{"id":60661,"date":"2020-05-02T10:00:58","date_gmt":"2020-05-02T08:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60661"},"modified":"2020-05-02T11:36:29","modified_gmt":"2020-05-02T09:36:29","slug":"virologen-heute-so-und-morgen-so-so-merkel-ueber-drosten-warum-nicht-auch-wodarg-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60661","title":{"rendered":"Virologen. Heute so und morgen so. So Merkel \u00fcber Drosten. Warum nicht auch Wodarg lesen?"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Bundeskanzlerin &bdquo;motzt&ldquo; &uuml;ber Drosten, <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/coronakrise-weil-er-staendig-seine-meinung-aendert-merkel-motzt-ueber-drosten-70376072.bild.html###wt_ref=http%3A%2F%2Fm.facebook.com%2F&amp;wt_t=1588282530602\">so die Bild-Zeitung<\/a>, weil er st&auml;ndig seine Meinung &auml;ndert. Einer der Gegenspieler, Dr. Wolfgang Wodarg, hat gerade einen l&auml;ngeren Essay geschrieben. Diesen publizieren wir im Folgenden. Wir tun dies, weil wir es f&uuml;r unsere Pflicht halten, die verschiedenen Sichten auf den Virus und die daraus folgenden Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung und der L&auml;nderregierungen zur Sprache zu bringen. Am 7. April 2020 hatten wir hiermit &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60005\">Das schweigende Gesundheitsministerium: Wie in Frankreich eine effektive Therapie gegen Covid-19 unterdr&uuml;ckt wird (mit Update).<\/a> &ndash; eine erkennbar widersprechende Position ver&ouml;ffentlicht. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Covid-19 &ndash; ein Fall f&uuml;r Medical Detectives<\/strong><\/p><p><strong>Der massenhafte, &uuml;berproportional h&auml;ufige Tod von Covid-19-Patienten mit dunkler Hautfarbe und aus s&uuml;dlichen L&auml;ndern ist offenbar auch Folge einer medikament&ouml;sen Fehlbehandlung. Betroffen sind Menschen mit einem speziellen Enzymmangel, der vor allem bei M&auml;nnern auftritt, deren Familien aus Regionen stammen, wo Malaria endemisch war oder ist. Sie werden derzeit mit Hydroxychloroquin, einem f&uuml;r sie unvertr&auml;glichen Medikament behandelt, das jetzt &uuml;berall auf der Welt im Kampf gegen Covid-19 eingesetzt wird. Wenn dies nicht rasch aufh&ouml;rt, droht ein Massensterben, vor allem in Afrika.<\/strong><\/p><p>WOLFGANG WODARG, 2. Mai 2020, <\/p><p>Bevor ich meine Recherchen zu diesen mich sehr beunruhigenden Befunden schildere, zun&auml;chst ein paar Worte zur Einsch&auml;tzung der Corona-Krise, zur Verl&auml;sslichkeit des SARS-CoV-2 PCR-Tests sowie zur allgegenw&auml;rtigen Angst und dazu, wie diese politisch benutzt wird.<\/p><p>Bei meinen Untersuchungen zu den Ereignissen nach Wuhan, welche die Welt seit Anfang 2020 v&ouml;llig ver&auml;ndert haben, bin ich mir schnell sicher gewesen, dass wir zwar eine neue Coronavirus-Variante erleben, dass diese sich angesichts der deutschen Daten zur Mortalit&auml;t (Sterblichkeit) und Morbidit&auml;t (Krankheitsh&auml;ufigkeit) allerdings nicht wesentlich von dem unterscheidet, was in den vergangenen Jahren beobachtet wurde oder h&auml;tte beobachtet werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Coronaviren standen bisher weltweit nicht im Mittelpunkt epidemiologischer Beobachtung, da sie, au&szlig;er kurzfristig in China (SARS 2002\/2003) und in den arabischen L&auml;ndern (MERS ab 2012), nicht wesentlich zu den globalisierten virusbedingten saisonalen Atemwegserkrankungen beitrugen. Auch gab es gegen sie keine j&auml;hrlich neu kombinierbaren Impfstoffe, wie sie gegen Influenza verkauft werden.<\/p><p>Die normalen weltumkreisenden Krankheitsepisoden werden bekanntlich seit der Schweinegrippe 2009 in inflation&auml;rer Weise und jeweils auf einzelne Erreger fokussierend mit dem Begriff &bdquo;Pandemie&ldquo; bezeichnet. In diesem Zusammenhang ist schon lange Wachsamkeit und historisch berechtigtes Misstrauen geboten. Denn wenn schon unsere normalen, sich wandelnden und global kreisenden viralen Winterg&auml;ste, wie die H1N1-Viren im Jahr 2009, die Kriterien einer Pandemie erf&uuml;llen, dann ist der Begriff sinnentleert geworden. Vor 2009 war das noch anders, zu dieser Zeit geh&ouml;rten zu den notwendigen Charakteristika einer Pandemie auch sehr viele schwere Krankheitsverl&auml;ufe und zahlreiche Todesf&auml;lle mit weltweiter katastrophaler &Uuml;berlastung der Gesundheitsversorgung.