{"id":60608,"date":"2020-04-30T08:35:39","date_gmt":"2020-04-30T06:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608"},"modified":"2020-04-30T08:35:39","modified_gmt":"2020-04-30T06:35:39","slug":"hinweise-des-tages-3603","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h01\">Sinnvolle &Uuml;berkapazit&auml;ten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h02\">Zahlt Italiens Bev&ouml;lkerung den Preis f&uuml;r die Sparpolitik?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h03\">Warum mehr Steuergerechtigkeit #1: Die ungleiche Angleichung von Arm und Reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h04\">VDA-Pr&auml;sidentin: Verbraucher motivieren, Pkw und Nutzfahrzeuge zu kaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h05\">Das Corona-Zinswunder und die Crash-Propheten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h06\">Deutschland l&auml;sst Hunderttausende Testm&ouml;glichkeiten ungenutzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h07\">Es irrt der Hirt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h08\">Mindestens 2,1 Millionen Besch&auml;ftigten in Deutschland wird parit&auml;tische Mitbestimmung vorenthalten &ndash; starker Anstieg seit 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h09\">Folge der Corona-Krise: Betriebe wollen weniger ausbilden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h10\">Offener Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: Arme Familien in der Corona-Krise unterst&uuml;tzen &ndash; statt zu g&auml;ngeln.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h11\">Wankende Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h12\">China: Vom Lockdown und Shutdown zum Neustart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h13\">Gr&uuml;ne: Bund soll Millionenabfindung von Ex-Bahnchef Grube zur&uuml;ckfordern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h14\">Das L&auml;ndle als Blaupause?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h15\">Libanon: Hunger, Armut und keine Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60608#h16\">Angstmache als Herrschaftsmittel: Interview mit dem Psychologen Klaus-J&uuml;rgen Bruder*<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sinnvolle &Uuml;berkapazit&auml;ten?<\/strong><br>\nDie Krankenh&auml;user haben, anders als anfangs bef&uuml;rchtet, die Covid-19-Pandemie gut bew&auml;ltigen k&ouml;nnen. Das &auml;ndert aber nichts daran, dass die Strukturen der medizinischen Versorgung reformiert werden m&uuml;ssen. [&hellip;]<br>\nDie Studie der Bertelsmann Stiftung hat die f&uuml;r die Versorgung nicht erforderlichen kleinen Krankenh&auml;user weniger &bdquo;in der Fl&auml;che&ldquo; verortet als in Ballungsregionen wie dem Ruhrgebiet. So bieten zum Beispiel im 50-Kilometer-Umkreis von Essen etwa 100 Kliniken k&uuml;nstliche H&uuml;ftgelenke an. Das ist weder medizinisch noch &ouml;konomisch zu verantworten. Etliche dieser Kliniken k&ouml;nnen die f&uuml;r eine gute Versorgung erforderliche Fallzahl und damit medizinische Erfahrung gar nicht nachweisen. Hier werden keine sinnvollen Kapazit&auml;ten vorgehalten, sondern Ressourcen verschwendet und auch Patientinnen und Patienten gef&auml;hrdet.<br>\nZudem hat die hohe Kapazit&auml;t in der f&uuml;r die Covid-19-Behandlung erforderlichen Beatmungstechnik nichts mit der gro&szlig;en Zahl von kleinen Krankenh&auml;usern zu tun, sondern mit Fehlanreizen im DRG-Fallpauschalensystem, wie der Gesundheits&ouml;konom J&uuml;rgen Wasem in einem Interview mit der &bdquo;Welt&ldquo; klarstellt:<br>\n&bdquo;Mit k&uuml;nstlicher Beatmung wird richtig viel Geld gemacht. Das ist ein Fehlanreiz des Fallpauschalensystems. Viele Kliniken reizen die Beatmungsm&ouml;glichkeiten aus. &hellip; Wir stehen in der Corona-Krise relativ gut da, weil wir diese Fehlanreize zugelassen und heute viele Beatmungsbetten haben. Das ist pervers, aber das ist so.&ldquo;<br>\nEs w&auml;re verwegen, daraus den Schluss zu ziehen, dass die im DRG-System angelegten Anreize zur partiellen &Uuml;berversorgung gesundheitspolitisch sinnvoll sind. Auch ist es eine substanzlose Phrase, wenn Achim Kessler, gesundheitspolitische Sprecher der Linken im Bundestag, mit Blick auf die Bertelsmann-Studie behauptet &bdquo;Neoliberale Gesundheitspolitik kostet Menschenleben&ldquo; (Tagesspiegel, 23.04.2020). Das kann man nur behaupten, wenn man diese Expertise von ausgewiesenen und keineswegs &bdquo;neoliberalen&ldquo; Gesundheitswissenschaftlern, nicht wirklich gelesen hat und nur reflexhaft auf das Tabu einer Krankenhausschlie&szlig;ung reagiert.