{"id":60816,"date":"2020-05-10T09:00:51","date_gmt":"2020-05-10T07:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816"},"modified":"2020-05-08T10:22:33","modified_gmt":"2020-05-08T08:22:33","slug":"hinweise-der-woche-159","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h01\">Corona &ndash; Das gro&szlig;e Schweigen der deutschen &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h02\">Au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h03\">Wenn Regierungen Steuermilliarden f&uuml;r Gates und Weltwirtschaftsforum einsammeln, haben die Konzerne die Weltregierung &uuml;bernommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h04\">Spahn stoppt Pl&auml;ne f&uuml;r Immunit&auml;tsausweis nach Protesten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h05\">Snowden warnt eindringlich vor Corona-Apps: &ldquo;Architektur der Unterdr&uuml;ckung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h06\">&ldquo;Achse der Steuervermeidung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h07\">Kurzarbeit-Konzept der Regierung ist ein Taschenspielertrick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h08\">CoV-Krise versch&auml;rft psychische Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h09\">Sanktionen nehmen Menschenleben in Kauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h10\">Amerika oder China?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h11\">Kommt die Kaufpr&auml;mie f&uuml;r die Autoindustrie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60816#h12\">Karlsruher Sprengladung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona &ndash; Das gro&szlig;e Schweigen der deutschen &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDie deutschen &Ouml;konomen halten sich merkw&uuml;rdig zur&uuml;ck bei der Kommentierung der Krise. Auch jetzt, wo ihre Zeit gekommen w&auml;re, sind sie nicht bereit oder in der Lage, offen zu sagen, wie gro&szlig; die M&ouml;glichkeiten des Staates und wie gering die Kosten seiner Ma&szlig;nahmen sind.<br>\nDie Naturwissenschaftler wundern sich, dass es auf einmal so viel Widerstand gegen die Corona-Politik der Regierung gibt. Ranga Yogeshwar fragt in der FAZ, warum in der zweiten Phase einer solchen Krise der Widerstand und die Wut wachsen, w&auml;hrend es in der ersten einen weitgehenden gesellschaftlichen Konsens gab. Die Antwort ist einfach: In der ersten Phase konnte niemand so recht einsch&auml;tzen, wie gro&szlig; die wirtschaftlichen Sch&auml;den sein werden, die der Lockdown nach sich zieht. Es sah ja fast nach einem sch&ouml;nen langen Urlaub aus.<br>\nDie Regierung und insbesondere die Bundeskanzlerin haben es vers&auml;umt, &uuml;ber die m&ouml;glichen wirtschaftlichen Folgen, &uuml;ber ihre Hilfsprogramme und die Bezahlung derselben offen aufzukl&auml;ren. Nun, wo klar ist, dass der globale wirtschaftliche Einbruch alles bisher Gesehene in den Schatten stellt, bricht der Konsens rasend schnell und allgemeine Verunsicherung macht sich breit.<br>\nInsbesondere in Deutschland ist die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen enorm, weil sich jeder leicht vorstellen kann, wie schwer es werden wird, aus der Krise herauszukommen, wenn der Staat alles daran setzt, die jetzt gemachten Schulden so schnell wie m&ouml;glich wieder abzubauen. &bdquo;Wer soll das bezahlen&ldquo;, geh&ouml;rt schon seit Wochen zum Standardrepertoire der konservativen Politiker. Jahrzehnte einer strengen Austerit&auml;tspolitik, hohe Arbeitslosigkeit und stagnierende Einkommen w&auml;ren in der Tat ein extrem hoher Preis, der f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Pandemie zu entrichten w&auml;re. Aufkl&auml;rung w&auml;re immer noch m&ouml;glich, aber die deutschen &Ouml;konomen versagen vollst&auml;ndig. Sie halten an ihren Dogmen fest und verhindern eine offene und auch laute Debatte &uuml;ber das &bdquo;Bezahlen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/corona-das-grosse-schweigen-der-deutschen-oekonomen\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Corona-Schock, Deflation und Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr, die der Corona-Schock mit sich bringt, ist eine deflation&auml;re Entwicklung, bei der die Masseneinkommen unter Druck geraten. Staatliche Hilfen sollten nicht nur an Dividendenverzicht, sondern auch an Lohndruckverzicht gekoppelt werden.<br>\nImmer mehr Daten, die f&uuml;r Deutschland und Europa ver&ouml;ffentlicht werden, offenbaren das Ausma&szlig; des wirtschaftlichen Schocks, den der Corona-Shutdown ausgel&ouml;st hat. Deutlich hervor tritt auch, dass die Politik in Deutschland und Europa die negativen wirtschaftlichen Folgen ihrer eigenen Anweisungen massiv untersch&auml;tzt hat und wohl noch immer untersch&auml;tzt. Umso wichtiger ist es jetzt, weitere deflation&auml;re Aktionen und Signale zu vermeiden. Das gilt insbesondere f&uuml;r die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmer.<br>\nZwar erwartet der Bundeswirtschaftsminister inzwischen einen R&uuml;ckgang des realen BIP in diesem Jahr von &uuml;ber 6 Prozent, was deutlich realistischer ist als die Vorhersagen des Sachverst&auml;ndigenrates (-2,8 %) und der Wirtschaftsforschungsinstitute (-4,2 %). Aber sein Optimismus hinsichtlich der Wiederbelebung der Wirtschaft im n&auml;chsten Jahr (&uuml;ber 5 Prozent Wachstum) muss noch fundiert werden. Die deutsche Wirtschaftspolitik darf nicht zulassen, dass die Lohn- und Einkommensentwicklung unter Druck ger&auml;t. Das w&uuml;rde einem Aufschwung im n&auml;chsten Jahr den Garaus machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/der-corona-schock-deflation-und-arbeitslosigkeit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nW&auml;hrend ganze Wirtschaftsbranchen stillstehen, Restaurantketten Insolvenz anmelden, Fluglinien sich in die Verstaatlichung retten, Autofirmen Millionen von Besch&auml;ftigten in Kurzarbeit schicken und Konjunkturforscher sich mit Rezessionsprognosen von bis zu minus 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) &uuml;berbieten, gibt es eine Reihe von Unternehmen, die aus der Corona-Krise Nutzen ziehen.