{"id":60721,"date":"2020-05-05T08:38:43","date_gmt":"2020-05-05T06:38:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721"},"modified":"2020-05-05T08:38:43","modified_gmt":"2020-05-05T06:38:43","slug":"hinweise-des-tages-3605","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h01\">Feilschen um die Auto-Kaufpr&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h02\">Spahn stoppt Pl&auml;ne f&uuml;r Immunit&auml;tsausweis nach Protesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h03\">Bizarre Bl&uuml;ten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h04\">Der Corona-Schock, Deflation und Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h05\">Von global zu (mehr) regional? Die Wirtschaft nach Corona umgestalten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h06\">Ohne Airbag in den Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h07\">Gericht erlaubt gr&ouml;&szlig;te biometrische Datenbank der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h08\">Wenn Regierungen Steuermilliarden f&uuml;r Gates und Weltwirtschaftsforum einsammeln, haben die Konzerne die Weltregierung &uuml;bernommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h09\">French hospital discovers Covid-19 case from December<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h10\">Frankreich: Der Ausbau der Staatsmacht&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h11\">Bundeswehr &uuml;bt mit Hunderten Soldaten &ndash; trotz Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h12\">Scheuers Ministerium verschleppt Herausgabe von Maut-Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60721#h13\">Verbotene Pestizide: Profite vor Menschenleben &ndash; wo sie weniger wert sind<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,  dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Feilschen um die Auto-Kaufpr&auml;mie<\/strong><br>\nEine Kaufpr&auml;mie haben sich die deutschen Autokonzerne f&uuml;r den heutigen &bdquo;Autogipfel&ldquo; bei Angela Merkel ausgedacht, nicht nur f&uuml;r die schon bedachten Elektroautos, sondern auch f&uuml;r moderne Benziner. Dabei hat VW 25 Milliarden Euro, Daimler mehr als 18 Milliarden und BMW mindestens zw&ouml;lf Milliarden fl&uuml;ssig. &bdquo;Wer auf so viel Geld sitzt, sollte den Markt eigentlich selbst anschieben k&ouml;nnen&ldquo;, kommentiert mein Kollege Markus Fasse. Oder zumindest auf die Aussch&uuml;ttung stattlicher Dividenden verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/morningbriefing\/morning-briefing-feilschen-um-die-auto-kaufpraemie\/25801206.html%20\">Handelsblatt Morning Briefing<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Wenn schon das Handelsblatt feststellt, dass die gro&szlig;en Autokonzerne keine Subventionen brauchen, dann sollte die Bundesregierung dies locker als guten Rat betrachten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Deutschlands Beitrag zur &ldquo;europ&auml;ischen Solidarit&auml;t&rdquo;<\/strong><br>\nVor dem f&uuml;r heute angesetzten Berliner &ldquo;Autogipfel&rdquo; erh&ouml;hen deutsche Wirtschaftsverb&auml;nde ihren Druck auf die Bundesregierung, die Einschr&auml;nkungen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie zu lockern. Jede Woche des &ldquo;Shutdowns&rdquo; koste die deutsche Wirtschaft &ldquo;einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag&rdquo;, erkl&auml;rt der Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI); das m&uuml;sse ein Ende haben. Auf dem heutigen &ldquo;Autogipfel&rdquo; wollen Vertreter von Industrie und Politik &uuml;ber weitere milliardenschwere Subventionen f&uuml;r die deutschen Kfz-Hersteller beraten. Im Gespr&auml;ch ist eine &ldquo;Abwackpr&auml;mie&rdquo;, bei der der Kauf von Neuwagen stark bezuschusst wird. &Ouml;kologische Bedenken spielen dabei trotz der anhaltenden Klimakrise keine Rolle. Deutsche Medien preisen dabei eine k&uuml;nftige &ldquo;Abwackpr&auml;mie&rdquo; als einen Beitrag zur &ldquo;europ&auml;ischen Solidarit&auml;t&rdquo; an: Die Lieferketten, mit denen deutsche Konzerne ihre Fahrzeuge produzierten, bez&ouml;gen Werke in zahlreichen EU-Staaten ein; deutsche Autok&auml;ufer finanzierten deshalb Fabriken etwa in Portugal oder in Rum&auml;nien mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8264\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Spahn stoppt Pl&auml;ne f&uuml;r Immunit&auml;tsausweis nach Protesten<\/strong><br>\nEinen Immunit&auml;tsnachweis f&uuml;r das Coronavirus wird es vorerst nicht geben. Nach einer Intervention der SPD hat Gesundheitsminister Spahn seine Pl&auml;ne vorerst auf Eis gelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kampf-gegen-corona-spahn-stoppt-plaene-fuer-immunitaetsausweis-nach-protesten\/25801000.