:08","date_gmt":"2020-04-30T08:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60604"},"modified":"2026-01-27T11:35:50","modified_gmt":"2026-01-27T10:35:50","slug":"corona-und-benachteiligung-computer-dringend-benoetigt-homeschooling-ist-fuer-meine-soehne-zu-einem-wettbewerb-des-unmoeglichen-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60604","title":{"rendered":"Corona und Benachteiligung &#8211; Computer dringend ben\u00f6tigt: \u201eHomeschooling ist f\u00fcr meine S\u00f6hne zu einem Wettbewerb des Unm\u00f6glichen geworden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Wir haben uns als Familie am 6. April an Hubertus Heil und am 14. April an Karl-Josef Laumann gewandt. Bisher hat keiner von beiden geantwortet, es gibt kein Signal f&uuml;r eine L&ouml;sung des Problems.&ldquo; Das sagt <strong>Thomas Wasilewski<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten. Wasilewski, der nach 35 Jahren berufsunf&auml;hig geworden ist, bezieht Hartz IV &ndash; wie seine drei S&ouml;hne im Alter von 12, 14 und 17 Jahren. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ben&ouml;tigen sie dringend einen Computer. Das Jobcenter M&ouml;nchengladbach und das Sozialgericht D&uuml;sseldorf haben <a href=\"https:\/\/taz.de\/Armut-in-der-Coronakrise\/!5677821\/\">dagegen<\/a> entschieden. Im Interview erz&auml;hlt Wasilewski von der Situation und zeigt so auf, was es hei&szlig;t, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Armen-in-Deutschland-dem-Tod-so-nah-3195687.html?seite=all\">arm<\/a> in einem reichen Land zu sein. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9051\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-60604-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200430_Corona_und_Benachteiligung_Computer_dringend_benoetigt_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200430_Corona_und_Benachteiligung_Computer_dringend_benoetigt_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200430_Corona_und_Benachteiligung_Computer_dringend_benoetigt_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200430_Corona_und_Benachteiligung_Computer_dringend_benoetigt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=60604-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/200430_Corona_und_Benachteiligung_Computer_dringend_benoetigt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"200430_Corona_und_Benachteiligung_Computer_dringend_benoetigt_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Wasilewski, Sie beziehen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60222\">Hartz-IV<\/a> und Ihre S&ouml;hne ben&ouml;tigen dringend einen Computer f&uuml;r die Schule. Doch das Jobcenter in M&ouml;nchengladbach hat den Antrag abgewiesen. <\/strong><\/p><p><strong>W&uuml;rden Sie uns bitte mitteilen: Wie stellt sich f&uuml;r Sie die Situation dar? Warum genau ben&ouml;tigen Ihre S&ouml;hne einen Computer?<\/strong><\/p><p>Meine S&ouml;hne sind 12, 14 und 17 Jahre alt und besuchen &ouml;ffentliche Schulen, die aufgrund einer Verf&uuml;gung der Landesregierung in Nullkommanichts geschlossen wurden. Bisher hatten wir leihweise einen Computer von meiner Schwester, den braucht sie in der Corona-Krise im eigenen Homeoffice. Infolgedessen waren wir technisch nicht auf den Hausunterricht in der Corona-Zeit vorbereitet. Von heute auf morgen ben&ouml;tigte ich f&uuml;r die Jungen einen Computer mit Monitor und Drucker. Ohne R&uuml;cklagen ist mir so eine Investition jedoch nicht m&ouml;glich. Die Arbeitsbl&auml;tter f&uuml;r den Hausunterricht werden im digitalen Zeitalter auf den Homepages der Schule ver&ouml;ffentlicht, k&ouml;nnen aber mit einem alten Smartphone nicht bearbeitet werden. Obendrein m&uuml;ssen die Arbeitsbl&auml;tter erst ausgedruckt werden und einen Drucker haben wir nicht. Ein Homeoffice ohne Computer nur mit zwei alten Smartphones ist nicht praxistauglich. Dadurch ist das sogenannte Homeschooling f&uuml;r meine S&ouml;hne zu einem Wettbewerb des Unm&ouml;glichen geworden, ohne Computer ist f&uuml;r sie digitale Bildung einfach nur Science Fiction.