<\/p><p>Die reinen infektionsepidemiologischen Aspekte des Wuhan-Ph&auml;nomens sind f&uuml;r mich weitgehend &uuml;bersichtlich. Nach den vorliegenden Zahlen der deutschen Netzwerke zur &Uuml;berwachung der akuten Atemwegserkrankungen (ARE), der Arbeitsgemeinschaft Influenza und des Grippe-Web, und nach den Krankenhausdaten f&uuml;r ARE, sowie den Daten &uuml;ber die Auslastung der Intensivstationen des Landes, ist die Grippewelle 2019\/2020 mit ihrem vielf&auml;ltigen Erregerspektrum ohne Besonderheiten vor&uuml;bergegangen. Lediglich die Konsultationen in den Melde-Praxen fanden in den letzten Wochen der Saison wegen des Lockdowns offenbar erheblich seltener statt.<\/p><p>In Bezug auf akute saisonale Atemwegserkrankungen gibt es aktuell keinen Grund zur Angst vor vermehrten akuten respiratorischen Infektionen. Aus medizinischer Sicht, und bei Betrachtung der vorliegenden Daten, sind besondere Vorsichtsma&szlig;nahmen ab sofort &uuml;berfl&uuml;ssig &ndash; auch wenn die Regierung etwas anderes sagt.<\/p><p><strong>Der SARS-CoV-2 PCR-Test: unspezifisch, medizinisch unn&uuml;tz, aber Angst erzeugend<\/strong><\/p><p>Wegen der gro&szlig;en Bedeutung f&uuml;r das Covid-19-Geschehen ist besondere Aufmerksamkeit auf den SARS-CoV-2 PCR-Test zu richten &ndash; das einzige Instrument, das zur Verf&uuml;gung stand, um das Virus zu messen und um von einer neuen Ausbreitung &uuml;berhaupt reden zu k&ouml;nnen. An meiner Einsch&auml;tzung dazu hat sich seit Ende Februar nichts ge&auml;ndert: Ohne den von deutschen Wissenschaftlern entworfenen PCR-Test auf SARS-CoV-2-Viren h&auml;tten wir von einer Corona-&bdquo;Epidemie&ldquo; oder gar &bdquo;Pandemie&ldquo; nichts bemerkt.<\/p><p>Mit dem Test zog man, nachdem die WHO ihn empfohlen hatte (&bdquo;nicht f&uuml;r Zwecke der Krankheitserkennung&ldquo;), durchs Land und versuchte, Bruchst&uuml;cke von SARS-Viren zu finden. Eine Stelle in China, die einer der Entwickler des PCR-Tests, Prof. Drosten, in einem Interview beim Deutschlandfunk nicht namentlich nennen wollte, best&auml;tigte dem Virologen, dass mit dessen Testansatz das gesuchte SARS-Bruchst&uuml;ck im Wuhan-SARS-Virus gefunden worden sei.<\/p><p>Meine Beurteilung des nicht amtlichen und nicht f&uuml;r medizinische Zwecke zugelassenen Tests, mit dem inzwischen weltweit nach &bdquo;F&auml;llen&ldquo; gesucht wird, lautet:<\/p><p><strong>Wie kann ein Test, der bei den vielen unterschiedlichen SARS-Viren von Flederm&auml;usen, Hunden, Tigern, L&ouml;wen, Hauskatzen und Menschen positiv ausf&auml;llt, die sich seit vielen Jahren weltweit ver&auml;ndern und verbreiten, f&uuml;r den Nachweis eines angeblich erst vier Monate alten SARS-CoV-2 spezifisch genannt werden?<\/strong><\/p><p>Es handelt sich offenbar um einen sensiblen Test, der zu viele positive Ergebnisse liefert, der also auch viele inzwischen nat&uuml;rlich rekombinierte SARS-&auml;hnliche Erreger nachweisen kann. Dass die Viren aus Wuhan auch dabei waren, wird dadurch nicht bestritten.<\/p><p><strong>Der Test misst aber offenbar auch fr&uuml;here SARS-Varianten, die sich laufend ver&auml;ndern, schnell ihre Wirte wechseln k&ouml;nnen und nicht in den Datenbanken der Virologen zu finden sind. Diese waren und sind aber auch offensichtlich nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnlich gef&auml;hrlich aufgefallen.<\/strong><\/p><p>Woher wissen wir also, dass die Diskrepanz zwischen den vielen harmlosen Infektionen und den wenigen schwereren Verl&auml;ufen nicht dadurch bedingt ist, dass unterschiedliche Varianten mit dem benutzten Test gleicherma&szlig;en gefunden werden? Zumal er sogar bei tierischen Varianten positiv ausf&auml;llt!<\/p><p>Ein wenig aussagender positiver Test macht jedoch in jedem Fall Angst und l&ouml;st sofort und berechenbar ein entsprechendes Verhalten bei den Betroffenen und den Verantwortlichen aus. Das fl&auml;chendeckende Testen, die Fixierung auf Beatmungspl&auml;tze, das Leerr&auml;umen der Kliniken f&uuml;r die angek&uuml;ndigte Flut der Covid-19 Opfer und Triage-&Uuml;bungen erzeugten eine Panik und erm&ouml;glichten damit die Folgsamkeit einer stark eingesch&uuml;chterten Bev&ouml;lkerung.<\/p><p><strong>Darf die Angst nicht weichen?