<br>\nEs sind gro&szlig;e Tech-Konzerne und riesige Finanzunternehmen, die in der Krise ihre schon vorher weit reichende Macht um ein Vielfaches vergr&ouml;&szlig;ern, indem sie sich &uuml;berforderten Regierungen und unterfinanzierten Beh&ouml;rden als Retter in der Not anbieten. [&hellip;]<br>\nDie Corona-Profiteure im gro&szlig;en Stil aber schicken sich jetzt an, Staatsaufgaben zu &uuml;bernehmen: unverzichtbar zu werden, bei der Bek&auml;mpfung der globalen Pandemie und in der Zeit danach. In der Art, wie sie das tun, zeichnen sich die Umrisse einer Post-Corona-&Ouml;konomie ab, die dystopisch ist: Nicht nachhaltiger und gr&uuml;ner, wie viele es sich erhoffen, die unsere kapitalistische Wirtschaft schon wanken sehen, sondern noch marktorientierter, mit noch mehr Konzentration von Macht in wenigen Unternehmen, mit noch weniger Datenschutz, weniger Arbeitsrechten und weniger profitfreien R&auml;umen.<br>\nAn der Spitze dieser Unternehmen steht eine kleine Zahl von M&auml;nnern, die schon vor Corona zu den reichsten dieser Welt geh&ouml;rten. Jetzt werden sie noch m&auml;chtiger und noch reicher. Wenn es eine Post-Corona-Agenda gibt, dann muss auf ihr &ndash; neben einer Reihe von anderen unaufschiebbaren Dingen &ndash; auch der Punkt enthalten sein, wie die Macht dieser M&auml;nner und ihrer Unternehmen wieder eingehegt und beschr&auml;nkt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/ausser-kontrolle\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Blackrock drau&szlig;enhalten<\/strong><br>\nBanken Die EU-Kommission beauftragt den weltgr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter, sie in Fragen klimagerechter Wirtschaft zu beraten. Dagegen regt sich breiter Protest<br>\nEine Tochterfirma des weltgr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalters Blackrock wird die EU-Kommission beraten, wie das Finanzsystem zu einer klimagerechteren Wirtschaft beitragen kann. Zivilgesellschaftliche Akteure und Finanzpolitiker kritisieren die Auftragsvergabe an BlackRock mit Verweis auf Interessenkonflikte. Das Unternehmen und die EU-Kommission weisen die Vorw&uuml;rfe von sich und verweisen auf strenge Vergaberegularien und Informationsbarrieren. [&hellip;]<br>\nSven Giegold, Finanzpolitiker der Gr&uuml;nen im Europaparlament, kritisiert: &bdquo;Eigent&uuml;mer sind schlechte Politikberater. Als Miteigent&uuml;mer vieler europ&auml;ischer Gro&szlig;banken hat Blackrock einen direkten Interessenkonflikt, wenn es um die Regulierung dieser Banken geht&ldquo;. Die Banken haben zahlreiche Kredite und Investitionen in fossile Wirtschaftszweige get&auml;tigt, die durch eine harte Klimaregulierung an Wert verlieren k&ouml;nnten, wodurch auch Blackrocks Interessen beeintr&auml;chtigt w&auml;ren. Auch Gerhard Schick, Vorstand der B&uuml;rgerbewegung Finanzwende, sagt: &bdquo;Ein Akteur wie Blackrock wird wohl eher keine Ma&szlig;nahmen empfehlen, die aus &ouml;kologischer und gesellschaftlicher Sicht zwar notwendig sind, aber zur Folge h&auml;tten, dass Aktieninvestments des Konzerns an Wert verlieren. Die Entscheidungen, auf die sich das Beratungsmandat bezieht, sind viel zu relevant, als dass ich daf&uuml;r riskieren w&uuml;rde, mir ein trojanisches Pferd ins Haus zu holen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/zebralogs\/blackrock-draussenhalten\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Internationale Strategien zur Stabilisierung der Machtverh&auml;ltnisse &ndash; die totale &Uuml;berwachung ist erreicht<\/strong><br>\nNach dem Ende der bipolaren Welt im Jahr 1989 und dem Abhandenkommen von Gegnern und Grenzen wurden unter der Regie der USA auch alle Einschr&auml;nkungen im Verkehr von G&uuml;tern und Kapital aufgehoben. Dies zu einem Zeitpunkt, an dem sich fast die H&auml;lfte der Staaten der Welt erstmalig dem ausl&auml;ndischen Kapital &ouml;ffnete, das dann auf ein riesiges Angebot an billigen und qualifizierten Arbeitskr&auml;ften, einem enormen Vorkommen an Natursch&auml;tzen und einem noch nicht da gewesenen gro&szlig;en Absatzmarkt traf. Das kam vor allem dem Kapital der USA, als neue unipolare Macht zugute.<br>\nGleichzeitig bekam die Verbreitung des Neoliberalismus einen Schub, bei dem das Kapital von Einschr&auml;nkungen befreit und der Arbeitsschutz, die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge und der Sozialstaat nachhaltig abgebaut wurden.<br>\nVor dem Hintergrund des globalen Kapitalismus mit seinen sozialen Desintegrationsprozessen wurden parallel dazu internationale Strategien entwickelt, um zu gew&auml;hrleisten, dass die Machtverh&auml;ltnisse auch stabil bleiben. Dazu wurde vor allem die Polizei militarisiert, das Milit&auml;r im Inneren einsetzbar gemacht und es gibt mittlerweile kaum ein gesellschaftliches Problem mehr, auf das seitens der Politik mit der Versch&auml;rfung des Strafrechts reagiert wird. Gleichzeitig wurde ein &Uuml;berwachungssystem errichtet, in dem die Bev&ouml;lkerung total &uuml;berwacht, von jeder Person massenhaft Informationen gesammelt, sie erpressbar gemacht und ein immenses Meinungs- und Unterhaltungsangebot mit dem Internet aufgebaut wurde, damit die Massen beschwichtigt und ablenkt werden.