<br>\nDie im europ&auml;ischen Vergleich hohe Zahl an Krankenhausbetten hei&szlig;t nicht, dass unser Gesundheitswesen deswegen f&uuml;r Covid-19-F&auml;lle grunds&auml;tzlich besser ger&uuml;stet w&auml;re. Die Niederlande oder die skandinavischen L&auml;nder haben eine deutlich niedrigere Versorgungsdichte mit Krankenhausbetten, sind aber in der ambulanten Versorgung erheblich besser aufgestellt. Von einer schlechteren Versorgung der Covid-19- F&auml;lle als bei uns kann dort keine Rede sein. Mit integrierten regionalen Versorgungsketten von ambulanten und station&auml;ren Einrichtungen kann den differenzierten Anforderungen der Covid-19-Pandemie sogar effektiver begegnet werden als mit &Uuml;berkapazit&auml;ten in den Kliniken. Generell landen bei uns zu viele Patientinnen und Patienten in Krankenh&auml;usern, die man auch ambulant behandeln k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/sinnvolle-ueberkapazitaeten\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zahlt Italiens Bev&ouml;lkerung den Preis f&uuml;r die Sparpolitik?<\/strong><br>\nItaliens Gesundheitssystem war vielfach nicht in der Lage, die Versorgung aller Covid-19-Patienten zu gew&auml;hrleisten. Im R&uuml;ckblick auf eine Phase jahrelanger Austerit&auml;t stellt sich die Frage, ob diese K&uuml;rzungspolitik eine Mitverantwortung an der Misere tr&auml;gt. Eine Analyse von Franz Prante, Alessandro Bramucci und Achim Truger. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich befindet sich Italien wegen der starken Anstrengungen zur Einhaltung dieser europ&auml;ischen Vorgaben im Gegensatz zu vielen anderen Eurostaaten bereits seit Anfang der 1990er Jahre in einem Austerit&auml;tsregime: Seit 1992 weist der italienische Haushalt durchg&auml;ngig gesamtstaatliche Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;ssen auf. Konkret hei&szlig;t das: Der italienische Staat erhob fast drei Jahrzehnte lang mehr an Steuern, als die Bev&ouml;lkerung im Gegenzug an &ouml;ffentlichen Leistungen erhielt. Die nach der Finanzkrise und in Reaktion auf die Eurokrise nochmals versch&auml;rfte Austerit&auml;t hat die italienische Wirtschaft und das Gesundheitssystem weiter belastet und deutliche Ausgabenbeschr&auml;nkungen im Gesundheitswesen erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Die folgende Abbildung zeigt auf, dass in der ersten H&auml;lfte der 1990er Jahre und in der Euro-Krise nach 2010 Perioden mit K&uuml;rzungen der Gesundheitsausgaben tendenziell mit Perioden starker Haushaltskonsolidierung (gemessen am Anstieg des konjunkturbereinigten Prim&auml;rsaldos) einhergingen:<br>\nNormalerweise steigen die Gesundheitsausgaben aufgrund von Preiserh&ouml;hungen, Fortschritten in der Gesundheitsversorgung und einer alternden Bev&ouml;lkerung in den meisten industrialisierten L&auml;ndern &uuml;ber die Zeit kr&auml;ftig an. Eine anhaltende Seitw&auml;rtsbewegung oder sogar ein R&uuml;ckgang &uuml;ber mehrere Jahre ist nur selten zu beobachten. Italien ist einer dieser seltenen F&auml;lle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/covid-19-zahlt-italiens-bevoelkerung-den-preis-fuer-die-sparpolitik-35724\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum mehr Steuergerechtigkeit #1: Die ungleiche Angleichung von Arm und Reich<\/strong><br>\nIn Zeiten von Corona wird besonders deutlich, welch tragische Folgen Armut und extreme Einkommensungleichheit haben. Die Situation f&uuml;r L&auml;nder des Globalen S&uuml;dens verschlechtert sich dramatisch. Die Gesundheitsinfrastruktur in praktisch allen afrikanischen L&auml;ndern ist der Krise nicht gewachsen. Selbst wenn das Geld f&uuml;r Verbesserungen da w&auml;re &ndash; medizinische Ausr&uuml;stung findet ihren Weg zun&auml;chst in die reichen L&auml;nder, beziehungsweise bleibt direkt im Land der Herstellung. Eine Studie warnt zus&auml;tzlich vor einem &ldquo;Tsunami der Armut&rdquo; durch Einkommensverluste infolge der Coronakrise. 