<\/strong><\/p><p>Als schon vor Beginn der Lockdown-Ma&szlig;nahmen immer deutlicher wurde, dass Deutschland wohl weitgehend verschont bleiben w&uuml;rde, beherrschten zwei neue Schreckensbilder die Berichterstattung auch bei uns und sorgten f&uuml;r ein Fortbestehen von Angst und Folgsamkeit: S&auml;rge und t&ouml;dliches Chaos in vielen italienischen und spanischen Kliniken, K&uuml;hlcontainer voller Leichen und Massengr&auml;ber in New York. Daraus schloss man, dass es sich dann ja wohl doch um eine gef&auml;hrliche Seuche handeln m&uuml;sse.<\/p><p><strong>Es ist aber unwahrscheinlich, dass ein und dasselbe Virus in Hamburg so viel harmloser ist als in New York. Das muss andere Gr&uuml;nde haben.<\/strong><\/p><p>Deshalb richtete ich meine Recherchen auf diese neuen Brennpunkte des Geschehens. Vielleicht, so meine Hoffnung, w&auml;re dann auch besser zu verstehen, weshalb viele Regierungen immer wieder von einer drohenden &bdquo;zweiten Welle&ldquo; und von der weiteren Notwendigkeit des Lockdowns sprechen.<\/p><p>Argumentiert wird derzeit, dass die Ma&szlig;nahmen mehr oder weniger so lange aufrechterhalten werden m&uuml;ssten, bis die gesamte Bev&ouml;lkerung durch eine Impfung gerettet werden k&ouml;nne. Eineinhalb Jahre einer &bdquo;neuen Normalit&auml;t&ldquo; ohne Urlaubsreisen, Feste, Kultur- und Sportveranstaltungen werden eingefordert und Zwangsimpfungen, Zwangstestungen, Tracking- und Immunit&auml;ts-Apps in Aussicht gestellt.<\/p><p>Doch weshalb? Was macht die Regierung so sicher, dass sie es f&uuml;r notwendig h&auml;lt, das Grundgesetz in wesentlichen Teilen au&szlig;er Kraft zu setzen, den Mittelstand in den Bankrott zu treiben und Arbeiter und Angestellte in die Arbeitslosigkeit fallen zu lassen? Was droht uns noch?<\/p><p><strong>Medical Detectives: Ein Blick unter die Oberfl&auml;che<\/strong><\/p><p>Es gilt also herauszufinden, was zum Beispiel in Norditalien, Spanien oder in New York passierte. Um das zu erfassen, ist mehr zu recherchieren, als es in der normalen Epidemiologie gelehrt wird. In Baltimore, an der jetzt leider institutionell korrumpierten Johns Hopkins University, habe ich fr&uuml;her eine intensive epidemiologische Weiterbildung absolviert, die mir sehr viel methodisches Wissen vermittelt hat. Dort gab es auch einen Zweig, der sich &bdquo;Medical Detectives&ldquo; nannte.<\/p><p>Hier konnte man aus der Geschichte und anhand von zahlreichen gut erforschten F&auml;llen lernen, wie gesundheitliche Folgen zum Beispiel auch durch Brunnen- oder Lebensmittelvergiftungen entstehen k&ouml;nnen und welche Tricks es schwer machen, nat&uuml;rliche von menschengemachten oder gar kriminellen Ursachen zu unterscheiden. Bei den Medical Detectives &ndash; jeder kennt es aus Kriminalromanen &ndash; gibt es T&auml;ter und Opfer, Motive und Tatwaffen, Alibis und Auftraggeber.<\/p><p>Eine Seuche &ndash; selbst eine von der WHO ausgerufene &ndash; kann ein &bdquo;Fake&ldquo; sein. Bei der Vogel- und bei der Schweinegrippe habe ich die skrupellosen und korrupten Machenschaften einer Pharma- und Impfstoffindustrie&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1--c2SBYlMY\">erleben und untersuchen k&ouml;nnen<\/a>. Es wurden immer wieder Gesundheits&auml;ngste erzeugt, um mit gef&auml;hrlichen Produkten Milliarden &ouml;ffentlicher Gelder in private Taschen abzuzweigen.<\/p><p>Deshalb darf auch bei Covid-19 gefragt werden: Steckt m&ouml;glicherweise auch dieses Mal etwas anderes hinter der fortgesetzten Beunruhigung der &Ouml;ffentlichkeit? Qui bono? Wer profitiert von der Angst?<\/p><p><strong>Virologen erneut als Angstmacher<\/strong><\/p><p>Die Angstmacher sind neben der WHO auch diesmal wieder einige mir bereits aus der Vergangenheit bekannte Virologen. Meist haben diese &ndash; und das ist an medizinischen Instituten heute leider &uuml;berall schon &bdquo;neue Normalit&auml;t&ldquo; &ndash; enge Kooperationen mit der Pharmaindustrie oder anderen Investoren gekn&uuml;pft.<\/p><p>Zum Professor wird man heute leichter, wenn man bei der Beschaffung von Drittmitteln Geschick bewiesen hat. Die Wissenschaft hat sich daran gew&ouml;hnt &bdquo;fremdzugehen&ldquo;, und die Hochschulen erleichtern dies durch intransparente Ausgr&uuml;ndungen, Public-Private-Partnerships oder Kooperationen mit angeblich wohlt&auml;tigen Stiftungen.