<br>\nDas digitale Zeitalter hat &Uuml;berwachung so billig und einfach gemacht, wie noch nie, auch deshalb, weil ein Gro&szlig;teil der Daten freiwillig von den E-Phons geliefert werden. Umfassend bekannt wurde die M&ouml;glichkeit der vollst&auml;ndigen Kontrolle aller Menschen weltweit durch die Enth&uuml;llungen von Edward Snowden. Das sogenannte PRISM-Programm der National Security Agency (NSA) verschafft dem Geheimdienst einen direkten Zugriff auf die Daten von Google, Facebook, Microsoft, Yahoo, Paltalk, Youtube, Skype, AOL und Apple. Diese M&ouml;glichkeit kostet lediglich 20 Millionen Dollar pro Jahr, bei einem Jahresbudget der NSA von weit &uuml;ber 10 Milliarden Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gewerkschaftsforum.de\/internationale-strategien-zur-stabilisierung-der-machtverhaeltnisse-die-totale-ueberwachung-ist-erreicht\/\">Gewerkschaftsforum<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wenn Regierungen Steuermilliarden f&uuml;r Gates und Weltwirtschaftsforum einsammeln, haben die Konzerne die Weltregierung &uuml;bernommen<\/strong><br>\nDie EU und verschiedene europ&auml;ische Regierungen haben am Montag eine Covid-19-Geberkonferenz abgehalten und 7,4 Milliarden Euro Steuergeld zugesagt. Das Geld geht auf intransparente Weise an Organisationen, die von Bill Gates und dem Weltwirtschaftsforum finanziert werden. Lange musste Gates der UN und den Regierungen Geld geben, um die Welt mitregieren zu d&uuml;rfen. Nun dreht sich das um.<br>\nErst vorgestern hatte ich dar&uuml;ber berichtet, wie die G20-Gruppe der wichtigsten Industrienationen seine Digitalstrategie f&uuml;r den Umgang mit der Pandemie und danach vom Weltwirtschaftsforum hat ausarbeiten lassen, letztlich also von den Silicon Valley Konzernen, die pr&auml;chtig an der Krise verdienen.<br>\nNun haben die EU-Kommission und die Bundesregierung eine Geberkonferenz abgehalten, um die 7,5 Milliarden Euro zusammenzusammeln, die nach Angaben des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB)noch fehlen, damit man angemessen auf die Pandemie reagieren kann. Die Initiative kam aber nicht von ihnen selbst. Vielmehr schreibt die Bundesregierung, sie beteilige sich damit an der historischen &ldquo;Global Response&rdquo;-Initiative zum Kampf gegen das Coronavirus. &Uuml;ber diese hei&szlig;t es in der Pressemitteilung:<br>\n&ldquo;Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 24. April 2020 gemeinsam mit anderen globalen Gesundheitsakteuren und der Bill und Melinda Gates Stiftung die historische &ldquo;Global Response&rdquo;-Initiative zum Kampf gegen das Coronavirus gestartet.&rdquo;<br>\nAm 24. April startet die Gates Stiftung eine Initiative, weniger als zwei Wochen sp&auml;ter halten EU und Regierungen eine Geberkonferenz ab und steuern 7,4 Milliarden Euro bei. Das sind Reaktionszeiten wie man sie sonst nicht kennt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/geberkonferenz-gates-weltwirtschaftsforum\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu: &Uuml;ber Impfstoffe zur digitalen Identit&auml;t?<\/strong><br>\nDie u.a. von Bill Gates, Microsoft, Accenture und der Rockefeller Foundation finanzierte &ldquo;Digital Identity Alliance&rdquo; will digitale Impfnachweise mit einer globalen biometrischen digitalen Identit&auml;t verbinden, die auf Lebenszeit besteht<br>\nIn einem fr&uuml;heren Artikel Der Impfaktivismus der Gates-Stiftung besch&auml;ftigte ich mich mit dem Impfaktivismus der Gates-Stiftung und ihres Aush&auml;ngeschilds Bill Gates als Verfechter eines Corona-Impfstoffs. An dessen Entwicklung und potentiell globaler Verabreichung ist er federf&uuml;hrend beteiligt, ohne einen solchen k&ouml;nne die Welt seiner Ansicht nach nicht zur Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehren.<br>\nEs ergab und ergibt sich nach wie vor die Frage, wozu diese einseitige Fokussierung dient und weshalb sie auch von der Politik, den sie beratenden Wissenschaftlern sowie den etablierten Medien geradezu mantraartig wiederholt wird. Die Einf&uuml;hrung digitaler Identit&auml;ten k&ouml;nnte ein wichtiger Baustein sein, die Gates &uuml;ber das Projekt ID2020 zu etablieren versucht. Worum geht es dabei?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ueber-Impfstoffe-zur-digitalen-Identitaet-4713041.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>und: W&auml;re ich B&uuml;rgerin von Deutschland, ich w&auml;re schrecklich stolz<\/strong><br>\nMelinda Gates &uuml;ber einen weltweiten Plan f&uuml;r Covid-19, den deutschen Umgang mit der Krise und ihre Hoffnung, dass wir in zwei Jahren wieder in einer Art Normalit&auml;t leben k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/melinda-gates-coronavirus-deutschland-1.4894066\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erst ein Interview mit Bill Gates in den Tagesthemen, dann in der FAZ nun mit seiner Frau in der SZ. Das Hochschreiben von Gates ist mehr als auff&auml;llig. Soll man an Zufall glauben mit der Tatsache im Hinterkopf, dass die Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; knapp 300.000 US-Dollar von der Gates Stiftung erhielt, w&auml;hrend &ldquo;Der Spiegel&rdquo; sogar mit 2,5 Millionen US-Dollar bedacht wurde und prompt einen Artikel mit dem Titel &bdquo;Microsoft-Gr&uuml;nder &ndash; Verschw&ouml;rungstheoretiker hetzen gegen Bill Gates&ldquo; ver&ouml;ffentlichte. Was hat Gates zur Corona-Epidemie mehr zu sagen als jeder andere wahlberechtigte B&uuml;rger? Vor allem was soll hei&szlig;en, dass Melinda Gates hofft, &ldquo;dass wir in zwei Jahren wieder in einer Art Normalit&auml;t leben k&ouml;nnten&rdquo;. Wer hat dar&uuml;ber eigentlich zu befinden? Bill und Melinda Gates oder die jeweiligen (noch) demokratisch legitimierten Regierungen? Da f&auml;llt es schwer nicht zu glauben, dass Gates ein ureigenes Interesse an der Epidemie hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Spahn stoppt Pl&auml;ne f&uuml;r Immunit&auml;tsausweis nach Protesten<\/strong><br>\nEinen Immunit&auml;tsnachweis f&uuml;r das Coronavirus wird es vorerst nicht geben. Nach einer Intervention der SPD hat Gesundheitsminister Spahn seine Pl&auml;ne vorerst auf Eis gelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/kampf-gegen-corona-spahn-stoppt-plaene-fuer-immunitaetsausweis-nach-protesten\/25801000.