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Spahns gro&szlig;er Luftballon und schon zerplatzt. Den Druck auf die SPD, die den Luftballon platzen l&auml;sst, haben nicht die etablierten Medien, sondern die geschm&auml;hten Medien des Internets gezogen &ndash; einschlie&szlig;lich der Nachdenkseiten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Stoppt Spahns gef&auml;hrlichen Vorschlag!<\/strong><br>\nMit dem &bdquo;Zweiten Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite&ldquo; soll insbesondere eine Neuerung in der Seuchenbek&auml;mpfung eingef&uuml;hrt werden: der Immunit&auml;tsausweis. Es ist ein hochgradig problematischer Vorsto&szlig;. Sollte das Vorhaben erfolgreich sein, tritt zum Nachweis einer Impfung nun eine zweite Kategorie &ndash; eben der Nachweis, dass man von einer Krankheit genesen ist und andere gegebenenfalls nicht mehr infizieren kann. Dabei ist letzteres noch gar nicht zweifelsfrei erwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/debatte-um-den-immunitaetsausweis-stoppt-spahns-gefaehrlichen-vorschlag\/25797916.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ist die Mehrheit der B&uuml;rger wirklich so starr vor Angst, dass sich niemand gegen diesen Wahnsinn wehrt? Denn was w&auml;re der Immunit&auml;tsausweis konsequent zu Ende gedacht, dass B&uuml;rger, die diesen Nachweis nicht f&uuml;hren, harter Diskriminierung ausgesetzt werden und wesentliche Grundrechte auf Dauer nicht mehr wahrnehmen k&ouml;nnen. Dazu schrieb Heribert Prantl treffend in der S&uuml;ddeutschen Zeitung: Nicht der B&uuml;rger, der sich auf seine Grundrechte beruft, muss das begr&uuml;nden; sondern der Staat muss begr&uuml;nden, warum er sie nicht gew&auml;hrt.<\/em><br>\n<em>Leider muss man vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie mit Entsetzen feststellen, dass in Deutschland autorit&auml;res Denken immer noch tief verwurzelt ist. Sowohl in der politischen Elite, die als einzige Antwort auf die Herausforderung der Epidemie nur repressive Ma&szlig;nahmen kennt, sogar bereit ist ohne viel Federlesen grunds&auml;tzliche b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechte aufzugeben und ein monstr&ouml;ses &Uuml;berwachungssystem mit Immunit&auml;tsnachweisen und l&uuml;ckenloser digitaler &Uuml;berwachung installieren will. Und auf der anderen Seite die B&uuml;rger, die in ihrer Mehrheit leider bereit sind, sich ohne gro&szlig;en Widerspruch dieser Repression zu unterwerfen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Coronakrise: Eine bedrohliche Entwicklung f&uuml;r die Grundrechte<\/strong><br>\nDer Menschenrechtsanwalt Eberhard Schultz &uuml;ber die Corona-App, die Einschr&auml;nkungen der Grundrechte und drohende Eingriffe ins Arbeitsrecht<br>\nDie ehemalige Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hatte j&uuml;ngst in einem TP-Interview gesagt: &ldquo;In Krisenzeiten haben die Grundrechte keinen Ausschalter.&rdquo; W&uuml;rden Sie das unterschreiben?<br>\nEberhard Schultz: Ja, und da stehe ich keineswegs alleine, auch nicht unter den Juristen. So warnt der bekannte Staats- und V&ouml;lkerrechtler Professor Norman Paech unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Eine beunruhigende Perspektive&rdquo; vor den Folgen des gegenw&auml;rtigen Ausnahmezustands. Er stellt die Frage, ob es mit dem Bild unserer Verfassung zu vereinbaren sei, dass wir weitgehend auf unsere sozialen Beziehungen verzichten, unseren kulturellen Austausch auf Smartphone und TV reduzieren, die Arbeit verlieren, existenziell in Not st&uuml;rzen und nennt das &ldquo;Ma&szlig;nahmen des Notstands auf tauben F&uuml;&szlig;en&rdquo;.<br>\nEr erw&auml;hnt, dass selbst in der FAZ von &ldquo;notstandsm&auml;&szlig;igen Befugnissen&rdquo; die Rede ist. Au&szlig;erdem reiche das Infektionsschutzgesetz f&uuml;r die Kontakt- und Ausgangssperre, die Stilllegung ganzer Produktionsketten und den Zusammenbruch zahlreicher Gesch&auml;ftsbereiche offensichtlich nicht aus. Man spreche bei der Bek&auml;mpfung des Coronavirus nicht ohne Grund von Krieg und fragt, ob daf&uuml;r &ldquo;ein unterschiedsloser Fl&auml;chenkrieg entfacht werden&rdquo; m&uuml;sse. &ldquo;Die Stichworte: Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, World Trade Center, Lehmann Brothers, Klimakatastrophe und Coronavirus stehen f&uuml;r ein permanentes Kriegs- und Krisen-Szenario. Sie k&ouml;nnen den Menschen entweder in die Revolte treiben oder ihn weich und verf&uuml;gbar machen.