<\/p><p><strong>Ist die Versetzung Ihrer S&ouml;hne gef&auml;hrdet?<\/strong><\/p><p>Am 18. M&auml;rz dieses Jahres hat mein Sohn einen &bdquo;Blauen Brief&ldquo; bekommen, seine Leistungen sind in einigen F&auml;chern nicht ausreichend und deshalb ist die Versetzung gef&auml;hrdet. Mein Sohn ist in ein tiefes Loch gefallen. In der Corona-Zeit sind alle sozialen Kontakte zu seinen Klassenkameraden unterbrochen. Deshalb ist die Situation f&uuml;r ihn ganz besonders schwierig und belastend, er f&uuml;hlt sich hilflos, weil er noch nicht mal die technischen M&ouml;glichkeiten hat, um seine Wissensl&uuml;cken in den angemahnten F&auml;chern auszugleichen. Lernvideos zu schauen oder Arbeitsbl&auml;tter und Text zu lesen, ist mit einem defekten Display problematisch. Wir wissen auch nicht, wie es nun weitergehen soll.<\/p><p><strong>Was w&auml;ren denn die Kosten, um die es geht? Ihre S&ouml;hne w&uuml;rden sicherlich auch einen Drucker ben&ouml;tigen, oder?<\/strong><\/p><p>Dem Jobcenter haben wir ein Angebot eines H&auml;ndlers vorgelegt, f&uuml;r einen Computer mit Monitor, Drucker und Software verlangt der H&auml;ndler 750,00 Euro. Runtergebrochen belaufen sich die Kosten auf 250,00 Euro pro Kind.<\/p><p><strong>Mit welcher Begr&uuml;ndung haben denn das Jobcenter in M&ouml;nchengladbach und das Sozialgericht in D&uuml;sseldorf den Bescheid abgelehnt?<\/strong><\/p><p>Wenn ich das Sozialgericht D&uuml;sseldorf und das Jobcenter M&ouml;nchengladbach richtig verstehe, bestehen Zweifel daran, ob die von den Schulen digital zur Verf&uuml;gung gestellten Aufgaben verpflichtend sind. Zudem ist man anscheinend der Meinung, dass ein Computer und Drucker f&uuml;r Kinder aus armen Familien im Homeoffice &uuml;berfl&uuml;ssig ist. Das Jobcenter betont, dass die Bearbeitung von schulischen Arbeitsbl&auml;ttern auch an einem Smartphone m&ouml;glich sein m&uuml;sste. Dar&uuml;ber hinaus braucht das Jobcenter M&ouml;nchengladbach f&uuml;r die Bearbeitung des Antrags l&auml;nger Zeit und sieht hier in der Corona-Zeit keine besondere Dringlichkeit.<\/p><p><strong>Wie sehen Sie diese Begr&uuml;ndung?<\/strong><\/p><p>Das Sozialgericht und das Jobcenter M&ouml;nchengladbach h&auml;tten eine weisere Entscheidung treffen k&ouml;nnen. Millionen Kinder haben keinen Computer und sind von der digitalen Welt ausgeschlossen. Aber die Chancenungleichheit ist zu einer emp&ouml;renden Selbstverst&auml;ndlichkeit geworden und macht solche Entscheidungen erst m&ouml;glich. Schaut man in die Schulen, haben Lehrer in NRW Anspruch auf einen Computer f&uuml;r den Heimarbeitsplatz. Hierf&uuml;r k&auml;mpft die GEW schon l&auml;ngere Zeit und st&ouml;&szlig;t bei den &bdquo;Zahlmeistern&ldquo; immer auf Mauern der Gleichg&uuml;ltigkeit. In einer vergleichbaren Situation befinden sich die Sch&uuml;ler aus armen Familien. Von der digitalen Schule 4.0 sind Kinder aus armen Familien Lichtjahre entfernt, das r&auml;cht sich in der Corona-Krise. Die Entscheidungsunf&auml;higkeit der Regierung wird hier auf dem R&uuml;cken der Lehrer und Sch&uuml;ler ausgetragen. Im Leben kann ich mir nicht vorstellen, dass meine S&ouml;hne an ihren alten Smartphones &bdquo;Homeschooling&ldquo; erfolgreich gestalten k&ouml;nnen. Viele Dateien lassen sich schlichtweg nicht &ouml;ffnen. Die modernen Lernplattformen wie &bdquo;moodle&ldquo; k&ouml;nnten von meinen S&ouml;hnen nicht genutzt werden und w&uuml;rden so nur von Kindern reicher Eltern genutzt. Die Chancenungleichheit in Corona-Zeiten nimmt weiter zu und die Regierung schaut gleichg&uuml;ltig drein, kein &bdquo;Untertan&ldquo; muckt auf, es ist mucksm&auml;uschenstill. Erschreckend! Hinzu kommt, dass wochenlanger Hausunterricht ohne ordnungsgem&auml;&szlig;e Teilnahme am Unterricht bestimmt keine gleichen Bildungschancen schafft. Durch meinen h&auml;uslichen Unterricht kann die Schulpflicht oder der Schulbesuch meiner S&ouml;hne nicht erf&uuml;llt werden. All das halte ich f&uuml;r unertr&auml;glich und ungerecht. <\/p><p><strong>Sie haben am 14. April einen Brief an den Minister f&uuml;r Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen geschickt. Hat Ihnen Karl-Josef Laumann geantwortet?