419 Millionen Menschen k&ouml;nnten demnach zus&auml;tzlich unter die Armutsgrenze von 1,9 Dollar pro Tag fallen. Schon vor der Krise war die Situation dramatisch ungerecht. (&hellip;)<br>\nZusammenfassend l&auml;sst sich konstatieren: Globales Zusammenwachsen hei&szlig;t leider nicht, dass es allen Menschen in den &auml;rmsten L&auml;ndern der Welt besser geht; einigen Gruppen geht es wirtschaftlich gesehen sogar schlechter als noch vor 100 Jahren. Und auch die unteren und mittleren Einkommensschichten im Globalen Norden stagnieren oder k&ouml;nnen sogar das Einkommensniveau ihrer Elterngeneration nicht aufrechterhalten. Gleichzeitig wachsen die Einkommen der wenigen Superreichen besonders schnell. Arm und Reich wachsen zusammen &ndash; sehr Arm und Superreich entfernen sich.<br>\nF&uuml;r das statistische Zusammenwachsen sind einige bev&ouml;lkerungsreiche, aufstrebende asiatische Staaten verantwortlich. Milliarden Menschen haben in den letzten Jahrzehnten von einem steilen wirtschaftlichen Aufschwung profitiert. Dies stellt eine &auml;u&szlig;erst positive Entwicklung dar &ndash; sie ist nur bei weitem nicht ausreichend. Denn eine Welt, in welcher allein die Nationalit&auml;t noch immer &uuml;ber zwei Drittel der globalen Einkommensunterschiede entscheidet, ist nicht gerecht. Und diese Ungerechtigkeit hat fatale Folgen, wie die Coronakrise brutal aufzeigt.<br>\nBem&uuml;hungen f&uuml;r Steuergerechtigkeit auf nationaler und globaler Ebene sind daher geboten, um einerseits die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Akkumulation der &ouml;konomischen Eliten einzuschr&auml;nken und andererseits einkommensschwachen Staaten die M&ouml;glichkeit zu bieten, ihre Bev&ouml;lkerung aus der Armut zu f&uuml;hren. Daf&uuml;r setzt sich das Netzwerk Steuergerechtigkeit ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog-steuergerechtigkeit.de\/2020\/04\/warum-mehr-steuergerechtigkeit-1-die-ungleiche-angleichung-von-arm-und-reich\/\">Blog Steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Kluft zwischen Arm und Reich bleibt gro&szlig;<\/strong><br>\nDaran hat auch mehr als ein Jahrzehnt des Aufschwungs in Deutschlands nichts ge&auml;ndert. Als Folge der Corona-Pandemie droht nun die schwerste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. (&hellip;)<br>\nDer Vergleich mit der Finanzkrise gibt da Anlass zur Zuversicht. Damals gelang es mit staatlichen Ma&szlig;nahmen, gr&ouml;&szlig;ere Arbeitslosigkeit und Ungleichheit zu verhindern. &ldquo;Staatliche Unterst&uuml;tzungsleistungen wie das Kurzarbeitergeld haben damals die Auswirkungen abfedern k&ouml;nnen und werden auch in der jetzigen Krise eingesetzt&rdquo;, sagt Grabka. &ldquo;Ich bin optimistisch, dass die aktuell beschlossenen Ma&szlig;nahmen wieder die schlimmsten Ausw&uuml;chse der Krise abfedern k&ouml;nnen&rdquo;. Grabka und Co-Autor Jan Goebel merken aber an, dass die Konsequenzen der Corona-Krise davon abh&auml;ngen, wie lange das &ouml;ffentliche Leben und die Unternehmen eingeschr&auml;nkt sind. Kommt es zu Massenentlassungen, verlieren viele Menschen dauerhaft Einkommen und die sozialen Unterschiede wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schere-arm-reich-deutschland-studie-1.4891110\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>VDA-Pr&auml;sidentin: Verbraucher motivieren, Pkw und Nutzfahrzeuge zu kaufen<\/strong><br>\nDer Verband der Automobilindustrie fordert von der Bundesregierung Kaufpr&auml;mien &ndash; auch f&uuml;r Diesel- und Benzin-Fahrzeuge. Kaufpr&auml;mien seien notwendig, um schnell das Vertrauen der Verbraucher zur&uuml;ckzugewinnen, sagte VDA-Pr&auml;sidentin Hildegard M&uuml;ller im Dlf. [&hellip;]<br>\nArmbr&uuml;ster: Das habe ich nicht ganz verstanden. Warum kann das nicht der richtige Schritt sein in so einem Ausnahmejahr, wenn tats&auml;chlich Ums&auml;tze so derma&szlig;en einbrechen in so einer Krise, wie wir sie noch nicht erlebt haben seit Jahrzehnten?