&rdquo;<br>\nVor allem, wenn die Einschr&auml;nkungen und drohenden weiteren schweren Verletzungen der Grundrechte als Teil einer gef&auml;hrlichen Entwicklung unserer Demokratie betrachtet werden. Rolf G&ouml;ssner, der wie ich in der Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte aktiv ist, hat diese Tendenz schon seit langem mit dem Schlagwort vom &ldquo;autorit&auml;ren Sicherheitsstaat&rdquo; auf den Begriff gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Coronakrise-Eine-bedrohliche-Entwicklung-fuer-die-Grundrechte-4713370.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Erstmal vom Tisch<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Die Idee eines <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Immunit%C3%A4tsausweises?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Immunit&auml;tsausweises<\/a>, mit dem bestimmte Grundrechte wieder gelten sollen, ist nach heftigen Protesten vom Tisch &ndash; erstmal! Auf EU-Ebene sind die Pl&auml;ne daf&uuml;r l&auml;ngst ausgearbeitet &ndash; schon vor <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Corona?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Corona<\/a>. Ich f&uuml;rchte, die Debatte kommt wieder. <a href=\"https:\/\/t.co\/1oU0v1Av48\">https:\/\/t.co\/1oU0v1Av48<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/nBNnpY1oKB\">pic.twitter.com\/nBNnpY1oKB<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Andrej Hunko (@AndrejHunko) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/AndrejHunko\/status\/1257529156511858689?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 5, 2020<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> \n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bizarre Bl&uuml;ten<\/strong><br>\n&bdquo;Terra incognita&ldquo; nannten die Seefahrer fr&uuml;her die von Europ&auml;ern unerforschten Gegenden der Welt: unbekanntes Gebiet. Die Zukunft in Zeiten von Corona ist ein solches unbekanntes Gebiet, in das wir gerade gemeinsam vordringen. Alles ist m&ouml;glich. Das liegt am Virus selbst, &uuml;ber das die Wissenschaft immer noch weniger wei&szlig;, als uns lieb sein kann. Aber das liegt auch an der Politik, die in einer Aktionsstarre gefangen ist. Die Politiker f&uuml;hlen sich gezwungen, zu handeln, wissen aber nicht, was sie tun sollen &ndash; das Ergebnis war der Lockdown, der gleichzeitig den umfangreichsten staatlichen Eingriff darstellt und den totalen Verzicht auf jeden politischen Gestaltungsanspruch.<br>\nZum ersten Mal h&ouml;rt die Politik auf die Wissenschaft &ndash; und das Ergebnis ist ein gro&szlig;es Missverst&auml;ndnis. Denn auch die Wissenschaft liefert nicht die Wahrheit, nach der es die Menschen so verlangt.<br>\nBeispielhaft daf&uuml;r ist die Begegnung des Virologen Christian Drosten mit der &Ouml;ffentlichkeit. Drosten wartet seit Wochen zuverl&auml;ssig mit seinen Erkenntnissen auf. Soweit man das erkennen kann, erhebt er dabei keinen anderen Anspruch als den auf wissenschaftliche Redlichkeit. Aber die Medien lechzen nach gesicherten Informationen und nach Wahrheit. Damit kann Drosten nicht dienen. Seine Wissenschaft liefert nur Rohmaterial, und auch das ist ver&auml;nderlich. Der Nutzen von Schulschlie&szlig;ungen und Maskenpflicht, die Bedeutung der Werte &bdquo;Verdoppelungszeit&ldquo; oder &bdquo;Reproduktionszahl&ldquo;, all das ist unsicher und mag heute als Basis f&uuml;r politische Ma&szlig;nahmen taugen, morgen schon nicht mehr.<br>\nEs ist der Wissenschaft kein Vorwurf daraus zu machen, dass aus ihr allein noch keine Politik entsteht. Denn Politik bedeutet die Abw&auml;gung vieler Interessen und nicht die Unterordnung aller Interessen unter ein einziges Prinzip &ndash; dazu taugt nicht einmal der Schutz des menschlichen Lebens. Es ist, so paradox das auf den ersten Blick auch erscheinen mag, nur ein Gut unter anderen. Darum leisten weder Staat noch Gesellschaft jederzeit alles daf&uuml;r, absolute Sicherheit f&uuml;r jedes einzelne menschliche Leben zu gew&auml;hrleisten. Aber in der Corona-Krise soll das pl&ouml;tzlich gelten. Aus irgendeinem Grund haben sich Staat und Gesellschaft auf diesen &bdquo;Pandemie-Absolutismus&ldquo; festgelegt, und man gewinnt den Eindruck, je h&ouml;her der Einsatz wird &ndash; an menschlichem Leid und wirtschaftlichen Kosten &ndash;, desto weniger k&ouml;nnen wir von dieser Entscheidung abr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/bizarre-blueten\">Jakob Augstein im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Corona-Schock, Deflation und Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr, die der Corona-Schock mit sich bringt, ist eine deflation&auml;re Entwicklung, bei der die Masseneinkommen unter Druck geraten. Staatliche Hilfen sollten nicht nur an Dividendenverzicht, sondern auch an Lohndruckverzicht gekoppelt werden.