<\/strong><\/p><p>Wir haben uns als Familie am 6. April an Hubertus Heil und am 14. April an Karl-Josef Laumann gewandt. Bisher hat keiner von beiden geantwortet, es gibt kein Signal f&uuml;r eine L&ouml;sung des Problems. Was soll ich als B&uuml;rger von solchen Ministern halten? Das ist keine Sternstunde f&uuml;r uns, denn wir hatten nat&uuml;rlich etwas Empathie erwartet.<\/p><p><strong>Sie haben uns den Brief dankenswerterweise zur Verf&uuml;gung gestellt. In dem Brief hei&szlig;t es, die ehemalige NRW-Schulministerin Barbara Sommer habe gesagt: &bdquo;Kein Kind darf in unserem Schulsystem verlorengehen.&ldquo; Sie bitten Minister Laumann eindringlich um rasche Hilfe.<\/strong><br>\n<strong>Haben Sie Hoffnung, dass Herr Laumann sich des Problems Ihrer S&ouml;hne annimmt?<\/strong><\/p><p>Ein Sozialminister, der in diesen Zeiten die F&ouml;rdermittel der Arbeitslosenzentren in NRW streicht, macht damit deutlich, welchen Stellenwert arme Menschen haben. Zuerst k&uuml;mmert sich der Staat um systemrelevante Kinder, das erweckt bei mir das Gef&uuml;hl, der &bdquo;sch&auml;bige Rest&ldquo; wird ausgeblendet. Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist unanst&auml;ndig, dass Kinder aus Moria oder aus Hartz-IV-Familien verrecken oder verbl&ouml;den. Es ist haarstr&auml;ubend, dass nur &uuml;ber die Abiturpr&uuml;fungen gesprochen wird und &bdquo;Unterschicht-Kinder&ldquo; mit Schulproblemen alleingelassen werden. Aber es ist eine Selbstverst&auml;ndlichkeit in diesem Land! Diese Chancenungleichheit h&ouml;rt nicht auf, nur weil der Herr Minister sie nicht sehen will. Er muss etwas tun &ndash; und bei uns stirbt die Hoffnung zuletzt. <\/p><p><strong>Die taz hat &uuml;ber den Fall berichtet. In dem Artikel f&uuml;hrt die Zeitung an, dass im Regelsatz auch 2,51 Euro pro Erwachsenem und 2,07 Euro pro Kind &bdquo;f&uuml;r Kauf und Reparatur von Festnetz- und Mobiltelefonen und anderen Kommunikationsmitteln&ldquo; einberechnet sind. F&uuml;r den Betrag kann man sich im Billigladen eine Packung Buntstifte kaufen, aber keinen Computer. Was m&uuml;sste sich &auml;ndern?<\/strong><\/p><p>Das Grundrecht auf Bildung passt nicht zum Hartz-IV-Kind. Das Recht wird von den Verantwortlichen nicht ernst genommen und einfach beiseitegeschoben. Das ist f&uuml;r die M&auml;chtigen ganz einfach. Den &Auml;rmsten und Schw&auml;chsten fehlt die Kraft, sich zu wehre Sie sind wehrlose Opfer und oft erinnert es mich an den K&auml;lbermarsch von Berthold Brecht. Zudem werden die Werte des Grundgesetzes, das die Schw&auml;chsten sch&uuml;tzen soll, durch unsere Volksvertreter nach Kassenlage ausgelegt. &Auml;ndern m&uuml;sste sich also die Moral in diesem Land. N&auml;chstenliebe, Barmherzigkeit und Solidarit&auml;t fallen nicht vom Himmel und Grundrechte sollten grunds&auml;tzlich gelten.  <\/p><p><strong>D&uuml;rfen wir Sie fragen: Warum beziehen Sie Hartz IV? <\/strong><\/p><p>Ich bin nach 35 Berufsjahren erwerbsunf&auml;hig geworden und kann nicht mehr arbeiten. Die kleine Rente reicht nicht zum &Uuml;berleben.<\/p><p><strong>Wie machen sich, wenn es um Ihre Kinder geht, die knappen finanziellen Mittel noch bemerkbar?<\/strong><\/p><p>In den Ferien ist f&uuml;r meine S&ouml;hne im Schwimmbad Endstation. Die Frage Eisdiele oder Aldi-Eis ist schon vor den Ferien entschieden. Blamabel wird es f&uuml;r die Kinder nach den Sommerferien, in den Gespr&auml;chsrunden am ersten Schultag nach den Ferien geht es um den Urlaub. Das ist der Horrortag f&uuml;r die drei und bereitet vorher viele schlaflose N&auml;chte. Kleidung, Kino, Wochenendausfl&uuml;ge, Erlebnisse &ndash; in einer Welt, die auf Konsum ausgerichtet &ndash; sp&uuml;rt man die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43341\">Armut<\/a> jeden Tag. Das ist nicht sch&ouml;n. Daf&uuml;r verbringen wir aber viel Zeit miteinander und lachen oft und gerne.