<br>\nM&uuml;ller: Weil es auch wichtig ist f&uuml;r die deutsche Industrie, dass die Aktion&auml;re an Bord bleiben. Wir haben viele Versuche von Unternehmen einzusteigen in die Unternehmen der deutschen Wirtschaft. Ich glaube, dass es deshalb wichtig ist, Aktion&auml;re an Bord zu halten. Es ist wichtig f&uuml;r die Refinanzierung am Kapitalmarkt, dass hier Verbrauchervertrauen, das hei&szlig;t Aktion&auml;rsvertrauen auch in Unternehmen ist. Deshalb ist es eine Mischung zu sagen, was ist wichtig mit Blick auf die Verantwortung der Unternehmen bei diesem Teil, aber auch wo ist es wichtig, dass von deutscher Seite etwas getan wird, um die Unternehmen zu stabilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kaufpraemien-fuer-automobilbranche-vda-praesidentin.694.de.html?dram:article_id=475685\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ist es so, dass Aktion&auml;re wie Porsche-Piech sowie das Land Niedersachsen bei VW oder die Familie Quandt-Klatten bei BMW kurz davor stehen, ihre Aktien abzugeben? Und wer versucht denn in Unternehmen der deutschen Wirtschaft einzusteigen? Geh&ouml;ren BlackRock und Co. etwa noch gar nicht zu den Anteilseignern? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Corona-Zinswunder und die Crash-Propheten<\/strong><br>\nEs ist jedoch kein Wunder, dass so viele B&uuml;rger verunsichert sind und jedem Scharlatan hinterherlaufen, wenn man sieht, wie schwer sich die Spitze der Politik in Deutschland tut, selbst einfache und offensichtliche Zusammenh&auml;nge begreiflich zu machen. Genau jetzt &ndash; mitten in der schwersten wirtschaftlichen Krise &ndash; g&auml;be es f&uuml;r Politiker goldene Gelegenheiten, &uuml;ber dumme und gef&auml;hrliche Vorurteile aufzukl&auml;ren.<br>\nDoch das Gegenteil geschieht. Mit jedem Interview, das die zust&auml;ndigen Minister geben (die Bundeskanzlerin hat w&auml;hrend der Krise noch nicht einmal &uuml;ber die wirtschaftlichen Zusammenh&auml;nge gesprochen), werden Vorurteile verfestigt statt gelockert. Olaf Scholz, der Bundesfinanzminister, sagte vergangene Woche im Deutschlandfunk:<br>\n&bdquo;Das wird die Staatsschulden &uuml;berall in die H&ouml;he gehen lassen, bei uns auch. Wir haben es nun geschafft, unsere Verschuldung zu senken auf unter 60 Prozent des Sozialprodukts, und deshalb k&ouml;nnen wir eine Steigerung auf 75 Prozent auch verkraften, mit der wir gegenw&auml;rtig kalkulieren &ndash; immerhin noch weniger als nach der letzten Finanzkrise, da waren wir schon &uuml;ber 80 Prozent. Andere L&auml;nder starten eben bei 100 oder noch mehr Prozent Verschuldung, und da ist das schon eine gro&szlig;e Herausforderung, die da vor diesen L&auml;ndern steht. Deshalb ist es wichtig, dass wir das Gesamtproblem angehen und das auch im Blick behalten.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wir k&ouml;nnen eine Steigerung auf 75 Prozent verkraften&ldquo;, sagt er, doch was hei&szlig;t das: &bdquo;verkraften&ldquo;? Irgendetwas muss mit den 75 Prozent &ndash; im Gegensatz zu den 60 Prozent von vorher &ndash; verbunden sein, was schwer ist, was richtig weh tut. Doch was ist das? Die Zunahme der Schulden im Vergleich zum BIP im Zuge der Krise ist zun&auml;chst ja nur Statistik. Der Staat gibt mehr Geld aus, nimmt weniger ein und das BIP sinkt. Ignoriert der Staat die Statistik, macht er nach der Krise genauso weiter wie vorher. Er h&auml;lt nun die 75 Prozent konstant, so wie er vorher die 60 Prozent konstant gehalten hat. Es stehen dann zwar h&ouml;here Schulden in den B&uuml;chern, materiell aber hat sich nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/04\/das-corona-zinswunder-und-die-crash-propheten\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutschland l&auml;sst Hunderttausende Testm&ouml;glichkeiten ungenutzt<\/strong><br>\nAnfangs waren Covid-19-Tests Mangelware. Jetzt aber werden die aufgebauten Laborkapazit&auml;ten nicht einmal mehr zur H&auml;lfte genutzt. Das Robert Koch-Institut ger&auml;t in die Kritik.<br>\nTesten, Testen, Testen. Dieses Mantra geh&ouml;rt zur Coronakrise seit den ersten Tagen der Pandemie. Ob Weltgesundheitsorganisation, Virologen, &Ouml;konomen oder Politiker, hier waren sie sich einig: Es m&uuml;sse mehr getestet werden. Denn wer viel pr&uuml;ft, findet neue F&auml;lle und Infektionsherde, kann infizierte Menschen fr&uuml;hzeitig behandeln, die Ausbreitung des Virus eind&auml;mmen. Doch in Deutschland waren die Testzahlen zuletzt r&uuml;ckl&auml;ufig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/coronavirus-deutschland-laesst-hunderttausende-testmoeglichkeiten-ungenutzt-a-a803dc38-d93c-42b8-82ef-7c0bfcf416f9\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es irrt der Hirt<\/strong><br>\nWohlfeil ist es, einfach nur Beifall zu klatschen. F&uuml;r die schlecht bezahlten PflegerInnen, die einen gemeinsamen Arbeitgeber haben: die Kirchen. F&uuml;r mehr Lohn f&uuml;hlen die sich nicht zust&auml;ndig.