<br>\nImmer mehr Daten, die f&uuml;r Deutschland und Europa ver&ouml;ffentlicht werden, offenbaren das Ausma&szlig; des wirtschaftlichen Schocks, den der Corona-Shutdown ausgel&ouml;st hat. Deutlich hervor tritt auch, dass die Politik in Deutschland und Europa die negativen wirtschaftlichen Folgen ihrer eigenen Anweisungen massiv untersch&auml;tzt hat und wohl noch immer untersch&auml;tzt. Umso wichtiger ist es jetzt, weitere deflation&auml;re Aktionen und Signale zu vermeiden. Das gilt insbesondere f&uuml;r die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmer.<br>\nZwar erwartet der Bundeswirtschaftsminister inzwischen einen R&uuml;ckgang des realen BIP in diesem Jahr von &uuml;ber 6 Prozent, was deutlich realistischer ist als die Vorhersagen des Sachverst&auml;ndigenrates (-2,8 %) und der Wirtschaftsforschungsinstitute (-4,2 %). Aber sein Optimismus hinsichtlich der Wiederbelebung der Wirtschaft im n&auml;chsten Jahr (&uuml;ber 5 Prozent Wachstum) muss noch fundiert werden. Die deutsche Wirtschaftspolitik darf nicht zulassen, dass die Lohn- und Einkommensentwicklung unter Druck ger&auml;t. Das w&uuml;rde einem Aufschwung im n&auml;chsten Jahr den Garaus machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/der-corona-schock-deflation-und-arbeitslosigkeit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Von global zu (mehr) regional? Die Wirtschaft nach Corona umgestalten!<\/strong><br>\nCorona zeigt aktuell auf, wie fragil globale Wertsch&ouml;pfungsketten im Katastrophenfall sind. &bdquo;Just-in-time&ldquo; produzierende Wirtschaftszweige, zum Beispiel die Autoindustrie, konnten aufgrund von fehlenden Teilen aus Asien ihre Produktion nicht wie geplant weiterfu&#776;hren. In Europa wurden Medikamente wie Penicilline knapp, weil sie wegen Produktionsunterbrechungen in China nicht mehr von dort eingefu&#776;hrt werden konnten. Desinfektionsmittel, Schutzmasken und Handschuhe sind mittlerweile schwer zu bekommen, weil sie weitgehend au&szlig;erhalb Europas hergestellt werden. Die Corona-Krise zeigt nun deutlich auf, was in unserem Produktionssystem falsch l&auml;uft.<br>\nBeispielhaft k&ouml;nnen wir dies anhand der aktuell im Medizinbereich nicht ausreichend verfu&#776;gbaren Schutzhandschuhen aufzeigen. Einer der Hersteller solcher Schutzhandschuhe ist Sempermed, einer von vier Gesch&auml;ftsbereichen der Semperit Gruppe. Bis zur Privatisierung stand diese im Eigentum der staatlichen Creditanstalt. Der Firmensitz von Semperit befindet sich nach wie vor in Wien, aber gro&szlig;e Teile der Produktion wurden ausgelagert. Aktuell gibt es 14 Produktionsstandorte. Von den weltweit 6.900 MitarbeiterInnen besch&auml;ftigt die Semperit Gruppe rund 3.600 in Asien und rund 900 in &Ouml;sterreich. Am Standort Wimpassing in Nieder&ouml;sterreich werden noch immer Operationshandschuhe produziert sowie Forschung und Entwicklung betrieben. Die Herstellung von Untersuchungshandschuhen wurde jedoch vollst&auml;ndig nach Malaysien ausgelagert. W&auml;hrend die ArbeiterInnen in &Ouml;sterreich nach dem Kollektivertrag der chemischen Industrie bezahlt werden, sind in Malaysien die Gewerkschaftsrechte massiv beschnitten. Anfang 2020 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat, sich g&auml;nzlich vom Medizingesch&auml;ft (also von Sempermed) zu trennen, weil der Fortbetrieb &bdquo;hohe Investitionen&ldquo; erfordern wu&#776;rde, um im Wettbewerb zu bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jbi.or.at\/von-global-zu-mehr-regional-die-wirtschaft-nach-corona-umgestalten\/%20\">Marie Jahoda &ndash; Otto Bauer Institut<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ohne Airbag in den Crash<\/strong><br>\nIm Vertrauen auf Jobs und Wachstum haben sich viele Amerikaner hoch verschuldet. Nun k&ouml;nnen viele ihre Autoraten und Kreditkartenrechnungen nicht mehr bezahlen. Die Blase droht zu platzen.<br>\nMillionen Amerikaner m&uuml;ssen in diesen Tagen eine finanzielle Triage-Entscheidung treffen: Zahle ich meine Hypothek? Oder besser die Kreditkartenschulden? Die Krankenversicherung? Die Stromrechnung? Oder die monatliche Rate f&uuml;rs Auto?<br>\nSo auch die 24-j&auml;hrige Ashleigh Hanks. Die junge Frau hatte ein Jobangebot in einer Beilwurf-Bar in Clarksville, Tennessee. Doch das Coronavirus machte ihre Hoffnungen vorl&auml;ufig zunichte. Das Axtwerfen gilt nicht als essenzielle wirtschaftliche Aktivit&auml;t. Ersparnisse habe sie keine, sagte Hanks der Internetseite &ldquo;Marketwatch&rdquo; &ndash; daf&uuml;r aber 1500 Dollar Restschulden aus einer Operation und keinen Schimmer, wie sie die n&auml;chste Rate f&uuml;r ihren gebrauchten Honda finanzieren solle: &ldquo;Ich habe Angst, alles zu verlieren, wof&uuml;r ich gearbeitet habe.