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Spahns gro&szlig;er Luftballon und schon zerplatzt. Den Druck auf die SPD, die den Luftballon platzen l&auml;sst, haben nicht die etablierten Medien, sondern die geschm&auml;hten Medien des Internets gezogen &ndash; einschlie&szlig;lich der Nachdenkseiten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Stoppt Spahns gef&auml;hrlichen Vorschlag!<\/strong><br>\nMit dem &bdquo;Zweiten Gesetz zum Schutz der Bev&ouml;lkerung in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite&ldquo; soll insbesondere eine Neuerung in der Seuchenbek&auml;mpfung eingef&uuml;hrt werden: der Immunit&auml;tsausweis. Es ist ein hochgradig problematischer Vorsto&szlig;. Sollte das Vorhaben erfolgreich sein, tritt zum Nachweis einer Impfung nun eine zweite Kategorie &ndash; eben der Nachweis, dass man von einer Krankheit genesen ist und andere gegebenenfalls nicht mehr infizieren kann. Dabei ist letzteres noch gar nicht zweifelsfrei erwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/debatte-um-den-immunitaetsausweis-stoppt-spahns-gefaehrlichen-vorschlag\/25797916.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ist die Mehrheit der B&uuml;rger wirklich so starr vor Angst, dass sich niemand gegen diesen Wahnsinn wehrt? Denn was w&auml;re der Immunit&auml;tsausweis konsequent zu Ende gedacht, dass B&uuml;rger, die diesen Nachweis nicht f&uuml;hren, harter Diskriminierung ausgesetzt werden und wesentliche Grundrechte auf Dauer nicht mehr wahrnehmen k&ouml;nnen. Dazu schrieb Heribert Prantl treffend in der S&uuml;ddeutschen Zeitung: Nicht der B&uuml;rger, der sich auf seine Grundrechte beruft, muss das begr&uuml;nden; sondern der Staat muss begr&uuml;nden, warum er sie nicht gew&auml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><em>Leider muss man vor dem Hintergrund der Corona-Epidemie mit Entsetzen feststellen, dass in Deutschland autorit&auml;res Denken immer noch tief verwurzelt ist. Sowohl in der politischen Elite, die als einzige Antwort auf die Herausforderung der Epidemie nur repressive Ma&szlig;nahmen kennt, sogar bereit ist ohne viel Federlesen grunds&auml;tzliche b&uuml;rgerlichen Freiheitsrechte aufzugeben und ein monstr&ouml;ses &Uuml;berwachungssystem mit Immunit&auml;tsnachweisen und l&uuml;ckenloser digitaler &Uuml;berwachung installieren will. Und auf der anderen Seite die B&uuml;rger, die in ihrer Mehrheit leider bereit sind, sich ohne gro&szlig;en Widerspruch dieser Repression zu unterwerfen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Coronakrise: Eine bedrohliche Entwicklung f&uuml;r die Grundrechte<\/strong><br>\nDer Menschenrechtsanwalt Eberhard Schultz &uuml;ber die Corona-App, die Einschr&auml;nkungen der Grundrechte und drohende Eingriffe ins Arbeitsrecht<br>\nDie ehemalige Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hatte j&uuml;ngst in einem TP-Interview gesagt: &ldquo;In Krisenzeiten haben die Grundrechte keinen Ausschalter.&rdquo; W&uuml;rden Sie das unterschreiben?<br>\nEberhard Schultz: Ja, und da stehe ich keineswegs alleine, auch nicht unter den Juristen. So warnt der bekannte Staats- und V&ouml;lkerrechtler Professor Norman Paech unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Eine beunruhigende Perspektive&rdquo; vor den Folgen des gegenw&auml;rtigen Ausnahmezustands. Er stellt die Frage, ob es mit dem Bild unserer Verfassung zu vereinbaren sei, dass wir weitgehend auf unsere sozialen Beziehungen verzichten, unseren kulturellen Austausch auf Smartphone und TV reduzieren, die Arbeit verlieren, existenziell in Not st&uuml;rzen und nennt das &ldquo;Ma&szlig;nahmen des Notstands auf tauben F&uuml;&szlig;en&rdquo;.<br>\nEr erw&auml;hnt, dass selbst in der FAZ von &ldquo;notstandsm&auml;&szlig;igen Befugnissen&rdquo; die Rede ist. Au&szlig;erdem reiche das Infektionsschutzgesetz f&uuml;r die Kontakt- und Ausgangssperre, die Stilllegung ganzer Produktionsketten und den Zusammenbruch zahlreicher Gesch&auml;ftsbereiche offensichtlich nicht aus. Man spreche bei der Bek&auml;mpfung des Coronavirus nicht ohne Grund von Krieg und fragt, ob daf&uuml;r &ldquo;ein unterschiedsloser Fl&auml;chenkrieg entfacht werden&rdquo; m&uuml;sse. &ldquo;Die Stichworte: Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien, World Trade Center, Lehmann Brothers, Klimakatastrophe und Coronavirus stehen f&uuml;r ein permanentes Kriegs- und Krisen-Szenario. Sie k&ouml;nnen den Menschen entweder in die Revolte treiben oder ihn weich und verf&uuml;gbar machen.&rdquo;<br>\nVor allem, wenn die Einschr&auml;nkungen und drohenden weiteren schweren Verletzungen der Grundrechte als Teil einer gef&auml;hrlichen Entwicklung unserer Demokratie betrachtet werden. Rolf G&ouml;ssner, der wie ich in der Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte aktiv ist, hat diese Tendenz schon seit langem mit dem Schlagwort vom &ldquo;autorit&auml;ren Sicherheitsstaat&rdquo; auf den Begriff gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Coronakrise-Eine-bedrohliche-Entwicklung-fuer-die-Grundrechte-4713370.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Spahn will auch Daten von Nicht-Infizierten<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Aufmerksamkeit auf den Immunit&auml;tsnachweis gerichtet ist, plant Spahn mit seinem zweiten Pandemieschutzgesetz unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Grundrechtseingriffe. Der flei&szlig;ige Herr Spahn &ndash; Mit Vollgas gegen den Datenschutz &ndash; Teil 4<br>\nNoch vor einigen Wochen hatte der Bundesgesundheitsminister die Bedeutung des rechtsstaatlichen Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsprinzips hervorgehoben. Auf die Frage von ARD-Moderator Zamperoni, ob man nicht besser den Karneval abgesagt h&auml;tte, entgegnete Spahn [1]: &ldquo;Die Frage ist nat&uuml;rlich immer auch die der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit.&rdquo;<br>\nDas war Ende Februar. Jetzt muss sich der Bundesgesundheitsminister den Vorwurf gefallen lassen, bei seiner Sammelleidenschaft f&uuml;r Gesundheitsdaten jedes Ma&szlig; zu verlieren. Dabei geht es um den Entwurf eines zweiten Pandemieschutzgesetzes, den Spahn letzte Woche auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat und &uuml;ber den der Bundestag am 07. Mai ber&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Krise-Spahn-will-auch-Daten-von-Nicht-Infizierten-4715888.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Wenn die Menschen jetzt nicht langsam aufwachen, werden wir alle in einer digitalen Diktatur aufwachen, beherrscht und kontrolliert von Digital- und Finanzkonzernen, &uuml;berwacht von Eliten, die sich dann nicht mal mehr die M&uuml;he machen m&uuml;ssen, ihre Pudel und Knechte als Fassade zu pr&auml;sentieren, um den Schein der Demokratie noch aufrechtzuerhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Snowden warnt eindringlich vor Corona-Apps: &ldquo;Architektur der Unterdr&uuml;ckung&rdquo;<\/strong><br>\nVon den sogenannten Leitmedien kaum beachtet, ist Edward Snowden als kritischer Mahner nach wie vor aktiv. Es sind insbesondere die geplanten staatlichen Ma&szlig;nahmen in Sachen Tracking-App, vor denen der IT-Experte warnt. Die Zeit werde sich nicht mehr zur&uuml;ckdrehen lassen.<br>\nDen Vorwurf, ein &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; zu sein, muss sich Whistleblower und IT-Fachmann Edward Snowden nicht gefallen lassen. Aufgrund seiner hieb- und stichfesten Enth&uuml;llungen &ndash; etwa &uuml;ber die weltumspannenden NSA-Abh&ouml;rma&szlig;nahmen &ndash; sitzt der ehemalige CIA-Mitarbeiter nach wie vor im Moskauer Asyl. Wenn &uuml;berhaupt jemand angesichts seiner pers&ouml;nlichen Einblicke, Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich institutionalisierter IT-Fragen Glaubw&uuml;rdigkeit besitzt, dann ist das Edward Snowden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/101022-architektur-unterdruckung-snowden-warnt-vor\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.W.:<\/strong> Ich empfehle jedem dar&uuml;ber hinaus das Buch &ldquo;Permanent Record&rdquo; von Edward Snowden. Wer bis heute nicht verstanden hat, was sie mit uns allen machen, versteht es vielleicht nach dem Lesen besser. &ldquo;Die Hoffnung stirbt zuletzt.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Achse der Steuervermeidung&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r jeden Dollar, den US-Firmen nach Luxemburg verlagern, verlieren EU-L&auml;nder 32 Dollar an Steuereinnahmen<br>\nZu den Schattenseiten der Globalisierung geh&ouml;ren die trickreichen wie legalen Steuervermeidungsgesch&auml;fte von multinationalen Unternehmen. Weltweit werden jedes Jahr Steuern in H&ouml;he von 500 Milliarden US-Dollar an Finanz&auml;mtern vorbeigeschleust. Allein dem deutschen Fiskus sollen j&auml;hrlich rund 18 Milliarden Euro entgehen, weil Unternehmen Gewinne in Steueroasen verschieben.<br>\nDoch statt auf malerischen S&uuml;dseeinseln befinden sich die gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen laut dem &ldquo;Schattenfinanzindex&rdquo; (Financial Secrecy Index, FSI) des Tax Justice Networks (TJN) in der EU. L&auml;nder wie die Schweiz, Luxemburg, Gro&szlig;britannien oder die Niederlande &ndash; die europ&auml;ische &ldquo;Achse der Steuervermeidung&rdquo; (axis of tax avoidance) &ndash; verhelfen beispielsweise amerikanischen Firmen Steuern in Deutschland, Frankreich oder Italien zu sparen.<br>\nLaut eines am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Berichts des Tax Justice Network erlaubt die &ldquo;Achse der Steuervermeidung&rdquo; US-Firmen j&auml;hrlich Steuern von 27,6 Mrd. US-Dollar an Finanz&auml;mtern vorbeizuschleusen. In diesen L&auml;ndern werden Gewinne, die in anderen EU-L&auml;ndern erwirtschaftet werden, zu niedrigen S&auml;tzen versteuert. In Luxemburg k&ouml;nne die Steuerlast mitunter weniger als ein Prozent betragen. TJN ist eine unabh&auml;ngige Non-Profit-Organisation, die &uuml;ber Steuervermeidung, Steuerhinterziehung, Steuerwettbewerb, Finanzintransparenz und Steueroasen aufkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Achse-der-Steuervermeidung-4713054.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Dax-Konzerne in der Corona-Krise: Staatshilfen f&uuml;r Steuervermeider?<\/strong><br>\nMit Hunderten Milliarden Euro will die Bundesregierung Unternehmen in der Corona-Krise helfen. Darunter sind auch zahlreiche Unternehmen, die mit Finanzkonstruktionen in Steueroasen Steuern vermeiden. Kritiker fordern deshalb, Staatshilfen an Bedingungen zu kn&uuml;pfen. Dabei geht es nicht nur um Steuergerechtigkeit, sondern auch um ein umweltfreundlicheres und sozialeres Wirtschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/corona-staatshilfen-100.html\">Monitor<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Gesch&auml;fte in Panama<\/strong><br>\nHierzulande verlangen SPD, Gr&uuml;ne und Linke Transparenz. &ldquo;Wer Steuergelder erhalten will, darf die Steuergerechtigkeit nicht mit F&uuml;&szlig;en treten&rdquo;, sagt der gr&uuml;ne Europaabgeordnete Sven Giegold. In Frankreich erkl&auml;rt Wirtschaftsminister Bruno Le Maire, dass Unternehmen mit Sitz oder T&ouml;chtern in einem Steuerparadies &ldquo;selbstverst&auml;ndlich&rdquo; nicht von staatlichen Hilfen profitieren k&ouml;nnten. In &Ouml;sterreich wollen die Regierungsparteien &Ouml;VP und Gr&uuml;ne ein Verbot von Hilfszahlungen an Unternehmen, &ldquo;bei denen der Sitz bzw. der Sitz der Muttergesellschaften in einem Staat&rdquo; liege, der auf der schwarzen Liste der EU stehe. In D&auml;nemark und Polen ist &Auml;hnliches geplant. Die EU-Liste hat aber einen gro&szlig;en Haken: Die wichtigsten Steueroasen, vor allem aus Europa, fehlen. Und das, obwohl in europ&auml;ische Niedrigsteuerl&auml;nder viel mehr Geld aus Deutschland flie&szlig;t als etwa in den Pazifikstaat Palau. Laut einer Berechnung von Forschern der Universit&auml;ten in Berkeley und Kopenhagen verliert der deutsche Fiskus das meiste Geld, weil Konzerne Gewinne in Europa verschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerparadiese-geschaefte-in-panama-1.4894097\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kurzarbeit-Konzept der Regierung ist ein Taschenspielertrick<\/strong><br>\n&bdquo;Das Konzept der Bundesregierung ist ein Taschenspielertrick: Ein h&ouml;heres Kurzarbeitergeld, dessen zweite Stufe erst nach sieben Monaten greift und zum Jahresende schon wieder ausl&auml;uft, n&uuml;tzt kaum jemandem. In der jetzigen pandemiebedingten Wirtschaftskrise w&auml;re es wichtig, den Zugang zum Arbeitslosengeld zu erleichtern sowie Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld zu erh&ouml;hen&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Zehn Millionen Menschen sind von erheblichen Einkommenseinbu&szlig;en betroffen. DIE LINKE fordert, das Kurzarbeitergeld r&uuml;ckwirkend ab 1. M&auml;rz auf 90 Prozent des letzten Nettolohns zu erh&ouml;hen, bei Mindestlohnbesch&auml;ftigten auf 100 Prozent. Ebenso wollen wir ein h&ouml;heres Arbeitslosengeld von 68 Prozent, das man leichter und l&auml;nger beziehen kann &ndash; und zwar nicht nur befristet w&auml;hrend der Corona-Pandemie. Zus&auml;tzlich fordern wir eine weitere Versicherungsleistung, das Arbeitslosengeld Plus, das sich in leicht reduzierter H&ouml;he an das Arbeitslosengeld anschlie&szlig;t. Es ist absehbar, dass die Arbeitslosigkeit weiter steigen wird. Die Bundesregierung darf Menschen, die ihre Arbeit verlieren, jetzt nicht im Regen stehen lassen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer d&uuml;rfen nicht die ganze Last der Krise tragen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kurzarbeit-konzept-der-regierung-ist-ein-taschenspielertrick\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Corona-Krise: Existenzbedrohung f&uuml;r beinahe die H&auml;lfte der weltweiten Arbeitnehmerschaft<\/strong><br>\nDie Auswirkungen der Lockdown-Ma&szlig;nahmen auf die Besch&auml;ftigungslage weltweit ist &ldquo;verheerend&rdquo;, stellt der nachkorrigierte Lagebericht der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) fest. Die Zahlen, die die UN-Sonderorganisation darin pr&auml;sentiert, stehen f&uuml;r ein Elend, dessen b&ouml;se Genauigkeit in der Wirklichkeit hinter den Zahlen- und Prozentangaben verschwindet.<br>\nWas der dramatische Einbruch des Wirtschaftslebens durch den Stopp infolge der Pandemie genau anrichtet, bleibt hinter dem Zahlentableau verborgen. Aber wenn die ILO sch&auml;tzt, dass die &ldquo;c.a. 1,6 Milliarden der insgesamt zwei Milliarden Besch&auml;ftigen der informellen Wirtschaft und 3,3 Milliarden der weltweiten Arbeitnehmer insgesamt&rdquo; von Arbeitsplatz- und Einkommensverlusten betroffen sind, so markiert das eine Dimension, die erschreckend ist.<br>\nDer Satz, der auf die Fallt&uuml;r zeigt, insbesondere f&uuml;r Menschen, die im sogenannten informellen Sektor arbeiten (keine Anstellung und damit auch kein festes Einkommen, keine Krankenversicherung, kein Arbeitslosengeld, keine soziale Absicherung) folgt in der Pressemitteilung einen Absatz sp&auml;ter:<br>\nOhne alternative Einkommensquellen werden diese Menschen und ihre Familien keine &Uuml;berlebensm&ouml;glichkeiten haben.<br>\nILO<br>\nDas schlie&szlig;t sich an die Warnung an, die k&uuml;rzlich vom UN World Food Programme kam (WFP warnt vor &ldquo;Hunger-Pandemie&rdquo;). Die informell Besch&auml;ftigten haben laut ILO im ersten Monat der Corona-Krise gesch&auml;tzt weltweit 60 Prozent an Einkommen verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Krise-Existenzbedrohung-fuer-beinahe-die-Haelfte-der-weltweiten-Arbeitnehmerschaft-4712729.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>CoV-Krise versch&auml;rft psychische Probleme<\/strong><br>\nDie Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Ausgangsbeschr&auml;nkungen wirken sich deutlich auf die psychische Gesundheit aus. Das zeigt eine Studie der Donau-Universit&auml;t Krems. Depressive Symptome und Schlafst&ouml;rungen sind h&auml;ufiger geworden.<br>\nIn der Studie &ndash; einer Onlinebefragung &bdquo;mit einer f&uuml;r &Ouml;sterreich repr&auml;sentativen Stichprobe von 1.009 Menschen&ldquo; &ndash; wurden die Auswirkungen der Ausgangsbeschr&auml;nkungen auf die psychische Gesundheit vier Wochen nach Beginn der Quarant&auml;ne untersucht. Die H&auml;ufigkeit depressiver Symptome hat sich der Studie zufolge in &Ouml;sterreich vervielfacht, konkret von etwa vier Prozent auf mehr als 20 Prozent.<br>\nEine &auml;hnlich starke Zunahme zeigt sich bei Angstsymptomen, die sich von f&uuml;nf auf 19 Prozent erh&ouml;hten. Zudem leiden aktuell rund 16 Prozent der Befragten unter einer Schlafst&ouml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/noe.orf.at\/stories\/3047223\/\">ORF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sanktionen nehmen Menschenleben in Kauf<\/strong><br>\nIn Zeiten der Corona-Pandemie ist internationale humanit&auml;re Hilfe das Gebot der Stunde. Doch die &raquo;westliche Wertegemeinschaft&laquo; nutzt die Pandemie nun erst recht als Druckmittel gegen die nach ihren Ma&szlig;st&auml;ben missliebigen Regimen. Sie reden von Solidarit&auml;t mit den Bev&ouml;lkerungen dieser L&auml;nder, versch&auml;rfen jedoch mit v&ouml;lkerrechtlich illegalen Zwangsma&szlig;nahmen deren Leid und behindern den Kampf gegen das Covid-19-Virus, statt Menschenleben zu retten. [&hellip;]<br>\nUm den globalen Kampf gegen die Covid-19-Pandemie nicht zus&auml;tzlich zu erschweren, fordern die Vereinten Nationen dringend die Aufhebung von Sanktionen, &raquo;um den Zugang zu Nahrung, zur notwendigen gesundheitlichen Versorgung und zu Covid-19-Medikamenten sicherzustellen&laquo;, hei&szlig;t es in einem Brief von UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres an die G20-Staaten. &raquo;Jetzt ist es Zeit f&uuml;r Solidarit&auml;t, nicht f&uuml;r Ausschluss&laquo;, erkl&auml;rt Guterres, der ausdr&uuml;cklich darauf verweist, &raquo;dass wir in unserer miteinander