<\/p><p>Die Virologie der Berliner Charit&eacute; wird in Sachen Covid-19 zum Beispiel von der Bill und Melinda Gates Stiftung gef&ouml;rdert. Ein Mitautor des PCR-Tests von Drosten et al. ist der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Biotech Unternehmens&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/tib-molbiol-berliner-firma-produziert-coronavirus-tests-fuer-die-ganze-welt\/25602142.html\">TIB Molbiol<\/a>, welches jetzt zunehmend Tests produziert und millionenschwer vermarktet. Doch das sind detektivische Nebenbefunde, die bei weitem nicht erkl&auml;ren, was diese Welt gerade auf den Kopf stellt.<\/p><p>Dass die Infektionsgefahr in Deutschland und den Nachbarl&auml;ndern vor&uuml;ber ist, kann bereits jetzt die Mehrheit der Experten nicht mehr leugnen, ohne sich f&uuml;r den Rest ihrer Karriere zu blamieren. Und trotzdem sind da Menschen in den Regierungen, den &Auml;mtern und in der Wissenschaft, die uns mit der Angst einsperren und weiter g&auml;ngeln wollen.<\/p><p>Mein &Auml;rger &uuml;ber diese medizinisch nicht nachvollziehbare Panikmache und &uuml;ber viele seuchenhygienisch unsinnigen Erm&auml;chtigungen und freiheitsentziehenden Disziplinierungen ist auch von der Neugierde eines &bdquo;Medical Detective&ldquo; begleitet, der sich Gedanken &uuml;ber m&ouml;gliche verdeckte Motive macht. Dennoch will ich mich hier nicht mit den politischen oder wirtschaftlichen Hintergr&uuml;nden besch&auml;ftigen. Daf&uuml;r wird die Zeit wohl noch kommen und das ist auch nicht mein Fachgebiet.<\/p><p><strong>Kommt eine &bdquo;zweite Welle&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die Frage, die ich mir stelle, lautet: Wie konnte es gelingen, bei einem offensichtlich relativ harmlosen Erreger derartige Horrorszenarien zu erzeugen, mit denen Kritiker m&uuml;helos aus dem Weg ger&auml;umt werden konnten und mit denen die Angst in der Bev&ouml;lkerung &uuml;ber die Medien immer wieder neue Nahrung erhielt?<\/p><p>Au&szlig;erdem m&ouml;chte ich wissen, aufgrund welcher wissenschaftlichen Befunde die Kanzlerin, ihr Gesundheitsminister, ihr Hof-Virologe und andere weiterhin ank&uuml;ndigen: Die zweite Welle kommt erst noch. Es wird noch viele Monate dauern. Wir d&uuml;rfen nicht in Urlaub fahren. Wir m&uuml;ssen uns in Zukunft auf Heimarbeit einstellen. Wir m&uuml;ssen alle getestet, getrackt und mit einem noch schnell zu erprobenden Mittel geimpft werden. Das steht zwar alles schon im Drehbuch mit dem Titel&nbsp;&bdquo;The first modern pandemic&ldquo;, welches Bill Gates am 23. April ver&ouml;ffentlichte, wird aber auch dort nicht medizinisch nachvollziehbar belegt.<\/p><p><strong>Ein Hinweis aus New York<\/strong><\/p><p>Am 31. M&auml;rz bekam ich einen wichtigen Hinweis: Der New Yorker Intensivmediziner&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=k9GYTc53r2o\">Dr. Cameron Kyle-Sidell<\/a>&nbsp;hatte seine Kollegen mit einer erstaunlichen Beobachtung alarmiert. Er berichtete:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Was ich erlebt habe, das waren keine Covid-19-Patienten. Sie hatten nicht die Zeichen einer Lungenentz&uuml;ndung, sondern sahen aus wie Passagiere eines Flugzeugs, das in gro&szlig;er H&ouml;he pl&ouml;tzlich Druck verliert.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Es musste sich demnach um eine St&ouml;rung des Sauerstofftransportes im Blut handeln. Ich recherchierte und hakte die verschiedenen bekannten Ursachen f&uuml;r solche Symptome der Reihe nach ab, sofern sie wegen der Verl&auml;ufe nicht in Frage kamen. Am wahrscheinlichsten erschien mir eine rasch verlaufende H&auml;molyse, eine Zerst&ouml;rung von jenen Erythrozyten (roten Blutk&ouml;rperchen), die in der Lunge den Sauerstoff gegen abzuatmendes Co2 eintauschen, um den Sauerstoff in alle Winkel unseres K&ouml;rpers zu transportieren. Patienten haben dann das Gef&uuml;hl zu ersticken, atmen sehr schnell und angestrengt.<\/p><p>Was man in einem solchen Fall tun muss, kennen wir, weil es uns vor jedem Start im Flugzeug demonstriert wird: Sauerstoffmasken fallen von der Decke und bringen Erl&ouml;sung, bis alles wieder in Ordnung ist. Genau das hat auch den Patienten in New York am besten geholfen. Intubieren und beatmen hingegen waren falsch und haben vielerorts Menschen umgebracht.