&rdquo;<br>\nMehr als 30 Millionen Amerikaner haben sich innerhalb weniger Wochen arbeitslos gemeldet, und viele wissen nicht, wie weiter. Jeder zweite Geringverdiener sagte in einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew, er k&ouml;nne nicht alle Rechnungen bezahlen. In der Mittelschicht ist es immerhin noch jeder Vierte, bei dem das Geld nicht reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/corona-krise-in-den-usa-verbraucherschulden-ohne-airbag-in-den-crash-a-9b39253b-6b54-4997-a0ca-c6c22ee422cb\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gericht erlaubt gr&ouml;&szlig;te biometrische Datenbank der Welt<\/strong><br>\nIndiens Oberster Gerichtshof hat das Ausweisprogramm Aadhaar, bei dem die biometrischen Daten von mehr als einer Milliarde Menschen gespeichert werden, f&uuml;r zul&auml;ssig erkl&auml;rt. Es hatte eine Reihe von Klagen gegen das Programm gegeben, unter anderem wegen Verletzung des Rechts auf Privatsph&auml;re.<br>\nDas Gericht sah dieses Grundrecht als ausreichend gesch&uuml;tzt an, setzte in seinem Urteil am Mittwoch in Neu-Delhi allerdings einige Grenzen, wie mehrere Reporter &uuml;bereinstimmend aus dem Gerichtssaal berichteten.<br>\nDie meisten der 1,3 Milliarden B&uuml;rger Indiens haben inzwischen einen Aadhaar-Personalausweis mit einer zw&ouml;lfstelligen Nummer, unter der in einer zentralen Datenbank pers&ouml;nliche und biometrische Daten gespeichert sind &ndash; darunter Scans der Iris sowie Fingerabdr&uuml;cke. &hellip;<br>\nAadhaar (&ldquo;Fundament&rdquo; auf Hindi) war 2009 eingef&uuml;hrt worden, um Betrug bei Sozialleistungen zu verhindern. Die Regierung von Premierminister Narendra Modi &ndash; seit 2014 im Amt &ndash; baute das Programm deutlich aus und machte den Ausweis f&uuml;r immer mehr Leistungen verpflichtend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/indien-gericht-erlaubt-groesste-biometrische-datenbank-der-welt-a-1230143.html%20\">DER SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Den &Uuml;berwachungsphantasien der globalen Oligarchie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Man beachte die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Einf&uuml;hrung des biometrischen Ausweises, dass damit &bdquo;Betrug bei Sozialleistungen&ldquo; verhindert werden solle. Aktuell hei&szlig;t die Begr&uuml;ndung f&uuml;r den Ausbau des &Uuml;berwachungsstaates, dies diene nur dem Gesundheitsschutz. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Kurz-Beraterin Mei-Pochtler: &bdquo;Jeder wird eine App haben&ldquo;<\/strong><br>\nKanzlerberaterin Antonella Mei-Pochtler geht davon aus, dass Contact-Tracing-Apps und andere Technologie k&uuml;nftig wesentlicher Bestandteil des sozialen Lebens sein werden. &bdquo;Das wird Teil der neuen Normalit&auml;t sein. Jeder wird eine App haben&ldquo;, sagte sie der &bdquo;Financial Times&ldquo; (Onlineausgabe). Die europ&auml;ischen L&auml;nder m&uuml;ssten sich an Tools gew&ouml;hnen, die &bdquo;am Rand des demokratischen Modells&ldquo; seien.<br>\nDie Regierung hatte zuletzt mehrfach betont, dass die Nutzung der &bdquo;Stopp Corona&ldquo;-App, die Kontakte aufzeichnet und somit nachverfolgbar macht, auch in Zukunft nicht verpflichtend sein werde. Die &bdquo;Financial Times&ldquo; berichtete nun unter Berufung auf Mei-Pochtler allerdings, dass eine verpflichtende Contact-Tracing-App zumindest f&uuml;r Personen angedacht ist, die nach &Ouml;sterreich einreisen. So soll den Planspielen zufolge der Tourismus in Schwung gebracht werden, ohne dass Infizierte das Virus nach &Ouml;sterreich tragen.<br>\n &bdquo;Ich glaube, die Leute werden diese Kontrolle von sich aus wollen&ldquo;, sagte Mei-Pochtler. Sie erkl&auml;rte, es m&uuml;sste das Ziel von Regierungen sein, jetzt an das Verantwortungsgef&uuml;hl f&uuml;r individuelles Handeln zu appellieren, um die Zeit nach dem Ende des &bdquo;Lock-down&ldquo; zu gestalten. &bdquo;Man kann eine Pandemie nicht f&uuml;r ewig von oben nach unten managen. Man muss sie von unten nach oben managen&ldquo;, sagte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/orf.at\/#\/stories\/3164322\/\">ORF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wenn Regierungen Steuermilliarden f&uuml;r Gates und Weltwirtschaftsforum einsammeln, haben die Konzerne die Weltregierung &uuml;bernommen<\/strong><br>\nDie EU und verschiedene europ&auml;ische Regierungen haben am Montag eine Covid-19-Geberkonferenz abgehalten und 7,4 Milliarden Euro Steuergeld zugesagt. Das Geld geht auf intransparente Weise an Organisationen, die von Bill Gates und dem Weltwirtschaftsforum finanziert werden. Lange musste Gates der UN und den Regierungen Geld geben, um die Welt mitregieren zu d&uuml;rfen. Nun dreht sich das um.