verbundenen Welt nur so stark sind wie das schw&auml;chste Gesundheitssystem&laquo;. [&hellip;]<br>\nDass Solidarit&auml;t vor allem von jenen westlichen Staaten verhindert wird, die am lautesten von ihr sprechen, zeigte sich, als die USA, die Europ&auml;ische Union, Gro&szlig;britannien, die Ukraine sowie Georgien eine von Russland in die UN-Generalversammlung eingebrachte Resolution scheitern lie&szlig;en, die Guterres&rsquo; Appell aufgenommen hatte, Sanktionen w&auml;hrend der Pandemie zumindest auszusetzen. Mit dem Festhalten an den Sanktionen stellen sich die transatlantischen M&auml;chte, unter ihnen auch Deutschland, gegen mehr als zwei Drittel aller Staaten der Welt mit rund 80% der Erdbev&ouml;lkerung. Denn die &raquo;Gruppe der 77&laquo; verabschiedete danach gemeinsam mit China eine Erkl&auml;rung, in der sie &raquo;schnelle und wirksame Ma&szlig;nahmen&laquo; forderte, &raquo;um den Einsatz einseitiger &ouml;konomischer Zwangsma&szlig;nahmen gegen Entwicklungsl&auml;nder zu unterbinden&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/sanktionen-nehmen-menschenleben-in-kauf\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amerika oder China?<\/strong><br>\nDie deutschen US-Knechte trommeln f&uuml;r die Fortsetzung der bew&auml;hrten &bdquo;Partnerschaft&ldquo; mit den USA<br>\n&bdquo;Wenn die Corona-Krise &uuml;berstanden ist, m&uuml;ssen sich die Europ&auml;er in der B&uuml;ndnis-Frage entscheiden: Amerika oder China?&ldquo; Ein Dazwischen gibt es nicht mehr, schreibt beispielsweise Matthias D&ouml;pfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE.<br>\nDie korrupte Oligarchie USA (Jimmy Carter) f&uuml;rchtet um ihre Vorherrschaft in der Welt. Mit der kl&auml;glichen Reaktion des selbsternannten Seuchen-Experten im Wei&szlig;en Haus auf die Corona-Krise machen sich die USA in der Welt l&auml;cherlich. Und der Wahlkampf zwischen Trump und Biden hat, um von diesem Versagen abzulenken, das altbew&auml;hrte Motto: Wir gegen die &ndash; USA gegen China.<br>\nIm letzten Post habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass das Gegenteil des von den Propaganda-Medien in die Welt gesetzten M&auml;rchens geschieht: Die USA ziehen sich nicht zur&uuml;ck, sondern sie r&uuml;sten auf und kreisen China und Russland ein. In diesem Zusammenhang werden die deutschen Vasallen mobilisiert und in den Propaganda-Feldzug der USA eingespannt. Allen voran Springer, dessen Flaggschiff &bdquo;Bild&ldquo; unerm&uuml;dlich gegen Russland und neuerdings gegen China hetzt. Kein Wunder, dass D&ouml;pfner in dieselbe Kerbe schl&auml;gt.<br>\nSchon seine Sprache unterwirft sich der US-Herrschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376\/3019222238139223\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Die B&uuml;ndnisfrage: Transatlantische Kreise in der Bundesrepublik fordern deutsche Beteiligung an den zunehmenden US-Aggressionen gegen China.<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten und transatlantisch orientierte Kreise in Deutschland erh&ouml;hen den Druck auf Berlin, sich an einer &ldquo;Abkopplung&rdquo; des Westens von China zu beteiligen. &ldquo;Die B&uuml;ndnisfrage&rdquo; sei &ldquo;entscheidungsreif&rdquo;, erkl&auml;rt Mathias D&ouml;pfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE; die Bundesrepublik m&uuml;sse den &ldquo;Irrweg&rdquo; der wirtschaftlichen Kooperation mit der Volksrepublik beenden und sich endlich in aller Form gegen Beijing positionieren. Hintergrund sind die globalen Machtverschiebungen, die sich in der Coronakrise abzeichnen: W&auml;hrend China die Talsohle inzwischen offenkundig hinter sich gelassen hat und schon wieder auf ein Wirtschaftswachstum zusteuert, ist eine Besserung der Lage in den USA und in Europa noch nicht in Sicht. Beobachter mutma&szlig;en, &ldquo;Einfluss und Bedeutung&rdquo; der westlichen M&auml;chte w&uuml;rden vermutlich &ldquo;weiter schwinden&rdquo;. W&auml;hrend in Washington mittlerweile &uuml;berlegt wird, der Volksrepublik die Staatensouver&auml;nit&auml;t abzuerkennen, um Entsch&auml;digungsklagen zu erm&ouml;glichen, suchen starke Kr&auml;fte in der deutschen Wirtschaft den Ausweg aus der Krise im Chinagesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8263\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kommt die Kaufpr&auml;mie f&uuml;r die Autoindustrie?<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung hat die Wirkungen damals untersucht: &ldquo;Die Bilanz der Abwrackpr&auml;mie von 2009 war verheerend: Sie war mit f&uuml;nf Milliarden Euro enorm teuer. Sie f&uuml;hrte zu Vorzieh- und Mitnahme-Effekten und nicht zu der konjunkturell gew&uuml;nschten Wirkung. Die Preisstrukturen wurden dauerhaft besch&auml;digt&ldquo; [&hellip;]<br>\n&Ouml;konomin Kemfert pl&auml;diert deshalb f&uuml;r eine andere Art der Pr&auml;mie: &ldquo;Der deutschen Autobranche ist mit einer Kaufpr&auml;mie nicht geholfen, sie m&uuml;ssen ohnehin umsteuern hin zu klimaschonender Mobilit&auml;t und Mobilit&auml;tsdienstleitungen.&rdquo; Statt einer Abwrackpr&auml;mie br&auml;uchte Deutschland eine Mobilit&auml;tspr&auml;mie, etwa f&uuml;r den Kauf einer Bahncard, eines Fahrrads oder einer &Ouml;PNV-Jahreskarte. &ldquo;Dies w&uuml;rde sowohl der gesamten Gesellschaft als auch der Wirtschaft und obendrein der Umwelt helfen &ndash; und das w&auml;re nicht nur billiger, sondern auch sozial gerecht&rdquo;, sagt Kemfert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/auto-industrie-kaufpraemie-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Karlsruher Sprengladung<\/strong><br>\nDie wichtigste geldpolitische Ma&szlig;nahme, die seit Ausbruch der Eurokrise den Bestand der Eurozone gew&auml;hrleistete, ist nach einem Urteilsspruch des Verfassungsgerichts in Karlsruhe teilweise grundgesetzwidrig. Der Aufkauf von Staatsanleihen, den die Europ&auml;ische Zentralbank EZB im gigantischen Umfang betreibt, um die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln, ist nach dem Urteil der Verfassungsrichter teilweise nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.