<br>\nKaum ein Bericht im Fernsehen, Radio oder in der Zeitung, der im Zusammenhang mit der Corona-Diskussion nicht die aufopfernde Arbeit der Helden im Gesundheitswesen lobend hervorgehoben h&auml;tte. Aber kaum ein Bericht dar&uuml;ber, wer neben dem Staat eigentlich der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber in Krankenh&auml;usern, Kindertagesst&auml;tten, Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe-Einrichtungen in Deutschland ist. Es sind die evangelische und katholische Kirche mit &uuml;ber einer Million Mitarbeitenden, vorwiegend Frauen. Damit verbunden sind Einfluss und politische Macht, mit denen die Arbeitsbedingungen bestimmt werden, die sich wiederum nach den Gesetzen des Marktes richten. Hier verhalten sich Kirchen nicht anders als andere, voll auf Wettbewerb und Unternehmenskonzentration fixiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/474\/es-irrt-der-hirt-6700.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mindestens 2,1 Millionen Besch&auml;ftigten in Deutschland wird parit&auml;tische Mitbestimmung vorenthalten &ndash; starker Anstieg seit 2015<\/strong><br>\nUnternehmen, in denen die Besch&auml;ftigten &uuml;ber Betriebsr&auml;te und Vertreterinnen und Vertreter im Aufsichtsrat mitbestimmen, bieten bessere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig verfolgen mitbestimmte Unternehmen h&auml;ufiger ein forschungs- und qualit&auml;tsorientiertes Gesch&auml;ftsmodell und weisen im Mittel bei zentralen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bessere Ergebnisse auf. Das gilt ganz besonders in Phasen von Krisen und Transformationsdruck, wie Forscher am Beispiel der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise ermittelt haben: Sowohl mit Blick auf die operative Rendite, die Bewertung am Kapitalmarkt, die Besch&auml;ftigungsentwicklung und bei den Investitionen schnitten im Aufsichtsrat mitbestimmte Unternehmen ab 2008 deutlich besser ab. Diese positiven Effekte, die auch aktuell f&uuml;r die Bew&auml;ltigung der Corona-Krise bedeutsam sind, belegen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die ein umfassender neuer Report der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zum Stand der Mitbestimmung erschlie&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-23239.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Folge der Corona-Krise: Betriebe wollen weniger ausbilden<\/strong><br>\nExperten zufolge fehlt es dem Handwerk an Fachkr&auml;ften. Die Corona-Krise k&ouml;nnte die Situation noch versch&auml;rfen. Jeder vierte Betrieb will weniger ausbilden. Das zeigt eine Umfrage, die Report Mainz vorliegt. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Arbeitsmarktexperten Stefan Sell von der Hochschule Koblenz sind die Zahlen ein Indiz daf&uuml;r, dass die Corona-Krise den Arbeitsmarkt nachhaltig schaden k&ouml;nnte. &ldquo;Die Werte sind sehr beunruhigend und extrem problematisch&ldquo;, sagt Sell. Im Handwerksbereich fehle es schon jetzt an Fachkr&auml;ften. In den vergangenen Jahren sei dort zu wenig ausgebildet worden. Au&szlig;erdem gingen in den kommenden zehn Jahren viele Facharbeiter in den Ruhestand. Sell bef&uuml;rchtet, dass die Corona-Krise diese schon bestehende Schieflage weiter verst&auml;rkt: &ldquo;Wenn uns da noch mehr Nachwuchs wegbricht, w&auml;re das fatal.&rdquo;<br>\nEs m&uuml;sse unbedingt verhindert werden, dass Betriebe wegen der Corona-Krise &uuml;berhaupt keine Ausbildungspl&auml;tze mehr anbieten. Denn wer einmal Lehrstellen streiche, der biete auch k&uuml;nftig in aller Regel keine Ausbildungspl&auml;tze mehr an. Das habe die Vergangenheit gezeigt. &ldquo;Ich sehe die gro&szlig;e Gefahr, dass wir Betriebe dauerhaft als Ausbildungsort verlieren&rdquo;, sagt Sell im Interview mit Report Mainz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/swr\/umfrage-handwerk-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Offener Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: Arme Familien in der Corona-Krise unterst&uuml;tzen &ndash; statt zu g&auml;ngeln.<\/strong><br>\nIn einem offenen Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey fordert DKSB Pr&auml;sident Heinz Hilgers, arme Familien in der Corona-Krise zu unterst&uuml;tzen.