<br>\nErst vorgestern hatte ich dar&uuml;ber berichtet, wie die G20-Gruppe der wichtigsten Industrienationen seine Digitalstrategie f&uuml;r den Umgang mit der Pandemie und danach vom Weltwirtschaftsforum hat ausarbeiten lassen, letztlich also von den Silicon Valley Konzernen, die pr&auml;chtig an der Krise verdienen.<br>\nNun haben die EU-Kommission und die Bundesregierung eine Geberkonferenz abgehalten, um die 7,5 Milliarden Euro zusammenzusammeln, die nach Angaben des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB)noch fehlen, damit man angemessen auf die Pandemie reagieren kann. Die Initiative kam aber nicht von ihnen selbst. Vielmehr schreibt die Bundesregierung, sie beteilige sich damit an der historischen &ldquo;Global Response&rdquo;-Initiative zum Kampf gegen das Coronavirus. &Uuml;ber diese hei&szlig;t es in der Pressemitteilung:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 24. April 2020 gemeinsam mit anderen globalen Gesundheitsakteuren und der Bill und Melinda Gates Stiftung die historische &ldquo;Global Response&rdquo;-Initiative zum Kampf gegen das Coronavirus gestartet.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Am 24. April startet die Gates Stiftung eine Initiative, weniger als zwei Wochen sp&auml;ter halten EU und Regierungen eine Geberkonferenz ab und steuern 7,4 Milliarden Euro bei. Das sind Reaktionszeiten wie man sie sonst nicht kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/geberkonferenz-gates-weltwirtschaftsforum\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: W&auml;re ich B&uuml;rgerin von Deutschland, ich w&auml;re schrecklich stolz<\/strong><br>\nMelinda Gates &uuml;ber einen weltweiten Plan f&uuml;r Covid-19, den deutschen Umgang mit der Krise und ihre Hoffnung, dass wir in zwei Jahren wieder in einer Art Normalit&auml;t leben k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/melinda-gates-coronavirus-deutschland-1.4894066\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erst ein Interview mit Bill Gates in den Tagesthemen, dann in der FAZ nun mit seiner Frau in der SZ. Das Hochschreiben von Gates ist mehr als auff&auml;llig. Soll man an Zufall glauben mit der Tatsache im Hinterkopf, dass die Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; knapp 300.000 US-Dollar von der Gates Stiftung erhielt, w&auml;hrend &ldquo;Der Spiegel&rdquo; sogar mit 2,5 Millionen US-Dollar bedacht wurde und prompt einen Artikel mit dem Titel &bdquo;Microsoft-Gr&uuml;nder &ndash; Verschw&ouml;rungstheoretiker hetzen gegen Bill Gates&ldquo; ver&ouml;ffentlichte. Was hat Gates zur Corona-Epidemie mehr zu sagen als jeder andere wahlberechtigte B&uuml;rger? Vor allem was soll hei&szlig;en, dass Melinda Gates hofft, &ldquo;dass wir in zwei Jahren wieder in einer Art Normalit&auml;t leben k&ouml;nnten&rdquo;. Wer hat dar&uuml;ber eigentlich zu befinden? Bill und Melinda Gates oder die jeweiligen (noch) demokratisch legitimierten Regierungen? Da f&auml;llt es schwer nicht zu glauben, dass Gates ein ureigenes Interesse an der Epidemie hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>French hospital discovers Covid-19 case from December <\/strong><br>\nA French hospital that retested old samples from pneumonia patients has discovered that it treated a man with the coronavirus as early as 27 December, nearly a month before the French government confirmed its first cases.<br>\nDr Yves Cohen, head of resuscitation at the Avicenne and Jean Verdier hospitals in the northern suburbs of Paris, told BFM TV that scientists had retested samples from 24 patients treated in December and January who tested negative for flu.<br>\n&ldquo;Of the 24, we had one who was positive for Covid-19 on 27 December,&rdquo; he told the news channel on Sunday.<br>\nThe samples had all initially been collected to detect flu using PCR tests, the same genetic screening process that can also be used to detect the presence of the coronavirus. Each sample was retested several times to ensure that there were no errors, he added.<br>\nKnowing who was the first is critical to understanding how the virus spread but Cohen said it was too early to know whether the patient was France&rsquo;s &ldquo;patient zero&rdquo;.<br>\nHe said the patient had survived and that a first investigation to trace the first contamination had been carried out&hellip;.<br>\n&ldquo;We&rsquo;re wondering whether she was asymptomatic,&rdquo; he said. &ldquo;He may be the &lsquo;patient zero&rsquo;, but perhaps there are others in other regions. All the negative PCRs for pneumonia must be tested again. The virus was probably circulating.