<\/p><p><strong>Der nigerianische Tote in Schweden<\/strong><\/p><p>Mir war&nbsp;<a href=\"https:\/\/casereports.bmj.com\/content\/2014\/bcr-2013-201432.full\">ein solcher Fall<\/a>&nbsp;mit gleicher r&auml;tselhafter Symptomatik bekannt, der 2014 von schwedischen Pneumologen bei einem daran verstorbenen jungen Patienten aus Nigeria beschrieben worden war. Damals hatte man nach dem Tod einen Enzymmangel als m&ouml;gliche Ursache vermutet und auch tats&auml;chlich gefunden, der in vielen Regionen Afrikas bei 20 &ndash; 30% der Bev&ouml;lkerung auftritt.<\/p><p>Es handelt sich um den sogenannten Glukose-6-Dehydrogenase-Mangel, oder &bdquo;G6PD-Mangel&ldquo;, eine der h&auml;ufigsten genetischen Besonderheiten, die &uuml;berwiegend bei M&auml;nnern zu einer bedrohlichen H&auml;molyse (Aufl&ouml;sung von roten Blutk&ouml;rperchen) f&uuml;hren kann, wenn bestimmte Medikamente oder Chemikalien eingenommen werden. Die Verbreitung dieses Mangels zeigt die folgende Karte (<a href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosmedicine\/article?id=10.1371\/journal.pmed.1001339\">Quelle und Erl&auml;uterungen dazu hier<\/a>).<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_b.jpg\" alt=\"\" width=\"642\" height=\"258\" class=\"alignleft size-full wp-image-60662\" srcset=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_b.jpg 642w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_b-300x121.jpg 300w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_b-400x161.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px\" \/><\/p><p>Diese erbliche Eigenschaft ist vor allem bei Ethnien verbreitet, die in Gebieten mit Malaria leben. Das ver&auml;nderte G6PD-Gen bietet in den Tropen Vorteile. Es macht ihre Tr&auml;ger resistent gegen&uuml;ber Malariaerregern. G6PD-Mangel ist aber auch gef&auml;hrlich, wenn die Betroffenen in Kontakt mit bestimmten Stoffen kommen, die sich zum Beispiel in Ackerbohnen, Johannisbeeren, Erbsen und einer Reihe von Medikamenten finden.<\/p><p>Hierzu geh&ouml;ren unter anderem Acetylsalicyls&auml;ure, Metamizol, Sulfonamide, Vitamin K, Naphthalin, Anilin, Malariamittel und Nitrofurane. Der G6PD-Mangel f&uuml;hrt dann dazu, dass die biochemischen Prozesse in den roten Blutk&ouml;rperchen gest&ouml;rt werden und &ndash; dosisabh&auml;ngig &ndash; eine leichte bis lebensbedrohliche H&auml;molyse ausgel&ouml;st wird. Die Tr&uuml;mmer der zerplatzten Erythrozyten f&uuml;hren in der Folge zu Mikroembolien, durch welche &uuml;berall in den Organen kleine Gef&auml;&szlig;e verstopfen. Was bei dem jungen Mann aus Nigeria die Krankheit und den Tod verursacht hatte, blieb damals unklar.<\/p><p><strong>Eine erschreckende Entdeckung<\/strong><\/p><p>Ich habe mir die Medikamente, die eine schwere H&auml;molyse bei G6PD-Mangel ausl&ouml;sen k&ouml;nnen, angesehen und einen gro&szlig;en Schreck bekommen. Eine der Substanzen, die bei allen Formen dieses Enzymmangels als sehr gef&auml;hrlich genannt wird, ist das Anti-Malariamittel Hydroxychloroquin (HCQ).<\/p><p>Das ist aber gerade die Substanz, die schon seit 2003 von&nbsp;<a href=\"https:\/\/academic.oup.com\/cid\/advance-article\/doi\/10.1093\/cid\/ciaa237\/5801998\">chinesischen Forschern<\/a>&nbsp;in Wuhan gegen SARS empfohlen wurde. Von Wuhan aus kam HCQ mit dem Virus jetzt als eine der therapeutischen M&ouml;glichkeiten wieder zu uns und wurde als solche auch angenommen. Gleichzeitig wurde HCQ mit Unterst&uuml;tzung von WHO und anderen Agenturen als vielversprechendes Mittel gegen Covid-19 f&uuml;r weitere klinische Studien empfohlen.<\/p><p>Laut Berichten soll in&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.voanews.com\/science-health\/coronavirus-outbreak\/cameroon-begins-large-scale-chloroquine-production\">Kamerun<\/a>, Nigeria und weiteren afrikanischen L&auml;ndern die Produktion dieses Medikamentes gesteigert werden. Indien ist der gr&ouml;&szlig;te Produzent von HCQ und exportiert dieses in 55 L&auml;nder. Werner Baumann, der Vorstandsvorsitzender der Bayer AG&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/111733\/Bayer-legt-grossen-Vorrat-an-Chloroquin-Tabletten-an\">teilte Anfang April mit<\/a>, dass &bdquo;verschiedene Untersuchungen in Laboren und Kliniken&ldquo; erste Hinweise darauf geliefert h&auml;tten, dass Chloroquin zur Behandlung von Corona-Patienten geeignet sein k&ouml;nnte. Die Firma stellte daraufhin einige Millionen Tabletten zur Verf&uuml;gung.