<br>\nAm 24.04.2020 hat das Bundesarbeitsministerium einen Referentenentwurf f&uuml;r das COVID-19 ArbGG\/SGG-AnpassungsG vorgelegt, der unter anderem die Mittagsverpflegung f&uuml;r Kinder und Jugendliche, die Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben, neu regeln soll, solange das Mittagessen in der Kita oder in der Schule aufgrund der aktuellen Situation wegf&auml;llt. Darin wird vorgeschlagen, dass Kommunen k&uuml;nftig aus dem Budget des Bildungs- und Teilhabepakets ein mobiles Mittagessen f&uuml;r bed&uuml;rftige Kinder finanzieren k&ouml;nnen.<br>\nStatt einer unb&uuml;rokratischen und direkten Auszahlung &uuml;ber den Regelsatz, den Kinderzuschlag, das Wohngeld oder das Asylbewerberleistungsgesetz an die Familien, w&auml;hlen Sie einen b&uuml;rokratischen und vor allem vielerorts nicht umsetzbaren Weg [&hellip;] Wir m&uuml;ssen jetzt die Menschen, die es gerade sehr schwer haben, im Blick behalten und kurzfristig gute, einfache und direkte L&ouml;sungen organisieren, die ihnen Vertrauen und Wertsch&auml;tzung entgegenbringen. Deshalb fordern wir eine unb&uuml;rokratische und direkte Soforthilfe f&uuml;r Familien, die den Bedarf abdeckt. F&uuml;r jedes Kind muss ein Betrag von 90&euro; monatlich direkt an die Familien ausgezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dksb.de\/de\/artikel\/detail\/offener-brief-an-bundesarbeitsminister-hubertus-heil-und-bundesfamilienministerin-dr-franziska-giff\/\">Kinderschutzbund<\/a>\n<p><strong>dazu: Bringdienst f&uuml;r arme Familien Verband kritisiert Regelung f&uuml;r Schulmittagessen<\/strong><br>\nIn der Coronakrise f&auml;llt f&uuml;r viele arme Kinder das kostenlose Mittagessen weg. Nun soll es teilweise Lieferungen nach Hause geben. Der Parit&auml;tische Gesamtverband fordert einen Zuschlag auf Hartz IV.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/corona-virus-verband-kritisiert-regelung-fuer-schulmittagessen-a-78f99bab-a1cd-4f68-b428-f1af1abab73e\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Verbesserter Kinderzuschlag und KiTa-Geb&uuml;hrenbefreiung oft unbekannt<\/strong><br>\nDas &bdquo;Familienst&auml;rkungsgesetz&ldquo; hat in zwei Schritten im Sommer 2019 und zum Januar 2020 die Leistungen f&uuml;r Bildung und Teilhabe (BuT) und den Kinderzuschlag (KiZ) deutlich verbessert. F&uuml;r den Kinderzuschlag wurden die Anspruchsvoraussetzungen gelockert, sodass viele Familien nun von der Leistung profitieren k&ouml;nnten, wenn sie den KiZ neu beantragen. Gleichzeitig wurden mit dem &bdquo;Gute-KiTa-Gesetz&ldquo; bundesweit ab August letztes Jahr alle Familien, die Wohngeld oder den Kinderzuschlag beziehen, von den Geb&uuml;hren f&uuml;r Kinder&shy;tagesst&auml;tten (KiTa) befreit. Hinzu kommt, dass wegen der Corona-Pandemie der Zugang zum Kinderzuschlag f&uuml;r anspruchsberechtigte Familien f&uuml;r den Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020 noch einmal deutlich vereinfacht wurde.<br>\nDas B&uuml;ndnis &sbquo;AufRecht bestehen&lsquo; fordert nun alle Kommunen und Landkreise sowie die &ouml;rtlichen Sozialleistungstr&auml;ger auf, Familien offensiv &uuml;ber ihre Anspr&uuml;che zu informieren. Als zust&auml;ndige\/r Bundesministerin und -minister werden zudem Franziska Giffey (Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Hubertus Heil (Arbeit und Soziales) aufgefordert, daf&uuml;r zu sorgen, dass bundesweit Informationsmaterial zur Verf&uuml;gung gestellt und &ouml;ffentlichkeits&shy;wirksam &uuml;ber Leistungsanspr&uuml;che aufgekl&auml;rt wird.<br>\n&bdquo;Den Kinderzuschlag k&ouml;nnen nach der Gesetzes&auml;nderung auch Familien mit geringem Einkommen erhalten, die keine Anspr&uuml;che auf SGB-II-Leistungen beim Jobcenter haben,&ldquo; erl&auml;utert Frank J&auml;ger vom B&uuml;ndnis &sbquo;AufRecht bestehen&lsquo;. &bdquo;Sie k&ouml;nnen folglich dort nicht &uuml;ber den Kinderzuschlag und die damit verbundenen weiteren Verg&uuml;nstigungen aufgekl&auml;rt werden.