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2020\/may\/04\/french-hospital-discovers-covid-19-case-december-retested\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frankreich: Der Ausbau der Staatsmacht&hellip;<\/strong><br>\n&hellip; und die kommende Revolte? Der Gesetzesentwurf zum Gesundheitsnotstand enth&auml;lt einschneidende &Uuml;berwachungs- und Verf&uuml;gungskompetenzen<br>\nVor allem da die wirtschaftlichen und sozialen H&auml;rten, die mit den Einschr&auml;nkungen verbunden sind, immer deutlicher werden (nicht nur in den Vorst&auml;dten, wo Hunger ein Problem wird). Und weil der Verdacht auf die Regierung f&auml;llt, dass sie zu autorit&auml;r vorgeht und sich Machtkompetenzen aneignen k&ouml;nnte. Das Misstrauen daf&uuml;r ist l&auml;ngst geweckt.<br>\nZur Erinnerung: Der Ausnahmezustand, ausgerufen wegen der Terroranschl&auml;ge im November 2015, wurde immer wieder neu verl&auml;ngert, er lief erst im Juli 2017 aus. Die Praxis, so das Fazit vor etwa drei Jahren lautete: &ldquo;Die bisherige Praxis zeigt, dass Ausnahmezustands-Regelungen, die juristische H&uuml;rden ausschalten, von der Regierung politisch ausgenutzt wurden&rdquo; (siehe Macron will Ausnahmezustand in normales Gesetz &uuml;berf&uuml;hren und Der Ausnahmezustand als Mittel gegen unerw&uuml;nschte Demonstrationen).<br>\nDazu kommt, dass Macron in den letzten Monaten gegen&uuml;ber Sozialprotesten &ndash; sei es vonseiten der Gelbwesten, aber auch von Gewerkschaften organisiert &ndash; auf Staatsgewalt setzte: Die Polizeieins&auml;tze gegen Demonstranten waren nicht nur von milit&auml;rischem Auftreten und Strategien gekennzeichnet, sondern auch von einem Gewalteinsatz, bei dem einem &ldquo;H&ouml;ren und Sehen verging&rdquo;.<br>\nIn dieses Bild f&uuml;gen sich Zahlenreihen, die die Regierung zur &Uuml;berwachung, Kontrolle und erteilten Bu&szlig;gelder im Kontext der Ausgangsbeschr&auml;nkungen in der j&uuml;ngsten Zeit vorlegte. Es waren gro&szlig;e Zahlen und viele Strafen, hundertausende. In Frankreich muss man w&auml;hrend der strikten Ausgangsbeschr&auml;nkung eine &ndash; selbstausgestellte &ndash; Bescheinigung dabei haben, um zu dokumentieren, aus welchem Grund man die Wohnung verlassen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Der-Ausbau-der-Staatsmacht-4713383.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es &uuml;berrascht sicher nicht, dass Macron die Corona-Epidemie nutzen will, um nach dem massiven Wiederstand der franz&ouml;sischen B&uuml;rger gegen seine neoliberale Rentenreform, ein entsprechendes Instrumentarium zur Hand zu haben damit derartiges nicht noch einmal geschieht. Es d&uuml;rfte evident sein, dass mindestens solange bis ein Impfstoff entwickelt wurde und in ausreichender Menge verf&uuml;gbar ist, jeder Zeit der Gesundheitsnotstand hinsichtlich des Corona-Virus ausgerufen werden kann. Das gleiche gilt auch f&uuml;r Deutschland und das novellierte Infektionsschutzgesetz insbesondere dessen &sect; 5 mit dem nun nach Belieben der Bundestag &bdquo;eine epidemische Lage von nationaler Tragweite&ldquo; festgestellt kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundeswehr &uuml;bt mit Hunderten Soldaten &ndash; trotz Corona<\/strong><br>\nPanzer fahren zur Gefechts&uuml;bung, Gebirgsj&auml;ger sind bei &bdquo;Bergl&ouml;we 2020&ldquo; dabei. Diese und 99 weitere &Uuml;bungen h&auml;lt die Bundeswehr trotz Corona-Risiken f&uuml;r n&ouml;tig.<br>\nDemonstrationen? Nur &auml;u&szlig;erst eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich. Schlie&szlig;lich gelten in ganz Deutschland strikte Ausgangsbeschr&auml;nkungen sowie ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern.<br>\nUnd wie sieht es mit Bundeswehr-&Uuml;bungen aus? Im Bendlerblock plant man bis Ende September 101 &Uuml;bungen, teils mit Hunderten Soldatinnen und Soldaten. Das geht aus einer Aufstellung des Verteidigungsministeriums hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.<br>\nDemnach wird etwa das Panzerbataillon 104 mit 400 Teilnehmern bei einer Gefechts&uuml;bung f&uuml;r die Enhanced Forward Presence Battlegroup Litauen mitmachen. Das Panzerbataillon 393 nimmt mit 950 Soldatinnen und Soldaten an einer Gefechts&uuml;bung der Very High Readiness Joint Task Force teil. Und an der &Uuml;bung &bdquo;Bergl&ouml;we 2020&ldquo; sind 1650 Gebirgsj&auml;ger, -aufkl&auml;rer und -pioniere beteiligt. (..)<br>\nF&uuml;r grunds&auml;tzlich &bdquo;absurd&ldquo; und &bdquo;unverantwortlich&ldquo; h&auml;lt der verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion, Tobias Pfl&uuml;ger, die Bundeswehr&uuml;bungen. &bdquo;Solche Man&ouml;ver k&ouml;nnten schnell zu neuen Corona-Herden werden&ldquo;, sagte er dem Tagesspiegel.<br>\nWie riskant diese seien, sehe man schon daran, dass alle Teilnehmer danach geschlossen in eine 14-t&auml;gige Quarant&auml;ne sollen. &bdquo;Die Bundeswehr sollte sich an den Vorgaben der zivilen staatlichen Stellen zum Umgang mit Covid-19 orientieren und mehr Man&ouml;ver und &Uuml;bungen absagen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/infektionsrisiko-bei-den-streitkraeften-bundeswehr-uebt-mit-hunderten-soldaten-trotz-corona\/25796696.