<\/p><p>Weltweit gibt es inzwischen Hunderte von Studien unterschiedlicher Sponsoren, die geplant sind oder bereits laufen, bei denen HCQ allein oder gemeinsam mit weiteren Medikamenten eingesetzt wird.&nbsp;<strong>Als ich bei einigen gro&szlig;en Studien nachschaute, ob Patienten mit G6PD-Mangel ausgeschlossen werden, fand ich in den meisten Studienpl&auml;nen keinen Hinweis darauf<\/strong>.&nbsp;In den USA etwa wird eine gro&szlig;e multizentrische Studie mit 4.000 Probanden aus gesundem medizinischem Personal vorbereitet. Hier wird jedoch nur allgemein von &bdquo;&Uuml;berempfindlichkeit&ldquo; gesprochen, wie man es in Bezug auf allergische Reaktionen ja bei allen Medikamenten findet. Auch in einer Chloroquin\/Hydroxychloroquin-Studie der Oxford University (NCT04303507)&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.clinicaltrials.gov\/ct2\/show\/NCT04303507\">mit geplanten 40.000 Teilnehmern<\/a>&nbsp;findet das Risiko bei G6PD-Mangel keine Erw&auml;hnung. In einer weiteren gro&szlig;en Studie des Pentagons allerdings gibt es die explizite Warnung, G6PD-Mangel-Patienten aus der Untersuchung auszuschlie&szlig;en.<\/p><p>Die folgende Grafik, die auf Informationen aus der WHO-Datenbank basiert, zeigt, wie viele Studien zu Covid-19 und HCQ initiert wurden &ndash; und wie wenige davon den Enzymmangel ber&uuml;cksichtigen.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_c.jpg\" alt=\"\" width=\"642\" height=\"598\" class=\"alignleft size-full wp-image-60663\" srcset=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_c.jpg 642w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_c-300x279.jpg 300w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_c-526x490.jpg 526w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_c-263x245.jpg 263w\" sizes=\"auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px\" \/><\/p><p>Erw&auml;hnt werden meistens nur die kardialen Komplikationen von Chloroquin oder Hydroxychloroquin, die in Brasilien zum Abbruch einer Studie mit 11 Todesopfern von 81 Probanden gef&uuml;hrt hatte. Es sieht aber so aus, als ob weltweit dieser weiteren schweren Nebenwirkung wenig Beachtung geschenkt wird. Hinzu kommt, dass wegen fehlender Alternativen schon seit Beginn des Jahres in vielen L&auml;ndern HCQ im Rahmen eines sogenannten &bdquo;Compassionate Use&ldquo; (&bdquo;mitf&uuml;hlender Gebrauch&ldquo;) geduldet und massiv angewendet wird. Mit &bdquo;Compassionate Use&ldquo; wird in der Medizin der Einsatz noch nicht zugelassener Medikamente in Notlagen bezeichnet.<\/p><p><strong>Auff&auml;llige H&auml;ufungen<\/strong><\/p><p>W&auml;hrend dieser Recherchen trafen immer mehr Ergebnisse &uuml;ber genauere Auswertungen der Todesf&auml;lle in besonders betroffenen St&auml;dten ein. In New York und anderen St&auml;dten der USA wurde gemeldet, das&nbsp;<a href=\"https:\/\/www1.nyc.gov\/assets\/doh\/downloads\/pdf\/imm\/covid-19-deaths-race-ethnicity-04242020-1.pdf\">weit &uuml;berwiegend &bdquo;African Americans&ldquo; unter den Todesopfern waren<\/a>&nbsp;&ndash; doppelt so viele, wie aufgrund des Bev&ouml;lkerungsanteils zu erwarten w&auml;ren.<\/p><p>Auch aus England, wo die Mortalit&auml;tsdaten von Euromomo seit Anfang April eine steigende Todesrate anzeigen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2020\/apr\/08\/coronavirus-black-people-ethnic-minority-deaths-pandemic-inequality-afua-hirsch\">kam die Meldung<\/a>, dass von etwa 2000 schwerer Erkrankten 35%, also doppelt so viel wie zu erwarten, aus ethnischen &bdquo;Minorit&auml;ten&ldquo; stammten (&bdquo;black, Asian or other ethnic minority&ldquo;), darunter auch &Auml;rzte und medizinisches Personal.<\/p><p>Ein gro&szlig;es &Auml;rztesterben in Italien bleibt dringend abkl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Der Tod von etwa 150 &Auml;rzten und nur wenigen &Auml;rztinnen wird mit Covid-19 in Verbindung gebracht. Wenn auch bei vielen dieser F&auml;lle das Alter eine Rolle gespielt haben kann, muss beachtet werden, dass auch f&uuml;r einige Regionen Italiens eine hohe Pr&auml;valenz des G6PD-Mangels&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.medsci.org\/v10p1907.htm\">beschrieben wird<\/a>&nbsp;und dass in Italien bei bis zu 71% der mit PCR positiv Getesteten, sowie auch beim Personal, prophylaktisch sehr viel HCQ eingesetzt worden ist. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r Spanien. Unter den 15 ersten Covid-19-Toten in Schweden befanden sich 6 j&uuml;ngere Migranten aus Somalia.<\/p><p><strong>T&ouml;dliche Kombination<\/strong><\/p><p>Somit lautet das erschreckende Ergebnis meiner Recherchen: Typische schwere Verl&auml;ufe mit H&auml;molyse, Mikrothromben und Atemnot ohne typische Pneumonie-Zeichen treten dort vermehrt auf, wo zwei Faktoren zusammenkommen:<\/p><ul>\n<li>Viele Patienten mit Vorfahren aus Malaria-L&auml;ndern mit G6PD-Mangel<\/li>\n<li>Prophylaktische oder therapeutische Anwendung von hochdosiertem HCQ<\/li>\n<\/ul><p>Genau das ist in Afrika zu erwarten und genau das ist bereits &uuml;berall dort der Fall, wo es durch Migration einen gro&szlig;en Bev&ouml;lkerungsanteil aus Malaria-L&auml;ndern gibt. Die folgende Grafik zeigt schematisch den Ablauf.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_d.jpg\" alt=\"\" width=\"642\" height=\"477\" class=\"alignleft size-full wp-image-60664\" srcset=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_d.jpg 642w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_d-300x223.jpg 300w, https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/200502_d-330x245.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px\" \/><\/p><p>St&auml;dte wie New York, Chicago, New Orleans, London, oder auch Gro&szlig;st&auml;dte in Holland, Belgien, Spanien und Frankreich sind solche Zentren. Wenn in diesen Brennpunkten der Migration der Test breite Anwendung findet und erwartungsgem&auml;&szlig; bei etwa 10 bis 20% der Bev&ouml;lkerung positiv ausf&auml;llt, so werden auch viele Menschen aus den G6PD-L&auml;ndern darunter sein. Wenn diese dann, wie geplant, prophylaktisch oder im Rahmen eines &bdquo;mitf&uuml;hlenden&ldquo; Gebrauchs mit hochdosiertem HCQ behandelt werden, dann werden jene schweren Krankheitsbilder auch bei jungen Menschen hervorgerufen, wie wir sie von der Sensationspresse pr&auml;sentiert bekommen haben, und die unsere Angst vor Covid-19 weiter wach halten.<\/p><p>Wie oft diese t&ouml;dliche Kombination schon zu Opfern gef&uuml;hrt hat, ist unbekannt. Es gibt bei den Verantwortlichen in der WHO und in den Regierungen bisher keine Diskussion des Themas. Auch unter Medizinern, welche die Verantwortung f&uuml;r die Behandlung von Covid-19 Patienten oder f&uuml;r das sie behandelnde Personal haben, fehlt das Wissen und das Verantwortungsbewusstsein in erschreckendem Ma&szlig;e.<\/p><p>Nochmals: Dieser Zusammenhang gilt nicht nur f&uuml;r Afrika, sondern auch f&uuml;r gro&szlig;e Teile Asiens, S&uuml;d-und Mittelamerikas, Arabiens und den Mittelmeerraum.<\/p><p><strong>Dabei haben die genannten F&auml;lle mit einer Covid-19-Erkrankung gar nichts zu tun. Es reicht ein PCR-Testergebnis aus, welches zur prophylaktischen Verordnung von HCQ f&uuml;hrt, um bei bis zu einem Drittel der so behandelten Menschen aus Risiko-Populationen schwere Krankheitsbilder hervorzurufen.<\/strong><\/p><p><strong>HCQ-Behandlung bei G6PD-Mangel ist ein gef&auml;hrlicher Kunstfehler<\/strong><\/p><p>Das lie&szlig;e sich sofort abstellen, wenn alle behandelnden &Auml;rzte weltweit &uuml;ber die Kontraindikation von HCQ aufgekl&auml;rt w&uuml;rden. Diese Aufkl&auml;rung wird jedoch von der WHO, vom CDC, vom ECDC, von den chinesischen SARS-Spezialisten, von den &Auml;rztekammern, von den Arzneimittelbeh&ouml;rden und von der Bundesregierung und ihren Beratern str&auml;flich unterlassen. Das erscheint angesichts der laufenden Programme grob fahrl&auml;ssig.<\/p><p>Es ist ein Kunstfehler, Menschen mit G6PD-Mangel mit hochdosierten Chloroquinderivaten oder anderen f&uuml;r sie bekannterma&szlig;en gef&auml;hrlichen Medikamenten zu behandeln. Unter dem WHO-Label &ldquo;&rsquo;Solidarity&rsquo; clinical trial for COVID-19 treatments&ldquo; werden gesunde Menschen in &uuml;berst&uuml;rzter Eile genehmigten, lebensgef&auml;hrlichen Experimenten ausgesetzt. Hunderte von klinischen Studien, meist wertlose Beobachtungsstudien mit parallelen Ans&auml;tzen laufen sehr oft auch mit HCQ als einer der Alternativen.