<br>\nKonkret bem&auml;ngelten die Karlsruher Verfassungsh&uuml;ter, dass weder Bundesregierung noch Bundestag das betreffende Aufkaufprogramm der EZB (Public Sector Purchase Programme &ndash; PSPP) gepr&uuml;ft h&auml;tten, um anschlie&szlig;end von der Europ&auml;ischen Notenbankern einen Nachweis &uuml;ber seine Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit zu verlangen. Die Anleihek&auml;ufe sollen nach Ansicht Karlsruhes &ldquo;im Verh&auml;ltnis zu ihren Nebenwirkungen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&rdquo; sein, wie es die Tagesschau auf ihrer Internetpr&auml;senz in sch&ouml;nstem Juristendeutsch formulierte.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht erkl&auml;rte &uuml;berdies ein anderslautendes Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofes f&uuml;r EuGH f&uuml;r willk&uuml;rlich und nicht bindend. Der EuGH hat im Dezember 2018 das EZB-Anleiheprogramm vollumf&auml;nglich gebilligt. Sowohl der EuGH als auf die EZB handelten demnach entgegen europ&auml;ischem Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Karlsruher-Sprengladung-4714936.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Fabio de Masi<\/strong><br>\nWenn die #EZB keine monet&auml;re Staatsfinanzierung machen soll, weil sich dies der Kontrolle des Parlaments entzieht, darf sich die Bundesregierung nicht einer Fiskalpolitik verweigern, die Depression und Massenarbeitslosigkeit in S&uuml;deuropa verhindert. Sonst wird der Euro zerbrechen. Die EZB ist die einzige Institution, die in Euro nie Pleite gehen kann. Daher w&auml;re es eigentlich sogar erforderlich der EZB wie in Gro&szlig;britannien die direkte Finanzierung &ouml;ffentlicher Investitionen zu erm&ouml;glichen.<br>\nDas billige Geld der EZB landete jedoch auf den Finanzm&auml;rkten und in Verm&ouml;genspreisblasen, statt die Realwirtschaft zu st&uuml;tzen, weil die die K&uuml;rzungspolitik in Europa den Aufschwung abschnitt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/fabio.d.masi\/photos\/a.212327882300252\/1321977221335307\/?type=3&amp;theater\">Fabio de Masi via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die gro&szlig;e Anma&szlig;ung<\/strong><br>\nDas Urteil ist skandal&ouml;s, weil es bar jeder Kenntnis makro&ouml;konomischer Zusammenh&auml;nge geschrieben ist, weil es die Ber&uuml;cksichtigung von Zusammenh&auml;ngen fordert (allerdings nur f&uuml;r Deutschland), die selbstverst&auml;ndlich Teil der Abw&auml;gung der EZB (allerdings f&uuml;r Europa) sind. Das Bundesverfassungsgericht l&ouml;st auch ein Erdbeben in juristischer und in politischer Hinsicht aus, weil es sich &uuml;ber ein Urteil des ihm in diesen Fragen eindeutig &uuml;bergeordneten EuGH hinwegsetzt.<br>\nDie EZB wollte im Jahr 2015 mit dem durch das PSPP erm&ouml;glichten Ankauf von Staatsanleihen und &auml;hnlich marktf&auml;higen Schuldtiteln Konsum und Investitionen anregen, um die Inflationsrate in der Eurozone wieder auf knapp unter 2 Prozent zu steigern. Die Preissteigerungsrate hatte sich n&auml;mlich im Jahr 2014 unterhalb von 1 Prozent bewegt und rutschte Anfang 2015 weiter ab (das war &uuml;brigens auch ohne Ber&uuml;cksichtigung der stark sinkenden Preise f&uuml;r Energie der Fall). Ohne einen europ&auml;ischen Aufschwung konnte es keine R&uuml;ckkehr zu einem angemessenen Inflationsniveau geben. [&hellip;]<br>\nOffenbar glauben die Juristen aus Karlsruhe, dass sie von Wirtschaft mehr verstehen als die &Ouml;konomen in Frankfurt. Denn die EZB blendet nach Meinung des Gerichts bei ihren Ma&szlig;nahmen Zusammenh&auml;nge aus, die so gro&szlig;e wirtschaftspolitische Folgen haben, dass das Gericht die Ma&szlig;nahmen als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig qualifizieren zu k&ouml;nnen glaubt. Dass die Beispiele des Gerichts f&uuml;r die Folgen dann allesamt aus der Mottenkiste der deutschen Konservativen stammen, haben die Richter wohl nicht bemerkt. Aber sie h&auml;tten wissen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, dass die EZB f&uuml;r die gesamte EWU zust&auml;ndig ist und eben nicht nur f&uuml;r Deutschland; diese Tatsache ist allerdings nicht in das Urteil eingeflossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2020\/05\/die-grosse-anmassung\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p><strong>au&szlig;erdem: Wer das Recht spricht<\/strong><br>\nMit Entsetzen haben &Ouml;konomen und Politiker au&szlig;erhalb Deutschlands auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Staatsanleihek&auml;ufen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) reagiert. Das Gericht hatte am Dienstag die Anleihek&auml;ufe als &ldquo;teilweise verfassungswidrig&rdquo; eingestuft und dabei ein Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) f&uuml;r unrechtm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt &ndash; obwohl dessen Rechtsprechung &uuml;ber nationalem Recht steht. Dar&uuml;ber hinaus hat es die Unabh&auml;ngigkeit der EZB attackiert, sie deutschen Vorgaben zu unterwerfen versucht sowie ein zentrales Instrument zur finanziellen Stabilisierung der EU, den Kauf von Staatsanleihen durch die EZB, in Frage gestellt. W&auml;hrend Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire warnt, das Urteil gef&auml;hrde die &ldquo;Stabilit&auml;t&rdquo; der EU, wird Enrico Letta, ein ehemaliger Ministerpr&auml;sident Italiens, mit der &Auml;u&szlig;erung zitiert, der Gerichtsentscheid bedeute &ldquo;Die Deutschen zuerst&rdquo;. Tats&auml;chlich erh&ouml;ht das Urteil den wirtschaftlichen Druck auf Italien &ndash; zu einer Zeit, zu der in dem Land der Unmut &uuml;ber Deutschland rasch w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8267\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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