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Scheuers Ministerium verschleppt Herausgabe von Maut-Akten<\/strong><br>\nDas Virus ist nicht an allem schuld. Zwar wurde die Aufarbeitung des Maut-Debakels durch die Corona-Krise tats&auml;chlich behindert, weil der Untersuchungsausschuss acht Wochen lang nicht tagte. Aber f&uuml;r Verz&ouml;gerungen sorgt auch das Bundesverkehrsministerium unter Andreas Scheuer (CSU). Und diese Verz&ouml;gerungen dauern l&auml;nger als die pandemiebedingte Unterbrechung der Ausschussarbeit.<br>\nDenn wenn das Gremium am Donnerstag erstmals wieder zusammentritt, fehlt weiterhin ein Teil wichtiger Akten. Es sind Akten aus dem Herbst 2018, als Scheuer die Erhebung der Pkw-Maut an ein Konsortium der Firmen Kapsch und Eventim vergab. Hierbei verstie&szlig; das Ministerium laut Bundesrechnungshof gegen das Vergaberecht. Diesen Befund erh&auml;rten Dokumente, &uuml;ber die k&uuml;rzlich WELT AM SONNTAG berichtete. Es w&auml;re also f&uuml;r den Ausschuss sehr wichtig, alle Akten zur Vergabe der Maut-Erhebung im Herbst 2018 auswerten zu k&ouml;nnen.<br>\nAber in Scheuers Ressort werden die Akten noch sortiert. Wie das Ministerium dem Ausschuss am 23. April mitteilte, sei &bdquo;das Zusammenstellen der Akten leider sehr zeitaufwendig&ldquo;. Man hoffe, so hei&szlig;t es in der WELT vorliegenden Mail, &bdquo;bis Mitte Mai die Bereitstellung der Vergabeunterlagen abschlie&szlig;en zu k&ouml;nnen&ldquo;. Zwar wurden dann am 30. April vom Ministerium diverse Akten herausgegeben.<br>\nAber von denen liegt jetzt ein gr&ouml;&szlig;erer Teil in der Geheimschutzstelle des Bundestages und kann daher von den Abgeordneten nur sehr eingeschr&auml;nkt ausgewertet und im Ausschuss nicht &ouml;ffentlich genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article207699213\/Untersuchungsausschuss-Scheuers-Ministerium-verschleppt-Herausgabe-von-Maut-Akten.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Niemand hat die Absicht, die Arbeit des Ermittlungsausschusses zu behindern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verbotene Pestizide: Profite vor Menschenleben &ndash; wo sie weniger wert sind<\/strong><br>\nFinnische Zollbeh&ouml;rden haben seit Februar acht aus Israel importierte Orangenlieferungen zur&uuml;ckgewiesen, weil darin das in der EU verbotene Pestizid Bromopropylat entdeckt wurde. Die Chemikalie ist seit 2011 von der Europ&auml;ischen Union zur Sicherheit der Verbraucher verboten worden. Nach Angaben der finnischen Zollbeh&ouml;rden war seit mehreren Jahren kein Bromopropylat in importierten Produkten gefunden worden. Doch enthielten acht von 16 Sendungen mit israelischen Orangen, die bis Mitte April untersucht wurden, das Pestizid.<br>\nIn Deutschland nutzte die f&uuml;r die Interessen der Landwirtschaft als auch der Verbraucher zust&auml;ndige Ministerin Julia Kl&ouml;ckner (CDU) die Corona-Krise als Vorwand f&uuml;r laxere Lebensmittelkontrollen, obwohl bereits die bisherige Handhabung fatale Folgen hat.<br>\nDerweil konnte der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer im ersten Quartal 2020 auch mit Pflanzengiften erhebliche Gewinne verzeichnen. Neben Hamsterk&auml;ufen angesichts der Corona-Krise unter anderem in Apotheken und Drogerien trug auch das Gesch&auml;ft mit Pestiziden zu einer Gewinnsteigerung um 20 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten des Jahres bei. W&auml;hrend der Absatz von Bayer-Medikamenten um knapp ein F&uuml;nftel anstieg, hat der Verkauf von Nahrungserg&auml;nzungsmitteln sogar um ein Drittel zugenommen. Auch Saatgut, Insektizide sowie Pestizide wurden st&auml;rker nachgefragt.<br>\nZu den erheblichen Gewinnen des Leverkusener Unternehmens trugen auch  Pflanzengifte bei, die in der EU aufgrund gesundheitlicher Bedenken verboten sind. Denn Bayer-Monsanto vermarktet &ndash; wie auch die anderen beiden der globalen Top drei Agrarchemie-Hersteller BASF und Syngenta &ndash; hochgiftige Pestizide in den L&auml;ndern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, wo Gesundheitsvorschriften weniger streng sind. Darauf machten mehrere Nichtregierungsorganisationen aufmerksam, darunter der Verbraucherschutzverein foodwatch, das entwicklungspolitische Netzwerk Inkota und das katholische Hilfswerk Misereor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/101934-verbotene-pestizide-profite-vor-menschenleben-woanders\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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