&ldquo; Aber nur wer seine Rechtsanspr&uuml;che kennt, wird bei der Familienkasse den um&shy;fang&shy;reichen Antrag auf den KiZ stellen. &bdquo;Aufkl&auml;rungsarbeit ist hier notwendige Voraussetzung daf&uuml;r, dass die verbesserte Familienleistung auch bei allen Adressaten ankommt,&ldquo; folgert Frank J&auml;ger. Nach den Erfahrungen aus der Sozialberatung ist das vielen Betroffenen aber nicht bekannt. Familien, die den Kinderzuschlag beziehen, haben au&szlig;erdem Anspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen &ndash; allein das f&uuml;hrt schon zu einer deutlichen Ent&shy;lastung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/tickerarchiv\/d\/n\/2646\/%20\">Tacheles<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wankende Banken<\/strong><br>\nFinanzexperten warnen vor einer abermaligen Bankenkrise in der Eurozone. Hintergrund ist die Bef&uuml;rchtung, es k&ouml;nne in der Coronakrise in noch gr&ouml;&szlig;erem Umfang als w&auml;hrend der Finanzkrise des Jahres 2008 zu Kreditausf&auml;llen kommen, weil Unternehmen &ndash; nicht mehr in der Lage, Gesch&auml;fte zu t&auml;tigen &ndash; keine Mittel zur Bedienung ihrer Darlehen haben. Experten halten R&uuml;ckstellungen der Banken in der Eurozone in H&ouml;he von 25 Milliarden Euro f&uuml;r notwendig; allein die italienische Bank Unicredit werde mindestens 900 Millionen Euro mobilisieren m&uuml;ssen, um ihre krisenbedingten Kreditausf&auml;lle zu decken, hei&szlig;t es. Betroffen w&auml;ren auch deutsche Finanzh&auml;user, nicht zuletzt die Deutsche Bank. Finanzexperten geben sich optimistisch, der Bankensektor werde die Coronakrise &uuml;berstehen, wenn diese in der zweiten Jahresh&auml;lfte 2020 &uuml;berwunden werde. Dies freilich ist h&ouml;chst ungewiss. Berichten zufolge wird in der EZB bereits &uuml;ber die Einrichtung einer &ldquo;Bad Bank&rdquo; diskutiert. Das Vorhaben hat Chancen auf Verwirklichung, weil auch deutsche Kreditinstitute darauf angewiesen sein k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8260\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China: Vom Lockdown und Shutdown zum Neustart<\/strong><br>\nDer Ausbruch der Corona-Krise, elf Jahre nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, trifft auf eine weitgehend ver&auml;nderte politische und geopolitische Konstellation. Statt Kooperation der m&auml;chtigsten Staaten, dominiert Konfrontation. Statt Vertrauen herrscht Misstrauen in den internationalen Beziehungen. Die Gesundheits-Seuche verschlimmert sich durch das verseuchte politische und &ouml;konomische Klima. US-Pr&auml;sident Trump hat mit Beginn seiner Amtszeit einen Handels- und Wirtschaftskrieg vom Zaun gebrochen, der sich prim&auml;r gegen China richtet. Er hat den Globus mit einem Netz von Sanktionen und Boykotten &uuml;berzogen. Er hat v&ouml;lkerrechtlich verbindliche Abkommen wie das Iran-Atomabkommen gebrochen und ist aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen. Er hat das INF-Abkommen zerrissen und modernisiert mit zig-Milliarden Dollar die US-Atomwaffen. Auch die START-Abkommen (Strategic Arms Reduction Treaty) sind in Gefahr. Die USA verpulvern 38% der Welt-R&uuml;stungsausgaben.<br>\nDas alles vergiftet die politische Atmosph&auml;re und beg&uuml;nstigt damit die Ausbreitung des Coronavirus, weil kaum Informationen und Erfahrungen ausgetauscht werden, keine solidarischen Hilfestellungen stattfinden, usw. Statt sino-amerikanischer Zusammenarbeit, wie bei der Finanzkrise, setzt Washington jetzt auf Schuldzuweisungen bez&uuml;glich des Ausbruchs der Pandemie, Angriffe auf die WHO und den finanziellen Boykott dieser UNO-Institution. Zu einem koordinierten globalen Krisenmanagement ist die Administration des m&auml;chtigsten Landes der Erde weder willens noch f&auml;hig. [&hellip;]<br>\nDer Westen hat die gewonnene Zeit nicht genutzt, um sich epidemiologisch gr&uuml;ndlich vorzubereiten. Erst als sich das Virus in Westeuropa und dann in den USA seuchenhaft ausbreitete, wurden Ma&szlig;nahmen ergriffen. Die chinesischen Erfahrungen beim Kampf gegen Corona wurden in den Wind geschlagen. Stattdessen wurden S&uuml;ndenb&ouml;cke gesucht. Aufschlussreich ist auch diese Zahl: Zieht man von den insgesamt Infizierten eines Landes die Zahl der Genesenen ab, erh&auml;lt man die Zahl der aktuell Infizierten: in China sind das noch knapp tausend (985), in Deutschland 37.000, in den USA aber 804.000.