<\/p><p><strong>Wie nehmen Ihre Kinder die Lebenssituation wahr?<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die Jungen ist es schwer, sie f&uuml;hren ein armes Leben. Sie erleben, dass, verzeihen Sie mir, wenn ich es so direkt sage, die Schei&szlig;e immer den Berg runterrollt &ndash; wer unten steht, kriegt alles ins Gesicht und hat in Corona-Zeiten noch nicht mal Klopapier. Die Worte h&ouml;ren sich zwar brutal an, beschreiben aber die Situation bestens. Doch im Grunde ist es noch viel schlimmer. Aber alle drei sind K&auml;mpfer und wollen den Gipfel erklimmen. Das macht mich als Vater stolz. <\/p><p><strong>Was ist Ihre Sicht: Was l&auml;uft im Hinblick auf unseren Sozialstaat falsch?<\/strong><\/p><p>Im Umgang mit Hartz-IV-Empf&auml;ngern wird oft gesprochen wie vor 80 Jahren, das macht mich w&uuml;tend. Diese Art und Weise, &uuml;ber arme Menschen herzufallen, verleitet dazu, genauso zu handeln, wie man redet. Manche Medien und Volksvertreter bezeichnen die sogenannten &bdquo;sozial Schwachen&ldquo;, also die Unterschicht &ndash; also mich &ndash; also meine S&ouml;hne &ndash; als bildungsfern oder als Faulpelze, das ist ein Frontalangriff. Auch wird immer so getan, als sei ein Hartz-IV-Empf&auml;nger an seiner Situation selbst schuld. So kann man uns nat&uuml;rlich leicht verunglimpfen. Doch jeder, der seine Augen &ouml;ffnet, kann sehen, dass in unserem Land die Ungleichheit wuchert. Politiker sprechen dar&uuml;ber, dass die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56488\">Schere zwischen Arm und Reich<\/a> immer weiter auseinandergeht, und machen Wahlversprechungen wie &bdquo;Weltbeste Bildung&ldquo;. In der Realit&auml;t wird jedoch Arbeitslosigkeit finanziert und an der Bildung gespart. Die gr&ouml;&szlig;ten Bruchbuden in M&ouml;nchengladbach sind unsere Lehranstalten. Diese Schieflage wird auf dem R&uuml;cken der Kinder und Lehrer ausgetragen und einige Volksvertreter finden das anscheinend bedenkenlos. Die Entscheidung des Jobcenters M&ouml;nchengladbach passt genau in dieses Muster. Heute schlie&szlig;en wir die Kinder von der digitalen Bildung aus und &bdquo;morgen&ldquo; zahlen wir ihnen Hartz-IV und einen &bdquo;Leergang&ldquo;. Lieber finanzieren wir die Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r ein neues Auto oder eine Super Hornet als einen Schulcomputer f&uuml;r ein Kind. Das mag verstehen wer will &ndash; ich nicht. Und ehrlich gesagt finde ich das sch&auml;big und sozial schwach. <\/p><p>Titelbild: spixel \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Wir haben uns als Familie am 6. April an Hubertus Heil und am 14. April an Karl-Josef Laumann gewandt. Bisher hat keiner von beiden geantwortet, es gibt kein Signal f&uuml;r eine L&ouml;sung des Problems.&ldquo; Das sagt <strong>Thomas Wasilewski<\/strong> im Interview mit den NachDenkSeiten. Wasilewski, der nach 35 Jahren berufsunf&auml;hig geworden ist, bezieht Hartz IV &ndash;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60604\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":60613,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,151,206,140,209,132],"tags":[881,409,2094,1253,2625,2857,214,389,218,687],"class_list":["post-60604","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-bildungspolitik","category-chancengerechtigkeit","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-interviews","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-armut","tag-bildungschancen","tag-digitalisierung","tag-heil-hubertus","tag-home-office","tag-lockdown","tag-regelsatz","tag-sozialrassismus","tag-teilhabe","tag-ungleichheit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/shutterstock_248899612.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60604"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60604\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81408,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60604\/revisions\/81408"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/60613"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}