<\/p><p>Die deutsche Arzneimittelgesetzgebung verbietet die Nutzung nicht zugelassener Medikamente, doch die Regierung f&ouml;rdert dies dennoch. Ein nicht validierter und nicht f&uuml;r diagnostische Zwecke zugelassener Test bietet den Vorwand f&uuml;r die Anwendung lebensgef&auml;hrlicher Medikation &ndash; und das alles bei einer Infektionskrankheit, bei der es weiterhin keine Hinweise gibt, dass sie &uuml;ber das Risiko der allj&auml;hrlichen Grippe gravierend hinausgehende Gefahren mit sich bringt.<\/p><p><strong>Mit Vollgas in die Katastrophe<\/strong><\/p><p>Die Gefahren dieser Epidemie werden mit Hilfe wissenschaftlicher Hochstapelei dargestellt. Ein ungeeigneter Test aus Berlin liefert den Vorwand f&uuml;r t&ouml;dliche Ma&szlig;nahmen in aller Welt. Die Folgen dieser Fehlleistungen f&uuml;hren in vielen Regionen zu Notf&auml;llen, die einer Seuche zugeschrieben werden. Dadurch entsteht eben jene Welle der Angst, auf der nun so viele aus Wirtschaft und Politik reiten und die unsere Grundrechte unter sich zu begraben droht.<\/p><p>&Ouml;ffentlichkeit, Medien und Fachwelt scheinen sich kaum zu wundern, dass in New York und anderen Zentren mehr als doppelt so viele &bdquo;African Americans&ldquo; sterben, wie wegen ihres Bev&ouml;lkerungsanteils zu erwarten w&auml;re. Auch in den Untersuchungen der Todesf&auml;lle in den USA und anderswo werden die durch G6PD-Mangel bestehenden Risiken nahezu immer ausgeblendet oder vergessen.<\/p><p>Wenn gefragte Virologen und andere Fachleute seit l&auml;ngerem ank&uuml;ndigen, dass es in Afrika eine Welle von Toten und schreckliche Zust&auml;nde in den St&auml;dten geben wird, wissen sie dann um diese Zusammenh&auml;nge? Oder gibt es andere belegbare Gr&uuml;nde, die solche folgenreichen Prophezeiungen rechtfertigen? Schlie&szlig;lich: Sind das alles nur Themen f&uuml;r die Wissenschaft oder auch f&uuml;r Staatsanwaltschaften und Gerichte?<\/p><p><em><strong>Hinweis der Redaktion:<\/strong>&nbsp;Dieser Artikel erscheint zeitgleich in mehreren Magazinen. Weitere Informationen und Grafiken dazu sind&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wodarg.com\/\">auf der Webseite des Autors<\/a>&nbsp;zu finden.<\/em><\/p><p><strong>&Uuml;ber den Autor:<\/strong>&nbsp;Dr. med. Wolfgang Wodarg, Jahrgang 1947, ist Internist und Lungenarzt, Facharzt f&uuml;r Hygiene und Umweltmedizin sowie f&uuml;r &ouml;ffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin. Nach seiner klinischen T&auml;tigkeit als Internist war er unter anderem 13 Jahre Amtsarzt in Schleswig-Holstein, gleichzeitig Lehrbeauftragter an Universit&auml;ten und Fachhochschulen und Vorsitzender des Fachausschusses f&uuml;r gesundheitlichen Umweltschutz bei der &Auml;rztekammer Schleswig-Holstein; 1991 erhielt er ein Stipendium an der Johns Hopkins University, Baltimore, USA (Epidemiologie).<\/p><p>Als Mitglied des Deutschen Bundestages von 1994 bis 2009 war er Initiator und Sprecher in der Enqu&ecirc;te-Kommission &ldquo;Ethik und Recht der modernen Medizin&rdquo;, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, dort Vorsitzender des Unterausschusses Gesundheit und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses f&uuml;r Kultur, Bildung und Wissenschaft. 2009 initiierte er in Stra&szlig;burg den Untersuchungsausschuss zur Rolle der WHO bei der H1N1 (Schweinegrippe) und war dort nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament als wissenschaftlicher Experte weiter beteiligt. Seit 2011 ist er als freier Hochschullehrer, Arzt und Gesundheitswissenschaftler t&auml;tig und war bis 2020 ehrenamtlich als Vorstandsmitglied und Arbeitsgruppenleiter Gesundheit bei Transparency International Deutschland engagiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Bundeskanzlerin &bdquo;motzt&ldquo; &uuml;ber Drosten, <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik-inland\/coronakrise-weil-er-staendig-seine-meinung-aendert-merkel-motzt-ueber-drosten-70376072.bild.html###wt_ref=http%3A%2F%2Fm.facebook.com%2F&amp;wt_t=1588282530602\">so die Bild-Zeitung<\/a>, weil er st&auml;ndig seine Meinung &auml;ndert. Einer der Gegenspieler, Dr. Wolfgang Wodarg, hat gerade einen l&auml;ngeren Essay geschrieben. Diesen publizieren wir im Folgenden. 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