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/2020\/04\/china-vom-lockdown-und-shutdown-zum-neustart\/%20\">isw M&uuml;nchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne: Bund soll Millionenabfindung von Ex-Bahnchef Grube zur&uuml;ckfordern<\/strong><br>\nStaatssekret&auml;r Ferlemann betont in seinem Antwortschreiben auf Fragen von Gr&uuml;nen-Politiker Kindler, dass er die Rechtsauffassung des Bundesrechnungshofs nicht teile. Er verweist stattdessen auf ein von der Bahn-Anteilseignerseite in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten der Kanzlei Rittershaus, wonach die Rechtsauffassung des BRH &ldquo;unrichtig und rechtlich nicht haltbar&rdquo; sei. Das Gutachten des Rechnungshofs ist als &ldquo;VS-Vertraulich&rdquo; eingestuft. Auch die Expertise der Kanzlei Rittershaus wurde bislang nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/grune-bund-soll-millionenabfindung-von-ex-bahnchef-grube-zuruckfordern-UT62GBUX4FCEFETYTYLJ5U73V4.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das L&auml;ndle als Blaupause?<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttemberg geht bei der Grundsteuerreform einen eigenen Weg, der Mieter entlastet und der Spekulation mit ungenutzten Immobilien entgegenwirkt. Dirk L&ouml;hr, Wirtschaftsprofessor in Trier, hat die Landesregierung dabei beraten. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Bodenwert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/474\/dirk-loehr-6705.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Libanon: Hunger, Armut und keine Arbeit<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Wut nach dem Lockdown. Ziele der Proteste sind Banken<br>\n&ldquo;Epochenbruch&rdquo; ist ein arg gro&szlig;es Wort. Aber schon weit vor der Corona-Krise, n&auml;mlich 2015, hat Volker Perthes, ein kleines B&uuml;chlein mit dem Titel: &ldquo;Das Ende des Nahen Ostens, wie wir ihn kennen&rdquo; vorgelegt. &Uuml;ber die Positionen von Perthes, Leiter der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), sicherheitspolitischer Berater der deutschen Regierung und viel gefragter Interviewpartner, kann man im Einzelnen gut streiten, das Postulat des &ldquo;Ordnungszerfalls&rdquo; in der arabischen Welt zeigt sich gerade deutlicher als zuvor.<br>\nZum Beispiel im Libanon. Kaum wurde dort eine sechsw&ouml;chige Ausgangsbeschr&auml;nkung, begr&uuml;ndet mit der Corona-Epidemie, gelockert, kam es in den letzten Tagen erneut zu Protesten, die einen Toten und viele Verletzte unter Demonstranten und Sicherheitskr&auml;ften der staatlichen Ordnung forderten. Die Proteste, die in mehreren Orten stattfanden &ndash; die Medienaufmerksamkeit richtete sich besonders auf die K&uuml;stenstadt Tripolis, wo die Armut mehr ins Auge f&auml;llt als in Beirut -, nahmen die Wut wieder auf, die zuvor durch den &ldquo;Corona-Hausarrest&rdquo; gebannt worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Libanon-Hunger-Armut-und-keine-Arbeit-4712068.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Angstmache als Herrschaftsmittel: Interview mit dem Psychologen Klaus-J&uuml;rgen Bruder*<\/strong><br>\nSie besch&auml;ftigen sich schon lange mit der Frage, warum und Herrschaft stabil ist und bleibt. Hat es Sie &uuml;berrascht, dass die vom Staat wegen der Coronakrise angeordneten Ma&szlig;nahmen so weitgehend widerspruchslos akzeptiert wurden?<br>\nIch bin nat&uuml;rlich entsetzt, wie schnell und ohne Infragestellung auch in den ma&szlig;gebenden Medien alle m&ouml;glichen einander widersprechenden Erkl&auml;rungen und Ma&szlig;nahmen angenommen wurden und in der breite, in der sie durchgesetzt und gegen die leisesten Bedenken und Kritik mit Z&auml;hnen und Klauen, unter Missachtung selbst des geringsten Respekts verteidigt werden. Dieses Ausma&szlig; hat mich &uuml;berrascht und zeigt, wie stabil die Herrschaft ist und wie tiefgehend sie internalisiert ist &ndash; vor dem Hintergrund von Angst allerdings. Selbstverst&auml;ndlich wird die CDU der gro&szlig;e Gewinner sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rationalgalerie.de\/gelesen-gesehen-gehoert\/angstmache-als-herrschaftsmittel\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-60608","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=60608"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60608\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60610,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/60608\/revisions\/60610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=60608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=60608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=60608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}